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Full text: PSB 24 aktuell (Rights reserved) Issue67.2020,4 (Rights reserved)

Heft 4 / 2020 PSB24 aktuell Mitgliedermagazin Weil´s Spaß macht. www.pro-sport-berlin24.de Auf einen Blick Prosportstudios: Sportlich zurück 3 Cheerleading: Ein Traum wurde wahr 4-5 Badminton: Camp in Blossin 6 Judo: Wann wieder Training? 7 Kanu Köpenick: Gestärkt durch die Krise 8 Segeln Stößensee: Ein runder Törn 9 Frauenfußball: 50 Jahre „offiziell“ 10/11 Shinbukai-Karate: Outdoor-Training 11 Rudern: Erinnerungen an die Anfänge der Postruderei (III) Winterwettbewerb 19/20 12/13 Leichtathletik: Olympia in Wilmersdorf 14 Tennis Gatow: Kein Sommerloch 15 Schwimmen: Verdienstvoller Jubilar 16/17 Sportgruppe Köpenick, Tennis Lankwitz, Tanzen: 18 Sommercamp für Kinder 20 Pro Sport Berlin 24 e.V. Einladung zur Hauptversammlung 2020 Mittwoch, den 30. September, 18.00 Uhr Achtung, neuer Ort! Lothar-Jordan-Sportzentrum, Forckenbeckstr. 18, 14199 Berlin Tagesordnung 1. Begrüßung und Eröffnung 2. Ehrungen 3. Berichte 3.1. Präsident 3.2. Schatzmeister 3.3. Kassenprüfer 4. Aussprache zu 3. 5. Genehmigung des Jahresabschlusses 2019 und Entlastung des Präsidiums einschließlich des Schatzmeisters 6. Anträge 7. Mitteilungen und Anfragen Hinweise: Anträge zu 6. müssen dem Präsidium acht Tage vor der Versammlung in schriftlicher Form vorliegen. Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder American Football: Linus Klitsch Badminton: Isabella Weiß, Tim Schwebs, Anais Gaudry, Gabriela Volanti Cheerleading: Alea Gagliardi, Ansley Prescott, Marie Borch Karate-Ikigai: Leopold Wegeler KInder- und Jugendsport – Kinderballett: Nieke Rosener, Alara Julienne Kaleta – Kinderfußball: Finn Demirkiran – Kinderturnen: Emile Laux, Titus Wojan, Luis Franck, Enie Selmke, Louisa Gericke, Maximilian Drese, Sophie Paschke, Marten Küffner Prosportstudio Charlottenburg: Michaela Wipperfürth-Lottmann, Brigitte Gehlhaar, Rainier Falk, Yannik Welsch 2 Prosportstudio Köpenick: Sarah Henry, Antje Markgraf Heike Markgraf, Thorsten Kleine, Marvin Lohse, Josephine Lohse, Andrea Gleichmann, Sabine Meyer, Nico Schultze, Ilona Müller Prosportstudio Wilmersdorf: Gabriele Wähner, Carola Fischer, Detlef Buge, Wolfgang Bürger Segeln Stößensee: Markus Knopka, Philipp Knopka, Laura Velleman, Raphael Keller, Raban Jakob Friedrich Tennis Lankwitz: Leticia Pitesa, Magnus Stumm, Luisa Philippa und Helena Sophie Sixtus Sportgruppe Charlottenburg – Tennis: Gabriel Czoba, Katja Czoba, Amélia Czoba, Leander Czoba, Daniel Homeyer, Annika Busch, Michael Eckert, Emal Wahidi, Justin Isauro Ramirez Fellowes, Annette Winistörfer, Marko Machon, Laurina Sophia Brüninghaus, Ferdinand Brüninghaus, Lara Linke, Martina Wüchner, Andrea Quint, Frederik Luszpinski, Kolja Hentschel, Stephanie Wilmsen-Blankenburg, Julius Blankenburg, Linus Riller, Greta Mayer-Schuchard, Michael Ziege, Sebastian Krings, Oliver Waldbrunn, Michele Bossler, Marcel Tomalczyk, Lukas von Sturm, Sebastian Kraft Sportgruppe Gatow – Segeln: Thorsten Karnatz, Sandra Karnatz, Louis Karnatz, Piotr Duma, Susanne Hasse-Bovenderd Sportgruppe Gatow – Tennis: Delina Kasemi, Bettina Naujoks, Annette Macha-Retzlaff, Hans-Martin Huth, Maja Crisic, Marie Borndörfer, Mechthild Coordt, Christine Lehmann, Dirk Koehler Sportgruppe Köpenick – Kanu: Jonathan Wels, Agnes Deinert, Carolin und David Saro, Katja Habicht, Thorben Delacher Sportgruppe Köpenick – Segeln: Jürgen und Ute Rodeike, Peter Hopp, Manuela Hopp, Volker Hoppe, Norman Habicht, Thilo Prothmann, Sascha Lehmann, André Nietzsche Sportgr. Tiefwerder – Beachvolleyball: Dirk Schlotfleldt, Katrin Albert, Baset Mousavi Sportgruppe Tiefwerder – Kanu: Kamila und Sven Thielemann, Christiane Reichmann, Klaus Hake Sportgruppe Wendenschloß – Rudern: Wolfgang Krumme-Brühl Sportgruppe Wendenschloß – Segeln: Patrice Stern-Schattat, Marc Storch, Sabrina Guretzki PSB 24 aktuell Sportlich zurück in den Alltag Prosportstudios Sommer ohne Sport? Im Prosportstudio Charlottenburg undenkbar A m 18. Mai war es wieder so weit: Die ersten Mitglieder konnten nach gut zweimonatiger Pause unsere Kurse im Outdoor-Bereich besuchen und erleben. Die Kurse fanden entweder auf unserem saftig grünen Sportrasen oder auf unserer wunderschönen, mit Matten ausgelegten Terrasse statt. Dabei musste natürlich im Hinblick auf die Infektionsschutzverordnung einiges beachtet werden. Konzepte mussten erstellt werden, wie dies umgesetzt werden kann. Der Blick in viele glückliche Gesichter unserer Mitglieder, die wieder ihre Kurse wie Yoga, Bodystyling oder Pilates besuchen konnten, war es absolut wert. Auch unsere exklusiven Kurse wie „Drums Alive®“ oder „Body Balance“ konnten wieder anlaufen und sorgten für viel Freude. Das sonnige Wetter und die wunderschöne Außenanlage sorgten für eine einzigartige Atmosphäre und gute Laune bei Mitarbeitern und Mitgliedern. Nach weiteren Lockerungen seitens des Senats konnten die Kurse im Juni auch wieder in unsere Kursräume verlagert werden, was einen weiteren Schritt in Richtung Normalität bedeutete. Dabei begann auch unser neuer Kurs „Fatburner“, wo Kondition, Kräftigung und die aktive Fettverbrennung im Fokus stehen. Einen Einblick bekommt ihr auch auf unserem YouTube-Kanal Pro Sport Berlin 24 (https://www.youtube.com/c/ProSportBerlin24eV) Mittlerweile ist wieder mehr oder weniger der Alltag in unser Studio eingekehrt und wir freuen uns über jeden Einzelnen von euch! Lenny Saliwan-Trafis Studioteam Charlottenburg Wichtige Mitteilung der Geschäftsstelle An alle über 18 Jahre alten Schüler, Studenten und Auszubildenden Anträge auf Beitragsermäßigung für 2021 müssen bis 15. Dezember in der Geschäftsstelle eingereicht werden. Andernfalls wird der Erwachsenenbeitrag erhoben. Senden Sie uns bitte Ihren Antrag, für den Sie nebenstehenden Vordruck verwenden können. Fügen Sie eine entsprechende Bescheinigung bei. Eine während des Jahres eingereichte Bescheinigung gilt bis zum Ablauf des laufenden Kalenderjahres. Zu spät eingereichte Unterlagen gelten erst ab dem folgenden Quartal. Rückwirkend wird keine Beitragsermäßigung gewährt. (Nach Vollendung des 27. Lebensjahres ist grundsätzlich keine Beitragsermäßigung möglich.) August - September 2020 Antrag auf Beitragsermäßigung für Schüler, Studenten und Auszubildende Name Vorname Straße Wohnort Mitgliedsnummer Eine entsprechende Bescheinigung liegt bei. Mir ist bekannt, dass ich alle Veränderungen, die diese Beitragsermäßigung begründen, sofort schriftlich der Geschäftsstelle mitzuteilen habe. Datum Unterschrift Adresse: Pro Sport Berlin 24 e.V., Forckenbeckstr. 18, 14199 Berlin 3 Cheerleading F ür die Mehrheit der Cheerleaderinnen und Cheerleader ist es ein großes Ziel, einmal in ihrer Aktiven-Zeit in den Hallen auf dem ESPN-Gelände von Disneyworld ihr Können zu zeigen und sich mit amerikanischen Teams zu messen. Im März hatten wir diese Chance. Unsere große Reise in die USA, das Mutterland des Cheerleadings, nahm im Dezember 2018 ihren Anfang: Wir nahmen an einer offenen Meisterschaft in Hof teil und belegten den ersten Platz. Wir schauten uns die Bewertungsbögen der Jury an, als etwas passierte, womit niemand rechnete. Ein Teammitglied zog einen Zettel aus der Folie: „Herzlichen Glückwunsch zur Qualifizierung für die UCA Allstar Championship“. Normalerweise war dies für unsere Kategorie nicht möglich. Nachdem unsere Trainerin bei der Jury nachgefragt hatte, ob es sich eventuell um einen Fehler handelte, wurde es zur Gewissheit: Unsere Qualifikation machte unseren Traum greifbar. Nach einer kurzen Trainingspause starteten wir mit neuen und hohen Zielen in das Jahr 2019. Sie können sich sicherlich vorstellen, 4 „Don’t dream it – do it!” Die Cats auf Reisen im Mutterland des Cheerleadings wie motiviert wir waren. Das gesamte Jahr trainierten wir hart – manchmal bis zu 6 Stunden an einem Tag. Doch, wie sagt man so schön: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ oder „ohne Fleiß kein Preis“. Als alles Organisatorische erledigt war und wir unsere ESTAGenehmigungen in der Hand hielten, konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Leider verletzte sich zwei Wochen vor Abflug eines unserer Mädels so schwer, dass es nicht mehr aktiv auf der Matte mitmachen konnte. Unsere Trainerin sprang ein und lernte innerhalb der kurzen Zeit unsere Choreographie. Noch einmal: Danke für Deinen Einsatz! Am 11. März2020 war es dann so weit. Nach knapp zehn Stunden Flug kamen wir in Miami an und fuhren noch weitere vier Stunden nach Orlando. Nachts fielen wir völlig erschöpft, aber glücklich, ins Bett. Viel Zeit zur Erholung hatten wir nicht, denn um 10 Uhr fand unser letztes Training vor der Meisterschaft statt. Wir hatten die großartige Chance, in der Halle von Topgun, einem sehr erfolgreichen amerikanischen Team, zu trainieren. Anschließend fuhren wir zum Allstar-Gelände in Disneyworld, um uns für die Meisterschaft anzumelden. Wieder unserem Traum einen Schritt näher – die Nervosität stieg. Am Freitag wurden allerdings unsere Glücksgefühle gedämpft. Es wurde bekanntgegeben, dass fortan für Europäer ein Einreiseverbot gilt – puh, da hatten wir noch einmal Glück gehabt. Aber die gesamte Meisterschaft musste umstrukturiert werden, so dass sie unter Covid-19-Vorsichtsmaßnahmen stattfinden konnte. Das bedeutete: Wettkampf nur am Samstag, statt an zwei Tagen, kein Finale, kein Publikum in den Hallen und keine Siegerehrung. Diese Umstände waren für uns neu und ungewohnt. Normalerweise ist das tobende Publikum hinter dem Vorhang schon vor einem Auftritt zu hören und motiviert jedes Team, das Beste zu geben. Dieses Mal heizten nur unsere Betreuerinnen und Betreuer die Halle ein. Ihr wart trotzdem klasse und habt uns das Gefühl gegeben, dass die Halle voll ist! Auch wenn das für uns eine Schocknachricht war – wir waren erleichtert, dass die Veranstaltung trotz drohender Corona-Gefahr stattfinden konnte. Denn ab Montag wurde auch Disneyworld geschlossen. Am Samstag, gegen 15 Uhr Ortszeit, konnten wir der Jury zeigen, wofür wir hart trainiert hatten. Unser Programm war leider nicht ganz fehlerfrei, aber wir haben alles gegeben, hatten eine Menge Spaß und haben die zweieinhalb Minuten in vollen Zügen genossen. Ein Jahr voller Schweiß, Disziplin und Spaß für diesen einen magischen Moment. Noch heute bekommen wir Gänsehaut, wenn wir daran zurückdenken. Was muss man unbedingt essen, wenn man in Amerika ist? Richtig – Burger. Also sind wir nach einer kurzen Erfrischung alle zusammen Burger essen gegangen, haben unseren Auftritt Revue passieren lassen und uns die Bewertung der Jury angeschaut, die ziemlich gut war. Während wir die letzten Tage auf diesen einen Moment fo- PSB 24 aktuell kussiert waren, kümmerte sich unser sportlicher Leiter um unsere Rückflüge. Denn aufgrund von Corona waren all unsere Lufthansa-Rückflüge gestrichen worden. Danke Robsi, dass wir mit deiner Mühe wieder sicher nach Hause konnten. Zum perfekten Abschluss unseres Abenteuers gab es ein großes Team-Barbecue als Überraschung und eine Pool-Party. Die restlichen Tage verbrachten wir mit Shopping und Entspannen am Miami Beach. Am Donnerstag ging es für einen Teil des Teams wieder nach Hause. Einige andere blieben noch, machten Urlaub und versuchten trotz Corona-Virus den „American Vibe“ zu genießen. Auch wenn die Reise leider wegen der Pandemie in einigen Situationen chaotisch verlief, hatte sie dennoch etwas Besonderes: Wir sind als Team wieder einmal zusammengewachsen und bereit, neue Herausforderungen anzunehmen und gemeinsam an neuen Zielen zu arbeiten. Zu guter Letzt möchten wir uns bei einigen Leuten bedanken, die uns dieses Abenteuer ermöglicht haben: Susi Wunderlich hört nun, nach zehn Jahren als aktive Sportlerin, davon sechs 6 Jahren als Trainerin bei den Cats, auf. Danke, dass wir mit deiner Hilfe so viel erreicht haben. Wir wünschen dir auf deinem Weg nur das Beste und freuen uns, dich auch künftig bei Generalproben oder Meisterschaften zu sehen. Sollte es dich irgendwann doch wieder zum Cheerleading ziehen: Bei den Cats hast du ein Zuhause. Ebenso hört Lars Wunderlich nach zehn Jahren als Mitglied der Cats-Familie auf. Wir danken dir für deinen vollen Einsatz beim Training und für unzählige Lachanfälle. Außerdem war Lars die letzten Jahre als sportlicher Leiter tätig. Auch du bist bei uns jederzeit willkommen. Auch Robert Golz, unser CatsUrgestein, verlässt uns leider. Wir bedanken uns für die Erfolge und das lustige Training während deiner Trainerzeit und dein Engagement als Vorstand über die letzten Jahre. Auch dir wünschen wir alles Gute auf deinem Weg und denke immer daran: „Kämpfen heißt Siegen.“ Wir werden euch vermissen. Liebe Betreuerinnen und Betreuer, ihr habt euch während der Reise liebevoll um uns gekümmert. Ihr wart einkaufen, habt gekocht, gegrillt und uns zu jeder Zeit den Rücken gestärkt. Last but not least: Pro Sport Berlin 24! Wir bedanken uns bei unserem Verein für die Unterstützung unserer Reise und freuen uns auf viele weitere Meisterschaften mit euch. Bleibt gesund, eure Cats August - September 2020 5 Badminton W as sich wie die Beschreibung eines Ferienlagers anhört, hatte durchaus einen seriösen sportlichen Hintergrund: Das traditionelle Sommercamp in der letzten Ferienwoche sollte für unsere Jugendturnierspieler Saisonvorbereitung und nächster Entwicklungsschritt zugleich sein. Zunächst waren wir natürlich glücklich, dass das Camp überhaupt stattfinden konnte, und wenige Wochen vor dem Start wurde auch die Maximalzahl von Spielern in der Halle auf 24 angehoben, so dass die Gruppe komplett in der Halle trainieren konnte. Beim etwas verregneten Start waren alle fit und gespannt, was das Trainerteam (Mareike, Alex, Luke, Daven, Vincent, Ingo) sich für die Woche überlegt hatte. Es gab einige Neuerungen. So wurden jeden Tag kleine Teamwettkämpfe abgehalten, die bereits in die Wertung für das obligatorische Abschlussturnier einflossen. Sehr lustig war zum Beispiel ein Staffelwettkampf im Standup-Paddeln, bei dem die Teams möglichst schnell alle Starter bis zur Boje und zurück bringen mussten. Nicht immer wurden dabei die klügste Strategie und der kürzeste Kurs gefunden. Ohne Namen zu nennen: Dass es sogar Probleme bereitete zu erkennen, ob das Brett sich vom Ufer entfernt oder mit der Finne noch im Sand steckt, trug zur allgemeinen Erheiterung bei. Erstmals waren auch die neu entwickelten Air-Shuttles im Einsatz. Die Kids spielten bei schwierigen Bedingungen (Sonne, Wind) 3 gegen 3 auf dem 66 Ereignisreiches Camp in Blossin SUP-Staffel, Air-Shuttles und Teamwettkämpfe 2.0 Beachvolleyballfeld, was eine erhebliche Umstellung gegenüber der Standard-Hallenvariante des Badminton bedeutete. Nicht verändert hat sich die intensive Trainingsarbeit während der insgesamt 68,5 Stunden, aufgeteilt in 13 Einheiten. Schwerpunkte waren diesmal die Neutralisation bzw. Befreiung aus dem Hinterfeld, die Abwehr, die Vermittlung einer Angriffsstrategie und die ersten drei Schläge im Einzel. Der hohen Belastung mussten dann einige Tribut zolMannschaft len:1.Am letzten Tag spielten von 21 nur noch 16 das Abschlussturnier mit. Im nächsten Jahr müssen wir die Belastung noch besser steuern. Wie schon im letzten Jahr gab es auch zwei Laufeinheiten und einige Programmpunkte mit dem Thema „Stabilität, Beweglichkeit und Kraft“. Nach den Erfahrungen des letzten Jahres war ich der Meinung, das Thema „selbstentwickelte Teamspiele mit eigenartigen Regeln und fragwürdigem politischen Hintergrund“ habe sich erledigt. Aber der Trainernachwuchs in Person von Alex bewies diesbezüglich eine beachtliche Beratungsresistenz. Assistiert von Daven, Vincent und Luke wurde die Variante 2.0 entwickelt, was mir schon Schweißperlen auf die Stirn trieb. Zum Inhalt des Spiels nur so viel: Es ging darum, in einem geteilten asiatischen Land möglichst viele Häftlinge zu befreien und in den anderen Landesteil zu bringen. Nähere Details erspare ich mir, schließlich haben beide Staaten ihre Botschaften in Berlin. Zum Glück bestätigten sich meine Befürchtungen während des Spiels nicht und selbst Elias, der im letzten Jahr einen Puls von 220 hatte, blieb diesmal halbwegs entspannt. Zum Abschluss noch einige Bemerkungen in Kürze: Es ist uns seit langem mal wieder gelungen, zwei gleichstarke Teams aufzustellen. In der Gesamtwertung stand es am Ende 14:12. Jakob Hinrichs verlor seinen Titel als inoffizieller Schachchampion der Abteilung während des Grillens an Luke Jiang, der zwischen zwei Würstchen auch noch meinte, nicht besonders gut gespielt zu haben – Kopf hoch Jakob, es gibt wichtigeres! Unsere fußballerischen Fähigkeiten sind noch stark ausbaufähig. Wir unterlagen einer D- oder E-Jugendmannschaft mit 0:5 und waren nicht so häufig in Ballbesitz. Glücklicherweise bewahrte uns die einbrechende Dunkelheit vor einem zweistelligen Debakel. Insgesamt waren es schöne Tage in Blossin. Mein Dank geht an alle Teilnehmer für die gute Disziplin und an das Trainerteam für die entspannte Zusammenarbeit. Ingo Zimmermann PSB 24 aktuell Wann geht das Training wieder los? Judo L liebe Judoka, die Sommerferien sind nun auch schon wieder vergessen, aber das Corona-Virus, begrenzt leider noch immer die Möglichkeiten eines Trainings, wie wir es uns wünschen. Schon vor den Ferien war die Gürtelprüfung dem Virus zum Opfer gefallen. Da sich viele Eltern und Judoka ein judospezifisches Training wünschten, haben wir bis Ende Juni ein solches angeboten. Leider wurde das Angebot mehr schlecht als gut genutzt. Das war sehr schade, da das Wetter immer gut mitspielte. Judo besteht nicht nur aus Technik, Kämpfen und Spielen. Auch Ausdauer, Kraft und Schnellkraft sind sehr wichtig, aber diese Übungen machen natürlich nicht so viel Spaß. Auch die Pressemitteilung vom 21. Juli lässt noch kein Training in größeren Gruppen zu. Erlaubt sind vier Kämpfer und ein Trainer auf einer Matte! Die Hygiene-Schutzmaßnahmen könnten wir durchaus erfüllen. Desinfektionmittel für die Hände und Reinigungmittel für die Matten sind vorhanden, die Matten müssten jede Woche nach dem Training gereinigt werden. Ebenso hinderlich ist die Tatsache, dass die von uns seit über 55 Jahren genutzte Trainingshalle bis Ende März 2021 geschlossen bleiben wird.Wir sind mit der Karate-Abteilung im Gespräch, um zu erreichen, dass wir in der oberen Halle zusammen trainieren können. Hygiene-Gründe sollten dem nicht entgegenste- hen. Das Judo-Training würde dann am Montag ab 18 Uhr und am Freitag – wie immer – auch ab 18 Uhr stattfinden. Das gilt jedoch nur, wenn Hallentraining wieder möglich ist. Aus allen diesen Gründen hatten wir uns entschlossen, im August erst einmal beim Training im Freien zu bleiben und damit am 11. August vor der Halle Prinzregentenstraße 60 zu beginnen. Wir danken euch für euer Verständnis und erwarten eine rege Teilnahme wie vor den Ferien. Detlef und Thomas Ehemaligentreffen Das Ehemaligentreffen im August konnte aus bekannten Gründen leider nicht stattfinden. Um so mehr gibt es im nächsten Jahr zu berichten. Heinz Wutzke und ich (Thomas), wir freuen uns schon heute auf ein nettes Beisammensein 2021. Lexikon: „Taiso“ N ach Yoga aus Indien und Tai Chi aus China kommt das japanische Taiso nach Deutschland. Taiso ist eigentlich nicht neu, wird auch als viertes Element des Judo bezeichnet – neben Kata, Randori und Shiai. Bereits seit 1928 sendet der japanische Rundfunk früh um 6.30 Uhr ein Taiso-Programm. Ähnliches hatte 1889 auch schon Judo-Begründer Jigoro Kano als Leibesübung (taiiku-ho) vorgestellt. Wörtlich heißt Taiso „Körperhaltung“. Es soll das klassische Judotraining ergänzen. Empfohlen wird es für Judo-Einsteiger, aber auch als Basistraining für Spitzenjudoka, um eine bestmögliche Vorbereitung für das anschließende Judo-Training oder eine Verbesserung des psycho-physischen Wohlbefindens zu erreichen. Auf der Video-Plattform djb-taiso. dokume.net werden erste Übungsvideos bereitgestellt. August - September 2020 Gewinnspiel: Was weißt du über Japan? T este dein Wissen über Japan und nimm an unserem ZehnFragen-Gewinnspiel teil! Es gibt wieder fünf Hauptpreise, alle anderen Teilnehmer erhalten einen Trostpreis. Teilnehmen können alle Mitglieder der Judo-Abteilung. AbgabeTermin ist Ende September am letzten Trainingstag bei Detlef oder Thomas. Fragen 1. Was bedeutet der rote Kreis auf der japanischen Flagge? 2. Wie heißt der höchste Berg Japans? 3. Wie nennt man die japanischen Ritter? 4. Wie heißt ein 1500 Jahre alter japanischer Kampfsport? (Nicht Judo) 5. Wie heißt die japanische Währung? 6. Was heißt auf Japanisch Kaiser? 7. Wie heißt die Hauptstadt Japans? 8. Wo finden die 32. Olympischen Spiele statt? 9. Auf welche japanische Stadt wurde die erste Atombombe abgeworfen? 10. Wie heißt Japan auf Japanisch? Versammlung am 25. September N achdem auch unsere Abteilungsversammlung am 24. April ausfallen musste, haben wir die neue Versammlung auf den 25. September gelegt. Wir laden dazu ein und hoffen auf eine rege Beteiligung unserer Mitglieder. Termin: Freitag, 25. September 2020, 19.45 Uhr Ort: Nelson-Mandela-Schule (obere Turnhalle) Prinzregentenstr. 60, 10715 Berlin Tagesordnung 1. Eröffnung 2. Genehmigung der Tagesordnung 3. Genehmigung der Protokolle von 2019 4. Bericht des Vorstands 5. Bericht des Kassenwarts 6. Entlastung und Neuwahl des Vorstands 7. Anträge 8. Verschiedenes Der Vorstand Bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Los. Viel Spaß ! 7 SG Köpenick Kanu D ie plötzliche Schließung der Sportanlagen am 14. März traf uns Kanuten in der letzten Phase des Wintertrainings. Die ersten Trainingseinheiten auf dem Wasser waren bereits erfolgt, es fehlten nur der Athletiktest und das erste Trainingslager auf bewegtem Wasser. Wir können von Glück reden, dass wir das erste Trainingswochenende wegen Terminschwierigkeiten bei den Trainern um eine Woche auf den 7./8. März vorgezogen hatten und daher noch am letzten Wochenende vor der Grenzschließung durch die tschechische Regierung ein paar schöne Trainingseinheiten auf dem Kanal in Roudnice absolvieren durften. Der für den 17. März vorgesehene Athletiktest fiel bereits aus, so wie alle weiteren Veranstaltungen und Trainingsmaßnahmen. Die Stimmung war im Keller. Sollte sämtliche Schufterei beim Wintertraining im Kraftraum umsonst gewesen sein? Zur ersten Überbrückung entwickelten wir einen Heimtrainingsplan, der unsere Nachwuchssportler fit halten sollte. Doch Sport allein zu Haus, das ist auf Dauer keine Alternative. Inspiriert durch viele Artikel und Videos auf den Plattformen der Kanuverbände und anderer Vereine, kamen Claudia und Benny auf die Idee, ein Wohnzimmertraining per Videokonferenz ins Leben zu rufen. Nach einer Woche Vorbereitung konnte am Kanuten gestärkt durch die Krise? Die Schufterei im Winter war doch nicht vergebens 8. April die erste gemeinsame Trainingseinheit in Wohnzimmern und Gärten stattfinden. Nach Wochen der Vereinzelung endlich mal wieder Sportkameraden sehen und gemeinsam Sport treiben – die Stimmung stieg. Mit der ersten Lockerung der Eindämmungsverordnung und der Öffnung unserer Sportanlage konnten wir endlich wieder aufs Wasser, wenn auch vorerst nur zu zweit. Der Sportgruppenvorstand beriet sich und entwickelte in Absprache mit der Geschäftsführung und dem Präsidium eine Vorgehensweise, um die neuen Regelungen für den Sportbetrieb so effektiv wie möglich umzusetzen. Desinfektionsmittel wurden organisiert, WC-Anlagen umgerüstet und Ausschilderungen und Listen erstellt, um unsere Aktiven so sicher wie möglich über das Gelände und durch den Sport zu begleiten. Am 24. April war es endlich so weit. Wassersportfreunde aus der ganzen Bundesrepublik schauten neidisch nach Berlin, als wir die ersten Bilder vom Wassertraining online stellten, zu einer Zeit, als der Vereinssport andernorts noch verboten war. Unsere vier Nachwuchstrainer Anke, Benny, Jan und Robert boten für die Nachwuchssportler Einzeltraining an, was dankbar genutzt wurde. Eingeteilt in einzelne Zeitfenster, so dass jeweils nur zwei Sportler zeitgleich auf dem Sattelplatz zugegen waren, und unter Beachtung Letztes Training vor den Sommerferien auf der heimischen Dahme 8 18 März-Training im tschechischen Roudnice der Abstands- und Hygienebestimmungen konnten zwischen 15 und 19 Uhr fast alle unsere Nachwuchssportler zweimal pro Woche aufs Wasser und zumindest für die Zeit des Trainings die vielen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie vergessen. Mittlerweile können wir durch die weiteren Lockerungen wieder in den alten Trainingsgruppen trainieren und bieten jeweils montags, dienstags, donnerstags und freitags ab 16.00 Uhr ein Nachwuchstraining auf dem Wasser an. Durch das gute Wetter und den Umstand, dass in anderen Sportarten noch nicht wieder so gut trainiert werden konnte, hatten wir einen Zuwachs an neuen Sportlern, was uns sogar an die Kapazitätsgrenze brachte. Glücklicherweise sind letztendlich die Gruppengrößen wieder offen, so dass wir weitere Sportler aufnehmen können. Seit 4. Juni trainierten auch die Schwimmer unseres Vereins wieder bei uns in Köpenick. Donnerstags von 17 bis 20 Uhr stellten wir den Sportfreunden unsere Trainingsfläche zur Verfügung, da sie noch immer nicht in die Schwimmhallen kommen. Da rücken wir gern etwas zusammen (natürlich nur sprichwörtlich) und helfen unseren Vereinskameraden. Weitere erstaunliche Nachrichten kamen auch vom Deutschen Kanuverband: Die Deutschen Meisterschaften der Schüler im Kanuslalom werden im September nachgeholt! Die Schufterei im Winter war also doch nicht umsonst, ab August konnten wieder Regatten ausgetragen werden. Unsere Sportler sind voll motiviert und mit Spaß beim Training dabei. So kommt unsere kleine, aber feine Kanuabteilung am Ende sogar gestärkt durch die Krise und blickt frohen Mutes in eine hoffentlich krisenfreie Zukunft. Robert Winkler PSB 24 aktuell Statt „Rund Bornholm“ ein runder Törn… Wilde Segelritte auf der Ostsee – und auf der Unterhavel E s muss etwas mit der Zeit zu tun haben, in der normalerweise die Warnemünder Woche stattfindet. Jedenfalls war es wiederholt in den letzten Jahren stürmisch, kalt, massiv wellig und so gar nicht wie eine Woche im Juli! So auch diesmal, ohne „Rund Bornholm“, da die Regatta wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Aber das Boot war gechartert und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. In geänderter Besatzung gingen wir mit drei Familien an Bord: Familie Rensland (Hans, Fiddi, Tochter Jana mit Partner Silvan), Familie Naber-Wiesener (Micha, Beate und Paul) sowie Elke und Haiko. Gechartert war eine Bavaria 51 in Warnemünde und eigentlich sollte es am 5. Juli, einem Sonntag, losgehen in Richtung Fehmarn. Wir verließen den Hafen auch bei viel Wind, nach einer ersten Nacht an Bord. Die Prognose war aber deutlich besser, als sich das Wetter in der Realität darstellte: sehr unsteter und starker Wind (in Böen bis 9 Bft) bei hohen Wellen, sodass wir nach zwei Stunden zurück nach Warnemünde segelten und froh waren, wieder gut im Hafen angekommen zu sein. Also neue Planung, denn die Prognose für Montag war noch schlechter, der Wind sollte sich auch noch mit Regen paaren. Stattdessen gab es harmonisches Bordleben (leider wegen des Wetters meist unter Bord) mit vielen Leckereien. Jede Familie hatte aufs feinste eingekauft und sorgte für kulinarische Highlights. Am Dienstag endlich konnte es losgehen in Richtung Fehmarn, immer noch bei sehr viel Wind, Regen und kühlen Temperaturen (13 Grad). Und so blieb es die ganze Woche auf unserer Tour Warnemünde – Burg auf Fehmarn – Grömitz – Kühlungsborn – Warnemünde. Die Heizung unter Deck lief auf Hochtouren, damit es uns zumindest dort warm wurde und unsere ständig beregneten Klamotten trocken werden konnten. Wir hatten viel Spaß gemeinsam, tolle Teamerfahrungen, Segeln Stößensee es vom Start um die Prosit II bis zur Tonne 19, kurz vor der Pfaueninsel, und zurück. Das Ganze mit neun Booten. Wieder war von Flaute bis zu Sturmböen alles dabei, mit Krängung, dass das Wasser durch die Luken floss und bei einem Beteiligten leider ein Schaden am Mast entstand. Die 3. Wettfahrt fand auch bei unstetem Wetter statt, und wieder regnete es! Dieses Mal das Ganze ohne Wind, so dass von sechs gestarteten Booten nur vier ins Ziel kamen. Zwei Wettfahrten liegen bei Redaktionsschluss noch vor uns und alle sehen ihnen gespannt entgegen. Donnerstagsregatta A gutes Essen, wilde Segelritte, Segelübungen bei verschärften Bedingungen. Jedenfalls bereuen wir nicht, dass wir gesegelt sind in diesen schwierigen Zeiten. Segelboote auf der Ostsee haben wir wenige gesehen und die Häfen waren eher leer als voll. Und nächstes Jahr dann wieder auf ein Neues: „Rund Bornholm“ – und falls nicht, gehen wir eben wieder so segeln. August - September 2020 Fun Cup 2020 U nter Einhaltung aller Regeln und mit Anmeldung und Ergebnisverkündung via E-Mail und Aushang veranstaltet unser Sportwart Michael auch dieses Jahr unsere Funcups. Die 1. Wettfahrt war ein wilder Ritt, wie wir ihn selten erlebt haben. Der Kurs ging rund Pfaueninsel mit 14 Booten. Von Flaute bis hin zu Sturmböen war alles dabei. Gewitter kündigten sich an und zwangen die Boote in die Krängung, dass einem Angst und Bange werden konnte. Das war ein Saisonauftakt der besonderen Art! Alle kamen heil und gut wieder nach Hause ohne Schaden an Mensch und Material. Und alle waren froh, dass uns das in Zeiten von Corona vergönnt war. Die 2. Wettfahrt bot eine ähnliche Vielfalt und war ebenfalls ein wilder Ritt, man kann es kaum glauben. Nur keine Blitze und kein Donner! Dieses Mal ging uch dieses Jahr sind wir als Verein wieder an der Donnerstagsregatta beteiligt. Zweimal sind wir neben vielen Vereinen an der Unterhavel Ausrichter. Auch hier können Anmeldungen und Ergebnisverkündung nur online erfolgen. Auf den geselligen Teil nach der Regatta muss wegen Covid-19 leider verzichtet werden. Da viele Regatten in diesem Jahr abgesagt wurden, hat sich das Bild bei der Donnerstagsregatta sehr gewandelt. Die Teilnehmerzahlen sind enorm gestiegen, im letzten Jahr waren es oft nur 10 bis 15 Boote, dieses Jahr sind 70 Boote gemeldet und oft nehmen über 40 Boote an der Regatta teil. Alle sind glücklich, dass es diese Wettfahrt gibt, und das Feld führt seit Wochen unser Goldi mit seiner O-Jolle an. Es war im letzten Jahr eine gute Entscheidung unseres Sportwarts, in diese Regatta mit einzusteigen. Glückwünsche W ir gratulieren allen Abteilungsmitgliedern, die im Juli, August und September Geburtstag haben oder hatten. Zum besonderen Geburtstag beglückwünschen wir Irene Flintrop, Christiane Tilse und Ingrid Meier. Und diesmal haben sich gleich zwei Paare getraut! Zur Hochzeit gratulieren wir sehr herzlich Anja Schnake und Jens Jäger, sowie Kim-Patrik Sabla und Daniel Dimitrov. Lasst es euch gut gehen! Beate Naber 7 9 Frauenfußball D Seit 50 Jahren dürfen Frauen auch „offiziell“ kicken er deutsche Frauenfußball feiert 2020 den 50. Jahrestag seiner offiziellen Zulassung durch den Deutschen FußballBund (DFB). Am 31. Oktober 1970 hatte der DFB nämlich ein Verbot aufgehoben, das es tatsächlich gab, denn: „Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“ So stand es wörtlich in einem offiziellen DFB-Beschluss vom 30. Juli 1955 zum bundesweiten Verbot des Frauenfußballs. Abseits des DFB hatten sich ungeachtet dessen schon eigene Verbände und Vereine gegründet. 1957 fand sogar bereits eine erste inoffizielle Europameisterschaft statt – im Berliner Poststadion. In Westberlin bildeten der 1. FC Lübars und Tennis Borussia die ersten Frauenfußballabteilungen. Die erste offizielle Frauenfußballmanschaft Ostberlins formierte sich 1970 in der BSG EAB Lichtenberg 47. Heute verfügen 75 Berliner Vereine über mindestens ein Frauen- oder Juniorinnen-Team. Unter den 50 Persönlichkeiten des Berliner Frauenfußballs, die der BFV auf seiner Internetseite würdigt, findet sich auch Ingrid „Nico“ Lange als „Spielerin der ersten Stunde“. Die „Fußball-Woche“ veröffentlichte in ihrer Ausgabe Nr. 18 dieses Jahres das folgende Porträt, das wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion nachdrucken. Ingrid Lange seit Anbeginn am Ball I ngrid „Nico“ Lange hat die klassische Laufbahn einer vereinstreuen Sportlerin durchlebt: begonnen als Spielerin, später dann auch als Trainerin und Teil des Vorstands in Form der Vizepräsidentin des Gesamtvereins. Und sind 50 Jahre durchgängig im gleichen Verein schon eher die Ausnahme, hat Lange ein beeindruckendes Alleinstellungsmerkmal: Seit 1970 steht sie bei den 1. Frauen des Post SV (seit 2004 Pro Sport 24) auf dem Platz – auch heute noch regelmäßig als Spielerztrainerin mit 70 Jahren – eine beeindruckende Leistung. Natürlich haben sich die Gegebenheiten etwas geändert. Spielte man Anfang der 70er Jahre noch um die Berliner Meisterschaft mit und qualifizierte sich in der Saison 1973 als Gruppensieger vor Titelverteidiger Preußen Wilmersdorf für die Endrunde der besten vier Mannschaften, ist es heute die 7er Bezirksliga. Der Sportplatz „Im Jagen“ hingegen hat mittlerweile ebenso wie Lange selbst ein Alleinstellungsmerkmal in Berlin: In den 70ern noch einer von vielen, ist es heute der einzige verbliebene Schotterplatz Berlins, auf dem noch regelmäßig Punktspiele stattfinden. Direkt nach der Zulassung des Frauenfußballs 1970 war es auf dem Platz nicht immer einfach, erinnert sich Lange: „Beim Post SV waren wir im Verein willkommen und unterstützt. Gewisse abwertende Kommentare von Zuschauern bezüglich Frauenfußball waren aber allgegenwärtig. Wir haben gelernt, diese auszublenden, wenn wir gespielte haben.“ Auf dem Platz war Ingrid „Nico“ 10 10 Lange gemeinsam mit Liane Schumacher das Duo, das für die Tore des Post SV zuständig war. Der sportliche Glanz des Post SV hingegen verblasste recht schnell. Bereits 1975 folgte der Abstieg in die 2. Liga. Eine Rückkehr in die höchste Berliner Spielklasse gelang nicht mehr. Kurz nach der Wiedervereinigung lebte der Post SV dann zumindest quantitativ eine kleine Renaissance und hatte für eine Spielzeit sogar drei Frauenteams im Spielbetrieb, was sich jedoch kurz darauf schnell wieder auflöste. Im Jahr 2011 – dann bereits als Pro Sport 24 – musste aus Personalmangel erstmals auf Kleinfeld umgestellt werden. Lange blieb dem Verein jedoch immer erhalten und erwarb schließlich im Jahr 1988 die B-Lizenz, die sie bis heute regelmäßig auffrischt und gültig hält. Und tatsächlich übernahm sie dann zur Saison 1988/89 auch das Amt als Spielertrainerin - und hat dies bis heute ununterbrochen inne: „Wirklich was beibringen kann ich meinem Team heute wohl nicht mehr. Aber den ein oder anderen Rat nehmen immer noch alle gerne an“, sagt Lange heute. Auf die Frage, wie lange sie denn noch gegen den Ball treten möchte, schmunzelt sie und sagt: „Gucken wir mal, wie leicht oder schwer es mir fällt, mich nach der langen Corona-Pause wieder vollständig zu motivieren.“ Daniel Kübler Vor dem Anpfiff: Die Frauenmannschaft von PSB 24 (links vorne Ingrid Lange) PSB 24 aktuell Auf in die neue Saison (?) Frauenfußball Endlich rollt im Grunewald wieder der Ball D ie Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern. Die wegen der Covid-19Pandemie unterbrochene Saison wurde nicht mehr hochgefahren. Lange Zeit wollte man es nicht wahrhaben. Am 20. Juni brachte ein virtuell veranstalteter außerordentlicher Verbandstag des Berliner Fußball-Verbandes mit großer Mehrheit der Vereine die Gewissheit. Die Saison 2019/20 wurde in allen Bereichen abgebrochen. Herren-, Senioren-, Frauen- und Jugendbereich ermitteln ihre Aufsteiger nach den Tabellenständen vom 12. März unter Anwendung der Quotientenregel, sofern erforderlich. Absteiger wird es nicht geben. Die Pokalwettbewerbe wurden im Frauenbereich für die 2. Frauen sowie für die 7er-Mannschaften nicht weitergeführt. Entsprechend wurde auch im Herrenbereich und in der Jugend entschieden. Mannschaften, die am DFBPokal teilnehmen können, wie im weiblichen Bereich die 1. Mannschaften, sollen noch sportlich ermittelt werden. Abschlusstabelle 7er Bezirksliga, Staffel 2 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 11. 1.FFV Spandau SV Rot-Weiß Viktoria Mitte III SV Chemie Adlershof Viktoria Berlin III BSC Eintracht Südring 1.FC Marzahn 94 THC Franziskaner FC FSV Berolina Stralau Pro Sport Berlin 24 Wartenberger SV Anadoluspor Berlin o.W. Tasmania Berlin o.W. 10 10 10 10 10 10 10 9 10 9 0 0 7 6 6 5 5 4 4 3 2 0 0 0 2 2 1 2 1 3 1 1 1 0 0 0 1 2 3 3 4 3 5 5 7 9 0 0 46 : 18 30 : 13 29 : 12 26 : 15 32 : 25 23 : 23 26 : 23 21 : 23 10 : 30 6 : 67 0:0 0:0 28 17 17 11 7 0 3 -2 -20 -61 0 0 2,30 2,00 1,90 1,70 1,60 1,50 1,30 1,11 0,70 0,00 0,00 0,00 Das alles mag hier und da als nicht gerecht empfunden werden. Doch es führt kein Weg daran vorbei, Kompromisse einzugehen, damit die neue Saison wenigstens die Chance erhält, wieder normal durchgeführt zu werden. Alle diese Regelungen betreffen uns nur indirekt. Vor dem Abstieg gerettet wurden wir durch die Maßnahmen nicht, da es in unserer Klasse, der Bezirksliga, sowieso keine Absteiger gibt... Mannschaften aus der Landesliga werden nicht als Absteiger zu uns stoßen. Dafür könnten eventuell weniger Mannschaften übrigbleiben und die Bezirksliga schrumpfen. Aber da lassen wir uns einfach mal überraschen. Aus dem Pokalwettbewerb hatten wir uns beizeiten verabschiedet und so tut uns der Abbruch nicht weh. FT-Ansteckung im Grunewald Noch kennen wir die Auswirkungen dieser viel zu langen Pause Outdoor-Karate nach dem Corona-Lockdown in unserem Sport nicht. Endlich darf der Ball zwar wieder uneingeschränkt rollen, doch zog es einen Großteil der Mannschaft erst einmal in den so sehnlichst erträumten Urlaub. Für den zurückgebliebenen Rest ist momentan Fußballtennis (FT) der Hit, mit dem wir auch schon einige Männer der „Jagenkicker“ infiziert haben. Das, aber auch nur das, ist die einzige Ansteckungsgefahr, die im Augenblick im Grunewald herrscht, trotz Abstandsregeln. BFV stellt Weichen Mit dem Pokalspieltag soll die neue Saison eröffnet werden. Noch sind keine Auslosungen erfolgt. Auch an den Ansetzungen für die Meisterschaft arbeitet der Verband mit Hochdruck. Viel muss noch geschehen, damit der Ball wieder rollt. Und viel muss noch geschehen, damit unser aller Leben wieder unbelastet sein kann. Nico Lange Shinbukai Karate E ndlich, es geht wieder los! Die Freude bei den Karate-Kids war riesig. Mit Beginn der Lockerungen für den Sportbereich in Berlin nahm unsere Abteilung sowohl im schönen Außengelände in der Glockenturmstraße als auch auf dem Sportfeld an der HaraldMellerowicz-Halle das Training wieder auf. Gott sei Dank war der Wettergott wohlgesinnt. Nicht im Gi, dem Karateanzug, sondern in lockerer Sportbekleidung konnten wir uns miteinander sportlich betätigen und – ebenfalls sehr wichtig – endlich sehen. Die Kids hatten die sozialen Kontakte und ihre Freunde sehr vermisst. Günstiger Nebeneffekt: Die Eltern sind heilfroh, dass die jungen Leute eine Abwechslung haben und es zu Hause ruhiger zugeht. Sowohl für die Trainer Ron und Piet als auch für die Schüler war die Situation völlig neu. Ein Outdoor-Training unter ganz neuen Bedingungen. Spiele und Training müssen an die Abstandsregeln angepasst werden. Kampfübungen mit direktem Körperkontakt sind zur Zeit nicht möglich. Jedoch eignen August - September 2020 sich Tai Chi, Meditation, Atemübungen und das Training aller Grundtechniken sehr gut für die Hygiene-Vorschriften. Das Training draußen war ein voller Erfolg und auch sicher in Zukunft eine schöne Abwechslung und Alternative… Nur der neuangelegte Rasen hat zum Teil etwas gelitten. Aber das wichtigste: Bleibt alle gesund durch den Sport und durch die Akzeptanz der Regeln. Der nächste Kyu-Prüfungstermin ist auf den Herbst verschoben. Ursula La Cognata www.shinbukai.berlin 11 Die Pontonbrücke zwischen Grünau und Wendenschloß Rudern Von den Anfängen der Postruderei nach dem Krieg (Teil III und Schluss) In Nr. 2 und 3 unserer Vereinszeitung haben wir die ersten beiden Teile der Erinnerungen von Artur Thieß (19051992) veröffentlicht, Hier der dritte, abschließende Teil der Aufzeichnungen des Mitbegründers und langjährigen Leiters der Sektion Rudern der BSG Post Berlin. D as Deutschlandtreffen der Jugend im Jahre 1950 in Berlin brachte mit dem Besuch zahlreicher westdeutscher und westberliner Freunde für alle Rudergemeinschaften an der Dahme auch eine verkehrstechnische Sensation mit sich. Für die Beförderung der vielen Gäste, die das Gebiet der Müggelberge besuchen wollten, genügte die zwischen Grünau und Wendenschloß verkehrende Motorbootfähre nicht mehr. Auf den Wunsch des Berliner Magistrats baute daher die sowjetische Militäradministration über der Trasse der Fähre eine Pontonbrücke. Die Berufsschiffahrt wurde umgeleitet. Für die Rudergemeinschaften unterhalb der Brücke war der Weg zum Oberlauf der Dahme verriegelt. Ebenso wenig konnten die Gemeinschaften oberhalb der Brücke in Richtung Köpenick fahren. Aber die Ruderer, die diese Sperrung ihrer gewohnten Ruderstrecken nicht hinnehmen wollten, fanden einen Ausweg. Vorsichtig wurde geprüft, ob die Pontonbrücke, die nur wenig oberhalb des Wasserspiegels verlief, eine Durchfahrt von Ruderbooten erlauben würde. Es zeigte sich, dass dies der Fall war. Auch die seitliche Lücke zwischen zwei Pontons war ausreichend breit, um ein Boot mit lang gemachten Rudern hindurchzulassen. Die Durchfahrt ging so vor sich, dass die Mannschaft auf Kommando des Steuermanns die Ruder lang machte und, sich nach hinten werfend, flach ins Boot legte, während der Steuermann sich von seinem Sitz in den hinteren Luftkasten gleiten ließ und sich ebenfalls lang machte. So kamen die Boote unbehindert hindurch, wobei die Ruderer mit ihren Nasenspitzen fast die Brückenträger streiften. Diese Durchfahrten waren für die Passanten auf der Brücke immer ein erregendes Schauspiel. Enttäuschung malte sich auf den Gesichtern der sensationslüsternen Bürger, wenn die Durchfahrt gegen alle Prognosen wieder einmal geglückt war. Diese Durchfahrt war so beliebt, dass sie von einigen Mannschaften um des besonderen Reizes willen öfter als notwendig praktiziert wurde. Von Wagehälsen und Mannschaften, die sich verspätet hatten, wurde diese Durchfahrt sogar bei Dunkelheit riskiert. Von irgendwelchen Unfällen bei diesen Passagen ist nichts bekannt geworden. Bootstaufe 1951 N achdem es uns Anfang des Jahres 1951 geglückt war, weitere Ruderboote aus Privathand anzukaufen, konnte an eine Bootstaufe größeren Stils gedacht werden, waren doch jetzt zu den bereits vorhandenen drei Booten weitere vier, nämlich 12 12 ein Riemenvierer, ein Doppelvierer und zwei Doppelzweier m. Stm., hinzugekommen. Diese Bootstaufe sollte ein herausragendes Ereignis im Leben unserer jungen Sektion sein. Es wurden daher der damalige Postminister, Herr Burmeister*, leitende Angestellte der Deutschen Post sowie die Leitung der BSG Post und die Verwandten und Freunde unserer Sportfreunde eingeladen. Damit auch die Öffentlichkeit von diesem damals noch keineswegs häufigen Ereignis Kenntnis erhielt, wurde die Berliner Zeitung eingeladen, Es war für uns eine freudige Überraschung, als wir feststellen konnten, dass alle Eingeladenen erschienen waren. Bei schönstem Sommerwetter fand dann die Taufe der neuen Boote statt. Nach der Taufrede des Sektionsleiters ergriff auch der Herr Postminister das Wort. Er beglückwünschte die Sportfreunde zu diesem erfreulichen Zuwachs an Booten und wünschte der Sektion weiteres Wachstum und sportliche Erfolge. Die Reporterin der Berliner Zeitung machte sich eifrig Notizen, und am nächsten Tage konnten wir in der Zeitung über das festliche Ereignis nachlesen. Nach der Jungfernfahrt der getauften Boote besichtigte der Minister das Bootshaus, wobei der begleitende Sportfreund ihm bevorzugt in die Räume zeigte, deren Zustand noch keineswegs unseren Wünschen entsprach. Überall lag noch Baumaterial herum, über das bei der mangelhaften Beleuchtung der Minister hin und wieder stolperte, was ihn zu einigen kräftigen Unmutsäußerung über das schleppende Bautempo veranlasste. Wie sich bald herausstellen sollte, hatte dieser Ministerbesuch erfreuliche Auswirkungen auf die Rekonstruktion des Bootshauses. * Friedrich Burmeister (1888-1968), war als Mitglied der CDU von 1949 bis 1963 Minister für Post und Fernmeldewesen der DDR Der muntere Bootskorso U m für den Rudersport zu werben und den Bürgern Köpenicks ein kleines Schauspiel zu bieten, wurde von der Sektion im Sommer 1951 ein Bootskorso zum Platz des 23. April veranstaltet, bei dem alle Boote der Sektion – es waren insgesamt sieben – auf Kurs gingen. Angeführt von dem privaten Motorboot eines Sportfreundes, in dem eine Musikkapelle mitfuhr und den Korso mit munteren Weisen begleitete, ging es in Kiellinie unter den Köpenicker Brücken hindurch zum Platz des 23. April. Nach kurzem Halt ordneten sich die Boote erneut, umfuhren die Baumgarteninsel und sammelten sich wieder im Frauentog. Hier wurden die Lichter der Lampi- ons entzündet. Dann ging es mit den leuchtenden bunten Bällen abermals zum Platz des 23. April. Nachdem die Baumgarteninsel zum zweiten Mal umrundet war, gingen die Boote auf Heimatkurs. Kaum war die Lange Brücke passiert, begann die Katastrophe. In den meisten Lampions waren die dünnen Lichter heruntergebrannt. Ein Lampion nach dem anderen erlosch. In einigen Fällen setzten die Lichter die im aufkommenden Abendwind hin und her schaukelnden Lampions in Brand. Erschrocken schrien die Sportfreunde auf, zu deren Häuptern eine solche Fackel loderte. Die anderen bewunderten das unprogrammmäßige Feuerwerk. Ab 1952 gab es auch wieder einen Fahrtenwettbewerb, dessen Bedingungen im ersten Jahr vier Aktive der BSG Post Berlin erfüllten. Das Fahrtenabzeichen war damals noch mit einer Jahreszahl versehen (in diesem Fall 1957). Später sparte man sich das. PSB 24 aktuell In einigen Booten verbrannten die Flammen die die Girlanden tragenden Schnüre. Die Girlanden fielen herunter und hüllten die Ruderer in ein buntes Flitterkleid. Einigen fielen die erloschenen Lampions auf den Kopf und ernteten ob dieser absonderlichen Kopfbedeckung rauschenden Beifall. All dieses war für die Mannschaften der zunächst noch nicht betroffenen Booten eine Quelle ungetrübter Heiterkeit. Aber schließlich wurden sie alle von dem einen oder anderen Missgeschick ereilt. Kaum eine Girlande blieb verschont. Vom Winde zerfetzt, flatterten sie wie Fahnen hinter den Booten her oder fielen ins Wasser, wo ihre traurigen Überreste im Kielwasser der Boote hinterher geschleppt wurden. Auch die Musikkapelle blieb nicht verschont. Verstummt waren die fröhlichen Weisen, mit denen die Postflotte zur Korsofahrt gestartet war. Den durch die abendlichen Nebelschwaden verstimmten Musikinstrumenten entrang sich nur noch ein klangloses Wimmern, dann verstummte auch dieses. Laut schimpfend bargen die um ihre Instrumente fürchtenden Musiker ihre Instrumente in den schützenden Hüllen. In Dunkelheit und Schweigen in voller Auflösung wie Kriegsschiffe nach einer verlorenen Schlacht, so fuhr die ehedem so stolze Postflotte heimwärts. Das war das tragische Ende der so fröhlich begonnenen Korsofahrt. Der Ruderkasten. In Teil 2 der Erinnerungen von Artur Thieß war die Rede von der Überführung eines zweisitzigen Ruderkastens von der Bootswerft Trometer zum Bootshaus in Wendenschloß. Die meisten von uns kennen als Ruderkasten nur eine fest installierte überdachte Anlage. Unser Bild zeigt im Unterschied dazu einen sechssitzigen Kasten, der an Land befestigt wurde, beim Schülerruderverein am Kleinen Wannsee (im Hintergrund die Wannseebrücke). Das Foto von einer Postkarte dürfte vor etwa 100 Jahren entstanden sein. Aus der Vereinszeitung des Potsdamer RC Germania Ulla Rohr war wieder Spitze 72. Berliner Winterwettbewerb ausgewertet D ie Auswertung des Winterwettbewerbs 2019/2020 ist erschienen. Das war bekanntlich der vorerst letzte Wettbewerb, der unter halbwegs „normalen“ Bedingungen ausgetragen wurde. Die allgemeine Rudersperre ab Mitte März führte lediglich dazu, dass der Wettbewerbszeitraum um zwei Wochen verkürzt wurde. Daher wurden statt acht Fahrten und mindestens 150 Kilometern nur noch sieben Fahrten und 134 km gefordert. So erfüllte sogar der Vorsitzende des Landesruderverbands, Karsten Finger (BRC), mit 147 Kilometern die Bedingungen. (Was nicht heißen soll, dass die Konditionen seinetwegen verändert worden wären.) Insgesamt nahmen 863 Ruderinnen und Ruderer aus 36 Vereinen am 72. Winterwettbewerb des LRV teil. Das waren nur 20 weniger als im Jahr zuvor. Sie ruderten insgesamt 245.749 Kilometer (38.901 km weniger als 2018/19). Am aktivsten war wieder der BRC mit 99 Teilnehmern, PSB 24 war mit 18 Frauen und Männern vertreten, im Vorjahr 25. In der Reihung der teilnehmerstärksten Vereine fielen wird dadurch von Platz 10 auf Platz 16 – gleichauf mit dem BRC Hevella und dem BRK Brandenburgia – zurück. In der Einzelwertung belegten unsere Aktiven einen ersten und vier zweite Plätze. Ulla Rohr gelang es, ihren „Wintermeistertitel“ aus der Vorsaison zu verteidigen. Thomas Schreiber musste sich diesmal mit dem zweiten Platz begnügen, ebenso wie Edith Lambrecht, Marianne und Detlef Pries. Während andere unserer Aktiven diesen Wettbewerb nicht sonderlich ernst nahmen, erfüllte Merlind Knaisch die Bedingungen zum ersten Mal. Ihr und allen anderen herzlichen Glückwunsch! August - September 2020 Die folgende Tabelle zeigt die Sieger in den Gruppen, in denen PSB 24 vertreten war, und die Platzierungen unserer Teilnehmer. Frauen Gruppe II e (Jg. 1943 und älter) 20 Teilnehmerinnen 1. Rohr Ursula (PSB 24) 959 km 2. Lambrecht Edith (PSB 24) 909 km 3. Czerner Monika (RU Arkona) 782 km 4. Pelz Waltraud (PSB 24) 585 km 8. Ottenburger Jutta (PSB 24) 376 km 18. Röhl Beate (PSB 24) 183 km Frauen Gruppe II d (Jg. 1958 - 44) 58 Teilnehmerinnen 1. Himmelsbach Doris (SRC Friesen) 1825 km 2. Pries Marianne (PSB 24) 1204 km 3. Dunker Barbara (Märkischer RV) 789 km 19. Jendroßek Marion (PSB 24) 351 km Frauen Gruppe II c (Jg. 1973 - 59) 132. Teilnehmerinnen 1. Molkenthin Karen (SRC Friesen) 1738 km 2. Braun Uta (RK am Wannsee) 1338 km 3. Plaumann Stefanie (RC Tegelort) 1008 km 108. Knaisch Merlind (PSB 24) 162 km Männer Gruppe I e (Jg. 1943 und älter) 89 Teilnehmer 1. Reich Fritz (RK am Wannsee) 1517 km 2. Obst Thomas (RC Tegelort) 1113 km 3. Westphal Hartmut (RVB 1878) 1078 km 6. Muß Jürgen (PSB 24) 787 km 27. Brandt Lothar (PSB 24) 351 km 34. Seezen Jörn (PSB 24) 275 km 40. Grasme Klaus (PSB 24) 254 km 66. Russ Johann (PSB 24) 179 km Männer Gruppe I d (Jg. 1958 - 44) 132 Teilnehmer 1. Janecke Jörn (RK am Wannsee) 1334 km 2. Pries Detlef-Diethard (PSB 24) 1247 km 3. Walther Günter (RC Tegelort) 1067 km 4. Boehm Wolfgang (PSB 24) 1064 km 27. Portemeier H.-Dieter (PSB 24) 416 km 39. Wedler Detlef (PSB 24) 314 km Männer Gruppe I b (Jg. 1991 - 74) 1. Blankenburg Ivo 2. Schreiber Thomas 3. Engelhaupt Jens 57 Teilnehmer (RC Tegelort) 1051 km (PSB 24) 813 km (TiB 1848) 734 km Und im Sommer zurück auf Null M itte Juli war es endlich so weit: Auch in Berlin wurde das „normale“ Rudern im Mannschaftsboot – unter Auflagen, versteht sich – wieder erlaubt. Das gab dem Landesruderverband, dem die Öffnung weitgehend zu verdanken ist, die Gelegenheit, die Bedingungen für den diesjährigen Sommerwettbewerb zu präzisieren: Wie im DRV-Maßstab wurden die Anforderungen halbiert. Wer allerdings geglaubt hatte, sein Soll ohnehin längst erfüllt zu haben – sei es im Einer, beim Rudern „mit Loch“ (also Abstand) oder außerhalb der Berliner Stadtgrenzen –, der sah sich enttäuscht: Der Wettbewerbsbeginn wurde im Interesse gleicher Voraussetzungen für alle auf den 14. Juli festgesetzt, so dass sämtliche zuvor geruderten Kilometer aus der Wertung fielen. Also alles zurück auf Null! Angesichts der reduzierten Anforderungen war das aber für manchen kein Problem: Wozu noch dreieinhalb Monate Zeit zu Verfügung stand, das hatten die eifrigsten unter uns bereits nach gut zwei Wochen erledigt. Ein erster Test ergab: Auch der VeteranenAchter „Werner Seelenbinder“ hat die vier Monate ohne Wasserberührung ohne größere Schäden überstanden. Allerdings kam er bisher wenig zum Einsatz: Wir waren glücklicherweise meistens mehr als neun Ruderer. Der Richtershorner Ruderverein wollte am 22. August das im April ausgefallene Gesamtberliner Anrudern nachholen. Auch an längere Wanderfahrten ist wieder zu denken. Gleich wenn diese Zeitung redaktionell abgeschlossen ist, soll es über Dolgenbrodt und Storkow an den Springsee gehen. Riemenund Dollenbruch – und bleibt gesund! ddp 13 Leichtathletik Olympia in Wilmersdorf L iebe Gelbe Läufer, uns gibt es schon so lange, aber erst jetzt haben wir zum ersten Mal echte Vereinsmeister. Heimliche haben wir natürlich schon lange, seit über 20 Jahren beim Zeitschätzlauf. Die wettkampflose Coronazeit hat uns aber zu einer echten Vereinsmeisterschaft bewogen – womit wir das IOC um ein Jahr unterboten haben! Die Anregung kam von Ewald. Bärbel und Reinhold hatten sich gleich zum Rundenzählen bereit erklärt, Bärbel hat auch den Siegersekt spendiert, und gemeinsam haben wir das Mini-Sportfest ganz getreu den amtlichen Vorgaben ausgetragen. Nach 13 Jahren haben wir dieses Jahr den „Meister aller Klassen“ eingestellt. Unser kleinster Volkslauf Berlins wurde uneigennützig vom Long Distance Laufladen gesponsert. Ich hatte das als Paket zusammen mit dem Havellauf verabredet, aber sowas geht nicht endlos. Wir werden unsere Kräfte als Organisationsteam für den Spendenlauf für Rheumakinder und den Havellauf bündeln müssen. Das Konzept des MaK ist in die Vereinsmeisterschaft eingeflossen und soll dort weiterleben. Deshalb waren vier Titel ausgeschrieben: für die schnellste Läufer*in nach absoluter und nach alterskorrigierter Zeit. Gerade das zweite Kriterium hatte den MaK zu einer besonderen Veranstaltung gemacht und uns ist es wichtig – wir hatten bei der Vereinsmeisterschaft mehr als ein halbes Jahrhundert in der Verteilung der Geburtsjahre. Einfach Zeiten zu vergleichen, ergibt da natürlich wenig Sinn. Und es ist wie beim Schätzlauf – hinterher wird gerechnet und die Spannung bleibt bis zur Siegerehrung! Was ist das, die alterskorrigierte Wertung? Für die World Masters Association (WMA) wurden die Weltrekorde aller LeichtathletikDisziplinen pro Lebensjahr jeweils an eine mathematische Formel angeglichen. Dadurch entsteht ein Multiplikator für jede Disziplin und jede Distanz, mit dem alle auf das theoretische Optimalalter gerechnet werden. Beim MaK haben wir über die Jahre gelernt, wie überzeugend dieses Konzept ist. Es war wieder megaspannend. Denn wegen anlaufender Urlaubszeit waren einige schon eine Woche vorher ihre 5000 Meter auf Zeit gelaufen. Christian lief nach seinem Umzug in den Westharz unter notarieller Aufsicht in Bad Harzburg. Ein komplettes Rundenprotokoll liegt dem Schiedsgericht vor. Ihn hatte es am übelsten getroffen bei 29 Grad im Schatten, den es aber nur im Gebüsch neben der Bahn 14 Christian wurde von zwei Uhren gestoppt. Er sah im Ziel nicht aus, als hätte er eine Runde geschwänzt. Ein isotonisches Getränk brachte ihn zurück auf die Spur. gab. Für die anderen war es auch ein wenig warm, aber insgesamt vergleichbar und okay. Das Niveau der alterskorrigierten Zeiten ist beeindruckend gut. Wie beim MaK stellen wir wieder fest, dass es um Sekunden geht. Deshalb war es auch sehr schwer, die Favoriten zu benennen. Bei den Läuferinnen trat Antonia nicht an, deshalb schwebte Bärbel trotz Trainingsverlust ungefährdet als Siegerin ins Ziel. Bei den Männern knüppeln sich ein paar mehr. Auch hier waren nicht alle Aussichtsreichen am Start, aber es wurde zum Krimi. Mindestens die ersten sechs hätten alle auf dem obersten Podest stehen können. Zwischen Horst Matznick und Fréderic Georges lagen am Schluss 35 Jahre Lebenszeit, eine Woche Startverschiebung und zwei Zehntel! Günter Lewanzik hatte schon beim Zeitlauf eine Woche vorher eine starke Leistung vorgelegt, doch dann kam Günther Zabel. Der alte Fuchs hat alle legalen Mittel ausgeschöpft: seine Frau und alle drei Töchter an der Bahn. Bei dem Boost packt selbst das EPO ein. Alles richtig gemacht! Einer war auch noch dabei, der lange bei uns lief, aber jetzt in der Uckermark wohnt und für Turbine Neubrandenburg startet. Klaus „Emil“ Hertel aus Klaushagen. Nach Krankheit hat er nahtlos wieder Anschluss gefunden und alterskorrigierte 15:30 auf die Bahn gezaubert; in Spikes! Das war eine Ansage für das kommende Jahr in der M65. Wie geht‘s weiter? Wettkämpfe in Berlin im Herbst? In Niedersachsen möglicherweise schon früher. Vielleicht kommt es noch zum Wettkampf mit Christians neuen Trainingskollegen in Bad Harzburg. Wenn nicht offiziell, dann wissen wir ja, wie es trotzdem geht. Ralf Milke Ergebnisse In der Tabelle links die absolute, rechts die alterskorrigierte Laufzeit (nach WMA). Siegerleistungen beider Wertungen sind fett gedruckt. Läuferinnen Bärbel Rennung Ruth Suhr Sylvia Pfaff-Hofmann Svenja Suhr Läufer Günther Zabel Günter Lewanzik Fréderic Georges Horst Matznick Ewald Klammer Andreas Fiß Manfred Kretschmer FriedrichW Wulfmeyer Mario Genz Karsten Papenbrock Frank Blankenfeld Christian Auerbach Alexander Oberthür Holger Richter Heinz Junkes Steffen Goll a.K. Klaus Hertel 5000 m 26:10,9 28:31,0 25:05,6 25:53,5 18:14,9 19:33,6 21:21,6 25:53,5 20:27,7 22:04,7 18:36,0 27:21,7 24:13,1 20:20,8 26:23,3 22:24,8 20:46,2 23:25,6 22:48,2 23:20,5 22:40,8 26:27,3 25:23,8 26:29,0 19:58,5 16:27,4 16:40,1 16:47,5 16:47,7 17:01,7 17:30,6 18:16,1 18:30,2 18:36,3 19:10,3 19:27,9 19:35,8 20:19,2 20:20,8 20:47,1 22:14,0 15:30,2 Die Sieger (von links) Günther Zabel, Bärbel Rennung, Fréderic Georges und der Tagesschnellste (alterskorrigiert) Klaus Hertel, der außer Konkurrenz lief. Sylvia PfaffHofmann war schon wieder unterwegs. PSB 24 aktuell Tennis Gatow Von einem Sommerloch war nichts zu sehen W ährend den Sommerferien werden auf unserer Tennisanlage „normalerweise“ zwei Tenniscamps angeboten. In diesem „Coronasommer“ war alles anders: Viele Familien sind zu Hause geblieben und unsere Tenniskids konnten sich freuen: Unsere Trainerinnen Christin und Heike haben sechs Tenniscamps angeboten und Armand veran- August - September 2020 staltete parallel dazu in der 5. Ferienwoche ebenfalls eines. Christin und Heike wurden von Paula und Sebastian unterstützt und so konnte auf entsprechend vielen Plätzen ein tolles „Sommertraining“ angeboten werden. Das Training lief sehr koordiniert und diszipliniert ab, die „freie Zeit“ wurde genossen: essen, trinken, Quatsch machen, Floridaeis essen, schwimmen und angeln – es wurden tatsächlich mit großer Freude Fische gefangen (später natürlich wieder freigelassen). So quirlig, wuselig und lustig ist es während der Sommerferien auf unserer Anlage selten gewesen. Alina und Roberto hatten auch alle Hände voll zu tun, diese vielen Tenniskids satt zu bekommen. Sport macht bekanntlich hungrig! Nach intensiver Trainingsarbeit und vielen fröhlichen Momenten freuen wir uns, unsere Tenniskinder im regulären Training und bei den Verbandsspielen wieder in Aktion zu sehen. Ilona Messmer-Zepf 15 Schwimmen D er Höhepunkt waren 1991 die Europameisterschaften in Athen.“ Bei Kaffee und Kuchen lässt Günter Dreke seine Zeit als Mitglied von Pro Sport Berlin 24 und sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im Schwimmsport Revue passieren. Vor über 70 Jahren wurde der damals 13-Jährige angesprochen, ob er nicht Lust hätte, zu einem Probeschwimmen vorbeizukommen. Dankbar über die Möglichkeit, sich einen Tag vor Weihnachten noch mal waschen zu können – damals keine Selbstverständlichkeit – sprang Günter Dreke am 23. Dezember1949 das erste Mal für die Betriebssportgemeinschaft Post Berlin ins Wasser. Fortan war Günters Leben eng mit dem Schwimmsport verknüpft. Mit dem 1. Januar 1950 begann seine Mitgliedschaft in unserem Verein offiziell. Hier lernte Günter richtig schwimmen und trainierte mit einer Gruppe Gleichaltriger noch bei Alfred Schlüter. Trotz der nach wie vor anhaltenden Liebe zum Schwimmsport sagt Günter, er sei nie ein „grandioser“ Schwimmer gewesen. Sein sportlich größter Erfolg war der zweite Platz über 100 m Brust beim Vergleichsschwimmen zwischen Post Nürnberg und Post Berlin 1954 im Friesenstadion. Bedeutend geprägt hat Günter den Schwimmsport durch seine ehrenamtlichen Tätigkeiten. Mit der Teilung Berlins wurde auch der 1924 gegründete Postsportverein gespalten. In West-Berlin existierte der Verein als PostSV weiter, in Ost-Berlin wurde er als BSG Post Berlin fortgeführt. Am 1.Mai 1949 gründeten Alfred Schlüter (Jahrgang 1897) und Hans Richter (Jg. 1917) die Schwimmsektion in Ost-Berlin neu. Haupttrainingsstätte war von Beginn an das 1930 erbaute Stadtbad Mitte – zur damaligen Zeit die modernste Schwimmhalle Europas. Nach der Wende vereinigten sich beide Berliner Postsportvereine wieder. Nachdem im Zuge der Privatisierung der Deutschen Post die finanzielle Unterstützung der Sportvereine eingestellt wurde, nennt sich der Verein seit 2005 Pro Sport Berlin 24 e.V. 16 Glückwunsch für Günter Dreke Ein Rückblick auf 70 Jahre sportlichen Engagements Günter Dreke und Frau Marianne 1954 wurde Günter – gerade 18 Jahre alt – zum technischen Leiter der Abteilung gewählt und trug zusammen mit Hans Richter die Verantwortung für die Schwimmer der BSG Post Berlin. Zu seinen Aufgaben gehörten die Organisation von Wettkämpfen und das Aufstellen der diversen Wettkampfmannschaften. Dieses Amt übte Günter bis 1976 aus und erinnert sich noch heute gerne an einige sportliche Höhepunkte aus dieser Zeit. Eingeprägt hat sich besonders die Berliner Meisterschaft der 4 x 200 m Kraul-Staffel mit Jürgen Kleist, Dieter Binus, Michael Koch und Hans-Joachim Reich, die 1958 allen großen Berliner Schwimmvereinen überraschend ein Schnippchen schlug. Hans-Joachim Reich hatte es zuvor sogar als Teilnehmer zu den Olympischen Spielen 1956 nach Melbourne geschafft. Ebenfalls unvergessen ist Günter der DDR-Meistertitel der Kunstschwimmerinnen 1955, die als erste Mannschaft ein Achter-Rad vorführten. 1954 als Wettkampfrichter ausgebildet und 1957 zum Obmann gewählt, fand Günter in diesem Amt sein wichtigstes Betätigungsfeld. Als Obmann der Berliner Wettkampfrichter stand er nicht nur selbst regelmäßig am Becken- rand, sondern war bis 1991 für die Kampfrichter-Ausbildung und die Koordination der Einsätze bei unzähligen Wettkämpfen verantwortlich. Der Aufwand, wenn beispielsweise für eine Spartakiade mit vier Austragungsorten über 150 Wettkampfrichterinnen und -richter eingesetzt und koordiniert werden mussten (ohne digitale Hilfsmittel), lässt sich heute kaum mehr erahnen. Günters Frau Marianne berichtet von zahlreichen Wochenenden, an denen gemeinsam Karteikarten und Einladungen mit der Hand geschrieben wurden. Dabei hatten die Berliner Wettkampfrichter einen ausgezeichneten Ruf und wurden national und international gerne eingesetzt. Für Günter blieb das Schiedsrichten bei internationalen Wettkämpfen allerdings lange ein Wunschtraum. Mangels Parteimitgliedschaft durfte er selbst als Mitglied der Zentralen WettkampfrichterKommission des DSSV zu vielen internationalen Schwimmtreffen nicht mitreisen. So konnte er die Weltmeisterschaft in West-Berlin 1978 nur im Fernsehen verfolgen, obwohl sie in unmittelbarer Nähe stattfand. Erst nach der Wende – aus der BSG Post Berlin und dem PostSV war wieder ein gemeinsamer Verein geworden – wurde Günter 1991 als FINASchiedsrichter (FINA – internationaler Schwimmverband) bestätigt und durfte endlich auch international bei Wettkämpfen tätig werden. Als Höhepunkt und als Dankeschön für seinen jahrzehntelangen Einsatz empfindet Günter bis heute seine Berufung zum Wettkampfrichter bei der Europameisterschaft in Athen 1991. Mit leuchtenden Augen erzählt er von den einmaligen Tagen in der Hauptstadt Griechenlands. Fragt man Günter, was ihn in all den Jahren motiviert habe, neben seiner Arbeit als Werkzeugmacher im Elektro-Apparate-Werk Treptow Freizeit und Energie so umfassend dem Schwimmsport zu widmen, so spielt dabei die Anerkennung (etwa in Form diverser goldener Ehrennadeln oder des „Banners der Arbeit“) eine untergeordnete Rolle. Vielmehr ist seine Erzählung durchdrungen von unvergesslichen Erinnerungen und Freundschaften, die bis heute geblieben sind. Da sind die vielen gemeinsamen Osterfahrten, Ausflüge und Veranstaltungen. In den 50ern, 60ern und 70ern gab es beispielsweise jährlich einen Maskenball der Abteilung, der ein gesellschaftliches Ereignis war. Da trafen sich nicht nur die Aktiven, auch deren Familien, Bekannte und Arbeitskollegen nahmen teil. Schmunzelnd berichtet Günter, dass er in jedem Jahr den Titel für das originellste Kostüm gewann. Eine bis heute ungebrochene Tradition ist die Hopfenkaltschale mit den Trainingskameradinnen und -kameraden nach dem wöchentlichen Training. Immer noch bestehe Kontakt mit der „tollen Frau Burger“, bei der man früher jahrelang im Kaffee Burger eingekehrt sei. Auch wenn Günter seit 1996 kein Ehrenamt mehr innehat, steht er immer noch im Austausch mit vielen Wegbegleitern und ist nach wie vor mittwochs als Schwimmer in der Thomas-Mann-Straße anzutreffen. Wir gratulieren Günter Dreke herzlich zum Jubiläum der 70-jährigen Mitgliedschaft und danken ihm für sein langjähriges Engagement! Stefan Neumann PSB 24 aktuell Freiwassertraining in Köpenick Schwimmen Erfahrungen eines zugegeben „kältescheuen“ Schwimmers N ach gefühlt einer Ewigkeit hatten wir am 4. Juni unser erstes Freiwassertraining auf dem Vereinsgelände in Köpenick. Wir freuen uns jedesmal aufs Neue auf den gemeinsamen Termin, wo wir als Mastersgruppe schwimmen dürfen. Unsere Trainerin Peggy ist ja glücklicherweise eine durch die Welt reisende erfahrene Freiwasserschwimmerin und bereitet uns jedesmal zusammen mit ihrer professionellen Co-Trainerin Heike ein abwechslungsreiches, herausforderndes, aber auch spaßiges Freiwassertraining. Auf Grund des unregelmäßigen, kühleren Wetters waren die ersten Bäder im Freiwasser kleine Mutproben für kältescheue Schwimmer wie ich es bin, denn die Wassertemperatur lag bei 17-18 Grad. Diejenigen, die mit Neoprenanzug geschwommen sind, hatten es etwas besser. Doch nach dem ersten Schock und ein paar Zügen hatte man sich in kürzester Zeit akklimatisiert. Allerdings dauerte dieser Zustand leider nicht ganz bis zum Ende und man stieg etwas zitternd aus dem Wasser. Abgesehen davon hat es immer einen großen Spaß gemacht, denn obwohl die Sicht im freien Wasser etwas beschränkt ist, hat man viel mehr Platz und man kann längere Strecken als in der Halle schwimmen, ohne zu wenden. Unter anderem ist man auch nicht gezwungen, bei jeder neuen Übung nacheinander zu starten, sondern wir bewegen uns alle auf gleicher Höhe und halten dabei trotzdem mindestens zwei Meter Abstand voneinander. Um den Coronamaßnahmen gerecht zu werden sind wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die Hauptschwimmarten im freien Wasser sind viel Kraul, Brust und etwas Rücken (für desorientierte Schwimmer wie mich ist das nicht zu empfehlen). Beim letzten Training hatte Peggy zu unserem Glück mehrere Übungen mit Flossen eingeplant, die machen im Freien besonders viel Spaß, denn man bewegt sich damit auf weiten Strecken sehr schnell. Es waren zwei große Bojen im Abstand von gefühlt 200 Metern als Markierung auf der Dahme platziert, innerhalb derer wir von Seite zu Seite Ausdauer, Technik und Kraft trainiert haben. Da es in unserer Gruppe einige schnellere Schwimmer gibt, bildet sich in Zeitlupe immer eine Art von menschengemachtem Keil im Wasser, an dessen Spitze meistens Anna den Rest der Gruppe anführt, ganz gleich in welcher Lage wir schwammen. Im zweiten Teil des Trainings gibt es kraftorientierte Technikübungen ohne Flossen und einen längeren Ausdauerteil mit viel gleichmäßigem Kraulschwimmen. Micha, unser Sicherheitsbeauftragter, begleitet uns auf dem SUP-Brett oder tuckert auf dem Boot neben uns her, um uns vor dem restlichen Bootsverkehr zu schützen. Am Ende gibt es immer Spiel- und Spaßübungen zur Schulung der Orientierung mit kleinen Bällen. August - September 2020 Anna meistens vorneweg Da auf dem Vereinsgelände die „Schifferstube“, ein kleines Restaurant mit Biergarten, zu Hause ist, kommt es immer wieder vor, dass die eine oder der andere zum Ausklingen des Tages das Wirtshaus noch mit einem Besuch würdigt. Fabian 17 Tennis Sportgruppe Köpenick Lankwitz Gruppenversammlung am 18. September Abteilungsversammlung am 25. September L am 18. September (Freitag) um 18 Uhr L iebe Mitglieder der Sportgruppe Köpenick, wir laden herzlich zur Mitgliederversammlung ein, die wir aus Infektionsschutzgründen entweder auf der Wiese oder in der Seglerhalle stattfinden lassen werden. Wir schlagen folgende Tagesordnung vor: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. Begrüßung und Eröffnung der Mitgliederversammlung Genehmigung der Tagesordung mit Ergänzungsvorschlägen Ergebnis der Haushaltsprüfung Jahresabschluss 2019 Entlastung des Vorstands Finanzen für das Jahr 2019 Vorstellung Haushaltsplan 2020 Vorstellung neuer Mitglieder Erfahrungen in der Coronakrise Kurzberichte aus den Bereichen Segeln und Kanu Kurzbericht aus dem Hafenbereich Information Kitabau Information Stegbau Terminplanung 2020 iebe Mitglieder, wir laden Sie herzlich zur Abteilungsversammlung am Freitag, dem 25. September 2020, um 18.30 Uhr auf unserer Anlage ein. Tagesordnung: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit Genehmigung der Tagesordnung Genehmigung des Protokolls der letzten Abteilungsversammlung Berichte des Vorstands Neues Verfahren bei der Abrechnung des Jugendtrainings Corona-Pandemie Anträge (Bitte schriftlich beim Vorstand einreichen.) Verschiedenes Achtung: Nach derzeitigem Stand wird die Abteilungsversammlung aufgrund des begrenzten Platzes im Clubhaus draußen stattfinden und bei schlechtem Wetter ausfallen müssen. Auf zahlreiches Kommen freut sich Ihr Vorstand Mit freundlichen Grüßen Bertram Wieczorek Vorsitzender Tanzen Einmal 80, zweimal 25 I m September feierte Renate Diebel ihren 80. Geburtstag. Ob es für sie zum Geburtstag ein xxl-Schnitzel gab? Eingeweihte erinnern sich gewiss einer Feier, bei der Renate ein solches auf ihrem Teller fand. Zugleich blicken Renate und Helmut Diebel im September auf 25 Jahre Mitgliedschaft in der Abteilung zurück – ebenso wie Annemarie und Wolfgang Vahl, die im August 25 Jahre dabei waren und immer noch dienstags das Tanzbein schwingen. Allen Jubilaren wünschen wir von Herzen Glück und vor allem Gesundheit. Der Vorstand 18 14 Rosemarie Engelbrecht I m August starb nach langer schwerer Krankheit unsere Rosi. Sie hat tapfer gekämpft, aber diesen Kampf konnte sie nicht gewinnen. 33 Jahre war sie mit ihrem Mann Mitglied in der Tanzabteilung und fast so lange auch in der Formation „Alte Tänze“ aktiv. Fast alle Auftritte mit der Formation hat das Ehepaar Engelbrecht mitgemacht. Selbst als es Rosi gesundheitlich nicht mehr gut ging, kam sie oft zum Training. Wir werden Rosi vermissen. Wir werden sie auch vermissen, weil sie ein bescheidener, herzlicher und sehr hilfsbereiter Mensch war. Der Vorstand Fotos: Archiv der TSA PSB 24 aktuell Unsere Sportpalette AMERICAN FOOTBALL JIU-JITSU 0174 1945908 Siegfried Spohn Badminton SCHWIMMEN 0163 5950666 Rudolf Stäps JUDO Claudia Skowronek info@badminton-berlin.de BOXEN siehe Geschäftsstelle Thomas Weichert 01578 4287989 BOGENSCHIESSEN CHEERLEADING Peter Kroll 0160 4046724 IKIGAI KARATE-DO info@cats-cheerleader.de Robert Golz 77 32 71 32 Oliver Matthes KARATE SHINBUKAI 76 80 62 70 Horst Augner FAUSTBALL / PRELLBALL FREIZEIT- und GESUNDHEITSSPORT 82 30 98 44 Annette Twachtmann 0177 2376472 André Lassen KANU 0178 8922 676 Günter Gebauer 0176 84054484 Robert Winkler LEICHTATHLETIK - MARATHON 861 34 73 Ruth Suhr Motorjachtsport Tiefwerder FRAUENFUSSBALL 366 71 72 Ingrid Lange FREIZEITFUSSBALL 0178-5504605 Gerhard Preiß GYMNASTIK 82 30 98 44 Geschäftsstelle HANDBALL 282 63 29 Reinhard Hermenau 692 099 360 Marcel Meinecke 0163 4830766 TANZSPORT Arno Georges 0171 7854339 TAUCHEN Wendenschloß Jan Steppe 0172 3283400 Wilmersdorf Denis Marquardt 0160 7963270 TENNIS Gatow Dr. Andreas Linke 0151-1426 06 96 Lankwitz Erik Thomann 0152-2548 94 26 Charlottenburg Torsten Rosenke 37 48 96 08 TISCHTENNIS 821 51 71 Ulrich Wobbermin ULTIMATE FRISBEE RUDERN 030 75706673 Ewald Prinz SHOTOKAN René Schinck TAEKWONDO KARATE Jörg Schmidt 0179-9541318 Stefan Neumann Gatow Gerrit Lipinski 0170 4633872 Wendenschloß Detlef D. Pries 96 20 80 56 SEGELN Stößensee Beate Naber-Wiesener 0172 7219409 Gatow Jürgen Reisch 0151 18764825 Köpenick Dr. Bertram Wieczorek 0173 8047129 0157-529 314 13 Jens Buchmann VOLLEYBALL 82 30 98 44 Geschäftsstelle BEACHVOLLEYBALL Jürgen Schier 0175-9806967 Prosportstudio Charlottenburg Prosportstudio Köpenick Prosportstudio Wilmersdorf 14053 Berlin Tel.: 36 43 47 80 12557 Berlin Tel.: 65 88 07 09 14199 Berlin Tel.: 89 77 97 15 Glockenturmstr. 21 Grünauer Str. 193 Pro Sport Berlin 24 e.V. (PSB 24) gegründet als Postsportverein Berlin am 26. September 1924 Geschäftsstelle: Forckenbeckstraße 18, 14199 Berlin Internet: www.pro-sport-berlin24.de  E-mail: info@pro-sport-berlin24.de Tel.: 82 30 98 44, Mo Di Do Fr 9-13 Uhr, Mi 12 - 18 Uhr  Fax 82 30 98 45 Vereinskonto Postbank Berlin: IBAN DE97 1001 0010 0054 6001 06  BIC: PBNKDEFFXXX Präsident: Klaus Eichstädt Neuruppiner Str. 165, 14165 Berlin Vizepräsident: Uwe Herzog Freytagstr. 24, 14656 Brieselang  p: 033232-388 65 Vizepräsident: Joachim Rudolf  p: 791 64 08 Vizepräsidentin: Ingrid Lange  p: 366 71 72 Schatzmeister: Wolfgang Corsepius Heerstraße 243/247, 13595 Berlin  p: 305 78 78 Geschäftsführer: 82 30 98 44 Michael Schenk Sportmanagerin: Annette Twachtmann  p: 811 49 16 Satzung, Beitragsordnung, Finanzordnung, Geschäftsordnung, Jugendordnung, Ehrungsordnung und Versammlungsordnung können bei Bedarf in der Geschäftsstelle angefordert werden. Auch bei Fragen zu Beiträgen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle. Sportanlagen: Rudern/Segeln/Tauchen Dahme Beachvolleyball Spandau Kanu/Segeln Köpenick Segeln Stößensee Tennis/Segeln/Rudern Gatow Tennis Lankwitz Wendenschloßstraße 420,12557 Berlin Tiefwerderweg 18, 13597 Berlin Grünauer Straße 193, 12557 Berlin Siemenswerderweg 57, 13595 Berlin Kladower Damm 45, 14089 Berlin Seydlitzstraße 73,12249 Berlin August - September 2020  651 49 10  0177-3728837  65 88 09 69  361 18 71  361 18 55  775 39 14 Forckenbeckstr. 18 PSB 24 aktuell vormals ››Berliner Postsport‹‹ Mitgliedermagazin des Vereins Pro Sport Berlin 24 e.V. 67. Jahrgang – Heft 4 / 2020 Impressum Herausgeber und Verlag: Pro Sport Berlin 24 e.V. Forckenbeckstraße 18, 14199 Berlin Redaktionsleitung (V.i.S.d.P.): Detlef-Diethard Pries Barther Straße 80, 13051 Berlin  96 20 80 56 Fax 96 20 84 48 Anschrift für Text- und Bildbeiträge: Doris Antonides-Heidelmeyer Usedomer Straße 31, 13355 Berlin  55 14 42 81 E-Mail: zeitung@pro-sport-berlin24.de Herstellung: USE gGmbH, PrintingHouse Genter Straße 8, 13353 Berlin  030 / 46 90 570-16 Erscheinungsweise: 6 mal jährlich Redaktionsschluss der nächsten Druckausgabe 5. Oktober 2020 Namentlich gezeichnete Artikel drücken nicht unbedingt die Meinung des Vereins aus. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keine Haftung. Sinnwahrende Kürzungen und Bearbeitung behalten wir uns vor. Nachdruck aller Beiträge mit Quellenangabe erwünscht. Der Bezugspreis ist durch den Mitgliedsbeitrag abge­golten. 15 19 PSB-24-Sportcamp für Kinder Zwei bunte Wochen N achdem im letzten Jahr das Sportcamp zum ersten Mal mit Erfolg stattgefunden hatte, haben wir aufgrund der hohen Nachfrage beschlossen, dieses Jahr zwei Sportcamps anzubieten. Voller Freude blicken wir nun zurück auf zwei aktive Wochen mit jeder Menge Spaß und Sport. Unter anderem wurden das Trommeln auf Gymnastikbällen (Drums Alive ®), Yoga oder Jumping ® ausprobiert und die Kinder waren bei allen Sportarten mit Begeisterung dabei. Neben der Segelabteilung am Stößensee, die wir auch im letzten Jahr besucht hatten, waren wir in der zweiten Woche auch auf der Prosportanlage in Gatow. Bei sehr schönem und sonnigem Wetter durften die Kinder unter Anleitung das Stand-Up-Paddling näher kennenlernen. Ein Highlight war sicherlich auch der Besuch im Olympiapark. Die Kinder konnten im Hanns-Braun-Stadion trainieren wie die Großen. Auf dem Programm stand Leichtathletik. Dabei konnten auch einige Profis von Hertha BSC beobachtet werden. Abgerundet wurde unser letzter Tag mit einem Besuch auf dem Glockenturm und einem Weitblick über die Dächer Berlins. Sehr dankbar sind wir unseren Übungsleiterinnen und -leitern, die mit den Kindern verschiedene Sportarten in Form von Workshops durchgeführt haben. Dieses Jahr auf dem Programm standen Ballett, Hip-Hop, Ikigai-Karate-Do, Tennis, Fußball und Volleyball. Herzlicher Dank gilt auch den Gastronomen in Wilmersdorf, Gatow und am Stößensee für das gute Essen. Zum Abschluss gab es jeweils ein kleines gemeinsames Grillen mit den Eltern, um die schöne Zeit ausklingen zu lassen. Magdalena Mertin Kurskoordinatorin Informationen und Vormerkung für das Sportcamp 2021: mertin@pro-sport-berlin24.de
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