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Full text: Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld - Berlin Spandau / Gottwald, Christiane [Bearb.]

Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld - Berlin Spandau

zur Festlegung eines Stadtumbaugebietes nach §171 BauGB im Rahmen des Bund-Länder-Programms Stadtumbau West

Auftraggeber: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat IVC

Stadtumbau West Voruntersuchungen

Durchführung von Voruntersuchungen zur Festlegung von Stadtumbaugebieten nach § 171 b BauGB im Rahmen des Bund-Länder-Programms Stadtumbau West für das Gebiet

Berlin Spandau – Falkenhagener Feld

Auftraggeber: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Ref. Stadterneuerung IVC Württembergische Straße 6 10707 Berlin Tel.: 030 9012 4855 Fax: 030 9012 3729

Bearbeitung S.T.E.R.N. GmbH: Christiane Gottwald, Birgit Hunkenschroer, Heinz Lochner, Veronika Zimmer Grafik / Layout: Wencke Hertzsch, Waltraud Schelter, Guido Schweiss Studentische Mitarbeit: Wencke Hertzsch, Waltraud Schelter, Dagmar Schniesko

S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH Schwedter Straße 263 10119 Berlin Tel.: 030 – 44 36 36 30 Fax: 030 – 44 36 36 31

Berlin, den 08. August 2005, aktualisiert 31. Januar 2006

Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

INHALT 0 1 SENATSBESCHLUSS……………………………………………………………………………………….1 VORBEMERKUNGEN..............................................................................................5 1.1 1.2 1.3 2 Anlass ........................................................................................................5 Ziel .............................................................................................................5 Vorgehensweise .........................................................................................5

ANALYSE ..............................................................................................................7 2.1 Charakteristik des Untersuchungsgebietes ................................................7 2.1.1 Gebäude- und Wohnungsstruktur........................................................7 2.1.2 Eigentümerstruktur und Mitwirkungsbereitschaft.................................8 2.1.3 Karte: Eigentümer ...............................................................................9 2.1.4 Bevölkerung......................................................................................11 2.1.5 Nachbarschaft...................................................................................12 2.1.6 Akteure vor Ort ..................................................................................12 2.1.7 Soziale Infrastruktur ..........................................................................13 2.1.8 Freiraum ...........................................................................................13 2.1.9 Nahversorgung .................................................................................14 2.1.10 Verkehrliche Anbindung....................................................................15 2.2 Teilraumanalyse .......................................................................................17 2.2.1 Teilraum 1 – Freudstraße...................................................................18 2.2.2 Teilraum 2 – Im Spektefeld ................................................................19 2.2.3 Teilraum 3 – Wasserwerk- und Darbystraße .......................................20 2.2.4 Teilraum 4 – Am Kiesteich .................................................................21 2.2.5 Teilraum 5 – Spektepark....................................................................23 2.2.6 Teilraum 6 – Westerwaldstraße .........................................................24 2.2.7 Teilraum 7 – Henri-Dunant-Platz........................................................25 2.3 Entwicklungstendenzen............................................................................27 2.3.1 Demografie und Integration...............................................................27 2.3.2 Einwanderung und Integration ..........................................................27 2.3.3 Verarmung und Integration ...............................................................28 2.3.4 Prognostizierte Entwicklung ohne Eingreifen......................................28 2.4 Analyseplan..............................................................................................30

3

LEITBILD „EIN STADTTEIL NUTZT SEINE POTENZIALE …“ .....................................32 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 … Qualifizierung des Wohnungsangebotes und der städtebaulichen Struktur....................................................................................................32 …Flächenaktivierung für Bewegung und Gesundheit.................................33 …Entwicklung des Quartiers für das Zusammenleben der Generationen und Ethnien ..............................................................................................33 …Neue Kooperationen und bürgerschaftliches Engagement......................33 Leitbilddiagramm .....................................................................................36 Rahmenplan .............................................................................................38

Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

4

MAßNAHMEN .....................................................................................................40 4.1 Schlüsselprojekte.....................................................................................40 4.1.1 Schlüsselprojekt 1: Ausbau der Quartiersmittelpunkte .......................40 4.1.2 Schlüsselprojekt 2: Anpassung des Wohnungsangebotes ..................41 4.1.3 Schlüsselprojekt 3: Ausbau des Spekteparkes....................................44 4.1.4 Schlüsselprojekt 4: Qualifizierung der sozialen Infrastruktur ..............46 4.2 Finanzierungsvolumen..............................................................................47 4.3 Maßnahmenplan ......................................................................................48

5

PROJEKTE ...........................................................................................................50 5.1 5.2 Projektblätter ...........................................................................................50 Projektmatrix............................................................................................77

6 7 8

EMPFEHLUNG ZUR ABGRENZUNG DES STADTUMBAUGEBIETES ...........................83 FAZIT..................................................................................................................87 ANHANG .............................................................................................................89 8.1 8.2 8.3 8.4 8.5 Liste der Leitfadengespräche ....................................................................89 Angaben zu den wichtigsten Eigentümern und Wohnungsbaugesellschaften im Falkenhagener Feld................................90 Akteure vor Ort .........................................................................................95 Soziale Infrastruktur .................................................................................96 Senatsbeschluss…………………………………………………………………………........99

Präambel

0 SENATSBESCHLUSS ZUR FESTLEGUNG VON STADTUMBAUGEBIETEN

Dem Voruntersuchungsbericht wird hiermit nachrichtlich ein Auszug der Senatsvorlage vom 18.11.05 zur Festlegung von Stadtumbaugebieten mit den für das Falkenhagener Feld maßgeblichen Anlagen beigelegt (siehe Anhang 8.5). Die Senatsvorlage diente als Grundlage für den Senatsbeschluss vom 29.11.2005 (veröffentlicht im Amtsblatt für Berlin Nr. 62 vom 16.12.2005) auf der Grundlage von § 171 b des Baugesetzbuches zur Festlegung des Stadtumbaugebietes Falkenhagener Feld Berlin - Spandau. Die festgelegte Abgrenzung des Stadtumbaugebietes entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Plan.

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gemäß Senatsbeschluss vom 29.11.2005, veröffentlicht im Amtsblatt für Berlin Nr. 62 vom 16.12.2005, auf der Grundlage von § 171 b des Baugesetzbuches in der Fassung vom 23.09.2004 (BGBL. S. 2414)

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20/01/2006 Bearbeitung: Herausgeber:
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Plangrundlage: ALK Berlin, SenStadt III C

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1.1

VORBEMERKUNGEN
Anlass

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat für fünf Gebiete im Westteil Berlins, darunter auch für das Gebiet Falkenhagener Feld im Bezirk Spandau, die Durchführung von Voruntersuchungen im Sinne einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Das Großsiedlungsgebiet Falkenhagener Feld am westlichen Stadtrand Berlins befindet sich am Beginn einer einsetzenden Abwärtsspirale: Segregationsprozesse als Folge von Abwanderung und Zuzug sozial schwacher Bevölkerungsschichten und Zunahme alter Menschen einerseits, in Teilen nicht mehr nachfragegerechtes und modernisierungsbedürftiges Wohnungsangebot andererseits. Hinzu kommen Defizite im Wohnumfeld und in der städtebaulichen Struktur sowie Anpassungsbedarfe der sozialen Infrastruktur. Die Ergebnisse der Voruntersuchungen sind Entscheidungsgrundlage, ob und in welchem Umfang Stadtumbaugebiete gem. § 171 b BauGB festgelegt werden sollen. Sie bilden ferner eine Grundlage für die Entscheidung, in welcher Größenordnung Fördermittel des Programms Stadtumbau West eingesetzt werden sollen, mit deren Hilfe frühzeitig auf Strukturveränderungen vor allem in der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung und die damit verbundenen städtebaulichen Anpassungsbedarfe reagiert werden kann.

1.2

Ziel

Mit der Durchführung einer Voruntersuchung im Sinne einer Machbarkeitsstudie nach § 171 b BauGB sollen die zentralen Probleme des Falkenhagener Feldes und deren Ursachen benannt werden und ein Vorschlag für realistische und umsetzbare Stadtumbaumaßnahmen im Rahmen eines Gesamtkonzeptes und einer Gesamtstrategie erarbeit werden. Während das Programm Stadtumbau Ost stark auf den Abriss von leer stehenden Wohnungen und den Abbau von Überkapazitäten am Wohnungsmarkt bei gleichzeitiger Aufwertung der Stadtteile orientiert ist, steht bei dem Programm Stadtumbau West vor allem der Vorsorgegedanke durch das frühzeitige Reagieren auf Strukturveränderungen und die gleichgewichtige Stellung von Wirtschaftsstrukturwandel und demografischem Wandel im Vordergrund. Dabei geht es gerade mit Blick auf die gesamtstädtischen Effekte um frühzeitige Intervention zur Vermeidung von weiteren Problemquartieren, die langfristige Entlastung der Haushalte („einmalige Investition anstatt dauerhafter Alimentierung“) und um die Bündelung öffentlicher und privater Ressourcen. Außerdem kann die Weiterentwicklung und Stabilisierung des Falkenhagener Feldes Modellcharakter für zukunftsfähige Stadtumbau-Strategien in anderen Großsiedlungen im Westteil Berlins mit ähnlichen Problemen darstellen.

1.3

Vorgehensweise

Die Bestandsaufnahme im Rahmen der Voruntersuchung umfasste folgende Schritte: mehrfache Begehung des Gebietes, Fotodokumentation, Auswertung der Bevölkerungsstatistik, Recherche und Kartierung der Eigentümerstruktur, Internetrecherchen zu den Wohnungsgesellschaften und weiteren Themen,

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Auswertung der Presse der letzten Jahre, Auswertung der zur Verfügung gestellten und weiteren Literatur, Gutachten, Pläne und sonstigen Veröffentlichungen. Detaillierte Angaben zu Bauzustand, Wohnungsschlüsseln, Grundrissen, Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf bzw. durchgeführte Maßnahmen standen nicht zur Verfügung und konnten nur in wenigen Ausnahmenfällen beschafft werden. Aussagen und Einschätzungen basieren daher weitgehend auf den mit den Wohnungsgesellschaften und weiteren Akteuren geführten Gesprächen sowie Vorortbesichtigungen. Dies gilt auch für über das zur Verfügung gestellte Material hinausgehende Daten zur Sozialstruktur (z. B. Einkommen, Bezug Sozialhilfe bzw. ALG II, Bildungsabschlüsse, Berufsstruktur usw.), die kleinräumig in der Kürze der Zeit nicht zu beschaffen waren. Aussagen hierzu beruhen ebenfalls auf den durchgeführten Gesprächen. Aufgabenstellung und Ziele der Voruntersuchung wurden im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 23. Mai 2005 im Klubhaus an der Westerwaldstraße der Öffentlichkeit vorgestellt. Zur Einschätzung der Problemlage und Abfrage der Mitwirkungsbereitschaft fanden insgesamt 19 Leitfadengespräche und viele weitere Gespräche mit Vertretern der Wohnungsgesellschaften und weiteren relevanten Akteuren sowohl vor Ort als auch aus der Bezirksverwaltung statt (s. Übersicht im Anhang). Die für die einzelnen Maßnahmen / Projekte im Gutachten benannten Kosten basieren auf Schätzungen (z. B. € / m²), in wenigen Fällen konnte auf bereits vorliegende Kostenermittlungen zurückgegriffen werden. Bis auf drei Projekte liegen bei den durch Private zu erbringenden Finanzierungen keine verbindlichen / konkreten Zusagen vor, die über ein prinzipielles Interesse an der Mitwirkung am Stadtumbau hinausgehen. Dies hängt mit den erforderlichen Zeiträumen zusammen, die auch bei Privaten benötigt werden, um verbindliche Entscheidungen zu den vorgeschlagenen Investitionsvolumen herbeizuführen. Hier wurde durch die Gutachter das im Rahmen der Erörterung der jeweiligen Maßnahmen bekundete „prinzipielle Interesse“ als Grundlage für eine im weiteren Verfahren konkret zu verhandelnde finanzielle Mitwirkung angenommen und entsprechende Kostenansätze ermittelt. Die Inhalte und Ergebnisse der Voruntersuchungen wurden Prozess begleitend mit dem Bezirk Spandau und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erörtert und abgestimmt.

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ANALYSE

Die Analyse des Gebietes wurde auf zwei räumlichen Ebenen vorgenommen. Zunächst werden stadtteilübergreifende Merkmale dargestellt und anschließend hinsichtlich ihrer kleinräumlichen Besonderheiten in der Teilraumanalyse vertieft.

2.1
2.1.1

Charakteristik des Untersuchungsgebietes
Gebäude- und Wohnungsstruktur

Die Großsiedlung Falkenhagener Feld wurde in den 1960er Jahren für die Wohnraumversorgung breiter Bevölkerungsschichten errichtet. Fast ausschließlich alle Geschosswohnungen des Untersuchungsbereiches wurden im Sozialen Wohnungsbau gefördert, ein Großteil von ihnen unterliegt jetzt und in den kommenden Jahren immer noch der Mietpreisbindung. Hinsichtlich Belegungsbindung und Fehlbelegungsabgabe gibt es seit Januar 2005 eine Freistellung. In offener Bauweise wurde die Siedlung mit 4 bis 16geschossigen Wohngebäuden in schlichter Zeilenbauweise, als Punkthochhäuser und in Gebäudegroßkomplexen erstellt, die in einzelnen Abschnitten blockweise gruppiert und mit Nahversorgungseinrichtungen sowie Einrichtungen der sozialen Infrastruktur ergänzt wurden. Mitte der 1980er Jahre wurden Teile der Siedlung nachverdichtet. Eine Besonderheit und das Stadtbild prägend ist die direkte Nachbarschaft zu zahlreichen Einfamilienhausbereichen. Der Wohnungsbestand gliedert sich in 1- bis 5-ZimmerWohnungen, wobei der Anteil der 4- und 5-Zimmer-Wohnungen sehr gering ist. Die Tendenz der derzeitigen Wohnraumnachfrage verschiebt sich laut Auskunft der Eigentümer hin zu kleineren Wohneinheiten. Ein großer Teil des Wohnungsbestandes bedarf einer Instandsetzung und Standardanpassung. Wohnungsleerstand konzentriert sich in zwei Gebieten: sowohl die Mietwohnungen der Bendzko Immobilien im Bereich „Am Bogen“ weisen einen Leerstand von 11 % auf als auch die WIR / GEWOBAG im Bereich um die Freudstraße mit ca. 20 %. Der Grund hierfür liegt in dem einseitigen Wohnungsangebot von ausschließlich großen Wohneinheiten über 80 m² Größe. In den übrigen Bereichen des Untersuchungsgebietes liegt der Leerstand unter dem Berliner Durchschnitt. Die Wohnungsmieten schwanken zwischen 3 € bis über 5 € netto-kalt. Dabei korrespondiert die Miethöhe mit dem Leerstand. Wohnungen ab einer Miete von 4 € und höher sind unabhängig von Lage und Ausstattung wesentlich schwerer zu vermieten.

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2.1.2

Eigentümerstruktur und Mitwirkungsbereitschaft

Eigentümer der Wohnungen sind meist größere Wohnungsunternehmen, die sich z.T. noch in städtischem Eigentum befinden. (siehe Karte: Eigentümer und Erläuterungen im Anhang) Die Eigentümer mit dem größten Wohnungsbestand sind: GSW GmbH, WIR / GEWOBAG, GAGFAH, Charlottenburger Baugenossenschaft e. G., Apellas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Corpus Asset Wohnen GmbH, Bendzko Immobilien, IHZ GmbH und das Bundesvermögensamt. Mehrere Wohnungsunternehmen haben in den letzten Jahren zunehmend Wohnungen an Investmentunternehmen verkauft, die diese an Kapitalanleger und an Mieter weiter verkaufen, z.T. modernisiert, z.T. nicht modernisiert. Bereits ca. 20 % der Wohnungen im Westteil des Falkenhagener Feldes sind Eigentumswohnungen privater Anleger, im geringen Umfang von Selbstnutzern. Die Bereitschaft der Unternehmen, sich aktiv an der Konzeptentwicklung und Umsetzung von Projekten des Stadtumbaus zu beteiligen, ist unterschiedlich ausgeprägt. Es zeichnet sich ab, dass die Kooperationsbereitschaft der Eigentümer dort am größten ist, wo die Probleme im engeren Wohnumfeld oder aufgrund von Leerstand und/oder sozialen Konflikten mittlerweile auch die Renditeerwartung der Unternehmen beeinträchtigen. Prinzipielle Mitwirkungsbereitschaft und Interesse am Stadtumbau West haben die GSW GmbH, die WIR / GEWOBAG, die GAGFAH und die Charlottenburger Baugenossenschaft e. G. formuliert. Sie verfügen zusammen über ca. 6.750 Wohneinheiten im Untersuchungsgebiet.

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2.1.4

Bevölkerung

Folgende Daten lagen zur Auswertung vor: Bevölkerung nach Alter und Herkunft auf Blockebene von 1999 und 2004 (statistisches Landesamt, eigene Berechnung, Stichtag: 31. Dezember 1999 sowie 30. Juni 2004) Sozialdaten zur Arbeitslosigkeit und zum Sozialhilfebezug auf Verkehrszellenebene (Vz) aus dem Jahr 2002 für die Vz 0273 Stadtrandstraße und Vz 0274 Zeppelinstraße (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 2003: „Monitoring Soziale Stadtentwicklung“, Stichtag: 31. Dezember 2002). Im Untersuchungsgebiet Falkenhagener Feld leben 21.333 Einwohner1. Es wird ein Rückgang um knapp 1.000 Einwohner bis 2020 prognostiziert.2

Bevölkerungsstruktur
Der statistisch messbare Ausländeranteil im Falkenhagener Feld ist mit 11 % im Berliner Vergleich leicht unterdurchschnittlich (Berlin: 13 %). Dennoch kann aufgrund des starken Zuzugs von Aussiedlern aus ehemaligen Ostblockländern von einer großen Gruppe von Menschen nicht-deutscher Herkunft aber mit deutscher Staatsangehörigkeit ausgegangen werden. Sie werden von der Statistik nicht gesondert erfasst. Laut Angaben der Eigentümer kann von einem Anteil Menschen nicht-deutscher Herkunft in einigen Teilräumen in Höhe von ca. 50 % ausgegangen werden. Für das gesamte Untersuchungsgebiet sind Alterungstendenzen festzustellen. So sind 2004 20,6 % der Einwohner 65 Jahre und älter. Dies entspricht einer Steigerung von ca. 4 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 1999. Ihr Anteil entspricht zwar ungefähr dem Durchschnitt für den Gesamtbezirk Spandau (2002: 18,1 %), aber im Vergleich zu einem berlinweiten Anteil von 15,6 % in 2002 ist der Wert überdurchschnittlich hoch. Bei der Betrachtung der kleinräumigen Verteilung dieser Jahrgänge fällt auf, dass sich die über 65-Jährigen neben den Standorten der städtischen Seniorenheime (am Eiserfelder Ring und an der Freudstraße) vor allem in den Blöcken östlich und westlich der Wasserwerkstraße konzentrieren. Der Anteil der unter 18-Jährigen ist mit 18 % (2004) vergleichsweise durchschnittlich gegenüber Spandau (17,2 %, 2002) sowie leicht überdurchschnittlich zu Berlin (16 %, 2002).

Soziale Situation3
Grundsätzlich ist für das Untersuchungsgebiet ein Ost-West-Gefälle zu verzeichnen, d. h. (fast) alle Indikatoren zur Beschreibung der Sozialstruktur sind in den östlich gelegenen Gebieten stärker negativ als in den westlichen. Allerdings sind insgesamt im Gebiet Verarmungstendenzen festzustellen, die sich in folgenden Merkmalen widerspiegeln:

1 Wenn nicht anders angegeben, erfolgt die Darstellung der Bevölkerungsstruktur auf Blockebene (Quelle: Statistisches Landesamt, Stand 2004, eigene Berechnungen). 2 Prognose für den Mittelbereich SPA1, Quelle: Statistisches Landesamt 3 Folgende statistische Kennzahlen beziehen sich ausschließlich auf die Verkehrszellen (Vz 0273 Stadtrandstraße und Vz 0274 Zeppelinstraße).

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überdurchschnittlicher Anteil an arbeitslosen Deutschen mit rund 18 % und besonders hoher Anteil arbeitsloser Ausländer mit rund 22 % im Alter von 18 bis 60 Jahren4 vergleichsweise hohe Jugendarbeitslosigkeit (18 bis 25 Jahre) von 13,8 % (Vz Stadtrandstraße) und 15,6 % (Vz Zeppelinstraße) im Jahr 2002 (Berlin 12 %) weit überdurchschnittlicher Anteil an Langzeitarbeitslosen im Jahr 2002 in Höhe von 7,5 % (Berlin 4,9 %) weit überdurchschnittlicher Anteil an deutschen Sozialhilfeempfängern mit 11,5 % im Vergleich zu Spandau (8 %, 2002) und zu Berlin (6 %, 2002) weit überdurchschnittlicher Anteil an ausländischen Sozialhilfeempfängern mit 25,4 % (Vz Stadtrandstraße) und 18,4 % (Vz Zeppelinstraße) sehr hoher Anteil an jungen Sozialhilfeempfängern aller Nationalitäten unter 18 Jahren. Hier liegt der Sozialhilfeanteil sogar bei 26,1 % (Vz Stadtrandstraße) und 25,2 % (Vz Zeppelinstraße) (In diesem Fall dreht sich das Ost-West-Gefälle um). Im Berliner Durchschnitt liegt der Anteil bei 16,5%. Nachbarschaft

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2.1.5

Die zunehmende Segregation, der Wegzug von gut verdienenden Bevölkerungsschichten, der Zuzug von Aussiedlern aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie sinkende Einkommen und Verarmungstendenzen führen zu zunehmenden Konflikten in der Nachbarschaft, die sowohl innerhalb der Gebäude als auch im Wohnumfeld (z.B. Lärmbelästigungen, Übernutzungen der Freiflächen durch Picknick und Grillen) auftreten. Nicht selten wird über Wegzüge aufgrund sozialer Spannungen berichtet. Als besonders störend werden die im öffentlichen Raum und an zentralen Orten anzutreffenden „Freilufttrinker“ empfunden. Verwahrlosungs- und Vermüllungstendenzen, vereinzelt auch Vandalismus sind festzustellen. Gleichzeitig bestehen jedoch auch noch starke positive Strukturen: alte nachbarschaftliche Netzwerke, familiäre Bindungen im Stadtteil, Nachbarschaft unter mehreren Generationen einer Familie. Die GSW GmbH berichtet von zahlreichen Familien, die in mehreren Generationen und weit verzweigter Familienstruktur Mieter der Wohnanlage sind. Auch innerhalb der osteuropäischen Einwanderer haben sich gemeinschaftliche Strukturen herausgebildet. 2.1.6 Akteure vor Ort

Neben Wohnungsbaugesellschaften, Verwaltung und Stadtteilinitiativen sind alle Vertreter der Einrichtungen der sozialen Infrastruktur wichtige Ansprechpartner und Akteure (siehe Übersicht im Anhang). Die sozialen Einrichtungen inkl. der Kirchen im Gebiet sind engagiert und im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (§ 78) in einer Stadtteilkonferenz

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Deutsche bzw. ausländische Arbeitslose pro 100 deutsche bzw. ausländische Einwohner zwischen 18 und 60 Jahren am Jahresende 2002 (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 2003).

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vernetzt. Dieses monatlich tagende Gremium hat seinen Arbeitsbereich über die Kinder- und Jugendthematik hinaus erweitert und beschäftigt sich mit der aktuellen und zukünftigen Stadtteilentwicklung. Darüber hinaus bestehen Kiezrunden, die in den Teilräumen West, Ost und Süd5 erst kürzlich gegründet wurden. Die Kiezrunde Nord besteht seit über vier Jahren. Hier sind Stadtteilbewohner, der Migrantenverein Leuchtturm e.V., die GSW GmbH und die Vertreter des Mieterbeirates der GSW GmbH, die Kirchen, die Schule und Jugendeinrichtungen sowie der Bürger- und Gemeinwesenverein e.V. i.G. im Stadtteil miteinander vernetzt. Eine gemeinsame Aktion aller Akteure ist das jährlich stattfindende Stadtteilfest in der Westerwaldstraße. 2.1.7 Soziale Infrastruktur

Bis auf Defizite bei den Angeboten für Jugendliche im westlichen Teilraum wird der Bedarf an sozialer Infrastruktur quantitativ gedeckt. Die Einwohner des Falkenhagener Feldes liegen im direkten Einzugsbereich von drei Grundschulen, zwei Gesamtschulen und sieben Kindertagesstätten. Alle Einrichtungen entstanden zeitgleich mit dem Bau der Wohnungen und weisen inzwischen Instandsetzungsbedarf auf. Dies gilt insbesondere für die Außenanlagen der Siegerlandgrundschule, Gebäude und Außenanlagen einiger Kirchen sowie die Pausenflächen und Außenanlagen der MartinBuber-Oberschule. Darüber hinaus bestehen mit den demografischen Veränderungen einhergehende Anpassungsprobleme, wie die Überforderung der Grundschulen in Folge eines zunehmenden Migrantenanteils und ein Rückgang der Gemeindemitglieder der zahlreichen Kirchen. Darüber hinaus wird von vielen Akteuren das grundsätzliche Fehlen von Möglichkeiten des nachbarschaftlichen Treffens in Form eines Bürgerzentrums oder Nachbarschaftstreffpunktes bemängelt. Eine Übersicht aller Einrichtungen der sozialen Infrastruktur und die jeweiligen Ansprechpartner befindet sich im Anhang. 2.1.8 Freiraum

Öffentliche Grünanlagen
Hervorzuheben ist das große Potenzial an Grünflächen mit dem 24 ha großen „Spektefeld“ im Zentrum des Untersuchungsgebietes und dem „Großen Spektesee“ (rund 6 ha). Das Feld und der See sind verbunden mit dem sich im Ausbau befindlichen Spektegrünzug, der als „grünes Rückgrat“ den südlichen Gebietsrand markiert. Hier bieten sich den Bewohnern die schönsten Wohnlagen und eine für Fußgänger und Fahrradfahrer sehr angenehme Grünverbindung nach Falkensee und zur Spandauer Altstadt (siehe Teilraumanalyse).

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Der Aktionsradius der jeweiligen Kiezrunden geht über die Grenzen des Untersuchungsgebietes hinaus. Die Kiezrunde West ist im Untersuchungsgebiet für die westlich der Bötzowbahn gelegenen Teilräume zuständig. Die Kiezrunde Nord ist im Bereich, der nördlich der Falkenseer Chaussee, zwischen der Bötzowbahn und der Zeppelinstraße liegt, aktiv und die Kiezrunde Süd im entsprechenden Abschnitt südlich der Falkenseer Chaussee. Die Kiezrunde Ost engagiert sich im Bereich östlich der Zeppelinstraße und liegt damit gänzlich außerhalb des Untersuchungsgebietes.

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Öffentliche Spielplätze und Sportangebote
Im Untersuchungsgebiet gibt es verhältnismäßig wenig öffentliche Spiel- und Sportangebote und nur einige davon befinden sich in Wohnungsnähe. Im Spektefeld stehen ein paar einfache Holztore ohne Netz auf der Wiese und in etwas abgelegener und für Kinder schwer erreichbarer Lage an der Straße Am Kiesteich wurde ein Spielplatz neu angelegt. Großflächige Spiel- und Sportangebote für verschiedene Altersgruppen (Spielgeräte, Kletternetze, Tischtennis, Bikeparcours, Bolzplatz) finden sich im Zentrum des Teilraums Westerwaldstraße. Außerhalb des Untersuchungsgebiets, im Grünzug westlich der Wasserwerkstraße, gibt es einen großen Fußballplatz, einen Rodelberg, einen Abenteuerspielplatz und großzügig ausgestattete Sandspielflächen, die einen hohen Standard aufweisen. Ein weiterer neu angelegter Spielplatz befindet sich östlich des Spektesees im Spektegrünzug.

Wohnumfeld
Angebote an wohnungsnahen Spielplätzen wurden im Wesentlichen von den Wohnungsbaugesellschaften geschaffen. Das direkte Wohnumfeld ist geprägt durch weitläufige, offene Hofbereiche, in denen eine beträchtliche Anzahl Kinderspielplätze und vor allem in den östlichen Gebieten auch Bolzplätze angelegt wurden. In einigen Quartieren wurden jedoch anstelle großzügiger Spielflächen mit einem differenzierten Angebot mehrere kleine und zum großen Teil dürftig oder gar nicht ausgestattete Sandkisten vorgefunden. Zum Teil besteht Neuordnungsbedarf (Sandkiste neben Mülltonnen; gemiedene Spielflächen im Bereich sozialer Brennpunkte). Die öffentliche Zugänglichkeit der privaten Flächen ist teilweise nicht gewünscht (Schilder: Nur für Mieter dieser Wohnanlage; Spielplatz nur für Kinder dieser Wohnanlage, Zäune, Wachschutz). Zunehmende soziale Konflikte durch Trinkgelage und Lärmstörungen in den Wohnhöfen, v. a. im Bereich von Kinderspielplätzen, haben in einigen Quartieren bereits zur Konsequenz, dass Bänke abgebaut und ganze Spielplätze zurückgebaut wurden. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn das Angebot und die Nutzungsqualität des Wohnumfelds sind, zumal es an wohnungsnahen öffentlichen Spielund Aufenthaltsflächen mangelt, von besonderer Bedeutung für die Wohnzufriedenheit. Ein besonderes Potenzial zur Erhöhung der Wohnzufriedenheit und zur Stabilisierung der Quartiere ist das Angebot an wenig genutzten Freiflächen (v. a. sehr großen Rasenflächen), die sich für eine attraktive Gestaltung mit Möglichkeiten der Aneignung durch die Bewohner anbieten (Mietergärten, Integrationsgärten, Nachbarschafts-Treffpunkte, Grillplätze u. a.). 2.1.9 Nahversorgung

Mit Entstehung der Großsiedlung Falkenhagener Feld wurden zeitgleich die maßgeblichen Einrichtungen der Nahversorgung errichtet. Damit entstanden die beiden Zentren „Westerwaldstraße“ und am „Posthausweg“ die noch heu-

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te die fußläufige Erreichbarkeit aller maßgeblichen Geschäfte und Dienstleister sicherstellen. Nebenzentren befinden sich im Teilraum Henri-Dunant-Platz und im Teilraum „Im Spektefeld“. An drei weiteren Standorten im Gebiet befinden sich einzeln gelegene Discounter, darunter „Rewe“, mit über 3.000 m² Bruttogeschoßfläche. Die Nähe der Altstadt Spandau, der „Spandauer Arcaden“ und von Einkaufszentren im Umland tragen dazu bei, dass Waren des periodischen Bedarfs im Falkenhagener Feld nur schwer verkäuflich sind. Seitens der Eigentümer der Nahversorgungszentren (GSW GmbH und Corpus Asset Wohnen GmbH) wurde der Einzelhandel als schwer zu verwaltende Einheiten beschrieben, die zwar als wichtiger Indikator für die Wohnqualität anerkannt werden, jedoch regelmäßig ihren Existenzkampf betonen und nur geringe Mieten zahlen können. Neuvermietungen waren oft nur mit großen Bemühungen durch die Eigentümer und mit hohem Entgegenkommen in Form von baulichen Investitionen erfolgreich. Beim lokalen Einzelhandel zeichnet sich eine Tendenz zu kleineren Einheiten ab, um Mietzahlungen so gering wie möglich zu halten. Die Nahversorgungszentren Westerwaldstraße und Posthausweg werden ungeachtet der privaten Eigentumsverhältnisse als „öffentlicher Raum“ wahrgenommen und genutzt, weisen jedoch gravierende gestalterische und funktionale Mängel auf. Neben notwendigen Instandsetzungsarbeiten ist auch eine ästhetische Aufwertung erforderlich (siehe Teilraumanalyse). 2.1.10 Verkehrliche Anbindung

ÖPNV
Die Erschließung des Falkenhagener Feldes durch den ÖPNV und die Anbindung an die Altstadt Spandau bzw. an den Bahnhof Spandau erfolgt ausschließlich über Busse. Zwei Buslinien verkehren entlang der Falkenseer Chaussee: die Metrolinie M37 (5/10 Min.-Takt) und die Linie 337 (20/30 Min.Takt). An der Straße Am Kiesteich teilt sich die Metrolinie M37. Daher wird der westlich davon gelegene Teil im 10-Minuten-Takt statt im 5-Minuten-Takt erschlossen. Die Quartiere im Norden des Falkenhagener Feldes werden zusätzlich von der Buslinie 134 entlang der Pionierstraße (20 Min.-Takt) bedient. Die S-Bahnverbindung zwischen Spandau – Zoologischer Garten – Alexanderplatz – Ostbahnhof verkehrt tagsüber ca. alle 10 Minuten. Darüber hinaus bindet die Regionalbahn den Bezirk Spandau sehr gut an die wichtigen Zentren Berlins an (Fahrzeit Bahnhof Spandau – Zoologischer Garten: 9 Minuten, Bahnhof Spandau – Ostbahnhof: 24 Minuten). Der Bahnhof Spandau ist auch Fernbahnhof und westliche Stadtausfahrt der meisten Schnellzüge. Die ÖPNV-Erschließung ab Bahnhof Spandau kann somit als sehr gut bezeichnet werden.

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PKW
Das Falkenhagener Feld ist mit dem PKW über die Falkenseer Chaussee gut angebunden. Die Autobahnauffahrt Falkensee (A 10) ist in ca. 25 Minuten zu erreichen, die durchschnittlichen Fahrzeiten von der Gebietsmitte zu wichtigen Zentren Berlins betragen: Falkenhagener Feld – Zentrum Spandau: Falkenhagener Feld – Kurfürstendamm: Falkenhagener Feld – Alexanderplatz: 7 Min. 25 Min. 35 Min.

Aufgrund ihrer Verbindungsfunktion ist das Verkehrsaufkommen auf der Falkenseer Chaussee hoch. Sie stellt dementsprechend eine Barriere dar, die durch unzureichende Querungsmöglichkeiten noch verstärkt wird.

Radverkehr
Gut ausgebaute und begrünte Wege gewährleisten eine attraktive Radwegeverbindung des Falkenhagener Feldes mit dem Spandauer Zentrum, das über den Spektegrünzug in ca. 10 Minuten mit dem Rad zu erreichen ist. Diese Verbindung wird allerdings nachts nicht beleuchtet und ist daher nur tagsüber attraktiv. Auch innerhalb des Untersuchungsgebietes ist das Fahrrad aufgrund nur mäßig befahrender Wohnstraßen und autofreier Wegeverbindungen als attraktives Verkehrsmittel anzusehen.

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2.2

Teilraumanalyse

Teilräume des Untersuchungsgebietes Einwohner Teilraum 1 Teilraum 2 Teilraum 3 Teilraum 4 Teilraum 5 Teilraum 6 Teilraum 7 Summe / Durchschnitt Vergleich: Berliner Durchschnitt 1.255 4.603 3.562 1.512 5.384 5.017 21.333 Dichte EW / ha 281 122 122 141 181 210 Ø 157 Ø 94 Einwohnerdichte in den Teilräumen

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2.2.1

Teilraum 1 – Freudstraße

Gebietscharakteristik
Der Teilraum Freudstraße befindet sich in peripherer westlicher Lage an der Berliner Landesgrenze. Alle 587 Wohnungen in diesem Teilraum sind in den frühen 1970er Jahren errichtet worden und befinden sich im Eigentum der WIR GmbH / GEWOBAG. Die 6 – 14-geschossigen Gebäude unterliegen nach wie vor der Bindung des sozialen Wohnungsbaus und sind noch in fast ursprünglicher Höhe verschuldet. Hier leben insgesamt 1.255 EW. Der Anteil der unter 18-Jährigen ist mit ca. 27 % stark überdurchschnittlich hoch. Der Anteil der über 64-Jährigen ist insgesamt mit ca. 16 % eher unterdurchschnittlich, obwohl westlich der Freudstraße ein Seniorenheim betrieben wird.

Schwächen und Stärken
Den Teilraum kennzeichnen folgende Merkmale: ein sehr einseitiger Wohnungsschlüssel: alle Wohnungen weisen 3 Zimmer auf ca. 80 m² Fläche auf ungünstige Wohnungsgrundrisse mit unattraktivem Zuschnitt und hohem Verkehrsflächenanteil eine hohe Nettokaltmiete von fast 5 €/m² sehr hoher Wohnungsleerstand in Höhe von ca. 20 % eine sehr hohe Einwohnerdichte mit 281 EW / ha (Gebietsdurchschnitt 157 EW / ha) hoher Konkurrenzdruck durch die unweit entfernt liegenden Reihenhausangebote in Falkensee, die vergleichbare Miethöhen aufweisen hoher Anteil an Mietern, die Transferleistungen beziehen, Neumieter können kaum noch aus der Gruppe der sog. „Selbstzahler“ gewonnen werden hoher Anteil an Spätaussiedler-Familien ein zunehmend schlechtes Image, da die negativen sozialen Segregationstendenzen dem Stadtteil nicht verborgen bleiben fehlende Angebote für Jugendliche die Befürchtung, dass die ausschließlich großen Wohnungen im Zuge sich verschärfender Hartz IV - Regelungen zukünftig noch weniger nachgefragt werden

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+

sehr gepflegter äußerlicher Eindruck durch intensive Grünflächenpflege

Die WIR GmbH / GEWOBAG gerät hier zunehmend unter Handlungsdruck und hat großes Interesse daran, über Stadtumbau West Lösungen für diese Anlage zu finden. Notwendig wäre: eine Diversifizierung des Wohnungsgrößenangebotes durch Grundrissveränderungen zur Verkleinerung bei einem großen Teil der Wohnungen eine Senkung des Mietpreises, um die Wohnungen überhaupt konkurrenzfähig zu machen, die Nachfrage nach Wohnraum durch attraktive Wohnungen an dieser Stelle zu erhöhen und die Eigentümerin in die Lage zu versetzten, eine Auswahl unter den Bewerbern zu treffen, um auf die Zusammensetzung der Mieterschaft Einfluss nehmen zu können

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Darüber hinaus ist das vorhandene, wenn auch geringe Versorgungsangebot über einen Bäcker und einen Kiosk an der Falkenseer Chaussee zu sichern und es sind soziale Angebote, insbesondere für Jugendliche, neu zu installieren. Aufgrund der schlechten Ausgangslage (Architektur, Grundrisse, Bebauungsdichte) ist davon auszugehen, dass bauliche Veränderungen grundlegender Natur sein müssten und damit hohe Kosten verursachen werden, die nicht über die Miethöhe amortisierbar sind. Sämtliche Maßnahmen müssten an eine Entschuldung der Bestände gekoppelt werden. Andernfalls bleibt die Siedlung Freudstraße in der Kostenfalle und findet aus sich heraus keine Möglichkeiten, die Probleme von Leerstand und sozialer Abwärtsspirale anzugehen. Es ist zu vermuten, dass ähnliche Probleme auch in anderen Westberliner Großsiedlungen Ursache für Leerstand und Segregation sind. In dem Teilraum Freudstraße am Falkenhagener Feld besteht daher die Chance und die Notwendigkeit, über Stadtumbau West auf Grundlage eines noch zu erstellenden wohnungswirtschaftlichen Gutachtens modellhaft Lösungsstrategien zu erarbeiten, die die besondere Problematik des Sozialen Wohnungsbaus im Westteil Berlins aufgreifen. 2.2.2 Teilraum 2 – Im Spektefeld

Gebietscharakteristik
Das Gebiet zeichnet sich durch die kleinräumige Mischung von Großstrukturen der 1970er Jahre mit zahlreichen Einfamilienhausreihen und einem großen Schulgelände aus. Die lang gezogenen bis zu 12geschossigen Hochhausreihen erzeugen kleinräumig hohe Bebauungsdichten. Die vorhandene städtebauliche Struktur ergibt für den Teilraum jedoch eine unterdurchschnittliche Einwohnerdichte von 122 EW / ha. Es leben hier insgesamt 4.603 EW. Die Altersstruktur zeigt keine Besonderheit, lediglich für den statistischen Block

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westlich der Straße „Hinter den Gärten“ ist ein überdurchschnittlicher Anteil von Menschen unter 18 Jahren zu verzeichnen. Haupteigentümer der Geschossbauten sind die Furka Grundstücksgesellschaft & Co. Vertriebs KG (eine Bendzko-Tochter), die GAGFAH, die Evangelische St. Nicolai-Gemeinde und die Fidato HV GmbH.

Schwächen und Stärken
Den Teilraum kennzeichnen folgende Merkmale: zunehmende Verarmungstendenzen der Haushalte sowie auch Verwahrlosungstendenzen bei den Kindern werden von den Akteuren im Stadtteil beobachtet fehlende Angebote für Jugendliche. Bis auf einen kleinen Jugendtreff „Hinter den Gärten“ bestehen keine Angebote Leerstand in einigen Beständen in Höhe von bis zu 10 % Teilbestände ohne Vermietungsprobleme der große Schul- und Infrastrukturstandort „Im Spektefeld“ mit zwei Schulen, Kita, Sportflächen und weiteren sozialen Einrichtungen. Sehr hohes Renommee besitzt die Martin-Buber-Oberschule, die eine starke Sportbetonung und berlinweit überdurchschnittlich erfolgreiche Abiturabschlüsse aufweist. besondere Lagegunst vieler Wohnungen, die nach Westen ausgerichtet sind und einen Ausblick über den Havelländischen Landschaftsraum bieten oder direkt an der Spektelake an den Spektegrünzug angrenzen fußläufige Nahversorgung über kleine Einheiten Im Spektefeld durch besondere Initiative eines Hauswarts entstand ein nachbarschaftlicher Gartentreff im Wohnhof an der Stadtrandstraße Teilraum 3 – Wasserwerk- und Darbystraße

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2.2.3

Gebietscharakteristik
Der Teilraum setzt sich aus insgesamt vier in sich homogenen Siedlungsbeständen zusammen. An der westlichen Wasserwerkstraße bestehen achtgeschossige Zeilen und zwei Punkthochhäuser, die sich zum angrenzenden Naturraum orientieren und im Eigentum der Apellas Vermögensverwaltungsgesellschaft und Co. KG und der IHZ GmbH liegen. Viergeschossige Zeilen im Eigentum von Bendzko Immobilien befinden sich östlich der Wasserwerkstraße. Teilweise wurden sie als Eigentumswohnungen veräußert. In beiden Beständen ist der Anteil älterer Bewohner signifikant höher.

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Östlich der Bötzowbahn befinden sich frisch sanierte Bestände des Bundesvermögensamtes (ehemalige Offizierswohnungen) und ein Neubaufeld des Investors NCC Immobilien GmbH, dessen Einfamilien- und Reihenhäuser derzeit gebaut werden. Hier leben verhältnismäßig viele junge Menschen. Es wohnen insgesamt 3.562 Einwohner in diesem Teilraum. Die Einwohnerdichte ist nur westlich der Wasserwerkstraße abweichend hoch, weist aber berechnet auf den gesamten Teilraum mit 122 EW / ha - einen vergleichsweise geringen Wert auf.

Schwächen und Stärken
Die Zusammenfassung der vier Siedlungsbestände zu diesem Teilraum, der von der Bötzowbahn durchschnitten wird, begründet sich in der vergleichbar recht positiven Bewertung: + + + gepflegter Eindruck der Wohnanlagen geringe Vermietungsprobleme nach Aussage der Eigentümer über Konflikte in der Nachbarschaft oder in Bezug auf die Außenraumnutzung wurde für diesen Teilraum nichts berichtet Eine westlich angrenzende Grünfläche südlich der Grundschule am Wasserwerk, die erst kürzlich neu und attraktiv mit Abendteuerspielplatz, Rodelbahn und Piknickplätzen gestaltet worden ist, ergänzt den guten Eindruck des Teilraums. zufrieden stellende Versorgung durch fußläufig erreichbaren Lebensmitteldiscounter und Nähe zum Einkaufszentrum Posthausweg

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Seitens der Eigentümer wird für diesen Teilraum kein Handlungserfordernis im Zuge des Stadtumbaus West formuliert. 2.2.4 Teilraum 4 – Am Kiesteich

Gebietscharakteristik
Der Geschosswohnungsbestand dieses Teilraums befindet sich fast ausschließlich im Eigentum der Corpus Assett Wohnen GmbH. Er wurde 19661968 errichtet. Das Unternehmen beabsichtigt, die Bestände noch in diesem Jahr im Rahmen eines Bieterverfahrens zu veräußern. Sie weisen Instandsetzungsund Standardanpassungsbedarf auf. Alle ca. 680 Wohnungen werden noch wie ursprünglich mit Nachtspeicheröfen beheizt. Es ist zu erwarten, dass mit dem anstehenden Eigentümerwechsel auch bauliche Veränderunen anstehen. Allerdings steht für eine Aussage über die Mitwirkungsbereitschaft im Rahmen von Stadtumbau West für diese Bestände derzeit noch kein Ansprechpartner zur Verfügung.

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In diesem Teilraum leben insgesamt 1.512 EW mit einer gleichmäßigen Verteilung der Altersgruppen über den Teilraum. Die Einwohnerdichte ist mit 144 EW / ha leicht unterdurchschnittlich. Sehr wichtiger Bestandteil des Komplexes ist das Einkaufszentrum, das mit seiner Versorgung wesentlich zur Wohnqualität beiträgt. Neben Lebensmitteldiscountern gibt es zahlreiche Einzelhandelsläden, teilweise seit Entstehung der Siedlung im Familienbesitz. Außerdem wurde im Obergeschoss einer Ladenzeile ein kleines Ärztezentrum etabliert. Das Einkaufszentrum hat sich seit seiner Entstehung wenig verändert. Kleine Verkaufsflächen reihen sich um eine teilweise überdachte Fußgängerpassage mit nur geringer Aufenthaltsqualität. Eine Differenzierung zwischen „Laufbereich“ und „Ladenzone“ ist in der Passage nur unzureichend gegeben. Sitzbereiche befinden sich mit Fahrradständern und Glascontainern im Konflikt und es gibt viele ungenutzte, „tote“ Ecken. Formen und Materialverwendung erwecken einen tristen Eindruck. Die Vorteile einer „Freiluftpassage“ kommen kaum zur Geltung und die Nähe zum Spektepark und zum Grünzug westlich der Wasserwerkstraße ist aufgrund mangelnder Vernetzung kaum wahrnehmbar.

Schwächen und Stärken
+ teilweise Lärmbeeinträchtigung durch stark frequentierte Straßen Falkenseer Chaussee und Am Kiesteich Instandsetzungs- und Modernisierungsstau der Gebäude, insbesondere hinsichtlich des Heizungssystems Gestaltungsmängel des Nahversorgungszentrums besondere Lagegunst der Wohnungen östlich der Straße „Am Kiesteich“, die direkt an den großen Spektepark angrenzen und tlws. Seeblick genießen nur geringer Leerstand zwischen 4 % im östlichen Abschnitt und mit 7 % im westlichen Abschnitt eine vergleichsweise geringe Nettokaltmiete in Höhe von 3,29 € lässt Investitionsspielraum zu sehr gute Versorgung durch das vorhandene Einkaufszentrum

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2.2.5

Teilraum 5 – Spektepark

Dieser Teilraum befindet sich im Eigentum des Landes Berlins und ist Grünraum und Wasserfläche.

Gebietscharakteristik
Spektefeld In seiner derzeitigen Ausprägung befindet sich das Spektefeld in einem „Dornröschenschlaf“. Von außen ist das von einem dichten Gehölzmantel umgebene Feld kaum wahrnehmbar und wenig einladend. Die Grünanlage wird durch die direkt angrenzende Bötzowbahn (im Osten), die Falkenseer Chaussee (im Norden) und die Straße „Am Kiesteich“ (im Westen) von den Wohnquartieren abgeschottet. Im Bereich der Parkeingänge fehlt es an sicheren Querungsmöglichkeiten über die beiden stark befahrenen Straßen. Die Grünfläche selbst erweckt kaum den Eindruck einer Parkanlage, sondern eher den eines extensiv gepflegten und genutzten Landschaftsraums von unübersichtlicher Dimension. Es mangelt an Nutzungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten und vor allem an Blickachsen und Orientierungspunkten. Extrem dichte Gehölzpflanzungen versperren die Sicht. Es zeichnet sich eine Tendenz zu zunehmenden Konflikten aufgrund mangelnder sozialer Kontrolle und sich verändernder Nutzungsarten (intensives Picknicken, Grillen, Gelage) ab, die sich in Vandalismus, zunehmender Gewaltbereitschaft, Vermüllung und Lärmproblemen äußert. Großer Spektesee Der Spektesee ist eine ehemalige Kiesgrube, die teilweise mit Schutt verfüllt wurde. Trotz seiner idyllischen Lage und Ausprägung (Baumbestand, Schilfgürtel, Sandufer und Liegewiese, frei von angrenzender Bebauung und Straßen) birgt er ein beträchtliches Konfliktpotenzial aufgrund erheblicher Unfallgefahren (steile Böschungen, Untiefen und kalte Grundwasserquellen) und eines damit einhergehenden „Badeverbotes“. Das Baden in diesem See ist lebensgefährlich und stellt überdies eine Gefährdung ökologischer Belange dar, weil die Selbstreinigungskraft des Sees aufgrund einer zu geringen Flächengröße nicht ausreicht. Der Haftungspflicht der öffentlichen Hand und den Naturschutzbelangen steht der dringende Bedarf der Bevölkerung an Bademöglichkeiten gegenüber, der an häufig beobachtetem „unerlaubtem Baden“ deutlich wird. Der Handlungsbedarf ist an dieser Stelle besonders hoch. Entwicklungschance „Spektepark“ Das Potenzial zur Nutzungsintensivierung und die Möglichkeiten zur Gestaltung eines besonderen „Park-Images“ sind aufgrund des enormen Angebotes

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an ungenutzten Flächen, vor allem jedoch in Zusammenhang mit der herausragenden Lage am See, geradezu herausfordernd. Die Berücksichtigung einer verbesserten Vernetzung mit dem Umfeld und die erweiterte Nutzbarmachung der Parkanlage und des Sees für Freizeitaktivitäten, Erholung und Sport haben für die zukünftige Entwicklung einen zentralen Stellenwert.

Schwächen und Stärken
mangelnde Gestaltung der Parkanlage: von außen kaum wahrnehmbar und wenig einladend, kaum Nutzungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten unübersichtliche Bereiche („Angsträume“) durch versperrte Sicht- und fehlende Blickachsen, zunehmende Konflikte aufgrund mangelnder sozialer Kontrolle Vandalismus, Vermüllung im Zuge sich verändernder Nutzungsarten (Grillen, Feste) hohe Unfallgefahr und großes Konfliktpotenzial durch unerlaubtes Baden in der ehemaligen Kiesgrube naturräumliches Kleinod im dicht bebauten Stadtteil sehr hohe Entwicklungschancen in Bezug auf Attraktivierung und Nutzungsintensivierung der Freifläche und Aufwertung des Wohnstandortes Falkenhagener Feld Teilraum 6 – Westerwaldstraße

+ +

2.2.6

Gebietcharakteristik
In diesem Teilraum leben insgesamt 5.384 EW. Im Wohngebiet südlich des Hermann-Schmidt-Weges ist ein leicht überdurchschnittlicher Anteil von Bewohnern die jünger als 18 Jahre sind (21 %), festzustellen. Städtebaulich differenziert sich dieser Teilraum in viele vierund sechsgeschossige Zeilen sowie acht Punkthochhäuser. Mit 180 Einwohnern / ha ist die Einwohnerdichte im Vergleich zum Untersuchungsgebiet überdurschnittlich. Das Quartier befindet sich fast ausschließlich im Eigentum der GSW GmbH. Diese wurde im Jahr 2004 an die US-Fondsgesellschaft Cerberus veräußert. Das über Fußwege miteinander vernetzte Siedlungsgrün weist unterschiedliche Qualitäten auf. Relativ frisch gestaltete hofartige eingefasste Flächen reihen sich an z.T. vernachlässigte, ungepflegte Bereiche. Das Nahversorgungszentrum an der Westerwaldstraße ist ebenfalls im Eigentum der GSW GmbH. Es beherbergt in seinen ca. 1.400 m² eingeschossigen Einzelhandelsflächen alle Waren des täglichen Bedarfs und steigert den Wert aller Wohnungen mit seiner wichtigen Versorgungsfunktion. In direkter Nachbarschaft dazu entstanden zeitgleich mit dem Bau der Wohnungen die Einrichtungen der sozialen Infrastruktur mit Grundschule, Bibliothek, Kindertagesstätte, Kirche und Jugendfreizeitheim. Dieses heutige Klubhaus erweiterte in den letzten Jahren seine Angebote und Zielgruppen und zielt

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auf eine – bislang jedoch nicht gelungene - Profilierung als Stadtteilzentrum ab. Hier liegen in der Tat sehr große Flächenpotenziale. Das Gebäude und seine Architektur der 1970er Jahre wirkt sehr abweisend und seine weiträumigen Gebäudeflächen präsentieren sich sehr introvertiert. Es wird von vielen Nachbarn, insbesondere älteren Menschen des Stadtteils, nicht besucht. Das soziale Engagement sowohl von bezirklichen und freien Trägern der sozialen Infrastruktur als auch von Bürger- und Migrantenvereinen ist rund um die Quartiersmitte in der Westerwaldstraße besonders hoch. Die Vielzahl der Akteure mit ähnlichen Zielen und Zielgruppen bei gleichzeitig unterschiedlichen Arbeitsansätzen und Methoden bringt jedoch auch viel Konkurrenz und Spannung in die enge Nachbarschaft.

Schwächen und Stärken
Folgende Merkmale sind kennzeichnend: Gestaltungsmängel des Einkaufszentrums: durch unklare Raumkanten ist die Wahrnehmung des Zentrums als zusammenhängender Bereich gestört, Zufahrten und Zuwege sind nicht einladend gestaltet Gestaltungsmängel des Wohnumfeldes: großflächige Versiegelung (Straßen, Plätze, Stellplätze) und mangelnde Gestaltqualität von Eingangsbereichen und Vorplätzen im Siedlungsbereich sowie zahlreiche Barrieren schlechte Außenwirkung aufgrund eines mangelhaften baulichen Zustandes der sozialen Einrichtungen langjährige Konflikte im öffentlichen Raum durch „Freilufttrinker“ in der Nähe von Nahversorgungszentrum und Kirche offensichtliche und versteckte Verarmungstendenzen der Bewohner, auch ablesbar an den wachsenden Problemen mit Mietrückständen, die zunehmende Zwangsräumungen erfordern Probleme mit Zuwanderung und Integrationsschwierigkeiten von Spätaussiedlern. Hierauf macht der in diesem Teilraum ansässige Migrantenverein Leuchtturm e.V. aufmerksam. große Flächen- und Entwicklungspotenziale im Klubhaus ein eigenes Blockheizkraftwerk sorgt für energieefizientes und kostenparendes Heizen und damit für geringe Verbrauchskosten sehr homogene Struktur der Siedlung (Siedlungszusammenhang, einheitliches städtebauliches Konzept, Siedlungseinheit in zusammenhängendem Eigentum) besonders ausgeprägt hohe Anzahl an engagierten „Stadtteilaktivisten“. Die sich um die Westerwaldstraße gruppierenden Angebote des Gemeinwesens und der sozialen Infrastruktur bilden das Potenzial, die soziale und kulturelle Mitte des Stadtteils auszubilden. Die vorhandenen Möglichkeiten und Raumpotenziale könnten in enger Kooperation aller Träger der Gemeinwesenarbeit wesentlich besser genutzt werden. hohe Bindung der Bewohner an ihre Siedlung, es wurde über Familien berichet, die in mehrern Generationen in direkter Nachbarschaft leben

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2.2.7

Teilraum 7 – Henri-Dunant-Platz

Gebietscharakteristik
In diesem Teilraum leben insgesamt 5.017 EW mit weitestgehend gleichmäßiger Verteilung der Altersgruppen. Lediglich aufgrund des Standortes eines städtischen Seniorenwohnheimes am Eiserfelder Ring ist in der Statistik ein leicht überdurchschnittlicher Anteil der über 64-Jährigen nachzuweisen. Mit dem Teilraum Westerwaldstraße von der Anzahl der Einwohner weitestgehend vergleichbar, weist dieser Teilraum mit seinen überwiegend achtgeschossigen Zeilen eine überdurchschnittlich hohe Dichte mit 210 Einwohnern / ha auf. Sie wohnen überwiegend in den Beständen der GEWOBAG, die hier 1.500 Wohnungen besitzt. Städtebaulich sehr einheitlich sind die Bestände der Charlottenburger Baugenossenschaft, die ausschließlich viergeschossige Zeilen mit 300 Wohnungen besitzt. Zur GAGFAH gehören in diesem Teilraum 500 Wohnungen. Während die Bestände aus den 1960er Jahren einen relativ geringen Leerstand (2 %) aufweisen, zeichnet sich ein Neubau-Hochhaus der 80er Jahre, errichtet im 2. Förderweg, mit hohen Vermietungsproblemen und einem Leerstand von über 30 % aus. Nach Aussagen der GAGFAH können Neumieter fast ausschließlich aus der Gruppe der Transferbezieher gewonnen werden, wobei die Regelungen nach Hartz IV die Nachfrage nach kleinen Wohnungen steigert und hiermit der Neubau mit überwiegend großen Wohnungen, z.T. Maisonette, nicht konkurrenzfähig ist. Die der Wohnanlage zugeordneten Spielplätze werden nur den Kindern der eigenen Mieter zur Verfügung gestellt.

Schwächen und Stärken
Integrationsprobleme aufgrund des hohen Anteils an Osteuropäern in direkter Nachbarschaft. Zahlreiche Schilderungen belegen einen hohen Anteil an Mietern nicht-deutscher Herkunft, überwiegend Spätaussiedler mit deutscher Staatsangehörigkeit. Die WIR / GEWOBAG schätzt den Anteil in ihren Beständen auf ca. 50 %. Eine triste Fassadengestaltung mit Instandhaltungsmängeln verleiht dem Quartier in Teilbereichen eine unattraktive Außenwirkung. Konflikte durch die Nachbarschaft belastende Aktivitäten im Außenraum, insbesondere durch die die Nachtruhe störenden „Freilufttrinker“ geringe Kooperation zwischen den Wohnungsgesellschaften, alle drei Eigentümer versuchen mit dem Einsatz jeweils eines eigenen Sicherheitsdienstes der konfliktreichen Außenraumnutzung Herr zu werden Gestaltungsmängel des öffentlichen Raumes, insbesondere der kaum wahrzunehmende, ungestaltete Henri-Dunant-Platz verleiht der angrenzenden Je-

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remias-Kirche ein unattraktives Entree + Die Charlottenburger Baugenossenschaft e. G. plant im Zuge eines Modellvorhabens im Rahmen des Forschungsprogramms „ExWoSt“ eine neue, konfliktmindernde Konzeption für die Grün- und Freianlagen sowie den Umbau einer Gewerbeeinheit zu einem Treffpunkt mit Gemeinschaftsraum. Die Genossenschaftsmitglieder weisen durch die spezielle Eigentumsform eine sehr hohe Bindung und Identifikation sowie ein sehr hohes Problembewusstsein auf. Jeremias-Kirche mit großartigen Raumkapazitäten und hohem Engagement für ein regelmäßiges Kulturprogramm im Stadtteil

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2.3
2.3.1

Entwicklungstendenzen
Demografie und Integration

Im Jahre 2050 wird die Hälfte der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland über 50 Jahre alt sein. Die Bevölkerungsprognose für Berlin geht darüber hinaus davon aus, dass aufgrund einer erwarteten ungleichen stadträumlichen Verteilung im Bezirk Spandau der drittgrößte Anteil (hinter den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Reinickendorf) in Höhe von 23 % an Bewohnern mit einem Alter über 65 Jahren zu verzeichnen sein wird. Damit hat nahezu jeder Vierte das Rentenalter erreicht. Das Falkenhagener Feld weist bereits einen überproportional hohen Anteil älterer Menschen auf. Dazu trägt der Umstand bei, dass ein Teil der Erstbezieher, der Anfang der 1960er Jahre in die fertig gestellte Großsiedlung als junge Familiengründer einzog, bis heute dem Stadtteil treu geblieben ist, während junge Familien nicht im gleichen Maße nachrücken oder sogar ins Umland oder in „vornehmere“ Bezirke abwandern. Stadtumbaulösungen müssen gezielt die Bedürfnisse der älteren Menschen berücksichtigen und gleichzeitig Integrationsstrategien für verschiedene Altersgruppen entwickeln, damit keine „Seniorengettos“ entstehen. Das betrifft die Anpassung des Wohnungsangebots an individuelle Ansprüche und unterschiedliche Einkommensverhältnisse, die Schaffung von angemessenen Einrichtungen der sozialen und gesundheitlichen Betreuung und auch die Förderung generationenübergreifender Wohn- und Nachbarschaftsprojekte. Nur ein Stadtteil in dem sich Jung und Alt gleichermaßen wohl fühlen und miteinander auskommen, ist ein lebendiger Stadtteil. 2.3.2 Einwanderung und Integration

Besonders auffällig in der Bevölkerungszusammensetzung des Falkenhagener Feldes ist der überdurchschnittlich hohe Anteil an Aus- und Übersiedlern aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und anderen osteuropäischen Ländern. Bis heute besteht weiterhin Zuzug aus diesen Regionen, wenn auch mit abnehmender Tendenz. In Teilräumen des Falkenhagener Felds beträgt der geschätzte Migrantenanteil bis 50 % der Wohnbevölkerung. Hohe Arbeitslosigkeit unter den Migranten, aber auch mangelnde Beschäftigung aufgrund unzureichender sozialer und kultureller Angebote, mit denen sie sich identifizieren können, sowie Verständigungsprobleme, bedingen Integrationsschwierigkeiten.

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Ohne Unterstützung verfestigen sich Nachbarschaftskonflikte und die Bildung von Parallelgesellschaften sowie eine damit einhergehende Gettoisierung der Wohnsiedlungen. Die Vorteile, die diese Bevölkerungsgruppe in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht mit sich bringt, dürfen nicht außer Acht gelassen werden: Ohne die Migranten wäre die Leerstandsquote im Falkenhagener Feld voraussichtlich bedeutend höher. Ihr Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung und wirtschaftlichem Aufstieg ist stark ausgeprägt. Dazu gehören auch das Erlernen der Sprache und die Bereitschaft zur Ausübung jeglicher Art von Jobs, die sich bieten. Sie leisten einen Beitrag zu kultureller Vielfalt im Stadtteil durch das Einbringen anderer Lebenserfahrungen und Lebensweisen. Die junge Altersstruktur dieser Bevölkerungsgruppe trägt dazu bei, die Mischung der Bevölkerungsstruktur aufrechtzuerhalten. Verarmung und Integration

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2.3.3

Unabhängig von Alter und Herkunft macht sich eine Tendenz zur Verarmung aufgrund wachsender Bevölkerungsanteile, die von niedrigen Renten, sinkenden Löhnen und Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, bemerkbar. Auch hier sind präventive und integrative Stadtumbaustrategien gefragt, die dazu beitragen, Gettoisierung zu verhindern und den Menschen eine Wohn- und Lebensperspektive zu bieten. 2.3.4 Prognostizierte Entwicklung ohne Eingreifen

Folgende Gefahren liegen in einer sich selbst überlassenen Entwicklung des Falkenhagener Feldes (Negativszenario): Soziale Segregation Der Stadtteil beherbergt ausschließlich benachteiligte Gesellschaftsgruppen. Menschen deutscher Nation verbleiben lediglich wegen eingeschränkter Mobilität aufgrund Alter oder Armut, Menschen Nichtdeutscher Nation mit Integrationsdefiziten prägen mit zunehmenden Anteilen das Stadtbild, der Anschluss an die deutsche Gesellschaft wird aufgrund eigener, sich selbst ausbildender Strukturen nicht mehr erforderlich, es entstehen Parallelgesellschaften. Investitions-Stopp Die Zunahme von Problemgruppen führt zu eingeschränkten Investitionen in die Wohnungen und das Wohnumfeld, der Stadtteil bleibt sich selbst überlassen. Die Gebäudesubstanz und der Außenraum verwahrlosen und verlieren ihren Nutzwert. Gettoisierung, soziale Benachteiligung Das Leben und Aufwachsen im Stadtteil prägt negativ und benachteiligt junge Menschen in ihrem Weg ins Erwachsenwerden und in ihren Bildungs- und Arbeitschancen. Ungleiche Lebenschancen verfestigen sich aufgrund räumlicher Verteilung der Gesellschaftsgruppen. Verlust von öffentlicher Kontrolle und politischer Einflussnahme Mit Zuspitzung der Bildung von Parallelgesellschaften schließt sich ein

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Teil der Bürger von Demokratie und Mitbestimmung aus. Grundfesten der Gesellschaftsstruktur und damit auch die Autoritäten der demokratischen Gesellschaft werden in Frage gestellt. Mit der Förderung der positiven Ansätze des Stadtteils muss demzufolge versucht werden, präventiv das Negativszenario abzuwenden. Die noch vorhandenen vielfältigen Ansatzmöglichkeiten und stabilen Strukturen bieten dazu die Chance.

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30

2

4 2

Pionierbrücke

Stadtrandsiedlung

4

straß e

Wochenend-

straße

Teilraum 1 Freudstraße
Städtischer Friedhof "In den Kisseln"
str aß e

Pioni er-

Grundschule

siedlung

am Wasserwerk

Teilraum 3 Wasserwerkund Darbystraße
ND

Stadtumbau West
Voruntersuchungsgebiet Falkenhagener Feld Analyse
Teilraum 6 Westerwaldstr.
Geschosswohnungsbau
ND

Grenzstein

20%
Spielplatz

Kraep elinw eg

Klein-

Freud-

Falk e

ns ee r

Teilraum 4 Am Kiesteich
Sportfeld
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An der

stra ße

Abenteuerspielplatz
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Kleingartenanlage

ten-

ße

Kleinsiedlungsfläche
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Bötzowbahn

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*
SiegerlandGrundschule Stadtbücherei
Darby
Her man n-Sch mid tweg

Gemeinbedarfsflächen

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10%
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Posthauswe g

Einzelhandelsfläche

Bötzowbah n

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Am

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Ev. Zuflucht Gemeinde

Parkhaus/Garage/sonst. Nebengeb.

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Stadtrand-

KiTa
Wochen-

Kie ste ich

Fra nke n

Teilraum 2 Im Spektefeld

*Wes terw ald

öffentliche Grünflächen besonderer Handlungsbedarf (Städtebau, Freiraum, Wohnungsangebot)

*
KiTa St. Markuskirche
end-

Ev. Paul-GerhardKirchengemeinde

Im

stark befahrene Straße

Gärten

Spektef eld

Grundschule im Beerwinkel

Hinter den

Martin-BuberOberschule

siedlung

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ße

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KiTa

überregionale Radwegverbindung

Buslinie mit Haltestelle

attraktive Wohnlagen

Spekte-

lake
Am

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B. TravenOberschule

positive gemeinschaftl. Nutzung des Außenraums
Jeremias Kirchengemeinde Freu denb erge r

Felgenla ke

Spektewiesen

problematische Außenraumnutzung

Kleingartenanlage Bötzow-

*
Großer Spektesee
bahn

Kulturzentrum Forum
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Gestaltungs-/Aufwertungserfordernis

Hohe Unfallgefahr

Kleingarten-

anlage

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Eiserfelder
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10%

hoher Leerstand

31,81

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Abgrenzung Untersuchungsgebiet und Teilräume

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Teilraum 5 Spektepark
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Maßstab 1:4000
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siedlung Lutterkorth

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Datum:
Kleingartenanlage

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08/08/2005 Bearbeitung: Herausgeber:
An der Kappe

300 m

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Teilraum 7 Henri-DunantPlatz

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, I A, IV C
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Plangrundlage: ALK Berlin, SenStadt III C

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LEITBILD „EIN STADTTEIL NUTZT SEINE POTENZIALE …“

Den zuvor dargestellten Gefährdungen für das Wohnquartier Falkenhagener Feld stehen erhebliche materielle und immaterielle Potenziale und Ressourcen gegenüber. Dies gilt besonders für den Grünbereich, wo mit den Flächen am großen Spektesee und dem See selber große Potenziale für die Weiterentwicklung und Vernetzung von Frei- und Grünräumen zur Verfügung stehen und damit ein Beitrag für mehr Lebensqualität und einen höheren Stellenwert für die Wohnstandortwahl geleistet werden kann. Dies gilt aber auch z. B. für die Vielfalt der Wohnbevölkerung mit in Teilen sehr langen Bindungen an das Quartier, andererseits vielen jungen Migranten und Aus- und Übersiedlern, deren Streben nach Bildung und Arbeit aufgegriffen werden muss. Schließlich hat sich in den vergangenen Jahren im Falkenhagener Feld ein ausgeprägtes lokales Engagement einzelner Gruppen und Initiativen entwickelt, dass genutzt und vor allen Dingen gestärkt und ausgebaut werden kann. Zum Vierten bietet das vorhandene Wohnungsangebot auch heute noch grundlegende Qualitäten, das jedoch derzeitigen Wohnstandards und dem Nachfrageverhalten angepasst werden muss. Das Leitbild greift dies auf. Durch Stadtumbau-West besteht die einmalige Chance, im Rahmen einer Präventionsstrategie diese materiellen und immateriellen Potenziale und Ressourcen des Gebietes aufzugreifen und für eine langfristig nachhaltige Entwicklung des Stadtquartiers als stabilen Wohnstandort im Gesamtberliner Wohnungsangebot zu nutzen. Aus dieser Einschätzung heraus werden vier zentrale Handlungsfelder für die künftige Entwicklung des Quartiers vorgeschlagen:

3.1
-

… Qualifizierung des Wohnungsangebotes und der städtebaulichen Struktur
Neben der grundlegenden Instandsetzung und Standardanpassung eines großen Teils der Wohnungen ist die Diversifizierung des Wohnungsangebots und Herstellung von Wohnungen für höherwertige Wohnbedürfnisse und für spezielle Bevölkerungsgruppen, u.a. die steigende Zahl der Senioren, aber auch für junge Familien, unter Berücksichtigung wohnungswirtschaftlicher Aspekte erforderlich (z.B. Maisonette-Wohnungen, DG-Appartements, seniorengerechte Wohnungen). Die Qualifizierung und nachhaltige Entwicklung der städtebaulichen Struktur erfordert die Ausbildung von Orten mit hoher Zentralität, Verweilqualität und hohem Erlebniswert an den zu modernisierenden und den heutigen Bedürfnissen anzupassenden Nahversorgungszentren. Aufgrund der strukturellen demografischen Veränderungen durch Zunahme der älteren Bevölkerung sowie derjenigen Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist die bedarfsgerechte Anpassung, Qualifizierung und Stärkung des Infrastrukturangebots erforderlich. Die Wohnungsbestände und die städtebauliche Struktur des Falkenhagener Feldes sind so zu qualifizieren und weiterzuentwickeln, dass

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sie die Wohnbedürfnisse von heute erfüllen, in dem die Qualitäten der 1960er Jahre bewusst genutzt und ergänzt werden.

3.2
-

…Flächenaktivierung für Bewegung und Gesundheit
Ziel ist es, untergenutzte und z. T. auch fehl genutzte Freiflächen, die sich für Freizeit-, Erholungs- und Sportmöglichkeiten eignen, zu aktivieren und zu gestalten. Hierfür sind in einem angemessenen Umfang bauliche Maßnahmen durch die Schaffung bedarfsgerechter sport- und gesundheitsorientierter Infrastruktur aber auch Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung von Missständen sowie Landschaftsbaumaßnahmen zur Erhöhung der Freiflächenqualität erforderlich. Der Standortvorteil „Stadtteil im Grünen“ ist optimal auszunutzen und auszubauen. Dazu nutzt das Falkenhagener Feld das breite Spektrum und die integrative Wirkung von Sport und profiliert sich zu einem Stadtteil der Gesundheit und Bewegung für alle.

-

3.3
-

…Entwicklung des Quartiers für das Zusammenleben der Generationen und Ethnien
Ziel ist es, den Rahmen zu schaffen, um ein konfliktarmes und tolerantes Mit- und Nebeneinander der Bewohner zu ermöglichen. Hierfür sind Räume für Kultur, Begegnung und Kommunikation anzubieten. Neben baulich-räumlichen Veränderungen, wie z.B. die Schaffung neuer und die Optimierung bestehender Einrichtungen, sowie eine Qualifizierung des Wohnungsangebotes, sind auch begleitende Maßnahmen aus den Bereichen „soziale Infrastruktur“ und „Wirtschaft und Arbeitsplätze“ erforderlich. Dazu gehören beispielsweise der Aufbau von Service- und Dienstleistungsnetzwerken für Ältere, die Initiierung von Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen und die Stärkung des Gemeinwesens. Die Entwicklung der im Falkenhagener Feld vorhandenen städtebaulichen Qualitäten auch im Bereich der großen, häufig kaum gestalteten und genutzten Freiflächen durch eine gezielte Aufwertung und Ergänzung mit wohnungsnahen Orten zum Verweilen, für die Kommunikation und für das nachbarschaftliche „Klönen“, stärkt die Lebensqualität im Quartier. Mit Hilfe einer aktiven Beteiligung der Bewohner dient dies gleichzeitig der Konfliktminderung in den Räumen des privaten Siedlungsgrüns. Im Rahmen des Stadtumbau West wird das Falkenhagener Feld für den demografischen Wandel fit gemacht. Durch die Verknüpfung baulicher Lösungen mit begleitenden sozialen Maßnahmen werden die vorhandenen Qualitäten weiterentwickelt und somit die Voraussetzungen für ein gutes Zusammenleben für alle Generationen und Kulturen geschaffen.

-

-

3.4
-

…Neue Kooperationen und bürgerschaftliches Engagement
Die Herausforderungen an den Stadtumbau im Falkenhagener Feld sind vielschichtig und mehrdimensional und lassen sich nicht mit den üblichen Mustern beantworten. Die Vielfalt der Aufgaben – Städtebau,

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Wohnungswirtschaft, Frei- und Grünraum, Wirtschaft und Arbeit, Bildung, Kultur usw. – erfordert integrative Verfahrens- und Projektstrukturen. Integrativ bedeutet dabei, dass die Behandlung und ggfs. Verknüpfung unterschiedlicher Themenkomplexe allein nicht ausreicht, sondern dass die Vielfalt der Aufgabenstellungen auch eine große Anzahl höchst unterschiedlicher und bislang wenig bis gar nicht miteinander kooperierender Akteure mit sich bringt, die es gilt für ein gemeinsames Handeln zu gewinnen. Die geringen öffentlichen Finanzierungsspielräume erfordern neue Kooperationen und Allianzen mit privaten Akteuren, insbesondere mit der Wohnungswirtschaft. Gerade sie muss stärker als bisher sich dem durch demografischen Wandel und nachlassender bzw. veränderter Wohnungsnachfrage hervorgerufenen Handlungsdruck stellen und über die eigenen Bestände hinaus in quartiersübergreifenden Strategien denken. Kooperationen zwischen den Wohnungsunternehmen untereinander zur Entwicklung von wohnungswirtschaftlichen Lösungsstrategien sind zu initiieren. Für den künftigen Stadtumbauprozess bilden daher die Entwicklung und Etablierung neuer Kooperationsformen (vertikal und horizontal) ein zentrales, für die Zielgenauigkeit der Strategien und Maßnahmen unverzichtbares, Handlungsfeld. Dazu gehört z. B. die Einrichtung und dauerhafte Etablierung einer „Plattform der Wohnungsbaugesellschaften“ und deren Vernetzung mit allen anderen Akteuren (öffentlich / lokal) sowie auch die Verzahnung der Stadtumbaumaßnahmen mit den Initiativen und Projekten des neu installierten Stadtteilmanagements. Private und öffentliche Ziele und Strategien müssen miteinander verzahnt werden und in gemeinsam getragene Projekte münden. Neue und nachhaltige Formen der Kooperation sind zu entwickeln und bilden das Fundament des Stadtumbauprozesses.

-

-

Die beschriebenen Handlungsfelder konzentrieren sich im Wesentlichen auf fünf Maßnahmeräume. Handlungsfelder und die jeweiligen Handlungserfordernisse in den einzelnen Maßnahmeräumen im Kontext des Leitbildes für das Falkenhagener Feld sind im Rahmenplan zusammengefasst und visualisiert.

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Leitbild

EIN
Flächenaktivierung für Bewegung und Gesundheit Entwicklung des Quartiers für das Zusammenleben der Generationen und Ethnien

S TA D T T E I L

NUTZT

SEINE

POTENZIALE

…

Handlungsfelder

Qualifizierung des Wohnungsangebotes und der städtebaulichen Struktur N e u e K o o p e r a t i o n e n u n d b ü r g e r s ch a f t l i c h e s E n g a g e m e n t

(vgl. Rahmenplan)

Schlüsselprojekte

Ausbau der Quartiersmittelpunkte Ausbau des Spekteparks

Anpassung des Wohnungsangebotes

Qualifizierung der sozialen und kulturellen Infrastruktur

Quartiersmitte “Westerwaldstraße”: Bau eines öffentlichen Platzes Panorama-Appartements am Kiesteich

generationenübergreifendes Wohnen

Badestelle Spektesee

Nachbarschafts- und Jugendtreff “Charlotte”

Maßnahmen

Kulturelle Mitte “Westerwaldstraße”: Kooperationsprozess aller Akteure des Gemeinwesens Stadtvillen am Speketpark

Eigenheim mit Garten im Zeilenbau

Parkgestaltung “Offenes Feld - Grüner Magnet”

Sport- und Bildungscampus Spektefeld

(vgl. Maßnahmenplan)

Quartiersmitte “Posthausweg”: Umgestaltung der Passage und Aufwertung des Nahversorgungszentrums

Öffnung von EGWohnungen

Attraktives Wohnen im Grünen

Vereinssportzentrum Spektepark (privat betriebene Sporthallen und - flächen)

Kulturtreff Kirchen

aus 1 mach 2: Verkleinerung großer Wohnugen

Lösungsstrategien für die Freudstraße

Beschäftigung und Qualifizierung in der “Fahrradwerkstatt”

Umbau Klubhaus

beispielhafter Umbau eines Wohnhochhauses

Haltestellen Bötzowbahn

Integrationsgärten

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4
4.1
4.1.1

MAßNAHMEN
Schlüsselprojekte
Schlüsselprojekt 1: Ausbau der Quartiersmittelpunkte

Mit dem Bau der Großsiedlung wurden die wichtigsten Versorgungsfunktionen im Stadtteil integriert und an zwei Punkten als Nahversorgungszentren konzentriert. Damit sind zentrale Kriterien für eine an Nachhaltigkeit orientierten Quartiersentwicklung gegeben: überwiegend kurze Wege zu den Einkaufs- und Versorgungsstandorten sowie zu Schulen, Kitas, Jugend- und Senioreneinrichtungen. Die Sicherstellung einer positiven Entwicklungsperspektive erfordert ein gezieltes „Eingreifen“ der öffentlichen Hand in wenigen, jedoch wesentlichen Bereichen des öffentlichen Raumes: Aufwertung der als öffentlicher Raum genutzten Quartiersmittelpunkte Behebung gravierender gestalterischer und funktionaler Mängel Qualifizierung und Sicherung von öffentlich zugänglichen Gemeinweseneinrichtungen Sicherung von Nebenzentren zur Aufwertung und Schaffung von fußläufig erreichbaren Nahversorgungsangeboten und Treffpunkten

Das Projekt dient als entscheidender Schritt zur Durchbrechung einer sich abzeichnenden Abwärtsspirale der zentralen Orte. Die Schaffung Identität stiftender Orte und einer den heutigen Bedürfnissen angemessenen Qualität des öffentlichen Raumes ist wichtig für den ganzen Stadtteil. Gestärkt werden nicht nur Nahversorgungs- und Infrastrukturangebote mit den daran geknüpften Arbeitsplätzen und sonstigen sozialen und wirtschaftlichen Vorteilen, sondern die gesamte Lebensqualität und Wohnzufriedenheit der Bewohner. Die Qualität des öffentlichen Raums ist ein wichtiger Standortfaktor für die Wohnortwahl. Die Chancen, dass die Anhebung dieser Qualität einen Aufwärtstrend nach sich zieht, sind ebenso groß, wie umgekehrt der Verzicht auf Umgestaltung die Gefahr eines unaufhaltsamen Abwärtstrends in sich birgt.

Quartiersmitte „Westerwaldstraße“: Bau eines öffentlichen Platzes
Durch Neugestaltung des Bereiches, ggf. Sperrung der Westerwaldstraße für den Durchgangsverkehr und Anlage eines öffentlichen Platzes entsteht in Zusammenhang mit den in die Gestaltung einzubindenden angrenzenden privaten Verkehrs- und Aufenthaltsflächen ein optisch als solcher wahrnehmbarer Quartiersmittelpunkt, um den sich Kirche, Klubhaus, Schule, Kindertagesstätte und Nahversorgungszentrum gruppieren. Die Gestaltung des Platzes ermöglicht nicht nur eine barrierefreie Zugänglichkeit aller Einrichtungen, sondern auch temporäre Nutzungen (z. B. Wochenmarkt, Stadtteilfeste). Längerfristig ist auch die Neuordnung und Verdichtung der Nahversorgung an der Falkenseer Chaussee denkbar, so dass der Bereich Westerwaldstraße deut-

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licher als geschützte, zurückliegende Quartiersmitte mit einem kulturellen und sozialen Schwerpunkt entwickelt werden könnte. Es wird empfohlen, vor dem Bau des Platzes, die ortspezifischen Möglichkeiten zur dauerhaften Pflege und Sicherung einer konfliktfreien Nutzung genauer zu untersuchen.

Kulturelle Mitte „Westerwaldstraße“
Mit einem Moderationsverfahren sollen die vielen, rund um die Westerwaldstraße gelegenen Einrichtungen und sozialen Angebote stärker vernetzt werden. Ziel ist die Entwicklung eines abgestimmten und kommunizierenden Angebotes der Gemeinwesenarbeit für die spezifischen Bedürfnisse des Stadtteils. Durch die Optimierung der Versorgungs- und Betreuungsangebote wird nicht nur das Gemeinwesen sondern auch die Wohnqualität im Viertel aufgewertet. Es bietet sich die Chance, in der Quartiersmitte Westerwaldstraße nicht nur eine räumliche, sondern auch eine kulturelle Mitte des Zusammenlebens auszubilden.

Quartiersmitte „Posthausweg“
Die bestehende Fußgängerpassage stellt das zentrale Angebot an Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsangeboten dar und bildet in gestalterischer und funktionaler Hinsicht eine Einheit, die es nach heutigen Gesichtspunkten aufzuwerten gilt. Eine gute Voraussetzung ist, dass die Läden alle vermietet sind. Für Kunden und Besucher bietet sich jedoch nur unzureichend die Möglichkeit, mit einem Einkauf oder einem Arztbesuch auch Momente des Verweilens und der Kommunikation zu verbinden. Hierfür ist nicht nur ein angebotreiches, sondern auch ein ästhetisch ansprechendes und einladendes Umfeld erforderlich. Die besonders günstige Lage (Verkehrsanbindung, Nähe öffentlicher Grünanlagen) legt es nahe, über eine nur auf das Quartier bezogene Aufwertung hinaus, die Schaffung einer besonders attraktiven Gebietsmitte mit auch überregionaler Wirkung anzustreben. Attraktive Einkaufsmöglichkeiten im Grünen, insbesondere in Verbindung mit von individuellen Angeboten geprägtem Einzelhandel und Gastronomie, ist auch für Durchreisende und Besucher attraktiv. 4.1.2 Schlüsselprojekt 2: Anpassung des Wohnungsangebotes

Innerhalb der Großsiedlung bestehen verschiedene Wohnqualitäten aufgrund der jeweils spezifischen Lagen, der jeweiligen Wohnungstypen und des unterschiedlichen Instandhaltungszustands und Wohnungsstandards. Gleichzeitig sind noch alle Bevölkerungsgruppen trotz der aufgezeigten Segregationsprozesse vertreten. Um diese Mischung zu stärken, neue „alte“ Bewohner und Bewohnergruppen zurück zu gewinnen, ist es erforderlich, generell den Wohnungsbestand zu erneuern, schwer vermietbare Wohnungsgrundrisse veränderten Wohnbedürfnissen anzupassen und das Wohnungsangebot insgesamt zu diversifizieren. In städtebaulich besonders problematischen Lagen ist dabei eine Abwägung zwischen Qualifizierung und Weiterentwicklung des Bestands, Teilrückbau oder ggf. sogar Abriss und ggf. sogar Neubau von hochwertigen Wohnungen notwendig.

Generationenübergreifendes Wohnen
Ziel ist es, für die spezifischen Bewohnergruppen – Senioren, Familien- und Singlehaushalte – Wohnungen anzubieten, die auf die jeweiligen Wohnbedürfnisse eingehen und mit zusätzlichen Serviceangeboten ergänzt werden. Dazu sind bauliche Anpassungsmaßnahmen zur Schaffung von barrierefreien

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Zugängen, seniorengerechten Bädern, die Gestaltung der Freiflächen sowie die Einrichtung von Gemeinschaftsräumen und Serviceangeboten (Conciergemodell, Betreuungsverträge mit Pflegeeinrichtungen etc.) erforderlich. Maßnahmen im Wohnumfeld umfassen dabei die Vermeidung von Angsträumen und die Definition von Aktiv- und Ruhezonen für das konfliktfreie Miteinander. Familien- und kindergerechte Angebote sowie ein kleiner Treffpunkt mit Kiosk sind ebenfalls wichtige Projektbausteine. Es entsteht eine Mischung aus herkömmlichen Wohnformen, betreutem Wohnen und Wohngemeinschaften.

Eigenheim mit Garten im Zeilenbau
Viergeschossige Zeilenbauten in ruhiger Wohnlage, die umgeben sind von großen Freiflächen, bieten sich für diese Art des Umbaus an. Modellhaft sollen im Gebäude zwei hochwertige Maisonette-Wohnungen mit einer familiengerechten Ausstattung übereinander angeordnet werden. Dabei wird ein besonderes Wohnraumangebot und ein neues Nachfragesegment geschaffen. Durch die Anlage von ebenerdigen Terrassen, Mietergärten und Dachterrassen wird die Wohnqualität verbessert und gleichzeitig eine soziale Kontrolle der Freiflächen geschaffen. Durch den Umbau des „einfachen“ Zeilenbaus erfolgt eine Aufwertung des Gebäudes und der städtebaulichen Gestalt des Quartiers.

Skizze: Beispiel für die Schaffung von Doppel-Maisonetten im viergeschossigen Zeilenbau

Öffnung von EG-Wohnungen
Schwer vermietbare Parterre-Wohnlagen können durch die Schaffung eines direkten Zuganges zum Außenraum eine wesentliche Qualitätssteigerung erfahren. Die Öffnung von Erdgeschossbereichen steht im Zusammenhang mit der Anlage von Terrassen und Mietergärten, die den Wohnungen direkt zugeordnet werden. Es sollen Wohnungsgrundrisse hergestellt werden, die ein breites Mieterspektrum ansprechen und gleichzeitig den Außenraum aufwerten sowie die Bewirtschaftungskosten der Freiflächen senken.

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Panorama - Appartements
Eine Besonderheit weisen die Hochhäuser nördlich der St. Markus-Gemeinde auf: Auf ihrem Dach wurde jeweils eine zusätzliche Wohnung untergebracht. Sie haben keinen Zugang zur Dachfläche, die Lagequalitäten mit Blick über die Siedlung in das angrenzende Spektefeld werden nicht adäquat vermarktet. Die Einheiten bieten das Potenzial eines Ausbaus zu hochwertigen Appartements, mit luxuriöser Wohnungsausstattung. Ihre Vermarktung kann mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit geknüpft werden, um ein neues Mieterklientel anzusprechen und die Wohnlage mit Panorama-Blick auch für die Hebung des Images der Großsiedlung zu nutzen. Flankierende Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität erfolgen durch die Gestaltung der Eingangssituationen vom Parkplatz bis zur Wohnungstür.

Stadtvillen am Spektepark
Die gute Lagegunst der Winkelbauten an der Falkenseer Chaussee, direkt nördlich angrenzend an den Spektepark und fußläufig versorgt über das Einkaufszentrum am Posthausweg, soll durch den hochwertigen Umbau für attraktive Senioren- und Familienwohnungen ausgenutzt werden. Entsprechend der Ergebnisse einer wohnungswirtschaftlichen Prüfung ist zu entscheiden, ob alternativ Abriss und Neubau von z.B. Stadtvillen an diesem Standort sinnvoller erscheinen.

Attraktives Wohnen im Grünen
In den Beständen der GEWOBAG an der Siegener Straße / Salchendorfer Weg konzentriert sich aufgrund der problematischen Belegungspolitik eine Mieterklientel mit überwiegendem Migrantenhintergrund. Gleichzeitig ist dieser in ruhiger Umgebung liegende Bereich bei Fertigstellung des südlich verlaufenden Verbindungsteils zum Spektegrünzug hervorragend an diesen angebunden. Diese Lagegunst soll mit dem Umbau zu attraktiven Wohnungen für „Jung und Alt“ genutzt werden. Projektbausteine sind: Anpassung und Aufwertung des Standards und der Wohnungsausstattung, Attraktivierung der Fassadengestaltung, Vergrößerung von Fenstern, Betonung des Gebäudeeingangs, Schaffung von Eingangsbereichen mit Aufenthaltsqualität, Attraktivierung des unmittelbaren Wohnumfeldes und Gestaltung der Erschließungssituationen vom Parkplatz bis zur Wohnungstür. Alternativ ist der Rückbau und Teilabriss dieser Gebäude sowie der Neubau von Stadtvillen zu prüfen.

Beispielhafter Umbau eines Wohnhochhauses
Im Teilraum Henri-Dunant-Platz befindet sich ein Wohnhochhaus in unsaniertem Zustand. Zusätzlich zu dem Bauzustand, der eine dringende Instandsetzung erfordert, stellen die Erschließungsbereiche in den Etagen dunkle, unübersichtliche und abweisende Flure dar. Der Eigentümerin DEGEWO wird empfohlen, alternativ zur grundlegenden Entscheidung zwischen Abriss und Instandsetzung des Gebäudes bei einer Entscheidung für den Erhalt des Gebäudes eine modellhafte Erneuerung inkl. Neugestaltung der Erschließungsbereiche und ggf. der Wohnungsgrundrisse zu prüfen.

aus 1 mach 2: Exemplarische Verkleinerung großer Wohnungen
Das Problem des einseitigen Wohnraumangebotes mit ausschließlich großen Wohnungen stellt die Zukunftsfähigkeit des gesamten Komplexes an der Freudstraße / Kraepelinweg in Frage. Exemplarisch soll mit dem Umbau von 30 Wohnungen eines zehngeschossigen Gebäudeteils das Angebot diversifiziert werden. Jeweils eine Wohnung wird in zwei kleine Einheiten geteilt, dazu ist der Einbau von drei neuen Strängen, der Anbau von 30 neuen Balkonen, der

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Neubau von 30 Bädern und Küchen sowie die Modernisierung der vorhanden Bäder und Küchen erforderlich. Mit einem komplett veränderten Wohnungsgrundriss soll auch der bisher sehr hohe Verkehrsflächenanteil verringert werden. Dieses Projekt stellt ein Baustein zur Reduzierung der sich zuspitzenden Probleme an der Freudstraße dar.

Lösungsstrategien für die Freudstraße
Mit einer genaueren Begutachtung der fördertechnischen Besonderheiten und Finanzierungsmodalitäten des sozialen Wohnungsbaubestandes in der Freudstraße sollen die Erfordernisse hinsichtlich einer Mietpreisanpassung zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit dieses Wohnungsangebotes eruiert werden. Das Problem des hohen Mietpreises im sozialen Wohnungsbau und seine stadträumlichen Auswirkungen hinsichtlich Segregation in den Stadtquartieren ist am Beispiel Freudstraße zu beschreiben, und ein umsetzungsfähiges wohnungswirtschaftliches Konzept zum Umgang mit diesen Beständen ist zu erarbeiten. Dabei ist zu untersuchen, inwieweit diese Problemlage auf weitere Bestände des sozialen Wohnungsbaus in Westteil Berlins übertragbar ist. Ziel ist die Leerstandsbeseitigung durch Wiederherstellung der Konkurrenzfähigkeit der Wohnanlage. 4.1.3 Schlüsselprojekt 3: Ausbau des Spekteparkes

Die Vision vom gestalteten und mit verschiedenen Aufenthaltsqualitäten ergänzten Spektepark lässt sich wie folgt zusammenfassen: Der Spektepark ist eine im Zentrum des Falkenhagener Felds gelegene Parkanlage, die in ihren Randbereichen attraktive, betreute Sportangebote und „kleine, aber feine“ gastronomische Einrichtungen bietet. Der Park ist für Spaziergänge und Tagesaufenthalte mit der ganzen Familie geeignet und bietet auch Freizeitsportlern Raum und Angebote. Im Spektesee darf gebadet werden. Anwohner und Besucher, die sich ein Fahrrad ausleihen möchten oder eine Panne haben, finden eine Werkstatt vor, in der junge Leute für die Beseitigung solcher handwerklichen Probleme qualifiziert werden. Sie könnten auch ein Café betreiben, eine Ausgabestelle für Spielgeräte und Liegestühle oder ähnliches – je mehr Menschen im Park eine Arbeit finden, desto mehr gut gehütete Angebote und soziale Kontrolle entstehen.

Badestelle Spektesee
Vorrangiges Ziel dieses Projektvorschlags ist die Sanierung des Sees zur Beseitigung der akuten Unfallgefahren und Schaffung einer offiziellen Badestelle. Die Ermöglichung des Badebetriebs hätte weit reichende Vorteile von nicht nur regionaler, sondern auch überregionaler Bedeutung. Voraussetzung dafür ist ein differenzierter Umbau, der eine abgegrenzte Badestelle vorsieht und nicht den ganzen See umfasst, so dass ein Nebeneinander unterschiedlicher Nutzungen und Funktionen (Badende, Angler, naturnahe Bereiche für Tiere und Pflanzen) möglich ist. Nur dadurch können sowohl Nutzungsbedürfnisse befriedigt als auch weiterhin eine gewisse Aufsicht (durch die Angler) sowie die Einbindung des Sees in den überregional bedeutsamen Landschaftsraum Spektegrünzug gewährleistet werden. Die in der Nähe gelegene, ökologisch bedeutsamere Spektelake, in der ebenfalls „unerlaubt“ gebadet wird, könnte entlastet werden. Durch Schaffung einer Badestelle am Großen Spektesee lässt sich das Badeverbot an der Spektelake möglicherweise besser durchsetzen.

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

Parkgestaltung „Offenes Feld – Grüner Magnet“
Der Park markiert die Schnittstelle von Stadtraum und Landschaftsraum. Neben Maßnahmen zur Aufwertung der Nutzungs- und Gestaltungsqualität ist der Erhalt weitläufiger, extensiv gepflegter Wiesenlandschaften und Gehölzgruppen sowie der naturnahe Ausbau des Großen Spektesees von besonderer Wichtigkeit. Als Ergänzung zur vorgeschlagenen Herrichtung einer Badestelle mit Sandufer und Liegewiesen bietet sich die Schaffung familienfreundlicher Spiel- und Aufenthaltsangebote an, z.B. durch Bereitstellung großzügiger Picknickflächen ggf. mit Bänken und Tischen sowie nahe gelegenen Geräte- und Ballspielflächen. Das zunehmende Bedürfnis der Bevölkerung nach FreizeitSportmöglichkeiten wie zum Beispiel Joggen, Nordic-Walking und BeachVolleyball kann durch entsprechende Gestaltung von Laufspuren, Ruhebuchten und Spielfeldern ebenfalls stärker befriedigt werden. Um eine bessere Erreichbarkeit und eine einladende Wirkung der Parkanlage zu erzielen, sind die Anlage sicherer Straßenübergänge und die Gestaltung der Zugänge sowie innerhalb der Parkanlage die Schaffung von Sichtachsen und Orientierungspunkten erforderlich. Die Herausbildung eines besonderen Park-Images durch das Zusammenspiel von herausragender Lage am See, landschaftlicher Prägung und partieller Flächenaktivierung für Sport, Freizeit und Erholung, wertet die Wohn- und Lebensqualität der angrenzenden Siedlungsbereiche auf und ist in Zusammenhang mit dem Naherholungsgebiet Spektegrünzug auch von gesamtstädtischer Bedeutung.

Vereinssportzentrum Spektepark
An der Straße Am Kiesteich befindet sich als ein Teilbereich des Spektefelds eine rund 6.000 m² große Kfz-Stellplatzfläche, in deren Bereich einstmals der Bau eines Schwimmbades geplant war. Da die Stellplatzfläche untergenutzt ist, wurde der Bereich im Rahmen der Voruntersuchung als besonders geeignet für die Schaffung zusätzlicher und privat betriebener Sportangebote angesehen. Das Areal befindet sich in Randlage der Grünfläche, ist über die Straße Am Kiesteich leicht erreichbar und in seinem jetzigen Zustand als Stellplatz kein schützenswerter Naturraum. Neue Kooperationen mit den benachbarten, sportorientierten Schulen und daraus entstehende Synergieeffekte für ein zukünftig stärker ausgeprägtes Sportprofil des Falkenhagener Feldes sind nahe liegend. Für dieses Projekt zeigt der Turn- und Sportverein Spandau 1860 e. V. großes Interesse. Dieser plant den Bau und Betrieb einer Mehrzweckhalle und würde sich damit auf dem Standort Am Kiesteich ansiedeln. Vereinssport mit Schwerpunkt Breiten- und Freizeitsport bietet bei niedrigen Mitglieds- und Kursbeiträgen einer breiten Bevölkerungsschicht attraktive Sportmöglichkeiten. Mit entsprechendem Konzept bedeutet das einen Zuwachs an pädagogischer und gesundheitsorientierter Betreuung einer nicht unerheblichen Anzahl von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Vereine können aufgrund ihres Angebotsspektrums Menschen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen Lebensformen und aus unterschiedlichen Kulturen integrieren.

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

Die Ansiedlung des Vereins kann zur Förderung des Gemeinschaftslebens und der sozialen Stabilität im Stadtteil beitragen. Die Überlassung öffentlicher Flächen an Privatbetreiber trägt zur Entlastung des Bezirkshaushalts bei, da die laufende Bewirtschaftung, Unterhaltung und Beaufsichtigung dieser Flächen entfällt. 4.1.4 Schlüsselprojekt 4: Qualifizierung der sozialen Infrastruktur

Die vorhandene Infrastruktur ist als wichtiger Standortfaktor im Stadtteil zu stärken und zu qualifizieren. Sie leistet integrative Arbeit und trägt damit zum Frieden und zur Zukunftsfähigkeit des Stadtteils bei. Gleichzeitig ist die Qualität von Schulen, Kitas und Senioreneinrichtungen wichtiges, teilweise entscheidendes Auswahlkriterium bei der Wohnortwahl und somit eine wichtige Stellschraube für die Entwicklung der sozialen Struktur.

Nachbarschafts- und Jugendtreff „Charlotte“
Mit dem Aufbau neuer Treffpunkte zur Stärkung von nachbarschaftlichen Kontakten beginnt die Charlottenburger Baugenossenschaft mit dem Ausbau eines ehem. Baubüros zum Nachbarschafts- und Jugendtreff „Charlotte“. Das Projekt beinhaltet nicht nur die Schaffung neuer Räumlichkeiten, sondern setzt auf die integrativen Prozesse beim Ausbau der Räume durch Selbsthilfe von nachbarschaftlichen Gruppen und Jugendlichen.

Sport- und Bildungscampus Spektefeld
Der Infrastrukturstandort Im Spektefeld sollte in der Profilierung zum Sportund Bildungscampus unterstützt werden. Die auf einem gemeinsamen Gelände ansässigen Einrichtungen (Grundschule, Oberschule, Kita und Jugendgesundheitsdienst) weisen günstige Voraussetzungen auf, den Standort, seine Qualitäten und besonderen Angebote weit über die Grenzen des Stadtteils und des Bezirks hinaus bekannt und interessant zu machen. Der schon vorhandene Sport-Schwerpunkt der Martin-Buber-Oberschule wird unterstützt durch die Profilierung des Falkenhagener Feldes zu einem lebendigen Stadtteil des Sports und der Bewegung und überträgt sich auf seine benachbarten Einrichtungen. Seine weit reichend bekannten und begehrten Qualitäten werden genutzt für das Image und die Zukunftsfähigkeit des Stadtteils.

Kulturtreff Kirchen
Anknüpfend an das sich verändernde Selbstverständnis der Kirchengemeinden, die sich der allgemeinen Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit unabhängig von Religionszughörigkeit öffnen, können diese Nachbarschaftseinrichtungen, z.B. über die Einrichtung von Bürgercafes profiliert werden. Ihr schon vorhandener Beitrag zum kulturellen Angebot im Stadtteil ist zu erweitern und stärker bekannt zu machen. Sie sind als Anlaufpunkte für die Nachbarschaft auszubauen und zu qualifizieren. Dazu gehört auch die Erhöhung der Aufenthaltsqualitäten ihrer öffentlichen Räume.

Umbau Klubhaus
Das Klubhaus in der Westerwaldstraße wird zum attraktiven Stadtteilzentrum ausgebaut. Seine heute schon beabsichtigte Öffnung für viele Alters- und Bewohnergruppen wird durch bauliche Maßnahmen unterstützt. Der festungsartige Charakter des in den 1970er Jahren entstandenen Jugendfreizeitheims wird aufgebrochen und die Aufenthaltsqualität gesteigert.

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

Integrationsgärten
In einem interkulturellen und integrativen Gartenprojekt auf von der GSW zur Verfügung gestellten Flächen wird ehrenamtliches Nachbarschaftsengagement zur Herstellung und Pflege von gemeinschaftlich genutzten Kleingärten im Siedlungsgrün unterstützt. Angestrebt wird biologischer Gartenbau mit dem spezifischen Flair der jeweiligen Nation der Gärtner. Die Anlage von Gartenparzellen und Aufenthaltsbereichen (Lauben, Bänke, Grillplatz) geschieht als Selbstbaumaßnahme. Bildungsangebote im Bereich Kultur, Sprache, Umwelt, Handwerk u. a. können von den Anwohnern ergänzend initiiert werden.

4.2

Finanzierungsvolumen

Das geschätzte Finanzierungsvolumen für alle Maßnahmen / Projekte ist als Maximalvariante anzusehen. Es umfasst insgesamt 39.515.000,-€. Davon entfallen 18.269.500,-€ auf öffentliche Investitionen (46,2%) und 21.245.500,-€ (53,8%) auf private Investitionen (detaillierte Darstellung s. Projektblätter und Projektmatrix). Die Verteilung der Kosten auf die vier Schlüsselprojekte und den ihnen jeweils zugeordneten Einzelprojekten stellt sich wie folgt dar: Schlüsselprojekt 1. Ausbau der Quartiersmittelpunkte 2. Anpassung des Wohnungsangebotes 3. Ausbau des Spekteparkes 4. Qualifizierung der sozialen Infrastruktur Gesamt Gesamtkosten 1,95 Mio € 20,22 Mio € 13,35 Mio € 3,99 Mio € 39,51 Mio € davon privat 0,80 Mio € 17,73 Mio € 2,2 Mio € 0,51 Mio € 21,25 Mio € davon öffentlich 1,15 Mio € 2,48 Mio € 11,15 Mio € 3,48 Mio € 18,26 Mio €

Die für die einzelnen Maßnahmen / Projekte im Gutachten benannten Kosten basieren auf Schätzungen (z. B. € / m²), in wenigen Fällen konnte auf bereits vorliegende Kostenermittlungen zurückgegriffen werden. Bis auf drei Projekte liegen bei den durch Private zu erbringenden Finanzierungen keine verbindlichen / konkreten Zusagen vor, die über ein prinzipielles Interesse an der Mitwirkung am Stadtumbau hinausgehen. Dies hängt mit den erforderlichen Zeiträumen zusammen, die auch bei Privaten benötigt werden, um verbindliche Entscheidungen zu den vorgeschlagenen Investitionsvolumen herbeizuführen. Hier wurde durch die Gutachter das im Rahmen der Erörterung der jeweiligen Maßnahmen bekundete „prinzipielle Interesse“ als Grundlage für eine im weiteren Verfahren konkret zu verhandelnde finanzielle Mitwirkung angenommen und entsprechende Kostenansätze ermittelt. Als Vorbereitung für eine Entscheidung, welche Projekte am vordringlichsten berücksichtigt und forciert werden sollten, wurden die Einzelmaßnahmen innerhalb der Schlüsselprojekte durch die Gutachter eine Prioritätensetzung vorgenommen. Auch bei Realisierung ausschließlich der durch diese Auswahl benannten Projekte würden spürbare Effekte für das Gebiet erreicht.

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2

4 2

Pionierbrücke

Stadtrandsiedlung

4

Pioni er-

e

straß

Wochenend-

straße

Städtischer Friedhof "In den Kisseln"
str aß e

Grundschule

siedlung

am Wasserwerk

Stadtumbau West
ND

Grenzstein

Kraep elinw eg

2.9
Spielplatz Abenteuerspielplatz
stra ße
stra
Kleingartenanlage

Freud-

2.4
ße

Klein-

ten-

2.3
An der

Voruntersuchungsgebiet Falkenhagener Feld Maßnahmen
Schlüsselprojekte:
ND

Falk e

nsee r

Str aß e

Sportfeld

Ausbau der Quartiersmittelpunkte
stra

Bötzowbahn

ße

Anpassung des Wohnungsangebotes

serw erk-

SiegerlandGrundschule Stadtbücherei
Darby Her mann -Sch mid t-

Was

Ausbau des Spekteparks

1.3 4.4
weg

Bötzowbah n

wa ld

n

Posthauswe g

Am

Bog e
-

KiTa Klubhaus

1.2 1.1
Wie nerw ald

Ev. Zuflucht Gemeinde

Qualifizierung sozialer und kultureller Infrastruktur

Stadtrand-

ste ich

Kie

KiTa

2.3 2.6
KiTa St. Markuskirche
Wochen-

2.7 2.2

Fra nke n

Einzelmaßnahmen:

4.5
ße

Ausbau der Quartiersmittelpunkte

Ev. Paul-GerhardKirchengemeinde

Im

4.3
end-

1.1 Quartiersmitte „Westerwaldstraße“: Bau eines öffentlichen Platzes 1.2 Kulturelle Mitte „Westerwaldstraße“: Kooperationsprozess aller Akteure des Gemeinwesens 1.3 Quartiersmitte „Posthausweg“: Umgestaltung der Passage und Aufwertung des Nahverkehrszentrums

KiTa
Spektef eld
Stra ße

Anpassung des Wohnungsangebotes
Ste ige rwa ldstr a

Hinter den Gärten

Grundschule im Beerwinkel

Cha usse e

Martin-BuberOberschule

4.2 3.2
siedlung

3.3
Am

2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9
B. TravenOberschule

Generationsübergreifendes Wohnen Eigenheim mit Garten im Zeilenbau Öffnung von EG-Wohnungen Aus 1 mach 2: Verkleinerung großer Wohnungen Beispielhafter Umbau eines Wohnhochhauses Panorama.Apartments am Kiesteich Stadtvillen am Spektepark Atraktives Wohnen im Grünen Lösungsstrategien für die Freudstraße

Spekte-

2.3 3.4
Bötzow-

2.1
Jeremias Kirchengemeinde Freu denb erge r

lake

An der

Felgenla ke

Spektewiesen

3.5

Ausbau des Spekteparks

Kleingartenanlage

4.3
JFZ Forum

KiTa Henri-Dunant-Platz
eg W

3.1 Badestelle Spektesee 3.2 Parkgestaltung „Offenes Feld – Grüner Magnet“ 3.3 Vereinssportzentrum Spektepark (privat betriebene Sporthallen und –flächen) 3.4 Beschäftigung und Qualifizierung in der „Fahrradwerkstatt“ 3.5 Haltestelle Bötzowbahn

Kleingarten-

anlage

4.1 2.5
Eiserfelder
Wochenendsiedlung

Felgenlake

bahn

31,81

31,83

B.D.

31,86

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3.1
Spekte-

B.D.

Spekteweg

Weg

Großer Spektesee

Qualifizierung der sozialen und kulturellen Infrastruktur
4.1 4.2 4.3 4.4 4.5
Siegener

Nachbarschafts- und Jugendtreff „Charlotte“ Sport- und Bildungscampus Spektefeld Kulturtreff Kirchen Umbau Klubhaus Integrationsgärten
Ring

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Abgrenzung Untersuchungsgebiet und Teilräume

el Rod

hn ba

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2.8
Wochenendsiedlung Lutterkorth

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2.2
r

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Maßstab 1:4000
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Datum:

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08/08/2005

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2.1
Kleingartenanlage An der Kappe

Bearbeitung: Herausgeber:
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Wittgensteine

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, I A, IV C Plangrundlage: ALK Berlin, SenStadt III C

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Kleingarten-

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

5
5.1

PROJEKTE
Projektblätter

Projektübersicht Nr. 1 1.1 1.2 1.3 2 2.1 (a) Projekttitel Schlüsselprojekt "Ausbau der Quartiersmittelpunkte" Quartiersmitte "Westerwaldstraße": Bau eines öffentlichen Platzes Kulturelle Mitte "Westerwaldstraße": Kooperationsprozess aller Akteure des Gemeinwesens Quartiersmitte "Posthausweg": Umgestaltung der Passage und Aufwertung des Nahversorgungszentrums Schlüsselprojekt "Anpassung des Wohnungsangebotes" "Generationenübergreifendes Wohnen" Vorgeschlagene Standorte: Freudenbergerweg 2-10, Falkenseer Chausee 242-256 "Generationenübergreifendes Wohnen" Vorgeschlagene Standorte: Ederkopfweg 1-17 "Eigenheim mit Garten im Zeilenbau" Vorgeschlagene Standorte: Knüllweg 10 "Eigenheim mit Garten im Zeilenbau" Vorgeschlagene Standorte: Eiserfelder Ring 1-3 "Öffnung von Erdgeschoss-Wohnungen" Vorgeschlagene Standorte: Freudstraße 11, Kraepelinweg 11, Hinter den Gärten 28-34, Stadtrandstraße "Aus 1 mach 2: Exemplarische Verkleinerung großer Wohnungen" Vorgeschlagene Standorte: Kraepelinweg 15 "Beispielhafter Umbau eines Wohnhochhauses" Vorgeschlagene Standorte: Salchendorfer Weg 2 "Panorama-Appartements am Kiesteich" Vorgeschlagene Standorte: Hochhäuser Am Kiesteich 18 und 20 "Stadtvillen am Spektepark" Vorgeschlagene Standorte: Falkenseer Chaussee 200-214A "Attraktives Wohnen im Grünen" Vorgeschlagene Standorte: Siegener Straße 18-22 "Lösungsstrategien für die Freudstraße" Vorgeschlagene Standorte: Freudstraße 3-15, Kraepelinweg 1-21, Falkenseer Chaussee 141

2.1 (b) 2.2 (a) 2.2 (b) 2.3

2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

3 3.1 3.2 3.3 3.4

Schlüsselprojekt "Ausbau des Spekteparkes" "Badestelle Spektesee" Parkgestaltung "Offenes Feld - Grüner Magnet" "Vereinssportzentrum Spektepark" Vorgeschlagener Standort: Am Kiesteich 49 (z. Zt. Parkplatz) "Beschäftigung- und Qualifizierung in der Fahrradwerkstatt" Vorgeschlagener Standort: Nähe Vereinssportzentrum (Straße Am Kiesteich) "Haltestellen Bötzowbahn" Vorgeschlagene Standorte: Falkenseer Chaussee und am Spektegrünzug / Spektesee Schlüsselprojekt "Qualifizierung der sozialen Infrastruktur" Nachbarschafts- und Jugendtreff "Charlotte" Vorgesehener Standort: Am Freudenberger Weg 1 "Sport- und Bildungscampus Spektefeld" Standort: Schul- und Sportgelände Im Spektefeld 31-37 "Kulturtreff Kirchen" Standorte: Burbacher Weg 2, Im Spektefeld 26, Westerwaldstraße 26, Am Kiesteich 56 "Umbau Klubhaus" Standort: Westerwaldstraße 13 "Integrationsgärten" Standort: Bestände der GSW, genauer Standort noch nicht festgelegt

3.5

4 4.1 4.2 4.3

4.4 4.5

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Stadtumbau West Projektblatt 1.1

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Westerwaldstraße

Quartiersmitte „Westerwaldstraße“: Bau eines öffentlichen Platzes
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer: Ausbau der Quartiersmittelpunkte Westerwaldstraße 1-21 ca. 3.500 m² Land Berlin, GSW, evangelische Kirche

Projektbeschreibung Umbau eines Straßenabschnittes und anliegender privater und öffentlicher Verkehrsflächen zu einem städtischen, verkehrsberuhigten Platz Abriss Garagenanlage Eignung als Marktplatz / Wochenmarkt Betonung von Sichtachsen zur Wahrnehmung aller Einrichtungen im zentralen Bereich Attraktivierung der Zugänge aller Einrichtungen und Verbesserung der Verbindungen untereinander Vorgeschaltetes Gutachten, wie die Quartiersmitte mit einfachen Mitteln umgebaut und wie sie dauerhaft zu erhalten / pflegen ist und die friedliche Nutzung gesichert werden kann Ziele der Maßnahme Behebung gravierender gestalterischer und funktionaler Mängel. Wiederansiedelung eines früher vorhandenen Wochenmarktes. Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Sicherung der Nahversorgung und des Zusammenlebens im Stadtteil Aufwertung der angrenzenden Wohnfunktion durch Wohnumfeldverbesserung Stärkung der „Quartiersmitte“ als Standortfaktor für die Wohnortwahl und Ansiedlung von Einzelhandelsunternehmen Risiken / Konflikte / Restriktionen Sperrung des Durchgangsverkehrs bisher politisch meist umstritten Viele Akteure – hoher Koordinationsaufwand Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Bisher nicht konkretisiert. Die Idee zum Bau des Platzes war ursprüngliches städtebauliches Konzept der Siedlung und wird im Kontext mit wohnumfeldverbessernden Maßnahmen regelmäßig aufgegriffen. Zeitplanung Planung 2005/6 Umsetzung 2006 - 2008 Akteure (privat und öffentlich) Land Berlin, GSW, evangelische Kirche (Zufluchtsgemeinde), angrenzende soziale Infrastruktureinrichtungen, Anwohner, Einzelhändler Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Die GSW hat für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes und Stärkung der Nachversorgung ihre prinzipielle Mitwirkungsbereitschaft geäußert. Kosten 25.000 € für Gutachten / Gutachterverfahren 700.000 € für Bau Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) Kirchenanteile auf eigenen Flächen, GSW-Anteile auf eigenen Flächen (ca. 200.000 €) Platzgestaltung durch das Land Berlin, davon 10 % Bezirk, 90 % Stadtumbau West (entspricht ca. 450.000 € Finanzbedarf aus Stadtumbau West), Gutachten über Stadtumabu West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Eine sehr effektive und nahe liegende Maßnahme hinsichtlich städtebaulicher Qualitätsverbesserung und sozialer Stabilisierung.

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Stadtumbau West Projektblatt 1.2

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Westerwaldstraße

Kulturelle Mitte „Westerwaldstraße“: Kooperationsprozess aller Akteure des Gemeinwesens
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Ausbau der Quartiersmittelpunkte und Qualifizierung der sozialen und kulturellen Infrastruktur Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer: Westerwaldstraße 13-21 Land Berlin, evangelische Zufluchtsgemeinde

Projektbeschreibung Vernetzung der Einrichtungen und Aufbau eines abgestimmten und kommunizierenden Angebotes Ziele der Maßnahme Schaffung eines gemeinsamen Zusammenhaltes aller Infrastruktureinrichtungen an der Westerwaldstraße (Corporate Identity) Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Aufwertung der Wohnqualität durch Optimierung der Versorgungs- und Betreuungsangebote Optimierung des öffentlichen Mitteleinsatzes durch Nutzung von Synergien und Zusammenarbeit Risiken / Konflikte / Restriktionen unterschiedliche Interessen der einzelnen Einrichtungen Zuständigkeit von verschiedenen Fachämtern Abhängigkeit der vernetzten Arbeit vom Engagement von Einzelpersonen Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung intensiver Kooperationsprozess in 2006 und 2007, bauliche Auswirkungen im Zusammenhang mit Projekt 1.1 – Quartiersmitte Westerwaldstraße, Bau eines öffentlichen Platzes Akteure (privat und öffentlich) Land Berlin, BA Spandau, Evangelische Zufluchtsgemeinde, Eltern, Jugendliche, Schüler Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Teilweise gegeben, in Teilen noch Klärungsbedarf Kosten 25.000 € für Konzept, Steuerung und Moderation des Kooperationsprozesses Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 100 % öffentlich Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Das hohe Engagement aller Einrichtungen und Träger an der Westerwaldstraße ist geradezu auffällig. Leider ziehen nicht immer alle am gleichen Strang. Notwendig ist, die vorhandenen Energien in eine Richtung zu lenken. Mit relativ geringem Aufwand können hohe Effekte für die Ausprägung des Quartiersmittelpunktes und der Qualifizierung der Gemeinwesenarbeit erzielt werden.

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Stadtumbau West Projektblatt 1.3

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Am Kiesteich

Quartiersmitte „Posthausweg“: Umgestaltung der Passage und Aufwertung des Nahversorgungszentrums
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer: Ausbau der Quartiersmittelpunkte Posthausweg / Straße Am Kiesteich z. Zt. noch Corpus Asset Wohnen GmbH

Projektbeschreibung Umbau der Passage, inkl. Differenzierung in Lauf- und Ladenzone Gestaltung der Eingangbereiche Schaffung von Barrierefreiheit Gestaltung von Sitzbereichen Wasserspiel oder Kunst im öff. Raum Farbkonzept Hochbau Verbesserung der Anbindung an nördlichen Grünzug und Spektepark Ziele der Maßnahme Angesichts des Mangels an öffentlichen Plätzen in den Quartieren, notwendige Qualifizierung des halböffentlichen Raumes durch Attraktivierung der Freiflächen und der Gebäudewirkung; dadurch Aufwertung des Nahversorgungszentrums und Erhöhung des Kauferlebnisses Profilierung des Nahversorgungszentrums als Quartiersmitte Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) hohe regionale Bedeutung für die Sicherung der Nahversorgung bzw. Bindung der Kaufkraft im Gebiet Quartiersmitte als Identifikations- und Standortfaktor für den gesamten Stadtteil Risiken / Konflikte / Restriktionen Zusammenarbeit private Eigentümer und öffentliche Hand z. Zt. nicht einschätzbar, da sämtliche betroffene Grundstücke derzeit den Eigentümer wechseln Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Planung 2006 Umsetzung 2007/2008 Akteure (privat und öffentlich) Land Berlin, Eigentümer (WBG) / Investoren, Einzelhandel Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Aufgrund von Verkaufsabsichten hat die Corpus Asset Wohnen GmbH keine konkrete Mitwirkungsbereitschaft signalisiert. Der Verkauf an einen neuen Investor bietet jedoch Chancen für eine Initialzündung. Kosten 1,2 Mio € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 600.000 € Investor 450.000 € Stadtumbau West 150.000 € BA Spandau (z.B. Umbaumaßnahmen im Straßenland) Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Zu erwartende hohe Wirksamkeit, da als Aufwertungsmaßnahme für das Stadtteilimage interessenübergreifend ist (attraktiv für Anwohner / Konsumenten, Einzelhandel, Investoren, Besucher)

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Stadtumbau West Projektblatt 2.1 (a)

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Henri-Dunant-Platz

generationenübergreifendes Wohnen
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebotes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Freudenberger Weg 2 – 10, Falkenseer Chaussee 242 – 246 / 247 -251 / 252 - 256 4 Gebäudezeilen à 8.000 m² BGF WIR / GEWOBAG

Projektbeschreibung Umbau von Wohnungen und Wohnumfeld für spezifische Ansprüche von Senioren-, Familien- und SingleHaushalten, Ergänzung der Wohnfunktion durch generationenübergreifenden Service und Dienstleistungen barrierefreie Zugänge zu Häusern und Wohnungen Umbau der Bäder (bodengleiche Duschen, Zusammenlegung von Bad und WC, Ausstattungsergänzung) Räume für ambulanten Pflegedienst, soziale Hilfsangebote, Einkaufshilfe, häusliche Dienste Schaffung von Begegnungs- und Gemeinschaftsräumen Concierge / „Kiezkümmerer“ / Kiosk Förderung von Bewegung / Altensport Vermeidung von Angsträumen im direkten Wohnumfeld Definition von Ruhe- und Aktivitätszonen im Außenraum Betreuungsvertrag (Hausnotruf, Zusammenarbeit mit Ärzten) Mischung aus normalem Wohnen, betreutem Wohnen und Wohngemeinschaften Ziele der Maßnahme Modellprojekt für generationenübergreifendes Wohnen am Berliner Stadtrand Erhöhung der Vermietbarkeit Attraktivierung des Wohnungsangebotes Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Mit Modellcharakter erhält das Projekt gesamtstädtische Bedeutung aufgrund des demografischen Wandels der Gesellschaft. Risiken / Konflikte / Restriktionen Kompletter Umbau ist nur in einem Gebäudeteil sinnvoll, um Leerstandsrisiko zu vermeiden, in anderen Zeilen sind kleinräumige Verbesserungen anzustreben Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Planung 2005 Umsetzung 2006 - 2010 Akteure (privat und öffentlich) Eigentümer, Seniorenverbände, Gesundheitsberatungen Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Interesse prinzipiell vorhanden Kosten 830.000 € Komplettumbau einer Zeile + 500.000 € kleinteilige, sukzessive Maßnahmen in drei weiteren Zeilen Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 70% Eigenanteil Eigentümer 30% Zuschuss Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) sinnvolle Maßnahme, um dem Wohnungsbestand neue, positive Impulse zu geben; Modellcharakter kann weitere Kreise ziehen und „best-practice”-Erfahrungen hervorbringen; Anpassung an demografische Veränderung und veränderte Wohnbedürfnisse

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Stadtumbau West Projektblatt 2.1 (b)

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Henri-Dunant-Platz

generationenübergreifendes Wohnen
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebotes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer: Ederkopfweg 1 -17, 4-8-geschossige Zeile und 15-geschossiges Hochhaus (Neubau) ca. 23.000 m² BGF GAGFAH

Projektbeschreibung Umbau von Wohnungen und Wohnumfeld für spezifische Ansprüche von Senioren-, Familien- und SingleHaushalten, Ergänzung der Wohnfunktion durch generationenübergreifenden Service und Dienstleistungen barrierefreie Zugänge zu Häusern und Wohnungen Umbau der Bäder (bodengleiche Duschen, Zusammenlegung von Bad und WC, Ausstattungsergänzung) Räume für ambulanten Pflegedienst, soziale Hilfsangebote, Einkaufshilfe, häusliche Dienste Schaffung von Begegnungs- und Gemeinschaftsräumen Concierge / „Kiezkümmerer“ / Kiosk Förderung von Bewegung/Altensport Vermeidung von Angsträumen im direkten Wohnumfeld Definition von Ruhe- und Aktivitätszonen im Wohnumfeld Betreuungsvertrag (Hausnotruf, Zusammenarbeit mit Ärzten) Mischung aus normalem Wohnen, betreutem Wohnen und Wohngemeinschaften Ziele der Maßnahme Modellprojekt für generationenübergreifendes Wohnen am Berliner Stadtrand Erhöhung der Vermietbarkeit, Attraktivierung des Wohnungsangebotes Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Mit Modellcharakter erhält das Projekt gesamtstädtische Bedeutung aufgrund des demografischen Wandels der Gesellschaft. Risiken / Konflikte / Restriktionen Kompletter Umbau ist nur in einem Gebäudeteil sinnvoll, um Leerstandsrisiko zu vermeiden, in anderen Zeilen sind kleinräumige Verbesserungen anzustreben. Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Planung 2005 Umsetzung 2006 - 2010 Akteure (privat und öffentlich) Eigentümer, Seniorenverbände, Gesundheitsberatungen Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Die GAGFAH schätzt das Projekt des generationenübergreifenden Wohnens als eine sinnvolle Maßnahme zur Entwicklung und Qualifizierung des Bestandes im Falkenhagener Feld ein. Allerdings liegen die Investitionsschwerpunkte der Gesellschaft zur Zeit in anderen Teilen der Bundesrepublik. Kosten ca. 1,3 Mio € Komplettumbau einer Zeile Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 70 % Eigenanteil Eigentümer 30 % Zuschuss Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) sinnvolle Maßnahme, um dem Wohnungsbestand neue, positive Impulse zu geben; Modellcharakter kann weitere Kreise ziehen und „best-practice“ - Erfahrungen hervorbringen; Anpassung an demografische Veränderung und veränderte Wohnbedürfnisse

S.T.E.R.N. GmbH | August 2005

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Stadtumbau West Projektblatt 2.2 (a)

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Westerwaldstraße

Eigenheim mit Garten im Zeilenbau
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebotes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Knüllweg 10 800m² BGF GSW

Projektbeschreibung Umbau von viergeschossigen Gebäudezeilen zu Doppel-Maisonetten familiengerechte Ausstattung der Wohnungen mit Gartenanbindung im EG und DG-Terrasse für die obere Wohneinheit Ziele der Maßnahme Diversifizierung des Wohnungsangebotes Schaffung von höheren Wohnstandards für andere soziale Schichten im Quartier Stärkung der sozialen Mischung, Entlastung der Nachbarschaft Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Modellprojekt für den Umbau von Gebäudezeilen des sozialen Wohnungsbaus für höherwertige Wohnansprüche Hebung des Gebietsimages Setzung positiver Impulse Risiken / Konflikte / Restriktionen Einheiten sind zunächst komplett freizuziehen, Umzugsmanagement erforderlich zeitgleich zum Umbau ist erforderlich: Austausch der Fenster, Sanierung, Umgestaltung der Fassade, Erneuerung der Heizungsanlage, Sanierung und Umbau sowie Öffnung der Dächer, Anlage von privaten Gärten Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Planung 2006 Vorbereitung 2007 Umsetzung 2008 / 2009 Akteure (privat und öffentlich) GSW Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) die GSW sieht derzeit keine Notwendigkeit zur Umsetzung eines solchen Umbaus, da kein Leerstand im Gebiet vorhanden ist fördertechnische Probleme, da sich die Bestände noch in der Bindung des sozialen Wohnungsbaus befinden Seitens der GSW wurde daher zu diesem Projekt kein Interesse formuliert. Kosten ca. 800.000 € (ca. 1.000€/m² Umbaukosten) Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 70 % Eigenanteil Eigentümer 30 % anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Maßnahme, die sehr hohen Vorbildcharakter entwickeln kann, da sie auf die derzeitigen Wohnbedürfnisse (eigener Garten, eigene Freifläche) eingeht

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Stadtumbau West Projektblatt 2.2 (b)

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Henri-Dunant-Platz

Eigenheim mit Garten im Zeilenbau
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebotes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Eiserfelder Ring 1-3 2.000 m² BGF GAGFAH

Projektbeschreibung Umbau von viergeschossigen Gebäudezeilen zu Doppel-Maisonetten familiengerechte Ausstattung der Wohnungen mit Gartenanbindung im EG und DG-Terrasse für die obere Wohneinheit Ziele der Maßnahme Diversifizierung des Wohnungsangebotes Schaffung von höheren Wohnstandards für andere soziale Schichten im Quartier Stärkung der sozialen Mischung, Entlastung der Nachbarschaft Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Modellprojekt für den Umbau von Gebäudezeilen des sozialen Wohnungsbaus für höherwertige Wohnansprüche Hebung des Gebietsimages Setzung positiver Impulse Risiken / Konflikte / Restriktionen Einheiten sind zunächst komplett freizuziehen, Umzugsmanagement erforderlich zeitgleich zum Umbau ist erforderlich: Austausch der Fenster, Sanierung, Umgestaltung der Fassade, Erneuerung der Heizungsanlage, Sanierung und Umbau sowie Öffnung der Dächer, Anlage von privaten Gärten Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Planung 2006 Vorbereitung 2007 Umsetzung 2008/2009 Akteure (privat und öffentlich) GAGFAH Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Die GAGFAH sieht den Handlungsbedarf in ihren Beständen vor Ort, und ist prinzipiell an einer Weiterentwicklung der Siedlungen interessiert. Allerdings liegen die Investitionsschwerpunkte der Gesellschaft zur Zeit in anderen Teilen der Bundesrepublik. Kosten ca. 1 Mio € (ca. 500 €/m² Umbaukosten) Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 70 % Eigenanteil Eigentümer 30 % anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Maßnahme, die sehr hohen Vorbildcharakter entwickeln kann, da sie auf die derzeitigen Wohnbedürfnisse (eigener Garten, eigene Freifläche) eingeht

S.T.E.R.N. GmbH | August 2005

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Stadtumbau West Projektblatt 2.3

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Freudstraße und Im Spektefeld

Öffnung von EG-Wohnungen
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebotes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Freudstraße 6, Kraepelinweg 11, Hinter den Gärten 28-34, Stadtrandstraße 600 m² BGF GAGFAH, Contest Finanzdienstleistungen GmbH, Bär, WIR / GEWOBAG

Projektbeschreibung Öffnung der Erdgeschoss-Wohnungen im Hofbereich, Anlage von Terrassen sowie Anlage von Mietergärten Ziele der Maßnahme Modellprojekt: Anlage von Terrassen und Mietergärten bei gleichzeitiger Stärkung der Verantwortung für das Wohnumfeld Aufwertung des Wohnortes und des Wohnstandards Einsparung von Pflegekosten durch die Anlage von Terrassen und Mietergärten Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Aufwertung des Wohnstandortes für verschiedene Bewohnergruppen, vor allem auch Familien sowie ältere Bewohner und verschiedene Bevölkerungsschichten Aufwertung der Wohnqualität Risiken / Konflikte / Restriktionen Keine Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Planung 2006 Umsetzung 2006 - 10 Akteure (privat und öffentlich) Eigentümer Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Interesse ist prinzipiell vorhanden (WIR / GEWOBAG) Kosten 100.000 € (ca. 5.000 € pro WE) Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 80 % Eigenanteil Eigentümer 20 % anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Kleine Maßnahme mit hohem Effekt zur Verbesserung der Identität mit dem Quartier sowie der Erhöhung des Wohnstandards

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Stadtumbau West Projektblatt 2.4

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Freudstraße

aus 1 mach 2: exemplarische Verkleinerung großer Wohnungen
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer: Anpassung des Wohnungsangebotes

Kraepelinweg 15 2.460 m² Wohnfläche WIR / GEWOBAG

Projektbeschreibung Umbau von 30 Wohnungen in einem kompletten Aufgang des Komplexes an der Freudstraße / Kraepelinweg Teilung aller 82 m² großen Wohnungen in jeweils 2 kleinere Einheiten, Einbau neuer Bäder und neuer Küchen, Anbau von 30 neuen Balkonen Ziele der Maßnahme Diversifizierung des bisherigen sehr homogenen Wohnungsangebotes in diesem Teilraum Alle 466 Wohnungen des Komplexes in der Freudstraße weisen 3-Zimmer mit ca. 82 m² auf, bei denen der Zuschnitt aufgrund des hohen Verkehrsflächenanteils sehr ungünstig ist. Verbesserung der Vermietbarkeit, Schaffung einer ausgewogenen sozialen Mischung Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Herstellung von Wohnungen für verschiedene Bewohnerschichten Abbau eines schwer vermietbaren Wohnraumsegments, Leerstandsbeseitigung Risiken / Konflikte / Restriktionen Bindungen des sozialen Wohnungsbaus, Unflexibilität der Förderbestimmungen Verschuldung des Bestandes, die Tilgung der auf dem Komplex Freudstraße / Kraepelinweg liegenden Dahrlehen hat noch nicht begonnen. Neue Investitionen in den Bestand lässt dies nicht zu. sehr hoher baulicher Aufwand unattraktive Wohnlage am Stadtrand mit hoher baulicher Dichte und tlws. überforderter Mieterschaft derzeitiger Vermietungsstand, trotz zunehmender Leerstandsproblematik sind momentan noch ca. 80 % der Wohnungen bewohnt Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Projektentwurf Zeitplanung Planung 2005/2006, Vorbereitung (Leerzug eines ganzen Aufganges) 2006/2007 Umsetzung 2008 Akteure (privat und öffentlich) Eigentümer, IBB Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) WIR / GEWOBAG hat aufgrund des hohen Handlungsbedarfes und sich abzeichnender zunehmender Probleme am Standort Freudstraße prinzipiell hohes Interesse an der Erabeitung von Lösungsstrategien für die Zukunft des Komplexes. Dazu kann die Teilung von Wohnungen ein Baustein sein, der mit der GEWOBAG erörtert wurde. Lösungen zur Überwindung o.g. Restriktionen konnten gemeinsam jedoch noch nicht gefunden werden. Kosten ca. 3,5 Mio € Bruttobausumme, kalkuliert für 1.000 € /m² Umbaukosten von 30 Wohnungen und Teilung in 60 Einheiten plus zusätzlicher Aufwand für neue Stränge und Balkone, Gutacherkosten aus Projekt 2.9 könnten Teil der Baunebenkosten übernommen werden Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 70 % Eigenanteil Eigentümer 30 % anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Wesentliche Maßnahme zur Vorbereitung des Abbaus eines erheblichen Wohnungsleerstandes sowie problematischer Segregationsprozesse; große Erfordernis aufgrund des sehr einseitigen Wohnungsgrößenangebotes in der Freudstraße S.T.E.R.N. GmbH | August 2005 61

Stadtumbau West Projektblatt 2.5

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Henri-Dunant-Platz

beispielhafter Umbau eines Wohnhochhauses
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebots Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Salchendorfer Weg 2 ca. 11.000 m² BGF, pro Etage ca. 700 m² WIR / GEWOBAG

Projektbeschreibung Variante A: Neugestaltung und Aufwertung der inneren Erschließungsbereiche (Etagenflure), Abbau von dunklen Fluren Herstellung attraktiver Wohnungen im Hochhaus Instandsetzung des Gebäudes Variante B: alternativ mittelfristiger Abriss Ziele der Maßnahme Modellhafter Umbau eines Wohnhochhauses sowie Entwicklung attraktiver innerer Erschließungsbereiche Aufwertung des Wohnstandortes Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Qualifizierung des Standortes Risiken / Konflikte / Restriktionen Umsetzung bzw. Zwischenumsetzung der Mieter erforderlich, ggf. erst mittelfristige Umsetzung möglich Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Planung 2006 Umsetzung 2007 - 2012 Akteure (privat und öffentlich) Eigentümer Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Interesse prinzipiell vorhanden Kosten Variante A: Modernisierung: ca. 6,7 Mio. € / ca. 420.000 € pro Etage (600 €/qm) Variante B: Abriss: ca. 400.000 € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 100 % eigentümerfinanziert Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Wesentliche Aufwertungsmaßnahme zur Attraktivierung des Quartiers. Modellvorhaben zur Verbesserung der Funktionalität, Sicherheit und inneren Erschließung von Wohnhochhäusern

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Stadtumbau West Projektblatt 2.6

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Am Kiesteich

Panorama-Appartements am Kiesteich
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebotes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer: Hochhäuser „Am Kiesteich“ 18 und 20 zwei Appartements mit jew. ca. 70 m² noch Corpus Asset Wohnen GmbH

Projektbeschreibung Die Hochhäuser nördlich der St. Markus-Gemeinde weisen eine Besonderheit auf: auf ihrem Dach wurde jeweils eine seperate zusätzliche Wohnung untergebracht. Sie hat keinen Zugang zur Dachfläche und ist normal vermietet. Das Projekt zielt auf die Nutzung und Hervorhebung dieser außergewöhnlichen Wohnqualität ab. - Ausbau der vorhandenen Wohnungen auf dem Dach zu Hochstandard-Appartements mit großer Panoramaterrasse - Sanierung und Verschönerung von Eingangsbereich und Zuwegen vom Parkplatz bis zur Wohnung Ziele der Maßnahme - Betonung der besonderen Wohnlagen des Stadtteils mit Lage am Spektepark und Blick auf den See und ins grüne Weite - Diversifizierung der Sozialstruktur, Schaffung von Angeboten für gehobenes Mieterklientel Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Besonderheit der Wohnlage ermöglicht eine Öffentlichkeitskampagne der besonderen Art z.B. Verkauf der Wohnung in Funk und Fernsehen Risiken / Konflikte / Restriktionen - Wohnungen sind derzeit vermietet - Sicherheitsanforderungen für Außenterrasse - Vermarktungsrisiko - Bindungen des sozialen Wohnungsbaus sind teilweise außer Kraft zu setzen Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Planung 2006 Umsetzung 2006/2007 Akteure (privat und öffentlich) Corpus Assett Wohnen GmbH als Partner wäre nach entsprechenden Medien zu suchen, z.B. das Magazin „Schöner Wohnen“ Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) nicht zu eruieren, da Bestand derzeit im Vertrieb Kosten 200.000 € für den Ausbau von zwei DG-Appartements 50.000 € für Umfeldverbesserungen Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 70 % Eigenanteil Eigentümer 30 % anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Kleine Maßnahme, die mit relativ geringem Aufwand sehr öffentlich und für das Gebietsimage positiv wirksam sein kann

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Stadtumbau West Projektblatt 2.7

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Spektepark

Stadtvillen am Spektepark
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebots Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Falkenseer Chaussee 200 – 214 A ca. 6.000 m² BGF Kleinwohnungsbau GmbH / Corpus Asset Wohnen, sonstige Eigentümer

Projektbeschreibung Hochwertige Modernisierung der Wohnungen, ggf. Abriss und Neubau von Stadtvillen Ziele der Maßnahme Schaffung von hochwertigen Wohnungen in attraktiver Lage direkt am Park Nutzung des Lagevorteils „Wohnen am Park“ Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Qualifizierung des Standortes Risiken / Konflikte / Restriktionen Umsetzung bzw. Zwischenumsetzung der Mieter erforderlich Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Projektskizze Zeitplanung Planung 2006 Umsetzung 2007 - 2012 Akteure (privat und öffentlich) Eigentümer Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Überwiegender Bestand derzeit im Vertrieb, Verhandlungen mit Eigentümern erforderlich Kosten Vorzugsvariante: Neubau: 5.120 m² x 2000 € = ca. 10 Mio € sowie Abriss: ca. 50 € pro m² x 6000 m² = 300.000 €; Alternative: Modernisierung: 3 Mio. € (500 €/m²) Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) Eigentümer Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Wesentliche Aufwertungsmaßnahme zur Attraktivierung des Quartiers und Diversifizierung des Wohnungsangebotes

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Stadtumbau West Projektblatt 2.8

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Henri-Dunant-Platz

attraktives Wohnen im Grünen
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebotes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Siegener Straße 18-22 5.500 m² BGF WIR / GEWOBAG

Projektbeschreibung Vorzugsvariante: Beispielhafte Modernisierung der Wohnungen / Herstellung von attraktiven Wohnungen für Jung und Alt Alternative: Abriss und Neubau von viergeschossigen Stadtvillen als Vorbild für die angrenzenden Wohngebäude Siegener Straße 24-40 Ziele der Maßnahme Herstellung von attraktiven Wohnungen für verschiedene Bewohnergruppen Städtebauliche Aufwertung Diversifizierung des Wohnungsangebotes Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Qualifizierung des Standortes Risiken / Konflikte / Restriktionen Umsetzung bzw. Zwischenumsetzung der Mieter erforderlich Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Projektskizze Zeitplanung Planung 2006 Umsetzung 2007 - 2012 Akteure (privat und öffentlich) Eigentümer Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Eigentümer ist generell an einer Aufwertung interessiert die konkrete Maßnahme muss im weiteren Verfahren vertieft und kann erst bei auftretendem Leerstand umgesetzt werden Kosten Vorzugsvariante: Modernisierung ca. 2,2 Mio € (400 €/m²) Alternative: Abriss und Neubau: ca. 1.300 m² x 2.000 € = 2,56 Mio € zuzüglich Abrisskosten in Höhe von ca. 275.000 € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) Eigentümer Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Wesentliche Aufwertungsmaßnahme zur Attraktivierung des Quartiers und Diversifizierung des Wohnungsangebotes

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Stadtumbau West Projektblatt 2.9

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Freudstraße

Lösungsstrategien für die Freudstraße
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Anpassung des Wohnungsangebotes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Freudstraße 3-15, Kraepelinweg 1-21, Falkenseer Chaussee 141 47.000 m² Grundstücksfläche WIR / GEWOBAG

Projektbeschreibung Genauere Begutachtung der fördertechnischen Besonderheiten und Finanzierungsmodalitäten des sozialen Wohnungsbaubestandes in der Freudstraße Entwicklung eines wohnungswirtschaftlichen Konzeptes für den sozialen Wohnungsbau der 1960/70er Jahre, um den Leerstand abzubauen Eruierung der Erfordernisse hinsichtlich Mietpreisanpassung zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit des Wohnungsangebotes Untersuchung der Übertragbarkeit der Problemlage mit weiteren Beständen des sozialen Wohnungsbaus im Westteil Berlins Ziele der Maßnahme Entwicklung eines umsetzungsfähigen Förderinstrumentariums zur Senkung des Mietpreises Leerstandsbeseitigung durch Konkurrenzfähigkeit Aktivierung der Nachfrage nach Wohnraum Unterstützung des Eigentümers, eine Auswahl unter den Mietbewerbern treffen zu können, und damit auf die sozialstrukturelle Zusammensetzung der Mieterschaft Einfluss nehmen zu können Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Erforschung der aktuellen Probleme zu stadträumlichen Auswirkungen der sozialen Wohnungsbauförderung am Stadtrand die Untersuchung gewinnt Gewicht und gesamtstädtische Bedeutung durch die vergleichende Analyse und Übertragbarkeit auf Bestände des sozialen Wohnungsbaus in anderen Stadtregionen Risiken / Konflikte / Restriktionen keine Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Die grundsätzliche Problemlage wurde eruiert (siehe Teilraumanalyse Freudstraße), die Untersuchung mit spezieller Fokussierung auf die Förderbedingungen des sozialen Wohnungsbaus konnte im Rahmen dieser Untersuchung nicht geführt werden. Zeitplanung 2005 - 2006 Akteure (privat und öffentlich) Land Berlin, Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungswirtschaft Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Die GEWOBAG hat sehr großes Interesse, den Vermietungsproblemen an der Freudstraße insbesondere hinsichtlich des zu hohen Mietpreises in ihren Grundlagen anzugehen. Kosten 15.000 € Gutachterkosten Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) Stadtumbau West, evt. als Teil der Baunebenkosten zu Projekt 2.4: aus 1 mach 2 Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Neben baulichen Eingriffen zur Diversifizierung der Wohnungsangebotsstruktur im Bestand an der Freudstraße ist die Entwicklung eines wohnungswirtschaftlichen Konzeptes für den sozialen Wohnungsbau der 1960/70er Jahre und seine stadträumlichen Auswirkungen, hier exemplarisch am Spandauer Stadtrand, erforderlich, um präventiv den schon eingesetzten, sich absehbar zuspitzenden Problemen des Leerstandes im sozialen Wohnungsbau vorzubeugen.

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Stadtumbau West Projektblatt 3.1

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Spektepark

Badestelle Spektesee
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Ausbau des Spekteparkes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Sanierung gesamter See; Badestelle nördliches Ufer Gesamter See rund 6 ha Land Berlin

Projektbeschreibung Umbau des Sees zum Badesee, inkl. Abflachung der Böschungen, Verringerung der Seetiefe Vergrößerung der Wasseroberfläche soweit erforderlich Schaffung flacherer Badezonen, Anlegen von Schilfbereichen zur Selbstklärung Abgrenzung / Markierung des Badebereichs Neugestaltung von Uferbereichen und Badestelle Ziele der Maßnahme Beseitigung der akuten Unfallgefahr Erlaubnis des Badebetriebes Naturschutz durch Nutzungsteilung: a) Baden am Spektesee b) Durchsetzung des Badeverbots an der Felgenlake Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Aufwertung der angrenzenden Wohnfunktion durch „Badesee im Vorgarten“ Schaffung neuer Freizeitangebote im Gebiet Gesamtstädtische Bedeutung durch Attraktivierung des überregionalen Spektegrünzugs Risiken / Konflikte / Restriktionen Kostenrisiko durch Altlastenverdacht baulicher und genehmigungsrechtlicher Aufwand Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Langjährige Planung und Wunsch des Bezirks sowie dringende Notwendigkeit; erstmalig kostentechnisch durchkalkuliert im NGA vor einigen Jahren, seitdem Planung aufgrund Finanzierungsmangel aufgeschoben Zeitplanung Planung 2006/2007 Umsetzung 2008/2009 Akteure (privat und öffentlich) Grünflächenamt, Angler, anliegende Wohnungsbaugesellschaften, Turn- und Sportverein Spandau 1860 e.V. und weitere (z.B.: DLRG, LSB, BUND) Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Das Interesse des Grünflächenamtes ist sehr hoch an dieser Maßnahme, private Beteiligung, z.B. durch die Wohnungsbaugesellschaften (z.B. WIR) und TSV Spandau, wurde signalisiert. Kosten 9 Mio € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 1 Mio € BA Spandau (z.B. Investitionsmittel, Ausgleichsmittel, Bußgelder, Einnahmen aus Verpachtungen, Eigenleistungen: Planung, Vermessung u.a.) 500.000 € Sponsoren, Investoren, Betreiber, Spenden 5 Mio € Stadtumbau West 2,5 Mio EU-Mittel (ESF + EFRE Förderperiode 2007 -2013) Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Eine der beliebtesten, nachhaltigsten und dringend erforderlichsten Maßnahmen im Gebiet, aber auch kostenintensiv

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Stadtumbau West Projektblatt 3.2

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Spektepark

Parkgestaltung „Offenes Feld – Grüner Magnet“
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Ausbau des Spekteparkes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Im Zentrum des Falkenhagener Feld rund 24 ha Land Berlin, Naturschutz- und Grünflächenamt

Projektbeschreibung Schaffung von Sichtachsen und Orientierungspunkten sowie Aufenthalts- und Ruhezonen, Aufwertung von Wegeverbindungen, inkl. Gestaltung der Zugänge und Vernetzung mit den angrenzenden Quartieren Fäll- und Rodungsarbeiten (Herstellung von Sichtschneisen) Orientierungspunkte z.B. durch „Aussichtsturm“ am See Anlage von Aufenthaltsplätzen, Sitzbereichen, Picknickplätzen Wegebaumaßnahmen inkl. Anlage von Laufspuren für Jogger, Walker Öffentliche Sportangebote: Kleinspielfelder, Basketball, Fitnessgeräte, Ruhebuchten Ziele der Maßnahme Nutzung des vorhandenen Flächenpotenzials Verbesserung der Orientierung und Transparenz, Beseitigung von Angsträumen Anpassung an heutige Nutzungsansprüche (Sport, Erholung, Treffpunkte) Herausbildung der Parkanlage als „Schnittstelle“ zwischen Stadt und Landschaft durch sowohl Urbanisierung von Teilbereichen als auch Erhalt großer extensiver Flächen Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Regionale Bedeutung für die Erholung und Gesundheit der Anwohner Aufwertung der Wohnqualität. Parkimage als Standortfaktor Gesamtstädtische Bedeutung durch Ergänzung des direkt angrenzenden Naherholungsgebietes Spektegrünzug Risiken / Konflikte / Restriktionen Nutzungsintensivierung und damit verbundener erhöhter zukünftiger Pflege- und Unterhaltungsaufwand (Folgekosten) Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Vorgespräche mit Grünflächenamt über Potenziale zur Nutzungsintensivierung Wegebaumaßnahmen wurden bzw. werden vom Bezirk bereits durchgeführt Zeitplanung Planung 2006 Umsetzung 2006/2007 Akteure (privat und öffentlich) Land Berlin Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Durch BA Spandau signalisert Kosten 1,4 Mio € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 400.000 € BA Spandau 1 Mio € anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) In Zusammenhang mit Sportzentrum und Badestelle (Gesamtkonzept Spektepark) zu erwartende hohe Wirksamkeit, da die Attraktivierung und Nutzungsintensivierung einer breiten Bevölkerungsschicht zugute kommt

S.T.E.R.N. GmbH | August 2005

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Stadtumbau West Projektblatt 3.3

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Spektepark

Vereinssportzentrum Spektepark
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Ausbau des Spekteparkes Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Am Kiesteich 49 ca. 5.000 m², inkl. Stellplätze Land Berlin

Projektbeschreibung Neubau einer vereinsbetriebenen Sportanlage mit Mehrzweckturnhalle / Gesundheitseinrichtungen (Wellness, Physiotherapie) / Gastronomie / Stellplätzen/ ggf. Außensportanlagen (Beach-Volleyball, Bahnengolf) auf einer Teilfläche des bestehenden Parkplatzes (bisher öffentliche Fläche). Kostenlose Übertragung der Flächen auf TSV Spandau e.V., Bereitstellung von öffentlichen WCs für Park- und Seebesucher Ziele der Maßnahme Abgabe bisher öffentlicher Flächen in private Zuständigkeit Standortbindung des Turn- und Sportvereins Spandau 1860 im Falkenhagener Feld Schaffung neuer kostengünstiger Sportangebote Attraktivierung des Spekteparks Förderung von Kinder- , Jugend- und Seniorenarbeit Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Erweiterung der Sport- und Freizeitangebote in direkter Nachbarschaft / fußläufig zum Nutzer Aufwertung der angrenzenden Wohnfunktion, Behebung des Sportangebotdefizits im Falkenhagener Feld soziale Stabilisierung durch pädagogische Betreuung und soziale Kontrolle integrative Wirkung von Sport für unterschiedliche Altersgruppen und Kulturen Risiken / Konflikte / Restriktionen Altlastenverdacht Unternehmerisches Risiko des Vereins Eingriff in Natur und Landschaft Nur geringe Nutzungskonflikte wegen Lärmemissionen mit angrenzender Nachbarschaft zu erwarten Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Planung der Turnhalle durch Planungsausschuss des TSV in Vorbereitung; erste Zustimmungen durch Abteilungen des BA liegen vor; Standortalternative Falkenhagener Feld neu im Gespräch Zeitplanung Planung 2006/2007 Umsetzung 2008 - 2010 Akteure (privat und öffentlich) BA Spandau TSV Spandau 1860 Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Interesse des TSV Spandau groß, Projekt wird derzeit durch den Verein für einen Standort am Askanierring vorbereitet, Standort ist jedoch nicht endgültig festgelegt, Eigenmittel in Höhe von bis zu 40% werden aufgebracht BA Spandau an Standortverlagerung des TSV ins Falkenhagener Feld sehr interessiert Kosten 2,1 Mio € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 700.000 € LSB 700.000 € TSV 700.000 € anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West Anteil Bezirk über Flächenabgabe Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Projekt mit hoher Umsetzungswahrscheinlichkeit und zu erwartender hoher Wirksamkeit durch konzeptionelle Einbindung in die geplante Nutzungsintensivierung des Spekteparks mit Schwerpunkt Sport, Gesundheit und Integration S.T.E.R.N. GmbH | August 2005 69

Stadtumbau West Projektblatt 3.4

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum Spektepark

Beschäftigung und Qualifizierung in der Fahrradwerkstatt
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Ausbau des Spekteparks Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Nähe angedachtes Sportzentrum (Straße Am Kiesteich) 500 m² Land Berlin, (TSV Spandau)

Projektbeschreibung Errichtung einer Fahrradwerkstatt, Fahrradreparatur und Zusammenbau von Fahrrädern, Fahrradverleih, Pannenhilfe Beschäftigung und Qualifizierung von Jugendlichen Trägerschaft durch sportlich und sozial orientierten Träger (z.B. TSV Spandau) Ziele der Maßnahme Integration und Qualifizierung von arbeitslosen Jugendlichen Integrationsprojekt für alle Altersstufen: Jugendliche reparieren kostengünstig Kindern und älteren Menschen ihre Räder Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Beschäftigungspolitische Wirksamkeit; Förderung von lokaler Ökonomie und Selbsthilfemaßnahmen; hohe Bedeutung für das soziale Miteinander von Jung und Alt im Stadtteil; Schaffung eines weiteren sport- und gesundheitsorientierten Angebots (Fahrradausleihe) mit auch überregionaler Wirkung Risiken / Konflikte / Restriktionen Hoher Mobilisierungs- und Koordinationsaufwand in der Startphase. Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee und Vorschlag des TSV Spandau Zeitplanung Planung und Vorbereitung 2006 Umsetzung ab 2007 Akteure (privat und öffentlich) BA Spandau, Agentur für Arbeit, TSV Spandau Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Der TSV Spandau hat für den Fall, dass das Sportzentrum im Spektepark entsteht, Interesse an der Trägerschaft angemeldet. Kosten 250.000 € für 2-jährige Anlaufphase Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 100.000 € für Personal- und Sachmittel der Agentur für Arbeit 150.000 € anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West (Werkstattbau) Dauerhafte Sachkosten-Finanzierung aus Verleih, Reparatur und ggf. ergänzenden Angeboten (z.B. CaféBetrieb) Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Durch Einbindung in das Gesamtkonzept (Sport, Gesundheit, Integration) und die angestrebte Nutzungsintensivierung des Spekteparks bei gleichzeitig notwendiger Erhöhung der Aufsicht und Betreuung, ist die Sinnhaftigkeit und Chance zur Initialisierung und erfolgreichen Weiterentwicklung groß.

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Stadtumbau West Projektblatt 3.5

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Spektepark

Haltestellen Bötzowbahn
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Übergreifendes Projekt mit langfristiger Perspektive Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Falkenseer Chaussee und am Spektegrünzug / Spektesee 2 x 150 m² Osthavelländische Eisenbahn AG

Projektbeschreibung Reaktivierung der Bötzow-Bahn für die Personenbeförderung Anlage von zwei Haltepunkten der Bötzowbahn Ziele der Maßnahme Zusätzliche Verkehrsanbindung des Stadtteils bis zum Bahnhof Spandau; durch Standortnähe zum Spektepark und Spektegrünzug auch zusätzliche Verkehrsanbindung eines überregional bedeutsamen Naherholungsgebiets Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Regionale und überregionale Bedeutung durch Verbesserung der Mobilität für Anwohner, Besucher, Erholungssuchende; bessere Ausnutzung eines vorhandenen Verkehrsmittels Wiederbelebung einer „historischen“ Bahnverbindung Risiken / Konflikte / Restriktionen Privatbetreiber, der z. Zt. mit der Bötzow-Bahn keine Personenbeförderung anbietet. Die Umsetzung des Projektes ist eher langfristig zu betrachten, dennoch sollte die Umsetzung vorbereitet werden. Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Langfristig im Auge behalten Akteure (privat und öffentlich) Betreiber: Osthavelländische Eisenbahn AG BA Spandau Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) BA Spandau interessiert; Kontaktaufnahme zu Bahnbetreiber nicht gelungen Kosten ca. 600.000 € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 300.000 € anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West 300.000 € Sponsoren, Spenden, Betreiber Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Verfolgung der Idee zur Verbesserung der Anbindung und Schaffung einer „Besonderheit“ des Stadtteils lohnenswert

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Stadtumbau West Projektblatt 4.1

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Henri-Dunant-Platz

Nachbarschafts- und Jugendtreff „Charlotte“
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Qualifizierung der sozialen und kulturellen Infrastruktur Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Am Freudenberger Weg 1 344 m² Charlottenburger Baugenossenschaft e.G.

Projektbeschreibung Geplant ist, das bestehende Baubüro umzunutzen bzw. umzubauen. In der Erdgeschosszone (164 m²) sollen Gemeinschaftsräume entstehen und im Kellergeschoss (180 m²) sind Räume für Jugendliche vorgesehen. Letztere sollen in die Umbaumaßnahmen einbezogen werden, insbesondere sollen die Jugendlichen unter Anleitung beim Ausbau und der Gestaltung aktiv mitarbeiten. Ziele der Maßnahme Reduzierung des Defizits an Treffpunkten für die Nachbarschaft Schaffung von Identifikation für Genossen und deren Kinder Beschäftigung und sinnvolle Freizeitgestaltung für Jugendliche Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) lokale Verbesserung der Angebotssituation, vor allem für die Genossen der Wohnanlage, Öffnung des Angebotes auch für weitere Kreise der Nachbarschaft überlegenswert Risiken / Konflikte / Restriktionen keine Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) im Entwurf, Baugenossenschaft hegt die festen Absichten, die Umbaumaßnahme durchzuführen Zeitplanung Planung läuft derzeit Umsetzung ab Herbst 2005 Akteure (privat und öffentlich) Charlottenburger Baugenossenschaft e.G. und seine Mitglieder sowie Träger der Jugendarbeit; Ausbildungsbetrieb Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) ist gegeben, Projekt wurde von der Baugenossenschaft selbst entworfen Kosten ca. 200.000 € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) hauptsächlich durch die Baugenossenschaft Förderung in Form einer 10-20 %igen Beteiligung zur Qualitätssicherung des Angebotes sinnvoll Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Sehr konkretes, kleines und kurzfristig zu realisierendes Projekt mit hoher Umsetzungswahrscheinlichkeit

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Stadtumbau West Projektblatt 4.2

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Im Spektefeld

Sport- und Bildungscampus Spektefeld
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Qualifizierung der sozialen und kulturellen Infrastruktur Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Im Spektefeld 31 - 37 85.000 m² Land Berlin

Projektbeschreibung Profilierung des Schulgeländes und aller seiner Infrastruktureinrichtungen als Sport- und Bildungscampus Sanierung der Gebäude und tlws. Außenanlagen Übertragung des Sportschwerpunktes der Schulen auf die benachbarten Einrichtungen am Standort Spektefeld: Kita und sonstigen bezirklichen Einrichtungen des Geländes Optimierung der Gebäudeausnutzung, - Vernetzung aller öffentlichen Träger auf dem Areal, Bündelung aller Ressourcen für einen optimierten Bildungsbetrieb verstärkte werbewirksame Außendarstellung der hohen Qualitäten der Oberschule und anderer Angebote zur Standortprofilierung Verzahnung des Schulgeländes mit den neu geplanten Sport- und Freizeitangeboten im Spektepark sowie den Sportvereinsflächen „Am Kiesteich“ Ziele der Maßnahme Stärkung der schulischen Ausbildung im Wohngebiet Verbesserung des Images des Stadtteils, Nutzung der hohen schulischen Qualitäten als Argument für die Wohnortwahl Falkenhagener Feld Aufwertung der Wohnqualität durch Optimierung der schulischen Ausbildung Optimierung des öffentlichen Mitteleinsatzes durch Nutzung von Synergien und Zusammenarbeit Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) lokale Bedeutung im Zuge der Verbesserung / Qualifizierung des schulischen Angebotes regionale Bedeutung über erweiterten Einzugsbereich der Oberschule aufgrund ihrer SportSpezialisierung Risiken / Konflikte / Restriktionen zahlreiche Träger und Institutionen, hoher Abstimmungsbedarf Instandsetzungsstau der Schulgebäude Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung Planung 2005/2006 Umsetzung 2006 - 2010 Akteure (privat und öffentlich) Martin-Buber-Oberschule, Grundschule im Beerwinkel, Kindertagesstätte, Jugendgesundheitsdienst, Jugendamt, Schulamt, Sportvereine Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Das Bezirksamt und seine Institutionen haben hohes Interesse, ihre Einrichtungen zu qualifizieren und ihre Qualitäten für die Stabilisierung des Stadtteils zu nutzen. Kosten 2 Mio € für Gebäudesanierung 500.000 € für Außenraumgestaltung 50.000 € für Profilierungsprozessmoderation und Imagekampagne Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 500.000 € BA Spandau, 2 Mio Stadtumbau West, 50.000 € private Sponsoren, Spenden Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Sehr sinnvoller Ansatz, da er die vorhandenen Qualitäten und den guten Ruf der Schule nutzt und erweitert; Qualität der Schulbildung wird als sehr wichtiger Standortfaktor für den Stadtteil und sein Image aufgegriffen

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Stadtumbau West Projektblatt 4.3

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.übergreifend

Kulturtreff Kirchen
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Qualifizierung der sozialen und kulturellen Infrastruktur Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Burbacher Weg 2, Im Spektefeld 26, Westerwaldstraße 26, Am Kiesteich 50 Kirchengemeinden

Projektbeschreibung Unterstützung der Kirchengemeinden zur Weiterentwicklung ihrer kulturellen Angebote Durchführung kleinerer baulicher Maßnahmen (sofern erforderlich) zur Eignung der Gemeinde- und Kirchenräume für Konzerte, Theater, Kino, Lesungen, Kabarett, Folklore Vernetzung der Kirchengemeinden mit Kulturschaffenden des Bezirks und Sicherung fester Aufführungsserien zur Etablierung kultureller Angebote im Stadtteil Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit Die Kirchengemeinden Paul Gerhard und Jeremia praktizieren regelmäßige kulturelle Arbeit bereits. Ihre Ansätze sind auszubauen und zu verstetigen. Ziele der Maßnahme Nutzung der Kirchengebäude für nationen- und religionsübergreifende Veranstaltungen Linderung des Defizits im Stadtteil an Nachbarschafts- und Bürgertreffpunkten Sicherung einer Perspektive zur langfristigen Nutzung der zahlreichen Kirchengebäude im Stadtteil Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Je nach Höhe des Einzugsradius, den die kulturellen Angebote erreichen, erhält das Projekt lokale oder regionale Bedeutung. Risiken / Konflikte / Restriktionen unbekannt Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee Zeitplanung 2006 – 2010 Akteure (privat und öffentlich) evangelische Kirchengemeinden: Jeremia, Paul-Gerhardt, Zuflucht und katholische Kirchengemeinde St. Markus, Kulturamt Spandau, sonstige Akteure der Stadtteilarbeit, Künstler Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Im Gespräch mit den Pastoren der Jeremia- und Paul-Gerhardt-Gemeinde wurde hohes Engagement im kulturellen Bereich gezeigt. Hier ist von einer hohen Mitwirkungsbereitschaft bereits auszugehen. Kosten Personal- und Sachmittel für einen Kulturbeauftragten im Auftrag der Kirchen pro Jahr ca. 20.000 € = 100.000 € kleinteilige bauliche Maßnahmen pro Gemeinde ca. 10.000 € = 40.000 € Technik-Pool für alle Gemeinden 10.000 € insg. 150.000 € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 70.000 € anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West 70.000 € anteiliger Zuschuss über Soziale Stadt 10.000 € Spenden und Sponsoren sowie Eigenanteil der Kirchengemeinden über Personalleistungen der Kirchengemeinden und ehrenamtlicher Arbeit Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Zur Behebung des hohen Defizits an Angeboten jeglicher kultureller Art im Stadtteil sind die Kirchengemeinden mit den besonderen Gebäudepotenzialen ganz wichtige und starke Partner, die in die Stadtteilarbeit eingebunden werden sollten.

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Stadtumbau West Projektblatt 4.4

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Westerwaldstraße

Umbau Klubhaus
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Qualifizierung der sozialen und kulturellen Infrastruktur Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer:

Westerwaldstraße 13 ca. 1.400 m² BGF Land Berlin

Projektbeschreibung Attraktivierung der Eingangssituation und der Versammlungsräume, Öffnung des Gebäudes zum Außenraum, Schaffung von barrierefreien Zugängen Übertragung des Gebäudes an freien Träger Ziele der Maßnahme Öffnung des Gebäudes mit derzeit stark abweisendem, festungsähnlichem Charakter Schaffung von Voraussetzungen für eine Angebotserweiterung mit generationenübergreifendem Ansatz Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Hohe regionale Bedeutung durch die Aktivierung eines bislang untergenutzten Potenzials der Gemeinwesenarbeit, welches seine Nutzergruppen und auch seinen Einzugsbereich wesentlich vergrößern kann Risiken / Konflikte / Restriktionen vermutete Asbestbelastung des Gebäudes hohe Umbaukosten, da starker Eingriff in die Bausubstanz Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) im Entwurf vorhanden, nicht weiter konkretisiert, da Finanzierung unklar Zeitplanung Planung 2006 Umsetzung 2007 Akteure (privat und öffentlich) freier Träger Bezirksamt Rotarier Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) interessierter freier Träger vorhanden Kosten ca. 1 Mio € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 250.000 € im Rahmen von Fundraising in Kooperation mit den Rotariern 250.000 € BA Spandau 500.000 € anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Dies ist eine sehr sinnvolle Maßnahme, sowohl für die Qualifizierung der sozialen Infrastruktur als auch für die Ausprägung der Quartiersmitte Westerwaldstraße. Sollte das Klubhaus im Stadtteil bei Wahrung seiner gemeinwesenorientierten Angebote in freier Trägerschaft in Kooperation mit den Rotariern weiterbetrieben werden können, wäre eine nicht unerhebliche Entlastung des Bezirkes gegeben.

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Stadtumbau West Projektblatt 4.5

Voruntersuchungsgebiet „Falkenhagener Feld“ Teilraum.Westerwaldstraße

Integrationsgärten
Zuordnung zum Schlüsselprojekt
Übergreifendes Projekt Grundstücke Adresse / Lage: Flächengröße: Eigentümer: GSW-Quartier, Standort noch nicht festgelegt mind. 400 m², wünschenswert 2.000 m² und je nach Erfolg mehr GSW

Projektbeschreibung Interkulturelles und integratives Gartenprojekt Ehrenamtliche gärtnerische Nutzung und Pflege, biologischer Gartenbau Ergänzende ehrenamtliche Bildungsangebote im Bereich Kultur, Sprache, Umwelt, Handwerk u. a. Anlage von Gartenparzellen und Aufenthaltsbereichen (Lauben, Bänke, Grillplatz) als Selbstbaumaßnahme weitgehend offene Struktur Ziele der Maßnahme Stärkung des gesellschaftlichen Engagements und der Integrationsfähigkeit von BürgerInnen / Mietern aus unterschiedlichen Kulturen, sozialen Milieus, Lebensformen und Altersstufen Bedeutung / Effekte (lokal / gesamtstädtisch) Die Aneignung von Flächen durch die Bewohner fördert Identifikation und Gemeinschaftsleben und trägt zur Stabilisierung des Quartiers bei. Risiken / Konflikte / Restriktionen Die Großsiedlungsstruktur erfordert verbindliche finanzielle und organisatorische Unterstützung über mehrere Jahre gärtnerische Projekte mit offener Struktur sind besonders Vandalismusanfällig Stand der Planung (Projekt und städtebaulich) Idee bzw. Vorschlag für Standorte von WBG’s mit großem Flächenpotenzial Zeitplanung Vorbereitung 2005/6 Umsetzung ab 2006 Akteure (privat und öffentlich) GSW (initialisiert das Modellprojekt als Vorbild für andere-WBG´s), einheimische und zugewanderte Bewohner / MieterInnen, Familien, Alleinstehende, Alte und Junge Mitwirkungsbereitschaft (immateriell und finanziell, Verbindlichkeit) Nach Rücksprache zum konkreten Projekt hat die GSW großes Interesse gezeigt. Kosten Exemplarisch für 2.000 m² inkl. Organisation und Sachmittelförderung über 5 Jahre ca. 90.000 € Finanzierung (privater und öffentlicher Anteil) 10.000 € ehrenamtliches Engagement und Spenden 20.000 € GSW 60.000 € anteiliger Zuschuss über Stadtumbau West Gesamteinschätzung (Bedeutung, Effekte, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Realisierungschance) Erfolgreich etablierte gärtnerisch-kulturelle Integrationsprojekte in anderen Stadtteilen zeigen, dass solche Projekte geeignet sind, mit relativ geringen Mitteln eine große Wirkung zu erzielen.

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Vorbereitende Untersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

5.2

Projektübersicht

Stadtumbau West: Voruntersuchungsgebiet "Falkenhagener Feld" Projektübersicht
Kosten Gesamtkosten Mitwirkungsbereitschaft finanziell / Verbindlichkeit immateriell 800.000 € 1.150.000 € Finanzierung privater Anteil öffentlicher Anteil Gesamteinschätzung Bedeutung, Effekt, Realisierungs-Chance Bewertung
Rangfolge innerhalb des Schlüsselprojektes

Nr.

Projekttitel

Bedeutung / Effekte StadtGesamtumbaustadt gebiet 1.950.000 €

Zeitrahmen Planung Umsetzung

1

1.1 2006-2008 725.000 € GSW / Kirche: finanziell ungewiss, konnte nicht verifiziert werden

Schlüsselprojekt "Ausbau der Quartiersmittelpunkte" Quartiersmitte hoch "Westerwaldstraße": Bau eines öffentlichen Platzes 200.000 €

mittel

2005/2006

525.000 € sehr effektive Maßnahme hinsichtlich der städtebaulichen Aufwertung und der sozialen Stabilisierung; Sicherung der Nahversorgung, Stärkung der Quartiersmitte; Aufwertung der angrenzenden Wohnfunktion; hoher Koordinierungsaufwand, hohe Realisierungschance 25.000 € Optimierung öffentlicher Mitteleinsätze durch Nutzung von Synergien und Zusammenarbeit; hohe Effizienz des Mitteleinsatzes; hohe Realisierungschance

1

1.2 2006/2007 25.000 € alle Akteure: immateriell sehr wahrscheinlich

Kulturelle Mitte "Westerwaldstraße": Kooperationsprozess aller Akteure des Gemeinwesens 2007/2008 1.200.000 € Corpus Asset Wohnen ungewiss, da GmbH / Investoren, Bestand im Einzelhandel: Vertrieb finanziell

hoch

mittel

2006/2007

2

1.3

Quartiersmitte "Posthausweg": hoch Umgestaltung der Passage und Aufwertung des Nahversorgungszentrums

mittel

2006

600.000 €

600.000 € Sicherung der Nahversorgung im Gebiet; Profilierung des Standortes; hohe Wirksamkeit als interessenübergreifende Aufwertungsmaßnahme für das Stadtteilimage

3

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Seite | 77

Vorbereitende Untersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau) Kosten Gesamtkosten Mitwirkungsbereitschaft finanziell / Verbindlichkeit immateriell 17.735.500 € 2.489.500 € Finanzierung privater Anteil öffentlicher Anteil Gesamteinschätzung Bedeutung, Effekt, Realisierungs-Chance Bewertung
Rangfolge innerhalb des Schlüsselprojektes

Nr.

Projekttitel

Bedeutung / Effekte StadtGesamtumbaustadt gebiet 20.225.000 €

Zeitrahmen Planung Umsetzung

2

Schlüsselprojekt "Anpassung des Wohnungsangebotes" 2.1 (a) "Generationen-übergreifendes hoch Wohnen" Vorgeschlagene Standorte: Freudenbergerweg 2-10, Falkenseer Chausee 242256 2006-2010 930.000 € 1.330.000 € WIR / GEWOBAG: finanziell Interesse ist prinzipiell vorhanden 2006-2010 1.330.000 € GAGFAH: finanziell ungewiss 930.000 €

mittel

2005

400.000 € gesamtstädtische Bedeutung durch Modellcharakter, Herausbildung von "best-practice"-Beispielen; neue Impulse für den Wohnungsbestand; Erhöhung der Vermietbarkeit 400.000 € gesamtstädtische Bedeutung durch Modellcharakter, Herausbildung von "best-practice"-Beispielen; neue Impulse für den Wohnungsbestand; Erhöhung der Vermietbarkeit 240.000 € Modellprojekt für den Umbau von Gebäudezeilen für höherwertige Wohnansprüche; Imageverbesserung, Initiierung positiver Impulse; Vorbildcharakter 300.000 € Modellprojekt für den Umbau von Gebäudezeilen für höherwertige Wohnansprüche; Imageverbesserung, Initiierung positiver Impulse; Vorbildcharakter 3

2.1 (b) "Generationen-übergreifendes hoch Wohnen" Vorgeschlagene Standorte: Ederkopfweg 1-17

mittel

2005

2.2 (a) "Eigenheim mit Garten im Zeilenbau" Vorgeschlagene Standorte: Knüllweg 10 2008/2009 1.000.000 € GAGFAH: finanziell ungewiss 700.000 €

hoch

mittel

2006/2007

2008/2009

800.000 € GSW: finanziell

kein Interesse

560.000 €

2.2 (b) "Eigenheim mit Garten im Zeilenbau" Vorgeschlagene Standorte: Eiserfelder Ring 1-3 2006-2010 100.000 € GAGFAH, Contest sehr wahrscheinFinanzdienstleistunge lich n GmbH, Bär, WIR / GEWOBAG: finanziell

hoch

mittel

2006/2007

2.3

"Öffnung von Erdgeschossmittel Wohnungen" Vorgeschlagene Standorte: Freudstraße 11, Kraepelinweg 11, Hinter den Gärten 28-34, Stadtrandstraße 2005 3.500.000 € WIR /GEWOBAG: finanziell

mittel

2006

80.000 €

20.000 € Identitätssteigerung der Bewohner mit dem Quartier; Erhöhung des Wohnstandards

2

2.4

"Aus 1 mach 2: Exemplarische hoch Verkleinerung großer Wohnungen" Vorgeschlagene Standorte: Kraepelinweg 15

mittel

2005

hohes Interesse ist prinzipiell vorhanden

2.450.000 €

1.050.000 € Modellhafter Umbau von Wohnraum mit unzeitgemäßen Grundrissen; Differenzierung des Wohnungsangebotes; vorbereitende Maßnahmen zum Abbau von Wohnungsleerstand; Durchführung in Abhängigkeit von wohnungswirtschaftlicher Untersuchung (siehe 2.9) Interesse prinzipiell vorhanden 6.700.000 € Qualifizierung des Standortes; Attraktivierung des Quartiers

1

2.5

"Beispielhafter Umbau eines Wohnhochhauses" Vorgeschlagene Standorte: Salchendorfer Weg 2

hoch

mittel

2006

2007-2012

6.700.000 € WIR / GEWOBAG: finanziell

S.T.E.R.N. GmbH | August 2005

Seite | 78

Vorbereitende Untersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau) Kosten Gesamtkosten Mitwirkungsbereitschaft finanziell / Verbindlichkeit immateriell 175.000 € 75.000 € Ausbau vorhandener Wohnungen zu Hochstandard-Appartements und deren öffentlichkeitswirksame Vermarktung; Imageaufwertung; Neugestaltung der Eingangsbereiche Qualifizierung des Standortes, Nutzung der Lagegunst direkt am Park, Attraktivierung des Quartiers Finanzierung privater Anteil öffentlicher Anteil Gesamteinschätzung Bedeutung, Effekt, Realisierungs-Chance Bewertung
Rangfolge innerhalb des Schlüsselprojektes

Nr.

Projekttitel

2.6 250.000 € Corpus Asset Wohnen ungewiss, da GmbH; finanziell Bestand im Vertrieb

Bedeutung / Effekte Zeitrahmen StadtGesamtPlanung Umsetzung umbaustadt gebiet "Panorama-Appartements am mittel mittel 2006 2006/2007 Kiesteich" Vorgeschlagene Standorte: Hochhäuser Am Kiesteich 18 und 20 2007-2012 ungewiss, da Bestand größtenteils im Vertrieb 3.000.000 € 3.000.000 € Kleinwohnungsbau GmbH / Corpus Asset Wohnen GmbH, sonstige Eigentümer: finanziell 2.200.000 € WIR / GEWOBAG: finanziell Interesse ist prinzipiell vorhanden 2.200.000 €

2.7

"Stadtvillen am Spektepark" Vorgeschlagene Standorte: Falkenseer Chaussee 200214A

hoch

mittel

2006

2.8

"Attraktives Wohnen im Grünen" Vorgeschlagene Standorte: Siegener Straße 18-22 2005/2006 15.000 € WIR / GEWOBAG: immateriell sehr hoch 10.500 €

hoch

mittel

2006

2007-2012

Qualifizierung des Standortes durch Schaffung attraktiven Wohnraumes für verschiedene Bewohnergruppen und städtebauliche Aufwertung; Attraktivierung des Gebietes 4.500 € Entwicklung eines wohnungswirtschaftlichen Konzeptes für den sozialen Wohnungsbau der 1960/70er Jahre, um den Leerstand abzubauen (siehe 2.4) 1

2.9

"Lösungsstrategien für die hoch Freudstraße" Vorgeschlagene Standorte: Freudstraße 3-15, Kraepelinweg 1-21, Falkenseer Chaussee 141

hoch

2005-2006

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Seite | 79

Vorbereitende Untersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau) Kosten Gesamtkosten Mitwirkungsbereitschaft finanziell / Verbindlichkeit immateriell 2.200.000 € 11.150.000 € Finanzierung privater Anteil öffentlicher Anteil Gesamteinschätzung Bedeutung, Effekt, Realisierungs-Chance Bewertung
Rangfolge innerhalb des Schlüsselprojektes

Nr.

Projekttitel

Bedeutung / Effekte StadtGesamtumbaustadt gebiet 13.350.000 €

Zeitrahmen Planung Umsetzung

3

Schlüsselprojekt "Ausbau des Spekteparkes" 2008-2009 sehr wahrschein9.000.000 € Wohnungsbaulich gesellschaften, TSV Spandau 1860 e.V.: finanziell, immateriell 500.000 €

3.1

"Badestelle Spektesee"

hoch

hoch

2006/2007

8.500.000 € Aufwertung angrenzender Wohngebiete; Beseitigung der Unfallgefahr; Neugestaltung von Uferbereichen; nachhaltige und dringend erforderliche Maßnahme; starkes Interesse des Bezirksamtes; hohe Realisierungschance 1.400.000 € Aufwertung der Wohnqualität und der Naherholungsfunktion durch Attraktivierung und Nutzungsintensivierung; Vernetzung mit angrenzenden Quartieren und Landschaft, hohe Realisierungschance

1

3.2

Parkgestaltung "Offenes Feld - hoch Grüner Magnet"

mittel

2006

2006/2007

1.400.000 €

3

3.3 2008-2010 2.100.000 € TSV, LSB: finanziell beiderseits hoch

"Vereinssportzentrum hoch Spektepark" Vorgeschlagener Standort: Am Kiesteich 49 (z. Zt. Parkplatz)

mittel

2006/2007

1.400.000 €

700.000 € Abgabe öffentlicher Flächen in private Zuständigkeit, Schaffung neuer kostengünstiger Sportangebote; hohe Wirksamkeit durch konzeptionelle Einbindung in geplante Nutzungsintensivierung des Spekteparks mit Schwerpunkt Sport, Gesundheit und Integration, Erweiterung des Sportangebotes; hohe Realisierungschance 250.000 € Integration und Qualifizierung arbeitsloser Jugendlicher; hohe Bedeutung durch Einbindung in Gesamtkonzept und angestrebte Nutzungsintensivierung des Spekteparks; beschäftigungspolitische Wirksamkeit durch Förderung der lokalen Ökonomie; hohe Realisierungschance

2

3.4 ab 2007 250.000 € TSV: immateriell

"Beschäftigung- und Qualifizierung in der Fahrradwerkstatt" Vorgeschlagener Standort: Nähe Vereinssportzentrum (Straße Am Kiesteich)

hoch

mittel

2006

hoch

3.5 langfristig

"Haltestellen Bötzowbahn" Vorgeschlagene Standorte: Falkenseer Chaussee und am Spektegrünzug / Spektesee

mittel

mittel

langfristig

600.000 € Osthavelländische Eisenbahn AG: finanziell

ungewiss, konnte nicht verifiziert werden

300.000 €

300.000 € regionale und überregionale Bedeutung durch zusätzliche Verkehrsanbindung eines überregional bedeutsamen Naherholungsgebietes; Schaffung einer lokalen "Besonderheit";

S.T.E.R.N. GmbH | August 2005

Seite | 80

Vorbereitende Untersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau) Kosten Gesamtkosten Mitwirkungsbereitschaft finanziell / Verbindlichkeit immateriell 510.000 € 3.480.000 € Finanzierung privater Anteil öffentlicher Anteil Gesamteinschätzung Bedeutung, Effekt, Realisierungs-Chance Bewertung
Rangfolge innerhalb des Schlüsselprojektes

Nr.

Projekttitel

Bedeutung / Effekte StadtGesamtumbaustadt gebiet 3.990.000 €

Zeitrahmen Planung Umsetzung

4

Schlüsselprojekt "Qualifizierung der sozialen Infrastruktur" 2005 200.000 € Charlottenburger Baugenossenschaft e.G.: finanziell hoch 170.000 €

4.1

Nachbarschafts- und Jugendtreff "Charlotte" Vorgesehener Standort: Am Freudenberger Weg 1

hoch

mittel

2005

30.000 € Abbau des Defizits an Treffpunkten für die Nachbarschaft; sehr konkretes, kurzfristig zu realisierendes Projektregionale und überregionale Bedeutung durch zusätzliche Verkehrsanbindung eines überregional bedeutsamen Naherholungsgebietes; Schaffung einer lokalen "Besonderheit"; hohe Realisierungschance 2.500.000 € Vernetzung öffentlicher Träger auf dem Areal, bessere Gebäudeausnutzung, Qualifizierung des schulischen Angebotes, Qualität der Schule als Standortfaktor für den Stadtteil und sein Image; hohe Realisierungschance 140.000 € Nutzung des kirchlichen Raumpotentials zur Erhöhung der kulturellen Angebote im Stadtteil; Vernetzung der Kirchen mit Kulturschaffenden; hohe Realisierungschance 2

4.2 2006-2010 2.550.000 € Sponsoren, konnte nicht Sportartikelwirtschaft verifiziert werden 50.000 €

"Sport- und Bildungscampus hoch Spektefeld" Standort: Schul- und Sportgelände Im Spektefeld 3137

hoch

2005/2006

4.3 2006-2010 sehr wahrscheinlich 150.000 € Jeremia-, PaulGerhardt-, Zufluchtund St. MarkusGemeinden: immateriell sonstige Sponsoren: finanziell 1.000.000 € Rotarier: finanziell und hoch immateriell

"Kulturtreff Kirchen" Standorte: Burbacher Weg 2, Im Spektefeld 26, Westerwaldstraße 26, Am Kiesteich 56

hoch

mittel

2006-2010

10.000 €

4.4

"Umbau Klubhaus" hoch Standort: Westerwaldstraße 13

mittel

2006

2007

250.000 €

750.000 € Schaffung eines kulturellen Zentrums im Stadtteil und am Westberliner Stadtrand. Erweiterung des Angebots für generationenübergreifende Nutzungen; wichtig für Qualifizierung der sozialen Infrastruktur und der Quartiersmitte Westerwaldstraße; Entlastung des Bezirks durch Trägerschaft eines freien Trägers in Kooperation mit den Rotariern; hohe Realisierungschance hoch 30.000 € 60.000 € Förderung der Identifikation und des Gemeinschaftslebens der Bewohner; Stabilisierung des Quartiers; sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis; hohe Realisierungschance

1

4.5

"Integrationsgärten" Standort: hoch Bestände der GSW, genauer Standort noch nicht festgelegt

mittel

2005/2006

ab 2006

90.000 € GSW: finanziell

3

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Vorbereitende Untersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau) Kosten Gesamtkosten Mitwirkungsbereitschaft finanziell / Verbindlichkeit immateriell 21.245.500 € 18.269.500 € Finanzierung privater Anteil öffentlicher Anteil Gesamteinschätzung Bedeutung, Effekt, Realisierungs-Chance Bewertung
Rangfolge innerhalb des Schlüsselprojektes

Nr.

Projekttitel

Bedeutung / Effekte StadtGesamtumbaustadt gebiet 39.515.000 €

Zeitrahmen Planung Umsetzung

Gesamt

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

6

EMPFEHLUNG ZUR ABGRENZUNG DES STADTUMBAUGEBIETES

Empfohlen wird, das Stadtumbaugebiet abweichend zur Gebietsabgrenzung des Voruntersuchungsgebietes mit folgenden Gebietserweiterungen festzusetzen: B. Traven-Oberschule / Kulturzentrum Forum Berücksichtigung der öffentlichen Flächen in diesem Bereich, da sie eine wichtige Versorgungsfunktion einnehmen Bebauung westlich der Stadtrandstraße Bedarfsgerechte Anpassung der hier vorhandenen Kindertagesstättengebäude auf öffentlichen Flächen Grünzug westlich der Wasserwerkstraße Berücksichtigung des Schulstandortes und der Freiflächen im öffentlichen Eigentum

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

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3

3 2

4 2

Pionierbrücke

Stadtrandsiedlung

4

Städtischer Friedhof "In den Kisseln"

Wochenend-

siedlung

Grenzstein

ND

Stadtumbau West
Voruntersuchungsgebiet Falkenhagener Feld

Kleingartenanlage

An der

ND

Stadtumbaugebiet

Bötzowbahn

Wochen-

Vorschlag für die zukünftige Gebietsabgrenzung

end-

siedlung

Abgrenzung Voruntersuchungsgebiet

Spektewiesen

Kleingartenanlage Bötzow-

Kleingarten-

anlage

Felgenlake

bahn

31,81

Wochenendsiedlung

31,83

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Spekteweg

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Maßstab (in DinA3) 1 : 8.000
Wochenendsiedlung Lutterkorth

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Datum:
Kleingartenanlage

08/08/2005 Bearbeitung: S.T.E.R.N. GmbH
An der Kappe

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Kleingarten-

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Herausgeber: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, I A, IV C Plangrundlage: LK Berlin, SenStadt III C A

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

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FAZIT

Handlungsbedarf
Als Ergebnis der Voruntersuchungen für das Untersuchungsgebiet Falkenhagener Feld ist festzustellen, dass a) ein deutlicher städtebaulicher Funktionsverlust gemäß § 171a Abs. 2 und 3 zu erwarten ist und b) durch ein frühzeitiges und präventives Eingreifen der öffentlichen Hand dem drohenden Funktionsverlust des Quartiers entgegengewirkt und eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung und Stabilisierung des Quartiers erzielt werden kann. Die Analyseergebnisse und deren Bewertung zeigen auf, dass sich aufgrund der demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen städtebauliche Probleme abzeichnen. Festzustellen ist ein steigender Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund vielfach ohne eigenes Einkommen und an älterer Bevölkerung. Gleichzeitig nehmen die Segregationstendenzen und Verarmungen infolge des wirtschaftlichen Strukturwandels zu, die mittel- bis langfristig zu einem veränderten Nachfrageverhalten, zu Wohnungsleerstand und einem Nachgeben der Marktpreise für Immobilien führen können. Um das Wohngebiet zu stabilisieren und aufzuwerten, bieten sich Stadtumbaulösungen an. Zur Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen wird empfohlen, die Vorschriften des Stadtumbaus anzuwenden, das Verfahren zur Festsetzung des Fördergebietes als Stadtumbaugebiet nach § 171 b BauGB einzuleiten und das Gebiet als Stadtumbaugebiet festzusetzen.

Stadtumbaukonzept
Erarbeitet wurde ein auf einem integrierten Ansatz beruhendes Stadtumbaukonzept. Dieses beinhaltet kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen und Strategien zur Verbesserung der Lebenschancen und zum Abbau von Konflikten sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen im Gebiet und skizziert das notwendige öffentliche und private Finanzierungsvolumen zur Umsetzung. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Entwicklung des Quartiers zu einem zukunftsfähigen Stadtteil umfassen dabei ein breites Spektrum: Diversifizierung und Anpassung des Wohnungsbestandes durch Modernisierung, ggf. Abriss und Neubau von hochwertigen Wohnungen für andere Bewohnergruppen, Qualifizierung der städtebaulichen Struktur durch den Ausbau der räumlichen und kulturellen Quartiersmittelpunkte, Maßnahmen zur Verbesserung und nachfragerechten Herstellung von Angeboten der sozialen und kulturellen Infrastruktur und Nutzungsaktivierung und Aufwertung des Freiraums.

-

Gesamtstädtische Bedeutung
Durch das Einleiten einer nachhaltigen Stadtentwicklung für die Großsiedlung Falkenhagener Feld können positive Impulse für die angrenzenden Gebiete erzielt werden. Die Weiterentwicklung und Stabilisierung dieses Quartiers kann

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Voruntersuchung Stadtumbau West Falkenhagener Feld (Spandau)

Modellcharakter für zukunftsfähige Stadtumbau-Strategien in anderen Großsiedlungen mit ähnlichen Problemen haben. Außerdem kann die frühzeitige Intervention eine weitere Zunahme von Problemquartieren in Berlin verhindern.

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Anhang

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8.1

ANHANG
Liste der Leitfadengespräche

Gesprächspartner Klubhausrunde, Herr Schaffrin, Herr Hebermehl, Frau Strobl u.a. Kita und Familienzentrum Fantasia der Fipp e.V., Herr Schulz und Bürger und Gemeinwesenverein i.Gr., Herr Graichen, Frau Hoffmann WIR / GEWOBAG-Verbund, Herr Krause, Frau Stubenvoll (Büro für Sozialplanung) BA Spandau, LUV Naturschutz, Grünflächen und Umwelt, Frau Hube, Herr Weiß Fidato HV GmbH Herr Timo Seidel Bendzko Immobilien, Herr Willi Bendzko IHZ, Frau Haufe, Herr Cordes BA Spandau, Schul- und Sportflächen, Herr Kleinert, Frau Liesegang Leuchtturm e.V., Migrantenverein, Herr und Frau Petkov Apellas property management, Herr Kopiske Charlottenburger Baugenossenschaft eG Herr Orlopp Herr Schubert Siegerland-Grundschule evangelische Kirchengemeinden im FF, Frau Goldschmidt , Herr Liefte, Herr Diekmann BA Spandau, Stadträtin Jugend, Frau Meys

Termin 17.5.05

Treffpunkt Klubhaus Westerwaldstraße Familienzentrum Fantasia, Westerwaldstraße Galenstraße 25a & Kraepelinweg/ Freudstr. Pionierstraße 80 / In den Kisseln telefonisch telefonisch Warschauer Str. 39/40, R- 403 Carl-Schurz-Straße 2/6 Pionierstraße 93 Schumannstr. 6 Dresselstraße 1 Westerwaldstraße 19 Burbacher Weg, Jeremias Gemeinde Carl-Schurz-Straße 2/6

19.5.05 24.5.05 und 23.6.05, jew. 10 Uhr 25.5.05 13 Uhr 26.5.05 26.5.05 31.5.05 12 Uhr 31.5.05 14.30 Uhr 2.6.05 10 Uhr 2.6.05 13.30 Uhr 3.6.05 9 Uhr 6.6.05 11 Uhr 6.6.05 14 Uhr 8.6.05 9.30 Uhr

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Anhang

Gesprächspartner GSW, Frau Steffler, Frau Glatzer Corpus Asset Wohnen GmbH, Frau Bortz-Hiller Rotarier Herr Strobel GAGFAH, Herr Hünich Turn- und Sportverein Spandau, Herr Pape

Termin 9.6.05 11 Uhr 20.6.05 16 Uhr 24.6.05 28.6.05 10 Uhr 1.7.05

Treffpunkt Afrikanische Straße 15 Spichernstraße 21 Klubhaus Westerwaldstraße Rüdesheimer Str. 50 Askanierring 150

8.2

Angaben zu den wichtigsten Eigentümern und Wohnungsbaugesellschaften im Falkenhagener Feld

(räumliche Zuordnung: siehe auch Eigentümerkarte)

Apellas Dritte Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG
Die Apellas GmbH ist ein deutsch-amerikanisches Unternehmen, an dem maßgeblich der Immobilienfond von George Soros beteiligt ist. Die Gesellschaft ist Eigentümerin von Wohnbauten an der Wasserwerkstraße und seit Dezember 2004 eines Wohngebäudes am Burbacher Weg. Zwar wird erkannt, dass Maßnahmen zur Stabilisierung und Entwicklung des Gebietes notwendig sind. Eine Beteiligung ist jedoch nur vorstellbar, wenn weitere Wohngebäude im Untersuchungsgebiet erworben werden können. Kennzahlen: Anzahl der Wohnungen im Gebiet: Lage dieser Wohnungen Bauzeit: Gebäude-/Wohnungsstruktur: Apellas Dritte Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG 768 Wasserwerkstraße Burbacher Weg 1969-1988 VII – XVI –geschossige Wohnbauten 2-3-Zi-Wohnungen

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Bendzko Immobilien/Furka Grundstücksgesellschaft mbH & Co. Vertriebs KG
Bendzko verwaltet an der östlichen Seite der Wasserwerkstraße ca. 1.000 Eigentumswohnungen, die auch mehrheitlich in eigenem Besitz sind. Das Unternehmen Furka Grundstücksgesellschaft ist Eigentümerin der Bestände „Am Bogen“ mit 942 Mietwohnungen. Furka befindet sich seit Kurzem im Insolvenzverfahren. Aus diesem Grund wird derzeit keine Möglichkeit zu einer Projektbeteiligung gesehen. Mitglieder der Familie Bendzko sind als Kommanditisten der Furka Grundstücksgesellschaft mbH im Handelsregister eingetragen.6 Ansprechpartner für die Beständen der Furka ist Herr Willi Bendzko. Kennzahlen: Anzahl der Wohnungen im Gebiet: Lage dieser Wohnungen Bauzeit: Gebäude-/Wohnungsstruktur: Bendzko Immobilien/Furka Grundstücksgesellschaft mbH & Co. Vertriebs KG ca. 2.000 (davon 1.000 Eigentumsund 942 Mietwohnungen Wasserwerkstraße / Haackzeile / Pfefferweg Am Bogen / Paul-Gerhardt-Ring 1962-1983 IV – XIV –geschossige Wohnbauten 1 – 3,5-Zi-Wohnungen

Charlottenburger Baugenossenschaft eG
Die Charlottenburger Baugenossenschaft eG wurde im Jahr 1907 gegründet und hat heute einen Bestand von rd. 6.600 Wohnungen sowie rund 12.300 Mitglieder. Grundsätzlich ist Bereitschaft vorhanden, sich auch über die Eigentumsgrenzen hinweg im Gebiet zu engagieren und sich an gemeinsamen Projekten –auch finanziell – zu beteiligen. Kennzahlen: Anzahl der Wohnungen im Gebiet: Lage dieser Wohnungen Bauzeit: Gebäude-/Wohnungsstruktur: Charlottenburger Baugenossenschaft eG 324 Eiserfelder Ring / Freudenberger Weg 1965-1988 IV –geschossige 2-3-Zi-Wohnungen Wohnbauten

6

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/serie_immo/440034.html (Stand: 03.06.2005)

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GAGFAH Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten
Die Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten wurde 1918 gegründet. Im Juni 2004 übernahm der US-Beteiligungsfonds Fortress die Gesellschaft von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). Die GAGFAH ist Immobilien-Dienstleister. Bisheriges Kerngeschäft ist die Verwaltung des Wohnungsbestandes, ein weiteres soll der Handel mit Wohnimmobilien werden. Das Unternehmen kauft Wohnungen von Bund, Ländern, Kommunen und Unternehmen, modernisiert diese und verkauft sie an Mieter und Kapitalanleger.7 Kennzahlen: Anzahl der Wohnungen im Gebiet: Lage dieser Wohnungen Bauzeit: Gebäude-/Wohnungsstruktur: GAGFAH Gemeinnützige AktienGesellschaft für AngestelltenHeimstätten 1.700 Ederkopfweg Hinter den Gärten Am Bogen / Paul-Gerhardt-Ring 1964-1994 IV-XVI –geschossige Wohnbauten

GSW Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH
Die GSW wurde 2004 von der US-Fondsgesellschaft Cerberus übernommen. Ziel des neuen Managements ist u.a. die Forcierung der Mieterprivatisierung, von der GSW werden Kauf, Finanzierung und Verwaltung aus einer Hand angeboten.8 Die GSW ist an einer Beteiligung am Stadtumbau im Falkenhagener Feld sowohl im Wohnungsbausektor als auch im Gewerbesektor interessiert. Kennzahlen: Anzahl der Wohnungen im Gebiet: Lage dieser Wohnungen Gewerbe Bauzeit: Gebäude-/Wohnungsstruktur: GSW Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH 2.642 Block zwischen Siegerwaldstraße – Pionierstraße – Frankenwaldstraße – Falkenseer Chaussee Nahversorgungszentrum „Westerwaldstraße“ 1964-1994 IV-XVI –geschossige Wohnbauten

7 8

http://www.fortressinv.de/-(upload/download/6.pdf (Stand: 07.06.2005) http://www.easywohnkauf.de (Stand: 06.06.2005)

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IHZ GmbH
IHZ GmbH ist ein Tochterunternehmen der WBM-Gruppe, einem landeseigenen Wohnungsunternehmen9, zu dem u.a auch die BEWOGE (Berliner Wohn- und Geschäftshaus GmbH) gehört. Sie ist verantwortlich für Vermietung, Verwaltung und Bewirtschaftung aller eigenen und im Auftrag anderer Eigentümer zu betreuender Immobilien innerhalb des Konzernverbundes. 3/4 des von der IHZ GmbH zu betreuenden Bestandes sind angepachtet.10 Die IHZ GmbH sieht keine Notwendigkeit, eigentumsübergreifend im Gebiet aktiv zu sein, da in den eigenen Beständen keine besonderen Probleme erkannt werden und negative Entwicklungstrends im Falkenhagener Feld die eigenen oder die zu verwaltenden Bestände nicht beeinträchtigen. Kennzahlen: Anzahl der Wohnungen im Gebiet: Lage dieser Wohnungen Bauzeit: Gebäude-/Wohnungsstruktur: IHZ GmbH ca. 400 Wasserwerkstraße / Pionierstraße 1967 VII-XVI –geschossige Wohnbauten überwiegend 2 bis 2,5-Zimmer Wohnungen

KWB Kleinwohnungsbau GmbH & Co. KG / Corpus Asset Wohnen GmbH
Die KWB Immobiliengesellschaft mit Sitz in Düsseldorf ist von der CORPUS Immobiliengruppe, einem Gemeinschaftsunternehmen u.a. der Sparkassen Köln-Bonn und Düsseldorf sowie der Frankfurter Sparkasse, übernommen worden.11 Die kompletten Bestände der Corpus im Falkenhagener Feld befinden sich derzeit im Vertrieb und sollen im Rahmen eines Bieterverfahrens im Herbst diesen Jahres veräußert werden. Daher stand die Corpus lediglich für Auskünfte zur Einschätzung der Qualitäten und Probleme ihres Bestandes zur Verfügung nicht jedoch zu Aussagen zur Mitwirkung beim Stadtumbau. Kennzahlen: Anzahl der Wohnungen im Gebiet: Lage dieser Wohnungen Gewerbe Bauzeit: Gebäude-/Wohnungsstruktur: Corpus Asset Wohnen GmbH ca. 680 Falkenseer Chaussee / Am Kiesteich / Posthausweg Nahversorgungszentrum „Am Posthausweg“ 1966 / 67 IV-XVI –geschossige Wohnbauten

http://www.wbmgruppe.de/cms/de/index2.html (Stand: 06.06.2005) http://www.ihz.de/cms/de/wir_ueber_uns/unser_unternehmen/Unser_Unternehmen.html (Stand: 02.06.2005) 11 http://www.dbconsult.db.com/ (Stand: 07.06.2005)
10

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WIR Wohnungsbaugesellschaft in Berlin mbH
Die WIR Wohnungsbaugesellschaft in Berlin mbH ist ein Unternehmen des GEWOBAG-Verbundes, das Land Berlin besitzt 90% der Geschäftsanteile. Tätigkeitsfelder sind die Verwaltung von Eigentumswohnungen, vermieteten Eigentumswohnungen, Mietwohnanlagen und sonstigem Grundbesitz. Zu ihrem Eigentum im Gebiet gehören öffentlich geförderte Wohnungsbauten aus den 60er Jahren sowie zwei durch das Bezirksamt betriebene Seniorenwohnhäuser. Die WIR GmbH hat großes Interesse, sich im Falkenhagener Feld (auch finanziell) zu engagieren. Schwerpunkt des Handlungserfordernisses sieht die WIR in ihren Beständen an der Freudstraße / Kraepelinweg aufgrund sich zuspitzender Leerstandsproblematik. Kennzahlen: Anzahl der Wohnungen im Gebiet: Lage dieser Wohnungen Bauzeit: Gebäude-/Wohnungsstruktur: WIR Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH ca. 2.087 Freudstraße / Kraepelinweg Falkenseer Chaussee / Burbacher Weg / Eiserfelder Ring 1962 bis 1995 IV-XVI –geschossige Wohnbauten in

Fidato Hausverwaltung GmbH
Die Fidato HV GmbH verwaltet im Falkenhagener Feld 550 WE an der Stadtrandstraße, die im ALB unter den Eigentumsbezeichnungen „Bär, Ernst“ und Contest Finanzdienstleistungen GmbH geführt werden. Inzwischen wurden aus diesem Bestand rund 50 WE in Einzeleigentum umgewandelt, auch diese werden von der Fidato HV verwaltet, nur ca. 10 davon werden durch die Einzeleigentümer selbst genutzt. Die Wohnanlage weist kaum Leerstand auf (unter 10%), der nördliche Teil der Wohnanlage wurde im Jahr 2000 mit Vollwärmeschutz versehen, dies ist auch für den südlichen Teil langfristig vorgesehen. ,Die Fidato GmbH geht davon aus, dass die im Stadtumbau-West relevanten Vorhaben den von ihr verwalteten Bestand nicht oder nur gering tangieren. Besondere Umbaumaßnahmen – jenseits der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen – sind hier nicht vorgesehen, auch wird weder kurzfristiger Handlungsdruck noch langfristige Erfordernis darin gesehen, da der Bestand aufgrund seiner Lage und Ausrichtung mit Blick ins weite Grüne ausreichend attraktiv ist und keine Probleme bestehen oder in Zukunft erwartet werden. Kennzahlen: Anzahl der Wohnungen im Gebiet: Lage dieser Wohnungen Bauzeit: Gebäude-/Wohnungsstruktur: Fidato HV GmbH ca. 500 Stadtrandstraße 1972 10-geschossige Gebäudekomplexe in überw. Ost-West-Ausrichtung

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Anhang

8.3

Akteure vor Ort

Netzwerke und Bewohnervertreter im Stadtteil
Ansprechpartner Bürger- und Gemeinwesenverein Falkenhagener Feld Leuchtturm e.V. Stadtteilkonferenz c/o Allgemeiner Sozialpädagogischer Dienst Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. (Netzwerk der Gewerbetreibenden) Herr Graichen Frau und Herr Petkov Frau Proske Adresse c/o Kita Fantasia Westerwaldstraße 15/17, 13589 Berlin Westerwaldstraße /Ecke Pionierstraße, 13589 Berlin Südekumzeile 3, 13591 Berlin Telefon 3715 1117 3788 8050 Telefax

367 077 37

367 077 42

Frau Fliegel

Breite Straße 37, 13597 Berlin

333 65 91

353 02 332

Wohnungsbaugesellschaften, Mieterbeiräte und angegliederte Sozialdienste
Ansprechpartner Apellas Vermögenverwaltungsgesellschaft mbH Bundesvermögensamt Corpus Asset Wohnen GmbH Fidato HV GmbH IHZ GmbH GAGFAH NCC Immobilien GmbH Bendzko Immobilien Präzisa Immobilien Herr Kupiske Frau Scheurs Frau Bortz-Hiller Herr Seidel Herr Cordes Herr Hünich Herr Dr. Hoffmann Herr Benzko Herr Blau Adresse Schumannstraße 6, 10117 Berlin Fasanenstraße 87, 10623 Berlin Spichernstraße 21, 10777 Berlin Karlsbader Straße 1, 14193 Berlin Warschauer Straße 39-40, 10130 Berlin Rüdesheimer Straße 50, 14197 Berlin Am Bahnhof 1, 15517 Fürstenwalde Kurfürstendamm 16, 10719 Berlin Kantstraße 164, 10623 Berlin Dresselstraße 1, 14057 Berlin Galenstraße 25a, 13597 Berlin Galenstraße 25a, 13597 Berlin Neuendorfer Straße 1, 13585 Berlin 8899 0 88588500 32000266 4708 4511 4708 4557 2534 2562 88 99 209 88588501 Telefon 240 4770 318 3279 318 14 60 Telefax

218 60 -89 / 213 59 27 88 447 132 62 2471-30 8 27 81-0 326946-99 2471-4100 8 27 81-100

Charlottenburger Baugenossenschaft Herr Orlob e.G. GEWOBAG Büro für Sozialplanung c/o GEWOBAG GSW GmbH Herr Krause Frau Stubenvoll Frau Steffler

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Gemeinwesen, Kirchen, sonstige Projekte
Ansprechpartner Lückeprojekt der Ev.P-GerhardtGemeinde Evangelische JeremiaKirchengemeinde Evangelische Kirchengemeinde Zuflucht Evangelische Kirche Herr Lieftel Paul-Gerhardt Restaurant "eff eff" BIG STEPS Stadtbibliothek Kinder- und Jugendgesundheitsdienst KJGD Säugling, Schüler Katholische Kirchengemeinde St. Markus JugendTheaterWerkstatt Spandau e.V. Intermezzo im Klubhaus TREFF Evangelischer Kirchenkreis Spandau Herr Schaffrin Herr Schneller Frau Kevenhörster Frau Goldschmidt Frau Weißbrich Frau Marschall Frau Strobl Frau Donat Adresse Hinter den Gärten 22, 13589 Berlin Burbacher Weg 2, 13583 Berlin Westerwaldstraße 16 -18, 13589 Berlin Im Spektefeld 26, 13589 Berlin Westerwaldstraße 13, 13589 Berlin Falkenseer Chaussee 260, 13583Berlin Westerwaldstraße 19/21, 13589 Berlin Im Spektefeld 35, 13589 Berlin Im Spektefeld 35, 13589 Berlin Am Kiesteich 50, 13589 Berlin im Klubhaus Westerwaldstraße 13, 13589 Berlin Westerwaldstraße 13, 13589 Berlin Mindener Straße 3, 10589 Berlin Im Spektefeld 26, 13589 Berlin 374 995 10 374 995 - 31 /-32 373 22 16 Telefon 373 63 29 Telefax

Herr Diekmann

372 30 85

372 25 23 373 6253 3083 7210 614 010 86

375 87 623 3788 9520 373 63 29 3735060 3788 9801

8.4

Soziale Infrastruktur
Träger Einrichtungsart Anschrift der Einrichtung Kapazität Sonstiges

Bezeichnung

Kindertagesstätten
Kita „Am Falkenhagener Feld“ Kita der ev. Kirchengemeinde „Zuflucht“ Kita der kath. Kirchengemeinde St. Markus Ev. Kirchengemeinde „Am Falkenhagener Feld“ Ev. Kirchengemeinde „Zuflucht“ Kath. Kirchengemeinde St. Markus Diakonisches Werk Berlin e.V. Diakonisches Werk Berlin e.V. Caritasverband Berlin e.V. Siegener Str. 50 13583 Berlin 80 Plätze (212 Jahre) 20 Plätze (26 Jahre) 15 Plätze (36 Jahre) 55 Plätze (16 Jahre) ganztägige Betreuung

Westerwaldstr. 16 13589 Berlin Am Kiesteich 50 13589 Berlin

ganztägige Betreuung ganztägige Betreuung

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Anhang

Bezeichnung Kita „Humanistischer Verband Lv Berlin e.V.“ Kita „FIPP e.V.“ Kita „Remscheider Straße 39“ Kita „Stadtrandstr. 465“

Träger Humanistischer Verband Deutschlands, Landesverband Berlin e.V. FIPP e.V. Bezirksamt Spandau Bezirksamt Spandau

Einrichtungsart

Anschrift der Einrichtung Wasserwerkstr. 3 13589 Berlin Westerwaldstr. 15 13589 Berlin Remscheider Str. 39 13583 Berlin Stadtrandstr. 465 13589 Berlin

Kapazität 150 Plätze (8 Wo – 12 Jahre) 145 Plätze (1-12 Jahre) 120 Plätze (1-12 Jahre) 167 Plätze (2-12 Jahre) 50 Plätze (13 Jahre) 54 Plätze (36 Jahre) 40 Plätze (612 Jahre)

Sonstiges

freier Träger

ganztägige Betreuung ganztägige Betreuung ganztägige Betreuung ganztägige Betreuung

freier Träger öffentlich öffentlich

Kita „Spekteweg 63“

Bezirksamt Spandau

öffentlich

Spekteweg 63 13583 Berlin

ganztägige Betreuung

Grundschulen
Grundschule am Wasserwerk Grundschule im Beerwinkel öffentlich Pionierstr. 197 13589 BerlinSpandau Im Spektefeld 31 13589 Berlin 177 Schüler (2004/2005) 536 Schüler (2004/2005) integrative Klassen integrative Klassen/ Sportprofilierung Kleinklassen für Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache

öffentlich

SiegerlandGrundschule

öffentlich

Westerwaldstr. 1921 13589 Berlin

446 Schüler (2004/2005)

Gesamtschulen
Martin-BuberOberschule B.-TravenOberschule öffentlich Im Spektefeld 33 13589 Berlin Recklinghauser Weg 26-32 13583 Berlin 1114 Schüler (2004/2005) 524 Schüler (2004/2005) Ganztagsschule, integrative Klassen

öffentlich

Sonderschulen
Schule am Stadtrand öffentlich Pionierstr. 197 13589 Berlin 118 Schüler (2004/2005) sonderpädagogisches Förderzentrum

Jugendeinrichtungen
Klubhaus Falkenhagener Feld – Stadtteilzentrum für Bildung, Kultur und Freizeit Bauspielplatz Pionierstraße Jugendfreizeitzentrum Kulturzentrum Forum ab 12 Jahre, Bistro, Billard, Tischtennis, Töpferei, Lesesaal, Mädchencafé u.v.m.

Bezirksamt Spandau

öffentlich

Westerwaldstr. 13 13589 Berlin

Bezirksamt Spandau und Trägerverein Bezirksamt Spandau

öffentlich

Pionierstraße 195, 13589 Berlin Gelsenkirchener Straße 12-20 13587 Berlin

öffentlich

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Anhang

8.5 SENATSVORLAGE

S.T.E.R.N. GmbH | Januar 2006

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