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Full text: Der Sozialraum als Wirkfaktor

KVJS Wirkungsorientierung Info 4
Der Sozialraum als Wirkfaktor

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Wirkungsorientierung – Info Dezember 2011 Herausgeber: Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg Autoren/innen: Irmgard Fischer-Orthwein Michael Heck Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock Ingrid Krczal Gerhard Opp Dr. Jürgen Strohmaier Bettina Süßmilch Gestaltung: Waltraud Gross Lindenspürstraße 39 70176 Stuttgart Kontakt: Telefon 0711 6375-0 www.kvjs.de

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Zu dieser Ausgabe
Sozialraumorientierung setzt nicht auf die klassische Einzelhilfe und kompensatorische Hilfeleistung, sondern stellt den Willen der Betroffenen in den Mittelpunkt, unterstützt deren Eigeninitiative und Selbsthilfe, und konzentriert sich auf die Ressourcen. Dieses Wirk-Info informiert über aktuelle Ansätze, Projekte und Erfahrungen der Sozialraumorientierung in den Arbeitsfeldern der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Integration in Beschäftigung. Bringt die Sozialraumorientierung konkrete Effekte?

Was sind die Wirkfaktoren?
Manchmal sind es Kleinigkeiten, die große Wirkung zeigen!

Idee und Konzept der Sozialraumorientierung
Dr. Jürgen Strohmaier Mit der Idee und dem Konzept der Sozialraumorientierung werden die Weichen dafür gestellt, soziale Netzwerke in einem definierten Raum zu organisieren und zu stärken. Sozialraumorientierung wird in verschiedenen Feldern und Arbeitsbereichen der Sozialen Arbeit praktiziert. In der Jugendhilfe ist sie auch im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) verortet. Dort heißt es zum Beispiel im § 27 Abs. 2, dass „das engere soziale Umfeld des Kindes oder Jugendlichen einbezogen werden“ soll.1 Die Bedeutung des Alltags und seine sozio-ökonomischen Netzwerke im sozialen Raum sollten systematischer und umfassender in direkter Unmittelbarkeit in die Fallarbeit mit jungen Menschen und ihren Familien Eingang finden. „Sozialraumorientierung ist die Bezeichnung für ein Fachkonzept, das eine Brückenfunktion hat zwischen großen Entwürfen und kleinteiligen, in völlig unterschiedlichen Kontexten entwickelten Methoden“ (W. Hinte in Jugendhilfe 49, 4/2011).

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Fokus auf die Ressourcen und aktive Einmischung
Sozialraumorientierung ist das Fundament für den Aufbau und die Entwicklung des Gemeinwesens. Es geht darum, Ressourcen abzuklopfen und vorrangig nach den Interessen von Menschen zu fragen, die in Wohngebieten mit erhöhtem infrastrukturellen Entwicklungsbedarf leben. Ressourcenorientierung geht also von der Prämisse aus, dass die Benachteiligung bestimmter sozialer Milieus mit der struk-

1	 Vgl. Kunkel (Hrsg.), Lehr und Praxiskommentar zum SGB VIII, 4. Auflage, 2011: Das soziale Umfeld „ist neben der Familie die Schule, die Ausbildungsstelle, der Freundeskreis, das Milieu, in dem sich das Kind oder der Jugendliche aufhält“ (S. 303).

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turellen Vernachlässigung bestimmter Sozialräume zusammenhängt und zum Beispiel durch aktive bürgerschaftliche Einmischungen bei der Raum- und Stadtplanung egalisiert werden müssen. Die Idee der Sozialraumorientierung ist immer noch aktuell. Dazu zwei Beispiele: •	 Erstens, weil sie eine wesentliche Grundlage für das Kommunikationsnetz bei Inklusionsprozessen bildet. Sozialräumliche Vernetzung wird auf Dauer angelegt und strukturell so vorbereitet, dass sich professionelle und nicht-professionelle Akteurinnen und Akteure regelmäßig begegnen und ihre jeweiligen Interessen miteinander verhandeln und vereinbaren. Wenn es zum Beispiel im Sinne der Inklusion darum geht, junge Menschen mit Behinderungen in ihrem Lebensumfeld zu beschulen und auszubilden, können sozialräumlich gewachsene Bedingungen (Zusammenarbeit von Schulen, Jugendhilfe, Elterninitiativen, Stadt- oder Gemeindeverwaltung etc.) eine solide Voraussetzung für ein barrierefreies Gemeinwesen und wechselseitige Teilhabe darstellen. •	 Zweitens bieten sich aber auch in der Zusammenschau mit dem demogra-

phischen Wandel Gelegenheiten und Chancen, sozialraumorientierte Konzepte neu zu denken und zu fassen. Der Rückgang bestimmter Alterskohorten erfordert Sozialraumanalysen, die bedarfsorientiert herausarbeiten, wie zum Beispiel Synergien im Bereich der Kinderbetreuung oder Ganztagesschule genutzt werden können. Es muss damit gerechnet werden, dass die Auslastung von Einrichtungen in manchen Regionen spürbar abnimmt. Der sozialräumliche Grundgedanke erhöht die Chancen für gute regionale Lösungen. Sozialraumorientierung ist keine Modeerscheinung und steht nach wie vor in Wechselwirkung mit sozialen Prozessen. Sie muss deshalb im thematischen wie inhaltlichen Verständnis immer wieder neu gedacht und weiterentwickelt werden. Die Idee der Sozialraumorientierung baut auf die Vernetzungs- und Gestaltungskompetenzen sowie die Integrationskraft der Akteurinnen und Akteure vor Ort und bewegt sich im Spannungsfeld zwischen bürgerschaftlicher Selbstverantwortung und kommunalpolitischem Handeln im Gemeinwesen.

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Kleinigkeiten zeigen große Wirkung
Michael Heck Der KVJS konzipiert und erprobt seit 2008 mit den Stadt- und Landkreisen in BadenWürttemberg „Neue Bausteine in der Eingliederungshilfe“. Dabei sollen neue, innovative Ideen bei Angeboten und Hilfen für Menschen mit Behinderung auf ihre Wirkung im Hinblick auf die angestrebten Ziele und die Wirtschaftlichkeit der Leistungen erprobt und untersucht werden. Da alle Projekte wissenschaftlich begleitet werden, liegen verlässliche Aussagen über einzelne Wirkfaktoren vor. Eines dieser Projekte hat den Titel „Erkennen und Ausschöpfen von Ressourcen und Bildung von Netzwerken für einen am Sozialraum orientierten Wohnverbund“, und wurde gemeinsam mit der Landeshauptstadt Stuttgart durchgeführt. Ein Ziel dabei war es, Wirkfaktoren herauszufiltern, die eine gelingende Inklusion von Bewohnern mit einer geistigen Behinderung in einem Sozialraum befördern oder hemmen. Personenbezogene ambulante Wohnhilfen im Gegensatz zu einer stationären Wohnheimbetreuung können nämlich wirkungsvoll nur dann eingesetzt werden, wenn auch der Sozialraum, in dem die Menschen mit Behinderung selbständig als Bürger unter Bürgern leben, die Voraussetzungen erfüllt, dass alle Bewohner an den Angeboten und der Infrastruktur teilhaben können. Sie sollten nicht wieder zum Beispiel in der Freizeit auf Sondereinrichtungen und spezielle Angebote verwiesen werden. Die Ausgestaltung der individuellen Hilfen mit Unterstützung eines Netzwerkes im Sozialraum erhöht die gesellschaftliche Teilhabe und kann damit ambulantes Wohnen auch bei höherem Hilfebedarf ermöglichen. Bürgerinnen und Bürger in einem Sozialraum für die Belange von Menschen mit einer geistigen Behinderung zu sensibilisieren gelang in diesem Projekt zunächst über Kontakte mit der unmittelbaren Nachbarschaft. Infoveranstaltungen, Besuche, gemeinsame Feste und Aktionen waren dabei der Türöffner, um Unsicherheiten und Vorurteile abzubauen und Unterstützung wo nötig zu sichern. Es gelang, die Bewohner im Sozialraum davon zu überzeugen, dass die Barrierefreiheit, die für die Menschen mit Behinderung von großer Wichtigkeit ist, auch enorme Vorteile für alle Bürger hat, da sie auch älteren Menschen, Müttern mit Kindern, Fahrradfahrern und so weiter die Mobilität erleichtert. Die Dualen Hochschule Baden-Württemberg schlägt in ihrem Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung zu diesem Projekt für eine wirkungsvolle Inklusion im Sozialraum eine „3-Ebenen-Strategie“ vor. 1. Es müssen Schlüsselpersonen (z. B. Bezirksvorsteher, Gemeinderäte, Pfarrer, Ärzte, bekannte und geschätzte Bewohner) im Sozialraum gefunden und für das Anliegen der Teilhabe auch von Bürgern mit Behinderung gewonnen werden. 2. Diese Schlüsselpersonen sollten Türöffner sein für Anbieter im Sozialraum zum Beispiel Vereine, Initiativen, Clubs und Organisationen, damit die Verantwortlichen der Angebote überzeugt werden, diese so zu gestalten, dass auch eine Teilhabe von Menschen mit Behinderung möglich ist. 3. Auf der dritten Ebene müssen dann die aktiven Gestalter der Angebote, die Gruppenleiter, Organisatoren und Prak-

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tiker genauso wie die sich beteiligenden Bürgerinnen und Bürger dafür gewonnen werden, Menschen mit Behinderung in ihrer Individualität und Eigenart als Partner und Teilnehmer entsprechend ihrer Fähigkeiten anzunehmen. Als besonders wirkungsvoll erwiesen sich dabei kleine Maßnahmen, zum Beispiel das Anbringen einer Rampe an öffentlichen Gebäuden, die im Folgenden erweiterte Diskussionen zu Teilhabemöglichkeiten oder Teilhabehemmnissen im Sozialraum auslösten. Je mehr Personen in die Thematik einbezogen werden konnten, umso besser gelang die Vernetzung,

weil jede Person im Sozialraum, die mit dem Thema Teilhabe befasst ist wieder eine Brücke zu anderen Personen und Organisationen darstellt, so dass ein tragfähiges Netzwerk im Laufe der Zeit entstehen kann. Eine solche Netzwerkstrategie bedarf einer professionellen Begleitung und Koordination. Die Verantwortung für diese Aufgabe kann jedoch nicht bei den Menschen mit Behinderung und ihren Unterstützungssystemen wie zum Beispiel der Eingliederungshilfe alleine liegen sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.

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KVJS-Forschungsvorhaben „Regionale Arbeitsmarktforschung und -planung zur Integration von Menschen mit wesentlicher Behinderung“
Gerhard Opp Das aktuelle Schwerpunktthema „Inklusion“ und die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, rücken insbesondere auch die berufliche Teilhabe in „inklusiven Arbeitswelten“ in den Fokus. Dabei ist es ein zentrales Ziel, den Übergang von Menschen mit Behinderungen aus der Schule oder der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt weiter zu erhöhen. Der KVJS hat deshalb das Forschungsvorhaben „Regionale Arbeitsmarktforschung und -planung zur Integration von Menschen mit wesentlicher Behinderung“ ausgeschrieben. In dieser Ausschreibung wurde folgendes Ziel formuliert: „Umfassende Beschäftigung außerhalb von WfbM zu schaffen und die Angebotsvielfalt der Teilhabe am Arbeitsleben zu erhöhen“. den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt beeinflussen. Dabei geht es einerseits um die vorhandenen strukturellen Rahmenbedingungen und andererseits um individuelle Faktoren bei den Menschen mit Behinderungen. Die entsprechenden Wirkzusammenhänge auf diesen Ebenen, im Kontext mit weiteren Rahmenbedingungen (z. B. regionaler Arbeitsmarkt) sollen dabei plastisch beschrieben und so aufbereitet werden, dass unmittelbar Empfehlungen für die Fachpraxis abgeleitet werden können. Den Zuschlag für das vom KVJS ausgeschriebene Forschungsprojekt hat ein Anbieterverbund, bestehend aus dem Institut für Technologie und Arbeit (ITA), an der Technischen Universität Kaiserslautern und der „Forschungsstelle für das Management von Sozialorganisationen (FORMS)“ der Universität Stuttgart, erhalten. Am 15.09.2011 fand beim KVJS die Auftaktveranstaltung dieses Forschungsvorhabens statt. Weitere Infos finden Sie unter http://www.kvjs.de/forschung/regionalearbeitsmarktforschung.html

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Fördernde und hemmende Faktoren erforschen
Die zentrale Aufgabenstellung des KVJSForschungsprojekts besteht darin, auf der Basis einer vergleichenden Regionalforschung im Sozialraum fördernde und hemmende Faktoren zu eruieren, die

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Sozialraumorientierung unterstützt und sichert die Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt
Ingrid Krczal Die Aktion 1000 in Baden-Württemberg, ein landesweites Bündnis aus Politik, Verbänden, Leistungserbringern und Leistungsträgern befasst sich seit 2005 damit, wirkungsvolle Instrumente und Maßnahmen für die Teilhabe wesentlich behinderter Menschen am allgemeinen Arbeitsmarkt anbieten zu können . In den Stadt- und Landkreisen arbeiten in den Netzwerkkonferenzen die Sonderschulen, die Werkstätten für behinderte Menschen, der Integrationsfachdienst (IFD) sowie Sozialhilfeträger, Arbeitsagentur und Integrationsamt des KVJS, das Staatliche Schulamt, Sozialplanung und Schulverwaltung an der Umsetzung dieser Ziele engagiert zusammen. Die Akteure beschäftigen sich vor allem damit, die Situation wesentlich behinderter Arbeitssuchender und Arbeitnehmer zu betrachten, wirksame Unterstützungsangebote für den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vor Ort zu finden und passende Maßnahmen zur Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten im Sozialraum zu entwickeln. Dabei spielt zunehmend die Erkenntnis eine Rolle, dass die Möglichkeit des barrierefreien Zugangs zu sozialräumlichen Angeboten im Arbeits- und Wohnumfeld für behinderte Arbeitnehmer ebenso wichtig wie notwendig ist, um ihre Arbeitsplätze nachhaltig sichern zu können. Vor allem bei der Vermittlung von Menschen mit einer geistigen oder psychischen Behinderung auf den allgemeinen Arbeitzsmarkt ist die enge Zusammenarbeit von IFD, Fallmanagement der Eingliederungshilfe, Sozialplanung und eventuellen Stadtteil- oder Sozialraummanagern notwendig. In einer ganzheitlichen Betrachtung ist dabei auch das soziale Umfeld und die Lebensbedingungen dieser Menschen in ihrem unmittelbaren Sozialraum einzubeziehen, um individuell Lösungen zur Verbesserung ihrer Teilhabechancen zu finden. Manchmal sind es relativ einfache aber wirksame Mosaiksteine, die die Zugangsmöglichkeiten zum Sozialraum entscheidend verbessern können, wie zum Beispiel die Einrichtung einer weiteren Bushaltestelle oder ein zusätzliches Angebot bei Vereinen oder Veranstaltern. Absprachen zwischen dem IFD, der sich um die Sicherung des betrieblichen Arbeitsplatzes kümmert und den möglichen Ansprechpartnern, die Wohnen und Freizeit begleiten, sind ebenso notwendig. Die Unterstützung bei der Bildung persönlicher Netzwerke kann die Zufriedenheit und das Gefühl der Zugehörigkeit als Bewohner des Sozialraums entscheidend verbessern. Dies spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, um die Teilhabe am Arbeitsleben nachhaltig zu sichern.

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Was macht unsere Arbeit dauerhaft wirksam?
Aufbau inklusiver Versorgungsstrukturen in Modellregionen im Landkreis Karlsruhe
Bettina Süßmilch Die Integration von Menschen mit Behinderung wird im Landkreis Karlsruhe schon seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt. Integrationsamt und Integrationsfachdienst, Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Akteure verschiedener professioneller Leistungserbringer blicken auf eine beeindruckende Anzahl von Vermittlungen betroffener Menschen in Arbeit zurück. Nun setzt ein weiteres Modellprojekt an, diese Erfolge zu verstetigen und Inklusion nachhaltig zu verwirklichen. Seit Februar 2011 unterstützt der KVJS mit Fördermitteln aus den „Neuen Bausteinen in der Eingliederungshilfe“ die verstärkte Sozialraumorientierung, die sich der Landkreis zum Ziel gesetzt hat. Zu diesem Zweck informiert und aktiviert die Sozialplanung des Kreises offensiv die kommunale Ebene. Bürgermeister und Gewerbevereine sind dabei ebenso Ansprechpartner wie politische Amtsinhaber oder der lokale Sportverein; alle werden in ausführlichen Einzelgesprächen, offenen Informationsveranstaltungen oder am gemeinsamen runden Tisch auf das Thema hingeführt. Nicht wenige erfahren dabei erstmals, dass auch in ihrer Gemeinde Menschen mit Behinderung leben, denn gerade wenn diese bereits langjährig in Sondereinrichtungen versorgt sind, treten sie im öffentlichen Leben und Erscheinungsbild ihrer Heimatorte häufig in den Hintergrund. Das soll sich nun ändern: Auch ihnen sollen der eigene Sozialraum und lokale öffentliche Strukturen gleichermaßen und nachhaltig zur Verfügung stehen. Dazu gilt es, Nachbarn, Gemeinden und politisch Verantwortliche für die Belange von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren und diese primär als Mitbürger mit individuellem Unterstützungsbedarf zu erkennen.

Modellregionen spiegeln unterschiedliche Bedingungen im Landkreis wider
Die differenzierte politische wie soziale Landschaft des Kreises spiegeln dabei drei Modellregionen wider. Die ausgewählten Gemeinden Rheinstetten, Oberderdingen und Sulzfeld bilden ländliche ebenso wie städtische Strukturen des Kreises ab und sind geprägt durch sich stark unterscheidende infrastrukturelle Bedingungen. Gemeinsam ist den drei Regionen, dass es hier bislang keine professionellen Angebote im Bereich Arbeit für Menschen mit Behinderung gab. Statt solche aber nun aufzubauen, setzt der Landkreis im Zeichen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ganz auf die Schaffung inklusiver Strukturen.

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Nichtprofessionelle Bürger verbessern Wirksamkeit professioneller Bemühungen nachhaltig
Das Modell nutzt weiterhin die Unterstützung derjenigen, die schon bisher in der Vermittlung dieser Personengruppe tä-

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tig waren und über entsprechende Fachkenntnis und Netzwerke verfügen. Neu ist dabei das kommunalpolitische „Fachwissen“ und weitgehende Engagement, dass die Kreis-Sozialplanung als für die Versorgung der Menschen mit Behinderung verantwortlicher Leistungsträger aufbietet. Die Zugänge zu den politischen Gremien und zu Amtsinhabern in den Gemeinden sind es, die der Landkreis in diese Aufgabenstellung einbringt. Diese Kontakte sollen auf der kommunalen Ebene helfen, für die Umsetzung inklusiver Versorgung und Betreuung von Menschen mit Behinderung zu werben. Vielfältige Projekte haben gezeigt, dass dies ein Schlüssel-Kriterium für dauerhaften Erfolg und Verbesserung der Wirksamkeit professioneller Bemühungen ist. Ein solcher Ansatz entspringt dem Verständnis, Behinderung als soziales Interaktionsmodell zu verstehen, und entspricht damit dem der Behindertenrechtskonvention zugrunde liegenden Paradigma. In der Folge kann es nicht mehr ausschließlich darum gehen, individuelle „Defizite“ durch Förderung zu kompensieren. Die notwendige „Anpassungsleistung“ wird in der Lebenssituation im Sozialraum und im Zusammenspiel vom Mensch und Umwelt erkannt.

Soziale Kontakte außerhalb der Arbeit sollen stützen – Gesellschaftliche Verantwortung initiieren
Auch wenn es im Kern um die Vermittlung in Arbeit gehen mag, ist es längt

nicht damit getan, eine Stelle zu vermitteln und den Arbeitsprozess zu begleiten. Selbst ein inklusiver Arbeitsplatz ist nur die Hälfte wert, wenn alle vertrauten Kontakte zum Beispiel zu früheren Kollegen damit abbrechen. Schnell entsteht dann der Wunsch, wieder in die Gemeinschaft der Werkstatt für Menschen mit Behinderung zurückkehren zu wollen. Besonders diejenigen, die zuvor lange in den komplexen Versorgungsstrukturen einer Sondereinrichtung betreut wurden, haben häufig ihren gesamten Freundeskreis und alle sozialen Beziehungen ebenfalls innerhalb dieser Strukturen. Nicht selten fehlen außerhalb der professionellen Kontakte Freundschaften oder Bekanntschaften mit Menschen ohne Behinderung völlig. Eine nachhaltige Vermittlung erfordert daher immer auch den Beziehungsaufbau innerhalb der neuen Strukturen, um den neuen Sozialraum mit Leben zu füllen. Nachbarn, Politik oder Vereine sollen dafür gewonnen werden, Verantwortung zu übernehmen und den notwendigen Beistand im häuslichen und im Freizeitbereich zu sichern – und die sogenannte Einbeziehung in Regelangebote zu realisieren. Dadurch schließt sich die Lücke der noch fehlenden sozialen Beziehungen außerhalb von Werkstatt oder Wohnheim. Erst dann entsteht mit der neuen Arbeitstätigkeit auch ein neuer und dauerhaft inklusiver Lebensbereich im eigenen, sozialen Raum.

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Sozialraumorientierung beim Fallmanagement in der Eingliederungshilfe
Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock Fallmanagement und Sozialraumorientierung spielen in der Praxis der Eingliederungshilfe in ihrer gegenseitigen Wechselwirkung zunehmend eine größere Rolle. Das Fallmanagement als eine ganzheitliche und umfassende Betrachtungsweise eines Einzelfalles, erschließt unter Anderen die Lebenslagen von Menschen und die bei ihnen und ihrem sozialen Umfeld vorhandenen Potentiale und Ressourcen. Es versucht eine Wechselbeziehung zwischen den Angeboten und Dienstleistungen, dem Betroffenen und seinem sozialen Raum herzustellen. So betrachtet ist das Fallmanagement auch eine Vernetzungsarbeit im unmittelbaren Wohnumfeld jedes Menschen in Ortsteilen, Wohnvierteln, Städten und Gemeinden mit sämtlichen persönlichen, sozialen, emotionalen und kulturellen Bindungen. Teilhabe am „ganz normalen“ Leben in der Gemeinschaft. Aufgabe eines sozialraumorientierten Fallmanagements ist dabei im Rahmen der individuellen Hilfeplanung die Angebote des sozialen Raums zu erschließen und zu berücksichtigen. Fallmanager sollten deshalb die Vielfalt des Sozialraums wie sie zum Beispiel Vereine, Kirchen, Verbände, Schulen, Nachbarn, Freunde und Angehörigen, Einrichtungen und Dienste darstellen, mit bedenken und diese als selbstverständliche Ressourcen in die Hilfeplanung mit einbeziehen. Das Fallmanagement hat im Zusammenhang mit der Sozialraumorientierung auch fallübergreifende Aufgaben. Auf Grund der im Rahmen der Gesamtplanung gesammelten Erfahrungen, ist es Aufgabe des Fallmanagements darauf hinzuwirken beziehungsweise darauf hinzuweisen, dass die örtlichen Regelangebote und die Infrastruktur so verändert oder weiter entwickelt werden, damit sie auch von Menschen mit Behinderung in Anspruch genommen werden können. Das Fallmanagement kann sich durchaus aktiv mit seinem Know How über die Bedarfslagen in die kommunalen Entscheidungsstrukturen und Netzwerke einbringen, zum Beispiel durch die Mitwirkung bei der Erstellung von örtlichen Teilhabeplänen.

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Fallmanagement fördert Inklusion
In der Eingliederungshilfe bedeutet Sozialraumorientierung, dass der Mensch mit Behinderung dabei unterstützt wird, die allgemeinen Angebote des Sozialraumes zu nutzen und so am gesellschaftlichen Leben seines Umfelds beziehungsweise am Leben in der Gemeinde teil zu haben. Dadurch soll auch seine Selbstverantwortung und Selbständigkeit gestärkt werden. Ein sozialraumorientiertes Fallmanagement fördert insoweit auch die Umsetzung der Inklusion im Sinne der

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Wie Erfahrungswissen wirkt – Sozialraumorientierte Wirkungsdynamik am Beispiel des Reutlinger Lebenslagenberichtes
Dr. Jürgen Strohmaier Im Heft Nr. 3 des KVJS-Wirkungsorientierung-Info wurde ausführlich auf die Idee des Erfahrungswissens als Aspekt von (Selbst-)Wirksamkeit von Fachkräften in der Sozialen Arbeit eingegangen. Im Folgenden wird anhand des Beispieles „Lebenslagenbericht Alleinerziehende im Landkreis Reutlingen“ dargelegt, wie das Erfahrungswissen von Fachkräften für die Sozialplanung in Stadt- und Landkreisen wirkungsvoll genutzt werden kann.2 Ausgangspunkt für den Lebenslagenbericht war das gemeinsame Bestreben der Liga der freien Wohlfahrtspflege, des Landkreises Reutlingen, der Stadt Reutlingen und des Job-Centers, einen Sozialbericht (zunächst im Sinne eines Armutsberichtes) zu erstellen, der sich kritisch mit Lebenssituationen von Alleinerziehenden im Landkreis auseinandersetzt und auf diese aufmerksam macht. Erfahrungsgemäß können die Organe von Landkreisen und Stadtverwaltungen bei der Sozialplanung oft andere, gegenläufige Interessen (bspw. bei der Interpretation von Sozialdaten) haben als freie Träger, die im Feld der Sozialen Arbeit agieren. Deshalb mussten im ersten Schritt die jeweiligen Interessen auf einen Nenner gebracht und im zweiten ein realisierbares Ziel formuliert und abgesteckt werden: Die Erstellung und Veröffentlichung eines gemeinsamen Berichtes, der sowohl ein sozialraumorientiertes Planungs- und Steuerungsinstrument darstellt sowie kommunales Aktivierungspotential für soziale Räume enthält. Der Prozess zur Erstellung des Lebenslagenberichtes wurde vom Autor dieses Artikels moderiert und wissenschaftlich begleitet.

Eine andere Art von Wissen
Um die Idee eines Lebenslagenberichtes, der möglichst viele Perspektiven bestimmter sozialer Milieus in den Blick nimmt, umsetzen zu können, wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die mit den jeweiligen Vertreter/innen der kommunalen Verwaltung sowie freien Träger besetzt wurde. Diese Vertreter/innen gelten als Experten für Sozialarbeit beziehungsweise Sozialpolitik mit und für Familien, aktiv mitgearbeitet haben unter Anderem die Sozial- und Jugendamtsleiterin des Landkreises. Unter den Gesichtspunkten diverser Tätigkeitsfelder, verschiedener Berufsbiographien und heterogener fachlicher Ressourcen wurde eine „open source“ mit einem Reichtum an Erfahrungswissen angezapft. Nun ging es darum, den Erfahrungsschatz der Akteure als Ressource für den gemeinsamen Arbeitsprozess zu heben und ihn in Wissen zu transformieren. Das praktische Wissen im Sinne der Phronesis, das hier aus dem (Arbeits-)Leben heraus erworben

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2	 Dieser Artikel liegt auch in längerer Fassung vor, die eine ausführlichere Beschreibung des Forschungsansatzes enthält. Kontakt: Juergen.Strohmaier@kvjs.de

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wird, „ist eine andere Art Wissen“ (H.G. Gadamer) und unterscheidet sich vom deklarativen und theoretisch herangebildeten Wissen. Zu Beginn des Prozesses kristallisierte sich heraus, dass es den Experten im Grunde ein Anliegen war, Lebenslagenkonzepte von Alleinerziehenden darzustellen, die verschiedene Lebens- und Alltagsbereiche in den Blick nehmen. Der Focus lag somit nicht mehr auf Armut, sondern auf Alltags- und Lebensbewältigung zum Beispiel mit den Facetten Kinderbetreuung, Erwerbstätigkeit, Wohnsituation, Mobilität und soziale Netzwerke. Ein breiterer Zugang zur Zielgruppe entstand auch dadurch, weil die – wohl gut gemeinte – Sensibilisierung auf Armut für die Experten nicht mehr allein im Vordergrund stand. Aus der Sicht der jeweiligen Zielgruppen kann die einseitige Focusierung auf Armut oder andere Notlagen immer auch stigmatisierende Aspekte in sich tragen. Die Studie sollte aber keine stigmatisierenden Assoziationen hervorrufen. Eine Erkenntnis daraus war, Alleinerziehenden ebenso wie Professionellen eine Expertenrolle zuzuerkennen und diese zu aktivieren. Das bedeutet auch, dass die Befragten den erforderlichen Raum bekommen, ihre Alltagserfahrungen anhand von ausführlichen Interviews schildern und reflektieren können. Es gab also zwei Grundperspektiven: Die Sicht der Alleinerziehenden und die Sicht von Akteuren/ innen, die im Rahmen professioneller Beratung (Familienberatung, Job Center etc.) tätig sind.

der qualitativen Sozialforschung zu unterstützen und die Ergebnisse wissenschaftlich abzusichern. Dazu gehörten insbesondere die leitfadengestützten Interviews mit den Familien und die Gruppeninterviews mit den Professionellen. Für die Interviews erhielten nicht nur die wissenschaftlich ausgebildeten Interviewerinnen, sondern auch die interviewten Familien ein Honorar. Nicht nur die Befragung war ihr Geld wert, sondern auch die Antworten und das Erfahrungswissen der Befragten. Gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung wurde von Prozessbeginn an zum Leitmotiv erhoben. Die reziproke Abklärung der Interessenslagen ist nicht nur die Einflugschneise für Beteiligungsprozesse, sondern gleichzeitig Voraussetzung für die Ernte von Erfahrungswissen. Dazu gehört die Einsicht von Professionellen, dass ihre Profiperspektiven nicht vertikal oder hegemonial gegenüber Zielgruppen („Klientel“) sein müssen. Sie sollten vielmehr dem demokratischen Primat folgen und auf horizontale Beteiligung ausgerichtet sein, denn das ist eine wesentliche Voraussetzung für ein gemeinsames Grundverständnis. Folgerichtig wurde die inhaltliche Gliederung des Lebenslagenberichtes und die damit verbundene Vorgehensweise aus der Arbeitsgruppe selbst heraus entwickelt: Es wurde ein Konsens darüber hergestellt, dass die Entwicklung, Durchführung und Auswertung der Interviews in Auftrag gegeben, die anderen Teile der Studie aber in Eigenarbeit erstellt werden. Dieser Konsens wurde mit Verantwortung jedes einzelnen verknüpft, mit bestimmten Aufgaben und Aufträgen zum Gelingen des Berichtes beizutragen – dies war gleichzeitig der Ankerpunkt für den Gesamtprozess. Dazu gehörte auch der Lern- und Verständigungsprozess, dass Erfahrungswissen und Selbstwirksamkeit die Brückenpfei-

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Auf die Perspektiven kommt es an
Diese beiden Grundperspektiven wurden kombiniert mit der wissenschaftlich distanzierten Außenperspektive: Eine Studiengruppe des Instituts für Erziehungswissenschaften der Uni Tübingen erhielt den Auftrag, den Bericht mit Methoden

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ler der Partizipation bilden, weil beides allen Akteuren unmittelbare Zugänge zum praktischen Diskurs ermöglicht. TopdownStrukturen würden sich bei dieser Dynamik kontraproduktiv auswirken, deshalb haben die übergeordneten Gremien „ihre Experten“ mit der maximalen Entscheidungskompetenz ausgestattet. In einem Zeitraum von etwa zwei Jahren ist es also gelungen, •	 eine Gruppe von professionellen Experten freier und öffentlicher Träger aus ihrem teilweise festgefahrenen Rollenverständnis zu entfesseln und ein gegenseitiges Ausschöpfen ihrer jeweiligen Handlungs- und Wissensbestände zu erzeugen, •	 Alleinerziehende und Ein-Eltern-Familien für die Interviews zu gewinnen, diese zum aktiven Mitmachen zu ermutigen und ihnen den ideellen Kontext des Prozesses zu vermitteln, •	 die kommunikative Zusammenarbeit zwischen professionellen Praktikern und wissenschaftlich ausgebildeten Fachleuten auf ein tragfähiges und produktives Fundament zu stellen, •	 statistisches und quantitatives Material aus den Planungsbereichen von Stadt und Landkreis zusammen zu tragen, zu sichten, nach Sozialräumen auszuwerten und in ansprechenden Graphiken darzustellen, •	 die Verwaltung und die Liga der freien Wohlfahrtsverbände in ihren übergeordneten Ausschüssen und Gremien regelmäßig und systematisch zu informieren und gegebenenfalls Aufträge neu zu justieren, •	 eine Pressekonferenz und einen Fachtag zum Thema ´Lebenslagen von Alleinerziehenden` abzuhalten beziehungsweise durchzuführen, •	 und schließlich die mühsame Kleinarbeit durch die Expertengruppe (z. B.

Textbausteine schreiben), die zur Erstellung des Gesamtberichts, der als Broschüre erschienen ist, erforderlich war, zeitlich und inhaltlich zu organisieren. Eine kontinuierliche Prozessbegleitung mit den Schwerpunkten Moderation und wissenschaftliche Beratung wurde von allen Beteiligten als wesentliche Voraussetzung für das Gelingen und als stabilisierender Faktor erlebt und benannt. Die Arbeitsgruppe der professionellen Experten hat über den gesamten Zeitraum hinweg verlässlich und vertrauensvoll zusammengearbeitet, die Akteure/innen haben ihre Aufgaben termingerecht erledigt und den erstellten Zeitplan zuverlässig eingehalten.

Der Prozess als hermeneutischer Zirkel
Der Gesamtprozess zur Erstellung des Lebenslagenberichtes hat im Grunde den Charakter eines hermeneutischen Zirkels angenommen, weil allen Beteiligten die Chance zugespielt wurde, nicht nur einen Erfahrungs- sondern auch einen Wissensprozess gemeinsam durchzuführen. Die Zusammenschau von individuellen Erfahrungen und die Sichtung von Daten sowie die gegenseitige Vermittlung von Informationen haben vielfältige Möglichkeiten eines Wissenszuwachses für alle Beteiligten ermöglicht. Über diese Stufen – Daten-Informationen-Erfahrungen und Wissen – hinaus wurde sozusagen eine Kompetenzdividende ausgeschüttet: Durch diesen mehrstufigen, reflexiven Modellprozess hindurch konnten sowohl die Fachleute aus Praxis und Theorie als auch die befragten Familien einen Zuwachs an Kompetenz in Beruf, Forschung und Alltagsbewältigung erreichen: „Weil Menschen etwas können, was Technik nicht kann – nämlich Information in Wissen zu verwandeln – rücken die Beschäf-

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tigten als ´die Wissenden´ mehr und mehr in den Mittelpunkt“.3 Diese Feststellung hat sich hier auf positive Weise bestätigt. Mehr noch: Sie wirkt in viele Lebensbereiche hinein, wenn Sie offen agiert und den Focus systematisch auf Beteiligung setzt. Die Resonanz der Fachwelt und den beteiligten Behörden und Ämter war entsprechend hoch. Der Bericht wird bisher noch regelmäßig in den zuständigen Gremien angeführt und im Liga-Hauptausschuss werden die vereinbarten Ziele überprüft.

Auch wurde er zwischenzeitlich von anderen Landkreisen (bundesweit) bestellt und als Beispiel für ähnliche orts- und sozialraumbezogene Prozesse angefragt. Die Gremien des Landkreises Reutlingen und der Liga-Hauptausschuss haben inzwischen einen zweiten Lebenslagenbericht in Auftrag gegeben – er wird auf der Basis des ersten Prozesses erstellt: Zur Zeit entsteht der Bericht „Kinderreiche Familien im Landkreis Reutlingen“, der in 2012 erscheinen wird.

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3	 Ulrich Klotz in: Computer und Arbeit 9/2011, Seite 6

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Infos und Veranstaltungshinweise
Literaturempfehlungen zum Thema Sozialraumorientierung
Wolfgang Hinte: Das Fachkonzept „Sozialraumorientierung“ als Grundlage für den Umbau der Jugendhilfe; Jugendhilfe 4/2011 Budde/Früchtel/Hinte (Hrsg.): Sozialraumorientierung – Wege zu einer veränderten Praxis, VS Verlag, 2006 Veronika Hammer, Ronald Lutz, Silke Mardorf und Mario Rund (Hrsg.): Gemeinsam leben – gemeinsam gestalten: Zugänge und Perspektiven Integrierter Sozialraumplanung Campus Verlag, 2010 16 Uwe Hellwig, Jörg Reiner Hoppe und Jürgen Termath (Hrsg.): Sozialraumorientierung – ein ganzheitlicher Ansatz. Werkbuch für Studium und Praxis. Eigenverlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V., Berlin 2007 Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten unter http://www.kvjs.de/fortbildung.html

KVJS-Werkzeugkoffer zur Wirkungsorientierung
Der KVJS stellt auf seiner Homepage einen Werkzeugkoffer Wirkungsorientierung als Service zur Unterstützung der wirkungsorientierten Praxis der Sozialen Arbeit zur Verfügung. Der Werkzeugkoffer enthält Handreichungen und Checklisten sowie ausgewählte Beispiele und Materialien aus der Praxis der Jugendhilfe, Sozialhilfe und Integration in Arbeit. Auch dieses Wirk-Info sowie die Vorgängerhefte sind dort zu finden. Schauen Sie doch mal in den Werkzeugkoffer Wirkungsorientierung unter http://www.kvjs.de/service/ werkzeugkoffer-wirkungsorientierung. html Der Werkzeugkoffer wird regelmäßig aktualisiert. Aktuelle Beispiele und Erfahrungen aus Ihrer Praxis sind willkommen! Bitte setzen Sie sich hierzu mit Frau Fischer-Orthwein in Verbindung. Irmgard.Fischer-Orthwein@kvjs.de oder Telefon 0711 6375-445

Veranstaltungshinweise zum Thema Wirkungsorientierung
Praxiserprobte Verfahren zur Erfassung der Wirkungen von Kooperationsformen der Jugendhilfe (WiKo) – Abschlusstagung am 21.5.12 in Gültstein Wirkungsorientierung in vernetzter Kooperation von Kinder- und Jugendarbeit und Schule – Seminar 19.-21.11.12 in Gültstein
        
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