Publication:
2015
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-7729393
Path:
2/2015

KVJS

aktuell
Soziales

Wie steht es um die Hilfen für Menschen mit Behinderung?
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KVJS

Barrieren im Internet umschiffen
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KVJS zeichnet IFD des Jahres aus
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Integration

Jugend

Flüchtlinge: Kreise am Rande der Erschöpfung
Seite 18

KVJS

Inhaltsverzeichnis
KVJS Soziales 	 3	 Anpassung an neue Gesetze: KVJS optimiert seinen Internetauftritt 	 4	 Wie steht es um die Hilfen für Menschen mit Behinderung? 	 6	 Barrierefreiheit: Info-Reihe zum Anpassen von Wohnungen 	 7	 Beirat der Fawo hat Arbeit aufgenommen Integration 	 8	 KVJS ehrt Generationenzentrum Sonnenberg 	 9	 IFD Schwarzwald-Baar-Heuberg ist IFD des Jahres 	10	 Gastlichkeit auf historischem Gelände 	11	 KVJS fördert Hilfen für Hörbehinderte 	13	 KVJS-Integrationsamt auf Ausbildungsmesse 	13	 Modernisierter CAP-Markt Karlsruhe wieder eröffnet 2 	13	 Feinschmecker lobt Himmelreich Jugend 	14	 DVDs stellen Pforzheimer Jugendhilfeangebot vor 	15	 Das KVJS-Landesjugendamt ist mit ehrgeizigen Zielen ins Jahr gestartet 	16	 Ehemalige Heimkinder finden Gehör 	17	 EU-Bildungsprojekt verbessert Schlüsselqualifikationen 	18	 Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen schneller verteilt werden 	19	 „Schulterschluss“ hat die Kooperation von Jugend- und Suchthilfe verbessert Fortbildung Neu erschienen 	20	 Freie Plätze bei Veranstaltungen zur Sozialhilfe und Integration 	22	 Beim KVJS erschienen

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Der KVJS bietet bereits einige barrierefreie Funktionen an.

Barrieren umschiffen
Anpassung an neue Gesetze: KVJS optimiert seinen Internetauftritt
Schon von Beginn an war die Barrierefreiheit seiner Internetseiten ein großes Thema für den KVJS. Schon heute kann man die Homepage in verschiedenen barrierefreien Varianten betrachten. Bald sollen neue hinzukommen.
„Das Bessere ist des Guten Feind“ – nach diesem Motto entwickelt der KVJS die Barrierefreiheit seines Internet-Auftritts weiter. Derzeit ist der Auftritt vor allem an die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen angepasst. Für gehörlose Nutzer stehen im Bereich „Behinderung und Beruf“ Filme in Gebärdensprache zur Verfügung, die über das KVJS-Integrationsamt informieren. Die Weiterentwicklung der KVJS-Homepage setzt damit auch die in Paragraph zehn des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes geforderte Barrierefreiheit medialer Angebote um. Die dort formulierten Anforderungen orientieren sich an den Standards der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0). Demnach sollen die wichtigsten Inhalte für alle zugänglich sein. Leichte Sprache Der nächste Schritt beim Ausbau der Barrierefreiheit wird das Angebot von KVJSInhalten in Leichter Sprache sein, an der momentan gearbeitet wird. Leichte Sprache wendet sich vor allem an Menschen mit Lernschwierigkeiten. Doch auch Personen mit schwachen Deutschkenntnissen werden von dem neuen Angebot profitieren. Bei seinen im Internet angebotenen aktuellen Publikationen will KVJS ebenfalls Barrieren wegräumen. Die Veröffentlichungen des KVJS-Integrationsamtes sind jetzt bereits zum Teil barrierefrei, weitere sollen folgen. mok 3

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Wie steht es um die Hilfen für Menschen mit Behinderung?
KVJS analysiert kommunale Teilhabeplanung
Wie viele stationäre Wohnplätze gibt es in Baden-Württemberg für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung? Wie wird die Versorgung in zehn Jahren aussehen? Was wollen die Kreise vorantreiben? Der Kommunalverband erhebt den Stand der Sozial- und Einrichtungsplanung für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung.
Der KVJS führt dazu bis Ende 2016 eine wissenschaftliche Situationsanalyse in Baden-Württemberg durch. Erste Ergebnisse werden im nächsten Frühjahr vorliegen. Die sozialwissenschaftliche Untersuchung will das bisher Erreichte und die zukünftigen Aufgaben in den Blick nehmen. „Inzwischen haben alle 44 Stadt- und Landkreise eine Sozialplanung aufgebaut, haben mit oder ohne Beteiligung des KVJS Teilhabepläne erarbeitet oder andere Formen der Planung erstellt“, sagt Michael Heck. Er ist Leiter des federführenden KVJS-Referats Sozialplanung. „Es ist deshalb sinnvoll, Bilanz zu ziehen und einen Gesamtstand für Baden-Württemberg zu ermitteln und zu analysieren. Damit können wir den Sachstand des bisher Erreichten im Rahmen der Inklusion und der UN-Konvention mit Blick auf die Sozial- und Einrichtungsplanung für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung festhalten.“ Die baden-württembergischen Stadt- und Landkreise setzen hohe Erwartungen in die Studie. „In zwei Jahren wird der KVJS einen umfassenden Überblick über aktuelle Themen und zukünftige Trends bieten können“, sagt Heck. „Zentrales Anliegen ist es, eine kommunale Perspektive einzunehmen“, berichtet KVJS-Sozialplanerin Christine Blankenfeld. Die Kreise wollen sich ein fundiertes Bild machen und darauf eine Strategie aufbauen. „Diese kann und darf bei jedem Kreis anders sein. Denn die Zuständigkeit für die Planung liegt allein bei den Stadt- und Landkreisen.“ Die Studie werde allgemeine Aussagen für das ganze Land treffen und regionale Besonderheiten berücksichtigen. Zum Beispiel gäbe es in manchen Regionen große überregional belegte Standorte, in anderen nicht. Methodisch beleuchtet der KVJS die Lage mit einer quantitativen und qualitativen Erhebung. Zuerst wertet das Forschungsteam vorhandene Daten aus, zum Beispiel KVJS-Statistiken zur Eingliederungshilfe und zum Gemeindepsychiatrischen Verbund. Danach erheben die Sozialwissenschaftler neue Daten zum Stand der Sozial- und Teilhabeplanung. „Das bestehende Versorgungssystem wird dadurch transparent“, sagt Blankenfeld. In etlichen Kreisen können teilweise auch Teilhabepläne herangezogen werden, welche die Kommunen mit Unterstützung des KVJS oder eigenständig erstellt haben. „Darüber hinaus will die Analyse herausfinden, wo die Kreise Schwierigkeiten bei der Versorgung sehen“, berichtet Blankenfeld. Dazu führt der KVJS Experten-Interviews mit allen 44 Sozialdezernenten und

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den Sozial- und Psychiatrieplanern. „Was sind Ihre aktuellen Aufgaben, wo liegen Herausforderungen und wo drückt der Schuh am meisten?“ Nicht zuletzt schätzt der Verband anhand der amtlichen, landesweiten Zahlen der Schulabgänger mit geistiger Behinderung, wie viele Menschen in den nächsten zehn Jahren wohnortnah zu versorgen sein werden. Für die Untersuchung verstärkt der KVJSVerbandsausschuss das erfahrene Team des KVJS-Referats Sozialplanung mit einer sozialwissenschaftlichen Fachkraft. Ein Arbeitskreis aus Fachkräften der Kreise und der kommunalen Spitzenverbände begleitet die Studie. Der KVJS ist mit den örtlichen Überlegungen zur Sozial- und Teilhabeplanung vertraut. Der Verband ist in die Strukturen vor Ort vielfältig eingebunden und pflegt zu den Verantwortlichen in den Stadt- und Landkreisen und zu den Trägern der Einrichtungen langjährige Kontakte. Seit dem Jahr 2005 bietet der KVJS interessierten Stadt- und Landkreisen an, sie beim Erstellen so genannter Teilhabepläne für Menschen mit geistiger Behinderung und

psychischer Erkrankung sowie bei Kreisseniorenplänen zu unterstützen. 25 von 44 Stadt- und Landkreisen haben den Verband mit der Durchführung einer oder mehrerer dieser Planarten beauftragt. syr

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Teilhabe für alle.

Foto: KVJS

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Serie: Werkstatt Wohnen

Stufen überwinden, Schwellen senken, Sicherheit erhöhen
Info-Reihe zum Anpassen von Wohnungen
Barrierefreiheit ist im Kommen. Im Sommer bietet die Stuttgarter KVJS-Werkstatt Wohnen deshalb für alle Interessierten erstmals eine Vortragsreihe zur Treppen- und Schwellenanpassung sowie zum altersgerechten Bad.
Veranstaltet wird die Reihe der Wohnberatung des Deutschen Roten Kreuzes Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Kommunalverband. Ausgewiesene Fachleute erklären in allgemein verständlichen Worten, welche Produkte es gibt, was bei einer Anpassungsmaßnahme zu beachten ist, welche Kosten entstehen und ob es Fördermittel gibt. Besonders herzlich eingeladen sind ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Die Veranstaltungen sind kostenlos. Mittwoch, 10. Juni 2015, 16 bis 19 Uhr Auftaktveranstaltung Vorstellung der Wohnberatung, kostenfreie Führungen in der Werkstatt Wohnen. Es besteht die Möglichkeit, mit einem Altersanzug die Einschränkungen der fortgeschrittenen Lebensjahre zu erleben. Donnerstag, 18. Juni 2015, 18 bis 20 Uhr Treppen bewältigen mit Technik •	 Wolfgang Bäcker, Hackenberg Liftsysteme herstellerneutraler Vortrag •	 ein Sanitätshaus stellt ein Treppensteiggerät für das Überwinden von Stufen und Treppen vor Donnerstag, 25. Juni 2015, 16 bis 18 Uhr Offene Sprechstunde: Schwellenüberwindung mit Rampen und Handläufen Verschiedene Hersteller informieren und stellen ihre Produkte vor. 18 bis 20 Uhr Beratung zu miet- und baurechtlichen Fragen einer Wohnungsanpassungsmaßnahme Donnerstag, 2. Juli 2015, 16 bis 18 Uhr Offene Sprechstunde: Rollatorcheck durch ein Sanitätshaus 18 bis 20 Uhr Vortrag: Altersgerechtes Bad So finden Sie die KVJS-Werkstatt Wohnen: KVJS, Werkstatt Wohnen Lindenspürstraße 39 70176 Stuttgart (West) Telefon 0711 63 75-0 werkstatt-wohnen@kvjs.de syr

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Lift-Fahren in der Werkstatt Wohnen. Foto: Rizvi

Die Werkstatt Wohnen auf der REHAB
Die Werkstatt Wohnen präsentiert sich auch dieses Jahr auf der REHAB in Karlsruhe. Die REHAB ist eine der führenden Fachmessen für Rehabilitation, Therapie und Prävention. Sie richtet sich an Fachleute, Betroffene und betreuende Angehörige. 23. bis 25. April 2015 Messe Karlsruhe Weitere Informationen: www.rehab-karlsruhe.com 

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31-facher Sachverstand
Beirat der Fawo hat Arbeit aufgenommen
Die neue Fachstelle für ambulant unterstützte Wohnformen (FaWo) hat jetzt einen Beirat. Derweil arbeitet die FaWo bereits auf Hochtouren.
Das Sozialministerium Baden-Württembergs hat 31 Vertreter von kommunalen Landesverbänden, Kostenträgern, Interessensvertretungen, Selbsthilfeverbänden, Trägern, Wohngemeinschaften, der Wohnungswirtschaft und des Landes in den Beirat berufen. Den Vorsitz hat der Kommunalverband für Jugend und Soziales. In seiner ersten Sitzung im Februar beriet und verabschiedete der Beirat die Geschäftsordnung. Ergänzend erteilte er der Fachstelle den Auftrag, durch breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerksarbeit und Beratung Impulse zum Auf- und Ausbau innovativer Wohnformen auf der Basis des neuen Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetzes zu setzen. Der Mitglieder des Beirats beraten, unterstützen und begleiten fachlich die Arbeit der Fachstelle. Ausgehend von ihren Praxiserfahrungen und ihrer Expertise geben sie Impulse für die Arbeit der FaWo. Außerdem vermitteln sie Kontakte und tragen Inhalte in die eigenen Organisationen weiter. Die Fachstelle ist organisatorisch dem KVJS zugeordnet und als Stabsstelle dem KVJS-Sozialdezernat unterstellt. Die Fachstelle hat inzwischen Räume in der Senefelder Straße in Stuttgart bezogen und ist voll einsatzbereit. Die Anfragen von Einzelpersonen, Kommunen, Privatanbietern, Vereinen und Wohlfahrtsverbänden hat seit Jahresbeginn erheblich zugenommen. Vor allem Informationen zu den FelChristiane Biber und Thomas Kallenowski beraten Kreise und Interessenten. Foto: Reisinger

dern Finanzierung, Konzeption und Organisationsstrukturen waren bisher gefragt. rei

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FaWo – Fachstelle für ambulant unterstützte Wohnformen
Senefelderstraße 73 70176 Stuttgart Christiane Biber Telefon 0711 6375-763 Thomas Kallenowski Telefon 0711 6375-762 Fax: 0711 6375-761 fawo@kvjs.de www.kvjs.de/soziales/senioren/fawo.html

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Serie: Ausgezeichnet!

„Sie bringen die Würze in den Alltag!“
KVJS ehrt beispielhaft behindertenfreundlichen Arbeitgeber
Rund 200 Senioren nutzen die verschiedenen Pflegeangebote im Generationenzentrum Sonnenberg, umsorgt von Teams, zu denen auch zehn Menschen mit Behinderung zählen.
Angela Schaette, Fachberaterin des Stuttgarter Integrationsfachdienstes (IFD) stieß bei der Suche nach Praktikumsplätzen für Sonderschüler auf offene Ohren im Sonnenberger GeUnterstützung in der Demenzgruppe. nerationenzentrum: zwei jungen Leuten bekamen ihre Chance. Mittlerweile hat das Generationenzentrum acht ehemalige Praktikanten fest angestellt. „Das hat auch innerhalb des Eigenbetriebs „leben Handpflege bei einem Bewohner. Fotos: Kleusch & wohnen“ der Stadt Stuttgart Früchte getragen“, erklärt Schaette, denn weitere Einrichtungen zeihen jetzt bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung nach. Mit Einfühlungsvermögen und Geduld – und Unterstützung durch den IFD – fanden Einrichtungsleiter Friedrich Dollt und Hauswirtschaftsleiterin Cornelia Schwab jeweils das passende Arbeitsumfeld. „Die jungen Leute brauchen überschaubare Tätigkeiten, die sie gut abschließen können“, sagt Dollt, und freut sich, dass sogar der anfangs skeptische Hausmeister heute auf seinen schwerbehinderten Assistenten nichts mehr kommen lässt. Kleine Tricks helfen Mit kleinen Tricks kann auch jemand, der nicht lesen kann, die richtige Zeitung ausliefern. Eben nicht die Stuttgarter Zeitung oder die Stuttgarter Nachrichten, sondern die mit dem gelben Balken und die mit dem blauen. „Wenn es nicht ausreicht, etwas aufzuschreiben, dann muss man es eben vielleicht mit Zeichnen versuchen“ sagt Hauswirtschaftsleiterin Schwab. Einige Beschäftigte mit Behinderung sind regelrecht aufgeblüht. Etwa die schüchterne Anna, Hauswirtschaftshelferin in einer Demenzgruppe. Mit ihrem Basteltalent unterstützt sie auch die Aktivierung von Senioren. Cornelia Schwab: „Wir haben sehr positive Reaktionen von Bewohnern wie Angehörigen auf unsere behinderten Mitarbeiter. Sie bringen die Würze in den Alltag.“ mok

Das Generationenzentrum Sonnenberg gehört zum Eigenbetrieb „leben & wohnen“ der Stadt Stuttgart. Der KVJS verlieh ihm im Februar die Auszeichnung als „Beispielhaft behindertenfreundlicher Arbeitgeber“.

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Integration

Durchstarter nach Durststrecke
IFD Schwarzwald-Baar-Heuberg ist IFD des Jahres
Vereint wurden sie stark: 2006 schlossen sich die kleinen Integrationsfachdienste (IFD) von Villingen, Rottweil und Tuttlingen zum IFD Schwarzwald-Baar-Heuberg zusammen. Ihn zeichnete nun der KVJS als Integrationsfachdienst des Jahres aus.
Der Integrationsfachdienst SchwarzwaldBaar-Heuberg hat im vergangenen Jahr 30 Menschen mit Behinderung zu einem Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verholfen. Mehr als 90 Prozent der Vermittlungen haben langfristig Bestand: Ein landesweiter Spitzenwert und einer der Gründe für die Auszeichnung als Integrationsfachdienst des Jahres 2014. Spitzenreiter ist der IFD bei der Sicherung von Beschäftigungsverhältnissen: Doppelt so häufig wie im Landesdurchschnitt wurden gefährdete Arbeitsplätze gerettet. „Für diesen Erfolg sind gute Kontakte zu den örtlichen Arbeitgebern unabdingbar“, hob Senator e.h. Prof. Roland Klinger, Verbandsdirektor des KVJS, hervor. „Ohne die Bereitschaft der vielen Betriebe in der Region, Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse anzubieten, wäre eine Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben nicht möglich.“ Der Weg an die Spitze war für das IFDTeam um Leiterin Anke Schmidt nicht leicht. Die drei kleinen Teams der ursprünglichen Integrationsfachdienste mussten sich 2006 zu einem neuen, größeren zusammenraufen. In der Rankingliste aller IFD dümpelte der neu geformte Dienst auf dem vorletzten Platz. Unterstützung durch externe Beratung und Teamsupervision brachte nur langsam Besserung. Erst einige Zeit später kam die Wende. Gemeinsam mit der für den IFD zuständigen Regionalkoordination des KVJS und der Geschäftsführerin des Trägers wurde ein neuer Teamentwicklungsprozess in Gang gebracht, der bis heute läuft. Der IFD Schwarzwald-Baar-Heuberg hat seine Durststrecke erfolgreich hinter sich gelassen. mok

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Die KVJS-Auszeichnungsaktion
Seit 2006 verleiht der KVJS die Auszeichnung dem leistungsfähigsten Integrationsfachdienst in Baden-Württemberg. Durch diese Auszeichnung will der KVJS deren hohen Stellenwert für die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben bekannt machen und die erfolgreiche Arbeit würdigen. Die 22 Integrationsfachdienste in Baden-Württemberg sind an 35 Standorten präsent und decken dabei alle Stadt- und Landkreise ab. Dort arbeiten rund 200 Integrationsfachberater. Die Integrationsfachdienste sind im Auftrag des KVJS sowie der Arbeitsvermittlung und der Rehabilitationsträger tätig. Sie sind bei freien Trägern angesiedelt. Seit 2011 ist das Diakonische Werk im Schwarzwald-Baar-Kreis Träger des jetzt ausgezeichneten IFD. Der KVJS finanziert die IFD insgesamt mit rund 14 Millionen Euro im Jahr.

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Integration

Gastlichkeit auf historischem Gelände
Achern-Illenau: Integratives Bistro und Gedenkstätte im Verbund
Die Illenau in Achern blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Eines der düstersten Kapitel daraus zeigt ein im März eröffnetes Museum. Angeschlossen ist ein erfolgreiches Café-Bistro, betrieben von behinderten und nicht behinderten Menschen.
Bei der Anlage seiner neuen Landesirrenanstalt ließ sich der badische Großherzog Leopold nicht lumpen: 1842 wurde der schlossähnlicher Gebäudekomplex inmitten eiGediegenes Ambiente im Arkadenflügel. nes großzügigen Parks eröffnet – als eine der fortschrittlichsten Einrichtungen ihrer Zeit. Knapp hundert Jahre später endet diese Geschichte. Zwischen 1939 und 1940 fallen zahlreiche Patienten dem Euthanasie-MordproDas Bistro steht auch für Privatfeiern zur Verfügung. Fotos: Jani Design/Lebenshilfe gramm der Nazis zum Opfer. Die Gebäude werden unter anderem als Nationalpolitische Erziehungsanstalt genutzt und zur Unterbringung verschleppter, zur „Eindeutschung“ vorgesehener Kinder aus dem eroberten Ausland. An die wechselvolle Geschichte erinnert nun ein Museum im südlichen Arkadengebäude. Der Zutritt zum Museum erfolgt durch das Bistro-Café Arkaden Illenau. Hier schließt sich der Kreis, denn in dem Bistro arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung. Es gehört zur Integra Mittelbaden, einem Integrationsunternehmen. Bei Integra hatte man zwar Erfahrung mit Catering, aber nicht mit Gastronomie. Man ließ ein Standort- und Wirtschaftlichkeitsgutachten erstellen und suchte sich einen professionellen Partner. So kam die Vollkornbäckerei Wüst aus Achern mit an Bord. Sie betreibt zusätzlich ein eigenes Bistro und brachte ihre Expertise mit ein. Die vier Mitarbeiter mit Behinderung kommen teils aus der Werkstatt für behinderte Menschen, teils wurden sie vom Integrationsfachdienst vermittelt. „Das Team schafft super zusammen“, freut sich Alexandra Fluck, Geschäftsführerin des Illenau Arkaden Bistros. Schließlich muss es einiges auf die Beine stellen: Von Dienstag bis Freitag gibt es zusätzlich zur Speisekarte einen Mittagstisch mit einem täglich wechselnden Gericht, Tagessuppe, Wurstsalat und Salatbar und mittwochs und sonntags kann man frühstücken. Viele Beschäftigte der Stadt Achern, die den größten Teil der alten Gebäude für ihre Verwaltung übernommen hat, sind Gäste. Am Wochenende kommen Ausflügler. Mit Eröffnung des neuen Museums werden es vielleicht noch mehr Besucher. Denn der Zutritt führt durch das verlockende Bistro. mok

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Integration

Alles eine Frage der Verständigung
KVJS fördert Hilfen für Hörbehinderte
Rund 700 hörbehinderte Menschen wenden sich pro Jahr an die Integrationsfachdienste in Baden-Württemberg. Denn wer im Berufsleben steht, bekommt Unterstützung durch den KVJS und seine Fachdienste. Dazu ein Gespräch mit Roland Bittlingmeyer, Koordinator der Fachdienste für Sinnesbehinderte.
Herr Bittlingmeyer, wann werden die Fachberater für hörbehinderte Menschen der IFD kontaktiert? Bittlingmeyer: Wenn es Probleme gibt, sind diese in der Regel bei der Arbeitsleistung oder bei Konflikten am Arbeitsplatzangesiedelt. Welche Probleme treten besonders oft auf? Meist sind es Kommunikationsprobleme, die beidseitig verursacht sind. Aus Missverständnissen heraus, wenn ein Hörbehinderter etwas nicht oder falsch verstanden hat. Zum Beispiel bei Schwerhörigen glauben viele, wenn jemand ein Hörgerät trägt muss er alles verstehen. Aber ein Hörgerät verstärkt etwa auch störende Nebengeräusche. Oder eine schlechte Raumakustik verhindert gutes Hören. Gibt es bestimmte Trends? Wir haben es zunehmend mit älteren Arbeitnehmern zu tun, bei denen sich im Laufe des Lebens eine Schwerhörigkeit entwickelt hat. Das trifft vor allen Arbeitnehmer ab 55 Jahre. Früher gingen viele mit 60 in Ruhestand und konnten bis dahin ihre Behinderung kompensieren. Heute ist das die Ausnahme. Zudem ist Schwerhörigkeit in aller Regel fortschreitend. Gerade ältere Arbeitnehmer tun sich manchmal schwer, ihre nachlassende HörRoland Bittlingmeyer ist als Koordinator der Fachdienste für Sinnesbehinderte verantwortlich für die fachlichen Standards und ihre Einhaltung. Drei bis vier Mal im Jahr veranstaltet er ein Treffen aller Hörbehinderten-Fachberater. Dort werden aktuelle Entwicklungen vorgestellt und besprochen und neue Standards entwickelt. Unter Umständen kann dies auch bedeuten, dass er auch selbst in Betrieben bei neuen Techniken den IFD-Fachberater unterstützt. fähigkeit zu akzeptieren. Dabei sind viele moderne Hörgeräte praktisch unsichtbar. Des Weiteren nimmt das Cochlea Implantat an Bedeutung zu. Fast jeder Spätertaubte, als auch gehörlos geborene Kinder werden heutzutage mit dieser Technik versorgt. Wenden sich eher Arbeitnehmer oder Arbeitgeber an Sie oder die Fachdienste? Beide. Das ist Hauptbestandteil der Arbeit und kommt regelmäßig vor. Da die IFDFachberater neutral sind, versuchen sie gemeinsam mit Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dies bedeutet in aller Regel, dass beide Seiten zur zukünftig positiven Entwicklung beitragen müssen. 11

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Welche Qualifikation brauchen die Hörbehinderten-Fachberater der IFD? Sie müssen neben den üblichen IFD-Kompetenzen vor allem die Deutsche Gebärdenspreche beherrschen und sich mit der aktuellen Technik bei den Hilfsmitteln für Hörbehinderte auskennen. Stimmt es, dass manche Arbeitgeber gleich zwei oder mehr Gehörlose beschäftigen? Einige Arbeitgeber, besonders größere, machen das tatsächlich so. Die Gründe sind allerdings fachlicher Natur, weil die gehörlosen Menschen über die entsprechenden Qualifikationen verfügen. Dies kommt auch dem Wunsch vieler gehörlosen Mitarbeiter entgegen. Der KVJS bietet dreitägige Seminare für Gehörlose und ihre Kollegen an. Wie gefragt sind diese Einführungen in die Gebärdensprache?

Die Kollegenseminare sind immer überbucht. Wir führen eine Warteliste. Dieses Jahr wird es voraussichtlich auch ein Aufbauseminar geben. Wie unterscheiden sich Angebote für Schwerhörige und Gehörlose? Bei beiden geht es darum, Barrieren einzureißen. Das geht oft mit Technik. Was man nicht hört, muss man sehen oder spüren: also werden Lichtsignale oder Vibrationsalarm bei gehörlosen Arbeitnehmern eingesetzt. Bei Gehörlosen bezahlt das Integrationsamt auch Dolmetscherkosten, wenn es um betriebliche Belange mit dem konkreten Arbeitsplatz geht: Etwa für Teambesprechungen oder Fortbildungen. Für Schwerhörige Menschen ist eine maßgebliche Unterstützung die Funkmodulationstechnik (FM), bei der zum Beispiel ein Referent in ein spezielles Mikrophon spricht, das direkt über Empfänger an das Hörgerät übertragen wird und so besser verstanden werden kann. Welche Leistungen des Integrationsamtes sind besonders gefragt? An erster Stelle ist natürlich die professionelle Begleitung durch die IFD für hörbehinderte Menschen gefragt. Bei den finanziellen Leistungen machen die Lohnkostenzuschüsse den größten Posten aus. Arbeitgeber wollen einen Ausgleich, wenn durch die Beschäftigung außergewöhnliche Belastungen entstehen. Danach kommen die Kosten für Barrierefreiheit durch Dolmetscher. Es folgend die Kosten für die Ausstattung mit Technik für Hörbehinderte und schließlich Fortbildungskosten, wenn wegen der Behinderung eine Fortbildung einen besonderen Rahmen braucht. Das Interview führte Monika Kleusch

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Beratungsstellen für Hörbehinderte
In Baden-Württemberg gibt es Beratungsstellen für hörgeschädigte Menschen bei spezialisierten freien Trägern. Sie sind in jedem Stadt- und Landkreis zu finden und helfen in psychosozialen Ausnahmesitua-tionen weiter. Der KVJS fördert diese Beratungsstellen mit rund einer Viertelmillion Euro jährlich. Weitere Informationen und Ansprechpartner im Internet: Beratungsstellen für Hörgeschädigte: www.kvjs.de/soziales/menschen-mit-behinderung/ hoergeschaedigten-beratungsstellen.html Hörbehinderten-Fachberater der Integrationsfachdienste: www.ifd-bw.de/ansprechpartner/fachberatungfuer-hoerbehinderte-menschen.html

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Integration

KVJS-Integrationsamt auf Ausbildungsmesse
Zum achten Mal fand im März die Ausbildungsmesse „Fokus Beruf“ in Backnang mit 114 Ausstellern statt. Unter dem gemeinsamen Motto „Rems-Murr-Inklusiv“ war das KVJS-Integrationsamt mit einem gemeinsamen Stand mit dem Schulamt, der Schwerbehinderten-Vermittlung der Agentur für Arbeit und dem Integrationsfachdienst vertreten. Von der Netzwerkkonferenz im RemsMurr-Kreis war 2014 die Anregung gekommen, erstmals Jugendlichen mit Behinderung am Übergang SchuleArbeitsmarkt in den Blick zu nehmen. In diesem Jahr kamen auch Sonderschulklassen zur Messe. Im Rahmenprogramm stellt der Vortrag „Perspektive Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung“ KoBV und BVE vor. Auch über das Beratungsprojekt „Wirtschaft Inklusiv“, wurde informiert. Es richtet sich an kleine und mittlere Arbeitgeber und will über die Beschäftigungsmöglichkeiten für schwerbehinderte Menschen aufklären. mok

Modernisierter CAP-Markt Karlsruhe wieder eröffnet
Am 6. März öffnete der grundlegend modernisierte CAP-Markt Karlsruhe wieder für seine Kundschaft. Der Ausbau der Barrierefreiheit und die Modernisierung des zentral in der Kaiserstraße gelegenen Marktes wurden innerhalb eines Monats geschafft. So lange war geschlossen. Breite Gänge zwischen den Regalen bieten nun Kunden mit Kinderwagen oder Gehhilfen mehr Bewegungsfreiheit. Für ein angenehmes Einkaufserlebnis sorgen ferner die kundenfreundliche neue Regalführung, ein neues Lichtkonzept und eine verbesserte Klimatisierung. Der integrative Supermarkt beschäftigt 51 Menschen mit und ohne Behinderung. Der 1 100 Quadratmeter große Vollsortimenter ist ein Unternehmen des Karlsruher Beschäftigungszentrums (BzKA). Das KVJS-Integrationsamt förderte den Umbau mit einem Zuschuss. mok

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Feinschmecker lobt Himmelreich
Das integrative Hofgut Himmelreich im Schwarzwald bekam eine lobende Erwähnung in der Fachzeitschrift „Der Feinschmecker“. Das internationale Gourmet-Magazin stellt fest, „dass im urgemütlichen Ambiente mit viel Holz auch die guten, schnörkellosen badischen Gerichte zum Erfolg beitragen.“ (Aprilheft 2015) Das vom KVJS-Integrationsamt geförderte Hofgut bekam bereits zahlreiche Auszeichnungen für seine soziale Ausrichtung. mok

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Für Eltern aus aller Welt
DVDs stellen Pforzheimer Jugendhilfeangebot vor
Auf Augenhöre will die Stadt Pforzheim Eltern begegnen und so heißen auch die DVDs, auf denen Eltern in mehreren Sprachen durch die Angebote der Jugendhilfe gelotst werden. Der KVJS unterstützte das Modellvorhaben.
Nach der ersten DVD mit den Angeboten für Eltern von Kleinkindern ist nun im März die zweite erschienen. Auf ihr werden in kurzen Filmen die Angebote für Eltern von Schulkindern vorgestellt. An Sprachen stehen deutsch englisch, italienisch, türkisch und arabisch zur Verfügung. Filmen über die verschiedenen Angebotsformen versuchen? Vom KVJS-Landesjugendamt wurde der innovative Ansatz als Modellvorhaben gefördert. Ein Arbeitskreis aus sozialen Einrichtungen und dem Jugendamt sammelte zunächst mögliche Themen aus der täglichen Praxis für die DVDs. Diese Themen wurden gewichtet und ausgewählten Einrichtungen beispielsweise der Kinderbetreuung vorgestellt. Unter professioneller Anleitung wurden die einzelnen Filmsequenzen entwickelt. Ein Teil der fertigen Filme wurden vor der endgültigen Fertigstellung jeweils der Zielgruppe vorgeführt. „Wir haben gefragt: Verstehen Sie das? Und Ist das für Sie interessant?“, erklärt der Pforzheimer Jugendhilfeplaner. Anschließend folget der Feinschliff und die Produktion der DVDs. Die erste DVD wurde Teil des Begrüßungspaketes mit Informationsmaterial für frisch gebackene Eltern. In Pforzheim bekommt jede Familie dieses Paket von den Sozialarbeiterinnen der Familienzentren überreicht. Für die zweite DVD nutzte man den Termin für die Grundschul-Anmeldungen um sie den Eltern zu übergeben. Bisher waren die Reaktionen auf die mehrsprachigen DVDs deutlich positiv. Derzeit erarbeitet man in Pforzheim an einer Internet-Seite, über die die Filme ebenfalls abrufbar sein werden. Das Projekt viel schon auf fruchtbaren Boden, im Landkreis Göppingen werden aktuell auch schon die ersten Kurzfilme für Eltern produziert. mok

...auf Augenhöhe.
deutsch ch italienis englisch

Ein multimedialer Rundgang durch Pforzheim.

Die neue DVD mit Infos für Eltern von Schulkindern.
JAPF_DVD_Label_it_en_druck.indd 1 12.11.2014 22:34:08

„Wir haben 14 Prozent sekundäre Analphabeten in Deutschland und in Pforzheim einen sehr hohen Migrantenanteil“, erklärt Reinhard Gotsch, Jugendhilfeplaner der Stadt Pforzheim. Mit dem üblichen Informationsmaterial wie Faltblättern und Broschüren sind Menschen mit fehlenden Sprachkenntnissen nicht zu erreichen. Also dachte man in Pforzheim neu: „Ein DVD-Spieler steht fast in jedem Haushalt“, so Gotsch. Warum es also nicht mit kurzen

Für Interessenten
Wer mehr über das Modellprojekt „Auf Augenhöhe“ wissen möchte, etwa um es in der eigenen Gemeinde umzusetzen, kann sich an den Pforzheimer Jugendhilfeplaner Reinhard Gotsch wenden: Telefon 07231 39 2090; Reinhard.Gotsch@stadt-pforzheim.de

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Jugend

Mit vollem Einsatz für die Jugend
Das KVJS-Landesjugendamt ist mit ehrgeizigen Zielen ins Jahr gestartet
Die vielfältigen, komplexen Aufgaben dienstleistungsorientiert, praxisgerecht und effizient erfüllen – mit diesem Anspruch hat das KVJS-Landesjugendamt das Jahr 2015 begonnen. Einige Schwerpunkte der Arbeit im Überblick:
Jugendhilfeplanung und Berichterstattung 2015 erscheinen verschiedene Berichte, unter anderem der aktuelle Heimbericht sowie die Fortschreibungen zur Kinderund Jugendhilfe im demografischen Wandel. Vor kurzem erschienen ist der Bericht zu Bestand und Struktur der Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg. Diesen gibt es auch zum Downloaden auf der Homepage. Neu ist ein landesweiter Bericht zur Kinder- und Jugendarbeit/ Jugendsozialarbeit. Die Ergebnisse und Empfehlungen werden am 20. April auf einer Tagung im April der Fachöffentlichkeit vorgestellt und sollen in einer Broschüre veröffentlicht werden. Forschungsgestützte Entwicklungsprojekte Der KVJS unterstützt fünf Kreise in Bezug auf eine „Systematisierung der schulbezogenen Jugendhilfeplanung“. Im Herbst findet die Abschlussveranstaltung zum Projekt „KiWo-Skala Schulkind“ für die an der Praxiserprobung beteiligten 44 Einrichtungen in 19 Stadt- und Landkreisen statt. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) Hier besteht ein hoher rechtlicher und pädagogischer Beratungsbedarf. Darüber hinaus müssen gegebenenfalls neue gesetzliche Regelungen zur Verteilung der UMF umgesetzt werden (siehe auch Beitrag auf Seite 18). Das Thema findet sich in vielen regionalen Veranstaltungen sowie in der Fortbildung wieder.

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Rund um die Jugendhilfe Foto: Marvin Siefke

Landesprogramme Das KVJS-Landesjugendamt wickelt verschiedene Landesprogramme ab. Abstimmungsprozesse und Veränderungen sind erforderlich beim Förderprogramm „Frühe Hilfen und Familienhebammen“, beim Kinderschutzprojekt „STÄRKE“ und bei der Beratungsstelle „Heimkinder 50er – 70er Jahre“. Hier gibt es aufgrund der hohen Nachfrage nach einem persönlichen Beratungstermin und der geringen Personalausstattung eine Warteliste, auf der aktuell 340 ehemalige Heimkinder geführt sind. Sie wird abgearbeitet, nachdem vom Sozialministerium inzwischen die Zusage zur Erstattung von Personalkosten für weitere Stellen vorliegt (detaillierte Informationen hierzu liefert der Beitrag auf Seite 16). add

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Ehemalige Heimkinder finden Gehör
Die Anlauf- und Beratungsstelle vergibt Termine für 2016
Ein starker Anstieg der Anmeldezahlen im zweiten Halbjahr 2014, eine höhere Zahl Betroffener als ursprünglich angenommen und Personalknappheit haben dazu geführt, dass ehemalige Heimkinder mehr als 17 Monate Wartezeit für ihr Erstberatungsgespräch einplanen müssen.
„Die Betroffenen, die sich im letzten Jahr fristgerecht in der Anlauf- und Beratungsstelle Baden-Württemberg gemeldet haben, müssen sich leider aufgrund der angespannten Personalsituation und des großen Zulaufs noch länFoto: Das Team der Beraterinnen (von links) Lee- ger mit einem Termin gena Schmeller-Müller, Annette Krawczyk, Sandra dulden. Schon bald könnte Dorer, Irmgard Fischer-Orthwein mit der Sekretärin Marina Pulver-Brnabic. Auf dem Foto fehlt jedoch eine weitere AufstoRechtsberater Thomas Mörsberger. ckung der Mitarbeiterzahl 			Foto: Romero Brey die Wartezeiten etwas verkürzen“, so beschreibt Roland Kaiser, Dezernent des KVJS-Landesjugendamtes, die aktuelle Situation bei der Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder, die beim KVJS angesiedelt ist. Die langen Wartezeiten haben verschiedene Ursachen. So haben sich mehr Betroffene gemeldet als erwartet – nämlich insgesamt 2 227. Diese Zahl liegt deutlich über der ursprünglichen Annahme, auch wenn, wie sich gezeigt hat, für rund 200 Betroffene andere Bundesländer zuständig sind. Im zweiten Halbjahr 2014 sind die Anmeldezahlen weiter in die Höhe geschossen. Allein zum Ende der Anmeldefrist im Dezember 2014 haben sich 311 ehemalige Heimkinder und damit mehr als je zuvor gemeldet. Um diesen Ansturm zu bewältigen und der zeitintensiven Betreuung gerecht zu werden, braucht es eine ausreichende Anzahl an erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern. Trotz weiterer Personalaufstockung hinkt die Personalausstattung dem Bedarf hinterher. Dies lag auch an der vom Landtag beschlossenen Deckelung der Verwaltungskosten. Obwohl der Fonds dafür bis zu zehn Prozent der Fondsmittel vorsieht, hat Baden-Württemberg diese auf fünf Prozent begrenzt. Erst im März 2014 wurde die Deckelung aufgehoben. Der KVJS hatte die Aufstockung um zwei weitere Beraterstellen beantragt, eine wurde nun genehmigt. Sobald diese Stelle besetzt ist, werden sich die Wartezeiten verkürzen. Die Mitarbeiter der Anlauf- und Beratungsstelle sind täglich mit schockierenden Berichten konfrontiert. Massive körperliche Gewalt galt offensichtlich in vielen Heimen als erklärtes Erziehungsmittel. Viele ehemalige Heimkinder mussten eine Vielzahl an Demütigungen, wie die bewusste Bloßstellung von Bettnässern, ertragen. Auch über sexuelle Gewalt wird in größerem Ausmaß berichtet. Dezernent Kaiser schildert die Sicht der Betroffenen, „von denen der weit überwiegende Teil dankbar für die Leistungen aus dem Fonds und die damit verbundene Anerkennung des Leides ist. Dabei ist das persönliche Beratungsgespräch den meisten Betroffenen für ihre Aufarbeitung sehr wichtig, da sie oft erstmals mit einer Fachkraft das erlebte Leid und Unrecht besprechen können, sich mit Ängsten und Nöten verstanden fühlen und Antworten auf Fragen bekommen“. jrb

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Jugend

NESSIE schwimmt auf Erfolgskurs
EU-Bildungsprojekt verbessert Schlüsselqualifikationen
Kommunikation, das Verhalten am Arbeitsplatz oder das Zeitmanagement sind Schlüsselqualifikationen, die für Fachkräfte in ganz Europa immer wichtiger werden. Wie persönliche und soziale Kompetenzen verbessert werden können, zeigte NESSIE. Von 2012 bis 2014 wurde dieses innovative Lernprogramm erfolgreich in sieben Ländern getestet.
Neben einer engeren Bindung zur Arbeits- und Berufswelt zählten die Netzwerkarbeit und die Einführung des elektronisch unterstützten Lernens (ELearning) zu den zentralen Elementen des Projekts. Ob Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Lehrer, Schüler oder Mitarbeiter von Arbeitsagenturen und berufsbildenden Einrichtungen jeder Teilnehmer sollte mit Hilfe des Computers kostenlos von den Lernprogrammen profitieren. Der KVJS hat die Partnerländer beim Aufbau der Netzwerke durch professionelle Beratung und Koordination unterstützt. Während der Projektlaufzeit befassten sich 26 Netzwerke in sieben Ländern mit der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen. Mit Erfolg: 324 Arbeits- beziehungsweise Ausbildungssuchende und Schüler sowie 285 Erwerbstätige nutzten die Materialien, um sich weiterzubilden. Die wichtigsten Ergebnisse: •	 68 Prozent der Teilnehmer bewerteten das Lernprogramm als gut oder sehr gut. Die positivsten Antworten kamen aus Rumänien, Griechenland und Schottland. •	 Bei 72 Prozent hat das Programm zu einer Änderung ihres Verhaltens geführt. •	 80 Prozent der Erwerbstätigen gaben an, dass sich ihre Arbeitsweise beziehungsweise Arbeitsverhalten nach dem Kurs verbessert habe. •	 73 Prozent der Erwerbstätigen sagten, dass sie positive Rückmeldungen ihrer Anleiter und Meister beziehungsweise Vorgesetzen erhalten haben. •	 75 Prozent der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchenden vertraten die Meinung, dass sie nun besser für Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche vorbereitet sind. Der KVJS plant, im Sommer 2015 sämtliche Texte und Lernmaterialien in einem Handbuch zu veröffentlichen. Die Materialien befassen sich mit Planen und Organisieren, Kommunikation, Selbstwahrnehmung und Zusammenarbeit mit anderen. Die während der Projektlaufzeit noch nicht erprobten Module „Kommunikation“ und „Zusammenarbeit mit anderen “sollen auf eine E-Learning-Seite gebracht und im Landkreis Esslingen in den Feldern der Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Jugendberufshilfe getestet werden. Fällt der Test positiv aus, ist an eine landesweite Nutzung gedacht. add

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Ihre Ansprechpartner beim KVJS
Irma Wijnvoord Telefon 0711 6375-429 Irma.Wijnvoord@kvjs.de Andreas Pchalek Telefon 0711 6375-441 Andreas.Pchalek@kvjs.de

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Jugend

Am Rande der Erschöpfung
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen schneller verteilt werden
26 000 Flüchtlinge sind im letzten Jahr allein in Baden-Württemberg angekommen – darunter 600 junge Menschen, die in Obhut genommen wurden. Inzwischen zeichnen sich in den Einrichtungen der Jugendhilfe quantitative Engpässe ab. Ein besseres Zuweisungsverfahren soll helfen.
In den vom Zustrom der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) besonders belasteten Städten und Kreisen sind die Kapazitäten für Inobhutnahmen und die nötigen Anschlusshilfen nahezu ausgereizt. Rasche Hilfe ist geboten. Aufgrund Foto: KVJS der gesetzlichen Vorgaben können nur asylsuchende UMF auf andere Stadtund Landkreise verteilt werden. Ein Großteil der UMF stellt aber gar keinen Asylantrag. Obwohl alle Kreise im Land bereit sind, die asylsuchenden UMF aufzunehmen und adäquat zu versorgen, läuft das Ende 2014 für diesen Personenkreis festgelegte Verteilverfahren über das Regierungspräsidium nur schleppend. Um das Verfahren zu beschleunigen, hat sich der KVJS gemeinsam mit dem Landkreis- und Städtetag an das Ministerium für Integration sowie an das Sozialministerium gewandt. „Das bisherige Verfahren ist umständlich und setzt einen langwierigen Abstimmungsprozess voraus“, bemängelt Verbandsdirektor Prof. Roland Klinger die aktuelle Verteilungspraxis. Weitaus besser sei eine unmittelbare Zuweisung an die entsprechend der Aufnahmequote zuständigen Kreise ohne vorherige Abstimmungsverfahren. Der größere Teil der UMF, all jene, die kein Asyl beantragen wollen, kann bisher nicht verteilt werden. Für sie ist weiterhin das Jugendamt zuständig, das sie in Obhut genommen hat. Wirksame Abhilfe auf Dauer versprechen sich die besonders belasteten Städte und Kreise hier von einer durch Bayern angestoßenen Gesetzesänderung auf Bundesebene. Die Kommunalen Landesverbände und der KVJS unterstützen diese Gesetzesinitiative. Sie sieht vor, dass künftig alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, egal ob mit oder ohne Asylantrag, bundesweit nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Länder verteilt werden können und auch eine Verteilung in den Ländern ermöglicht wird. Inzwischen hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) auf der Grundlage der bayerischen Initiative den Verbänden die Eckpunkte der geplanten gesetzlichen Regelung vorgestellt. Aus Sicht des BMFSFJ könnte noch im März mit einem Gesetzentwurf gerechnet werden. add

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In Sicherheit.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) sind Kinder und Jugendliche, die vor Erreichen der Volljährigkeit ohne Sorgeberechtigte einreisen. Laut UN-Kinderrechtskonvention haben sie ein Recht auf Schutz, Aufnahme, (Aus-)Bildung und Persönlichkeitsentwicklung.

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Jugend

Der Stein beginnt zu rollen
„Schulterschluss“ hat die Kooperation von Jugend- und Suchthilfe verbessert
Eine landesweite Qualifizierungs- und Kooperationsinitiative trägt erste Früchte: Das Projekt „Schulterschluss“, vor zwei Jahren auf den Weg gebracht, um Kindern suchtkranker Eltern mehr Schutz und Unterstützung zu geben, ist vor Ort gut angekommen.
Die Idee: Mitarbeiter der Jugend- und der Suchthilfe werden in gemeinsamen Seminaren geschult und sollen eine spezifische verbindliche Netzwerkstruktur anstoßen, entwickeln oder konsolidieren, je nachdem, welche örtlichen Strukturen bereits bestehen. Sie sollen dafür sensibilisiert werden, möglichst früh aktiv zu werden und auch lernen, wie die Kontakte zwischen Eltern, Diensten und Einrichtungen verbessert werden können. Die Seminare wurden land- und stadtkreisbezogen durchgeführt und in einer Vorplanung mit der Koordinationsstelle bei der bei der Landesstelle für Suchtfragen passgenau auf die jeweilige Situation der beteiligten Einrichtungen und Dienste abgestimmt. „Fast 70 Prozent der Fachkräfte geben an, dass sich die Vernetzung mit der jeweils anderen Institution deutlich verbessert hat“, zieht Irma Wijnvoord vom KVJS Bilanz. Nun käme es darauf an, den fachlichen Austausch vor Ort konsequent fortzusetzen. Das Kooperationsprojekt des KVJS, der Landesstelle für Suchtfragen und der Liga der freien Wohlfahrtspflege hatte eine Laufzeit von Februar 2013 bis Februar 2015. Es wurde vom Land mit insgesamt 100 000 Euro gefördert. 28 Standorte haben sich am Projekt „Schulterschluss“ beteiligt. add 19

Im Juni 2014 ernannte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung „Schulterschluss“ zum Projekt des Monats. Mehr dazu auf der Homepage der Landesstelle für Suchtfragen unter www.suchtfragen.de

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KVJS-Fortbildung: Für jeden das passende Angebot. Foto: Fotolia

Freie Plätze bei Veranstaltungen zur Sozialhilfe und Integration
Bei folgenden KVJS-Fortbildungen gibt es noch freie Plätze: Eingliederungshilfe: Jahrestagung zum Fallmanagement Die Veranstaltung bietet den Stadt- und Landkreisen durch Fachthemen, aktuelle Informationen und Praxisbeispiele eine fachliche Plattform zum überregionalen Erfahrungsaustausch. Bei der diesjährigen Jahrestagung zum Fallmanagement am 17.06.2015 im KVJS-Bildungszentrum Schloss Flehingen stehen Menschen mit besonderen und betreuungsintensiven Verhaltensweisen im Vordergrund. Auskünfte unter der Veranstaltungsnummer 15-2EHA2-1. Rund um die Kriegsopferfürsorge Der KVJS ist zuständig für rund 1.700 Kriegs-, Wehrdienst- und Gewaltopfer, die einen bleibenden gesundheitlichen Schaden erlitten haben, während sie im Dienst des Staates dienten oder weil sie der Staat nicht ausreichend geschützt hat. Sie haben ein Recht auf Entschädigung und Unterstützung. Fach- und Führungskräfte in der Kriegsopferfürsorge sollten deshalb folgende Seminare nicht verpassen:

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Fortbildung

•	 „Kriegsopferfürsorge und ihre Nebengebiete“ vom 09.06. bis 10.06.2015 im KVJS-Bildungszentrum Schloss Flehingen. Buchungsnummer: 15-2-EHE2-1 •	 Einen fundierten Überblick über die Erziehungsbeihilfe – speziell auch für das OEG wegen der dort steigenden Fallzahlen – gibt ein neues Seminar: „Erziehungsbeihilfe nach § 27 BVG“ am 11.06.2015 im KVJS-Bildungszentrum Schloss Flehingen“. Buchungsnummer : 15-2-EHE3-1 •	 „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 26 BVG“ am 14.07.2015 im KVJS-Tagungszentrum Gültstein. Buchungsnummer: 15-2-EHE4-1 •	 „Übergang von Schadenersatzansprüchen nach § 81 a BVG“. Buchungsnummer: 15-2-EHE5-1

Für den starken Auftritt Im beruflichen Alltag verpuffen oft die besten Argumente, weil sie ohne Überzeugung vorgetragen werden. Nur wenn Gesagtes und körpersprachliche Signale zusammenpassen, kommt eine Botschaft wirklich an. Je bewusster sich jemand über seine Wirkung auf andere ist, umso zielorientierter und effektiver kann man diese Gewinn bringend für sich und seine Aufgabe nutzen. Der KVJS bietet deshalb in diesem Jahr erstmals ein Seminar an, bei dem Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen aus den Betrieben und Dienststellen mit Methoden aus dem Schauspieltraining mehr Selbstsicherheit und bewusstes Auftreten üben und vertiefen können: „Auftritt und Präsenz!“ vom 09.07.2015 bis 10.07.2015 im Seehörnle, Gaienhofen-Horn. Infos und Buchung unter der Kursnummer 15-3-STAGE-1. add

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Seminar Gewaltopferfürsorge fällt aus
Wegen Erkrankung des Referenten fällt das Seminar „Gewaltopferfürsorge“ vom 14.04. bis 15.04.2015 im KVJS-Tagungszentrum Gültstein leider aus. Eine Nachhol-Veranstaltung ist 2015 zwar nicht mehr möglich – aber: die zentralen Themen des OEG behandelt auch das Seminar „Kinder- und Jugendhilfe im Verhältnis zur Sozialen Entschädigung“ vom 13.10. bis 14.10.2015 im KVJS-Bildungszentrum Schloss Flehingen. Weitere Informationen und Anmeldung unter der Buchungsnummer 15-2-EHE6-1. Andernfalls ist die nächste Veranstaltung zur Gewaltopferfürsorge am 19./20.04.2016 im Tagungszentrum Gültstein geplant.

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Neu erschienen

Beim KVJS erschienen
Alle hier aufgeführten Publikationen des KVJS sind kostenlos. Sie stehen auch im Internet unter www.kvjs.de/service/publikationen.html zum Herunterladen zur Verfügung.

Reihe KVJS-Schlaglicht
KVJS Schlaglicht „Ideen und Impulse für die Arbeit vor Ort. Ausgabe 14, 2015. Welche Dienstleistungen der KVJS bei der Weiterentwicklung von Angeboten für Menschen mit Behinderung bereit hält und was es mit dem „Rucksackprojekt“ der Johannes-Diakonie Mosbach auf sich hat davon berichtet das neue Schlaglicht. Kostenlos zu beziehen beim KVJS Petra Wagner Telefon 0711 6375-208 Petra.Wagner@kvjs.de 22

Kostenlos zu beziehen beim KVJS Manuela Weimar Telefon 0721 8107-942 integrationsamt@kvjs.de

Jugendhilfe
Bestand und Struktur der Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg, 2015. Ergebnisse der Erhebung zum Stichtag 1. März 2014. Kostenlos zu beziehen beim KVJS Diane Geiger Telefon 0711 6375-406 Diane.Geiger@kvjs.de

Schwerbehinderung und Arbeit
ZB Spezial „Finanzielle Leistungen. Das 1 x 1 der Förderung“, 2015. Ein Überblick über die wichtigsten Leistungen des Integrationsamts an Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen. Hrsg.: BIH Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen. Zeitschrift „Behinderte Menschen im Beruf“, Ausgabe Baden-Württemberg, 1/2015 Nachrichten des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg – Integrationsamt.

Betreuungsrecht
Zusammenarbeit der Akteure im Betreuungswesen und Stärkung des Ehrenamtes, 2015. Folgerungen aus der KVJS-Forschung. Kostenlos zu beziehen beim KVJS Carola Dannecker Telefon 0711 6375-325 Carola.Dannecker@kvjs.de

Foto: Fotolia

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KVJS

Impressum

KVJS aktuell April 2015 Herausgeber: Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg Öffentlichkeitsarbeit Verantwortlich: Kristina Reisinger (rei) Mit Beiträgen von: Gabriele Addow (add) Monika Kleusch (mok) Sylvia Rizvi (syr) Jürgen Romero Brey (jrb) Titelfoto: Monika Kleusch Layout: Waltraud Gross Bestellungen und Adressänderungen: Petra Wagner Telefon 0711 6375-208 Petra.Wagner@kvjs.de Lindenspürstraße 39 70176 Stuttgart www.kvjs.de Redaktioneller Hinweis: Wir bitten um Verständnis, dass aus Gründen der Lesbarkeit auf eine durchgängige Nennung der weiblichen und männlichen Bezeichnungen verzichtet wird. Selbstverständlich beziehen sich die Texte in gleicher Weise auf Frauen und Männer.

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Postanschrift Postfach 10 60 22 70049 Stuttgart

Hausadresse Lindenspürstraße 39 70176 Stuttgart (West)

Tel. 0711 63 75-0 www.kvjs.de
                            
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