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Full text: Konjunkturbericht / Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) Issue : Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühsommer 2012

Konjunkturbericht
Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühsommer 2012

Inhalt

Geschäftsklima4 Geschäftslage und Geschäftserwartungen 5

Beschäftigungspläne7 Investitionspläne8 Exporterwartungen9 Ergebnisse nach Branchen 10

Impressum11



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GESCHÄFTSKLIMA

Vertrauensgewinn in der Berliner Wirtschaft
160
146 144 135 129 128

140

120

100
85 87

80

60

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Der Geschäftsklimaindikator ist das geometrische Mittel der Salden aus Geschäftslage und Geschäftserwartungen.*

Gesamt

Berlins Unternehmen setzen im Frühsommer 2012 verstärkt auf die Erfolgs- und Wachstumsdynamik der Hauptstadt: Das Geschäftsklima hellt sich auf – der Klimaindikator, der sich aus den Einschätzungen von Lage und Erwartungen bildet, steigt auf 135 Punkte. Er gewinnt damit sieben Zähler gegenüber dem Jahresbeginn. Die aus den europäischen Staatsschuldenkrisen erwachsene Besorgnis geht zurück; die seit dem vergangenen Herbst beobachtete Eintrübung des Geschäftsklimas setzt sich nicht fort. Die Berliner Unternehmer bekunden vielmehr ihr Vertrauen in die Fähigkeit der heimischen Wirtschaft, unbeschadet von Verwerfungen auf ausländischen Märkten auch in diesem Jahr weiter an Kraft und Dynamik zu gewinnen. Zum Höhenflug hat die Stimmung des Gastgewerbes angesetzt. Der Klimaindex der Branche gewinnt 24 Punkte hinzu und beträgt aktuell 129 Zähler. Dahinter steht, neben der saisonalen Belebung, die erfreuliche Entwicklung des privaten Konsumpotenzials in Berlin. Neben steigender Erwerbstätigkeit, der weiter wachsenden Bevölkerung und steigenden Einkommen induziert auch der weiter zunehmende Besucherstrom kräftige Konsum­ impulse. Forciert werden dürfte dieser Trend durch langfristig wirkende strukturelle Verbesserungen – etwa durch den Großflughafen BER, der zusätzliche Kaufkraft nach Berlin

bringen wird. Die Expansion des privaten Konsumpotenzials spiegelt sich auch in der aufgehellten Stimmung des Handels – dessen Klimaindex um fünf Zähler auf 117 Punkte steigt – und der Dienstleister wieder. In der für Berlin wichtigen Dienst­ leistungsbranche legt der Geschäftsklimaindikator um sieben Zähler auf aktuell 139 Punkte zu. Aufgehellt hat sich auch das Geschäftsklima der hauptstädtischen Industrie. Deren Klimaindikator steigt auf 132 Punkte, nachdem er zu Jahresbeginn bei 127 Punkten notierte. Die Industriebetriebe sind zuversichtlich gestimmt, dass die für Berlin wichtigen Exportmärkte in Nordamerika und Ostasien auch in den kommenden Monaten mit Wachstum überzeugen werden. Im Baugewerbe der Hauptstadt verbessert sich das Klima weiter, der Geschäftsklimaindex steigt gegenüber dem Jahreswechsel um zwei Punkte auf 137 Zähler. Dahinter stehen saisonale Impulse und der boomende Immobilienmarkt Berlins.

4 |  * Er errechnet sich als Quadratwurzel aus dem Produkt beider Salden. Wenn beide Salden gleich null sind, nimmt der Indikator den neutralen Wert
100 an. Das geometrische Mittel gilt als „konservativer“ Durchschnitt, weil stets der niedrigere Saldo stärker gewichtet wird.

GESCHÄFTSLAGE UND GESCHÄFTSERWARTUNGEN

Geschäftstätigkeit beruhigt sich etwas – Erwartungen schießen in die Höhe
60 50 40 30 20 10 0 -10 -20 -30 -40 2003 2004 2005 2006 2007 2008
-28 0 20 18 12 50 43 52 42 36 34 46 36

2009

2010

2011

2012

Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage (blau) und Geschäftserwartungen (rot) in Prozentpunkten.

Die Geschäftslage der Berliner Wirtschaft beruhigt sich zum Frühsommer. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen der laufenden Geschäfte geht auf 36 Zähler zurück. Er liegt damit zehn Punkte unter dem Niveau des Jahresbeginns und 16 Punkte unter dem Rekordwert des Vorjahres. Darin spiegelt sich das langsamere Wachstumstempo der zurückliegenden Quartale wider. Zudem dürften die Unternehmen ihre Geschäfte aktuell nüchterner als vor Jahresfrist bewerten. Damals ermutigte die rasante Erholung nach dem LehmanSchock zu einem teils überschießenden Enthusiasmus. Die zurückhaltenderen Bewertungen in der aktuellen Umfrage sind aber keineswegs ein Zeichen für schlecht laufende Geschäfte: Nur acht Prozent der Befragten geben negative Bewertungen ab, im Durchschnitt der letzten zwölf Monate waren es sieben Prozent. Berlins Wirtschaft legt damit auch im Frühsommer 2012 ein solides Wachstumstempo vor, das jedoch hinter der Rasanz des Vorjahres zurückbleibt. Im Frühsommer 2012 machen die auf private Verbraucher orientierten Handels- und Dienstleistungszweige tendenziell bessere Geschäfte als die auf Unternehmenskunden spezialisierten Sektoren. Dies erklärt sich hauptsächlich durch das zuletzt, im Vergleich zur gewerblichen Nachfrage, dynamischer gewachse

ne private Konsumpotenzial Berlins. Der private Verbrauch hat dank steigender Erwerbstätigkeit und Einkommen sowie dem auf hohem Niveau stabilen Verbrauchervertrauen an Vitalität gewonnen. Dem gegenüber entwickelte sich die gewerbliche Nachfrage zögerlich, was nicht zuletzt der in Berlin gedämpften Wachstumsdynamik in den letzten beiden Quartalen geschuldet ist. Zudem erlegten sich einige Unternehmen finanzielle Zurückhaltung auf und reagierten so auf die im Hintergrund schwelenden Wachstumsrisiken. Dank der ungebrochenen Konsumfreude der privaten Endverbraucher berichten die Berliner Einzelhändler von deutlich besser laufenden Geschäften als zum Jahresbeginn – damals verunsicherte die aufflammende Euro-Krise die Konsumenten. Im hauptstädtischen Großhandel dagegen flaut die Geschäfts­ tätigkeit aktuell etwas ab. Mehr Unternehmen als zum Jahresbeginn berichten von zurückgehenden Umsätzen: Ein Zeichen dafür, dass die gewerblichen Kunden der Großhändler zurückhaltend agieren. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen der Geschäftslage im gesamten Handel geht daher um sechs Punkte auf 21 Zähler zurück. Unterschiedlich entwickeln sich auch die Geschäfte in der Dienstleistungs­ branche. Die Geschäfte mit Privatkonsumenten laufen besser
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GESCHÄFTSLAGE UND GESCHÄFTSERWARTUNGEN

als vor vier Monaten. Dienstleistungen für Unternehmen entwickeln sich dagegen etwas schwächer. Die Geschäftstätigkeit in der Dienstleistungsbranche insgesamt kühlt daher ab, der Saldo verliert 15 Zähler auf die Vorumfrage und liegt aktuell bei 36 Punkten. Einen kräftigen Aufschwung vermeldet dagegen das Gastgewerbe: Lediglich sieben Prozent der Unternehmen sind unzufrieden – vor vier Monaten war es die doppelte Zahl. Nicht zuletzt die jährlich ab April saisonbedingt wieder zunehmenden Übernachtungszahlen in Berlin beleben die Geschäftstätigkeit der Branche. Die Geschäfte der Berliner Industrie laufen noch besser als zum Jahresbeginn. 97 Prozent der Industrieunternehmen sind mit ihrer Geschäftstätigkeit zufrieden, vor vier Monaten waren es bereits 94 Prozent. Der Saldo aus guten und schlechten Einschätzungen legt um zwei Punkte auf 50 Zähler zu. Damit bewegt sich der Geschäftslagesaldo des verarbeitenden Gewerbes zur vierten Umfrage in Folge auf einem Niveau um die 50 Punkte. Dazu trägt auch die ausländische Nachfrage nach Berliner Industrieprodukten bei. Die Unternehmen profitieren nicht zuletzt von ihrem hohen Exportanteil in die sich gut entwickelnden Märkte Nordamerikas, Chinas und Osteuropas. Das Baugewerbe berichtet von einer, sich weiter auf hohem Niveau entwickelnden Geschäftstätigkeit. Der ungebrochene Boom auf dem Berliner Immobilienmarkt, die rege Wohnungsbautätigkeit und der wieder anziehende Bau von Gewerbegebäuden wirken als kräftige Impulsgeber für die Branche. Die Erwartungen der Berliner Wirtschaft schießen zum Frühsommer 2012 in die Höhe. Der Saldo aus optimistischen und skeptischen Einschätzungen zählt aktuell 34 Zähler. Gegenüber dem Jahreswechsel 2012 hat er damit um 22 Zähler zugelegt. Aus Sicht der Unternehmen gewinnt der Wachstumspfad der Berliner Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder an Sicherheit. Die aus den Unwägbarkeiten der Finanzund Staatsschuldenkrisen erwachsenen Risiken rücken in den Hintergrund. Nur neun Prozent der Unternehmen rechnen mit einer abflauenden Geschäftstätigkeit in den kommenden Monaten, zum Jahreswechsel lag der Anteil der Skeptiker noch bei 19 Prozent. Hinter dieser Wende hin zum Optimismus mögen auch leicht überschießende Erwartungen stehen. Die rezessiven Tendenzen in einigen Ländern der Eurozone und die daraus erwachsenden Krisenszenarien werden von den Unternehmen institutionalisiert und als Teil des Status Quo hingenommen. Deutlich wichtiger für die zuversichtlichen Aussichten sind jedoch die sich in Berlin weiter verbessernden längerfristigen Wachstumsbedingungen. Neben das aller Erwartung nach
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weiter steigende Konsumpotenzial, das sich aus den positiven Erwerbs-, Bevölkerungs- und Tourismustrends ergibt, treten strukturelle Impulsgeber wie die rege Gründungstätigkeit in der Hauptstadt. Auch die auf lange Sicht wirkende bessere Einbindung in den internationalen Luftverkehr durch den Großflughafen BER hebt die Erwartungen. Die Zuversicht der Berliner Wirtschaft dürfte sich daher auf verbesserten konjunkturellen und strukturellen Aussichten gründen. In allen Branchen gewinnt der Optimismus gegenüber dem Jahresbeginn wieder die Oberhand; die Zahl der Skeptiker verringert sich deutlich. Anders als bei den laufenden Geschäften zeigen sich bei den Erwartungen keine Unterschiede zwischen personen- bzw. unternehmensbezogenen Wirtschaftssektoren: Einzel- und Großhändler sind ebenso optimistisch gestimmt wie personen- oder unternehmensnahe Dienstleister. Der Erwartungssaldo des Dienstleistungsgewerbes steigt gegenüber dem Jahresbeginn um 26 auf 42 Zähler. Der Anteil pessimistischer Erwartungen verringert sich um elf Prozentpunkte auf acht Prozent. Hielten sich im Berliner Handel zum Jahresbeginn optimistisch und pessimistisch gestimmte Unternehmen noch die Waage, sind die Optimisten aktuell mit 27 zu 13 Prozent deutlich in der Mehrheit. Mit einem guten Sommergeschäft rechnend, korrigieren die Unternehmen des Gastgewerbes ihre Erwartungen deutlich nach oben: Der Anteil negativer Erwartungen verliert gegenüber dem Jahresbeginn 16 Prozentpunkte, nur noch sechs Prozent sind skeptisch gestimmt. Der Saldo aus optimistischen und pessimistischen Erwartungen steigt von einem Zähler auf 28 Punkte. Auch die Industrieunternehmen der Hauptstadt rechnen überwiegend mit besseren Geschäften in den kommenden Monaten. Der Erwartungssaldo steigt von neun auf 17 Punkte. Dazu tragen die weiterhin gute Entwicklung der Auftragseingänge und steigende Umsatzerwartungen bei. Insbesondere die Investitionsgüterproduzenten berichten von mehr Aufträgen aus dem Ausland. Weiteren konjunkturellen Aufwind erwartet auch das Berliner Baugewerbe, dessen Optimismus sich auf die hervorragende Auftragsentwicklung und die internationale Attraktivität des Berliner Immobilienmarktes stützt.

BESCHÄFTIGUNGSPLÄNE

Jobmotor läuft ruhiger – Industrie plant weiteren Personalaufbau
40 30 20 10 0 -10 -20 -30 -40 2003 2004 Gesamt 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012
-19 12 27 31

17 13

Saldo aus zunehmenden und abnehmenden Beschäftigungsplänen in Prozentpunkten.

Die Personalpläne der Berliner Wirtschaft sind auch im Frühsommer 2012 expansiv. 28 Prozent der Betriebe planen ihre Mitarbeiterzahl in den kommenden Monaten weiter zu vergrößern. Die Belegschaft zu reduzieren, beabsichtigen 15 Prozent der Befragten. Der Saldo der Beschäftigtenpläne beträgt 13 Punkte, vier Punkte weniger als zu Jahresbeginn. Es zeichnet sich eine weiterhin positive, aber gedämpfte Beschäftigungsdynamik für die kommenden Monate ab. Die Personalpläne der Unternehmen reagieren damit auf das in den nächsten Monaten erwartete, zögerliche Wirtschaftswachstum. Dessen Tempo muss wieder deutlich zulegen, um den Berliner Jobmotor erneut auf die volle Drehzahl zu beschleunigen. Die Berliner Händler überraschen mit deutlich optimistischeren Personalplänen als zu den zurückliegenden Umfragen. 28 Prozent der Unternehmen wollen zusätzliches Personal einstellen, zuletzt waren es lediglich 15 Prozent. Der Beschäftigungssaldo verdoppelt sich von sieben Zählern zu Jahresbeginn auf aktuell 15 Punkte. Im Einklang mit den gestiegenen Erwartungen der Branche deuten auch die Personalpläne auf wachsendes Vertrauen in die Berliner Konsumdynamik – die Bedeutung der Metropole als internationale Shoppingdestination wird mit dem Großflughafen BER noch zunehmen. Die Dienstleistungs­


betriebe setzen ebenfalls auf expansive Personalpläne. Ein knappes Drittel der Befragten will den Personalaufbau weiter vorantreiben, 17 Prozent tragen sich mit Plänen zum Personalabbau. Der aktuelle Saldo von 14 Punkten liegt acht Zähler unter dem Wert zu Jahresbeginn. Personalreduktion planen die Finanz- und Versicherungsdienstleister, die sich aktuell einem erheblichen Druck zur Kostenkonsolidierung ausgesetzt sehen. Die Immobiliendiensleister der Hauptstadt dagegen sehen sich eher unter Expansionsdruck und planen zusätzliches Personal einzustellen. Gegenüber dem Jahreswechsel leicht im Plus und mit zwei Zählern überwiegend einstellungsfreudig ist der Personalsaldo im Berliner Gastgewerbe. Die Industriebetriebe der Hauptstadt behalten ihren personellen Expansionskurs bei. Der Personalsaldo ist gegenüber dem Jahreswechsel mit aktuell elf Punkten nahezu stabil. Besonders expansionsfreudig zeigen sich die Investitionsgüterhersteller. Im Baugewerbe sind die Beschäftigungspläne weniger expansiv als zu Jahresbeginn. Die Bauunternehmen dürften im Frühsommer bereits ihre Personalkapazitäten für das Geschäft in der diesjährigen Bausaison aufgestockt haben.

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INVESTITIONSPLÄNE

Wachsende Investitionsfreude – Handel setzt auf steigende Kauflaune
30
23

20 10 0 -10 -20 -30 -40
-28

17

16

9

8

2003

2004 Gesamt

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Saldo aus zunehmenden und abnehmenden Investitionsplänen in Prozentpunkten.

Im Frühsommer 2012 nimmt die Investitionsfreude der Berliner Unternehmen wieder zu. Der Saldo aus steigend oder abnehmend geplanten Investitionsausgaben legt um acht Zähler auf 16 Punkte zu. Damit erreicht er nahezu den Wert der vorjährigen Umfrage. Optimistischere Geschäftsaussichten und nicht zuletzt niedrige Zinsen dürften die ausschlaggebenden Faktoren für die besseren Investitionspläne sein. Da Investitionen der Konjunktur vorlaufende Indikatoren sind, deuten anziehende Investitionspläne auf eine Wachstumsbeschleunigung im IV. Quartal hin. Die optimistischsten Investitionspläne verfolgen aktuell die Berliner Händler. Der Saldo der geplanten Investitionsausgaben beträgt 21 Punkte. Ein höherer Wert wurde zuletzt zum Jahresbeginn 2007 erreicht, als der Saldo 25 Punkte zählte. Das Vertrauen auf das wachsende Berliner Konsumpotenzial zeigt sich damit auch in den guten Investitionsplänen. Besonders erfreulich ist die gewachsene Investitionsneigung der Berliner Einzelhändler, die sonst sehr zurückhaltend planten. Im hauptstädtischen Dienstleistungsgewerbe gewinnen mit den Erwartungen auch die Investitionspläne an Dynamik: Der Saldo steigt um elf Zähler auf 15 Punkte. Die Dienstleistungsunternehmen planen vermehrt in Rationalisierungsmaßnahmen und
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Kapazitätserweiterungen zu investieren. Das Berliner Gast­ gewerbe hat die Investitionsrückstände der Krisenjahre längst aufgeholt und ist daher eher bestrebt, konsolidierende Investitionen durchzuführen. Der Saldo beträgt zwei Zähler, fünf Punkte weniger als zu Jahresbeginn. Dennoch plant nur ein Prozent der Befragten, in den kommenden Monaten nicht zu investieren. Bei früheren Umfragen war dieser Anteil weit größer. Unter den Investitionsmotiven gewinnt vor allem der Umweltschutz weiter an Bedeutung hinzu. Die Investitionspläne der Berliner Industriebetriebe gewinnen zum Frühsommer auf hohem Niveau an Stabilität. 52 Prozent der Befragten wollen ihre Investitionsausgaben in den kommenden Monaten stabil halten, zum Jahresbeginn waren es 39 Prozent. Wie schon in der Vorumfrage, planen nur 13 Prozent, ihr Investitionsvolumen zu verringern. Der Saldo von 16 Prozent hat damit das für Phasen ruhigeren Wirtschaftswachstums typische Niveau. Expansivere Investitionspläne als zur Vorumfrage verfolgen die Unternehmen des Berliner Baugewerbes. Die Branche sieht weiteren Bedarf an Maschinen und Gerät, um die steigenden Auftragseingänge zu bewältigen.

EXPORTERWARTUNGEN

Zulegende Auslandsaufträge beflügeln die Exporterwartungen
60 50 40 30 20 10 0 -10 -20
-22 16 18 32 23 51 48

-30

2003

2004 Gesamt

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Saldo aus zunehmenden und abnehmenden Exporterwartungen in Prozentpunkten.

Die Exporterwartungen der Berliner Industrie hellen sich weiter auf: Zum zweiten Mal in Folge steigt der Saldo aus optimistischen und pessimistischen Aussichten. Er beträgt aktuell 23 Zähler und hat um fünf Punkte gegenüber dem Jahreswechsel zugelegt, im Vergleich zum Herbst 2011 sind es sogar sieben Punkte. Mit weiteren Exportsteigerungen rechnet aktuell ein Viertel der Befragten, lediglich zwei Prozent erwarten in den nächsten Monaten zurückgehende Ausfuhren. Besonders kräftig wächst der Optimismus der Investitionsgüterproduzenten, unter denen keiner der Befragten pessimistisch gestimmt ist. Dahinter stehen nicht zuletzt die in diesem Sektor bei knapp der Hälfte der Unternehmen gestiegenen Eingänge von Auslandsaufträgen. Ebenfalls überwiegend mit steigenden Ausfuhren rechnen die
2010
Jahresbeginn zunehmend gleichbleibend abnehmend kein Export 20 45 12 23 Frühsommer 23 43 11 23 Herbst 26 38 7 29

Vorleistungsgüterproduzenten in Berlin. Da beide Sektoren als konjunkturelle Frühindikatoren gelten, lassen deren gestiegene Exporterwartungen auf ein zukünftig dynamisches Wachstum der wichtigen Berliner Exportmärkte in Nordamerika, Ostasien und Osteuropa schließen. Die erfolgreiche Erschließung neuer Märkte im arabischen und indischen Raum befördert ebenso die Zuversicht auf steigende Ausfuhren. Darüber hinaus profitieren die Berliner Exporteure davon, dass die Eurozone nicht der dominierende Absatzmarkt für Ausfuhren der hauptstädtischen Wirtschaft ist. Die stagnierenden Trends einiger Länder der Währungsunion schlagen sich daher nur bedingt in den Exportaussichten der Berliner Unternehmen nieder.

2011
Jahresbeginn 35 41 3 21 Frühsommer 23 43 4 30 Herbst 24 44 8 25 21 59 3 17

2012
Jahresbeginn Frühsommer 25 55 2 18



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Ergebnisse nach Branchen

Gesamtwirtschaft 2010
Geschäftslage gut befriedigend schlecht Geschäftserwartungen besser gleichbleibend schlechter Investitionspläne höher gleichbleibend niedriger keine Investitionen Beschäftigungspläne zunehmend gleichbleibend abnehmend 21 63 16 38 55 7 28 58 15 24 59 17 22 50 21 8 27 55 10 8 31 45 15 9 22 50 21 7 32 51 17 42 52 6 43 48 9 35 47 18 32 55 13 57 38 5 44 48 8 30 56 14

Dienstleistungen 2012 2010 2011
61 36 3 48 49 3 25 62 6 7 44 51 6

Handel 2012
44 48 8 50 42 8 30 45 15 10 31 52 17

2011

2010
36 50 14 23 66 11 12 64 14 9 13 79 8

2011
50 41 9 34 53 13 26 40 19 15 20 69 11

2012
37 47 16 27 60 13 33 39 12 16 28 59 13

Industrie 2010
Geschäftslage gut befriedigend schlecht Geschäftserwartungen besser gleichbleibend schlechter Investitionspläne höher gleichbleibend niedriger keine Investitionen Beschäftigungspläne zunehmend gleichbleibend abnehmend 12 68 20 35 52 13 21 68 10 23 63 14 26 40 28 6 39 48 8 4 29 52 13 5 16 47 29 8 23 58 20 31 59 9 27 63 10 46 42 12 33 55 12 57 33 9 53 44 3 40 55 5

Baugewerbe 2012 2010 2011
33 67 0 12 63 25 20 40 39 2 27 73 0

Gastgewerbe 2012
47 48 5 36 60 4 31 55 11 3 9 91 0

2011

2010
41 46 13 29 60 11 43 31 11 15 22 61 16

2011
37 41 22 38 54 8 25 52 14 9 26 69 5

2012
36 57 7 34 61 6 26 49 24 1 16 70 14

Alle Angaben in Prozent. Werte jeweils zum Frühsommer (Umfragezeitraum im April/Mai). Abweichungen der Anteilssummen von 100 sind Rundungen der Prozentangaben geschuldet.

10 | 

Impressum

IHK Berlin Wirtschaftspolitik Fasanenstraße 85 10623 Berlin Telefon:	+49 30 31510–0 Telefax:	+49 30 31510-166 E-Mail: 	service@berlin.ihk.de www.ihk-berlin.de Titelbild: © Rudyanto Wijaya | istockphoto.com Umfragezeitraum: 26. März – 25. April 2012 Druck: X-PRESS Grafik & Druck GmbH Lützowstr. 107 - 112 10785 Berlin Tiergarten
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Konjunkturbericht

Liquat. Seque il mollore corentionse omnim eaque sinulle sequaspeliti ilignati officidio v

Nam sequam quis verem am doluptam eatatia temolor rovitempor ad ut explit,

evendae velectur as eos sinihiciis accae. Fic totam non ne vent Equunt plitem eatatem qui nonempelia porehendis si aceste parcimo luptaturio es modit, secaerum qui dolestint ut fuga. As ommos maiosam venihiliqui odio doluptis nonesti orpore dist as aut ut exeritas doluptatem que nati cone pratus ullit, num et que il ium et explibus as doluptat es dionsed est volorum, ipsunt quam, aliqui officta con re optas arumqui quid qui conet cum quidelita volores ea quia volut lat. Igentinciis aliqui cus min et as magnis eatint aut dollab in et, simaxim possit duntiur, enitaspelit estrupis aut auditec nonsequi del et volenistium as essit, et verios dolore pa derum taturem olorehendi officias ilit ommodit vendelestrum qui quodigenes et et latqui consequam ea necaereprae volorep omnim apidis molore vit ea voluptatem. Nam harumquo volut eritati busant ut qui volorat emporem porenduntion cuptatenis aliquiatiis am explique lit molor adit, sam imos ut litasime dellenia id ullorioriti rerum cus et quos doluptatios del ium aute sunditas quunt as debit dollacc ullorescilla intibusdam doluptiument eaturibust, sed qui cor aborem quis nat millaut molupit ma con pedi res quam quas sit repudi doloreh endeseres modi exerion nossum nis id experis eos repro venimin ctiasitatem. accumquia in re, unt ipsus molupta tquam, as doluptam quis Ugiatur modipsundis et mi, ipis eatum volorer fernatia quis vollis magnatem aliciam, expe volorro voluptaqui volut volenda provit doluptatem as quidit odistia inisquo esti volume nobis volore doluptat am hicidelent ab inimostrum que premporibus aspelen delentum sitae maximaiorem sunt fuga. Atquame dolor solorib uscima est, et pliquam doloriae ex eumquam usapict iandite mporeribusam evendanto quuntem volum sit volori am volupta ipicide lliquia num qui sequi que cum cus vellatis ommolor untur, velia voluptae esciam etur rehent pratemquodi es explautempel magnitin et videlent utendesecea de cuptatus dolupti officiet essinte pelitem oluptae omnisciunt ulparumqui exerumet aut plignam que ne volor asperis antibus andiature nonsendem que veni coreria iducidest lique voluptatur sendaero doluptur? As abora volo experum ra ium sitias magnis moluptate si net invellupta prae simus ea vernam volo illab idigeni doluptatium volorumet od millique vellore strumet voluptus culparcidem ra parum autempore ea nus. ut lant laut excea cusantiam, con corestis solut laut hil ium Excea eum aut odipiet imoluptasita sin nos invero que qui sequae cumquam eniatus aut qui cus re laborat quiaectas Industrie- und Handelskammer zu Berlin | Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin | Telefon: +49 30 31510 - 0 | Internet: www.ihk-berlin.de
        
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