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Full text: Engagement mit Wirkung

ENGAGEMENT MIT WIRKUNG
DIE PHINEO-ANALYSEMETHODE IM DETAIL

Engagement mit Wirkung

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IMPRESSUM

EDITORIAL

2., überarbeitete Auflage, November 2014 © PHINEO gAG, Berlin Kontakt:

Liebe Leserinnen und Leser, Menschen, die sich ehrenamtlich oder

hauptamtlich gemeinnützig engagieren,

PHINEO gAG 10178 Berlin

machen das meist aus einem bestimmten Bedürfnis heraus und mit einer bestimmten Motivation. Sie wollen gesellschaftliche Missstände beheben, Menschen

Anna-Louisa-Karsch-Straße 2 Tel. +49 30 520065400 Fax +49 30 520065403 info@phineo.org www.phineo.org Für inhaltliche Fragen zu dieser Publikation steht Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Philipp Hoelscher

helfen, Gesellschaft gestalten. Sie wollen Veränderungen bewirken. In unserem Arbeitsalltag erleben wir jedoch oft,

dass viele Mitarbeitende gemeinnütziger

Organisationen dem Thema Wirkung eher

skeptisch, mitunter sogar ängstlich gegenüberstehen. Meist aus Unsicherheit. Dabei ist die Beschäftigung mit der eigenen nützige Organisationen. Wirkung eine große Chance für gemein-

Philipp.Hoelscher@phineo.org Hauptverantwortung: Dr. Philipp Hoelscher Redaktion: Annett Zühlke

Man kann auf viele verschiedene Arten zu normal, dass man nicht immer auf Anhieb

einer besseren Welt beitragen. Es ist völlig weiß, ob der eigene Weg der richtige ist – ob man also mit seiner Arbeit auch das erreicht und bewirkt, was man sich vorgenommen

Gestaltung: Stefan Schultze Bildnachweis:

S. 12: © PHINEO / Annett Zühlke

S. 14: © PHINEO / Yvonne Dickopf

hat. Wichtig ist aber, dass man sich diese Fragen stellt. Auch, weil die Antworten für jene und Organisationen finanziell unterstützen nisation vertrauenswürdig und kompetent bewirken können. interessant sind, die gemeinnützige Projekte möchten. Die wissen möchten, welche Orgaist – bei der also Fördergelder möglichst viel

S. 37: © PAT – Mit Eltern Lernen gGmbH Sie möchten die Publikation Bitte fragen Sie uns, wir antworten gern!

ganz oder teilweise nutzen?

Diese Publikation wurde klimaneutral auf Recyclingpapier gedruckt.

PHINEO arbeitet seit der Gründung 2010

daran, dass beide Seiten – gemeinnützige

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© PHINEO gAG 2014, www.phineo.org

Organisationen und Soziale InvestorInnen gemeinsam besser bewältigen können.

– die gesellschaftlichen Herausforderungen Wir analysieren gemeinnützige Projekte herausragende Organisationen mit dem Wirkt-Siegel aus.

auf ihr Wirkungspotenzial hin und zeichnen

Häufig werden wir dabei gefragt: Wie genau wollt ihr denn Wirkung feststellen? Ist das PHINEO-Analyse haben wir eine Methode nicht kompliziert, sogar unmöglich? Mit der entwickelt, mit der wir dieser Komplexität

gerecht werden können. Eine Methode, mit der wir das Wirkungspotenzial kleiner und junger Organisationen ebenso gut erfassen mit langjährigem Erfahrungsschatz. „Angemessenheit“ ist deshalb eines unserer wichtigsten Schlagwörter.

können wie das sehr großer Organisationen

Was wir uns im Detail bei der PHINEO-Anatenzial eines Projekts festmachen und was die Organisationen im Verlauf der Analyse den Seiten vorstellen.

lyse anschauen, woran wir das Wirkungspo-

erwartet, möchten wir Ihnen auf den folgen-

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Dr. Philipp Hoelscher

Leitung Analyse & Forschung

Engagement mit Wirkung

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GUTES
TUN, SONDERN AUCH GUTES

FÜR ALLE, DIE NICHT NUR

BEWIRKEN
WOLLEN.
www.phineo.org

Handbücher, Studien, Ratgeber – kostenlos und gut:

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© PHINEO gAG 2014, www.phineo.org

INHALT

Warum wir analysieren	

Für mehr Engagement mit Wirkung

6 – 11

Soziale InvestorInnen wünschen sich Orientierung

Wirksame Projekte leichter finden: das Wirkt-Siegel

Was wir analysieren	
Auf dem Analysetisch

Die PHINEO-Analyse: Wirkungspotenzial unter der Lupe

12 – 13

Wirkungsvolle Projekte und leistungsfähige Organisationen

Wie wir analysieren	

Die PHINEO-Methode: Analyse mit Herz und Verstand Schritt für Schritt zum Wirkt-Siegel

14 – 18

Die Kriterien der Analyse	
W1: Ziele und Zielgruppen W2: Ansatz und Konzept O1: Vision und Strategie O3: Aufsicht W3: Qualitätsentwicklung O2: Leitung und Personalmanagement O4: Finanzen und Controlling

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O5: Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit

Die Ergebnisse der Analyse	
Auszeichnung mit dem Wirkt-Siegel	 	 Die Erkenntnisse aus der Analyse nutzen Zum Weiterlesen	

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Engagement mit Wirkung

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WARUM WIR ANALYSIEREN FÜR MEHR ENGAGEMENT MIT WIRKUNG
Gemeinnützige Arbeit hält die Gesellschaft zusammen. Sie unterstützt Menschen in allen Lebenslagen, macht sich für Natur und Umwelt stark, setzt sich für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung ein. Kurz: Sie will das Leben lebenswerter machen. Wir von PHINEO möchten, dass zivilgesellschaftlichen AkteurInnen das so gut wie möglich gelingt. Wir wollen, dass Engagement wirkt. wollen, dass Probleme gut gelöst, Herausforderungen gut bewältigt werden können. Wir

WAS WIR UNTER „WIRKUNG“ VERSTEHEN
Als „Wirkungen“ bezeichnen wir bestimmte Veränderungen in der Gesellschaft, die gemeinnützige Organisationen mit ihrer Arbeit erreichen. Was heißt das aber in der Praxis?

Ein Beispiel: Ein gemeinnütziger Verein will Arbeitslosen mit qualifizierenden Schulungen cen (Input) und die erbrachten Leistungen (Output) betrachten, in diesem Fall also den Personaleinsatz und das Projektbudget sowie die Leistungen in Form der Schulungen.

wieder zu einer Beschäftigung verhelfen. Man könnte nun die dafür eingesetzten Ressour­

Über die tatsächliche Wirkung des Projekts sagen diese Informationen jedoch noch nichts Schulungen sind noch kein Garant dafür, dass das Projekt zu seinem Ziel, dem Wiederein-

aus. Auch eine hohe Anzahl an Teilnehmenden oder die persönliche Zufriedenheit mit den stieg in den Beruf, beiträgt. Die eigentliche Wirkung zeigt sich stattdessen darin, dass die erwerben sowie Selbstvertrauen aufbauen. Erst diese Veränderungen bei der Zielgruppe (Outcome) ermöglichen den Teilnehmenden den Wiedereintritt in den Beruf. Und erst

Schulungsteilnehmenden die für den Arbeitsmarkt relevanten Kenntnisse und Fähigkeiten

dieser erfolgreiche Eintritt der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt führt auf längere Sicht gangs der Arbeitslosigkeit.

auch zu Veränderungen auf gesellschaftlicher Ebene (Impact), konkret in Form eines Rück-

Jedes Projekt bringt natürlich eine ganze Reihe an Wirkungen hervor, auch über die

ursprünglich geplanten hinaus. Wirkungsanalysen nehmen jedoch nicht alle Wirkungen in den Blick, sondern konzentrieren sich auf die Frage, ob die zuvor festgelegten Ziele – und damit die erwünschten Wirkungen – mit einem Projekt erreicht werden.

Derartige Veränderungen entstehen nicht automatisch. Sie orientieren sich immer an dem gesellschaftlichen Zustand, den die gemeinnützigen Organisationen erreichen wollen. Wer die Wirkungen der eigenen Angebote und Maßnahmen von Anfang an mitdenkt, sie

plant und steuert, beobachtet und auswertet, kann mit seiner Arbeit dauerhaft viel für die Zielgruppen erreichen und damit erfolgreich zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen. Diese aktive Ausrichtung auf die Ziele nennen wir „Wirkungsorientierung“. Dabei

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DIE WIRKUNGSTREPPE

Ab dieser Stufe spricht man von Wirkung

1 Aktivitäten finden wie geplant statt
geht es auch um kontinuierliches Lernen. Nur wer seine Arbeitsergebnisse, seine Stärken und Schwächen kennt, kann diese nutzen und sich weiterentwickeln.

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Zielgruppen werden erreicht

3

Zielgruppen akzeptieren Angebote
OUTPUT

4

Zielgruppen verändern ihre Fähigkeiten

5 Zielgruppen ändern ihr Handeln

6

Lebenslage der Zielgruppen ändert sich
OUTCOME

7 Gesellschaft verändert sich

IMPACT

Dass sich der Erfolg gemeinnütziger Angebote in deren Wirkung zeigt, haben viele bereits erkannt: In der PHINEO-Studie „Wirkungsorientierte Steuerung in Non-Profit-Organisationen“ (2013) benannten 76 Prozent der befragten Organisationen Wirkung als zentralen

Indikator für ihren Erfolg. Doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen nach wie vor auseinandeshalb als lernende Organisationen gelten. 39 Prozent erheben noch nicht einmal die dafür erforderlichen Daten.

der. Nur 46 Prozent der Befragten berichten intern bereits über ihre Wirkung – und können

PHINEO möchte das Bewusstsein für Wirkung und wirkungsorientierte Arbeit weiter

schärfen. Und wir möchten gemeinnützige Organisationen ebenso wie Förderstiftungen Arbeitsalltag zu integrieren – bei der Umsetzung von Projekten einerseits und bei der Auswahl geeigneter Förderprojekte andererseits.

und sozial engagierte Unternehmen dazu befähigen, diese Wirkungsorientierung in ihren

Sie möchten selbst Projekte mit Wirkung umsetzen? Das „Kursbuch Wirkung“ hilft

Ihnen Schritt für Schritt dabei, Ihre Angebote wirkungsorientiert zu planen, umzusetzen, zu analysieren und weiterzuentwickeln. Tipps, Illustrationen und Checklisten erleichtern Einsteigern die praktische Umsetzung und bieten sogar Fortgeschrittenen und Profis zahlmann Stiftung entstanden.

reiche neue Anregungen. Das „Kursbuch Wirkung“ ist in Zusammenarbeit mit der Bertels-

Kostenfreier Download auf www.phineo.org/publikationen

Engagement mit Wirkung

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„Soziale InvestorInnen“ sind Förderstiftungen, sozial engagierte UnterderInnen, die mit ihrem nicht nur Gutes tun, sondern auch Gutes

Wer sich wirksam für die Lösung gesellschaftlicher Probleme engagiert, braucht und verdient lität ihrer Arbeit auf Dauer gewährleisten und sogar ausbauen. Ein finanzielles Engagement Planung von Projekten und ihrer Arbeit insgesamt. Und es kann in entscheidendem Maße all Anwendung finden können.

Unterstützung. Nur mit dieser Unterstützung können gemeinnützige Organisationen die Quafür wirkungsorientiert handelnde Organisationen ermöglicht diesen eine bessere langfristige dazu beitragen, dass Wissen über gute Praxis verbreitet wird und erfolgreiche Konzepte über-

nehmen und Privatspenfinanziellen Engagement

bewirken wollen. Sie

verstehen ihre Spende als unsere Gesellschaft.

Doch wer die wichtige Arbeit gemeinnütziger AkteurInnen unterstützen will, steht oftmals vor Geld fördern? In Deutschland gibt es mehr als 600.000 gemeinnützige Organisationen (ZiviZSurvey 2012). Die beeindruckende Vielfalt ihres Engagements kann schnell überwältigen. Die Organisationen machen sich für Umweltbelange, Bildungsgerechtigkeit oder Katastrophenschutz stark; sie sind lokal, bundesweit oder gar international aktiv; sie beraten, vernetzen, diskutieren, begleiten oder packen ganz direkt an. Ein passendes Förderprojekt zu finden erfordert Zeit und Mühe – insbesondere dann, wenn sich Soziale InvestorInnen fragen: Wo

strategische Investition in

einer schwierigen Entscheidung: Welche Organisation, welches Projekt möchte ich mit meinem

kann ich mit meinem Geld wirklich etwas verändern? Die Wirksamkeit gemeinnütziger Projekte ist für viele GeberInnnen ein entscheidender Faktor. Was ist nur gut gemeint? Und was ist auch gut gemacht?

Eine Befragung von 500 StifterInnen zeigte: Jede/r Zehnte würde das Stiftungsengagement

STIFTUNGEN möchten in erster Linie wissen, wie Organisationen ihre Fördergelder einsetzen.

ausbauen, wenn sie oder er bessere Informationen über die Wirkung der geförderten Aktivitäten erhalten würde (StifterStudie, 2005). Vor allem die UnternehmerInnen unter den StifterInnen – aber nicht nur diese – haben hohe Ansprüche an Effizienz und Effektivität.

„‚Wir wollen wissen, wie wir wirken.‘ Nach dieser Maxime arbeitet die Herbert Quandt-Stiftung (…). Nun haben wir erstmals bei der routinemäßigen Berichterstattung über die laufenden Projekte im Stiftungsrat die Wirkungstreppen aus dem ‚Kursbuch Wirkung‘ eingesetzt und dabei große Zustimmung erhalten. Die rasche Übersicht bei einer größeren Zahl von Projekten, die verständliche Abstufung der erreichten Wirkungen, die knapp und dennoch gut darstellbare eigene Leistung sind ein großer Gewinn für alle Beteiligten und werden sicher in der Zukunft weiter eingesetzt.“ Dr. Christof Eichert, Vorstand der Herbert Quandt-Stiftung

geförderten Aktivitäten und auf eine transparente Darstellung der jeweiligen Organisationen. Sie möchten die Wirksamkeit ihrer Spenden nachvollziehen können.

SOZIAL ENGAGIERTE UNTERNEHMEN legen großen Wert auf die Wirksamkeit der von ihnen

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© PHINEO gAG 2014, www.phineo.org

„Als globaler Finanzdienstleister nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung sehr ernst. Dazu gehört auch ein sorgfältiger und wirkungsorientierter Einsatz unserer Ressourcen. Wir achten genau darauf, was unsere sozialen Partnerorganisationen gesellschaftlich bewegen und welche Verbesserungen wir gemeinsam darüber hinaus noch erreichen können.“ Nadine Tschauner, Head of Corporate Citizenship and Volunteering, Allianz SE

„Bevor wir uns entscheiden, eine Organisation zu unterstützen, schauen wir uns an, ob wir einen sinnvollen Anknüpfungspunkt finden, sie in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Wir prüfen auch sehr genau, ob ihre Programme Wirkung zeigen – ähnlich wie PHINEO.“ Sara Günnewig, Vice President Communications and CSR, J.P. Morgan

können: 94 Prozent der BundesbürgerInnen wünschen sich von einer Organisation, an die sie die Verwendung der Spenden (repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag von PHINEO, 2012).

PRIVATSPENDERINNEN möchten den gemeinnützigen Organisationen vor allem vertrauen

spenden möchten, umfassende Informationen über deren Aufbau und Arbeitsweise sowie über

WIRKUNGEN TRANSPARENT MACHEN
Soziale InvestorInnen wollen sicherstellen, dass ihr Geld optimal eingesetzt wird. Bislang sind sie dabei vor allem auf freiwillige Auskünfte der gemeinnützigen AkteurInnen angewiesen. Eine Pflicht, Informationen über zum Beispiel die Mittelverwendung der Organisation oder mehr gemeinnützige Organisationen verpflichten sich selbst zu mehr Transparenz, etwa die Wirkung ihrer Arbeit zu veröffentlichen, gibt es für sie nicht. Die gute Nachricht: Immer durch Unterzeichnen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft, und nehmen an bestehenden Prüf- und Zertifizierungsverfahren wie dem von PHINEO teil. Jedoch längst noch nicht sich: 50 Prozent der gemeinnützigen Organisationen informieren zwar insgesamt gut alle. In der PHINEO-Studie „Wirkungstransparenz bei Spendenorganisationen“ (2012) zeigte beziehungsweise sehr gut über ihre Arbeit und sind an dieser Stelle sehr transparent. Deutliche Lücken zeigen sich jedoch in Bezug auf verfügbare Informationen über Ziele und die erzielte Wirkung.
Sie wollen mehr über die Themen Transparenz und Wirkungstransparenz erfahren? Wir nennen Ihnen in

unserem Positionspapier „Transparenz von gemeinnützigen Organisamehr Transparenz.

tionen“ zehn Gründe für PHINEO hat darüber hinaus die Transparenz von 50 großen Spendenorga-

nisationen analysiert. Die Ergebnisse veröffentlichte das Wirtschaftsmaga-

Wir finden: Gemeinnützige Organisationen sollten Erkenntnisse über ihre gesellschaftli-

che Wirkung sowohl erfassen als auch publizieren. Wir nennen diese Art der Transparenz wirklich nachvollziehen. Dieses Verständnis von Transparenz nützt allen Beteiligten –

zin Capital in dessen ers(Ausgabe 12/2012). Eine detaillierte Auswertung in der im November der Daten legte PHINEO 2012 erschienen Studie „Wirkungstransparenz nen“ vor. bei Spendenorganisatiowww.phineo.org

„Wirkungstransparenz“. Nur so kann die Öffentlichkeit die Resultate gemeinnütziger Arbeit gerade auch, weil es beim Einwerben und Vergeben von Fördermitteln um Vertrauen geht. – geschützt, wenn mehr Auskünfte über die gemeinnützigen Organisationen und die

tem „Spenden-Kompass“

Soziale InvestorInnen sind besser vor Fehlinformationen – und damit auch Fehlinvestitionen konkrete Verwendung von Spendengeldern verfügbar sind. Wirkungstransparenz erleich-

tert darüber hinaus die Kommunikation mit den StakeholderInnen und fördert den öffentlider Gesellschaft unverzichtbar.

chen Diskurs. Sie ist damit für die tragende Rolle gemeinnütziger Organisationen innerhalb

Engagement mit Wirkung

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WIRKSAME PROJEKTE LEICHTER FINDEN: DAS WIRKT-SIEGEL
wirkt !
ge pfohlen prüft & em
wirksames Projekt, leistungsstarke Organisation 3/2014

Das Wirkt-Siegel von PHINEO steht für wirksame gemeinnützige Arbeit in Deutschland. Es

signalisiert FördererInnen und SpenderInnen: Hier kann Ihr Geld wirklich etwas bewegen! ders wirkungsvollen Beitrag zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems leisten können. Wir wollen damit positive Beispiele mit Vorbildcharakter auszeichnen und herausragende

PHINEO vergibt das Wirkt-Siegel an ausgewählte gemeinnützige Projekte, die einen beson-

Arbeit ins Rampenlicht stellen. Ob ein Projekt das Wirkt-Siegel erhalten kann, untersuchen

wir in einem wissenschaftlich fundierten Verfahren – der PHINEO-Analyse. Das Wirkt-Siegel soll GeberInnen und wirkungsorientiert arbeitende gemeinnützige Organisationen einfach und unkompliziert zusammenbringen.

Die Idee dahinter: Wir wollen das Bewusstsein für wirkungsvolle gemeinnützige Arbeit sowohl bei den FörderInnen als auch bei den Organisationen selbst steigern. Wenn GeberInnen vermehrt nach der Wirksamkeit eines Projekts fragen, wächst auch die Motivation gemeinnütziger Organisationen, sich mit ihrer eigenen Wirksamkeit auseinanderzusetzen und öffentlich über die Ergebnisse ihrer Arbeit zu berichten. Gemeinnützige Organisationen, die die Wirkung ihrer entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Fundraising.

Projekte mitdenken, investieren damit in die Qualität ihrer Arbeit – und haben außerdem einen

		 	 	

UNSERE ZIELE

Gesellschaftliche Herausforderungen werden besser bewältigt Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Staat arbeiten partnerschaftlich Zivilgesellschaft ist insgesamt wirkungsvoller Zivilgesellschaft wächst quantitativ

Impact-Ziele

		 	 	 	 	 	 	

Wirkungsorientiert arbeitende Organisationen erhalten zusätzliche Ressourcen Gemeinnützige Organisationen und Soziale InvestorInnen entscheiden und handeln wirkungsorientiert Gemeinnützige Organisationen und Soziale InvestorInnen sind transparent Gemeinnützige Organisationen und Soziale InvestorInnen haben ein Bewusstsein für Wirkungsorientierung Gemeinnützige Organisationen und Soziale InvestorInnen sind mit den PHINEO-Angeboten zufrieden Gemeinnützige Organisationen und Soziale InvestorInnen werden von den PHINEO-Angeboten erreicht

Outcome-Ziele

Output-Ziele

PHINEO stellt Leistungen/Produkte / Angebote bereit

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DIE PHINEO-ANALYSE UND DAS WIRKT-SIEGEL: CHANCEN UND NUTZEN
Das Wirkt-Siegel ist das Erkennungszeichen für wirkungsvolles Engagement in Deutschland. Es bescheinigt die Qualität gemeinnütziger Arbeit durch eine unabhängige Analyse. Investitionen in Projekte mit dem Wirkt-Siegel geben FörderInnen und SpenderInnen die Sicherheit, mit ihrem Geld etwas Positives zu bewirken.

Eine Analyse durch PHINEO und die Auszeichnung mit dem Wirkt-Siegel bieten auch gemeinnützigen Organisationen zahlreiche Vorteile:

• Wer sich tagtäglich mit den Sorgen und Nöten anderer beschäftigt, verliert mitunter den
Blick für sich selbst. Unsere Analyse hilft gemeinnützigen Organisationen, sich selbst im verstehen – und bieten den teilnehmenden Organisationen mit diesen Fragen wertvolle Impulse zur Selbstreflexion. Auge zu behalten. Wir fragen nach, möchten die Ideen, Konzepte und Erfolge sehen und

Eine Befragung ergab: Nahezu alle von PHINEO analysierten Organisationen berichten von

erheblichen Lerneffekten und außerordentlich positiven Auswirkungen auf die Alltagsarbeit. 90 Prozent der befragten Organisationen würden unser Analyseverfahren weiterempfehlen.

• Während des gesamten Analyseprozesses geben wir fundiertes und konstruktives Feedkann, nichts muss. Welche Ideen die Organisationen schließlich umsetzen möchten, bleibt ganz und gar ihnen überlassen.

back. Neben einer unabhängigen Einschätzung der Stärken und Schwächen helfen wir den

90

%

gemeinnützigen Organisationen, mit einfachen Mitteln mehr zu erreichen. Dabei gilt: Alles

• Im Falle einer Auszeichnung lässt sich das Wirkt-Siegel vielfältig in der Kommunikation
das Wirkt-Siegel ein ideales Werkzeug für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising.

einsetzen. Es signalisiert der Öffentlichkeit: Hier sind Spenden optimal angelegt. Damit ist

• Das Wirkt-Siegel hat sich bereits bei zahlreichen Projekten positiv auf die Spendeneinnahmen ausgewirkt. Auch die Kampagne DEUTSCHLAND RUNDET AUF unterstützt ausschließlich durch PHINEO ausgezeichnete Projekte. Neben den Spendengeldern haben viele der bereits ausgezeichneten Organisationen auch weitere Ressourcen erhalten, zum Beispiel Beratungsleistungen, Workshops und Fortbildungen.

„Das PHINEO Wirkt-Siegel ist ein Tür-Öffner. Es hilft uns in der öffentlichen Darstellung und erleichtert das Fundraising.“ Birke Stubbendieck, Geschäftsführung PAT – Mit Eltern Lernen gGmbH

Engagement mit Wirkung

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WAS WIR ANALYSIEREN DIE PHINEO-ANALYSE: WIRKUNGS­ POTENZIAL UNTER DER LUPE
Integration, Umweltschutz, Demenz – gesellschaftliches Engagement ist unglaublich vielfältig. Um das Wirkungspotenzial einzelner Projekte adäquat einschätzen zu können, ist es wichtig, auch die jeweiligen Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Akteur­Innen zu kennen.

Deshalb nehmen wir ausgewählte Themenfelder genauer unter die Lupe und analysieren Pro-

jekte, die hier aktiv sind. Projekte, die bei der PHINEO-Analyse überzeugen können, zeichnet gen Organisationen freiwillig und kostenfrei.

PHINEO mit dem Wirkt-Siegel aus. Die Teilnahme am Analyseverfahren ist für die gemeinnützi-

Die PHINEO-Analyse ist keine Evaluation, die konkrete Wirkungen misst. Mit unserer Analyse überprüfen wir vielmehr das Wirkungspotenzial eines gemeinnützigen Projekts. Wir wollen gesellschaftliche Wirkung entfalten kann? wissen: Sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass diese Organisation mit diesem Projekt

Dr. Philipp Hoelscher, Leitung Analyse & Forschung, im Gespräch Die PHINEO-Analyse setzt sehr stark auf den Faktor „Angemessenheit“. Was genau ist damit gemeint?

Dr. Philipp Hoelscher: An der PHINEO-Analyse können Organisationen aller Größe und jeden Typs teilnehmen. Wir können diese natürlich nicht alle über einen Kamm scheren. Man kann von jungen Organisationen nicht erwarten, dass sie in Sachen Wirkungsanalyse genauso weit sind wie Organisationen, deren Projekte seit vielen Jahren laufen. Ähnlich ist es etwa bei Kampagnen, bei denen man Wirkung viel schwieriger erfassen kann als bei einem Projekt, das Jugendliche in eine Ausbildung vermittelt. Und von kleinen Organisationen erwarten wir weniger, was etwa die Wirtschaftsprüfung angeht und die Ausgestaltung der Checks and Balances. Wir bewerten also die Leistungen einer Organisation immer in Abgleich mit den individuellen Rahmenbedingungen. Welchen Vorurteilen oder Fragen begegnet PHINEO immer wieder?

Dr. Philipp Hoelscher: Wir hören oft, Wirkungen könne man gar nicht messen. Andere sagen, man müsse alles bis auf die letzte Kommastelle messen. Die Realität liegt wie so oft in der Mitte. Man kann nicht alles „messen“, also in Zahlen ausdrücken. Aber man kann sich in jedem Fall mit Fragen zur eigenen Wirkung beschäftigen, auch wenn man nicht für jeden Punkt einen wissenschaftlichen Nachweis vorlegen kann. Man kann sich auch qualitativ einer Antwort annähern. Die wichtige Frage ist also eher: Wie können wir Informationen generieren, die uns eine Vorstellung davon vermitteln, ob wir auf dem richtigen Weg sind? Dann gibt es eine große Skepsis gegenüber Evaluationen. „Was nützt uns das?“ Denn Evaluationen, die nur für das Gewissen erstellt werden, landen meist in der Schublade. Ihr Potenzial kann man aber sinnvoll nutzen, wenn man sich schon zu Beginn der Evaluation überlegt, welche Informationen man gewinnen möchte und wie man sie nutzen kann, etwa für die Qualitätsentwicklung oder die Kommunikation. Ein dritter Punkt ist die Sorge, dass Wirkungsanalysen zu aufwändig seien. Natürlich können sie sehr aufwändig und umfangreich werden, das müssen sie aber nicht. Wichtig ist, dass jede Organisation einen für sich passenden Weg findet – wo wir wieder beim Stichwort „Angemessenheit“ wären. Große Organisationen mit entsprechendem Budget können eher Ressourcen für zum Beispiel eine regelmäßige Evaluation einplanen. Junge Organisationen können vielleicht damit beginnen, sich regelmäßig zusammenzusetzen und zu besprechen, wie das Projekt läuft.

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WIRKUNGSVOLLE PROJEKTE UND LEISTUNGSFÄHIGE ORGANISATIONEN
Im Zentrum jeder PHINEO-Analyse steht immer ein einzelnes konkretes Projekt. Nur so können wir zur Lösung eines spezifischen gesellschaftlichen Problems beizutragen. dessen Wirkungslogik im Detail nachvollziehen und analysieren, ob es dafür geeignet ist, wirksam
HINWEIS: Grundsätzlich können gemeinnützige Organisationen immer

Organisationen können mit einem Projekt an der PHINEO-Analyse teilnehmen, wenn

dann mit einem Projekt teilnehmen, wenn wir die Analyse in einem ben. Ausserhalb von

•	das Projekt thematisch zur jeweiligen Ausschreibung passt, •	das Projekt seine Wirkung in Deutschland (beziehungsweise im deutschsprachigen
	 Raum) entfaltet,

an der PHINEO-Analyse

•	das Projekt so lange besteht, dass bereits erste Ergebnisse sichtbar sind, und •	das Projekt noch mindestens zwei Jahre fortgeführt werden kann.
Hinter jedem wirkungsvollen Projekt steht jedoch auch immer eine starke Organisation. samte Organisation unter die Lupe. Und beide müssen zueinander passen. Deshalb nehmen wir in der PHINEO-Analyse auch die ge-

Themenfeld ausschreiThemenfeldanalysen ist wenn sie durch Dritte

eine Analyse nur möglich, finanziert wird. Nur so

können wir sicherstellen, dass die Unabhängigkeit gewahrt bleibt.

Gemeinnützige Organisationen können an der PHINEO-Analyse teilnehmen, wenn sie

•	in Deutschland als gemeinnützig anerkannt sind und über einen Freistellungsbescheid verfügen, •	keine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind, •	ihren Sitz in Deutschland haben und •	operativ – und nicht rein fördernd – tätig sind.

AUF DEM ANALYSETISCH
Die Teilnahme an der PHINEO-Analyse ist für alle Organisationen freiwillig. Wir gehen dem Wirkungspotenzial der Organisationen, die mit ihren Projekten an der Analyse teilnehmen,
Datenschutz:

in einem vierstufigen Verfahren auf den Grund. Dabei beziehen wir Informationen aus einem Fragebogen und einem persönlichen Gespräch, aber auch aus verschiedenen Informations­ materialien in die Analyse ein.

Was passiert mit meinen Informationen? Alle Daten werden immer und jederzeit absolut vertraulich behandelt.

Zu den Informationsmaterialien über das Projekt zählen beispielsweise:

•	Zielgruppen- und Bedarfsanalysen •	inhaltliche Konzepte •	Evaluationsberichte

Die Namen jener Orga-

nisationen und Projekte, die nicht ausgezeichnet werden, werden nicht veröffentlicht.

Um uns ein detailliertes Bild von der Arbeit der Organisation machen zu können, fragen wir zum Beispiel nach:

•	Satzung und Geschäftsordnung	 •	Tätigkeits- und Jahresbericht •	Jahresabschluss und Einnahmen-Ausgaben-Plan •	Strategiepapieren •	Materialien der Öffentlichkeitsarbeit
Engagement mit Wirkung 13

WIE WIR ANALYSIEREN DIE PHINEO-METHODE: ANALYSE MIT HERZ UND VERSTAND
Die PHINEO-Analyse ist ein unabhängiges, wissenschaftliches Verfahren. Vorbild für die Ana­ lyse war eine praxiserprobte Methode aus Großbritannien. Mithilfe von PartnerInnen und einer mehrjährigen Pilotphase getestet. ExpertInnen haben wir diese auf Deutschland übertragen, weiterentwickelt und dann selbst in

Ein Grundprinzip der PHINEO-Analyse ist das Vier-Augen-Prinzip: Auf jeder Analysestufe

bewerten zwei AnalystInnen die Kriterien unabhängig voneinander. Erst im Anschluss tauschen sie sich zu ihren Einschätzungen und Ergebnissen aus. Ein gemeinsames Verständnis darüber, und interne Weiterbildungen wichtiger Bestandteil des Arbeitsalltags der PHINEO-AnalystInwie wir die Kriterien verstehen und anwenden, ist dabei unerlässlich. Deshalb sind Schulungen nen. Hilfe für die Analysen selbst und die Einordnung einzelner Ausprägungen in einer KategoWie ein Codebuch enthält der Kriterienkatalog konkrete Anweisungen dafür, wie ein Projekt

rie findet jede/r AnalystIn in dem eigens für die PHINEO-Analyse entwickelten Kriterienkatalog. oder eine Organisation bei den einzelnen Kriterien abschneidet – und welche Faktoren bei der stark voneinander ab, wird der Fall in einer Sondersitzung des Analyseteams diskutiert. Alle sion genau geprüft. Sie entscheidet auch final über die Vergabe des Wirkt-Siegels.

Einschätzung berücksichtigt werden müssen. Weichen die Bewertungen der zwei AnalystInnen Ergebnisse aus der dritten Analysestufe werden von einer unabhängigen Empfehlungskommis-

		 		

Drei Fragen an: Bettina Kurz, Analyse & Forschung

		 Wie nähert sich das PHINEOAnalyseteam einem neuen Thema an?

Bettina Kurz: Die meisten Themen sind uns ja nicht unbekannt. Man hat schon mal in der Zeitung darüber gelesen oder ist vielleicht sogar persönlich betroffen, etwa weil die eigene Großmutter an Demenz erkrankt ist oder die beste Freundin im Rollstuhl sitzt. Das Fachwissen zum jeweiligen Thema ziehen wir vor allem aus Studien oder Fachartikeln, aber auch aus Gesprächen mit Expertinnen und Experten sowie Betroffenen. Dabei trifft man immer wieder auf ganz persönliche Geschichten, durch die das emotionale Involvement wächst. Solche Geschichten finden wir oft in Zeitschrif-

ten, wir gucken uns aber auch Filmbeiträge und Filme an, manchmal sogar im Kino. Als ich mich mit dem Thema Kinderarmut beschäftigt habe, habe ich zum Beispiel auch einen sehr packenden Hörfunkbeitrag gefunden. Wir wollen mit unserer Arbeit nicht nur Zahlen für sich sprechen lassen. Wir wollen Geschichten erzählen und auch andere Menschen dazu kriegen, für ein Thema zu brennen und sich zu engagieren. Nach mehr als 500 PHINEO-Analysen – hat man da schon alles gesehen?

Bettina Kurz: Nein, dafür sind die Themen, die Herausforderungen und auch die Lösungsansätze viel zu unterschiedlich. Besonders spannend wird es immer dann, wenn wir zu den Besuchen aufbrechen und dort mitunter auch die Teilnehmenden an den

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DIE PRINZIPIEN DER PHINEO-ANALYSE
•	Die PHINEO-Analyse basiert auf einer praxiserprobten Methode. •	Der Analyse geht eine Themenfeldanalyse voraus. •	Die PHINEO-Analyse ist unabhängig, bezieht aber ExpertInnen aus Wissenschaft und
	 Praxis ein.

•	Jede Analyse erfolgt unter dem Vier-Augen-Prinzip. •	Die PHINEO-Analyse stellt ein Angebot an die gemeinnützigen Organisationen dar.
	 Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

•	PHINEO stellt ausschließlich positiv bewertete Projekte vor. Ein Ranking oder eine Veröffent	 lichung von Negativbeispielen gibt es nicht. Die Qualität unserer Arbeit ist unser wichtigstes Gut. Deshalb nutzen wir unseren wachsenden Erfahrungsschatz aus inzwischen mehreren hundert Analysen und entwickeln unsere Methode kontinuierlich weiter. Wir halten unser Wissen stets aktuell, lassen neue methodische und Kriteriums zur Transparenz, bei der wir uns an die Anforderungen der Initiative Transparente kriterien ebenso wie zu Themen wie Social Investing durch.

inhaltliche Erkenntnisse in die PHINEO-Analyse einfließen – etwa bei der Ausgestaltung unseres Zivilgesellschaft anlehnten – und führen interne Schulungen zu Verständnisfragen der Analyse-

Die PHINEO-Analyse betrachtet jeden Fall individuell: Wie ein Projekt beziehungsweise eine Organisation in den einzelnen Analysekriterien bewertet wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel der Größe und dem Alter, den Organisationsstrukturen oder auch dem gewählten Handlungsansatz. Von einem jungen Kampagnenprojekt zur verbesserten Wahrnehmung eines gesellschaftlichen Problems können wir nicht den gleichen Fortschritt und

Projekten kennenlernen. Nachdem man so viel über die Herausforderungen und Probleme gehört hat, ist es einfach schön zu erleben – um beim Thema Kinderarmut zu bleiben –, wie cool und motiviert die jungen Leute zum großen Teil sind. Und man bekommt das Gefühl: Wie toll, dass es hier Leute gibt, die euch nicht aufgeben, sondern euch unterstützen und euch eine Chance geben. Und die sich manchmal so sehr engagieren, dass man sich fast schon wieder Sorgen macht – Stichwort Burn-out. Umso mehr freut man sich dann, wenn die „eigene“ Organisation eine Spende erhalten hat. Und genauso freut man sich, wenn die Organisationen uns zurückmelden, dass sie von der PHINEO-Analyse profitiert haben und dass wir ihnen bei ihrer Organisationsentwicklung helfen konnten. Und auch, wenn sie sich wertgeschätzt füh-

len. Wir wollen ja niemanden in die Pfanne hauen, sondern wirkungsvolles Engagement unterstützen. Wie gut kennt PHINEO die Organisationen eigentlich?

Bettina Kurz: Am Ende kennen wir die Projekte sehr gut. Wir nähern uns jedem Projekt ja mit großer Neugier und aus einem positiven Interesse heraus. Die meisten Analyseprozesse ziehen sich über ein Jahr hin. Wenn wir uns nur ein kleines Projekt einer sehr großen Organisation anschauen, kennen wir die Arbeit der Organisation insgesamt natürlich nicht bis ins Letzte. Kleinere und mittlere Organisationen kennen wir jedoch am Ende fast besser als sie sich selbst, weil wir uns in diesem Fall auch die kleinsten Details genau anschauen.

Engagement mit Wirkung

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die gleiche Detailtiefe an Daten in der Wirkungsanalyse erwarten wie von einem langjährigen ab: Was können wir in diesem speziellen Fall erwarten?

Projekt, dass Jugendliche in eine Ausbildung vermittelt. Deshalb wägen wir bei jedem Kriterium

Das Besondere an der PHINEO-Analyse ist ihr ganzheitlicher Ansatz. Wir bewerten nicht

einzelne Daten und Fakten, sondern betrachten immer das Gesamtbild: Wir ziehen qualitative

wirkt !
geprüft & empfohlen
wirksames Projekt, leistungsstarke Organisation 3/2014

und quantitative Informationen aus unterschiedlichen Quellen heran, prüfen bisher erbrachte

Leistungen ebenso wie die Entwicklungsfähigkeit der Organisationen in der Zukunft – und bein dem die Organisationen mit ihren Projekten aktiv sind.

trachten all diese Informationen immer vor dem Hintergrund des jeweiligen Engagementfelds,

SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM WIRKT-SIEGEL
Ausschreibung Analyse in 3 Stufen Stufe 1 Empfehlungskommission Ergebnisse

Start

?
Thema finden

Online-Fragebogen Stufe 2 Analyseergebnisse Empfehlungskommission Themenfeldanalyse Informationsmaterialien Stufe 3 Veröffentlichung der Projektporträts und des Themenreports Empfehlung Verleihung des WirktSiegels

Start der Analyse

Vor-OrtBesuche

Ein Thema finden

PHINEO nimmt aktuelle Themen unter die Lupe, die von gesellschaftlicher Relevanz sind. Darunter fallen Bereiche, die bereits sehr aktiv gefördert werden, ebenso wie Engagementfelder, in denen das Fundraising noch sehr schwer fällt. Viele der Analysethemen werden von PHINEO lichkeit per Online-Voting Analysethemen festlegen. Auch Soziale InvestorInnen können ein Thema, das ihnen am Herzen liegt, anstoßen.

unter Beteiligung externer ExpertInnen auf die Agenda gesetzt. Daneben kann auch die Öffent-

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© PHINEO gAG 2014, www.phineo.org

Die Themenfeldanalyse

Bevor wir in die einzelnen Analysen einsteigen, heißt es für uns erst einmal: Lernen. Um die Qualität gemeinnütziger Projekte einschätzen zu können, arbeiten. Wir müssen die Herausforderungen verstehen, die relevanten müssen wir wissen, unter welchen Rahmenbedingungen die Organisationen AkteurInnen kennen und einschätzen können, welche Herangehensweisen zur Lösung des gesellschaftlichen Problems wirksam sind. Dafür recher(zum Beispiel vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e. V., dem chieren wir, führen Gespräche mit ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Arbeitsstelle Inter-

Analyse des Themenfelds mit seinen Herausforderungen und Besonderheiten

Analyse der Organisation auf ihre Leistungsfähigkeit

kulturelle Pädagogik an der Universität Münster) und vergeben Gutachten zu

Analyse des Projekts im Themenfeld auf sein Wirkungspotenzial

konkreten Fragestellungen innerhalb des Themengebiets. Aus diesem Input

und unseren Recherchen heraus entwickeln wir zusätzliche Qualitätskriterien für Bereich unerlässlich sind. Die Ausschreibung

unsere Analyse, die für wirksame Projekte in diesem spezifischen gesellschaftlichen

Mit der Ausschreibung geben wir den Startschuss für die eigentliche Analyse. In einem

Die Dimensionen der PHINEO-Analyse

offenen Verfahren laden wir alle im Themenbereich aktiven gemeinnützigen Organisationen dazu ein, bei der PHINEO-Analyse mitzumachen und sich um das Wirkt-Siegel zu bewerben. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Der Bewerbungszeitraum beträgt mindestens sechs Wochen.

Analysestufe 1: Der Online-Fragebogen

Per Online-Fragebogen befragen wir die TeilnehmerInnen zu allgemeinen Informationen rund um ihre Organisation und das Projekt. Darunter fallen zum Beispiel Fragen zur Rechtsform und zur Gemeinnützigkeit genauso wie Fragen zu den konkreten Aktivitäten und den damit

erzielten Ergebnissen. Die Fragen leiten sich aus den Kriterien der PHINEO-Analyse ab. Die TeilnehmerInnen können ihren Fragebogen zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt Analyse erfüllt, geht es weiter in die zweite Analysestufe. weiter ausfüllen – spätestens bis zum Ende der Ausschreibung. Werden die Anforderungen der

Engagement mit Wirkung

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Analysestufe 2: Informationsmaterialien

Anhand vielfältiger Informationsmaterialien machen wir uns nun ein viel detaillierteres Bild von den Organisationen und ihren Aktivitäten. Überzeugt uns die Arbeit der Organisation, rückt sie in die dritte Analysestufe auf. Alle Teilnehmenden, die an dieser oder späterer Stelle ausscheiden, erhalten von PHINEO ein individuelles Feedback zu unserem Analyseergebnis mit wertvollen Anregungen für die praktische Arbeit. Analysestufe 3: Der Vor-Ort-Besuch

Wir möchten die Organisationen in der letzten Analysephase persönlich kennenlernen. Beim Vor-Ort-Besuch können wir finale Fragen klären und unseren Gesamteindruck lungskommission vor. abrunden. Ist das Team insgesamt überzeugt, schlägt es die Organisation der Empfeh-

Die Empfehlungskommission

Unabhängige ExpertInnen beraten in der Empfehlungskommission abschließend

darüber, wer von PHINEO empfohlen wird und somit auch das Wirkt-Siegel erhält. Die Empfehlungskommission besteht aus ExpertInnen für das jeweilige Thema sowie aus Personen, die die Wünsche und Erwartungen Sozialer InvestorInnen besonders gut kennen. Sie legen ebenfalls gemeinsam mit den PHINEO-AnalystInnen die finale Vergabe der Sterne in den einzelnen Kategorien fest.

Die Mitglieder der aktuellen Empfehlungskommission finden Sie online unter www.phineo.org

Die Verleihung des Wirkt-Siegels

Alle Organisationen, deren Projekte erfolgreich alle Schritte der PHINEO-Analyse

durchlaufen haben, erhalten das Wirkt-Siegel. Auch für sie gibt es wie für die in der

Empfehlungskommission ausgeschiedenen Organisationen ein ausführliches persönliches Feedback. PHINEO stellt alle empfohlenen Projekte und Organisationen in individuellen Projektporträts vor. Diese werden zusammen mit dem Themenreport online und gedruckt veröffentlicht.

Aktuelle Ausschreibungen finden Sie auf http://www.phineo.org/ fuer-organisationen/ ausschreibungen

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DIE KRITERIEN DER ANALYSE
Für die PHINEO-Analyse haben wir einen Katalog an Fragen entwickelt, die alle relevanten es uns ermöglichen, das Wirkungspotenzial eines Projekts genau einzuschätzen.

Aspekte von und Einflussfaktoren auf die Wirksamkeit eines Projekts berücksichtigen und die

Anhand von drei W-Kriterien überprüfen wir, inwieweit das Projekt selbst darauf ausgerichtet ist, Wirkung zu entfalten.

Wirkung kann jedoch nur dann entstehen und sich dauerhaft entfalten, wenn auch al nachhaltig zur Geltung zu bringen. Deshalb analysieren wir auch die O-Kriterien.

die Trägerorganisation hinter dem Projekt leistungsfähig genug ist, um das WirkungspotenziLeistungsfähigkeit der Organisation. Bei der Einschätzung dieser Faktoren helfen uns fünf

Wirkungspotenzial des Projekts
Ziele und Zielgruppen Ansatz und Konzept Qualitätsentwicklung

Leistungsfähigkeit der Organisation
Vision und Strategie Leitung und Personalmanagement Aufsicht Finanzen und Controlling Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit

Engagement mit Wirkung

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W1: ZIELE UND ZIELGRUPPEN
Bei PHINEO sprechen wir davon, dass ein Projekt „wirkt“, wenn es zur Lösung eines zuvor definierten gesellschaftlichen Problems beitragen kann. Die Voraussetzung dafür ist, dass sich Klaren ist. Eine Analyse der Wirkung kann nur dann stattfinden, wenn eine Organisation defi-

die Organisation am tatsächlichen Bedarf orientiert und sich über ihre Ziele und Zielgruppen im niert hat, welche konkreten Veränderungen sie bei welchen Zielgruppen erreichen will. Deshalb ist es ein zentraler Aspekt der PHINEO-Analyse, diese Wirkungsziele und die Zielgruppen eines Projekts in den Blick zu nehmen.

WAS WIR PRÜFEN:
1)	 Beruht das Projekt auf einer reflektierten Auseinandersetzung mit dem 	 2) 	 Ist das Projekt auf die passenden Zielgruppen und deren Bedürfnisse 	ausgerichtet? 	 3)	 Sind die Ziele des Projekts eindeutig formuliert und so gewählt, dass sie überprüfbar sind? gesellschaftlichen Problem und dem Bedarf, der sich daraus ergibt?

1) Wirkungsorientierte Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie an einem

tatsächlichen gesellschaftlichen Bedarf ausgerichtet sind. Um zur Lösung eines

gesellschaftlichen Problems beizutragen, ist es entscheidend, die Ursachen für dieses

Problem zu kennen, zu verstehen und zu dokumentieren. Als Grundlage dafür erwarten wir systematisch erhobene Daten, zum Beispiel aus wissenschaftlichen Studien zum Thema. Sind diese nicht bereits vorhanden, empfehlen wir, sie selbst zu erheben. Mit diesen Informationen können Ausmaß und Dringlichkeit der gesellschaftlichen Herausforderung (und die Ursachen dafür) klar benannt werden. Das ist die Grundlage für eine kontinuierliche Lösungen zu entwerfen. Auseinandersetzung mit dem Problem und damit der wichtige erste Schritt, um sinnvolle

2) Nur wer seine Zielgruppen und deren Bedürfnisse gut kennt, kann seine Aktivi-

täten so ausrichten, dass sie der Zielgruppe helfen. Damit ein Projekt zur Lösung des

gesellschaftlichen Problems beitragen kann, müssen die passenden Zielgruppen identifiziert werden. Dabei erwarten wir nicht nur, dass die Zielgruppen benannt, sondern auch Zielgruppe? Welche Merkmale zeichnen sie aus (zum Beispiel Wohnort, Alter, kulturelle Prägung)? Die Bedürfnisse einer Zielgruppe können sehr unterschiedlich beobachtet differenziert betrachtet und beschrieben werden: Wie viele Personen zählen zur jeweiligen

werden, Einzelerfahrungen lassen selten Rückschlüsse auf die gesamte Zielgruppe zu. Wir zurückgegriffen wird, um Informationen zur Zielgruppe und deren Bedürfnissen zu samschriftlich dokumentiert sein.

schauen uns daher an, ob Befragungen durchgeführt wurden oder auf bestehende Studien meln. Für eine gute Bewertung sollten die für die Bedarfsanalyse relevanten Informationen

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Ein Vorleseprojekt für 5- bis 11-jährige MigrantInnen unterstützt diese dabei, Deutsch

zu lernen. So erfolgreich, dass das Projekt auch für 14- bis 17-Jährige angeboten werden

AUS DER PRAXIS

sollte. Leider stieß das Angebot bei diesen auf wenig Interesse – scheinbar völlig unerwartet. Erst im Nachhinein fiel den Projektverantwortlichen auf, dass es für Jugendliche wohl wenig reizvoll ist, sich von älteren Leuten etwas vorlesen zu lassen.

3) Ohne klar definierte Wirkungsziele kann eine Organisation ihre Projekte nicht

steuern. Sie weiß also nicht, ob sie das Richtige tut und wie erfolgreich sie ist. Denn nur wird. Wirkungsziele leiten sich aus dem zuvor skizzierten gesellschaftlichen Problem ab

wenn ein Ziel klar und konkret formuliert ist, kann auch überprüft werden, ob es erreicht und beschreiben konkret, was sich bis wann bei den einzelnen Zielgruppen durch das Projekt verändern soll. Bei einer großen Zahl an Zielen sollten bei diesen für eine gute Bewertung Prioritäten gesetzt werden. Wir erwarten von jeder Organisation, dass sie ihre Ziele Wirkung ihrer Arbeit überprüfen und gegebenenfalls nachsteuern.

definiert. Erst dann kann sie ihre Arbeit optimal auf deren Erreichung ausrichten sowie die

„Wir wollen Jugendliche bei der Jobsuche unterstützen.“ – Das klingt zwar nach einem sollten die Ziele eindeutig und auf verschiedenen Ebenen formuliert werden: Welche

Ziel, ist jedoch weder konkret formuliert, noch kann der Erfolg überprüft werden. Lieber Leistungen (Output) werden erbracht und was soll damit erreicht werden (Outcome)? In diesem Fall zum Beispiel: „Wir führen drei monatliche Beratungskurse für Jugendliche durch“ (Output) und „50 Prozent der Jugendlichen, die unseren Beratungskurs besucht haben, haben innerhalb des nächsten Jahres einen Arbeitsplatz gefunden“ (Outcome).

AUS DER PRAXIS

Engagement mit Wirkung

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W2: ANSATZ UND KONZEPT
Sind die Ziele eines Projekts klar definiert, braucht es einen passenden Prozess, um diese Ziele auch zu erreichen. Das Konzept ist das Grundgerüst für diesen Prozess, es dient als Basis für die weitere Projektarbeit und -steuerung. Darüber hinaus braucht es geeignete Mitarbeitende und womöglich auch PartnerInnen, um das Konzept umsetzen zu können. Kann eine Organisation diesem Kriterium von ihrem Potenzial überzeugen. in ihrem Konzept die Wirkungslogik ihres Projekts nachvollziehbar darstellen, wird sie uns bei

WAS WIR PRÜFEN:
1) Wie nachvollziehbar und fundiert ist das Projektkonzept? 2) Wie gut passen die Mitarbeitenden zu den Anforderungen?

3) Wird das Projekt von passenden KooperationspartnerInnen unterstützt? 1) Damit die Organisation ihr Ziel erreicht, braucht sie eine klare Vorstellung davon, wie das gelingen kann – ein Konzept als Wegweiser zur Wirkung. Darum prüfen wir, ob die Organisation weiß, was sie wann und wie machen möchte, welche Leistungen sie erbringen muss und welche Ressourcen sie dafür benötigt. Hier schauen wir uns auch

grundlegend an, ob die Wirkungslogik des Projekts gut durchdacht ist, ob also beispiels-

weise die Grundidee, die Maßnahmen oder das pädagogische Konzept zu den Zielen und

Zielgruppen passen. Dabei muss das Rad nicht bei jedem Projekt neu erfunden werden – es ist wichtig, die „Konkurrenz“ zu kennen und gegebenenfalls auf bewährte Wirkungsweisen zurückzugreifen oder darauf aufzubauen.

AUS DER PRAXIS

Erfahrungsgemäß können Projektverantwortliche gut erklären, was sie tun. Selten erhalten wir aber auf Anhieb klare Antworten auf Fragen nach dem Wie und Warum. Ein gutes Konzept denkt diese Fragen mit. Die Antworten sind wichtiger Teil der Wirkungszu verfehlen.

logik und mindern die Gefahr, mit vermeintlich guten Maßnahmen am Ende doch das Ziel

AUS DER PRAXIS

Oft begegnen uns bei der Analyse Konzepte, die sich sehr ähneln. So gibt es zum Bei-

spiel zahlreiche MentorInnenprojekte, die sich in ihrer Ausrichtung kaum voneinander erlaubt! Warum nicht genau das tun, was sich bereits als wirkungsvoll erwiesen hat? dabei die Chance, aus den Fehlern anderer zu lernen.

unterscheiden. Das Erstaunliche ist, dass nur selten abgeguckt wird. Dabei ist Abgucken Stattdessen entwickeln viele Organisationen mühselig ein eigenes Konzept und verpassen

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2) Zur Umsetzung des Konzepts braucht man das passende Personal. Je besser die lichkeit, dass effizient und erfolgreich gearbeitet wird. Daher schauen wir uns nicht

Mitarbeitenden zu den Aufgaben im Projekt passen, desto höher ist die Wahrscheinnur an, wie viele Menschen haupt- oder ehrenamtlich in einem Projekt beschäftigt sind, die Mitarbeitenden ihren Qualifikationen entsprechend eingesetzt werden.

sondern auch, ob deren Aufgaben in Stellenbeschreibungen klar dokumentiert sind und

3) Kooperationen können dazu beitragen, dass Projekte eine größere Wirkung

entfalten – oder trotz begrenzter Ressourcen überhaupt erst möglich werden. Um es wichtig, dass die Kooperationsbeziehungen nachvollziehbar dargestellt werden. Die

einschätzen zu können, ob die KooperationspartnerInnen zum Projektkonzept passen, ist Zusammenarbeit wird positiv bewertet, wenn deutlich wird, warum beide PartnerInnen

zusammen mehr erreichen können als jeder für sich allein. Dabei sollte der Aufwand für mit festen AnsprechpartnerInnen vermindert dieses Risiko.

die Koordination nicht deren Nutzen übersteigen. Eine verbindliche Aufgabenverteilung

Gemeinsam ist man stärker. Dass dieser Grundsatz in der Zivilgesellschaft auch gelebt wird, beobachten wir weitaus seltener als vielleicht angenommen. Zwar gibt es viele Förderpartnerschaften – aber wenige „echte“ Kooperationen, bei denen die PartnerInnen inhaltlich bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten zusammenarbeiten und so Synergien nutzen sowie Ressourcen sparen. So haben beispielsweise unterschiedliche und betreiben nun als Verbund gezielt ein gemeinsames Fundraising. Anbieter von MentorInnenprojekten einen gemeinsamen Qualitätsstandard entwickelt

AUS DER PRAXIS

Engagement mit Wirkung

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W3: QUALITÄTSENTWICKLUNG
Wirkungsorientiert zu arbeiten bedeutet, die Ziele fest im Blick zu haben. Dabei ist es nicht chend weiterzuentwickeln. Mithilfe von Monitoring- und Evaluationsinstrumenten können nur wichtig zu überprüfen, ob die Ziele erreicht werden, sondern auch, das Angebot entspreaussagekräftige Daten zur Überprüfung der Wirkung erhoben werden. Bei der PHINEO-Analyse nehmen wir genauer unter die Lupe, ob und wie diese Daten erhoben werden, aber auch, wie gut die Organisation die Daten dafür nutzt, ihre Wirkung kontinuierlich zu verbessern.

WAS WIR PRÜFEN:
1) 	 Welche Monitoring- und Evaluationsinstrumente nutzt eine Organisation, 	 	 	 2) 	 Kann die Organisation die Resultate ihrer Arbeit differenziert und 3) 	 Hat die Organisation eine Lernkultur und nutzt die gewonnenen Erkenntnisse zur Qualitätsentwicklung? nachvollziehbar darstellen? um zu überprüfen, ob die Ziele ihres Projekts erreicht werden?

1) Eine Organisation braucht passende Instrumente, um überprüfen zu können, ob

Projektziele erreicht werden. So kann eingeschätzt werden, ob und wie ein Projekt wirkt – und die Organisation hat klare Anhaltspunkte zur Verbesserung und Weiterentwicklung können ganz verschiedene Monitoring- und Evaluationsinstrumente geeignet sein. Wir ihrer Projekte. Je nach Größe der Organisation sowie Komplexität und Laufzeit des Projekts berücksichtigen diese Punkte daher bei der Analyse. Neben der Auswahl angemessener

Instrumente spielt es außerdem eine Rolle, wie systematisch und regelmäßig diese eingenachvollziehbar dokumentiert werden.

setzt werden. Nicht zuletzt ist es wichtig, dass die Ergebnisse für eine weitere Auswertung

AUS DER PRAXIS

Häufig erklären uns Organisationen: „Unsere Wirkung kann man nicht messen.“ Stimmt vielleicht – wenn man „Wirkung messen“ so versteht, als könne man ein Thermometer an ein Projekt halten, das dann mit einer Zahl anzeigt, wie hoch die Wirkung ist. Aber

darum geht es natürlich nicht. Deshalb sprechen wir auch nicht von der „Wirkungsmesin einer Zahl auszudrücken, sondern sich klare Ziele zu setzen und diese anhand geeigneter Instrumente zu überprüfen. Das kann jede Organisation – egal wie groß oder wie

sung“, sondern von der „Wirkungsanalyse“: Es geht eben nicht darum, Wirkung lediglich

klein, auch wenn diese natürlich über verschiedene Mittel verfügen. Eine größere Organisation kann sich vielleicht eine externe Evaluation leisten. Eine Organisation mit weniger Ressourcen kann zumindest aktiv Feedback von der erreichten Zielgruppe einholen, um Hinweise zu bekommen.

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2) Wenn eine Organisation in der Lage ist, die Resultate ihrer Arbeit differenziert

und nachvollziehbar darzustellen, können diese Informationen genutzt werden, um Projekte kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Als Resultate verstehen wir sowohl alle Leistungen, die mit einem Projekt erbracht werden (Outputs), als auch die Wirkungen (Outcomes und Impact), die damit erreicht werden. Entscheidend ist, dass darauf, dass nicht nur die erzielten Leistungen aufgezählt werden, sondern auch geprüft endlich die Effektivität und Effizienz der Arbeit bewertet und verbessert werden. eine Organisation diese verschiedenen Ebenen betrachtet. Wir achten bei unserer Analyse wird, welche Veränderungen damit bei der Zielgruppe erreicht wurden. Nur so kann letzt-

Viele Organisationen berichten bereits systematisch darüber, welche Leistungen sie

erbracht haben. Diese Outputs sind beispielsweise die Anzahl an Workshops, die sie

AUS DER PRAXIS

angeboten haben, oder die Anzahl der Teilnehmenden. Sie erheben aber nicht ebenso

systematisch ihre Wirkungen – und haben so keine Informationen darüber, ob tatsächlich auch angestrebte Veränderungen bei der Zielgruppe erreicht werden. Vielleicht kommen beispielsweise die Jugendlichen nur deshalb zu einem Workshop, weil sie dort ihre FreunAusbildungsplatz vergrößern.

dInnen treffen können, und nicht, weil sie hier etwas lernen und so ihre Chancen auf einen

3) Es ist wichtig, die Resultate nicht nur zu erheben, sondern sie auch zu nutzen, um die Wirkung eines Projekts einschätzen und verbessern zu können. Darum schauen wir uns nicht nur an, welche Daten eine Organisation erhebt und welche Resultate sie auf

welcher Ebene erzielt. Entscheidend ist auch, wie die Daten ausgewertet werden und welausgeprägten Lernkultur und einem Bewusstsein für Qualitätsentwicklung macht sowohl

che Rückschlüsse die Organisation daraus für ihre Arbeit zieht. Eine Organisation mit einer ihren Mitarbeitenden als auch ihren StakeholderInnen Ergebnisse zugänglich und ermög-

licht einen Austausch darüber. Mit einer Auswertung der Erkenntnisse aus Monitoring und Evaluation gewinnt eine Organisation Hinweise zur Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer Arbeit – und kann so ihre Projekte tatsächlich wirkungsorientiert steuern.

Hilfreich: Kursbuch Wirkung – das Praxishandbuch für alle, die Gutes noch besser tun wollen. Kostenlos als Download auf www.kursbuch-wirkung.de

Engagement mit Wirkung

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O1: VISION UND STRATEGIE
Vision und Strategie geben einer Organisation klare Orientierung auf dem Weg zur Wirkung. Dabei entspricht die Vision einem Fixstern, der die grobe Marschrichtung vorgibt – sie beschreibt das gesellschaftliche Ziel, das man erreichen will. Die Strategie gleicht eher einer den Rahmen für die professionelle Umsetzung wirkungsvoller Projekte und werden bei der PHINEO-Methode genau unter die Lupe genommen. Landkarte. Sie hilft, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Vision und Strategie bilden damit

WAS WIR PRÜFEN:
1) 	Beschreibt die Organisation in einer klaren Vision den von ihr angestrebten 	 2) 	 Gibt es eine nachvollziehbare, reflektierte Strategie mit operativen 	Handlungsschritten? gesellschaftlichen Idealzustand?

1) Damit sie das große Ziel nicht aus den Augen verliert, ist es wichtig, dass eine Organisation an einer klar formulierten Vision ausgerichtet ist. Die Vision ist die Antwort auf die gesellschaftliche Herausforderung und beschreibt den gesellschaftlichen Idealzustand, den eine Organisation anstrebt. Auch wenn eine Vision vermutlich nur sehr schwer oder nur in ferner Zukunft zu erreichen ist, erwarten wir, dass eine Organisation

ihr langfristiges Ziel jederzeit im Blick behält. Nur auf diese Weise können Projekte auch so geplant und gesteuert werden, dass sie am Ende auf dieses Ziel einzahlen und tatsächlich wirken. Zudem ist die Vision wesentlich für die Identitätsbildung der Organisation. Sie

schafft bei den Mitarbeitenden ein gemeinsames Verständnis über das Ziel ihrer täglichen Arbeit und macht Außenstehenden auf einen Blick klar, worum es der Organisation geht.

2) Nur mit einer klaren Strategie kann sich die Organisation ihrer Vision zielgerich-

tet nähern. Wir achten dabei darauf, dass die Strategie nicht nur wesentliche Meilensteifür einzelne Tätigkeitsfelder. Erst eine klare Strategie ermöglicht es der Organisation,

ne auf dem Weg zur Vision beschreibt, sondern auch konkrete operative Handlungsschritte die richtigen Prioritäten bei der Ressourcenverteilung oder der inhaltlichen Ausrichtung sein. Während die Vision eine gewisse langfristige (über fünf Jahre hinaus andauernde)

ihrer Projekte zu setzen. Sie sollte der Nachhaltigkeit wegen auf mehrere Jahre ausgelegt Verbindlichkeit hat, können und sollen bei der kurz- bis mittelfristigen Strategie und den

operativen Handlungsschritten regelmäßige Anpassungen stattfinden. So ist die Organisation flexibel genug, um auf unvermittelt auftauchende Hindernisse oder auf neue Chancen reagieren zu können.

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1) AUS DER PRAXIS

2) AUS DER PRAXIS

Trotz eines guten Ansatzes erhielt ein Projekt kein Wirkt-Siegel. Es konnte keinerlei Belege für die Wirkung erbringen, da die Ressourcen für Monitoring- und Evaluationsmaßnahmen fehlen. Auf dem Projekt kritisch gegenübersteht und die Nachfrage stellte sich heraus, dass der Vorstand Gelder lieber anders investiert hätte. In einem

Geht es um das Thema Strategie, begegnen uns

Organisationen mitunter mit Vorbehalten. „Das men“, oder „Wir haben alle Hände voll zu tun

ist was für ManagerInnen von großen Unternehund wirklich keine Zeit für einen aufwendigen

Strategieprozess“, hören wir dann zum Beispiel.

Wortgefecht zwischen Vorstand und Projektleiter wurde klar: Beide haben völlig unterschiedliche Auffassungen davon, was die Organisation aus-

Wir wissen aber: „Einfach machen“ zahlt sich auf für das nächste Jahr sollte geklärt sein. Idealer– und hat damit schon eine Finanzierungsstra-

lange Sicht nicht aus. Zumindest die Finanzierung weise findet man Unterstützer für mehrere Jahre tegie. Diese wiederum ermöglicht es, Personal

macht, was sie grundsätzlich ändern will und wo me Vision.

sie dafür ansetzen sollte – es fehlt eine gemeinsa-

langfristig zu beschäftigen. Das ist die Grundla-

ge, um qualifizierte und motivierte Mitarbeitende es also um Planungssicherheit, um eine verlässliche Zusammenarbeit und Qualitätssicherung.

zu gewinnen. Bei einer Strategieentwicklung geht

Engagement mit Wirkung

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O2: LEITUNG UND PERSONALMANAGEMENT
Ein entscheidender Faktor für das Gelingen gemeinnütziger Arbeit sind die Menschen – als on. Daher ist es für uns wichtig, einen Blick darauf zu werfen, inwieweit die Leitung in der Mitarbeitende im Projekt ebenso wie für die Leitung und Verwaltung der gesamten OrganisatiLage ist, ihre Organisation gut zu führen und ihre Mitarbeitenden ihren Qualifikationen und

den anstehenden Aufgaben entsprechend einzusetzen. Die Entscheidungen, die auf der Leitungsebene getroffen werden, sind richtungsweisend für die gesamte Projektarbeit.

WAS WIR PRÜFEN:
1) 	 Wie ist die Leitung aufgestellt? Welche Strukturen und Prozesse gibt es 	 	 2) 	 Wie sind die Aufgaben und Verantwortungsbereiche der 3)	 Wie geht die Organisation mit Personalthemen um? 1) Gute Leitungsstrukturen zeichnen sich dadurch aus, dass alle wichtigen Entscheituren einschätzen zu können, schauen wir uns verschiedene Aspekte an: Die Anzahl der Leitungsebene geregelt? für die Entscheidungsfindung?

dungen zeitnah, unabhängig und fachkundig getroffen werden. Um die Leitungsstrukleitenden Personen und ihrer Treffen sollte so gewählt sein, dass die Leitung arbeitsfähig

ist. Wichtig ist auf der Leitungsebene auch das Vier-Augen-Prinzip. Es minimiert das Risiko, dass durch einseitige, unabgestimmte Entscheidungen ungewollt Schaden verursacht oder Organisationsziele verfehlt werden. Wir achten außerdem auf mögliche Interessenkonflikte durch Abhängigkeitsverhältnisse oder persönliche Verbundenheiten auf der Leitungsebene, etwa bei verwandtschaftlichen oder geschäftlichen Beziehungen. Wir empfehlen beispielsweise, dass die Mehrzahl der Mitglieder des Leitungsgremiums nicht in finanziellen oder dienstlichen Abhängigkeitsverhältnissen zueinander stehen sollte, um solche Interessenkonflikte zu vermeiden und die Unabhängigkeit zu wahren.

2) Klar geregelte Aufgaben- und Verantwortungsbereiche auf der Leitungsebene sind eine Grundvoraussetzung dafür, dass durchdachte Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden können. Für unsere Einschätzung der Leistungsfähigkeit der möglichst konkret festgelegt werden. Eine klare Abgrenzung der Kompetenzen ist die

Organisation ist es daher wichtig, dass Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse Voraussetzung für eigenverantwortliches Arbeiten, eine reibungslose Zusammenarbeit

und eine gute Kommunikation innerhalb und zwischen den Leitungsgremien. Sind Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse schriftlich dokumentiert, sorgt dies außerdem für Verbindlichkeit und verhindert Missverständnisse.

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3) Gemeinnützige Organisationen sind leistungsfähiger, wenn die haupt- und

ehrenamtlichen Mitarbeitenden gut betreut und gefördert werden. Wir schauen uns an, ob und wie die Mitarbeitenden in ihrer individuellen Entwicklung gefördert werden. Wichtig sind regelmäßige Feedback-Gespräche, in denen Aufgaben, Ziele und Weiterbildungsmöglichkeiten beschlossen werden. Relevant ist für uns auch, inwieweit die Förderung von Motivation und das Arbeitsklima institutionell etabliert sind, zum Beispiel durch Mitarbeitende sollten klare AnsprechpartnerInnen innerhalb der Organisation haben soihren Kompetenzen und den Anforderungen der Organisation eingesetzt werden.

Belohnungssysteme, interne Transparenz und Methoden zur Konfliktlösung. Ehrenamtliche wie individuell betreut und begleitet werden. So wird sichergestellt, dass sie entsprechend

AUS DER PRAXIS

„Unsere Mitarbeitenden kümmern sich schon selbst um Fortbildungen, daran

muss die Leitung nicht auch noch denken.“ Diese Annahme begegnet uns in ähnlicher Form immer wieder bei unseren Analysen. Zwar liegt es in der Regel tatsächlich in der Eigen­verantwortung der Mitarbeitenden, hier konkrete Vorgespräch von sich aus das Thema Fortbildungen ansprechen, im Interesse der ten der Mitarbeitenden.

schläge zu machen. Die Personal­verantwortlichen sollten dennoch im Feedbackeigenen Organisation – schließlich profitiert auch sie am Ende von den Fähigkei-

Engagement mit Wirkung

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O3: AUFSICHT
Gemeinnützige Organisationen tragen eine besondere Verantwortung – für das ihnen anvertraute Geld aus privaten Spenden oder öffentlichen Fördertöpfen genauso wie für ihre gerecht werden zu können, braucht es in jeder Organisation ein Mindestmaß an Checks and Balances, also Formen der Gewaltenteilung und der gegenseitigen Kontrolle.

(oftmals ehrenamtlich aktiven) Mitarbeitenden. Um dieser Verantwortung und dem Vertrauen

WAS WIR PRÜFEN:
1) Hat die Organisation funktionierende Aufsichtsstrukturen und ein System 	 2) 	 Sind die Aufgaben und Funktionen der Aufsicht klar und nachvollziehbar 	geregelt? 	 3) 	 Unterzieht die Organisation ihre Rechnungslegung regelmäßig einer unabhängigen Finanzprüfung? von Checks and Balances etabliert?

1) Klare Aufsichtsstrukturen helfen dabei, mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Wie sich das Gremium zusammensetzt und wie häufig es tagen sollte, beurteilen wir abhängig von der Größe und Komplexität der Organisation. Um funktionsfähig zu sein, sollte ein Aufsichtsgremium aber mindestens einmal jährlich Kann diese Voraussetzung nicht zweifelsfrei erfüllt werden – wegen personeller Übertagen. In jedem Fall prüfen wir, ob das Aufsichtsgremium unabhängig von der Leitung ist. schneidungen oder sonstiger Verflechtungen (beispielsweise finanzielle oder dienstrechtweise einen Aufsichtsrat oder Beirat gibt. Dabei dient ein Aufsichtsgremium nicht nur konstruktiv zu hinterfragen und dadurch zur Qualitätsentwicklung beizutragen.

liche) –, achten wir darauf, ob es ein zusätzliches freiwilliges Aufsichtsorgan wie beispielsder Kontrolle der Leitung, sondern ist auch dazu da, die Arbeit der Leitung immer wieder

AUS DER PRAXIS

Erfahrungsgemäß scheuen sich einige Organisationen davor, ein zusätzliches freiwilliges

Aufsichtsgremium einzurichten, da sie einen unnötigen Formalismus befürchten, der Entuns, dass sie von regelmäßigen Besprechungen mit einem zusätzlichen ExpertInnengremium profitieren, vor allem durch neue Ideen und Kontakte. Ein zusätzliches freiwilliges nen oder auch Förderer an die Organisation zu binden.

scheidungen verzögern könnte. Aber: Sogar kleine und mittlere Organisationen berichten

Aufsichtsgremium bietet eine gute Möglichkeit, um Personen mit relevanten Qualifikatio-

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2) Grundvoraussetzung für ein funktionsfähiges Aufsichtsgremium ist, dass die

Aufgaben und Entscheidungskompetenzen seiner Mitglieder klar und verbindlich geregelt sind. Damit diese ihre Aufsichtsfunktion angemessen wahrnehmen können, sollten ihre Aufgaben und Kompetenzen (beispielsweise zur Haushaltsplanung oder Prüfung der Rechnungslegung) in der Satzung beziehungsweise der Geschäftsordnung deutlich und nachvollziehbar festgelegt sein.

3) Durch eine unabhängige Finanzprüfung wird sichergestellt, dass der Jahresab-

schluss die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Organisation wahrheitsgetreu vor Augen hat, sollte sie diese jährlich einer fachkundigen Prüfung unterziehen – allein zu werden. Für die unabhängige Abschlussprüfung sollte jemand mit entsprechender

wiedergibt. Damit die Leitung ein realistisches Bild der finanziellen Lage der Organisation schon, um der Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden und GeldgeberInnen gerecht Fachkompetenz beauftragt werden. Je nach Größe der Organisation kann dies entweder ein/e interne/r ehrenamtliche/r PrüferIn (oft „KassenprüferIn“ genannt) sein oder ein/e externe/r WirtschaftsprüferIn.

Gelegentlich hören wir von Organisationen, dass sie eine unabhängige Finanzprüfung

als unnötig empfinden. Finanzämter und staatliche ZuwendungsgeberInnen würden ihre sationen Realität, sie haben jedoch nichts mit der Prüfung des Jahresabschlusses durch Jahresabschluss die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der geprüften Organisation

AUS DER PRAXIS

Mittelverwendung ohnehin genügend prüfen. Solche Prüfungen sind zwar für viele Organieine/n WirtschaftsprüferIn zu tun. Eine Wirtschaftsprüfung stellt vielmehr sicher, dass der realistisch wiedergibt. Bei kleineren Organisationen kann auf eine/n WirtschaftsprüferIn

verzichtet werden, wenn ersatzweise zwei KassenprüferInnen beauftragt werden, die die prüferIn ist trotz der damit verbundenen Kosten bereits bei mittelgroßen Organisationen (ab einem Jahresbudget von einer halben Million Euro) sinnvoll. Bei großen Organisain jedem Fall vorgenommen werden. Wichtig ist, dass der/die WirtschaftsprüferIn den Jahresabschluss auch tatsächlich prüft und nicht nur erstellt. tionen (ab einem Jahresbudget von fünf Millionen Euro) sollte eine Wirtschaftsprüfung

Prüfung nach dem Vier-Augen-Prinzip übernehmen. Die Beauftragung einer/s Wirtschafts-

Engagement mit Wirkung

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O4: FINANZEN UND CONTROLLING
Ohne leistungsfähiges Rechnungswesen funktioniert keine Organisation, gleich welcher Größe. Nur wer seine aktuelle Finanzlage kennt, kann Entscheidungen treffen, die Arbeit planen und Ausgaben budgetieren. Die Finanzierungsformen gemeinnütziger Organisationen sind deutlich vielfältiger als die von Unternehmen, eine nachhaltige Finanzierung ist oftmals nicht gesichert. Ein passendes Finanzierungskonzept ist für die Organisation häufig eine Frage der Überlebensfähigkeit – und damit ein wichtiger Aspekt der PHINEO-Analyse.

WAS WIR PRÜFEN:
1) 	Verfügt die Organisation über eine nachvollziehbare Rechnungslegung, 	 	 2) 	 Gibt es geeignete Planungs- und Kontrollsysteme (Controlling) zur Steuerung 3) 	 Gibt es ein reflektiertes Finanzierungskonzept? 	 die entsprechende Kompetenz? der Finanzen? die den anerkannten Grundsätzen folgt?

4) 	 Gibt es im Bereich Controlling und Finanzen klare Verantwortlichkeiten und

1) Eine übersichtliche und leicht nachvollziehbare Rechnungslegung ist für jede Organisation eine zwingend erforderliche Grundlage – um Projekte zu steuern, zu dokumentieren und darüber informieren zu können. Dazu ist es notwendig, dass fähiges Rechnungswesen und eine vollständige Jahresrechnung können gewährleisten, dass die Organisation selbst, das Finanzamt oder externe Mittelgeber die Finanzlage

die tatsächliche Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage abgebildet wird. Nur ein leistungs-

nachvollziehen können. Mit der Komplexität und Größe einer Organisation steigen auch jeder Organisation folgende Punkte:

die Anforderungen, die wir an die Rechnungslegung stellen. Grundsätzlich prüfen wir bei

→	 Werden die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung angewendet?

→	 Werden eine einfache Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sowie eine Vermögens		 rechnung erstellt?

		 rechnung oder ein Jahresabschluss mit der Bilanz und der Gewinn- und Verlust→	 Erfolgt bei der Mittelherkunft eine Unterscheidung der relevanten Einnahmen 		 beziehungsweise Ertragsarten? →	 Erfolgt bei der Mittelverwendung eine Mindestgliederung, die der Größe und Komple		 xität der Organisation angemessen ist? →	 Werden mittelbar und unmittelbar satzungsgemäße Ausgaben gesondert ausge		 Werbung und Verwaltung)?

		 wiesen (zum Beispiel nach Projekten, Leistungen oder Programmen, beziehungsweise →	 Erfolgt eine Mindestgliederung bei der Bilanz oder Vermögensrechnung?

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AUS DER PRAXIS

Wir beobachten oft, dass das externe und interne Rechnungswesen für gemeinnützige Organisationen eine große Herausforderung darstellt. Grundsätzlich können aber selbst sehr kleine Organisationen mit einfachen Mitteln eine geeignete Rechnungslegung erstellen. Um bei einem Budget von beispielsweise 10.000 Euro den Überblick zu behalten, reicht meist eine einfache Excel-Tabelle mit der Einnahmen- und Ausgaben-Rechnung, die nach Kostenarten (Sach- und tionen aus. Wenn eine Organisation etwa viele verschiedene Projekte durchführt oder mehrere Einrichtungen unterPersonalkosten) gegliedert ist und auch für die Haushaltsplanung genutzt wird. Anders sieht es bei größeren Organisahält, kann nur mittels einer in die Buchhaltungs-Software integrierten Kostenstellenrechnung der Überblick darüber

gewährleistet werden. Denn für die Steuerung ist dann beispielweise nicht nur die Höhe der gesamten Personalkosten wichtig, sondern auch eine Differenzierung nach Projekten, Programmen, Abteilungen oder Einrichtungen. Auch externe MittelgeberInnen können erst so nachvollziehen, für welche Zwecke welche Mittel ausgegeben wurden. Größere erstellen, wenn sie dazu aufgrund ihrer Rechtsform nicht verpflichtet sind. Eine Umstellung auf die doppelte Buchfühget ist sie zur Gewährleistung der Leistungsfähigkeit des Rechnungswesens erforderlich.

Organisationen sollten zudem eine doppelte Buchführung nutzen und auch dann einen Jahresabschluss nach dem HGB rung kann bereits bei einem sechsstelligen Jahresbudget sinnvoll sein, spätestens bei einem siebenstelligen Jahresbud-

→	 Enthält die Rechnungslegung zu allen Positionen Vorjahreswerte?

→	 Werden wesentliche Positionen und Abweichungen gegenüber dem Vorjahr erläutert?

2) Das Controlling liefert die notwendigen Informationen für eine Einschätzung

dazu, wie wirtschaftlich eine Organisation ihre Mittel verwendet. Dabei geht es weniende Planung sowie die regelmäßige Kontrolle dieser Planung, um sie gegebenenfalls durchführt, prüfen wir mehrere Aspekte:

ger um die Kontrolle im Sinne einer Überwachung, sondern vielmehr um eine vorausschauanzupassen. Um feststellen zu können, ob eine Organisation ein geeignetes Controlling

→	 Ist eine Kostenstellen- oder Kostenträgerrechnung vorhanden und in die Buchhaltung 		 integriert? Welche weiteren Kostenrechnungsinstrumente werden eingesetzt? →	 Inwieweit erfolgen eine differenzierte Planung und Budgetierung der Finanzen? 		 angepasst?

→	 Soll-Ist-Vergleich: Wird die Planung regelmäßig kontrolliert und bei Abweichungen →	 Gibt es hierzu ein systematisches, adressatengerechtes und in die Regelkommuni		 kation eingebettetes internes Reporting (Berichtswesen)?

Engagement mit Wirkung

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3) Mit einem reflektierten und nachhaltigen Finanzkonzept sichert die Organisation ihre Handlungsfähigkeit. Gemeinnützige Organisationen finanzieren sich im Gegensatz zu Unternehmen selten unmittelbar über Entgelte, die von ihren Kunden gezahlt werden. mögenserträge, Sponsoring oder öffentliche Zuwendungen. Von einer Organisation, die

Sie sind vielmehr auf andere Einnahmequellen angewiesen – etwa auf Privatspenden, Vernachhaltig mit ihrer Projektarbeit wirken will, erwarten wir eine nachhaltige Strategie, die diesen „Finanzierungs-Mix“ berücksichtigt. Mit folgenden Fragen verschaffen wir uns einen Eindruck davon, ob die Organisation über ein entsprechendes Finanzkonzept verfügt: →	 Ist sich die Organisation der Optionen für die Einwerbung von Ressourcen (Geld,

		 Sachspenden, Zeitspenden) bewusst, wägt sie Chancen und Risiken ab und trifft sie →	 Passt das Finanzierungskonzept zu Handlungsansatz, Zielen und Strategie der 		 Organisation? →	 Wie hoch sind Eigenkapital und freie Rücklagen der Organisation? Ist sie 		 überschuldet?

		 Entscheidungen für geeignete Ressourcen sowie Instrumente zu deren Beschaffung?

4) Insbesondere im Bereich Finanzen und Controlling sind klar geregelte Verant-

wortlichkeiten und Fachkenntnisse unerlässlich. Selbst in kleinen, rein ehrenamtlich

arbeitenden Vereinen muss dieser Bereich zuverlässig funktionieren, wenn der Verein auf lange Sicht bestehen bleiben soll. Daher prüfen wir, inwieweit Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse klar geregelt sind. Wichtig ist für uns dabei auch die Kompetenz

der Verantwortlichen. Sie können ihren Aufgaben nur gerecht werden, wenn sie über die ne Fachleute hinzuziehen.

entsprechenden Fachkenntnisse und Qualifikationen verfügen oder gegebenenfalls exter-

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O5: TRANSPARENZ UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Um das Wirkungspotenzial einer Organisation einschätzen zu können, muss man nachvollziehen können, wie genau die Organisation arbeitet und was sie mit ihrer Arbeit erreicht. Ein transparenter Umgang mit Informationen über die Strukturen einer Organisation, über ihre Aktivitäten und deren Ergebnisse ist damit nicht nur eine wichtige Voraussetzung für unsere Bewertung – Transparenz ist auch eine wichtige Grundlage für ein erfolgreiches Fundraising davon machen, was mit ihren Spenden passiert und was sie am Ende bewirken können. und eine gute Öffentlichkeitsarbeit. Schließlich können SpenderInnen sich so ein genaues Bild AUS DER PRAXIS Immer wieder begegnen uns Organisationen, die zwar alle für uns relevanten Informationen parat haben, diese aber nur

WAS WIR PRÜFEN:
1) 	 Stellt die Organisation nachvollziehbare Informationen über ihre 	 	 	 zugänglich zur Verfügung? und ihr Fundraising? Strukturen, ihre Finanzen, ihre Aktivitäten und deren Ergebnisse leicht

2) 	Nutzt die Organisation passende Instrumente für ihre Öffentlichkeitsarbeit

auf Nachfrage teilen – sie fürchten beispielsweise, ihre Spendeneinnahmen

1) Eine transparente Darstellung ermöglicht es nachzuvollziehen, wie eine Organisation arbeitet und was sie mit ihrer Arbeit bewirkt. Damit wir einer Organisation zung. Dabei prüfen wir nicht nur, ob eine Organisationen Auskunft über ihre Arbeit, die Organisations- und Gremienstrukturen und die Finanzen gibt. Wichtig ist es auch, dass ein hohes Wirkungspotenzial bescheinigen können, ist Transparenz eine Grundvorausset-

könnten einbrechen, wenn SpenderInnen nachlesen können, über welche Mittel sie bereits verfügen. Dabei wissen wir aus Erfahrung, dass es für viele spendengroße Hürde ist, wenn sie erst persönlich mit einer Organisation in Kontakt willige InvestorInnen eine

diese Informationen möglichst aktuell und leicht zugänglich auf der Website bereitgestellt sich ein Bild von der Arbeit der Organisation machen möchte.

sind und so gut nachvollzogen werden können – nicht nur von uns, sondern von jedem, der

2) Eine gute Öffentlichkeitsarbeit und eine passende Fundraising-Strategie sind

wichtig, um Soziale InvestorInnen über die Organisation zu informieren und gegebenenfalls den aktuellen Spenden-Bedarf deutlich zu machen. Eine offene Berichterstattung über konkret erreichte Wirkungen der Projekte hilft dabei, inhaltlich zu überzeugen, und stärkt die Glaubwürdigkeit der Gesamtorganisation. Bei der Analyse schauen wir uns und ob die Verantwortlichkeiten für diese Aufgaben klar geregelt sind.

treten müssen, um sich ein Bild von deren Arbeit zu Vertrauen – die Website machen. Transparenz schafft ist eine gute Möglichkeit,

daher an, ob die Instrumente nachvollziehbar dargestellt sind, ob sie zur Strategie passen

SpenderInnen einen leichten Zugang zu allen relevanten Informationen zu bieten.

und übersichtlich transparent zu machen. Sie machen es für interessierte SpenderInnen auch leichter, diese nachzuvoll-

HINWEIS: Einheitliche Standards zur Transparenz erleichtern es nicht nur den Organisationen, Informationen vollständig

ziehen. Wir empfehlen beispielsweise den Beitritt zur Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ). Als Vorlage für eine

transparente Berichterstattung geben wir den Organisationen außerdem den Social Reporting Standard (SRS) an die Hand.

Engagement mit Wirkung

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DIE ERGEBNISSE DER ANALYSE AUSZEICHNUNG MIT DEM WIRKT-SIEGEL
Projekte und Organisationen, die erfolgreich die PHINEO-Analyse durchlaufen haben und net und als Best-Practice-Beispiele in unser Portfolio wirkungsvoller Spendenprojekte aufgenommen. in der Empfehlungskommission überzeugen konnten, werden mit dem Wirkt-Siegel ausgezeich-

Ausgezeichnete Organisationen können das Wirkt-Siegel vielfältig in ihrer Kommunikation

einsetzen, zum Beispiel auf ihrer Website, in Broschüren, auf Spendenbriefen und Plakaten.

Damit zeigen sie der Öffentlichkeit – und vor allem potenziellen SpenderInnen: Wir haben das

Zeug zu großer Wirkung! Eine 2012 durchgeführte Kurzevaluation von e-fect dialog evaluation bewerten. Die Hälfte der Befragten konnte konkrete Folgen der Empfehlung durch PHINEO in

consulting eG zeigt, dass 90 Prozent der befragten Organisationen das Wirkt-Siegel als nützlich Form von zusätzlichen Ressourcen oder einer verbesserten Wahrnehmung in der Öffentlichkeit Ehrenamtliche in ihrer Arbeit gewürdigt und anerkannt fühlen.

spüren. Die Auszeichnung trägt bei allen Organisationen dazu bei, dass sich Mitarbeitende und

Soziale InvestorInnen erkennen wirksame Projekte dank des Wirkt-Siegels auf den ersten

Blick. Insbesondere Unternehmen und Stiftungen greifen auf der Suche nach neuen Förderprojekten auf Organisationen mit Wirkt-Siegel zurück. Es gibt ihnen das gute Gefühl, Geld in Wirkung zu investieren – auch wenn sie gerade nicht die notwendige Zeit und Ressourcen auseinanderzusetzen. Soziale InvestorInnen vertrauen dem Wirkt-Siegel – und den ausgezeichneten Organisationen.

haben, um sich selbst intensiv mit dem Wirkungspotenzial von Projekten und Organisationen

wirkt !
geprüft & empfohlen

wirksames Projekt, leistungsstarke Organisation 3/2014

Das Datum auf dem Wirkt-Siegel entspricht dem Datum der Empfehlung durch die Empfehlungskommission

„Das PHINEO Wirkt-Siegel und die übersichtlich strukturierten Informationen zu den einzelnen Projekten haben uns eine gute Orientierung geboten. So konnten wir gezielt nach diesen Kriterien ein Projekt auwählen.“ STEPHANIE DOPRA, WILLIAMS LEA GMBH

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WAS DIE STERNE BEDEUTEN
Jede teilnehmende Organisation erhält in jeder der acht Analysekategorien bis zu fünf Sterne, die die Ergebnisse der PHINEO-Analyse zusammenfassen. So erkennt man auf einen Blick, in welchen Bereichen eine Organisation besonders stark ist und wo sie noch Entwicklungspotenzial hat. Letzteres bietet übrigens auch einen hervorragenden Anknüpfungspunkt für Soziale InvestorInnen, die der gemeinnützigen Organisation an dieser Stelle gezielt unter die Arme greifen können.

Oben: Anwendungsbeispiele für das Wirkt-Siegel

LEGENDE herausragend: sehr gut: gut: akzeptabel: entwicklungsbedürftig: unzureichend:

Um mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet zu werden, muss eine Organisation in allen auf das

Projekt bezogenen Kriterien mindestens drei Sterne erhalten. Nur dann können wir sicher von einem hohen Wirkungspotenzial ausgehen. Die Regeln für organisationsbezogene Kriterien sind weniger streng ausgelegt: Hier muss die Organisation insgesamt 13 von 25 erreichbaren

Sternen bekommen, also etwas mehr als die Hälfte, und darf dabei in maximal zwei Kategorien und Transparenz sind wichtige Punkte, die zum langfristigen Erfolg und damit auch zur dauer-

weniger als drei Sterne erreichen. Details zu den Strukturen der Organisation, zur Finanzierung haften Wirksamkeit eines Projekts beitragen – doch es sind vor allem die W-Kriterien, also eine klare Zielvorstellung und ein schlüssiges Konzept sowie Maßnahmen zur Wirkungsanalyse, die ein hohes Wirkungspotenzial kennzeichnen.

Sind drei Sterne aber schon eine schlechte Bewertung? Mitnichten. Drei Sterne stehen für

„gut“ und bedeuten, dass die Organisation an dieser Stelle voll und ganz unseren Ansprüchen als wir in Bezug auf die Größe, das Alter oder die Art des Projekts als angemessen erachten.

an wirksame Arbeit entspricht. Wer mehr als drei Sterne erreicht, leistet tatsächlich auch mehr,

Engagement mit Wirkung

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DIE ERKENNTNISSE AUS DER ANALYSE NUTZEN
AUSGEZEICHNETE PROJEKTE KENNENLERNEN: PROJEKTPORTRÄTS UND LANDKARTE WIRKSAMER PROJEKTE
Einen Überblick über die ausgezeichneten Projekte und Organisationen – und einen Einblick in ihre Arbeit – geben wir mit unseren Projektporträts sowie unter www.phineo.org.

In den Projektporträts stellen wir jedes ausgezeichnete Projekt samt seinem Wirkungspotenzial vor und zeigen, was uns besonders begeistert und fasziniert hat. Die Analyseergebnisse finden sich als Übersicht in Form der Sterne ebenfalls auf den Projektporträts. Die Projektporträts

liegen als Print- und PDF-Version den jeweiligen Themenreports bei und werden darüber hinaus den entsprechenden Organisationen in digitaler Form – auf Wunsch als Druckdatei – zur Verfügung gestellt.

Mit der Landkarte ausgezeichneter Projekte auf www.phineo.org können Soziale InvestorInnen ne Suchfilter helfen bei der Auswahl. So wird ein/e regionale/r StandortförderIn ebenso fündig wie Soziale InvestorInnen, die einfach gerne Kindern in Not helfen möchten. Auch hier finden Soziale InvestorInnen Hintergrundinformationen zu den einzelnen Projekten sowie unsere Bewertung in den einzelnen Analysekategorien in Form der Sterne.

in unserem Portfolio stöbern oder ganz gezielt mögliche Förderprojekte entdecken. Verschiede-

Sie möchten mehr über einzelne Projekte, unsere Sie sich einfach bei uns! Wir helfen Ihnen gern.

KINDERABENTEUERHOF FREIBURG e. V. Kinderabenteuerhof Freiburg e. V.

Bewertung oder unsere Methode wissen? Melden

INKLUSIVE KINDERKRIPPE nestwärme gGmbH
RU PP EN D RE ITG lz GIE R- UN Vorderpfa E VO LTI essen und INK LU SIV Rheinh e e. V. in Kinderhilf

Kontakt Kinderabenteuerhof Freiburg e. V. Alfred-Döblin-Platz 1 79100 Freiburg +49 . 7 61 . 45 68 71 38 www.kinderabenteuerhof.de

DAS PROJEKT
hessen Kontakt in Rhein fe e. V. Kinderhil erpfalz und Vord e3 Spreealle igshafen 67071 Ludw 67 89 93 21 . .de +49 . 6 kinderhilfe rhofwww.reite sjahr: 1969 1977 Gründung € Projekts: 228.400 Start des (2013): nisation der Orga 00 € ): 188.2 Einnahmen dget (2013 Projektbu 16 Projekt: erende im und Vord :4 Mitarbeit nhessen namtliche f stehen in Rhei davon Ehre Reiterho erhilfe n igshafen der Kind t: Ludw n. Auf dem gemeinsame ndor en bei mme ne en find ogiProjektsta regional Spaß am ung zusa Erwachse am Reit : ern der er und heilpädag Behinder Freude Reichweite reitaffine Kind und, sond Gruppen beim lfe in und ohne Über die e: Vordergr Kinderhi ten schen mit derung Zielgrupp und ung im pe. Die gemisch pfalz Men ohne Behin machen und Leist otherapie, in Reitgrup mit und t. offenen kann Spaß t Turniere Hipp

Gründungsjahr: 1996 Start des Projekts: 2006 Einnahmen der Organisation (2012): 322.738 € Projektbudget (2012): 322.738 € Mitarbeitende im Projekt:125 davon Ehrenamtliche: 75 Projektstandort: Freiburg Reichweite: regional Zielgruppe: Kinder und Jugendliche (1½ bis 14 Jahre)

BARRIEREFREIE UND INTEGRATIVE GRUPPEN Turnverein Schiefbahn 1899 e. V.

Kontakt nestwärme gGmbH Christophstraße 1 54290 Trier +49 . 6 51 . 99 20 12 10 www.nestwaerme.de

DAS PROJEKT
Inklusion von Anfang an: In der nestwärme-Kinderkrippe werden Kinder (zwei Monate bis drei Jahre) mit und ohne Behinderung oder chronischer Erkrankung gemeinsam betreut. In jeder der drei Gruppen sind acht Kinder, jeweils drei von ihnen haben einen besonderen Förderbedarf. Jede Gruppe wird von zwei pädagogischen Fachkräften und einer Kinderkrankenschwester betreut. Eine echte Rarität, denn das Betreuungs- und Pflegesystem in Deutschland ist bislang kaum auf Teilhabe ausgerichtet. Eltern mit einem Kind mit erhöhtem Förderbedarf finden selten einen Betreuungsplatz, bleiben länger zu Hause. Weil aber die Versorgung Kontakt ihres Kindes mitunter sehr aufwändig ist, bleibt den Eltern kaum Zeit für die Turnverein Schiefbahn 1899 e. V. gesunden Geschwisterkinder und die eigenen Bedürfnisse. In der UN-BehinderJahnstraße 1 47877 Willich tenrechtskonvention ist zwar ein Recht auf inklusive Beschulung festgeschrieben, +49 . 21 54 . 7 01 00 doch das greift eigentlich zu spät: Kinder lernen von Geburt an, Unterschiede www.tv-schiefbahn.de wahrzunehmen. nestwärme möchte mit ihrem ausgefeilten pädagogischen KonGründungsjahr: 1899 zept schon in der Kinderkrippe dazu beitragen, dass alle Kinder ihre Fähigkeiten Start des Projekts: 2001 in ihrem eigenen Tempo entwickeln können und andere Menschen so akzeptieren, Einnahmen der Organisation (2013): 388.321 € Projektbudget (2013): 24.940 € wie sie sind. Hier findet jedes Kind einen Platz – Kinder ohne Einschränkung ebenso wie Kinder mit schwersten Behinderungen. Mitarbeitende im Projekt: 13
davon Ehrenamtliche: 10 Projektstandort: Willich Reichweite: regional Zielgruppe: Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, aus sozial schwachen VerIn der nestwärme-Kinderkrippe hältnissen und/oder mit Migrationshintergrund

Gründungsjahr: 2004 Start des Projekts: 2007 Einnahmen der Organisation (2012): 1.882.416 € Projektbudget (2012): 368.700 € Mitarbeitende im Projekt: 20 davon Ehrenamtliche: 7 Projektstandort: Trier Reichweite: regional Zielgruppe: Familien mit Kindern im Alter von zwei Monaten bis drei Jahren

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nich nich apie in der in der ffen das ei ist en oder Auch Ther – sei es und Reit Hobby ebote scha . Dab t damit: igieren alz zeig Sportang „anders“ sind allen schen Volt und Vorderpf . Viele andere sie und tut sen en, dass ringen, nbringen trainiert Rheinhes ung spür mmenzub rden lindern, n zusamme mit Behinder diProjekt, n hwe schen zusa Mensche n, Koor wirksames arke n Mensche gnet, Men tsbedingte Besc die Konzentratio Reit- und Sie lasse ekt dafür geei leistungsst n lt khei ten perf kann kran kelkraft und schu An den gemisch n haben ein Organisatio fohlen Reiten 03/2014 n gut. Es ihne Mus & emp enden. ende und 26 von sche und Teilnehm geprüft Teilnehm ne teil, Ausdauer Alter, Wün chwicht, igkeit aller und Erwachse Gleichge Reaktionsfäh oren wie erliche Beeinträ er Fakt Kind und en 194 sondern t. Körp nation pe reite pen nehm Behinderung, leichen. igiergrup einer Grup -zügeln ausg t die Volt n in nich p. Doch zusamme ialsätteln und Handica en, wer bestimm a mit Spez Projekts des Können sich prim DAS PROJEKT potenzial lassen Wirkungs tigungen en Zielgrupp fe – Ziele und Alle gemeinsam! Egal ob mit oder ohne Behinderung, arm oder reich, dick oder Kinderhil Hof der Konzept Wohl auf den dünn, deutsch oder nicht-deutsch: undneun Gruppen haben alle Kinder und JugendliAnsatz In RKT en um das Pferden icklung dem Reit Freude am Bewegen, Toben, Fußballspielen und Tanzen. Die „barrierefreien und chen der ReitgeDAS WI e zu den itätsentw sich nach aus Lieb nisation her Teil endige des Qual der Orga kommen kümmern stverständlic integrativen Gruppen“ - Turnvereins Schiefbahn funktionieren ohne jede Zugangsg. Alle lt die notw fähigkeit erInnen rbei Die Reit Leist Angebote sind nach wie vor eine echte Rarität. te Derartige inklusiveungs beschränkung.Mita t jahrelan Hier ist jeder selb ektiert und erhä egie en meis motivier eder. resp Strat n. Hoch und bleib Im Mittelpunkt ausg der gemeinsame Spaß an der körperlichen Bewegung. Weil sie iell steht umeinan Einzigartigkeit Vision und en zu habe de und und spez und der Pfer in seiner miteinander ende aus kommen, bauenremium in Kontakt die Teilnehmenden Vorurteile ab und de am Reit rte Fachkräfte t ft, wird Leitungsg Teilnehm tfrei Freu ifizie chen anagemen meinscha werden in ihrer Entwicklung gefördert. Durch die Bewegung schulen die Kinder und um angs ung, qual Spaß. Viele heilpädagogis Personalm tzung, Behinder Sicherheit und g aus. und ihre Ausdauer; spezielle Übungen verhelfen ihnen in den Unterstü ohne JugendlichenAllta Motorik ihre für freiwillig mit und Aufsicht sorgen aller bis in ihren rolling terInnen apieende pferde zu Selbstvertrauen. Neben dem umfangreichen Sportangebot gibt es verschiestrahlt mehrdie Motorik und Cont nen Therapie reiten nach Ther den einüben, Finanzen wie sich ReiterIn Freizeit-Angebote, etwa den allseits beliebten Wasserbildete Pfer achten, dene kreative Ferien- undensich die otherapie mit den nz und er beob der Hipp tehen und viele Teilnehm Was sie oder Transpare mehrtägige Ausflüge. Das Projekt wurde er wied en ents matschtag der Schiefbahner Feuerwehr tlichkeitsarbeit weiter. dass en imm ägt die ndschaft en sie, Gruppen en könn Öffen nichts schl rbeitend essert, neue Freu Feedbacks wiss initiiert und lebt vom Engagement des Ehepaars Adomeitis. Mit originellen Spielideen le. Und Die Mita Aus und gt! in der Schu viel Einfallsreichtum fördern sie die Entwicklung von Kindern mit und ohne Beenden verb einbringen. de? n, auch stand gelin Teilnehm hinderung und haben ihre Zielgruppen dabei genau im Blick. ysemetho insleben Anal r Mut habe n der erste Knie ins Vere unserer und meh gern st onen zu lings, wen iger Ang Informati eines Neu de wen hrlichere nsfreude sich ausfü pure Lebe wünschen

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wirkt !
geprüft & empfohlen

wirksames Projekt, leistungsstarke Organisation 03/2014

Auf dem Kinderabenteuerhof Freiburg lernen junge Menschen Natur – und einander – besser kennen. Viele Kinder wachsen heute sehr behütet auf und haben nur selten Kontakt zu Personen, die vielleicht etwas anders sind. Und immer weniger Kinder haben eine Vorstellung davon, wo zum Beispiel ein Schnitzel oder ein Glas Milch herkommen. Ihnen fehlt der Freiraum, Dinge selbst zu entdecken und zu erforschen. Auf dem Kinderabenteuerhof Freiburg verbringen Eineinhalb- bis 14-Jährige ihre Freizeit miteinander, zum Beispiel im Rahmen des kostenfreien offenen Nachmittagsangebots. Darüber hinaus gibt es ein umfassendes Betreuungsangebot mit Kinderkrippe, Kita und Hort. Herkunft, sozialer Status oder Behinderungen spielen auf dem Kinderabenteuerhof Freiburg keine Rolle. Je nach Angebot haben bis zu 44 Prozent der Teilnehmenden ein Handicap. Zwischen Hühnern, Schweinen und Pferden lassen sie ihre Vorurteile zurück und lernen einen offenen und respektvollen Umgang miteinander und mit der Natur. Die Kinder versorgen die Tiere, bauen Baumhäuser, spielen, schnitzen und schmieden. Sie bauen Obst an, ernten die Früchte und kochen daraus Marmelade. Besonders beliebt sind die Reitangebote und das therapeutische Reiten.

wirkt !
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wirksames Projekt, leistungsstarke Organisation 03/2014

DAS WIRKT

Wirkungspotenzial des Projekts Ziele und Zielgruppen Ansatz und Konzept Qualitätsentwicklung Leistungsfähigkeit der Organisation Vision und Strategie Leitungsgremium und Personalmanagement Aufsicht Finanzen und Controlling Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit

wirkt !
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wirksames Projekt, leistungsstarke Organisation

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die empf mehr über Wir helfen Ihnen möchten bei uns. eo.org → Sie en Sie sich www.phin 2014, Dann meld
© PHIN EO gAG

ohlenen

oder rg erfahren .phineo.o Projekte r. www gern weite Eins ist klar: Mit Spaß, Bewegung und Humor gelingt es, die Sorgen des Alltags zu

DAS WIRKT

vergessen. Im spielerischen Umgang wird die Grundlage dafür geschaffen, dass sich Kinder in einem inklusiven Umfeld unabhängig von Einschränkung, Herkunft und sozialem Status entwickeln können. Der Turnverein Schiefbahn schafft es, den Kindern und Jugendlichen die Scheu voreinander zu nehmen und sie eigene Grenzen überwinden zu lassen. Dass das Konzept funktioniert, zeigt sich auf mehreren Ebenen. So wurde das Sportangebot zum Beispiel im Jahr 2012 vom Behindertensportverband zertifiziert. Darüber hinaus wird am Standort Willich das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung zur Normalität, etwa beim Wetteifern um das lokale Sportabzeichen. Zudem zeigt sich, dass Kinder die erlernten Regeln auf die Freizeit übertragen – auch abseits des Sports wird nicht gemobbt und ist Schwächezeigen erlaubt. Und schließlich verzeichnet das Projekt wachsenden Zuspruch: 2001 fiel der Startschuss mit fünf Kindern; 2013 brachte der Verein bereits 130 Kinder und Jugendliche zusammen. Tendenz: steigend.

Wirkungspotenzial des Projekts Ziele und Zielgruppen Ansatz und Konzept Qualitätsentwicklung

lernen schon die Kleinsten, dass Anderssein okay ist. Jedes Kind wird entsprechend seinen Bedürfnissen gefördert, und die Entwicklung aller Kinder wird genau beobachtet und dokumentiert. Von einer derartig intensiven Betreuung und dem natürlichen Miteinander profitieren alle Kinder. Für sie ist es vollkommen normal, dass zum Beispiel Sarah nicht laufen und sprechen kann und dass Frederik über eine Sonde ernährt wird. Für die Eltern ist das Angebot nicht nur eine Entlastung, sondern auch Inspiration: Viele Mütter und Väter von Kindern ohne 03/2014 Einschränkungen erleben erstmals, was inklusive Angebote bewirken können – und fordern Inklusion auch in anderen Lebensbereichen ein. Das Konzept hat bereits erste Nachahmer gefunden. Auch das Land Rheinland-Pfalz greift bei der Eröffnung weiterer inklusiver Krippengruppen anderer Träger dank der guten Lobbyarbeit der Organisation inzwischen auf das nestwärme-Konzept zurück.

DAS WIRKT
Der Kinderabenteuerhof Freiburg leistet einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Die inklusive Ausrichtung des Angebots ist aufgrund der steigenden Nachfrage ganz natürlich gewachsen. Inzwischen sind alle Angebote inklusiv. In Gesprächen mit den Teilnehmenden hören die Projektmitarbeitenden immer wieder, dass die Kinder ihre Berührungsängste abbauen konnten und individuelle Unterschiede zwischen den Menschen nun mehr zu schätzen wissen. Die Mitarbeitenden konnten ebenfalls beobachten, wie zurückhaltende Kinder aufgeblüht sind. Die jungen Menschen haben gelernt, sich in einer Gruppe entsprechend ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten einzubringen, soziale Verantwortung zu übernehmen, Konflikte zu lösen und einander zu helfen. Inzwischen lässt sich im gesamten Stadtteil eine positive Entwicklung beobachten. Immer mehr Familien ziehen dorthin, damit die Kinder inklusiv aufwachsen. Auch der Kinderabenteuerhof selbst entwickelt sich immer mehr zu einem inklusiven Arbeitgeber. Der Verein hat darüber hinaus das lokale „Netzwerk Inklusion“ initiiert.
Wirkungspotenzial des Projekts Ziele und Zielgruppen Ansatz und Konzept Qualitätsentwicklung Leistungsfähigkeit der Organisation Vision und Strategie Leitungsgremium und Personalmanagement Aufsicht Finanzen und Controlling Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit

Leistungsfähigkeit der Organisation Vision und Strategie Leitungsgremium und Personalmanagement Aufsicht Finanzen und Controlling Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit

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Dann melden Sie sich bei uns. Wir helfen Ihnen gern weiter. www.phineo.org
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Themenreport Ungehindert inklusiv! 33

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THEMENREPORTS: WIE MAN WIRKSAME PROJEKTE ERKENNT UND UNTERSTÜTZEN KANN
In unseren Themenreports steckt das gesammelte Wissen aus der Themenfeldrecherche und einer rund einjährigen intensiven Auseinandersetzung mit konkreten und sehr unterschiedlichen Projekten in unserer Analyse. Die Publikation gibt einen intensiven Einblick in das

jeweilige Thema – von der Beschreibung der konkreten Herausforderung über die Darstellung der verschiedenen Handlungsansätze zur Lösung des Problems bis hin zu konkreten praktischen Tipps, um wirksame Projekte identifizieren und bestmöglich unterstützen zu können. Wir möchten GeldgeberInnen zeigen, wie vielfältig das Engagement sein kann, und sie ermutigen, in Wirkung zu investieren. Dafür liefern wir ihnen eine Grundlage.

Die Themenreports sind aber auch für gemeinnützige Organisationen selbst interessant. Sie Arbeit nutzen können!

erfahren von guten Ideen und erfolgreichen Ansätzen, die sie gewinnbringend für die eigene

DAS WISSEN NUTZEN
Unser Wissen über gute Projektpraxis, die Herausforderung wirkungsorientierten Arbeitens sowie die Bedarfe und Bedürfnisse gemeinnütziger Organisationen fließt nicht nur in die Analysen und die Weiterentwicklung unserer Methode ein. Es ist auch die Grundlage für die zige Organisationen zum Thema Wirkungsorientierung. Mit dem Erfahrungswissen aus den

direkte Beratung Sozialer InvestorInnen und natürlich die Basis für Workshops für gemeinnütAnalysen konnten wir einen signifikanten Beitrag zur Entwicklung und Weiterentwicklung des Steuerung in Organisationen aktiv in unserer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nutzen.
Der Social Reporting Standard (SRS) unterstützt gemeinnützige Organisationen jeder Rechtsform und Größe dabei, überzeugend über ihr Engagement – und vor allem über die Wirkungen ihrer Angebote – zu berichten. Er eignet sich als Format sowohl für externe Jahresberichte als auch für das organisationsinterne Berichtswesen.

Social Reporting Standards leisten – die Themen Wirkungsorientierung und wirkungsorientierte

Gemeinnützige Organisationen, die an der PHINEO-Analyse teilgenommen haben, kennen eigenen Wirkung und Wirkungsorientierung auseinandergesetzt – beste Voraussetzungen zu investieren.

den Status quo und das Verbesserungspotenzial ihrer Arbeit. Sie haben sich intensiv mit der dafür, die Wirkung nicht mehr aus dem Blick zu verlieren und in die Qualität der eigenen Arbeit

Soziale InvestorInnen können mithilfe des Wirkt-Siegels als Erkennungsmarke gezielt wirkungsorientiert fördern – und damit Wirkung überhaupt ermöglichen. Sie achten bei der Auswahl von Förderprojekten verstärkt auf deren Wirkungspotenzial und wissen, wie sie Organisationen so unterstützten können, dass diese mit ihrer Arbeit mehr bewirken können.

Wann findet der nächste Wirkungsworkshop in Ihrer Nähe statt? www.phineo.org/themen/social-reporting-standard-srs

Alle Workshop-Termine und Neuigkeiten rund um den SRS erfahren Sie auf

Engagement mit Wirkung

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ZUM WEITERLESEN
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), Skalierung sozialer Wirkungen: Handbuch zu Strategien und Erfolgsfaktoren von Sozialunternehmen, Gütersloh 2013.

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), Strategisch. Praktisch. Gut. Strategiekompass für nichstaatliche und gemeinnützige Organisationen, Gütersloh 2010.

Beywl (Hrsg.), Evaluation Schritt für Schritt: Planung von Evaluationen, Darmstadt 2007. Gräwe, Zur Notwendigkeit und Ausgestaltung von Nonprofit Governance-Systemen. In: ZStV Zeitschrift für Stiftungs- und Vereinswesen, Heft 3/2013, S. 81 – 90.

Initiative Transparente Zivilgesellschaft, Selbstverpflichtungserklärung,

www.transparency.de/Initiative-Transparente-Zivilg.1612.0.html Innovation Network, Inc. (Hrsg.), Logic Model Workbook,

www.innonet.org/client_docs/File/logic_model_workbook.pdf Keller-Ebert / Kisler / Schobert, Evaluation praktisch! Wirkungen überprüfen – Maßnahmen optimieren – Berichtsqualität verbessern, Heidelberg 2005.

PHINEO gAG / Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), Kurbuch Wirkung: Das Praxishandbuch für alle, die Gutes noch besser tun wollen, Berlin 2013.

Schmidt, Wie viel Governance ist sinnvoll und erforderlich für NPOs? Empfehlungen für einen Mindeststandard an Nonprofit Governance. In: ZStV Zeitschrift für Stiftungs- und Vereinswesen, Heft 1/2014, S. 21 – 24.

Simsa / Meyer / Badelt (Hrsg.), Handbuch der Nonprofit-Organisation: Strukturen und Management, Stuttgart 2013.

Stockmann, Evaluation und Qualitätsentwicklung: Eine Grundlage für wirkungsorientiertes

Qualitätsmanagement. Sozialwissenschaftliche Evaluationsforschung Band 5, Münster 2006. Stockmann, Handbuch zur Evaluation: Eine praktische Handlungsanleitung. Sozialwissenschaftliche Evaluationsforschung Band 6, Münster 2007.

University of Wisconsin-Extension, Enhancing Program Performance with Logic Models. Interactive online course, www.uwex.edu/ces/lmcourse/

University of Wisconsin-Extension, Evaluation Publications, www.uwex.edu/ces/pdande/evaluation/evaldocs.html

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Engagement mit Wirkung

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gutes noch besser tun – dafür setzt sich phineo ein.
PHINEO ist ein gemeinnütziges Analyse- und Beratungshaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement. Ziel ist es, die Publikationen, Workshops und Beratung unterstützt PHINEO gemeinnützige Organisationen und InvestorInnen wie Stiftungen cher zu engagieren. www.phineo.org oder Unternehmen dabei, sich noch erfolgrei-

Zivilgesellschaft zu stärken. Mit Wirkungs-

analysen, einem kostenfreien Spendensiegel,

HauptgesellschafterInnen

GesellschafterInnen

Ideelle GesellschafterInnen

Strategische PartnerInnen

• CSI – Centrum für soziale	 	 Investitionen und Innovationen	
Förderin

• Deutscher Spendenrat • Stiftung Charité

• Warth & Klein Grant Thornton AG 	 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
        
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