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Full text: Energieatlas für den Landkreis Erding / Schletter, Stephan

Energieatlas für den Landkreis Erding

ENERGIEATLAS
FÜR DEN LANDKREIS ERDING
Potenzialanalyse zur Nutzung regenerativer Energien

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Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

Vorwort:

Landrat Martin Bayerstorfer
„Mit Energie in die Zukunft“ – auch der Landkreis Erding unterstützt das Motto der Bayerischen Staatsregierung und beteiligt sich aktiv an der Energiewende. Ein wichtiger Schritt in diesem Prozess ist der nun vorliegende Energieatlas für die 26 Städte, Märkte und Gemeinden. Der Energieatlas bietet eine Übersicht darüber, wie viel Strom und Wärme innerhalb eines Jahres im Landkreis Erding verbraucht werden. Außerdem zeigt er auf, wie hoch der Anteil an bereits regenerativ erzeugter Energie derzeit ist. Und schließlich stellt der Energieatlas grundsätzliche Möglichkeiten für den Ausbau und die Nutzung von regenerativer Energie im Landkreis Erding dar und erläutert, wie diese Energieerzeugung funktioniert. Der Energieatlas wurde vom Ingenieurbüro Schletter erstellt und von der Sparkasse Erding-Dorfen gefördert. Bestandteil des Projekts ist zudem eine landkreisweite Umfrage gewesen, die Aufschluss über den Energieverbrauch in den Landkreis-Haushalten geben sollte. Dankeschön an alle Bürgerinnen und Bürger, die mitgemacht haben. Der Energieatlas ist ein wichtiges Instrument auf unserem Weg in ein neues Energiezeitalter. Ich hoffe, dass er zahlreiche interessierte Leserinnen und Leser findet.

Herausgeber: Landkreis Erding Alois-Schießl-Platz 2 85435 Erding Bearbeitung durch: Ingenieurbüro Schletter St.-Koloman-Str. 8 85457 Wörth-Hofsingelding E-Mail: info@ib-schletter.de www.ib-schletter.de von: Stephan Schletter, Dipl.-Ing. (FH), MEng. Walter Meindl, Dipl.-Ing. Univ., Beratender Ingenieur Tibor Szigeti, Dipl.-Ing.(TU), Eur.-Ing. Stand Juni 2012 Design, Layout & Satz: BESTSELLER GmbH Erding www.bestseller-gmbh.de Druckerei: Offsetdruck Dersch GmbH & Co. www.der-dersch.de Bildnachweis: Wasserkraftwerk © Peter Bauersachs magma © clearviewstock / Fotolia.com Windräder Energie © Marcus Klepper / Fotolia.com Solardach im Sommer © Jürgen Fälchle / Fotolia.com Green Web Icons © Erhan Ergin / Fotolia.com Der Energieatlas für den Landkreis Erding wurde mit freundlicher Unterstützung durch die Sparkasse Erding - Dorfen erstellt. 2

Martin Bayerstorfer Landrat

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kompensiert
Id-Nr. 1220094 www.bvdm-online.de

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Energieatlas für den Landkreis Erding

Impressum Vorwort von Landrat Martin Bayerstorfer Inhaltsverzeichnis 1. 2. 2.1 2.1.1 2.1.2 2.1.3 2.1.4 2.2 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.2.6 2.2.7 2.2.8 2.2.9 Einleitung Bestandsaufnahme: Energieverbrauch und Anteil der erneuerbaren Energien Landkreis gesamt Allgemeine Daten Wärme Strom Zusammenfassende Darstellung Gemeinden Berglern Bockhorn Buch am Buchrain Eitting Finsing Forstern Fraunberg Hohenpolding Inning a. Holz

2 3 4 5 3. 3.1 3.1.1 7 7 8 9 12 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 7. Anhang 82 6. Literatur- und Informationsquellen 81 5. Zusammenfassung 79 4.9 4.10 4.1 4.2 4.3 4.4 4.5 4.6 4.7 4.8 4. Handlungsvorschläge und Empfehlungen für Landkreis und Gemeinden Förderungen und Beratung Vorbildfunktion Energie-/Lastmanagement Festschreibungen in Bebauungsplänen Gebäude-Energieausweise Nah-/Fernwärmekonzepte Detailliertere Potenzialanalyse Verkehr: Alternative Antriebe eigener Fahrzeuge und ÖPNV Fortschreibung Energieatlas Umsetzung der Energiewende 77 78 78 71 72 73 74 75 75 76 76 3.1.2 3.1.3 3.2 3.2.1 3.2.2 3.2.3 3.2.4 3.2.5 3.2.6 Potenzialanalyse im Landkreis Erding Effizienzpotenzial Wärme Strom Verkehr Potenzial erneuerbarer Energien Sonnenkraft Windkraft Biomasse Wasserkraft Geothermie Kraft-Wärme-Kopplung 43 43 44 46 48 49 50 52 54 61 63 68

1. Einleitung
In der Energiepolitik sind im vergangenen Jahr weitreichende Veränderungen eingeleitet worden – die Bundesregierung hat den Ausstieg aus der friedlichen Kernenergienutzung beschlossen und damit die Energiewende zu erneuerbaren Energien verkündet. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, einen beschleunigten Einstieg in die erneuerbaren Energien zu schaffen. Die Herausforderung ist enorm: Zum einen sind die fossilen Energieträger endlich, und die Menschheit verbraucht derzeit jedes Jahr so viel davon, wie in einer Million Jahren entstanden ist. Zum anderen wird heute nicht mehr ernsthaft bestritten, dass die durch den Verbrauch von Kohle, Öl und Gas verursachten CO2-Emissionen entscheidenden Anteil an der in den letzten 50 Jahren signifikant gestiegenen Erwärmung der Atmosphäre haben. Zwischen Wissenschaft und Politik besteht offenbar Einigkeit in der Feststellung, dass der Temperaturanstieg gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zwei Kelvin (entspricht 2 Grad Celsius) nicht überschreitendarf, wenn eine globale Klimaerwärmung mit unkontrollierbaren Folgen verhindert werden soll. Dazu müssen die CO2-Emissionen gegenüber 1990 bis 2050 halbiert werden. Doch bis heute sind sie um etwa 40 Prozent gestiegen. Durch den aus Sicherheitsgründen beschlossenen Atomausstieg ist zudem eine nahezu CO2freie Stromerzeugungstechnik (27,2 % Anteil am Primärenergieverbrauch in Bayern 2008) zu substituieren. Der Bayerische Ministerrat hat am 24.05.2011 das neue bayerische Energiekonzept „Energie innovativ“ mit folgenden Forderungen und Kernzielen beschlossen: •	 Der	Freistaat	soll	zum	Modell	für	 die Energiewende in Deutschland werden. •	 Es	wird	ein	breites	Energiebündnis	 aus Politik, Kommunen, Wirtschaft und Bevölkerung angestrebt. •	 Der	Umstieg	auf	eine	überwiegend	 auf erneuerbare Energien basierende Energieversorgung in Bayern muss erfolgen. •	 Eine	sichere,	bezahlbare	und	 umweltfreundliche Energieversorgung in Bayern soll ermöglicht werden. •	 Bayern	bleibt	Produktionsstandort	für	 Energie und strebt bei der Energiewende die Technologieführerschaft in Wissenschaft und Wirtschaft an. Die geplanten Maßnahmen zur Energiewende fördern die wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen und bieten Chancen für eine Exportsteigerung für die bayerische Wirtschaft. Die Ziele für Bayern bis 2021 sind: der Anteil der PV-Energie an der Stromerzeugung soll von 4 % auf bis zu 16 %, der der Wasserkraft von 15 % auf 17 %, der Windenergieanteil von rund 1 % auf bis zu 10 %, der Biomasseanteil von rund 8,5 % auf 10 % und der Geothermieanteil von derzeit 0,02 % auf 1 % erhöht werden. Doch ist eine solche Energiewende überhaupt flächendeckend möglich? Und welche Konsequenzen hat dies auf kommunaler Ebene? Struktur des Energieverbrauchs in Bayern 2008 nach Verbrauchsgruppen: A: B: C: Haushalte und sonst. Kleinverbraucher (45,3 %) Verkehr (33 %) Verarbeitendes Gewerbe (21,7 %)
Abb. 1: Struktur des Endenergieverbrauchs in Bayern 2008 (Energieatlas Bayern)

2.2.10 Kirchberg 2.2.11 Langenpreising 2.2.12 Lengdorf 2.2.13 Markt Isen 2.2.14 Markt Wartenberg 2.2.15 Moosinning 2.2.16 Neuching 2.2.17 Oberding 2.2.18 Ottenhofen 2.2.19 Pastetten 2.2.20 St. Wolfgang 2.2.21 Stadt Dorfen 2.2.22 Stadt Erding 2.2.23 Steinkirchen 2.2.24 Taufkirchen (Vils) 2.2.25 Walpertskirchen 2.2.26 Wörth 4

C B

A

QUELLE: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (Berechnung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung), 2011

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1. Einleitung
Abbildung 1 verdeutlicht, dass ein Großteil des Energieverbrauchs in Bayern im Bereich der privaten Haushalte und des verarbeitenden Gewerbes liegt. Genau hier sind auch starke Preissteigerungen zu beobachten, was nicht zuletzt die Lebenshaltungskosten eines jeden von uns erhöht. Der Landkreis Erding hat sich zum Ziel gesetzt, durch einen grundsätzlich fortschreibbaren Energiealtas das Potenzial erneuerbarer Energien zu beleuchten. In einer ersten Hochrechnung soll das theoretische Leistungsvermögen der erneuerbaren Energien, aber auch das Einsparpotenzial im Gebäudebereich dargestellt werden. Durch die Energiewende ergeben sich neue Betätigungsfelder für regionale Unternehmen. Dabei können die erhobenen und errechneten Zahlen nur eine erste Abschätzung sein. Es wird insbesondere auf bereits durchgeführte Gutachten verwiesen (z. B. zur Windenergienutzung). Auch die Datensammlung auf Gemeindeebene ist nicht vollständig, da leider nicht alle Energieversorger Daten geliefert haben. Deshalb wurden an einigen Stellen eigene Hochrechnungen verwendet. Dieser Unvollständigkeit ist auch das Fehlen von hochgerechneten CO2-Emissionen geschuldet. In anderen regionalen Studien wird häufig der deutsche Energiemix zur Ermittlung von Emissionen zugrunde gelegt. Dieser kann jedoch nicht auf den Landkreis Erding angewendet werden. Nach einer Bestandsaufnahme und der Darstellung des Potenzials werden in dieser Studie Handlungsvorschläge und Empfehlungen gegeben, wie die Nutzung regenerativer Energien im Landkreis Erding und seinen Gemeinden gefördert werden kann.

2. Bestandsaufnahme Energieverbrauch und Anteil der erneuerbaren Energien
Als Basis einer Potenzialanalyse für den Einsatz von erneuerbaren Energien musste der aktuelle Energieverbrauch getrennt für Wärme und Strom landkreisweit auf Gemeindeebene erhoben werden. Die Bestandsaufnahme wurde durch folgende Maßnahmen durchgeführt: •	 Datenabfrage	bei	Stromversorgern zu Stromverbrauch und erneuerbarer Stromerzeugung •	 Auswertung	von	Erhebungsbögen,	 die im Vorfeld der Bearbeitung entwickelt wurden •	 Auswertung	von	Erhebungen	von	 gemeindlichen Liegenschaften zu Heizenergie- und Stromverbrauch, die im Vorfeld der Bearbeitung entwickelt wurden •	 Datenerhebung	und	Ergänzung fehlender Daten aufgrund Statistiken und eigenen Erhebungen Daten zu Flächen, Einwohnerzahlen etc. stammen im Wesentlichen vom Bayerischen Landesamt für Statistik (Stand 31.12.2010). Eine Berechnung von CO2-Emissionen wurde bewusst nicht durchgeführt, da die Zusammensetzung des im Landkreis verbrauchten Stroms (Strom-Mix) nicht bekannt ist. Hier mit Annahmen des bundesdeutschen Strommixes hochzurechnen, ist nach Auffassung der Bearbeiter nicht zielführend.

2.1 Landkreis gesamt
In diesem Kapitel werden zuerst allgemeine Daten zum Landkreis Erding dargestellt, um sich einen Überblick zu verschaffen. Anschließend wird getrennt auf die Bereiche Wärme- und Stromverbrauch eingegangen sowie die Anteile erneuerbarer Energien an der Erzeugung dargestellt.

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2.1.1 Allgemeine Daten
Der Landkreis Erding liegt im nordöstlichen Teil des Regierungsbezirkes Oberbayern und grenzt im Nordosten an den niederbayerischen Landkreis Landshut. Oberbayerische Nachbarn sind im Osten und Südosten der Landkreis Mühldorf, im Süden der Landkreis Ebersberg sowie im Westen die Landkreise München und Freising. Erding ist seit der Eröffnung des Flughafens im Jahr 1992 ein expandierender Landkreis mit 26 Gemeinden und vielen hundert Gemeindeteilen. Jedes Jahr wächst die Bevölkerung um mehrere hundert Personen. Zum Stichtag 31.12.2010 lebten 127.011 Personen im Landkreis. Die Einwohnerdichte beträgt ca. 146 Personen pro km2. Die einwohnermäßig größten Gemeinden sind die Kreisstadt Erding mit etwa 35.000 Einwohnern, die Stadt Dorfen mit ca. 14.000 Einwohnern und die Gemeinde Taufkirchen/Vils mit rund 9.000 Einwohnern. Die flächenmäßig größten Gemeinden sind die Stadt Dorfen mit 99,6 km2 (11,4 % des Landkreises), die Gemeinde Taufkirchen/Vils mit 70,2 km2 und die Gemeinde Oberding mit 64,7 km2. Der Landkreis Erding liegt etwa zwischen 430 und 630 m über dem Meeresspiegel. Das regionale Straßennetz bietet schnelle Anschlüsse an die überörtlichen Verkehrswege (Autobahnen A 92 und A 94 sowie Bundesstraßen 15 und 388). Ein flächendeckend verknüpftes und vertaktetes Busnetz stellt die Verbindungen in die Kreisstadt und zu den Bahnhöfen der Schnell- und Regionalbahnen her. Fahrradfahrer finden ein gut ausgebautes Radwegenetz mit interessanten Touren; Radwegepläne sind vorhanden. Der Landkreis Erding ist noch immer vorwiegend von der Landwirtschaft geprägt, wobei auch hier die Tendenz rückläufig ist. Der größte Flächenanteil, nämlich 74 %, wird landwirtschaftlich genutzt. Im Jahr 1980 waren es noch 79 % der Landkreisfläche. Die Bodengüte ist unterschiedlich und reicht von fruchtbaren Lößböden bis zu zur Auszehrung neigenden Moosböden. Ca. 14 % der Landkreisfläche sind von Wäldern bedeckt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Fichtenwälder, die auf den ärmeren Böden des Hügellandes gedeihen. Die klimatischen Bedingungen begünstigen die Landwirtschaft. Der Witterungscharakter ist vorwiegend kontinental, was sich durch verhältnismäßig kalte Winter und heiße Sommer ausdrückt. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 7,8 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge nimmt von Norden nach Süden infolge des Alpenstaus zu und beträgt im Jahresdurchschnitt 826 mm. 8

2.1.2 Wärme
Viele verschiedene Versorger beliefern den Landkreis Erding mit Energie zur Wärmeversorgung in den Gebäuden. Im Vorfeld der Bearbeitung des Energieatlanten wurde eine Fragebogenaktion durchgeführt, die zum Ziel hatte, die Energieverbräuche privater Haushalte zu erheben. Leider war die Rücklaufquote sehr gering (0,03 % der Gesamtwohnfläche des Landkreises) und Stichprobenkontrollen ergaben viele unvollständige und unplausible Daten oder sich auf unterschiedliche Zeiträume beziehende Verbräuche. Interessant war jedoch die Aufteilung der Heizungsarten, die in folgender Grafik dargestellt ist:

Abb. 2: Landkreis Erding

Abb. 3: Aufteilung der Heizungsarten gem. Fragebogen

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2.1.2 Wärme
Von den Öl-, Gas- und Pelletskesseln waren bereits 34 % mit Brennwerttechnik ausgestattet. Gut 15 % der Haushalte werden komplett durch erneuerbare Energien beheizt. Das lässt darauf schließen, dass sich die Bürger bei Heizungserneuerungen bereits mit neuen energiesparenderen Techniken und Alternativen zu fossilen Brennstoffen befassen. Etwa 50 % der rückmeldenden Haushalte verfügen zusätzlich über einen Grund-, Kachel- oder Kaminofen und etwa 31 % besitzen solarthermische Anlagen mit knapp 3.000 m2 Kollektorfläche (Mittelwert 11 m2 pro Anlage). Durch eine sehr einfache Datenabfrage bei den Bezirks-Schornsteinfegern (keine vollständige Rückmeldung) ergibt sich folgendes Bild: Etwa 78 % der Haushalte werden durch Öl- oder Gasheizkessel zentral beheizt. Etwa 22 % davon verfügen über moderne Brennwerttechnik. Der Anteil alter Heizkessel mit Baujahren vor Oktober 1978 liegt noch bei rund 4 %. Eine zeitgleiche Fragebogenaktion zu den Verbräuchen im Gewerbebereich brachte lediglich zwei Rückläufe, so dass auch auf diese Datenerhebung nicht zurück gegriffen werden konnte. Aus den oben genannten Gründen konnte der gesamte Wärmeverbrauch nur indirekt und auf einer sehr groben Ebene und ohne Differenzierung nach Energieträgern ermittelt werden. Aus verschiedenen Quellen der Fachliteratur und eigenen zehn-jährigen Erfahrungen und Erhebungen in der Gebäude-Energieberatung wurde der Raumwärmebedarf für Wohngebäude mit einem Mittelwert von 200 kWh/(m2a) angesetzt. Multipliziert man diesen Wert mit der Wohnfläche im Landkreis Erding von 5.286.699 m2, ergibt sich ein jährlicher Endenergieverbrauch von 1.057.340 MWh für den Wohngebäudebereich (Heizung 10 und Warmwasserbereitung). Der Gewerbebereich stellt sich leider etwas komplizierter dar. Um genaue Angaben zu erhalten, müsste zumindest nach Gewerbesektoren näher aufgeteilt werden, was sehr zeitaufwändig wäre. In dieser Studie wird deshalb auf eine Erhebung des Fraunhofer-Instituts ISE aus dem Jahr 2008 (PEESA-Studie für das Allgäu) verwiesen, das zu dem Ergebnis kommt, dass der Nutzwärmeverbrauch für Gebäude zu 35 % aus dem Nutzwärmeverbrauch für Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) für Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme und zu 65 % aus dem Nutzwärmeverbrauch für Privathaushalte für Heizung und Warmwasser gedeckt wird. Für eine erste Hochrechnung wird angenommen, dass sich diese Verhältnisse auch auf den Landkreis Erding übertragen lassen. Es gibt hier jedoch viele Unbekannte (z.B. Flughafen, Gebäudekühlung etc.), deren Betrachtungen in diesem ersten Schritt bewusst außer Acht gelassen werden sollten. Damit ergibt sich ein jährlicher Endenergieverbrauch für Heizung, Warmwasserbereitung und Prozesswärme von 569.337 MWh. In der Summe errechnet sich daraus ein gesamter jährlicher Wärmeverbrauch von etwa 1.626.677 MWh. Dies zeigt folgende Tabelle im Überblick: Private Haushalte (PHH) Gewerbe (GHD) Gesamt 1.057 GWh/a 569 GWh/a 1.627 GWh/a

2.1.2 Wärme
Im Vorfeld der Bearbeitung des Energieatlanten wurden die Heizverbräuche der kommunalen Gebäude in den einzelnen Gemeinden abgefragt. Diese Daten wurden hier in die Kategorien „Schulen“, „Kindergärten“ und „sonstige Liegenschaften“ für das Jahr 2010 ohne Witterungsbereinigung eingeteilt und jeweils ein Durchschnitt gebildet. In folgender Grafik werden die Verbräuche für Heizung dargestellt: Man sieht sehr deutlich, dass z. B. die Schule in Pastetten durch das Konjunkturprogramm II sehr gut energetisch saniert wurde, so dass der Heizenergieverbrauch sehr gering ausfällt. Vor allem in den sonstigen Liegenschaften wurden viele unterschiedliche Gebäudearten zusammen gefasst, wie‚ Feuerwehrhäuser, Bauhöfe, Rathäuser, Wohnhäuser etc., und damit ergeben sich stark differierende Verbräuche. In einigen Gebäuden ist zudem eine Elektroheizung vorhanden, so dass diese Heizenergieverbräuche tatsächlich erst in den Stromverbräuchen auftauchen. Ein Anteil erneuerbarer Energien im Wärmebereich kann aufgrund der Komplexität der Verteilung und fehlender Daten in diesem Bearbeitungsschritt nicht angegeben werden. In einer Fortschreibung dieser Studie könnte eine ausführliche Datenerhebung hierzu erfolgen. Es wird lediglich auf eine Erhebung des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) zu Förderungen solarthermischer Anlagen, die in den Jahren 2001 bis 2010 gestellt wurden, eingegangen. Damit dürfte sicherlich ein Großteil der Anlagen erfasst sein. In dieser Erhebung (Quelle: www.solarserver.de) wurden die Kollektorflächen angegeben. Gemäß „Leitfaden Energienutzungsplan“ des bayerischen Umweltund Wirtschaftsministeriums (München, 2011) kann von einem Jahresnutzungsgrad im Mittel von 25 % ausgegangen

werden, das wiederum führt zu einer Gesamt-Wärmemenge von 10,8 GWh, was im privaten Haushaltsbereich einem Anteil von nur etwa 1 % des Wärmeverbrauchs entspricht. Auch bei Vorhandensein einer größeren Zahl nicht erfasster Anlagen wird der Anteil voraussichtlich nicht über einen einstelligen Prozentbereich hinaus steigen. Zusätzlich wird auf das Projekt „Erstellung eines Energiekonzeptes für die Liegenschaften des Landkreises Erding“ (Abschlussbericht vom 28.09.2011) verwiesen, in dem 23 landkreiseigene Liegenschaften hinsichtlich Energieverbrauch genau betrachtet wurden. Die Untersuchung kommt zu folgendem Ergebnis: Gesamtverbrauch Wärme: 10.535 MWh/a Wärmeeinsparungspotenzial: 3.570 MWh/a, das entspricht ca. 24 %. Dieses Potenzial wird durch verschiedenste Maßnahmen zu erschließen sein, die in diesem Konzept in einer Rankingliste bereits sehr detailliert dargestellt sind.

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2.1.3 Strom
Beim Stromverbrauch konnte aufgrund der Datenlage nicht nach Sektoren (private Haushalte, Gewerbe/Industrie, Landwirtschaft) aufgeteilt werden. Einige Daten von Stromversorgern bzw. Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) fehlten oder diese Sektoren-Aufteilung war nicht möglich. Da die vielen ÜNB auch nur teilweise Gemeinden versorgen und somit keine Aussage über eine Vollständigkeit auf Gemeindeebene gemacht werden konnte, wurde ein Plausibilitätsverfahren über die Anzahl der Einwohner („ProKopf-Verbrauch“) gebildet. Verbräuche für Gemeinden mit offensichtlich unvollständigen oder unplausiblen Werten wurden über den durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch der plausiblen Gemeinden (3.474 kWh/EW) hochgerechnet. Daraus ergibt sich ein Gesamt-Stromverbrauch für den Landkreis Erding im Jahr 2010 von 498.838 MWh. Zu beachten hierbei ist, dass es sich um eine erste Hochrechnung handelt, die mit gewissen Ungenauigkeiten behaftet sein kann. Im Vorfeld der Bearbeitung des Energieatlanten wurden die Stromverbräuche der kommunalen Gebäude in den einzelnen Gemeinden abgefragt. Diese Daten wurden hier in die Kategorien „Schulen“, Kindergärten“, „sonstige Liegenschaften“ und „Straßenbeleuchtung“ für das Jahr 2010 eingeteilt und jeweils ein Durchschnitt gebildet. In folgender Grafik werden die Verbräuche für Strom dargestellt: In der Gemeinde Bockhorn beispielsweise wurde nicht nach Gebäudekategorien aufgeteilt, sondern es wurden nur Verbrauchswerte für alle Gebäude insgesamt geliefert, welche in die Gebäudekategorie „sonstige Gebäude“ eingestuft wurden. Hier müsste näher untersucht werden, wieso der Stromverbrauch so hoch ist. In einigen Gebäuden ist zudem eine Elektroheizung vorhanden, so dass diese Heizenergieverbräuche hier in den Stromverbräuchen auftauchen. Zusätzlich sind auch Stromverbräuche für Wasserver- und Abwasserentsorgung vorhanden, die in dieser ersten Betrachtung nicht explizit ausgewiesen wurden.

2.1.3 Strom
Interessant war auch die Betrachtung der Straßenbeleuchtung, die in dieser Studie durch die Einwohner geteilt wurde. Das Ergebnis ist aus folgender Grafik ersichtlich:

Natürlich wäre hier die Flächendichte interessant. Aus dieser Auswertung kann im nächsten Schritt eine Einsparanalyse für die Straßenbeleuchtung (Einsatz LED etc.) erarbeitet werden. Die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien wurde aus zwei getrennten Quellen erhoben: einerseits aus Angaben der ÜNB, die die erzeugte Energiemenge nach EEG vergüten müssen und andererseits aus Daten des Energieatlanten Bayern (www.energieatlas.bayern.de), dessen Datenstand vom 31.12.2009 ist. Bei Unstimmigkeiten zwischen beiden Quellen wurde jeweils der höhere Wert verwendet. Sofern von den ÜNB für einzelne Gemeinden keine Daten vorlagen, wurde aufgrund

der Leistungsangaben im Energieatlas Bayern auf eine jährliche Erzeugungsstrommenge hochgerechnet. In der Tabelle ist in der Spalte „Bemerkung“ angegeben, ob eine Hochrechnung durch die Angaben aus dem Energieatlas Bayern erfolgte. Unterschieden wurde dabei nach folgenden Energieträgern bzw. -formen: •	 •	 •	 •	 •	 Photovoltaik Biomasse	und	Biogas Wasserkraft Windkraft Fossile	Blockheizkraftwerke (Kraft-Wärme-Kopplung) •	 Klär-	und	Deponiegasnutzung

Abb. 4: Straßenbeleuchtung Durchschnitt

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2.1.3 Strom
Im Bereich der Wasserkraftnutzung gibt es abweichende Angaben. Laut bayerischem Landesamt für Umwelt (LfU) kann im Landkreis Erding insgesamt eine jährliche Energiemenge von bis zu 343,5 GWh (siehe Kap. 3.2.4) erzeugt werden. Aufgrund der ersten Rückmeldung der ÜNB wurden 6,9 GWh ermittelt, wobei bei dieser offenbar die Energiemengen der drei großen Wasserkraftwerke Aufkirchen, Eitting und Finsing fehlten. Laut Energieatlas Bayern ist eine Leistung der Wasserkraftwerke von insgesamt 58 MW vorhanden. Auf zweite Nachfrage bei E.ON Wasserkraft wurden erzeugte Energiemengen dieser drei großen Wasserkraftwerke für das Regeljahr (d. h. Durchschnitt aus mehreren Jahren) nachgeliefert (ca. 303 GWh), die in den weiteren Betrachtungen verwendet wurden, so dass die Wasserkraft einen Anteil von etwa 62 % an der regenerativen Stromerzeugung im Landkreis Erding hat und damit noch Potenzial für regenerativen Stromexport übrig bliebe. Festzustellen ist außerdem, dass noch keine Windenergienutzung in Großanlagen im Landkreis Erding stattfindet. Die Biomasse-/Biogasnutzung ist im Landkreis sehr ausgeprägt. Der Anteil an fossilen Blockheizkraftwerken und der Nutzung von Klär- und Deponiegas ist sehr gering ausgeprägt, eventuell fehlen hier auch noch Daten von ÜNB. Grundsätzlich lässt sich auf Grund der zur Verfügung stehenden Datenlage also festhalten, dass im Landkreis Erding bereits heute rechnerisch etwa 100 % der jährlich benötigten Strommenge durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Zusätzlich wird auf das Projekt „Erstellung eines Energiekonzeptes für die Liegenschaften des Landkreises Erding“ (Abschlussbericht vom 28.09.2011) verwiesen, in dem 23 landkreiseigene Liegenschaften hinsichtlich Energieverbrauch genau betrachtet wurden. Die Untersuchung kommt zu folgendem Ergebnis: Gesamtverbrauch Strom: 2.761 MWh/a, Stromeinsparungspotenzial: 1.247 MWh/a, das entspricht etwa 45 % Dieses Potenzial wird durch verschiedenste Maßnahmen zu erschließen sein, die in diesem Konzept in einer Rankingliste bereits sehr detailliert dargestellt sind.

2.1.4 Zusammenfassende Darstellung
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben (2010) hochgerechnet Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 127.011 87.070 2.126 11.792 64.107 4.316 EW ha ha ha ha ha Anteil an Gesamtfläche: 2% 14 % 74 % 5%

498.838 MWh 1.627.000 MWh Bemerkung: 62 MW 3.300 55.800 MWh 11 % 22 72 132.000 26 MW MWh % hochgerechnet

hochgerechnet

58 MW 63 mind. 306.000 MWh 62 % 0 0 0 0 MW MWh %

k.A. MW 17 2.000 MWh 0,4 % 1 3.000 0,6

MWh %

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2.1.4 Zusammenfassende Darstellung
In folgendem Diagramm sind die Deckungsanteile der Stromerzeugung für den Landkreis Erding zusammenfassend dargestellt:
sonstige erneuerbar 1%

2.2.1 Berglern
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: 2.568 1.988 ha 45 ha 40 ha 1.599 ha 79 ha 6.433 MWh 32.580 MWh Anteil an Gesamtfläche: 2% 2% 80 % 4% Bemerkung: wahrscheinl. zu gering!

Photovoltaik 11% Wasserkraft 62% Biomasse/Biogas 26%

Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch

Abb. 5: Aufteilung der Energieerzeugung im LK Erding in 2010

1 MW 60 998 MWh 16 % 0 MW 0 0 MWh 0 % k.A. MW 1 218 MWh 3 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 MWh 0 %

2.2 Gemeinden
Die oben genannten Daten wurden bereits – sofern möglich – auf Gemeindeebene erhoben, womit eine gemeindespezifische Betrachtung möglich ist. Zu beachten ist eine stellenweise unvollständige Rückmeldung der ÜNB für die einzelnen Gemeinden, so dass in einigen Gemeinden Werte aus statistischen Angaben hochgerechnet werden mussten. Sofern aufgrund der Plausibilisierung offenbar nur ein geringer Teil der Daten fehlte, könnten die Angaben zu gering sein. Dies ist jeweils in der Tabelle vermerkt. Der Vollständigkeit halber sind auf Gemeindeebene auch vorhandene Tankstellen für folgende alternative Treibstoffe erwähnt: 16 •	 LPG-Autogas (Quelle: www.gas-tankstellen.de) •	 CNG-Erdgas (Quelle: www.gas-tankstellen.de) •	 Elektrotankstellen (Quelle: www.e-tankstellenfinder.com) •	 Biodiesel (Quelle: www.enro-portal.de/service/ biodiesel_8.html) •	 Pflanzenöl (Quelle: Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land) LPG und CNG wird erwähnt, weil diese Antriebsgase eventuell durch entsprechend aufbereitetes Biogas ersetzt werden könnte.

Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch

Für die Gemeinde Berglern fehlen wahrscheinlich noch weitere Stromverbrauchsdaten, weshalb der angegebene Verbrauch zu gering sein könnte. 17

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2.2.2 Bockhorn
Anteil an Gesamtfläche: 2% 13 % 77 % 4% Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangabe Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 3.542 4.715 72 612 3.616 201 9.063 51.874

2.2.3 Buch am Buchrain
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 1.412 2.275 ha 25 ha 1.075 ha 1.090 ha 37 ha 4.905 MWh 19.143 MWh

ha ha ha ha ha MWh MWh

4 137 3.356 37 0 0 0 0

MW MWh % MW MWh %

1 35 649 13

MW MWh %

525 kW 3 2.888 MWh 59 % k.A. MW k.A. k.A. MWh k.A. 0 0 0 0 MW MWH %

k.A. MW 2 94 MWh 1 % 0 0 0 0 k.A. 1 4 0,05 0 0 0 MW MWh % MW MWh %

k.A. MW k.A. k.A. MWh k.A. k.A. k.A. MWh k.A.

MWh %

18

Für die Gemeinde Buch am Buchrain wurden keine Daten von ÜNB angegeben, wodurch die Verbrauchsangaben hochgerechnet wurden. Analog wurden die erzeugten Mengen für Photovoltaik und Biomasse/Biogas hochgerechnet. Zu Wasserkraft und BHKW gab es keine Daten.

19

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2.2.4 Eitting
Anteil an Gesamtfläche: 2% 13 % 77 % 4% Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 2.415 3.563 56 451 2.577 172 37.495 32.256

2.2.5 Finsing
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 4.319 2.317 80 147 1.728 68 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 3% 6% 75 % 3%

ha ha ha ha ha MWh MWh

17.439 MWh 54.322 MWh

3 95 3.274 9

MW MWh %

2 MW 117 1.674 MWh 10 % 340 kW 3 3.973 MWh 23 % k.A. MW 1 40.707 MWh 233 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 MWh 0 %

3 MW 6 18.794 MWh 50 % k.A. 4 129.536 345 MW MWh %

0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 0 0 1 3.000 8 MW MWh %

MWh %

Der hohe Anteil an Wasserkraft resultiert aus den hohen Erzeugungsmengen des Wasserkraftwerks Eitting (Erläuterung siehe Kapitel Wasserkraft). 20

Der hohe Anteil an Wasserkraft resultiert aus den hohen Erzeugungsmengen des Wasserkraftwerks Finsing. Im Bereich der Gemeinde Finsing sind eine LPG-AutogasTankstelle und eine Biodiesel-Tankstelle vorhanden.

21

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2.2.6 Forstern
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 3.254 1.537 54 221 1.143 41 8.337 42.892

2.2.7 Fraunberg
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 3.354 4.236 65 472 3.375 178 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 2% 11 % 80 % 4%

ha ha ha ha ha MWh MWh

7.272 MWh 46.577 MWh

1 51 726 9

MW MWh %

3 MW 166 2.528 MWh 35 % k.A. kW 8 6.134 MWh 84 % k.A. MW 2 86 MWh 1 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 0 MWh 0 % 0 0 MWh 0 %

k.A. MW 2 670 MWh 8 % 0 0 0 0 0 0 0 0 k.A. 1 4 0 0 0 0 MW MWh % MW MWh % MW MWh %

MWh %

22

23

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2.2.8 Hohenpolding
Anteil an Gesamtfläche: 1% 12 % 81 % 3% Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 1.476 2.742 27 330 2.229 73 4.504 20.596

2.2.9 Inning a. Holz
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 1.439 1.183 30 292 779 38 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 3% 25 % 66 % 3%

ha ha ha ha ha MWh MWh

3.499 MWh 20.232 MWh

2 82 1.619 36

MW MWh %

1 MW 75 1.016 MWh 29 % 220 kW 1 888 MWh 25 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 MWh 0 %

k.A. MW 8 7.955 MWh 177 % 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 MW MWh % MW MWh % MW MWh %

MWh %

Herauszuheben ist die hohe Erzeugungsmenge an Strom aus Biomasse und Biogas in der Gemeinde Hohenpolding. 24 25

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2.2.10 Kirchberg
Anteil an Gesamtfläche: 1% 20 % 74 % 2% Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 920 1.710 18 335 1.269 41 3.060 13.666

2.2.11 Langenpreising
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 2.640 2.750 49 196 2.169 140 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 2% 7% 79 % 5% Bemerkung: hochgerechnet Bemerkung: 2 MW 85 1.800 MWh 20 % 8 kW 1 5 MWh 0 % k.A. MW 1 k.A. MWh k.A. 0 MW 0 0 MWh 0 % k.A. MW k.A. k.A. MWh k.A. k.A. k.A. MWh k.A.

ha ha ha ha ha MWh MWh

9.172 MWh 35.359 MWh

1 81 995 33

MW MWh %

hochgerechnet

k.A. MW 2 1.906 MWh 62 % 0 0 0 0 MW MWh %

0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 0 0 0 0 0 MW MWh %

MWh %

Im Bereich der Gemeinde Kirchberg ist eine Biodiesel-Tankstelle vorhanden. 26

Für die Gemeinde Langenpreising wurden keine Daten von ÜNB angegeben, weshalb die Verbrauchsangaben hochgerechnet wurden. Analog wurden die erzeugten Mengen für Photovoltaik hochgerechnet. Zu Wasserkraft und BHKW gab es keine Daten. Im Bereich der Gemeinde Langenpreising sind eine LPG-AutogasTankstelle und eine Biodiesel-Tankstelle vorhanden.

27

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2.2.12 Lengdorf
Anteil an Gesamtfläche: 1% 14 % 78 % 3% Bemerkung: hochgerechnet Bemerkung: Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 2.743 3.394 49 471 2.633 110 9.529 37.140

2.2.13 Markt Isen
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 5.293 4.378 109 1.549 2.470 109 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 2% 35 % 56 % 2% Bemerkung: hochgerechnet Bemerkung: 2 MW 116 1.800 MWh 10 % 360 kW 3 1.980 MWh 11 % k.A. MW 3 k.A. MWh k.A. 0 MW 0 0 MWh 0 % k.A. MW k.A. k.A. MWh k.A. k.A. k.A. MWh k.A.

ha ha ha ha ha MWh MWh

18.388 MWh 74.837 MWh

hochgerechnet

2 86 1.800 19

MW MWh %

hochgerechnet

hochgerechnet

1 MW 4 7.409 MWh 78 % k.A. 5 k.A. k.A. 0 0 0 0 k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. MW MWh

hochgerechnet

MW MWh % MW MWh

MWh

28

Für die Gemeinde Lengdorf wurden keine Daten von ÜNB angegeben, weshalb die Verbrauchsangaben hochgerechnet wurden. Analog wurden die erzeugten Mengen für Photovoltaik und Biomasse/Biogas hochgerechnet. Zu Wasserkraft und BHKW gab es keine Daten.

Für den Markt Isen wurden keine Daten von ÜNB angegeben, weshalb die Verbrauchsangaben hochgerechnet wurden. Analog wurden die erzeugten Mengen für Photovoltaik und Biomasse/Biogas hochgerechnet. Zu Wasserkraft und BHKW gab es keine Daten. Im Bereich des Markts Isen ist eine Biodiesel-Tankstelle vorhanden.

29

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2.2.14 Markt Wartenberg
Anteil an Gesamtfläche: 5% 16 % 66 % 4% Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 4.783 1.789 95 283 1.186 79 14.676 60.224

2.2.15 Moosinning
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 5.521 3.997 101 417 3.028 156 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 3% 10 % 76 % 4%

ha ha ha ha ha MWh MWh

14.403 MWh 75.757 MWh

2 101 1.502 10

MW MWh %

k.A. MW 185 2.045 MWh 14 % 2 MW 4 13.021 MWh 90 % k.A. MW 1 311 MWh 2 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 MWh 0 %

245 kW 2 1.076 MWh 7 % k.A. MW 4 230 MWh 2 % 0 0 0 0 MW MWh %

k.A. 1 MW 17 MWh 0,1 % 0 0 0

MWh %

Im Bereich der Gemeinde Moosinning sind zwei LPG-Autogas-Tankstellen und eine Biodiesel-Tankstelle vorhanden. 30 31

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2.2.16 Neuching
Anteil an Gesamtfläche: 2% 2% 86 % 4% Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 2.411 1.968 47 35 1.697 83 5.425 31.286

2.2.17 Oberding
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 5.384 6.472 116 189 4.769 997 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 2% 3% 74 % 15 % Bemerkung: hochgerechnet Bemerkung: 5 MW 153 5.324 MWh 28 % 1 MW 3 7.508 MWh 40 % k.A. MW 6 137.396 MWh 735 % 0 MW 0 0 MWh 0 % k.A. MW k.A. k.A. MWh k.A. k.A. k.A. MWh k.A.

ha ha ha ha ha MWh MWh

18.704 MWh 72.798 MWh

2 79 1.327 24

MW MWh %

hochgerechnet

640 kW 2 4.833 MWh 89 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 0 0 k.A. 1 33 0,6 MW MWh % MW MWh %

hochgerechnet

0 0 MWh 0 %

32

Für die Gemeinde Oberding wurden keine Daten von ÜNB angegeben, weshalb die Verbrauchsangaben hochgerechnet wurden. Analog wurden die erzeugten Mengen für Photovoltaik und Biomasse/Biogas hochgerechnet. Zu BHKW gab es keine Daten. Der hohe Anteil an Wasserkraft resultiert aus den hohen Erzeugungsmengen des Wasserkraftwerks Aufkirchen (Erläuterung siehe Kapitel Wasserkraft).

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2.2.18 Ottenhofen
Anteil an Gesamtfläche: 4% 8% 77 % 4% Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 1.843 1.028 37 87 792 42 3.830 25.610

2.2.19 Pastetten
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 2.478 2.208 46 272 1.725 67 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 2% 12 % 78 % 3%

ha ha ha ha ha MWh MWh

5.531 MWh 33.004 MWh

1 40 649 17

MW MWh %

1 MW 38 1.012 MWh 18 % 610 kW 2 1.341 MWh 24 % k.A. MW 2 49 MWh 1 % 0 MW 0 0 MWh 0 % k.A. MW 1 2 MWh 0 % 0 0 MWh 0 %

0 MW 0 0 MWh 0 % k.A. 3 291 8 MW MWh %

0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 0 0 0 0 0 MW MWh %

MWh %

34

35

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2.2.20 St. Wolfgang
Anteil an Gesamtfläche: 2% 27 % 66 % 2% Bemerkung: hochgerechnet Bemerkung: Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 4.312 4.632 79 1.242 3.054 111 14.980 54.756

2.2.21 Stadt Dorfen
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 13.723 9.956 224 972 8.001 345 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 2% 10 % 80 % 3% Bemerkung: wahrscheinlich zu gering Bemerkung: 11 MW 480 9.900 MWh 27 % 5 MW 13 25.399 MWh 68 % k.A. MW 10 261 MWh 1 % 0 MW 0 0 MWh 0 % k.A. MW 3 778 MWh 2,1 % 0 0 MWh 0 %

ha ha ha ha ha MWh MWh

37.206 MWh 174.973 MWh

hochgerechnet

3 153 2.700 18

MW MWh %

hochgerechnet

hochgerechnet

405 kW 3 2.228 MWh 15 % k.A. 1 k.A. k.A. MW MWh

hochgerechnet

unvollständig

0 MW 0 0 MWh 0 % k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. MW MWh

MWh

36

Für die Gemeinde St. Wolfgang wurden keine Daten von ÜNB angegeben, weshalb die Verbrauchsangaben hochgerechnet wurden. Analog wurden die erzeugten Mengen für Photovoltaik und Biomasse/Biogas hochgerechnet. Zu BHKW gab es keine Daten. Im Bereich der Gemeinde St. Wolfgang sind eine LPG-Autogas-Tankstelle und eine Rapsöl-Tankstelle vorhanden.

Für die Stadt Dorfen fehlen wahrscheinlich noch weitere Stromverbrauchsdaten, weshalb der angegebene Verbrauch zu gering sein könnte. Die erzeugten Mengen für Photovoltaik und Biomasse/Biogas wurden hochgerechnet. Die Daten zu Wasserkraft sind unvollständig. Im Bereich der Stadt Dorfen ist eine LPG-Autogas-Tankstelle vorhanden.

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2.2.22 Stadt Erding
Anteil an Gesamtfläche: 7% 4% 67 % 12 % Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 34.514 5.461 385 195 3.653 664 190.819 391.350

2.2.23 Steinkirchen
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 8.980 7.018 176 1.148 5.131 238 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 3% 16 % 73 % 3%

ha ha ha ha ha MWh MWh

36.039 MWh 123.794 MWh

3 258 2.801 1

MW MWh %

5 MW 284 4.228 MWh 12 % 4 MW 13 17.730 MWh 49 % k.A. MW 3 58 MWh 0,2 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 0 MWh 0 %

487 kW 5 3.582 MWh 2 % k.A. 12 3.626 2 0 0 0 0 k.A. 8 1.147 0,6 0 0 0 MW MWh % MW MWh % MW MWh %

MWh %

Im Bereich der Stadt Erding sind zwei LPG-Autogas-Tankstellen, eine ElektroautoTankstelle und eine CNG-Erdgas-Tankstelle vorhanden. 38

Im Bereich der Gemeinde Taufkirchen sind eine LPG-Autogas-Tankstelle und eine Biodiesel-Tankstelle vorhanden. 39

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2.2.24 Taufkirchen (Vils)
Anteil an Gesamtfläche: 3% 16 % 73 % 3% Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 8.980 7.018 176 1.148 5.131 238 36.039 123.794

2.2.25 Walpertskirchen
Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 2.067 1.845 29 227 1.435 84 Anteil an Gesamtfläche: ha ha ha ha ha 2% 12 % 78 % 5% Bemerkung: wahrscheinlich zu gering

ha ha ha ha ha MWh MWh

3.879 MWh 26.656 MWh

5 284 4.228 12

MW MWh %

1 MW 39 543 MWh 14 % 450 kW 1 2.764 MWh 71 % 0 MW 0 0 MWh 0 % 0 MW 0 0 MWh 0 % k.A. MW 1 4 MWh 0,1 % 0 0 MWh 0 %

4 MW 13 17.730 MWh 49 % k.A. 3 58 0,2 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 MW MWh % MW MWh % MW MWh %

MWh %

Im Bereich der Gemeinde Taufkirchen sind eine LPG-Autogas-Tankstelle und eine Biodiesel-Tankstelle vorhanden. 40

Für die Gemeinde Walpertskirchen fehlen wahrscheinlich noch weitere Stromverbrauchsdaten (evtl. für Ortsteil Neufahrn), weshalb der angegebene Verbrauch zu gering sein könnte. Im Bereich der Gemeinde Walpertskirchen ist eine BiodieselTankstelle vorhanden.

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2.2.26 Wörth
Anteil an Gesamtfläche: 4% 14 % 74 % 6% Allgemeine Angaben (Stand: 31.12.2010) Einwohner: Fläche: Bebaute Flächen (Wohnen, Gewerbe, Industrie) Waldfläche: Landwirtschaftliche Nutzfläche: Verkehrsflächen: Verbrauchsangaben Gesamtstromverbrauch: Gesamtwärmeverbrauch: Angaben zu erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung Photovoltaik installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Stromverbrauch Biomasse/Biogas installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Wasserkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch Windkraft installierte Leistung Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch fossile BHKW installierte Leistung Anzahl ca. eingespeiste Energiemenge ca. Anteil am Verbrauch Klär-/Deponiegas Anzahl eingespeiste Energiemenge Anteil am Verbrauch 4.467 2.105 83 242 1.559 119 11.516 56.948

3. Potenzialanalyse im Landkreis Erding
Nach der Bestandsaufnahme (Kap. 2) werden nun Potenziale dargestellt, die durch die Nutzung regenerativer Energien im Landkreis Erding vorhanden sind. Dabei handelt es sich um ein theoretisches Potenzial, da auch die regenerativen Energien untereinander und mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren. So kann z. B. eine Dachfläche nicht komplett für Photovoltaik und zusätzlich für Solarthermie genutzt werden, es wird immer ein „sinnvolles Miteinander“ und somit eine sinnvolle Ergänzung aller regenerativer Energieformen geben müssen. Bevor die Analyse der regenerativen Energieformen erfolgt, wird auf ein sehr großes Potenzial im Bereich der Energieeinsparung und Energieeffizienzsteigerung hingewiesen.

ha ha ha ha ha MWh MWh

k.A. 125 3.402 30 k.A. 1 327 3 k.A. 2 535 5 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

MW MWh % MW MWh % MW MWh % MW MWh % MW MWh %

3.1 Effizienzpotenzial
Vorrangig vor der Nutzung regenerativer Energien sollte das Einsparpotenzial durch Verringerung des Verbrauchs angestrebt werden. Sinnvoll erscheint die unterschiedliche Betrachtung der Sektoren Private Haushalte (PHH), Gewerbe-/ Handel-/ Dienstleistungsbetriebe (GHD), produzierendes Gewerbe (IND) und Verkehr. Die Liegenschaften der öffentlichen Hand werden meist dem Sektor GHD zugeordnet. Die regionalen Effizienzpotenziale bei Wärme und Strom wurden aus eigenen Abschätzungen und Studien ermittelt. Im Wesentlichen wurde auf einen Bericht, den die Prognos AG1 für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Jahr 2007 erstellt hat, zurückgegriffen. Diese Studie zeigt die wichtigsten Effizienzfelder und gibt Maßnahmen an, deren Umsetzung wirtschaftlich sinnvoll ist. Um die regionalen Effizienzpotenziale im Energieatlas darzustellen, wird eine Unterteilung in die Bereiche Wärme, Strom und Verkehr gewählt. Bei den Einschätzungen der Maßnahmen beschränken sich die Verfasser auf die wesentlichen der Sektoren PHH und GHD. Im produzierenden Gewerbe (Industrie) sind die Wärme-/Strom-Einsparpotenziale je nach Prozessen sehr unterschiedlich. Auch ist die Struktur dieses Sektors einem schnellen und starken Wandel ausgesetzt. Hier mit bundesweit durchschnittlichen Potenzialen hochzurechnen, ist nicht sinnvoll. Eine individuelle Betrachtung je Betrieb wäre zielführender. Um diese Potenziale zu heben, können Unternehmer externe Berater einsetzen. Speziell für kleine und mittlere Unternehmen stellt die KfWBankengruppe Fördermittel zur Verfügung. Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammer sind Ansprechpartner für die Förderung der EnergieeffizienzBeratung. Bezogen auf den Verbrauch des Landkreises Erding werden im weiteren Verlauf die wesentlichen EffizienzMaßnahmen hochgerechnet, um das Einsparpotenzial in der Untergliederung nach Wärme und Strom darzustellen.
1: [EWI/prognos]

MWh %

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3.1.1 Wärme
Zentrale Stellschraube zur Verringerung des Verbrauchs ist der Raumwärmebedarf. Bei den PHH stellt die Raumwärme mit 78 % den Anwendungsbereich mit dem höchsten Energieverbrauch dar.

3.1.1 Wärme
Die wesentlichen Effizienzpotenziale beim Raumwärmebedarf sehen die Verfasser in folgenden Einzelmaßnahmen: Maßnahme: Einsparung ca.: Sanierung der Gebäudehülle – Dämmung und Dichtung 30 - 80 % Sanierung der Anlagentechnik – Kesseltausch 10 - 30 % Anlagentechnik – Lüftung mit Wärmerückgewinnung 5 - 20 % Änderung des Nutzerverhaltens – Anspruch/Bequemlichkeit 0 - 30 % •	 Lüftungsanlagen	mit	Wärmerückgewinnung (WRG) und eventuell Erdwärmetauscher Beim Nutzerverhalten und der Regelung sollen genannt sein: •	 Niedrigere	Raumtemperaturen	und Trennung von Nutzungszonen unterschiedlicher Temperatur (z. B. Tür zum unbeheizten Kellerabgang) •	 Angepasstes	Lüftungsverhalten (während der Heizperiode nur kurzes Stoß-/Querlüften oder Einsatz von Lüftern mit WRG) •	 Einzelraumsteuerung	mittels Temperatur-, Feuchte- und Luftqualitäts-Sensoren sowie Zeitschaltern Bei Neubauten, die im Vergleich zum Bestand einen erheblich geringeren Anteil ausmachen werden, sind Endenergiebedarfe von 10 bis 20 kWh/m2a technisch realisierbar und wirtschaftlich sinnvoll. Durch eine moderate Sanierungsrate bzw. den Ersatz durch Neubauten sehen die Verfasser bezogen auf den gesamten Gebäudebestand im Landkreis ein Einsparpotenzial von etwa 55 % Raumwärmebedarf nach heutigem Stand der Technik. Das entspricht einem theoretischen Einsparpotenzial von ca. 895 GWh/a Wärme. Um das Potenzial genau zu erfassen, sind detaillierte Daten des Gebäudebestandes je Gemeinde aufzunehmen. Speziell ausgebildete Vor-Ort-Berater können die Potenziale je Gebäude ermitteln. Hier sind insbesondere die Förderprogramme zur Energieeffizienzberatung des Bundes sehr hilfreich.

Abb. 6: Energieverbrauch der PHH in 2002 [EWI/prognos]

Anlagenoptimierung – bedarfsgeführte Regelung/hydr. Abgleich 5 - 15 % Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Gebäudehülle umfassen: •	 Wanddämmung •	 Dämmung	der	obersten Geschossdecke oder Dachdämmung •	 Dämmung	der	Kellerdecke •	 Fenstererneuerung Diese Maßnahmen sollten vor dem Anpassen der Anlagentechnik ausgeführt werden. Denn durch die reduzierte Heizlast der Gebäude kann auch effizientere Technik eingesetzt werden. Dies erleichtert den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien erheblich. Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Anlagentechnik umfassen unter anderem: •	 Holzvergaserkessel,	Pelletskessel	oder -öfen, Hackschnitzelheizungen •	 Mikro-KWK-Anlagen	kombiniert	mit Brennwerttechnik •	 Solarthermische	Anlagen	zur Heizungsunterstützung •	 Biomasse-Blockheizkraftwerke •	 Wärmepumpen	mit	hoher	Leistungszahl bei niedrigen Systemtemperaturen (hohe Jahresarbeitszahl) •	 Hocheffi 		zienzpumpen	Klasse	A	mit hydraulischem Abgleich

Beim Sektor GHD ist auch die Raumwärme der Anwendungsbereich mit dem höchsten Energieverbrauch. Hier werden 46 % des gesamten Verbrauchs dieses Sektors aufgewendet.

Abb. 7: Energieverbrauch des Sektors GHD in 2002 [EWI/prognos]

Je nach Baualtersklasse und Sanierungszustand sind Einsparungen im Gebäudebestand von 50 bis 90 % erreichbar. Der durchschnittliche Endenergieverbrauch in PHH von etwa 200 kWh/(m2a) kann im Zuge der energetischen Ertüchtigung auf Werte von 20 bis 100 kWh/ (m2a) gesenkt werden.

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3.1.2 Strom
Im Bereich PHH sind derzeit die Elektrogeräte mit ca. 40 % des gesamten Stromverbrauchs die größten Verbraucher. Der Stromverbrauch für die Beleuchtung liegt nur bei etwa 11 %, was folgende Abbildung verdeutlicht: Im Bereich PHH sind derzeit die Elektrogeräte mit ca. 40 % des gesamten Stromverbrauchs die größten Verbraucher. Der Stromverbrauch für die Beleuchtung liegt nur bei etwa 11 %, was folgende Abbildung verdeutlicht:

3.1.2 Strom
Anders stellt es sich im Sektor GHD und kommunale Liegenschaften dar. Hier ist die Beleuchtung mit 34 % der größte Stromverbraucher. Entsprechend werden hier andere Effizienzpotenziale für die Reduzierung des Stromverbrauches maßgeblich: Maßnahme: Einsparung ca.: Effizientere und bedarfsgesteuerte Beleuchtung bis zu 80 % Optimierung der Raumlufttechnik und Kühlgeräte 30 - 40 % Änderung des Nutzerverhaltens 5 - 20 %

Abb. 8: Stromverbrauch nach Verwendungszweck der PHH in 2002 [EWI/prognos]

Optimierung der EDV- und Bürogeräte Betrachtet man hier die Einsparpotenziale so sind folgende Ansatzpunkte zu erkennen: Maßnahme: Einsparung ca.: Einsatz hocheffizienter Großgeräte 15 - 40 % Stand-by-Verluste vermeiden bis zu 100 % Maßnahmen im Bereich der Pumpen umfassen: •	 elektronische	Bedarfsregelung	mit hocheffizienten Motoren (Klasse A) •	 Reduktion	der	Durchflussmengen und Widerstände durch Hydraulikberechnungen Maßnahmen im Bereich der Beleuchtung umfassen unter anderem: •	 LED-Leuchtmittel	einsetzen •	 tageslichtabhängige	Abschaltung •	 Lichtlenkung	und	helle	Anstriche	 sowie Reflektoren •	 Bewegungsschalter/ Präsenzerfassung

5 - 15 %

Bei der Raumlufttechnik können Ventilatoren oder Motoren ausgetauscht und bedarfsgesteuerte Regelungen eingesetzt werden. Durch eine moderate Erneuerungsrate bzw. durch Aufklärung und effizientere Geräte sehen die Verfasser bezogen auf dem gesamten Gebäudebestand im Landkreis ein Einsparpotenzial von etwa 40 % des Strombedarfes nach heutigem Stand der Technik. Das entspricht einem theoretischen Einsparpotenzial von ca. 200 GWh/a Strom. Um das Potenzial genau zu erfassen, sind detaillierte Daten des Gebäudebestandes je Gemeinde aufzunehmen. Speziell ausgebildete Vor-Ort-Berater können die Potenziale je Gebäude ermitteln. Hier sind insbesondere die Förderprogramme zur Energieeffizienzberatung des Bundes sehr hilfreich.

Abb. 9: Stromverbrauch des Sektors GHD in 2002 [EWI/prognos]

Heizungs-/Zirkulationspumpen optimieren bis zu 80 % Effiziente Beleuchtung bis zu 80 % Maßnahmen im Bereich der Großgeräte umfassen unter anderem: •	 Kühl-	und	Gefriergeräte	der	 Klasse A++ mit kleineren Volumina •	 Verzicht	auf	Trocknungsgeräte •	 LED-Technik	bei	Multimediageräten •	 Steckerleisten	mit	Schalter	oder Zeitschaltuhren

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3.1.3 Verkehr
Folgende Effizienzpotenziale sind im Bereich Verkehr zu nennen: •	 Spritsparen	durch	Fahrertrainings •	 Effi 		zientere	Antriebe	und	Kraftstoffe 	 •	 CarSharing,	Umstieg	auf	öffentliche 	 Verkehrsmittel •	 Vermeidung	von	Verkehr	durch Flächennutzungspläne •	 Förderung	des	Rad-	und Fußwegenetzes •	 Geschwindigkeitsbeschränkungen Viel fahrende Mitarbeiter von Unternehmen (z. B. im Außendienst) sollten durch Experten im Kraftstoffsparen geschult und bei erfolgreicher Einsparung belohnt werden. Bei den alternativen Antrieben zeichnet sich ein Trend zur Elektromobilität und zu Hybrid-Antrieben mit Biomethan/ Erdgas bereits ab. Im Landkreis Erding verkehrt eine S-Bahnlinie des Münchner Verkehrsund Tarifverbundes sowie eine Regionalbahn München, Markt Schwaben, Dorfen, Mühldorf auf dem Streckennetz der DB. Durch geschickte Flächennutzungs-/ Bauleitpläne können die Wege zwischen Wohnen-Arbeiten-Einkaufen-ErholenKinderbetreuung deutlich verkürzt werden. Wenn hierdurch auch ein Anreiz zu Fuß- und Radwegen geschaffen wird, profitieren Mensch und Natur. Der Landkreis Erding verfügt mit den in seiner Straßenbaulast liegenden 53,1 km Radwegen (Stand: 31.12.2011) bereits über ein engmaschiges Netz, welches kontinuierlich ausgebaut werden soll. Geschwindigkeitsbeschränkungen, Umweltzonen und Verkehrsleitsysteme werden regional sehr kontrovers diskutiert. Ein übergeordnetes Ziel sollte es deshalb sein, keine weitere Zersiedelung zuzulassen, sondern die bestehenden Siedlungen auszubauen und diese an das bereits bestehende gut ausgebaute ÖPNV-Netz noch stärker anzubinden, um somit auf eine Reduzierung des Individualverkehrs hinzuwirken. Ein Einsparpotenzial kann in diesem Schritt der Bearbeitung leider noch nicht angegeben werden, dies bedarf einer genaueren Analyse.

3.2 Potenzial erneuerbarer Energien
Erneuerbare Energien (regenerative Energien) sind Energien aus Quellen, die sich entweder kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Energiequelle beiträgt. Es sind nachhaltig zur Verfügung stehende Energieressourcen, zu denen insbesondere Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung (Sonnenenergie), und Erdwärme (Geothermie) zählen. Eine andere Quelle erneuerbarer Energien ist das energetische Potenzial der aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Biomasse. Zur Erzeugung erneuerbarer Energie ist ein entsprechender Flächenbedarf notwendig. In folgender Grafik sind die unterschiedlichen Flächenbedarfe in [ha] von Bioenergie (Biogas/Biomasse), Photovoltaik auf Dachflächen und Windkraft (Fundamente, Wege etc.) dargestellt, um 10 GWh Strom zu erzeugen: Aus dieser Grafik wird deutlich, dass Windkraft und Photovoltaik hinsichtlich der Flächeneffizienz erhebliche Vorteile gegenüber Bioenergienutzung haben. Da jedoch vor allem bei Wind und Sonne die Energieerzeugung nicht kontinuierAbb. 10: Stromverbrauch nach Verwendungszweck der PHH in 2002 [EWI/prognos]

lich verfügbar ist, muss über geeignete Kompensations- bzw. Speichermaßnahmen nachgedacht werden, um die Potenziale ausreizen zu können. Auch eine Veränderung bzw. Anpassung des Verbrauchs an das Angebot der regenerativen Erzeugung (Lastmanagement) wird zur Lösung beitragen können. Die folgende Potenzialanalyse stützt sich auf verfügbare Daten des bayerischen Landesamtes für Statistik, eigene Erfahrungswerte und weitere Werte aus verschiedenen gekennzeichneten Quellen.

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3.2.1 Sonnenkraft
Die Sonne ist der größte Energielieferant der Erde. Die jährlich eingestrahlte Energiemenge ist etwa 1.000-mal größer als der Weltenergieverbrauch. Solare Strahlung bringt uns die Wärme nahezu gratis ins Haus, und es verbleiben keine schädlichen Rückstände. Auch in Deutschland ist das Angebot an solarer Einstrahlung groß genug, um es für unseren Energiebedarf unterstützend zu verwenden. Grundsätzlich wird bei der Sonnenkraft unterschieden in Wärmeerzeugung (Solarthermie) und Stromerzeugung (Photovoltaik). Die Potenziale der beiden Nutzungsarten im Landkreis Erding werden in den nächsten Unterkapiteln näher untersucht.

3.2.1.2 Solarthermie
Solarthermische Anlagen nutzen Wärme aus der Sonnenstrahlung zu Heizzwecken. Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten unterschieden: •	 Solaranlagen	zur Trinkwassererwärmung •		 Solaranlagen	zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung Über Kollektoren wird die Sonnenenergie in Wärme umgewandelt und je nach Anlagenart in Warmwasserspeichern oder Pufferspeichern gespeichert. Zur Umwälzung der Solarflüssigkeit wird elektrische Energie für Pumpen und Regelungen benötigt. Der Vorgang zur Potenzialanalyse ist analog zur Photovoltaik aufgebaut: Es wurden durch das bayerische Landesamt für Statistik die Gebäudegrundflächen (ohne sonstige und Freiflächen) erhoben. Diese Fläche wurde aufgrund einer nur einseitigen Nutzungsmöglichkeit (z. B. Nord-Südbzw. Ost-West-Orientierung) halbiert und davon wurden nochmals 40 % wegen Verschattung, Bebauung, bereits vorhandene Anlagen etc. abgezogen. Über ein jährlich nutzbares Solarstrahlungsangebot von ca. 1.000 kWh/m2 und einem Jahresnutzungsgrad von 23 % ergibt sich ein theoretisches Wärmeerzeugungspotenzial bei 100 % Ausnutzung dieser zur Verfügung stehenden Dachflächen zur Wärmeerzeugung durch Solarthermie von 1.467 GWh/a für den Landkreis Erding. Dabei konkurriert diese Dachfläche natürlich vorrangig mit der Photovoltaik. In der Praxis wird deshalb das gesamte Potenzial nicht erreicht werden können. Gebäudegrundfläche ohne sonstige und Freifläche 2.125 ha zur Verfügung stehende Dachflächen 638 ha nutzbare Solarstrahlung Dachfläche 6.376 GWh Wärmepotenzial Solarthermie 100 %-Szenario 1.467 GWh

3.2.1.1 Photovoltaik
Photovoltaikanlagen wandeln Lichtenergie der Sonne direkt in elektrische Energie um. Dieser von den Modulen erzeugte Gleichstrom wird in Wechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt, der üblicherweise in das öffentliche Netz eingespeist wird. Bei der Potenzialanalyse werden keine Freiflächenanlagen sondern nur Dachflächenanlagen nach folgendem Vorgehen untersucht: Es wurden durch das bayerische Landesamt für Statistik die Gebäudegrundflächen (ohne sonstige und Freiflächen) erhoben. Diese Fläche wurde aufgrund einer nur einseitigen Nutzungsmöglichkeit (Nord-Süd- bzw. Ost-West-Orientierung) halbiert, und davon wurden nochmals 40 % wegen Verschattung, Bebauung, bereits vorhandenen Anlagen etc. abgezogen. Über ein jährlich nutzbares Solarstrahlungsangebot von ca. 1.000 kWh/m2 und einem Jahresnutzungsgrad von 8,5 % ergibt sich ein 50 theoretisches Stromerzeugungspotenzial bei 100 %-Ausnutzung dieser zur Verfügung stehenden Dachflächen zur Stromerzeugung durch PV-Anlagen von 542 GWh/a für den Landkreis Erding. Dabei konkurriert diese Dachfläche natürlich vorrangig mit der Solarthermie. In der Praxis wird deshalb das gesamte Potenzial nicht erreicht werden können. Gebäudegrundfläche ohne sonstige und Freifläche 2.125 ha zur Verfügung stehende Dachflächen 638 ha nutzbare Solarstrahlung Dachfläche 6.376 GWh Strompotenzial PV 100 %-Szenario 542 GWh

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3.2.2 Windkraft
Als Ausgangsbasis zur Potenzialanalyse der Windenergie im Landkreis Erding wurde die „Standortanalyse zur Errichtung von Windenergieanlagen im Landkreis Erding“ (komplettes Gutachten siehe Anhang) verwendet. Darin wurden je Gemeinde geeignete Flächen unter Berücksichtigung folgender Faktoren ermittelt: •	 Windhöffigkeit	(ausreichende mittlere Windgeschwindigkeit von mind. 5,0 bis 5,5 m/s) •	 Genehmigungsfähigkeit	im Hinblick auf · Abstand zur Wohnbebauung · Schattenwurfbelastung · Luftrechtliche Belange Die Flächen wurden für die vorliegende Potenzialanalyse je Gemeinde durch den Flächenbedarf von 11,2 ha pro Anlage (siehe Anhang B7 der Standortanalyse) geteilt, die Ergebnisse wurden abgerundet. Als Anlagentyp wurde in der Standortanalyse eine 2,3 MWAnlage (Typ Enercon E-82) mit 138 m Nabenhöhe empfohlen, die an den potenziellen Standorten in Abhängigkeit der tatsächlich herrschenden Windverhältnisse pro Anlage 5 Mio. kWh Strom im Jahr erzeugen soll. In der Standortanalyse wurde die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Schnaupping leider nicht berücksichtigt, da die Informationen zum Ausbau dieser Station und damit zu den Abstandsanforderungen erst nach Redaktionsschluss der Standortanalyse bekannt wurden. Laut „Informationen zur Errichtung von Windenergieanlagen im Nahbereich der Messsysteme des Deutschen Wetterdienstes - Abstandsanforderungen und Höhenbeschränkungen“ [DWD] muss der DWD als Bundesbehörde im Bereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Rahmen der planungsrechtlichen Genehmigungsverfahren für den Bau und Betrieb von Windenergieanlagen (WEA) beteiligt werden. „Hierbei wird gefordert, dass der nähere Umkreis von fünf Kilometer um die Wetterradarstandorte frei von WEA zu halten ist. In einem Radius von 15 Kilometern gelten für WEA nur Höhenbeschränkungen, damit die Radarmessungen nach derzeitigem Wissensstand möglichst wenig beeinflusst werden. Aufgrund der ortografischen Bedingungen ist es im Ausnahmefall möglich, dass WEA im 5 bis 15-km-Radius diese maximale Höhe überschreiten dürfen, da sie aufgrund vorhandener Geländeabschattungen keinen störenden Einfluss auf die Radarsysteme haben.“ [DWD, S. 3] Es wurden in vorliegender Abschätzung somit nur Anlagen im 5-km-Radius um die Wetterstation Schnaupping nicht berücksichtigt.

3.2.2 Windkraft
Daraus ergeben sich für den Landkreis Erding folgende Varianten mit Potenzialabschätzung: Variante 1: alle Standorte (außer 5-km-Radius um Wetterstation) werden berücksichtigt Variante 2: nur die Standorte werden berücksichtigt, die außerhalb des 15-km-Radius des Flughafens und außerhalb des 5-kmRadius um die Wetterstation liegen Variante 3: nur die Standorte werden berücksichtigt, die außerhalb des 15-km-Radius des Flughafens, außerhalb einer möglichen Einflugschneise für die 3. Startbahn und außerhalb des 5-km-Radius um die Wetterstation liegen Variante 4: nur die Standorte werden berücksichtigt, die außerhalb des 15-km-Radius des Flughafens, außerhalb einer möglichen Einflugschneise für die 3. Startbahn, außerhalb des Einflusses des Fliegerhorstes Erding (Bauschutz- und Radarschutzbereich) und außerhalb des 5-km-Radius um die Wetterstation liegen. Variante 1 2 3 4 Anzahl Anlagen 186 77 71 47 Potenzial: Stromertrag [GWh] 930 385 355 235 Aus dieser Potenzialanalyse wird ersichtlich, dass auch noch bei einer Minimalvariante 4 ein sehr hohes Potenzial für den Einsatz der Windkraft besteht. Leider fallen durch die Beschränkung des Deutschen Wetterdienstes etwa 40 Anlagen (das entspricht etwa 200 GWh/a Stromertragspotenzial) weg. Im nächsten Untersuchungsschritt muss eine genaue Standortanalyse erfolgen (insbesondere auch im Hinblick auf die potenziellen Flächen im 5 - 15-kmRadius um die Wetterstation), die sich auf den parzellengenauen Standort bezieht. Standortbezogene Windgutachten sind erforderlich, weil in der Standortanalyse „die interpolierten Daten mit Unsicherheiten im zweistelligen Bereich behaftet“ sind.

Abb. 11: Grober 5-km-Radius um Wetterstation Schnaupping (Quelle: BayernViewer)

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3.2.3 Biomasse
Biomasse zählt zu der ältesten Form der erneuerbaren Energie als in Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie. Freigesetzt wird diese Energie als Wärmeenergie, wenn Pflanzen oder Teile davon verbrannt werden. Schon in frühesten Zeiten haben Menschen Holz zum Heizen und Kochen eingesetzt, Holz hatte als Festbrennstoff lange Zeit die größte Bedeutung. Zur Biomasse gehört nicht nur Holz, sondern auch landwirtschaftliche Rohstoffe und organische Abfallprodukte aus unterschiedlichen Bereichen, welche durch verschiedene Umwandlungstechnologien energetisch nutzbar gemacht werden können. Heute ist es möglich, Bioenergie aus festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen zu erzeugen. Dabei werden nachwachsende Rohstoffe oder Energiepflanzen sowie organische Abfälle zur Energieerzeugung benutzt. Durch Verbrennung der Biomasse ist es möglich, eine direkte thermische Verwertung z.B. in kleinen Heizkesseln, in konventionellen Heizkraftwerken oder in Blockheizkraftwerken zu erreichen. Biomasse kann auch als Treibstoff für Fahrzeuge genutzt werden. Dabei wird die Biomasse durch verschiedene Verfahren in Biogas oder in Biotreibstoff umgewandelt und als Kraftstoff für Gasoder Dieselmotoren verwendet. Der durchschnittliche Energieinhalt •	 trockener	Biomasse	beträgt ca. 5,3 kWh/kg •	 fossiler	Brennstoffe	in	Form	von Erdöl ca. 11,9 kWh/kg •	 in	Form	von	Steinkohle ca. 8,3 kWh/kg. Biomasse bietet für den ländlichen Raum im Hinblick auf ihre dezentralen Einsatzmöglichkeiten große Chancen und zusätzliche Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung und zur lokalen breiten Wertschöpfung. Energetische Nutzung der Biomasse: •	 Direkte	Verbrennung	für	Wärmeoder Stromerzeugung •	 Kombinierte	Strom-	und Wärmeerzeugung •	 Erzeugung	von	Biogas •	 Erzeugung	von	flüssigen Bio-Brennstoffen Rohstoffe stammen aus landwirtschaftlicher Produktion und können für Menschen als Nahrungs- und Futtermittel oder als technischer Rohstoff sowie als Brennstoff verwendet werden. Die erzeugte Energie wird in Form von Strom, Wärme oder Kraftstoff genutzt. Die Restbiomasse besteht aus Nebenprodukten aus der landwirtschaftlichen und Verarbeitungsindustrie. Der Hauptanteil der Restbiomasse kommt von der Holzherstellung und der Papier- und Zellstoffproduktion, des Weiteren auch aus der Fleischproduktion und der übrigen Lebensmittelindustrie sowie aus der Trennung von kommunalem Abfall. Ein weiterer Bestandteil ist die Restbiomasse aus der Pflanzen- und Tierproduktion, wie Stroh und Exkremente der gezüchteten Tiere. Auch Klärschlamm und Tiergülle können energetisch verwendet werden. Die Waldbiomasse wird gebildet durch Brennholz und durch restliche Holzmasse aus Holzernte, Durchforstung, Jungwuchspflege, Abfallholz und Reste aus der holzverarbeitenden Industrie.

3.2.3 Biomasse
Flächennutzung im Landkreis Erding Gesamtfläche (Stand 31.12.2010): ca. 87.070 ha (Quelle: Bay. Landesamt für Statistik) Davon sind: •	 Landwirtschaftliche	Fläche: ca. 64.107 ha (73,6 %) (Ackerflächen ca. 45.751 ha, Grünland ca. 13.863 ha) •	 Waldfläche	ca.	11.792	ha	(13,5	%) •	 Verkehrsfläche	ca.	4.315	ha	(4,9	%) •	 Gebäude-	und	Freifläche ca. 4.159 ha (4,8 %) •	 Gewerbe	und	Industrie ca. 297 ha (0,3 %) •	 Erholung	ca.	300	ha	(0,3	%) •	 Andere	2.264	ha	(2,6	%)

0,3% 2,6% 4,9% 13,5% 4,8% 0,3% Landwirtschaftliche Fläche 64.107 ha Waldfläche 11.792 ha Verkehrsfläche 4.315 ha Gebäude und Freifläche 4.159 ha Gewerbe und Industrie 297 ha 73,6 % Erholung 300 ha andere 2.264 ha

Abb. 12: Flächenaufteilung im Landkreis Erding

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3.2.3.1 Landwirtschaftliche Biomasse
Die Verwertung landwirtschaftlicher Biomasse kann auf verschiedene Arten erfolgen: •	 Ölpflanzen:	Erzeugung	von	Biodiesel und Pflanzenölkraftstoffen •	 Mais:	Erzeugung	von	Biogas •	 Getreide:	Erzeugung	von	Bioethanol und Biogas •	 Zuckerrüben:	Erzeugung	von Bioethanol •	 Klärschlamm:	Erzeugung	von	Biogas oder direkter Wärmeenergie •	 Gülle	und	Kot:	Erzeugung	von	Biogas oder direkter Wärmeenergie Energiepflanzen gehören zu den nachwachsenden Rohstoffen und werden ausschließlich für die energetische Nutzung angebaut. Sie wachsen in einoder mehrjährigen Kulturen und liefern regelmäßig das notwendige Grundmaterial für Wärme-, Strom- und Kraftstofferzeugung. Die Biomasse kann als Festbrennstoff, als flüssiger Energieträger oder als Kosubstrat zur Biogasgewinnung eingesetzt werden.

3.2.3.1 Landwirtschaftliche Biomasse
Die Nutzung von Biomasse zur Erzeugung von Strom und Wärme ist eine besonders unter Klimagesichtspunkten attraktive Form der Energiewandlung. Die heutige Verwertung biogener Feststoffe geschieht überwiegend in Kleinfeuerungsanlagen in privaten Haushalten zur Wärmeerzeugung mit einer Leistung von 10 - 20 kW. Als weitere biogene Brennstoffe bzw. Rohstoffe zur Energieerzeugung sind folgende Pflanzen zu nennen: Miscanthus, Triticale, Mais, Getreide, Raps Desweiteren sind als Rohstoffe folgende „Abfallprodukte“ aus der Landwirtschaft zu nennen: Stroh, Gülle, Mist Natürlich sind für die energetische Verwertung der landwirtschaftlichen Biomasse entsprechende Anbauflächen notwendig. Diese Flächen konkurrieren mit der Nahrungsmittelerzeugung, so dass das theoretische Potenzial nicht vollständig erschlossen werden kann. Der Landkreis Erding verfügt über 64.107 ha landwirtschaftliche Flächen. Bei einem Flächenbedarf für die Futtermittelerzeugung der landwirtschaftlichen Nutztiere von einem halben Hektar pro Großvieheinheit (GVE) und etwa 77.325 GVE (Quelle: Agrarstrukturerhebung 2007) ergibt sich ein „gebundener“ Flächenanteil von etwa 38.662 ha und ein „freier“ Flächenanteil von etwa 25.445 ha. Diese „freie“ Fläche wird nun zur Potenzialermittlung verwendet. Der Energieinhalt für Biomasse aus Pflanzen wird mit 73,6 MWh/ha angesetzt, der Energieinhalt für Maisstroh beträgt 7,2 MWh/ha bei 1,5 t/ha Strohertrag. Daraus ergibt sich ein theoretisches Potenzial zur Strom-/Wärmegewinnung von 1.872 GWh/a für die Pflanzennutzung oder 183 GWh/a für die Maisstroh(Maisspindel-) Nutzung. Bei Gülle und Mist kann man in einer ersten Hochrechnung mit 10 kg/GVE rechnen. Das ergibt bei einem BiogasHeizwert vom ca. 10 kWh/kg ein theoretisches Potenzial für Gülle und Mist zur Strom-/Wärmeerzeugung von etwa 83 GWh/a. Im Moment (Stand 2010) werden aus Biogasanlagen etwa 132 GWh/a Strom erzeugt. Unterstellt man einen StromWirkungsgrad von 35 %, so liegt der Energieeinsatz bei 377 GWh/a, es werden also im Moment nach einer ersten Hochrechnung etwa 15 bis 20 % der freien landwirtschaftlichen Flächen für die Biogaserzeugung genutzt. Die Nutzung des Wärmepotenzials kann an dieser Stelle nicht angegeben werden, da nicht bekannt ist, welche Anlagen die Abwärme wirklich zur Gebäudebeheizung nutzen. Natürlich ist eine zusätzliche Wärmenutzung immer anzustreben.

Abb. 13: Nutzungsarten Biogas. Quelle: FNR e.V.

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3.2.3.2 Biomasse aus Reststoffen
Reststoffe und Abfälle biogenen Ursprungs bieten ein großes energetisches Potenzial, das zum Teil noch unerschlossen ist. Je nach Eignung werden sie zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kraftstoff eingesetzt. Zu dieser Gruppe von Bioenergieträgern zählen insbesondere: •	 Alt-	und	Gebrauchtholz:	Herstellung	 von Hackschnitzeln •	 Altfett:	Erzeugung	von	Biodiesel •	 Bioabfälle	aus	der	Biotonne: Erzeugung von Biogas •	 Klärschlamm:	Erzeugung	von	Klärgas •	 Gülle	und	Festmist:	Erzeugung	von Biogas (siehe Kap. 3.2.3.1) •	 Stroh:	Erzeugung	von	Biogas	und	von Biokraftstoffen. (siehe Kap. 3.2.3.1) •	 Sonstige	Ernterückstände:	Erzeugung von Biogas und von Biokraftstoffen Organische Abfälle: Organische Abfälle aus privaten Haushalten und Kommunen können im Rahmen der Kreislaufwirtschaft sowohl kompostiert, verbrannt oder auch vergärt werden. Eine gezielte Biogasproduktion durch Vergärung der Bioabfälle ist im Vergleich zur herkömmlichen Kompostierung ein relativ neues Gebiet, wobei in der Regel die Bioabfälle als Kosubstrat zur Gülle oder zum Klärschlamm mitvergoren werden. Das Biomüllaufkommen im Jahr 2010 im Landkreis Erding durch Müllabfuhr betrug etwa 11.610 Tonnen und wird bereits der Vergärung zugeführt. Das maximale theoretische Potenzial der Reststoffe aus Bioabfällen beträgt etwa 5 GWh/a. Klärschlamm: Klärschlamm ist die Bezeichnung für den ausgefaulten oder auf sonstige Weise stabilisierten Schlamm aus Kläranlagen. Der kommunale Klärschlamm 58 enthält viele Nähr- und Humusstoffe und kann unter bestimmten Voraussetzungen auch als Düngemittel verwendet werden. Klärschlammverwertung: Deponierung, Landwirtschaft, Verbrennung, Landschaftsbau Klärgas entsteht bei der anaeroben Vergärung von Klärschlamm in Faultürmen und hat einen Methananteil von 60 bis 70 %. Aus einem Kubikmeter dieses Klärgases können bis zu 2,5 kWh Strom und 3,3 kWh Wärme gewonnen werden. Der Heizwert von Klärschlamm liegt zwischen 8,6 bis 11,6 MJ/kg (2,39 - 3,2 kWh/kg), bei 45 % bis 60 % organischer Substanz in der Trockenmasse. Im Landkreis Erding beträgt die Klärschlammmenge (zur Schlammentwässerung) aus insgesamt 13 kommunalen und gewerblichen Kläranlagen ca. 70 bis 75.000 Kubikmeter jährlich. Der Faulschlamm ist hier sehr flüssig. Vor einer Weiterverarbeitung muss der Anteil von Trockenmasse im Klärschlamm erhöht werden. Die genaue Masse und Energiemenge und somit auch das energetische Potenzial muss im Rahmen von weiteren Untersuchungen berechnet werden. Im Klärwerk des Abwasserzweckverbands Erdinger Moos wurden im Jahre 2010 bereits drei GWh Strom erzeugt.

3.2.3.3 Biomasse aus Holz
Zu den wichtigsten biogenen Brennstoffen zählen Holz und Holzreste aus dem Wald, die als Reststoff aus Walddurchforstungen, Sägewerken oder als Altholz vorliegen. Schnellwachsende Hölzer, z. B. Pappeln oder Weiden, können in so genannten Kurzumtriebsplantagen angebaut und nach wenigen Jahren geerntet werden. Holz ist in Bayern auch einer der bedeutendsten Bioenergieträger. Mit einem Anteil von über 20 % ist Energieholz das zweitwichtigste forstliche Erzeugnis. Der weitaus größere Teil des hier eingeschlagenen Holzes in Form von Stammholz wird als Bau-, Werkstoff oder Papierholz eingesetzt. Der Rest wird in Altholzfeuerungsanlagen und in Müllheizkraftwerken energetisch verwertet. Energieholz wird größtenteils zur Wärmeerzeugung und bislang nur zu einem kleinen Teil für die Stromerzeugung genutzt. Im Wald fällt Restholz, welches nicht zur stofflichen Verwertung an die Industrie verkauft werden kann, als dünne Stämme bei der Durchforstung junger Bestände und als dicke Äste oder sonstige Erntereste beim Fällen von schlagreifen Bäumen an. Weiteres naturbelassenes Holz fällt als Verschnitt in Sägewerken (so genannte Nebenprodukte) und in der übrigen holzverarbeitenden Industrie an. Die wichtigsten Bereitstellungsformen von Holz zur Energieerzeugung sind: Scheitholz, Holzpellets, Hackschnitzel Dieses Holz wird vermehrt zum Heizen genutzt. Scheitholz aus dem Wald – vielfach in Selbstwerbung gewonnen – aber auch Holz aus dem eigenen Garten und der Landschaftspflege sowie unbehandeltes Gebrauchtholz und Stückholzreste sind bewährte Energieträger. „Erfreuliche Zuwachsraten verzeichnen genormte Holzpellets, die eine 59 hoch effiziente und emissionsarme Nutzung des Brennstoffs Holz in modernen Anlagen ermöglichen.“ Quelle: Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V. (www.fnr.de) Waldrestholz, Baumwipfel, von Schädlingen befallenes Holz kann als Hackgut in den vielen vorhandenen BiomasseHeizanlagen verwertet werden. Der Landkreis Erding verfügt über 11.760 ha Waldfläche und ist somit eine der waldärmsten Regionen in Bayern. Innerhalb des Landkreises sind die Waldgebiete sehr unterschiedlich verteilt. Das Erdinger Moos (westlicher Teil des Landkreises) weist einen sehr geringen Waldanteil auf. Hingegen liegen die Gemeinden Buch am Buchrain, Isen und Sankt Wolfgang in einer sehr wüchsigen Gegend mit hohem Forstanteil. Staatsforste Kommunalwald Großprivatwald Kleinprivatwald 1.940 ha 540 ha 650 ha 8.630 ha 16 % 5% 6% 73 %

Abb. 14: Arten von Energieholz

Quelle: www.aelf-ed.bayern.de

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3.2.3.3 Biomasse aus Holz
Die etwa 3.900 privaten Waldbesitzer verfügen im Schnitt über 2,4 ha Eigentum und beliefern u.a. zwei große Hackschnitzelheizkraftwerke in Dorfen und St. Wolfgang. Ein Pelletierwerk existiert nach Recherche der Verfasser im Landkreis noch nicht. Da diese in der Regel nahe der großen Sägewerke und der Holzindustrie entstehen, findet man mehrere dieser Werke in den östlich angrenzenden Waldgebieten. Laut Datenbank der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe gibt es in der nahe gelegenen Stadt Vilsbiburg gleich zwei Produzenten. Gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding wurde das theoretisch nutzbare Potenzial zur Energieerzeugung aus dem Wald im Landkreis abgeschätzt. Bei folgenden zu Grunde gelegten Annahmen: •	 95	%	der	Waldfläche	könnte	genutzt werden •	 durchschnittlich	8	fm	Einschlag	sind	 bei nachhaltiger Forstwirtschaft pro ha und Jahr möglich •	 der	durchschnittliche	Heizwert	liegt bei etwa 1.600 kWh/rm •	 Umrechnungsfaktor	1,4	rm	=	1,0	fm ist ein theoretisches Potenzial von bis zu 200 GWh/a Wärme aus Waldholz erzeugbar. Natürlich konkurrieren diese Mengen mit der Papiererzeugung und der Stammholzproduktion für Zimmereien, Schreinereien und sonstigem holzverarbeitenden Gewerbe bzw. Industrie. Die Daten für so genannte Energiewälder (Kurzumtriebsplantagen aus Pappelhainen) lagen bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Energiewälder werden im Landkreis nicht der Waldfläche sondern der Landwirtschaftsfläche zugeordnet. Der Ertrag liegt laut Auskunft des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding bei etwa 20 MWh pro ha und Jahr. Weitere fachliche Informationen können bei der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft, Weihenstephan, angefordert werden.

3.2.4 Wasserkraft
Wasserkraftnutzung hat eine lange Tradition in Bayern. Neben zahlreichen Mühlen, Hammerschmieden und Sägewerken entstanden im 19. und 20. Jahrhundert etliche Kraftwerke zur Stromerzeugung. Turbinen und Generatoren erzeugen in Laufwasser- und Speicherkraftwerken derzeit den größten Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien in Bayern. Die großen Flüsse sind weitestgehend ausgebaut. An den großen Gewässern sehen die Kraftwerksbetreiber nur noch ein Modernisierungs- und Ausbaupotenzial von etwa 15 % Leistungssteigerung. An den kleineren Flüssen und Bächen schlummern noch Potenziale, die es zu heben gilt. Modernisierungen sind genehmigungsfrei. Ausbau und Nachrüstungen erfordern eine Genehmigung. Bei heutigen Wasserbaumaßnahmen steht die ökologische Verträglichkeit unter Berücksichtigung der naturschutzfachlichen Belange im Vordergrund. Neben der Verbesserung der Durchgängigkeit für Fische etc. beachtet man ökologisch begründete Mindestwasserregelungen. Mit dem Einsatz innovativer Technik, z. B. fischfreundliche Turbinen, sind nach Einzelfallabwägung auch neue Wasserkraftnutzungen denkbar. An bestehenden Wehren können so genannte Schachtkraftwerke ohne Erhöhung des Stauziels errichtet werden. Die Bayerischen Staatsministerien untersuchen derzeit geeignete Standorte, und die Technische Universität München forscht an der technischen Umsetzung. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) vom November 2011 gibt es im Landkreis Erding 63 Wasserkraftanlagen.

Abb. 15: Wasserkraft im LK Erding; Quelle: © Bayerisches Landesamt für Umwelt; Stand 11/2011

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3.2.4 Wasserkraft
Die Werte für die Jahresarbeit wurden aus Zahlen, die dem Landesamt vorliegen (mittlere Leistung, Betriebsstunden), errechnet und können von der tatsächlichen Stromproduktion abweichen. Für die Richtigkeit der Daten wird vom Bayerischen Landesamt für Umwelt keine Gewähr übernommen. Man sieht auch die Abweichung zu den ersten gemeldeten Werten der Einspeisung in das öffentliche Netz, da ein gewisser Teil der in den beiden Großkraftwerken Eitting und Aufkirchen erzeugten Stromenergie direkt in das Netz der Deutschen Bahn eingespeist wird. Die drei größten Laufwasserkraftwerke befinden sich in Finsing, Aufkirchen und Eitting am Mittleren Isarkanal. Die E.ON Wasserkraft GmbH betreibt diese mit ihrer Werkgruppe Isar im Verbund mit dem großen Speicherkraftwerk Walchensee/Kochelsee. Die Zentrale Leitwarte in Finsing steuert die gesamten Kraftwerks- und Wehranlagen an der Isar. Die drei Kanalkraftwerke mit derzeit 16 Turbinen können im Schwellbetrieb gefahren werden. Das heißt sie werden je nach Strombedarf in ihrer Erzeugungsleistung geregelt. Damit kann ein gewisser Lastausgleich im Stromnetz erzielt werden. In den Wasserkraftwerken Aufkirchen und Eitting wird ein gewisser Teil der Stromerzeugung in das 110 kV-Netz der Bahn eingespeist, während die restliche Menge in das öffentliche Stromnetz fließt. Das Kraftwerk Finsing speist 100 % seiner Erzeugungsleistung in das öffentliche Netz ein. Die vielen Kleinwasserkraftwerke werden vorrangig den Eigenbedarf ihrer Eigentümer decken und speisen nur einen Teil ihrer Leistung in das öffentliche Netz. 62 Für eine Potenzialabschätzung müssen Zustand und mögliche Ausbauleistung der bestehenden Anlagen ermittelt werden. Nach Auskunft von Fachleuten der TU München sind bei der Modernisierung von sehr alten Anlagen Leistungssteigerungen von 20 bis 30 % möglich. Bei gut konstruierten Anlagen ab Baujahr 1950 sind nur geringe Steigerungen des Wirkungsgrades zu erwarten. Eine Nachrüstung oder ein Ausbau bestehender Anlagen durch zusätzliche bzw. effizientere Turbinen/Generatoren ist im Einzelfall zu überlegen. Nach Auskunft der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e. V. (www.wasserkraft-bayern.de) erreicht man durch neue Generatoren in Bestandsanlagen nur eine geringe Effizienzsteigerung. Vielmehr sollen auch Stauzielerhöhung im Oberwasser und Eintiefungen im Unterwasser zur Leistungssteigerung in Betracht gezogen werden. Gewässerökologie und ökologisch sinnvolle Energieerzeugung müssen nicht im Widerspruch stehen. Bei Großwasserkraftanlagen ist im Landkreis kein nennenswertes Ausbaupotenzial erkennbar. Bei Kleinwasserkraftanlagen schlummert ein kleines Ausbaupotenzial, wenn regional nach eventuell aufgelassenen Standorten gesucht und vorhandene Wehre mit ausreichenden Fallhöhen für Neubauten genutzt werden können. Belastbare Potenziale im Bereich der Wasserkraftnutzung können derzeit leider nicht angegeben werden.

3.2.5 Geothermie
Erdwärme ist eine unerschöpfliche Energiequelle. Unter Geothermie versteht man die Nutzung der Erdwärme zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte. Es gibt oberflächennahe Erdwärmenutzung und Tiefengeothermie. Geothermie steht überall und jederzeit zur Verfügung unabhängig vom Klima und von der Jahres- und Tageszeit. Es gibt allerdings Beschränkungen in der Wirtschaftlichkeit bei der Stromproduktion wegen der Wassertemperatur bei sehr tiefen Bohrungen.

3.2.5.1 Oberflächennahe Geothermie
Durch oberflächennahe Geothermie wird die Erdwärme theoretisch bis etwa 400 m Tiefe genutzt. In der Praxis erreicht die Bohrtiefe maximal 100 Meter, da bei tieferen Bohrungen ein bergrechtlicher Betriebsplan (Bergbau) nötig wird. Auf jeden Fall sind Anlagen, die in das Grundwasser reichen, nach dem Wasserrecht erlaubnispflichtig. Die Erdwärme beträgt hier 8 bis 10 °C. Um diese Wärmeenergie auf ein für die Gebäudebeheizung notwendiges Temperaturniveau zu heben, sind Wärmepumpen notwendig. Wärmepumpen nutzen weitgehend Umweltenergie (bzw. Sonnenenergie), die in Erde, Wasser und Luft gespeichert ist und sich immer wieder natürlich erneuern. Die Funktionsweise der Wärmepumpe ist im Prinzip identisch mit dem Kühlschrank. Die Funktion läuft genau umgekehrt ab. Eine Wärmepumpe erzeugt aus rund 75 % kostenloser Umweltwärme und 25 % Antriebsenergie die Wärme, die man zum Heizen und zur Warmwasserbereitung benötigt. Als Wärmequelle nutzt sie Umgebungsluft oder Erdwärme (auch Grundwasserwärme). Strom ist die am häufigsten verwendete Antriebsenergie für Wärmepumpen. Es gibt auch Absorptions- und Adsorptionspumpen sowie Wärmepumpen mit Gasmotor bei größeren Anlagen. Die Wärmepumpe ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bietet auch günstige Betriebs- und Verbrauchskosten.

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3.2.5.1 Oberflächennahe Geothermie
Herkömmliche Wärmepumpen-Typen: •	 Luft/Wasser-Wärmepumpe (Wärmequelle Außen- oder Raumluft) •	 Sole/Wasser-Wärmepumpe (Wärmequelle Erdreich) •	 Wasser/Wasser-Wärmepumpe (Wärmequelle Grundwasser) •	 Luft/Luft-Wärmepumpe (Wärmequelle Abluft) Wärmepumpen im Landkreis Erding: Da Wärmepumpen erlaubnispflichtig sind, gibt es im Landratsamt Erding eine Statistik über Grundwasserwärmepumpen und über Wärmepumpen mit Erdwärmesonden. Für Luftwärmepumpen oder Wärmepumpen mit Erdwärmekollektor stehen keine Daten zur Verfügung, da sie nicht genehmigungspflichtig sind. Gemeinde Langenpreising Gemeinde Lengdorf Gemeinde Moosinning Gemeinde Neuching Gemeinde Oberding Gemeinde Ottenhofen Gemeinde Pastetten Gemeinde Sankt Wolfgang Gemeinde Steinkirchen Gemeinde Taufkirchen(Vils) Gemeinde Walpertskirchen Markt Wartenberg Gemeinde Wörth Gemeinde Berglern Gemeinde Bockhorn Gemeinde Buch a. Buchrain Stadt Dorfen Gemeinde Eitting Stadt Erding Gemeinde Finsing Gemeinde Forstern Gemeinde Fraunberg Gemeinde Hohenpolding Gemeinde Inning a. Holz Markt Isen Gemeinde Kirchberg 27 4 34 7 26 14 8 6 3 4 1 20 8 15 7 1 4 14 53 30 6 5 1 2 4 0 0 4 0 4 2 4 2 0 0 7 0 0 2 0 1 1 7 0 1 1 1 2 1 0 7 0 Potenzial bodennahe Erdwärme: Im Landkreis Erding gibt es laut Statistik insgesamt 351 Wärmepumpenanlagen (304 Grundwasser und 47 Erdsonden) mit einer angenommenen durchschnittlichen Leistung von 10 kW. Die Beheizung mittels Wärmepumpe ist nur in Gebäuden mit relativ geringem Heizwärmebedarf (umfassende Sanierungen und Neubauten) und möglichst großen Heizflächen empfehlenswert, um die Heizwasser-Vorlauftemperatur so gering wie möglich zu halten. Die zukünftige Ausnutzung der Erdwärme ist somit abhängig von der Sanierungsrate von Bestandgebäuden und von der Neubautätigkeit (ca. 300 jährlich). Die Nutzung der bodennahen Erdwärme ist eine gute und wirtschaftliche Alternative für den ländlichen Bereich zur effizienten Beheizung, wo meist kein Gasanschluss zur Verfügung steht und eine Ölheizung nicht in Frage kommt. So kann man für eine erste Potenzialanalyse von einem Gebäudebestand an Einfamilienhäusern im Landkreis Erding von ca. 21.000 Gebäuden ausgehen. Davon können nach Erfahrungswerten etwa 50 % durch oberflächennahe Geothermie mittels Wärmepumpe beheizt werden. Daraus ergibt sich jährlich ein theoretisches Potenzial von ca. 200 GWh Wärme. Dafür werden zum Wärmepumpenantrieb (bei Elektro-Wärmepumpen) ca. 60 GWh Strom benötigt.

3.2.5.2 Tiefengeothermie
Bei der Nutzung von Tiefengeothermie wird die Erdwärme über Tiefbohrungen zwischen 400 Metern und mehreren Kilometer gewonnen. Tiefengeothermie kann zur Stromerzeugung eingesetzt werden, wenn die Tiefenwassertemperatur über 100 °C (Dampfnutzung zum Turbinenantrieb) liegt. Sonst kann die Wärme nur zur Wärmeversorgung eingesetzt werden. Die Nutzung der Tiefengeothermie unterliegt dem Bergrecht, entsprechende Genehmigungen sind erforderlich. Ein Tiefengeothermieprojekt verlangt aufgrund der Bohrtiefen und des Fernwärmenetzes hohen technischen und finanziellen Aufwand. Jedoch kann eine Vielzahl von Gebäuden – je nach Ergiebigkeit zumindest teilweise – mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Aus folgender Karte werden die Gebiete in Bayern mit günstigen geologischen Verhältnissen für eine hydrothermale Wärmeerzeugung ersichtlich. Hier sieht man eine gute Nutzungsmöglichkeit im Landkreis Erding.
Abb. 16: Nutzung von Geothermie in Bayern (Wärmenutzung)

Gemeinde

Grundwasser WP

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Erdwärmesonden WP

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3.2.5.2 Tiefengeothermie
Geothermie in Erding Das Geothermieheizwerk in Erding gehört zu den Pionieranlagen für die Nutzung der Erdwärme in Europa. In der Kreisstadt Erding wurde im Jahr 1983 bei Suchbohrungen zur Erschließung von Ölvorkommen in einer Tiefe von etwa 2.350 Metern eine 65 °C heiße Thermalwasserquelle entdeckt. Thermalwasser kann man zu folgenden Zwecken nutzen: •	 zur	Gewinnung	von	Fernwärme •	 zur	Thermalwassergewinnung •	 zur	Trinkwassernutzung Um die Geothermie gemeinsam vorantreiben zu können, gründeten die Stadt und der Landkreis Erding den „Zweckverband für Geowärme Erding“ der die Planungen koordinieren und vorantreiben sollte. Den Betrieb für Wasser- und Wärmeversorgung hat die heutige Firma Steag New Energies GmbH übernommen. Das Geoheizwerk versorgt durch den Betrieb eines Fernwärmenetzes kommunale, betriebliche und private Gebäude sowie die Therme Erding mit Wärme auf Basis des Thermalwassers. Das Heizwerk 1 ist seit 1998 in Betrieb, 2003 hat das Fernwärmenetz bereits mehr als 14 km erreicht, und das Heizwerk 2 ging 2009 in Betrieb. Das bestehende Leitungsnetz wird von beiden Heizwerken versorgt, hat eine derzeitige Länge von 28 km und wird kontinuierlich erweitert. Technische Daten: Bohrung 1: Erkundungsbohrung der Firma Texaco 1983, Endtiefe: 2.350 m Bohrung 2: In 2008 wurde die Verpressbohrung erstellt, Endtiefe: 2.217 m Fündigkeit: maximale Entnahme 50 l/s, Temperatur von 60 bis 65 °C Wärmeleistung (Anschlusswert Wärmenetz): Erding 1, ~30 MWth Erding 2, ~33 MWth Leitungslänge Wärmenetz gesamt: 28 km Wärmeerzeugung: 108 GWh/a Aktueller Primärenergiefaktor fP,FW	=	0,84	(gültig	bis	13.12.2012) Prinzipschaltbild:

3.2.5.2 Tiefengeothermie
Potenzial Tiefengeothermie: Nach heutigem Stand scheint die Nutzung der Tiefengeothermie zur Stromerzeugung für die Kommunen im Landkreis Erding nicht wirtschaftlich genug zu sein. Eine genaue Potenzialanlayse ist jedoch anzustreben. Hier sollte die Wassertemperatur entscheidend mitbewertet werden Besonders wirtschaftlich wäre ein Projekt mit einer Warmwassertemperatur über 100 °C zur gleichzeitigen Wärme- und Stromerzeugung. Laut Energieatlas Bayern könnte dies erst ab einer Bohrtiefe von über 3.000 Metern ü.NN erreicht werden. Auch nach Abschätzung des bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) ist eine Geothermienutzung zur Stromerzeugung für den Landkreis Erding ungeeignet, was folgende Karte verdeutlicht:

Abb. 18: Nutzung von Geothermie in Bayern (Stromerzeugung)

Abb. 17: Prinzipschaltbild Geowärme Erding. Quelle: Steag New Energies GmbH

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3.2.6 Kraft-Wärme-Kopplung
Die Verminderung des Energieverbrauches in kommunalen oder betrieblichen Gebäude im Landkreis Erding kann durch eine Vielzahl möglicher Vorgehensweisen erreicht werden. Bei bestehenden Gebäuden muss als erstes eine Analyse des Energieverbrauchs bzw. des –bedarfs durchgeführt werden, um mögliche Schwachstellen ausfindig zu machen. Dies kann durch eine bessere Wärmedämmung oder durch Nutzung energiesparender Verbraucher geschehen. Die aufzubringende Energiemenge sollte möglichst auch effizient bereitgestellt werden. Hier bietet sich die Kraft-Wärme-Kopplung an, welche gleichzeitig Strom und Wärme bei einer effizienten Nutzung der Primärenergie bereitstellt, wie folgendes Prinzipbild im Vergleich zur herkömmlichen getrennten Wärmeund Stromerzeugung (links) zeigt:

3.2.6 Kraft-Wärme-Kopplung
Vergleicht man lediglich hier die vom stationären Motor (BHKW) bereitgestellte Energiemenge mit der Energiemenge aus einem Kondensations-Kraftwerk mit einem elektrischen Nutzungsgrad von 40 % sowie einem Heizkessel mit einem Wirkungsgrad von 90 %, beträgt die Primärenergieeinsparung 30 bis 35 %. Die Strom- und Wärmeerzeugung mit Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Erdgas- oder Ölbasis, beispielsweise mit motorischen Blockheizkraftwerken (BHKW) oder Gasturbinen, gehört seit langem zu den effizientesten Energiesparinstrumenten. Mit bis zu 90 % erreichen diese Anlagen einen sehr hohen Gesamtwirkungsgrad. BHKWs werden ebenso in Biogasanlagen eingesetzt. Die Technologie ermöglicht die Umwandlung der Energieverluste, die bei konventionellen Kraftwerken entstehen, in Wärme. BHKWs liefern also auf der Basis von Öl oder Gas Wärme und Strom. Um die produzierte Wärme ökonomisch rentabel zu nutzen, müssen sie in unmittelbarer Nähe des Wärmeverbrauchers installiert werden. Im Hinblick auf Energieeffizienz liegen Blockheizkraftwerke an der Spitze moderner Anlagentechnik. Das führt zu erheblichen Einsparungen an Energie und klimaschädlichen CO2-Emissionen. Technik BHKW bestehen aus einer MotorGenerator-Einheit, die Strom erzeugt. Bei den in BHKW eingesetzten Verbrennungsmotoren kleinerer und mittlerer Leistungen handelt es sich vielfach um modifizierte Otto- und Dieselmotoren aus der Serienfertigung für PKW und LKW. Auch Stirling-Motoren werden eingesetzt. An den Motor gekoppelt sind Wärmetauscher. Sie übertragen die Wärme im Kühlwasser und im Abgas auf den Wasserkreislauf für Heizungs- und Brauchwasser. Integrierte Mikroprozessoren steuern den bedarfsgerechten Betrieb. BHKW-Anlagen werden im Allgemeinen für lange Laufzeiten mit Volllast konzipiert, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu erreichen. Dabei ist eine genaue Anpassung an den Strom- und Wärmebedarf der angeschlossenen Abnehmer erforderlich. Für diese Aufgabe sind BHKW mit entsprechenden Steuer- und Regelgeräten ausgerüstet. Beim Betrieb fallen immer gleichzeitig Wärme und Strom an. Das Kraftwerk sollte mindestens ca. 4.000 Stunden im Jahr auf Volllast laufen, um wirtschaftlich zu sein.

Abb. 19: Vergleich von gekoppelter und ungekoppelter Strom- und Wärmeerzeugung. Quelle: BHKW-Infozentrum (www.bhkw-infozentrum.de)

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3.2.6 Kraft-Wärme-Kopplung
Blockheizkraftwerk-Vorteile (je nach Modell): •	 Energie	sparen:	40	%	weniger	 Primärenergieverbrauch als bei Ölheizung und Netzstrom •	 Unabhängigkeit	von	teurer Energieversorgung mit Öl oder Gas •	 Strom:	Verzicht	auf	Kauf;	Vergütung bei Überschüssen, Mineralöl-SteuerErstattung •	 Umwelt-	und	Klimaschutz:	Betrieb	mit CO2-neutraler Biomasse (Biogas, Pellets, Pflanzenöl) oder sogar Solarmodulen möglich; zukünftig auch Brennstoffzelle; kein CO2-intensiver Strom aus Kohlekraftwerken; kein Atomstrom; geringe Abgasemissionen auch bei Einsatz fossiler Energieträger •	 Wirtschaftlichkeit	durch	Förderung, Stromverkauf und lange Laufzeit •	 Leistungsniveau	nach	Bedarf •	 bei	Gasantrieb:	Umstieg	auf	Biogas problemlos möglich •	 bei	Stirlingmotor:	Betrieb	praktisch mit jeder Energiequelle möglich Potenzial BHKW: Im Moment werden nach Meldungen der Netzbetreiber etwa zwei GWh Strom aus fossilen BHKW erzeugt. Zur Wärmenutzung liegen keine Daten vor. Die mögliche Nutzung der Wärmeenergie im Sommer sollte immer auch gewährleistet werden. Für eine erste Potenzialanalyse wird davon ausgegangen, dass etwa 20 % des gesamten Wärmebedarfs als Grundlast durch KWK in BHKWs gedeckt werden können. Das ergibt ein theoretisches Potenzial von ca. 325 GWh/a Wärme (bei einem angenommenen thermischen Wirkungsgrad von 60 %). Das theoretische Potenzial zur gekoppelten Stromerzeugung liegt bei ca. 162 GWh/a (bei einem angenommenen elektrischen Wirkungsgrad von 30 %).

4. Handlungsvorschläge und Empfehlungen für Landkreis und Gemeinden
Der Landkreis Erding wird aufgrund der aktuellen Datenlage rechnerisch bereits mit etwa 100 % seiner Strommenge durch erneuerbare Energien versorgt. Da jedoch der Landkreis Erding nicht isoliert betrachten werden sollte, sind weitere Anstrengungen nötig, um einen noch höheren Anteil erneuerbarer Energien, vor allem auch zur Wärmeerzeugung einzusetzen. Ländliche Regionen könnten dabei Dank ihres größeren Flächenpotenzials die städtischen Bereiche mit Wärme und Strom aus erneuerbaren Energien beliefern. In diesem Kapitel werden nun Handlungsvorschläge und Empfehlungen gegeben, wie man einerseits den Verbrauch vermindern, andererseits auch erneuerbare Energien einsetzen kann. Aufgrund vieler fehlender Zuständigkeiten ist es schwierig, auf Landkreis- bzw. Gemeindeebene das Ziel der Energiewende zu erreichen. Dennoch werden speziell Handlungsvorschläge gegeben, die ein Schritt in die „richtige Richtung“ sein können.

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4.1 Förderung und Beratung
Es gibt bereits eine Vielzahl an Förderungen für die energetische Gebäudesanierung und die Einbindung erneuerbarer Energien in die Wärmeerzeugung von Gebäuden, womit zumindest ein Teil des Einsparpotenzials erschlossen werden sollte. Als größte bundesweite Förderinstitution in diesem Bereich ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu nennen, die zinsverbilligte Darlehen und Zuschüsse gewährt. Darüber hinaus fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmebereich durch Zuschüsse. Wichtig ist jedoch, dass diese Fördermöglichkeiten allgemein bekannt gemacht werden. Dazu sind Informationsveranstaltungen durch qualifizierte Gebäudeenergieberater und eine Zusammenstellung von Fördermöglichkeiten in der Region effektive Maßnahmen. So kann z. B. die Zusammenstellung von Fördermöglichkeiten mit Baugenehmigungen für Neubauten oder umfassenden Umbauten/ Sanierungen versandt werden. Alle weiteren Förderungen im Strombereich (z. B. erhöhte Vergütung von Solarstrom etc.) sind im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) geregelt. Im Landratsamt gibt es bereits eine kostenlose Energieberatung, was unseres Erachtens noch stärker beworben werden sollte. Zu achten ist dabei jedoch immer auf die Unabhängigkeit des Beraters von Herstellern, ausführenden Firmen oder Energieversorgern. Eine sehr gute Möglichkeit, um auf kommunaler Ebene zusätzliche Förderanreize zu schaffen, ist die „Aufstockung“ von KfW- und BAFA-Förderungen für Gebäudesanierungen und den Einsatz von erneuerbaren Energien in der Gebäudebeheizung: Die Regelung zur Beantragung von KfW-Förderungen sieht vor, dass der Antragsteller einen Sachverständigen zu Rate ziehen muss, der ihm die Einhaltung der Förderbedingungen bestätigt. Nach Durchführung des Neubaus/der Sanierung muss dieser Sachverständige die antragsgemäße Durchführung wiederum bestätigen. Es bietet sich nun an, eine kommunale Förderung auf diese Bestätigungen aufzubauen und beispielsweise einen zusätzlichen Zuschuss zu gewähren, wenn die letzte Bestätigung mit Auszahlungsbeleg der KfW vorgelegt wird. Bei Förderungen der BAFA sollte dann analog der Bewilligungsbescheid vorgelegt werden. Dadurch entfallen eine aufwändige und erneute Prüfung durch die Kommune und ein zeitaufwändiger Aufbau von Förderrichtlinien. Auf die Kumulierungsfähigkeit mit den bestehenden Förderprogrammen ist jedoch zu achten. Als Beispiel ist das „Ergänzungsförderprogramm (EFP) zur Energieeinsparungin der Gemeinde Taufkirchen b. München“ zu nennen.

4.2 Vorbildfunktion
Bei Neubauten oder energetischen Sanierungen von Landkreis- oder Gemeindeliegenschaften sollte stets ein hoher energetischer Standard angestrebt werden, der sich durch einen niedrigen Primärenergiebedarf (Niedrigstenergie- bzw. Nahe-Null-Energiegebäude) auszeichnet. Bis 31.12.2020 müssen nach der aktuellen EU-Gebäuderichtlinie (Richtlinie 2010/31/EU vom 19.05.2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden) alle Neubauten als Niedrigstenergiegebäude (Nahe-Null-Energiegebäude) ausgeführt werden. Neue Gebäude, die von Behörden als Eigentümer genutzt werden, müssen dies schon ab 01.01.2019 gewährleisten. Damit fordert bereits die EU-Richtlinie, die noch in nationales Gesetz zu übertragen ist, dass Behörden hier als Vorbild fungieren sollen. Da diese Forderung bereits jetzt durch intelligente und vernetzte Planung technisch möglich ist, sollte das niedrige energetische Niveau bei öffentlichen Bauten von Landkreis und Gemeinden im Neubau- bzw. Sanierungsfall bereits jetzt umgesetzt werden. Der Landkreis Erding hat dies mit dem Neubau der FOS/BOS in Erding bereits verwirklicht und wurde dazu unter anderem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Ein wichtiger Baustein muss hier bereits in der Planungsphase durch Vernetzung und Austausch von allen an der Planung beteiligten Personen (Architekt, Energieberater, Haustechnik- und Elektro-Planer, Tragwerksplaner,…) gelegt werden. Auch der Neubau der Integrierten Leitstelle (ILS) Erding in 2007/2008 als Passivhaus war damals ein Vorzeigeprojekt und stellte alle Beteiligten vor große Herausforderungen, da unter anderem als Kriterien ein Jahresheizwärmebedarf von kleiner/gleich 15 kWh/(m2 * a) und ein Primärenergiebedarf von kleiner/ gleich 120 kWh/(m2 * a) zu erfüllen war. Im Nachgang zu Neubau oder Sanierung ist ein fortschreibbares Energiemonitoring zu empfehlen, um die Einsparungen auch belegen und somit die Bürger für energiesparende Sanierungen bzw. energiesparende Bauweise praxisnah mit positiven Beispielen überzeugen zu können. Dazu sind natürlich auch eine regelmäßige und öffentlichkeitswirksame Veröffentlichung der Energiestatistiken und Besichtigungen einzuplanen.

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4.3 Energie-/Lastmanagement
Ein großes Problem der aktuellen Diskussion um den Einsatz von erneuerbaren Energien im Strombereich ist die Divergenz zwischen dem Angebot erneuerbarer Energien und der Nachfrage, sprich dem Verbrauchsprofil. Für die Netzbetreiber ist eine gleichmäßigere Verteilung der Lastspitzen sehr wichtig. Letztendlich müssen eigens für die Spitzenlastzeiten Kraftwerke vorgehalten werden, die teuer sind und selten laufen. Diese gehen ans Netz, wenn der kurzfristige Preis für den Strom so hoch ist, dass sich der Betrieb lohnt. In Zeiträumen mit starkem Verbrauch kostet der Strom ein Vielfaches dessen, was z.B. die Unternehmen für den Grundlaststrom zahlen müssen. Hier ist es erforderlich, zeitlich variable Lasten durch finanzielle Anreize und Steuerungsmöglichkeiten zu beeinflussen. So kann beispielsweise in der Gebäudebeheizung mittels elektrisch betriebener Wärmepumpe ein größerer Pufferspeicher eingesetzt werden, der genau dann mit Wärme „aufgeladen“ wird, wenn ein sehr hoher Anteil Strom aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht. Dieser Strom kann/soll dann entsprechend günstig angeboten werden. Die gespeicherte Wärme wird folglich in den Zeiten zur Gebäudebeheizung genutzt, in denen ein geringes Angebot an Strom aus erneuerbaren Energien vorherrscht. Dafür ist jedoch die intelligente Steuerung von Stromnetzen („Smart Grid“) mit intelligenten Stromzählern („Smart Metering“) notwendig. Die intelligenten Zähler erfassen den Stromverbrauch elektronisch und senden die Verbrauchsdaten selbstständig an das Energie-Versorgungsunternehmen. Sie geben Informationen über den Stromverbrauch und helfen bei der Analyse häufig genutzter Geräte und zeigen typische Verbrauchsgewohnheiten. Des Weiteren könnten für kommunale und landkreiseigene Gebäude geeignete Strategien zur Ausnutzung zeitlich variabler Lasten erarbeitet werden. Für den erhöhten Einsatz erneuerbarer Energien muss wahrscheinlich auch das Stromverteilnetz ausgebaut werden. Dies wurde jedoch im vorliegenden ersten Schritt der Analyse noch nicht berücksichtigt und bedarf einer genaueren Untersuchung.

4.4 Festschreibungen in Bebauungsplänen
Energieeffizenzkriterien könnten in kommunalen Bebauungsplänen bzw. Flächennutzungsplänen oder städtebaulichen Verträgen nach § 11 BauGB vorgeschrieben bzw. eingeplant werden, um entsprechende Niedrigstenergiegebäude in Baugebieten zu erhalten. Wesentliche Punkte können hier sein: •	 weitgehende	Südorientierung	von Baukörpern •	 flächenschonende,	dichte	Bebauung (Reihen-, Mehrfamilien-Doppelhäuser) und flächensparende Erschließung •	 Vorschreiben	des Niedrigstenergiestandards (siehe Kap. 4.2) •	 Vorschreiben	von	Regenwassernutzung für Brauchwasser (Garten, Toilette) •	 Nahwärmeversorgung	des	gesamten Gebiets mit regenerativen Energien (siehe Kap. 3.2) bzw. durch KraftWärme-Kopplung (siehe Kap. 3.2.6) •	 Heizzentralen	für	mehrere Hauseinheiten, wenn möglich mit regenerativen Energien

4.5 Gebäude-Energieausweise
Nach der „Verordnung zur Regelung der Zuständigkeiten und zur Durchführung der Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Zuständigkeits- und Durchführungsverordnung EnEV – ZVEnEV)“ aus dem Jahre 2002 ist die untere Bauaufsichtsbehörde für die Durchführung der Forderungen in der Energieeinsparverordnung zuständig. So könnte bereits beim Bauantrag der Energieausweis für das geplante Bauvorhaben von der Verwaltung angefordert werden, aus dem die Einhaltung der Vorgaben der jeweils aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes (EEWärmeG) hervorgeht. Darüber hinaus schreibt die EnEV den Aushang von Energieausweisen für Gebäude (Ausnahme: Denkmäler) „mit mehr als 1.000 Quadratmetern Nutzfläche, in denen Behörden und sonstige Einrichtungen für eine große Anzahl von Menschen öffentliche Dienstleistungen erbringen und die deshalb von diesen Menschen häufig aufgesucht werden“ (EnEV 2009, §16 Abs. 3) vor. Die Einhaltung dieser Vorschrift könnte landkreisweit geprüft und sofern erforderlich nachträglich erfüllt werden.

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4.6 Nah-/Fernwärmekonzepte
Wie bereits in Kap. 3.2.3 erwähnt, sollte die entstehende Abwärme bei der Stromerzeugung von Biogasanlagen bzw. anderen Blockheizkraftwerken nicht ungenutzt bleiben, sondern sofern technisch und wirtschaftlich sinnvoll zur Beheizung umliegender Gebäude eingesetzt werden. Damit wird eine effizientere Ausnutzung des Biomassepotenzials erreicht. Generell sollte der Aufbau von Nahwärmenetzen in Siedlungs- und Ballungsräumen von der zuständigen Kommune konzeptionell untersucht werden. Die Wärmeerzeugung sollte mittels erneuerbarer Energien oder/und durch Kraft-Wärme-Kopplung erfolgen, um hier den Einsatz der erneuerbaren Energien weiter zu erhöhen. Einige Gemeinden des Landkreises haben bereits solche Netze errichtet und positive Erfahrungen gesammelt, so z. B. als erstes Netz im Landkreis St. Wolfgang (Biomasseheizwerk), Oberding (Reststoffverwertung durch Fa. Berndt), Pastetten (Biomasseheizwerk für öffentliche Gebäude), Stadt Erding (Geowärme), Taufkirchen/Vils (BHKW-Nutzung), Neuching (BHKW-Nutzung). In diesem Zusammenhang sei auch auf die Studie „Die thermische Konditionierung von Gebäuden im Kontext eines zukünftigen Energieversorgungssystems“ verwiesen, die die Effizienz verschiedener Lösungen zur Wärmeerzeugung in Gebäuden untersucht. Dabei betonen die Autoren, dass Gebäude als Teil des gesamten Energieversorgungssystems betrachtet werden müssen. Eine isolierte Betrachtung von Gebäuden als Energieverbraucher führe bei der Entwicklung einer effizienten Strategie zur Verringerung der CO2- Emissionen nicht zu optimalen Ergebnissen. Der Nutzung von Gasen in Gas- und Dampf(GuD-) Großkraftwerken in Kombination mit elektrischen Wärmepumpen oder mit Wärmeauskopplung wird in dieser Studie ein erheblicher Effizienzvorteil gegenüber allen dezentralen Nutzungsoptionen zur Versorgung von Gebäuden mitthermischer Energie zugesagt. Vor diesem Hintergrund sind alle Nah- und Fernwärmekonzepte auf technische Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit zu untersuchen.

4.8 Verkehr: Alternative Antriebe eigener Fahrzeuge und ÖPNV
Auch der Verkehrssektor, der im vorliegenden Energieatlas nur eine Randerscheinung darstellt, sollte näher untersucht werden. Für diesen Sektor ist die Datensammlung sehr kompliziert, da neben PKW- und LKW-Verkehr auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) mit S-Bahn-Anschluss (S 2 mit Haltestellen in Ottenhofen, St.Koloman, Aufhausen, Altenerding und Erding) und die Regionalbahn (SüdostBayernBahn München-Mühldorf mit Haltestellen in Hörlkofen, Walpertskirchen, Thann-Matzbach und Dorfen) betrachtet werden müssen. Inwieweit auch der Flugverkehr mit einbezogen wird, sollte in diesem Zusammenhang abgewogen werden. Bis dahin können Landkreis und Gemeinden durch Fahrertrainings für kraftstoffsparende Fahrweise aller Angestellten und den Einsatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben bereits Treibstoff einsparen. So besitzt beispielsweise der Landkreis Erding ein Elektrofahrzeug für den Landkreisbauhof. Um die Akzeptanz und den Durchbruch dieser Technologien im Mobilitätsbereich in der breiten Bevölkerung weiter voranzutreiben, müssen die Kommunen eine Vorbildfunktion einnehmen. Auch sie können sich im Bereich Mobilität einbringen und mit einem kommunalen klimafreundlichen Fuhrpark erheblich zur CO2-Minderung beitragen. Auf kommunalen Grundstücken, wie z.B. Parkplätzen könnten Ladesäulen der Stromversorger errichtet werden. Das Ziel der Bundesregierung ist in diesem Bereich eindeutig: Bis 2020 sollen über eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. Eventuell könnte der Landkreis durch kostenlose Anmeldungen der Fahrzeuge auch hier die Einführung von E-Mobilen fördern. Denkbar wäre auch der Einsatz alternativer Antriebe bzw. Treibstoffe für den Busverkehr im Landkreis, wobei die Einflussmöglichkeiten des Landkreises hierzu beschränkt sind, da es sich dabei um eine Angelegenheit des MVV handelt und innerhalb dieser Organisation einheitliche Standards gelten. Dabei ist auch auf eine ausreichende Infrastruktur des Tankstellennetzes (z. B. „Stromtankstellen“, BiomethanZapfsäulen) zu achten.

4.7 Detailliertere Potenzialanalyse
In den vorgenannten Kapiteln zur Potenzialanalyse sind bereits in einer ersten Hochrechnung Werte genannt worden, die jedoch für den Einzelfall einer ausführlicheren und genaueren Untersuchung bedürfen. Vor allem das hohe Windkraftpotenzial muss – wie in Kap. 3.2.2 erwähnt – näher untersucht werden. Ebenso ist der Einsatz geeigneter Speichertechnologien für den Landkreis 76 Erding zu untersuchen, um fluktuierende Stromerzeugungen durch Windkraft und Photovoltaik kompensieren zu können. Der GHD- und der Industrie-Sektor bieten erfahrungsgemäß (siehe Kap. 3.1) ein hohes Energieeinsparpotenzial, das betriebsweise näher untersucht werden sollte. Diese Untersuchungen werden durch den Bund (KfW) finanziell gefördert.

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4.9 Fortschreibung Energieatlas
Die vorliegende Studie ist ein erster Schritt zur Potenzialanalyse erneuerbarer Energien im Landkreis Erding. Die untersuchte Datenbasis ist aufgrund der Komplexität der Energieverbräuche und -erzeugungen nicht vollständig, jedoch für diesen ersten Schritt ausreichend belastbar und auch im Kontext mit vergleichbaren Landkreisen plausibel. Mit genauen Daten zur Zusammensetzung des Stroms im Landkreis Erding (Energie-Mix) können im nächsten Schritt auch fundierte Aussagen zu CO2-Emissionen und –Einsparungen gemacht werden. Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen der Potenziale erneuerbarer Energien würden im nächsten Schritt auch Ranglisten für Handlungsempfehlungen und Maßnahmen ermöglichen.

5. Zusammenfassung
In der vorliegenden Studie wurde der Landkreis Erding auf seine Energieverbräuche, getrennt in Wärme und Strom, untersucht. Auf dieser Basis wurden Potenziale zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien im Landkreis Erding errechnet. Zusammenfassend lässt sich erfreulicherweise feststellen, dass bislang rechnerisch etwa 100 % des Stromverbrauchs im Landkreis durch erneuerbare Energien erzeugt werden. Im Wärmebereich sind leider nahezu keine belastbaren Daten vorhanden, so dass lediglich festgestellt werden kann, dass etwa 1 % des Wärmebedarfs durch thermische Solaranlagen gedeckt wird. Die Potenziale erneuerbarer Energien sind indes unterschiedlich zu bewerten: •	 Effi 		zienzpotenzial	Wärme:	bis	zu 895 GWh/a •	 Effi 		zienzpotenzial	Strom:	bis	zu 200 GWh/a •	 Potenzial	Photovoltaik:	bis	zu 542 GWh/a Strom •	 Potenzial	Solarthermie:	bis	zu	 1.467 GWh/a Wärme •	 Potenzial	Windkraft:	bis	zu	 235 - 930 GWh/a Strom •	 Potenzial	landwirtschaftliche	Biomasse:	 bis zu 2.000 GWh/a Wärme/Strom •	 Potenzial	Biomasse	aus	Reststoffen:	 	 bis zu 5 GWh/a Wärme/Strom •	 Potenzial	Biomasse	aus	Holz:	bis	zu 200 GWh/a Wärme •	 Potenzial	Wasserkraft:	siehe	 Kapitel 3.2.4. •	 Potenzial	oberflächennahe	 	 Geothermie: bis zu 200 GWh/a Wärme (zusätzlich bis zu 60 GWh Strom notwendig) •	 Potenzial	aus	Kraft-Wärme-Kopplung: bis zu 325 GWh/a Wärme und 162 GWh/a Strom Diese maximalen theoretischen Potenziale sind in folgender Übersicht dargestellt:
Abb. 20: Übersicht der errechneten Potenziale erneuerbarer Energien im LK Erding

4.10 Umsetzung der Energiewende
Zur landkreisweiten Koordination der Energiewende sollte die Stelle des Energiemanagers geschaffen werden. Um einen breiten Konsens durch alle Bevölkerungsschichten zur Energiewende zu erreichen, sollte die Zielsetzung des Landkreises Erding in Bezug auf Einsparungen und den Einsatz erneuerbarer Energien definiert werden. Positive Beispiele können im Energieatlas Bayern eingesehen werden. 78 Voraussetzung für eine gelingende Energiewende ist unseres Erachtens die Einbindung der Energieerzeuger, Netzbetreiber und der Bevölkerung. Das Genossenschaftsmodell (Bürgerenergiegenossenschaften) könnte einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende vor Ort durch hohe Bürgerbeteiligung und Akzeptanz leisten, zumal erwirtschaftete Gewinne bei den Genossen und somit in der Region bleiben.

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5. Zusammenfassung
Deutlich ist zu erkennen, dass das höchste Potenzial im reinen Strombereich in der Windkraftnutzung liegt. Die landwirtschaftliche Biomasse kann in dieser Höhe Wärme und Strom erzeugen, konkurriert aber mit der Nahrungsmittelerzeugung. Im Wärmebereich schlummern die höchsten Potenziale in der Solarthermienutzung und der Wärmenutzung in BHKWs im fossilen und erneuerbaren Bereich (auch Biogasnutzung). Ein hohes Potenzial ist darüber hinaus in der Effizienzsteigerung und der Energieeinsparung enthalten, nach dem Motto: Die beste Energie ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen, also auch nicht erzeugen müssen! Diese Potenziale gilt es nun standortbezogen zu untersuchen und in konkreten Umsetzungsmaßnahmen zu planen und zu koordinieren, so dass eine sinnvolle Ergänzung und ein sinnvolles Nebeneinander aller erneuerbarer Energien auch hinsichtlich wirtschaftlicher, ökologischer und ethischer Aspekte möglich wird. Dazu wurden Handlungsvorschläge und Empfehlungen erarbeitet, die die Energiewende im Landkreis Erding nach Ansicht der Verfasser bereits in wenigen Jahren wesentlich voranbringen können.

6. Literatur- und Informationsquellen
Lüking, R-M.; Hauser, G. (2011) Die thermische Konditionierung von Gebäuden im Kontext eines zukünftigen Energieversorgungssystems Stuttgart, Fraunhofer IRB Verlag [EWI/prognos] - Potenziale für Energieeinsparung und Energieeffizienz im Lichte aktueller Preisentwicklungen Prognos AG, Basel und Berlin, 08/2007 (Lindenberger, D.; Bartels, M.; Seeliger, A.; Wissen, R.; Schlesinger, M.; Hofer, P.; (2005). Energiereport IV, Referenzprognose im Auftrag des BMWA, Köln, Basel, Berlin: EWI/Prognos.) Energieatlas Bayern www.energieatlas.bayern.de www.geowaerme-erding.de Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding Dr.-Ulrich-Weg 4 85435 Erding E-Mail: poststelle@aelf-ed.bayern.de Waldbesitzervereinigung Erding e.V. Dr.-Ulrich-Weg 3 85435 Erding E-mail: wbv-erding@t-online.de [LWF 53] „Energieholzmarkt Bayern – Analyse der Holzpotenziale und der Nachfragestruktur“, LWF Wissen Heft 53 der Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft, Weihenstephan, 09/2006 „Der Energieinhalt von Holz und seine Bewertung“, Merkblatt 12, LWF, 12/2007 „Anbau von Energiewäldern“, Merkblatt 19, LWF, 07/2005 www.lwf.bayern.de www.carmen-ev.de www.tfz.bayern.de [LfU] Bayerisches Landesamt für Umwelt Bürgermeister-Ulrich-Straße 160 86179 Augsburg www.lfu.bayern.de „Leitfaden für die Vergütung von Strom aus Wasserkraft“, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin, Juli 2005 Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e. V. Karolinenplatz 5 a 80333 München www.wasserkraft-bayern.de E.ON Wasserkraft GmbH Luitpoldstraße 27 84034 Landshut www.eon-wasserkraft.com www.bafa.de www.kfw.de www.dena.de [FNR] Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. Hofplatz 1 18276 Gülzow-Prüzen www.fnr.de www.erneuerbare-energien.de [BEERMANN] Standortanalyse zur Errichtung von Windenergieanlagen im Landkreis Erding, Beermann Energiesysteme, Erding, Juli 2011 [PEESA-Studie] für das Allgäu, Fraunhofer ISE, Kempten, Juni 2008 [DWD] Informationen zur Errichtung von Windenergieanlagen im Nahbereich der Messsysteme des Deutschen Wetterdienstes - Abstandsanforderungen und Höhenbeschränkungen; DWD, 27.10.2011 Bay. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten www.tfz.bayern.de Bundesverband Geothermie www.geothermie.de Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit www.stmug.bayern.de 81

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7. Anhang: Fragebogen für Bürger zur Datenerhebung Privathaushalte

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Strom aus Wind Eine Investition in unsere Zukunft Standortanalyse zur Errichtung von Windenergieanlagen im Landkreis Erding

Erste Analyse über die Machbarkeit der Windenergienutzung im Landkreis Erding
Ausgangslage BEERMANN Energiesysteme wurde mit der Ausarbeitung einer Standortanalyse zur Windenergienutzung im Landkreis Erding beauftragt. Der Auftraggeber ist das Landratsamt Erding. Die vorliegende Ausfertigung umfasst die Ermittlung von geeigneten Flächen unter Berücksichtigung der •	 Windhöffi 		gkeit •	 Genehmigungsfähigkeit	in Hinblick auf 	 •	 Abstand	zur	Wohnbebauung 	 •	 Schattenwurfbelastung 	 •	 Schallbelastung 	 •	 luftrechtliche	Belange entsprechend Punkt I. des Leistungsumfanges des Angebots. Abschließend wird eine grobe Ablaufstruktur aller benötigten Gutachten gemäß Punkt II. des Leistungsumfanges aufgelistet, sofern diese nicht unter I. erläutert wurde. Die vorliegende Analyse geht neben der Ermittlung geeigneter Flächen auch auf das resultierende Potenzial der Windkraft hinsichtlich der CO2-Einsparung im Landkreis Erding ein. Eine Übersicht des Landkreises sowie ein Relief mit der Orographie des Geländes ist in Anhang B01 dargestellt. Allgemeines Energie im Wind Die Windgeschwindigkeit ist extrem wichtig in Bezug auf die Energie, die eine Windkraftanlage in Elektrizität umwandeln kann: Der Energiegehalt des Windes steigt kubisch mit der mittleren Windgeschwindigkeit. Wenn sich also die Windgeschwindigkeit verdoppelt, steigt der Energieertrag um das Achtfache. Ebenso wichtig ist die zeitliche Verteilung der Windgeschwindigkeit. Sie sollte einen möglichst hohen zeitlichen Anteil höherer Windgeschwindigkeiten haben. Wenn z.B. der Wind über 30 Tage mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit von 6 m/s bläst, wird wesentlich weniger Strom erzeugt, als wenn in dem gleichen Zeitraum 15 Tage Windstille herrscht und in dem zweiten 15-Tageabschnitt der Wind mit 12 m/s bläst. In beiden Fällen beträgt die mittlere Windgeschwindigkeit 6 m/s. Im zweiten Fall wird der Stromertrag das Achtfache betragen (Grund: 3. Potenz). Einfluss des Geländes, Rauigkeit und Windscherung In rund 1 km Höhe über Grund wird der Wind kaum mehr von der Oberflächenbeschaffenheit der Erde beeinflusst. In den niedrigeren Luftschichten der Atmosphäre sind jedoch die Windgeschwindigkeiten von der Bodenreibung betroffen. Bei der Windenergienutzung unterscheidet man zwischen der Rauigkeit des Terrains, dem Einfluss durch Hindernisse und dem Einfluss der Geländekonturen, der auch als Orographie des Geländes bezeichnet wird. In der Regel wird der Wind umso mehr gebremst, je ausgeprägter die Rauigkeit des Bodens ist. Wälder und Großstädte bremsen den Wind natürlich beträchtlich, während betonierte Startbahnen auf Flughäfen den Wind nur geringfügig verlangsamen. Noch glatter sind Wasserflächen, diese haben daher einen noch geringeren Einfluss auf den Wind, wohingegen hohes Gras, Sträucher und Buschwerk und insbesondere Waldflächen den Wind erheblich bremsen.

BEERMANN

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MANN

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Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

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Abb. 01: Windscherung bei einer Rauigkeitslänge von 1m. ©

Rauigkeitsklassen und Rauigkeitslängen Bei der Windenergienutzung verweisen die Techniker oft auf Rauigkeitsklassen und Rauigkeitslängen wenn es darum geht, die Windverhältnisse einer Landschaft zu bewerten. Eine hohe Rauigkeitsklasse von 3 bis 4 bezieht sich auf eine Landschaft mit vielen Bäumen und Gebäuden, während eine Meeresoberfläche in Rauigkeitsklasse 0 fällt. Betonierte Startbahnen auf Flughäfen werden beispielsweise unter Rauigkeitsklasse 0,5 aufgelistet. Das gleiche gilt für eine ebene, offene Landschaft, die von Schafen abgeweidet wurde. Der Begriff Rauigkeitslänge ist eigentlich die Höhe in Metern über dem Boden, in der die Windgeschwindigkeit theoretisch Null ist. Die genaue Definition der Rauigkeitsklassen und Rauigkeitslängen ist der Fachliteratur zu entnehmen. Die Abnahme der Windgeschwindigkeit mit abnehmender Höhe wird als Windscherung bezeichnet. Die folgende Grafik zeigt deutlich die Abnahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhenabnahme. Die Windenergienutzung im Binnenland mit hohen Rauigkeitslängen erfordert daher sehr große Nabenhöhen. Als Faustregel kann man davon ausgehen, dass mit jedem Meter Erhöhung der Nabenhöhe bis zu 1 % Ertragzuwachs verbunden ist. Im Landkreis Erding ist bedingt durch die Geländestruktur und die Bewaldung eine Nabenhöhe von bis zu 140 m erforderlich.

 Windenergienutzung im Landkreis Rauigkeitslänge von 1 m Erding  Voraussetzungen für die Windenergie nutzung  •	 Windhöffigkeit	(ausreichende  mittlere Windgeschwindigkeit von    mindestens 5,0 bis 5,5 m/s)   •	 Freie	Anströmbarkeit	des Standortes  von allen Seiten, insbesondere aus  der Hauptwindrichtung (freie Sicht  vom Standort über ca. 10 km).  •	 Aufnahmefähiges	Stromnetz	in	der  Nähe (aufwändige Kabelverlegung)  •	 Straßen	und	Wege, die für  Schwertransporte geeignet sein  müssen  •	 Abstand	zur	Wohnbebauung  (Geräusche und Schattenwurf, Gebot der Rücksichtnahme) Der Abstand Windgeschwindigkeitserhöhung um    zur Wohnbebauung soll mindestens 0,6 m/s entspricht einem Mehrertrag die zweifache, möglichst die dreifache von 12 %             Gesamthöhe der Anlage betragen.           •	 Abstand	der	Anlagen	zueinander	 Um die konkreten Bedingungen an    Standort zu ermitteln, (Windabschattung) einem spezifischen         •	 Keine	Einschränkungen	durch	die muss ein Windgutachten erstellt werden.  Luftfahrt oder Bauschutzbereiche Wegen der großen Auswirkungen der •	 Keine	Einschränkungen	durch	Natur-	,	 Windbedingungen am Standort auf  Flora und Fauna - oder sonstige die Wirtschaftlichkeit der Windenergie           Schutzgebiete anlage (WEA) ist es unter Umständen  erforderlich, zusätzlich eine WindmesWindhöffigkeit sung am konkreten Standort durchzu Im aktuellen Bayerischen Windatlas1 ist führen. der Landkreis Erding mit einer mittleren Es ist zu beachten, dass der Gesetzgeber  Windgeschwindigkeit in 140 m Höhe die Vergütung nach EEG davon abhängig von ca. 4,0 bis 6,0 m/s klassifiziert (siehe gemacht hat, dass am Standort mindesAnhang B02). Erfahrungen aus diversen tens 60 % des Referenzertrages eines Windmessungen und Daten von bestespezifischen Anlagentyps erzielt werden. henden Windenergieanlagen zeigen Dieses muss durch ein sogenanntes jedoch, dass das tatsächliche WindpoReferenzgutachten nachgewiesen wertential im Allgemeinen von den Angaden. Der neue Gesetzentwurf sieht für ben des Windatlas deutlich abweicht. das novellierte EEG 2012 keine 60 % Die Erstellung dieser Karten erfolgte auf Regelung mehr vor. Basis von Winddaten, deren Messung durch den deutschen Wetterdienst erfolgte, sowie aus Daten die von in Bayern liegenden Windkraftanlagen stammen. Bei der Erstellung eines konkreten Windgutachtens an einem spezifischen Standort werden ebenfalls Daten in der Nähe befindlicher Windkraftanlagen herangezogen. Da derzeit

nur wenige Anlagen mit Nabenhöhen im Bereich 140 m in Bayern existieren - gleiches gilt für Windmessungen-, müssen die Windgeschwindigkeiten ausgehend von vorhandenen Datensätzen auf die Höhenlage 140 m ü.NN. interpoliert werden. Dabei wird vermehrt festgestellt2, dass der Einfluss der Windhöffigkeit und der Geländestruktur einen stärkeren Einfluss auf Windgeschwindigkeiten hat, als bis dato in den Modellen berücksichtigt werden kann. Insofern sind die interpolierten Daten mit Unsicherheiten im zweistelligen Bereich behaftet. Daher können die Karten des Bayerischen Windatlas grundsätzlich nur zu einem qualitativen Vergleich versch. Standorte herangezogen werden. Stellt man diesen qualitativen Vergleich nun für den Landkreis Erding an, so lässt sich anhand des Windatlas zumindest die Aussage treffen, dass die Windgeschwindigkeiten im süd-westlichen und süd-östlichen Landkreis auf den dortigen Höhenlagen und daraus resultierend die wirtschaftliche Ertragslage dort tendenziell höher anzunehmen ist. Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb ist jedoch eine Nabenhöhe von wenigstens 100 m, besser 140 m.

1 Bayerisches Staatministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie: Bayerischer Windatlas, Übersichtskarte Windgeschwindigkeit in 140m Höhe, August 2010. 2 Dr. Josef Guttenberger, Wind & Regen Büro für technische Meteorologie, 2010.

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Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

Freie Anströmbarkeit Eine freie Anströmbarkeit eines Standortes wird als gegeben erachtet, sofern eine freie Rundumsicht ohne Hindernisse innerhalb einer Entfernung von etwa 10 km möglich ist. Teile des Landkreises Erding lassen allerdings aufgrund der hügeligen Ausprägungen keine freie Rundumsicht zu. Dadurch ergeben sich sehr große Rauigkeitslängen, wodurch die Windenergienutzung nur auf lokalen Erhebungen mit sehr großen Nabenhöhen möglich ist. Eine sichere Aussage kann letztendlich dennoch nur über ein Windgutachten getroffen werden. Dem Windgutachten werden sowohl Windverteilungen, als auch relative Windhäufigkeiten des jeweiligen Standortes unter Berücksichtigung orographischer Begebenheiten zu Grunde gelegt. Innerhalb von Waldflächen und an Waldrändern ist die Rauigkeitslänge oberhalb der Baumwipfel sehr groß, so dass auch bei Nabenhöhen von 100 m noch mit erheblich verminderten Windgeschwindigkeiten zu rechnen ist. Erfahrungen bei bestehenden Anlagen bestätigen dieses eindrucksvoll, so dass in diesen Bereichen Nabenhöhen von bis zu 140 m zwingend erforderlich sind. Die Forderung der hindernisfreien Rundumsicht ist für größere Flächen der östlichen und süd-östlichen Gemeindegebiete im Landkreis gewährleistet. Besonders geeignet sind die Höhenlagen im östlichen Teil des Landkreises und speziell im süd-östlichen Teil des Landkreises. Aufnahmefähiges Stromnetz Der Anschluss einer Windenergieanlage erfolgt an das Mittelspannungsnetz (20 kV). Die Anschlussmöglichkeit sollte innerhalb einer Entfernung von 2 km möglich sein. Wegen der Kosten der Kabeltrasse wirken sich größere Entfernungen bei Realisierung einer einzigen Anlage schon sehr stark auf die Wirtschaftlichkeit aus. Werden mehrere An88

lagen umgesetzt, können Synergieeffekte genutzt werden. In eine 110 KV Leitung muss erst bei einem Windpark >20 MW über ein Umspannwerk eingespeist werden. Straßen und Wege Der Standort muss über Straßen und Wege erreichbar sein, die Schwertransporte bis zu einem Gewicht von 120 to. aufnehmen können. Bei der Nutzung von Feldwegen ist ein Ausbau auf mind. 3,5 m Breite erforderlich. Wassergebundene Oberflächen sind von Vorteil. Die Flächenausweisung berücksichtigt die Zuwegung soweit es auf Gemeindeebene möglich ist. Abstand zur Wohnbebauung Der Abstand zur Wohnbebauung richtet sich nach den Immissionen, die auf die Wohngebäude einwirken. Diese resultieren in erster Linie aus dem Schall und dem Schattenwurf. Durch die Drehbewegung der Rotoren kann auf Nachbargrundstücke auch eine optisch bedrängende Wirkung ausgehen, die gegen das in §35 Abs. 3 BauGB verankerte Gebot der Rücksichtnahme verstoßen könnte. Dem notwendigen Abstand einer Windkraftanlage zur Wohnbebauung liegt eine Beurteilung des Oberverwaltungsgerichtes Münster zu Grunde, wonach ein Abstand kleiner einer Anlagenhöhe als nicht zumutbar gilt. Bei einem Abstand von der zwei- bis dreifachen Anlagenhöhe ist eine Einzelfallprüfung erforderlich. Bei einem Abstand von mehr als der dreifachen Anlagenhöhe ist das Gebot der Rücksichtnahme nicht mehr verletzt. Die Flächenausweisung wurde unter Berücksichtigung der zwei- bis dreifachen Anlagenhöhe durchgeführt. Im Idealfall beträgt der Abstand mehr als das Dreifache der Anlagenhöhe. Für eine Anlage Typ Enercon E-82 mit 138 m Nabenhöhe ergibt sich zusammen mit einem Rotorblattdurchmesser von 82 m somit ein Mindestabstand von etwa 540 m.

Schall Beim Schall sollte darauf geachtet werden, dass ein Anlagentyp gewählt wird, der einen möglichst geringen Schallleistungspegel aufweist. Hier sind getriebelose Anlagen von Vorteil. Die Grenzwerte, die nach der TA-Lärm am Immissionsort (Wohnhaus) eingehalten werden müssen, betragen auf den Nachtwert (22:00 - 06:00 Uhr) bezogen: 35 dB(A) 40 dB(A) 45 dB(A) für reine Wohn-, Erholungs- und Kurgebiete für allgemeine Wohn- und Kleinsiedlungsgebiete (vorw. Wohnnutzung) für Kern-, Misch- und Dorfgebiete (ohne Überwiegen einer Nutzungsart) für Gewerbegebiet (vorw. gewerbliche Nutzung)

50 dB(A)

Ausgehend von der Annahme, dass eine moderne getriebelose, binnenlandoptimierte Anlage mit 2,3 MW Nennleistung und einer Nabenhöhe von 138 m aufgestellt wird und keine weiteren Schallquellen vorhanden sind, ergeben sich folgende Anhaltswerte der Mindestabstände zur Wohnbebauung: 35 dB(A) 40 dB(A) 45 dB(A) ca. 770 m ca. 550 m ca. 330 m

Die Abstandswerte stellen ca.-Werte dar, bei denen die Grenzwerte in der Regel unterschritten sind. Für die genaue Ermittlung ist eine Schallausbreitungsberechnung bzw. ein Schallgutachten erforderlich, bei dem auch die Geländeform berücksichtigt werden muss.

Schatten Es muss sichergestellt sein, dass Anwohner nicht durch den Schatten der drehenden Rotorblätter belästigt werden. In Gerichtsurteilen der letzten Jahre wurde wiederholt bestätigt, dass der bewegte Schattenwurf ab einer Einwirkdauer von mehr als 30 Minuten pro Tag und insgesamt mehr als 30 Stunden pro Jahr als unzumutbar belästigend gilt. Bei der Ermittlung dieser Einwirkdauer handelt es sich um theoretisch (astronomisch) mögliche, in der Praxis aber wegen der auch bewölkten oder bedeckten bzw. diffusen Wetterlagen so nicht erreichbare Werte. Die maximale meteorologische Beschattungsdauer liegt bei 8 Stunden/ Jahr bzw. 8 Min/Tag. Auf Grund des unterschiedlichen Sonnenstandes zu verschiedenen Tageszeiten sind besonders in westlicher und östlicher Richtung zu einer Anlage grundsätzlich große Schattenreichweiten möglich. Allerdings wird die Intensität des Schattens mit zunehmender Entfernung auch immer geringer. Die Belästigungsgrenze liegt auf Grund geringen Schattenkontrastes in einer Entfernung von etwa 1.300 m zum Anlagenstandort. Bei prinzipiellen Berechnungen zur tatsächlichen Schattenwurfzeit zeigte sich, dass es schon in 500 m Entfernung zur WEA nur noch wenige Punkte im Westen und Osten der Anlage gibt, die mehr als 10 Stunden im Jahr (astronomisch) beschattet werden. Für die genaue Ermittlung ist ein Schattengutachten erforderlich, bei dem ebenfalls die Geländeform mit berücksichtigt werden muss. Für in Frage kommende Flächen sind Pläne hinterlegt (siehe Anhänge A01 bis A24). Innerhalb der dargestellten Flächen werden die Grenzwerte nicht überschritten.

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Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

         
3 Schriften des Deutschen Instituts für Bautechnik, Reihe B, Heft 8 „Richtlinie für Windenergieanlagen“ Fassung 03/2004

Abstand der Anlagen zueinander - Parkkonfiguration Bei der Aufstellung mehrerer Anlagen zu einem Windpark ist die Aufstellungskonfiguration für die Wirtschaftlichkeit von entscheidender Bedeutung, weil sich die Anlagen gegenseitig abschatten. Der Rotor nimmt die Strömungsenergie des Windes auf. Die Windströmung (Windgeschwindigkeit) wird hinter dem Rotor auf ca. die Hälfte reduziert und füllt sich von den Seiten wieder langsam auf. Nach einer Entfernung von dem 8- bis 10-fachen Rotordurchmesser hat sich die Windströmung wieder normalisiert.

weniger als dem dreifachen Rotordurchmesser wird als gefährlich angesehen. Bei einem Abstand vom drei- bis fünffachen Rotordurchmesser muss in jedem Einzelfall die Standsicherheit durch ein Turbulenzgutachten nachgewiesen werden. Dementsprechend wurde in der DIBt-Richtline - auf die sich die BayBO bezieht - ein Mindestabstand vom fünffachen Rotordurchmesser vorgeschrieben3. Daraus ergibt sich der Flächenbedarf eines Windparks von ca. 11 ha pro Anlage (siehe Anhang B07)

Bei der Standortanalyse für den Landkreis Erding ist also zu berücksichtigen, dass die möglichen Standorte bei der Wenn Anlagen zu dicht hintereinander Aufstellung mehrerer Anlagen weit stehen, nehmen sie sich gegenseitig genug auseinander liegen. Bei der in           den Wind. In der dargestellten Grafik ist Frage kommenden Anlagengröße von  Abb. 02:   dieser Effekt deutlich zu sehen, wenn 2,3 MW und 82 m Rotordurchmesser Isolinien der Windgeschwindigkeit  hinter einer Windenergieanlage die Anlagen nur mit einem Abstand des ergibt sich ein Abstand von mindestens  (Abstand 4D-Darstellung). 4 fachen Rotordurchmessers aufgestellt 500 m, möglichst 650 m.  In Windrichtung und in Ebene der sind. Dabei ist zu bedenken, dass physi              2. Anlage (ausgefüllt). kalisch begründet    Wind- Anlagentyp und Anlagengröße          bei der halben   13% Turbulenzintensität, 12,5 m/s Windgeschwindigkeit. © geschwindigkeit nur ein Achtel des Aus            schalltechnischen, umweltschutzErtrages erzeugt wird. technischen und wirtschaftlichen Grün den sollte auf binnenlandoptimierte, getriebelose Anlagen mit einer möglichst hohen Nabenhöhe zurückgegriffen werden. Sehr gute Erfahrungen wurden mit den 2,3 MW-Anlagen der Firma Enercon vom Typ E-82 (Abmessungen siehe Anhang B05: WKA Typ Enercon E-82 mit 138 m Nabenhöhe) gemacht. Eine getriebelose Enercon-Anlage wurde beispielsweise auch in München auf dem Müllberg eingesetzt.


Luftfahrtrechtliche Belange Aufgrund der geplanten Bauhöhe > 100 m sind Windenergieanlagen grundsätzlich nach § 14 Luftverkehrsgesetz (LuftVG) einzustufen und fallen somit in den Zuständigkeitsbereich der Landesluftfahrtbehörde. Von dort erhält man eine Entscheidung im Rahmen des BImSchG-Antrages, ob und unter welchen Bedingungen einer Baumaßnahme zugestimmt werden kann. Die Entscheidung berücksichtigt aus flugbetrieblicher Sicht sowie aus Sicht der Flugsicherung neben den Belangen des zivilen Luftverkehrs auch die Belange des militärischen Luftverkehrs. Die Landesluftfahrtbehörde beteiligt hierbei die Deutsche Flugsicherung GmbH und das Amt für Flugsicherung der Bundeswehr. Im Landkreis Erding befindet sich der Bauschutzbereich sowie der erweiterte Radarschutzbereich des Fliegerhorst Erding (siehe Anhang B06). Hier verbleibt die Zuständigkeit bei der Wehrbereichsverwaltung als Trägerin öffentlicher Belange. Hier raten wir vorab zu einer Prüfung des Vorhabens über die Behörde, da sich bei einer Vielzahl an Planungen herausgestellt hat, dass der Bau von Windkraftanlagen – nach Aussage der entsprechenden Dienststellen - die Landesverteidigung einschränken würde. Als problematisch wird hier vor Allem eine Planung im operationell bedeutsamen Radarstrahlungsfeld der Landesverteidigungsanlage aufgefasst. Ob sich also radartechnische Beeinträchtigungen durch sich überlagernde Störpotentiale ergeben, muss im Einzelfall bezogen auf den konkreten Standort geprüft werden. Der Landkreis Erding wird zudem durch den Bauschutzbereich des Flughafen München beeinflusst (siehe Anhang B06).

Mögliche Standorte im  Landkreis Erding Der Landkreis Erding gehört zum Bundesland Bayern, liegt im Regierungsbezirk Oberbayern und hat rund 127.000 Einwohner. Er liegt in einer Höhenlage  zwischen ca. 400 m ü. NN (Langenpreising)  ü. NN. (Isen).  und ca. 600 m       



    festgelegten Die in der Landkreisanalyse        mit rund 2,5% der gesamten Fläche des
Landkreises. Das Bayerische EnergieFlächen entsprechen ca. 2350 ha und so-

konzept legt fest, dass rund 1-2% der  bayrischen Flächen für die Windkraft zur
die Energiewende vollziehen zu könsomit zur Verfügung stehen.

Verfügung gestellt werden    sollen, um    

nen. Die Flächen im Landkreis würden          Um den Anteil des erzeugten Stro-



mes aus regenerativen Energien des Landkreises Erding weiter zu steigern         
und eine effiziente Flächennutzung zu Die Vorteile der Windkraft gegenüber

gewährleisten,     bietet sich Windkraft an.   
Abb. 05:

         der Photovoltaik und der Bioenergie  energie derzeit die effizienteste erneuerbare Energie.         


sind hinsichtlich des Flächenverbrauchs Flächenbedarf Regenerative Energie        erheblich. Darüber hinaus ist die Windim Vergleich

Auch für die Genehmigungsfähigkeit ist der Anlagenabstand zueinander rele           vant. Mit geringer werdenden Abstand           erhöht sich die Turbulenzintensität,  womit eine Beeinträchtigung der Stand    sicherheit   Ein Abstand von   einhergeht.   
             90                

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Entsprechend der Aufgabenstellung wurde der Landkreis Erding analysiert. Unter den Gesichtspunkten Windhöffigkeit, offensichtlichen Ausschlusskriterien (Schatten, Schall) und notwendiger Anlagenabstand zueinander ergibt sich nach dieser ersten Analyse eine Reihe möglicher Standorte. Die Landkreisanalyse kann keine Garantie auf Vollständigkeit gewährleis                 ten, einzelne Standorte sind je nach    Anlagentyp und -höhe auf weiteren  Flächen realisierbar.

Grundsätzlich sind Standorte zu bevorzugen, die relative Höhenvorteile in einem lokalen Vergleich - Stichwort freie Anströmbarkeit - bieten. Betrachtet man also den Lkr. Erding aus orographischer Sicht (vgl. Anhang B01: Übersicht LKr. Erding - Relief und Anhang B03: Übersicht Lkr. Erding - Höhenschichten), so ist davon auszugehen, dass vor Allem die Standorte in der gesamten östlichen Hälfte des Landkreises, hinsichtlich des zu erwartenden Ertrages großes Poten zial haben.  Die potentiellen Standorte wurden  Der Lkr. Erding besteht aus 22 Gemein- ferner in einem kommunalen Kontext  den, 2 Städten und 2 Märkten, die sich betrachtet. Dies bedeutet, dass bei                in 6 Verwaltungsgemeinschaften orga- spielsweise Gemeinden, in denen große  nisiert haben und sich auf einer Fläche Flächen identifiziert werden konnten Abb. 06: von 870,44 km2 verteilen. In Abb. 06 einen komparativen Vorteil innerhalb  Landkreis Erding. Quelle: Wikipedia ist eine Übersicht aller Gemeinden des der Gemeindegrenzen besitzen, da  Landkreises dargestellt. mehrere Anlagen als Park errichtet werden könnten. Die deutlich höher gele genen Standorte im Osten bzw. SüdOsten des Landkreises sind dennoch  als wirtschaftlich besser anzunehmen. Letztlich kann eine sichere Aussage  bzgl. der Wirtschaftlichkeit eines Standortes ausschließlich durch ein Windgut achten, häufig in Kombination mit einer  Windmessung getroffen werden.
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Abbildung 07 können die derzeit (Stand: Juli 2011) ausgewiesenen Landschaftsschutz-, Natur-, Vogelschutz- und Trinkwasserschutzgebiete sowie Naturparke und FFH-Gebiete entnommen werden. (Siehe auch Anhang B04: Übersicht Schutzgebiete mit wesentlicher Relevanz). Durch den Betrieb getriebeloser Anlagen könnten Einschränkungen durch Gewässerschutzgebiete umgangen werden, da hier die verwendeten Ölmengen im Vergleich zu einer Anlage mit Getriebe vernachlässigbar sind.

Erläuterungen zum Anhang  Die in dieser Analyse eruierten, poten ziellen Flächen werden in den Anhängen A01 bis A24 blau schraffiert dargestellt. Die Analyse bezieht sich dabei jeweils auf einzelne Gemeinden. Sofern kein Anhang für eine Gemeinde vorhanden ist, existiert unter Berücksichtigung aller Schutzbereiche sowie der lokalen Gegebenheiten hinsichtlich aller relevanten Kriterien keine potentielle Windfläche. Dies trifft konkret auf die Gemeinden Ottenhofen und Walpertskirchen zu. In den Anhängen B01 bis B06 werden über die Gemeinden hinweg, landkreisbezogen restriktive Belange dargestellt und erläutert. Der Anhang B07 zeigt den Flächenbedarf von Windenergieanlagen anhand dessen die Anzahl der möglichen Anlagen in den dargestellten Flächen, in denen die Windenergienutzung möglich ist, ermittelt werden kann. Wirtschaftliche-, Umwelt- und Klimaschutzpotentiale Das Investment pro Einzelstandort für eine binnenlandoptierte Windkraftanlage liegt bei etwa 4 Mio. Euro. Die Kosten resultieren zum Großteil aus Anlagenund Baukosten, Finanzierungs- und Nebenkosten. Mit derartigen Windkraftanlagen lässt sich je nach Standort und

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dem daraus abgeleiteten Potential zwischen 4 und 6 Mio. kWh CO2 neutraler Strom pro Jahr erzeugen. Bei Parkkonfigurationen können durch Synergieeffekte Einsparpotentiale genutzt werden. Die Stromgestehungskosten (gesamte Kosten der Stromerzeugung über eine Laufzeit von 20 Jahren, also Investitionen, Betrieb einer Windenergieanlage mit 2,3 MW Leistung)betragen an einem durchschnittlichen Standort ca. 6,0 bis 7,0 ct pro kWh. Eine erste Abschätzung der Potentiale aus Sicht des Umweltschutzes erfolgt an dieser Stelle anhand einer marktüblichen Windkraftanlage Typ Enercon E-82 mit 2,3 MW Leistung und 138 m Nabenhöhe. An den potentiellen Standorten können unserer Ansicht nach in Abhängigkeit der tatsächlich herrschenden Windverhältnisse und pro Anlage etwa 5 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugt werden. Dies entspricht einer Reduzierung von bis zu 6.000 to. CO2 pro Jahr, die bei einer Erzeugung durch einen Stein-/BraunkohleMix entstehen würden. Bei der Realisierung der Windkraft auf 1% der Fläche würde sich folglich ein Einsparpotential von ca. 510.000 to. CO2 pro Jahr ergeben. Die energetische Amortisationsdauer einer modernen Windkraftanlage liegt bei etwa zwei bis sechs Monaten 4.

Abb. 07: Schutzgebiete Lkr. Erding, Quelle: Energie-Atlas Bayern, Juli 2011.

4 Matthias Geuder: Energetische Bewertung von Windkraftanlagen. Fachhochschule WürzburgSchweinfurt, Schweinfurt 2004.

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Strom aus Wind Eine Investition in unsere Zukunft
Bei einer Einspeisung in das Netz des örtlichen Netzbetreibers gemäß EEG 2009 liegt die Einspeisevergütung bei einer Anlageninbetriebnahme im Kalenderjahr 2011 bei 9,517 ct pro kWh über voraussichtlich 20 Jahre. Bei einer Inbetriebnahme im Kalenderjahr 2012 liegt die Vergütung bei 9,427 ct pro kWh. Die Vergütungssätze können sich mit der Novellierung des EEG ab 2012 etwas verringern. Zusammenfassung Die vorliegende Analyse zur Machbarkeit der Windenergienutzung hat im Landkreis Erding zahlreiche potentielle Standorte zur Nutzung durch Windkraftanlagen hervorgebracht. Vom Windpotential ausgehend wird im Landkreis Erding mit modernen binnenlandoptimierten Windkraftanlagen und einer hohen Nabenhöhe (> 100 m, möglichst 138 m) ein wirtschaftlicher Betrieb möglich sein. Allerdings sind genaue Standortanalysen, die sich auf den parzellengenauen Standort beziehen sowie standortbezogene Windgutachten erforderlich. Windgutachten werden auf Basis belastbarer Ertragsdaten bestehender Anlagendaten der betreffenden Region sowie entsprechenden Wetterdienstdaten erstellt. Für den Fall, dass die hierfür notwendige Datenbasis nicht zur Verfügung steht, sind Windmessungen häufig empfehlenswert. Aufbauend auf dieser Analyse können nun parzellengenau Projektentwicklungen angestoßen werden. Eine erste Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erfolgt dann anhand des in einem Windgutachten prognostizierten Jahresertrages eines spezifischen Anlagentyps am möglichen Standort. Anhang A A01 Gmde. Berglern A02 Gmde. Bockhorn A03 Gmde. Buch a. Buchrain A04 Stadt Dorfen A05 Gmde. Eitting A06 Stadt Erding A07 Gmde. Finsing A08 Gmde. Forstern A09 Gmde. Fraunberg A10 Gmde. Hohenpolding A11 Gmde. Inning A12 Markt Isen A13 Gmde. Kirchberg A14 Gmde. Langenpreising A15 Gmde. Lengdorf A16 Gmde. Moosinning A17 Gmde. Neuching A18 Gmde. Oberding A19 Gmde. Pastetten A20 Gmde. St. Wolfgang A21 Gmde. Steinkirchen A22 Gmde. Taufkirchen A23 Markt Wartenberg A24 Gmde. Wörth B B01 Landkreis Erding Übersicht & Reliefansicht B02 Übersicht Windgeschwindigkeiten in 140m Höhe B03 Übersicht Landkreis Erding – Höhenschichten B04 Übersicht Schutzgebiete mit wesentlicher Relevanz B05 WKA Typ Enercon E-82 mit 138m Nabenhöhe B06 Bauschutzbereiche der Bundeswehr, Bauschutzbereich Flughafen München B07 Flächenbedarf pro WEA in Parkkonfiguration

Anhang A - B zur Standortanalyse Landkreis Erding

Dipl.-Ing. Günter Beermann Sollner Straße 10 D-81479 München Telefon: 089 / 791 36 53 0172 / 851 84 82 www.beermann-energiesysteme.de beermann-energiesysteme@t-online.de

München, den 22.07.2011 Günter Beermann

BEERMANN

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Ingenieurbüro für regenerative EnergieanwendungIngenieurbüro für regenerative Energieanwendung

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Nr. 1 2 3

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Höhe [m ü.NN.] 428 422 - 428 428 - 429

Bemerkungen

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Standortflächen 1, 2 & 3 liegen innerhalb des 15 km Radius um den Flughafenbezugspunkt.   Die Standortflächen müssten beim Luftamt Süd geprüft werden!  96

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A02: Gemeinde Bockhorn 
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Nr. 1 2

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Höhe [m ü.NN.] 460 - 505 490 - 520

Bemerkungen

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•	 Standortfläche	1	&	2	liegen	in	der	8	km	Schutzzone	des	Fliegerhorst	Erding.   •	 Die	Standorte	liegen	außerhalb	des	Bauschutzbereichs	des	Flughafen	München.
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Nr. 1 2

Fläche ca. 57 ha ca. 57 ha

Höhe [m ü.NN.] 460 - 505 490 - 520

Bemerkungen

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 1 2 3 4 5

Fläche ca. 85 ha ca. 5,5 ha ca. 35 ha ca. 108 ha ca. 7,5 ha

Höhe [m ü.NN.] 510 - 560 514 - 516 509 - 514 520 - 546 538 - 567

Bemerkungen

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 1 Fläche ca. 6,5 ha Höhe [m ü.NN.] 488 - 502 Bemerkungen Erweiterter Radarschutzbereich Fliegerhorst Erding

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Nr. 1

Fläche ca. 6,5 ha

Höhe [m ü.NN.] 488 - 502

Bemerkungen Erweiterter Radarschutzbereich Fliegerhorst Erding

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Nr. 1 Fläche ca. 56 ha Höhe [m ü.NN.] 510 - 514 Bemerkungen

Nr. 2

Fläche ca. 1 ha

Höhe [m ü.NN.] 480 - 490

Bemerkungen

Nr. 2

Fläche ca. 1 ha

Höhe [m ü.NN.] 480 - 490

Bemerkungen

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108 109

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 1

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Fläche ca. 126 ha

Höhe [m ü.NN.] 429 - 433

Bemerkungen

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Standortfläche 1 liegt innerhalb des 15 km Radius um den Flughafenbezugspunkt. Die Standortfläche müsste beim Luftamt Süd geprüft werden!   110

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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Energieatlas für den Landkreis Erding

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 A06: Stadt Erding

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Nr. 1 2 3 Nr. 1 2 3

Fläche ca. 23 ha ca. 15 ha ca. 21 ha Fläche ca. 23 ha ca. 15 ha ca. 21 ha

Höhe [m ü.NN.] 490 495 496 - 500 480 - 484 Höhe [m ü.NN.] 490 495 496 - 500 480 - 484

Bemerkungen Wasserschutzgebiet Bemerkungen Wasserschutzgebiet

 
112

113

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 Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 4

Fläche ca. 35 ha

Höhe [m ü.NN.] 451 - 453

Bemerkungen

Standortflächen liegen innerhalb des 15 km Radius um den Flughafenbezugspunkt.   Die Standortflächen müssten beim Luftamt Süd geprüft werden!

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114

115

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Energieatlas für den Landkreis Erding 

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A07: Gemeinde Finsing

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116

Nr. Nr. 1 1 2 2

Fläche Fläche ca. 19 ha ca. 19 ha ca. 1 ha ca. 1 ha

Höhe [m ü.NN.] Höhe [m ü.NN.] 511 - 527 511 - 527 527 - 532 527 - 532

Bemerkungen Bemerkungen

117

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Standortflächen 1 & 2 liegen innerhalb des 15 km Radius um den Flughafenbezugspunkt.   Die Standortflächen müssten beim Luftamt Süd geprüft werden!

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118

119

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Energieatlas für den Landkreis Erding

A08: Gemeinde Forstern
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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 1 Fläche ca. 20 ha Höhe [m ü.NN.] 560 - 600 Bemerkungen

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120

121

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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Energieatlas für den Landkreis Erding

  A09:Gemeinde Fraunberg 
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Nr. 1

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Fläche ca. 43 ha

Höhe [m ü.NN.] 485 - 510

Bemerkungen

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Standortfläche 1 liegt außerhalb des Bauschutzbereichs des Flughafen München.

Die Standortflächen müssten dennoch beim Luftamt Süd geprüft werden. Die Fläche liegt direkt außerhalb des  Bauschutzbereichs und der Einflugschneise der geplanten dritten Startbahn!  122

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123

Energieatlas für den Landkreis Erding 

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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A10: Gemeinde Hohenpolding 
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Nr. 1 Fläche ca. 3,5 ha Höhe [m ü.NN.] 495 - 512

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124

Bemerkungen Fläche liegt am Hang. Erschließung schwierig und kostspielig.

125

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Energieatlas für den Landkreis Erding 

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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A11: Gemeinde Inning a. Holz 
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126

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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Energieatlas für den Landkreis Erding

 

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 
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•	 Standortfläche	2	liegt	in	der	8	km	Schutzzone	des	Fliegerhorst	Erding.   •	 Die	Standortflächen	1	&	3	liegen	im	erweiterten	Radarschutzbereich	des	Fliegerhorst	Erding.

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Nr. 1 2 3 4 Nr. 1 2 3 4

Fläche ca. 4,5 ha ca. 22 ha ca. 9 ha ca. 2 ha Fläche ca. 4,5 ha ca. 22 ha ca. 9 ha ca. 2 ha

Höhe [m ü.NN.] 495 - 505 485 - 505 490 - 505 490 - 495 Höhe [m ü.NN.] 495 - 505 485 - 505 490 - 505 490 - 495

Bemerkungen

Bemerkungen

128

129

 Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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A12: Markt Isen 
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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. Nr. 1 1

Fläche Fläche ca. 50 ha ca. 50 ha

Höhe [m ü.NN.] Höhe [m 600 580 - ü.NN.] 580 - 600

Bemerkungen Bemerkungen

 

Nr. 3 4

Fläche ca. 3 ha ca. 1,2 ha

Höhe [m ü.NN.] 510 - 530 550 - 560

Bemerkungen

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Nr. Nr. 2 2 Fläche Fläche ca. 57 ha ca. 57 ha Höhe [m ü.NN.] Höhe [m 610 570 - ü.NN.] 570 - 610 Bemerkungen Bemerkungen Wasserschutzgebiet Wasserschutzgebiet Nr. 5 6 Fläche ca. 9 ha ca. 2 ha Höhe [m ü.NN.] 550 - 565 554 - 556 Bemerkungen

132

133

Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 7 8 Fläche ca. 6,5 ha ca. 147 ha Höhe [m ü.NN.] 600 - 610 570 - 630 Bemerkungen

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134

135

Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

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A13: Gemeinde Kirchberg 
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136

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 1 2

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Höhe [m ü.NN.] 502 - 509 505 - 510

Bemerkungen

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Nr. 1 2 Fläche ca. 1,5 ha ca. 6 ha Höhe [m ü.NN.] 502 - 509 505 - 510 Bemerkungen

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139

138

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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Energieatlas für den Landkreis Erding

A14: Gemeinde Langenpreising 
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Nr. 1 2 Fläche ca. 50 ha ca. 36 ha Höhe [m ü.NN.] 423 - 429 419 - 420 Bemerkungen



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Nr. 1 2 Fläche ca. 50 ha ca. 36 ha Höhe [m ü.NN.] 423 - 429 419 - 420 Bemerkungen

140

141

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Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 3

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Höhe [m ü.NN.] 414 - 418

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143

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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A15: Gemeinde Lengdorf 
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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 1 2 3 Fläche ca. 15 ha ca. 5,5 ha ca. 1,8 ha

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Höhe [m ü.NN.] 535 - 552 336 - 337 517 - 521 Bemerkungen

Nr. 1 2 3

Fläche ca. 15 ha ca. 5,5 ha ca. 1,8 ha

Höhe [m ü.NN.] 535 - 552 336 - 337 517 - 521

Bemerkungen

144

145

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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146

Nr. 1 2 3 4 5

Fläche ca. 96 ha ca. 167 ha ca. 30 ha ca. 13 ha ca. 1,5 ha

Höhe [m ü.NN.] 467 - 472 464 - 468 464 - 466 500 - 508 500 - 502

Bemerkungen

147

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Standortflächen 1, 2, 3 & 4 liegen innerhalb des 15 km Radius um den Flughafenbezugspunkt.   Die Standortflächen müssten beim Luftamt Süd geprüft werden! 

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148

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

A17: Gemeinde Neuching

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150

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Nr. 1

Fläche ca. 8 ha

Höhe [m ü.NN.] 480

Bemerkungen

151

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 2 Fläche ca. 2 ha Höhe [m ü.NN.] 510 - 513 Bemerkungen

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Nr. 2

Fläche ca. 2 ha

Höhe [m ü.NN.] 510 - 513

Bemerkungen

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153

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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Energieatlas für den Landkreis Erding

A18: Gemeinde Oberding 
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Nr. 1 2 3 4 Nr. 1 2 3 4

Fläche ca. 8,5 ha ca. 180 ha ca. 13 ha ca. 64 ha Fläche ca. 8,5 ha ca. 180 ha ca. 13 ha ca. 64 ha

Höhe [m ü.NN.] 466 - 470 461 - 465 460 - 462 458 - ü.NN.] Höhe [m 462 466 - 470 461 - 465 460 - 462 458 - 462

Bemerkungen

Bemerkungen

154

155

 Energieatlas für den Landkreis Erding 

          

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Standortflächen liegen innerhalb des 15 km Radius um den Flughafenbezugspunkt.   Die Standortflächen müssten beim Luftamt Süd geprüft werden! 

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156 157

Energieatlas für den Landkreis Erding

         
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Energieatlas für den Landkreis Erding

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A19: Gemeinde Pastetten

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Bemerkungen

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Nr. 1

Fläche ca. 56 ha

Höhe [m ü.NN.] 510 - 514

Bemerkungen

158

159

 Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

A20: Gemeinde Sankt Wolfgang 
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160

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Nr. 1 2 3 Fläche ca. 163 ha ca. 1 ha ca. 4 ha Höhe [m ü.NN.] 575 - 610 540 490 - 530 Bemerkungen

161

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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163

162

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 1 2 3 Fläche ca. 17 ha ca. 2,5 ha ca. 2,2 ha Höhe [m ü.NN.] 480 - 506 490 - 503 488 - 495 Bemerkungen



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Bemerkungen

 
164

Nr. 1 2 3

Fläche ca. 17 ha ca. 2,5 ha ca. 2,2 ha

Höhe [m ü.NN.] 480 - 506 490 - 503 488 - 495

165

 Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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166

167

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Nr. 1 Nr. 2 1 3 4 2 3 4 Fläche ca. 1,2 ha Fläche ca. 3,8 ha 1,2 ca. 4,4 ha ca. 15 ha ca. 3,8 ha ca. 4,4 ha ca. 15 ha Höhe [m ü.NN.] 490 - 499 Höhe [m 511 503 - ü.NN.] 490 499 498 - 506 493 - 510 503 511 498 - 506 493 - 510 Bemerkungen Bemerkungen
Nr. 5 6 7 8 Fläche ca. 5,5 ha ca. 1,3 ha ca. 0,8 ha ca. 2 ha Höhe [m ü.NN.] 492 - 501 502 - 506 505 - 510 513 - 518 Bemerkungen



168

169

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Energieatlas für den Landkreis Erding 

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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•	 Standortfläche	3	liegt	in	der	8	km	Schutzzone	des	Fliegerhorst	Erding.   •	 Die	Standortflächen	1,	2	&	4	liegen	im	erweiterten	Radarschutzbereich	des	Fliegerhorst	Erding.

   Die Standortflächen müssten bei der Wehrbereichsverwaltung Süd geprüft werden!   

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170 171

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Energieatlas für den Landkreis Erding
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Energieatlas für den Landkreis Erding

  Markt Wartenberg A23:       
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Nr. 1

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Fläche ca. 34 ha

Höhe [m ü.NN.] 465 - 510

Bemerkungen

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Standortfläche 1 liegt außerhalb des Bauschutzbereichs des Flughafen München.   Die Standortflächen müssten dennoch beim Luftamt Süd geprüft werden. Die Fläche liegt direkt außerhalb des  Bauschutzbereichs und der Einflugschneise der geplanten dritten Startbahn!  172

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173

 Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

A24: Gemeinde Wörth 
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174

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Nr. 1

Fläche ca. 6 ha

Höhe [m ü.NN.] 477 - 478

Bemerkungen Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet

175

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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Standortfläche 1 liegt innerhalb des 15 km Radius um den Flughafenbezugspunkt.   Die Standortfläche müssten beim Luftamt Süd geprüft werden! 

 

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176 177

Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

B01:MÜbersicht Landkreis Erding BEER ANN
ENERGIESYSTEME Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

B01: Übersicht Landkreis Erding - Relief
BEERMANN
ENERGIESYSTEME Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

Anhang B01: Übersicht Landkreis Erding

Anhang B01: Übersicht Landkreis Erding - Relief

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178

179

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Energieatlas für den Landkreis Erding

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B02: Übersicht Windgeschwindigkeit in 140m ü. NN. Landkreis Erding

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Höhenschichten

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180

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181

Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

B04: Übersicht Landkreis Erding – alle relevanten Schutzgebiete
BEERMANN
ENERGIESYSTEME Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

B04: Übersicht Bauschutzbereich Flughafen München –Bauschutzbereich Flughafen München – alle relevante Schutzgebiete alle relevanten Schutzgebiete Anhang B04: Übersicht
ENERGIESYSTEME Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

BEERMANN

Anhang B04: Übersicht LKr. Erding – alle relevante Schutzgebiete

BEERMANN

ENERGIESYSTEME

Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

Anhang B04: Übersicht Bauschutzbereich Flughafen München – alle relevante Schutzgebiete

Bauschutzbereich gemäß LuftVG Naturschutzgebiet Flora – und Faunahabitat Landschaftsschutzgebiet Vogelschutzgebiet 6 km / 15 km Radius

182

183

Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

B05: WKA Typ Enercon E-82 mit 138m Nabenhöhe
Ø 82,00 m

B06:R Übersicht Bauschutzbereich Flughafen BEE MANN
ENERGIESYSTEME Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

Anhang B-06: Übersicht Bauschutzbereich Flughafen

43

45

47

49

51

53

BEERMANN

Turmhöhe ab Oberkante Fundament 137,10 m

181,38 m Gesamthöhe über Grund

Oberkante Gondel 142,78 m Nabenhöhe 140,38 m

ENERGIESYSTEME

Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

15 km Radius um Flughafenbezugspunkt (zentrales Terminal) Bauschutzbereich gemäß LuftVG

Anhang B-06: Übersicht Bauschutzbereich Flughafen 430 m. ü. NN. 450 m. ü. NN. 470 m. ü. NN. 490 m. ü. NN. 510 m. ü. NN. 530 m. ü. NN.
0,20 m Anschüttung 1 m

Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

Anhang B05: WKA Typ Enercon E-82 mit 138m Nabenhöhe

BEERMANN

ENERGIESYSTEME

184

185

Energieatlas für den Landkreis Erding

Energieatlas für den Landkreis Erding

BEERMANN

Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

B06: Erweiterte Bauschutzbereiche Flughafen München sowie Fliegerhorst Erding
ENERGIESYSTEME

B07: Flächenbedarf pro WEA in Parkkonfiguration = 11,2 ha 
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Anhang B06: Übersicht Landkreis Erding – erweiterte Bauschutzbereiche Flughafen München sowie Fliegerhorst Erding

 Flächenbedarf für eine Windparkkonfiguration bestehend aus 6 WEA der in  Bayern	gängigen	Größen	à	3	MW	mit	101	m	Rotordurchmesser	=	67,3	ha	Grundlage:	   Mindestabstand	der	Anlagen	zueinander	=	5-facher	Rotordurchmesser	gem.	DIBt  Richtlinie
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BEERMANN

ENERGIESYSTEME

Ingenieurbüro für regenerative Energieanwendung

Anhang B07:

Flächenbedarf pro WEA in Parkkonfiguration = 11,2 ha
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Flächenbedarf für eine Windparkkonfiguration bestehend aus 6 WEA der in Bayern gängigen Größen à 3 MW mit 101 m Rotordurchmesser = 67,3 ha Grundlage: Mindestabstand der Anlagen zueinander = 5-facher Rotordurchmesser gem. DIBt-Richtlinie
5-facher Rotordurchmesser 505 m 5-facher Rotordurchmesser 505 m

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Flächenbedarf Regenerative im Vergleich
Quelle: Recherche BEERMANN

Schriften des Deutschen Institutes für Bautechnik - DIBt Reihe B Heft 8, Fassung März 2004 „Richtlinien für Windenergieanlagen“; Simon/Busse Kommentar BayBO Art. 2 Rd.Nr. 91: Erforderlicher Abstand zwischen einzelnen	WEA	=	5-fachen	Rotordurchmesser	 zur Gewährleistung der Standsicherheit (s. Abschnitt 6.3.3 der Richtlinie).

606 m

67,3 ha
Rotordurchmesser

D
5xD

1.111 m
Maßstab 1 : 7.500

... denn der Wind bleibt!
187

186
Schriften des Deutschen Institutes für Bautechnik - DIBt Reihe B Heft 8, Fassung März 2004 „Richtlinien für Windenergieanlagen“; Simon/Busse Kommentar BayBO Art. 2 Rd.Nr. 91: Erforderlicher Abstand zwischen einzelnen WEA = 5-fachen Rotordurchmesser zur Gewährleistung der Standsicherheit (s. Abschnitt 6.3.3 der Richtlinie).

Energieatlas für den Landkreis Erding

188
        
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