Publication:
2018
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15364765
Path:
ecke

nr. 8 – dez 2018 / jan 2019

köpenicker

Ch. Eckelt

Seite 3: Architekturwettbewerb zum Marinehaus Seite 6/7: Mieter gegen Hausverkäufe
Seite 9: Neue Pläne fürs Postfuhramt Seite 10: Das Eiswerk und sein Investor

Zeitung für das Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt. Erscheint achtmal im Jahr kostenlos.
Herausgeber: Bezirksamt Mitte von Berlin, Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung

Termine

Bilderrätsel: Gewinner gesucht!
Ch. Eckelt

Büro KoSP

Für Fragen rund um das Sanierungsgeschehen
steht das Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement (KoSP GmbH)
telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.
Bitte wenden Sie sich hierzu an: KoSP GmbH,
Andreas Bachmann, Telefon 33 00 28 39,
Urte Schwedler, Telefon 33 00 28 44,
­luisenstadt@kosp-berlin.de

Ein Haus
im Haus
Der Sieger des Architekturwettbewerbs für das
­Marinehaus am Köllnischen
Park steht nun fest

Betroffenenvertretung (BV)
­Nördliche Luisenstadt

Die BV trifft sich an jedem dritten Dienstag im
Monat um 18.30 Uhr im Optionsraum III der
Spreefeld eG im Wilhelmine-Gemberg-Weg 14.
Als Interessenvertretung der Bürger ist sie ein
wichtiges Gremium im Sanierungsgebiet. Die
Sitzungen sind öffentlich, jeder, der dreimal
teilgenommen hat, wird stimmberechtigtes
Mitglied. Die BV freut sich immer über neue
Mitstreiter! Nachfragen und Kontakt: Volker
Hobrack, Telefon 275 47 69
Nächstes Treffen: Di, 15. Januar

Sicher kennen Sie sich in Ihrem Kiez gut aus und wissen, wo dieses Foto aufgenommen wurde!
Wer weiß, wo sich dieser Ort befindet, schicke die Lösung bitte mit genauer Absenderadresse an
die Redaktion: »Ecke Köpenicker«, c/o Ulrike Steglich, Elisabethkirchstraße 21, 10115 Berlin,
oder per Mail an ecke.koepenicker@gmx.net. Unter den Beteiligten verlosen wir einen 20-EuroBüchergutschein der Buchhandlung im »Aufbau-Haus« am Moritzplatz. Einsendeschluss ist
Montag, der 21. Januar. Unser letztes Bilderrätsel zeigte ein Trafohäuschen im Wilhelmine-­
Gemberg-Weg. Gewonnen hat Hanna Kirschner – herzlichen Glückwunsch! Der Preis wird Ihnen
per Post zugesandt.

In eigener Sache
Liebe Leserinnen und Leser,
seit 2011 produzieren wir für Sie die »Ecke
Turmstraße« und »Ecke Müllerstraße«, ab
2014 kam noch die Zeitung »Ecke Köpe­
nicker« für das Sanierungsgebiet Nördliche
Luisenstadt in Mitte hinzu. In diesen Jahren,
in denen wir das Geschehen begleiteten und
Sie über Konzepte, Planungen, Projekte, Akteure und Debatten informierten, sind uns
die drei Gebiete mit all ihren spezifischen
Besonderheiten ans Herz gewachsen.
Vor allem aber waren Sie es, die Bewohner
der Gebiete, die Leserinnen und Leser, die
die Zeitung erst wirklich lebendig machten
und bei denen wir uns bedanken möchten:
Für all die Briefe und Mails, Anrufe und
spontane Gespräche, für Anregungen, Lob
und Kritik, für die Resonanz, die Ermunterung und den Zuspruch – und vor allem für
Ihr Interesse!
Die Zeitung musste nun, wie auch andere
durch die öffentliche Hand finanzierte Projekte, gemäß den Verwaltungsvorschriften

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turnusgemäß neu ausgeschrieben werden.
Da die Ausschreibung, an der wir uns natürlich beteiligten, erst relativ spät veröffentlicht wurde, war bei Drucklegung dieser
Ausgabe das Ergebnis noch nicht bekannt.
Wir hoffen natürlich, dass unsere Bewerbung erfolgreich ist und wir auch in den
kommenden Jahren die »Ecken« weiter für
Sie machen können. Doch unabhängig davon, wer den Zuschlag letztlich erhält und
wie dann die Stadtteilzeitungen heißen und
aussehen werden, ist schon eine Veränderung sicher: Gemäß der Ausschreibung soll
die Zeitung, die bislang achtmal im Jahr erschien, ab 2019 zweimonatlich mit sechs
Ausgaben pro Jahr, dafür aber mit 16 Seiten
statt bisher 12 erscheinen.
Einstweilen aber wollen wir Sie mit dieser
Ausgabe ins neue Jahr begleiten und wünschen Ihnen entspannte und erholsame Feiertage und einen guten Start in das Jahr
2019! Und falls dies unsere letzte »Ecke«
gewesen sein sollte, möchten wir Ihnen an
dieser Stelle danken: Es war uns ein großes
Vergnügen!
Die Redaktion

Stadtteilkoordination

Offene Sprechstunde: mittwochs 15–18 Uhr
Kontakt: Sylvia Euler, KREATIVHAUS e.V.,
Fischerinsel 3, 10179 Berlin, Telefon 238 09 13,
stadtteilkoordination@kreativhaus-tpz.de

Ecke im Web

Alle bisher ­erschienenen Ausgaben sind
als PDF abrufbar auf der ­Website
www.luisenstadt-mitte.de sowie auf der
­Website des Bürgervereins Luisenstadt:
www.buergerverein-luisenstadt.de

Impressum
Herausgeber: Bezirksamt Mitte von Berlin,
Stadtentwicklungsamt
Redaktion: Christof Schaffelder,
Ulrike Steglich
Redaktionsadresse: »Ecke Köpenicker«,
c /o Ulrike Steglich, Elisabethkirchstraße 21,
10115 Berlin, Tel (030) 283 31 27,
ecke.koepenicker@gmx.net
Fotoredaktion:
Christoph Eckelt, eckelt@bildmitte.de
Entwurf und Gestaltung:
capa, Anke Fesel, www.capadesign.de
Druck: BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH,
www.berliner-zeitungsdruck.de
V.i.S.d.P.: Ulrike Steglich
Für den Inhalt der Zeitung zeichnet nicht
der Herausgeber, sondern die Redaktion
verantwortlich.

ADEPT

Welche Ecke?

Ein Raum im Raum, in moderner, schlichter Form, mit Zwischengeschossen, transparent, vielseitig und flexibel nutzbar, der zugleich
den historischen Raum um ihn herum zur Geltung kommen lässt
und durch diesen Kontrast eindrucksvoll eine Symbiose von Alt und
Neu eingeht – der Siegerentwurf des dänischen Architekturbüros
ADEPT aus Kopenhagen fasziniert nicht nur den Betrachter, sondern
überzeugte auch die Jury des Architekturwettbewerbs zur Neuge­
staltung des Marinehauses. Das Wettbewerbsergebnis wurde Mitte
November öffentlich präsentiert.
Die Wiederbelebung des seit mehr als 20 Jahren leer stehenden, über
7.800 Quadratmeter großen Gebäudes am Köllnischen Park 4 in Mitte
ist Teil des Gesamtprojekts »Museums- und Kreativquartier am Köllnischen Park«, das auch die Neukonzeption und Sanierung des Märkischen Museums vorsieht und Teil der Zukunftsstrategie von Direktor Paul Spies für das Stadtmuseum Berlin ist. Das Marinehaus soll
künftig eine Einheit mit dem Museum bilden und als Aktivitätenzentrum und Stadtlabor die Angebote um neue, partizipative Formate
erweitern, in denen Museum, freie Szene und Akteure zusammen
kreativ arbeiten.
Zu diesem Zweck hatte die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) einen Architektenwettbewerb (mit verbindlichen Vorgaben hinsichtlich Denkmalschutz und Kostenober­grenze)
initiiert, an dem sich 14 Architekturbüros beteiligten. Das Preisgericht setzte sich neben den Fachpreisrichtern aus Vertretern der BIM,
der Stiftung Stadtmuseum Berlin, der Senatsverwaltung für Kultur
und Europa sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur
und Medien zusammen.

Der Siegerentwurf des Architekturbüros ADEPT entwickelt das Gebäude als Haus-im-Haus-Konzept. »Der Entwurf bietet sowohl eine
neue, flexible Struktur, die Raum schafft für gemeinschaftliche, kulturelle Nutzungen, und den Erhalt des historisch wertvollen Gebäudes auf unterschiedlichen Ebenen, wodurch die neue Nutzung wie
selbstverständlich in den Stadtraum integriert wird«, so Martin
Krogh von ADEPT.
Der Direktor der Stadtmuseums Paul Spies äußerte sich sehr erfreut
über das Ergebnis des Wettbewerbs: »Mit dem herausragenden Entwurfskonzept des Wettbewerbsgewinners bekommt Berlin einen
neuen, spannenden und offenen Raum für alle Menschen, die sich
mit ihren Ideen in das Berliner Leben einbringen wollen. Als Begegnungsort bringt das Stadtmuseum Berlin im Marinehaus Stadtakteure
und Communitys zusammen. Mit einem Marinehaus als Stadtlabor
stellt sich das Stadtmuseum Berlin als Analyst und Katalysator der
Stadtidentität auf und wird ein wichtiger Ansprechpartner für die
Themen und Debatten der urbanen Gesellschaft sein.«
Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Bauarbeiten im Marinehaus Ende 2022 beginnen und rund drei Jahre dauern. Die Planungen zur Sanierung und Modernisierung des Märkischen Museums
werden parallel dazu laufen. Auch hier ist der Baubeginn für 2022
vorgesehen. Das Museum wird für die geplante Bauzeit schließen.
Die Kosten für das gesamte Bauprojekt liegen bei 65 Millionen Euro
und werden aus Mitteln des Bundes, des Landes Berlin und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.
us
Mehr dazu unter www.stadtmuseum.de

3

Liebe Redaktion,
in diesem Artikel der FAZ (http://m.faz.net/
aktuell/reise/tourismus-berlin-deutschland-15917610.html) steckt sehr viel mehr
Wahrheit als in Euren Beiträgen über die
Studie zu den Nutzungskonflikten in der
ecke von Nov/ Dez 2018. Mit den Zitaten aus
dieser Studie wird der Eindruck erweckt, als
wären die Lärmbelastungen durch Tourismus nicht sonderlich groß. Besonders grotesk ist das Zitat, »dass Gäste des A&O Hos­
tels … keine wesentliche Quelle nächtlicher
Ruhestörungen« seien. Auch in dieser Studie steckt ein Haufen falscher und beschwichtigender Aussagen. Dieses Hostel ist
Hauptverursacher von Lärm und von Verkehrsproblemen in der Köpenicker Straße,
weil es überdimensioniert ist. Das Bezirks­
amt hat in seiner Ignoranz mit einer Betriebs­
genehmigung für 1.600 Betten ein Dauerproblem für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer geschaffen, mit dem es jetzt nicht
mehr umgehen kann. Es ist darüber hinaus
noch peinlicher für die Verwaltung, wenn
nebenan und gegenüber Spätis entstehen,
teils ungenehmigt, die den überbordenden
Tourismus zu einer Gefahr für die Stadtverträglichkeit werden lässt.
Zur Studie ist allerdings auch anzumerken,
dass mit dieser sozialwissenschaftlichen Arbeit überhaupt mal ein anderer Weg der Problembetrachtungen gegangen worden ist.
Doch ob das mit dieser ersten Untersuchung
schon ausreicht, ist sehr zweifelhaft. Richtig
ist die Feststellung der Studenten, dass eine
deutliche Diskrepanz in der Wahrnehmung
des Gebietes zwischen der Verwaltung und
den Anwohnern besteht. Doch was folgt daraus für den Arbeitsstil der Verwaltung?
Auch das Lob an Herrn Haas über sein Moderieren des Runden Tisches ist zu kurz gegriffen. Ich kann den dicken Ordner mit den
Protokollen aller Runden-Tisch-Beratungen
aus mehreren Jahren mitbringen und aufzeigen, wie lange wir Anwohner uns in diesem
Gremium mit immer denselben Problemen
beschäftigen. Durchschlagende und nachhaltige Verbesserungen sind nicht eingetreten. Das Format des Runden Tisches in der
bisherigen Form ist abgenutzt und wenig
wirkungsvoll. Wenn die Termine des Runden Tisches nicht vom Vormittag auf den

4

Abend verlegt werden, sind alle Berufstätigen von vornherein von der Mitarbeit ausgeschlossen. Diese Anwohnergruppe ist aber
immer noch die Mehrheit der Anwohner.
Außerdem sind dem Moderator die Hände
gebunden, wenn er Fachleute aus den Verwaltungsabteilungen (z.B. aus dem Umweltamt oder der Gewerbeaufsicht) nicht verbindlich einladen und zum Berichten über
Missstände verpflichten kann. Die bisherige
Verfahrensweise hat den Anschein der Funktion eines Dampfablassventils.
Da ich nach wie vor ein Fan der ecke Köpenicker bin, möchte Euch bitten, mein Schrei­
ben als Leserbrief in der nächsten Ausgabe
zu veröffentlichen.
Mit Adventsgrüßen Volker Hobrack
Anm. d. Red.: In der letzten Ausgabe Nr.
7/2018 wurden die Ergebnisse der von Studierenden der HU erstellten »Studie zu Nutzungskonflikten« thematisiert. Dazu gehörte
ein Gastbeitrag eines der Autoren der Studie.
Die Inhalte und Aussagen dieses Textes liegen ausschließlich in der Verantwortung des
Autors, was nicht bedeutet, dass die Redaktion jede der veröffentlichten Aussagen und
Meinungen teilt. Keineswegs ist es unsere
Absicht, die unbestreitbaren Probleme und
Belastungen durch den Massentourismus
herunterzuspielen oder zu verniedlichen.
Vielmehr haben wir in den letzten Jahren oft
und immer wieder über die Belastung des
Gebiets durch Müll, Lärm, Reisebusse etc.
berichtet und nehmen dabei die Kritik der
Anwohner überaus ernst.

Liebe Macher der Ecke Köpenicker,
zunächst möchte ich mich mal der Stimme
aus dem Heft Nr. 6 anschließen – Sie machen eine sehr gute Arbeit und jede/r die/der
sich für den Kiez interessiert, erfährt durch
Ihr Heft viel Wissenswertes. Ich persönlich
lese es sehr gern, auch wenn ich in diesem
Kiez nur arbeite.
Sie wollten aber auch die Meinung zur Park­
raumbewirtschaftung haben. Unser Bemühen, für zwei Kolleginnen eine Parkraumplakette zu bekommen, war außerordentlich
aufwendig und bürokratisch – also ganz anders, als von einigen Anwohnern beschrieben. Neben dem Grund für eine solche Plakette, was ja noch nachzuvollziehen wäre,
mussten wir unsere Gründungsurkunde
(oder Handelsregisterauszug) hinterlegen.
Unsere Geschäftsführung musste ihren Senf
dazugeben und wir mussten unseren Mietvertrag hinterlegen, was alles ja etwas aberwitzig ist, denn wer beantragt für sage und
schreibe 160 Euro Plakettengebühr und 80
Euro Bearbeitungsgebühr für drei Jahre eine
Genehmigung, die er eigentlich nicht benötigt … Da wiehert mal wieder der Amtsschimmel. Noch dazu kommt, dass es in unserem Abschnitt fast gar keine An­woh­
ner*innen gibt, die davon profitieren, dass
wir nicht mehr oder in der Zahl parken …

Marktplätze der neuen Art!
Als die Potsdamer Platz Arkaden 1998 als neueste Errungenschaft mit
viel politisch-medialem Getöse eröffnet wurden, musste ich lachen.
Ich war gerade aus Nordirland zurückgekommen, das von drei Jahrzehnten Bürgerkrieg schwer gezeichnet war, und dort gab es in jeder
Stadt mindestens eine Shopping Mall. Die Potsdamer Platz Arkaden
sahen ziemlich genauso aus.
In Berlin schossen danach an jeder Ecke Malls und Center aus dem
Boden, spätestens ab der fünfzigsten fragten sich Beobachter, wie
lange das noch gut gehen könnte. Nun, nach der Eröffnung der 69.
Mall, kehrt Ernüchterung ein. Immer öfter bleiben Ladeneinheiten
leer, wird hart um Mieter gerungen. Die Konkurrenz untereinander
und vor allem der boomende Online-Handel macht den Einkaufstempeln zu schaffen. Und so, wie die über hundertjährige Tradition
der Kaufhäuser zu Ende ging (nachdem sie ihrerseits den alten Geschäftsstraßen das Überleben schwer gemacht hatten), ist auch die
Zeit der Malls nicht unendlich. Schon gibt es Bilder und Berichte von
verlassenen Centern in den USA, die das rasant wachsende OnlineGeschäft nicht überlebten. Natürlich: Berlin ist nicht der Mittlere
Westen. Aber auch hier wird man sich darauf einstellen müssen, dass
den Potsdamer Platz Arkaden, die nach 20 Jahren jetzt deutlich verkleinert werden, noch weitere folgen.
Und dann? Was passiert mit den Gebäuden, wenn die ersten kleinen
und größeren Center leer stehen?
Sicher ist, dass Läden, Geschäfte und Cafés ebenso wenig aussterben
werden wie das gedruckte Buch. Gerade in der Vorweihnachtszeit
war auch eine neue Sehnsucht zu beobachten: Warum waren etwa

die Kreuzberger Markthalle, der kleine, feine Weihnachtsmarkt auf
dem Weddinger Leopoldplatz oder auch gute Trödelmärkte so gut besucht? Viele Leute sind es einfach leid, in der 120. Nanu-Nana-Filiale
Geschenke zu suchen. Und kommen die Touristen wirklich, um
­begeistert im 150. Berliner »H&M« zu shoppen? Denn wohin auch
immer man kommt, wartet in den Innenstädten der selbe KettenEinheitsbrei: Zara, Douglas, Starbucks, McDonalds.
Gerade in Berlin, das sich mit dem Mauerfall wieder einmal neu erfinden musste, eröffnen sich auch heute neue, eigene Chancen. Sie
liegen – wie so oft – vor allem im immateriellen Reichtum der Stadt:
In der Kreativität und Improvisationskunst, in der Zuwanderung vor
allem vieler junger, motivierter Menschen aus aller Welt, ob aus
­Bulgarien, Großbritannien, Syrien, Frankreich, den USA, Italien oder
der Türkei. All die kleinen Start-Ups, die neuen Technologie-und
Dienstleistungsfirmen, die neuen Communities brauchen auch eine
Infrastruktur, in der es nicht nur um Konsum geht, sondern auch um
Kommunikation. Wo bleiben die British Shops, in denen man nicht
nur Marmeladen oder Tee kaufen, sondern auch bei einem Tee und
einem Sandwich mit anderen schwatzen kann? Wo sind die kleinen
Center mit originär polnischen oder bulgarischen Spezialitäten, von
Lebensmitteln bis hin zu Büchern oder Geschirr, mit kleinen guten
Imbissen und auch Ausstellungen? Wo das kleine Zentrum mit einer
Vielfalt von Upcycling-Produkten? Und welcher Firmenmitarbeiter
möchte jede Mittagspause bei geliefertem Salat und To-Go-Kaffee im
Büro verbringen und ginge nicht viel lieber – wie viele Anwohner
auch – mit Kollegen in kleine Cafés oder nette Imbisse mit einem
guten preiswerten Mittagstisch?
Die Stadt lebt nicht nur von Touristen, Clubs, Spätis und Ketten, sie
lebt vor allem durch ihre Bewohner. Sie braucht Marktplätze der
neuen Art – ob drinnen oder draußen.
us

Bildecke
Ch. Eckelt

Ch. Eckelt

Leser-Ecke

Mit herzlichen Grüßen,
Dorette Lück, BBE Geschäftsstelle
gemein­nützige GmbH, Verwaltungsleitung

5

dass der alte Hausverein, der 1998 schon mal
im Abwehrkampf gegen über­zogene Modernisierungsmaßnahmen ge­grün­det worden
war, wieder aufgelebt ist und dass sich die
Mieter mit denen aus anderen Häusern zusammentun, die von derselben für Luxus­
modernisierungen bekannten schwedischen
Invest­mentfirma »Akelius« aufgekauft sind
oder aufgekauft werden sollen. Dazu gehören auch die Häuser Triftstraße 54 und Maxstraße 28 in den Weddinger Milieuschutzgebieten Sparrplatz und Leopoldplatz.

Das Netzwerk »Häuser
­bewegen« leistet emotionale
Hilfe für betroffene Mieter

Auch die Verwaltung zeigt Einsatzwille

Die Bewohnerinnen und Bewohner des
Miets­hauses Amsterdamer Straße 14 und
Malplaquetstraße 25 im Milieuschutzgebiet
»Leopoldplatz« kennen die Situation aus eigener Erfahrung. Ihr Haus wurde Ende 2017
verkauft und war das erste, für das der Bezirk Mitte im Januar 2018 eine sogenannte
»Abwendungsvereinbarung« erstritten hat,
die den neuen Eigentümern zu weitreichenden Konzessionen an die Mieter verpflichtet. Für die Bewohner fühlte sich das dennoch wie eine Niederlage an, denn sie hatten gleichzeitig in einem großen Kraftakt
eine alternative Finanzierung aufgebaut und
hätten das Haus selbst erwerben können,
falls der Käufer diese Vereinbarung nicht
­unterzeichnet hätte. »Wir haben in diesen
Wochen so viel Wissen aufgehäuft, dass wir
selbst schon zu Experten geworden sind«, so
erzählen sie heute.

»Eure Tipps waren unheimlich wichtig«
Auf einer Veranstaltung in der »Werkstatt«
im Haus der Statistik am 6. Dezember diskutierten sie mit dem Bezirksstadtrat Ephraim
Gothe und vor allem mit Vertreterinnen und
Vertretern anderer Hausgemeinschaften, die
sich in einer ähnlichen Situation befinden.
Denn ihr Verein »AmMa 65« widmet sich
jetzt der Unterstützung dieser Mieter und
dem Aufbau des Netzwerks »Häuser Bewegen« und wird dabei vom Bezirk gefördert.
»Die Hilfe durch ›Häuser Bewegen‹ war am

6

Ch. Eckelt

Der boomende Immobilienmarkt in Berlin
lockt nicht nur Spekulanten in unsere Stadt.
Er entfacht auch die Ängste der meisten
­Mieter. Und wenn es dann tatsächlich soweit
ist und das Haus, in dem man wohnt, verkauft wird, fühlt man sich meist hilflos und
verzweifelt. Man braucht dann nicht nur
Rechts­beratung durch Mieterorganisationen
und gegebenenfalls den administrativen Beistand des Stadtplanungsamtes, sondern vor
allem erst einmal emotionale Unterstützung.

Anfang für uns das Allerwichtigste«, berichtete etwa eine Mieterin des Wohnhauses
Sanderstraße 11 im Neuköllner Milieuschutz­
gebiet Reuterplatz. »Die sagten nicht: Kommen Sie bitte in unsere Sprechstunde, sondern fragten: Wann können wir bei euch
vorbeikommen? Und sie waren uns auch vor
allem seelisch und emotional eine große
­Hilfe, weil sie genau wussten, was wir gerade durchmachten.«
Bei der Sanderstraße 11 hatte die Wohnungsbaugesellschaft »Stadt und Land« abgelehnt,
in den Kauf einzutreten, weil sie das wirtschaftlich nicht für vertretbar hielt. Die
Mieterinnen und Mieter hatten aber aus eigener Kraft eine andere Wohnungsbaugesellschaft zusammen mit einer Genossenschaft dafür gewinnen können. Der Käufer
aus Frankfurt am Main unterzeichnete deshalb die Abwendungsvereinbarung, wobei er
allerdings einige Passagen der vom Bezirk
vorgelegten Vorlage eigenmächtig veränderte. Deshalb steht jetzt wieder das Vorkaufs-

recht im Raum, möglicherweise kommt die
von den Mietern favorisierte Lösung ja dennoch zustande. Ein ziemliches Hin und Her
also, wobei die Initiative der Mieter entscheidend war, die unter großem zeitlichen
Druck agieren mussten: »Eure Tipps dazu
waren unheimlich wichtig!«

Jeder Fall ist anders
Aber jeder Fall ist anders gelagert und auf
der Veranstaltung kamen viele Fälle zur
Sprache. In einigen Häusern fällt es schwer,
die sprachlich und kulturell sehr unterschied­
liche Bewohnerschaft zu einer Hausversammlung zusammenzubringen. Die Gleimstraße 56 in Prenzlauer Berg organisierte
dagegen quasi im Handumdrehen gleich ein
ganzes Straßenfest. In vielen ­Fäl­len liegt das
Haus auch nicht in einem Milieuschutzgebiet, so dass der Bezirk kein Vorkaufsrecht
ausüben kann. Eine Mieterin aus der Torstraße 225 berichtete zum Beispiel davon,

Recht gut scheint im Bezirk Mitte auch die
Zusammenarbeit mit der Bezirksverwaltung
zu funktionieren. Das zeigte sich am Beispiel der Koloniestraße 10 im Milieuschutzgebiet Reinickendorfer Straße, wo am Tag
der Veranstaltung frühmorgens Bauarbeiter
eingerückt waren, um Garagen auf dem
Grundstück abzureißen, aber die dazu notwendige Genehmigung des Stadtplanungsamtes nicht vorweisen konnten. Das von
den Mietern alarmierte Amt verhängte umgehend einen Baustopp. Angeblich sei sogar
ein Mitarbeiter des Umweltamtes aufgetaucht, der sich mit einem Fotoapparat bewaffnet auf die Suche nach Spuren geschützter Fledermäuse und Vögel machte, um dem
Bezirk gegebenenfalls eine weitere Handhabe gegen den Abriss zu verschaffen. Die Mitarbeiter der Verwaltung sind ja meist auch
Mieter und kennen deshalb die Ängste, die
man im Berlin davor hat, dass das Haus, in
dem man wohnt, von einer fremden Macht
übernommen wird.
Die emotionale Hilfe, die der Verein AmMa
65 den direkt Betroffenen anbietet, strahlt
deshalb auch auf die Nachbarschaft aus. Das
mit Transparenten geschmückte Haus ist im
Malplaquetkiez jedenfalls ein Symbol dafür,
dass man sich nicht widerstandslos diesen
Mächten ergeben muss. Ein Nachbar habe
ihr einmal erzählt, so berichtet eine Bewohnerin, wie das auf ihn wirke: »Immer wenn
ich an Eurem Haus vorbeikomme, lächle
ich.«
cs
Kontakt zu »Häuser bewegen« nimmt man
am besten über die Website »amma65.de« auf.
Dass auf der Veranstaltung nicht von Häusern
aus Moabit die Rede war, liegt daran, dass
dort schon seit vielen Jahren ein anderes Netzwerk für solche Fälle existiert, der »Runde
Tisch Gentrifizierung Moabit«. Dieser trifft
sich regelmäßig an jedem zweiten Dienstag im
Monat um 19 Uhr in der Kontaktstelle PflegeEngagement in der Lübecker Straße 19.
Über facebook kann man Kontakt aufnehmen:
www.facebook.com /mietenalarm

Bezirk baut
­Milieuschutz aus
Auch die Nördliche Luisenstadt soll
untersucht werden
Der Bezirk Mitte setzt zu Jahresende 2018
vier neue Milieuschutzgebiete fest. In den
dann insgesamt zwölf »sozialen Erhaltungsgebieten« von Mitte leben etwa 150.000
Menschen – knapp 40 % der Bezirksbevölkerung.
Vier der neueren Gebiete liegen im Altbezirk Wedding: Zum Jahresende kommt das
Gebiet »Humboldthain Nord-West« hinzu,
schon seit September sind die Gebiete »Reinickendorfer Straße«, »Koloniestraße« und
»Kattegatstraße« ausgewiesen. Sie erfassen
damit zusammen einen Großteil der Wohnbereiche entlang der Panke. Seit Mai 2016
gibt es außerdem die Milieuschutzgebiete
»Seestraße« (Brüsseler Kiez und südliches
Afrikanisches Viertel), »Sparrplatz« und
»Leopoldplatz«.
Ein relativ kleines Milieuschutzgebiet
(»Tho­masiusstraße«) entsteht in Moabit
neu und ergänzt die beiden alten und größeren Gebiete »Birkenstraße« und »Waldstraße«. Ein großes Gebiet (»Tiergarten-Süd«)
entsteht neu in der Gegend um die Lützowstraße und sogar in Alt-Mitte wird im ehemaligen »Scheunenviertel« rund um die
Volksbühne ein kleines neues Milieuschutzgebiet festgesetzt (»Alexanderplatzviertel«).

Neu ausgeschrieben werden soll dagegen
eine Untersuchung, ob sich auch Teile der
Nördlichen Luisenstadt zur Festsetzung eines Milieuschutzgebietes eignen. Eine erste
Ausschreibung hatte im Herbst 2018 stattgefunden, aber keinen Bewerber gefunden.
Offenbar sind die Büros, die diese Arbeit
übernehmen können, derzeit sehr ausge­
lastet und müssen erst neue fachkundige
Mitarbeiter finden: Milieuschutz hat gegenwärtig auch anderswo in Berlin Konjunktur.
Im November haben darüber hinaus die Bezirke Mitte, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg
den »Bezirklichen Arbeitskreis Vorkaufsrecht« gegründet, in dem sie sich über ihre
Erfahrung austauschen und Empfehlungen
an den Senat formulieren. So wurde beispielsweise der Senat dringend aufgefordert,
einen »revolvierenden Fonds« einzurichten,
mit dessen Geldern das Land Berlin bei
»Vorkaufsrechtsfällen« die Häuser direkt
aufkaufen kann, um sie dann später an eine
Wohnungsbaugesellschaft oder -genossenschaft weiter zu veräußern und mit den
­Erlösen den Fonds wieder aufzustocken.
­Damit soll der Zeitdruck gelockert werden,
unter dem bisher die Wohnungsbauge­
sellschaften ihre Entscheidungen treffen
müssen. Weiterhin soll ein Erfahrungsaustausch mit der Stadt München stattfinden,
die das Vorkaufsrecht in Milieuschutzgebieten schon seit langem praktiziert.
cs

Ch. Eckelt

Wenn unser
Haus verkauft wird …

7

Neue Perspektiven
für das Postfuhramt
Irischer Investor plant Wohnen
und Gewerbe

Auch 2018 ist die Berliner
Kältehilfe aktiv

8

Ch. Eckelt

Nahezu zeitgleich mit dem obligatorischen
Start der »Berliner Kältehilfe« Anfang November kamen die ersten frostigen Nächte
und sehr kalten Tage. Winterlich kalt bleibt
es auch weiterhin. Darunter leiden vor ­allem
jene, die keine feste Bleibe haben und auf
der Straße leben. Und das sind in Berlin immer mehr: Die Zahl der Obdachlosen in Berlin ist hoch und steigt, bedingt durch Wohnungsnot, steigende Mieten, aber auch der
Zuwanderung aus Osteuropa, weiter an. Unübersehbar ist das vor allem in den Innenstadtbezirken wie Mitte, die wegen ihrer
zentralen Lage und guten Infrastruktur noch
etwas bessere Überlebensmöglichkeiten für
Wohnungslose bieten, zumal sich hier auch
zentrale Anlauf- und Hilfestellen wie beispielsweise die Bahnhofsmissionen am Zoo,
am Haupt- und am Ostbahnhof befinden.
Doch die Gesamtsituation wird in diesem
Jahr noch prekärer, denn die zur Verfügung
stehenden Notübernachtungsplätze reichen
längst nicht für alle, und die BVG hat sich
nach langem Ringen dazu entschlossen, wegen möglicher Sicherheitsprobleme in diesem Jahr nur zwei Berliner U-Bahnhöfe
auch nachts offen zu halten.
Die »Berliner Kältehilfe« ist ein in Deutschland einmaliges Programm, das 1989 von
Berliner Kirchengemeinden und Wohlfahrts­
verbänden und vom Senat ins Leben gerufen
wurde, um obdachlosen Menschen eine
­unbürokratische Übernachtungsmöglichkeit
während der kalten Jahreszeit anzubieten.
Zahlreiche Träger – Kirchengemeinden, Ver­
bände, Vereine und Initiativen – beteiligen
sich mit eigenen Angeboten wie Beratungsstellen, Notübernachtungen, Nachtcafés,
Suppenküchen, Treffpunkten am Kältehilfeprogramm, um zu verhindern, dass Menschen ohne Unterkunft in Berlin erfrieren
müssen. Diese Projekte werden aus Zuwendungen des Landes Berlin bzw. der Bezirksämter finanziert, sowie aus Mitteln der Liga
der Wohlfahrtsverbände und mit Hilfe von
Spenden. Ohne die Unterstützung Ehrenamtlicher vor Ort wären viele Projekte nicht

Der Eigentümer des ehemaligen Postfuhr­
amts hat beim Bezirk Mitte einen Bauantrag
für das Grundstück eingereicht. Sein Architekt stellte das Vorhaben dem Sanierungsbeirat der Nördlichen Luisenstadt vor. Geplant
ist u.a. eine »Wohnstraße mit stillem Gewerbe«.

realisierbar. Über diese vielfältigen Ange­
bote informiert die Kältehilfe und die dafür
entwickelte Website. Die Mitarbeitenden des
Kältehilfe-Telefons (und der daran angeschlossenen Datenbank) sammeln, aktualisieren und veröffentlichen die Angebote
­nahezu tagesaktuell.
Bis 31. März sind zudem jeden Abend bis in
die frühen Morgenstunden ein Kälte- und
ein Wärmebus in Berlin unterwegs, um
Menschen ohne Unterkunft aufzusuchen, zu
versorgen und kostenfrei in die verfügbaren
Notunterkünfte zu bringen. Als Kältebahnhöfe sind die U-Stationen Moritzplatz (U8)
und Lichtenberg (U5) nachts geöffnet. An
den Eingängen der U-Bahnhöfe gibt es mo­
bile, beheizte Warte- und Wärmehallen und
mobile Toiletten. Streetworker-Teams sowie
Sicherheitsmitarbeiter der BVG sind vor Ort.
Die Berliner Stadtmission übernimmt die
soziale Betreuung am U-Bahnhof Moritzplatz, die Sozialgenossenschaft Karuna e.G.
am U-Bahnhof Lichtenberg. Beide Bahnhöfe
werden regelmäßig vom Kältebus angefahren. Doch der kann nicht überall sein.
Auch in Ihrer näheren Umgebung halten
sich viele Obdachlose auf. Wenn Sie vermuten, dass die Person unter der Witterung leidet oder dringend Hilfe braucht, sprechen
Sie sie höflich an, ob sie etwas braucht oder
Hilfe annehmen will. Tagsüber sind in Berlin auch Streetworker von Fixpunkt oder
Gangway e.V. an den bekannten Brennpunkten unterwegs. Dennoch kann es sein, dass
hilfebedürftige Menschen akut unversorgt
und gefährdet sind. Wenn die betroffene
Person Hilfe annehmen möchte, rufen Sie
den Wärmebus des Berliner Deutschen Roten Kreuzes an (Telefon 0170-910 00 42),
der täglich von 18–24 Uhr unterwegs ist,

oder zwischen 21 Uhr und 3 Uhr den Kältebus der Berliner Stadtmission (Telefon 0178523 58 38).
Wenn die Person hilflos wirkt, nicht ansprechbar ist oder sich oder andere möglicherweise in eine akute Gefahrensituation
bringt, informieren Sie bitte die nächste
­Polizeidienststelle: 110. Bei drohender Lebensgefahr und akuten gesundheitlichen
Gefährdungen alarmieren Sie bitte sofort
den Rettungsdienst: 112.
Seit Ende letzten Jahres ist zudem die Kältehilfe-App, die von der GEBEWO pro gGmbH
zusammen mit der Berliner facilioo GmbH
entwickelt wurde, kostenlos für IOS und Android verfügbar. In der App ist die gesamte
Hilfelandschaft der Berliner Kältehilfe abgebildet, sie soll obdachlosen Menschen die
Suche nach einem Schlafplatz, einer warmen Mahlzeit oder medizinischer Versorgung erleichtern. Die Website der Berliner
Kältehilfe bietet außerdem Wegweiser durch
die einzelnen Angebote, auch auf Bulgarisch, Russisch, Polnisch und Englisch. Als
Druckausgabe ist der Kältehilfewegweiser
in der »GEWEBO pro«-Beratungsstelle für
Woh­nungsnotfälle und Existenzsicherung
(Taborstraße 17, Kreuzberg) verfügbar und
kann dort während der Öffnungszeiten abgeholt werden.
Besonders im Winter kann Schlafen auf der
Straße für Menschen lebensgefährlich werden. Sehen Sie bitte nicht weg, wenn Sie
eine Erfrierungsgefahr erkennen!
Wer mehr über die Kältehilfe erfahren, Angebote anmelden, sich selbst ehrenamtlich
engagieren oder spenden möchte (auch
Sachspenden), kann sich auf der Website
www.kaeltehilfe-berlin.de umfassend informieren.
us

Auf dem großen Grundstück zwischen der
Köpenicker Straße 132 und der Melchiorstraße 9 verfallen schon seit Jahrzehnten die
historischen Hallen des ehemaligen Postfuhramtes. Seit dem Jahr 2007 ist es im Besitz eines familiengeführten irischen Immobilienentwicklers. Viele sehen das Areal als
Paradebeispiel für spekulativen Leerstand in
Berlin. Sie tun damit dem Eigentümer aber
Unrecht. Denn der hat sehr wohl versucht,
das Gelände zu entwickeln, ist in der Vergangenheit aber an der europäischen Störfall-Richtlinie gescheitert. Die verbietet den
Neubau von Wohnungen im Umfeld von
störanfälligen Industriebetrieben. Und genau so ein Betrieb befindet sich in unmittelbarer Nähe: Das Kreuzberger Unternehmen
OTEK in der Köpenicker Straße 147 beschichtet Metalle und geht dabei mit giftigen Materialien um. Erst nach einem vom
Investor bezahlten Gutachten des TÜV wurde Anfang 2018 der vorgeschriebene Sicher-

heitsabstand von 260 auf 215 Meter ver­
ringert. Das Postfuhramt-­Gelände liegt nun
außerhalb des Gefahrenkreises.
Die meisten der alten Hallen sind aber inzwischen so verfallen, dass sie nicht mehr zu
retten sind. Nur die zentrale Generatorenhalle mit ihrer acht Meter hohen Decke soll
erhalten bleiben, dazu das Portiershaus an
der Melchiorstraße und das Portal an der
Köpenicker Straße, das um 90 Grad verschwenkt wird und hier den Eingangsbereich zum Anwesen markieren soll. Keines
dieser Gebäudeteile steht unter Denkmalschutz. Auf dem Gelände entsteht insgesamt
eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe,
wobei der Anteil des Gewerbes gegenüber
den ursprünglichen Vorstellungen des Investors deutlich gestiegen ist. Das ist derzeit
überall in Berlin zu beobachten und reflektiert die hohe Nachfrage nach (und den gestiegenen Preis von) Gewerbeimmobilien.
Beim Postfuhramt kann der Eigentümer jedoch ein zusätzliches Argument einbringen:
Wird das geplante Quergebäude direkt hinter dem alternativen Wohnprojekt Köpenicker Straße 137 gewerblich genutzt, so entschärft das potenzielle Konfliktlagen auf
dem Gelände, wenn etwa in der »Köpi«
abends Feste und Konzerte stattfinden. Natürlich erleichtert das aber auch die Vermarktung der Generatorenhalle im Zentrum
des entstehenden Hofes. Denn indem er die
Gewerbenutzung ins Blockinnere zieht,
wird diese historische Halle zum Teil eines
Gewerbehofes mit einem besonderen und
unverwechselbaren Ambiente und somit
auch gut als Präsentationsraum nutzbar. Als
gewerblichen Nutzer stelle sich der Investor
ein Unternehmen aus der Tech-Branche vor,

erklärte der Archi­tekt Jonas Olfer von der
»Patzschke Planungsgesellschaft« bei der
Vorstellung des Projekts. Bis zu 550 Arbeitsplätze könnten in den gewerblich genutzten
Teilen Platz finden, zu dem auch eine gastronomische Einheit gehören soll. Mehrere Läden sind in der Erdgeschosszone entlang der
Köpenicker Stra­ße geplant.
Auf der anderen Seite der Generatorenhalle
würde dagegen eine »Wohnstraße« durch
den Block entstehen, zu der auch eine Kita
samt der dafür notwendigen Freiflächen für
45 Kinder gehört. Nach dem derzeitigen
­Planungsstand würden dort insgesamt 225
Wohnungen entstehen, davon 80 Mikro­
apartments. Nach Rücksprache mit dem
Stadtentwicklungsamt wurde die Zahl dieser
Kleinstwohnungen deutlich reduziert (im
»Holzuferblock« auf der gegenüberliegenden Seite der Köpenicker Straße sind bereits
zwei Wohnanlagen mit 212 und mit 112
Mikro­apartments in Betrieb und zwei weitere im Aufbau begriffen). Ansonsten sind vor
allem 40- und 50-Quadratmeter-Wohnungen geplant, die bei Bedarf jedoch paarweise
zusammengelegt werden könnten. Architekt
Jonas Olfer ging vor dem Sanierungsbeirat
zwar davon aus, dass es Mietwohnungen
werden sollen. So richtig glaubhaft wirkte
das allerdings nicht. Denn das Geschäfts­
modell des angelsächsischen Investors besteht ja eigentlich aus der Entwicklung von
Eigentumswohnungsanlagen – auch in Char­
lottenburg errichten er bzw. seine Töchter
derzeit in der Englischen Straße eine solche
mit 272 Wohneinheiten. Zudem macht es bei
Mietwohnungen wenig Sinn, sie paarweise
zu bauen, um sie leicht zusammenlegen zu
können. Anders ist das jedoch bei Eigentumswohnungen, die sich dann besser vermarkten lassen.
Für die Baugenehmigung spielt das aber
­keine Rolle. Es gibt für den Bezirk auch im
Sanierungsgebiet keine rechtliche Hand­
habe, einen späteren Verkauf von Eigentumswohnungen auszuschließen. Und möglicherweise denkt der Investor ja tatsächlich
darüber nach, das Postfuhramt-Gelände in
seinem Bestand zu belassen. Denn das könnte seiner Familie langfristig Renommee einbringen.
cs

Ch. Eckelt

Auf Hilfs­
bedürftige
achten!



9

Ch. Eckelt

Brand im Dachstuhl
Erste Arbeiten am »Eiswerk«-Vorhaben haben bereits begonnen

10

Die alte Eisfabrik an der
Spree

zwei­ten Workspace-Standort für kreative,
schnell wachsende Unternehmen der Digital- und Technologiewirtschaft betreiben.
Künftig sollen hier über 700 Techspace-Mitglieder arbeiten können.
Entlang der Straßenfront wird die Baulücke
neben dem historischen Wohnhaus mit
­einem Wohnungsneubau geschlossen. Nach
Abschluss der Neubau- und Sanierungs­
arbeiten werden insgesamt ca. 55 Mietwohnungen mit Flächen zwischen 40 m² und
150 m² zur Verfügung stehen, geplant sind
hier auch drei kleine Gewerbeeinheiten z.B.
für Geschäfte oder Cafés.
Der auch in Berlin sehr aktive Projektentwickler Trockland ist bekannt für sein
­starkes Interesse an geschichtsträchtigen
Standorten mit besonderem historischen
Hintergrund – gerade in Berlin ist Geschichte ein gewichtiges Marketing-Argument.
Zum Trock­land-Portfolio gehören auch die
letzten beiden Brachen am Checkpoint
Charlie, die in diesem Jahr für Schlagzeilen
sorgten. Denn die Trockland-Pläne und die
Vereinbarungen mit dem Senat für das Areal
wurden wegen seiner weltgeschichtlichen
Bedeutung zu Recht, wenn auch spät, Gegenstand einer breiten öffentlichen Stadtdebatte. Angesichts der Kritik an der geplanten
dichten Bebauung mit Wohnungen, Büros,
Geschäften und einem Hard-Rock-Hotel sah
sich der Senat veranlasst, seine Pläne zu
überdenken, worauf Trockland unter Druck
geriet und wiederum scharfe Kritik am Senat äußerte. Trockland hat bislang nur die
Grundschuld für die Grundstücke für ca. 75
Mio. Euro erworben und sich zwar bereits
im Grundbuch als künftiger Eigentümer vormerken lassen – doch noch verfügt das Land
Berlin über weitgehende Vorkaufsrechte.
Aber auch der Projektentwickler selbst wurde nun von den Medien genauer unter die

Lupe genommen. Vor allem das weitverzweigte Finanzierungsnetzwerk der Trockland-Gruppe mit einer großen Zahl teilweise
ineinandergeschachtelter Firmen und Verbindungen zu Steueroasen oder zweifelhaften Gesellschaftern sorgte für große Aufmerksamkeit und wurde auch vom Senat als
problematisch gesehen.
Auf die Entwicklung des Eisfabrik-Areals hat
all das freilich keinen Einfluss.
us

Verabschiedet

Es ist kaum zu glauben, aber im November
ging Wolf-Dieter Blankenburg, Mitarbeiter des
Stadtplanungsamts, tatsächlich in den Ruhestand. Viele Jahre war »Blabu«, so sein kurzer
wie liebevoller Spitzname bei Freunden und
Kollegen, für das Bezirksamt Mitte tätig und
betreute vor allem diverse Sanierungsgebiete
des Bezirks. Wir lernten ihn Anfang der 90er
Jahre beim Sanierungsbeirat für das Gebiet
Spandauer Vorstadt in Alt-Mitte kennen, eines
der ersten Sanierungsgebiete in den Ostberliner Bezirken, das er damals zusammen mit
den Kolleginnen Anke Ackermann und Birgit
Nikoleit betreute. Das umfangreiche westdeutsche Planungs- und Sanierungsrecht war auch
für die Verwaltung Neuland, das quasi von
heute auf morgen erschlossen werden musste.
– In den letzten Jahren betreute er, wiederum
mit Anke Ackermann und Birgit Nikoleit, das
Sanierungs- und Erhaltungsgebiet Nördliche
Luisenstadt. Dass er jetzt das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht hatte, war ihm nicht
anzumerken. Viele, die mit ihm zu tun hatten,
werden ihn mit seiner Kompetenz, seinem
Humor, seiner unverwechselbaren direkten
Art sehr vermissen, auch wenn ihm natürlich
nach den langen intensiven Arbeitsjahren die
neue Freizeit sehr zu gönnen ist. Tschüss,
Blabu!

Bei meinen Spaziergängen führt mich mein
Weg immer wieder um die alte Eisfabrik herum. Dabei gehen wir normalerweise von der
Köpenicker in die neue Stichstraße namens
Wilhelmine-Gemberg-Weg an der sogenannten Seifenfabrik vorbei über den Strand der
Spreefeld-Genossenschaft und folgen dem
Fußweg durchs Tipi-Dorf.
Ausdrücklich kann ich diese Strecke empfehlen, noch jedes Mal fühlten wir uns als
Passanten im Tipi-Dorf herzlicher von den
Bewohnern willkommen als in jeder normalen Kleingartenanlage. Von den Großstadtindianern hat man heutzutage den besten
Blick auf das, was von der Eisfabrik nach Besetzung, Räumung, teilweisem Abriss, Leerstand und mehrfachem Brand noch übrig
ist.
Die Berliner Eisfabrik ist die älteste noch erhaltene Eisfabrik Deutschlands. Dabei denkt
man heutzutage an Speiseeis, aber in der ab
1896 gebauten Anlage wurde von der Norddeutsche Eiswerke AG Stangeneis produziert: gefrorenes Wasser, das in 1,50 Meter
langen Blöcken mit 20 mal 20 Zentimeter
Kantenlänge an die Kundschaft gebracht
wur­de. Das waren Kneipen, Brauereien,
Obst­handlungen und Haushalte. Sogar die
Milch auf den Wagen der Meierei Carl Bolle
wurden mit dem Eis aus der Luisenstadt gekühlt, kein Wunder, hatte Carl Bolle selber
doch 1872 die Eiswerke gegründet und das
Grundstück 1893 erworben.
Das klingt nach einer grauen Vergangenheit,
aus der es kaum noch Zeugen geben kann.
Aber dieses Stangeneis wurde hier in dem
seit 1952 VEB Kühlhaus Süd-Ost genannten
Werk noch bis 1991 hergestellt, als Deutschland schon wiedervereinigt war.
Am exotischsten, aber auch am zukunftsweisendsten ist aus heutiger Sicht ein Plan von
1926, nach dem das Kühlwasser dieser Eisfabrik das Engelbecken an der Michaelkirche
speisen sollte. Die Vorstellung, dass dieses
Gotteshaus im grauen Berlin sich zwischen
Palmen in einem indischen Teich als Taj Majal spiegelt, hat auch heute noch ihren Reiz.
Geplant war das vom Architekten des Parks

Archiv Falko Hennig

Anfang Dezember sorgte ein Großbrand auf
dem Areal der denkmalgeschützten Eis­
fabrik für Aufsehen: Im ehemaligen Kühlhaus brannten 800 Quadratmeter Dachstuhl
komplett aus. Ca. 90 Einsatzkräfte waren
über mehrere Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Wie sich das insbesondere
zeitlich auf den Fortgang der begonnenen
Umbau- und Sanierungsarbeiten am Kühlhaus auswirkt, ist noch offen.
Denn die bauvorbereitenden Arbeiten am
Wohnhaus in der Köpenicker Straße 41 und
dem dahinter liegenden ehemaligen Kühlhaus, die beide Teil des Eisfabrik-Areals sind,
haben bereits begonnen. Beide Gebäude sollen denkmalgerecht saniert und erweitert
werden, im bislang leer stehenden Kühlhaus
sollen nach den Plänen des Projektentwicklers Trockland Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Die erforderliche Baugenehmigung für beide Gebäude liegt nun vor.
2016 hatte der Investor den westlichen Teil
des historischen Eisfabrik-Areals zwischen
Köpenicker Straße und Spree erworben
(nach einer Grundstückteilung gehört die
östliche Hälfte des Areals mit dem historischen Maschinen- und Kesselhaus einem
anderen Investor.) Nach den Plänen von
Trockland soll bis 2021 auf dem westlichen
Grundstücksteil ein Stadtquartier mit Wohnungen, Gewerbeflächen und kreativwirtschaftlichen Nutzungen entwickelt werden
Auf dem hinteren Grundstückteil zur Spree
wird ein Neubau für Büros und Kreativwirtschaft errichtet, die Abstimmungen hierzu
laufen noch. Mit der architektonischen Gesamtgestaltung hat Trockland das international tätige Büro Graft beauftragt.
Der Genehmigung waren lange Verhandlungen und Abstimmungen mit dem Stadtplanungsamt vorausgegangen, schließlich galt
es, hier vielfältige Belange zu berücksichtigen: u.a. Sozialplanverfahren für die sanierungsbetroffenen Wohnungsmieter, Anforderungen der Denkmalpflege, Vorgaben im
Sanierungs- und Erhaltungsgebiet wie z.B.
zulässige Nutzungen und Baumassen, die
Gewährleistung des öffentlichen Zugangs
über das Areal zum Spreeufer, die Freiflächengestaltung oder die Verträglichkeit des
Vorhabens für das Umfeld.
Kürzlich gab Trockland bekannt, für das
Kühl­haus einen Ankermieter gewonnen zu
haben: Techspace, ein expandierendes britisches Unternehmen, will hier auf rund
4.400 Quadratmetern Mietfläche einen

Eis und Feuer
am Wasser

Erwin Barth. Exotische Pflanzen hätten zwischen Legien- und Leuschnerdamm wuchern
sollen und die Besucher wären von Elefanten aus Stein auf den Treppenpodesten empfangen worden. Auch die Energie- und Ökobilanz wäre positiv gewesen. Doch im August 1929 war der Traum gescheitert, wie
man einer Meldung des Gartenamtsleiters
Martin an seinen Stadtbaurat Gordan entnehmen kann. Aber:
»Nach dem Entwurf des Herrn Prof. Barth
kamen noch die Springbrunnen im Becken
dazu.« Die sprudeln inzwischen nach Ende
des Todesstreifens der Berliner Mauer wieder und auch heute noch erinnert der Indische Brunnen mit einem weiblichen Buddha
aus Bronze an diese Geschichte.
Zurück zur Eisfabrik an der Spree. Nach der
Einstellung des Betriebs 1995 und einem
Brand zerfällt die neoklassizistische Ziegelarchitektur mal langsamer, mal gewalttätig
forciert. Die Kühlhäuser auf dem Gelände
mit ihren 15 Zentimeter dicken Korkwänden
wurden 2010 trotz aller Proteste abgerissen.
»Die Eisfabrik der schwulen Roma«, so hieß
der Fotobericht von Hiroyuki Koshikawa
über sein Jahr mit Cutie, Cobra und dem Fischer, den er im Jugendmagazin vice veröffentlichte. Es waren obdachlose Hippies,
Punks und Roma eingezogen und vielleicht
verstand sich der Japaner Koshikawa deshalb
so gut mit ihnen, weil er hier ähnlich fremd
war wie sie:
»Aber als schwuler Roma hat man natürlich
den traurigen Jackpot der Diskriminierung
geknackt.« Seine Beschreibung wechselte
vom fast schon spießigem Alltag hin zu
Abenden voller Wodka, Bier und Schläge­

Das Engelbecken am Ende des Ganges,
geheizt von der Eisfabrik, so erträumte sich
Erwin Barth Indien in Berlin.

reien, Spannungen und Versöhnungen. Ihr
Geld verdienten die Bewohner mit Flaschenund Altmetallsammeln.
Der mit Kamera ausgerüstete Japaner hat
kein einziges Mal erlebt, dass sie ihn ausgenutzt oder bestohlen hätten. Eine Räumung
2013 vertrieb diese besondere Gesellschaft.
Schaut man sich die Gegend auf google maps
an, firmiert »Die Berliner Eisfabrik« als
»Historische Sehenswürdigkeit« und ihre
Geschichte der letzten Jahre lässt sich an
den Kommentaren ablesen: »Drinnen &
draußen kann gefeiert werden«, man habe
»beste Aussicht auf die Spree«, der Ort sei
eine »super Location für einen kleinen gemütlichen Sommerrave«, und der Autokorrektur verdanken wir mutmaßlich: »Geiles
lost Placebo kann man gut sprayen sind auch
Dosen da«. Doch die großen Zeiten des Freizeitparadieses waren längst vorbei:
»War cool da. Sind zwar nicht reingekommen aber sah cool aus.« Alles ist »komplett
abgeriegelt und überwacht. Kann man nur
noch von außen anschauen«. Falko Hennig
Der Autor lädt zur Fahrten oder Spazier­
gängen »Engel, Flieger & Genossen« durch die
Luisenstadt und den schmalsten Park Berlins
ein, 2h /12,– bei mindestens 5 Teilnehmern,
Anmeldung erforderlich 0176-20 21 53 39.



11

Sanierungsgebiet
­Nördliche
Luisenstadt
Märkisches Museum
Köllnischer
Park

Erhaltungsgebiete

Gebäude der
Senatsverwaltung

Heizkraftwerk
Mitte

Stadtteilladen
»dialog 101«

ehemalige
Eisfabrik
Deutsches
Architekturzentrum (DAZ)

Michaelkirchplatz

HeinrichHeine-Platz

ehemaliges
Postfuhramt

St. MichaelKirche

Engelbecken

Adressen
Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung,
Soziales und Gesundheit: Ephraim Gothe
Müllerstraße 146/147, 13353 Berlin
(030) 90 18-446 00
ephraim.gothe@ba-mitte.berlin.de
Bezirksamt Mitte von Berlin,
Stadtentwicklungsamt,
Fachbereich Stadtplanung
Müllerstraße 146, 13353 Berlin
Fachbereichsleitung: Kristina Laduch,
Tel 901 84 58 45
kristina.laduch@ba-mitte.berlin.de
Sanierungsverwaltungsstelle
Reinhard Hinz (Gruppenleitung)
Tel 901 84 58 53
reinhard.hinz@ba-mitte.berlin.de
Anke Ackermann, Tel 901 84 57 57
anke.ackermann@ba-mitte.berlin.de
Wolf-Dieter Blankenburg, Tel 901 84 57 21
wolf-dieter.blankenburg@ba-mitte.berlin.de

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Wohnen
Referat IV C – Stadterneuerung
Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
Joachim Hafen (Gebietsbetreuung
Luisenstadt), Tel 901 39 49 19
joachim.hafen@senstadtum.berlin.de

Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt
Treffen jeden dritten Dienstag im Monat
um 18.30 Uhr, Ort bitte erfragen
Ansprechpartner: Volker Hobrack,
Tel 275 47 69, volker.hobrack@gmail.com
bzw: bv.luisenord@gmail.com
www.luise-nord.de

Gebietsbetreuung Luisenstadt (Mitte)
Koordinationsbüro für Stadtentwicklung
und Projektmanagement – KoSP GmbH
Schwedter Straße 34 A, 10435 Berlin
Andreas Bachmann, Tel 33 00 28 39,
­bachmann@kosp-berlin.de
Urte Schwedler, Tel 33 00 28 44, ­
schwedler@kosp-berlin.de
www.luisenstadt-mitte.de

Bürgerverein Luisenstadt
Michaelkirchstraße 2, 9. Etage,
10179 Berlin, Tel/ AB 279 54 08
buero@buergerverein-luisenstadt.de
www.buergerverein-luisenstadt.de
Bürozeiten: mittwochs 14–16 Uhr

Betreuung Programm Städtebaulicher
Denkmalschutz beim Bezirksamt
Birgit Nikoleit, Tel 901 84 57 79
birgit.nikoleit@ba-mitte.berlin.de

Mieterberatung für Mieter im Sanierungs­
gebiet und in den Erhaltungsgebieten
Montag, 15–18 Uhr (jeder 1. und 3. Montag
mit Rechtsanwältin)
Pfarrsaal der St. Michael Kirche,
Michaelkirchplatz 16
Kontakt: Mieterberatung Prenzlauer Berg,
Tel 443 38 10
www.mieterberatungpb.de
                            
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