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Full text: Der Gesundheitszielprozess in Treptow-Köpenick

Der Gesundheitszielprozess in Treptow-Köpenick
Ein erfolgreicher Weg

Bewegung im Alter

INHALT
Inhaltsverzeichnis und Impressum Inhaltsverzeichnis
GESUNDHEITSZIELPROZESS Gemeinsam mehr erreichen!	 Meilensteine im Gesundheitszielprozess	 Leitgedanke einer Präventionskette	 Das Gesundheitsprozessziel „Bewegung im Alter“	 DATEN UND FAKTEN Bevölkerungs- und Gesundheitsdaten	 ERGEBNISSE Der Gesundheitszielprozess aus der Sicht seiner Akteure	 AUSBLICK Gesundheitsprozessziel „Sucht im Alter“	 19 13 – 18 9 – 12 3–4 5 6 7–8

Impressum
Herausgeber: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin Abteilung Arbeit, Soziales und Gesundheit Qualitätsentwicklungs-, Planungs- und Koordinierungsstelle PF 910240 | 12414 Berlin Idee und Redaktion: Ines Vahlefeld Leitung der Qualitätsentwicklungs-, Planungs- und Koordinierungsstelle und Gesundheitsberichtserstattung E-Mail: ines.vahlefeld@ba-tk.berlin.de | Tel.: 030 / 902 97 61 63 Sybille Schliemann Gesundheitsförderung und Koordination des Gesunde Städte-Netzwerks im Bezirk Treptow-Köpenick E-Mail: sybille.schliemann@ba-tk.berlin.de | Tel.: 030 / 902 97 61 70 Redaktionsschluss: 9. September 2014 Auflage: 1.000 Stück Gestaltung: Schock Verlag / www.schockverlag.de / Tel.: 030 / 53 01 19 65 Fotos und Abbildungen: Rechte beim jeweiligen Verfasser der Texte Foto auf der Rückseite: Georg Krause

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GESUNDHEITSZIELPROZESS GESUNDHEITSZIELPROZESS
Präventionskette und Gesundheitsziele Gemeinsam mehr erreichen!
In der kommunalen Zusammenarbeit gilt: Arbeitet jedes Ressort für sich allein, können kaum Veränderungen bewältigt und knappe Ressourcen wenig effizient genutzt werden. Die Entscheidung des Bezirkes Treptow-Köpenick, über die Formulierung von Gesundheitszielen einen Rahmen für die verbindliche Kooperation zu schaffen, hat sich vor diesem Hintergrund als ein erfolgreicher Weg erwiesen. Ausgehend von dem Sozial- und Gesundheitsbericht 2008 „Gesund älter werden in Treptow-Köpenick – Möglichkeiten und Chancen“ sowie der Gesundheitskonferenz im Juni 2008 zum gleichen Thema wurde ein nachhaltiger Prozess initiiert und fortgeführt. Insofern nimmt der Bezirk auch im bundesweiten Vergleich eine Vorreiterrolle ein: Eine Expertise des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur aktuellen Situation von Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen in bundesdeutschen Kommunen hat 2008 aufgezeigt, dass diese Themenfelder in den Kommunen bisher nur einen mittleren Stellenwert einnehmen. In der Expertise wird noch ein großer Bedarf darin gesehen, eine regelmäßige Kooperation zwischen den Akteuren, z.B. im Rahmen von Gesundheits- und Pflegekonferenzen zu initiieren, um die Sensibilität, die Transparenz und das Wissen über „Gute Beispiele“ zu verbreitern. In dieser bereits zweiten Dokumentation des Zieleprozesses wird sichtbar, welche Maßnahmen, aber auch stabilen Netzwerke und Kooperationen in Folge des Prozesses in Treptow-Köpenick auf- und ausgebaut wurden. Leitbild für den Bezirk war dabei eine Strategie, die im fachlichen Sprachgebrauch mit der Bildung einer Präventionskette beschrieben wird.

Was genau ist unter „Präventionsketten“ zu verstehen?
Präventionsketten schaffen den Rahmen, um auf kommunaler Ebene Unterstützungsangebote öffentlicher und privater Träger und Akteure zusammenzuführen, sie über Altersgruppen und Lebensphasen hinweg aufeinander abzustimmen und in einander greifen zu lassen. Das Modell der Präventionskette ist darauf ausgerichtet, ein langfristiges, umfassendes und tragfähiges Netz von Unterstützung, Beratung und Begleitung unter Beteiligung derjenigen zu entwickeln, die unmittelbar betroffen sind. In diesem Prozess werden auch bestehende Netzwerke so zusammengeführt, dass ein abgestimmtes Handeln im Rahmen einer integrierten kommunalen Gesamtstrategie möglich wird. Um solche komplexen Veränderungen einleiten zu können, müssen die bestehenden Strukturen, Routinen und Handlungsabläufe hinterfragt und Bereitschaft zur Veränderung geschaffen werden. Dabei ist nicht nur mit Zustimmung zu rechnen, da Veränderungen meist mit einem erhöhten Arbeitsaufwand und Unsicherheiten einher gehen: Neue Strukturen und Routinen müssen entwickelt und erprobt werden, neue Kompetenzen sind gefragt und vermeintlich bewährte, stabilisierende, sinnstiftende Abläufe und Gewissheiten müssen über Bord geworfen und „verlernt“ werden. Basierend auf den Erfahrungen im kommunalen Partnerprozess des bundesweiten Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ lassen sich folgende Voraussetzungen für einen gelingenden Präventionskettenaufbau identifizieren: Netzwerkgedanke und intersektoraler Ansatz langfristiges, gemeinsames und planvolles Handeln im kommunalen Raum; idealerweise Einbindung aller Akteure und Institutionen mit Einfluss in der Gestaltung gesundheitlicher Bedingungen in bestimmten Lebensphasen und Übergängen Koordinierung und Steuerung Übernahme von Verantwortung für die Gestaltung und Koordinierung des Prozesses, Sensibilisierung für anstehende Aufgaben intersektoraler Zusammenarbeit, Einbindung der Partner, Initiierung erster Ansätze der Zusammenarbeit durch einzelne kommunale Akteure
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GESUNDHEITSZIELPROZESS
Präventionskette und Gesundheitsziele
Verbindlichkeit der Zusammenarbeit Herstellung von Verbindlichkeit z.B. durch gemeinsame Zielsetzungen, Regeln für die Zusammenarbeit und klare Aufgabenzuweisungen für die beteiligten Akteure Bestandsaufnahme Feststellung der kommunalen Ausgangsbedingungen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung gemeinsame Entwicklung und Sicherung der Qualität von Angeboten, Dienstleistungen und Einrichtungen Zielgruppenorientierte/Bedarfsgerechte Gestaltung Orientierung der Angebote an der Lebenswelt der Menschen, Angebot wirkungsvoller und unbürokratischer Unterstützung

Die Präventionskette im Bezirk Treptow-Köpenick
Förderliche Bedingungen für die Entwicklung integrierter Strategien müssen oft über einen längeren Zeitraum hergestellt werden – indem z.B. die Bedingungen für ein gesundes Älterwerden immer wieder thematisiert werden. Wichtige Unterstützung kann aus der Gesundheits- und Sozialberichterstattung kommen, die kommunale Probleme benennt und die Diskussion von Lösungsansätzen herausfordert. Die langjährige Mitgliedschaft des Bezirks im Gesunde Städte-Netzwerk, die Erfahrung mit kommunalen Gesundheitskonferenzen und eine kontinuierliche Gesundheits- und Sozialberichterstattung bildeten im Bezirk sicher einen fruchtbaren Nährboden und eine gute Ausgangslage. Eine wichtige Grundlage für den Aufbau einer Präventionskette war auch die Bestandsaufnahme der Ausgangsbedingungen im Bezirk: Was wird gebraucht, was gibt es bereits und was fehlt? 2011 und 2012 wurden daher - unterstützt von Gesundheit Berlin-Brandenburg – in der zweitägigen Werkstatt „Good Practice-Kriterien in der Gesundheitsförderung im Quartier“ sowie in weiteren Workshops Raum geboten, sich über Bestehendes aber auch Wünschenswertes auszutauschen. Damit wurde eine Plattform geschaffen, um Erkenntnisse und Ideen für die Entwicklung zukünftiger gemeinsamer Aktivitäten im Bezirk zu nutzen. Methodisch begleitet wurde dieser Prozess durch den Good Practice-Ansatz zur Qualitätsentwicklung. Die Qualitätsentwicklungs-, Planungs- und Koordinierungsstelle trat hier als „Treiber“ und „Initiator“ wie auch als „Mitgestalter“ und „Partner“ beim Aufbau der kommunalen Präventionskette auf. So wurde die Werkstatt Quartier durch eine Kooperation des Gerontopsychiatrisch-Geriatrischen Verbundes mit dem Bezirksamt Treptow-Köpenick und dem Netzwerk „Leben im Kiez“ initiiert. In Form von Moderation und fachlichen Impulsen unterstützte Gesundheit Berlin-Brandenburg die gemeinsame Qualifizierung. Im Ergebnis wurden Ziele formuliert, Kooperationen und Verantwortlichkeiten verabredet und Maßnahmen begonnen. Die Ergebnisse eines solchen Prozesses finden sich in der zweiten Gesundheitszielbroschüre wieder. Festzuhalten bleibt, dass die Arbeit an und in Präventionsketten nie abgeschlossen ist, sie ist ein kontinuierlicher Prozess, der immer wieder neue Impulse und Anpassungsleistungen an die sich ändernden kommunalen Rahmenbedingungen erfordert. Insofern ist die Aufnahme weiterer Themen wie die familienbegleitende Präventionsarbeit ein konsequenter Schritt auf diesem eingeschlagenen Weg. Stefan Pospiech
Geschäftsführer, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

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GESUNDHEITSZIELPROZESS
Meilensteine im Gesundheitszielprozess

Das Fliessdiagramm dokumentiert die fachlichen, zeitlichen und politischen Meilensteine im Prozess der Entwicklung und Umsetzung des kommunalpolitischen Gesundheitsziels des Bezirks „Gesund alt werden in Treptow-Köpenick“.

Die Bedarfe der Gesundheitsprozessziele der laufenden Legislatur 2011-2016 resultieren aus dem Gesundheitszielprozess der vergangenen Legislaturperiode. Ein zentrales Thema der Gesunderhaltung und -förderung im Alter ist die Bewegung. Ihr wird das erste Gesundheitsprozessziel dieser Legislatur gewidmet: Eine Ideenwerkstatt „Sucht im Alter“ veranlasste die QPK und ihre Kooperationspartner, ein weiteres Gesundheitsprozessziel zu formulieren und 2016 zu erreichen. Es kann nicht nur darum gehen, positive Aspekte des Alterns zu verstärken, sondern auch ein Augenmerk auf bereits verfestigte Gesundheitsschäden und Gesundheitsrisiken zu richten. Beide Gesundheitsprozessziele spiegeln sich in den Gesundheitszielen des Landes, des Bundes und im Gesunde StädteNetzwerk. Die vorliegende Broschüre dokumentiert die Entwicklung und das Erreichen des Gesundheitsprozessziels 1 „Bewegung im Alter“ der Legislatur 2011 - 2016. Im Jahr 2016 wird die fachliche Dokumentation zum Gesundheitsprozessziel 2 „Sucht im Alter“ der Legislatur 2011 - 2016 erscheinen.
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GESUNDHEITSZIELPROZESS
Leitgedanke einer Präventionskette Gesundheitsprozessziele als Verbindung in der Präventionskette
Die QPK hat durch das Aufstellen von Gesundheitszielen und deren einzelnen Gesundheitsprozesszielen ein funktionierendes Arbeitsmittel, um zu Planen, zu Koordinieren und die Qualität ihres Wirkens zu erhöhen. Die Gesundheitsprozessziele sind das Verbindende der Präventionskette, wie sie als integrierte kommunale Strategie im Bezirk Treptow-Köpenick verstanden wird. Wie in der wissenschaftlichen Einleitung dieser Broschüre von Stefan Pospiech erläutert, arbeitet der Bezirk, speziell die QPK in ihrem gesundheitsförderlichen Wirken gesamtstrategisch mit Netzwerkpartnern, die je nach Aufgabenwahrnehmung flexibel zusammenarbeiten. Mit dieser integrierten kommunalen Strategie erfüllt der Bezirk die Merkmale von Präventionsketten. Im Folgenden verdeutlicht diese Dokumentation auch, wie bisher voneinander getrennt erbrachte Leistungen und Angebote der heutigen Netzwerkpartner in einer Präventionskette sinnvoll aufeinander abgestimmt und koordiniert werden.

Archiv Jannis Nätke

Merkmale von Präventionsketten nach dem „Werkbuch Präventionskette“
(Landesvereinigung für Gesundheit & Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. 2013)

	 Bei Bedarf neue Angebote zu entwickeln 	 Von einem Nebeneinander bestehender Netzwerke und Aktivitäten zu einem Miteinander kommen. 	 Vorhandenes so umzustrukturieren, um damit auch die zu erreichen, die sonst durchs Netz fallen 	 ein untereinander abgestimmtes Handeln im Rahmen einer integrierten kommunalen Gesamtstrategie 	 Einbezug aller verantwortlichen Akteure 	 Zusammenführung bereits bestehender Netzwerke im kommunalen Raum 	 Fördern funktionierender Übergänge von einer Entwicklungsphase in die nächste 	 Einigung aller Akteure auf einen Handlungsansatz, den sie dann in konkrete Leistungen umsetzen

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GESUNDHEITSZIELPROZESS
Das Gesundheitsprozessziel „Bewegung im Alter“ Das Gesundheitsprozessziel „Bewegung im Alter“
Die Bedarfe der Gesundheitsprozessziele der laufenden Legislatur 2011 - 2016 resultieren aus dem Gesundheitszielprozess der vergangenen Legislaturperiode. Ein zentrales Thema der Gesunderhaltung und -förderung im Alter ist die Bewegung. Ihr wird das Gesundheitsprozessziel 1 dieser Legislatur gewidmet: Um die Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Treptow-Köpenick in ihrer Gesunderhaltung mit gesundheitsfördernden Maßnahmen zu unterstützen, werden wir zum Jahresende 2014 einen Wegweiser für Bewegungsangebote erstellt haben, in dem die zahlreichen Aktiven ihre Offerten im Bezirk präsentieren. Ein wesentlicher Bestandteil für die Erhaltung der Gesundheit bis ins hohe Alter ist Bewegung. Vor diesem Hintergrund wurden gemeinsam mit den Akteuren aus dem bisherigen Gesundheitszielprozess zwei Werkstatttage (Dezember 2011/Februar 2012) zum Thema „Bewegt! Treptow-Köpenick“ durchgeführt. Diese erfolgten in Kooperation mit dem Gerontopsychiatrisch – Geriatrischen Verbund Treptow-Köpenick (GGV ) und dem Netzwerk Leben im Kiez (LIK). Unterstützt wurde die Good Practice-Werkstatt durch das Zentrum für Bewegungsförderung Berlin (ZfB). Der gegenseitige Austausch der Werkstattteilnehmenden machte deutlich, dass im Bezirk bereits eine vielfältige Angebotslandschaft besteht. Diese ist jedoch sowohl bei Seniorinnen und Senioren als auch den Akteuren im Bezirk nicht hinreichend bekannt. Der so identifizierte Bedarf nach mehr Transparenz wurde durch das Bezirksamt im Rahmen eines Workshops im Juni 2012 aufgegriffen. In einem partizipativen Prozess wurde unter dem Motto „Treptow-Köpenick bewegt sich!“ das neue Gesundheitsprozessziel entwickelt, welches auf die Bewegung im Alter ausgerichtet ist Im November 2012 fand die konstituierende Sitzung des neuen Arbeitskreises der Legislatur 2011-2016 statt.

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GESUNDHEITSZIELPROZESS
Das Gesundheitsprozessziel „Bewegung im Alter“ Erfolgreiche Ergebnisse der Zusammenarbeit
Die Zusammensetzung des Beratenden Arbeitskreises verdeutlicht erneut das Verständnis von Gesundheitsförderung und Prävention als Querschnitts- oder sektorenübergreifende Aufgabe. So sind in diesem Arbeitskreis berufene Mitglieder aus verschiedenen Abteilungen des Bezirksamtes vertreten. Darüber hinaus sind Vertreterinnen und Vertreter aus Sportvereinen, der Selbsthilfe, aus Krankenhäusern, aus Einrichtungen der Suchthilfe, aus Wohnungsunternehmen, aus der Seniorenvertretung, aus dem Gerontopsychiatrisch-Geriatrischen Verbund und der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft, von Hausärzten und die Behindertenbeauftragte des Bezirkes ständige Mitglieder. Die Bezirksverordnetenversammlung entsendet zu den Beratungen einen ständigen Gast. Mit dem Beratenden Arbeitskreis hat der Bezirk ein wirksames Planungs-, Koordinierungs- und Steuerungsinstrument, welches die Basis dafür ist, Gesundheitsförderung und Prävention strukturell weiter zu entwickeln. Impulse und Empfehlungen des Arbeitskreises sind die Grundlage für die Weiterführung des Gesundheitszielprozesses im Bezirk. Bei der Bearbeitung und Umsetzung des Gesundheitsprozesszieles zum Thema „Bewegung im Alter“ hat sich eine Vielzahl von Aktivitäten entwickelt. Durch die Einbindung von Akteuren auf unterschiedlichen Ebenen und aus verschiedenen Verantwortungsbereichen gibt es eine Reihe von neuen und qualitativ weiter entwickelten Angeboten und eine kommunalstrategisch effektivere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Anbietern. Kommerzielle Anbieter, ehrenamtliche Akteure, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung leben hierbei den Gedanken der Vernetzung, Koordinierung, Kooperation, Zielorientierung und Verstetigung.

Erfolgreiche Ergebnisse der Zusammenarbeit
	 Erstellung eines Bewegungsaltlasses mit der Darstellung der Sport- und Bewegungsangebote in Treptow-Köpenick 	Seniorenbefragung zur Nutzung von Bewegungsangeboten mit Schlussfolgerungen für neue Angebote 	 Organisation eines Aktionstages „Bewegung“ jeweils am 01.Oktober eines jeden Jahres, dem Weltseniorentag 	 Verstetigung des Demenz-Wandertages im Arboretum der Humboldt-Universität zu Berlin als Wandertag für Seniorinnen und Senioren 	 Organisation von Kiezspaziergängen durch das Netzwerk Leben im Kiez (LIK)

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DATEN UND FAKTEN
Bevölkerungs- und Gesundheitsdaten Die Bevölkerungsstruktur im Bezirk Treptow-Köpenick

Die Abbildung zeigt die Bevölkerungsstruktur in Altersstufen im Bezirk Treptow-Köpenick in den Jahren 2012 und prognostisch im Jahr 2020. Die meisten Menschen weist der Bezirk in der Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen auf. Das wird sich in der Prognose im Jahr 2020 nicht verändert haben. Die Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen nimmt aber in der Prognose 2020 ab. Eine Ursache kann die zurückgegangene Geburtenfreudigkeit in Deutschland kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges sein.

Die 80-Jährigen und folgend hochbetagten Einwohnerinnen und Einwohner werden im Jahr 2020 einen deutlich höheren Anteil an der Bevölkerung haben.

Impressionen vom 1. Aktionstag Bewegung Treptow-Köpenick 1. Oktober 2013 9

DATEN UND FAKTEN
Bevölkerungs- und Gesundheitsdaten Ausgewählte bewegungsrelevante ambulante Arztfälle

Der Qualitätsentwicklungs-, Planungs- und Koordinierungsstelle standen erstmals anonymisierte Daten aus dem I. Quartal 2012 zu allen ambulanten Arztfällen der kassenärztlich versicherten Bevölkerung im Bezirk zur Visualisierung zur Verfügung. Für den Spezialgesundheitsbericht „Datenfortschreibung im Berichtszyklus – Gesund alt werden in TreptowKöpenick 2013“ wurden gemäß dem ersten Gesundheitsprozessziel der Legislatur 2011 – 2016 „Bewegung im Alter“ die bewegungsrelevanten Krankheitsgruppen ausgewählt, um sie für die Prognoseräume des Bezirks aufzuzeigen. Dabei ist ein Arztfall definiert als die Behandlung desselben Versicherten durch denselben an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Arzt in einem Kalendervierteljahr zu Lasten derselben Krankenkasse. Trotz der hohen Anzahl der Herz-Kreislauferkrankungen dominieren die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems die Arztfälle. Wo ein Drittel bis ein Viertel der Bevölkerung in den Prognoseräumen 1 und 5 des Bezirks über 65 Jahre alt ist, gibt es auch die meisten ambulanten Arztfälle.

In diesen Prognoseräumen muss der Bezirk mit seinen Kooperationspartnern zum Thema „Bewegung im Alter“ gezielt gesundheitsfördernd aktiv werden.

Trommeln für die Gesundheit 10

DATEN UND FAKTEN
Bevölkerungs- und Gesundheitsdaten Stationäre Behandlungsfälle

Die Abbildung zeigt ausgewählte stationäre Behandlungsfälle nach Altersgruppen ab 55 Jahre im Bezirk Treptow-Köpenick. Diese Krankheitsgruppen stehen auch indirekt mit falschen oder mangelnden Bewegungen der Betroffenen im Zusammenhang. Ab dem 65. Lebensjahr nehmen die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems deutlich zu. Für einen Ansatz der Gesundheitsförderung ist es hier noch nicht zu spät. Unser gemeinsames kommunalpolitisches Gesundheitsziel und speziell das Prozessziel „Bewegung im Alter“ sind vor diesem Hintergrund gut platziert.

Herz-Kreislauferkrankungen und die Funktion des Stütz- und Bewegungsapparates sind durch Prävention beeinflussbar und jeder Mensch kann individuell vorbeugend sich gesundheitsrelevant verhalten. Prävention zur Stärkung der Gesundheit ist in jedem Alter möglich.

Bewegungsaktionen in den KIEZKLUB‘s 11

DATEN UND FAKTEN
Bevölkerungs- und Gesundheitsdaten Menschen mit Behinderungen

In den letzten Jahren ist die Zahl der Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 20 im Bezirk signifikant gestiegen. Besonders ab dem 40. Lebensjahr ist die Zahl der Menschen mit einem Behinderungsgrad ab 20 sehr hoch (Quelle: Versorgungsamt). Im Jahresvergleich auf der Abbildung ist sichtbar, dass die Anzahl der Menschen ab 40 Jahre mit einem Behinderungsgrad ab 20 in den vergangenen Jahren stetig zunahm. Im Zusammenhang mit der Bevölkerungsprognose, die eine Zunahme der Zahl älterer Menschen aufzeigt, bleibt in den kommenden Jahren das gesundheitszielgerichtete Handeln in Kooperation mit den Partnern aus dem Bezirk für behinderte Menschen in Treptow-Köpenick ein wichtiger Schwerpunkt.

Vor diesem Hintergrund ist die Zusammenarbeit mit der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen des Bezirksamtes Treptow-Köpenick im Beratenden Arbeitskreis eine Unverzichtbarkeit.

Jung und alt gemeinsam am 1. Aktionstag „Bewegung“am 01.10.2013 12

ERGEBNISSE
Der Gesundheitszielprozess aus der Sicht seiner Akteure Unser erster Aktionstag Bewegung am Weltseniorentag – ein Erfolg !
Unter dem Motto. „Wir wandern ja so gerne…“ fand am 01. Oktober 2013, dem Weltseniorentag unser erster Aktionstag Bewegung statt. Dieser Aktionstag wurde durch den Beratenden Arbeitskreis zur Entwicklung und Umsetzung des kommunalpolitischen Gesundheitszieles „Gesund alt werden in Treptow-Köpenick“ initiiert. Er soll sich als fester Veranstaltungstermin im Sinne der Nachhaltigkeit von Gesundheitszielen im Bezirk Treptow-Köpenick jeweils am Weltseniorentag etablieren. Wir wollen Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren, sich mehr zu bewegen und damit einen Beitrag zu ihrer persönlichen Gesunderhaltung leisten. Mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich zur Eröffnung durch die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Arbeit, Soziales und Gesundheit Frau Ines Feierabend. Drei aktive Sportvereine kümmerten sich um die Organisation der Wanderrouten und die Besetzung der Bewegungsstationen. Der Seniorenchor „Intermezzo“ sorgte für musikalische Begleitung. Schülerinnen und Schüler aus dem Emmy- Nöther- Gymnasium halfen tatkräftig an den Bewegungsstationen oder begleiteten Seniorinnen und Senioren auf den Wanderrouten. Der weitaus größte Teil der Anwesenden absolvierte eine ca. 8 km lange Wanderstrecke. Auf den Wanderstrecken entwickelten sich zwischen den Teilnehmenden und den Politikern des Bezirksamtes interessante Gespräche. Der älteste Wanderer war fast 80 Jahre alt und die jüngste Teilnehmerin zählte 1 ½ Jahre. Für den Bereich Gesundheitsförderung in der QPK ist das Ansporn, diesen Bewegungstag zu einer jährlichen Tradition werden zu lassen. Folgerichtig wird am 01. Oktober 2014 der zweite „Aktionstag Bewegung“ stattfinden. So wird unser Gesundheitszielprozess „Gesund alt werden in Treptow- Köpenick“ gemeinsam mit der Zielgruppe aktiver gestaltet.
Qualitätsentwicklungs-, Planungs- und Koordinierungsstelle

Sybille Schliemann

„Bewegung ist in jedem Alter wirksam. Für die positiven Effekte regelmäßiger körperlicher Aktivität ist es nie zu spät. Bewegung in der Gruppe ist sehr empfehlenswert“
(Empfehlung des Zentrums für Sportmedizin)

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ERGEBNISSE
Der Gesundheitszielprozess aus der Sicht seiner Akteure 1. Aktionstag Bewegung am 1. Oktober 2013 – Weltseniorentag
Eine ausgezeichnete Idee. Sollte zur Tradition im Bezirk werden, um bei den Bürgern das Interesse an der Bewegung zu wecken. Dabei geht es nicht vorrangig um eine Mitgliedschaft in einem Sportverein, sondern um regelmäßige Bewegung … Dr. Ulrich Levin
SG Treptow 93 e.V.

In unseren Übungsstunden wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig Bewegung, insbesondere Gehen ist. In den Sportgruppen, besonders in den Seniorengruppen, wird pro Quartal ein „Wandertag“ angestrebt. Zwei wichtige Leitsätze sollte jeder Bürger verinnerlichen. „Bewegung ist Leben, alles andere ist warten…!“ „Bewegung ist die Grundlage der Medikation!“ Beide Sätze sagen eigentlich alles über die Bedeutung der Bewegung. Für uns Übungsleiter ist Bewegung Lebensmaxime. Angelika Lehmann
SV Empor Köpenick e.V.

Der PSV Olympia Berlin e.V. sieht sich als anerkannten Kooperationspartner des Bezirksamtes Treptow-Köpenick. Diese Chance konkret im Bezirk etwas Globales bewirken zu dürfen, ist nicht selbstverständlich und umso wertvoller. Der Bewegungstag 2013 war für alle Beteiligten eine rund um schöne Veranstaltung. Hierauf lässt sich gut aufbauen und eine nützliche und vorteilhafte Tradition entwickeln. Die Anbindung von Vereinen ist eine dringend notwendige Voraussetzung, um eine Nachhaltigkeit zu erreichen. Robert Schumkow
PSV Olympia Berlin e.V.

Impressionen vom 1. Aktionstag Bewegung Treptow-Köpenick 1. Oktober 2013 14

ERGEBNISSE
Der Gesundheitszielprozess aus der Sicht seiner Akteure Umfrage zu Bewegungsangeboten für Bürgerinnen und Bürger ab 50 Jahre
Im Auftrage der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Arbeit, Soziales und Gesundheit Ines Feierabend wurde durch Projektteilnehmer der trias Gesellschaft für Arbeit, Gesundheit und Soziales mbH im Bezirk TreptowKöpenick eine Umfrage durchgeführt, die das Bewegungsangebot für Bürgerinnen und Bürger ab 50 Jahre und deren Erwartungen für kieznahe Aktivitäten aufzeigen soll. Es wurden aussagekräftige Daten unter dem Blick einer bedarfsorientierten Ausrichtung erstellt. Mehrere Umfragen an unterschiedlichsten Standorten hatten Schwerpunkte wie Bewegung als Selbstverständnis im Alltag, Nutzung von Angeboten, Bedarfe, Rahmenbedingungen, Erwartungshaltungen und die Qualität der Angebote zum Thema. Die Befragungen ermöglichen einen interessanten Blick auf die bezirklichen Gegebenheiten. Dabei waren die 70- bis 80-Jährigen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern, die aktivste Altersgruppe in der Wahrnehmung von Bewegungsangeboten. In Bezug auf die Geschlechterverteilung in der aktiven Bewegung für den Körper waren in allen Altersklassen mit über 80 % die Frauen deutlich in der Überzahl. Erfreulich war festzustellen, dass trotz vorliegender, oft multipler körperlicher Einschränkungen, vor allem in der Altersgruppe ab 70 Jahre ein hohes Interesse an der Wahrnehmung von Bewegungsangeboten bestand. Das Interesse für Bewegungsangebote im persönlichen Wohnumfeld spiegelt die langjährige regionale Anbindung der Befragten. So leben mehr als 60 % aller Befragten schon länger als 15 Jahre im Bezirk, was für die hohe Lebensraumqualität spricht. Ein Schwerpunkt der Umfragen war die Art der körperlichen Ertüchtigung. Dabei waren Wandern, Gymnastik, Schwimmen, Radfahren und Tanzveranstaltungen die bevorzugten Aktivitätsbereiche. Hier stand neben der körperlichen Fitness insbesondere auch die gemeinsame Freude in der Gruppe im Fokus. Auch einen deutlichen Zusammenhang zwischen aktiver Bewegung und dem Erreichen eines hohen Alters spiegelte diese Umfrage wider. Bei der Altersgruppe über 80 Jahre waren neun von zehn Personen seit vielen Jahren sportlich aktiv. Interessant ist, dass die meisten sportlichen Aktivitäten nicht innerhalb von Vereinen stattfinden, sondern in Angeboten von Wohngruppen, Initiativkursen und Nachbarschaftstreffen. Es zeigte sich deutlich, dass vereinsbezogene Bewegungsangebote für die Zielgruppe der älteren Menschen im Bezirk kundenorientierter kommuniziert werden müssen. Die befragten Personen waren in der Konsequenz recht zufrieden mit den im Bezirk existierenden Bewegungsangeboten. Nur mittels einer besseren Kommunikation für vielfältige Bewegungsangebote können die Aktiven auch bewegungsdistanzierte Menschen erreichen, damit jene ihre Gesundheit erhalten und fördern. Ein ergänzender Schwerpunkt wird in der Vernetzung der Angebote alle Akteure liegen und beim Zugang zu Informationsplattformen. Silvio C. Schelinski
Geschäftsführer, trias Gesellschaft für Arbeit, Gesundheit und Soziales mbH 15

Sanderstr. 28 12047 Berlin Fon: (030) 69 03 20

ERGEBNISSE
Der Gesundheitszielprozess aus der Sicht seiner Akteure Kiezwanderungen in Treptow-Köpenick – Spaziergänge mit Geschichte
Seit 2013 gibt es sie bereits, die „Köpenicker Zeitreise“. Von Mitarbeitern des Netzwerk Leben im Kiez (LIK) ins Leben gerufen und monatlich angeboten, wurde sie nun auf Friedrichshagen ausgeweitet. Die Idee dahinter ist, Seniorinnen und Senioren, die selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung alt werden möchten, eine Begegnungsmöglichkeit zu bieten, die informativ und mit Berliner Charme und Witz geführt Freude bereitet. Gleichzeitig bietet die Zeitreise die Gelegenheit etwas über das LIK zu erfahren, dessen Hauptaufgabe es ist, zu allen Fragen rund um das Thema Alter den richtigen Ansprechpartner zu vermitteln und die Nachbarschaftshilfe zu aktivieren. Unterwegs in gemächlichem Plauderschritt gibt es so viel über die Geschichte der Ortsteile zu berichten, dass die ca. zwei Stunden, die die Zeitreise dauert, rasant vergehen. Und wer danach noch Zeit für eine Tasse Tee oder Lust auf einen Plausch oder einfach noch Fragen hat, ist herzlich eingeladen im Anschluss noch ein wenig miteinander zu entspannen. Unsere Kiezspaziergänge sind auch für Gehbehinderte, sowie für Rollstuhl- und Rollator-Nutzer geeignet. Die „Stadtführer“ sind ehrenamtlich für das LIK tätig und möchten mit den Kiezspaziergängen möglichst vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Vormittag bieten. Derzeit finden beide Touren einmal monatlich statt. Das Angebot gilt für alle Interessierten ab 50+. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Termine erfährt man über unsere Homepage www.lebenimkiez.de, über Handzettel oder im LIK Büro unter der Telefonnummer 030 / 31989024. Daniela Wolter
Netzwerk Leben im Kiez – LIK

im Haus „Müggelspree“ Am Schloßberg 1 12559 Berlin Fon: 030 / 31 98 90 24

Impressionen vom den Kiezwanderungen in Treptow-Köpenick 16

ERGEBNISSE
Der Gesundheitszielprozess aus der Sicht seiner Akteure Wandertage für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen seit 2010
„Wer gemeinsam etwas tut, bleibt nicht allein!“ ist das Motto der Wandertage für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen die seit dem Jahre 2010 jährlich im Arboretum der Humboldt-Universität auf dem Gelände der Späth´schen Baumschulen in Treptow-Köpenick stattfinden. Die Hoffnung, damit eine neue Tradition der Lebensfreude und der Freude an der Bewegung an der frischen Luft zu begründen, hat sich erfüllt. Mit seinem Repertoire an Volks- und Wanderliedern zum Mitsingen und Zuhören führt der Seniorenchor „Intermezzo“ die Wanderfreunde durch den wunderschönen herbstlichen Park. Verschiedene Stationen laden unterwegs zum Verweilen und vergnüglichen Mitmachen ein. Die Schüler der oberen Klassen der Anna-Seghers-Gesamtschule, die jedes Jahr voller Engagement dabei sind, betreuen Stände, an denen zum Beispiel Märchen erraten werden können, Seifenblasen schillernd durch die Luft fliegen oder Memory gespielt werden kann. Jedes Jahr stehen zahlreiche Helfer und ehrenamtliche Unterstützer aus verschiedenen sozialen Einrichtungen im Bezirk bereit, die Gäste willkommen zu heißen. So haben Angehörige von Menschen mit demenzieller Erkrankung die Möglichkeit, andere Menschen in ähnlicher Lebenslage kennenzulernen und festzustellen, dass man mit seinen alltäglichen Schwierigkeiten nicht allein ist und bleiben muss. Kontakte zu Einrichtungen der Altenhilfe im Bezirk können geknüpft werden. Vor Ort gibt es die Möglichkeit, sich erklären zu lassen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es im Bezirk Treptow-Köpenick gibt. Das Ziel ist, demenziell erkrankten Menschen und ihren Angehörigen aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ohne Scham und Ängste zu ermöglichen, sowie ein Stück Lebensfreude in die Herzen zu bringen. Und nicht zuletzt bereitet die Bewegung durch ein schönes Stück Natur allen Entspannung und Zufriedenheit. Daniela Burr
Initiative „Demenzfreundlich! Treptow-Köpenick“

„Wer gemeinsam etwas tut, bleibt nicht allein!“ ist mehr als ein Motto. Viel Spaß und Freude entsteht aus der gemeinsamen Aktion. Bewegung macht, wie alles andere auch, mit anderen zusammen nun einmal doppelt so viel Spaß.

c/o Mobiler Pflegedienst Schaumann & Born GmbH Sterndamm 7 12489 Berlin Fon: (0)172 - 396 45 12

Impressionen vom Demenz -– Wandertag in Treptow-Köpenick 17

ERGEBNISSE
Der Gesundheitszielprozess aus der Sicht seiner Akteure Familiengesundheit als integrierte kommunale Strategie
Gesundheit, Krankheit, Pflegebedürftigkeit und die Begrenztheit des Lebens sind Themen, die Familien stark berühren. Die Familie und die Gesundheit ihrer Mitglieder stehen in einer Wechselwirkung. In der Familie werden spezifische Umgangsstile mit Gesundheit und Krankheit gelernt. Lebensgeschichtlich und familiengeschichtlich erworbene und eingeübte Umgangsweisen mit Krankheits- und Gesundungsprozessen haben einen Einfluss auf die familiäre Lebensqualität. Biologische, soziale, ökonomische und kulturspezifische Faktoren sind für das Wiedererlangen und den Erhalt von Gesundheit bedeutsam. Familiengesundheit behandelt die Fragen, welche Gesundheitskompetenzen von jedem Familienmitglied eingebracht werden und auf welche Unterstützungsmöglichkeiten im Nahfeld zurückgegriffen werden kann. Ein Wissen um gesundheiterhaltende Lebensstile, um Anlaufstellen im Krankheitsfall und um Möglichkeiten der Wiedergewinnung von Gesundheit ist dabei elementar. Niemand ist alleine krank: durch die Erkrankung eines Familienmitglieds werden, in unterschiedlichem Maße, auch alle anderen Mitglieder beansprucht. Deshalb ist es wichtig, dass bei Krankheits- und Gesundungsprozessen und auch bei der Gesundheitsprävention alle Familienmitglieder in den Fokus genommen werden. Besonders im Verlauf von chronischen Erkrankungen erfordert dies einen an den jeweiligen Bedarf und die jeweiligen Bedürfnisse angepassten Blick. Dabei ist das Ineinandergreifen von kurativen, rehabilitativen, präventiven und gesundheitsfördernden Handlungsansätzen von entscheidender Bedeutung. Die Familie kann als einer der zentralen Orte verstanden werden, an dem ein generationenübergreifendes, lebensphasen- und lebensweltspezifisches und sich an regionalen Strukturen orientierendes Verständnis von Gesundheit und Krankheit Wirklichkeit werden kann. Dies erfordert aber auch eine Vorstellung davon, wie eine kommunale Gesundheitslandschaft unter dem Aspekt von Familiengesundheit gestaltet werden kann.

Krankenhaus Hedwigshöhe Höhensteig 1 12526 Berlin Tel.: (030) 67 41 - 0

Eine gesundheitsbezogene Familienförderung und eine familienbezogene Gesundheitsförderung sind Elemente einer integrierten kommunalen Strategie, die die bisher in Treptow-Köpenick auf den Weg gebrachten Gesundheitszielprozesse in ein Gesamtkonzept einfügt.

Uwe Klein,
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Referent für Strategie- und Unternehmensentwicklung Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe

AUSBLICK
Gesundheitsprozessziel „Sucht im Alter“ Gesundheitsprozessziel zur Thematik Sucht im Alter
Ausgehend von einer Ideenwerkstatt in 2012 wurde mit der Implementierung des Gesundheitsprozesszieles zur Thematik Sucht im Alter ein durchaus sperriges Themenfeld in den Fokus gerückt, das bislang wenig öffentlich diskutiert wird.
ratung:

Gerade die Themenspektren Abhängigkeitsgefährdungen und Sucht sindHilfe tabu- und schamAlkohol rwerden Älte besetzt. Hinzu kommen Verhaltensunsicherheiten bei Angehörigen, pflegenden Helfern und beim ationen d Inform Tipps un nen Nachbarn. Suchtprobleme im Alter fallen oft erst dann Seniorinwenn Seniorinnen und Senioren ins r auf, fü oren und Seni Krankenhaus oder Pflegeheim kommen bzw. durch ambulante Pflegeeinrichtungen betreut werden. Häufig kommen noch Wechselwirkungen durch Medikamente hinzu.
hes So Johannisc straße 48 Radicke rlin 12489 Be 00 80 0) 65 07 ev.de Tel.: (03 tung@jschtbera E-Mail: su

und Be für Suchtkranke sstelle Beratung penick Kö e.V. Treptowzialwerk

Krankenh

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Ausgehend und orientiert an Bundesmodellprojekten, wird versucht, die dort gewonnenen Erkenntnisse an die Erfordernisse im Bezirk anzupassen und mit hiesigen Akteuren umzusetzen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Modellprojekte hat sich eine Erkenntnis als allgemeingültig herausgestellt: Das vernetzte Arbeiten der durchaus unterschiedlichen Hilfesysteme Altenhilfe und Suchthilfe wird zunehmend wichtiger. Nur wenn die Akteure beider Hilfesysteme voneinander wissen und die vorgehaltenen Angebote bekannt und kommuniziert werden, ist kooperierendes Arbeiten möglich. Vor diesem Hintergrund werden die im Bezirk bestehenden Strukturen vernetzt, um die Zusammenarbeit der verschiedensten Anbieter in diesen Bereichen zu optimieren. Dabei gilt es, sowohl einen vertieften Austausch von Erfahrungen und Informationen zu befördern, als auch professionelle Handlungsstrategien für ambulante und stationäre Altenpflegeeinrichtungen im Umgang mit abhängigkeitsgefährdeten Seniorinnen und Senioren zu etablieren. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, den Handlungsrahmen Me ika m der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pflegender Einrichtungen ddurchteFachbeiträge und –vorträge beim Ält en erwerde Tipps un n Hilfe un d Bera zu erweitern und unterstützende Umgangsformen zu entwickeln.SeniordinInfozuletzt wird es verstärkttudarum für Nicht rmationen ng: nen und Seni oren gehen, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und die vorhandenen Hilfsangebote bekannter zu machen. Dies ist ein Weg, um bestehende Tabus zu durchbrechen, helfende Angehörige umgangssicherer zu machen und Sie in Ihrem Hilfebestreben zu (be-)stärken. Dadurch wird ein Beitrag geleistet sowohl für eine gesundheitsbezogene Familienförderung als auch für eine familienbezogene Gesundheitsförderung. In der Diskussion um das Für und Wider der Wissenserlangung und -verbreitung im Internetzeitalter prägte der amerikanische Philosoph David Weinberg die Idee vom vernetzten Wissen und postuliert, dass beim vernetzten Wissen die schlaueste Person im Raum nicht mehr die ist, die vorne steht und uns belehrt. Es ist auch nicht die Gesamtheit der Kenntnisse der Menschen im Raum. Die schlaueste Person im Raum ist der Raum selbst: Das Netzwerk, das die Menschen und die Ideen im Raum verbindet und sie mit denen verbindet, die nicht im Raum sind. Es gilt, die Idee vom vernetzten Wissen im RAUM TREPTOW-KÖPENICK mit Leben zu erfüllen.
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Mario Nätke
Suchthilfekoordinator; Qualitätsentwicklungs-, Planungs- und Koordinierungsstelle 19
        
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