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Periodical volume

Full text: Dein Kiezbote Issue 5.2015

Dezember 2015 | Ausgabe 5

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Editorial

Dein Kiezbote

Nachbarschaft

Aktuell

Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr 2015 geht langsam aber sicher zu Ende. Dieses Jahr war voller Herausforderungen, nicht nur für die Redaktion der Kiezzeitung, sondern für alle Menschen im SprengelKiez und in Berlin. Die Kiezredaktion hatte das Ziel, die im Jahr 2014 gesammelten Ideen umzusetzen: Die Menschen im Kiez sollten dazu angeregt werden, den Kiezboten mitzugestalten und dadurch frische Sichtweisen zu gewinnen. Die Frage der Finanzierung unserer Zeitung nach dem Ende der Unterstützung des Quartiersmanagements (Stichwort „Verstetigung“) blieb immer präsent. Wir sind immer noch auf dem Weg … Sagt ein Sprichwort nicht, dass der Weg das Ziel ist? In Berlin sind dieses Jahr bislang 53.921 Flüchtlinge angekommen (Stand: 4.11.2015, Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales). Für unseren Kiez war das die Chance, unsere Empathie und Generosität auf die Probe zu stellen. Ist es uns gelungen? Wie geht es weiter? Auf den Seiten 4 und 5 teilen Josefine Roth und Miriam Twahirwa mit uns die von ihnen gesammelten Meinungen über die Situation im Kiez. Das Leiden, dass diese Flüchtlingsfamilien hinnehmen müssen, um zu uns zu kommen, zwingt einen fast zu der Frage, ob Gott die Menscheit im Stich gelassen hat. Diese Frage und weitere interessante Themen diskutiert Josefine Roth mit Frau Sippel, der neuen Pfarrerin der Osterkirche auf den Seiten 8 und 9. Ewald zeigt uns auf Seite 12 eine weitere kulinarische Spezialität zum Selbermachen: Barasik, ein syrisches Sesamgebäck. Annette Stubbe knöpft sich auf Seite 3 die Frage des Sperrmülls vor und appelliert sowohl an ihre Mitmenschen als auch an die Entscheidungsträger, mehr Verantwortung zu übernehmen. Oliver stellt uns auf den Seiten 14 und 15 einige Energiespartipps vor und lädt uns ein, unsere Umwelt zu verschönern. Josefine startet auf Seite 7 die Reihe „Akteure im SprengelKiez“ und stellt Marcello Ernst vor: Frisör, Make UpStylist und -Coach.

Abenteuer Nachbarschaft
Der „Lebendige Adventskalender“ hat sich als wertvolle Tradition im Kiez etabliert
Neben vielen Projekten und weiteren Aktionen im Verlauf des Jahres 2015 ist einer der Höhepunkte wieder der „Lebendige Adventskalender“ im Dezember. Vom 29. November bis zum 24. Dezember 2015 geht jeden Tag irgendwo im Sprengel-Kiez wieder eine Tür auf, und die Nachbarinnen und Nachbarn sind eingeladen, einzutreten und sich überraschen zu lassen. Insgesamt öffnen sich in diesem Jahr wieder 34 Türen zu unterschiedlichen Zeiten. 2014 waren weit über 900 Gäste bei ganz unterschiedlichen Events unterwegs. Der lebendige Adventskalender im Sprengel-Kiez, der dieses Jahr zum 12. Mal stattfindet, bietet allen in der Vorweihnachtszeit eine ideale Gelegenheit, sich besser kennenzulernen. Ich bin sogar der Meinung, dass er die Toleranz und Integration im Kiez fördert. Indem wir in der Adventszeit etwas mehr zusammenrücken und wir uns ein bis zwei Stunden Zeit nehmen. Gemeinsam singen, lachen, Tee trinken und essen, basteln, Gedichte und Geschichten hören. Nachbarn lernen ihre Nachbarn kennen, das ist das Ziel des lebendigen Adventskalenders seit nunmehr 13 Jahren. In diesen Jahren gab es über 83 unterschiedliche Gastgeberinnen und Gastgeber. Einige waren nur einmal dabei, andere wiederum mehrmals. Auch die Anzahl der Besucher steigerte sich von Jahr zu Jahr, zum Schluss hatten wir fast 1000 Besucher beim lebendigen Adventskalender. Das nenne ich gelebte Nachbarschaft im Sprengel-Kiez. Ja, über die Jahre ist es ein interkultureller (Advents-)Kalender geworden. Seit 2003 haben viele Nachbarn ihre Nachbarn im Kiez besser kennengelernt, es sind sogar Freundschaften entstanden. Neuzugezogene haben Anschluss gefunden und sind aktiv im Kiez geworden. An dieser Stelle noch mal ein ganz großes Dankeschön an alle Gastgeberinnen und Gastgeber der letzten Jahre.
Text und Foto: Siemen Dallmann

Die dunkelsten Seiten im SprengelKiez wurden von Senioren am 16.11. erkundet. Johannes gibt uns auf Seite 11 eine Zusammenfassung davon. Die Preisverleihung an die Konfliktagentur erleuchtet die aktive Szene im Kiez ein wenig und gibt uns einen weiteren Grund, unsere Ideale weiterhin umsetzen zu wollen. Diese Ideale könnt ihr auch im „Runden Tisch im Sprengelkiez“ verfolgen. Auf Seite 6 gibt es erste Eindrücke. Der lebendige Adventskalender und der Markt der Ideen gaben uns wieder die Möglichkeit, unser Zusammensein zu zelebrieren und uns auszutauschen. Auf den Seiten 3, 10 und 11 könnt Ihr einige Eindrücke davon bekommen. 2015 war aus meiner Sicht ein gelungenes Jahr. Wir haben angefangen, die vielen Herausforderungen anzupacken und unsere Zeitung „Dein Kiezbote“ ist eine Plattform des Meinungsaustausches zwischen den Menschen im Kiez und ein Barometer für die Entwicklung des Viertels geblieben; dies werden wir auch im neuen Jahr beibehalten. 2016 kann kommen. Bis dahin bleibt gesund! Herzlichst, Euer

Endlich wieder da? Sperrmülltag!
Leute! Stellt euch bloß mal vor: Eva Högl (SPD) hätte beim Bezirksamt Geld lockergemacht für einen regelmäßigen Sperrmülltermin einmal im Monat. Wir könnten jetzt wieder am Abend zuvor unseren Sperrmüll auf den Bürgersteig stellen. Wer Bedarf an diesen Sachen hätte, könnte durch die Straßen spazieren, einsammeln und mitnehmen, was noch gebraucht wird. Die Reste holte dann am nächsten Morgen die BSR ab. Wie fändet ihr das? Stellt euch das bloß mal vor! Beim Brötchenholen nicht mehr täglich an schmutzigen, alten Kühlschränken, ausrangierten Sofas, zertrümmerten Kloschüsseln vorbeigehen und vorbeisehen zu müssen. Nicht mehr täglich mehrmals durch die vollgemüllten und verwahrlosten Kiez-Straßen gehen. Statt ärgerlich-aggressiv-wütender Gedanken über die rücksichtslosen Nachbarn den erfreulichen Anblick der grünen Natur genießen. Wie wäre das? Aufatmen! Durchatmen! Es würde sich was verbessern in unserem Kiez. Diese Flausen sind aus dem Kopp eurer Nachbarin Annette Stubbe
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Narcisse Djakam www.integritude.org

Impressum Titelfoto: georg+georg, Motiv: Auf dem „Markt der Ideen“ im November 2015 · Redaktion: Siemen Dallmann, Narcisse Djakam, Johannes Hayner, Oliver H. Herde, Conrad Kirchner, Volker Kuntzsch, Silka Riedel, Josefine Roth, Maja Schudi, Ewald Schürmann, Annette Stubbe, Marisa Twahriwa, Weddingweiser, Annette Wolter · Satz und Gestaltung: georg+georg, Gerichtstraße 23, 13347 Berlin · Redaktionsbüro: iNTEGRiTUDE e.V. , Sprengelstraße 15, 13353 Berlin · Kontakt zur Redaktion: redaktion@kiezbote.org · Herausgeber: Narcisse Djakam, Johannes Hayner, Volker Kuntzsch · www.kiezbote.org

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Aktuell

Meinung

Meinung

Aktuell

Von Angesicht zu Angesicht
Die Politik redet tagein, tagaus über die ankommenden Flüchtlinge. Die einen sagen, man soll die Grenzen schließen, die anderen, dass Solidarität angebracht ist. Bei den Straßenumfragen vom Kiezboten geht es jedoch um die Meinung der Leute aus der Umgebung. Was denken die Bewohner Berlins? Haben sie ganz andere Vorstellungen oder Erfahrungen? Was beeinflusst ihr Denken?

Interview und Fotos: Josefine Roth und Miriam Twahirwa

Ein Nachmittag der ungewöhnlichen Begegnungen: das Erzählcafé am 2. November im SprengelHaus
Die Erzählcafés bieten den Rahmen, Geschichten von Menschen aus der Gegend zu hören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Diesmal waren unter anderem zwei Flüchtlinge unsere Gäste, die im Sprengelkiez Unterstützung bekommen: Arash, ein junger Afghane und Abdul aus Libyen. Die jungen Männer haben erst hier Deutsch gelernt bzw. sind noch dabei. Arash und Abdul sind aufgrund von Terror und Krieg nach Deutschland
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gekommen. Abdul kam mit starken Verletzungen hier an. Beide berichteten von ihren Erfahrungen mit den Behörden in Deutschland, wie oft sie warten. Aber auch davon, wie ihnen geholfen und Unterstützung geboten wird. Abdul ist weiterhin in Behandlung und Arash lernt intensiv Deutsch. Er hat gerade die B1Prüfung bestanden und bald möchte er studieren – das sagen junge Flüchtlinge, die in Deutschland angekommen sind, oft – und meist

meinen sie: lernen. Arash möchte einen Schulabschluss machen. Für den Moderator des Erzählcafés, Hans-Georg Rennert, war es schön zu erleben, wie Menschen in ganz verschiedenen Lebenssituationen im Erzählcafé zusammenkommen. Wer das nächste Mal dabei sein möchte, beachte die Aushänge am SprengelHaus oder schaut auf: www.sprengelhaus-wedding.de.
Text: Josefine Roth

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Aktuell

Nachbarschaft

Portrait

Unser Kiez

Ehrenamtspreis für die

Konfliktagentur

Marcello bei der Arbeit

v. l. n. r. das Projektteam: Gerhard Hagemeier (Konfliktagentur), Silka Riedel (Konfliktagentur), Sebastian Bodach (tripolis), Holger Scheibig (conceptfabrik)

Die stolzen Urkundenbesitzer

„Runder Tisch Sprengelkiez – begleiten, unterstützen, fördern“
Seit einem Jahr gibt es einen neuen Anlaufpunkt für all jene, die mitreden und mitgestalten wollen: Jeden letzten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr trifft sich der Runde Tisch Sprengelkiez im SprengelHaus. In diesem offenen Bürgergremium kommen interessierte Nachbarn zusammen, die gemeinsam etwas im Kiez bewegen möchten. Der Runde Tisch Sprengelkiez ist ein lebendiger Ort der Begegnung und Kommunikation. Bis Ende 2016 wird die Arbeit des neuen Bürgergremiums durch das Projekt „Runder Tisch Sprengelkiez – begleiten, unterstützen, fördern“ begleitet. Strukturen sollen aufgebaut, Netzwerke gestärkt, neue Partner aktiviert und die Arbeit des Runden Tisches nachhaltig gesichert werden. Der Runde Tisch will sich als das Bürgergremium im Sprengelkiez etablieren, das sich wirkungsvoll für die Belange seiner Bewohnerschaft einsetzen kann. Wir sind offen für Ideen, Wünsche und Anregungen. Neue engagierte Mitstreiter sind jederzeit willkommen. Sprechen Sie uns an und kommen Sie vorbei! Eine Fortsetzung über die Projektarbeit folgt im nächsten Heft…
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Text: Silka Riedel, Foto: Marlen Godemann

30. Oktober 2015, Atrium im Hotel MOA. 20 Ziehharmonikas der Musikschule Fröhlich liefern den Soundtrack für die Preisverleihung. Noch während die letzten Töne verhallen, betritt Stephan von Dassel die Bühne, um die Ehrenamtspreise des Bezirkes Mitte zu vergeben. Der Leiter der Abteilung Soziales und Bürgerdienste beginnt seine Rede mit Lobpreisungen für das Ehrenamt. Lächelnd erzählt er von den außergewöhnlichen Taten ehrenamtlicher Arbeiter und ruft daraufhin wechselnde Namen auf. Freudig begeben sich die Genannten auf die Bühne, wo sie ihre Ehrenurkunde bekommen. Stephan von Dassel beschreibt am Beispiel des Kampfes ums kalte Buffet, wie Konflikte entstehen und wie wichtig es ist, sie zivilisiert beizulegen. Das Exempel dient als Einführung der folgenden Preisträger. Denn seit mittlerweile 12 Jahren ist die Truppe um Silka Riedel im Einsatz. Dieses Jahr war es soweit und die Konfliktagentur wird, als erster Verein aus dem Sprengelkiez, ausgezeichnet. Voller Stolz empfangen die Mediatoren ihre Urkunden. Die sieben anwesenden Mitarbeiter genießen den Augenblick mit einem breiten Grinsen. Sobald das Buffet eröffnet ist und die Musiker anfangen zu spielen, sind alle aktuellen Konflikte vergessen und man ist einfach glücklich. Wäre es immer so, hätte die Konfliktagentur ihre Ziele, ein attraktives Wohnumfeld mit zufriedenen Bewohnern zu schaffen und eine konstruktive und gewaltfreie Streitkultur zu etablieren, im Nu erreicht. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg und viel Arbeit für die Konfliktschlichter. Wir freuen uns heute mit ihnen über den Preis und wünschen ihnen auch in Zukunft die gebührende Anerkennung.
Text und Foto: Conrad Kirchner

Marcello Ernst: „Wir sind ein ganz großes, gemütliches Wohnzimmer“
Das Styling-Studio in der Sprengelstraße
Wenn man die Sprengelstraße entlangläuft, sticht einem dieser Laden sofort ins Auge, denn das Schaufenster von „ME – Marcello Ernst“ ist mit Liebe fürs Detail dekoriert. Tritt man durch die Tür, steht man in einem hellen, einladenden Raum und wird sofort freundlich von Marcello oder seinen beiden Kollegen empfangen – von Anfang an fühlt man sich pudelwohl. Dies ist auch das Konzept des Studios, erzählt Marcello im Interview: „Wir wollen, dass sich die Kunden wohlfühlen und alles bekommen, was sie brauchen. Wir sagen immer, wir sind ein ganz großes, gemütliches Wohnzimmer“. Aber nicht nur die Kiez-Bewohner sollen sich bei ME, was an das englische Wort „me“ angelehnt ist und „mir, mich“ bedeutet, wohlfühlen, es ist auch andersrum: Das Team um Marcello fühlt sich sehr wohl hier im Sprengelkiez, „da es hier ein großes Miteinander unter den Leuten und Geschäften gibt und man zusammen statt gegeneinander arbeitet“, erzählt Marcello. Haar-Styling und Make-up sind die Schwerpunkte von ME. Egal ob Make-up für den Alltag oder einen besonderen Anlass, eine extravagante Frisur oder einfach Spitzen schneiden, die Make-up- und Styling-Profis von Marcello Ernst finden immer das Passende. Außerdem gibt es hier auch Make-up-Workshops, bei denen Frauen lernen, sich professionell zu schminken, aber auch eine auf ihren Typ abgestimmte Beratung erhalten. Ferner bietet ME noch Permanent Make-up, Microblading und Kosmetik an – ein richtiges Wohlfühl-Programm. Das Studio gibt es erst seit Februar 2014, aber Marcello Ernst und Andreas Kaufmann haben noch viele weitere Pläne für die Zukunft: Für das nächste Jahr ist das Ziel des Studios, dass Frau oder Mann bei ihnen alles bekommt, um sich wohl zu fühlen, denn die bisherigen Bereiche werden teilweise noch ausgeweitet und noch andere Projekte sind in Arbeit. Doch trotz all des Veränderungsund Weiterentwicklungsdranges ist dem ME-Team noch immer eines am wichtigsten: Zeit für die Kunden und qualitativ hochwertige Arbeit. Ganz nach ihrem Motto: Wir machen Dich schön ...

Marcello und seine Kollegin Bexz

Text und Fotos: Josefine Roth

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Unser Kiez

Interview

Interview

Unser Kiez

„In der Osterkirche fühlt es sich an, wie in einer utopischen Gesellschaft“
Gespräch mit der Pfarrerin Stefanie Sippel

einbringen. Es ist jetzt schon so, dass viele Anfragen kommen für Raumnutzungen oder gemeinsame Aktionen. Wenn sich noch mehr entwickelt, freue ich mich darüber. Kostengünstige, niedrigschwellige Angebote für Menschen im Kiez anzubieten entspricht dem diakonischen Anspruch der Osterkirche. Gut ist es, wenn diese Aktivitäten dazu führen, dass Menschen sich gegenseitig wahrnehmen und ernst genommen fühlen. Mein Traum wäre ein Theaterprojekt für erwerbslose Sprengelkiezbewohner*innen.
Die Pfarrerin (rechts) mit Helfern der Aktion „Laib und Seele“

Pfarrerin Sippel (erste von rechts) mit Gemeindemitgliedern vor der Kirche

im Moment wichtig sind, ein: beispielsweise für Vielfalt einzustehen, gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Homophobie.

Seit Beginn dieses Jahres hat die Osterkirche eine neue Pfarrerin, Frau Stefanie Sippel. Höchste Zeit um sich über ihre Meinung zum Sprengelkiez und zu aktuellen Themen zu erkundigen. Guten Tag Frau Sippel. Ich habe während meiner Recherchen gelesen, dass sie fernab von der Kirche aufgewachsen sind. Wie kam es dazu, dass Sie Pfarrerin geworden sind? Schon seit meiner Kindheit fand ich die Kirche interessant und durch mein erstes Studium, in dem Theologie mein Nebenfach war, entfachte sich in mir eine Leidenschaft dafür. Ich wollte dann eine berufliche Sicherheit haben und zugleich etwas tun, was sehr kreativ ist und mir Spaß macht. Mir gefällt der häufige Wechsel zwischen vielen Rollen. Für viele ist das, was ich mache, wichtig und prägend, und zugleich geht es
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eigentlich nicht um mich. Pfarrerin ist eines der schönsten Konstrukte, die es gibt. Warum haben Sie die Osterkirche hier im Kiez übernommen? Es ist meine erste Pfarrstelle, auf diese werden wir geschickt. Bei mir standen soziale Gründe im Vordergrund. Es gibt nur sehr wenige freie Stellen in Berlin. Ich teile mir die Betreuung meiner Kinder mit meinem geschiedenen Mann und kann deshalb nicht weit wegziehen. Lange Zeit wurde der Sprengelkiez vom Quartiersmanagement begleitet, jedoch läuft diese Förderung bald aus. Die hier ansässigen Vereine müssen bald ihre Aktionen eigenständig organisieren und finanzieren. Wie sehen Sie die Rolle der Osterkirche dabei? Die Osterkirchengemeinde möchte sich positiv und konstruktiv

Viele Menschen in Deutschland glauben nicht an Gott. Was bedeutet das für Ihre Institution? Es kann dazu führen, dass Menschen aus der Kirche austreten. Dann kann das, was wir tun, schlechter finanziert werden. Wer heute Christ*in ist, ist es bewusst und in der Auseinandersetzung mit Intoleranz. Das kann auch als stärkend erlebt werden. Das Bedürfnis nach Zuspruch und Unterstützung wird durch schwindenden Glauben nicht geringer. Es steigt vielleicht, weil mehr Menschen ärmer und älter werden. Es gibt also auch in Zukunft genug füreinander zu tun, egal ob jemand glaubt oder nicht. Denken Sie, dass man an Gott glauben muss, um ein guter Mensch zu sein? Ich interessiere mich nicht für solche Kategorien. Für mich sind alle Menschen Suchende. Ich höre zu. Allerdings bringe ich natürlich auch die Themen, die für uns als Kirche

akzeptiert zu werden. Meine Erfahrungen mit Menschen aus anderen Religionen waren immer geprägt von dem Gefühl der gegenseitigen Solidarität in einer eher säkularen Wie sieht es mit der Kirchenge- Gesellschaft. meinschaft im Sprengelkiez aus? Gibt es hier ein engagiertes Ge- Durch die aktuellen globalen Unmeindeleben? ruhen und die Flüchtlingsströme, Die Bewohner*innen identifizieren die zur Zeit in Berlin ankommen, sich stark mit dem Sprengelkiez. kann man glauben, dass Gott die Viele leben schon sehr lange hier. Menschen vergessen hat. Sie sagWahrscheinlich liegt es daran, dass ten jedoch in einem Interview mit die Gemeinschaft auch innerhalb dem Tagesspiegel im März, dass Gott die Welt retten würde? Glauder Osterkirche recht eng ist. Das Besondere an der Osterkirche be Sie das noch immer? ist, dass sie dabei kaum milieuver- Ja. Die Welt retten heißt für mich, engt ist, dass sie alle möglichen Leu- ich werde gerettet aus meiner Einte anzieht. Hier zu sein fühlt sich an, samkeit und meiner lähmenden wie an einer utopischen Gesellschaft Traurigkeit. Mein Glaube gibt mir teilzuhaben. So etwas habe ich sonst die Gewissheit, bedingungslos genur in New York kennengelernt. Ge- liebt und begleitet zu sein. Ich schämeindeleben bedeutet für mich, das me mich nicht mehr dafür, dass Gottesreich, wie wir es uns vorstel- ich nicht perfekt bin und werde so len, zu leben. Mir ist wichtig, dass handlungsfähig. Menschen mit und ohne Macht und Geld mitspielen dürfen. Dafür Was ist Ihre Meinung zur Flüchtlingssituation in Berlin? möchte ich Raum geben. Ich bin erleichtert, dass die geflüchHier wohnen Leute vieler ver- teten Menschen hier angekommen schiedener Nationalitäten und sind und freue mich auf die VerändeGlaubensrichtungen. Ist es nicht rungen, die das mit sich bringt. Ich schwierig, sich als evangelische bin begeistert von der Hilfe durch ehrenamtliches Engagement, aber Kirche zu behaupten? Damit hat die Osterkirche natürlich auch verunsichert zu erleben, wie eine lange Erfahrung. Ich würde viele Ängste all dies einigen Mensagen, es ist dadurch eher leichter, schen bereitet.

Wie hilft Ihre Kirche aktiv dabei? Wir sammeln Spenden und vermieten kostenlos Räume an Menschen, die etwas mit Flüchtlingen machen. Einzelne nehmen an einem Filmprojekt teil. Wir bereiten uns darauf vor, Kinder aus geflüchteten Familien in der Osterkita aufzunehmen. Es werden mehr Menschen als Kund*innen zur Essens- und Kleiderausgabe kommen, die wir hier ohnehin seit zehn Jahren anbieten. Als Pfarrerin ist es mir besonders wichtig, den Prozess der Meinungsbildung mitzugestalten und für alle zu beten. Sie haben in der aktuellen Ausgabe Ihres Gemeindeblattes geschrieben, dass Sie sich ohnmächtig vorkamen bei dem Strom von Flüchtlinge, der hier ankommt. Warum glauben Sie das? Wir bewirken etwas, obwohl wir klein sind. Es beruhigt mich aber auch zu wissen, dass wir zu einem größeren Ganzen gehören. Wir arbeiten als Berliner Kirche in Regionen zusammen. Dadurch sind mehr Geld und mehr Kompetenz vorhanden. In unserem Kirchenkreis Berlin Nord-Ost gibt es inzwischen Hauptamtliche, die Ehrenamtliche fortbilden und Hilfe koordinieren.

Interview und Fotos: Josefine Roth

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Unser Kiez

Fotostory

alt und jung

Unser Kiez

Eine Idee weiter

Licht

Der Markt der Ideen ist die zentrale Kommunikationsveranstaltung für Akteure in unserem Kiez. Conrad war am 19. November dabei und schildert uns augenzwinkernd seine Eindrücke.

und Schatten

Urst fett! Klopse und Kartoffelsalat! Na, ein paar hübsche Mädels gibts hier schon.

KNIPS!

Ein Abend im November. Gut 20 Menschen ziehen durch den SprengelKiez. Ihr Anliegen ist der Zustand der Straßenbeleuchtung. Die „LightChecker“ vom Runden Tisch „Älter werden im SprengelKiez“ kontrollieren, welche Laternen nicht brennen und wo vielleicht noch ein Licht fehlt. Nein, lacht eine Teilnehmerin, sie habe abends keine Angst. Das sei ihr Kiez und sie könne jedes Ziel auch mit verbundenen Augen finden. Was sie schade findet ist, dass die Gasbeleuchtung verschwinden soll. Diese sei stimmungsvoller und beleuchte das Trottoir besser als ihre Nachfolger.

Ein schönes Bild von mir...

Man ist der lässig!

Die Senioren treffen sich vorm Lindengarten.

Pony weg… Haha - der ist gut!

Ich kenn‘ noch einen …

Ah, Gummibärchen! Die schnapp‘ ich mir!

Wo ist Ernst? Die Kultur im SprengelKiez braucht eine Plattform zum Austausch. Ich bin genau deiner Meinung. Lass uns eine Facebook-Gruppe gründen.

Beim Resümee im SprengelHaus entsteht ein Meinungsbild, das man mit „Schon OK“ zusammenfassen könnte. Ergebnis der Recherche: neun defekte Lampen im Kiez, weniger als beim letzten Mal. Es gäbe ein paar dunkle Ecken, aber diese sind Grünflächen, städtische Beleuchtung somit nicht vorgesehen. Die Dokumentation des Rundgangs geht nun ans Bezirksamt, Vattenfall repariert die defekten Lampen. Mit freundlichen Worten entlässt Veranstaltungsleiter Hans-Georg Rennert die Anwesenden in die beginnende Nacht. Angst um sie muss er nach diesem Abend nicht haben.
Text und Foto: Johannes Hayner

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Text: Conrad Kirchner, Fotos: georg + georg

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Rezept

Backen mit Ewald

BARASIK – Syrisches Sesamgebäck
Arabisches Gebäck ist immer mehr als nur süßes Knabberzeug, das man in Plastiktüten aus dem Regal des Supermarktes kauft! Selbst- und handgemacht sind diese Süßigkeiten und erweisen sich als persönliche Geste bei Einladungen, kleinen oder großen Feiern und Festen, religiösen Feiertagen, aber auch bei alltäglichen Treffen. Jedes Gebäck hat eine unverkennbar eigene Note, die durch ein Aroma von Rosen- oder Orangenblütenwasser, Zimt oder Zitrone die Nase und Zunge betört, dann aber auch durch eine eigene Schwere durch Walnüsse, Pistazien oder Mandeln seine Konsistenz erhält und das Kauen beschäftigt.
Barasik ist eher ein klares Gebäck, das einfach nur ein gut gebackener Teigtaler mit darauf gestreutem Sesam ist. Kennengelernt habe ich diese Kekse durch die Syrer Fatima und Hozifa, die in diesem Sommer an Schülerkursen des Feriencampus der Volkshochschule Mitte teilnahmen. Das Geschwisterpaar brachte jeden Tag eine Tüte mit verschiedensten Sorten syrischen Kleingebäcks mit, das ihre Mutter gezaubert hatte. Schließlich stellten sich dann Hozifa und Fatima selbst in die Schulküche, um Barasik zu backen.

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Weddingweiser

Aus der Redaktion des Internet-Blogs

Bibliotheken heißen Flüchtlinge willkommen
Aus der Heimat fliehen, in einer unbekannten Welt stranden. Alles ist neu: Sprache, Kultur, Stadt, Alltag. Die ersten Wochen und Monate sind für Asylbewerber geprägt von Terminen, Zurechtfinden und gleichzeitigem Nichtstun können oder dürfen, oft auch von dem Bewältigen von Erlebtem. Die Bibliotheken in Mitte (Schiller-Bibliothek, Bibliothek am Luisenbad usw.) geben unbürokratisch Nutzungsausweise heraus, um Flüchtlingen beim Ankommen zu helfen… Öffentliche Bibliotheken können dazu beitragen, die erste Zeit positiv und integrativ zu gestalten. Sie stellen den Neuankommenden Bücher, Filme und Musik zur Nutzung vor Ort oder zur Ausleihe zur Verfügung, darunter auch zahlreiche Angebote zum Spracherwerb, Wörterbücher und mehrsprachige Medienangebote, aber auch Zeitungen und Zeitschriften. Sie helfen, freie Zeit sinnvoll zu gestalten, Wissen zu erlangen und moderne Kommunikationswege zu nutzen. So wird von dem Angebot der kostenfreien Nutzung des WLANs und der (Computer-)Arbeitsplätze in den Bibliotheken in Mitte bereits eifrig Gebrauch gemacht. Damit diese Möglichkeiten nicht schon an Formalitäten scheitern, gelten ab sofort in den Berliner Stadtbibliotheken neue Anmelde- und Benutzungsbedingungen für Asylsuchende.

Der Teig: Die Zutaten schnell mischen und kneten, dann ruhen lassen. Eine Mischung aus 500 g Mehl, 1 Tasse Zucker, 1 Tasse Rinderfett (sehr speziell, gibt es im türkischen oder arabischen Lebensmittelhandel), 1 Tüte Vanillezucker, 2 Teelöffel Backpulver, 1/4 Tasse Sonnenblumenöl und 3 Eier wird vermischt und so lange geknetet, bis ein fettiger Teigkloß entsteht. Der glänzt schön und muss nun eine halbe bis eine Stunde in einem Tuch eingeschlagen ruhen.

Die Kugel plätten, in flache Form bringen. Jedes Kügelchen wieder in die Hand nehmen und mit kurzem Druck flach plätten. Jetzt hat es die richtige Plätzchenform. Auf ein Backblech mit Backpapier legen. Einen kleinen Zwischenraum lassen, das Backpulver lässt sie seitlich aufgehen und sie würden sonst zusammenkleben. Mit Sesam bestreuen und backen.

Kugeldrehen mit flinken Händen. Nun aus dem Teig kleine Portionen heraustrennen und zu vielen kleinen Kügelchen drehen. Schnell, schnell, das muss passen und immer die gleiche Größe haben! Die Portion ist klein, keine Sorge, sie wird beim Backen größer.
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Nun liegen sie da in Reih und Glied. Sesam draufstreuen und ab in den vorgeheizten Ofen in mittlerer Lage bei 200 Grad für etwa 10 bis 15 Minuten. (Backen heißt ja immer nachsehen, was passiert, jeder Ofen heizt anders.) Sind die Barasik fertig, raus aus dem Ofen, auf einem Gitter abkühlen lassen. Das Gebäck hält sich einige Wochen in der Dose.
Text und Fotos: Ewald Schürmann

Köstlich – in 10 bis 15 Minuten fertig gebacken.

Weitere Koch-Tipps und Rezepte gibt es auch im Foodblog www.herdgold.de von Ewald Schürmann und Benedikt Wohlleben.

Menschen, die noch keine amtliche Meldebescheinigung haben, benötigen für einen Bibliotheksausweis lediglich ihre Aufenthaltsgestattung (Residence Permit) oder ihre Unterbringungsbescheinigung der Erstaufnahmestelle (Accommodation Certificate), der kostenlose Bibliotheksausweis ist drei Monate gültig. Die Gültigkeitsfrist kann auf Antrag verlängert werden. Mit dem Ausweis können bis zu 10 Medien gleichzeitig kostenfrei entliehen werden.
Text: weddingweiserredaktion

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Tipps zum Sparen

Heizkosten

Hatha Yoga in kleinen Gruppen
eingehend auf Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse. Kontakt: Sibylle Soyka Fehmarner Str. 11, 13353 Berlin kontakt@yoga-zimmer-berlin.de www.yoga-zimmer-berlin.de

Verbrenne
In den kalten Jahreszeiten lässt sich unglaublich viel Geld sparen.
Mancher mag die Heizkostenabrechnung des Vorjahres schon wieder vergessen haben, selbst wenn er sich seinerzeit darüber gewundert oder geärgert hat. Andere lesen sie gar nicht erst, weil sie glauben, daran ohnehin nichts ändern zu können. In Wahrheit winken Ersparnisse im dreistelligen Bereich, wenn man etwas bewusster mit dem Thema umgeht. Verzichten muss man deswegen auf nichts, und die Umwelt freut sich auch noch. Bewusste Temperaturen Wer seine Wohnung überheizt, verschwendet nicht nur Energie, sondern schwächt auch seine Abwehrkräfte, verweichlicht und wird schneller krank. Die Luft trocknet aus, ebenso die Schleimhäute. Zudem gewöhnt sich der Körper an ein der Jahreszeit nicht entsprechendes Klima. Lieber einen Pulli und dicke Socken überziehen! Für das Wohnzimmer werden meist 20 °C empfohlen, im Schlafzimmer 17 °C. In der Küche heizt ohnehin die Kochstelle mit, zudem ist man dort ja in Bewegung. Natürlich kann man diese Temperaturen für sich selbst abwandeln, denn jeder Mensch hat sein eigenes Empfinden. Aber es sollte klar sein, dass jedes
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dein Geld nicht!
So dämmen die Vorhänge und lassen zugleich die Heizwärme in den Raum.

Grad weniger den Verbrauch merklich senkt. Besonders nachts und in ungenutzten Räumen kann man die Heizung drosseln. Dies gilt auch, wenn man die Wohnung verlässt. Allerdings sollte man die Räume nicht unter 15 °C auskühlen lassen, denn das Hochheizen kostet dann womöglich mehr, als wenn die Heizung die ganze Zeit gelaufen wäre. Bei wochenlanger Abwesenheit genügt gewiss auch die Frostschutzeinstellung. Stoßlüftung! Schon durch einen Spalt geht bei niedrigen Außentemperaturen mehr Wärme verloren, als selbst eine voll aufgedrehte Heizung ausgleichen kann. Ein gekipptes Fenster sorgt auch kaum für Frischluft, sondern kühlt lediglich die Wände aus, was nicht nur die Heizkostenabrechnung erhöht, sondern auch die Schimmelgefahr. Auch die Nachbarn sind dann Leidtragende, da sie für den Verschwender mitheizen müssen. Erfolg bringt nur die Stoßlüftung, bei welcher man möglichst alle Fenster der Wohnung gleichzeitig öffnet. Je stärker der Durchzug und je niedriger die Außentemperatur, desto schneller ist die Luft einmal komplett ausgetauscht. Genau dies

ist das Ziel, denn die Luft erwärmt sich schnell wieder, da Wände und Möbel noch warm sind. Durchzug wird erst auf Dauer gesundheitsgefährlich. Sofern man friert, einfach bewegen! 3 – 10 Minuten stellen üblicherweise eine gute Lüftungszeitspanne dar. Frühzeitig vor dem Lüften sollte man die Heizungen abdrehen und abkühlen lassen. Dies dauert je nach Modell einige Minuten. Nach der Lüftung wird eine moderne Heizung übrigens bei einer mittleren Stufe genau so schnell warm wie voll aufgedreht. Der Thermostat stellt lediglich die zu erreichende Zimmerwärme ein, bei deren Erreichen er die Heizung abkühlen lässt. Wärmedämmung Schließt man nach Einbruch der Dunkelheit die Vorhänge, Rollläden, Fensterläden und ähnliches, senkt dies erheblich den Wärmeverlust. Zudem reflektieren sie auch das Innenlicht, wodurch es im Raum geringfügig heller wird. Jedoch gehört der Vorhang nicht vor die Heizung, denn dadurch würde die Wärme nicht so leicht ins Zimmer gelangen, sondern am Fenster festgehalten und somit noch stärker nach draußen abstrahlen. Auch von

Möbeln sollten die Heizkörper freigehalten bleiben. Selbst eine neue Lackschicht behindert die Wärmeabgabe. Fugen und Ritzen an Fenstern und Außentüren gehören natürlich durch entsprechende Materialien abgedichtet. Wer wohnt im Treppenhaus? Das Treppenhaus ist kein Aufenthaltsort. Warum also sollte man es heizen! Auch der Wärmeverlust von der Wohnung ins kalte Treppenhaus ist geringer als der Aufwand, das Treppenhaus zu beheizen. Zudem sind die Treppenhäuser oft schlechter wärmeisoliert als die Wohnungen. Eine Heizung direkt neben der womöglich noch ungenügend schließenden Haustüre gibt einen Großteil der Wärmeenergie gleich direkt nach draußen ab. Mancher glaubt, die Treppenhausheizung koste nichts, weil daran kein Verdunster oder sonstiges Messgerät angebracht ist. Aber mal Hand aufs Herz: Energie wird niemandem geschenkt. Natürlich wird der Verbrauch auf alle Mietparteien umgelegt! Im Übrigen ergeben sich auch gesundheitliche Nachteile durch ein beheiztes Treppenhaus. Beim Hereinkommen oder Hinausgehen entfällt dann der sanfte Übergang zwischen Wohnungs- und Außentemperatur. Der Berliner Mieterverein empfiehlt, das Treppenhaus nicht über 7 – 9 Grad hinaus zu heizen. Da es in aller Regel von drei Seiten durch beheizte Wohnungen umschlossen ist, wird es sich allerdings gewöhnlich selbst ohne jede Heizung schwerlich so weit abkühlen.
Text und Fotos: Oliver H. Herde

Alina Riedel
Friseurmeisterin

Tegeler Straße 32. 13353 Berlin 0151. 649 649 88 alina@wareschoenheit.de www.wareschoenheit.de facebook.com/WareSchoenheit

Unter ohher.de/Heizenergie.htm gibt es zum Artikel noch eine Linkliste.

TRANSFERMARKT: Spenden für diese Anzeigen gehen an KINDERHILFE – Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e. V.

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hinten v. l. n. r.: Oliver H. Herde, Johannes Hayner; vorne v. l. n. r.: Josefine Roth, Ewald Schürmann, Narcisse Djakam, Maja Schudi

Der SprengelKiez steckt voller Geschichten. Erzähle sie!

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Foto: Marlen Godemann
        
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