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Volume No. 33

Full text: Die ewige Lampe (Public Domain) Issue1.1848 (Public Domain)

der Freiheit entfalteten, und ehrenfest und muthbeseelt den Kampf 
bestanden. Saget nicht, daß diesmal von dem Volke und seinen 
Delegirten der Angriff ausgegangen sei; winselt nicht über die 
mißtrauische Reizbarkeit der Gemüther, die eure Schritte be 
wachte, eure Maaßregeln prüfte argwöhnisch und Haarschars! 
Das Vertrauen hattet ihr längst schon verloren, und nur mit Mühe 
behauptetet ihr einen Platz, auf dem ihr berufen wäret, den Segen 
des Friedens und der Ordnung zu erhalten, nicht aber in hart 
näckiger Verstocktheit, in kalter, gleißender Herzenshärtigkeit dem 
Uebermuthe und der Heuchelkunst Vorschub zu leisten. Nicht der 
Macht von Gottes Gnaden, nicht jener Macht, die aufgeblasen und 
schwerfällig den Hermelin nachschleppt, und gewohnt ist, auf ihrem 
Gange nur zitternde Sklaven zu finden, giftiglächelnde Höflinge 
und tückisch grausame Schergen, verdanktet ihr das Amt, daö ihr 
im Ernste und in der Wahrheit verwalten solltet; nein! die Revo 
lution hatte euch erhoben, von dem Volke rührte euer Mandat her, 
von dem Volke, daß durch den Mund seiner Vertreter erklärt: daß 
ihr euch des Mandats verlustig gemacht, sein Vertrauen verloren 
habt. Noch stehen wir auf dem Boden der Revolution, eine 
Wahrheit, die ihr vergebens abläugnet, und wir werden die Con- 
scquenzen der Revolution zu vertheidigen wissen. Tretet ab, und 
räumt würdigern Männern den Platz ein! Die Presse habt ihr 
verfolgen lassen durch willfährige Kreaturen, durch die alten Bü- 
reaukraten, die allein in der Unterdrückung des Geistes ihr egoisti 
sches Heil sehen, und um des freien Wortes willen Men sich die 
Kerker; die Volksversammlungen wollt ihr dem Veto einer Polizei 
Preis geben, die von euch aufgemuntert und bestärkt die alten 
Wege wandelt, und um deS freien Wortes willen füllen sich die 
Kerker; schlau und hinterlistig zugleich wollt ihr euch dagegen in 
der Armee, die aus dem Volke hervorgegangen, eine Macht er 
halten zur Unterstützung der Eondergelüste einer brutalgierigen 
Reaktion, um den Bewegungen der Zeit mit bewaffneter Hand 
entgegen zu treten, den Aufschwung niederzuhalten, und die un 
beschränkte Machtvollkommenheit gegen das gute Recht des Volks
	        
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