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Full text: Arbeitshilfe „Naturhaushaltswert“ zur Anwendung der standardisierten Bewertungsmethode für Naturhaushaltsfunktionen

Arbeitshilfe „Naturhaushaltswert“
zur Anwendung der standardisierten
Bewertungsmethode für Naturhaushaltsfunktionen

Eingriffsbewertung in der verbindlichen Bauleitplanung
der Landeshauptstadt Potsdam

November 2013

Impressum

Auftraggeber

Landeshauptstadt Potsdam
Geschäftsbereich Stadtentwicklung und Bauen
Bereich Stadtentwicklung-Verkehrsentwicklung
Hegelallee 6 – 10
14469 Potsdam
www.potsdam.de/stadtentwicklung
Ansprechpartner und Kontakt:
Dipl.-Ing. Bernhard Kneiding
Tel.: 0331.289 2540
E-Mail: bernhard.kneiding@rathaus.potsdam.de
Auftragnehmer

bgmr Landschaftsarchitekten
Becker Giseke Mohren Richard
Prager Platz 6
10779 Berlin
Tel 030.214 59 59-0
berlin@bgmr.de
V-Prof. Dr. Carlo W. Becker
Dipl.-Ing. Sven Hübner
Dipl.-Ing. (FH) Petra Rieder

November 2013

2

Inhalt der Arbeitshilfe

Werkzeuge der Arbeitshilfe

5

Bewertungsschritte6
1.	 Bewertungsschritt – Erfassung und Bewertung des Naturhaushaltswertes
(NH-Wert) im Bestand
1.1	
1.2	
1.3	
1.4	

9

Grundlagenerfassung 
Bewertung der bereits als Referenz erfassten Biotoptypen
Bewertung der noch nicht als Referenz erfassten Biotoptypen
Zusammenstellung der NH-Werte im Bestand

9
9
11
11

2.	 Bewertungsschritt – Erfassung und Bewertung des Naturhaushaltswertes
in der Planung

12

2.1	
2.2	
2.3	
2.4	

Erfassung der Planungstypen
Bewertung der bereits als Referenz erfassten Planungstypen
Bewertung der noch nicht als Referenz erfassten Planungstypen
Zusammenstellung der NH-Werte Planung

3.	 Bewertungsschritt – Eingriffsbilanzierung Naturhaushaltswert
3.1	 Bilanzierung des Naturhaushaltswertes
3.2	 Bewertung gebietsexterner Ausgleichsmaßnahmen
3.3	 Zuordnung externer Ausgleichmaßnahmen

Weiterentwicklung der Arbeitshilfe

12
12
12
14
15
15
17
17

18

Anhang19
Teil 1: Bewertungshilfen (Bewertungsrahmen und Referenzbiotope)
Teil 2: Erläuterungen zu den Tabellenvorlagen

3

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Bewertungsschritte der Eingriffsbilanzierung

7

Abbildung 2: Grafische Veranschaulichung der Bewertungsschritte nach der
		Naturhaushaltswertmethode

8

Abbildung 3: Skalierung des Naturhaushaltswerts und ausgewählte Referenz		
biotope und Planungstypen und Beispiele für Auf- und Abwertungen 10
Abbildung 4: Gegenüberstellung der Bewertungsskalen nach Kaule/ Landschafts		
plan Potsdam, Naturhaushaltswert und HVE Land Brandenburg
10
Abbildung 5: Beispiel-Bewertung des Planungstyps Allgemeines Wohngebiet,
		GRZ 0,25

13

Abbildung 6: Beispiel für eine GIS-gestützte Visualisierung der Eingriffe in den
		
Naturhaushalt (Auszug aus dem Bebauungsplan-Entwurf Nr. 129)

16

Tabellenverzeichnis im Anhang
Teil 1: Bewertungshilfen
A 1	
A 2	
A 3	

Bewertungsrahmen Naturhaushaltswert
Referenzbiotope Bestand
Referenzbiotope Planung

Teil 2: Erläuterungen zu den Tabellenvorlagen
T 1a	
T 1b	
T 2a	
T 2b	
T 2c	
T 3a	
T 3b	
T 3c	
T 3d	
T 3e	
	

4

Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotoptypen – Bestand
Zusammenstellung Naturhaushaltswerte Bestand
Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotoptypen - Planung
Berechnung der Naturhaushaltswerte für geplante Baugebiete
Zusammenstellung Naturhaushaltswerte Planung
Eingriffsbilanzierung für Baugebiete, Verkehrs- und Grünflächen
Eingriffsbilanzierung - Zusammenfassende Übersicht (Eingriffsbilanz)
Vereinfachte Bilanzierung für Bebauungspläne mit einem Vorhabenträger
Berechnung Naturhaushaltsaufwertung für externe Ausgleichsmaßnahmen
Eingriffsbilanzierung - Einzelübersicht Baugebiete und Verkehrsflächen
sowie Zuordnung der Ausgleichsmaßnahmen

Werkzeuge der Arbeitshilfe

Mit der „Fachlichen Herleitung einer standardisierten Bewertungsmethode für Naturhaushaltsfunktionen – Naturhaushaltswert“ hat die Landeshauptstadt Potsdam
einen methodischen Ansatz für die Eingriffsbewertung in der verbindlichen Bauleitplanung vorgelegt und fachübergreifend abgestimmt. Auf dieser Grundlage sollen
Eingriffe in den Naturhaushalt, die infolge der Aufstellung von Bebauungsplänen
im Stadtgebiet zu erwarten sind, nach einheitlichem Vorgehen bilanziert werden.
Die vorliegende Arbeitshilfe wurde aus dem o.g. Fachgutachten entwickelt und
liefert für die Fachdienstleister und Verwaltungsstellen, die die Eingriffsbewertung
bearbeiten, die notwendigen Werkzeuge und Hilfen für die praktische Anwendung
der Naturhaushaltswertmethode. Hierzu werden die einzelnen Bewertungsschritte
in verständlicher Form und anhand von Beispielen und Grafiken erläutert. Anhand
der Bewertungsrahmen für die Naturhaushaltsfunktionen der Schutzgüter und der
Listen mit bisher schon als Referenz bewerteten Biotop- und Planungstypen können bislang noch nicht erfasste Biotop- und Planungstypen in den Plangebieten
in die Skalierung des Naturhaushaltswertes eingeordnet werden. Beispieltabellen
mit Erläuterungen zum Ausfüllen der Tabellenvorlagen für die Erfassung Naturhaushaltswertes sollen die Bearbeitung zusätzlich erleichtern. Alle notwendigen
Tabellenblätter werden als digitale Vorlagen im xls-Format zur Verfügung gestellt.
In diesen Dateivorlagen sind wichtige Berechnungsschritte innerhalb der Tabellenblätter bereits mit geschützten Rechenformeln versehen.
Folgende Arbeitshilfen (A) und Tabellenvorlagen mit Erläuterungen (T) werden im
Anhang bereitgestellt:
A 1	
A 2	
A 3	

Bewertungsrahmen Naturhaushaltswert
Referenzbiotope Bestand
Referenzbiotope Planung

T 1a	
T 1b	
T 2a	
T 2b	
T 2c	
T 3a	
T 3b	
T 3c	
T 3d	
T 3e	
	

Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotoptypen – Bestand
Zusammenstellung Naturhaushaltswerte Bestand
Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotoptypen - Planung
Berechnung der Naturhaushaltswerte für geplante Baugebiete
Zusammenstellung Naturhaushaltswerte Planung
Eingriffsbilanzierung für Baugebiete, Verkehrs- und Grünflächen
Eingriffsbilanzierung - Zusammenfassende Übersicht
Vereinfachte Bilanzierung für Bebauungspläne mit einem Vorhabenträger
Berechnung Naturhaushaltsaufwertung für externe Ausgleichsmaßnahmen
Eingriffsbilanzierung - Einzelübersicht Baugebiete und Verkehrsflächen
sowie Zuordnung der Ausgleichsmaßnahmen

Die fachliche Herleitung der Methode am Beispiel des Bebauungsplans „Nördlich
In der Feldmark“ Potsdam-Golm kann anhand des o.g. Fachgutachtens nachvollzogen werden. Die Arbeitshilfe, die Tabellenvorlagen und das Gutachten zur
fachlichen Herleitung der Naturhaushaltswertmethode können auf der Web-Seite
der Landeshauptstadt Potsdam heruntergeladen werden. [www.potsdam.de]
5

Bewertungsschritte

Bewertungsschritte

Vorgehen

Werkzeuge

1.

Erfassung und Bewertung des Naturhaushaltswertes (NH-Wert) im Bestand

1.1

Grundlagenerfassung

Biotoptypenkartierung und kartografische Aufbereitung, Auswertung des Landschaftsplans Potsdam
und weiterer Informationen zu den Schutzgütern
Boden, Wasser, Klima/ Luft

Tabellenvorlage T 1a,
Spalte 1 und 2

1.2

Bewertung der bereits
als Referenz erfassten
Biotoptypen

Übernahme der NH-Werte

A 2 – Referenzbiotope Bestand

Bewertung der noch nicht
als Referenz erfassten
Biotoptypen

Bewertung des aktuellen Zustandes der Leistungsfähigkeit im Naturhaushalt für die Schutzgüter Biotope, Boden, Wasser und Klima/ Luft

1.3

Ggf. standortbezogene Auf- und Abwertung:
Vergabe von Zu- und Abschlägen in der Bewertung
der einzelnen Naturhaushaltsfunktionen

Tabellenvorlage T 1a,
Spalten 3-6
A 1 – Bewertungsrahmen NH-Wert
Tabellenvorlage T 1a,
Spalten 3-6

Dieser Bewertungsschritt kann entfallen, wenn bereits alle im Plangebiet vorkommenden Biotoptypen in
der Referenzliste A 2 enthalten sind
1.4

2.

Flächenzusammenstellung mit NH-Werten
(Verknüpfung von Flächen und Wert, evtl. GISgestützt).

Optional für Bebauungspläne mit einem Vorhabenträger: Vereinfachte
Zusammenstellung des
NH-Wertes

Bildung eines Durchschnittswertes der Biotoptypen
im Bestand für alle Vorhabenflächen

Tabellenvorlage T 1b

Erfassung und Bewertung des Naturhaushaltswertes in der Planung

2.1.

Erfassung der
Planungstypen

Ableitung der Planungs- und Zielbiotoptypen aus
den textlichen und grafischen Festsetzungen des
Bebauungsplan-Entwurfs

Tabellenvorlage T 2a,
Spalte 1 bis 3

2.2

Bewertung der bereits als
Referenz erfassten
Planungstypen

Übernahme der NH-Werte

A 3 - Referenzbiotope
Planung

Bewertung der noch nicht
als Referenz erfassten
Planungstypen

Bewertung des zu erwartenden Zustandes der
biotischen und abiotischen Naturhausfunktionen für
geplante Biotoptypen für die Schutzgüter Biotope,
Boden, Wasser und Klima/ Luft
(vgl. Bearbeitungsschritt 1.3)

2.3

6

Zusammenstellung
NH-Werte Bestand

Ggf. standort- bzw. vorhabenbezogene Auf- und
Abwertung: Vergabe von Zu- und Abschlägen in der
Bewertung der einzelnen Naturhaushaltsfunktionen

Tabellenvorlage T 2a,
Spalten 4 bis 7
A 1 - Bewertungsrahmen NH-Wert
Tabellenvorlage T 2a,
Spalten 4 bis 7

2.4

Zusammenstellung
NH-Wert Planung

Optional für Bebauungspläne mit einem Vorhabenträger: Vereinfachte
Zusammenstellung des
NH-Wertes

2.4.1 Berechnung des durchschnittlichen
NH-Wertes für Baugebiete

Tabellenvorlage T 2b

2.4.2 Flächenzusammenstellung mit NH-Werten
(Verknüpfung von Flächen und Wert, evtl.
GIS-gestützt).

Tabellenvorlage T 2c

Bildung eines Durchschnittswertes der Planungstypen für alle Vorhabenflächen

Tabellenvorlage T 2c

3.

Eingriffsbilanzierung Naturhaushaltswert

3.1

Bilanzierung des NHWertes

Überlagerung und Verschneidung der Naturhaushaltswerte in Bestand und Planung (evtl. GISgestützt)

Tabellenvorlage T 3a

Bilanzierung der Veränderung des NH-Wertes
(Tabelle und kartografische Aufbereitung)

Optional für Bebauungspläne mit einem Vorhabenträger: Vereinfachte
Bilanzierung

Ggf. Zuordnung von Grünflächen oder anderen
Kompensationsmaßnahmen im Plangebiet zu Vorhaben

Tabellenvorlage T 3b

Verschneidung und Bilanzierung der Durchschnittswerte des NH-Wertes in Bestand und Planung für
alle Vorhabenflächen

Tabellenvorlage T 3c

Notwendige Arbeitsschritte, wenn den Vorhaben in einem Bebauungsplan Ausgleichsmaßnahmen außerhalb
des Geltungsbereichs (externe Ausgleichsmaßnahmen) zugeordnet werden sollen
3.2

3.3

Bewertung externer
Ausgleichsmaßnahmen

Zuordnung externer
Ausgleichsmaßnahmen

3.2.1 Erfassung und Bewertung des aktuellen
und des zu erwartenden Zustandes der
biotischen und abiotischen Naturhausfunktionen für die Schutzgüter Biotope,
Boden, Wasser und Klima/ Luft
(vgl. Bewertungsschritte 1.2 bzw. 1.3 sowie
2.2 bzw. 2.3)

Tabellenvorlage T 1a

3.2.2 Ermittlung des Ausgleichspotenzials als
NH-Wert

Tabellenvorlage T 3d

Zuordnung von Eingriff und gebietsinternen und
-externen Ausgleichsmaßnahmen zu Vorhaben

Tabellenvorlage T 3e

Tabellenvorlage T 2a

Gesamtbilanz

Abbildung 1: Bewertungsschritte der Eingriffsbilanzierung

7

1. Bewertungsschritt – Erfassung und Bewertung des Naturhaushaltswertes im Bestand

2,5

1,6

Luft/Klima
Biotope
Wasser
Boden

2,5

1,9

1,5

0,9

1.1 Grundlagenerfassung

1.2 Bewertung der bereits
als Referenz erfassten
Biotoptypen

Optional für Bebauungspläne
mit einem Vorhabenträger:
Vereinfachte Zusammenstellung des NH-Wertes durch Bildung eines Durschnittswertes
für die Biotoptypen im Bestand
für alle Vorhabenflächen

1.3 Bewertung der noch
nicht als Referenz
erfassten Biotoptypen
1.4 Zusammenstellung der
Naturhaushaltswerte

2. Bewertungsschritt – Erfassung und Bewertung des Naturhaushaltswertes in der Planung

Luft/Klima
Biotope
Wasser
Boden

0,4*

1,1

0

1,8
0,5
1,2

2,5

1,8
0,5
0,5

2,5

2,5

0,8

0,6

*min. 30% extensive Dachbegrünung

2.1 Erfassung der
Planungstypen

2.2 Bewertung bereits als
Referenz erfasster
Planungstypen

2.4.1 Berechnung des durchschnittlichen NH-Wertes
für Planungstypen

2.3 Bewertung der noch
nicht als Referenz erfassten Planungstypen

2.4.2 Flächenzusammenstellung mit NH-Werten

Optional für Bebauungspläne
mit einem Vorhabenträger:
Vereinfachte Ermittlung des
durchschnittlichen Naturhaushaltswertes für alle
Vorhabenflächen

3. Bewertungsschritt – Eingriffsbilanzierung Naturhaushaltswert

0,4

1,1

0
1,6

1,8
0,5
1,2

GE

2,5

+ 0,2
- 1,2

2,5

1,9

-0,9

-0,8

0,9

VK

0

WA

+ 0,9

Differenz =
Aufwertung
Naturhaushaltswert

1,9

Entwicklung zu
Streuobstwiese

1,0

intensiv genutzte
Ackerfläche

Arbeitsschritte zur Zuordnung externer Ausgleichsmaßnahmen
3.1 Bilanzierung des NH-Wertes
Überlagerung und Verschneidung der NH-Werte in
Bestand und Planung
Bilanzierung der Veränderungen des NH-Wertes

3.2 Bewertung externer Ausgleichsmaßnahmen analog zu
den Bewertungsschritten 1.2 bzw. 1.3 sowie 2.2 bzw. 2.3
3.3 Zuordnung externer Ausgleichmaßnahmen zu Vorhabenflächen

Abbildung 2: Grafische Veranschaulichung der Bewertungsschritte nach der Naturhaushaltswertmethode

8

1.	 Bewertungsschritt – Erfassung und Bewertung des
Naturhaushaltswertes (NH-Wert) im Bestand

1.1	 Grundlagenerfassung
Die Naturhaushaltswertmethode dient dazu, die biotischen (Biotope) und abiotischen (Boden, Wasser, Luft/Klima) Naturhaushaltsfunktionen in Bestand und
Planung standortbezogen für ein Plangebiet zu bewerten und die Eingriffe in den
Naturhaushalt zu bilanzieren. Für die Bewertung der Bestandssituation sind im
Regelfall eine fachlich fundierte Biotoptypenkartierung, die Erfassung weiterer Informationen zu den Schutzgütern (z. B. Untersuchungen zur Artenausstattung,
zu Vorbelastungen durch Aufschüttungen, Abgrabungen, Erosion, Bodenverdichtung, zum Gewässerzustand etc.) sowie die Auswertung des Landschaftsplans
Potsdam erforderlich.
Auf dieser Grundlage werden die im Planungsgebiet festgestellten Biotoptypen
in die Tabelle T 1a in Spalte 1 (Biotoptypen gemäß Biotoptypenliste Land Brandenburg) und Spalte 2 (Kategorisierung und Bewertung gemäß Landschaftsplan
Potsdam) aufgenommen.

T 1a,
Spalten 1+2
Anhang 1 zum
Landschaftsplan
Potsdam

Landschaftsfunktionen und geschützte Landschaftsbestandteile, die anderweitig zu bewerten sind
Räumlich übergreifende Wechselbezüge und Wirkungszusammenhänge, wie
der Biotopverbund, klimatische Ausgleichsfunktionen zwischen Ent- und Belastungsgebieten oder die Bedeutung von Landschafts- und Siedlungsräumen für
das Landschaftsbild und die Erholung lassen sich mit der standortbezogenen
Naturhaushaltswertmethode nicht ausreichend erfassen. Diese Funktionen sollen daher mit geeigneten methodischen Ansätzen bewertet werden, die raumübergreifende und wirkungskomplexe Zusammenhänge abbilden könne, wie
beispielsweise anhand einer verbal-argumentativen Bewertung (vgl. HVE für das
Land Brandenburg).

HVE: Hinweise
zum Vollzug der
Eingriffsregelung.
Ministerium für
Ländliche Entwicklung, Umwelt
und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
(MLUV, Hrsg.),
April 2009.

Für die Bewertung möglicher standortbezogener Auswirkungen auf Biotoptypen
in naturschutzrechtlich geschützten Gebieten, auf geschützte Landschaftsbestandteile und Biotope sowie besonders geschützte Pflanzen- und Tierarten und
Lebensraumtypen kann die Naturhaushaltswertmethode wichtige Hinweise geben. Allerdings sind für eine abschließende Bewertung möglicher Auswirkungen
auf naturschutzrechtlich besonders geschützte Gebiete, Landschaftsbestandteile
und Arten die Maßgaben der höhrerrangigen Rechtsgrundlagen zu beachten.

1.2	 Bewertung der bereits als Referenz erfassten Biotoptypen
Sind im Gebiet vorhandene Biotoptypen bereits in der Arbeitshilfe A 2 - Referenzbiotope Bestand erfasst, kann die Bewertung der Naturhausfunktionen in der Tabellenvorlage T 1a, Spalten 3-6 direkt übernommen werden. Hierbei ist zu beachten, dass die in der Arbeitshilfe A 1 vorgenommene Bewertung für Biotoptypen
mit standorttypischer Ausprägung gilt.

A2
T 1a, Spalten 3-6
und Spalte 9

9

BESTAND

NATURHAUSHALTSWERT

Naturnahes Gewässer

2,5

+
Feldgehölz
–

BEBAUUNGSPLAN

sehr hoch

strukturreich

Fläche für Maßnahmen (Biotop)

hoch

2,0

Naturnahe Grünfläche

strukturarm
mittel

1 Laubbaum/100 m²

Nicht überbaubare Fläche
– (1 Laubbaum/200 m²)

1,5

Ruderale Gras- und Staudenflur

+

Fläche zum Anpflanzen
(Wiese + Gehölze)

1 Laubbaum/300 m²
+
Acker/Intensivgrasland
–

Ackerbrache

eingeschränkt

1,0

Maisacker
gering

Lagerfläche (teilversiegelt)

0,5

Versiegelte Fläche

0

Nicht überbaubare Fläche
(ohne textl. Festsetzungen)
> 10 cm
Substrataufbau
< 10 cm
Substrataufbau

+

Dachbegrünung
–
Straße (beidseitig Bäume,
Versickerungsmulden)

Gebäude / Straße
(Vollversieglung)

Abbildung 3:	 Skalierung der Naturhaushaltswerts und ausgewählte Referenzbiotope und
	
Planungstypen und Beispiele für Auf- und Abwertungen

Bewertung Biotope

Bewertung Boden, Wasser, Klima

(biotische Funktionen im Naturhaushalt)

(abiotische Funktionen im Naturhaushalt)

Landschaftsplan / Kaule

Naturhaushaltswert
biotisch

HVE Brandenburg

Naturhaushaltswert
abiotisch

8/9

2,5

sehr hohe Wertigkeit

2,5

7/6

1,8-2,0

hohe Wertigkeit

2,0

5

1,5

mittlere Wertigkeit

1,5

4/3

0,8-1,0

eingeschränkte Wertigkeit

1,0

2/1

0,0-0,5

geringe Wertigkeit

0,0-0,5

Abbildung 4:	 Gegenüberstellung der Bewertungsskalen nach Kaule/Landschaftsplan
	
Potsdam, Naturhaushaltswert und HVE Brandenburg

10

Weicht die Ausprägung einzelner Biotoptypen im Gebiet jedoch von der biotoptypischen Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen in der Liste A 2 ab, kann in
den jeweils zutreffenden Spalten 3-6 eine Auf- oder Abwertung vorgenommen
werden. Die Zu- bzw. Abschläge sind in Spalte 9 kurz und ggf. ausführlicher im
Umweltbericht zu begründen. Auch wenn sich aus der ortsbezogenen Bewertung
oder aus der Ausdifferenzierung eines Biotoptyps eine Abweichung gegenüber
der Biotopbewertung im Landschaftsplan ergibt, kann eine Auf- oder Abwertung
in Form von Zu- oder Abschlägen für den NH-Wert erfolgen. Diese ist ebenfalls
zu begründen.
Die Werte für die biotischen und abiotischen Naturhaushaltsfunktionen fließen zu
jeweils 50% in den Gesamt-Naturhaushaltswert ein (Spalte 8).
Werden im Planungsgebiet Biotoptypen festgestellt, die noch nicht in der Liste
A 2 erfasst sind, ist für diese eine schutzgutbezogene Bewertung des aktuellen
Zustandes der Leistungsfähigkeit im Naturhaushalt für die Schutzgüter Biotope,
Boden, Wasser und Klima vorzunehmen.

1.3	 Bewertung der noch nicht als Referenz erfassten Biotoptypen
Die Bewertung von Biotoptypen, die noch nicht als Referenzbiotope erfasst wurden, erfolgt in der Tabelle T 1a in Spalten 3-6 unter Zuhilfenahme der Liste der
Arbeitshilfe A 1 - Bewertungsrahmen sowie der Biotoptypenbewertung im Landschaftsplan Potsdam.
Der Bewertungsrahmen A 1 enthält für alle Wertstufen und Schutzgüter des Naturhaushaltswertes Beispiele für Biotop- und Standorttypen, damit eine systematische Einordnung neuer Biotoptypen in die Skalierung der Naturhaushaltswerte
erfolgen kann. Abweichungen in der Bewertung von einer ansonsten typischen
Ausprägung und Leistungsfähigkeit sind fachlich zu begründen (siehe auch Arbeitsschritt 1.2).

T 1a, Spalte 3-6
A1
Biotoptypenbewertung im
Anhang 1 des
Landschaftsplans
Potsdam

1.4	 Zusammenstellung der NH-Werte im Bestand
In der Tabellenvorlage T 1b erfolgt die Zusammenstellung der Biotoptypen für das
Plangebiet mit ihren jeweiligen Flächengrößen und NH-Werten.

T 1b

Bei größeren Vorhaben empfiehlt sich eine GIS-gestützte Verknüpfung von Flächen und Wert, die dann auch für die Verschneidung mit der Planung und die
Bilanzierung herangezogen werden kann. Die kartografische Darstellung der Biotoptypen mit den NH-Werten (z.B. in der Biotoptypenkarte) ist optional.
Optional: Vereinfachte Zusammenstellung der NH-Werte für Bebauungsplan
mit einem Vorhabenträger
Werden mögliche Eingriffe in einem Plangebiet nur einem einzigen Vorhabenträger verursacht, kann eine vereinfachte Zusammenstellung erfolgen, indem ein
Durchschnittswert für den NH-Wert für alle Vorhabenflächen gebildet wird.
Hinweis: Hochwertige Biotoptypen, wie z. B. Biotope die auch einem besonderen
naturschutzrechtlichen Schutz unterliegen, sollten von der Bildung eines Durchschnittswertes ausgenommen und separat bewertet sowie dargestellt werden.
11

2.	 Bewertungsschritt – Erfassung und Bewertung des
Naturhaushaltswertes in der Planung

2.1	 Erfassung der Planungstypen
Als Planungstypen werden Nutzungsarten und Ausgestaltungen von Nutzungen
(z.B. in Form von Anpflanzungen oder Belagsarten von Böden) bezeichnet, die
sich im Wesentlichen aus den vorgesehenen zeichnerischen und textlichen Festsetzungen des Bebauungsplans ableiten. Wie die Abbildung 5 auf der nächsten
Seite zeigt, setzten sich diese Planungstypen in der Regel wiederum aus unterschiedlichen (Ziel-)Biotoptypen zusammen. Zunächst werden daher die Festsetzungen des Bebauungsplans in gleichartige Planungstypen umgesetzt wie z.B.
naturnahe Grünfläche, nicht überbaubare Fläche in Baugebieten, Fläche zum Anpflanzen von Bäumen, öffentliche Verkehrsfläche oder extensive Dachbegrünung.
T 2a, Spalten 1-3
Anhang 1 des
Landschaftsplans
Potsdam

Die Kategorisierung der Planungstypen erfolgt in der Tabellenvorlage T 2a und
dort in den Spalten 1 bis 3. Beispiele für Planungstypen finden sich in der Liste
A 3 Referenzbiotope Planung.
Um den Planungstyp qualitativ zu erfassen, ist in Spalte 1 der Tabellenvorlage
T 2a eine kurze Beschreibung der geplanten Nutzung mit Angaben zu der zulässigen bzw. zu erwartenden Art und Aufteilung der Nutzung vorzunehmen. Beispielsweise leitet sich aus den textlichen und zeichnerischen Festsetzungen ab,
dass eine naturnahe Grünfläche zu 90 von Hundert der Fläche als Wiese und
Krautsäume mit einzelnen heimischen Solitärbäumen und 10 von Hundert mit heimischen Laubgebüschen anzulegen bzw. zu entwickeln sind. In Spalte 2 werden
hierzu die jeweiligen Flächenanteile der Zielbiotope am Planungstyp eingetragen
und in Spalte 3 erfolgt die Übersetzung in Biotoptypen mit der dazugehörigen Bewertung des Landschaftsplans Potsdam.

2.2	 Bewertung der bereits als Referenz erfassten Planungstypen
A3
T 2a, Spalten 4-7
und Spalte 9

Wenn im Bebauungsplan vorgesehene Planungstypen oder Zielbiotoptypen bereits in der Liste A 3 - Referenzbiotope Planung erfasst sind, kann die Bewertung
der Naturhaushaltsfunktionen direkt in die Tabelle T 2a, Spalten 4-7 übernommen
werden. Weicht die absehbare Ausprägung und Belastung einzelner Biotoptypen
im Gebiet von der Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen in der Liste A 3 ab,
kann in den jeweils zutreffenden Spalten ein Zu- oder Abschlag vergeben und die
Auf- bzw. Abwertung in Spalte 9 begründet werden.

2.3	 Bewertung der noch nicht als Referenz erfassten Planungstypen
Sind im Bebauungsplan vorgesehene Planungstypen noch nicht in der Liste A 3
erfasst, so ist für diese Nutzungen eine qualifizierende Beschreibung und Aufteilung in Zielbiotoptypen sowie eine schutzgutbezogene Bewertung des zu erwartenden Zustandes der Leistungsfähigkeit im Naturhaushalt für die Schutzgüter
Biotope, Boden, Wasser und Klima vorzunehmen.
12

Abbildung 5: Beispiel-Bewertung des Planungstyps Allgemeines Wohngebiet WA, GRZ 0,25
Für das Allgemeine Wohngebiet sieht der Bebauungsplan folgende Naturhaushaltswert relevanten Festsetzungen vor:
»» Haupt-GRZ 0,25 und Neben-GRZ max. 50%
»» Herstellung von ebenerdigen Wegen, Kfz-Stellplätzen und Zufahrten in wasser- und
luftdurchlässigem Aufbau
»» Freihaltung von Vorgärten von Nebenanlagen im Sinne des § 14 Absatz 1 der Baunutz
ungsverordnung (außer Zufahrten)
»» Anpflanzung von einem standortgerechten, heimischen Laubbaum je 250 m² Grundstücksfläche
Es wird davon ausgegangen, dass etwa 50% der Neben-GRZ für Stellplätze, Zufahrten und
Hauszuwegung genutzt und somit in wasser- und luftdurchlässiger Bauweise hergestellt
werden.
Für die nicht überbaubare Fläche wird folgende
Nutzungsaufteilung zugrunde gelegt:
• 65% Rasen, Stauden, Beete
• 10% heimische Bäume (je Baum wird eine
naturhaushaltswirksame Fläche von 20 m²
angenommen)
• 10% Sträucher
• 15% wasser- und luftdurchlässige Wege.

Bewertung Naturhaushaltsfunktionen

Erläuterung
Werkzeug T 3

Spalte 1: Beschreibung der Flächenaufteilung der
Festsetzung
Hinweis: pro Baum wird eine Maßnahmenfläche von
20m² angesetzt

Spalte 3:
Grundlage: Landschaftsplan Landeshauptstad Potsdam,
Anhang A-1 Liste der vorkommenden Biotoptypen und deren
Bewertungsstufen (modifizierte Kaulebewertung)

Die nebenstehende schematische Grundstücksaufteilung veranschaulicht die Plausibilität der
Nutzungsaufteilung für eine Wohnbebauung wie
sie laut Bebauungsplan möglich wäre.

Bewertung Naturhaushaltsfunktionen

Erläuterung
Werkzeug T 3

Spalte 1: Beschreibung der Flächenaufteilung der
Festsetzung
Hinweis: pro Baum wird eine Maßnahmenfläche von
20m² angesetzt

1

Beispiele

Büroname

Spalten 4 bis 8: Bewertung der biotischen und abiotischen Naturhaushaltsfunktionen

Spalte 3:
Grundlage: Landschaftsplan Landeshauptstad Potsdam,
Anhang A-1 Liste der vorkommenden Biotoptypen und deren
Bewertungsstufen (modifizierte Kaulebewertung)

Die Werte für die biotischen und abiotischen Naturhaushaltfunktionen fließen zu jeweils 50% in den
Gesamt Naturhaushaltswertt ein (Spalten 9 und 10)
Die Einzelbewertung der Schutzgüter besteht aus jeweils 2 Zellen. In der ersten Zelle wird der
standortspezifische Naturhaushaltswert inkl. Auf- / Abwertung eingegeben. Die zweite Spalte ist
Spalten 4und
bis gibt
8: Bewertung
dereine
biotischen
und abiotischen
Naturhaushaltsfunktionen
informativ
an, wie groß
vorgenommene
Auf-/ Abwertung
ist. (Bregründung in Spalte
11).
Eingaben sind für die Spalten 1 bis 7 erforderlich.
Für Berechnung des abiotischen Gesamt NH-Wertes wird automatisch ein Mittelwert gebildet
Die Werte für die biotischen und abiotischen Naturhaushaltfunktionen fließen zu jeweils 50% in den
Gesamt Naturhaushaltswertt ein (Spalten 9 und 10)
Die Einzelbewertung der Schutzgüter besteht aus jeweils 2 Zellen. In der ersten Zelle wird der
standortspezifische Naturhaushaltswert inkl. Auf- / Abwertung eingegeben. Die zweite Spalte ist
informativ und gibt an, wie groß eine vorgenommene Auf-/ Abwertung ist. (Bregründung in Spalte
11).

3

2

Eingaben sind für die Spalten 1 bis 7 erforderlich.

4

5

6

8

9

Spalte 11:
Kurze Begründung der Auf-/
Abwertungen der
Naturhaushaltswerte m
Vergleich zur Bewertung des LBüroname
Plans bzw. bei Abweidhung
von standorttypischer
Aussprägung .

Spalte 10:
Mittelwert
abiotisch/ biotisch
unter
Berücksichtigung
des Flächenanteils
und Gesamtwert
für Planungstyp

Spalte 11: Begründung im
Ausführliche
Kurze Begründung der Auf-/
Umweltbericht.
Abwertungen der
Naturhaushaltswerte m
Vergleich zur Bewertung des LPlans bzw. bei Abweidhung
von standorttypischer
Aussprägung .

10

In der Tabelle T 2a erfolgt die Bewertung für die geplante Nutzung „Nicht überbaubare Fläche mit Laubbäumen und wasser- und luftdurchlässigen Belägen“ wie folgt:

Geplante Nutzung gemäß
Bebauungsplan

Flächenanteil

Biotoptyp und -bewertung LP Potsdam *

Für Berechnung des abiotischen Gesamt NH-Wertes wird automatisch ein Mittelwert gebildet

Naturhaushaltswert Einzelbewertung

1
Geplante Nutzung
gemäß
Naturnahe
Grünfläche
Bebauungsplan
• 90% naturnahe Wiesen und Krautsäume mit
einzelnen heimischen Solitärbäumen
10% der Grünfläche mehrschichtige heimische
Gesamt (gerundet)
Nicht
überbaubare
Fläche mit Laubbäumen
Naturnahe
Grünfläche
und wasser- und luftdurchlässigen Belägen
(WA
und
GE)
• 90%
naturnahe
Wiesen und Krautsäume mit
einzelnen heimischen Solitärbäumen
10%standortgerechter,
der Grünfläche mehrschichtige
heimische
• Ein
heimischer Laubbaum
je
Gesamt (gerundet)
angefangene 200 m² nicht überbaubare
Grundstücksfläche
Fläche
mit Laubbäumen
•Nicht
65% überbaubare
Rasen, Stauden,
Beete
•und
10%wasserSträucher
und luftdurchlässigen Belägen
•(WA
15%und
wasserGE) und luftdurchlässige Wege
• Freihaltung der Vorgärten von Nebenanlagen
• Ein standortgerechter, heimischer Laubbaum je
angefangene 200 m² nicht überbaubare
Grundstücksfläche
Gesamt
(gerundet)
• 65% Rasen, Stauden, Beete
• 10% Sträucher
• 15% wasserund luftdurchlässige Wege
Fläche
zum Anpflanzen
• Freihaltung der Vorgärten von Nebenanlagen
• einreihige Baumreihe mit Achsabstand 7,5m,
heimische Arten
Gesamt (gerundet)
(gerundet)
Gesamt

3

2
Flächen90%
anteil
10%

Biotope

BiotoptypExtensiv
und -bewertung
*
05.11.2
genutztesLP Potsdameingeschränkte
Grünland
Bedeutung (5)
07.10.0 Sonstige Laubgebüsche
örtlich bedeutsam
(6)

einreihige Baumreihe
mit Laubbäumen
Achsabstand 7,5m,
•• alleeartige
Pflanzung von
gemäß
heimische Arten
Pflanzliste,
beflanzte Baumscheibe (mind. 6 m²)
(gerundet)
•Gesamt
Rasenmulden
mit artenreichem Parkrasen zur
Versickerung
•Öffentliche
Teilversiegelte
separate Stellplätze
und
Verkehrsflächen
(alleeartiger
Gehwegüberfahrten
Baumbestand, Versickerungsmulden)

Boden

5

Wasser

1,8
biotisch

2,0
Boden

Ermittlung NH-Werte Planung

6

7

1,5

Mittelwert
abiotisch8**

1,5

absolut

flächenbezogen

9

10

Naturhaushaltswert
gesamt
1,7
1,6 ***
(Mittelwert NHW biotisch + abiotisch)

1,7

2,0
abiotisch

Wasser

1,8

1,8
absolut

Mittelwert
abiotisch **

Klima / Luft

0,2
flächenbezogen
1,7

65%
90%

10.11.1
05.11.2

gering
eingeschränkte
beeinträchtigend
Bedeutung (5)(4)
örtlich bedeutsam
(6)
örtlich bedeutsam
(6)

1,5
2,0

1,5
1,5

1,5
1,5

1,5
1,7

1,3
1,7

0,8
1,6

07.10.0
07.15.1

Gärten
Extensiv genutztes
Grünland
Sonstige Laubgebüsche
Einzelbäume, Solitäre

1,0
1,8

10%

1,8
1,8

2,0
2,0

1,5
1,5

2,0
2,0

1,8
1,8

1,8
1,8

0,2
0,2

10%
65%

07.10.0
10.11.1

Sonstige Laubgebüsche
Gärten

örtlich bedeutsam
gering
(6)
beeinträchtigend (4)

1,5
1,0

2,0
1,5

1,5
1,5

2,0
1,5

1,8
1,5

1,7
1,3

0,2
0,8

15%

12.21.3
07.15.1

Wege
Einzelbäume, Solitäre

stark belastend (1)
örtlich bedeutsam
(6)

0,5
1,8

0,5
2,0

0,5
1,5

0,5
2,0

0,5
1,8

0,5
1,8

0,1
0,2

10%
100%

10%

100%
10%

07.10.0

Sonstige Laubgebüsche

örtlich bedeutsam
(6)

1,5

2,0

1,5

2,0

1,8

1,7

1,2
0,2

100%
15%

07.19.1
12.21.3

Baumreihe, Laubholz
Wege

örtlich bedeutsam
stark belastend
(1)
(6)

1,8
0,5

2,0
0,5

1,5
0,5

2,0
0,5

1,8
0,5

1,8
0,5

1,8
0,1

60%
100%

12.20.0
07.19.1

Verkehrsanlagen
Baumreihe, Laubholz

stark belastend (1)
örtlich bedeutsam
(6)

0,0
1,8

40%

05.15.2

Intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort

gering
beeinträchtigend (4)

1,0

12.20.0

Verkehrsanlagen

stark belastend (1)

0,0

100%
100%

100%
60%

100%

Ausführliche Begründung im
Umweltbericht.

11

Bemerkungen
(Auf- bzw. Abwertungen
aufgrund spezifischer
Ausprägungen)

11
Bemerkungen
(Auf- bzw. Abwertungen
aufgrund spezifischer
Ausprägungen)

1,7

4.000

WA 6 (GRZ 0,25) - Überschreitung Neben-GRZ um 50%
Naturhaus0,0
1,8
haltswert

0,0
2,0

0,0
1,5

0,0
2,0

1,5

1,3

1,5

1,4

0,0

0,0

0,0

0,0

1,3

1,5

1,4

Flächentyp/ Maßnahme
Baugrundstück

1 überbaubare Fläche (Haupt-GRZ)

• alleeartige
Pflanzung von Laubbäumen gemäß
Gesamt
(gerundet)
100%
gering
1,0
1,5
05.15.2 Intensiv genutztes
40%
Pflanzliste, beflanzte Baumscheibe (mind. 6 m²)
davon
beeinträchtigend (4)
Grünland, frischer
• Rasenmulden mit artenreichem Parkrasen zur
Standort
Hinweis:
in nachfolgender Tabelle sind Berechnungsfelder gesperrt. Vor dem
Kopieren von Zeilen muss der Blattschutz entfernt werden!
Versickerung
• Teilversiegelte separate Stellplätze und
vollversiegelt
Gehwegüberfahrten
Gesamt (gerundet)

Klima / Luft

Naturhaushaltswert
Einzelbewertung 1,5
1,8
2,0

Biotope

100%

Der Naturhaushaltswert für den Planungstyp WA mit einer GRZ von 0,25 wird in der
Tabelle 2b - wie nebenstehend gezeigt anhand der Anteile der unterschiedlichen
geplanten Nutzungen an der Grundstücksfläche ermittelt.

Öffentliche Verkehrsflächen (alleeartiger
Fläche zum Anpflanzen
Baumbestand,
Versickerungsmulden)

4

Naturhaushaltswert gesamt ***
(Mittelwert NHW biotisch + abiotisch)

abiotisch

biotisch

Beispiele

7

Spalte 10:
Mittelwert
abiotisch/ biotisch
unter
Berücksichtigung
des Flächenanteils
und Gesamtwert
für Planungstyp

Anrechen0,0
1,8
bare Fläche
1,2

4.000,0

0,0

0,5
1,8

0,0

0,0

1,2

0,5
0,5

1.000,0

Stellplätze, Zufahrten, Nebenanlagen (Neben2 GRZ)

1,2
1,8

Anteil an
Grund- 0,0
1,8
stücksfläche

1.000,0
500,0

25,0%

25,0%
0,5

12,5%

1 von 1

1 von 1

Hinweis: in nachfolgender Tabelle sind Berechnungsfelder gesperrt. Vor dem Kopieren von Zeilen muss der Blattschutz entfernt werden!

davon

Ermittlung NH-Werte Planung

wasser- und luftdurchlässige Wegebeläge
(Annahme: 50% der Neben-GRZ)

0,5

250,0

6,25%

vollversiegelt (Annahme: 50% der Neben-GRZ)

0,0

250,0

6,25%

2.500,0

62,5%

2.500,0

62,5%

3 nicht überbaute Fläche
davon
Dauerhafte Bepflanzung der nicht überbauten
Flächen (Parkrasen, Bodendecker, Sträucher
und Laubbäume) inkl. wasserdurchlässige Wege
G Naturhaushaltswert WA 1 (gerundet)

1,2
0,8

13

A 1, T 2a,
Spalten 4-7
Anhang 1 des
Landschaftsplans
Potsdam

Die Bewertung in der Tabelle T 2a in den Spalten 4-7 erfolgt unter Zuhilfenahme
der Biotoptypenbewertung im Anhang 1 des Landschaftsplans Potsdam und der
Liste A 1 - Bewertungsrahmen. Auch bei diesem Bewertungsschritt kann bei einer
Abweichung der Ausprägung bzw. Leistungsfähigkeit der Naturhaushaltsfunktion
für einen Ziel-Biotoptyp eine Auf- oder Abwertung erfolgen.

2.4	 Zusammenstellung der NH-Werte Planung
2.4.1 Berechnung des durchschnittlichen NH-Wertes für Baugebiete
T 2b, T 2a

In diesem Teilschritt wird der durchschnittliche Naturhaushaltswert für die geplanten Baugebiete berechnet. Hierzu werden die Baugebiete in der Tabelle T 2b auf
Grundlage der im Bebauungsplan vorgesehenen Art und des geplanten Maßes
der Nutzung sowie ggf. zusätzlicher textlicher Festsetzungen, z. B. zur Bepflanzung, in Flächentypen/ Maßnahmen mit den jeweiligen Flächenanteilen an der
Grundstücksfläche aufgeteilt. Der Naturhaushaltswert für den jeweiligen Flächenbzw. Maßnahmentyp leitet sich aus der Tabelle T 2a ab. Die Summe aus der Verrechnung Naturhaushaltswert x Flächenanteil ergibt den gesamten Naturhaushaltswert für das Baugebiet.
2.4.2 Flächenzusammenstellung mit NH-Werten

T 2c

In der Tabellenvorlage T 2c erfolgt die Zusammenstellung der Planungstypen
(Baugebiete, Gemeinbedarfs-, Verkehrs- und Grünflächen usw.) mit den jeweiligen
Flächengrößen und NH-Werten für den Geltungsbereich des Bebauungsplans.
Vereinfachte Zusammenstellung für Bebauungspläne mit einem Vorhabenträger
Sind die möglichen Eingriffe in einem Plangebiet nur einem einzigen Vorhabenträger zuzuordnen, kann eine vereinfachte Zusammenstellung erfolgen, indem ein
Durchschnittswert für alle Planungstypen gebildet wird.

14

3.	 Bewertungsschritt – Eingriffsbilanzierung Naturhaushaltswert

3.1	 Bilanzierung des Naturhaushaltswertes
Im dritten und letzten Bewertungsschritt erfolgt die Bilanzierung des Eingriffs in
den Naturhaushalt. Die Veränderungen der Naturhaushaltswertigkeiten ergeben
sich aus der Überlagerung und Verschneidung der für den Bestand und die Planung ermittelten Naturhaushaltswerte für die Vorhabenflächen.
Für Bebauungspläne mit mehreren Vorhabenträgern erfolgt die Bilanzierung mit
Hilfe der Tabellenvorlagen T 3a und T 3b.
In der Tabelle 3a wird die Veränderung des Naturhaushaltswertes für die einzelnen Baugebiete, Gemeinbedarfs-, Verkehrs- und Grünflächen und andere Nutzungsarten des Bebauungsplans bilanziert. Soweit Maßnahmen zur Aufwertung
des Naturhaushaltswertes in Grün- oder anderen Maßnahmenflächen außerhalb
von Baugebieten oder Verkehrsflächen vorgesehen sind, wird die Zuordnung
und Verrechnung der Kompensationsmaßnahmen in Tabelle 3b (Spalte 3 und 4)
vorgenommen.

T 3a

Für Bebauungspläne mit einem Vorhabenträger kann eine vereinfachte Bilanzierung des Eingriffs anhand der Tabellenvorlage T 6c vorgenommen werden.

T 3c

T 3b

Zusätzlich zur tabellarischen Aufbereitung soll die Veränderung der Naturhaushaltswerte auch grafisch in Form einer Karte oder Abbildung dargestellt werden
(siehe Abbildung 6 auf der folgenden Seite). Die Werte im negativen Bereich geben den Eingriff an, der auf Grundlage der geplanten Festsetzungen des Bebauungsplans zu erwarten bzw. möglich ist. Werte mit positiven Vorzeichen spiegeln
die Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Standorten im Naturhaushalt wider.
Wird für Flächen der Wert 0 ausgewiesen, ist keine erhebliche Veränderungen
des Naturhaushaltswertes und damit auch kein Eingriff zu erwarten.
Durch Multiplikation der Veränderung des Naturhaushaltswertes mit der jeweiligen Vorhabenfläche ergibt sich der flächenbezogene Eingriff bzw. die flächenbezogene Aufwertung des Naturhaushaltswertes. Erfolgt in der Tabelle 3b eine
Zuordnung von Kompensationsmaßnahmen zu Baugebieten, Verkehrsflächen
oder anderweitigen Nutzungen mit Eingriff in den Naturhaushalt, kann dieser als
vollständig kompensiert angesehen werden, wenn die absoluten Werte der flächenbezogenen Werteverschlechterung in etwa identisch mit der flächenbezogenen Werteverbesserung für eine Kompensationsmaßnahme sind.
Zu beachten ist, dass sich diese Bilanzierung nur auf Eingriffe bezieht, die durch
den Naturhaushaltswert erfasst werden (vgl. hierzu die Arbeitsschritt 1.1 „Landschaftsfunktionen und geschützte Landschaftsbestandteile, die anderweitig zu
bewerten sind“).

15

0,6 0

öG 12

-0,6
1 0,6

Bilanz
0,2
-0,1 -0,5

1,2
0,6
-0,5

-1,1
0,8

0,8
0,2

-0,5

-0,9

-0,1

0,6 0

-0,5
-0,8
1,2

öG 01

0,1

0,2

0,4

GE 1
GRZ 0,8

-0,7

-0,5

pG 01
0,6

-0,4
-0,3

-0,9

-0,9

0,6

0,2
-0,1

4
2

0,4

-0,5

2

-0,1

0,8

-0,9

-0,5

GE 4
GRZ 0,6

-0,5

0,6

0,6
-0,7

0,9

-0,5
-0,5

GE
2
-0,3
-0,7
GRZ
0,8
0,1

0,4

-0,1
0,8 0 -0,5

-0,7

0

-0,9

-0,1
öG 04
-0,1 -0,9
-0,9

0

-0,9

1

1,3

0,4
-0,2
-0,5
0

-0,3

-0,9
-0,3

0,5

0,4

öG 05öG 11

öG

-0,5

-0,9
-0,1 -0,9

WA 2
GRZ
GE 0,25
3

-0,7
-0,7

-0,9

-0,9

-0,1

-0,6

-0,7
-0,9

-0,9
-0,1
-0,9
-0,6

-0,7
-0,7

0,1
-0,6

-0,7

-0,8

-0,9 -0,9
-0,1

WA 5 -0,5
-0,3
GRZ -0,7
0,2
0,1

0,2
-0,6 -0,6

-0,9 -0,9
-0,1 -0,8

0,

-0,7

0,8 0
0

GEe 2
GRZ 0,4

-0,5

-0,9
0

-0,7

0
0,4

0,3

0

-0,5
0,3
-0,5

-0,9

-0,7

WA 4
GRZ 0,25

-0,5

-0,5

-0,1
GEe
3
GRZ 0,4

GEe 1
GRZ 0,4

-0,1

GRZ 0,6

-0,7

0,4

-0,3

-0,5

-0,7

-0,9

GEe 4
GRZ 0,4

-0

-0,4

-0,1

GEe 2
GRZ 0,4

-0,9

-0,5

-0,3

pG 01

-0,9
-0,1
-0,9

-0,1

0 -0,6

1,2
-0,9

-0,1

-0,9

-0,1

0,9 -0,9

-0,9

WA 3
GRZ 0,2

-0,2

GE 1
GRZ 0,8

0,6

0,6

0,5

0,8

-0,5

0,2

0,4

GE 3
GRZ 0,6

0,2

WA 1
GRZ 0,25

0

-0,5

0,3

-0,9

öG 03

0,1

0
0,1-0,9

-0,1

0,8
öG 020,2

-0,5

1,2

-0,1

1,2
0,6
-0,5
-0,5

öG 01

-0,1
-0,2
-0,5

-0,1
-0,1 -0,9

0,2
-0,1 -0,5

GEe 1
GRZ 0,4

-0,5

-0,5

GE 2
GRZ 0,8

0,8

-0,3

0,8

-0,1

-0,5

öG 12

-0,6
1 0,6

-0,4

-0,60

-0,6

2

0,8

öG

-0,5

-0,2
0,8

-0,1

-0,9

-0,9

-0,7
-0,9den Naturhaus-0,7
Abbildung 6:	 Beispiel für eine GIS-gestützte Visualisierung der Eingriffe
in
	
halt (Auszug aus
dem Bebauungsplan-Entwurf
Nr. 129)
-0,5
GEe 3
1,2
-0,1

-0,5
0,2

GE 4
GRZ 0,6

-0,1

-0,9 -0,9

ünflächen pG 05 und pG 06 sind Bestandteil externer Ausgleichsmaßnahmen.
-0,5

GEe 4
GRZ 0,4

GRZ 0,4

-0,5

-0,3

-0,7

-0,3

-0,9

n, dass der Baumbestand innerhalb der geplanten Grünflächen weitgehend erhalten bleibt.

0,5

öG 05

16
- Die privaten, naturnahen Grünflächen pG 05 und pG 06 sind Bestandteil externer Ausgleichsmaßnahmen.

Optionale Arbeitsschritte für Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans
Wenn Eingriffe in den Naturhaushalt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans ausgeglichen werden können, besteht die Möglichkeit, Ausgleichsmaßnahmen auch außerhalb des Plangebietes z. B. über einen städtebaulichen Vertrag
zu sichern und den Eingriffen Vorhabenfläche im Bebauungsplan zuzuordnen.
Für diesen Fall werden die folgenden Arbeitsschritte erforderlich.

3.2	 Bewertung gebietsexterner Ausgleichsmaßnahmen
Die Bewertung des aktuellen und des zu erwartenden Zustandes der biotischen
und abiotischen Naturhaushaltsfunktionen erfolgt für gebietsexterne Ausgleichsmaßnahmen anhand der Tabellenvorlagen T 1a und T 2a (vgl. Bearbeitungsschritte 1 und 2).

T 1a und T 2a

Die Verbesserung des Naturhaushaltswertes und somit das Ausgleichspotenzial,
das die externen Ausgleichsmaßnahmen erbringen, kann mit Hilfe der Tabellenvorlage T 3d ermittelt werden.

T 3d

Durch Multiplikation der NH-Wertverbesserung mit der Maßnahmenfläche ergibt
sich die flächenbezogene Wertverbesserung. Diese Größe kann mit dem Verlust
bzw. der Abwertung des flächenbezogenen Naturhaushaltswerts der Eingriffsflächen, die in den Tabellen 3a-c ermittelt wurde, direkt in Bezug gesetzt werden.
Verbleibt in der Gesamtbilanz – wie in der Erläuterung zur Tabelle 3b im Anhang
beispielhaft dargestellt – ein Eingriff in der Größenordnung von 10.210 Einheiten
als flächenbezogene NH-Wertveränderung, kann dieser durch die in der Erläuterung zum Werkzeug T 7 dargestellte flächenbezogene Wertverbesserung durch
gebietsexterne Ausgleichsmaßnahmen vollständig kompensiert werden.

3.3	 Zuordnung externer Ausgleichmaßnahmen
Falls eine Zuordnung externer Ausgleichsmaßnahmen zu unterschiedlichen Vorhabensflächen bzw. Vorhabensträgern erforderlich wird, erfolgt die Berechnung
mithilfe der Tabellenvorlagen T 3d (Spalte 7) und T 3e (Spalte 4).
Eine relevante Größe, um das Aufwertungspotenzial der Ausgleichsmaßnahmen mit der flächenbezogenen Verminderung des Naturhauswertes im Bereich
von Eingriffsflächen in Beziehung zu setzen, ist der sogenannte AusgleichswertFaktor in Spalte 3d der Tabelle 7. Dieser Ausgleichswert-Faktor ist der Quotient
aus Maßnahmenfläche und flächenbezogener Wertverbesserung der Ausgleichsmaßnahme (in der Tabellenvorlage T 3d ist diese Berechnung bereits als Formel
vordefiniert).

T 3d, Spalte 7

In der Tabellenvorlage T 3e, Spalte 4 kann berechnet werden, wie groß die notwendige Fläche einer Ausgleichsmaßnahme sein muss, damit ein Eingriff kompensiert werden kann.

T 3e, Spalte 4

17

Weiterentwicklung der Arbeitshilfe

Die vorliegende Arbeitshilfe soll die standardisierte Bewertung des Eingriffs in den
Naturhaushalt für die verbindliche Bauleitplanung der Landeshauptstadt Potsdam
ermöglichen und bietet die hierfür notwendigen Werkzeuge für die praktische Anwendung an.
Der methodische Ansatz wurde unter intensiver Beteiligung der für die Eingriffsbewertung, die Stadtentwicklung und die verbindliche Bauleitplanung zuständigen Fachbereiche der Landeshauptstadt Potsdam erarbeitet und mit zusätzlichen
Fachexperten aus der Verwaltung und Wissenschaft diskutiert. In mehren Abstimmungs- und Arbeitsterminen mit dem Fachbereich Stadtplanung und Stadterneuerung und dem Bereich Umwelt und Natur der Landeshauptstadt Potsdam
wurden die Bewertungsmethode und die Bewertungskriterien am Beispiel des
Bebauungsplan-Entwurfs Nr. 129 weiter ausgearbeitet und präzisiert.
Fortschreibung des Bewertungskataloges und Implementierung der Methode in die Planungspraxis
Die Naturhaushaltsmethode und der dazugehörige Bewertungskatalog sind als
offenes System angelegt. Dieses System soll im Sinne eines ‚selbstlernenden
Prinzips‘ durch typische Biotop- und Planungstypen erweitert und anhand der Erfahrungen aus der praktischen Anwendung fortgeschrieben werden.
Die Landeshauptstadt Potsdam ist daher für Hinweise und Anregungen aus der
praktischen Anwendung der Methode dankbar, die zu einer Weiterentwicklung
dieses Instruments beitragen können. Insbesondere ist beabsichtigt, den vorliegenden Bewertungskatalog durch relevante, bislang noch nicht erfasste Biotopund Planungstypen für anstehende Bebauungsplanungen der Landeshauptstadt
zu erweitern. Hierzu werden in bestimmten Zeitabständen typische Biotop- und
Planungstypen aus den Bebauungsplänen gebündelt erfasst, der Bewertungsrahmen ergänzt und der erweiterte Katalog als Arbeitshilfe bereitgestellt.

18

Anhang

Teil 1: Bewertungshilfen
A 1	
A 2	
A 3	

Bewertungsrahmen Naturhaushaltswert
Referenzbiotope Bestand
Referenzbiotope Planung

Teil 2: Erläuterungen zu den Tabellenvorlagen
T 1a	
T 1b	
T 2a	
T 2b	
T 2c	
T 3a	
T 3b	
T 3c	
T 3d	
T 3e	
	

Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotoptypen – Bestand
Zusammenstellung Naturhaushaltswerte Bestand
Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotoptypen - Planung
Berechnung der Naturhaushaltswerte für geplante Baugebiete
Zusammenstellung Naturhaushaltswerte Planung
Eingriffsbilanzierung für Baugebiete, Verkehrs- und Grünflächen
Eingriffsbilanzierung - Zusammenfassende Übersicht (Eingriffsbilanz)
Vereinfachte Bilanzierung für Bebauungspläne mit einem Vorhabenträger
Berechnung Naturhaushaltsaufwertung für externe Ausgleichsmaßnahmen
Eingriffsbilanzierung - Einzelübersicht Baugebiete und Verkehrsflächen
sowie Zuordnung der Ausgleichsmaßnahmen

19

A
Naturhaushaltwert für
fürdie
dieSchutzgüter
SchutzgüterBiotope,
Biotope,
Boden,
Wasser,
Klima/
Luft
A 11 - Bewertungsrahmen
Bewertungsrahmen Naturhaushaltswert
Boden,
Wasser,
Klima/
Luft
Wertstufen

Naturhaus- biotische Funktionen im Naturhaushalt – Gewichtung 50%
haltswert Schutzgut Biotope
(NHW)

sehr hohe
Wertigkeit

2,5

Wertstufen gem. L-Plan/ Kaule und Beispiele *

abiotische Funktionen im Naturhaushalt – Gewichtung 50 %

Referenzbiotope **

8/9 gesamtstaatliche und hohe landesweite Bedeutung:

- 071021: Flächige Laubgebüsche überwiegend heimisch (> 10 Jahre ***)

Flächen die Schutzstatus LSG oder GLB anstreben
6 örtlich bedeutsam:

Beispiele

Beispiele
- Klima- und Immissionsschutzwälder
- Kaltluftentstehungsgebiete in direkter
Nachbarschaft zu klimatisch hoch belasteten Flächen

- Sauerstoffreiche und nährstoffarme (oligotrophe) Oberflächengewässer; Moorgewässer, Quellen und Mineralbrunnen

Altholzbestände, Plenterwälder, spezielle Schlagfluren, strukturreiche Hecken, Bach-säume, Sukzessionsflächen mit Magerkeitszei- - 0714232: Baumreihe mehr oder weniger geschlossen
und in gesundem Zustand, heimisch (> 10 Jahre ***)
ger/ regionaltypische Arten, Wiesen und Äcker mit stark zurückge- 0715312: einschichtige Baumgruppen, heimisch (> 10
henden Arten, langjährige, artenreiche Brachen, alte Parks, VilJahre ***)
lengärten mit alten Baumbeständen, artenreiche Wiesen/ Weiden,
verarmte Heiden, Laubwälder
- 0715212: Solitärbaum, heimisch (>10 Jahre ***)

1,8

Beispiele

- Natürliche Überschwemmungsgebiete

Flächen mit Schutzstatus NSG, NP, mit Spitzenarten der Roten
Liste, bedeutenden Vorkommen zurückgehender Arten, geschützte
Biotope
7 regional bedeutsam:

Schutzgut Klima/ Luft

- Standorte mit oberflächennahem Grundwasser, z. B. Nie- pedologisch oder geowissenschaftdermoore, Auen, Nasswiesen
lich bedeutende Böden
- Trinkwasserschutzzone I und II

Alte Wälder, Auwälder, Moore, Seen, Felsfluren, alpine Ökosysteme, Küstenökosysteme, Heiden, Magerrasen, Streuwiesen, Acker
und Stadtbiotope mit hervorragender Artausstattung, Dünen

2

Schutzgut Wasser

- z.B. Niedermoore, Binnendünen

Niederwälder, Feuchtwiesen, sehr artenreiche Wiesen und Weiden, Heiden, Moorregenerationskomplexe, struktur- und artenreiche Wälder

hohe
Wertigkeit

Schutzgut Boden

- z.B. Waldböden, extensiv genutzte - Standorte mit überdurchschnitt- - Flächen mit unbelastetem LandWiesen und Weiden
licher Grundwasserneubildung
schaftsklima, wie großflächige Kaltluf(>150mm/ Jahr)
tentstehungsgebiete (Ackerbrachen,
Ruderalfluren, Wiesen, Weiden, Ge- Trinkwasserschutzzone III
wässer)
- Gewässer mit weitgehend intakter Sohl-/Uferstruktur und natur- - Mikroklimatische Funktionselemente
wie z.B. Windschutzhecken, Gehölznaher Ufervegetation
ränder, Feldgehölze, Alleen und
Baumreihen

- 0717103: Flächige Obstbestände (Streuobstwiesen),
Jungbestände (<10 Jahre)

Artenarme Wälder, angepflanzte Forste mit standortheimischen Ar- 0714222: Baumreihe mehr oder weniger geschlossen
ten, Hecken und Feldgehölze mit wenig regionaltypischen Arten,
und in gesundem Zustand, nicht heimisch (> 10 Jahre
Äcker und Wiesen mit standortspezifischen Arten, kleinere Suk***)
zessionsflächen in Städten, alte Gärten und Kleingartenanlagen
- 0715222: Solitärbaum, nicht heimisch (> 10 Jahre ***)
Mischwälder mit hohem Fichtenanteil
- 0715322: einschichtige Baumgruppen, nicht heimisch

mittlere
Wertigkeit

1,5

(> 10 Jahre ***)

Parkanlagen mit größerem Gehölzbestand, mäßig artenreiche
Wiesen und Weiden, artenreiche Stadtwiesen

- Naturnahe Wiesen und Krautsäume ***

5 eingeschränkte Bedeutung:

- 09144: Ackerbrache auf Sandböden

Äcker und Wiesen ohne spezifische Flora und Fauna, Forsten,
Siedlungsgebiete mit intensiv gepflegten Anlagen, stark belastete
Abstandsflächen

- 05161: artenreicher Zier- und Parkrasen

Degenerierte Hecken, intensiv genutzte Parkanlagen, verarmte
Wälder, verarmtes Extensiv-Grünland

- 032391: sonstige einjährige Ruderalfluren weitgehend
ohne Gehölzbewuchs (Gehölzdeckung <10%)
- Extensive Dachbegrünung

NH-Wert 1,3 (artenarme Ausprägung/ Dominanzbestände):

- Siedlungsgebiete mit höherem Anteil
- Mäßig gestörte Böden mit ständiger - Standorte mit mittlerer Grundan Vegetationsflächen mit dauerhafte
wasserneubildung
Bodenbedeckung und geschlosseBodenbedeckung
ner Vegetationsdecke:
- Kanal, Teich und sonstige anthropogen veränderte oder ge- Kleinteilige, niedrig bewachsene Ve- Ruderalfluren
schaffene Gewässer mit einzelgetationsflächen im Siedlungszu- Intensiv genutzte Wiesen und Weinen naturnahen Strukturen
sammenhang (Wiesen- und Rasenden
flächen, bodendeckende Gehölze,
- Grünanlagen in Siedlungsbereichen
ruderaler Bewuchs), intensive Dachbegrünung

- 032431: hochwüchsige, stark nitrophile und ausdauernde Ruderalgesellschaften, Klettenfluren (Arciton
lappae) weitgehend ohne Gehölzbewuchs
- 03210: Landreitgrasfluren, weitgehend ohne Gehölzbewuchs (Gehölzdeckung <10%)
- 032441: Solidago canadensis – Bestände auf ruderalem Standorten

20

Wertstufen

Naturhaus- biotische Funktionen im Naturhaushalt – Gewichtung 50%
haltswert Schutzgut Biotope
(NHW)

eingeschränkte
Wertigkeit

1,0

0,8

abiotische Funktionen im Naturhaushalt – Gewichtung 50 %
Schutzgut Boden

Schutzgut Wasser

Schutzgut Klima/ Luft

Beispiele

Beispiele

Wertstufen gem. L-Plan/ Kaule und Beispiele *

Referenzbiotope **

Beispiele

4 gering beeinträchtigend:

- 07202: Intensiv-Obstanlage brachliegend

- gestörte Böden wie z.B.

Äcker und Intensivgrünland, artenarme Forsten auf ungeeigneten
Standorten, Aufforstungen in schutzwürdigen Bereichen, dicht bebaute Siedlungsgebiete mit wenigen extensiv genutzten Restflächen

- 09134: intensiv genutzter Acker
- 10201: Spielplatz (z.B. Ballspielwiese)
- Parkrasen
- Intensive Dachbegrünung

- Grundwasserferne Standorte mit - Belastungsgebiete mit geringem Anteil an klimatisch wirksamen Vegeta- Verdichtete Böden, Böden mit klein- ungünstigen Versickerungsverhältnissen
tionsflächen (Siedlungen, großflächiteiliger Versiegelung, stark eutroge Infrastrukturfläche)
phierte Böden
- Flächen mit nicht standortge- intensiv bewirtschaftete Böden, z.B.
Acker, Obstplantagen

rechter, wasserzehrender Bepflanzung

Stark durchgrünte Wohngebiete, Kleingärten, artenarmes Grünland, Äcker, sehr strukturarme Wälder

- Böden mit nutzungsbedingter erhöhter Erosionsgefährdung

- Begrünte Dachflächen < 60 cm
Bodenauflage

3 beeinträchtigend:

- Aufschüttungen mit geringer
Oberbodenschicht

- Kanäle, Gräben, Teiche mit
überwiegend naturfern ausgebauter Sohle und Gewässerufer

Intensiväcker mit enger Fruchtfolge, stark verarmtes Intensivgrünland (4-8 höhere Pflanzenarten pro 100 m²), Wohngebiete mit
„Einheitsgrün“ (Zwergkoniferen, Rasen, wenige Zierpflanzen),
Forstplantagen in Auen und in anderen schutzwürdigen Lebensräumen

- Begrünte Dachflächen > 60 cm Bodenauflage

- Flächen mit teilweiser bzw. zeitweiser
Vegetationsdecke z.B. Intensiväcker
(hohe Gefährdung der Staubentwicklung durch Winderosion), extensive
Dachbegrünung

Wohngebiete, intensiv genutzte Äcker, Obstplantagen, Baumschulen
keine/
geringe
Wertigkeit

0,5

2 belastend:

- 12563: Teilversiegelter Weg

Gülle-Entsorgungsgebiete, extrem enge Fruchtfolgen und höchster - 12651: Unbefestigter Weg
Chemieeinsatz, intensive Weinbau-, Gartenbau- und Obstanlagen, - 12652: Weg mit wasserdurchlässiger Befestigung
Aufforstungen in hochwertigen Lebensräumen, IntensivForstplantagen

- Teilversiegelte Flächen wie z.B.
Pflaster mit Fugen, wassergebundene Beläge
- Aufschüttungen ohne humose
Oberbodenschicht

Verdichtete Baugebiete mit geringem Grünanteil
0,0

1 stark belastend

- 12612: Straßen mit Asphalt- oder Betondecken

Versiegelte Innenstadtbereiche, kompakte Industriegebiete, Depo- - Überbaute Flächen (vollversiegelt)
nien, Hauptverkehrsstraßen
*

- Versiegelte Flächen mit dezent- - Innerstädtisches Belastungsklima:
raler Regenwasser- Großflächig versiegelte Flächen im
Rückhaltung/
Wechsel mit teilversiegelten oder ve-versickerung versiegelte Flägetationsfreien Böden
chen mit direkter Ableitung des
- Vollständig überbaute und versiegelte
Niederschlagswassers in die
Flächen und Bereiche mit hoher bauVorflut
licher Dichte
- Künstliche Wasserbecken

- Vollversiegelte Böden wie z.B. asphaltierte und betonierte Flächen

nach Kaule ergänzt um Beispiele aus der Biotopbewertung Hamburg und Bastian/ Schreiber 1994

** Kriterien für Auf-/ Abwertung von Naturhaushaltswerten: Altersstrukturen z.B. für Baumbestände (Jungbestände, mittleres Alter, Altbestände), Artenzusammensetzung (überwiegend heimisch bzw. nicht heimisch, Vielfalt, Dominanzbestände, Nährstoffeintrag),
Gesundheitszustand, Intensität der bestehenden Nutzung, angrenzende belastende Nutzungsstrukturen, Vegetationsanteil (beispielsweise bei offenen bis halboffenen Flächen)
*** Bei einer Neuanlage kann der jeweilige Biotopwert angesetzt werden, wenn eine DIN-gerechte Ausführung der Anpflanzung erfolgt.

21

A 2 - Referenzbiotope Bestand - Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotoptypen
Bewertung für Biotoptypen typischer Ausprägung

Biotoptyp

Biotoptyp und -bewertung LP Potsdam *

Naturhaushaltswert Einzelbewertung
biotisch
Biotope

abiotisch
Boden

Wasser

Klima / Luft

Mittelwert
abiotisch **

Naturhaushaltswert
gesamt ***
(Mittelwert NHW
biotisch +
abiotisch)

Anthropogene Rohbodenstandorte und Ruderalfluren
032431

032391

032101

hochwüchsige, stark nitrophile und ausdauernde
Ruderalgesellschaften, Klettenfluren (Arciton lappae)
weitgehend ohne Gehölzbewuchs

03.23.2

sonstige einjährige Ruderalfluren weitgehend ohne
Gehölzbewuchs (Gehölzdeckung <10%)

03.23.2

Landreitgrasfluren, weitgehend ohne Gehölzbewuchs
(Gehölzdeckung <10%)

03.22.2

ruderale Pionier-, Grasund Stauden,
Staudendominiert, frischer
Standort
ruderale Pionier-, Grasund Stauden,
Staudendominiert, frischer
Standort
ruderale Pionier-, Grasund Stauden,
Gräserdominiert, frischer
Standort

eingeschränkte
Bedeutung (5)

1,3

1,3

1,5

1,5

1,4

1,4

1,5

1,5

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

1,5

1,5

1,5

1,5

1,4

örtlich bedeutsam
(6)

1,8

2,0

1,5

1,5

1,7

1,7

eingeschränkte
Bedeutung (5)

1,5

1,5

1,5

1,5

1,5

1,5

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

1,5

2,0

1,5

2,0

1,8

1,7

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

1,5

2,0

1,5

2,0

1,8

1,7

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

eingeschränkte
Bedeutung (5)
eingeschränkte
Bedeutung (5)

Gras- und Staudenfluren
051032

051420

051611

Feuchtwiesen nährstoffreicher Standorte, verarmte
Ausprägung

05.11.3

Staudenfluren (Säume) frischer, nährstoffreicher
Standorte

05.14.2

artenreicher Zier-/ Parkrasen weitgehend ohne Bäume 05.15.2

Extensiv genutztes
Grünland, feuchter
Standorte
Kraut- und Staudenflur,
frischer Standorte

intensiv genutztes
gering
Grünland, frischer Standort beeinträchtigend (4)

Laubgebüsche und Bäume
071021

0714232

0714222

0715312

0715322

0715212

Flächige Laubgebüsche überwiegend heimisch

07.00.0

Baumreihe mehr oder weniger geschlossen und in
gesundem Zustand, heimisch,
> 10 Jahre

07.19.1

Baumreihe mehr oder weniger geschlossen und in
gesundem Zustand, nicht heimisch,
> 10 Jahre

07.19.1

einschichtige Baumgruppen
(heimisch, > 10 Jahre)

07.11.1

einschichtige Baumgruppen
(nicht heimisch, > 10 Jahre)

07.11.1

Solitärbaum, heimisch, >10 Jahre

07.15.1

Laubgebüsche,
Feldgehölze, Allee

örtlich bedeutsam
(6)

Baumreihe, Laubholz

örtlich bedeutsam
(6)

Baumreihe, Laubholz

örtlich bedeutsam
(6)

Feldgehöze/ Baumgruppen
Laubholz

örtlich bedeutsam
(6)

Feldgehöze/ Baumgruppen
Laubholz

örtlich bedeutsam
(6)

Einzelbäume, Solitäre

örtlich bedeutsam
(6)

22

Biotoptyp

Biotoptyp und -bew ertung LP Potsdam *

Naturhaushaltsw ert Einzelbew ertung
biotisch
Biotope

abiotisch
Boden

Wasser

Klima / Luft

Mittelwert
abiotisch **

Naturhaushaltswert
gesamt ***
(Mittelwert NHW
biotisch +
abiotisch)

Laubgebüsche und Bäume (Fortsetzung)
0715222

0717103

07201

07202

Solitärbaum, nicht heimisch, >10 Jahre

07.15.1

Flächige Obstbestände (Streuobstwiesen),
Jungbestände (<10 Jahre)

07.17.0

Intensiv-Obstanlage, genutzt

07.20.0

Intensiv-Obstanlage brachliegend

07.20.0

Einzelbäume, Solitäre

Streuobstwiese

Intensivobstanlage

Intensivobstanlage

örtlich bedeutsam
(6)
regional bedeutsam
(7)

1,5

2,0

1,5

2,0

1,8

1,7

2,0

2,0

1,5

2,0

1,8

1,9

0,8

1,5

1,5

2,0

1,7

1,2

1,0

1,5

1,5

2,0

1,7

1,3

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

1,8

1,5

1,5

1,5

1,5

1,7

1,0

1,0

1,0

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,2

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

beeinträchtigend (3)

beeinträchtigend (3)

Wälder und Forste
083005

Laubholzforste (weitgehend naturferne Forste und aus 08.31.5
Sukzession gevorgegangene Wälder mit nicht
heimischen Gehölzen), Unterbaumart Pappel

Laufforst, Hauptbaumart
nicht vorhanden, Nebenbaumart nicht vorhanden

örtlich bedeutsam
(6)

Ackerbrache auf Sandböden

Ackerbrache

örtlich bedeutsam
(6)

Äcker
09144

09134

Intensiv genutzter Sandacker

09.14.0

09.13.1

Acker, intensiv genutzt

gering
beeinträchtigend (4)

1,0

1,0

Biotope der Grün und Freiflächen
10201

Spielplatz (Ballplatz) weitgehend ohne Gehölze
(Rasenfläche)

10.20.0

Spielplätze

beeinträchtigend (3)
0,8

Verkehrsflächen
12651
12652
12653

unbefestigter Weg
Weg mit wasserdurchlässiger Befestigung
Teilversiegelter Weg (incl. Pflaster)

12.21.3

12612

Straßen mit Aspalt- oder Betondecken

12.21.0

W ege

stark belastend (1)
0,5

Straßen

(+0,5>)

stark belastend (1)
0,0

* Standardwert gem. „Liste der vorkommenden Biotoptypen und deren Bewertungsstufen“ im Anhang A-1 zum Landschaftsplan Stadt Potsdam (Stand: März 2012). Hinweis: Die Bewertung im Landschaftsplan berücksichtigt
für Siedlungsbiotope ggf. auch das Grünvolumen und den Versiegelungsanteil. Auf der Ebene des Bebauungsplans ist dagegen nur von der standortbezogenen Biotopwertigkeit auszugehen.
** Mittelwert abiotisch: Zellenwerte ungerundet
*** Naturhaushaltswert Nutzungstyp: berechneter Gesamtwert für Biotoptyp gerundet auf eine Kommastelle
2 - Referenzbiotope Bestand

23
2 von 2

A 3 - Referenzbiotope Planung - Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotop- und Planungstypen
Bewertung für Biotoptypen typischer Ausprägung

Planungstyp - geplante Nutzung gemäß
Bebauungsplan

Flächenanteil

Biotoptyp und -bew ertung LP Potsdam *

Naturhaushaltsw ert Einzelbew ertung
biotisch
Biotope

Naturnahe Grünfläche

90%

05.11.2

Extensiv genutztes
Grünland

• 90% naturnahe Wiesen und Krautsäume mit
einzelnen heimischen Solitärbäumen
• 10% der Grünfläche mehrschichtige heimische
Gehölze (8% Feldgehölze,
2% Strauchgruppen)
• wasser- und luftdurchlässige Wegebeläge

10%

07.10.0

Sonstige Laubgebüsche

Gesamt (gerundet)

100%

Grünverbindung (85% Anteil Grün)

71%

05.11.2

• 85% naturnahe Wiesen und Krautsäume mit
heimischen Laubbäumen (1 Baum je
angefangene 150 m² Grünfläche)
• wasser- und luftdurchlässige Wegebeläge

14%

07.15.1

15%

12.21.3

Gesamt (gerundet)

100%

Grünverbindung (80% Anteil Grün)

66%

05.11.2

• 80% naturnahe Wiesen und Krautsäume mit
heimischen Laubbäumen (1 Baum je
angefangene 150 m² Grünfläche)
• wasser- und luftdurchlässige Wegebeläge

14%

07.15.1

20%

12.21.3

Gesamt (gerundet)

100%

Grünverbindung (55% Anteil Grün)

41%

05.11.2

• 55% naturnahe Wiesen und Krautsäume
• ein heimischer Laubbaum je angefangene
150 m² Grünfläche
• wasser- und luftdurchlässige Wegebeläge

14%

07.15.1

45%

12.21.3

Gesamt (gerundet)

100%

Grünverbindung mit Spielangeboten
(80% Anteil Grün)

36%

05.11.2

14%

07.15.1

30%

05.15.2

20%

12.21.3

• 50% naturnahe Wiesen und Krautsäume
• ein heimischer Laubbaum je angefangene
150 m² Grünfläche
• 30% artenreicher Parkrasen

Gesamt (gerundet)

100%

Naturhaushaltsw ert gesamt ***
(Mittelwert NHW biotisch +
absolut
flächenbezogen

abiotisch
Boden

Wasser

Klima / Luft

Mittelwert
abiotisch **

eingeschränkte
Bedeutung (5)

1,8

2,0

1,5

1,5

1,7

1,7

1,6

örtlich bedeutsam
(6)

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,2

1,7
Extensiv genutztes
Grünland
Einzelbäume, Solitäre
[innerhalb naturnaher
Wiese]
Wege

eingeschränkte
Bedeutung (5)
örtlich bedeutsam
(6)
stark belastend (1)

1,8

2,0

1,5

1,5

1,7

1,7

1,2

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,3

0,5

0,5

0,5

1,0

0,7

0,6

0,1
1,6

Extensiv genutztes
Grünland
Einzelbäume, Solitäre
[innerhalb naturnaher
Wiese]
Wege

eingeschränkte
Bedeutung (5)
örtlich bedeutsam
(6)

1,8

2,0

1,5

1,5

1,7

1,7

1,1

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,3

stark belastend (1)

0,5

0,5

0,5

1,0

0,7

0,6

0,1
1,5

Extensiv genutztes
Grünland
Einzelbäume, Solitäre
[innerhalb naturnaher
Wiese]
Wege

eingeschränkte
Bedeutung (5)
örtlich bedeutsam
(6)

1,8

2,0

1,5

1,5

1,7

1,7

0,7

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,3

stark belastend (1)

0,5

0,5

0,5

1,0

0,7

0,6

0,3

1,2
Extensiv genutztes
Grünland
Einzelbäume, Solitäre
[innerhalb naturnaher
Wiese]
intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort
Wege [einschließlich
Spielflächen]

eingeschränkte
Bedeutung (5)
örtlich bedeutsam
(6)

1,8

2,0

1,5

1,5

1,7

1,7

0,6

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,3

gering
beeinträchtigend (4)

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

0,4

stark belastend (1)

0,5

0,5

0,5

1,0

0,7

0,6

0,1

(+0,5)

1,4

24

Planungstyp - geplante Nutzung gemäß
Bebauungsplan

Flächenanteil

Biotoptyp und -bew ertung LP Potsdam *

Naturhaushaltsw ert Einzelbew ertung
biotisch
Biotope

Private Gärten überwiegend extensiv
genutzt
• 50% artenreiche Wiese
• ein heimischer Laubbaum je angefangene 150
m² Gartenfläche
• 20% heimische Sträucher
• max. 10% wasser- und luftdurchlässige
Beläge, einschl. Gartenhaus mit max. 20 m²
Grundfläche

46%

05.11.2

14%

07.15.1

20%

07.10.0

10%

05.15.2

8%

12.21.3

2%

12.40.0

Extensiv genutztes
Grünland
Einzelbäume, Solitäre
[innerhalb Parkrasen]
Sonstige Laubgebüsche
intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort
Wege

eingeschränkte
Bedeutung (5)
örtlich bedeutsam
(6)
örtlich bedeutsam
(6)
gering
beeinträchtigend (4)

Klima / Luft

Mittelwert
abiotisch **

1,8

1,8

1,5

1,5

1,6

1,7

0,8

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,3

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,4

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

0,1

stark belastend (1)

0,5

0,5

0,5

1,0

0,7

0,6

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

gering
beeinträchtigend (4)

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

0,7

örtlich bedeutsam
(6)
örtlich bedeutsam
(6)
stark belastend (1)

1,8

1,8

1,5

2,0

1,8

1,8

0,2

1,8

1,8

1,5

2,0

1,8

1,8

0,4

0,5

0,5

0,5

1,0

0,7

0,6

0,05

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

Private Gärten überwiegend intensiv genutzt

56%

05.15.2/
10.11.1

14%

07.15.1

20%

07.10.0

intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort/
Gärten
Einzelbäume, Solitäre
[innerhalb Parkrasen]
Sonstige Laubgebüsche

8%

12.21.3

Wege

2%

12.40.0

Sonderform der
stark belastend (1)
Bauflächen: Garten-haus,
sonstige befestigte
Gartenflächen

Gesamt (gerundet)

100%

Fläche zum Anpflanzen

100%

• ein- bzw. zweireihige Baumreihe mit
Achsabstand 7,5m, heimische Arten
Gesamt (gerundet)

100%

Fläche zum Anpflanzen

60%

05.11.2

• 60% artenreiche Wiese
• 15% standortgerechte, heimische Sträucher
• 25% artenreicher Parkrasen
• ein heimischer Laubbaum oder Obstbaum je
angefangene 175 m² Gartenfläche

12%

07.15.1

15%

07.10.0

Sonstige Laubgebüsche

13%

05.15.2

intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort

100%

Wasser

stark belastend (1)

100%

Gesamt (gerundet)

abiotisch
Boden

Sonderform der
Bauflächen
[Gartenhaus oder
sonstige befestigte
Gartenflächen]

Gesamt (gerundet)

• 50% gärtnerisch angelegte Flächen /
Parkrasen
• ein heimischer Laubbaum je angefangene 150
m² Gartenfläche
• 20% heimische Sträucher
• max. 10% wasser- und luftdurchlässige
Beläge einschl. Gartenhaus mit max. 20 m²
Grundfläche

Naturhaushaltsw ert gesamt ***
(Mittelwert NHW biotisch +
absolut
flächenbezogen

1,6

1,4
07.19.1

Baumreihe, Laubholz

örtlich bedeutsam
(6)

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

1,8

1,8
Extensiv genutztes
Grünland
Einzelbäume, Solitäre
[innerhalb Parkrasen]

eingeschränkte
Bedeutung (5)
örtlich bedeutsam
(6)
örtlich bedeutsam
(6)
gering
beeinträchtigend (4)

1,8

2,0

1,5

1,5

1,7

1,7

1,0

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,2

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,3

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

0,2
1,7

25
A 3 - Referenzbiotope Planung

2 von 4

Planungstyp - geplante Nutzung gemäß
Bebauungsplan

Flächenanteil

Biotoptyp und -bew ertung LP Potsdam *

Naturhaushaltsw ert Einzelbew ertung
biotisch
Biotope

Fläche zum Anpflanzen

100%

• naturnahe Obstwiese
Gesamt (gerundet)

100%

07.17.0

Streuobstwiese

regional bedeutsam
(7)

2,0

Naturhaushaltsw ert gesamt ***
(Mittelwert NHW biotisch +
absolut
flächenbezogen

abiotisch
Boden

2,0

Wasser

1,5

Klima / Luft

2,0

Mittelwert
abiotisch **
1,8

1,9

1,9
1,9

Fläche zum Anpflanzen
Platzfläche

66%

05.15.2

• 80% artenreicher Parkrasen
• vier heimische Laubbäume
• 10% standortgerechte, einheimische
Sträucher

10%

07.10.0

14%

07.15.1

10%

12.21.3

Intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort
Sonstige Laubgebüsche
Einzelbäume, Solitäre
[Anmerk: innerhalb
Parkrasen]
Wege

gering
beeinträchtigend (4)
örtlich bedeutsam
(6)
örtlich bedeutsam
(6)
stark belastend (1)

Gesamt (gerundet)

100%

Nicht überbaubare Fläche mit Laubbäumen,
wasser- und luftdurchlässigen Belägen

65%

10.11.1

Gärten

• Ein standortgerechter, heimischer Laubbaum
je angefangene 200 m² nicht überbaubare
Grundstücksfläche
• 65% Rasen, Stauden, Beete
• 10% Sträucher
• 15% wasser- und luftdurchlässige Wege
• Freihaltung der Vorgärten von Nebenanlagen

10%

07.15.1

10%

07.10.0

15%

12.21.3

Gesamt (gerundet)

100%

Nicht überbaubare Fläche ohne textliche
Festsetzungen

75%

10.11.1

Gärten

gering
beeinträchtigend (4)

Annahmen für die Aufteilung der Freiflächen:
• 75% Rasen, Staudenflächen, Beetflächen
• 10% Sträucher
• 15% befestigte Gartenwege

10%

07.10.0

Sonstige Laubgebüsche

15%

12.21.3

Wege

örtlich bedeutsam
(6)
stark belastend (1)

Gesamt (gerundet)

100%

Begrünte Dachfläche
> 60 cm Bodenauflage

100%

Gesamt (gerundet)

100%

extensive Dachbegrünung
(geringe Bodenauflage)

100%

Gesamt (gerundet)

100%

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

0,8

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,2

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,3

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,1
1,3

gering
beeinträchtigend (4)

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

0,8

Einzelbäume, Solitäre

örtlich bedeutsam
(6)

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,2

Sonstige Laubgebüsche

örtlich bedeutsam
(6)

1,5

2,0

1,5

2,0

1,8

1,7

0,2

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,1

Wege

stark belastend (1)

1,2

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

0,9

1,5

2,0

1,5

2,0

1,8

1,7

0,2

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0
1,1

10.11.1

Gärten

gering
beeinträchtigend (4)

1,0

1,0

1,3

1,5

1,3

1,1

1,1
1,1

03.40.1

künstlich begründete
Gras- und Staudenflur,
trockener Standort

eingeschränkte
Bedeutung (5)

1,5

0,8

1,0

1,0

0,9

1,2

1,2
1,2

26
A 3 - Referenzbiotope Planung

3 von 4

Planungstyp - geplante Nutzung gemäß
Bebauungsplan

Flächenanteil

Biotoptyp und -bew ertung LP Potsdam *

Naturhaushaltsw ert Einzelbew ertung
biotisch
Biotope

Öffentliche Verkehrsflächen
(Straßen in Wohn- und Gewerbegebieten
mit alleeartigem Baumbestand und
Versickerungsmulden)
• alleeartige Pflanzung von Laubbäumen gemäß
Pflanzliste, beflanzte Baumscheibe (mind. 6 m²)
• Rasenmulden mit artenreichem Parkrasen zur
Versickerung (Mulden-Rigolen-System)
• Teilversiegelte separate Stellplätze und
Gehwegüberfahrten

8%

07.15.1

14%

05.15.2

46%

12.20.0

18%

12.20.0

14%

12.20.0

Einzelbäume, Solitäre
(nur überschirmte
Vegetatonsfläche)
Intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort
[Versickerungsmulden
mit Rigolen]
Verkehrsanlagen
[vollversiegelt]
Verkehrsanlagen
[teilversiegelt,
wasserdurchlässig]
Verkehrsanlagen
[versiegelte Flächen,
baumüberschirmt]

örtlich bedeutsam
(6)
gering
beeinträchtigend (4)

stark belastend (1)
stark belastend (1)

stark belastend (1)

Gesamt (gerundet)

100%

Verkehrsflächen mit besonderer
Zweckbestimmung (Fuß- und Radweg)

60%

12.20.0

Verkehrsanlagen

stark belastend (1)

• 60% Fuß- und Radweg
• 40% artenreicher Parkrasen, integrierte
Versickerungsmulden mit Rigolen
Gesamt (gerundet)

40%

05.15.2

gering
beeinträchtigend (4)

100%

Intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort

Fläche für Stellplätze

34%

12.20.0

Verkehrsanlagen

stark belastend (1)

31%

12.20.0

stark belastend (1)

8%

12.20.0

Verkehrsanlagen
[teilversiegelt,
wasserdurchlässig]
Verkehrsanlagen
[teilversiegelte Flächen,
baumüberschirmt]

• Herstellung der Stellplatzflächen in wasserund luftdurchlässigem Aufbau
• Versickerung des Regenwassers vor Ort
• Anpflanzung 1 heimischer Baum je 4
Stellplätze (Mindestgröße der Baumscheibe von
6 m²
• 5% Heckenpflanzung

Gesamt (gerundet)

abiotisch
Boden

Wasser

Klima / Luft

Mittelwert
abiotisch **

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,1

1,0

1,5

1,8

1,5

1,6

1,3

0,2

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,1

0,5

0,0

0,0

1,0

0,3

0,4

0,1
0,5

7%

07.15.1

Einzelbäume, Solitäre

5%

07.10.0

Sonstige Laubgebüsche

15%

05.15.2

Intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort

100%

Naturhaushaltsw ert gesamt ***
(Mittelwert NHW biotisch +
absolut
flächenbezogen

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

1,0

1,5

1,8

1,5

1,6

1,3

0,5
0,5

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,2

0,5

0,5

0,5

1,0

0,7

0,6

0,0

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,1

1,5

2,0

1,5

2,0

1,8

1,7

0,1

1,0

1,5

1,8

1,5

1,6

1,3

0,2

stark belastend (1)

örtlich bedeutsam
(6)
örtlich bedeutsam
(6)
gering
beeinträchtigend (4)

0,6

* Standardwert gem. „Liste der vorkommenden Biotoptypen und deren Bewertungsstufen“ im Anhang A-1 zum Landschaftsplan Stadt Potsdam (Stand: März 2012). Hinweis: Die Bewertung im Landschaftsplan berücksichtigt für
Siedlungsbiotope ggf. auch das Grünvolumen und den Versiegelungsanteil. Auf der Ebene des Bebauungsplans ist dagegen nur von der standortbezogenen Biotopwertigkeit auszugehen.
** Mittelwert abiotisch: Zellenwerte ungerundet
*** Naturhaushaltswert Biotope/ Nutzungstypen absolut: Zellenwerte der Teilwerte gerundet auf eine Kommastelle (nachrichtliche Darstellung)
Naturhaushaltswert Biotope/ Nutzungstypen flächenbezogen: Zellenwerte der Teilwerte ungerundet (Mittelwert von NHW biotisch und NHW abiotisch), berechneter Gesamtwert für Nutzungstyp gerundet auf eine Kommastelle (Summe der Teilwerte)

27
A 3 - Referenzbiotope Planung

4 von 4

Erläuterung zu T 1a	 Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotoptypen – Bestand
Erläuterung
Werkzeug T 1a

Spalte 1:
Grundlage: Biotoptypenliste für das Land Brandenburg
(aktueller Stand: März 2011)

Bewertung der
Naturhaushaltsfunktionen für
Biotoptypen Bestand

Spalten 2:
Grundlage: Landschaftsplan Landeshauptstad Potsdam und
Anhang A-1 des Landschaftsplans "Liste der vorkommenden
Biotoptypen und deren Bewertungsstufen (nach Kaule 1991,
modifiziert)"

Spalten 3 bis 7: Bewertung der biotischen und abiotischen Naturhaushaltsfunktionen

Die Bewertung des Landschaftsplans stellt eine Orientierung
für die Bewertugn des biotischen Naturhaushaltswert in
Spalte 3 dar; Auf- oder Abwertungen sind möglich und in
Spalte 9 zu begründen.

Die Einzelbewertung der Schutzgüter besteht aus jeweils 2 Zellen. In der ersten Zelle wird der
standortspezifische Naturhaushaltswert eingegeben. Die zweite Zelle ist informativ. In Klammer
gesetzt, wird hier der positive oder negative Wert für Auf- bzw. Abwertungen angegeben
(Begründung in Spalte 9).

Eingaben sind für die Spalten 3 bis 6 erforderlich.
Die Werte für die biotischen und abiotischen Naturhaushaltfunktionen fließen zu jeweils 50% in
den Naturhaushaltswert gesamt ein (Spalte 8).

Spalte 8:
Mittelwert abiotisch/
biotisch

Spalte 9:
kurze Begründung der Auf-/
Abwertungen der Naturhaushaltswerte im Vergleich zur
Bewertung des Landschaftsplans bzw. bei Abweichung von
standorttypischer Aus-prägung.
ggf. ausführliche Begründung
im Umweltbericht

Spalte 7: Mittelwert abiotischer NH-Wert

1
Beispiel

Biotoptyp

2

3

Biotoptyp und -bewertung LP Potsdam *

4

5

6

7

Naturhaushaltswert Einzelbewertung

biotisch
Biotope

abiotisch
Boden

Klima / Luft

Wasser

Mittelwert
abiotisch **

8
Naturhaushaltswert
gesamt ***
(Mittelwert NHW
biotisch +
abiotisch)

9
Bemerkungen
(Auf- bzw. Abwertungen
aufgrund spezifischer
Ausprägungen)

Anthropogene Rohbodenstandorte und Ruderalfluren
032391

sonstige einjährige Ruderalfluren weitgehend
ohne Gehölzbewuchs (Gehölzdeckung < 10%)

03.23.2

ruderale Pionier-, Grasund Stauden,
Staudendominiert,
frischer Standort

eingeschränkte
Bedeutung (5)
1,5

1,5

1,3

(-0,2)

2,0

(+0,5)

1,6

1,6

Wasser: standortspezifisch
geringe bis mittlere
GW-Neubildung
Klima: Aufwertung wg.
Siedlungsrandlage

Hinweis:
1. rosa markierte Zellen sind Eingabefelder
2. In der xls-Tabellenvorlage sind Berechnungsfelder gesperrt, um unabsichtliche Veränderungen von Formeln zu vermeiden. Vor dem Kopieren von Zeilen zur Erweitung der Tabelle muss der Blattschutz entfernt werden!

1 von 1

28

Erläuterung zu T 1b	 Zusammenstellung Naturhaushaltswerte Bestand
Erläuterung
Werkzeug T 1b

Spalte 1:
Grundlage: Biotoptypenliste für das Land Brandenburg (aktueller
Stand: März 2011)

Spalte 2:
Zusammenstellung Biotopflächen und
zugehöriger NH-Wert
- Biotopfläche in m² gerundet auf
ganze Zahl
- NH-Wert ermittelt in T 1, gerundet

1

2

Zusammenstellung
Naturhaushaltswerte
Bestand

Beispiele

Fläche in m²

Biotoptyp

Spalte 3:
Gesamt-NH-Wert der
Biotopfläche, gerundet auf
ganze Zahl

3
Naturhaushaltswert
gesamt ***

Naturhaushaltswert der Fläche
(Fläche x NHW, gerundet)

Anthropogene Rohbodenstandorte und Ruderalfluren
032391

sonstige einjährige Ruderalfluren weitgehend ohne
Gehölzbewuchs (Gehölzdeckung < 10%)

6.200

1,6

9.920

4.000

1,0

4.000

3.500

1,9

6.650

300

2,5

750

Summe Geltungsbereich

14.000

1,5

21.320

Vorhabenbereich

13.700

1,5

20.570

300

2,5

750

Äcker
09134

Intensiv genutzter Sandacker

Wälder und Forste
083005

Laubholzforste (weitgehend naturferne Forste und aus
Sukzession gevorgegangene Wälder mit nicht
heimischen Gehölzen), Unterbaumart Pappel

Standgewässer
02130

temporäre Kleingewässer (§)

Fläche für die Erhaltung/ nachrichtlich übernommene Flächen

Hinweis:
1. rosa markierte Zellen sind Eingabefelder
2. In der xls-Tabellenvorlage sind Berechnungsfelder gesperrt. Vor dem Kopieren von Zeilen Blattschutz entfernen!

29

Erläuterung zu T 2a	 Bewertung der Naturhaushaltsfunktionen für Biotoptypen - Planung
Erläuterung
Werkzeug T 2a
Bewertung der
Naturhaushaltsfunktionen für
Biotoptypen Planung

Spalte 1:
kurze qualifizierende Beschreibung der geplanten
Festsetzung der Nutzungen im Bebauungsplan
(ggf. ergänzt durch realistische Annahmen zur
Nutzungsaufteilung).

Spalte 3:
Grundlage: Landschaftsplan Landeshauptstad Potsdam und
Anhang A-1 des Landschaftsplans "Liste der vorkommenden
Biotoptypen und deren Bewertungsstufen (nach Kaule 1991,
modifiziert)"

Spalten 4 bis 8: Bewertung der biotischen und abiotischen Naturhaushaltsfunktionen

Hinweis: pro Baum wird eine Maßnahmenfläche
von 20m² angesetzt

Die Bewertung des Landschaftsplans stellt eine Orientierung
für die Bewertugn des biotischen Naturhaushaltswert in
Spalte 3 dar; Auf- oder Abwertungen sind möglich und in

Die Einzelbewertung der Schutzgüter besteht aus jeweils 2 Zellen. In der ersten Zelle wird der
standortspezifische Naturhaushaltswert eingegeben. Die zweite Zelle ist informativ. In Klammer
gesetzt, wird hier der positive oder negative Wert für Auf- oder Abwertungen angegeben
(Begründung in Spalte 11).

Eingaben sind für die Spalten 4 bis 7 erforderlich.
Die Werte für die biotischen und abiotischen Naturhaushaltfunktionen fließen zu jeweils 50% in
den Naturhaushaltswert gesamt ein (Spalte 8).

Spalte 9:
absoluter
Mittelwert aus
biotischem und
abiotischem NHWert

Spalte 10:
Mittelwert biotisch/
abiotisch unter
Berück-sichtigung
des Flächenanteils
und des absoluten
Gesamtwertes für
den Planungstyp

ggf. ausführliche Begründung
im Umweltbericht.

Spalte 8: Mittelwert abiotischer NH-Wert

1
Beispiele

Geplante Nutzung gemäß
Bebauungsplan

3

2
Flächenanteil

4

Biotoptyp und -bewertung LP Potsdam *

5

6

Biotope
90%

05.11.2

• 90% naturnahe Wiesen und Krautsäume mit
einzelnen heimischen Solitärbäumen
• 10% der Grünfläche mehrschichtige heimische
Gehölze (8% Feldgehölze,
2% Strauchgruppen)

10%

07.10.0

Gesamt (gerundet)

100%

Nicht überbaubare Fläche mit Laubbäumen
und wasser- und luftdurchlässigen Belägen
(WA und GE)

65%

10.11.1

Gärten

10%

07.15.1

10%

15%

• Ein standortgerechter, heimischer Laubbaum je
angefangene 200 m² nicht überbaubare
Grundstücksfläche
• 65% Rasen, Stauden, Beete
• 10% Sträucher
• 15% wasser- und luftdurchlässige Wege
• Freihaltung der Vorgärten von Nebenanlagen

Gesamt (gerundet)

100%

Fläche zum Anpflanzen

100%

• einreihige Baumreihe mit Achsabstand 7,5m,
heimische Arten
Gesamt (gerundet)

100%

Öffentliche Verkehrsflächen (alleeartiger
Baumbestand, Versickerungsmulden)
• alleeartige Pflanzung von Laubbäumen gemäß
Pflanzliste, beflanzte Baumscheibe (mind. 6 m²)
• Rasenmulden mit artenreichem Parkrasen zur
Versickerung
• Teilversiegelte separate Stellplätze und
Gehwegüberfahrten

Gesamt (gerundet)

Extensiv genutztes
Grünland
Sonstige Laubgebüsche

eingeschränkte
Bedeutung (5)
örtlich bedeutsam
(6)

8

abiotisch
Boden

9

10

Naturhaushaltswert gesamt ***
(Mittelwert NHW biotisch + abiotisch)

biotisch

Naturnahe Grünfläche

7

Naturhaushaltswert Einzelbewertung

Wasser

Klima / Luft

Spalte 11:
kurze Begründung der Auf-/
Abwertungen der
Naturhaushaltswerte im
Vergleich zur Bewertung des
Landschaftsplans bzw. bei
Abweichung von standorttypischer Aussprägung.

absolut

flächenbezogen

Mittelwert
abiotisch **

1,8

2,0

1,5

1,5

1,7

1,7

1,6

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,2

11
Bemerkungen
(Auf- bzw. Abwertungen
aufgrund spezifischer
Ausprägungen)

1,7
gering
beeinträchtigend (4)

1,0

1,5

1,5

1,5

1,5

1,3

0,8

Einzelbäume, Solitäre

örtlich bedeutsam
(6)

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

0,2

07.10.0

Sonstige Laubgebüsche

örtlich bedeutsam
(6)

1,5

2,0

1,5

2,0

1,8

1,7

0,2

12.21.3

Wege

stark belastend (1)

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,5

0,1

1,2
07.19.1

Baumreihe, Laubholz

örtlich bedeutsam
(6)

1,8

2,0

1,5

2,0

1,8

1,8

1,8

1,8

60%

12.20.0

Verkehrsanlagen

stark belastend (1)

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

40%

05.15.2

Intensiv genutztes
Grünland, frischer
Standort

gering
beeinträchtigend (4)

1,0

1,5

1,3

1,5

1,4

1,2

0,5

100%

0,5

Hinweis:
1. rosa markierte Zellen sind Eingabefelder
2. In der xls-Tabellenvorlage sind Berechnungsfelder gesperrt. Vor dem Kopieren von Zeilen Blattschutz entfernen!
1 von 1

30

Erläuterung zu T 2b	 Berechnung der Naturhaushaltswerte für geplante Baugebiete
Erläuterung
Werkzeug T 2b

Spalte 2:
Darstellung von
- Art und Maß der baulichen Nutzung
- Festsetzungen von Pflanzmaßnahmen
- Umsetzung von Nutzungen (ggf. realistische
Annahmen (z.B. zur Ausführung von

Berechnung der
Naturhaushaltswerte für geplante
Baugebiete

1
Beispiel 1

Allgemeines
Wohngebiet

Spalte 3 bis 5:
- NH-Wert gesamt (ermittelt in T3)
- Größe der Teilfläche in m²
- %-Anteil an der Gesamtfläche des
Baugebietes, Verkehrs- oder Grünfläche

2

3

4

Spalte 6:
Ermittlung des Gesamt-NH-Wertes
für den Planungstyp erfolgt über
ungerundete Teilwerte
(%-Anteil x NH-Wert Teilfläche)

5

6

WA 1 (GRZ 0,3) - Überschreitung Neben GRZ um 50%

Flächentyp/ Maßnahme

1
Beispiel 2

Hintergrund-Berechnung
(NH-Wert gesamt)

Naturhaushaltswert

Baugrundstück

Anteil an
Anrechenbare Fläche Grundstücksfläche
in m²

Gewerbegebiet

600,0

3

4

30,0%

Spalte 6:
Ermittlung des Gesamt-NH-Wertes
für den Planungstyp erfolgt über
ungerundete Teilwerte
(%-Anteil x NH-Wert Teilfläche)

5

6

GE 1 (GRZ 0,6)

Flächentyp/ Maßnahme

Hintergrund-Berechnung
(NH-Wert gesamt)
Naturhaushaltswert

Anteil an
Anrechenbare Fläche Grundstücksfläche
in m²
2.200,0

überbaubare Fläche
1 (Haupt-GRZ)

davon
vollversiegelt

2

Spalte 3 bis 5:
- NH-Wert gesamt (ermittelt in T3)
- Größe der Teilfläche in m²
- %-Anteil an der Gesamtfläche des
Baugebietes, Verkehrs- oder Grünfläche

Baugrundstück

2.000,0

überbaubare Fläche
1 (Haupt-GRZ)

Spalte 2:
Darstellung von
- Art und Maß der baulichen Nutzung
- Festsetzungen von Pflanzmaßnahmen
- Umsetzung von Nutzungen (ggf. realistische
Annahmen (z.B. zur Ausführung von

1.320,0

60,0%

davon:
0,0

Stellplätze, Zufahrten, Nebenanlagen
2 (Neben-GRZ)

600,0

30,0%

300,0

15,0%

0,00

vollversiegelt

0,0

924,0

42,0%

0,00

Extensive Dachbegrünung (Annahme: 30% der
Haupt-GRZ)

1,2

396,0

18,0%

0,22

440,0

20,0%

Stellplätze, Zufahrten, Nebenanlagen
2 (Neben-GRZ)

davon
wasser- und luftdurchlässige Wegebeläge
(Annahme: 50% der Neben-GRZ)

0,5

150,0

7,5%

0,04

davon:

vollversiegelt (Annahme: 50% der Neben-GRZ)

0,0

150,0

7,5%

0,00

wasser- und luftdurchlässige Wegebeläge
(Annahme: 50% der Neben-GRZ)

0,5

220,0

10,0%

0,05

0,00

vollversiegelt (Annahme: 50% der Neben-GRZ)

0,0

220,0

10,0%

0,00

440,0

20,0%

3 nicht überbaute Fläche

1.100,0

55,0%

3 nicht überbaute Fläche

davon

davon:

Dauerhafte Bepflanzung der nicht überbauten
Flächen (Parkrasen, Bodendecker, Sträucher
und Laubbäume) inkl. wasserdurchlässige
Wege

0,54

Dauerhafte Bepflanzung der nicht überbauten
Flächen (Parkrasen, Bodendecker, Sträucher
und Laubbäume) inkl. wasserdurchlässige
Wege

1,2

340,0

15,5%

0,19

0,00

Fläche zum Anpflanzen: Baumreihe (b)

1,8

100,0

4,5%

0,08

G Naturhaushaltswert WA (gerundet)

1,2

900,0

45,0%

0,6

0,58

G Naturhaushaltswert GE 1 (gerundet)

0,5

0,53

Hinweis:
1. rosa markierte Zellen sind Eingabefelder
2. In der xls-Tabellenvorlage sind Berechnungsfelder gesperrt. Vor dem Kopieren von Zeilen Blattschutz entfernen!

1 von 1

31

Erläuterung zu T 2c	 Zusammenstellung Naturhaushaltswerte Planung

Erläuterung
Werkzeug T 2c
Zusammenstellung
Naturhaushaltswerte
Planung

Beispiele

Spalte 1:
Planungstypen gemäß Bebauungsplan (Baugebiete,
Verkehrsflächen, Grünflächen, Fläche für die
Erhaltung / nachrichtlich übernommene Flächen
usw.)

Spalten 2 :
Fläche des
Planungstyps in m²,
gerundet auf ganze Zahl

1

2

Planungstyp

Fläche in m²

Spalten 3:
zugeordnerter
NH-Wert
(Grundlage
T3 und T4)

3

Spalte 4:
errechneter NH-Wert der
Planungstypfläche, gerundet
auf ganze Zahl

4

NaturhaushaltsNaturhaushaltswert gesamt wert der Fläche
(Fläche x NHW, gerundet)
*

Baugebiete
WA 1

2.000

0,6

1.200

WA 2

2.000

0,6

1.200

GE 1

2.200

0,5

1.100

GE 2

2.000

0,5

1.000

2.900

0,5

1.450

Öffentliche Grünfläche

2.600

1,7

4.420

Gesamt Vorhabenflächen

13.700

0,8

10.370

2,5

750

Gewerbegebiete

Verkehrsflächen
Planstraße
Grünflächen

Fläche für die Erhaltung/ nachrichtlich übernommene Flächen
Geschütztes Biotop (Kleingewässer)

300

Hinweis:
1. rosa markierte Zellen sind Eingabefelder
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32

Erläuterung zu T 3a	 Eingriffsbilanzierung für Baugebiete, Verkehrs- und Grünflächen

Erläuterung
Werkzeug T 3a
Eingriffsbilanzierung für
Baugebiete, Verkehrsund Grünflächen

Spalte 1+2:
Planungstypen und Flächengröße in m² (Baugebiete,
Verkehrsflächen, Grünflächen, Fläche für die Erhaltung / nachrichtlich
übernommene Flächen usw.)

Spalte 3:
Links: gemittelter NH-wert der
Biotopbestandsflächen innerhalb des
Planungstyps (z.B. gis-gestützt
ermittelt), gerundet
Rechts: NH-Wert x Fläche, gerundet

1

2

Beispiel

Spalte 4:
ermittelter NH-Wert Planungstyp
(Grundlage T3, T4) und flächenbezogener NH-Wert , gerundet
(einschließlich Maßnahmen zur
Eingriffsminderung und zur
Kompensation auf Baugrund-stücken)

Spalte 5:
Bilanzierung des Eingriff bezogen auf
Planungstypen als NH-WertVeränderung sowie als
flächenbezogene NH-WertVeränderung
(einschließlich Maßnahmen zur
Eingriffsminderung und zur
Kompensation auf Baugrund-stücken)

3

4

5

Bestand

Planung*

Bilanz*

Typ

Fläche in m²
(gerundet)

NH-Wert
Mittelwert
(gerundet)

Fläche x
NH-Wert
(gerundet)

NH-Wert
Planungstypen
(gerundet)

Fläche x
NH-Wert
(gerundet)

NH-Wert
Veränderung
(gerundet)

Fläche x
NH-Wert
(gerundet)

Allgemeines Wohngebiet

4.000

1,4

5.620

0,6

2.400

-0,8

-3.220

WA 1

2.000

1,4

2.870

0,6

1.200

-0,8

-1.670

WA 2

2.000

1,4

2.750

0,6

1.200

-0,8

-1.550

Gewerbegebiet

4.200

1,5

6.250

0,5

2.100

-1

-4.150

GE 1

2.200

1,5

3.250

0,5

1.100

-1

-2.150

GE 2

2.000

1,5

3.000

0,5

1.000

-1

-2.000

Verkehrsflächen

2.900

1,6

4.500

0,5

1.450

-1,1

-3.050

Planstraße

2.900

1,6

4.500

0,5

1.450

-1,1

-3.050

Grünflächen

2.600

1,6

4.200

1,7

4.420

0,1

220

Öffentliche Grünfläche

2.600

1,6

4.200

1,7

4.420

0,1

220

Gesamt
Vorhabenflächen

13.700

1,5

20.570

0,8

10.370

-0,7

-10.200

Fläche für die Erhaltung/
nachrichtlich übernommene Flächen

300

2,5

750

2,5

750

Geschütztes Biotop (Kleingewässer)

300

2,5

750

2,5

750

Hinweis:
1. rosa markierte Zellen sind Eingabefelder
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33

Erläuterung zu T 3b	 Eingriffsbilanzierung- Zusammenfassende Übersicht
Erläuterung
Werkzeug T 3b
Eingriffsbilanzierung Zusammenfassende
Übersicht

Spalte 1:
Planungstypen (Baugebiete, Verkehrsflächen,
Grünflächen, Fläche für die Erhaltung /
nachrichtlich übernommene Flächen usw.)

Spalte 2:
- Fläche der Planungstypen
- Übernahme der Werte aus Spalte 5 der Tabellenvorlage
T 6a

Gesamtbilanz: bezieht sich auf tatsächliche
Bilanzierungsfläche des Vorhabenbereichs

(einschließlich Maßnahmen zur Eingriffsminderung und zur
Kompensation auf Baugrundstücken)

1

Spalte 3:
Kompensation durch zugeordnete Grünflächen im
Geltungsbereich

2

Beispiel

Spalte 4:
verbleibender Eingriff bezogen auf den Geltungsbereich
des Bebauungsplans

3

4

Kompensation durch zugeordnete Grünflächen oder
andere Maßnahmen
(soweit nicht schon in Spalte 2 bilanziert)

Eingriffsbilanz *
Typ

Fläche in m²
(gerundet)

NH-Wert
Veränderung
(gerundet)

Fläche x
NH-WertVeränderung
(gerundet)

WA

4.000

-0,8

GE

4.200

Verkehrsflächen
Gesamtbilanz

Fläche in m²
(gerundet)

NH-Wert
Veränderung
(gerundet)

Fläche x
NH-WertVeränderung
(gerundet)

Bilanz
Fläche in m²
(gerundet)

NH-WertVeränderung
(gerundet)

Fläche x
NH-WertVeränderung
(gerundet)

-3.220

4.000

-0,8

-3.220,0

-1,0

-4.150

4.200

-1,0

-4.150,0

2.900

-1,1

-3.050

2.600

0,1

220,0

5.500

-0,5

-2.830,0

11.100

-0,90

-10.420

2.600

0,10

220,0

13.700

-0,7

-10.200,0

Hinweis:
1. rosa markierte Zellen sind Eingabefelder
2. In der xls-Tabellenvorlage sind Berechnungsfelder gesperrt. Vor dem Kopieren von Zeilen Blattschutz entfernen!

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34

Erläuterung zu T 3c	 Vereinfachte Bilanzierung für Bebauungpläme mit einem Vorhabenträger

Erläuterung
Werkzeug T 3c

Spalte 1 bis 4:
Übertragung der Gesamtwerte aus T2 und T5 für eingriffsrelevante Vorhabenflächen und ggf. für Flächen, auf denen kein Eingriff stattfindet (z. B.
Flächen für die Erhaltung oder nachrichtlich übernommene Flächen).

Spalte 5:
verbleibender Eingriff bezogen auf
den Geltungsbereich

Vereinfachte Bilanzierung für
Bebauungspläne mit einem
Vorhabenträger

1

2

Beispiel
Typ

Vorhabenfläche
Fläche für die Erhaltung/
nachrichtlich übernommene
Flächen
Summe

3

4

5

Bestand

Planung*

Bilanz*

Fläche in m²
(gerundet)

NH-Wert
Mittelwert
(gerundet)

Fläche x
NH-Wert
(gerundet)

NH-Wert
Planungstypen
(gerundet)

Fläche x
NH-Wert
(gerundet)

NH-Wert
Veränderung
(gerundet)

Fläche x
NH-Wert
(gerundet)

13.700

1,5

20.570

0,8

10.630

-0,7

-9.940

300

2,5

750

2,5

750

0

0

14.000

21.320

11.380

-9.940

Hinweis:
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35

Erläuterung zu T 3d	 Berechnung Naturhaushaltsaufwertung für externe Ausgleichsmaßnahmen
Erläuterung
Werkzeug T 3d

Spalte 1:
kurze qualifizierende Beschreibung der Ausgleichsmaßnahme

Spalte 5 und 6:
Ermittlung der notwendigen Maßnahmenfläche und Punktwerte
zum Ausgleich der Eingriffs

Ermittlung bei Bedarf durch die Werkzeuge T1 und T3

Berechnung
Naturhaushaltsaufwertung für
externe Ausgleichsmaßnahmen

1
Beispiel

Spalte 2 bis 3:
Gesamt-NH-Wert für Bestand und Planung

5

2

3

4

Naturhaushaltswert
Bestand

Naturhaushaltswert
Planung

Wertverbesserung

Maßnahmenfläche in m²
(gerundet)

A (extern) 1: Umwandlung einer intensiv genutzen Landwirtschaftsfläche
zu einer extensiven Mahd-Wiese

1,0

1,8

+0,8

A (extern) 2: Entsiegelung einer Fläche und Raseneinsaat

0,0

1,5

+1,5

Maßnahme

Summe

Spalte 7:
Ermittlung AusgleichswertFaktor (Maßnahmenfläche /
flächenbezogene Wertverbesserung) als relevante
Größe für T 8

6

7

Maßnahmenfläche in ha
(gerundet)

Wertverbesserung x
Fläche
(gerundet)

Hintergrund-Berechnung
Ausgleichswert-Faktor

9.200

0,920

7.360

1,25

1.900

0,190

2.850

0,67

11.100

10.210

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36

Erläuterung zu T 3e	 Eingriffsbilanzierung - Einzelübersicht Baugebiete und Verkehrsflächen sowie Zuordnung der Ausgleichsmaßnahmen
Erläuterung
Werkzeug T 3e
Eingriffsbilanzierung Einzelübersicht
Baugebiete und
Verkehrsflächen
sowie Zuordnung der
Ausgleichsmaßnahmen

Spalte 1:
Eingriffsbilanz - Übernahme der Werte aus der Tabelle T6b
In dem Eingriffswert sind bereits ausgleichsrelevante Maßnahmen wie die
Anfplanzung von Bäumen, Sträuchern, Wiesen und Rasen in den Baugebieten

Beispiel

Spalte 2:
Kompensation durch zugeordnete Grünflächen oder andere Maßnahmen im Geltungsbereich,
die noch nicht in der Spalte 1 mitbilanziert sind.

Spalte 3:
verbleibender Eingriff bezogen auf den
Vorhabensbereich (vgl. T6b)

Spalte 4:
falls erforderlich: Zuordnung der Flächen von externen
Ausgleichsmaßnahmen zu Vorhabensflächen unter
Zuhilfenahme des Ausgleichswert-Faktors in der
Hintergrundberechnung von T 7, Spalte 7

1

2

3

4

Eingriffsbilanz*

Kompensation durch zugeordnete Grünflächen oder andere Maßnahmen
(soweit nicht schon in Spalte 1 bilanziert)

Bilanz

Zuordnung Maßnahmenflächen zu externen
Ausgleichsmaßnahmen

Baugebiete / Verkehrsflächen

Fläche in m²

Naturhaushaltswert
der Fläche

WA 1

2.000

WA 2

Grünflächen

Fläche in m²

Naturhaushaltswert
der Fläche

Fläche in m²

Naturhaushaltswert
der Fläche

Maßnahme

Fläche in m²
(Naturhaushaltswert der Fläche x
Ausgleichswert-Faktor x (-1)

-1.670

2.000

-1.670

A (extern) 1

2.088

2.000

-1.550

2.000

-1.550

A (extern) 1

1.938

GE 1

2.200

-2.150

2.200

-2.150

A (extern) 1

2.688

GE 2

2.000

-2.000

2.000

-2.000

A (extern) 1

2.500

Summe Baugebiete

8.200

-7.370

Planstraßen

2.900

-3.050

Summe Verkehrsflächen

2.900

Summe Vorhabensbereich

11.100

Allgemeine Wohngebiete

Gewerbegebiete

0

0

8.200

-7.370

A (extern) 1

9.213

2.600

220

2.900

-2.830

A (extern) 2

1.887

-3.050

2.600

220

2.900

-2.830

A (extern) 2

1.887

-10.420

2.600

220

13.700

-10.200

Verkehrsflächen
Öffentliche Grünfläche

11.099

Hinweis:
1. rosa markierte Zellen sind Eingabefelder
2. In der xls-Tabellenvorlage sind Berechnungsfelder gesperrt. Vor dem Kopieren von Zeilen Blattschutz entfernen!

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