Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365718
Path:
01 | 2019

Sanierungszeitung Südliche Friedrichstadt · Semt yenileme gazetesi · ‫صحيفة اصالح وتأهيل المنطقة‬

Gebietsvertretung:
Kandidaten melden!

Victoria-Gebäude wird
komplett saniert

Die November-Revolution in
der Südlichen Friedrichstadt

Neu bei uns: Vicky

LOGIN
FOCUS 

inhalt · içindekiler · ‫الفﮭﺮس‬
Im Sommer wird die Gebietsvertretung
neu gewählt
Yazın, bölge temsilciligi yeniden seçilecek
‫ﺳﯿﺘﻢ إﻋﺎدة اﻧﺘﺨﺎب ﻣﻤﺜﻠﻲ اﻟﻤﻨﻄﻘﺔ ﻓﻲ اﻟﺼﯿﻒ‬

4

Die Bauhütte zieht in die Friedrichstraße
Bauhütte Friedrichstraße’ye taşınıyor
‫“ إﻟﻰ ﺷﺎرع‬Bauhütte“ ‫ﻳﻨﺘﻘﻞ ﻛﻮخ اﻟﺒﻨﺎء‬
“Friedrichstraße“ ‫ﻓﺮﻳﺪرﻳﺶ‬

5

Drogeriemarkt macht dicht
Drogeriemarkt kapatıyor
‫ﻏﻠﻖ ﻣﺘﺠﺮ ﻣﺴﺘﺤﻀﺮات اﻟﺘﺠﻤﯿﻞ وﻣﻨﺘﺠﺎت‬
‫اﻟﻌﻨﺎﻳﺔ اﻟﺸﺨﺼﯿﺔ واﻟﻌﻨﺎﻳﺔ ﺑﺎﻟﺠﺴﻢ‬

5

JOACHIM RAUSCHENBACH
IST TOT

THEMA 

6

Kultur – nicht nur aus dem Irak:
„Bagdad-Forum“
Kültür – Sadece Irak’tan da degil: „Bagdad
Forumu“
‫ ﻣﻨﺘﺪى ﺑﻐﺪاد‬:‫ ﻟﯿﺴﺖ ﻣﻦ اﻟﻌﺮاق ﻓﻘﻂ‬-‫اﻟﺜﻘﺎﻓﺔ‬

8

Das „Repair Café“ gibt Hilfe zur Selbsthilfe
„Repair Café“ kendi kendine yardım için
yardımda bulunuyor
‫“ ﻋﻠﻰ ﻣﺴﺎﻋﺪة اﻟﺬات‬Repair Café“ ‫ﻳﺴﺎﻋﺪ ﻣﻘﮭﻰ‬
‫وﺗﻤﻜﯿﻦ اﻟﻨﻔﺲ‬

8

Interview mit dem Organisationsdirektor
des Jüdischen Museums
Yahudi Müzesinin organizasyon müdürüyle
bir röportaj
‫ﻣﻘﺎﺑﻠﺔ ﻣﻊ ﻣﺪﻳﺮ ﻣﻨﻈﻤﺔ اﻟﻤﺘﺤﻒ اﻟﯿﮭﻮدي‬

9

November 1918 in der Südlichen
Friedrichstadt
Südliche Friedrichstadt‘ta Kasım 1918
‫ ﻓﻲ ﺑﻠﺪة ﻓﺮﻳﺪرﻳﺶ ﺷﺘﺎدت‬1918 ‫ﻧﻮﻓﻤﺒﺮ‬
‫اﻟﺠﻨﻮﺑﯿﺔ‬

10

Kunstvergnügen pur: Bunter Jakob
Bunter Jakob saf sanat zevkidir
‫ﺑﻮﻧﺘﺮ ﺟﺎﻛﻮب ھﻮ ﺧﻼﺻﺔ ﻣﺘﻌﺔ اﻟﻔﻦ‬

11

HISTORIE 

In der Lindenstraße entstehen derzeit
die „Victoria-Höfe“
Bu araları Lindenstraße‘de „VictoriaHöfe“leri inşa ediliyor
‫“ ﺣﺎليًﺎ ﻓﻲ ﺷﺎرع‬Victoria-Höfe“ ‫تﺠﺪون‬
‫“ع‬Lindenstraße“

REPORT 

“Drogeriemarkt“

2

Der engagierte Kiezbewohner Joachim Rauschenbach ist am 25. November 2018 im Alter
von 83 Jahren gestorben. Der Landschaftsgärtner ist 1986 an den Mehringplatz gezogen. „Ich stand damals auf der Hochbahn und
sah die großen sonnenbeschienenen Fensterflächen der Häuser in der Wilhelmstraße –
ein ideales Zuhause für meine Kakteensammlung“, hatte er der SÜDSEITE erzählt. Joachim Rauschenbach liebte den Ausblick aus
dem Hochhaus und das multikulturelle Miteinander am Mehringplatz. Er hat ehrenamtlich Führungen durch den Kiez angeboten,
war im Sanierungsbeirat und im Quartiersrat engagiert und hat auch die Redaktionssitzungen der SÜDSEITE mit wertvollen Informationen und Anregungen bereichert. K

TÜR AUF FÜR DAS GRÜNE
KLASSENZIMMER
Der Schulgarten der Galilei-Grundschule, in
dem die Kinder auf rund 500 Quadratmetern
künftig selber planzen und gärtnern können,
wird am 10. April um 12 Uhr eröffnet. Die SÜDSEITE wird in der kommenden Ausgabe über
das „grüne Klassenzimmer“ berichten. K
KONTAKT
Galielei-Grundschule
Friedrichstraße 13, 10969 Berlin
Telefon: 50585811

Sanierungsberatung
Von Stadtkontor gibt es immer montags von 10 bis
13 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr in der
Kiezstube am Mehringplatz 7 eine Sprechstunde zu
allen Fragen und Problemen rund um die Sanierung.

Aus dem Sanierungsbeirat
Die wichtigsten Themen der letzten Sanierungsbeiratssitzungen am 23. Januar und 27. Februar 2019 waren:
J
J
J
J
J

Soziale Sanierungsziele
Neuwahl der Gebietsvertretung
Stadtteilzentrum Friedrichstraße 1-3
Baußmaßnahmen Mehringplatz und Gitschiner Freifläche
Entwicklungskonzept Campus Kurt-Schumacher-Grundschule

Termine und Protokolle der Sitzungen finden Sie unter
www.sanierung-suedliche-friedrichstadt.de

„KRITIK AM FALSCHEN ORT“

MEHRINGPLATZ: DER
UMBAU HAT BEGONNEN
Am 13. Februar haben die Bauarbeiten für die
Umgestaltung des Mehringplatzes begonnen.
Nach dem Entwurf der Landschaftsarchitekten Arge Lavaland/Treibhaus wird das innere Rondell als grüner Platz mit Sitzgelegenheiten um die Fläche gestaltet. Außerdem bekommen die Wege unter anderem ein neues
Natursteinpflaster und eine verbesserte Beleuchtung. In einem ersten Schritt werden
die innere Platzfläche für die Begrünung hergestellt und der Außenring auf der AOK-Seite neu gestaltet. Anschließend folgen ab
September die östliche Seite des Rings und
im Jahr 2020 die Fußgängerzone der Friedrichstraße. Die Platzinnenfläche bleibt während der gesamten zweijährigen Bauzeit abgesperrt. Der Zutritt zu den Häusern und
Geschäften bleibt jederzeit möglich. Der aktuelle Bauablaufplan ist im Schaufenster der
Kiezstube am Mehringplatz 7 ausgehängt. K
INFO
www.sanierung-suedliche-friedrichstadt.de/
baustellenkoordination
Details zur Umgestaltung auch in der
SÜDSEITE 1/2017.

01 | 2019

KONTAKT
Für Fragen und Probleme hat Stadtkontor
eine Baustellenkoordination eingerichtet.
Sprechstunden:
Montag 10 bis 13 Uhr,
Mittwoch 14 bis 17 Uhr
in der Kiezstube,
Mehringplatz 7,
Telefon: 0331 743570,
E-Mail: baustelle@
sanierung-suedlichefriedrichstadt.de

Auf dem Mehringplatz wurde am Zaun der
Baustelleneinrichtung wieder die bekannte Bauzaunausstellung aufgehängt. Die Pla­nen informieren über das Sanierungsgebiet
sowie Initiativen und Projekte im Kiez. Sie
wurden bereits 2017 für die Baustelle der
U-Bahn-Tunnelsanierung gestaltet, etliche
Kiez-Aktive haben dabei mitgewirkt. In den
letzten Wochen wurden die bedruckten Planen dazu benutzt, diverse Kommentare und
Kritzeleien zu hinterlassen. Ob man nun
die Anmerkungen als Meinungsäußerung,
Schmähung, falsche Tatsachenbehauptung
oder Sachbeschädigung betrachtet – eines
sind sie nach Ansicht des Sanierungsbeauftragten Stadtkontor auf jeden Fall: „am falschen Ort“. Für Kritik stehe man während
der regelmäßigen Sprechstunden bereit (siehe Seite 2 unten).
Jetzt hat der Sanierungsbeirat angeregt zu
prüfen, ob der derzeitige Bretterzaun nicht
durch einen transparenten Gitterzaun ersetzt werden kann. Die Bauzaunausstellung
könnte an einem Gitterzaun aber nicht mehr
angebracht werden. K
INFO
Bauzaunausstellung online unter
www.sanierung-suedliche-friedrichstadt.de

Kostenlose Mieterberatung
Immer montags bietet asum von 16 bis 18 Uhr im tam –
Interkulturelles Familienzentrum, Wilhelmstraße 116/117
eine kostenlose Beratung für Mieter an.
Ebenfalls montags von 16 bis 18 Uhr gibt es eine offene
Anwaltssprechstunde in der Kiezstube am Mehringplatz 7.

3

FOCUS
KONTAKT
Anmeldung der Kandidatur
bis zum 27. Mai 2019
bei Stadtkontor,
Telefon: 0331 743570,
E-Mail: sfs@stadtkontor.de
oder in der Kiezstube,
Mehringplatz 7
zu den Stadtkontor-Sprechstunden:
Montag 10 bis 13 Uhr,
Mittwoch 14 bis 17 Uhr

WIE MAN WAS BEWEGT
im sommer wird die gebietsvertretung
der südlichen friedrichstadt neu
gewählt

		
		
		
		
		
		
		
		
		
		
		

4

Im Juni sind die Bewohner der Südlichen
Friedrichstadt zur Wahl aufgerufen. Sie können bestimmen, wer im Sanierungsgebiet
die Interessen der Kiezbewohner, Gewerbetreibenden, Bildungs-, Jugend- und Kultureinrichtungen vertritt. Von den insgesamt
14 Gebietsvertretern werden 12 für drei Jahre neu gewählt: sieben Mieter und je ein Vertreter von Bildungs-, Familien- und Kultureinrichtungen, Gewerbetreibenden und Grund»Ich interessiere mich für
eigentümern. Daneben wird je ein Mitglied
alles, was um mich herum
vom Gewobag-Mieterbeirat und von der
in der Südlichen FriedrichKreuzberger Musikalischen Aktion (KMA) gestadt passiert. In der Gestellt. Für die Neubesetzung werden Kandibietsvertretung geben wir
datinnen und Kandidaten gesucht.
Stellungnahmen und VorDie Gebietsvertretung kann den Kiez aktiv
schläge zu Planungen und
mitgestalten. „Ich erfahre in der GebietsMissständen direkt an
die Verwaltung ab. « vertretung eher als andere, was gerade geschieht und was geplant wird“, sagt die langGebietsvertreterin Hendrikje
Herzberg über ihre Motivation
jährige Gebietsvertreterin Hendrikje Herzberg. Die Beschlüsse sind für die Verwaltung
zwar nicht bindend, aber die Empfehlungen
werden beim Bezirk aufgenommen und in

die Entscheidungen einbezogen. So haben
sich die Gebietsvertreter in der Vergangenheit für den Milieuschutz und für die Amerika-Gedenkbibliothek als Standort der Zentral- und Landesbibliothek engagiert. Wer
sich bewegt, kann also einiges bewegen.
Und so geht es: Wer in der Südlichen Friedrichstadt wohnt oder arbeitet, mindestens
18 Jahre alt ist und sich für die Zukunft seines Wohngebiets einsetzen will, sollte bis
zum 27. Mai seine Kandidatur beim Sanierungsbeauftragten Stadtkontor anmelden.
In der nächsten Ausgabe der SÜDSEITE werden die Kandidaten, die sich bewerben, vorgestellt. Während der Juni-Sitzung des Sanierungsbeirats haben sie zudem die Gelegenheit, sich persönlich zu präsentieren.
Um die Wahlbeteiligung zu erleichtern, wird
dieses Mal per Briefwahl abgestimmt. Die
Wahlunterlagen werden mit der kommenden SÜDSEITE im Juni an alle Haushalte verteilt und werden auch in der Kiezstube während der Stadtkontor-Sprechzeiten erhältlich sein. Bis zum 7. Juli 2019 müssen die
Stimmzettel per Post eingeschickt oder in
die Wahlurne in der Kiezstube eingeworfen
sein. K

INFO
Bauhütten waren im Mittelalter Kirchenbauunternehmen, in denen alle Gewerke unter einem Dach organisiert waren. Einige gotische Kathedralen haben heute noch eine
Bauhütte, die sich um die Instandhaltung
kümmern, zum Beispiel der Kölner Dom oder
das Freiburger Münster. Bauhütten hießen
auch die in den 1920er Jahren vielerorts gegründeten genossenschaftlichen Baubetriebe, die für die Genossenschaften Wohnungen zu günstigen Preisen errichteten.

NEUER STANDORT,
NEUE AUFGABEN
die bauhütte zieht in die friedrichstrasse
und hat einen neuen partner
Die Bauhütte Südliche Friedrichstadt zieht
um. Weil der Besselpark demnächst umgestaltet wird, müssen die Bauhütten-Con­ » Nichtstun ist
keine Option.«
tainer das Feld räumen. Mit dem Standort
Friedrichstraße 18/19 neben dem „taz“-Neu- Motto von
bau wurde ganz in der Nähe ein Platz gefun- „Kreuzberg hilft“
den, der mindestens zwei Jahre lang genutzt
werden kann.
Gegründet wurde die Bauhütte seinerzeit,
um die Neubebauung rund um den Blumengroßmarkt zu begleiten und dabei neue und
alte Nachbarn zusammenzubringen. Nun,
nach drei Jahren, sind die Bauarbeiten dort
größtenteils abgeschlossen. Deshalb stellt
sich die Bauhütte jetzt auch neuen Aufgaben.
Auch am neuen Ort steht sie für Bürger­
be­
teiligung, Vernetzung und Selbst­
orga­
ni­
sation. Als Partner hinzugekommen
ist der Verein „Kreuzberg hilft“, der sich
ein Miteinander zwischen der Bewohnereigentümer sucht nach passenden
schaft und den Geflüchteten in den Tempoersatzmietern
Homes an der Alten Jakob­straße zum Ziel
gesetzt hat. Bei Bauworkshops, Urban Gardening, Musikveranstaltungen, Yoga, Kino­­ 		
»Heute benötigen Zur Schließung des Drogeriemarkts Rossabenden und vielem mehr können sich die
		
wir rund 700 Quamann und des „Euro Shop“ am Mehringplatz
Nachbarn in der Bauhütte begegnen.
		
dratmeter, um unser
kursieren wilde Gerüchte. KomplettsanieAm neuen Standort hat man Ende März
		
gesamtes Sortiment
rung? Abriss der Flachbauten? Oder werfen
schon mit den ersten Arbei­
ten für einen
		
angemessen präsendie Geschäfte das Handtuch, weil so viel ge„bunten Nachbarschaftsgarten“ begonnen. 		
tieren zu können. « klaut wird? Alles falsch, heißt es beim EigenDer Umzug der Con­tai­ner soll im Laufe des
tümer der Liegenschaft in der Friedrichstra		
Vivian Thürnau, Sprecherin
		
der Dirk Rossmann GmbH
Aprils erfolgen. K
ße 246, der „Optimum Asset Management“.
Beide Geschäfte hätten selbst gekündigt.
Vor allem die Schließung des Drogeriemarkts
KONTAKT
ist ein herber Verlust für die Nahversorgung
www.bauhuette-berlin.de
im Kiez.
www.kreuzberg-hilft.com
Rossmann-Sprecherin Vivian Thürmann bestätigte der SÜDSEITE, dass man entschieden habe, den Mietvertrag nicht zu verlängern. Die 2001 eröffnete Filiale sei mit rund
250 Quadratmetern „viel zu klein und nicht
mehr zeitgemäß“.
Und wer wird künftig dort einziehen? Das sei
noch nicht klar, so Janina Gojowy von der Optimum. Man werde schauen, was im Hinblick
auf die Anwohner passen würde. K

DROGERIEMARKT
MACHT DICHT

01 | 2019

5

THEMA
ALTER PRUNK UND NEUER KERN
hinter historischer fassade entstehen an der lindenstrasse
läden, restaurants, büros und ein hotel

		
		
		
		
		
		
		
		
		

6

Das große Verwaltungsgebäude in der Lindenstraße 20-25 wird seit 2017 umgebaut.
„Victoriahöfe“ heißt das Projekt, benannt
nach der Victoria-Versicherung, die das Haus
»Eine Sequenz von aufvor über 100 Jahren gebaut hat.
einander abgestimmten
Nach den Plänen des Berliner ArchitekturAtmosphären zieht den
büros GBP wird im Mittel- und Südteil des
Gast in eine eindrucksvolle Erlebniswelt. « Gebäudes ein Hotel „gehobenen Standards“
mit rund 200 Zimmern entstehen. Im nördliDas Architekturbüro GBP
beschreibt die künftige Erdchen Drittel des Gebäudes werden die Obergeschossnutzung der Victoriageschosse zu großzügigen BüroräumlichHöfe mit wolkigen Worten.
keiten für Kurzzeitmieter („Co-Working-Arbeitsplätze“) umgebaut. Das Erdgeschoss
wird neben der Rezeption und der Lobby
des Hotels ein Café, Restaurants, Läden, eine Galerie und ein Fitnessstudio beherbergen. Bis auf die tragenden Wände muss das
Gebäude dazu in seinem Inneren entkernt
werden.
Die Fassade des denkmalgeschützten Hauses bleibt unverändert. Selbst die Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieg will man

als historisches Zeugnis erhalten. Auch sollen mit dem Ausbau zweier großer Veranstaltungssäle unter dem Dach die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Erker wiederhergestellt werden. Anders als früher werden
sie mit acht Meter hohen Glasfassaden ausgestattet. Diese Aufbauten werden den Anblick des Hauses dann doch verändern.
Geplant ist weiter, hinter dem Gebäude einen moderner Neubau mit Zinkfassade und
großflächiger Verglasung zu errichten. „Die
Höfe werden zum Teil öffentlich zugänglich
sein“, sagt GBP-Sprecherin Anja Baranowski.
Ende 2021 soll der Umbau beendet sein.
Eigentümerin des Hauses ist die Cresco Capital Group, eine deutsch-britische Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg. Sie hat in Berlin unter anderem an der Torstraße aus einem ehemaligen Kaufhaus ein exklusives
Hotel gemacht sowie am Frankfurter Tor
und an der Brunnenstraße Gewerbegebäude in hochpreisige Studentenwohnungen

und Apartments mit Komplett-Service umgebaut.
Stellt sich noch die Frage: Ist ein neues Hotel
in der zunehmend touristisch genutzten Innenstadt wirklich die passende Nutzung? Der
Friedrichhain-Kreuzberger Baustadtrat Florian Schmidt sieht am vorgesehenen Standort kein großes Problem: „Die Lindenstraße
ist eine stark befahrene Straße mit vielen
überregionalen Nutzungen – auf den Bürger­
steigen wirkt sie aber oft fast ausgestorben“.
Eine Touristifizierung sei dort nicht zu befürchten. Baurechtlich hätte der Stadtrat al-

lerdings eine Hotelnutzung auch gar nicht
verhindern können. Florian Schmidt fände
es insofern durchaus hilfreich, wenn der
Bezirk die Möglichkeit hätte, zu entschei­den, an welcher Stelle ein Hotel entstehen
kann.“ K

Vor 100 Jahren weltgrößtes
Verwaltungsgebäude
Das 1893 bis 1913 in mehreren Abschnitten
gebaute Geschäftshaus der Victoria-Versicherung zählte einmal zu den größten Verwaltungsgebäuden weltweit. Der Komplex
reichte bis an die Alte Jakobstraße und umfasste zwölf Höfe. Mehr als 3 200 Angestellte haben hier gearbeitet.
Die Versicherung wollte mit einer besonders
prunkvollen Architektur Eindruck machen.
Auch die Haustechnik war seinerzeit imponierend: Es gab eine Zentralheizung, überall
elektrisches Licht und Aufzüge zum Transport von Akten. Im vierten Stock wurde eine
Kantine für unverheiratete Angestellte eingerichtet, und in einem hauseigenen Lebensmittelgeschäft konnten die Mitarbeiter Dinge des täglichen Bedarfs zum Vorzugspreis
einkaufen.
Weniger fortschrittlich war die Personalführung. Jedem Beschäftigten wurde ein bestimmtes Tor zugewiesen, durch das er zur
Arbeit kommen musste. Spezielle Hausin­
spektoren haben die Einhaltung der Haus­
ordnung überwacht. Und die Chefetage
mischte sich sogar ein, wenn ein Angestell­ter
01 | 2019

heiraten wollte: „Wir behalten uns das Recht
vor, bei Verheiratung eines Beamten, dessen
Gehalt noch nicht ausreicht, eine Familie zu
ernähren, die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses von dem Nachweis eines ausreichenden Einkommens abhängig zu machen.“
Im Zweiten Weltkrieg wurden zwei Drittel
der Anlage zerstört. Übrig geblieben ist das
monumentale Gebäude an der Lindenstraße
mit drei Seitenflügeln.
Die Versicherung verlegte nach dem Mauerbau ihren Sitz nach Düsseldorf und verkaufte das Haus 1979. Lange Jahre war hier
die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
untergebracht. Von hier aus wurde auch
die Internationale Bauausstellung 1984/87
(IBA) geplant, für die in der Südlichen Friedrichstadt viele neue Wohnhäuser gebaut
wurden. K

7

REPORT
WEST-ÖSTLICHER
BRÜCKENSCHLAG
das bagdad-forum beweist, dass es im
irak nicht nur krieg und terror, sondern
auch poesie, kunst und theater gibt
Goethe, Schiller und Kant kennt im Irak fast
jeder. Hierzulande dagegen sind wichtige irakische Dichter und Schriftsteller nicht einmal ins Deutsche übersetzt. Weil der Journalist und Filmemacher Isam Al-Yasiri das schade findet und weil er außerdem Exil-Irakern
eine Plattform für den Austausch bieten will,
gründete er 2005 zusammen mit anderen
irakischen Intellektuellen und Kulturschaffenden einen Verein. Seit 2010 heißt er „Bagdad-Forum für Kultur und Kunst“.
Wenn heute in der Kiezstube Gedichte aus
dem Sudan gelesen werden oder man über
arabische Filme diskutiert, dann sind nicht
nur Iraker, sondern Menschen von überall
her zu Gast. Wenn Al-Yasiri erzählt, dann
erfährt man von einem Bagdad, in dem es

KONTAKT
Jeden 2. Dienstag ab
18 Uhr in der Kiezstube,
Mehringplatz 7.
Die Veranstaltungen
sind in arabischer
Sprache mit größtenteils deutscher oder
englischer Übersetzung.
www.bagdad-forum.de

OPERATION
AM OFFENEN
STAUBSAUGER
im repair café werden kaputte
elektrogeräte kostenlos
wieder flott gemacht

»Wenn man
Kreuzberg verlässt, bemerkt
man sofort den
Unterschied:
Woanders wird
weniger gelächelt.«
Isam Al-Yasiri wohnt
seit über 30 Jahren
in der Kochstraße

„Einfach mal gucken, was los ist“, lautet die
Devise – und zwar zusammen mit den Besitzern von Mixern, Toastern, Handy & Co. Denn
mal eben schnell das defekte Gerät abliefern
is‘ nich. „Wir zeigen den Leuten, wie es funktioniert und bieten Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Harald Hüttmann vom Reparier-Team.
„Das macht doch Spaß“, findet Tina, die mit
ihrem kaputten Staubsauger unterm Arm
aus Treptow angereist ist. Zu Hause fehlt
das nötige Werkzeug – und auch die fachliche Anleitung.
Dank einer Finanzspritze aus dem Ak­tions­
fonds des Quartiersmanagements ist der
INFO

eine zwei Kilometer lange Straße nur mit
Buchhandlungen gab. Oder auch davon, dass
er als kleiner Junge noch nicht einmal wusste, dass sein Nachbar auf der Schulbank neben ihm Christ war. Das Wissen um die heute
vielerorts und nicht nur in seiner alten Heimat verloren gegangene Offenheit in reli­
giösen und kulturellen Dingen will er auch
den neu Zugezogenen und Jüngeren vermitteln. K

8

Nicht nur das Repair Café wurde durch den
Aktionsfonds des Quartiersmanagements
Mehringplatz bezuschusst, sondern beispielsweise auch das Winterfest am Mehringplatz,
eine BMX-Graffiti-Aktion und die Büchertaschen für die Lesepaten. Jeder aus dem Kiez,
der eine Idee hat, die das Zusammenleben
der Menschen verbessert, kann bis zu 1500
Euro aus diesem Topf des Förderprogramms
„Soziale Stadt“ beantragen.
Quartiersmanagement am Mehringplatz,
Friedrichstraße 1, Telefon: 39933243,
E-Mail: info@qm-mehringplatz.de,
www.qm-mehringplatz.de

„WIR SIND TEIL DES KIEZES“
der organisationsdirektor des jüdischen
museums hat türkische wurzeln und freude
an einem ehemaligen kirchengebäude
INFO
Bülent Durmus kümmert sich als Organisationsdirektor um das
Gebäudemanagement,
die Sicherheit und die
Informations­technologie. Er ist für die Wei­
terentwicklung der
internen Organisations­
struktur, den Besucherservice, die Besucherforschung und das
Veranstaltungsmanagement zuständig.
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
www.jmberlin.de

» Wir wollen
etwas gegen
die Wegwerfgesellschaft tun
und nebenbei
Leute zusammenbringen.«
Harald Hüttmann

Werkzeugschrank in der Kiezstube gut bestückt, sogar Reparaturlampen sind vorhanden. Zusammen mit einem der ehrenamtlichen Helfer legt Tina ihren Staubsauger auseinander. Nach einer guten halben Stunde
Schrauben, Prüfen und Fachsimpeln ist das
Problem gelöst: Es war das Kabel. Zufrieden
zieht Tina von dannen: „Wäre doch schade
gewesen, den wegzuschmeißen – und außerdem wurde eine Menge Müll vermieden.“
Nicht allen geht es um die Umwelt oder den
Geldbeutel. Häufig kämen auch Leute mit
besonderen Liebhaberstücken, etwa die von
der Großmutter vererbte Stehlampe. Nicht
so gern gesehen sind Drucker und Kaffeevoll­
automaten. Der Grund: zu aufwändig in der
Reparatur und zu wenig Erfolgserlebnisse. K
KONTAKT
Repair Café jeden 1. Montag im Monat in der Kiezstube,
Mehringplatz 7, 16 bis 19 Uhr. Nur mit Anmeldung.

		
		
		
		
		
		
		
		
		
		
		

Muss man jüdischen Glaubens sein, wenn
man für das Jüdische Museum Berlin arbeitet?
Muss man nicht. Bülent Durmus, gebürtiger
Muslim mit türkischen Wurzeln, aufgewachsen in Berlin-Westend, ist seit 19 Jahren beim
Jüdischen Museum Berlin und heute dessen
Organisationsdirektor. Er ist ein Freund interessanter Bauwerke. So ist zum Beispiel das
heute als Galerie genutzte Kirchengebäude
in der Alexandrinenstraße einer seiner Lieblingsorte im Kiez. Auch die Neubauten, die
auf dem ehemaligen Blumengroßmarkt-Gelände entstanden sind, begeistern ihn. Und:
„Dass die einzigartige Halle nicht abgerissen
wurde, sondern nun die W. Michael Blumen­
thal Akademie und das Kindermuseum beherbergt, ist doch großartig.“
Bewusst ist dem Vater dreier Kinder aber
auch, dass diese wichtigen Kulturinstitutio­
nen zu einer Aufwertung des Gebiets führen, die von negativen Erscheinungen begleitet wird: Steigende Mieten und die Gefahr
der Verdrängung sind in der Familie Durmus
durchaus ein Thema – seine Eltern wohnen in
der Neuenburger Straße.
Über das Selbstverständnis des Jüdischen Museums sagt er: „Wir haben 80 Prozent auswärtige Besucher, dennoch verstehen wir uns als
Teil des Gebiets.“ Man habe sich daher auch
gefragt, wie man die direkte Umgebung mehr
ansprechen und sich selbst stärker ins Quartier einbringen kann. Eine der Antworten ist
seine Mitarbeit in der Gebietsvertretung. K

»Ich mag den Mehringplatz und die
Düttmann-Bauten,
aber wohnen
möchte ich hier nicht
– das wäre mir zu
hektisch und zu nah
am Arbeitsplatz. «
Bülent Durmus lebt
mit seiner Familie
in Charlottenburg

E-Mail: repaircafe@kunst-stoffe-berlin.de

01 | 2019

9

HISTORIE
INFO
Über die Geschichte
der SPD-Zentrale und
der Vorwärts-Drucke­rei
in der Lindenstraße 2-4
informieren drei Tafeln
an historischer Stelle,
heute an der Ecke
Lindenstraße/FranzKlühs-Straße.

DER BLUTIGE WEG ZUR
DEMOKRATIE
die südliche friedrichstadt war um die
jahreswende 1918/1919 ein zentrum der
november-revolution

		
		
		
		
		
		
		

10

Monatelang tobte ein Machtkampf in Berlin,
nachdem Deutschland den Ersten Weltkrieg
verloren und Kaiser Wilhelm II. am 9. Novem»Einer muss der
ber 1918 abgedankt hatte. Die Arbeiter- und
Bluthund sein. « Soldatenräte, der Spartakusbund und linke Sozialdemokraten stritten für eine sozia­
Der SPD-Politiker Gustav
Noske über seine Rolle als
listische Räterepublik, während die bürgerOberbefehlshaber der
lichen Kräfte und die Mehrheit der SPD mit
Regierungstruppen im
Hilfe des Militärs eine parlamentarische ReJanuar 1919
publik aufbauen und so schnell wie möglich
zu „geordneten Verhältnissen“ zurückkehren wollten.
Am 25. Dezember 1918 besetzten einige
Spartakisten das Redaktionsgebäude der
SPD-Zeitung „Vorwärts“ in der Lindenstra-

ße 2-4 und druckten hier fortan eine eigene
Zeitung. Bewaffnete Arbeiter und revolutionäre Soldaten besetzten am 5. Januar im Zeitungsviertel weitere Verlage, darunter Mosse und Ullstein, ebenso die Druckerei Büxenstein in der Friedrichstraße 240/241, wo sich
heute der Theodor-Wolff-Park befindet.
Unter dem Befehl des SPD-Politikers Gustav
Noske (SPD) begannen die Regierungstruppen am 10. Januar, den Aufstand brutal niederzuschlagen. Die Besetzer der „Vorwärts“-Redaktion schickten am 11. Januar
fünf Abgesandte in die Dragoner-Kaserne –
wo sich heute das Kreuzberger Finanzamt
befindet –, um mit dem dort stationierten
Regiment Bedingungen für die Übergabe
des Gebäudes auszuhandeln. Man sicherte ihnen freien Abzug zu – und erschoss sie
dann. Das Redaktionsgebäude in der Lindenstraße wurde mit Feldhaubitzen, Kanonen, Maschinengewehren und Flammenwerfern gestürmt, und auch in der Druckerei
Büxenstein waren die mit Karabinern bewaffneten Arbeiter gegen die gegnerische Artillerie chancenlos. Insgesamt haben die Truppen bei der Erstürmung des Zeitungsviertels
156 Spartakisten getötet. Über 300 Gefangene wurden in die Dragoner-Kaserne gebracht
und teilweise schwer misshandelt. Mit der
Ermordung der KPD-Mitbegründer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg durch rechte
Freikorps-Offiziere am 15. Januar fand der
blutige Machtkampf ein vorläufiges Ende.
Am 19. Januar wurde die Verfassungsgebende Nationalversammlung gewählt. Erstmals
in der deutschen Geschichte waren Frauen
zur Wahl zugelassen. Die Sozialdemokratin
Marie Juchacz, einzige Frau in der Nationalversammlung, setzte sich dafür ein, dass die
Gleichberechtigung von Frauen und Männern ohne Wenn und Aber in die Weimarer
Verfassung geschrieben wurde.
Marie Juchacz, die im Dezember 1919 in der
Lindenstraße 2-4 die Arbeiterwohlfahrt gründete und sie bis 1933 leitete, wurde im August 2017 auf der Grünfläche am Gitschiner
Ufer ein Denkmal gesetzt. K

Hallo, Kinder! Ich bin Vicky und ich berichte Euch regelmäßig auf dieser Seite von
meinen Unternehmungen. Heute habe ich einen Super-Tipp für alle, die gerne malen.

Kunstvergnügen mit dem
grünen Feuerdrachen
Wenn mich meine Eltern in eine Galerie
schleppen wollen, dann streike ich. Also:
Was sind das für Kinder, die sich freiwillig
drei Stunden in eine Galerie setzen, um zu
malen? Ich will es herauszufinden und besuche heute das Atelier Bunter Jakob in der Berlinischen Galerie.
Der erste Eindruck ist schon mal gut. Laura Pearsall begrüßt mich freundlich und
zeigt mir den Raum. Es gibt jede Menge Pinsel, Farben, Bänder, Kameras und anderen
Kram. Nach und nach trudeln die Kinder ein.
Amir ist 6 Jahre alt und wohnt in den TempoHomes ganz in der Nähe. Heute will er an seinem Lamellenbild weiterarbeiten. Hä? Lamellenbild? Wie ist er denn auf diese Idee gekommen? Amir sagt, er war vor kurzem mit
Laura und ein paar anderen Kindern in einer
Ausstellung hier in der Galerie gewesen, und
da hat ihm das Lamellenbild von dem Künstler Moriz Melzer so gut gefallen. Beim letzten Mal hat er einen grünen Feuerdrachen
mit Vulkan und Felslandschaft gemacht. Also Leute, ich muss sagen, ich bin echt beeindruckt! Laura, die selber eine richtige Künstlerin ist, sagt, dass eigentlich jeder kreativ

sein kann: „Ihr müsst nur eine Idee haben,
das Handwerkliche kann ich euch beibringen.“ Laura flitzt pausenlos umher, um Schere, Klebeband oder Fön zu reichen. Den
braucht Amir gerade, um sein Lamellenbild
WO UND WANN?
trockenzufönen.
Offenes Atelier Bunter Jakob
Und dann geht die Tür auf und Olive und Friin der Berlinischen Galerie
in Kooperation mit Jugend
da stürmen herein. Die beiden sind Schwesim Museum e.V. für Kinder
tern und sprechen nur englisch. Kein Proab 6 Jahren.
blem für mich. Das kann doch jeder. Die beiAlte Jakobstraße 124-128
Jeden Mittwoch 15 bis 18 Uhr
den Mädchen schnappen sich erst einmal ein
Telefon: 50590771
Tablet aus dem Nebenraum. Ich denke schon,
www.berlinischegalerie.de
die wollen jetzt rumdaddeln, aber nein, sie
suchen nach einer Vorlage. Olive sucht sich
einen Fisch als Motiv aus und zeichnet den
nach. Frida wühlt in einer Kiste mit verschiedenen Materialien und alten Gegenständen.
Da gibt es Weinkorken, Klopapierrollen, Pra- » Ich male auch zu Hause und
im Kindergarten, aber hier
linenschachteln und noch vieles mehr. Frida
fischt ein rosa Hello-Kitty-Täschchen heraus. macht es mehr Spaß.«
Total kitschig! Aber dann malt sie es weiß an
Amir ist regelmäßig mittwochs im
und dekoriert es um, bis es echt cool ausieht. Atelier Bunter Jakob
Also ich muss sagen: Ein bisschen angesteckt
habe ich mich schon mit dem Kunst-Virus.
Das Ganze ist sogar kostenlos, und anmelden müsst ihr euch auch nicht. K

Hey Vicky,
hast Du eine Idee,
was ich machen kann,
wenn es in den Osterferien
mal regnet?
Du könntest dir Fotos anschauen, die andere Kinder
vom Kiez am Mehringplatz gemacht haben. Eine fünfte
Klasse der Kurt-Schumacher-Schule hat sie zusammen
mit einer Fotografin gemacht. Die Kinder haben alles
Mögliche fotografiert, auch sich gegenseitig. Ziemlich lustig,
das Ganze. Die Workshops hat die Fotogalerie Friedrichshain
zusammen mit dem Verein feldfünf angeboten. Die Ausstellung heißt „Jugend fotografiert 2019“. Sie läuft bis Ende April
in der Fotogalerie Friedrichshain am Helsingforser Platz 1.
Ein paar Eindrücke aus den letzten Jahren gibt’s im Internet
auf fotogalerie.berlin/?page_id=125 und dort findest Du auch
die Öffnungszeiten.
Wenn Ihr Fragen an Vicky habt, dann schreibt per E-Mail
an vicky@hnh-presse.de oder per Post an H & H Presse
Büro Berlin, Vicky, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin.
Antwort kommt garantiert.

01 | 2019

11

vorschau

impressum

Was auf dem IG-Metall-Grundstück
an der Neuenburger Straße gebaut
wird, liegt noch im Dunklen. Nur
Büros? Oder Büros und Wohnungen?
Wenn Wohnungen: wie viele? Und
zu welchem Preis? Die SÜDSEITE
wird berichten.

01 | 2019
6. Jahrgang
Erscheinungstermin: 6. April 2019
Herausgeber:
asum GmbH, Kerima Bouali (VisdP)
Sonntagstraße 21
10245 Berlin
Telefon 2934310
info@asum-berlin.de
www.asum-berlin.de

im Auftrag des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
www.sanierung-suedlichefriedrichstadt.de
Gesamtherstellung:
H & H Presse Büro Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin
leserservice@hnh-presse.de
www.hnh-presse.de

Redaktion:
Udo Hildenstab, Birgit Leiß,
Jens Sethmann
Fotografie:
Christian Muhrbeck, Joseph
Devitt Tremblay, GBP Architekten,
Wikimedia
Grafik und Layout:
Kersten Urbanke, Julia Gandras
                            
Top of page

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.