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Periodical volume

Full text: BER aktuell Issue 2013,11 November

November 2013 	

www.berlin-airport.de

Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg
SPRINT zum BER
Die nächsten Schritte
Das BER-Net wird ausgebaut, die
Sprinkler-Anlage im Pier Nord umgebaut, die Brandschutzanlage durch
Siemens fertiggestellt.	
Seiten 2 & 3

Nachbar Flughafen
Haus Dialog-Forum
In der ehemaligen airportworld am
Flughafen Schönefeld wird ein zentraler Anlaufpunkt für die Umlandbürger
geschaffen.	
Seite 6

Im Fokus
Investieren am BER
Die Flughafengesellschaft präsentierte
sich auf der Expo Real, alle zukünftigen Entwicklungsgebiete finden Sie im
Lageplan BER. 	
Seiten 7, 8 & 9

Der Winter kann kommen 128
Flughäfen Schönefeld und Tegel sind gut gerüstet

Zahl des Monats

Destinationen in 47 Ländern werden im Winterflugplan ab Berlin
angeflogen (Stand: 09.10.13). Der
Winterflugplan gilt seit Sonntag, 27.
Oktober 2013. Alle Flüge ab den Flughäfen Schönefeld und Tegel finden
Sie auch auf unserer Internetseite
www.berlin-airport.de.

Kurzmeldungen

Foto: Günter Wicker

→→ Änderung Geschäftsführung

Die Mitarbeiter der Flughafengesellschaft stellen die Räumung der Start- und Landebahnen, der Rollwege, der Vorfelder, der Betriebsstraßen sowie
aller auf der Landseite liegenden Straßen und Gehwege sicher. Die GlobeGround Berlin übernimmt an beiden Standorten die Flugzeugenteisung.

D

ie Flughafengesellschaft hat sich mit
ihren Partnern auch in diesem Jahr
wieder gut auf die Wintersaison vorbereitet. Die Auswertung des letzten Winters hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten sehr gut
funktioniert hat. Der Enteisungskoordi-

nator der GlobeGround Berlin GmbH &
Co. KG wird in diesem Jahr erstmalig an
beiden Flughäfen direkt im jeweiligen
Airport Control Center (ACC) vor Ort sein,
aus dem alle zentralen Flughafenprozesse gesteuert und überwacht werden.
Darüber hinaus wurden neue Fahrzeuge

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für die Pistenkolonne in Dienst gestellt,
die Kapazitäten der Tanklager für Enteisungsmittel am Flughafen Schönefeld
vorsorglich erhöht und eine zusätzliche
Abfertigungs- und Enteisungsposition am Flughafen Tegel zur Verfügung
gestellt.

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Der Aufsichtsrat der Flughafen
Berlin Brandenburg GmbH hat am
23. Oktober 2013 entschieden, Horst
Amann eine neue Aufgabe in der
Flughafengesellschaft hauptamtlich zu übertragen. Er wird die
Geschäftsführung der Flughafen
Energie und Wasser GmbH übernehmen. Die FEW betreibt als 100%-ige
Tochtergesellschaft der Flughafen
Berlin Brandenburg GmbH die Verund Entsorgungssysteme der Flughäfen in Berlin. Damit endet Herrn
Amanns Tätigkeit als Geschäftsführer Technik/BER der FBB.

→→ Neue Bauüberwachung
Seit 1. Oktober ist Ulrich Schröck
als Bereichsleiter Bauüberwachung
BER tätig. Der Diplom Bauingenieur
hat in seiner beruflichen Laufbahn
weltweit zahlreiche Projekte als
Bauleiter/Oberbauleiter, Abteilungsleiter Verkehrsinfrastrukturprojekte und Leiter der Bauüberwachung
erfolgreich begleitet.

→→ Fast 20 Millionen Passagiere
Berlin wächst gegen den Bundestrend weiter. Von Januar bis
September 2013 starteten und landeten 19.820.700 Passagiere an den
Berliner Flughäfen Schönefeld und
Tegel – so viele wie nie zuvor. Das
ist ein Zuwachs von vier Prozent
gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
In Schönefeld wurden in den ersten
neun Monaten des Jahres 5.052.111
Passagiere registriert (-6,9 Prozent),
in Tegel waren es 14.768.589 Fluggäste (+8,3 Prozent).

→ SPRINT zum BER

Editorial
Liebe Nachbarn!
Abgesehen von der Standard-Frage, wann nun endlich der BER
eröffnet wird, ist der Schallschutz das Thema, das in den Gemeinden
rund um Schönefeld die meisten Menschen interessiert.
Das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg, nachdem innerhalb des Tagschutzgebietes tagsüber ein Lärmpegel von 55
Dezibel nicht überschritten werden darf, hat nun dazu geführt, dass
die von uns beauftragten Ingenieurbüros eine zweite Bestandsaufnahme vornehmen müssen. In rund 1.700 Wohneinheiten hat
diese bisher stattgefunden. Wo die Ingenieurbüros in den nächsten
Monaten unterwegs sein werden, können Sie auch unserer Internetseite entnehmen. Ab Anfang 2014
werden wir Sie dann, wenn nötig,
zusätzlich wegen der Ermittlung
des Verkehrswertes Ihrer Immobilie kontaktieren. Denn der extrem
anspruchsvolle Lärmschutz lässt sich
nicht in jedem Haus innerhalb der
Höchstkostengrenze realisieren, die
bei 30 Prozent des Verkehrswertes
liegt. Wenn das der Fall ist, erhalten
Haus- und Wohnungseigentümer
eine Entschädigung in Höhe von 30
Prozent des Verkehrswertes ihrer Immobilie. Einzelheiten dazu
finden Sie auf Seite 7 dieser Ausgabe von „BER aktuell“.
Wir informieren Sie aber auch über den neuesten Stand der Baumaßnahmen. Beispielsweise darüber, wie die Datenautobahn
BER-NET aufgerüstet wird, dass die Brandschutzanlage im Terminal
und die Sprinkleranlage im Nordpier umgebaut werden. Sie erfahren außerdem, dass Germanwings im Winter erstmalig ab Tegel
nach Ankara und Istanbul fliegt und dass Germania nur noch von
Schönefeld aus startet.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Ihr

Hartmut Mehdorn
Vorsitzender der Geschäftsführung
der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Impressum
Herausgeber
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
in Kooperation mit
ELRO Verlagsgesellschaft mbH
Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen
( +49 33 75 24 25 0 / www.elro-verlag.de
Chefredaktion
Ralf Kunkel, Vesa Elbe
( +49 30 6091-70100
V.i.S.d.P.: Ralf Kunkel, Vesa Elbe

Redaktion
Jörg Kobs, Verena Heydenreich,
Nicole Dapper, Friederike Herold,
Rosemarie Meichsner, Peter Lehmann,
Jochen Heimberg, Oliver Kossler,
Peter Hauptvogel, Nancy Schultz, Ralf
Wagner, Sandro Kupsch,
Manfred Tadra
( +49 33764 5059-61
m.tadra@elro-verlag.de
Verantwortlich für Anzeigen
Jörg Kobs
( +49 175 167 43 38
j.kobs@elro-verlag.de

November 2013

Sprint zum BER

Lösungen gefunden
Die nächsten Schritte zum Flughafen
Berlin Brandenburg
Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH startet weitere Planungen und Restbauarbeiten, die für die Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg
nötig sind. Dazu gehören:
•	 der Ausbau des BER-NET
•	 der Umbau der Entrauchungssteuerung
•	 die vorbereitenden Planungen für bauliche Anpassungen einzelner
Entrauchungsanlagen im Fluggastterminal
•	 Planung und Koordinierung der Bauleistungen von Siemens
und weiteren Firmen
•	 der Bau der Sprinkleranlage für das Pier Nord am BER
•	 bauliche Restleistungen im Pier Nord und im Fluggastterminal

Siemens baut
Brandschutzanlage um
Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und Siemens
haben am 15. Oktober 2013
einen Vertrag zum Umbau der
Entrauchungssteuerung des
BER unterzeichnet. Mit dem
Vertrag wird das bisherige
Auftragspaket von Siemens
am BER erweitert: Neben der
Ansteuerung der von Drittfirmen gebauten maschinellen
Entrauchungsanlagen (z.B.
Entrauchungskanäle, -ventilaArbeiten an den Kabeltrassen sind Voraussetzung,
dass Siemens die Entrauchungssteuerung umbauen
toren und -klappen) wird die
kann.
Siemens-Steuerungstechnik
künftig auch die Nachströmung von Frischluft im Brandfall steuern. Der Umbau ist nötig geworden, da
sich die Steuerung von Teilen der von Drittfirmen gebauten Brandschutzanlage bei Praxistests (sogenannten Heißgasrauchversuchen) als nicht umsetzbar
erwiesen hatte. Die Vertragsunterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein bei
der Realisierung des BER.
Aufgrund der Änderungen an der Anlage müssen im Terminal Kabel zu
Frischluftklappen, Rauchschutzvorhängen und Fenstern neu gelegt werden.
Die Arbeiten von Siemens können erst starten, sobald Vorarbeiten der technischen Gebäudeausrüstung und an den Kabeltrassen von dafür beauftragten
Firmen erfolgt sind. Die erweiterte Entrauchungssteuerung wird im Anschluss
an die Installation neu programmiert und gemeinsam von Experten des BER
und Fachleuten für die Brandschutzanlage getestet, bevor sie in Betrieb gehen
kann. Die nach dem bisherigen Brandschutzkonzept installierte und funktionsfähige
Brandmelde| www.akb-law.de
anlage von
Bosch bleibt
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der Frischluftzufuhr) bei
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Foto: Günter Wicker

→ 2 | BER aktuell

→ 3 | BER aktuell

→ SPRINT zum BER

November 2013

Sprint zum BER

Grünes Licht für das BER-NET
externen Nutzern an das BER-LAN hat gezeigt, dass
die durch Dritte an das Netzwerk gestellten Anforderungen zur Ankopplung von Endgeräten bzw.
die Durchschaltung ganzer Kundennetze sich seit
der Planung der bestehenden Netzwerktechnik
massiv geändert haben und einen Paradigmenwechsel erfordern. Es wird auf eine sogenannte
Carrier-Technologie umgebaut, die eine strikte
Trennung der einzelnen Nutzer ermöglicht und
verhindert, dass Störungen in einem Kundennetzwerk Auswirkungen auf andere Kunden oder die
Systeme des Flughafens haben. Die Umbauarbeiten
werden in Kürze beginnen.

Foto: Fotolia, Heiko Barth

Der Aufsichtsrat hat in seiner September-Sitzung
elf Millionen Euro für die zentrale Flughafen-Datenautobahn bewilligt. Damit wird das BER-LAN zu
einem BER-NET ausgebaut. Ein Stresstest in einer
eigens in den USA aufgebauten Testumgebung
hatte im August ergeben, dass es bei der Systemstabilität des Netzes angesichts der seit Baubeginn
gestiegenen Kapazitätsanforderungen noch Defizite gibt.
Nach gegenwärtiger Planung sollen auf dem
Datennetz rund 360 Einzelsysteme von Airlines,
Dienstleistern, Behörden und sonstigen Flughafennutzern störungsfrei laufen. Die Aufschaltung von

Pier Nord erhält autarke Sprinkleranlage
Die Sprinkleranlage am Flughafen
BER wird umgebaut. Die Genehmigungsbehörden hatten die Dimension der Anlage in ihrer Abhängigkeit
von lediglich zwei Befüllstationen
(Sprinklerzentralen) bemängelt.
Daher hatte die Flughafengesellschaft die Entscheidung getroffen,
das Konzept einer zentralen Sprinklerung zugunsten einer dezentralen,
redundanten Sprinklerung mit drei
Einzelkreisläufen aufzugeben.
Pier Nord und Süd werden nunmehr
jeweils mit autarker Sprinklerzentralentechnik ausgestattet und
erhalten hierfür zusätzliche Sprinklerpumpenzentralen mit ergänzen-

den Leitungssystemen, Wasserbevorratungen
sowie Alarmierungs- und Steuerungstechnik.
Damit ist die Genehmigungsfähigkeit der
Brandschutzanlage sichergestellt.
Zunächst wird die Sprinkleranlage für Pier
Nord fertiggestellt, später für Pier Süd. Die im
Mainpier bereits eingebaute Anlage behält ihre
volle Funktionsfähigkeit.

Foto: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Die Baugenehmigung für die neue Sprinklerzentrale für das Pier Nord wurde im
Oktober 2013 erteilt, die Bauarbeiten haben begonnen.

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→ 4 | BER aktuell

→ Airport & Airlines

November 2013

Neues aus der Luftfahrt

In der Türkei dem Winter entfliehen
Germanwings fliegt neu nach Ankara und Istanbul
Die Airline Germanwings, Tochtergesellschaft der Lufthansa, fliegt im Winter
zwei neue Ziele in der Türkei an. Ab 2. November 2013 startet die Airline vom
Flughafen Tegel immer samstags nach Ankara. Ab dem 5. November wird
zudem zweimal in der Woche von Tegel aus der Istanbuler Flughafen Sabiha
Gökcen angeflogen.
Istanbul ist mit mehr als 13 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Türkei.
Die Meeresenge Bosporus teilt die Stadt in einen europäischen und einen
asiatischen Teil – ein Phänomen, das weltweit einzigartig ist. Istanbul bietet
eine Fülle an Kulturdenkmälern, darunter die berühmte Hagia Sophia und die
Süleymaniye-Moschee. Während Istanbul für Kultur, Mode und Lebenslust
steht, ist die Hauptstadt Ankara das politische Zentrum des Landes. Besonders
sehenswert ist das in einem ehemaligen osmanischen Basar untergebrachte
Museum für anatolische Zivilisationen.

Worte auf den Weg
Liebe Leserin, lieber Leser,
Bei der Vorbereitung für diesen Beitrag fiel mir ein Gebet ein, das ich Ihnen nicht
vorenthalten möchte:
„Es kommt nie etwas so schön, wie man es erhofft.
Es wird nie etwas so schwer, wie man es fürchtet.
Es kommt immer alles anders als man es erwartet.
Aber es geschieht alles so, wie es am besten für den ist, den es trifft.
Verlass den da droben nicht, er wird auch dich nicht verlassen!“
(Gebet eines sterbenden Bauern aus Südtirol)
Was hat das mit dem Flughafen zu tun? Es gehört schon eine gehörige Portion
Gottvertrauen dazu, dass wir unsere Zukunft so optimistisch sehen. Als Kirche
und als Gläubige sollten wir dieses Vertrauen haben. Aber wie sieht es aus mit
Einrichtungen wie der Flughafengesellschaft und ihren Verantwortlichen –
haben die so eine Zuversicht in die Zukunft, oder ist das
dann Zweckoptimismus?
Ich unterstelle den Verantwortlichen für den Bau des
BER den guten Willen, den Bau so voranzubringen, dass
er einmal auch den Passagieren dient – und ich hoffe,
dass sie auch die betroffenen Menschen im Umland des
Flughafens im Blick haben, die unter dem unvermeidlichen Fluglärm leiden werden. „Unvermeidlich“ klingt
hart, ist aber eine Tatsache – es geht nun darum, die
Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten. Das
Abwägen von ökonomischem Kalkül und bestem Schutz
der Betroffenen ist nicht leicht und kann leicht als Dilemma angesehen werden.
Vielleicht kann ich als Seelsorger einfach dazu raten, mehr Vertrauen in den guten Willen der Verhandlungspartner zu setzen, mehr aufeinander zu hören und
so zu einem guten Kompromiss zu gelangen, der für beide Seiten gut ist.
Das Gebet aus Südtirol kann eine solche Gelassenheit fördern, die ich allen
wünsche,
Ihr
P. Wolfgang Felber sj
(Flughafenseelsorger)

Foto: Günter Wicker

Neues aus der Luftfahrt

Komfortabler nach Doha
Qatar Airways kommt der gestiegenen Nachfrage auf der Strecke Berlin –
Doha nach und setzt ab dem 1. Dezember 2013 auf allen sieben Flügen pro
Woche anstelle eines Airbus A320 das Großraumflugzeug Airbus A330-200 ein.
Der A330 bietet in einer Zweiklassenkonfiguration bis zu 248 Sitzplätze in der
Economy Class sowie bis zu 24 Sitzplätze in der Business Class. Die Kapazitäten
werden somit nahezu verdoppelt. An Bord haben Passagiere aller Klassen über
den individuellen Bildschirm Zugang zu einem interaktiven EntertainmentSystem, das über 1000 verschiedene Unterhaltungsoptionen on-Demand
bereithält. Weitere Informationen zu Qatar Airways gibt es im Internet auf
qatarairways.de.

Lufthansa Flottenerneuerung
Die Lufthansa gab im September bekannt, dass sie 59 Langstreckenflugzeuge
geordert hat. Dabei wurde ein Mix aus Flugzeugen der beiden Hersteller Boeing und Airbus gewählt. 34 Boeing 777-9X und 25 Airbus A350-900 wurden bestellt, um bis 2025 die alten Boeing 747-400 sowie Airbus A340-300 der Airline
Gruppe abzulösen. Die ersten Auslieferungen sollen bereits 2016 erfolgen. Die
Lufthansa Gruppe verspricht sich davon vor allem Einsparungen beim Treibstoffverbrauch sowie die Vereinheitlichung der konzernweiten Langstreckenflotte. Die Investition hat gemessen an den offiziellen Listenpreisen einen
Gesamtwert von 14 Milliarden Euro, wobei jedoch hohe Rabatte üblich sind.

Was bedeutet eigentlich…?

MTOM
steht für „Maximum Take Off Mass“ (auch: MTOW für „Maximum Take Off
Weight“) und bezeichnet das gesamte Höchstgewicht eines Flugzeugs beim
Start inkl. Eigengewicht, Treibstoff und Beladung. Dieser Grenzwert stellt
sicher, dass der Triebwerksschub ausreicht, um das Flugzeug auf der Startbahn abheben zu lassen. Ausgewählte Beispiele: Airbus A320 → ca. 78 Tonnen,
Boeing 737-800 → ca. 79 Tonnen, Boeing 787-8 → ca. 228 Tonnen, Airbus A380 →
ca. 560 Tonnen (entspricht ca. 400 Autos).

→ 5 | BER aktuell

→ Airport & Airlines

November 2013

Neues aus der Luftfahrt

Bye Bye Tegel – Hello Schönefeld
Bereits im Juli 2013 zog die Fluggesellschaft Germania vom bisherigen
Standort Tegel zum Flughafen Schönefeld. Dort betreibt die Germania
Technik Brandenburg, ein Tochterunternehmen der Germania, gemeinsam mit airberlin einen Wartungshangar. Durch den Umzug vom
Norden in den Süden Berlins sollen kostenintensive Doppelstrukturen
bei Technik und Wartung abgebaut werden. Mit der Konzentration des
Flugbetriebes an einem Standort vermeidet die Fluggesellschaft zudem
Positionierungsflüge zwischen den beiden Airports. Ab 1. November
startet Germania nun vom Flughafen Schönefeld. Die unabhängige Fluggesellschaft mit Sitz in Berlin bietet sowohl Linien- als auch Charterflüge
zu ausgewählten Zielen in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Ihr
Streckennetz umfasst gegenwärtig über 50 internationale Destinationen.
Neben den Kanarischen Inseln, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten, fliegt die Germania auch im Winter weiterhin nach
Beirut. Ab Mitte Dezember steuert sie außerdem zweimal pro Woche
nonstop die Hauptstadt Mazedoniens Skopje an.
Tickets zu allen Reisezielen sind im Internet unter www.flygermania.de
oder telefonisch unter 01805 - 737 100 (0,14 €/Minute aus dem deutschen
Festnetz, max. 0,42 Euro/Min. aus dem dt. Mobilfunk) sowie im Reisebüro erhältlich.

Foto: Germania

Germania startet ab sofort aus Berlins Südosten

Germania startet nach ihrem Umzug von TXL nach SXF ab November vom Flughafen Schönefeld.

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→ 6 | BER aktuell

Veranstaltungen

„Wir wollen zeigen, dass wir uns als Regionaler
Wachstumskern Schönefelder Kreuz gemeinsam
mit der Arbeitsagentur auf den Weg begeben haben, etwas Neues zu tun und gemeinsam darum
kämpfen, dass Ausbildung und Fachkräftesicherung mit den
Netzwerkpartnern
besser koordiniert
werden.
Wir möchten dazu
beitragen, dass die
Arbeitgeber entsprechende Arbeitskräfte
finden und die Arbeitnehmer sollen ihre Ansprechpartner kennen.
Das geht nur, wenn Kommunen und Arbeitsagentur eng zusammen-arbeiten.“
Dr. Udo Haase, Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld, bei der Vorstellung der Broschüre zum PersonalService Schönefelder Kreuz

→ Nachbar Flughafen

November 2013

Umland

Neuer Name gefunden
Das unabhängige Bürgerberatungszentrum heißt
ab sofort „Dialog-Forum Flughafenregion “
In einer der letzten Ausgaben der BER aktuell berichteten wir, dass in der ehemaligen airportworld am
Flughafen Berlin-Schönefeld ein unabhängiger und
zentraler Anlaufpunkt für
die Umlandbürger geschaffen wird. Dieses Haus
bekommt nun einen offiziellen Namen: „Dialog-Forum
Flughafenregion“
Die Entstehung und Etablierung dieses Hauses ist ein
wesentliches Ergebnis und
der Erfolg der Arbeit des
Dialogforums Airport Berlin
Foto: Friederike Herold, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Brandenburg. Im Rahmen
dessen wurde die NotwenAm neuen „Dialog-Forum Flughafenregion“ laufen die Umbauarbeiten. Das Gebäude der ehemaligen airportworld bekommt unter
digkeit einer unabhängigen
anderem einen neuen Anstrich.
Anlaufstelle angeregt und
die Einrichtung des Nachbarschaftshauses erfolgreich voran getrieben. Das Dialogforum
selbst ist ab sofort auch dort angesiedelt. Weitere Informationen darüber folgen in den
nächsten Ausgaben der BER aktuell.
Fluglärm

Fluglärmbericht 2012
Infos zu allen Messstellen
Die Zahl besonders lauter Flieger hat sich in Berlin seit 2008 mehr als halbiert – dies ist
eines der Ergebnisse des soeben erschienenen Fluglärmberichts 2012 der Flughafengesellschaft.
Um eine aussagekräftige und vergleichbare Messgröße für Fluglärm zu erhalten, werden
die einzelnen Lärmereignisse in einen Dauerschallpegel umgerechnet. Im Vergleich zu den
Vorjahren ist dieser in Schönefeld tags leicht und nachts deutlich zurückgegangen. Der
Dauerschallpegel in Tegel ist im Vergleich zum Vorjahr tagsüber etwa konstant geblieben,
hat sich für den Nachtzeitraum jedoch erhöht. Dies ist auf nächtliche Flüge zurückzuführen, die eigentlich am BER geplant waren und durch die Verschiebung der Eröffnung in
Tegel abgewickelt werden mussten.
Unter dem Strich beeinträchtigt Fluglärm nur wenige Bewohner der Region Berlin Brandenburg. Dies zeigt ein Vergleich der Belastung der Bewohner Berlins und angrenzender
Gemeinden durch Auto, Bahn und Flugzeug. Hier waren 2012 nachts zu Hause 544.000
Menschen einem Dauerschallpegel größer als 55 Dezibel ausgesetzt, der durch Autoverkehr verursacht wurde. 72.000 Menschen waren Lärm ausgesetzt, der vom Bahnverkehr
ausging. Nur 13.000 Menschen wurden von Fluglärm
beeinträchtigt, der einen Dauerschallpegel von 55 Dezibel
überschritt.
Für jede der 19 stationären Messstellen können Interessierte detailliert die gemessenen Dauerschallpegel sowie
die Häufigkeit der gemessenen Maximalpegel nachlesen.
Die FBB veröffentlicht den Fluglärmbericht erstmals in
dieser umfangreichen und anschaulichen Fassung.
Der Fluglärmbericht steht ausschließlich online zur Verfügung unter
www.berlin-airport.de > Nachbarn > Lärm > Fluglärm
und Flugrouten (rechte Spalte)

→ 7 | BER aktuell

→ Nachbar Flughafen

November 2013

Mein Arbeitsplatz am Flughafen

Verkehrswertermittlung
startet 2014
Leitfaden für einheitliche Vorgehensweise in Arbeit
Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH setzt für die anspruchsberechtigten Anwohner des BER
Schallschutzmaßnahmen um. Die Kosten für die notwendigen Maßnahmen können unterschiedlich
hoch ausfallen und sind von verschiedenen Faktoren (Lage des Objektes, Nutzung der Räume, Außenlärmpegel, etc.) abhängig. Sollte festgestellt werden, dass die Kosten für die Schallschutzmaßnahmen
mehr als 30 Prozent des Verkehrswertes des Objektes betragen, sieht der Planfeststellungsbeschluss
eine finanzielle Erstattung in dieser Höhe vor.
Um festzustellen, ob Schallschutzmaßnahmen im Rahmen dieser 30%-Regelung möglich sind, ist
ein Verkehrswertgutachten notwendig. Dies betrifft mehrere tausend Objekte im Umland des BER.
Daher läuft derzeit eine europaweite Ausschreibung zur Durchführung der Verkehrswertermittlungen. Sobald diese abgeschlossen ist, wird mit der Arbeit begonnen. Nach aktuellen Planungen wird
dies ab Anfang 2014 der Fall sein und dann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Jene Anwohner,
bei denen eine Verkehrswertermittlung notwendig ist, werden wir direkt kontaktieren.
Die Flughafengesellschaft möchte sicherstellen, dass es bei der Beauftragung, Erstellung und Qualitätssicherung der Verkehrswertgutachten für alle Gutachter eine nachvollziehbare und einheitliche
Vorgehensweise gibt. Das Schallschutzteam möchte hier den Dialog suchen und möglichst viel Transparenz schaffen. Deswegen wird derzeit an einem Leitfaden gearbeitet, welcher den Bürgermeistern
der Umlandgemeinden bereits vorgestellt und im Rahmen des Dialogforums am 15. Oktober besprochen wurde. Derzeit prüft das Schallschutzteam, was sich von den konstruktiven Vorschlägen und
Anregungen aus den Umlandgemeinden umsetzen lässt.

Diesmal: Feuerwehrfrau Flughafenfeuerwehr
Kathleen Rohmann arbeitet als Feuerwehrfrau bei der
Flughafenfeuerwehr SXF der Flughafengesellschaft und
ist an den Flughäfen Schönefeld und Berlin Brandenburg
im Einsatz. Nur einer von vielen spannenden Arbeitsplätzen, an denen sich Flughafenluft schnuppern lässt.
Mein Arbeitsalltag:

Ich arbeite im 24-Stunden-Wechselschichtdienst entweder auf der Feuerwache Nord in SXF oder auf der
Ostwache am BER. Für Feuereinsätze jeglicher Art bei
Bränden, Verkehrsunfällen oder Sturmschäden stehe
ich 24 Stunden zur Verfügung. Um bei dieser vielseitigen und körperlichen Arbeit fit zu bleiben, haben
wir täglich genug Zeit für Dienstsport.
Mein Weg in den Beruf:

Mein Interesse für die Feuerwehr begann sehr früh.
Bereits seit meinem 11. Lebensjahr gehöre ich der
freiwilligen Feuerwehr an. Nach meinem dualen
Studium Maschinenbau/Konstruktion machte
ich eine einjährige Ausbildung für den gehobenen
feuerwehrtechni schen Dienst und schloss diese als
Brandoberinspektorin ab. Seit Weihnachten 2012 bin
ich als Einsatzkraft bei der Flughafenfeuerwehr am
BER tätig.

Real Estate Management

Investieren am BER
Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
präsentiert sich auf der Expo Real

Tätigkeit:

Foto: Runze & Casper Werbeagentur GmbH

Anfang Oktober präsentierte sich die Flughafen
Berlin Brandenburg GmbH
auf der Expo Real 2013, der
16. Internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen,
in München. Die Flughafengesellschaft ist der
größte Anbieter qualifizierter Gewerbeflächen im
direkten Flughafenumfeld
auf Berliner und Brandenburger Seite. Das Portfolio
umfasst verschiedene Entwicklungsgebiete mit einer Gespräch am Messestand auf der Expo Real. Im Medientisch finden sich umfangreiche
Informationen zu den Entwicklungsquartieren am BER mit vielen Fotos.
Gesamtfläche von rund
2,9 km2 Nettobauland, die
sowohl auf dem Gebiet des Flughafens
als auch außerhalb des Sicherheitszaunes liegen und ganz unterschiedliche
Einen kurzen Imagefilm zum Investitionsstandort finden
Lagequalitäten aufweisen. Für nahezu
Sie in unserer Mediathek:
alle Nutzergruppen wie z.B. Büro, Hotellerie, Freizeit, Kongress und Konferenz,
Der Lageplan BER zeigt
Gewerbe, Logistik und Light Manufactualle Entwicklungsflächen
ring sowie flughafenspezifische Dienstauf, S. 8 & 9
leistungen können entsprechende
Grundstücke angeboten werden.

→ Infos

Kathleen
Rohmann

Quelle: privat

Schallschutzprogramm BER

Mitarbeit im vorbeugenden Brandschutz (baulich,
organisatorisch und anlagentechnisch) und im abwehrenden Brandschutz; Führen, Bedienen, Warten
und Pflegen der mobilen Fahrzeugtechnik; Mitarbeit
im Feuerwehr -Trainings- und Ausbildungszentrum
(FTAZ); Mitarbeit bei der technischen Hilfsleistung und
Unterstützung des Winterdienstes
Voraussetzungen:
Abgeschlossene Ausbildung möglichst im technischen
Bereich sowie B1 Ausbildung im feuerwehrtechnischen Dienst einer Berufsfeuerwehr; Bereitschaft zur
Ausbildung zum Maschinisten, zur flughafenspezifischen Ausbildung und zum Rettungssanitäter; Sprechfunkzeugnis; gesundheitliche Eignung insbesondere
Tauglichkeit gemäß G26.3 der Berufsgenossenschaft
und jährliche Prüfung auf der Atemschutzstrecke;
Führerschein Klasse CE; Grundkenntnisse der Organisation, der Abläufe, der Prozesse, der Richtlinien
und der Gesetze; Winterdienstspezifische Kenntnisse
und das Bedienen von Spezialtechnik (Führen von
Räumfahrzeugen); Englischkenntnisse; Einsatz im
24-Stunden-Dienst; Mobilität, Kommunikations- und
Teamfähigkeit
→ Wer sich für einen Job an den Flughäfen Schönefeld,
Tegel und am BER interessiert, findet alle aktuellen
Stellenausschreibungen unter www.berlin-airport.de >
Unternehmen > Jobs & Karriere

→ 8 | BER aktuell

→ Im F

Fokus

November 2013

→ Aktuelles aus der Region

November 2013

Regionaler Arbeitsmarkt

Fachkräftesicherung
als zentrale Aufgabe
Neue Broschüre zum Personalservice
Schönefelder Kreuz
Dr. Udo Haase, Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld und Sprecher des RWK
Schönefelder Kreuz, Dr. Lutz Franzke, Bürgermeister der Stadt Königs Wusterhausen,
Dr. Uwe Malich, Bürgermeister der Stadt
Wildau und Heinz-Wilhelm Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur
für Arbeit Cottbus, haben eine Broschüre
vorgestellt, in der alle aktuellen Informationen rund um den Personal-Service
Schönefelder Kreuz zusammengefasst sind.
Das Heft beinhaltet Wissenswertes für Arv.l.n.r.: Dr. Uwe Malich, Dr. Udo Haase, Silvia Sahanic,
Heinz-Wilhelm Müller, Dr. Lutz Franzke
beitnehmer
und Arbeitgeber, die den Service der „one stop-agency“ nutzen wollen. Informationen zum Fachkräftebedarf am Flughafen in Schönefeld
und in dessen Umfeld sowie Ansprechpartner für Interessenten
werden in dieser Ausgabe benannt.
Heinz-Wilhelm Müller hob hervor, dass aus den Kommunen des
Regionalen Wachstumskerns monatlich ca. 200 Stellenangebote bei der Arbeitsagentur eingehen. „Wir wollen durch gute
Angebote verhindern, dass Menschen unsere Region verlassen.
Deshalb denken und arbeiten wir vernetzt, um dieses Problem zu
lösen. Eines darf nicht passieren: Wir bekommen das Geschenk
eines Flughafens, eines Jobmotors und sind nicht in der Lage, die
Stellen zu besetzen. Wir sind fest entschlossen, dass das nicht
passiert", so Heinz-Wilhelm Müller weiter.
Wildaus Bürgermeister Dr. Uwe Malich hob hervor, dass die Aufgabe der Fachkräftesicherung eine strategische Aufgabe sei. Es
zeichne sich auf der Grundlage der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung in der Region ein zunehmender Fachkräftemangel ab. „Deshalb müssen wir schon jetzt darauf reagieren, u.a. durch die rechtzeitige Orientierung der Schüler auf das
Berufsleben.“ Und: Es muss erreicht werden, dass die Fachkräfte,
die in der Region ausgebildet werden auch in der Region bleiben.
Hier muss ein Umdenken auch in den Unternehmen stattfinden,
z.B. bei der entsprechenden Entlohnung“, so Dr. Malich.
Ab dem kommenden Jahr wird es Beratungsstellen der Arbeitsagentur in den einzelnen Rathäusern für die Arbeitsuchenden
und die Unternehmer
geben. Und so bald
es einen belastbaren
Eröffnungstermin für
den Flughafen gibt,
wird es entsprechende Ausbildungs- und
Stellenbörsen geben.
Der Sitz des PersonalService Schönefelder
Kreuz befindet sich im
Berlin-Brandenburg
Airport-Center (BBAC),
in der FlughafenAgentur Berlin Brandenburg der Agentur
für Arbeit Cottbus,
Willy-Brandt-Platz 2,
12529 Schönefeld.
Foto: Manfred Tadra

→ 10 | BER aktuell

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November 2013

Tourismus und Freizeit

Masterplan für das
Umfeld des BER
Sechs Kommunen des Landkreises Dahme-Spreewald beteiligen sich in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband
Dahme-Seen e.V. an der Erstellung eines
Masterplans für die Tourismusentwicklung im Umfeld des Großflughafens BER.
Teilnehmer an dieser Studie sind die
Städte Königs Wusterhausen, Mittenwalde und Wildau sowie die Gemeinden
Zeuthen, Eichwalde und Bestensee.
Neben den Chancen und Risiken für die
Tourismuswirtschaft am Rande eines
Großflughafens wird mit diesem Projekt
auch die Fragestellung bearbeitet, wie
die Kommunen vom neuen Flughafen
profitieren können. Mit der Erstellung des
Masterplans wurde im April 2013 die dwifConsulting GmbH mit dem Team um Prof.
Dr. Matthias Feige beauftragt. Das Berliner
Büro des dwif ist auf Beratungsleistungen
in der Tourismus- und Freizeitbranche
spezialisiert. Die Fertigstellung ist für November dieses Jahres vorgesehen.
Seit April hat das dwif bereits umfangreiche Recherchen und Gespräche durchgeführt. Mit einer Stärken-Schwächen-Potenzial-Analyse liegt auch schon eine erste
Zwischenbilanz vor. Insbesondere dem
Geschäfts- und Tagungstourismus wird
darin ein hohes Potenzial bescheinigt, wie
in einem Workshop mit wichtigen Akteuren deutlich wurde. Auch die strategische

Foto: Manfred Tadra

LDS-Kommunen erarbeiten Maßnahmen
für Tourismusentwicklung

Weiterentwicklung im Rad-, Wasser- und
Wandertourismus wurde mit Partnern
aus der Wirtschaft und den Kommunen
diskutiert. Als traditionelle Ausflugsziele
der Berliner und als Wohnstandorte mit
Wachstumstendenzen können die sechs
Kommunen mit einer steigenden Zahl von
Tagestouristen rechnen.
Die erarbeiteten Perspektiven sollen die
Kommunen in ihrer touristischen Arbeit
stärken und gemeinsame Projekte zur Entwicklung der Freizeitinfrastruktur der unmittelbaren Anrainer des Großflughafens
befördern. Die Ergebnisse des Masterplans
werden im Januar den jeweiligen Stadtverordneten, Gemeindevertretern und weiteren interessierten Bürgern vorgestellt.
—— PM WFG

→ 12 | BER aktuell

→ Freizeit

November 2013

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Erste Büromieter auf gatelands
Die Projekta Rotberg GmbH & Co. KG hat mit der
S.A.T. Fluggesellschaft mbH, ein Schwesterunternehmen der Germania Fluggesellschaft mbH,
einen langfristigen Mietvertrag über eine Bürofläche im neuen B&B Hotel Berlin Airport im
gatelands Businesspark Kienberg geschlossen. Die
S.A.T. Fluggesellschaft mbH plant zum 15. Novem-

ber 2013 in die Straße „Am Flughafen 21“ zu ziehen
und verlegt damit ihren bisherigen operativen
Standort in Waltersdorf in die unmittelbare
Nachbarschaft des zukünftigen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt, BER.
Das B&B Hotel Berlin Airport hat im März 2013
seinen Betrieb aufgenommen. Der abgeschlossene

Mietvertrag bezieht sich auf eine Teilfläche der
Gewerbeeinheit.
Mit dem neuen B&B Hotel wurde das erste Hotelprojekt auf gatelands eröffnet.
gatelands im Businesspark Kienberg ist mit einer
Gesamtfläche von circa 100.000 m² in achtzehn
Bauabschnitte unterteilt. Hier sollen in den kommenden Jahren Bürogebäude für Dienstleister und
flughafennahe Unternehmen sowie drei Hotels
verschiedener Kategorien entstehen.

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Schöner Wohnen in Schönefeld
Familienfreundliche Reihenhäuser entstehen
im Südosten Berlins, unweit des Ortzentrums
Schönefeld. Die Gemeinde verfügt über eine gute
Infrastruktur mit Grund- und Gesamtschule,
sowie zwei Kitas. Freizeitanlagen und zahlreiche
Radwege laden zum Erholen ein. Hier baut die
NCC Deutschland GmbH in der Rudower Chaussee
großzügige Reihenhäuser, die ideal für Familien
und Paare sind. Massiv gebaut, solide und wertbeständig, auf einem komplett erschlossenen
Grundstück. Die Häuser werden schlüsselfertig,
mit Solaranlage und Fußbodenheizung sowie mit
sämtlichen Maler- und Bodenarbeiten übergeben.

Auch die Terrasse gehört zur Ausstattung, ebenso
wie sämtliche Wegearbeiten. Von NCC bekommen
Sie Ihr Haus mit Grundstück aus einer Hand zum
Festpreis, ohne weitere Baukosten. Die beiden Reihenhaustypen mit und ohne Dachterrasse verfügen über zwei Vollgeschosse und bieten zwischen
130 und 140 Quadratmeter Wohnfläche mit jeweils
4 oder 5 Zimmern. Bei einer Grundstücksgröße von
137 bis 285 m² können Sie in Zukunft Ihre Freizeit
im eigenen Garten genießen.

→ Infos

Ansprechparter:
NCC Deutschland GmbH
Am Nordstern 1, 15517 Fürstenwalde
Telefon: 0800 670 80 80 (kostenfrei)
Projektadresse:
Rudower Chaussee, 12529 Schönefeld (ca. 300 m von
der Schwimmhalle Schönefelder Welle, in Richtung
Rudow)
Beratung vor Ort:
Jeden Sonntag 11-13 Uhr und nach Vereinbarung

Lassen Sie sich überraschen, was unsere Häuser
alles zu bieten haben.

Schöner leben in Schönefeld!
In Schönefeld bauen wir im ersten Verkaufsabschnitt 12 Reihenhäuser
in solider, wertbeständiger Massivbauweise. Sie haben die Wahl zwischen
zwei verschiedenen Haustypen mit oder ohne Dachterrasse. Die Wohnflächen
betragen 130 bzw. 140 m2 mit jeweils 4 bzw. 5 Zimmern.
Familien mit Kindern werden hier genau das Zuhause finden, das sie schon
immer suchten. Gemütliche Dachterrassen im Obergeschoss der Reihenhäuser
laden abends zum gemütlichen Abendessen ein. Und in der Umgebung hat sich
eine moderne Infrastruktur mit neuer Grund- und Gesamtschule und zwei Kitas

TELEFON: 0800 – 670 80 80 (kostenfrei)
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entwickelt. Die Freizeitanlagen „In den Gehren“ und „Zum Dörferblick“,
sowie viele neue Radwege laden zum Erholen ein.
PROJEKTADRESSE:
Rudower Chaussee · 12529 Schönefeld
INFORMATIONEN UND BERATUNG IM INFOBÜRO:
Sonntag: 11.00 – 13.00 Uhr
und jederzeit nach telefonischer Vereinbarung

→ 13 | BER aktuell

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November 2013

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Kontrollierte Wohnungslüftung
mit Wärmerückgewinnung
Gesundes, energiesparendes
und komfortables Raumklima
Die heutige Bauausführung mit optimaler Gebäudedämmung trägt zur Reduzierung der CO2-Emission bei. Die
dichte Gebäudehülle birgt das Risiko, dass sich bei einer
unzureichenden Be- und Entlüftung der Räume Schimmelpilz bildet. Im Übrigen, dies trifft nicht nur für den Neubau
zu, denn durch Sanierungs- / Renovierungsmaßnahmen
werden die Häuser ebenfalls nachträglich abgedichtet. Der
nachträgliche Einbau neuer Fenster oder das Aufbringen
von zusätzlichem Wärmeschutz an der Fassade oder
im Dach- Kellerbereich hat als Resultat den gleichen
Effekt, die Gebäudehülle ist dicht.
Nur eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung schafft Sicherheit, eine gesunde
Raumluft und steht für die Werterhaltung der Immobilie.
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Brink Climate Systems ist für den deutschen Markt ein
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Am 18. Oktober feierten Constanze und
Hans-Joachim Schönberg die offizielle Eröffnung ihrer Zahnarztpraxis in der AirportCity des neuen Flughafens BER. Unter den
Gästen und Gratulanten war auch Schönefelds Bürgermeister Dr. Udo Haase. (Foto)
Auf ca. 280 m² stehen den Patienten helle
und modern eingerichtete Warte- und Behandlungsräume zur Verfügung, in denen
z.B. Wurzelkanalbehandlungen, Parodontosebehandlungen, die Anfertigung von
Zahnersatz und Implantaten oder die kleine
Chirurgie durchgeführt werden können.

Für größere chirurgische Eingriffe steht ein
Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg zur Verfügung. Die Praxis bietet die Möglichkeiten
der Vollnarkose und ein schönes Aufwachzimmer für Patienten und deren Begleiter.
Alle umliegenden Bezirke südlich und
östlich von Berlin sowie Bewohner des
Brandenburger Umlandes können ganz einfach über die Autobahn 113 die neue Abfahrt
Flughafen BER exklusiv nutzen.
Weitere Informationen gibt es im Internet
unter: www.zahnarztlive.de oder telefonisch unter: 030/609176260

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Ästhetische Zahnmedizin
Vollkeramische Restaurationen
Parodontologie
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Kieferorthopädie für Erwachsene
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Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Kosmetische und Plastische Operationen
Vollnarkosebehandlungen

Tel.: 030 609 176 260
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KEEP
SMILING.

Foto: Manfred Tadra

Zahnarztpraxis am
Airport BER eröffnet

→ 14 | BER aktuell

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November 2013

Veranstaltungen

Private Arbeitsvermittlung für den Flughafen Berlin
Arbeitgeberservice · Personalberatung
Dr. Hans-Peter Blisse

Markus Eglin Dipl. BW (FH)

Schloss Diedersdorf
9. November ab 9:30 Uhr
Reitjagd 2013 rund um Schloss Diedersdorf

Tel: 030-25 32 45 08
Fax: 030-25 32 37 25
Spreestr. 3, 12439 Berlin · www.avpberlin.de

11.November
Traditionelles Martinsgans-Essen in
Schmiede, Kuhstall, Pferdestall & SchlossSalon

QUALITÄT AUS POLEN

Restaurant „Neu Helgoland“

KAMINE
STAHLZÄUNE
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Gewerbepark 37 D, 15711 Königs Wusterhausen OT Zeesen

Haus- und Immobilienverwaltung
Holger Schmidt
Wir suchen Grundstücke und Häuser
für Flughafenmitarbeiter
Fontaneallee 79 • 15732 Eichwalde
Telefon: Immobilien: 0177/312 14 17
Verwaltung: 030/675 31 06

www.holger-schmidt-immobilien.de

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Karten unter: 030/6598247

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09. November, 21 Uhr
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15. November, 21 Uhr
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→ 15 | BER aktuell

→ Historie

November 2013

Historische Luftfahrtstätten rund um den BER (44) Teil 1

Oranienburg – einst Flugplatz
und modernste Flugzeugwerke
J

ahrzehnte nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges ist die Stadt
Oranienburg nördlich von Berlin immer wieder in den Schlagzeilen,
da immer noch alarmierende Bombenfunde die Einwohner regelmäßig dazu zwingen, ihre Wohnungen zu verlassen, um dem Kampfmittelräumdienst seine gefährliche und verantwortungsvolle Arbeit zu
ermöglichen.
Zwei Gründe sind für die außergewöhnliche Bombenbelastung
ausschlaggebend: Die Existenz der einstigen Heinkel-Flugzeugwerke
mit bedeutendem Flugplatz und die in die deutsche Atomwaffenforschung integrierten Auer-Werke. Letztere lagen inmitten der Stadt
und flankierten als Werk I und II den kriegswichtigen Verschiebe-

Lageplan der Heinkel-Flugzeugwerke und Flugplatz bei Oranienburg

bahnhof der Stadt. Auer war neben DEGUSSA der Hauptproduzent von Uranoxid für die deutsche
Atomwaffenforschung, die vor allem in Berlin, Leipzig, Hamburg und im brandenburgischen Gottow betrieben wurde. Nach bekannt werden dieses Fakts durch die westalliierte Aufklärung wurde
Oranienburg in der Zielplanung enorm hochgestuft. Die ab Frühjahr 1944 intensivierten Luftangriffe, besonders der vom 15. März 1945 über 4.000 Bomben mit chemischen Langzeitzündern, sollte
eine längerfristige, über das Kriegsende hinausreichende Nutzung unterbinden, so dass bis heute
wie auch zukünftig eine latent vorhandene Gefährdung durch Blindgänger zu verzeichnen ist.
Die Heinkel-Werke westlich der Stadt im Germendorfer Forst gelegen, wie auch der dazugehörige
Flugplatz am westlichen Stadtrand, waren bereits vor Kriegsausbruch das modernste Flugzeugwerk
Europas, was auch vom NS-Regime mit einer stark propagandistischen Zielstellung international
„vermarktet“ wurde. Im Krieg selbst sollte dies dann naturgemäß zum Nachteil gereichen, da die
beim Bau des Werkes (Inbetriebnahme 1938) angestrebte Tarnung dadurch ad absurdum geführt
wurde. Architekt des gesamten Komplexes, der auch einem hohen sozialem Standard entsprach,
war Herbert Rimpl. Das Werk gliederte sich in das sogenannte Oberwerk im Forst (Werk I und
Hauptwerk), in dem alle Einrichtungen außer der Endmontage vereinigt waren. Das Unterwerk
(Werk II) lag am Flugplatz, hier erfolgte die Endmontage der per Straße bzw. per Schiene überführten Sektionen und das Einfliegen der Flugzeuge.
Die Planung für den Bau eines Flugplatzes an dieser Stelle geht bereits auf das Jahr 1914 zurück, er
wurde aber damals nicht realisiert. Anfänglich war die Produktion in Oranienburg ausschließlich
auf die Fertigung des mittleren Bombenflugzeuges Heinkel He 111 der verschiedenen Baureihen
ausgerichtet. Ernst Heinkel, früher Vertreter des Taktverfahrens in der Fertigung, setzte diese
auch hier konsequent um. Der Produktionsausstoß war beachtlich, bis zu drei Flugzeuge konnten
je nach Auftragslage an einem Tag das Werk II zum
Einfliegen verlassen. Über ein Viertel der gesamten He
111- Produktion kam aus Oranienburg, von insgesamt
Thomas Bußmann
ca. 8.000 gefertigten waren dies ca. 2.200 Maschinen.
Ab 1940 zwangen Auflagen des Reichsluftfahrtministeriums (RLM), weitere Muster parallel zu fertigen, u.
a. Junkers Ju 88 und Ju 188 sowie Heinkel He 177. Auch
das Jägernotprogramm hatte Auswirkung auf das
Fertigungsprofil. Daraus leitete sich die Einbeziehung
in die Lizenzfertigung der fortschrittlichen Dornier
Do 335 ab, wozu im April 1944 die Auftragserteilung
Die militärisch genutzten Flugerfolgte. Aus bekannten Gründen (Materialknappheit,
plätze der DDR
fehlende Kapazitäten der Zulieferer, Planungsmängel
Hardcover, 272 S., ca. 350 Abb.
und Rohstoffknappheit, Zerstörungen der Kapazitäten)
Preis: 24,50 € (+ Vers.)
gelangte in den letzten Kriegsmonaten wohl nur ein
Verlag MediaScript GbR,
einziges Exemplar zum Einfliegen.
Tiniusstr. 9-11, 13089 Berlin, info@

→ Stahlbeton,
Gras und
Bahnbefeuerung

—— Jörn Lehweß-Litzmann
—— GBSL – Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte e.V. Am Studio 2, 12489 Berlin-Adlershof www.luftfahrtstaetten.de

mediascript.de
auch von GBSL e.V. beziehbar:
gbsl@luftfahrtstaetten.de

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November 2013

Gewinnspiel

Tickets zu gewinnen
Zur Adventszeit in den Friedrichstadtpalast
In diesem Jahr setzt die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH im Rahmen der Umlandarbeit das
Angebot für eine kostenfreie Teilnahme an einer
ausgewählten Weihnachtsvorstellung für Familien
der umliegenden Gemeinden fort. Wie schon in den
vergangenen Jahren stellt die Flughafengesellschaft
den Gemeinden Blankenfelde-Mahlow, Schönefeld,
Eichwalde, Schulzendorf, Zeuthen, Neu-Diepensee
und dem Bezirk Treptow Köpenick ein Kontingent
an Tickets zur Verfügung, die durch die Bürgermeister/in an die Bürger oder Gruppen von sozialen Einrichtungen verteilt werden. In diesem Jahr
werden Tickets für die Kindershow „Keinschneechaos“ im Berliner Friedrichstadtpalast angeboten.
Der 1984 an der Friedrichstraße 107 neu eröffnete
Show-Palast liegt in Berlins Mitte, nur fünf Minuten
vom Bahnhof Friedrichstraße entfernt. Die Großen
Shows, Kindershows, Gastspiele, die Berlinale und die festlichen Galas ziehen jährlich fast
700.000 Besucher an.
Zusätzlich zu den Tickets, die an die Gemeinden vergeben werden, haben die Leser der BER
aktuell die Möglichkeit, 2x4 Tickets zu gewinnen.
Dazu beantworten Sie bitte folgende Frage:
Wann wurde der Friedrichstadt-Palast an der
Friedrichstraße 107 neu eröffnet?

Auch Sie wollen in der
BER aktuell werben?
Infos unter:
j.kobs@elro-verlag.de
Tel. 0175 167 43 38

a)	 2000 	

b)	 1990 	

c)	 1984

→ Gewinner

Die Antwort vom Gewinnspiel der Ausgabe
Oktober 2013 lautet A) Wolfgang Amadeus Mozart. E.K. aus Blankenfelde darf sich
der Ausgaben BER aktuell September 2013
und Oktober 2013: Die Antwort vom Gewinn- über einen Fluggutschein von easyJet für 2
Personen freuen.
spiel der Ausgabe September 2013 lautet A)
Gazelle. Sabine S. aus Eichwalde hat einen
Die Gewinner werden schriftlich benachrichFluggutschein von Tunisair für 2 Personen
tigt.
gewonnen.

Wichtige Rufnummern

Infotower
+49 (0) 30 6091 - 77777
Öffnungszeiten: täglich 10-16 Uhr
Flughafeninfo
+49 (0) 30 6091 - 1150
Flughafenseelsorge
+49 (0) 30 6091- 5746
AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Flughafen Schönefeld , Terminal A, Erdg.
+49 (0) 800 2650800 (kostenfrei)
www.aok.de/nordost
Behindertenparkplätze (APCOA)
+49 (0) 30 6091-5582

Alle Häuser mit Solaranlage
zur WW-Bereitung

Am Seegraben 16
12529 Schönefeld
(Nähe Flughafen)
Tel. 030 / 63 49 71 35
Vertriebsleitung:
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„Haus Drewitz“

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164.900 €

Musterhäuser täglich
von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Es liegen kostenlose Kataloge
zum mitnehmen bereit.

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Besucherdienst am
Flughafen Berlin Brandenburg
Willy-Brandt-Platz, 12521 Berlin
+49 (0) 30 6091 - 77770
Buchung Mo. - Fr. von 10 bis 15 Uhr

Musterhaus in Potsdam

Musterhaus in Schönefeld

Neuendorfer Straße 47 • 14480 Potsdam
Täglich 11 - 17 Uhr (und nach telefonischer Vereinbarung)
Tel: 03 31 / 600 87 38

Am Seegraben 16 • 12529 Schönefeld
Täglich 11 - 17 Uhr (und nach telefonischer Vereinbarung)
Tel: 030 / 63 49 71 35

großzügige Erker-Elemente, 3 Giebel,
Galerie, Wohn- und Nutzfläche ca. 172 m2

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Wohn- und Nutzfläche ca. 152 m2

beraten Sie gern! z.B. in Senzig • Zeesen • Berlin Rudow
        
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