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Full text: Jahresbericht Issue 2010

Jahresbericht 2011

Wir gestalten Ihre Zukunft

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Impressum Herausgeber TSB Technologiestiftung Berlin/ TSB Innovationsagentur Berlin GmbH Fasanenstraße 85, 10623 Berlin Text: Johannsen und Kersting, Hamburg Redaktion: Frauke Nippel (TSB) Gestaltung: Rosemarie Zimmermann, Hamburg Druck: Hermann Schlesener KG, Berlin Fotos: Martin Weinhold, Berlin Archiv TSB

Inhaltsverzeichnis Vorwort: Harald Wolf, Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Die TSB Technologiestiftung Berlin im Überblick TSB Technologiestiftung Berlin Projektförderung: Gleichgewicht der Gewichtungen Projektförderung: Der Zukunftsfonds und seine Zukunft als Pro FIT Naturwissenschaftlich-technische Bildung: Lust auf Bildung wecken, Wissen weitergeben, Zukunft sichern Technologie und Innovation: Auftrag Fortschritt Technologiekommunikation: Wissen vermitteln, Diskussionen anregen Internationales: Räumliche Nähe verliert an Wichtigkeit TSB Innovationsagentur Technologietransfer: Wirtschaft kooperiert mit Wissenschaft (Transfer BONUS) Technologietransfer: Wirtschaft trifft Wissenschaft (Wissens- und Technologietransfer) Netzwerkmanagement: Spezialisierung braucht Vernetzung Strategieentwicklung: Berlin-Brandenburger Zukunftsstrategie oder Wie aus Kompetenzfeldern Cluster werden Clustermanagement: Innovationen und Zusammenarbeit: TSB Gesundheitswirtschaft Clustermanagement: Verbindungen schaffen: Zukunftsfeld Verkehr und Mobilität Zukunftsfeldentwicklung: Informations- und Kommunikationstechnologien: Schlüsseltechnologien für Innovationstüren Zukunftsfeldentwicklung: Optik: Wenn Kinder größer werden Zukunftsfeldentwicklung: Energietechnik: Zukunft im Blick, Energie im Fluss Förderverein Technologiestiftung Berlin Partizipation und Teilhabe: Interview mit Norbert Geyer Die Köpfe der TSB Gremien 40 42 35 36 38 32 34 30 14 16 18 20 22 24 26 28 5 7 7 8 10 12

Einige unserer Vorhaben werden aus Mitteln der Investitionsbank Berlin gefördert, kofinanziert von der Europäischen Union – Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung

Vorwort

2010 vorangetrieben. Sie hat in der Vergangenheit die richtigen Trends und Themen identifiziert und mit ihren Studien und Empfehlungen deren weitere Entwicklung stark befördert. Die TSB bringt die Akteure ins Gespräch, berät Wissenschaftler und Unternehmer, die ihre Innovation in die Anwendung bringen, sie initiiert Vorhaben und managt Netzwerke. Außerdem hat sie mit ihren Beratungsleistungen die Innovationsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen gestärkt, die das Rückgrat der Berliner Wirtschaft bilden. In enger Zusammenarbeit mit der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH wirkt die TSB außerdem daran mit, die länderübergreifende Zusammenarbeit zu erleichtern. Eine Wirtschaftsregion, die längst über die administrativen Grenzen hinweg zusammenwächst, braucht gute Rahmenbedingungen um weiter wachsen zu können. Mit dem Masterplan Industriestadt Berlin 2010 – 2020 hat der Senat das Profil des Wirtschaftsstandortes Berlin geschärft und die Bedeutung industrieller Arbeitsplätze und der damit verbundenen Wertschöpfung besonders herausgestellt. Die TSB ist auch in diesem Prozess ein wichtiger Ansprechpartner für alle Beteiligten. Mit der Studie zum Turbomaschinenbau, einem wichtigen industriellen Kern Berlins, hat sie an einem Beispiel gezeigt, dass auch für vermeintlich traditionelle Industriebereiche Forschung und Entwicklung heute essentiell sind, wenn sie wettbewerbsfähig sein wollen. Der schnelle Transfer von Wissen aus den Hochschulen in die Betriebe, der Kontakt mit der Wissenschaft und die gute und passgenaue Information und Beratung zu Technologiethemen, ist für den Industriestandort Berlin und die Qualifizierung der Menschen, die hier arbeiten, von großer Bedeutung.

Wirtschaftsnachrichten aus der Hauptstadt waren 2010 trotz eines schwierigen Umfelds oft erfreuliche Nachrichten. Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat Berlin die Finanz- und Wirtschaftskrise am schnellsten überwunden. Steigende Beschäftigtenzahlen und eine zuversichtliche Stimmung der Berliner Wirtschaft sind Ergebnis richtiger strategischer Entscheidungen. So hat sich Berlin konsequent auf seine Stärken konzentriert und wurde vom Erfolg bestätigt: Die Cluster Gesundheitswirtschaft, Verkehr, Mobilität und Logistik sowie IKT, Medien und Kreativwirtschaft, haben sich konstant nach vorne entwickelt. Die Cluster werden von technologischen Entwicklungen getrieben, deren Impulsgeber aus Wissenschaft und Forschung kommen. Die exzellente Forschungslandschaft Berlins mit der Wirtschaft zu vernetzen und der Transfer von Ideen und kurze Wege zwischen diesen beiden Bereichen zu schaffen, ist deshalb entscheidender Baustein Berliner Innovationspolitik. Die TSB Technologiestiftung Berlin hat die Profilierung des Innovationsstandortes Berlin von Anfang an unterstützt und auch

Harald Wolf Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen

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Die TSB Technologiestiftung Berlin im Überblick

TSB Kuratorium

TSB Aufsichtsrat
PERSONENIDENTISCH

Aufsichtsgremium von TSB Stiftung resp. TSB Innovationsagentur

TSB Technologiestiftung Berlin
Geschäftsbereiche – Technologie & Innovation – Bildung – Technologiekommunikation Leistungen – Daten und Fakten für die Technologiepolitik – Identifizierung Kompetenzen und Kooperationspotenziale – Handlungsvorschläge zur Weiterentwicklung der Region – Weiterentwicklung Technologieportfolio der Stadt – Förderung von Nachwuchs für MINT-Berufe – Vermittlung von wissenschaftlichen und technologischen Kompetenzen der Region – Schaffung eines innovationsfreundlichen Klimas/von gesellschaftlicher Akzeptanz für Naturwissenschaft und Technik – Stiftung bürgerlichen Rechts – gemeinnützig und unabhängig von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft (Neutralität) Stiftungszweck: – Förderung von Wissenschaft und Bildung 15,55 MitarbeiterInnen

TSB Innovationsagentur Berlin GmbH
Geschäftsbereiche – Life Science /Gesundheit – Verkehr & Mobilität – Energietechnik – Informations-, Kommunikationstechnologie – Optik /Mikrosystemtechnik – Industrie & Forschung Leistungen – Wissens- und Technologietransfer – Zukunftsfeld-, Clustermanagement – Projektentwicklung, -management – Netzwerkmanagement – Innovations-, Technologieberatung

– 100 % Tochter TSB Technologiestiftung – Neutralität – vorwettbewerblich tätig Unternehmenszweck: – Beratung KMU im Technologietransfer – Kompetenzfeldentwicklung im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg 79 MitarbeiterInnen

TIR Technologie- und Innovationsrat Berlin
– berät Land Berlin/ Regierenden Bürgermeister – Beirat der TSB Stiftung

TSB Förderverein Technologiestiftung Berlin e.V.
– unterstützt TSB Stiftung – lobt Transferpreis WissensWerte aus

Aufgaben

Organisation

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Gleichgewicht der Gewichtungen: TSB-Projektförderung

„Die Röntgentechnologie entwickelt sich rasant. Im Berlin Laboratory for innovative X-ray Technologies kooperieren wir eng mit kleinen und mittleren Unternehmen und können diesen Zweig unserer Forschung sehr anwendungsorientiert gestalten.
Das Labor ist bei der Stiftungsprofessur für Röntgenanalytik angesiedelt. Mit 13 Stiftern aus der Wirtschaft ist die Stiftung etwas Besonderes. Die Konstruktion erfolgte bei der TSB, die das entsprechende rechtliche Know-how hat. Damit konnten sich kleine und mittlere Unternehmen so für Bildung und Forschung engagieren, wie es für sie und die Universität sinnvoll ist.“ Prof. Dr. Birgit Kanngießer, Institut für Optik und atomare Physik der TU Berlin

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Projektförderung

Gezielt fördern
Forschung, Entwicklung und Erkenntnisse aus den festgelegten Zukunftsfeldern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Strukturen in den einzelnen Bereichen zu fördern und zu stärken, ist Ziel der TSB-Projektförderung. Sie unterstützt Studien, Arbeiten und Projekte Dritter, die diesem Ziel dienlich sind, aus Eigenmitteln oder aus dem Zukunftsfonds des Landes Berlin, der seit Anfang 2011 unter dem Namen „Komplexe Verbünde“ im Pro FIT-Förderprogramm fungiert (siehe hierzu Seite 10-11).

nischer Sicht: Was ist sinnvoll? Wo kann nachhaltig technisches Wissen aufgebaut und angewendet werden? Über 50 Forschungsprojekte mit mehr als 30 unterschiedlichen Partnern wurden hier bereits durchgeführt. So wurde beispielsweise im Laufe eines Projekts zum Grundwassermanagement in Indien ein Uferfiltrationssimulator entwickelt, der bei der Planung und dem Bau von Brunnen in der Nähe von Flüssen eingesetzt werden kann. Während das Forschungsprojekt zur Grundwasserqualität an kleinen Brunnen vor allem in der Umgebung von Delhi weitergeht und mittlerweile auch europäische Förderung erhalten hat, wurde der Simulator, eine Software, zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt. Er wird mittlerweile von der UNESCO genauso wie von Nichtregierungs-Organisationen und Wasserdienstleistern weltweit genutzt. Darüber hinaus organisiert das Kompetenzzentrum Wasser internationale Symposien, Workshops, Messeauftritte und Ausstellungen und sorgt so – ganz im Sinne der TSB-Satzung – für einen Wissenstransfer sowohl in die Fachwelt als auch in die Öffentlichkeit.

Strukturen stärken
Neben konkreten technischen Projekten liegt das Hauptaugenmerk der Projektförderung auf Studien, Netzwerken und Strukturen, die dabei helfen, die Region voranzubringen. Das Spektrum ist breit und geht von der 2010 erarbeiteten Studie zur Massenspektrometrie über die Stiftungsprofessur „Analytische Röntgenphysik“ bis zu Bildungsveranstaltungen wie „Lange Nacht der Wissenschaften“. Die Förderung selbst erfolgt bedarfsgerecht: Personalkosten, Aufbereitung von Recherchen, größere Veranstaltungen – je nachdem, was das Projekt erfordert.

Bildung und Zukunft
Darüber hinaus engagiert sich die TSB-Projektförderung für naturwissenschaftlich-technische Bildungsangebote (siehe hierzu Seite 12-13).
TSB Projektförderung für laufende Projekte in Tausend €

TSB-Studie zur Massenspektrometrie zeigt Synergien auf
In der Region Berlin-Brandenburg gibt es rund 90 Massenspektrometer, wie sie heute in der modernen Proteinforschung überall gebraucht werden. Ein virtuelles Kompetenz-Zentrum, das die verschiedenen Geräte erfassen und ihren Einsatz koordinieren würde, könnte die Biotech-Region Berlin-Brandenburg insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen noch attraktiver machen. Die TSB beauftragte den Experten Dr. Hanns-Rüdiger Graack mit einer Studie, die zeigt, wie ein solches Massenspektrometrie-Kompetenz-Zentrum aussehen müsste.

585,8 Tsd. € gesamt

Das Kompetenzzentrum Wasser
Die Wasserforschung ist eines der Gebiete, das von der TSB als besonders zukunftsrelevant angesehen wird. Deshalb gehörte die TSB 2001 zu den Mitbegründern des Kompetenzzentrums Wasser gGmbH und begleitet das Engagement aus innovationstech-

243,6 Bildung 202,1 Veranstaltungen, Netzwerke Netwerk 140,1 Wissenschaft
Quelle: TSB

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Der Zukunftsfonds und seine Zukunft als Pro FIT

„Im Zukunftsfonds-Projekt CoMoLeFo arbeite ich als Wissenschaftler mit Berliner Unternehmen zusammen, um eine Elektronik zu entwickeln, die Betriebszustände von Photovoltaik- Systemen beispielsweise bei Ausfällen einzelner Komponenten schnell und vor dem eigentlichen Ausfall meldet. Wir bei Fraunhofer arbeiten von Haus aus sehr anwendungsorientiert. Die Kooperation mit den Unternehmen ist besonders interessant und wertvoll für mich. Ich bin froh, dass die TSB Programme betreut und fachlich begleitet, die solche Kooperationen fördern. Die Photovoltaik ist ein wichtiges Zukunftsthema für Berlin, in dem Wissenschaft und Wirtschaft unbedingt zusammenarbeiten sollten.“
Projektleiter Dr.-Ing. Andreas Middendorf, Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (hier am Telefon hinter Dipl.-Ing. Michael Rothe, Mitarbeiter im Projekt CoMoLeFo), bei einem Meeting zum Projekt

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Projektförderung

Leuchtturmprojekte und Innovationen
Der Zukunftsfonds Berlin (seit dem 1. 1. 2011 ProFIT, siehe Kasten) fördert große Verbundvorhaben zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Neben den Geförderten profitiert auch der Standort Berlin, für den neue Strukturen und Angebote des Technologietransfers entstehen. Entsprechende Anträge werden vom Technologie- und Innovationsrat begutachtet, der vom Regierenden Bürgermeister berufen ist und sich aus renommierten Wissenschaftlern aus ganz Deutschland zusammensetzt. Das Gutachten wird dem TSB-Kuratorium vorgelegt, das endgültig über die Anträge entscheidet.

Kreativität und technologische Vielfalt
Gefördert werden vor allem Projekte aus den Berliner Zukunftsfeldern und Clustern, wie eine Auswahl aktueller Projekte zeigt: • Das Projekt „IT-gestützte Methoden für die Gestaltung von Bauprozessen“ beschäftigt sich damit, wissenschaftliche Erkenntnisse zu Bauprozessen in eine Anwendungssoftware umzusetzen. • „VirtuOS“ erforscht und entwickelt Prozesse, Werkzeuge und Methoden, die notwendig für eine sichere „Automotive Embedded Software“ sind. • „SPECT-CT“ bezeichnet gleichzeitig das Projekt wie ein hochauflösendes Gerät, mit dem an Kleintieren geforscht wird, um neuartige Diagnostika für die molekulare Bildgebung beim Schlaganfall zu entwickeln. • „100x100 Optics“ entwickelt Bauelemente für 100 Gbit/s-Anwendungen für eine Welt, in der Datenübertragung via Glasfaserkabel bei immer größeren Datenmengen unverzichtbar wird.

Potenzial und Profil der Projekte
Chancen auf eine Förderung haben Projekte • die auch über das Projektergebnis hinaus zum Aufbau nachhaltiger und sich selbst tragender Strukturen beitragen; •	 die durch Kooperationen mit hiesigen kleinen und mittleren Unternehmen Ressourcen aus der Region stärken und Forschungskompetenzen in ihr bündeln oder für Unternehmen verfügbar machen; • die mehrere Technologien oder verschiedene Anwendungsbereiche kombinieren; • die Aspekte der Ausbildung und Qualifizierung für neue Technologien berücksichtigen und die Grundlagen zur jeweiligen Problemlösung schaffen; •	 die möglichst viele Stufen der Wertschöpfung mit einschließen. Nicht alles muss erfüllt werden, in jedem Fall wird aber die Nachprüfbarkeit der Zielformulierung vorausgesetzt.

Aus „Zukunftsfonds Berlin“ wird „ProFIT – Komplexe Verbünde“ Seit dem 1. 1. 2011 sind die Förderprogramme „Zukunftsfonds des Landes Berlin (ZFB)“ und „Pro FIT“ zur Steigerung der Transparenz und Konsistenz der Berliner Innovationsförderung zusammengeführt. Die neue Förderkulisse zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien nennt sich „Pro FIT“. Die TSB übernimmt für das Modul „Pro FIT – Komplexe Verbünde“ Aufgaben der fachlichen Projektsteuerung, der Technologie- und Innovationsrat begutachtet und das TSB-Kuratorium entscheidet über die Förderung. Ansprechpartner: Dr. Peter Reichling (030-46302-411, reichling@tsb-berlin.de)

Ansprechpartner für das Projekt „Pro FIT Komplexe Verbünde“: Dr. Peter Reichling

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Lust auf Bildung wecken: TSB Bildungsaktivitäten

„Mit außerschulischen Lernangeboten wie Schülerlaboren kann man Kindern und Jugendlichen eInen ganz anderen Zugang zu Naturwissenschaften und Technik bieten als die Schule. Auch die Lehrerinnen und Lehrer profitieren von neuen Einsichten, inhaltlich und didaktisch. Es ist gut, dass die TSB solche Angebote fördert, sich darüber hinaus aber auch für bessere Rahmenbedingungen und Strategien einsetzt.
Mit unseren von der TSB geförderten Studien können wir Empfehlungen geben und Ziele für den Unterricht 2025 formulieren, die zur weiteren Verbesserung der Angebote führt und Kindern und Jugendlichen die Faszination vermittelt, die von Naturwissenschaft und Technik ausgeht.“ Prof. Dr. Gerhard de Haan, Institut für Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin

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Naturwissenschaftlich-technische Bildung

Wissen weitergeben, Zukunft sichern
Die Bildung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu fördern, ist satzungsgemäße Aufgabe der TSB. Fundamentales Wissen in diesem Bereich ist die Grundlage, auf der das Verständnis für die Technologien von morgen entstehen kann. Die TSB weckt bei Kindern und Jugendlichen mit zahlreichen Aktivitäten die Lust darauf, sich Können anzueignen. Praxisnah und altersgerecht. Die Jugend und ihre Begeisterung machen uns zukunftsfähig. Und die TSB macht sie fit dafür.

„Science on Stage“, gleichzeitig ist sie Ausrichter und Förderer verschiedener Angebote entlang der gesamten Bildungskette bis hin zum Einstieg ins Studium. Darunter unter anderem das „MathExperience Schülerlabor“, in dem den Teilnehmern vermittelt wurde, wie spannend die Welt der angewandten Mathematik ist. Oder ein Projekt wie „TuWaS!“, mit dem das forschende Lernen schon in der Grundschule gefördert wird. Ein besonderer Höhepunkt war im letzten Jahr, dass die TSB am Tag der Offenen Tür im Bundeskanzleramt im Rahmen des Kinderprogramms naturwissenschaftlich-technische Experimente anbieten konnte.

Die Jugend von heute entwickelt die Technik von morgen
Der Fachkräftemangel in Deutschland ist allgegenwärtig und setzt auch die Hauptstadtregion einem enormen Konkurrenzdruck aus. Die TSB hat es sich zur Aufgabe gemacht, die aussichtsreichsten Technologiefelder zu sondieren und Strategien zu entwickeln, diese gezielt zu fördern. Ein wichtiger Teil ist dabei, Bildungsangebote in den MINT*-Fächern zu entwickeln, auszubauen und die Akteure zu vernetzen. Innerhalb und außerhalb der Schule.

Über 4000 Besucher bei den TSB-Aktionstagen
Vor allem hat die TSB auch 2010 wieder Berliner Schulklassen der Stufen 3 bis 6 zu den TSB Aktionstagen in die Urania eingeladen. Und wie jedes Jahr war es ein voller Erfolg: Über 4000 Schüler aus 170 Schulklassen konnten in die Welt der Naturwissenschaft und Technik eintauchen und in den Workshops, die in Zusammenarbeit mit den Berliner Schülerlaboren angeboten wurden, nach Herzenslust experimentieren und ihrer Neugierde freien Lauf lassen. Spielend lernen und nachhaltig den Spaß daran zu vermitteln, war das Ziel. Und das bleibt es auch in Zukunft.
*MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik

Nachhaltige Entwicklung fördern
Das passiert auf vielfältige Weise. Die TSB unterstützt das Netzwerk „GenaU“ ebenso wie verschiedene Maßnahmen von

Veranstaltungen zu Bildungsthemen Science on Stage: Lehrerfortbildung „Biologie“ Eröffnung des TuWaS!-Materialienzentrums Reise mit Gewinnern von „Jugend forscht“ nach Peking, Teilnahme der Berliner Schüler/innen an chin. Wettbewerb Science on Stage: Lehrerfortbildung „Chemie“ Forschungspolitischer Dialog „Außerschulische Bildungsangebote zur regionalen Förderung des Nachwuchses im MINT-Bereich“* Beteiligung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt Science on Stage: Lehrerfortbildung „Physik“ TSB Aktionstage 2010 Science on Stage: Nationales Auswahlevent

Datum 22. Januar 2010 18. Februar 2010 17.– 23. März 2010 19. März 2010 24. März 2010 21.– 22. August 2010 18. Juni 2010 28.– 30. September 2010 1. Oktober 2010

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Auftrag: Fortschritt

„Dass die vielfältige Forschungsund Wissenschaftslandschaft der Hauptstadtregion ein wichtiger Zukunftsfaktor ist, ist mittlerweile allgemein bekannt. Detailkenntnis macht aber einige Arbeit: Man muss unter den vielen die richtigen Ansprechpartner kennen, neue Trends technologisch richtig einschätzen und Ideen und Konzepte dazu entwickeln, wie die Innovationspolitik perspektivreiche Entwicklungen unterstützen kann. Mit Studien zu Technologie und Innovation sowie mit Daten und Fakten zu einzelnen Zukunftsfeldern und technologischen Themen ermittelt die TSB das Profil der Innovationsregion Berlin-Brandenburg und gibt Handlungsempfehlungen, wie man den Wissenschaftsstandort Berlin wirkungsvoll weiter entwickeln kann.“
Dr. Christian Hammel, Leiter des Geschäftsbereichs Technologie und Innovation mit Team (von links nach rechts): Ines Junge, Dr. Gesa Koglin und Dr. Peter Reichling

Stärken herausarbeiten, Potenziale erkennen: Studien zu Technologie und Innovation
Innovationen entstehen nicht von heute auf morgen, denn Forschung und Entwicklung brauchen Zeit. Die Entscheidung, in welches Feld man investiert, hat langfristige Auswirkungen und kann deshalb nicht nach Gutdünken oder aus einer Vorliebe heraus getroffen werden, sondern muss auf einem soliden Fundament ruhen. In den Studien zu Technologie und Innovation der TSB werden seit mehr als zehn Jahren regionale Aspekte von Technik und Innovation in Berlin analysiert.

Diese Studien werden genutzt zur Ausrichtung der eigenen Aktivitäten und dienen gleichzeitig der Strategieentwicklung der ganzen Region.

Berlin – eine Industriestadt?
Die Turbomaschinenindustrie ist in der Region mit über 8000 Arbeitsplätzen inklusive Zulieferbetrieben und einem Jahresumsatz von 1,8 Milliarden € schon heute ein wichtiger Bestandteil des Zukunftsfelds Energietechnik. Die Studie „Turbomaschinen in

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Technologie und Innovation

Mit Ihren Publikationen liefert die TSB Zahlen und Fakten und setzt Themen auf die politische Agenda.

Sie wird auch selbst weiter in dem Bereich arbeiten: Der Bereich Energietechnik der TSB Innovationsagentur hat das Thema aufgegriffen und beispielsweise einen Gesprächskreis ins Leben gerufen, der die weitere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in Sachen Turbomaschinen stärkt.

Zahlen können überzeugen – wenn man sie kennt
3,4 % des Berliner Bruttoinlandsprodukts fließen in Forschung und Entwicklung. Damit liegt Berlin weit über dem Bundesdurchschnitt. Die Berliner Wirtschaft konzentriert sich mit rund 75 % ihrer Forschungs-und-Entwicklungs-Ausgaben auf die Spitzentechnologien. Das liegt deutlich über dem Bundesschnitt von 32,3  %. Auch das Ergebnis dieser Innovationsfreudigkeit kann sich sehen lassen: 2007 erwirtschafteten Berliner Unternehmen über 37 % ihres Umsatzes mit neuen Produkten, während Vergleichsregionen wie Baden-Württemberg oder Hamburg hier auf einen Anteil von rund 27 bzw. 22,4 % kommen. Diese Zahlen aus der Broschüre „Forschung und Entwicklung in Berlin“ untermauern den Anspruch der Hauptstadtregion, großes Potenzial für die Zukunft zu haben und zeigen, dass Forschung und Entwicklung wirklich zu Umsätzen führen.

Berlin-Brandenburg“ hat eine hohe Deckung der Forschungsstärken regionaler Unternehmen einerseits und deren Entwicklungstätigkeiten andererseits identifiziert. Sie zeigt außerdem, wie die Branche sich durch intensivere Zusammenarbeit mit regionalen Dienstleistern und Zulieferern aus der Region strategisch weiterentwickeln kann. In der Studie werden klar die Stärken, Schwächen und Entwicklungspotenziale in den einzelnen Bereichen benannt und Handlungserfordernisse aufgezeigt. Die Frage, ob Berlin eine Industriestadt ist, wird aktuell heiß diskutiert. Mit der Turbomaschinen-Studie zeigt die TSB, dass Technologie und Innovation Schlüsselthemen für die Industriestadt Berlin sind.

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Wissen vermitteln, Diskussionen anregen: Veranstaltungen der TSB

„Das Interesse der breiten Öffentlichkeit an Wissenschaftsthemen nimmt in den letzten Jahren spürbar zu. Als Wissenschaftsjournalist freue ich mich darüber natürlich sehr. Beim Treffpunkt WissensWerte diskutiere ich mit Forschern und innovativen Unternehmern über Forschung in und für Berlin. Die Sendung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Inforadio und TSB und ein Projekt, von dem beide gleichermaßen profitieren: Wir nutzen das TSB-Wissen, wenn wir Themen und Gesprächspartner auswählen, und die TSB kann über uns ihre Aufgabe erfüllen, Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln.“
Thomas Prinzler, Inforadio, Wissenschaftsjournalist

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Technologiekommunikation

Naturwissenschaftlich-technische Themen in die Öffentlichkeit bringen
Ohne Kommunikation kann Wissenstransfer nicht stattfinden. Deshalb ist es ein Anliegen der TSB, Veranstaltungen durchzuführen und zu fördern, auf denen sich Experten und eine interessierte Öffentlichkeit zusammenfinden und austauschen können. Dabei geht es nicht nur um das reine „Lernen“. Vielmehr wird angeregt, sich Inhalten zu öffnen, Standpunkte zu hinterfragen und neue Perspektiven kennenzulernen. Die TSB greift regionale Technologiethemen auf und bereitet sie für ein breites Publikum auf wie im letzten Jahr das Thema Energietechnik mit einer eigenen Veranstaltungsreihe „Kraftakt“.

Veranstaltungen zu Bildungsthemen
Welche technischen Neuerungen bringen tatsächlichen Nutzen? Welche sind (noch) akademische Spielereien? Veranstaltungen der TSB wie diese bieten den Teilnehmern eine Plattform zum Erörtern von Problemen und Lösungen und bringen die wissenschaftlichen und technischen Aspekte von häufig aus einem anderen Blickwinkel bereits bekannten Themen in die Öffentlichkeit.

Ein breites Spektrum für breite Aufmerksamkeit
„Das Sehen verstehen“, „Eugenik, Rassenbiologie, Genetik“, „Unterricht mit Herz“ – die Themenvielfalt der Veranstaltungen von Wissenschaftseinrichtungen, die für ein breites Publikum aufbereitet werden, ist groß. Die TSB hat eine Internetplattform eingerichtet, auf der viele Institute und Einrichtungen diese Termine und Angebote leicht auffindbar veröffentlichen. Mehr dazu unter www.berliner-wissenswerte.de.

Kraftakt: Die Energie der Zukunft
Die Energietechnik ist eins der ausgemachten Cluster der Region Berlin-Brandenburg. In der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Kraftakt: Energieeffiziente Stadt – Perspektiven nachhaltiger Energieversorgung“ wurden gemeinsam mit dem Innovationszentrum Energie der TU Berlin intensiv die Themen Stromversorgung der Zukunft, Windkraft in der Stadt, energieeffiziente Mobilität und intelligente Technik im „Smart Home“ diskutiert.

Willkommene Anlässe und kommende Gelegenheiten
Viele TSB-Veranstaltungen fanden 2010 im Rahmen des Berliner Wissenschaftsjahres anlässlich der Jubiläen der Humboldt-Universität, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Staatsbibliothek und der Charité – Universitätsmedizin sowie der Max-Planck-Gesellschaft statt. Allesamt Anlässe für die TSB, das Engagement der vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Themenfeldern der Zukunft einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Und gleichzeitig Ansporn, auch weiterhin Veranstaltungen auf hohem Niveau durchzuführen.
Veranstaltungsreihe „Kraftakt“ 25. Oktober 2010 1. November 2010 9. November 2010 22. November 2010 Kraftpaket Kraftstrom Windkraft Kraftverkehr

Treffpunkt WissensWerte 23. Januar 2010 25. Februar 2010 29. April 2010 15. Juni 2010 9. September 2010 20. Oktober 2010 Wie kommt das Neue in die Wissenschaften? * Vom Wir zum Ich Saurier, Mumien und andere Schönheiten Wie das Runde ins Eckige kommt... Magier und Magister Weltwissen **

* Die Aufzeichnung dieses Treffpunkts WissensWerte erfolgte im Rahmen des Salon Sophie Charlotte der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ** Der 50. Treffpunkt WissensWerte fand anlässlich des Berliner Wissenschaftsjahrs im Martin-Gropius-Bau statt und bot neben der Podiumsdiskussion auch eine Führung durch die Ausstellung „Weltwissen“.

Der Treffpunkt WissensWerte und die Veranstaltungsreihe Kraftakt sind Beispiele für eine sehr große Anzahl von Veranstaltungen, die die TSB selbst durchführt. Darüber hinaus fördert sie für die Berliner Wissenschaft wichtige Veranstaltungen wie die Lange Nacht der Wissenschaften. 2010 war die TSB auch mit für Kinder aufbereiteten Technologie-Themen beim Tag der Offenen Tür im Bundeskanzleramt vertreten.

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Räumliche Nähe verliert an Wichtigkeit: TSB international

„Nach einem Workshop zu Life Science, den wir gemeinsam mit der TSB veranstaltet haben, ergaben sich viele interessante Kontakte. Ein Gegenbesuch in Rotterdam, Eindhoven und Den Haag hat bereits stattgefunden und wird vertieft werden. Niederländer und Berliner können viel voneinander lernen. Mit der TSB haben wir einen Partner, der die maßgeblichen Leute in Berlin kennt und solche fruchtbaren Begegnungen möglich macht.“
Wout van Wijngaarden, Botschaftsrat für Wissenschaft und Technologie bei der Botschaft des Königreiches der Niederlande

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Internationales

Region ohne Grenzen
Grenzen werden durchlässiger. Netzwerke bilden sich und werden gebildet, der kulturelle Austausch wird gefördert und auch Wissen und Erfahrungen werden weltweit ausgetauscht wie nie zuvor. Die TSB dient in der Hauptstadtregion als Schnittstelle und Vermittlerin: Die zukunftsträchtigen Technologien, die innovativsten Unternehmen, die aussichtsreichsten Wissenschaftler – die TSB führt sie zusammen mit Partnern aus der ganzen Welt.

schaftlern zu pflegen. Am ersten Tag präsentierten Experten ihre Forschungsprojekte im Rahmen eines offenen Symposiums. Ein anschließender Workshop diente dazu, gemeinsame Projektvorschläge zu erarbeiten. Eine zweisprachige Nachlese der Veranstaltung (englisch/koreanisch) kann bei der TSB angefordert werden.

International. Auch vor Ort
International fängt für die TSB nicht außerhalb der Landesgrenzen an, sondern mitten in der Stadt. Als einer der führenden Innovationsstandorte Europas ist Berlin ein beliebter Wirkungsort für Wissenschaftler aus aller Welt. Das „Foreign Researcher Forum“ hat dieses Potenzial erkannt und bietet für übergangsweise in der Stadt tätige Forscher eine Plattform zum Austausch. 2010 standen im „Foreign Researcher Forum“ die Themen Energietechnik und Verkehr sowie Mobilität im Fokus.

Um die Ecke, am anderen Ende der Welt
Netzwerke bilden sich heute eher aus thematischer Nähe, aus ähnlicher Denke und aus gemeinsamen Interessen heraus als aus geografischer Lage: Korea gibt etwa 3,5 % seines Bruttoinlandprodukts für Forschung und Entwicklung aus – international ein Spitzenwert. Das macht Korea zum idealen Kooperationspartner für die Region Berlin-Brandenburg, in der die TSB ebenfalls auf intensive Förderung von Forschung und Entwicklung setzt. Deshalb hat die TSB in den vergangenen Jahren Kontakte geknüpft und Kooperationen initiiert. Mit gemeinsamen Projekten können beide Seiten ihre Innovationsfreudigkeit weiter ausbauen.

Berlin-Brandenburgs Cluster und Zukunftsfelder sind weltweit zukunftsträchtig
Biotechnologie, Energietechnik, Informations- und Kommunikationstechnologien, Medizintechnik, Optik und Mikrosystemtechnik sowie Verkehr und Mobilität – die Felder, die von der TSB und ihren Partnern als die Themenfelder der Zukunft ausgemacht wurden, sind weltweit die Bereiche, die immer weiter an Wichtigkeit gewinnen. Die TSB bringt Forscher und Unternehmer aus allen Bereichen und allen Regionen zusammen und sorgt auch in Zukunft für fruchtbare Kontakte und permanenten Wissenstransfer.

Ein Schwerpunkt: Korea
Themenspezifische Veranstaltungen werden organisiert, um Fachwissen gezielt zu verknüpfen. Im November 2010 fand zum Beispiel die Veranstaltung „Life Long Health. The Role of Stem Cells“ in Berlin statt, um den bereits seit längerem bestehenden Kontakt mit koreanischen Wissenschaftlerinnen und WissenEvents Gästeprogramm der BRD: Russische Delegation bei der TSB Sustainable Energy Week ECO-Build Chinesische Delegation bei der TSB FRF – Foreign Researchers Forum – Networking Opportunities in Berlin I Koreanische Delegation bei der TSB Delegation südafrikanischer Staaten bei der TSB Serbische Delegation bei der TSB Deutsch-Koreanischer Workshop Weißrussische Delegation bei der TSB FRF – Foreign Researchers Forum – Networking Opportunities in Berlin II Science on Stage – Nationales Auswahlevent 2010 Koreanische Delegation bei der TSB Stem Cells and Aging/ Virchow Klink

28. Januar 2010 22 – 24. März 2010 25. März 2010 11. Mai 2010 18. Mai 2010 28. Mai 2010 8. Juni 2010 19 – 20. Juli 2010 17. September 2010 28. September 2010 1. Oktober 2010 21. Oktober 2010 8. – 9. November 2010 15. November 2010 29. November 2010 8. Dezember 2010

Botschaftsevent – Innovation Policy Made in Berlin – Focus: „MINT- Education“ Wissenschaftskreis der Botschaften: Regenerative Medicine Science and Technology Commission zum Thema Innovation und Technologietransfer (Britische Delegation bei der TSB )

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Daten und Fakten
• hundertprozentige Tochter der TSB Technologiestiftung Berlin • neutral, vorwettbewerblich tätig

Unternehmenszweck
• Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen • Zukunftsfeld- und Clusterentwicklung im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg

Leistungsangebot
• Wissens- und Technologietransfer • Zukunfts- und Clustermanagement • Projektentwicklung und -management • Innovations- und Technologieberatung

Stammkapital: 540 000 €
2010 hat die TSB Innovationsagentur 260 Veranstaltungen mit mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt.

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Übersicht

Haushaltsmittel der TSB Innovationsagentur 2010 nach Herkunft in Millionen € Europäische Union Land Berlin | IBB

Mittelakquisition für die Produkt- und Verfahrensentwicklung in Berlin nach Herkunft seit 2001 in Millionen € 2,6 280
21 Region

1,9 regional gesamt 153 1,7

40 Industrie 43 EU 49 Bund

Erlöse

Land Brandenburg

0,9

nicht regional 127

Bund/sonstige 0,3
Quelle: TSB Quelle: TSB

Für ihre Arbeit standen der TSB Innovationsagentur 2010 insgesamt 7,4 Millionen € zur Verfügung.

Seit 2001 hat die TSB Innovationsagentur rund 280 Millionen € akquiriert. Rund 153 Millionen € entfielen auf Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft in der Region Berlin-Brandenburg

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Wirtschaft kooperiert mit Wissenschaft: Das Transfer BONUS-Programm

„Die CryoSnow GmbH hat den Industriepreis 2011 in der Kategorie Produktionstechnik & Maschinenbau für ein Reinigungsgerät erhalten, das mit Hilfe von CO2Schnee trocken, rückstandsfrei und besonders schonend Werkzeuge und Formen reinigt. Wichtige Anstöße für die Weiterentwicklung der Produkte gab die Zusammenarbeit mit Professor Paschereit im Rahmen des Transfer BONUS, die im Vorfeld von der TSB auch über die KMUPatentaktion fachlich begleitet wurde.“
Felix Elbing, Geschäftsführer der CyroSnow GmbH, mit Prof. Christian Oliver Paschereit vom Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik der TU Berlin sowie dessen Mitarbeitern Steffen Terhaar und Stefan Vey

Zugänge schaffen
Forschung und Entwicklung sind branchenübergreifend wichtige Bausteine für einen Wettbewerbsvorteil. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben aber oft nicht die Ressourcen – finanziell wie personell – um Forschung in der notwendigen Tiefe zu betreiben. Hier setzt das Programm Transfer BONUS an, das technologieorientierten KMU aus der Region Zugang zu Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung verschafft, den Transfer von Wissen und Technologie unterstützt und bleibende Kontakte zwischen Wirtschaft und Forschung herstellt. In Ergänzung zum

Projektträger, der TCC GmbH, fungiert die TSB als Kontakt- und Servicestelle und gehört zum Kreis der Gutachter für die Bewertung der Projektanträge auf Förderung.

Zwei Wege
Das im Rahmen der Transfer-Allianz initiierte Programm kann auf zwei Arten eingesetzt werden: Die Einstiegsvariante richtet sich an Unternehmen, die noch keine projektbezogene Kooperation mit Wissenschaftseinrichtungen umgesetzt haben. Die Förderquote beträgt 100 % vom Auftragsvolumen (bis zu 3000 €). Gefördert werden damit die wissenschaftlichen Tätigkeiten, die

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Technologietransfer

Die Arbeit der Berliner Forschungsinstitute gibt der Wirtschaft wichtige Impulse.

Transfer BONUS und die Praxis
Das Berliner Unternehmen Bandelin electronic GmbH & Co. KG entwickelt, produziert und vertreibt Ultraschallgeräte mit Zubehör zur anwendungsspezifischen Desinfektion und Reinigung. Bei dem Einsatz von Ultraschall kommt es zur Kavitation – der Bildung und Auflösung von Dampfblasen – auf der schallabstrahlenden Fläche der Ultraschallbäder und damit auch zu einem unerwünschten Materialabtrag an den Reinigungsgeräten. Hier wurde mit Hilfe von Transfer BONUS ein Projekt mit dem Ziel lanciert, diesen Effekt zu minimieren und die Lebensdauer der Geräte zu verlängern. Die TSB hat Prof. Dr. Michael Orloff von der TU Berlin für die Mitarbeit in Projekten des Transfer BONUS gewonnen. Mit Hilfe einer von ihm entwickelten TRIZ-Methodik (Theorie der innovativen und erfinderischen Problemlösung) hat das Team gemeinsam verschiedene Lösungsansätze entwickelt und ausgewählt sowie entsprechende Trends analysiert und perspektivische Projektpartner für die Weiterentwicklung empfohlen. im Vorfeld von Neu- oder Weiterentwicklungen von Produkten, Dienstleistungen oder Verfahren nötig sind. Die Standardvariante richtet sich mit einer Förderquote von bis zu 70 % des Auftragsvolumens (max. 15 000 € Zuschuss) an Unternehmen, die mit der Wissenschaft kooperieren wollen, um neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren bis hin zur Markt- bzw. Fertigungsreife zu entwickeln. Diese Variante kann bei voneinander abgegrenzten Aufgabenstellungen auch mehrfach beantragt werden. Nur ein Beispiel von vielen das zeigt, wie Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam Mehrwert schaffen, wenn die Rahmenbedingungen entsprechend vorhanden sind.

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Wirtschaft trifft Wissenschaft: Austausch von Wissen und Technologie

„Kunststoffe sind heute ein gängiges Material und müssen vieles leisten, zum Beispiel bedruckbar sein. Unsere junge Firma Coyando bietet ein Verfahren, das unkompliziert ist und dauerhaft Bilder in Museumsqualität auf Kunststoffoberflächen fixiert. Diese Bilder sind außerdem zu dreidimensionalen Produkten verformbar . Auf dem Weg zur Firmengründung hat uns die TSB sehr unterstützt: Wir wurden über Fördermöglichkeiten informiert, bekamen Hilfestel-

lung bei Technikrecherchen und konnten mit den Beratern Kosten-Nutzen-Analysen durchspielen. Hinzu kamen wichtige Kontakte zu Menschen, die wir auf unserem Weg zur eigenen Firma brauchten. So haben wir beispielsweise auf einer von der TSB durchgeführten Veranstaltung unseren Partner, den Bereich Polymertechnik der Technischen Universität Berlin, kennengelernt.“
Dr. rer. nat. Konstanze Schäfer und Dipl.-Ing. Jan Reinicke, Geschäftsführer der Coyando GmbH

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Technologietransfer

Das Projekt Wissens- und Technologietransfer
Im Rahmen des Projektes WTT werden zahlreiche Foren und Workshops veranstaltet, auf denen kleine und mittlere Unternehmen aus der Elektrotechnik, dem Maschinen- und Anlagenbau und der Chemischen Industrie mit Universitäten, Fachhochschulen und anderen Forschungseinrichtungen der Berliner Wissenschaftslandschaft zusammenkommen und in den Dialog treten können. Zudem dient die TSB in verschiedenen Initiativen und Netzwerken als zentrale Anlauf- und Servicestelle für Technologie- und Wissenstransfer.

Insgesamt entstanden durch die Veranstaltung vier Projekte, die in ihrem jeweiligen Bereich Kostenersparungen zwischen 10 und 30 % ermöglichen. Wissens- und Know-how-Transfer rechnet sich – und macht fit für die Zukunft.

Erfahrungen austauschen, Innovationen fördern
Finanziert wird das Projekt aus Mitteln der Investitionsbank Berlin und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung der EU. Ziel ist es, Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu intensivieren, Potenziale stärker zu nutzen und Standortvorteile auszubauen und zu festigen. Durch Transferveranstaltungen, Foren und in Workshops werden Kontakte vermittelt, Technologiethemen und Entwicklungstrends präsentiert und Projekte initiiert. Unternehmen werden unterstützt während sie Projektskizzen entwickeln, in die konkrete Planung einsteigen oder Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten suchen. Im Internet werden die Serviceangebote auf den Seiten www.transfercafe.de und www.transfer-allianz.de ergänzt. Das WTT-Team organisierte im Jahr 2010 zahlreiche Veranstaltungen mit insgesamt über 700 Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Herstellung einer Emulsion für die Bildaufnahmeschicht

Vom Vortrag zum Projekt
Davon haben allein 70 Teilnehmer am 21. Oktober 2010 das WTTKooperationsforum „Kooperative Zulieferbeziehungen“ besucht – eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Siemens AG Bereich Power Generation und der aideon GmbH. Diskutiert und untersucht wurden die besondere Rolle der Zulieferer innerhalb aktueller Innovationsprozesse und die Anforderungen, die an sie gestellt werden. Nach Vorträgen am Vormittag wurden in OpenSpace-Workshops am Nachmittag praxisorientierte Lösungswege erarbeitet, die zu Vereinbarungen über die Realisierung erster Prototypen und Bearbeitungsmuster führten.

TSB bietet weitere Kooperationsbörsen an
Über das Programm Wissens- und Technologietransfer hinaus bietet die TSB innovativen Unternehmen weitere Partnering- und Kooperationsbörsen an. Ein Beispiel sind die Veranstaltungen im Rahmen des Enterprise Europe Network (EEN). Alle Veranstaltungsangebote werden regelmäßig auf der TSB-Website veröffentlicht.

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Spezialisierung braucht Vernetzung: TSB Netzwerkmanagement

„CT, MRT, MR-PET: Hinter diesen Buchstaben stecken hoch innovative Bildgebungsverfahren, die aus der Medizin nicht mehr wegzudenken sind. Die medizinische Bildgebung verbessert die Diagnose und reduziert invasive Eingriffe. Vor fünf Jahren haben wir das Imaging Netzwerk Berlin – INB – gegründet, um die regionalen Aktivitäten im Bereich der medizinischen Bildgebung zu bündeln. Das INB ist ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Entwicklern und Anwendern, von Industrie und Wissenschaft, von Forschern und Klinikern. Berlin-Brandenburg gehört zu den führenden Standorten in der medizinischen Bildgebung. Als Netzwerk leisten wir dazu einen entscheidenden Beitrag.“
Dr. Stefanie Gießen, INB-Netzwerkmanagerin bei der TSB

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Netzwerkmanagement

Spezialisierung braucht Vernetzung
Netzwerke dürfen kein starres Gitter bilden, sondern müssen in Bewegung bleiben, flexibel agieren, sich gezielt erweitern und verstärken können. Dafür bedarf es eines Managements, das die verschiedenen Netze aufbaut, betreut und ihnen bei der Entwicklung hilft. Die TSB übernimmt diese Aufgabe bei verschiedenen Netzwerken, die ihren Mitgliedern Vorteile bringen und die für die Entwicklung der Berliner Zukunftsfelder wichtig sind. Sich einem Netzwerk anzuschließen, kann verschiedene Gründe haben. Hochspezialisierten kleinen und mittelständischen Unternehmen bieten Netzwerke die Möglichkeit, komplexere, marktgängige Lösungen und Produkte anzubieten und dadurch sichtbarer zu werden.

Das SPECT-CT geht auf ein Verbundprojekt des Zukunftsfonds des Landes zurück. Das weltweit bisher einzige System dieser Art liefert hochauflösende Bilder vom Körperinneren und es gelingt, bei enorm hoher Sensitivität bis zu vier Prozesse zur gleichen Zeit zu visualisieren und zu quantifizieren.

TSB-Netzwerke Im Netzwerk Diagnostik Berlin-Brandenburg wird neue bedarfsgerechte In-Vitro-Diagnostik entwickelt und vermarktet. Das Netzwerk Vernetzt Leben ist die Konsequenz aus dem Trend der Verschmelzung von Lebens- und Arbeitsbereichen. Zehn Unternehmen haben sich im NEMO-Netzwerk IDENTSYS zusammengeschlossen, um steigenden Sicherheitsanforderungen zu begegnen. Das Kooperationsnetzwerk Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg gestaltet den „Masterplan Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg“ und setzt ihn um. EEN steht für Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg. Im Netzwerk finden kleinere und mittlere Unternehmen Hilfe bei der Suche nach Geschäfts- und Technologiepartnern. Die in der Region verteilten Aktivitäten im Bereich Bildgebung zusammenzuführen, ist das Ziel des Imaging Netzwerk Berlin (INB). Im medtecnet BB haben sich Unternehmen der Berliner Medizintechnik zusammengeschlossen, um das Potenzial der Region optimal auszuschöpfen. Viel Potenzial hat Berlin als Haupt- und Kreativstadt der Open-Source-Software. Mit open source berlin gibt es das von der TSB gemanagte Netzwerk dazu.

Partner zusammenbringen
Ein Netzwerk lebt von seiner Vielfalt. Die TSB bringt in ihren Netzwerken neben Unternehmen aus der Wirtschaft auch wissenschaftliche Einrichtungen mit ein. Die Auswahl und Zusammenführung der Partner erfolgt dabei in jedem Netzwerk mit den gleichen Zielen: Die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Partner soll in dem Verbund gestärkt werden und die Vermarktung der Leistungen soll sich verbessern. Die TSB hilft bei der Herausbildung erfolgversprechender Technologieschwerpunkte und Kooperationsprojekte und managt die entstandenen Verbünde.

Bildgebung für die medizinische Forschung
Ein hervorragendes Beispiel für das Zusammenspiel von Netzwerkmanagement, Projektbegleitung und -förderung sowie Clusterentwicklung bietet die Etablierung des präklinischen KleintierImaging-Centrums (SAIC) auf dem Campus Virchow-Klinikum der Charité, das im Juni 2010 eingeweiht wurde. Das Zentrum ist ein Projekt des durch den Bereich Medizintechnik der TSB koordinierten Imaging Netzwerks Berlin (INB). Deutschlandweit einmalig sind hier erstmals alle Modalitäten (MRT, CT, PET, SPECT-CT), die für eine medizinische Bildgebung relevant sind, an einem Standort vertreten.

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Berlin-Brandenburger Zukunftsstrategie oder Wie aus Kompetenzfeldern Cluster wurden

Nicht nur das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist entscheidend für die Innovationskraft einer Region. Genauso wichtig ist das vernetzte Arbeiten der Bundesländer Berlin und Brandenburg für die Zukunftsfähigkeit der Hauptstadtregion, die mit der Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg (kurz: innoBB) ihre Zusammenarbeit auf eine neue Ebene gebracht hat: Aus den in beiden Ländern bestehenden Zukunftsfeldern werden

sukzessive Cluster gebildet, die länderübergreifend gemanagt werden. Treiber hierfür sind die immer schnelleren Veränderungen auf den internationalen Märkten und Forschungsgebieten. Diese Form der Zusammenarbeit von Bundesländern ist einzigartig und spiegelt den besonderen Ehrgeiz wider, mit dem sich Berlin-Brandenburg für den Wettbewerb der Zukunft aufstellt

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Strategieentwicklung

„Mit der gemeinsamen Innovationsstrategie innoBB entwickeln die Länder Berlin und Brandenburg die Region stringent zu einem profilierten Standort, der für High Tech und hochqualifizierte Arbeitsplätze steht. Diese Kooperation ist bundesweit, ja europaweit, einzigartig. Sie vereinfacht länderübergreifende Verbundvorhaben, erhöht die Sichtbarkeit des Standortes und schafft Synergien. Die TSB hat diesen strategischen Prozess initiiert. Jetzt sind wir vom Land Berlin mit der Umsetzung und Weiterentwicklung beauftragt.“
Dr. Adolf M. Kopp, Geschäftsführer der TSB Innovationsagentur, (dritter von links), mit seinem Brandenburger Partner Dr. Steffen Kammradt, Geschäftsführer der ZukunftsAgentur Brandenburg (zweiter von links), sowie Mitgliedern der Arbeitsgruppe zur Entwicklung der gemeinsamen Innovationsstrategie

felder wurden als die Felder identifiziert, denen international eine erfolgversprechende Perspektive bescheinigt wurde, weil hier große Stärken und Potenziale für die Wirtschaft liegen. Mit Know-how und finanziellen Mitteln können sie von den beiden Ländern vorangebracht werden. Legt man die Profile der beiden Länder nebeneinander, wird schnell klar, dass es unter den Nachbarn einerseits viele Gemeinsamkeiten gibt und sich andererseits das Flächenland Brandenburg und der Stadtstaat Berlin mit komplementären Kompetenzen sehr gut ergänzen. Deshalb entschloss man sich vor einigen Jahren, gerade in diesen für beide Länder interessanten Bereichen näher zusammenzuarbeiten. Für die jeweiligen Akteure bedeutet das weniger Bürokratie bei länderübergreifenden Vorhaben, ein aktives Management mit einem guten Zugang zu Politik und Verwaltung und eine bessere Sichtbarkeit bei Auftritten auf Fachmessen oder auch in Brüssel. Dies verbessert die Marktchancen der in den Clustern und Zukunftsfeldern beheimateten Unternehmen. Mittlerweile ist ein solches länderübergreifendes Management für die Cluster Gesundheitswirtschaft, Energietechnik sowie für Verkehr, Mobilität und Logistik eingerichtet. Die Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft sowie Optische Technologien werden folgen. In den Bereichen Gesundheitswirtschaft und Verkehr, Mobilität und Logistik liegt die Federführung in Berlin bei der TSB. Die Energiewirtschaft wird von der ZukunftsAgentur Brandenburg gemanagt.

Cluster und Querschnittsthemen
Ebenfalls im Fokus der Innovationsstrategie stehen Querschnittstechnologien, im Englischen sehr anschaulich als „enabling technologies“ bezeichnet. Schließlich wird die Leistung der in den Clustern beheimateten Unternehmen und Einrichtungen mitbestimmt von Materialien und Werkstoffen, Produktions- und Automatisierungstechnik, Clean Technologies und Sicherheit. Das sind Technologien und Verfahren, die branchen- und sektorenübergreifend als Wachstumstreiber dienen und gleichzeitig Lieferanten für Zukunftstechnologien und Markttrends sind. Auch hier hat die Region große Stärken. Die Innovationsstrategie gewährleistet, dass sie an die sehr positive Entwicklung in den Clustern angekoppelt werden und gleichzeitig durch ihre Leistungen die Entwicklung der Cluster zusätzlich befruchten.

und hat mittlerweile auch großes Interesse der Europäischen Union erregt.

Innovation braucht Strategie
Die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg war von Anfang an von Strategie und langfristigem Denken geprägt: Die Kompetenzfelder und die darauf aufbauenden Zukunfts-

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Innovationen und Zusammenarbeit: TSB Gesundheitswirtschaft

„In meiner Arbeitsgruppe beschäftigen wir uns mit unkontrolliertem Zellwachstum, das bei vielen Krankheiten eine wichtige Rolle spielt. Im Rahmen des Projekts Top 50 konnte ich mit Experten prüfen, wie unsere Ergebnisse kommerziell genutzt werden könnten. Dabei wurden insbesondere Fragen der Produktentwicklung und des Marktzugangs berücksichtigt, mit denen ich als
Ein Netzwerk im Dienst der Gesundheit
Die Gesundheitswirtschaft ist die wichtigste und am stärksten vernetzte Branche der Region. In Berlin-Brandenburg arbeiten mit über 354.000 Beschäftigten rund 13 % der Erwerbstätigen im Dienste der Gesundheit. Im Juli 2010 erhielt der Cluster Gesundheitswirtschaft als erster der fünf sich zu Clustern entwickelnden Zukunftsfelder in der gemeinsamen Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg ein Clustermanagement. Beteiligt sind neben der TSB auch die ZukunftsAgentur Brandenburg und Berlin Partner. Das Clustermanagement koordiniert die Maßnahmen der Beteiligten aus Wirt-

Wissenschaftlerin wenig vertraut bin. Ich glaube, wir sind jetzt auf einem sehr Erfolg versprechenden Weg. Ich fühle mich gut beraten und würde die Leistungen der TSBInitiative BioTOP jederzeit weiterempfehlen.“
PD Dr. Kerstin Danker, Wissenschaftlerin am Institut für Biochemie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, zusammen mit Volker Erb, BioTOP (Mitte), und Dr. Frank Stief, Technologie transferstelle der Charité (links)

schaft und Wissenschaft, aus der Politik, aus den Kammern und Verbänden und unterstützt die Umsetzung des Masterplans „Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg“. Clustersprecher ist Prof. Dr. Günter Stock, Clustermanager ist Dr. Kai Uwe Bindseil, der in der TSB den Bereich Life Science / Gesundheit leitet. Den innovativen Kern des Clusters bilden Biomedizin, Pharmaforschung und Medizintechnik, für deren Förderung seit vielen Jahren die TSB mit ihren Initiativen in der Biotechnologie (BioTOP) und Medizintechnik verantwortlich ist. In einer Vielzahl von Projekten setzt sich die TSB für medizinischen Fortschritt ein – zum Wohle der Patienten, und zum Nutzen der regionalen Wirtschaft.

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Clustermanagement

Schnell von der Forschung in die Praxis
Die TSB unterstützt Wissenschaftler auf vielfältige Weise, wenn es darum geht, neue Ideen in innovative Produkte zu verwandeln. Als besonders erfolgreich hat sich das Technologietransferprogramm TOP 50 in Zusammenarbeit mit Charité, FU Berlin und Uni Potsdam erwiesen. In der insgesamt dreijährigen Projektlaufzeit wurden rund 130 Projekte bewertet, davon 53 unterstützt und für 24 Finanzierungen im Gesamtumfang von 11,8 Miollionen € gefunden. Eine herausragende Rolle spielen auch Translationszentren, wie das Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapies, dessen Aufbau in den letzten vier Jahren von der TSB unterstützt wurde und das nach positiver Evaluierung im Sommer 2010 für weitere vier Jahre vom BMBF gefördert wird. Das Zentrum für Molekulare Diagnostik und Bioanalytik (ZMDB), initiiert als Leitprojekt der gemeinsamen Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg, koordiniert interdisziplinäre F&E-Verbundvorhaben im Bereich der labormedizinischen Diagnostik.

Forschung und Anwendung: Auf dem Weg vom Forschungsergebnis zum Produkt ergeben sich viele Fragen.

punkte des letzten Besuchs. Aufgrund der wachsenden Anzahl an Unternehmen, die an der Delegationsreise als Partner teilnehmen, und der konkreten Projektabschlüsse haben die Aktivitäten in diesem Wachstumsmarkt stetig an Bedeutung gewonnen.

Informationen, Gespräche, Projekte Bildgebung für die medizinische Forschung
Ein ausgezeichnetes Beispiel für das Zusammenspiel von Netzwerkmanagement, Projektbegleitung und -förderung sowie Clusterentwicklung bietet die Etablierung des präklinischen KleintierImaging-Centrums (SAIC) auf dem Campus Virchow-Klinikum der Charité, das im Juni 2010 eigeweiht wurde. Das Zentrum ist ein Projekt des durch den Bereich Medizintechnik der TSB koordinierten Imaging Netzwerks Berlin (INB) (siehe hierzu auch Seite 26/27). Zu den wichtigsten Aufgaben der TSB gehört es, die branchenund disziplinenübergreifende Kommunikation zu fördern. Der Geschäftsbereich Life Science / Gesundheit organisierte in 2010 eine Vielzahl von Veranstaltungen, darunter die Deutschen Biotechnologietage 2010, die BioBilanz, der Treffpunkt Medizintechnik, die Berlin Night in Washington, Veranstaltungsreihen zur Bioinformatik, Wirkstoffentwicklung, In vitro-Diagnostik und Regenerativen Medizin sowie die BB LIFE und die TOP 50 Seminare.

Medizin aus Berlin für den arabischen Raum
Medizin ist auch ein Exportprodukt. Das Netzwerk Gesundheitswirtschaft, das von der TSB koordiniert wird, fährt deshalb seit 2007 regelmäßig zur in Dubai stattfindenden ArabHealth, der größten Medizin-Messe im arabischen Raum und der zweitgrößten weltweit. Die Delegationen unter Leitung des Berliner Wirtschaftssenators Harald Wolf besuchen Entscheidungsträger in den Emiraten und in weiteren Staaten der Golfregion (2010 Saudi Arabien, 2011 Katar). Als Begleitprogramm für das Fachpublikum finden ein Abendempfang sowie Symposien zu spezifischen Themen statt. „Medizinische Ausbildung“ und „Telemedizin“ mit dem Anwendungsschwerpunkt in der Kardiologie waren die Schwer-

Die erfolgreiche Entwicklung der Berliner Gesundheitswirtschaft basiert in erheblichem Maße auf Forschung und Entwicklung.

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Verbindungen schaffen: Zukunftsfeld Verkehr und Mobilität

Die Region ist in Bewegung
Verkehr und Mobilität sind bestimmende Faktoren für Wachstum und Beschäftigung in der Region. Der Bereich wird auch zukünftig seine wichtige Rolle behalten, denn es sind zunehmend Lösungen gefragt, die wachsende Mobilitätsbedürfnisse erfüllen und dabei effizient und nachhaltig mit vorhandenen Ressourcen umgehen. Die intensive Vernetzung der einzelnen Verkehrsträger ist ein Schlüssel dazu. Seit mehr als zehn Jahren fördert die TSB auf diesem Gebiet Kooperationen im wissenschaftlichen und unternehmerischen Bereich, unterstützt Projekte auf regionaler und internationaler Ebene und übernimmt bei ausgesuchten Vorhaben das Management.

Entwicklung, Produktion und Anwendung bis zur Vermarktung können sie die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. Und: In jedem Feld gibt es hoch spezialisierte Unternehmen, die immer mehr auf Kooperationen angewiesen sind, da Innovationen und Lösungen im Bereich Verkehr längst internationalen Standards und Anforderungen genügen müssen. Deshalb ist ein internationales Netzwerk für regionale Unternehmen überaus wichtig. Der hierfür zuständige TSB-Bereich Verkehr und Mobilität (früher: TSB-FAV Forschungs- und Anwendungsverbund Verkehrssystemtechnik Berlin) fungiert dabei häufig als Koordinator – wie beispielsweise beim EU-Projekt AAS (Airport Apron Safety), bei dem mit 12 europäischen Partnern ein System der Echtzeitvernetzung verschiedener Positionierungs- und Kommunikationstechnologien entwickelt wurde.

Vernetzung von der Landstraße bis ins All Nachhall und Nachhaltigkeit
Der Bereich Verkehr & Mobilität ist gegliedert in die Handlungsfelder Verkehrstelematik, Logistik, Schienenverkehrstechnik, Luftund Raumfahrt sowie Automotive. Jedes dieser Felder wird von zwei besonderen Faktoren bestimmt: Von der Forschung über die Ein funktionierendes Netzwerk ist Voraussetzung für einen fruchtbaren Austausch, und der fand auch 2010 auf vielen Veranstaltungen statt:

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Clustermanagement

„Neue Antriebstechnologien werden unsere Vorstellungen von Mobilität verändern. Wer sich in den elektrisch betriebenen PKW setzt, kann nicht so weit fahren. Dafür hat er einen leistungsfähigen Computer an Bord, der die energieeffizienteste Route berechnet und die Standorte der Ladesäulen kennt. Technische Entwicklungen müssen stets im Zusammenspiel mit Nutzungsaspekten betrachtet werden. Neue Technologien sind nur dann sinnvoll, wenn sie Akzeptanz beim Nutzer finden. Das von der TSB als regionale Leitstelle betreute Projekt „Modellregion Elektromobilität Berlin-Potsdam“ bietet diese Chance, den technischen Prozess zu begleiten und neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln.“
Prof. Dr. Barbara Lenz, Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) mit ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Alexander Kihm Mensch und Mobilität: Das uralte Thema muss seit der Erfindung des Rads immer wieder neu gedacht werden.

Zukunftsfelddialog Verkehrssystemtechnik: In Berlin wurden mit Unterstützung der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) Vertreter aus Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung zusammengeführt, um über Eckpunkte des zukünftigen Clusters Verkehr, Mobilität und Logistik zu diskutieren, der von der TSB koordiniert werden wird. Für die Region wichtige Projekte und Maßnahmen wurden diskutiert und konkretisiert. Tag der Verkehrswirtschaft 2010: In der gemeinsam mit der IHK organisierten Veranstaltung lag der Fokus auf der Einbindung der Region Berlin-Brandenburg in internationale Verkehrsnetze. Experten aus Luftfahrt, Logistik und Verkehrstelematik bescheinigten weiteres Wachstumspotenzial und betonten die zunehmende Wichtigkeit des „Exports“ innovativer Verkehrstechnik für die regionalen Unternehmen. InnoTrans 2010: Im Rahmen der weltweiten Leitmesse der Bahntechnik stellte die TSB erfolgreiche internationalen Kooperationen vor. Gleichzeitig lieferte sie ihren Netzwerkpartnern Anregungen für neue Projekte.

Autoforum 5: Die Gemeinschaftsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der BWG (Berliner Wirtschaftsgespräche) hatte die Antriebstechnologien der Zukunft zum Thema. Diskutiert wurde die Frage, ob wir bei Antriebstechniken und Kraftstoffen vor einem Paradigmenwechsel mit einer neuen Vielfalt der Systeme stehen. EUDDplus – Abschlusskonferenz in Paris: Das Programm zur Vereinheitlichung und Verbesserung der Arbeitsplätze von Lokführern in europäischen Zügen wurde über mehrere Stufen von der EU gefördert. Koordiniert von der TSB arbeiteten viele Partner aus Wissenschaft und Industrie fast zehn Jahre zusammen, um mit EUDDplus ergonomisch optimierte Standards zu realisieren, zu validieren und in die Industrialisierung zu überführen. DialogForum 2010: Energiefragen standen in Brüssel im Mittelpunkt. Für den Bereich Verkehr & Mobilität besonders interessant war dabei das Zukunftsthema Elektromobilität. Insbesondere vor dem Hintergrund der neu gegründeten Agentur für E-Mobilität (eMO), die gemeinsam von Berlin Partner und der TSB getragen wird.

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Informations- und Kommunikationstechnologien: Schlüsseltechnologien für Innovationstüren

In Berlin ist das Technologiefeld Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) gut aufgestellt: 30 wissenschaftliche Einrichtungen und rund 3.300 Unternehmen mit etwa 31.000 Beschäftigten machen die IKT zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region. Die im Zukunftsfeld implementierten Handlungsfelder RFID/NFC, Open Source / Open Standard und Vernetztes Leben werden von der TSB geleitet. Ihre Aufgabe ist es, Verbundvorhaben zu initiieren und zu betreuen, Wissenstransfer anzuregen und Veranstaltungen zu organisieren, die aktuelle Themen behandeln.

Wirtschaftsforum „e-Living“ im Rahmen der Xinnovations 2010 wurden interessierten Personen und Unternehmen die Ziele dargestellt und neue Kooperationen geschlossen.

Studie zum Vernetzten Leben
Das Netzwerk „Vernetzt Leben“ ist eine von mehreren Aktivitäten zum Thema. Gestützt wurden die Aktivitäten auf eine 2010 von der TSB herausgegebene Studie mit dem Titel: „Vernetztes Leben – Wirtschaft und Forschung in der Region Berlin“.

Ein Internetmotor der Region
Das Projekt eCOMM Berlin hat sich längst etabliert als Veranstaltungs- und Beratungsinstitution, auf der kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe sowie Existenzgründer die Unterstützung für die zielgerichtete Nutzung von Internet-Technologien suchen. In der 12-jährigen Geschichte des Projekts nimmt das Jahr 2010 eine herausragende Stellung ein: 1.734 Besucher auf 22 TSB-Veranstaltungen, 338 Besucher auf 6 externen Veranstaltungen und insgesamt 224 Beratungen zeigen, wie stark das Interesse am Thema E-Business seitens der kleinen und mittleren Unternehmen mittlerweile ist.

Die Zukunft ist offen
2010 stand außerdem im Zeichen des Handlungsfelds Open Source. Auf Veranstaltungen wie dem BOSS-Day (Berlin-Open-SourceSoftware-Day) auf der CeBIT wurden Projekte aus der Region vorgestellt und zukünftige Potenziale abgeschätzt. Zum gleichen Thema wurde im letzten Jahr von der TSB eine Studie herausgegeben, die im Abgeordnetenhaus diskutiert wurde. Damit konnte das Handlungsfeld ein breites Interesse in der Politik entfachen, was insbesondere die Unternehmen des Netzwerks „Open Source Berlin“ in den Fokus rückte.

Berlin im Mittelpunkt
Dieses Interesse dürfte auch im Jahr 2011 erhalten bleiben. Der „Desktop Summit“ ist die Entwicklerkonferenz der beiden größten freien Desktopsysteme KDE und GNOME und findet dank der Unterstützung durch die Wirtschaftsverwaltung und die TSB 2011 in Berlin statt. Mit über 1.000 Teilnehmern aus 50 Ländern verspricht er die größte Konferenz dieser Art zu werden und rückt Berlin eine Woche lang ins Zentrum der Open-Source-Weltöffentlichkeit. Ein gutes Zeichen für den Standort Berlin und seine Bedeutung für die Zukunft freier und offener Software.

Netzwerk für Netzwerk
Im Handlungsfeld Vernetztes Leben ist 2010 das gleichnamige Netzwerk entstanden. Dieses Netzwerk besteht aus verschiedenen Partnern, die sich zum Ziel gesetzt haben, die fortschreitende Verschmelzung der Bereiche Wohnen, Leben und Arbeiten mit Hilfe moderner IKT zukunftssicher und für jedermann nutzbar zu gestalten. Das Zusammenwachsen dieser Bereiche ist eng verknüpft mit neuen Herausforderungen und vielfachen technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten für den Einsatz moderner IKT. Vorgestellt wurde das Netzwerk erstmalig auf dem Zukunftsforum „Langes Leben“. Mit der Teilnahme an weiteren Fachveranstaltungen wie dem Fachkongress „e-Home“, der Cebit und dem

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Optik: Wenn Kinder größer werden

Zukunftsfeldentwicklung

Förderung und Betreuung flexibel zu gestalten, ist ein wichtiges Prinzip in der Arbeit der TSB und ein Garant dafür, Erfolgsgeschichten nicht nur weitergehen zu lassen, sondern sie auch zusammenzuführen. Ein Beispiel dafür kommt aus dem Bereich Optik und überzeugt mit stetigem Wachstum und internationaler Anerkennung: die Kongressmesse Laser Optics Berlin. Vor Jahren wurde die Messe von der TSB ins Leben gerufen und hat sich im Laufe der Zeit zu einer eigenständigen Größe entwickelt. Mittlerweile ist die Leitung der Veranstaltung an die Messe Berlin abgegeben worden, welche die Entwicklung der Laser Optics weiter vorantreibt und sie ab 2012 parallel mit der microsys Berlin durchführt – ebenfalls eine Messe, die ihre Wurzeln im Bereich Optik der TSB hat. Die Fokussierung auf die Schnittstelle zwischen Optischen Technologien und Mikrosystemtechnik ist ein Novum auf dem deutschen Messemarkt.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Lasertechnik für die Region Berlin-Brandenburg konnte 2010 erstmals durch Erhebungen der TSB mit Fakten belegt werden. Über 65 regionale Unternehmen sind in dem Feld der Lasertechnik als Hersteller, Zulieferer oder Systementwickler tätig und erwirtschaften mit ca. 1.900 Beschäftigten einen Umsatz von 280 Millionen €. Diese konnten zwischen 2004 und 2008 im Schnitt jährlich 11 % beim Umsatz und 8 % bei der Zahl der Beschäftigten zulegen und zählen mit Investitionen in Forschung und Entwicklung in Höhe von durchschnittlich 15 % des Jahresumsatzes zur Spitzengruppe der innovativsten und wettbewerbsfähigsten Industriezweige.

Gut aufgestellt für die Zukunft
Diese und weitere im Report Lasertechnik in Berlin-Brandenburg 2010 zusammengetragene Information dienen der TSB als verantwortlichem Koordinator als Ausgangslage für die strategische Entwicklung der Lasertechnik in der Hauptstadtregion.

Internationale Aufmerksamkeit
Mit der Laser Optics Berlin 2010 wurde Berlins Stellung als Messe- und Kongressstandort für Optische Technologien und Mikrosystemtechnik gestärkt. 2.900 Fachbesucher bei 135 Ausstellern, davon 30 % aus dem Ausland – trotz Wirtschaftskrise ein deutliches Wachstum. Die TSB war als ideeller Unterstützer mit eigenem Messestand vor Ort und hat Veranstaltungen wie die internationale Kooperationsbörse und das Baltic Sea Region Cluster Colloquium mit hochrangigen Branchenvertretern aus den Ostseeanrainerstaaten im Rahmenprogramm organisiert.

Fokus Lasertechnik
Einer der Höhepunkte war am zweiten Messetag im Rahmen des internationalen „Laserfest“ die Festsitzung „50 Jahre Laser“. Hier berichteten Forschungskoryphäen aus der Anfangszeit der Laserentwicklung. So nahm der knapp 85-jährige und noch sehr agile Laserpionier Prof. Wolfgang Kaiser die Zuhörer auf eine Zeitreise zu einer Technologie mit, die allein in Deutschland zu bisher 110 000 Laserpatenten und 1,6 Millionen Laseranwendungspatenten geführt hat.

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Energietechnik: Zukunft im Blick, Energie im Fluss

Aktivitäten, die relevant sind für Energie, Bautechnik und Umwelt, werden im Zukunftsfeld Energietechnik gebündelt. Wie wird Energie in Zukunft erzeugt, geleitet, gespart, gespeichert? Welchen Einfluss hat die „Green Technology“ auf die Region und die hier ansässigen Unternehmen – und welche Chancen bieten sich durch sie? Was sind die Besonderheiten in ländlichen Regionen, welche Herausforderungen gibt es in der Stadt? Die Energiefragen der Zukunft werden auch in der TSB gestellt und behandelt. Als Schwerpunkthandlungsfelder mit den größten Überschneidungen zwischen Berlin und Brandenburg wurden dabei herausgearbeitet: Photovoltaik, elektrische Netze und Turbomaschinen. Weitere Handlungsfelder sind Energieeffizienz in Gebäuden und Mobilität sowie erneuerbare Energie und innovative Felder, wie Wasserstoff und Brennstoffzellen.

Turbomaschinen, Kraftwerksturbinen, Kraftwerkstechnik
Das Hauptaugenmerk lag hier auf Prozessinnovationen und Expertenangeboten aus der regionalen Wissenschaft. Hier haben die fünf großen Akteure des Bereichs (Siemens AG, Alstom Power Service GmbH, Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG, MTU Maintenance Berlin-Brandenburg GmbH und MAN Diesel & Turbo SE) eine kontinuierliche Zusammenarbeit vereinbart mit dem Fraunhofer-Innovationscluster MRO in Energie und Verkehr, der aideon GmbH und der TSB. Ziel ist es, die nationale und internationale Sichtbarkeit des Standorts zu stärken, gemeinsame Innovationsund Entwicklungsthemen voranzutreiben und Forschungsaktivitäten weiter zu entwickeln.

Photovoltaik
2010 lag der Fokus darauf, Netzwerke auf- und auszubauen, strategische Partnerschaften zu initiieren und Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu fördern. So konnte beispielsweise dem Dachdeckerhandwerk und der Photovoltaikindustrie eine gemeinsame Plattform geboten werden. Hier wurde herausgearbeitet, wie ein systematischer Informationsaustausch gestaltet werden und beiden Seiten Vorteile bringen könnte und wie er die Region voranbringt.

Für die Region über die Region hinaus
Zahlreiche Veranstaltungen mit vielfältigen Partnern sowie ausgebaute Netzwerke und Mitgliedschaften prägten das vergangene Jahr – und das nicht nur in der Region, sondern auch in Brüssel auf dem von den Ländern Berlin und Brandenburg organisierten „DialogForum – Energie“. Und all das prägt auch die Zukunft, denn der Energiebereich ist von erheblicher Bedeutung für die Region, was sich schon jetzt an über 350 energiebezogenen Unternehmen mit mehr als 29.000 Beschäftigten ablesen lässt.

Elektrische Übertragungs- und Verteilungsnetze, Energiespeicherung, virtuelles Kraftwerk, Management Energiemix
Auf Workshops wie „Intelligente Verbrauchsdatenerfassung“ wurden Projektvorschläge gemacht und im Handlungsfeld ausgewertet und weiterverfolgt – wie im Fall einer Idee zur Verbrauchsdatenerfassung von Wohnungsbauunternehmen. Workshops, Messen und andere Arbeitskreistreffen wurden rege genutzt, um Theorie und Praxis zusammenzubringen und einen regelmäßigen Austausch zu gewährleisten.

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Zukunftsfeldentwicklung

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Partizipation und Teilhabe Interview mit dem Vorsitzenden des TSB Fördervereins Norbert Geyer

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TSB Förderverein

Frage: Seit vielen Jahren wird die TSB bei ihrer Arbeit vom TSB Förderverein begleitet. Was für Leute sind im Förderverein vertreten und warum engagieren sie sich? Norbert Geyer: Typische Fördervereinsmitglieder sind mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer, die in Berlin eine Firma in einer technologieorientierten Branche haben, und Hochschullehrerinnen und -lehrer mit starker Praxisorientierung. Was diesen Leuten allen gemeinsam ist, ist die Überzeugung, dass Innovation eine ganz entscheidende Bedeutung für die Entwicklung der Stadt hat. Wir alle im Förderverein glauben, dass wir uns engagieren müssen und dazu beitragen sollten, dass Berlin seine Stärken weiter ausbaut und zu einem Wirtschaftsstandort mit starken Impulsen aus der Wissenschaft wird. In den letzten Jahren geht das schon in die richtige Richtung. Das wollen wir weiter unterstützen. Frage: Welche Möglichkeiten der Einflussnahme bietet der TSB Förderverein dafür? Der Förderverein entsendet zwei Mitglieder in das TSB-Kuratorium und hat damit die Möglichkeit, die Arbeit der TSB positiv zu begleiten. Im Kuratorium werden viele strategische Entscheidungen für die TSB getroffen. Da die TSB eine wichtige Rolle innerhalb der Innovationsszene der Stadt spielt, ist klar: Die Themen, die hier gesetzt werden, und die Einschätzungen, die hier erarbeitet werden, haben eine gute Chance, aufgegriffen und weiterentwickelt zu werden. Daneben bietet der Förderverein wichtige Begegnungsmöglichkeiten. Auf den Fördervereinsabenden bekommt man die Gelegenheit, interessante Leute zu hören und sich mit ihnen auszutauschen. Wir sind ja bewusst auch sehr

häufig vor Ort und zwar dort, wo man sonst so schnell nicht hinkommt, so dass man sich von vielen Dingen ein eigenes Bild machen und eine eigene Meinung bilden kann. Heute wird ja so viel von Partizipation und Teilhabe gesprochen. Genau das bieten wir. Frage: Der Förderverein lobt darüber hinaus den Transferpreis WissensWerte aus – 2011 wird er mit der sehr eindrucksvollen Summe von 50.000 Euro dotiert sein. Was ist Zweck dieser Aktivität? Mit dem Transferpreis WissensWerte werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die in Kooperation mit der Wirtschaft ein Transferprojekt betreiben. Wir wollen solche Projekte unterstützen, die zwischen Wissenschaft und Wirtschaft manchmal auch Durststrecken überwinden müssen. Ein anderer Aspekt des Preises ist, dass nichts so von Technologietransfer überzeugt wie das konkrete Beispiel. Der Preis zeigt exemplarisch auf, was wir sonst immer behaupten, nämlich, dass die Berliner Wissenschafts- und Forschungslandschaft wichtige Impulse gibt und Entwicklungen bis zur wirtschaftlichen Verwertung anstößt. Bei den vorhergegangenen Ausschreibungen war ich immer von der Anzahl und der Bandbreite der Einreichungen beeindruckt. Ich hoffe sehr, dass wir auch dieses Mal wieder tolle Bewerberinnen und Bewerber haben werden.

Fördervereinsabende 2010 8. März 2010 Clubabend vor Ort beim Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) anlässlich des Berliner Wissenschaftsjahrs; Überblick über die moderne Labortechnik und das Leistungsspektrum des IZM 15. Juni 2010 Clubabend vor Ort bei der Motorola Deutschland GmbH am Borsigturm in BerlinTegel; Vortrag und Führung durch Andreas Scheunemann, Managing Director 23. September 2010 Clubabend vor Ort bei der Beuth Hochschule für Technik Berlin; Vorstellung von Projekten aus dem Bereich der Meeresforschung durch Prof. Dr.-Ing. Hans Gerber, Dekan des Fachbereichs VIII 3. November 2010 Clubabend vor Ort im DFG-Forschungszentrum MATHEON; mit Vorträgen zu den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Mathematik und Besichtigung des 3D-Labors

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Norbert Quinkert Vorstandsvorsitzender der TSB Technologiestiftung Berlin

Dr. Adolf M. Kopp Geschäftsführer der TSB Innovationsagentur Berlin

Sein ganzes Berufsleben hat Norbert Quinkert im Bereich der Hochtechnologie gewirkt. Seine Karriere begann 1965 als Systemanalytiker bei der BULL AG, die später als General-Electric-Informations-Service GmbH ausgegründet wurde. Von 1978 an bekleidete er verschiedene Positionen als Vertriebsdirektor, Marketingdirektor und schließlich Geschäftsführer des Unternehmens. 1984 wurden ihm auch die Tochtergesellschaften in Österreich, Schweiz, Norwegen und Schweden unterstellt. 1988 übernahm Quinkert die General Electric Healthcare in Zentraleuropa als Vice President Central European Operations. Durch Jack Welch wurde er in Personalunion zum Präsidenten von General Electric Deutschland ernannt mit der Aufgabe, alle GEGeschäftsfelder in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu führen. Norbert Quinkert wechselte 1995 als Vorsitzender der Geschäftsführung zur Motorola GmbH. Er war außerdem als Regionsmanager für die Motorola Tochtergesellschaften in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden verantwortlich. Ende 2006 legte er den Vorsitz der Geschäftsführung nieder und wechselte in den Aufsichtsrat der Motorola GmbH. Im Januar 2007 gründete er mit zwei Partnern die Quinkert & Esser Executive Search GmbH. Norbert Quinkert ist Mitglied des Aufsichtsrates der AMG (Advanced Metallurgical Group), Wayne Pennsylvania (USA), der PFW Aerospace AG (Speyer), der VTION Wireless Technologies AG (Frankfurt und Peking), Vorsitzender des Aufsichtsrats der landeseigenen WISTA Management GmbH (Berlin) sowie Beiratsmitglied der Commerzbank (Frankfurt) und der MSC-GleichmannGruppe (Karlsruhe).

Dr. Adolf M. Kopp ist Experte für den Bereich Technologietransfer. Sein Credo: „Wir sind Vertrauensarbeiter und Partnervermittler, denn erfolgreicher Technologietransfer gelingt immer dann, wenn wir die richtigen Partner zusammenbringen und Vertrauen für die Zusammenarbeit schaffen.“ Nach seinem Studium in Hannover wurde Dr. Adolf M. Kopp 1997 an der Universität Göttingen promoviert und schloss parallel sein interdisziplinäres Masterstudium zur Phytomedizin ab. Von 1998 bis 2002 arbeitete er als stellvertretender Geschäftsführer bei der Innovationsagentur des Landes Niedersachsen. 2002 nahm er eine neue Herausforderung als Prokurist bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Bremen an. Hier verantwortete er sämtliche Technologiezentren Bremens und gestaltete die Technologie- und Innovationsstrategie des Landes mit. Im Anschluss setzte er sich als Direktor der Wirtschaftsförderung Karlsruhe für eine verstärkte Clusterbildung der Wirtschaft ein. Impulse setzt er in der Vernetzung der Wirtschaftsförderer im deutsch-französischen Wirtschaftsraum, als Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsstiftung Südwest, Vorstand des Cyberforums und als Leiter des AEN Automotive Engineering Network Südwest e. V. 2008 kam Dr. Kopp nach Berlin und übernahm die Geschäftsführung der TSB Innovationsagentur. Er gehört zahlreichen Gremien an wie dem Ausschuss „Innovation, Technologie und Industrie“ der IHK Berlin, dem Runden Tisch Wirtschaft-Wissenschaft der Senatswirtschaftsverwaltung (Transfer-Allianz) und dem Lenkungskreis Masterplan Industrie. Ebenfalls ist er Vorstand des Urania Berlin e. V. und engagiert sich in verschiedenen Beiräten, wie dem für das Berliner Wissenschaftsjahr 2010, dem für das EEN – Enterprise Europe Network oder dem für das Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk.

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Burkhard Ischler Kuratoriumsvorsitzender der TSB Technologiestiftung und Aufsichtsratsvorsitzender der TSB Innovationsagentur
Die Stärkung der Industrie ist für Burkhard Ischler der Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum in der Stadt. Die intensive Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sichert die Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Berlin. Mit seinem Engagement unterstützt Burkhard Ischler die TSB in ihrem Ziel, die Potentiale in der Spitzenforschung zu heben und für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Burkhard Ischler ist Bankkaufmann und Betriebswirt und startete sein Berufsleben als Berater bei der M&A-Tochter der BHF-Bank. Anschließend wechselte er zur Deutschen Bank und betreute internationale M&A-Projekte. Seit 1997 ist Burkhard Ischler bei der Siemens AG, wo er zunächst als Managing Director im Bereich Corporate Finance arbeitete. Im Jahr 2008 übernahm er das Berliner Büro der Leitung der Siemens AG sowie die Leitung der Abteilung Government Affairs. Burkhard Ischler engagiert sich auch in verschiedenen Ehrenämtern. Er ist Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände sowie Vorsitzender des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg. Er ist Mitglied im Präsidium von Berlin Partner. Darüber hinaus engagiert er sich im Kuratorium der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, im Landeskuratorium Berlin/Brandenburg des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft sowie im Vorstand der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e. V.

Norbert Geyer Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender des TSB Fördervereins e. V.
Für den Mittelständler Norbert Geyer ist staatsbürgerliches Engagement selbstverständlich. Besonders liegt ihm die Innovationsfähigkeit der Berliner Wirtschaft und damit die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft am Herzen. Der gelernte Werkzeugmacher Norbert Geyer absolvierte von 1967 bis 1971 ein Abendstudium der Fachrichtung Feinwerktechnik an der Ingenieurschule Gauss in Berlin, legte die Meisterprüfung ab und übernahm 1972 die Leitung des väterlichen Betriebs, den er zur heutigen Geyer-Gruppe Industrieholding GmbH mit Fertigungsstätten in Berlin und Dessau ausgebaut hat. Norbert Geyer engagiert sich in vielfältiger Weise für Berlin. Der Förderverein mit seinen innovationspolitischen Impulsen und seinen Begegnungsmöglichkeiten zwischen Wissenschaftlern und Unternehmern ist ihm ein wichtiges Anliegen. Geyer ist neben seiner Tätigkeit in der TSB Vorstandsmitglied und Landessprecher des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Vorstandsmitglied der Berliner Wirtschaftsgespräche, Kurator der Beuth Hochschule Berlin, Mitglied der Vollversammlung und des Kompetenzteams der IHK zu Berlin, Beirat des TCC, Kurator des VDI, Mitglied des Mittelstandsbeirats des Landes Berlin, ehrenamtlicher Sozial- und Handelsrichter, Mitglied im Arbeitskreis evangelischer Unternehmer AEU, Gesellschafter des Instituts für technische Weiterbildung (itw), er ist Vorsitzender des Industriebeirats der Werkstätten für Behinderte (BWB) sowie Unterzeichner und Unterstützer des Masterplans Industriestadt Berlin 2010–2020.

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Mitglieder des Kuratoriums der TSB Technologiestiftung Berlin/ Aufsichtsrats der TSB Innovationsagentur Berlin GmbH (Personalunion)
1. Januar 2010 bis 30. September 2010 Dr. Reinhard Uppenkamp Vorstandsvorsitzender Berlin-Chemie AG (Vorsitzender) Norbert Geyer Inhaber Geyer-Gruppe Heiko Glawe Leiter Abt. Wirtschaft Deutscher Gewerkschaftsbund Landesbezirk Berlin-Brandenburg Prof. Dr. Ursula Habenicht TRG Women’s Healthcare Bayer Schering Pharma AG Martin Hüppe Geschäftsführer Cornelsen Verlag GmbH & Co. oHG Dr. Hans-Gerhard Husung Staatssekretär Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin Burkhard Ischler Leiter Berliner Büro der Leitung Siemens AG Ulrich Kissing Vorsitzender der Vorstands Investitionsbank Berlin Erwin Kostyra Vizepräsident Handwerkskammer Berlin
Turnusgemäß endete die Amtszeit des Kuratoriums/ des Aufsichtsrats am 30. September 2010. Das neue Kuratorium/der neue Aufsichtsrat konstituierte sich am 1. Dezember 2010.

Maria Krautzberger Staatssekretärin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Hans-Kornel Krings Vorsitzender der Geschäftsleitung Berlin Commerzbank AG Mathis Kuchejda geschäftsführender Gesellschafter Schmidt + Haensch GmbH & Co. Prof. Dr. Kurt Kutzler Präsident Technische Universität Berlin bis 4. Mai. 2010 (stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender) Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach Präsident Technische Universität Berlin ab 5. Mai 2010 (stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender) Prof. Dr. Ing. Reinhard Thümer Präsident Beuth Hochschule für Technik Berlin Prof. Dr. Günther Tränkle Wissenschaftlicher Direktor Ferdinand-Braun-Institut Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik Harald Wolf Senator Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin (stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender)

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ab 1. Dezember 2010 Prof. Dr. Andreas Busch	 Mitglied des Vorstandes Bayer Schering Pharma AG Harald Eisenach Mitglied der Geschäftsleitung Deutsche Bank AG Norbert Geyer	 Inhaber Geyer Gruppe Burkhard Ischler Ltr. Berliner Büro der Leitung Siemens AG (Vorsitzender) Arno Hager 1. Bevollmächtigter Industriegewerkschaft Metall Verwaltungsstelle Berlin Ingeborg Junge-Reyer Senatorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Ulrich Kissing Vorstandsvorsitzender Investitionsbank Berlin Erwin Kostyra Vizepräsident Handwerkskammer Berlin Mathis Kuchejda Geschäftsführender Gesellschafter Schmidt + Haensch GmbH & Co. (stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender) Dr. Andreas Penk Vorsitzender der Geschäftsführung Pfizer Pharma GmbH Prof. Dr. Jörg Steinbach Präsident Technische Universität Berlin Prof. Dr. Günter Stock Präsident Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Reinhard Thümer Präsident Beuth Hochschule für Technik Berlin Prof. Dr. Günther Tränkle Wissenschaftlicher Direktor Ferdinand-Braun-Institut Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik Harald Wolf Senator Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin (stellvertretender Vorsitzender) Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner Senator Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin

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TSB Technologiestiftung Berlin Fasanenstraße 85 10623 Berlin Telefon +49 (0)30 46 30 25 00 Telefax +49 (0)30 46 30 24 44 www.tsb-berlin.de
        
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