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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Bewerbergemeinschaft mit Landschaftsarchitekten und Fachplanern für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen Neubau der Gustav-Heinemann-Schule Berlin Tempelhof-Schöneberg Ergebnisprotokoll

Berlin, Oktober 2014

Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Koordination Nanna Sellin-Eysholdt, Dipl.-Ing. Architektur, II D 11 Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Ulrike Poeverlein, Dipl.-Ing. Architektin Vorprüfung Architektur Jeanne-Francoise Fischer, Dipl.-Ing. Architektin Norbert Giebels, Dipl.-Ing. Architekt Ulrike Poeverlein, Dipl.-Ing. Architektin Marika Schmidt, Dipl.-Ing. Architektin Energieeffizienz und Nachhaltigkeit Torsten Mielecke, Dr.-Ing., BNB Koordinator Carmen Schneider, Dr.-Ing. LCEE Life Cycle Engineering Experts GmbH, Darmstadt Kosten Jürgen Kuhn, SPM Projektmanagement GmbH Mitarbeit bei der Vorprüfung Sofia Ribas Lara Stöhlmcher Lisa Uhlmann Titelbild kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten, Berlin Modellfotos Hans-Joachim Wuthenow Druck A & W Druck

Inhaltsverzeichnis

1.	

Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung vom 16. Oktober 2014

1.1 	 1.2 	 1.3 	 1.4	 1.5	 1.6	 1.7	 1.8 	 1.9 	 1.10	 1.11	 1.12 	 1.13 	 1.14	 1.15	 1.16	

Begrüßung der Teilnehmer/Anwesenheit Konstituierung des Preisgerichts Eröffnung der Preisgerichtssitzung Bericht der Vorprüfung Informationsrundgang Kriteriendiskussion Erster Wertungsrundgang Zweiter Wertungsrundgang Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der Engeren Wahl Festlegung der Rangfolge und Preise Empfehlung des Preisgerichts Öffnen der Verfasserumschläge Schließen der Sitzung Protokollfreigabe Anwesenheitsliste Teilnehmer des Wettbewerbs

7 7 7 8 8 8 9 9 10 16 17 17 17 18 19 24

2.	 2.1 	 2.2 	 2.3 	 2.4	 2.5	 2.6		

Bericht der Vorprüfung Vorlauf Einlieferung der Arbeiten Anonymisierung Vollständigkeit der Arbeiten Vorprüfung Einzelberichte 1375 – 1399 35 35 35 35 37 47

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1.	 Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung vom 16. Oktober 2014
in den Räumen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
 Raum 560 (Alte Kantine)
 Württembergische Straße 6
 10707 Berlin.
 Beginn: 9:00 Uhr – 20:45 Uhr

1.1 Begrüßung der Teilnehmer/Anwesenheit
Herr Peter Ostendorff, Leiter des Referats Wettbewerbe und Auswahlver­ fahren, begrüßt die Sitzungsteilnehmer und stellt die Anwesenheit (siehe Anwesenheitsliste) und Vollzähligkeit des Preisgerichts fest. Herr Osten­ dorff weist darauf hin, dass die Diskussionen während der Jury vertraulich zu behandeln sind.

1.2 Konstituierung des Preisgerichts
Herr Manfred Kühne wird von Herrn Peter Ostendorff vertreten. Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter und Preisrichterinnen wird Herr Prof. Günter Pfeifer einstimmig zum Vor­ sitzenden gewählt. Zu ständig anwesenden stellvertretenden Fachpreisrichtern werden Herr Patrik Dierks und Frau Prof. Dr. Susann Draeger ernannt. Herr Franz­ Wilhelm Garske ist ständig anwesender stellvertretender Sachpreisrichter. Das Preisgericht hat demnach folgende Zusammensetzung: Stimmberechtigte Fachpreisrichter: Günter Pfeifer, Freiburg Stefanie Eberding, Stuttgart Johannes Löbbert, Berlin Cornelia Müller, Berlin Jürgen Schreiber, Ulm Stimmberechtigte Sachpreisrichter: Jutta Kaddatz, Berlin Daniel Krüger, Berlin Peter Ostendorff, Berlin Christine Würger, Berlin

1.3 Eröffnung der Preisgerichtssitzung
Der Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung. Er bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen und lässt sich von den Teilnehmern versichern, dass –		sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Aufgabe und deren Lösung geführt haben und während der Dauer der Sitzung führen werden;

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–		sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhal­ ten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständige an der Vorprüfung teilgenommen haben; –		sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden; –		die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist; –		sie es unterlassen werden, sich über vermutete Verfasser zu äußern. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verpflichtung der Preisrichter auf eine objektive, allein an der Auslobung orientierte Beurteilung der Wettbe­ werbsarbeiten hin.

1.4 Bericht der Vorprüfung
Die Vorprüfung hat einen schriftlichen Bericht verfasst, der dem Preisge­ richt vorliegt. Frau Ulrike Poeverlein erläutert den Aufbau des Vorprüfberichts und berichtet über den Ablauf der Vorprüfung, die Einhaltung der Vorgaben gemäß der Auslobung und die Mitwirkung der Sachverständigen an der Vorprüfung. Der Neubau der Gustav-Heinemann-Schule ist eines von drei Pilot­ projekten, die eine neue Ära von Schulbauten in Berlin einläuten. Ziel ist es, neben neuen räumlich­didaktischen Konzepten, auch neue techno­ logische und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Die drei Neubauvor­ haben sind damit wegweisend und vorbildhaft für die Zukunft der Berliner Schullandschaft. Der Schulbau soll die Zertifizierung in der Qualitätsstufe „Silber“ nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) erhalten. 
 Deshalb werden die Projekte von Beginn an durch einen Koordinator für 
 Nachhaltigkeit begleitet. 
 Herr Kuhn und Herr Mielecke erläutern die Vorgehensweise der Vorprü­ fung im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit sowie Fragen der Energieeffi­ zienz und Nachhaltigkeit.
	

1.5 Informationsrundgang
Ab 9:45 Uhr stellen die Vorprüfer die Wettbewerbsbeiträge in der Reihen­ folge der Tarnzahlen anhand der jeweiligen Pläne und der Prüfbemer­ kungen aus dem Vorprüfbericht vor.
 Der Informationsrundgang endet um 12:25 Uhr.


1.6 Kriteriendiskussion
Nach dem Informationsrundgang führt das Preisgericht eine Grundsatzdis­ kussion zu den Beurteilungskriterien durch. Maßgeblich für die Bewertung sind die in der Auslobung benannten Kriterien. Da der Neubau eines von drei Pilotprojekten des Landes Berlin hinsichtlich des Aspekts der Nachhal­ tigkeit bei Schulneubauten ist, sollen die Kriterien Ressourcen und Energie besonders im Fokus stehen. Weiterhin soll bei der Beurteilung der Arbeiten ein spezielles Augenmerk auf die Nutzungsanforderungen der Schule und die Umsetzbarkeit und Flexibilität hinsichtlich des gewünschten pädago­ gischen Konzepts gelegt werden. Der Vorsitzende schlägt vor, im ersten Wertungsrundgang nur Arbeiten

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auszuschließen, die weder aus städtebaulich­architektonischer Sicht noch im Hinblick auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sowie pädagogische Konzepte weiterführende Ansätze aufweisen.

1.7 Erster Wertungsrundgang
Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im 1. Wertungsrundgang Arbeiten nur einstimmig ausgeschieden werden können, in den weiteren Rund­ gängen erfolgt der Ausschluss dann mit einfacher Stimmenmehrheit. Er erklärt, dass grundsätzlich Rückholanträge gestellt werden können, um bereits ausgeschlossene Arbeiten wieder in das Verfahren aufzunehmen. Rückholanträge können von stimmberechtigten Preisrichtern gestellt werden, über diese wird dann mit einfacher Stimmenmehrheit abgestimmt. Ab 12:45 Uhr findet der erste Wertungsrundgang statt. Wegen städtebau­ licher, gestalterischer und funktionaler Mängel werden im 1. Rundgang folgende Arbeiten einstimmig ausgeschlossen: 1380, 1382, 1386, 1388, 1391, 1397 Der 1. Wertungsrundgang endet um 13:15 Uhr. 13:15 – 13:45 Uhr Mittagspause

1.8 Zweiter Wertungsrundgang
Der Vorsitzende weist darauf hin, dass die Arbeiten im 2. Wertungsrund­ gang mit einfacher Stimmenmehrheit ausgeschlossen werden. Er schlägt vor, dass als Einstieg in die Diskussionen zu den einzelnen Arbeiten jeweils ein/e Preisrichter/in eine kurze Einschätzung der Arbeit mit Bezug auf die wesentlichen Kriterien der Auslobung vorträgt. Nach intensiver Diskus­ sion der einzelnen Arbeiten kommt das Preisgericht zu folgenden Abstim­ mungsergebnissen: 2. Wertungsrundgang Tarnzahl 1375 1376 1377 1378 1379 1381 1383 1384 1385 1387 1389 1390 1392 Ja 3 0 8 0 6 9 2 1 3 1 4 6 0 Nein 6 9 1 9 3 0 7 8 6 8 5 3 9 Ergebnis ausgeschieden ausgeschieden Engere Wahl ausgeschieden Engere Wahl Engere Wahl ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden Engere Wahl ausgeschieden

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1393 1394 1395 1396 1398 1399

0 4 0 0 0 0

9 5 9 9 9 9

ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden ausgeschieden

Somit sind 15 Arbeiten im 2. Wertungsrundgang ausgeschieden, 4 Arbeiten verbleiben im weiteren Beurteilungsverfahren. Die Auslobung sieht die Vergabe von 4 Preisen mit Rangfolge und 4 Aner­ kennungen ohne Rangfolge vor. Der Vorsitzende weist darauf hin, dass die Jury eine andere Vergabe der Preise und Anerkennungen beschließen kann, hierzu ist aber ein einstimmiges Votum erforderlich. Er schlägt vor, zunächst die bisherige Auswahl zu überprüfen und ggf. Rückholanträge zu stellen, über die das Preisgericht mit einfacher Stimmenmehrheit abstimmt. Aus dem Kreis der stimmberechtigten Fach- und Sachpreisrichter wird für die Arbeiten 1375, 1385, 1389 und 1394 ein Rückholantrag gestellt. Der Vorsitzende bittet die jeweiligen Preisrichter um ein kurzes Plädoyer für die Arbeiten. Nach ausführlicher Diskussion wird über die Rückholanträge wie folgt abgestimmt: Rückholantrag Tarnzahl 1375 1385 1389 1394 Ja 9 5 7 6 Nein 0 4 2 3 Ergebnis angenommen angenommen angenommen angenommen

Damit sind die Arbeiten 1375, 1385, 1389 und 1394 in das Verfahren zurückgeholt und ebenfalls Teil der Engeren Wahl. Der 2. Rundgang endet um 17:15 Uhr.

1.9 Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der Engeren Wahl
Die Arbeiten der Engeren Wahl werden durch Fach- und Sachpreisrichter unter Berücksichtigung der vorangegangenen Diskussion schriftlich beur­ teilt. Die Texte werden anschließend verlesen, mit dem Preisgericht abge­ stimmt und wie folgt in das Protokoll aufgenommen:

Arbeit 1375 Die städtebauliche Einfügung einer Abfolge dreier ineinandergreifender Baukörper ist gut nachvollziehbar. Die Entwicklung des Vorplatzes mit dem Haupteingang gelingt maßvoll und ist richtig zugeordnet, jedoch wird die Einbeziehung des benachbarten Wohnungsbaus kontrovers diskutiert. Insgesamt vermittelt sich ein ausgewogener Eindruck, auch in Hinsicht

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auf die Zuordnung der Außenräume und die sparsame Bebauung des Grundstückes mit einer gewissen stadträumlichen Ordnungskraft. Gut zugeordnet ist der Schulhof, in akustischer Abgrenzung zum kleinteiligen Wohngebiet, eingebettet in den umgebenden Grünraum. Die Anbindung der vorhandenen Sporthalle gelingt selbstverständlich. Die Haupterschließung ist großzügig und gut zentral platziert. An ihr 
 entwickelt sich eine den gebauten Schulkomplex durchziehende Nord­
 Süd­Achse als ordnende Flurzone. 
 Der zweigeschossige Baukörper bildet als eine Art Sonderbaukörper ein 
 großes Atrium über beide Geschosse, das der Schule einen offenen und 
 großzügigen Duktus verleiht. Diagonale Blickbeziehungen in den Außen-
 raum bewirken zudem eine positive Wahrnehmung von Transparenz und 
 Einbeziehung des Außenraums.
	 Die Anordnung des Mehrzweckraums inmitten des Foyerraums wird in 
 funktionaler Hinsicht jedoch sehr kritisch gesehen, da die Erzeugung eines 
 umschlossenen Raums mit möglicherweise mobilen Trennwandsystemen nahezu unmöglich ist. Dieser hätte zudem keinen oberen Abschluss, womit akustische sowie brandschutz­ und lüftungstechnische Aspekte ausgeklammert blieben.
 Die räumliche und strukturelle Ordnung der Unterrichtsräume in den erdge­ schossigen, dem Foyer angegliederten Bereichen ist von guter Qualität. Verkehrsflächen sind übersichtlich und die Entwicklung um zwei Innenhöfe bewirkt eine gute Orientierung. Die Anordnung der Musikbereiche vis-à-vis zur kleinteiligen Wohnbebauung ist aus akustischen Gründen problema­ tisch. Die beiden Obergeschosse zeichnen sich durch klare Hierarchien, dominiert durch die langgestreckte Haupterschließung, aus. Dieser sind Innenhöfe und Foyers mit umgebenden Raumschichten angelagert. In Fragen der Nachhaltigkeit wird die Belichtungseinschränkung durch tiefe Stürze kritisch gesehen. Das Konzept der natürlichen Lüftung wird positiv gewertet, jedoch die Überströmung innen/außen und Raum/Flur aus primär akustischen Aspekten angezweifelt. Aussagen zum Reini­ gungskonzept der Fassade werden vermisst. Die Verwendung weitgehend mineralischer Baustoffe wird begrüßt. Das Projekt erfüllt weitestgehend die Anforderungen bezüglich der ener­ getischen Qualität. Flächen für die Energiebereitstellung über Holzpellets sind nicht dargestellt. Arbeit 1377 Das städtebaulich­landschaftsarchitektonische Gesamtkonzept lässt eine klare und eindeutig neue stadträumliche Setzung in Nord­Süd­Ausrich­ tung erkennen. Der Auftakt des Schulgebäudes selbst zeichnet sich durch eine signifikante, U­förmige Gebäudefiguration am Tirschenreuther Ring, Ecke Wiesauer Weg mit östlich dem Gebäude folgenden Haupteingang vor. Durch diese Positionierung entsteht eine klare neue Raumkante zum Fuchsmühler Weg.
 Das Gebäudeensemble beginnt mit der starken Geste einer Magistrale, 
 die – durch drei Raumsequenzen rhythmisiert – die einzelnen angedockten Baukörper, z.B. für die Bereiche Arbeitslehre, Ganztagsbereich, Kunst­ Musik­Mensa und Bibliothekssaal im EG und die einzelnen Jahrgangsstufen und Naturwissenschaften im 1. und 2. OG analog mit gut belich­ teten Zuwegungen sowie Räumen erschließt. Ein zentraler, offener Treff­

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punkt mit Holzdecks zum Verweilen ist an diesem zentralen Punkt ebenso verortet. Die Erschließung durch ausreichende Treppenhäuser ist gewähr­ leistet. Im städtebaulichen Gesamtkontext werden jedoch die Geschos­ sigkeit des westlichen Gebäudeabschnittes sowie die vorgeschlagene begehbare Dachbegrünung kontrovers diskutiert. Der fließende Übergang der Erschließungsmagistrale ohne räumlichen Abschluss zur bestehenden Sporthalle wird kritisch gesehen. Für das Gebäudeensemble wird eine sich aus dem Konzept heraus erklärende Lärchenholzfassade vorgeschlagen, die identitätsstiftend den zukünftigen Schulcampus als neue Adresse überzeugend komplettiert. Die gewünschten Vorgaben zum Freiraum wie Baumbestand, Schulgarten, Japanischer Garten sowie Beachvolleyballfeld sind integrativ sinnvoll in das Gesamtkonzept eingepflegt und bilden einen fließenden Übergang in den Naturraum des Grünzuges. Das vorgeschlagene Konzept lässt eine nachhaltige und nutzungsori­ entierte Bearbeitung erkennen. Zur Energieversorgung wird eine Gas­ Absorptions-Wärmepumpe vorgeschlagen, was einen unterdurchschnitt­ lichen Energiebedarf erwarten lässt. Arbeit 1379 Dem desperaten Umfeld verschiedenartiger Bauformen setzen die Verfasser konzeptionell ein Gebäude mit einem frei komponierten Formen­ kanon entgegen. Um einen tief in die Gebäudestruktur geformten Schulhof ranken sich eine Anzahl Baukörper, die über auskragende Dächer und Balkone miteinander verschlungen sind. Der Eingang an der Ecke Wiesauer Straße/Tirschenreuther Ring ist grundsätzlich richtig. Die Versiegelung des Geländes ist exorbitant und der großzügigen Gebäudestruktur geschuldet. Innerhalb der freien Grundrissformen können sich die Klassencluster gut abbilden. Sie sind eigenständig, aber über das Erdgeschoss und über die Dächer der Obergeschosse miteinander verbunden. Vorteile dieser freien Gebäudefügung findet man in der Fügung des Raumprogramms nach den Zuordnungen, die man eben braucht. In diesem Falle hat man an der pädagogischen Leistungsfähigkeit dieses Konzept gar keine Zweifel. Erkauft wird dies alles mit großen und langen Fluren und Verbindungsflä­ chen in Form ringsum auskragender Balkonplatten in unterschiedlichen Tiefen sowie begehbaren Dachflächen. Eine strukturelle Konstruktion ist nur ansatzweise erkennbar. Der Beitrag erfüllt die energetischen Anforderungen, in der Fassade besteht erhebliches Optimierungspotenzial. Das vorgeschlagene hybride Lüftungssystem wird als praktischer Beitrag angesehen. Die Fluchtwege und -treppen über die Balkone/Laubengängen vor den Klassenräumen müssen überprüft werden. Vorteil dieses Entwurfes ist die glaubwürdige Vermittlung eines Lebens­ gefühls. Er wird leider ein Traum bleiben und kein vorbildliches Pilotpro­ jekt werden können, wenn die Verfasser nicht auf die Trias ökologischen Bauens zurückfinden: Effizienz, Resilienz und Suffizienz.

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Arbeit 1381 Konsequent positioniert sich der kompakte, viergeschossige Baukörper am nördlichen Grundstücksrand und bildet einen gut bemessenen und orientierten Eingangshof. Gleichzeitig ermöglicht diese Setzung einen großzügigen, zusammenhängenden Freibereich, der rund um eine feste Mitte differenziert gestaltet ist. Die Fügung zweier gegeneinander versetzter Kuben um ein Atrium und an einem Hof erzeugt ein leistungsfähiges Schulhaus. Es entsteht eine klare Wegeführung, die eine einfache und sinnige Orientierung in allen Bereichen ermöglicht. Über die als zusätzliche Aula ausgebildete Foyerhalle erhält das Haus eine sehr gut dimensionierte, lebendige Mitte. Die Zuordnung der Unterrichtsräume zu Jahrgangsclustern gelingt problemlos. Außenraumbezüge werden differenziert im EG und über Musiksaal und Bibliothek im OG angeboten. Als gut gegliederter Massivbau setzt der Entwurf auf eine haptisch anspre­ chende und dauerhafte Materialisierung; Massivholz für die öffentlichen Bereiche im Inneren kontrastiert harmonisch mit den warm-grauen Ziegel­ fassaden. Die Proportionierung einiger Klassenräume erscheint ungünstig, weil zur Fassade zu tief. Die Belichtung der Unterrichtsräume ist bis auf zwei Werkräume im EG gut. Die Oberlichtverglasung zu den oberhalb angrenzenden Fassadenöffnungen verursacht einen erhöhten Aufwand im baulichen Brandschutz. Insgesamt stellt die Arbeit eine qualitäts­ und maßvolle Antwort auf die Aufgabe „nachhaltige Schule“ dar und kann insbesondere durch ihre konsequente und durchdachte architektonische Umsetzung der Aufgabe überzeugen. Das Energiekonzept scheint plausibel. Hinsichtlich der Wärmeübergabe in den Räumen wäre eine Alternative zur vorgeschlagenen Bauteilaktivie­ rung zu prüfen. Arbeit 1385 Der kompakte 3­geschossige und zweigegliederte Baukörper wird an der Ecke Wiesauer Straße/Tirschenreuther Ring richtig platziert. Die Lage ermöglicht einen sinnvollen Vorbereich für die Schule sowie einen großen zusammenhängenden Pausen­ und Freiraumbereich im Süden des Grundstücks. Eine durchgehende Schulpassage verbindet den im Norden gelegenen Eingangsbereich mit dem südlichen Pausenhof. Die Lage von Aula sowie Cafeteria an dieser Achse mit Blick und Zugang in den Freiraum wird positiv gewertet. Ebenso werden Anordnung und Gestaltung der Bibliothek im 1. OG sowie der Arbeitsplätze für Informatik im 2. OG, die sich terras­ senartig zur Schulpassage orientieren, von der Jury gewürdigt. Die Orientierung in den beiden Obergeschossen ist im Grundsatz gegeben, eine Clusterbildung für die einzelnen Jahrgangsstufen jedoch nicht möglich. Die Flurbereiche sind in einzelnen Bereichen ohne natürliche Belichtung

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und ohne eine besondere Aufenthaltsqualität. Ebenso werden einzelne Unterrichtsräume hinsichtlich Größe und Belichtung kritisch bewertet. Die mit horizontal angeordneten Fenstern gestaltete Lochfassade aus Sichtbetonelementen erscheint angemessen und lässt die schulische Nutzung des Gebäudes erkennen. Die Arbeit erfüllt im Wesentlichen die gestellten energetischen Anforde­ rungen. Die über eine erdgekoppelte Wärmepumpe erzeugte Energie wird über den Fußboden in die Räume abgegeben. Entsprechende Luftkanal­ führungen im Gebäude wären noch nachzuweisen. Arbeit 1389 Die Stärke des Projektes liegt in dem sehr prägnanten Solitär. Grund­ idee der Arbeit ist es, einen „Solitär im Grünen“ zu schaffen, was städte­ baulich positiv bewertet wurde. Der Freiraum zum Tirschenreuther Ring schafft einen qualitativ hochwertigen städtischen Vorplatz. Der Übergang vom Gebäude zum Außenraum im Erdgeschoss wurde jedoch kontrovers diskutiert. Positiv ist von der Jury der große zusammenhängende Schulhof im Süden des Gebäudes bewertet worden. Der Außenraum wird durch den kompakten Baukörper sehr großzügig. Auch der Innenhof ist großzügig bemessen und gut nutzbar. Der fünfeckige Solitär stellt eine starke Figur mit hohem Wiedererken­ nungswert dar. Dass das Gebäude „schwebt“ wurde kontrovers diskutiert. Der Baukörper verspricht eine Leichtigkeit, wirkt aber im Erdgeschoss mit einem Durchgang von 3,05 m lichter Höhe massiv und drückend. Interes­ sant wertete die Jury den Wechsel von 2­bündigen zu 1­bündigen Erschlie­ ßungsgängen. Die Erschließung und Anlieferung ist mit nur einem Aufzug zum Teil problematisch (z.B. ist Werken im 1. OG, die Zulieferung jedoch im EG). Die Funktionszuordnung der Unterrichtsbereiche (insbesondere Naturwissenschaften im 2. und 3. OG) wurde von der Jury kritisch beur­ teilt. Die Clusterung ist nicht gegeben. Problematisch ist auch die räum­ liche Qualität der Eckräume, die der Symmetrie des Gebäudes geschuldet ist. Der Brandschutz ist in einigen Bereichen des Gebäudes nicht ausrei­ chend. Für eine bessere Akustik wurden Akustikbaffelelemente vorgeschlagen. Die Bibliothek ist zum Flurbereich offen und dadurch schalltechnisch problematisch. Auch die Tageslichtqualität ist in allen kleineren Eckräumen problematisch. BRI ist mit 82 % relativ niedrig. Der Endenergiebedarf ist durch die Wahl der Versorgungssysteme Erdwärme und PV mit 59 % sehr gering. Die Flächen der Technikräume sind mit 144 m2 zu gering. Das Projekt ist eines von wenigen, welches die Reinigung der Fensterflächen von innen ermöglichen, was sich positiv auf die LCC auswirkt. Arbeit 1390 Die Arbeit stellt sich gut in den städtebaulichen Kontext. Sie reagiert mit ihrer linear orientierten Kammstruktur sowohl auf die kleinteilige Einfamilienhaus-Bebauung im Westen, als auch auf den überregionalen

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Grünzug im Osten des Grundstücks. Dieses Konzept schafft eine ange­ messene Eingangssituation zum Tirschenreuter­Ring und unterstützt diffe­ renziert gestaltete Außenräume. Zugleich verbleibt eine große, zusam­ menhängende Freifläche. Ausgehend von dem großzügig bemessenen Eingangsfoyer, an welches der Mehrzwecksaal und die Mensa direkt angebunden sind, bildet der Schul­ boulevard das Rückgrat der räumlichen Struktur. Die Unterrichtsräume sind nach dem Jahrgangsstufenhausprinzip geordnet. Die Erschließungsflächen der Cluster bieten die Möglichkeit, als informelle Funktionsflächen jenseits der Raumprogrammanforderungen genutzt zu werden, bzw. sind dort die Gruppenräume angeordnet. Der Mehrzwecksaal (AB­Bereich) ist separierbar für externe Nutzungen. Die Nord-Süd-Ausrichtung der Unterrichtsräume ist positiv für den sommerlichen Wärmeschutz. Sämtliche Räume sind optimal mit Tages­ licht versorgt. Die Flächeneffizienz ist unter Beibehaltung des Konzeptes optimierbar. Das Energie­ und Klimakonzept bedarf der grundlegenden Überarbeitung, eine Optimierung scheint möglich. Den Entwerfern ist es gelungen, durch Maßstäblichkeit und differenzierte Raumbildung das Entwurfsziel „Schule als Lebensraum“ umzusetzen. Der 2. Rettungsweg ist zu korrigieren. Das Brandschutz­Konzept ist zu überarbeiten. Arbeit 1394 Zwei zueinander versetzte Atrium­Baukörper an der nordwestlichen Ecke des Grundstücks bilden das Entree der Gustav-Heinemann-Schule. Über einen großzügig bemessenen Vorplatz gelangt der Schüler zum Gebäude. Die Zuwegung wird bestimmt durch eine Eingangsachse, die spannungs­ voll das Gebäude durchläuft und wohltuend in den angrenzenden Außenbereich überleitet. Allerdings liegt der Eingangsbereich zu weit vom Tirschenreuther Ring und dem Schülerzufluss entfernt. Die Position vom Gebäude lässt genügend Luft und Raum für großzügig und gut struktu­ rierte Freiraumbereiche und arbeitet mit einer geringen Flächenversiege­ lung. Vom Hauptzugang gelangt man in eine großzügige Eingangssituation, die den Blick in den Schulhof freigibt. Diese liegt an einer Erschließungsma­ gistrale, an die die vertikale Erschließung und die Höfe angegliedert sind. Vorraussetzung für den Sichtbezug Foyer ist jedoch die Öffnung vom Mehrzweckraum, der leider häufig im Betrieb ist. Auch die Zugänglichkeit des Cafés ist in diesem Fall gestört und lässt einen barrierefreien Zugang vermissen. Funktional ist der Baukörper klar gegliedert und gewährlei­ stet durch die Atrien eine gute Orientierung und Belichtungssituation. Die Anordnung der Verwaltung an der Magistrale im 1. OG ist nicht befrie­ digend, die Jahrgangszuordnungen und Clusterbildung in den oberen Geschossen nicht erfüllt. Die angedachte Fassade in Holzkonstruktion überzeugt durch ihre offene und maßstäbliche Anmutung, schafft Identität zum Ort.

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Die Belichtung im Mehrzweckraum ist nur unzureichend gewährleistet. Die Tageslichtsituation in den Klassentrakten ist gut gelöst. Mit der Holzfas­ sade sind nachwachsende Rohstoffe im Einsatz. Der Energiebedarf ist kostenmäßig im Mittelfeld. Die vorgeschlagene Wärmeversorung mit Fern­ wärme kann vor Ort nicht realisiert werden. Der Entwurf besticht durch seine Klarheit im Baukörper und der inneren Struktur, die sich in einem angenehm anmutenden Erscheinungsbild nach außen trägt. Leider sind die funktionalen Zusammenhänge nicht befriedi­ gend gelöst.

1.10 Festlegung der Rangfolge und Preise
Die schriftlichen Beurteilungen werden verlesen. Nach ausführlicher Diskussion der verbliebenen 8 Arbeiten wird der Antrag gestellt, die Arbeiten 1375, 1385, 1389 und 1394 mit einer Anerkennung auszuzeichnen. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Herr Prof. Pfeifer verlässt um 19:00 Uhr die Sitzung, Herr Johannes Löbbert wird vom Preisgericht einstimmig zum Vorsitzenden ernannt und übernimmt die Leitung. Herr Patrik Dierks wird zum stimmberechtigten Fachpreisrichter ernannt. Es folgt eine vertiefende Betrachtung der 4 verbliebenen Arbeiten. Unter Abwägung der komplexen Aufgabenstellung und der vielschichtigen Erwar­ tungen an den Schulneubau als wegweisendes und vorbildhaftes Pilot­ projekt für die Zukunft der Berliner Schullandschaft, werden die Arbeiten erneut ausführlich diskutiert. Herr Prof. Schreiber verlässt die Sitzung um 20.00 Uhr, Frau Prof. Dr. Susann Draeger wird zur stimmberechtigten Preisrichterin ernannt. Nach Abschluss der Diskussion wird der Antrag gestellt, der Arbeit 1379 den 4. Rang zu erteilen. Es wird wie folgt abgestimmt: 1379 4. Rang 9 : 0 Ja/Nein-Stimmen

Im Anschluss wird für die verblieben 3 Arbeiten der Antrag gestellt, jeweils den 1. Rang zu erteilen: Der Antrag wird wie folgt abgestimmt: 1377 1381 1390 1. Rang 1. Rang 1. Rang 2 : 7 Ja/Nein-Stimmen 7 : 2 Ja/Nein-Stimmen 1 : 8 Ja/Nein-Stimmen

Damit ist die Arbeit 1381 auf dem 1. Rang. Die weitere Rangfolge beschließt das Preisgericht mit folgenden Abstim­ mungsergebnissen: 1377 1390 2. Rang 3. Rang 7 : 2 Ja/Nein-Stimmen 9 : 0 Ja/Nein-Stimmen

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Die Wettbewerbssumme verteilt sich gemäß Auslobung wie folgt: 1381 1377 1390 1379 1375 1385 1389 1394 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis Anerkennung Anerkennung Anerkennung Anerkennung 43.000 Euro 28.000 Euro 19.000 Euro 14.000 Euro 6.500 Euro 6.500 Euro 6.500 Euro 6.500 Euro

1.11 Empfehlung des Preisgerichts
Das Preisgericht empfiehlt die Arbeit mit der Tarnzahl 1381 zur Realisie­ rung. Bei der weiteren Bearbeitung sollen die in der schriftlichen Beurtei­ lung genannten Aspekte sowie die nachstehenden Punkte berücksichtigt werden: –		Raumzuschnitte sind in Teilbereichen zu überarbeiten, Programm­ unterschreitungen (in Teilbereichen der Oberstufe) zu korrigieren. Der Musikbereich ist zu optimieren, die Räume der Grundstufe sind der Oberstufe zuzuordnen. –		Die Belichtung einiger Räume im WAT­Bereich ist zu überprüfen. Das Atrium ist durch geeignete Maßnahmen vor Überhitzung zu schützen. –		Der Reinigungsaufwand der Glasflächen ist zu überprüfen und Einsparpotenziale auszuschöpfen. –		Die Außenanlagen sind in Abstimmung mit der Schule zu optimieren.

1.12 Öffnen der Verfasserumschläge
Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen.

1.13 Schließen der Sitzung
Der Vorsitzende bedankt sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei der Vorprüfung, und bittet das Preisgericht um Entlastung der Vorprüfung. Er gibt den Vorsitz an Herrn Peter Ostendorff zurück, der sich bei allen Beteiligten für die engagierte Arbeit und die Diskussionsbeiträge und insbe­ sondere bei Herrn Prof. Pfeifer als Vorsitzendem und bei Herrn Löbbert, der die Aufgabe des Vorsitzes in der schwierigen Entscheidungsphase souverän gemeistert hat, bedankt. Abschließend bedankt sich Herr Garske als Vertreter des Bauherrn bei allen Beteiligten sowie bei der Senatsver­ waltung für Stadtentwicklung und Umwelt für die Durchführung des Verfah­ rens. Die Sitzung wird um 21:15 Uhr geschlossen.

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1.14 Protokollfreigabe

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1.15 Anwesenheitsliste

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1.16 Teilnehmer des Wettbewerbs
1. Preis Arbeit 1381 Verfasser: kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten, Berlin Timm Kleyer Alexander Koblitz Matthias Gall, Stefan Schreck, Vincent Ghozlan sinai Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin AW Faust Lene Zingenberg, Maja van der Laan Augustat & Partner, Berlin Marco Augustat EiSat | Eisenloffel.Sattler + Partner Gesellschaft Beratender Ingenieure, Berlin

Mitarbeiter: Landschaftsarchitektur: Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Tragwerksplanung:

2. Preis Arbeit 1377 Verfasser: Mitarbeit:

Haberland Architekten Berlin Jost Haberland Robert Heimann

Landschaftsarchitekten: plateau landschaftsarchitekten partnerschaftsgesellschaft, Berlin Verfasser: Katrin Böhringer Svenn Gleue GWJ Ingenieursgesellschaft für Bauphysik, Cottbus Dr. Volker Grosch WTM Engineers Berlin Markus Schoppe rw-plan, Potsdam Holm Rose

Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Tragwerksplanung:

Haustechnik:

3. Preis Arbeit 1390 Verfasser: Mitarbeit: Landschaftsarchitektur:

Ackermann + Raff GmbH & Co. KG, Stuttgart Oliver Braun Stefan Hofmann, Isabell Christian Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart

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Verfasser: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit:

Michael Glück CSZ, Berlin Olaf Siegeris Marion Herrmann, Gülcan Korkmaz

4. Preis Arbeit 1379 Verfasser: 
 Mitarbeit: 


Behnisch Architekten, Stuttgart Stefan Behnisch 
 Stefan Degott , Francois Servera, 
 Florian Hagmüller, Katja Hötz

Landschaftsarchitektur: 
 Behnisch Architekten Verfasser:
 Andreas Peyker Mitarbeit: 
 Nadine Waldmann Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: ENERGY DESIGN CODY CONSULTING GmbH, Graz Prof. Brian Cody

4 gleichrangige Anerkennungen Arbeit 1375 Verfasser: Georg • Scheel • Wetzel Architekten, Berlin Bettina Georg Tobias Scheel Simon Wetzel Olaf Kobiella Dr. Bernhard Korte freier Landschaftsarchitekt, Grevenbroich GN­Bauphysik Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart Manfred Finkenberger Daniel Bader

Mitarbeit: Landschaftsarchitektur:

Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit:

Arbeit 1385

Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin Alexander Gyalokay Edzard Schultz Philipp Buthe, Jan Giesen, Gautam Shastri Kretzschmar & Partner, Freie Landschaftsarchitekten, Dresden

Verfasser: Mitarbeit: Landschaftsarchitektur:

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26

Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit: TGA:

Tobias Sachse Günter Kretzschmar Frauke Craco Krebs und Kiefer Beratende Ingenieure für das Bauwesen GmbH, Dresden Karsten Däumer René Horschig Rentschler und Riedesser Ingenieurgesellschaft für Technik im Bau mbH, Berlin Herr Trautwein, Herr Semler Krebs und Kiefer Beratende Ingenieure für das Bauwesen GmbH, Dresden Herr Schneider KLW Ingenieure GmbH, Berlin Herr Menzel

Tragwerksplanung:

Brandschutz:

Arbeit 1389 Verfasser: Mitarbeit: Landschaftsarchitektur: Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit:

schulz & schulz architekten gmbh, Leipzig Ansgar Schulz Benedikt Schulz Florian Husemeyer, Martin Grasse, Daniel Esser Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin Stefan Bernard Fabian Lux Müller­BBM GmbH, Berlin Frank Hülsenberg Michael Pfister

Arbeit 1394

ARGE CKRS Clarke Kuhn und Rozynski Sturm Architekten, Berlin Maria Clarke, Roland Kuhn, Daniel Rozynski, Susanne Sturm Dan Bernos, Sofia Meliou, Annabel Kuntze HAHN HERTLING VON HANTELMANN Landschaftsarchitekten, Berlin Inga Hahn Katja Schneider

Verfasser: Mitarbeit: Landschaftsarchitektur:

Verfasser: Mitarbeit:

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Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit:

Winter Beratende Ingenieure für Gebäude­ technik Berlin GmbH Thorsten Willner Jordan Kornfeld, Stephanie Hommel

2. Rundgang Arbeit 1376 Verfasser: Mitarbeit: Landschaftsarchitektur: AHM Architekten BDA, Berlin Rolf Mattmüller Judith Henrichfreise K1 Landschaftsarchitekten Kuhn Klapka GmbH, Berlin Catherine Kuhn Peter Young planungsteam energie+bauen Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Dr. Matthias Kloas

Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser:

Arbeit 1378

ARGE MEURER GENERALPLANER GMBH Frankfurt mit a+a architecture+amenagement s.a. Luxemburg Thomas Meurer Hermann Esslinger Julian Christophe, Regina Losing

Verfasser: 
 Mitarbeit: 


Landschaftsarchitektur:
 A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin Verfasser:
 Mitarbeit: 
 Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Arbeit 1383 Verfasser: Mitarbeit: Steffan Robel Sibylle Lacheta, Matteo Basta TRANSSOLAR Energietechnik GmbH, München Christian Oberdorf Staab Architekten GmbH, Berlin Volker Staab Petra Wäldle, Jacob Steinfelder, Roberto Zitelli, Sandra Vrancic Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin Luc Monsigny Kristina Rusnakova

Landschaftsarchitektur: Verfasser: Mitarbeit:

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28

Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser:

Winkels Behrens Pospich Ingenieure für Haustechnik GmbH, Münster Andreas Winkels

Arbeit 1384 Verfasser: Mitarbeit: Landschaftsarchitektur: Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Brandschutz:

Hausmann Architekten GmbH, Aachen Frank Hausmann Oliver Kratz Lohaus + Carl GmbH, Hannover Peter Carl Guido Pohndorf planungsgruppeDREI PartG Architekten + Ingenieure, Mühltal Stefan Reuther Kempen Krause Ingenieure GmbH, Aachen Monika Wildt

Arbeit 1387 Verfasser:

IBUS Architekten, Berlin/Bremen Ingo Lütkemeyer Gustav Hillmann Hans-Martin Schmid Mathias Salbeck, Holger Schoefer, Petra Böttcher, Juliane Lütkemeyer Alkewitz Landschaftsarchitektur, Berlin Ines Alkewitz Albert Armbruster, Maik Karl BLS Energieplan GmbH, Berlin

Mitarbeit:

Landschaftsarchitektur: Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit: Arbeit 1392

Jens Krause
 Ben Wilfert
 Numrich Albrecht Klumpp 
 Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
 Arthur Numrich
 Michael Filser, Martin Kranich,
 Malte Schmidt, Lennart Beckebanze KuBuS Freiraumplanung GbR, Berlin Rudolf Kaufmann

Verfasser: Mitarbeit:

Landschaftsarchitektur: Verfasser:

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Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit:

Rabea Seibert Ingenieurgesellschaft W33 mbH, Berlin

Afschin Tabassomi Michael Moritz

Arbeit 1393

AG Zimmermann / Raum und Baum GmbH, Dresden Ralph Hengst Norbert Zimmermann Rico Schubert, Stefan Görner

Verfasser: 
 Mitarbeit: 


Landschaftsarchitektur: 
 Storch.Landschaftsarchitektur, Dresden Verfasser:
 Mitarbeit: 
 Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit: TGA: Verfasser: Robert Storch Marlene Weidlich, Ulla Freitäger Raum und Baum GmbH, Dresden

Ralph Hengst Rico Schubert Schimmel – Beratende Ingenieure, Berlin Thomas Martin Schimmel A. Kühling

Arbeit 1395 Verfasser:

ARGE – MALE; ARCHEA, Berlin Vera Martinez Christiano Lepratti M. Casamonti Laura Andreini Giovanni Polazzi Vincenzo Andreotti, Vincenza La Rocca Angelo Lagostina Franchi + Associati, Pistoia

Mitarbeit:

Landschaftsarchitektur:

Verfasser:

Gianfranco Franchi Paola Cioni Chiara Tesi BALCK + PARTNER FACILITY ENGINEERING, Heidelberg

Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen:

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30

Verfasser: Statik:

Gerhard Kuder S.A.N. ­ Stöffler Ashry Neujahr – Beratende Bauingenieure GmbH, Darmstadt Claus Maier

Arbeit 1396 Verfasser:

Roswag Architekten GvA mbH, Berlin Eike Roswag Marine Miroux Maria Scheicher Kathrin Dietsche, Annika Meierlücke Pierre Lambrecht Anna Viader – Städtebau Architektur, Berlin Anna Viader Elena Ferrari HDH Ingenieurgesellschaft für technische Gebäudeausrüstung mbH, Berlin Jürgen Honisch Jens Kuhlmann Ziegert Seiler Ingenieure GmbH, Berlin Uwe Seiler IM Mauruschat Ingenieurbüro Hausladen GmbH, Kirchheim Cornelia Jaco augustinundfrank Architekten, Berlin Georg Augustin Ute Frank Max Stieglmeier, Stellen Winkler, Katharina Woicke, Yvonne Fissel Henningsen Landschaftsarchitekten, Berlin Jens Henningsen Eva Zerjatke PICHLER Ingenieure GmbH, Berlin

Mitarbeit:

Landschaftsarchitektur: Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser:

Tragwerkskonzept:

Brandschutz: Klimadesign:

Arbeit 1398 Verfasser:

Mitarbeit:

Landschaftsarchitektur: Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Haustechnik:

Andreas Schulz Building Applications Kasche Lußky Krühne, Berlin

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31

Arbeit 1399 Verfasser: Mitarbeit:

wHY , New York Kulapat Yantrasast Tim Culbert
 Andrija Stojic, Christoph Boeckeler,
 Daniel Aronberg, Matthew Young wHY ­ Grounds, New York Kulapat Yantrasast Mark Thomann Bollinger + Grohmann Ingenieure, Frankfurt am Main Klaus Bollinger Mirko Klein

Landschaftsarchitektur: Verfasser:

Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit:

1. Rundgang Arbeit 1380 Verfasser: Mitarbeit: ARGE AllesWirdGut - HERTL, Wien Herwig Spiegl Gernot Hertl Lukas Morong, Josephine Herrmann, Jacopo Reale el:ch landschaftsarchitekten, Berlin Elisabeth Lesche Britta Jessen Schöberl & Pöll GmbH, Wien Helmut Schöberl Jakob Schleger

Landschaftsarchitektur: Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeiter:

Arbeit 1382 Verfasser: Mitarbeit:

TREUSCH architecture ZT GmbH, Wien Andreas Treusch Christopher Gramer, Julian Fissler Christoph Thöni Neumann Gusenburger Landschaftsarchitekten, Berlin

Landschaftsarchitektur:

Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen:

Thomas Gusenburger Estela Bujan Otero, Riccardo Pucella MICHAEL TRIBUS ARCHITECTURE, Lana (Bozen)

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Verfasser:

Dr. Arch. Michael Tribus

Arbeit 1386 Verfasser:
 Mitarbeit:


Freitag Hartmann Sinz Architekten, Berlin Ch. Hartmann R. Sinz Svenja Krist, Jonas Güldenberg, Vanessa Mader

Landschaftsarchitektur: 
 Fugmann Janotta Landschaftsarchitekten, Berlin Verfasser:
 Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Tragwerksplanung: Arbeit 1388 Verfasser: Harald Fugmann Saara Yilhonen, Marlen Matthäus Ingenieurbüro SICK, Berlin

Friedrich Sick ifb frohloff staffa kühl ecker, Berlin ARGE KLP + thoma architekten, Berlin Roland Kummer Hermann Thoma Tom B. Förster Steven Neukirch, Enikö Ujvári, Eduard Dewald hutterreimann landschaftsarchitektur gmbh, Berlin Barbara Hutter Stefan Reimann Janika Schmidt MF Dr. Flohrer Beratende Ingenieure GmbH, Berlin Stephan Heinrich Francesco Basile, Mareen Specht

Mitarbeit: Landschaftsarchitektur:

Verfasser: Mitarbeit: Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Mitarbeit:

Arbeit 1391 Verfasser: Mitarbeit:

ludloff+ludloff Architekten, Berlin Laura Fogarasi-Ludloff Jens Ludloff Andrea Zickhardt, Simon Bagge, Lukas Schlüter, Moritz Bley, Alexander Corvinus Lavaland GmbH & TH Treibhaus, Berlin Laura Vahl Deniz Dizici Victor Garcia Segarra, Michal Boleraszky

Landschaftsarchitektur: Verfasser: Mitarbeit:

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Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Mitarbeit: Tragwerk:

WS Green Technologies GmbH, Stuttgart Ute Helbich, Giulia Peretti WS Green Technologies GmbH, Stuttgart Roland Bechmann WS Green Technologies GmbH, Stuttgart Jürgen Schroth Akustik-Ingenieurbüro Moll GmbH, Berlin Annika Moll Archimation Werk5

Versorgungstechnik:

Akustik:

Visualisierung: Modell:

Arbeit 1397 Verfasser:
 Mitarbeit:


ReimarHerbst.Architekten BDA, Berlin Reimar Herbst Angelika Kunkler Janina Schlüter, Sebastian Oertel

Landschaftsarchitektur: 
 Bode, Williams und Partner, Berlin Verfasser:
 Mitarbeiter:
 Energieeffizientes/ nachhaltiges Bauen: Verfasser: Tragwerksplanung: Udo Bode Benjamin Boye Ingenieurgesellschaft Zimmermann mbH, Berlin Mirko Zimmermann R&P RUFFERT Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Holger Bruch

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2. Bericht der Vorprüfung
Bericht der Vorprüfung zur Preisgerichtssitzung am 16. Oktober 2014.

2.1 Vorlauf
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 11.02.2014 in einem vorgeschalteten Bewerbungs­ verfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 25 Architekten in Bewerber­ gemeinschaft mit Landschaftsarchitekten und Fachplanern für energie­ effizientes und nachhaltiges Bauen ausgewählt. Die Auslobungsbroschüre wurde den Teilnehmern in digitaler Form am 20. Juni 2014 per E­Mail zugesendet. Die digitalen Anlagen zum Wettbewerb standen gleichzeitig zum Download (Zugang mit Passwort) zur Verfügung. Die gedruckte Auslobungsbroschüre wurde am 24. Juni 2014 während des Ausgabekolloquiums an die Teilnehmer übergeben. Die Rückfragen der Teilnehmer konnten bis zum 30. Juni 2014 schriftlich gestellt werden. Die Zusammenstellung der Fragen und Antworten wurde mit Anlagen am 10. Juli 2014 versandt. Am 10. Juli 2014 wurden auch die Modelleinsatzplatten an die teilnehmenden Büros versendet.

2.2 Einlieferung der Arbeiten
Der Abgabetermin für die Planungsunterlagen war der 02. September 2014, 16 Uhr. Bis zu diesem Termin mussten alle Wettbewerbsbeiträge bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Brückenstr. 6, 10179 Berlin vorliegen. Es galt nicht das Datum des Poststempels. Alle 25 Arbeiten gingen termingerecht ein, wurden bei der Senatsverwal­ tung für Stadtentwicklung in der Brückenstraße 6 entgegengenommen, quittiert und Datum und Uhrzeit sowie Art der Unterlagen in einer Sammel­ liste notiert. Die Wettbewerbsunterlagen wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprü­ fung, Alte Kantine, Raum 560, Württembergische Straße 6, transportiert.

2.3 Anonymisierung
Die eingegangenen Arbeiten sowie die dazugehörigen Verfassererklärungen und alle sonstigen abgegebenen Unterlagen wurden nach dem Zufalls­ prinzip mit einer 4­stelligen Tarnzahl von 1375 bis 1399 gekennzeichnet. Die Reihenfolge des Eingangs ist aus der Reihenfolge der vergebenen Tarnzahlen nicht erkennbar. In einer angelegten Sammelliste ist die Zuord­ nung zwischen den Kennzahlen der Verfasser und den Tarnzahlen notiert. Eingangsdatum sowie Art und Zustand der Verpackung wurden erfasst und die Verfassererklärungen unter Verschluss genommen.

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2.4 Vollständigkeit der Arbeiten
Die Vollständigkeit der Wettbewerbsarbeiten wurde gemäß Punkt 1.10 der Auslobung geprüft. Das Ergebnis wurde in einer Prüftabelle notiert, Unregelmäßigkeiten wurden mit Fußnoten versehen und benannt.
1 Lageplan mit städtebaulichem Konzept im M 1:500 und Darstellung der Gesamtsitua ion, Baukörper, Erschließung etc. 2 EG­Grundriss mit Darstellung der Freiflächen sowie alle weiteren Grundrisse im M 1:200 3 Für das Verständnis erforderliche Ansichten im M 1:200 4 Für das Verständnis erforderliche Schnitte im M 1:200, mind. 1 Längs­ und 1 Querschnitt 5 6 Funktionaler Ausschnitt (Ansicht, Grundriss, Querschnitt) im M 1:50 7 8 9 10 Berechnungen Formblatt A – Raumprogramm und Formblatt B – Gebäudekennwerte 11 12 13 Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (neu) zu KG 300, 400, 500 14 15 16

Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

Erhebungsbogen Energie und Nachhaltigkeit

Erläuterungsbericht (max. 4 DIN A4 Seiten)

Modell im M 1:500 unter Verwendung der vorgegebenen Modelleinsatzplatte

Prüfpläne (2 Sätze, gefaltet) Grundrisse, Ansichten und Schnitte

Max. zwei räumliche Darstellungen

Energiekonzept als Piktogramm

Präsentationspläne als farbige Verkleinerungen DIN A3

Verfassererklärung (Formblatt)

1375 1376 1377 1378 1379 1380 1381 1382 1383 1384 1385 1386 1387 1388 1389 1390 1391 1392 1393 1394 1395 1396 1397 1398 1399

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x – x1 x2 x3

Leistung liegt vor Leistung liegt nicht vor lediglich 1 Satz Prüfpläne digitale Unterlagen auf Stick Modell beschädigt, wurde im Rahmen der Vorprüfung repariert

CD-ROM

Tarnzahl

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x x x x x2 x x x x x x x x x x x x x x x

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2.5 Vorprüfung
Die Vorprüfung wurde vom 3. September bis zum 14. Oktober 2014 in dem Raum 560 im Dienstgebäude der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Württembergische Str. 6, 10707 Berlin durchgeführt. Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch vier Vorprüfer für Hoch­ und Städtebau, zwei Vorprüfer für Energieeffizienz und Nachhaltig­ keit, einen Vorprüfer für Kosten sowie studentische Mitarbeiter. Qualitative Prüfung Grundlage der Vorprüfung war der nachstehende Kriterienkatalog, der auf den in der Ausschreibung unter 3.11 benannten Beurteilungskriterien des Preisgerichts aufbaut und die Vorgaben und Ziele der Wettbewerbsauf­ gabe im Einzelnen berücksichtigt. Die Ergebnisse der Vorprüfung sind in den zu jeder Arbeit vorliegenden Einzelberichten zusammengefasst. Städtebau – Städtebau / stadträumliche Gestaltung Außenraum – Freiraumgestaltung, Gliederung, Raumbezüge Architektur – Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit – Konstruktion und Materialien – Architektonische Qualität des Innenraums Funktionalität – Erschließung (außen und innen) – Funktionale Zuordnung – Räumlich­didaktische Qualität – Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung – Kommunikationsfördernde Flächen und Räume – Außenraumnutzung, Orientierung – Barrierefreiheit Komfort und Gesundheit – Schall – Akustik – Tageslicht – Raumklima Ressourcen und Energie – Flächeneffizienz – Umnutzungsfähigkeit – Flächenversiegelung – Baustoffe – Energiebedarf Wirtschaftlichkeit – Einhaltung des Kostenrahmens – Lebenszykluskosten (Bau und Betrieb) Realisierbarkeit – Programmerfüllung – Genehmigungsfähigkeit GRZ ist bei allen Arbeiten eingehalten, die GFZ wird bei sechs Entwürfen geringfügig überschritten.

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Prüfung der Nachhaltigkeitsanforderungen Die Prüfung der Nachhaltigkeitskriterien erfolgte in Anlehnung an die „SNAP-Systematik für Nachhaltigkeitsanforderungen in Planungswett­ bewerben“ entsprechend der Empfehlung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Dabei wurden für die nachfolgend geplante BNB­Zertifizierung des Pilotvorhabens die bereits zum Zeitpunkt des Wettbewerbes relevanten Aspekte berücksichtigt: Komfort und Gesundheit –		Schallschutz ­ Schallschutzanforderungen Orientierung lärmintensiver Nutzung zur Umgebung Schallschutz zwischen Nutzungseinheiten (lärmintensive / lärmarme Nutzungen) –		Akustik Oberflächengestaltung –		Tageslicht Gesamtfensterflächenanteil in % Tageslichtversorgung Hauptnutzung Tageslichtversorgung Erschließung Tageslichtversorgung Nebennutzungen 
 Sichtbeziehungen zum Außenraum 
 Lichthöfe Sturzhöhen Verschattung/Schattenwurf –		Raumklima Sonnenschutzkonzept Brüstungsbereich zusätzliche bauliche Sonnenschutzmaßnahmen 
 Lüftungskonzept 
 Ressourcen und Energie –		Baustoffe BRI in % nachwachsende Rohstoffe (Tragwerk, Fassade) Dauerhaftigkeit Fassade –		Energiebedarf Gesamt-Energiebedarf in % Energiebedarf Heizen in % Beleuchtung in %
 A/V Verhältnis
 –		Energiebedarfsdeckung Potenzielle PV­Strombedarfsdeckung in % Gebäudeintegration Solartechnik Plausibilität des Energiekonzeptes –		Flächeninanspruchnahme Anteil Gründach Überbaute Fläche in % Wirtschaftlichkeit –		Flächeneffizienz BGF/NF –		Nutzungsflexibilität Lichte Raumhöhe Umnutzungsfähigkeit

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–		Lebenszykluskosten Lebenszykluskosten Reinigungsfreundlichkeit Fassade, Innenhöfe, Glasdächer, Absturz­ sicherungen Prüfung der quantitativen Daten Die in der Ausschreibung geforderten Flächennachweise (Formblatt Flächenermittlung) wurden von der Vorprüfung nachgeprüft und als Grund­ lage für die Kostenprüfung aufbereitet. Folgende Werte wurden überprüft: –		Nutzfläche NF (gemäß Raumprogramm) –		Technikfläche TF (keine quantitativen Vorgaben) –		Bruttogrundfläche a / BGF a –		Bruttorauminhalt a / BRI a –		Verhältniswert BGF a / NF (NF Ist gem. Berechnung) –		Verhältniswert BRI a / NF (NF Ist gem. Berechnung) –		Hüllfläche –		Verhältnis Hüllfläche zu Volumen A / V –		Überbaute Fläche –		GRZ (bezogen auf Gesamtgrundstück inkl. der vorhandenen Sporthalle) –		GFZ (bezogen auf Gesamtgrundstück inkl. der vorhandenen Sporthalle) –		Baumassen unter Geländeoberfläche Dem weiteren Verfahren wurden die Ergebnisse der Vorprüfung zugrunde gelegt. Prüfung der Investitionskosten Von den Teilnehmern waren keine Kostenangaben gefordert. Die Kosten wurden im Rahmen einer vergleichenden Kostenbetrachtung für jeden Wettbewerbsbeitrag durch die Vorprüfung ermittelt. Dies erfolgte auf Grundlage der Wettbewerbspläne und der textlichen Erläuterungen sowie unter Einbeziehung entwurfsbedingter Besonderheiten. Herangehensweise Die Kostenermittlung erfolgte unter Berücksichtigung angemessener Kostenkennwerte in der Kostengruppenstruktur gemäß DIN 276. Alle Werte wurden unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer (19 %) in brutto ermittelt. Alle verwendeten Kostenkennwerte haben einen Kostenermitt­ lungs- / Baukostenindexstand 08/2014. Grundstückskosten der KG 100 wurden nicht bzw. mit null berücksichtigt. Zu den ermittelten Gesamtsummen je Wettbewerbsbeitrag wurden verschiedene Kostenkennwerte (KG 200-700/NF, KG 200-700/BGF, KG 200-700/BRI, KG 300 + 400/BGF, KG 300 + 400/BRI) ausgewiesen. Sofern das Raumprogramm unterschritten wurde, wurden für die Kosten­ ermittlung die Flächenvorgaben des Raumprogramms berücksichtigt. Für nachfolgende Kostengruppen wurden, zur Sicherstellung der Vergleich­ barkeit der Arbeiten, einheitliche Kostenkennwerte zugrunde gelegt: KG 200 Da alle Entwürfe vergleichbare Maßnahmen für das Herrichten und Erschließen des Grundstücks erforderlich machen, wurde in der Kosten­

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ermittlung zu allen Entwürfen ein einheitlicher Kostenansatz für die KG 200 berücksichtigt. Abweichend zur Auslobung bildet sich dieser Kosten­ ansatz aus Erfahrungswerten vergleichbarer Referenzprojekte SPM und berücksichtigt die Grundstücksfläche sowie die Stadtrandlage. KG 600 Zum Kostenansatz für Ausstattung und Kunstwerke wurden die Ansätze des geprüften Bedarfsprogramms übernommen. Ein Budgetansatz für Kunst am Bau ist berücksichtigt. KG 700 Die Baunebenkosten wurden für alle Entwürfe einheitlich mit einem Kosten­ faktor von 27 Prozent bezogen auf die Summe der Kostengruppen 200 bis 600 ermittelt. Der gewählte Kostenfaktor berücksichtigt die Kostenentwick­ lung aktueller Vergleichsprojekte von SPM mit gleich hohen Nachhaltig­ keitsanforderungen und den damit verbundenen besonderen Leistungen im Zusammenhang mit der angestrebten Zertifizierung. Ebenfalls Berück­ sichtigung findet die aktuelle Fassung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Bewertung der ermittelten Gesamtbaukosten KG 200-700 Nach der Vorprüfung ergibt sich in Bezug auf die Kostenobergrenze von 26.000.000,00 € brutto (KG 200-700) für die Neubaumaßnahme der Gustav-Heinemann-Schule folgendes Bewertungsbild: Unterschreitung der Kostenobergrenze: 0 von 25 Entwürfen Überschreitung der Kostenobergrenze: 25 von 25 Entwürfen, davon um – 0,1 % bis 10 %: 1 – 10,1 % bis 20 %: 13 – 20,1 % bis 30 %: 9 – 30,1 % bis 35 %: 2 Die ausgewiesenen Kosten je Entwurf basieren auf einer vergleichenden Kostenermittlung, die in Teilen, aufgrund der unterschiedlichen Ausarbei­ tungstiefe der Entwürfe, auf Annahmen und Einschätzungen beruhen – mit dem Ziel, eine Vergleichbarkeit der Arbeiten untereinander herzustellen. Damit sind Schwankungsbreiten vorprogrammiert, die mit ± 20 % beziffert werden. Trotz dieser Unschärfe ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Entwürfe in der vorliegenden Form nicht innerhalb des Kostenrahmens umzusetzen ist. Dies würde voraussichtlich eine Anpassung des Bedarfs­ programms erforderlich machen. Die quantitativen Daten sind auszugsweise in den Einzelberichten in einer Tabelle dargestellt. Eine vergleichende tabellarische Zusammenstellung der quantitaiven Daten sowie der Kostenkennwerte ist den Einzelberichten vorangestellt. Zusätzlich wurden die Kenndaten zur besseren Vergleichbarkeit in Balken­ diagrammen dargestellt: Bruttogeschossfläche BGF a (Ist) Nutzfläche NF (Ist) Investitionskosten (KG 200-700) Lebenszykluskosten

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Die Balkendiagramme werden mit den entsprechenden Soll­Werten bzw. dem Mittelwert aller Wettbewerbsbeiträge im Vergleich dargestellt. Einbeziehung der Sachverständigen Im Rahmen der Vorprüfung hatten die Sachverständigen am 23. September und am 1. Oktober 2014 die Gelegenheit, die Wettbewerbsarbeiten zu begutachten. Die Sachverständigen haben zu den einzelnen Prüfkriterien schriftliche oder mündliche Stellungnahmen abgegeben, die in die Einzelberichte eingeflossen sind. Als Sachverständige wirkten mit: Petra Bilke Bezirksamt Tempelhof­Schöneberg von Berlin, Um L Manfred Dietzen Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wiss. Berlin Ilona El Baz Bezirksamt Tempelhof­Schöneberg von Berlin, FMB 10 Jörg Henke Gustav-Heinemann-Schule, Bauausschuss Carsten Hintze Gustav-Heinemann-Schule, Schulleiter Leyla Köymen SenStadtUm Anne-Katrin Kuhlmey SenStadtUm Jeanette Lahl Bezirksamt Tempelhof­Schöneberg von Berlin, BWA 28 Carl Schagemann Architekturcontor Schagemann Schulte, Potsdam Sven Schmidt Gustav-Heinemann-Schule, Bauausschuss Nanna Sellin-Eysholdt SenStadtUm, II D 11 Matthias Winkler Bezirksamt Tempelhof­Schöneberg von Berlin, FMB 3

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Balkendiagramme
Bruttogeschossfläche BGF 1375 1376 1377 1378 1379 1380 1381 1382 1383 1384 1385 1386 1387 1388 1389 1390 1391 1392 1393 1394 1395 1396 1397 1398 1399 Nutzfläche NF
8.301 8.294 8.265 8.530 8.456 8.397 8.249 8.195 8.335 8.416 8.209 8.175 8.332 8.268 8.186 8.256 8.434 8.160 8.442 8.364 8.227 8.386 7.856 8.231 8.240 11.515 14.030 13.852 14.667 14.644 12 861 14.790 14.287 15.040 14.397 13.832 12.370 14.134 14.100 14.042 13.656 13.655 13.885 13.337 14.616 15.018 14.400 14.747 13.480 15.266

Sollwert NF 8.200

Mittelwert BGF 14.025

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Balkendiagramme
Lebenszykluskosten Herstellungskosten (KG 300 + 400)
21.497.087 23.450.239 20 218.904 22.540.047 25.420.944 25.420.944 22.393.331 21.776.167 22.142.957 21.269.040 23.308.712 23.949.796 22.964.248 23.117.343 21.414.959 23.586.197 22.784.043 23.984.881 22.959.464 22 058.436 21.008.545 21.551.608 22 090.331 23.390.043 25.778.097 Mittelwerte 22.803.055 34.866.333 32.212.000 36.864.000 35.808.000 36.654.000 34.903.000 34.098.000 32.703.000 33.416.000 33.808.000 36.442.000 39.830.000 30.928.000 35.135.000 38.334.000 36.607.000 33 921.000 33.635.000 34.480 000 32.061.000 36.542.000 36.517 000 34.482.000 36.415.000 30.793.000 35.070.315

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Kosten-Kennwerte

Wettbewerbs­ arbeit

KG 200 - 700 29.629.512 € 32.398.394 € 28.104.204 € 31.052.079 € 34.402.287 € 30.708.884 € 30.117.126 € 29.963.741 € 30.362.200 € 29.336.777 € 31.915.389 € 32.661.908 € 30.545.099 € 31.643.719 € 29.652.873 € 32.268.478 € 31.277.121 € 32.780.655 € 31.757.711 € 30.376.676 € 29.029.948 € 29.577.088 € 30.445.890 € 31.950.792 € 34.761.802 €

KG 300 - 400 21.497.087 € 23.450.239 € 20.218.904 € 22.540.047 € 25.420.944 € 25.420.944 € 22.393.331 € 21.776.167 € 22.142.957 € 21.269.040 € 23.308.712 € 23.949.796 € 22.964.248 € 23.117.343 € 21.414.959 € 23.586.197 € 22.784.043 € 23.984.881 € 22.959.464 € 22.058.436 € 21.008.545 € 21.551.608 € 22.090.331 € 23.390.043 € 25.778.097 €

Lebenszykluskosten 30.793.000 € 35.070.315 € 30.928.000 € 35.135.000 € 38.334.000 € 36.607.000 € 33.921.000 € 33.635.000 € 34.480.000 € 32.061.000 € 36.542.000 € 36.517.000 € 34.482.000 € 36.415.000 € 32.212.000 € 36.864.000 € 35.808.000 € 36.654.000 € 34.903.000 € 34.098.000 € 32.703.000 € 33.416.000 € 33.808.000 € 36.442.000 € 39.830.000 €

Kosten/m2 KG 300 - 400 1.595 € 1.536 € 1.635 € 1.595 € 1.803 € 1.810 € 1.640 € 1.595 € 1.595 € 1.595 € 1.595 € 1.595 € 1.595 € 1.568 € 1.665 € 1.595 € 1.595 € 1.595 € 1.595 € 1.595 € 1.824 € 1.536 € 1.595 € 1.595 € 1.760 €

Lebenszyklus­ kosten/m2 2.284 € 2.297 € 2.500 € 2.486 € 2.719 € 2.607 € 2.484 € 2.463 € 2.483 € 2.404 € 2.500 € 2.432 € 2.395 € 2.469 € 2.505 € 2.492 € 2.506 € 2.437 € 2.424 € 2.465 € 2.840 € 2.382 € 2.441 € 2.485 € 2.720 €

1375 1376 1377 1378 1379 1380 1381 1382 1383 1384 1385 1386 1387 1388 1389 1390 1391 1392 1393 1394 1395 1396 1397 1398 1399

Neubau der Gustav-Heinemann-Schule | Ergebnisprotokoll

45

Flächen und Rauminhalte

Nutzfläche

NF

Technikfläche

TF

BGFa
13.480 m2 15.266 m2 12.370 m2 14.134 m2 14.100 m2 14.042 m2 13.656 m2 13.655 m2 13.885 m2 13.337 m2 14.616 m2 15.018 m2 14.400 m2 14.496 m2 12.861 m2 14.790 m2 14.287 m2 15.040 m2 14.397 m2 13.832 m2 11.515 m2 14.030 m2 13.852 m2 14.667 m2 14.644 m2

BGFa/NF
1,62 1,84 1,50 1,66 1,67 1,67 1,66 1,67 1,67 1,58 1,78 1,84 1,73 1,78 1,57 1,79 1,69 1,84 1,71 1,65 1,40 1,67 1,76 1,78 1,78

BRI a
52.894 m3 63.610 m3 46.577 m3 59.814 m3 65.051 m3 58.319 m3 46.945 m3 54.148 m3 65.257 m3 53.264 m3 70.566 m3 61.857 m3 52.618 m3 59.290 m3 47.042 m3 62.961 m3 73.112 m3 56.265 m3 57.576 m3 53.140 m3 45.352 m3 55.715 m3 55.415 m3 57.033 m3 62.500 m3

BRI a/NF
6,37 7,67 5,64 7,01 7,69 6,95 5,69 6,61 7,83 6,33 8,60 7,57 6,32 7,17 5,75 7,63 8,67 6,90 6,82 6,35 5,51 6,64 7,05 6,93 7,58

Hüllfläche
16.933 m2 16.828 m2 16.427 m2 19.380 m2 24.759 m2 16.519 m2 10.275 m2 18.259 m2 19.514 m2 12.569 m2 17.769 m2 19.762 m2 14.515 m2 20.483 m2 12.742 m2 19.063 m2 20.458 m2 15.577 m2 15.378 m2 15.617 m2 16.389 m2 15.843 m2 15.002 m2 18.239 m2 23.255 m2

A/V
0,32 0,26 0,35 0,32 0,38 0,28 0,22 0,34 0,30 0,24 0,25 0,32 0,28 0,35 0,27 0,30 0,28 0,28 0,27 0,29 0,36 0,28 0,27 0,32 0,37

GRZ
0,23 0,22 0,22 0,23 0,31 0,21 0,17 0,23 0,26 0,23 0,23 0,26 0,21 0,24 0,17 0,23 0,31 0,23 0,19 0,21 0,22 0,23 0,20 0,26 0,30

GFZ
0,57 0,59 0,53 0,59 0,57 0,59 0,57 0,61 0,56 0,56 0,61 0,56 0,60 0,61 0,55 0,64 0,59 0,62 0,60 0,55 0,58 0,59 0,59 0,59 0,61

1375 1376 1377 1378 1379 1380 1381 1382 1383 1384 1385 1386 1387 1388 1389 1390 1391 1392 1393 1394 1395 1396 1397 1398 1399

8.301 m2 8.294 m2 8.265 m2 8.530 m2 8.456 m2 8.397 m2 8.249 m2 8.195 m2 8.335m2 8.416 m2 8.109 m2 8.175 m2 8.332 m2 8.268 m2 8.186 m2 8.256 m2 8.434 m2 8.160 m2 8.442 m2 8.364m2 8.227 m2 8.386 m2 7.856 m2 8.231 m2 8.240 m2

222 m2 644 m2 240 m2 --­ 391 m2 302 m2 167 m2 --­ 551 m2 338 m2 328 m2 343 m2 172 m2 332 m2 144 m2 660 m2 184 m2 112 m2 497 m2 389 m2 --­ 97 m2 149 m2 394 m2 420 m2

Neubau der Gustav-Heinemann-Schule | Ergebnisprotokoll

47

2.6 Einzelberichte 1375 – 1399
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf einer Doppelseite dargestellt. Die Abbildungen auf der linken Seite umfassen Modellfoto, Lageplan, Grundrissplan und eine räumliche Darstellung des Schulgebäudes sowie die wesentlichen Ergebnisse der quantitativen Prüfung.
	 Der Textteil auf der rechten Seite enthält die Ergebnisse der qualitativen 
 Prüfung nach dem oben dargestellten Kriterienkatalog. Im Ergebnisprotokoll wurden die mit den Namen der Entwurfsverfasser versehen. Berlin, 14. Oktober 2014

Georg • Scheel • Wetzel Architekten, Berlin | Anerkennung

1375

Planungsdaten Nutzfläche – NF Soll/Ist BRI Ø/Ist BGF a/NF Hüllfläche Ø/Ist AV-Verhältnis Ø/ist Kosten 300 + 400 Nutzungskosten Lebenszykluskosten
Modellfoto

8.301 m2 52.894 m3 1,62 16.933 m 0,32 21.497.088 € 9.295.913 € 30.793.000 € 636.668 kWh/a
2

101 % 92 % 96 % 98 % 107 % 114 % 77 % 88 % 88 %

Endenergiebedarf

Lageplan

Grundriss EG

mit Dr. Bernhard Korte freier Landschaftsarchitekt, Grevenbroich | GN-Bauphys k Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart

1375

Städtebau –		 Drei ineinander verschränkte Kuben schaffen ei­ nen städtebaulichen Übergang zur westlich an­ grenzenden, kleinteiligen Bebauung. Durch die Gebäudekonfiguration entsteht ein Vorplatz im Norden, von dem aus sich der kompakte Gebäudekomplex nach Süden entwickelt. Zwei 3­geschossige, flachgedeckte Kuben erhalten grüne Innenhöfe, der 2­geschossige zentrale Baukörper ein glasgedecktes Atrium. Außenraum –		 Der sich nach Süden hin auffächernde Grünraum wird im Westen durch den Schulneubau und die Sporthallen flankiert, Grünraum und die Gebäude tre­ ten so in Bezug zueinander. –		 Die Baukörper grenzen drei Freibereiche voneinan­ der ab, die in ihrer Ausprägung den Übergang vom Stadtraum in den Landschaftsraum thematisieren – vom mineralisch geprägten Vorplatz über den großen, offenen Schulhof mit gestreuter Asphaltoberfläche bis zum Schulwald, der den Komplex umfließt und Raum für Aneignung, Naturerfahrung und Bewegung bietet. Der Japangarten wird als Teil des Schulwaldes an der Südwestfassade angeordnet. Die 3-geschossigen Kuben erhalten begrünte Innenhöfe. –		 Fahrradstellplätze befinden sich im nördlichen Be­ reich nahe dem Haupteingang (max. 185), PkwStellplätze sind nicht dargestellt. Architektur –		 Der Gebäudekomplex gliedert sich in drei Einzel­ häuser, die sich zu einem Ensemble verschränken. Den Auftakt bildet der 2-geschossige Kubus mit den zentralen Funktionen als „Herz“ der Schule, an das sich nordöstlich und südlich die 3-geschossigen Häuser der Ober­ bzw. Mittelstufe anschließen. –		 Konventionelle Bauweise mit Wänden und Stützen aus StB und KS-Steinen und Stahlbetondecken. –		 Es wird eine hinterlüftete Klinkerfassade aus grauen Handform­Ziegeln vorgeschlagen, die durch horizon­ tale Fensterbänder mit Metallrahmen sowie opake Lüftungspaneele und vertikale Sprossen zur Führung des Sonnenschutzes gegliedert werden. Im EG wer­ den bodentiefe Fensteröffnungen in einer Pfosten­ Riegel-Konstruktion vorgeschlagen. –		 Besondere räumliche Qualitäten bietet der mittle­ re Kubus, der mit Galerien im 1.OG über zwei Ge­ schosse reicht und über ein Glasdach und umlaufen­ de Fensterelemente belichtet wird. Funktionalität –		 Haupteingang vom Vorplatz Tirschenreuther Ring in die zentrale Halle, über die auch der Schulhof an­ gebunden wird. Die Anlieferung erfolgt vom Fuchs­ mühler Weg. Die vertikale Erschließung erfolgt über eine offene Treppe und einen Aufzug an der Halle, zwei weitere Treppenhäuser befinden sich in den 3­geschossigen Kuben sowie eine einläufige Treppe im zentralen Kubus. Die horizontale Erschließung erfolgt über ein umlaufendes Mittelflursystem, das zu den grünen Innenhöfen 2­seitig verglast wird.

–		 Das EG beherbergt im zentralen Kubus Mehrzweck­ halle/Aula, Cafeteria und Ganztagesbereich. Im nörd­ lichen Kubus sind WAT und Kunst sowie die Räume der Unterstufe, im südlichen Kubus DS, Medien und Musik angeordnet. –		 Im 1. OG liegen im Galeriegeschoss Verwaltung und Bibliothek, im Nordbau die Räume der Oberstufe, im Süden die Räume der Klassenstufe 7/8. –		 Im 2. OG befinden sich im Norden die naturwis­ senschaftlichen Räume, im Süden die Räume der Klassenstufe 9/10. –		 Raumzuschnitte und Zuordnungen sind weitgehend funktionsgerecht, lichte Raumhöhe im EG 3,60 m, in den OGs 3,00 m, –		 Der zentrale Kubus mit der über zwei Geschosse reichenden Aula bietet Raum für Austausch und Kommunikation, die Flure bieten durch die grünen Innenhöfe Aufenthaltsqualität. –		 Die zentrale Halle erhält eine großflächige Vergla­ sung zum Pausenbereich und zusätzliche Zugänge je Gebäudeteil. –		 Barrierefreie Erschließung und behindertengerechte WC-Anlagen je Geschoss berücksichtigt. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche zur EFH­ Siedlung, Musik durch Flur getrennt. –		 Akustik: Decke nicht thermisch aktiviert, mit Akustik­ segel versehen. –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung und Sturz vorhanden, Lüftungselement in Fassade integriert. –		 Tageslicht in der Erschließung überwiegend vor­ handen, HNF mit Einschränkungen in der Tages­ lichtversorgung bei den Innenhöfen, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen bei Innenhof ein­ geschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung durch­ schnittlich (92 %) –		 BRI mittel (92 %), –		 wenig erneuerbare Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf durchschnittlich (88 %) –		 Energiebereitstellung über Holzpellet (Fläche nicht dargestellt), PV auf Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 14 % über dem Soll hinterlüftete Klinkerfassade, Halle mit Glasdach, extensives Gründach –		 Flächeneffizienz hoch (BGF/NF 1,62, 96 %). –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben. –		 Lebenszykluskosten niedrig (88 %), Reinigung der Fenster nur von außen, Innenhöfe nur durch Nutzung erreichbar, Glasinnengeländer mit hohem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitgehend erfüllt. –		 Rettungsweglängen teilweise überschritten, Brand­ abschnittsbildung möglich, Rettungsweg über Halle durch multifunktionale Nutzung problematisch.

mit K1 Landschaftsarchitekten Kuhn Klapka, Berlin | planungsteam energie+bauen, Berlin

1376

Städtebau –		 Kompakter 3-geschossiger Schulbau, gegliedert in 2 miteinander verschränkte, unterschiedlich große Trakte mit einem überdachten bzw. einem offenen Atrium. Aufnahme der Ausrichtung der Wohnbebau­ ung am Tirschenreuther Ring bzw. der Sporthalle. Außenraum –		 Freiraum durch Stellung und Staffelung des Baukör­ pers strukturiert. Aufnahme der orthogonalen geo­ metrischen Ordnung des Gebäudes. –		 Vorplatz am Tirschenreuther Ring, durch den Schul­ bau und den ergänzten Gehölzbestand in den seit­ lichen Randzonen dreiseitig räumlich gefasst. Belag aus „hochwertigen“ Betonplatten. –		 Großflächiger Pausenhof östlich des Schulbaus, verbunden mit dem Innenhof (u.a. mit Japangarten) des im EG seitlich offenen Haupttraktes. Belag ana­ log zum Vorplatz. Zum Grünzug orientierte, mit der befestigten Pausenhoffläche verzahnte Aktions­ und Ruheräume. Schulgärten und Volleyballfeld band­ förmig geordnet zwischen Schulbau und Sporthalle. –		 Im Freiraum am Fuchsmühler Weg eine MensaTerrasse, Wiesenflächen sowie ein Werkhof. –		 Pkw­Stellplätze und zentrale Fahrradstellfläche in di­ rekter Zuordnung zum Vorplatz. Architektur –		 Kubische Baukörper, EG des Haupttraktes zum Pausenhof als Luftgeschoss. Extensiv begrünte Dä­ cher. Sheddach über dem westlichen Atrium mit PVElementen. Teilunterkellerung für Haustechnik. –		 Mauerwerksbau, monolithisch aus Leichtbeton. Sheddach als frei spannende Stahlkonstruktion. –		 Putz­Lochfassaden, überwiegend bandartig struktu­ riert mit 2 Fenstertypen. In den Unterrichtsbereichen tiefliegende Holzfenster mit farbig abgesetzten Putz­ faschen. Ansonsten außenbündige Aluminiumfens­ ter. Im EG teilweise Pfosten-Riegel-Konstruktionen. –		 Großzügige, zum Innenhof verglaste Eingangshalle. 2­geschossiger Mehrzweckraum mit mobiler Trenn­ wand zur Mensazone. Im Gebäudezentrum auf al­ len Geschossebenen Hallenräume an dem über der Eingangshalle aufragenden, überdachten Atrium. Funktionalität –		 Haupteingang vom Vorplatz, Nebeneingang vom Innenhof bzw. Pausenhof. –		 Werkstatt­ und Küchen­Anlieferung kurzwegig vom Fuchsmühler Weg. Anlieferung Musik über Vorplatz. –		 Vertikalerschließung aus der Eingangshalle über eine 2­läufige Freitreppe in die zentralen Hallenzonen der OG. 1 Aufzug in Nähe der Haupttreppe. 4 (Flucht­) Treppenräume in den Randzonen. –		 Horizontalerschließung in den OGs über ein an die Hallenräume angebundenes, weitläufiges Ring­ flursystem, im EG bereichsweise Stichflure. In der Regel kopfseitig belichtete, 2,4 m breite Mittelflure. –		 Weitgehend funktionsgerechte Ordnung und Zonie­ rung der Nutzungsbereiche. Im südlichen Trakt ring­ förmig um den Innenhof angelegte Unterrichtsbe­ reiche, überwiegend in 2-bündiger Grundrissformation.

Sonstige Bereiche im nördlichen Trakt um das Foyer bzw. das überdachte Atrium organisiert. –		 EG: Mehrzwecksaal, DS, Mensa, Ganztagesbereich, Verwaltung, Musik, WAT, 1 MS-Jahrgang. –		 1. OG: Kunst, Ganztagesbereich, 3 MS­Jahrgänge, Grundstufe in der Zone zum Pausenhof. –		 2. OG: Medien/Bibliothek, NW, Oberstufe. –		 Jahrgangsweise Zonierung der Allgemeinen Unter­ richtsräume, Zuordnung der Lehrer- und Lehrmittelräume. Multifunktionale Zusatzflächen im Ostflügel. –		 3 gleichmäßig verteilte WC-Zonen pro Geschoss. –		 Technikflächen in einem UG (Teilunterkellerung). –		 Raumzuschnitte funktionsgerecht. Raumtiefen der Unterrichtsräume in der Regel 8 m. Lichte Raumhö­ hen (bis Rohdecke) 3,5 m, Mehrzwecksaal 7,35 m. –		 Zentrale Hallenräume auf allen Geschossebenen als Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche. –		 Barrierefreiheit gegeben. Ggf. weite Wege aufgrund der Beschränkung auf 1 zentralen Aufzug. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung in eigenem Flügel, offene Bibliothek zum Atrium –		 Akustik: Bauteilaktivierung vorgesehen, Akustiksegel geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung und Sturz vorhanden, Nachtauskühlung über Lüftungsanlage –		 Tageslicht in der Erschließung teilweise vorhanden, HNF mit Einschränkungen in der Tageslichtversorgung bei den Innenhöfen, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen bei Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung niedrig (90 %) –		 BRI hoch (111 %), wenig erneuerbare Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf niedrig (75 %) –		 Energiebereitstellung über Erdkollektor, PV und Solarthermie auf Dach bzw. Sheddach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 25 % über dem Soll. –		 Größte BGF aller Entwürfe. –		 Außenwand: Leichtbeton. Sheddach über Halle. Extensives Gründach. –		 Flächeneffizienz niedrig (BGF/NF 1,84, 108 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten durchschnittlich (101 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen gut möglich. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitgehend erfüllt. –		 Östlicher Trakt: Brandabschnitte herstellbar, Ret­ tungswegesystem möglich. Westlicher Trakt: Brand­ abschnittsbildung und Rettungswege aufgrund des Atriums problematisch.

mit plateau landschaftsarchitekten, Berlin | GWJ Ingenieursgesellschaft für Bauphysik, Cottbus

1377

Städtebau –		 Lineare Gebäudefigur entlang der Wiesauer Straße mit nach Osten versetztem, gedoppeltem Mittelteil und zentralem Hof, dem „Freiluft­Foyer“. –		 Größtenteils 3­geschossiger Baukörper; Bauteil im Zentrum des westlichen Riegels 1-geschossig. Anbindung des östlichen Bauteils über schmale 2-ge­ schossige Brückenkonstruktionen. Außenraum –		 Durchgängiges nord-süd-orientiertes Erschließungsband mit linearen Möbeln und Pflanzbeeten (Bambushecken, Stauden und Gräser) als Zugang und zentraler Pausen­/ Aufenthaltsbereich. –		 Im Osten Spiel- und Liegewiese mit geschwunge­ nem Weg als Abgrenzung zu Baumfeldern und Gärten (Japan-, Gemüsegarten, Streuobstwiese) –		 Dachterrasse oberhalb des Zwischenbaus mit Kiesweg, Betonplatten, Holzdecks befestigt, durch Dachbegrünung als „Bienenweide“ nutzbar. –		 Barrierefreie Pkw­Stellplätze westlich des Haupt­ eingangs angeordnet; zusätzliche Pkw­Stellplätze entlang Wiesauer Straße vorgesehen. –		 Fahrradstellplätze (max. 422) im Nordosten unter an­ gelegtem Baumdach vorhanden. Architektur –		 Langgestreckter, geschlossener Baukörper mit Orientierung der öffentlichen und gemeinschaftli­ chen Flächen zum zentralen Hof –		 Fassade mit Lärchenholz in Form einer geschoss­ weise gegenläufig angeordneten, vertikalen Stülpschalung verkleidet; Sockel durch Betonfer­ tigteile in angeglichener Optik ausgebildet –		 Gebäude durch versetzt angeordnete Fensterbänder mit massiven Öffnungsflügeln und Brandschürzen aus Zinkblech horizontal gegliedert –		 Foyer und Gemeinschaftsbereiche durch bodentiefe Fenster und quer gestellte Wandscheiben im Bereich des „Freiluft-Foyers“ klar ablesbar –		 Stahlbetonkonstruktion mit aussteifenden Kernen und Wänden, Ausbildung von Flachdecken (Flure), Rippendecken (Klassen) und Stahlverbundträgerdecken (Mensa und Brückenbauwerke) zur Stützen­ freiheit; Fassade aus Mauerwerk mit hinterlüfteter Holzverschalung; Holzfenster mit 3­fach­Verglasung und außenliegendem Sonnenschutz Funktionalität –		 Zugang über Vorplatz und „Freiluft­Foyer“ –		 Andienung der OGs über parallel zum Hof ange­ ordnetes Foyer und zwei angrenzende, offene Treppenhäuser; Erschließung der Unterrichtsbe­ reiche (1­ bzw. 2­bündig) linear –		 Anlieferung Zentrallager WAT/AL, Küche und Musik von Wiesauer Straße –		 Funktionen EG: Foyer, Mensa, Mehrzwecksaal, DS und Musik zusammenschaltbar im Zentrum; WAT/AL, Musik und Kunst als Cluster im nördlichen und süd­ lichen Bauteil; Ganztagesbereich mit Bibliothek und Informatik im östlichen Bauteil –		 1. OG: MS, GS und OS –		 2. OG: MS und NW

–		 Foyer für Technik und WC-Anlage teilunterkellert. –		 Mittelstufe jahrgangsbezogen clusterförmig organi­ siert; Verwaltung und pädagogische Bereiche in Verbindungsbauten. –		 Raumzuschnitte und Zuordnungen größtenteils funk­ tionsgerecht; schmale Unterrichtsräume im Bereich der Verbindungsbauten . –		 Lichte Raumhöhe Foyer: 3,40 m; AU: 3,0 m –		 Verknüpfung Foyer und Ganztagesbereich über Außenraum. –		 Fluraufweitungen in Clustern und Dachterrasse als kommunikationsfördernde Angebote. –		 Aufzug vorhanden; Randlage bedingt Wegelänge bis 190 m. –		 Keine WCs im westlichen Bauteil; Zugang Aufzug und WCs vom Ganztagesbereich über Außenraum. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche zur EFH­ Siedlung, Orchester und DSP durch mobile Trennwand getrennt –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung vorgesehen, Akustikbaffel geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslicht in der Erschließung nur teilweise vorhan­ den, HNF überwiegend Tageslichtversorgung (teilwei­ se nur Oberlicht), NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen gegeben. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung durch­ schnittlich (91 %) –		 BRI niedrig (81 %), erneuerbare Materialien in der Fassade, Fassade eingeschränkt dauerhaft –		 Energiebedarf niedrig (67 %) –		 Energiebereitstellung über Gas-Absorptions-Wärme­ pumpe, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 8 % über dem Soll, hinterlüftete Lärchenfassade, Dachterrasse mit Bambusflächen, Photovoltaikanlage. –		 Flächeneffizienz hoch (BGF/NF 1,50, 88 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten niedrig (89 %), –		 Reinigung der Außenfensterflächen gut möglich. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm erfüllt; teilweise Überschreitung Klassenräume > 10 %; teilweise Über­ und Unter­ schreitung andere Räume > 20 %; Sozialarbeits­ räume zusammengelegt. –		 Rettungswege vorhanden; 2 bauliche Rettungswege für jeden Cluster; Brandabschnittsbildung möglich

mit A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin | TRANSSOLAR Energietechnik GmbH, München

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Städtebau –		 Drei verschränkte 3- und 2-geschossige Baukörper schaffen stadträumlichen Übergang vom Tirschen­ reuther Ring zur Ahrensdorfer Straße und vermit­ teln in gestaffelter Höhe und Bebauungstiefe zur Nachbarschaft. –		 Zum Grünzug im Norden entsteht zweiseitig ge­ fasster Vorplatz, nach Süden zweiseitig gefasster Übergang in zusammenhängende Freiflächen sowie nach Westen Dreiseitenhof. Außenraum –		 Grünraum in Südost als „naturnaher Bereich“ erwei­ tert, enthält Japangarten, bildet mit Pausenhof die Freiflächen. –		 Vorplatz, westlicher „Garten­Lesehof“ und Innenhöfe mit gepflasterter Bodengrafik gestaltet, mit Holzobjekten, Bänken, Pausenhof zusätzlich mit Spiel- oder Sportstationen, möbliert. Innenhöfe Themen „Werken“, „Kunst“ und „Nerd“ zugeordnet, im EG und 1. OG als Pausenräume nutzbar. Hölzerne Terrassen vor Mensa und Bibliothek. –		 Baumbestand überwiegend erhalten –		 Im Nordwesten an Tirschenreuther Ring und Wiesauer Straße Fahrradstellplätze (max. 296) sowie 6 Pkw­Stellplätze. Architektur –		 Je Baukörper ein Innenhof. Gebäude im Innern aus „Abfolge von Höfen und Hallen“ als „Orientierungsund Identitätsbereiche“ gegliedert. Zwischen Haupt­ eingang und Ausgang zum Pausenhof in Nord­ Süd­Ausrichtung zentrale, die Geschosse und Funktionsbereiche verbindende Oberlichthalle. –		 Stahlbetonkonstruktion, Innenwände gemauert oder in Trockenbauweise. Geschlämmtes Ziegelmauerwerk und hölzerne Lochfenster gliedern Außenfassaden. Bibliothek, Aufenthaltsraum und Innenhöfe von Holz­ konstruktionen mit Glasfassungen eingefasst –		 In „Clustern“ zusammengefasste Raumschichten über Flur Sichtbezug zum Innenhof und an Flurenden zum Außenraum. Teils Raumaufweitungen der Flure als innere Hallen mit Bezug zu Innenhöfen. Funktionalität –		 Vom Tirschenreuther Ring über Vorplatz und Haupt­ eingang in die zentrale Halle, vertikale Haupter­ schließung der Geschosse über eine Treppe und zwei Aufzüge. Foyer erstreckt sich von Haupteingang in Nord bis Pausenhofzugang in Süd. Von dieser mittle­ ren Achse in allen Geschossen horizontal Zugang in über Korridore erschlossene Funktionsbereiche und Cluster. Anlieferung von Nord und Ost direkt in die Funktionsbereiche. Nebeneingänge im EG an allen Flurenden. –		 Im EG zentrale Halle des mittleren Baukörpers zu Raumkontinuum aus Foyer, Mehrzweckraum und Speisesaal schaltbar, mit östlich angrenzenden Or­ chester und Musikräumen, westlich zentraler Treppe die Bibliothek mit Garten-Lesehof, im nördlichen Bau­ körper die Verwaltung, WAT- und Informatikräume um Innenhof, im südlichen Baukörper Ganztags­ und Kunsträume um Innenhof.

–		 Nördlicher Baukörper 1. und 2. OG die MS, zentraler und südlicher Baukörper 1.OG die NW und zentral nördlich die GS, mittlerer Baukörper 2. OG die OS. –		 Technikflächen zentral im UG unterhalb der WC­ Anlagen angegeben. –		 Orientierung der Klassenräume nach außen, Grup­ pen- und Sammlungsräume entlang der Höfe. WAT-, Kunst und Ganztagsräume teils untereinander ver­ bunden. –		 Raumzuschnitte entsprechen den Anforderungen. Lichte Raumhöhen EG 3,60 m, Mehrzwecksaal 4,20 m, OG 3,10 m. –		 Sichtbezüge über Korridore und Innenhöfe zu ande­ ren Geschossen. In OS, Kunst und Foyer weiten sich 2,60 m breite Flure zu mit Möblierung dargestellten Hallen. –		 Vorplatz als halböffentlicher Raum für Veranstaltun­ gen und Märkte nutzbar, Pausenhof für Bewegungs­ spiel, Gärten für Naturbeobachtung, Höfe für Regene­ ration und Lernen. –		 Gebäude sschwellenlos erschlossen, je Geschoss und Geschlecht zentral ein Behinderten­WC. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung, Orchester angrenzend zu DSP und Mehrzweckraum –		 Akustik: Bauteilaktivierung vorgesehen, Akustiksegel –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung und Sturz vorhanden, Lüftungsanlage mit Nachtauskühlung. Tageslicht in der Erschließung nur teilweise vor­ handen, HNF teilweise geringe (nur Oberlicht, en­ ger Innenhof), NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen zum Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung hoch (126 %) –		 BRI durchschnittlich (104 %), wenig erneuerbare Materialien, Fassade dauerhaft, Vakuumdämmung eingeschränkt dauerhaft –		 Energiebedarf durchschnittlich (90 %) –		 Energiebereitstellung über Grundwasser-Wärme­ pumpe + Gas-Brennwert, PV auf dem Dach liegend. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 19,5 % über dem Soll –		 Verblendmauerwerk mit geschlämmten Ziegeln; große Halle mit Glasdach, Photovoltaikanlage –		 Flächeneffizienz hoch (BGF/NF 1,66, 97 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten durchschnittlich (101 %), Reinigung der Außenfensterflächen nur von au­ ßen, Innenhöfe nur durch Nutzung erreichbar, Glasgeländer, Innenglasflächen, Glasdach mit ho­ hem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm erfüllt. Raumzuordnungen für Jahr­ gangsprinzip nicht günstig. –		 Rettungsweglängen in nördlichem Baukörper über­ schritten, 2. Rettungsweg immer über zentrale Halle, Brandabschnitte nicht dargestellt.

mit Behnisch Architekten, Andreas Peyker | ENERGY DESIGN CODY CONSULTING GmbH, Graz

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Städtebau –		 Das heterogene Umfeld begreifen die Verfasser als Chance für eine freie formale Gestaltung, die sich mit einer klar identifizierbaren Form bewusst loslöst von ihrer Umgebung. –		 Insgesamt 5 Pavillons werden durch eine gemein­ same Erschließungshalle mit auskragendem Dach zu einer fließenden Raumfolge zusammengefasst, die sich nach Süden öffnet und den Schulhof umfasst. –		 Vom Vorplatz am Tirschenreuther Ring bildet ein 4-geschossiger Baukörper den Auftakt, der im Osten durch zwei 3­geschossige und im Westen durch ei­ nen 2­ und einen 1­geschossigen Pavillon ergänzt wird. Außenraum –		 Die Freiräume gliedern sich in den Vorplatz am Tirschenreuther Ring, den die Schule umfließenden Grünzug und den von den Baukörpern umschlosse­ nen Schulhof. –		 Der bestehende Grünzug bildet den Rücken für den neuen Schulkomplex. Hier wird der Schulgarten an­ geordnet. –		 Die fließende Gebäudeform verwebt die Innen­ und Außenräume und gliedert die Pausenfläche in diffe­ renzierte Hofbereiche, die durch Bäume und Sitz­ möglichkeiten gestaltet werden. –		 Den südlichen Abschluss bilden der Japangarten, als Insel dem östlichen Pavillon vorgelagert, und das Beachvolleyballfeld mit räumlichem Bezug zur Sporthalle. –		 Fahrradstellplätze (max. 364) werden beider­ seits des Vorplatzes und Pkw­Stellplätze (6) am Tirschenreuther Ring angeordnet. Architektur –		 Der Gebäudekomplex gliedert sich in fünf höhenge­ staffelte, eigenständige Pavillons, die im Erdge­ schoss über eine verglaste Halle miteinander ver­ bunden sind. –		 Das Tragwerk besteht aus einer Kombination von Skelett- und Schottenbauweise in Ortbeton. –		 Die Fassade erhält zu ca. 65 % opake, hocheffizient gedämmte Paneele, ca. 35% sind Glasflächen. Die Brüstungsbereiche werden mit Lärchenholz verkleidet. –		 Durch die fließende Baukörperform werden Innen­ und Außenraum miteinander verwoben, die groß­ zügige Erschließungshalle im EG bietet vielfältige Duchblicke. Funktionalität –		 Der Hauptzugang erfolgt vom Vorplatz zwischen zwei Pavillons in die verglaste Erschließungshalle. Die Anlieferung liegt ebenfalls von Norden. Die vertika­ le Erschließung erfolgt über zentrale offene Treppen und einen Aufzug je mehrgeschossigem Pavillon. Der nördliche 4­geschossige Pavillon erhält zusätzlich ein baulich abgeschlossenes Treppenhaus. Der zweite bauliche Fluchtweg für die übrigen Pavillons erfolgt über offene Treppen und die Dachfläche. –		 Im EG sind Cafeteria, Mehrzweckraum, DS und der Ganztagesbereich als Raumgruppe im nördlichen Pavillon angeordnet, nach Südosten schließen sich

die Bereiche Medien und NW an, nach Südwesten Kunst und WAT. –		 Im 1. OG des nördlichen Pavillons liegen die Räume der Verwaltung, der Grundstufe sowie die Bibliothek. Westlich anschließend der Bereich Kunst mit einer großzügigen Terrasse nach Süden. –		 Im 1. und 2. OG der beiden östlichen Pavillons liegen die Räume der Mittelstufe, im 2. und 3. OG im zentra­ len Pavillon die Räume der Oberstufe. –		 Raumzuschnitte folgen der Baukörpergeometrie und sind ebenso wie Raumzuordnungen weitgehend funktionsgerecht. Lichte Raumhöhe im EG 4,20 m, in den Obergeschossen 3,00 m. –		 Die gläserne Erschließungshalle verbindet Innenund Außenraum, aufgeweitete Flurbereiche bieten zusätzliche Angebote. –		 Stufenlose Erschließung aller Bereiche ist gewährlei­ stet, die Anordnung in 5 Pavillons führt zu teilweise weiten Wegen. Rollstuhlgerechte WC-Bereiche wer­ den in zwei Pavillons angeboten. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche teilweise zur EFH-Siedlung, Orchester getrennt –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung –		 Außenliegender Sonnenschutz, Auskragung zur Verschattung, Brüstung teilweise vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslicht in der Erschließung vorhanden, HNF Tageslichtversorgung hoch, NNF keine Tages­ lichtversorgung, Sichtachsen vorhanden. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung hoch (142 %) –		 BRI hoch (113 %), nachwachsende Materialien in Teilbereichen der Fassade, Holz in Fassade einge­ schränkt dauerhaft, –		 Energiebedarf niedrig (71 %) –		 Energiebereitstellung über Erdwärme, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 32,5 % über dem Soll Gründungen für 5 Baukörper, Fassade mit hohem Glasflächenanteil, viele runde Elemente, hoher BGF b-Anteil –		 Flächeneffizienz mittel (BGF/NF 1,67, 98 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten hoch (107 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen einfach, Glas­ geländer, Glasdach mit hohem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Das Raumprogramm ist erfüllt. –		 Die Halle im EG erfordert Brandabschnitte.

mit el:ch landschaftsarchitekten, Berlin | Schöberl & Pöll GmbH, Wien

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raum als Teil der Halle mit mobiler Trennwand. –		 Im 1. und 2. OG der drei südlichen Häuser Unter­ richtsräume der MS und OS in jahrgangsweiser und hausweiser Zonierung. OS im östlichen Haus. Grup­ pierung von jeweils 3 Klassen angedacht. –		 NW auf 3 Geschossebenen des nordöstlichen Hau­ ses, geschossweise Zonierung nach Fächern. –		 Kunst im 3. OG oberhalb der OS, zus. Dachterrasse. –		 Verwaltung im 4. OG des nordöstlichen Hauses. –		 WC in allen Geschossen aller Häuser im Innenbe­ reich. Zusätzliche WCs im EG für Veranstaltungen. –		 Technikflächen im 4. OG des nordöstlichen Hauses, kleinere Flächen in den Geschossen. –		 Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Raumhö­ hen (bis Rohdecke) im EG 4 m, in den OG 3 m. –		 Halle, offene (Flur-)Zonen und Dachgärten als Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche. –		 Barrierefreiheit gegeben. Ggf. weite Wege über Aufzüge und Halle. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung in eigenem Flügel –		 Akustik: Bauteilaktivierung geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslicht in der Erschließung gering, HNF Tageslichtversorgung hoch, außer Mehrzweckraum, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen vor­ handen. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung niedrig (84 %) –		 BRI mitttel (102 %), nachwachsende Materialien in der Fassade, Fassade eingeschränkt dauerhaft –		 Energiebedarf durchschnittlich (104 %) –		 Energiebereitstellung über Erdwärme, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 18 % über dem Soll –		 Zedernholzfassade, 4 Gebäude mit jeweils eigener Vertikalerschließung, extensives Gründach –		 Flächeneffizienz mittel (BGF/NF 1,67, 98 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten niedrig (93 %), –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung durch Innenterrasse erschwert. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm: erhebliche Unter­ bzw. Über­ schreitungen bei den Flächen einer Vielzahl von Räumen; Ausgleich in der Summe. Verwaltung + 75 m², WC + 227 m². –		 Brandabschnitte herstellbar. Führung eines Ret­ tungswegs durch die multifunktionale Halle ggf. pro­ blematisch, Rettungswege ansonsten möglich.

Städtebau –		 Gebäudekomplex aus vier 3- bis 5-geschossigen Häusern („Dorf“), angebunden an eine zentrale 1­geschossige Halle („Dorfplatz“) mit Dachgarten. Baukörper in orthogonaler Ordnung senkrecht zum Tirschenreuther Ring, Höhenstaffelung Nord-Süd. Außenraum –		 Gliederung der Freifläche durch die Schulhäuser in 4 Bereiche unterschiedlicher Prägung. –		 Vorplatz („Markplatz“) am Tirschenreuther Ring, räumlich definiert durch 2 Schulhäuser und Gehölze auf der Ostseite. Sandfarbener Asphaltbelag. –		 Östlich der Neubauten Verdichtung des Gehölzbe­ stands, Anlage eines Baumhausdorfs. –		 Pausenhof im südöstlichen Grundstücksteil mit un­ terschiedlich pigmentierter Asphaltdecke. Ausstat­ tung mit 3 großen Holzdecks, Sitzblöcken, einem Sandspielplatz und dem Beachvolleyballfeld. –		 Schulgarten südlich der Neubauten. –		 Dachfläche der Halle als Japangarten gestaltet. –		 Pkw­Stellplätze und 4 kleinere Fahrradabstellzonen im Bereich des Vorplatzes. „Fahrradpergola“ mit 160 Plätzen und Müllsammlung am Fuchsmühler Weg. Architektur –		 Kubische Baukörper. Begrünte bzw. mit PV­ Elementen ausgestattete Dachflächen. –		 Stahlbeton-Tragwerk (Ortbeton). –		 Umlaufende Bandfassaden. Brüstungen mit Zedern­ holz­Bekleidung. 2­teilige Fensterbänder in Alumini­ um. Unterer Bereich als Doppelfassade mit außenbündiger Prallscheibe, Lamellenraffstore im Zwi­ schenraum. Oberlichtzone mit außenbündigen hori­ zontalen Zeder­Lamellen. Im Bereich der Hallenzu­ gänge voll verglaste Pfosten-Riegel-Fassaden. –		 36 m x 31 m großer multifunktionaler Hallenraum im Zentrum. Offenes Atrium mit Freitreppe zum Dach­ garten. Veranstaltungssaal mit mobiler Trennwand. –		 Innen liegende, auch als Aufenthaltszonen gedachte Verkehrsflächen in den Häusern, belichtet über ver­ glaste Gruppenräume und Treppenräume. –		 Bibliothek 2-geschossig mit Galerieebene. –		 Dachterrasse im 3. OG des westlichen Hauses. Funktionalität –		 Hauptzugang vom Vorplatz, 3 Nebeneingänge. –		 Vertikalerschließung der 4 Trakte jeweils über se­ parate, direkt an der Halle liegende, verglaste Treppenräume bzw. einen zugeordneten Aufzug. Treppenräume in den Außenzonen der 4 Häuser. –		 Horizontalerschließung über Ringflure. –		 Anlieferung Küche/Werkstätten kurzwegig vom Fuchsmühler Weg. Keine Lieferzufahrt zur Musik. –		 Weitgehend funktionsgerechte Ordnung und Zonie­ rung der Nutzungsbereiche. –		 Häuser mit unterschiedlichen, aus der Anordnung der gemeinschaftlich genutzten Bereiche abgeleite­ ten thematischen Schwerpunkten. –		 Im EG im Anschluss an die Halle in hausbezogener Zonierung Medien/Bibliothek, WAT, Musik, DS, Ganztagesbereich. GS im Ganztagesbereich. DS nicht als Hinterbühnenraum angelegt. Mehrzweck­

mit sinai Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin | Augustat & Partner, Berlin

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Städtebau –		 Parallel zur Wiesauer Straße angeordnetes Ge­ bäude aus zwei verschränkten, rechteckigen Vo­ lumen mit Ausbildung von Vorplatz im Nordwesten und Pausenhof im Südosten. –		 Baukörper 4­geschossig mit zwei zentralen Innen­ höfen, im Westen als Werkstatthof, im Osten als 2-geschossige, überdachte Aula ausgebildet. –		 Hauptzugang über den Vorplatz am Tirschenreuther Ring in den östlichen Baukörper. Außenraum –		 Vorhof und Pausenhof befestigt, von Baukörpern ge­ fasst und durch Grüninseln gegliedert. –		 Anlage eines Schulparks mit orthogonalem Wege­ system, Japangarten, Beachvolleyballfeld, Spiel- und Gymnastikwiese zum Grünzug. –		 Außenbereich Mensa im Nord-Westen. –		 Bewirtschafteter Schulgarten und Außenbereich Grundstufe am Fuchsmühler Weg. –		 Einfriedung des Grundstücks durch Hecke. –		 Barrierefreie Pkw­Stellplätze innerhalb der „Er­ schließungsschiene“ am Fuchsmühler Weg, Fahrrad­ stellplätze (max. 505) südlich davon vorgesehen. Architektur –		 Kompakter Baukörper mit regelmäßig angeordne­ ten, liegenden Fensteröffnungen. –		 Zugänge im Bereich Vorplatz und Pausenhof durch volumetrische Rücksprünge und differierende Materialisierung ablesbar. –		 Fassade aus Klinkermauerwerk in Kombination mit vortretenden Fenstern mit tiefen Laibungen; im EG Holzfassadentafeln aus vorbewitterter Lärche; Innenhöfe vollverglast –		 Stahlbetonkonstruktion mit Vorsatzschale Klinker, pulverbeschichteten Holz­/Alu­Fenster mit außen­ liegendem Sonnenschutz und Pfosten­Riegel­ Konstruktion im EG –		 Aula als zentrales geschossübergreifendes innen­ räumliches Verbindungselement und „Herz“ der Schule –		 Hoher Anteil an Holzwerkstoffen im Innenraum: Lernräume mit Industrieparkett, hölzerne Akustik­ lamellen; Einbaumöbel aus beschichteten Bir­ kensperrholzplatten Funktionalität –		 Erschließung des Gebäudes vom Vorplatz über die Aula und das offene Treppenhaus im Zentrum –		 Geschossweise Erschließung ringförmig entlang der Höfe –		 Anlieferung Werkstätten vom Fuchsmühler Weg; Anlieferung Küche über Außenbereich Mensa –		 Organisationsprinzip: je zwei Jahrgangscluster pro Geschoss an den Stirnseiten der Baukörper, Fachklassen zentral dazwischen –		 EG: Foyer, Aula, Mehrzweckraum, DS, Mensa, Ganztagesbereich, Grundstufe, WAT –		 1. OG: JG 7/8, Musik, Verwaltung –		 2. OG: JG 9/10, Kunst, Medien –		 3. OG: Oberstufe, Naturwissenschaften

–		 Teilunterkellerung für WC­Anlage Mehrzweckraum, Technikflächen und Übungsräume Musik vorgesehen –		 Mehrzweckraum sowohl mit DS und Mensa als auch mit Aula, Freitreppe und ggf. Orchesterraum im 1. OG zusammenschaltbar –		 Gruppenräume angrenzend an die Höfe im Zentrum der Cluster angeordnet; durch flexible Schalt­ und Teilbarkeit als kommunikationsfördernder Bereich ausgebildet –		 Lehrerzimmer, Lehrmittelräume, Beratung gegen­ überliegend ebenfalls zentral zugeordnet –		 Klare Freiflächenzuordnung und Orientierung ge­ währleistet –		 Raumzuschnitte und Zuordnungen funktionsgerecht; lichte Raumhöhe EG 3,40 m; lichte Raumhöhe OGs 3,00 m –		 Barrierefreie Erschließung und behindertengerechte WC-Anlagen pro Geschoss berücksichtigt Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung, Musik zwischen Nutzungen, Abtrennung Orchester durch mobile Trennwand –		 Akustik: Bauteilaktivierung geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslicht in der Erschließung eingeschränkt, HNF Tageslichtversorgung im Bereich der Innenhöfe eingeschränkt, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen bei Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung niedrig (62 %) –		 BRI mitttel (82 %), nachwachsende Materialien in der Fassade EG, Fassade EG eingeschränkt dauerhaft –		 Energiebedarf durchschnittlich (84 %) –		 Energiebereitstellung über Grundwasser, PV + Solar­ thermie auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 16 % über dem Soll –		 Klinkerfassade; Innenwände mit hohem Holzanteil; Glasdach über der Halle, extensives Gründach –		 Flächeneffizienz mittel (BGF/NF 1,66, 97 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten durchschnittlich (97 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Zugänglichkeit teilweise erschwert, Glasgeländer, Glasdach mit hohem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitestgehend erfüllt; teilweise Unterschreitung Unterrichtsräume OS > 10 % –		 Rettungswege vorhanden; Treppenraum im Süden ohne Entfluchtungsmöglichkeit; zusätzliche Brandab­ schnitte im Zentrum notwendig

mit Neumann Gusenburger Landschaftsarchitekten, Berlin | MICHAEL TRIBUS ARCHITECTURE Lana (Bozen)

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Städtebau –		 3-geschossiger, mit Einschnitten und Höfen in fünf Baukörper regelmäßig gegliederter Gebäudekomplex, bildet zurückversetzt vom Tirschenreuther Ring und parallel zum Fuchsmühler Weg städtebauliche Kanten aus. Nördliche Auskragung markiert den Haupteingang. –		 Nördlich und südlich des Gebäudes platzartige Situa­ tionen, im Südosten große zusammenhängende Frei­ flächen. Außenraum –		 Vorplatz zum Tirschenreuther Ring, thematisch aus­ gebildete Dreiseitenhöfe sollen „hohen Identifikations­ grad“ schaffen, Beachvolleyball und Schulgarten in den von Ost nach West umschließenden Garten inte­ griert. –		 Befestigte Flächen mit Betonpflaster in Farb­ schattierungen und Bodengrafik, Höfe mit Holz­ und Kiesbelägen, Naturstein. Sitzmobiliar im Außenraum –		 Baumbestand weitestgehend erhalten –		 Fahrradstellfläche (max. 437) in Nordost und Südost nahe der Eingänge, Pkw­Stellplätze entlang der Wiesauer Straße. Architektur –		 Beidseitig zentraler „Magistrale“ Baukörper als abge­ schlossene Funktionseinheiten regelmäßig zueinan­ der versetzt angeordnet, sollen strukturelle Gliede­ rung in Jahrgangs- und Funktionsbereiche widerspie­ geln. Südliche vier Baukörper mit je einem quadra­ tischen Lichthof. –		 Stahlbetonskelettkonstruktion, Pfosten-Riegel-Fas­ sade mit außen liegenden Sonnenschutzlamellen, Fensterrahmen aus Holz­Alu. Inneren Abschluss durch GK-Wände und GK-Akustikdecken sowie Sys­ temelemente, in Perspektiven sind Glastrennwände zur Magistrale dargestellt. –		 Entlang des zentralen, lichtdurchfluteten Rückgrats soll eine eigenständige, gut belichtete Struktur mit „optimaler Orientierung“ für „zukunftsorientiertes Lernen“ entstehen. Funktionalität –		 Vom Tirschenreuther Ring über Vorplatz und Haupt­ eingang in eingeschossiges Foyer der Magistrale. Horizontale Erschließung über die Magistrale, von dort jeweils Flure in einzelne Raumbereiche der Bauteile. Jeweils den südlichen vier Baukörpern zu­ geordnet die Geschosse verbindende Treppen für vertikale Erschließung, teils Lufträume in die sowie zwei Aufzüge in Magistrale integriert. Im EG von Magistrale Zugang zu Höfen und über südlichen Nebeneingang Zugang zu Pausenfläche, Garten und Sporthalle. Anlieferung jeweils direkt in einzelne Funktionsbereiche von Norden und Westen. –		 Funktionale Zuordnung nach Baukörpern. Westlich des Eingangs die Verwaltung, östlich die Mensa mit Zugang zu überdachtem Vorplatz und Mehrzweck­ raum mit angrenzendem DS. Gegenüber der Musikgarten mit südlichen Musikräumen. Östlich davon der Japangarten mit südlich angrenzendem Ganztagesbereich und GS, westlich davon englischer

Garten mit WAT-Räumen im Süden. Im OG jeweils doppelgeschossig in zwei südlichen Baukörpern die MS, im mittleren Baukörper die NW, im Nordosten die OS, im Nordwesten 2. OG Bibliothek und Informatik, 3. OG die Kunsträume. Technikflächen unterhalb der Magistrale dargestellt. –		 Alle Unterrichtsräume fassadenseitig. Im Ganztages­ und WAT­Bereich sowie in den OGs zwischen Lichthof und Magistrale allgemein nutzbare, den Funktionsbe­ reichen zugeordnete Raumaufweitungen, zumeist in Verbindung mit Gruppen- und Übungsräumen. –		 Raumzuschnitte entsprechen weitgehend den An­ forderungen. In allen Geschossen, auch Mehrzweck­ raum, lichte Raumhöhe 3,00 m. –		 Magistrale ist als innerer Pausenraum angelegt. Sichtverbindungen zwischen Geschossen sowie von Magistrale in Funktionsbereiche. –		 Vorplatz als Marktplatz und in Erweiterung mit ver­ kehrsberuhigtem Shared Space neues „Dorfzentrum“, Höfe für Erholung, Kommunikation und Rückzug. –		 Gebäude schwellenlos erschlossen, WCs behinder­ tenfreundlich geschossweise je M/W angelegt. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche zur EFH­ Siedlung in eigenem Flügel. –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung, Akustikdecke vor­ gesehen. –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant. –		 Tageslicht in der Erschließung der OGs teilweise eingeschränkt, HNF Tageslichtversorgung teilweise nur über Oberlicht (Musik, Mehrzweckraum) bzw. eingeschränkt bei Innenhöfen, NNF ohneTageslicht, Sichtachsen teilweise vorhanden. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung durch­ schnittlich (97 %) –		 BRI mitttel (97 %), wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf durchschnittlich (81 %) –		 Energiebereitstellung über Erdwärme + Gas-Brenn­ wert, PV + Solarthermie Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 15 % über dem Soll –		 Fassade mit hohem Glasanteil, extensives Gründach, Photovoltaikanlage –		 Flächeneffizienz mittel (BGF/NF 1,67, 98 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben, flexible Stützenstellung –		 Lebenszykluskosten durchschnittlich (96 %), –		 Reinigung der Außenfensterflächen von innen möglich, Glasgeländer, Glasdach mit hohem Reinigungsaufwand Realisierbarkeit –		 Raumprogramm erfüllt. Raumzuordnungen Bühne und GS ungünstig. Teils lange Wege zu Pausenflächen –		 Rettungsweglängen erfüllt. Lufträume zwischen Geschossen problematisch. Brandabschnitte nicht dargestellt.

mit Levin Monsigny Landschaftsarchitekten, Berlin | Winkels Behrens Pospich Ingenieure für Haustechnik GmbH, Münster

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Städtebau –		 Es wird ein kompakter eingeschossiger Sockelbau als „Fundament des Hauses“ vorgeschlagen, aus dem die „Lernhäuser“ emporragen. –		 Durch einen Knick in der Gebäudeform bildet der von der Baugrenze am Tirschenreuther Ring zurück­ gesetzte Sockel einen Vorplatz aus, der durch zwei Gebäuderiegel, 4-geschossig im Westen und 3-ge­ schossig im Osten, markiert wird. Im Süden ergänzt ein weiterer, vom Fuchsmühler Weg zurückgesetzter 3-geschossiger Riegel das Ensemble, das von dem Sockel, ähnlich einer Gartenmauer, gefasst wird. Außenraum –		 Der flächenintensive Sockelbau gliedert den Außenraum in den nördlichen Vorplatz und den süd­ lichen Freiraum mit Pausenhof, der in eine befes­ tigte, multifunktionale nutzbare Spiel­ und Freifläche und eine großzügige Rasenfläche im Übergang zum Grünzug unterteilt wird. Hier werden ein Naturgarten, der Schulgarten und im Übergang zur Sporthalle das Beachvolleyballfeld angelegt. –		 Vom Pausenhof führt eine Freitreppe auf das begeh­ bare, intensiv begrünte Dach des Sockelbaus, auf dem ein „zeitgenössischer“ japanischer Garten das „grüne Herz“ der Schule bildet. Jedes Lernhaus ver­ fügt über einen eigenen Zugang zur Dachterrasse – als Erweiterung des Pausenhofes bzw. als Lernort. –		 Fahrradstellplätze (max. 546) werden beiderseits des Haupteingangs am zentralen Vorplatz angeord­ net, Pkw­Stellplätze (6) als Senkrechtparker an der Wiesauer Straße. Architektur –		 Der großflächige Sockelbau bildet zusammen mit den drei Lernhäusern ein introvertiertes Ensemble. –		 Das Gebäude ist als Stahlbetonkonstruktion mit hin­ terlüfteter Klinkerfassade konzipiert. –		 Die Fassadenausbildung ist differenziert, im Sockel­ bereich werden die Sichtziegel mit Versatz gemauert, die Fenstereinfassungen der Obergeschosse werden durch nach innen abgetreppt ausgebildete Fertigteile gestaltet. Die Fassaden werden durch horizontale Fensterelemente mit eloxierten Aluminiumrahmen gegliedert –		 Im Sockelbau werden alle gemeinschaftlichen Funktionen kompakt entlang der Schulstraße, die Vorplatz und Pausenfläche miteinander verbindet, aufgereiht. Funktionalität –		 Die Haupterschließung erfolgt vom Vorplatz aus in das Sockelgeschoss, das alle gemeinschaftlichen Nutzungen beherbergt. Die Anlieferung WAT erfolgt im Norden vom Tirschenreuther Ring, Feuerwehrzufahrt und Anlieferung Küche vom Fuchsmühler Weg. Die vertikale Erschließung der mehrgeschossigen Riegel erfolgt über je zwei Treppenhäuser und einen Aufzug. –		 Im EG befinden sich alle gemeinschaftlichen Nut­ zungen, aufgereiht entlang der Schulstraße: west­ lich die Bibliothek, zu einem Lichthof orientiert, und im Anschluss NW als Zweibundanlage organisiert sowie DS und Musik. Im Osten, ebenfalls über ei­

nen Lichthof belichtet, die Bereiche WAT, Medien und Kunst und nach Süden, zum Pausenhof orien­ tiert, Mehrzweckraum, Aula, Cafeteria und Ganz­ tagesbereich. –		 Im nordwestlichen Kubus befinden sich im 1. OG die Verwaltung und die Räume der Grundstufe, im 2. und 3. OG die Räume der Oberstufe, als Dreibundanlage organisiert. –		 Im nordöstlichen und südlichen Riegel befinden sich die Räume der Mittelstufe als zweihüftige Anlage mit Mittelflur. –		 Clusterbildung durch jahrgangsbezogene, dezentra­ le Aufteilung in einzelne Gebäude, erschwert jedoch im Erdgeschoss Orientierung und Auffindbarkeit der vertikalen Erschließung. –		 Raumzuordnungen nicht immer funktionsgerecht –		 Raumzuschnitte sind weitgehend funktionsgerecht. Raumhöhe im EG je nach techn. Anforderungen 3,85 bis 4,05 m, OG 3,30 m. –		 Schulstraße als kommunikationsfördernder Bereich zwischen Haupteingang und Pausenfläche –		 Direkte Zuordnung der Dachterrassen als Freizeit­ und Lernbereiche. –		 Barrierefreie Erschließung und behindertengerechte WC­Anlagen je Geschoss berücksichtigt, im EG zum Teil weite Wege. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung, Orchester einseitig angebunden –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslicht in der Erschließung gering, HNF Tageslichtversorgung stark bei Innenhöfen ein­ geschränkt, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen teilweise stark eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung hoch (113 %) –		 BRI hoch (114 %), wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf durchschnittlich (90 %) –		 Energiebereitstellung über Erdwärme, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 17 % über dem Soll –		 Klinkerfassade, Photovoltaikanlage –		 Flächeneffizienz mittel (BGF/NF 1,67, 98 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten durchschnittlich (99 %), –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung durch Innenterrasse erschwert, Glasdach mit hohem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitgehend erfüllt. –		 Rettungsweglängen eingehalten, Brandabschnitte dargestellt.

mit Lohaus + Carl GmbH, Hannover | planungsgruppeDREI PartG Architekten + Ingenieure, Mühltal

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Städtebau –		 Kompakter, in 3 Flügel gegliederter 4-geschossiger Schulbau mit 4 überdachten Atrien. Aufnahme der Richtung der Wohnbebauung am Tirschenreuther Ring und der Sporthalle. Außenraum –		 Vorplatz durch 2 Gebäudeflügel räumlich gefasst. Bandförmiger Betonplatten-Belag. Erhalt und Ergän­ zung des Gehölzbestands. –		 Großflächiger Pausenhof östlich an den Schulbau und im Süden direkt an die Sporthalle anschließend. Betonplatten­Belag. Auf den Grünzug orientierte, mit der befestigten Pausenhoffläche verzahnte Aktions­ und Ruheräume. –		 Freiraum zum Fuchsmühler Weg intensiv durch­ grünt. Nutzung als Skulpturengarten, Fahrradabstell­ fläche, Anlieferung, Müllstation. –		 Pkw­Stellplätze am Tirschenreuther Ring seitlich des Vorplatzes. Fahrradstellplätze im Bereich des Vor­ platzes sowie im Freiraum am Fuchsmühler Weg. Architektur –		 Kubische Baukörper. Unterschnitte an den Zugän­ gen vom Vorplatz und vom Schulhof. Begrünte oder mit PV-Elementen ausgestattete Dächer. –		 Stahlbeton-Tragwerk. –		 Bandfassaden. Brüstungen (Innenhöhe 0,4 m) sowie geschlossene Außenwandbereiche aus eingefärbten Betonelementen. In der Fensterzone fest verglaste Elemente im Wechsel mit opaken Lüftungsflügeln. Im EG raumhohe voll verglaste Pfosten-RiegelKonstruktionen bzw. mit vertikalen Betonstreifen kleinteilig gegliederte Fensterbereiche. Glasfassa­ den zu den Atrien. Dächer der Atrien aus transpa­ renten EFTE-Folienkissen. –		 Im Gebäudezentrum auf den Geschossebenen Hal­ lenräume mit einem über der Eingangshalle/Cafe­ teria als haushoher Luftraum aufragenden, in den OGs durch Glaswände abgeteilten Atrium. Daran an­ schließend Foyerzonen der jeweils in den Gebäude­ flügeln zusammengefassten Funktionsbereiche. –		 Mehrzweckraum auf ­ 0,60 m abgesenkt. Funktionalität –		 Haupteingang vom Vorplatz, Nebeneingang vom Schulhof. –		 Werkstatt­ und Küchen­Anlieferung kurzwegig vom Fuchsmühler Weg. Anlieferung Musik vom Vorplatz. –		 Vertikalerschließung der 3 Trakte über eine zent­ rale zweiläufige Freitreppe bzw. einen zugeordne­ ten Aufzug. 4 Treppenräume, in der Regel in den Kopfzonen der 3 Gebäudeflügel. –		 Horizontalerschließung über an die zentralen Hallenräume angebundene Ringflure. –		 Funktionsgerechte Ordnung und Zonierung der Nut­ zungsbereiche in 3 Gebäudeflügeln. –		 EG: offen angelegter Veranstaltungsbereich/Mehrzweckraum/Cafeteria, DS, WAT, Musik. Verwaltung am Eingang. Ganztagesbereich überwiegend als of­ fene Zone im Innenbereich, belichtet über Oberlichtdecke im südlichen Atrium.

–		 1. OG: Medien und Bibliothek auf der Ostseite, 2 MSJahrgangsgruppen, GS-Räume. –		 2. OG: Kunst auf der Ostseite, 2 MS-Jahrgangs­ gruppen sowie die 11. Klassen der OS. –		 3. OG: NW und OS-Räume. –		 Jahrgangsweise Zonierung der Allgemeinen Unter­ richtsräume in jeweils einem Gebäudeflügel. Zuord­ nung der Lehrer- und Lehrmittelräume. Keine multi­ funktionalen Zusatzflächen. –		 WCs in allen Gebäudeflügelzonen. –		 Technikflächen im EG (Innenbereich Nordflügel), im 3. OG (Lüftungszentralen) sowie im Zuge der Er­ schließungs-/Sanitärkerne. –		 Raumzuschnitte funktionsgerecht. Raumtiefen in der Regel ca. 8 m. Lichte Raumhöhen 3 m, im Mehr­ zwecksaal 3,6 m. –		 Zentrale Hallenräume auf allen Geschossebenen als Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche. –		 Barrierefreiheit gegeben. Ggf. weite Wege aufgrund der Beschränkung auf einen zentralen Aufzug. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung in eigenem Flügel –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslicht in der Erschließung gering eingeschränkt, HNF Tageslichtversorgung eingeschränkt bzw. nur Oberlicht, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtach­ sen zum Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung durch­ schnittlich (93 %) –		 BRI durchschnittlich (93 %), wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf hoch (169 %) –		 Energiebereitstellung über Gas-Brennwertkessel mit KWK, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 13 % über dem Soll. –		 Außenwände aus vorgehängten Sichtbetonfertigte­ len, Innenwände mit hohem Glasanteil, 4 verglaste Lichthöfe. –		 Flächeneffizienz hoch (BGF/NF 1,58, 93 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten niedrig (92 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung der Glasdächer und der Innenglasflächen zum Atrium mit erhöhtem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. Erhebliche Flächendefizite bei ca. 10 Räumen in den Bereichen NW, Kunst, WAT. –		 Brandabschnitte herstellbar. Rettungsweg durch die multifunktionale Halle ggf. problematisch, Ret­ tungswegesystem ansonsten möglich.

mit Kretzschmar & Partner, Freie Landschaftsarchitekten, Dresden | Krebs und Kiefer Beratende Ingenieure, Dresden

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Städtebau –		 Parallel zur Wiesauer Straße angeordnetes, aus zwei verschränkten, rechteckigen Volumen zusammenge­ fügtes Schulgebäude mit Ausbildung von Vorplatz im Nordosten und Pausenhof im Süden –		 3­geschossiger Baukörper mit zwei Innenhöfen, im Westen als Garten, im Osten als überdachtes Atrium ausgebildet –		 Bauliches Volumen als städtebaulicher Akzent zwi­ schen großmaßstäblichen Wohnblöcken und klein­ teiligen Einfamilienhausbebauungen; Fassung des übergeordneten Grünzugs am Übergang zur Straße Außenraum –		 Vorplatz und Pausenhof über Foyer linear miteinan­ der verbunden –		 Pausenhof durch überdachten Bereich, orthogona­ les Baumfeld, Spiel­ und Ausstellungsflächen diffe­ renziert gestaltet –		 Östlich an den Pausenhof angrenzender „Pausen­ park“ mit grünem Klassenzimmer, japanischem Landschaftsgarten, Schulgarten, Beachvolleyball­ feld, Teehaus und See –		 Gestaltung des Innenhofs als japanischer Garten. –		 Geforderte barrierefreie Pkw­Stellplätze am Tirschen­ reuther Ring vorhanden. –		 Fahrrad­Stellplätze (max. 280) am Haupteingang und am Pausenhofzugang vorgesehen Architektur –		 Geschlossener Baukörper mit regelmäßig angeord­ neten, liegenden Fensteröffnungen –		 Zugänge durch Unterschneidungen ablesbar. Verbindung des Mehrzweckbereichs mit dem Außenraum durch orthogonal eingestellte Wand­ scheiben –		 Stahlbetonskelettkonstruktion mit aussteifenden Kernen und überwiegend nichttragenden Innenwänden zur Gewährleistung von Flexibilität und Nachhaltigkeit –		 Fassade aus Sichbetonfertigteilen, hellgrau; Holz­ fenster aus Lärche mit asymmetrischer Teilung, mechanisch gesteuerten Dreh­Kippflügeln zur Nachtauskühlung und manuellen Kippflügeln. –		 Außenliegender Sonnenschutz (Raffstores mit Tageslichtlenkung) –		 Schalungsoberflächen der Fassade differenziert, im Sockelbereich schariert –		 Geschossübergreifendes Foyer mit Oberlicht und of­ fenen angrenzenden Funktionsflächen als zentraler Innenraum. Funktionalität –		 Erschließung über Vorplatz bzw. Pausenhof, Foyer und zwei zentrale, offene Treppenhäuser; horizontale Erschließung innerhalb der Baukörper ringförmig –		 Anlieferung WAT-Bereich von Wiesauer Straße –		 EG: Foyer mit angrenzender Mensa, Mehrzweck­ raum, DS und Musik im Osten; WAT, Kunst und Ganztagesbereich im Westen –		 1. OG: Oberstufe, NW und Verwaltung; Bibliothek mit offener Verbindung zum Foyer –		 2. OG: Grundstufe und Mittelstufe; Informatikbe­

reich mit offener Verbindung zum Foyer, Kurz­ pausenbereich GS als Terrasse zum Innenhof –		 Teilunterkellerung für Musik, Lager, Technik –		 Klassen­, Gruppenräume und Lehrerzimmer be­ reichsweise zugeordnet –		 Raumzuschnitte und Zuordnungen größtenteils funk­ tionsgerecht; lichte Raumhöhe EG 4,30 m; lichte Raumhöhe OGs 3,30 m –		 An Foyer angrenzende Räume indirekt belichtet und nicht natürlich belüftet –		 Zum Korridor öffenbare Gruppenräume und Sitzge­ legenheiten in Wandnischen als kommunikations­ fördernde Angebote –		 Visuelle Verknüpfung Foyer, Mensa, Mehrzweck­ raum, DS mit Außenraum; grünes Klassenzimmer –		 Aufzug und barrierefreie WCs an zentraler Stelle vor­ handen Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung, Orchester in Mehrzweckraum ein­ gebunden, Bibliothek offen zum Atrium –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage mit Nachtauskühlung geplant –		 Tageslicht in der Erschließung teilweise einge­ schränkt, HNF Tageslichtversorgung bei Innenhöfen eingeschränkt, insbesondere Eckräume, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen bei Innenhof ein­ geschränkt Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung durch­ schnittlich (96 %) –		 BRI hoch (123 %), wenige nachwachsende Materi­ alien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf durchschnittlich (92 %) –		 Energiebereitstellung über Erdwärme, PV auf dem Dach aufgeständert Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 23 % über dem Soll –		 Außenwände aus Betonfertigteilen, Aula mit Glas­ dach, Photovoltaikanlage –		 Flächeneffizienz niedrig (BGF/NF 1,78, 105 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (105 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung der Glasdächer und der Innenglasflächen zum Atrium mit erhöhtem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitgehend erfüllt; teilweise Über­ oder Unterschreitungen der Flächen um > 20 %. –		 Jahrgangsbezogene Sozialarbeit zusammengelegt. –		 Rettungswege vorhanden; geschossübergreifende Nutzung problematisch.

mit Fugmann Janotta Landschaftsarchitekten, Berlin | Ingenieurbüro SICK, Berlin

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Städtebau –		 Fünf flache 1­ und 2­geschossige Baukörper so ge­ reiht und gestapelt, dass nach Nordwesten zum Tirschenreuther Ring ein zweiseitig gefasster Vorplatz und nach Osten zum Grünraum ein U­förmiger Pausenhof entsteht. –		 Gliederung der Bauhöhen vermittelt zur nachbar­ schaftlichen Bebauung. Außenraum –		 Pausenhof, Japangarten, Schulgarten und Sportfelder als quadratische Flächen in die „harmonisch fließen­ den Außenräume“ der „Schule im Grünen“ integriert. Südlicher Übergang zur Sporthalle als funktionale Zone –		 Bewegungsflächen mit landschaftlich geformtem Asphalt, Betonsteinpflaster für Schulhof, Sitzelemen­ te­ und Podeste aus Betonfertigteilen und Holz –		 Baumbestand weitestgehend erhalten –		 Je 170 Fahrradstellplätze im Norden und Süden vor­ gesehen, Pkw­Stellplätze befinden sich im Südosten. Architektur –		 Baukörperliche Prägung der Schule spiegelt inne­ re funktionale Gliederung wider, die unteren drei Baukörper tragen als Sockelzone die, parallel zum Tirschenreuther Ring ausgerichtete „Heimatbereiche der begrünten Klassenpavillons“. Im Innern glie­ dern Oberlichter Foyerflächen sowie Lichthöfe die Unterrichtsbereiche. –		 Zweischaliger Sockel aus Porenziegelwänden und Sichtmauerwerk aus gelb-weißem Klinker, innere Oberflächen ge­schlämmt, Fensterbänder Holz­/Alu­ Fenster. Obere Körper als Stahlbetonkonstruktion mit Trennwänden aus Sichtmauerwerk. Holz­/Alu­ Pfosten-Riegel-Fassaden mit außenliegendem Sonnenschutz, Fassade mittels Pflanztrögen im Bereich der Brüstungen begrünt. –		 Haupt­ und Nebenfoyer, Mehrzeckraum, Cafeteria und Pausenhof über großflächige Verglasungen op­ tisch verbunden. Funktionalität –		 Vom Tirschenreuther Ring über Vorplatz in doppelge­ schossiges Foyer, von dort verbindet in Nord-SüdRichtung doppelgeschossige „Achse“ alle Funktions­ einheiten und gemeinschaftlich nutzbare Außen­ räume, endet in südlichem Nebenfoyer. In Foyers jeweils zwei die Geschosse verbindende Treppen für Vertikalerschließung und je ein Aufzug. Anlieferung von Süden über Fuchsmühler Weg. –		 Hauptfoyer, Mehrzweckraum und Cafeteria zu multi­ funktionalem Raumkontinuum schaltbar, nördlich schließen Musik und DS an. Westlich des Foyers die Verwaltung, über Luftraum ist Foyer mit der Bibliothek und Medienräumen im Zwischengeschoss verbun­ den. Westlich der Achse Räume für Kunst und WAT, südlich des Pausenhofes die NW. Ganztagesbereiche östlich des Nebenfoyers, im südlichen Klassenpavillon die OS, im nördlichen Klassenpavillon die MS. Technikfläche und Lager (776 m2) im UG. –		 Erschließenden Flächen für AU im Inneren durch be­ lichtende Höfe, Raumaufweitungen und die Raum­

versprünge der Klassenraumzugänge gegliedert. In MS je Geschoss vier Cluster. Kunst- und WATRäume, je über fassadenseitige Türen verbunden. –		 Raumzuschnitte entsprechen teilweise nicht den Anforderungen. Kunst: 11,60 m x 7,20 m schmalseitig belichtet. Ganztagesbereiche nicht zusammenhän­ gend, teils nicht natürlich belichtet. Unzweckmäßige Anordnung der NW-Räume. Lichte Raumhöhen im OG. 3,05 m, im EG 4,55 m, Mehrzwecksaal 5,60 m, Verwaltung/Bibliothek 2,55 m. –		 Beziehung zwischen den Geschossen über Sicht­ verbindungen, EG entlang Achse als verbindende Raumeinheit ausgebildet. –		 Nischen und Sitzmöglichkeiten im Außenraum als Kommunikations­ und Rückzugsort. Pausenhof auch Veranstaltungsort, wobei Eingangspodest als Bühne nutzbar. –		 Gebäude ist schwellenlos erschlossen, WC-Anlagen mit integrierten Behinderten-WCs, in Klassenpavillon OS keine Lehrer-WCs. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung in eigenem Bereich –		 Akustik: Bauteilaktivierung geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslicht in der Erschließung EG teilweise nicht vor­ handen, HNF Tageslichtversorgung teilweise einge­ schränkt (Schülerzeitung, ME Reparatur, Hof) NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen vorhanden Einschränkungen durch Bewuchs wahrscheinlich, Gefahr von Schlagschatten im Raum Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung hoch (111 %) –		 BRI durchschnittlich (108 %), wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf durchschnittlich (69 %) –		 Energiebereitstellung über Erdwärme und Gas, PV + Solarthermie auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 25,5 % über dem Soll –		 Außenwände aus Betonfertigteilen mit Pflanzen­ kübeln, extensives Gründach –		 Flächeneffizienz niedrig (BGF/NF 1,84, 108 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe von 3 m teilweise nicht gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (105 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung durch Sockelbau erschwert, Glasgeländer, Glasdach mit hohem Reinigungsaufwand, erhöhter Pflegeaufwand Fassadenbepflanzung. Realisierbarkeit –		 Programm in Teilen erfüllt. Mediensammlung Bio/ Ch/Ph fehlt, Unterschreitung bei Kursräumen OS ca. 15 %, NW 22 %, Überschreitung WAT/AL 100 %. –		 In westlicher Richtung Abstandsflächen um 1,0 m überschritten. Fluchtweglängen in Südwest über­ schritten. Beide Fluchtwege über Halle nicht zulässig.

mit Alkewitz Landschaftsarchitektur, Berlin | BLS Energieplan GmbH, Berlin

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Städtebau –		 Der Schulneubau wird als gegliederter Baukörper von den Straßenräumen abgerückt und als Solitär zentral auf dem Grundstück platziert. Das orthogona­ le System bindet die bestehende Sporthalle räumlich ein. –		 Drei Gebäudekuben, 4­geschossig zum Tirschen­ reuther Ring und 3-geschossig nach Osten und Süden, umschließen das zentrale, 3­geschossige Verbindungsbauwerk. Außenraum –		 Durch die Gebäudedisposition wird das Grundstück in qualitativ unterschiedliche Freiräume geglie­ dert, die Bezug nehmen auf die stadträumliche Situation. Im Norden liegen der Vorplatz mit Markt sowie nordöstlich der Japangarten, im Zentrum die Pausenhofflächen, durch das Gebäude zweigeteilt mit Energiegarten im Westen und Werkhof im Osten, im Süden der Schülerpark. –		 Der das Grundstück rahmende Baumbestand bleibt weitgehend erhalten, im Osten werden der japanische Garten, der Schulgarten und das Spielfeld integriert, im Westen werden unter den Bäumen Stellplätze für max. 680 Fahrräder und 6 Pkw, der Müllstandort so­ wie Spielgeräte angeordnet. –		 Neue Baumpflanzungen werden flächenhaft als Kirschbaumraster angelegt. –		 Die Wegeführung bildet eine versetzt angeordnete, die Hofflächen flankierende Nord­Süd­Promenade, die von märkischen Kiefern und Ölweiden gesäumt wird. Die Freiräume sollen variabel nutzbar sein und Raum für Gestaltung lassen. Architektur –		 Das Gebäude gliedert sich in drei Baukörper mit Lichthöfen, die sich um eine Erschließungshalle gruppieren. Den Auftakt vom Tirschenreuter Ring bildet ein 4-geschossiger Kubus, der mit einer über zwei Geschosse zurückgesetzten Fassade den Haupteingang markiert. –		 Es wird eine elementierte Fassade aus sandstein­ farbenem Sichtbeton und Ziegeln vorgeschlagen, die durch horizontale Holz­Aluminium­Fenster mit bron­ zefarbenen Deckprofilen gegliedert wird. –		 Stahlbetonskelettbau mit aussteifenden Stahlbe­ tonkernen. Ein einheitliches Konstruktionsraster er­ möglicht Elementbauweise. –		 Räumliche Qualitäten bieten das zweigeschossige Eingangsfoyer und die um Lichthöfe angeordneten Jahrgangsforen. Funktionalität –		 Der Hauptzugang erfolgt über den Vorplatz am Tirschenreuther Ring in das Eingangsfoyer im 4-ge­ schossigen Kubus. Die Anlieferung liegt im Westen an der Wiesauer Straße. –		 Die vertikale Erschließung erfolgt über zwei gegen­ läufig angeordnete Treppen sowie einen Aufzug in der Erschließungshalle, welche die drei Gebäudeteile miteinander verbindet. –		 Die horizontale Erschließung erfolgt je Gebäude­ teil über eine breite Flurzone, teilweise mit Neben­

funktionen belegt und über Lichthöfe belichtet. –		 Im Erdgeschoss liegen im nördlichen Kubus Mensa, Mehrzweckraum, DS und Verwaltung, im Verbindungsbau der Ganztagesbereich, im östlichen Kubus die Bereiche Kunst und WAT und im Süden Musik. Im 1. OG liegen der Bereich Medien, die Räume der Grundstufe sowie zwei Jahrgangscluster der Mittelstufe. Im 2. OG sind NW und zwei weitere Mittelstufencluster und im 3. OG die Räume der Oberstufe angeordnet. –		 Raumzuschnitte und Zuordnungen sind weitgehend funktionsgerecht, die lichte Raumhöhe beträgt 3,10 m. –		 Die Eingangshalle mit Galerieebene und die erwei­ terten Flurflächen in den Jahrgangsclustern fördern Blickbezüge und Kommunikation. –		 Den erdgeschossigen Nutzungen werden Freiflä­ chen zur individuellen Aneignung zugeordnet. –		 Stufenlose Erreichbarkeit aller Räume über Aufzug gewährleistet. Teilweise lange Wege, auch zu sani­ tären Einrichtungen, die im östlichen Gebäudeteil gar nicht angeboten werden. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche zur EFH­ Siedlung in eigenem Bereich –		 Akustik: Bauteilaktivierung geplant, raumakustische Flächen an Wänden vorgeschlagen –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhan­ den, Lüftungsanlage geplant, Lüftungselement in der Fassade –		 Tageslicht in der Erschließung EG eingeschränkt, HNF Tageslichtversorgung hoch, außer Stillarbeit 1. OG, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen bei Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung niedrig (85 %) –		 BRI durchschnittlich (92 %), wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf hoch (177 %) –		 Energiebereitstellung über Holzpellets, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 17,5 % über dem Soll –		 Außenwände zweischalig, gefärbter Sichtbeton, extensives Gründach, Photovoltaikanlage –		 Flächeneffizienz mittel (BGF/NF 1,73, 102 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (99 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung der Glasdächer und der Glasgeländer mit erhöhtem Reinigungsaufwand Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitgehend erfüllt. –		 Rettungsweglängen teilweise überschritten, Brandabschnitte dargestellt.

mit hutterreimann landschaftsarchitektur gmbh, Berlin | MF Dr. Flohrer Beratende Ingenieure GmbH, Berlin

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Städtebau –		 Gebäudekomplex aus 4 Atriumhäusern, zweiseitig und gegeneinander versetzt angebunden an eine senkrecht zum Tirschenreuther Ring verlaufende Magistrale. Bauhöhe 3-geschossig mit Ausnahme des südöstlichen 2-geschossigen Bauteils. Außenraum –		 Gliederung der gesamten Freifläche in zwei unter­ schiedlich gefasste Bereiche: östlich der Magistrale in Orientierung auf den überörtlichen Grünzug, ein „aufgelockerter grüner“ Freiraum, westlich davon ein „eher streng strukturierter und steinerner“ Bereich. –		 Vorplatz am Tirschenreuther Ring folgt gestalterisch der großräumlichen Gliederung: westlicher Teil mit farbigem Asphalt-Belag, östlicher Teil mit wasserge­ bundener Decke. –		 Japangarten und Mensahof in dreiseitig gefassten, bis an die Magistrale reichenden Gebäudeeinschnit­ ten. Offene Atrien in 3 Bauteilen, Nutzung als Werk­ hof, Kunsthof, Lesehof. Betonwerksteinpflaster. –		 Pausenfläche südlich bzw. südöstlich des Schulbaus teilweise mit Betonwerkstein gepflastert und mit ei­ nem Baumraster überstellt, teilweise mit wasserge­ bundener Decke und frei angeordneten Bäumen, Sträuchern, Stauden. Schülergarten und Beachvol­ leyballfeld als Inseln in der Schulhoffläche. –		 Pkw­ und Fahrradstellplätze auf dem Vorplatz. Architektur –		 Kubische Baukörper, Unterschnitte an den Zugän­ gen vom Vorplatz und vom Schulhof. Begrünte bzw. mit PV­Elementen ausgestattete Dachflächen. –		 Stahlbeton-Tragwerk. –		 Bandfassaden. Brüstungen und geschlossene Au­ ßenwandbereiche mit heller Klinkerbekleidung. Fensterbänder in Aluminium­Konstruktion mit zu­ rückversetzten Öffnungsflügeln im unteren Bereich, Festverglasung im oberen Bereich. Blindfelder für Trennwandanschlüsse. Im EG raumhohe voll ver­ glaste Pfosten-Riegel-Konstruktionen. Sonnen­ schutz: außenliegende Alu­Lamellen­Raffstores. –		 9 m breite Magistrale, auf allen Geschossen durch das gesamte Gebäude verlaufend und über die beidseitig angrenzenden Höfe natürlich belichtet. Mehrzwecksaal mit Mensa als offener 2­geschos­ siger Großraum im EG an die Magistrale angebun­ den. Flure in der Regel über die Innenhöfe natürlich belichtet. Funktionalität –		 Haupteingang vom Vorplatz, Nebeneingang vom Schulhof. –		 Vertikalerschließung der 4 Trakte über eine zent­ ral in der Magistrale liegende einläufige Freitreppe bzw. einen der Freitreppe zugeordneten Aufzug. Treppenräume in den Eckbereichen der Trakte. –		 Horizontalerschließung in der Regel über an die Magistrale angebundene Ringflure –		 Werkstatt­Anlieferung kurzwegig vom Fuchsmühler Weg. Anlieferung Küche und Musik auf der Gebäude­ ostseite, Zufahrt über den Schulhof.

–		 Weitgehend funktionsgerechte Ordnung und Zonie­ rung der Nutzungsbereiche. –		 EG: Mehrzweckraum und Cafeteria, Ganztagesbe­ reich, WAT, Kunst, Musik, DS und Medien/Bibliothek auf die 4 Trakte verteilt. –		 NW auf einer Ebene im 1. OG des südöstlichen Trakts zusammengefasst. –		 Klassen-, Gruppen- und Kursräume im 1. und 2. OG der 3 übrigen Trakte. Jahrgangsweise Zonierung. Zuordnung der Lehrer- und Lehrmittelräume. –		 Verwaltung an der Magistrale im 3. OG oberhalb des NW-Geschosses. –		 WCs in allen Geschossen im Bereich der Magistrale. –		 Technikflächen in einem UG sowie in den Geschos­ sen. Lüftungszentrale auf dem Dach. –		 Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Raumhö­ hen 3 m, im Bereich des Mehrzwecksaals 6,6 m. –		 Magistrale sowie Atrien und Höfe als Kommunikati­ ons- und Aufenthaltsbereiche. –		 Barrierefreiheit gegeben. Ggf. weite Wege zu den WCs und zum zentralen Aufzug. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung. Musik durch Flur getrennt –		 Akustik: Bauteilaktivierung geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslichtversorgung in der Erschließung hoch, HNF Tageslichtversorgung hoch, NNF keine Tageslicht­ versorgung, Sichtachsen bei Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung im Durchschnitt (103 %) –		 BRI durchschnittlich (103 %), wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf durchschnittlich (101 %) –		 Energiebereitstellung über Grundwasser-Wärme­ pumpe + Erdspeicher, PV auf dem Dach aufgestän­ dert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 22 % über dem Soll. –		 Vorgehängte Klinkerfassade, extensives Gründach, großer Hallenraum mit Glasdach. –		 Flächeneffizienz niedrig (BGF/NF 1,79, 105 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (104 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung durch Sockelbau erschwert, Glasdächer mit erhöhtem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitgehend erfüllt. –		 Brandabschnitte weitgehend herstellbar. Rettungs­ wege über Flure und außenliegende Trep-penräume möglich. Brandabschnittsbildung und Führung eines Rettungswegs aufgrund des zur Halle und zum 1. OG offenen Veranstaltungsbereichs ggf. problematisch.

mit Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin | Müller-BBM GmbH, Berlin

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Städtebau –		 „Solitär im Grünen“ als städtebauliche Leitidee –		 Grundform des Gebäudes: regelmäßiges Pentagon mit versetztem Innenhof. –		 4­geschossiger Baukörper; Ausrichtung parallel zum Fuchsmühler Weg und zum Wohnkomplex an der Marienfelder Allee. –		 Bauteil im Südosten als Brückenbau ausgebildet. Außenraum –		 Ausbildung eines städtischen Vorplatzes am Tirschenreuther Ring und eines Hofs im Zentrum des Gebäudes mit Übergang zu Spiel­ und Pau­ senflächen im Südosten. –		 Vernetzung der angrenzenden Grünzüge über den mit Grüninseln versehenen Schulvorplatz. –		 Pausenbereich gegliedert in befestigten Platz, „Campusmitte“ mit Sport- und Spielrasen und „grü­ nen Saum“ mit Sportflächen, Japan­ und Schulgarten –		 Aufkantungen entlang der Grünflächen bieten Sitzmöglichkeiten für grünes Klassenzimmer u.a. –		 Geforderte barrierefreie Pkw­Stellplätze am Fuchsmühler Weg nachgewiesen. –		 Fahrradstellplätze (max. 385) mit Einfriedung angren­ zend an Grünzug vorgesehen. Architektur –		 Kompaktes Schulhaus mit gläsernem Sockelge­ schoss und leicht auskragenden, massiv ausgebil­ deten Obergeschossen. –		 Eingangsbereich zurückversetzt; Bauteil im Süd­ osten aufgeständert, ebenerdige Verbindung zwi­ schen Hof und Freiflächen. –		 Stahlbetonkonstruktion mit Flachdecken auf Stützen und Wandscheiben. –		 Fassade aus horizontal gegliedertem Sichtmauer­ werk mit versetzt angeordneten Ziegeln und verti­ kalen Fensterformaten; Fensterbänder mit Block­ fenstern im Hof; Vollverglasung als Pfosten­Riegel­ Konstruktion im EG. –		 Im Inneren farbige Wandflächen und Holzböden (Industrieparkett); Trennwände zu den Fluren im Ganztags­ und Kunstbereich aus Glas Funktionalität –		 Erschließung vom Vorplatz über zentrales Foyer und seitlich angrenzendes, offenes Treppenhaus; Zugang zu Veranstaltungsräumen vom Pausenhof zusätzlich möglich; geschossweise Erschließung innerhalb der Baukörper ringförmig im Nordwesten zweihüftig, im Südosten einhüftig –		 Anlieferung Küche von Wiesauer Straße über Feuerwehrzufahrt; Anlieferung WAT­Bereich vom zentralen Lager im Norden über Aufzug –		 Funktionen im EG: Foyer im Zentrum, DS, Mehr­ zweckraum und Mensa im Südwesten, Ganz­ tagsbereich und Teile von Musik im Nordosten an­ grenzend –		 1. OG: WAT/AL, Musik, Kunst, Grundstufe, Infor­ matik und Verwaltung oberhalb und in direkter Nähe zum Foyer –		 2. OG: Naturwissenschaften und Mittelstufe

–		 3. OG: Mittelstufe und Oberstufe (bei Prüfungssi­ tuationen räumlich trennbar). –		 Jahrgangscluster in einhüftigem Bereich im Südosten angeordnet. –		 Raumzuschnitte und Zuordnungen größtenteils funk­ tionsgerecht; in den Gebäudeecken teils stirnseitige Belichtung; Lehrerzimmer und Sozialarbeit zusam­ mengelegt. –		 Lichte Raumhöhe EG 3,65 m im Foyer, 3,00 m in an­ deren Bereichen; lichte Raumhöhe OGs 3,00 m –		 Ausbildung von 400 m2 Einheiten im einhüftigen Bereich für die Nutzung als Lernlandschaft. –		 Schaffung von Blickbeziehungen und Fluraufwei­ tungen zur Förderung der Kommunikation. –		 Kunsträume und Ganztagesbereich zum Korridor verglast. –		 Aufzug und barrierefreie WCs pro Geschoss vor­ handen. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung, Bibliothek offen zur Erschließung. –		 Akustik: Bauteilaktivierung geplant, Akustikbaffel ge­ plant. –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhan­ den, Lüftungsanlage geplant, Lüftungselement in der Fassade. –		 Tageslicht in der Erschließung teilweise ge­ ring, HNF Tageslichtversorgung teilweise einge­ schränkt (Modellbahn 2.OG, Eckräume), NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen zum Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung niedrig (62 %) –		 BRI niedrig (82 %) –		 wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauer­ haft –		 Energiebedarf niedrig (59 %) –		 Energiebereitstellung über Erdwärme, PV auf dem Dach aufgeständert Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 14 % über dem Soll –		 Klinkerfassade, Innenräume mit hohen Holzanteil, extensives Gründach, Photovoltaikanlage –		 Flächeneffizienz hoch (BGF/NF 1,57, 92 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten niedrig (92 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen von innen mög­ lich Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitgehend erfüllt; teilweise Über­/ Unterschreitung, Unterrichtsräume > 10 %, Sammlungs­ räume > 20 % –		 Rettungswege vorhanden; offenes Haupttreppen­ haus im EG über Feuerschutzvorhänge ins Freie ge­ führt; Rettungsweglänge teilweise überschritten.

mit Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart | CSZ, Berlin

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entlang des Boulevards geschossweise Lehrer- und Lehrmittelräume. Im EG südlich des Foyers Kunst, dann Ganztagsräume, im Süden WAT, Technik im UG nördlicher Baukörper in Süden. –		 Jedem Raumbereich als „Bezugsort“ innere Zone für freies Lernen mit Gruppenraum und Lichthof zwi­ schen Boulevard und Terrasse für Außenunterricht zugeordnet. –		 Raumzuschnitte entsprechen den Anforderungen, lichte Raumhöhe in allen Geschossen 3,20 m, Mehrzweckraum 6,25 m –		 Boulevard als zentraler Aufenthaltsbereich. Indivi­ dualfoyers am Übergang zwischen Boulevard und Cluster. Innere und äußere Sichtbezüge, vielfältige Aufenthaltsräume für Kommunikation und Rückzug. –		 Der Vorplatz ist als Treffpunkt gestaltet, Seitenhöfe und Terrassen als „grüne Zimmer“ für individuelles Lernen, Kommunikation und Unterricht im Freien. Pausenhof, Aktionsfelder und Garten für Bewegung, Erholung und Spiel. –		 Gebäude barrierefrei erschlossen. Je Geschoss ein Behinderten-WC. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche zur EFH­ Siedlung in eigenem Bereich –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung geplant, Luftführung über abgehängte Decken –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage mit adiabater Kühlung geplant –		 Hohe Tageslichtversorgung in Erschließung und HNF, NNF ohne Tageslicht, Sichtachsen vorhanden. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung mittel (96 %) –		 BRI mittel (110 %) –		 nachwachsende Materialien in der Fassade, Fassade eingeschränkt dauerhaft –		 Energiebedarf hoch (194%) –		 Energiebereitstellung über Holzpellets und Gas, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 24 % über dem Soll –		 Fassade mit hinterlüfteter Holzlattung, extensives Gründach, Photovoltaikanlage –		 Flächeneffizienz niedrig (BGF/NF 1,79, 105 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten hoch (106 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Glasdächer und Innenglasflächen mit erhöhtem Reinigungsaufwand Realisierbarkeit –		 Raumprogramm und Raumzusammenhänge wei­ testgehend erfüllt. –		 Schulboulevard räumlich von Clustern zu trennen. Rettungsweglängen im nördlichen Baukörper über­ schritten, im Nordosten kein zweiter Rettungsweg. Gliederung in Brandabschnitte nicht dargestellt.

Städtebau –		 Ein großes und drei kleinere quadratische Körper von Norden nach Süden so zueinander versetzt stumpf gestoßen, dass orthogonal zur Wohnbebauung des Tirschenreuther Rings kammartige Struktur mit ver­ schiedenen Außenräumen und in Zusammenhang mit Sporthalle städtebauliches Ensemble entsteht. –		 In Norden gefasster Vorplatz und städträum­ licher Übergang in Richtung Ahrensdorfer Straße. Nach Osten zusammenhängende Freiflächen zum Grünraum. Entlang Fischmühler Weg vermitteln Vorund Rücksprünge zur Nachbarschaft. Außenraum –		 Areal der Schule als „grüne Membran“, Japangarten, Schulgarten, Sportfelder sowie mit Bänken und He­ cken gegliederte, befestigte Flächen als „Intarsienfel­ der“ integriert. Vorplatz mit freien Baumstellungen und Bankelementen als „einladende Station“. Mensa-, Pausen- und Oberstufenhof –		 Baumbestand im Bereich Vorplatz/Straße/Bach ent­ fernt –		 Im Nordwesten und Südosten 380 Fahrradstellplätze, Pkw­Stellplätze im Nordwesten nahe Eingang. Architektur –		 Alle Funktionsbereiche der Schule in Häusern ent­ lang innerem „Schulboulevard“ im Wechsel zwischen Innen­ und Außenraum zueinander versetzt gereiht. Häuser von „Laternen“ gegliedert, zentrales mehrge­ schossiges Oberlichtfoyer –		 Tragende Bauteile in Stahlbeton, Flachdecken, Fassaden als tragende Betonwandscheiben mit Betonbrüstungen ausgeführt. Innere Materialien von natürlichem, robustem Charakter. Fassade mit vergrauenden Lamellen aus Lärchen- und Eichenholz verkleidet, Holzfenster, außenliegender Sonnenschutz. –		 „Offene Raumstruktur“ als „Lernlandschaft“ mit viel­ fältiger Nutzungsoption, „guter Belichtung“ und Sicht­ bezügen zwischen Nutzungsbereichen. Funktionalität –		 Erschließung vom Tirschenreuther Ring über Vor­ platz in Foyer mit zentralem, mehrgeschossigem Luftraum. Östlich des Foyers Schulboulevard in Nord-Süd-Richtung, verbindet geschossweise ho­ rizontal Raumbereiche und im EG Anbindung an Sportflächen. Vier den Baukörpern zugeordnete Treppenhäuser gliedern den Boulevard und schaf­ fen vertikale Verbindungen. Direkter Zugang zum Außenraum von allgemein nutzbaren Bereichen und Boulevard im EG sowie über Außentreppen der Jahrgangshäuser vom OG. Ein Aufzug südlich des Foyers. Anlieferung von Nordwesten. –		 Im EG Foyer, Mehrzwecksaal, Orchesterraum und Cafeteria zu Raumkontinuum schaltbar, west­ lich da-von Musik um Lichthof. 1.OG über Foyer doppelge-schossige Bibliothek mit Auskragung in Stadtraum, Verwaltung, Informatik, Grundstufe und Einblick in Mehrzweckraum, im 2. OG die NW und Zugang zu „Lernhof“. In OGs von Norden nach Süden die Jahrgangshäuser 7/8, 12/13 sowie 9/10,

mit Lavaland GmbH & TH Treibhaus, Berlin | WS Green Technologies GmbH, Stuttgart

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Städtebau –		 Idee ist es, die Pavillonbauweise aufzugreifen und in Raumsequenzen zu überführen, die individuell ables­ bare Einzelhäuser erlebbar machen. –		 Es werden vier Baukörper zueinander versetzt an­ geordnet, die von 1-geschossig im Norden auf 3 Geschosse im Südosten ansteigen. Die durch flach­ geneigte Dächer terrassierte Gebäudekubatur ver­ steht sich dabei als Bindeglied zwischen den hetero­ genen Strukturen des Umfelds. Außenraum –		 Die Gebäudedisposition gliedert das Grundstück in Freiflächen unterschiedlicher Qualität, die sich mit dem benachbarten Stadt- und Landschaftsraum ver­ zahnen. Der Vorplatz mit Stellplätzen für Marktstände öffnet sich zum Tirschenreuther Ring, der Mensa­ garten nach Westen. Im Süden schließen sich der Schulgarten und nach Osten die Pausenflächen an. In die baumbestandene Freifläche entlang des Grünzugs werden Spiel­ und Freizeitangebote einge­ bettet. Der Japangarten wird als Gartenhof vom öst­ lichen Baukörper dreiseitig umschlossen. –		 Fahrradstellplätze werden am Tirschenreuther Ring (max. 205) und zwischen Schulgarten und Sporthalle (max. 330) angeboten, Pkw­Stellplätze (6) werden als Längsparker am Tirschenreuther Ring vorgesehen. Architektur –		 Die Großform des terrassierten Gebäudevolumens wird in Einzelhäuser, die in ihrer Aneinanderreihung eine innere Schulgasse bilden, aufgelöst. Der Einzelhauscharakter wird durch farbig gestaltete, bal­ dachinartige Dächer betont. –		 Es wird eine Mischbauweise aus Holz,Stahlbeton und Mauerwerk vorgeschlagen, mit tragenen Wänden aus Mauerwerk und Beton und Holzbetonverbunddecken. Fassaden und nichttragende Wände sind in Holztafelbauweise geplant. –		 Die Fassaden werden überwiegend als Lochfassaden und in Teilbereichen als Pfosten-Riegel-Konstruktion mit hohem Glasanteil ausgebildet. Geschlossene Fassaden werden mit gebürsteten Lärchenholzleisten mit offenen Fugen verkleidet. –		 Die über zwei Geschosse mit Galerie ausgeführte Schulstraße verbindet die Funktionsbereiche in den vier Einzelbaukörpern und öffnet sich mit großflä­ chigen Verglasungen zu den thematisch unterschied­ lich belegten Freiflächen. Funktionalität –		 Der Hauptzugang erfolgt über den Vorplatz am Tirschenreuther Ring in die Schulstraße. Die An­ lieferung erfolgt über eine interne Lieferstraße im Westen. Die vertikale Erschließung erfolgt über je zwei Treppenhäuser in den mehrgeschossigen Kuben und eine offene Treppe und einen Aufzug an der Schulstraße. Ein weiterer Aufzug befindet sich im 3-geschossigen Gebäudeteil im Süden. –		 Die horizontale Erschließung erfolgt im EG über die Schulstraße und den Galeriegang im 1. OG, in den Einzelhäusern über ein­ bzw. zweihüftige Flursysteme, die bereichsweise zu Lichthöfen orientiert sind.

–		 In dem eingeschossigen nordwestlichen Baukörper befinden sich die Bereiche Musik sowie zusammen­ schaltbar DS, Mensa und Mehrzweckraum. –		 Im südwestlichen Baukörper sind über 2 Etagen die Naturwissenschaften organisiert, sowie WAT im EG und Kunst im 1. OG. –		 Im U-förmigen Baukörper sind im EG Bibliothek und Ganztagesbereich sowie über 2 Geschosse Medien und im 1. OG die Verwaltung angeordnet. –		 Im 3-geschossigen Haus liegen im EG die Räume der Grund- und Oberstufe, im 2./3. OG die der Mittelstufe. –		 Raumzuschnitte weitgehend funktionsgerecht, Orien­ tierung von Unterrichtsräumen zum Lichthof teilweise problematisch. Raumzuordnungen sind nicht immer funktionsgerecht. Lichte Raumhöhen 3,50 m, in den OGs durch Dachaubildung bis 5,40 m. –		 Die Schulstraße verbindet Innen- und Außenraum sowie die verschiedenen Funktionsbereiche. Die farbig gestalteten Dächer der Einzelhäuser sollen Orientierung bieten. –		 Barrierefreie Erschließung aller Bereiche gewährlei­ stet, teilweise weite Wege. Ein rollstuhlgerechtes WC im EG nahe dem Eingangsbereich, sowie 2 je Etage im südlichen Baukörper. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche zur EFH­ Siedlung in eigenem Bereich –		 Akustik: Bauteilaktivierung geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz als Markise, Brüstung vorhanden, natürliche Belüftung geplant, keine Vorwärmung der Luft, auf Lüftungsanlage soll wei­ testgehend verzichtet werden –		 Tageslicht in der Erschließung teilweise gering, HNF Tageslichtversorgung teilweise gering (Räume zu Energiekern, Wintergarten, Lehrküche), NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen teilweise einge­ schränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung hoch (142 %) –		 BRI hoch (127 %) –		 hoher Anteil nachwachsender Materialien (Holz­ tafelbauweise, Holzfassade), Fassade eingeschränkt dauerhaft –		 Energiebedarf mittel (100 %) –		 Energiebereitstellung über Geothermie, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 20 % über dem Soll Fassade aus Lärchenholz, extensives Gründach, Photovoltaikanlage –		 Flächeneffizienz mittel (BGF/NF 1,69, 100 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (103 %), –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitgehend erfüllt, –		 Rettungsweglängen teilweise überschritten, Brandabschnitte dargestellt.

mit KuBuS Freiraumplanung GbR, Berlin | Ingenieurgesellschaft W33 mbH, Berlin

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Städtebau –		 „Solitär in der Landschaft“, im Grundriss sternförmi­ ger Schulbau mit 5 Flügeln, Bauhöhe durchgän­ gig 3-geschossig. Ausrichtung des nordwestlichen Flügels auf die Wohnbebauung am Tirschenreuther Ring. Außenraum –		 „Urban geprägter“ Eingangshof am Tirschenreuther Ring, durch 2 Gebäudeflügel und Baumgruppen räumlich gefasst. Einheitlicher Belag aus großforma­ tigen polygonalen Betonplatten. Mensa-Terrasse vor dem nordwestlichen Gebäudeflügel. –		 Rückwärtige Freifläche überwiegend als befestigter Pausenhof mit Betonplatten­Belag analog zum Vor­ platz, durch Aufständerung des südlichen Flügels be­ reichsweise witterungsgeschützt nutzbar und direkt an das Zentrum des Schulbaus angeschlossen. –		 Randzonen intensiv begrünt unter Einbeziehung des weitgehend erhaltenen Baumbestands. Schulgarten, Japangarten und Beachvolleyballfeld an der Schnitt­ stelle von befestigter und begrünter Zone. –		 Fahrradstellplätze auf dem Vorplatz sowie im Be­ reich der Sporthalle, Überdachung optional. –		 Pkw­Stellplätze im Bereich der Sporthalle. Architektur –		 Fünfflügeliger Zentralbau mit einheitlicher Höhe, Aufständerung des südlichen Gebäudeflügels. Streng regelhaft geordnete Bandfassaden. –		 Tragwerk aus Stahlbeton und Mauerwerk. –		 Schmale Brüstungsbänder (h ca. 0,8 m) aus rötlich durchgefärbtem Infraleichtbeton, Brüstungshöhe in­ nenseitig ca. 0,45 m. –		 Holz­Aluminium­Fensterelemente, ergänzt durch opake Lüftungsflügel mit außenseitiger Lamellen­ bekleidung. Fassadenraster 1,25 m. Im EG bereichs­ weise (Eingänge, Mensa) raumhohe Pfosten-RiegelKonstruktionen. –		 Geschlossene Wandbereiche an den Kopfseiten und am Mensa­Luftgeschoss mit horizontal profi­ lierter Bekleidung (keine Materialangaben), im EG (Südseite, Bereich Mensa) in Infraleichtbeton. –		 Sonnenschutz durch die 0,5 m tiefen Brüstungs­ bänder sowie außenliegende Markisen. –		 Gebäudehohes glasüberdachtes Atrium im Zent­ rum mit Freitreppe und Sitzstufen. Bereich Mehr­ zweckraum/Mensa/DS 2­geschossig. Funktionalität –		 Hauptzugang über Vorplatz vom Tirschenreuther Ring, Nebeneingang vom Schulhof. Anlieferung Mensa/WAT kurzwegig vom Fuchsmühler Weg, Anlieferung Musik über den Schulhof. –		 Vertikalerschließung über eine zentrale Freitreppen­ anlage bzw. einen zugeordneten Aufzug. Treppen­ räume an den Enden der Gebäudeflügel. –		 Horizontalerschließung über konisch zulaufende Mittelflure. Flurbreiten zwischen ca. 8 m und ca. 3 m, Belichtung nur kopfseitig. –		 Weitgehend funktionsgerechte Ordnung der Nut­ zungsbereiche, überwiegend ebenengleiche Zonie­ rung in einem Gebäudeflügel. OS und Verwaltung

jeweils in 2 übereinanderliegenden Geschossen. –		 EG: Mehrzweckraum mit Cafeteria und DS, Ganzta­ gesbereich, Bibliothek, Musik, WAT, Nebenräume der Verwaltung. –		 1. OG: Medien, Kunst, OS (teilweise), GS, MS (2 Jahrgänge), Verwaltung, Lufträume. –		 2. OG: NW, OS (teilweise), MS (2 Jahrgänge). –		 Jahrgangsweise Gruppierung der MS-Räume in je­ weils einem Gebäudeflügel. Zuordnung der Lehrer­ und Lehrmittelräume. Zusatzflächen in den Fluren. –		 WCs auf allen Ebenen in Zuordnung zum Atrium. –		 Technikflächen auf allen Ebenen in zentraler Lage. –		 Raumzuschnitte in der Regel funktionsgerecht. Lichte Raumhöhen ca. 3,1 m, in den 2-geschossigen Bereichen ca. 6,6 m –		 Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche: Atrium (Sitzstufen), Mensa­Terrasse, überdachte Pausenhof­ zone. –		 Barrierefreiheit gegeben. Ggf. weite Wege. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung in eigenem Bereich –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung geplant, nur kleine statische Heizflächen, Akustikdeckenfries für Zuluft –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslicht in der Erschließung der Finger gering, HNF Tageslichtversorgung teilweise eingeschränkt (Übung Musik EG, Erste Hilfe, Post), NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen vorhanden. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung mittel (94 %) –		 BRI mittel (98 %), wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf niedrig (76 %) –		 Energiebereitstellung über Erdwärme und Gas, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 26 % über dem Soll. –		 Außenwände aus Infraleichtbeton, Gründach, Photovoltaik, Außenanlagen mit Überdachung. –		 Flächeneffizienz niedrig (BGF/NF 1,84, 108 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (105 %), –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Glasgeländer mit erhöhtem Reinigungsaufwand Realisierbarkeit –		 Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. Flä­ chendefizite bei einigen Lehrmittel­, Unterrichts­ und Übungsräumen. –		 Brandabschnitte herstellbar. Rettungswegesystem möglich. Ggf. Brandschutz­Probleme bei Offen­ haltung des Luftraums von Mehrzwecksaal/Mensa zum 1. OG (Darstellung nicht eindeutig).

mit Storch.Landschaftsarchitektur, Dresden | Raum und Baum GmbH, Dresden

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Städtebau –		 Schaffung eines zwischen der heterogenen Be­ bauung vermittelnden Bausteins und räumliche Fassung der Platzfläche am Tirschenreuther Ring Ecke Wiesauer Straße. –		 Nord-süd-ausgerichteter, aus drei verspringenden rechteckigen Bauteilen zusammengesetzter Bau­ körper mit überdachtem Atrium und Innenhöfen; im Norden 4-geschossig, im Zentrum und Süden 3-ge­ schossig. –		 Ausbildung eines Vorplatzes im Nordwesten und eines gefassten Schulhofes mit Anbindung der Sporthalle im Osten. Außenraum –		 Aufnahme der Gliederung des Gebäudes in der Freiraumgestaltung: Vorplatz, Terrasse, Schulhof und andere befestigte Flächen parallel zu den Bauteilen als rechteckige Flächen angelegt; Bodenbelag (Betonwerkstein) und Sitzbänke linear gestaltet. –		 Angrenzende Spielplätze, Beachvolleyballfeld und Sitzflächen unter Baumfeldern als Übergang zu Wiesen, Schul- und Japangarten. –		 Anknüpfung an Grünzug und Pufferbildung durch Erhalt und Weiterentwicklung des Baumbestands. –		 Innenhöfe thematisch als Nippon- und Kunsthof ge­ staltet. –		 Barrierefreie Pkw­Stellplätze am Tirschenreuther Ring nachgewiesen –		 Fahrradstellplätze (max. 463) entlang des Fuchs­ mühler Wegs und zwischen Schulgebäude und Sporthalle vorgesehen. Architektur –		 In Abwicklung und Höhenentwicklung gestaffelter, ho­ rizontal gegliederter Baukörper. –		 Haupteingang, Pausenhofzugang und Mensabereich durch Unterschneidungen des Volumens ablesbar. –		 Vorgefertigte Stahlbetonskelettkonstruktion mit Flachdecken. –		 Fassade aus hellgrauen Textilbeton-Fertigteilen mit versetzt angeordneten Fensterbändern und orangefarbenen Metallpaneelen; durchlaufende Fensterbänder in den Innenhöfen. –		 Foyer mit 2-geschossiger, vertikal belichteter Pau­ senhalle als zentraler Innenraum. –		 Holz und Linoleum neben Sichtbeton und Glas als er­ gänzende Materialien. Funktionalität –		 Haupteingang der Schule am Tirschenreuther Ring Ecke Wiesauer Straße; zusätzlicher Nebeneingang im südlichen Baukörper. –		 Andienung der Obergeschosse über zwei an Pau­ senhof und Kunsthof angrenzende, offene Trep­ penhäuser; Erschließung der Unterrichtsräume, vom „Schulboulevard“ ausgehend, ringförmig. –		 Anlieferung Küche im Norden, WAT/AL im Westen, Instrumente im Süden. –		 Funktionen im EG: Foyer, Ganztagesbereich, Men­ sa, DS, Mehrzweckraum im nördlichen Baukörper; Kunst, Musik, WAT/AL in den südlichen Baukörpern

–		 1. OG: Verwaltung, Informatik, Bibliothek an Atrium angegliedert im nördlichen Baukörper; Naturwis­ senschaften im südlichen Baukörper. –		 2. OG und 3. OG: allgemeine Unterrichtsräume. –		 Lehrer­ und Gruppenräume angrenzend an Innen­ höfe jahrgangsbezogen zugeordnet. –		 Teilunterkellerung für Technikflächen. –		 Raumzuschnitte und Zuordnungen größtenteils funk­ tionsgerecht. –		 Lichte Raumhöhe EG 3,40 m, OGs 3,10 m. –		 Gruppenräume und Aufenthaltsräume mit visueller Verbindung zu Fluren; Flure im Bereich der Innen­ höfe möbliert (Tische, Bänke) und kommunikations­ fördernd gestaltet. –		 Mehrzweckraum, DS mit Bezug zum Außenraum und in diesen erweiterbar. –		 Barrierefreie WCs im EG, 1. OG und 3. OG vorhan­ den; Aufzug in Randlage bedingt Wegelängen bis zu 125 m. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung, Trennung durch Flur. –		 Akustik: Heiz­Kühldecke, akustisch wirksam. –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant. –		 Tageslicht in der Erschließung teilweise einge­ schränkt, HNF Tageslichtversorgung eingeschränkt zum Innenhof, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen zum Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung niedrig (75 %) –		 BRI mittel (100 %), –		 wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauer­ haft, Textilbeton –		 Energiebedarf durchschnittlich (84 %) –		 Energiebereitstellung über Geothermie, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 22 % über dem Soll –		 Außenwände aus Textilbeton –		 Flächeneffizienz mittel (BGF/NF 1,71, 100 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (100 %), –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung der Lichthöfe erschwert, Glasgeländer mit erhöhtem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm erfüllt; teilweise Überschreitung Klassenräume > 10 %, Sammlungsräume > 20 % –		 Bauliche Rettungswege vorhanden; Brandschutz­ abschnitte ausgebildet

mit HAHN HERTLING VON HANTELMANN, Berlin | Winter Beratende Ingenieure für Gebäudetechnik Berlin GmbH

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Städtebau –		 Zwei orthogonal zueinander versetzte, 3­geschos­ sige Hofbaukörper formen Schulhaus und Außenräu­ me und vermitteln zu umliegenden Stadträumen. Nördlicher Baukörper entlang Straßenkreuzung pa­ rallel zur Wiesauer Straße, südlicher Baukörper vom Tirschenreuther Ring zurückversetzt. –		 Zweiseitig gefasster Schulplatz im Nordosten, zwei­ seitig gefasster Bibliothekshof im Südwesten und zu­ sammenhängende Freiflächen im Süden. Außenraum –		 Gelände von West nach Ost mit fünf Themen: Sinnesfelder mit Japangarten, Erschließung, Aktionsfelder, naturnaher Bereich und Grünzug ge­ gliedert. Im Süden großflächiger Schulhof mit inte­ grierten Themengärten. Eingangspromenade des Schulplatzes mit Abschluss in südlicher Freiluftbühne mit Sitzstufen. Im Westen Lärmschutzwand und Wetterdach. –		 Baumbestand überwiegend erhalten. –		 468 Fahrradstellplätze im Norden und Nordosten, Pkw­Stellplätze in Nordost entlang Schulplatz. Architektur –		 Eine in Ost-West-Richtung geschossweise verlau­ fende, abwechselnd von Nord und Süd belichtete Magistrale verbindet Funktionsbereiche und glie­ dernde Innenhöfe. –		 Tragkonstruktion aus Wänden, Stützen und Flachde­ cken in Stahlbeton, Innenausbau in Trockenbauweise. Außenwände in Holzrahmenbau. Fassade aus lasier­ ter Lärchenholzschalung und Fensterbändern, EG umlaufend verglast bzw. mit Holzlamellen verkleidet. –		 Vielfältige Bezüge zum Außenraum. Im EG repräsen­ tative Bereiche zu offenen Foyerzonen mit Oberlicht und mit beidseitigem Außenraumbezug sowie intro­ vertiertem Bereich mit optischen Bezügen um Skulp­ turengarten. Funktionalität –		 Hauptzugang vom Tirschenreuther Ring über Schulplatz in Magistrale und Foyer. Innere horizon­ tale Erschließung geschossweise über die Magistrale und vom Innenhof belichtete Verbindungswege, vertikale Erschließung über zwei in Magistrale inte­ grierte, die Geschosse verbindende Freitreppen nahe Haupteingang. Über die Cafeteria und Bibliothekshof Zugang zu südlichen Außenräumen. Anlieferung von Nord und Ost in Nutzungsbereiche, allgemeine Anlieferung und Feuerwehr von West. Je Volumen zwei bauliche Rettungswege, östlich des Eingangs ein Aufzug. –		 Im Inneren Fortsetzung Schulplatz zu mit Sitzstufen abgesenktem Mehrzweckraum, dieser mit südlicher Cafeteria und seitlichen Orchester- und DS-Raum zu Kontinuum schaltbar, östlich davon Musikräume, westlich Ganztagesbereiche. Nördlicher Baukörper EG Bibliothek, WAT-, Kunst- und Informatikräume um Skultpurenhof. –		 Im 1. OG die MS sowie Verwaltung entlang Magistrale –		 2. OG nördlicher Baukörper die NW, südlicher Bau­ körper die GS und OS.

–		 Technik sowie laute Musikräume im UG unterhalb Magistrale. –		 OGs entlang der Höfe, Gruppen- sowie Sammlungs­ räume, Klassenräume mit Stadtbezug. Benachbarte Übungs- und Gruppenräume, WAT- und Kunsträume untereinander verbunden. –		 Funktionale Anforderungen überwiegend erfüllt, Raumzuordnungen Jahrgangsprinzip nicht schlüssig, Mensa und Verwaltung ungünstig platziert –		 Lichte Raumhöhen EG 3,65 m, Mehrzweckraum 4,00 m, OG 3,15 m –		 Entlang Magistrale, an Flurenden sowie im EG kom­ munikationsfördernde Flächen vorgesehen, über die Innenhöfe unterschiedliche Raumbereiche visuell miteinander verbunden. –		 Schulplatz und Freiluftbühne in Verbindung mit Mehrzweckraum und Cafeteria als Veranstaltungsflä­ che. Bibliotheks- und Skulpturenhof für informelles Lernen und Außenunterricht, Schulhof und Gärten für Erholung, Bewegung und Sport. –		 Gebäude nicht überall schwellenlos und erschlossen., Wegelängen teilweise über 100 m. Je Geschoss zwei Behinderten WCs im Osten. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung in eigenem Bereich. –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung geplant, 80 % Absorptionsfläche Decke und Rückwand. –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung teilweise vorhanden, Lüftungsanlage geplant. –		 Tageslicht in der Erschließung teilweise einge­ schränkt, HNF Tageslichtversorgung hoch, außer Hausmeister, Mehrzweckraum über Oberlichter, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen bei Innenhöfen eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung niedrig (84 %) –		 BRI mittel (92 %) –		 nachwachsende Materialien (Holzfassade, Holz­ rahmenbauweise), Fassade eingeschränkt dauerhaft –		 Energiebedarf niedrig (71 %) –		 Energiebereitstellung über Geothermie + Erdspeicher, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 17 % über dem Soll –		 vorgesetzte Lärchenfassade, extensives Gründach, Photovoltaik –		 Flächeneffizienz hoch(BGF/NF 1,65, 97 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (98 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung Innenhöfe erschwert, Innenglasflächen, Oberlichter mit erhöhtem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm erfüllt. –		 Ausgänge aus notwendigen Treppenhäusern nicht schlüssig. Südlicher Baukörper östliche Seite kein 2. Fluchtweg. Brandabschnitte nicht dargestellt.

mit Franchi + Associati, Pistoia | BALCK + PARTNER FACILITY ENGINEERING, Heidelberg

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Städtebau –		 Es wird ein von den Straßenräumen zurückgesetzter Gebäudekomplex vorgeschlagen, der sich aus vier gereiht bzw. ineinander verschränkt angeordneten Einzelhäusern auf quadratischem Grundriss zusam­ mensetzt. –		 Die orthogonal angeordneten 3-geschossigen Kuben erhalten Zeltdächer mit Einschnitten für Innenhöfe und Atrien. –		 Der Vorplatz liegt in Verlängerung des Pfabener Weges vor dem mittleren Haus, vom Tirschen­ reuther Ring führt ein breiter Fuß- und Radweg auf den Vorplatz. Außenraum –		 „Das Thema Japan ist in der konzeptionellen Ge­ staltung des Schulhauses und der Freiflächen wie­ derzufinden.“ –		 Die Anordnung der Gebäude gliedert den Freiraum in unterschiedliche Bereiche: im Süden, dreiseitig von den Gebäuden umschlossen, der Japangarten mit an­ schließender Pausenfläche, im Osten anschließend, in den Grünraum integriert, das Beachvolleyballfeld und der Schulgarten. Zwei weitere „Tsubo-“ und „Zen“ Gärten werden in den Innenhöfen vorgeschlagen. –		 Fahrradstellplätze (max. 464) liegen, durch eine Baureihe getrennt westlich des Zugangswegs, 6 Pkw­Stellplätze nördlich des Vorplatzes. Architektur –		 Die vier Baukörper sind jeweils um einen offenen bzw. glasgedeckten Innenhof organisiert. Die Ge­ bäude erhalten umlaufende Loggien in Anlehnung an das „Engawa“. –		 Das äußere Erscheinungsbild ist geprägt durch drehbare Holzläden, die vor der umlaufenden Flurverglasung bzw. den Glasbrüstungen der Loggien angeordnet werden. –		 Die Tragstruktur besteht aus einachsig gespann­ ten Stahlbetondecken auf Stützen bzw. Wänden in Längsrichtung, dadurch wird eine Flexibilität der Raumaufteilung in Querrichtung erzeugt. –		 Dächer der Atrien aus transparenten ETFEFolienkissen –		 Das orthogonale Flursystem ist nach außen oder zu den Innenhöfen orientiert. Funktionalität –		 Der Hauptzugang erfolgt vom westlichen Vorplatz in die multifunktionale Halle des zentralen Kubus. –		 Die Anlieferung erfolgt ebenfalls über den westlichen Vorplatz. –		 Die vertikale Erschließung erfolgt über eine offene Treppe und einen Aufzug an der Halle sowie 2 weite­ ren Treppenräumen im zentralen Kubus und je einen Treppenraum in den 3 weiteren Kuben. –		 Horizontale Erschließung über Ringflure um die Lichthöfe und über die außenliegenden „Engawas“. –		 Im EG liegen im Zentrum Mehrzweckraum, Cafeteria und DS, im nördlichen Bereich Räume der Grundund Mittelstufe, im südwestlichen Baukörper Medien und im südöstlichen die Klassenräume der Oberstufe.

–		 Im 1. OG sind im Zentrum Musik, in den beiden west­ lichen Kuben Räume der Mittelstufe und im Südosten der Oberstufe angeordnet. –		 Im 3. OG liegen im Zentrum die Verwaltung in den bei­ den südlichen Kuben NW sowie Teile des Bereiches WAT, die ansonsten im nördlichen Kubus unterge­ bracht sind. –		 Die Anordnung der Räume entspricht nicht dem Jahrgangsprinzip, Raumzuordnungen sind teilweise nicht funktionsgerecht. –		 Raumzuschnitte entsprechen den Anforderungen, lichte Raumhöhe im EG 3,30 m, in den OGs 3,10 m. –		 Angebote an kommunikationsfördernden Flächen fehlen. –		 Zugang zu den Außenräumen über die zentrale Halle, teilweise weite Wege zu den Pausenflächen. –		 Barrierefreie Erschließung aller Bereiche gewährlei­ stet, Je Etage rollstuhlgerechte WC-Anlagen an den Erschließungskernen im zentralen Kubus. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche zur EFH­ Siedlung, Musik zentral im Gebäude. –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung Decke, Deckensegel. –		 Außenliegender Sonnenschutz vertikal, Auskragung vorhanden, Lüftungsanlage geplant. –		 Tageslicht in der Erschließung hoch, HNF Tageslichtversorgung hoch, Schlagschatten durch Vertikallammelen, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen vorhanden. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung niedrig (88 %) –		 BRI niedrig (79 %), nachwachsende Materialien in der Fassade, Fassade eingeschränkt dauerhaft –		 Energiebedarf mittel (81 %) –		 Energiebereitstellung über Geothermie, PV + Solar­ thermie auf der Dachschräge Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 12 % über dem Soll –		 Blendkonstruktion aus Stahlrahmen mit Holzläden, hoher BGF b Anteil –		 Flächeneffizienz hoch (BGF/NF 1,40, 97 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben, –		 Lebenszykluskosten niedrig (94 %), –		 Reinigung der Außenfensterflächen teilweise nur von außen. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm weitgehend erfüllt, Technikflächen fehlen. –		 Rettungsweglängen eingehalten, Brandabschnitte dargestellt.

mit Anna Viader – Städtebau Architektur, Berlin | HDH Ingenieurges. für technische Gebäudeausrüstung mbH, Berlin

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Städtebau –		 Orthogonal geordneter Gebäudekomplex aus vier an eine zentrale 1­geschossige Halle mit Dachgarten an­ gebundenen „Schulhäusern“. Bauhöhe der drei stra­ ßenseitigen Häuser 4­geschossig, des zum Freiraum gelegen Hauses 1-geschossig. Außenraum –		 Vorplatz am Tirschenreuther Ring, räumlich gefasst durch die Schulhäuser und den Platanenbestand an der Wiesauer Straße, dunkel gepflastert. –		 Freiraumbereiche südlich des Schulbaus in einer auf die Gebäudegeometrie bezogenen Ordnung. –		 Befestigte Fläche unmittelbar am Gebäude mit Mensaterrasse, Werkhof und Pausenhof. Weitere Pausenfläche, Sportfeld und Schulgärten inselartig im überwiegend begrünten Freiraum. „Ruhehof“ auf der Ostseite. –		 Dachterrassen auf der Halle und dem 1-geschossigen Gebäudeteil („Freiluft-Auditorium“). Japangarten als verglastes Atrium in der Halle. –		 Halle und Dachterrassen gedacht als Teil der „Pausenlandschaft“. –		 Fahrradstellplätze auf dem Vorplatz sowie in einem Fahrradhaus am Fuchsmühler Weg. Pkw­Stellplätze vor dem nordöstlichen Gebäudeteil. Architektur –		 Kompakte kubische Schulhäuser. Holzfassaden mit vertikaler Schalung aus Lärche, bandartig gegliedert durch wechselnde Lattenbreiten in der Brüstungsbzw. Fensterebene. Anordnung der Fenster (Holz­ Aluminium) geschossweise wechselnd. Halle mit raumhoch verglaster Posten-Riegel-Fassade. Vor­ dächer an den Eingängen. –		 Holzbau in Skelett­ bzw. Rahmenbauweise. In­ nenwände aus Lehmziegeln. –		 Großzügiger Hallenraum mit offenem Atrium (Ja­ pangarten) und 3 Lichthöfen an den Zugängen der Schulhäuser. In den Innenzonen der OGs offene Aufenthaltsbereiche, teilweise 2­geschossig; im 1. OG ohne natürliche Belichtung, im 2. und 3. OG Belichtung über Dach-Oberlichter. Funktionalität –		 Hauptzugang über Vorplatz vom Tirschenreuther Ring. Durchgesteckte Eingangshalle mit Zu-/Aus­ gängen auf allen Gebäudeseiten. Weitere Zu­ bzw. Ausgänge über die Dachterrasse. Erschließung der Dachterrasse über eine Außentreppe. –		 Anlieferung Küche vom Fuchsmühler Weg, für Musik am Vorplatz, für WAT über den Schulhof. –		 Vertikale Wege über 2 verglaste Treppenräume bzw. 2 Aufzüge von der Halle. 3 (Flucht­) Treppenräume in den äußeren Gebäuderandzonen. –		 Horizontalerschließung in den Schulhäusern über ringförmig geführte, in der Regel 2,2 m breite Flu­ re. Belichtung der Flure im 2. und 3. OG über die Oberlichter der inneren Aufenthaltsräume. Flure im EG und 1. OG ohne natürliche Belichtung. –		 Weitgehend funktionsgerechte Ordnung und Zonie­ rung der Nutzungsbereiche. –		 EG: in Zuordnung zur Halle Mehrzweckraum, DS,

Mensa sowie Ganztagesbereich und Bibliothek; Musik im nordöstlichen Schulhaus; Kunst zusammen mit WAT im südöstlichen Schulhaus. –		 1. OG: NW insgesamt auf einer Ebene der zusam­ menhängenden westlichen Häuser; Verwaltung und Medien im nordwestlichen Schulhaus. –		 2. und 3. OG: MS auf 2 Ebenen der westlichen Häuser; OS im 2. und 3. OG des nordöstlichen Hauses; GS als separierbarer Bereich bei der OS. –		 Jahrgangsweise Zonierung der AU-Räume jeweils in einem räumlich definierten Gebäudeteil. Zuordnung der Lehrer­ und Lehrmittelräume sowie von Zusatz­ flächen in der Innenzone. –		 WCs in allen Geschossen im Bereich der Treppen. –		 Technikflächen in einem UG. –		 Raumzuschnitte funktionsgerecht. Lichte Raum­ höhen in den OG 3 m, im EG 4 m. –		 Barrierefreiheit gegeben. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung in eigenem Bereich. –		 Akustik: weiche Materialien (Holz, Lehmputz, Holzweichfaser), keine Bauteilaktivierung. –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant. –		 Tageslicht in der Erschließung gering, HNF Tageslichtversorgung teilweise eingeschränkt (Erste Hilfe, Drucken), NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen vorhanden. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung hoch (121 %) –		 BRI mittel (97 %), nachwachsende Materialien in der Fassade (Holzrahmenbauweise mit Zellu­ losedämmung), Fassade eingeschränkt dauerhaft, innen Holzstützen und Lehmziegel –		 Energiebedarf hoch (180 %) –		 Energiebereitstellung über Holzpellets, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 14 % über dem Soll. –		 Holzbau, Außenwände mit Holzschalung, Dach­ begrünung, Photovoltaik. –		 Flächeneffizienz mittel (BGF/NF 1,67, 98 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (96 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung durch Sockelbau erschwert, Oberlichter mit erhöhtem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. Flächen­ defizite bei Lehrmittelräumen. WC + 147 m². –		 Brandschutz im 2./3. OG (Geschossverbindun­ gen, keine Flure) ggf. problematisch. Ansonsten: Brandabschnitte herstellbar, Rettungswegesystem möglich.

mit Bode, Williams und Partner, Berlin | Ingenieurgesellschaft Zimmermann mbH, Berlin

1397

Städtebau –		 Das städtebauliche Konzept sieht eine „kompakte“ Setzung im Norden und die Schaffung zusammen­ hängender Freiflächen im Süden vor. –		 Ost-west-ausgerichtetes 4-geschossiges Hofge­ bäude am Tirschenreuther Ring in Kombination mit 3-geschossigen Flügelbauten –		 Hauptzugang über Schulplatz am Tirschenreuther Ring, gefasster Pausenhof mit räumlichem Bezug zu bestehender Sporthalle Außenraum –		 Freiflächen unter Bezugnahme auf das Schulgebäude orthogonal gestaltet: Vorplatz mit großformatigem Plattenbelag als Treffpunkt und Verteiler; Pausenhof und Spielfelder durch Baumreihen linear gegliedert. –		 Terrasse, Mensa, Beachvolleyballfeld, Schulgarten, Bühne, Klettergerüst und Japangarten in extensive Grünfläche am Rand eingebettet. –		 Einfriedung des Schulhofs mit Zaun oder wahlweise begrünter Wand als Schallschutz. –		 Geforderte Pkw­Stellplätze an der Wiesauer Straße auf Schulgelände nachgewiesen. –		 Fahrrad­Stellplätze (max. 362) dezentral im Bereich Schulplatz, Wiesauer Straße und Grünzug geplant. Architektur –		 Ausbildung von drei Häusern – Haupthaus und zwei Klassenhäusern – im Volumen ablesbar. –		 Haupt­ und Pausenhofzugang durch Unterschneidung des Volumens bzw. Vordach und farbliche Diffe­ renzierung ablesbar. –		 Vorgefertigte Stahlbetonkonstruktion mit Spannbetonhohldecken (Riegel) und Spannbetonflachdecken (Foyer), Fassaden und Flurwände tragend, Trenn­ wände Klassenräume nichttragend, Mehrzweckraum stützenfrei. –		 Helle Ziegelsteinfassade mit horizontalen Gesimsen aus durchgefärbten Betonelementen; versetzt an­ geordnete Fensterbänder an der Außenfassade und durchlaufende Fensterbänder im Innenhof und am südlichen Bauteil; teilweise öffenbare Holzfenster un­ terschiedlicher Breiten mit außenliegendem Sonnen­ schutz. –		 Foyer durch Oberlicht vertikal belichtet. –		 Beton, Stein, Holz, Stahl, Glas und Textilien als Oberflächen; Decken unverputzt. Funktionalität –		 Erschließung des Gebäudes über das Foyer und das südlich angrenzende, zentrale Treppenhaus. –		 Anbindung der seitlichen Gebäudeflügel über ge­ schossweise angeordnete „Schülerfoyers“. –		 Erschließung des „Haupthauses“ ringförmig und der „Klassenhäuser“ über Stichflure. –		 Anlieferung vom Tirschenreuther Ring/Wiesauer Straße im Bereich der Pkw­Stellplätze. –		 Funktionen im EG: Foyer, Mensa, Mehrzweckraum DS, Ganztagesbereich im Haupthaus; Musik im östlichen, WAT/AL und Technikräume im südlichen Flügel. –		 1. OG: Verwaltung, Kunst, Bibliothek, Medien sowie Unterrichtsräume der Grundstufe im Haupthaus;

Mittelstufe in den seitlichen Flügeln –		 2. OG: Oberstufe, Bibliothek im Haupthaus; Mittelstufe ebenfalls in den seitlichen Flügeln –		 3. OG: Naturwissenschaften –		 Lehrer­ und Gruppenräume jahrgangsbezogen zuge­ ordnet –		 Raumzuschnitte größtenteils funktionsgerecht, Belichtung der Unterrichtsräume teilweise stirnseitig –		 Lichte Raumhöhe EG 3,80 m, OGs 3,10 m; Fachraum Kunst 2-geschossig –		 Schülerfoyers als Kommunikationsfläche zum innen­ liegenden Hof und zum Pausenhof orientiert; angren­ zende Terrasse im 1. OG –		 Aufzug und barrierefreie WCs geschossweise vor­ handen Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung in eigenem Bereich –		 Akustik: keine Bauteilaktivierung, Decken unverputzt –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage nur für Sonderbereiche geplant –		 Tageslicht in der Erschließung teilweise einge­ schränkt, HNF Tageslichtversorgung eingeschränkt zu Innenhöfen, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen zum Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung niedrig (78 %) –		 BRI mittel (96 %), wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauerhaft –		 Energiebedarf niedrig (65 %) –		 Energiebereitstellung über BHKW, PV auf dem Dach aufgeständert. –		 Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 17 % über dem Soll –		 Außenwände aus Betonfertigteilen, extensives Gründach, Photovoltaik –		 Flächeneffizienz niedrig (BGF/NF 1,76, 104 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (97 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Reinigung durch Innenterrasse erschwert. Oberlicht mit erhöhtem Reinigungsaufwand. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm erfüllt; teilweise Unterschreitung Klassenräume, Sammlungsräume, Gruppenräume, Mehrzweckraum > 10 %. –		 Bauliche Rettungswege vorhanden; Brandschutz­ bereiche ausgebildet; Rettungsweglängen teilweise überschritten.

mit Henningsen Landschaftsarchitekten, Berlin | PICHLER Ingenieure GmbH, Berlin

1398

Städtebau –		 Gebäude soll im städtebaulichen Kontext vermitteln. –		 Vier 3- und 1-geschossige Baukörper so ineinander verschränkt, dass zur Kreuzung Tirschenreuther Ring/ Wiesauer Straße ein Vorplatz, nach Ost Grundstück eingefasst und Süd mit angrenzendem Grünraum zu­ sammenhängende Freifläche entsteht. –		 Auskragungen der Baukörper kennzeichnen Eingang in Nord und Werkhof in Süd, eingeschossige Fahrrad­ garage befindet sich in Südwest. Außenraum –		 Grünzug im Osten als Raumkante genutzt, Baukörper zoniert, Freiflächen in Vorplatz, Feuerwehrstellplatz und südlichen Pausenhof. –		 Schulgarten, Japangarten und Volleyballfelder als regelmäßige, von losem Grün umgebene Flächen in die mit Betonpflaster befestigten und von vereinzelten Bäumen und Baumreihen gegliederte Pausenhoffläche integriert. Vorplatz Natursteinpflaster. –		 Baumbestand weitestgehend erhalten. –		 Pkw­Stellplätze im Süden, 420 Fahrradstellplätze nahe Haupteingang, im Osten und Südwesten. Architektur –		 Baukörper spiegeln funktionale Gliederung in Unter­ richt und öffentliche bzw. Nachmittagsbereiche. Schule im Inneren um als „Kraftzentrum“ bezeich­ neten zentralen Erschließungsbereich organisiert, der entlang als Atrien bezeichneter Innenhöfe die Funktionsbereiche miteinander verbindet. –		 Gläserner Sockel trägt massiv ausgebildete Unter­ richtsgeschosse. Städtische Fassade aus Betonfertig­ teilen mit Fensterbändern. Ost- und Westfassaden als raumhaltige, begrünte Fassaden in Ortbeton mit Fensterbändern, Holz­Aluminium­Fenster. –		 Stahlbetonskelettkonstruktion mit Ortbetonflach­ decken, Ausbau durch massive, nichttragende Mauerwerkswände. –		 Tragende Wände, Stützen und Unterdecken in Sicht­ beton, nichttragende Innenwände farbig beschichtet, Boden EG Estrich, flügelgeglättet, OG Epoxydharz. –		 Von Glaswänden umschlossene Atrien als optisch verbindende, Orientierung ermöglichende „Raumtei­ ler“ der verschiedenen Nutzungsbereiche. Funktionalität –		 Hauptzugang vom Tirschenreuther Ring über Vor­ platz sowie Eingang Schulhof in innere, Nord­Süd verbindende Schulstraße, weitere Nebeneingänge aus allen Himmelsrichtungen. Von Schulstraße über Höfe umfassende Flure Nutzungseinheiten in al­ len Geschossen horizontal angebunden. Vertikale Erschließung von Schulstraße über je eine in Hof eingestellte verglaste Treppe, weitere notwendige Treppen in Nordost und Südwest, ein Aufzug zentral mittig. Anlieferung Mensa und WAT jeweils direkt von West. –		 Im EG nahe Hauptzugang Verwaltung sowie zum Lesehof Grundschule, östlich davon die Informatik, südlich zentral die Bibliothek. In Südwest um Skulptu­ renhof Kunst und WAT, dem vorgelagert in Richtung Vorplatz in Raumverbund schaltbare DS, Mehrzweck­

raum und Mensa. In Südost Ganztagsbereiche, Lehrküche und Musik um „Grünes Klassenzimmer“. 1.OG die MS, 2. OG in Nord NW, in Süd die OS, Lehrer­ und Sammlungsräume den Nutzungen zuge­ ordnet. Hausmeister­ und Technik im UG zentral. –		 Schaltbarkeit von WAT­Räumen, Präsentationsflä­ chen Kunst nördlich des Skulpturenhofs –		 Raumzuschnitte entsprechen überwiegend den An­ forderungen. Lichte Raumhöhe in allen Geschossen 3,10 m, Mehrzweckraum 3,40 m. –		 Im EG Schulstraße sowie im Bereich Ganztag, Cafeteria und Bibliothek Raumaufweitungen und Aufenthaltsmöglichkeiten mit Bezug zum Hof oder zum Außenraum, in OGs alle Flure 3,00 bis 3,50 m breit. –		 Begrünte Innenhöfe mit Bänken und Bäumen, Lehr­ küchengarten. Südlicher Werkhof zum Arbeiten im Außenraum von auskragendem Bauteil teilweise überdacht. Schulhof auch als Veranstaltungsfläche beschrieben. –		 Gebäude schwellenlos erschlossen, Wegelängen teils über 100 m. Je ein integriertes Behinderten-WC pro Geschoss dargestellt. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche abgewandt zur EFH­Siedlung, durch Flur getrennt. –		 Akustik: Bauteilaktivierung und Deckensegel geplant. –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant. –		 Tageslicht in der Erschließung teilweise einge­ schränkt, HNF Tageslichtversorgung bei den Innenhöfen eingeschränkt, Schlagschatten im Raum, Verschattung durch Bewuchs wahrscheinlich, NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen zum Innenhof eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung hoch (112 %) –		 BRI mittel (99 %) –		 wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauer­ haft –		 Energiebedarf niedrig (80 %) –		 Energiebereitstellung über Geothermie + Gas-Brenn­ wert, PV + Solarthermie auf dem Dach aufgeständert Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 23 % über dem Soll –		 Sichtbetonfassade mit teilw. vorgesetzter Begrünung, Fahrradhaus. –		 Flächeneffizienz niedrig (BGF/NF 1,78, 105 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten mittel (105 %) –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von innen, Reinigungsaufwand durch Bewuchs erhöht. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm erfüllt. –		 Rettungsweglängen teilweise überschritten, Entfluch­ tung innerer Treppenhäuser im EG über „Fluchttunnel“ nicht schlüssig, Brandabschnitte nicht dargestellt.

mit wHY ­ Grounds, New York | Bollinger + Grohmann Ingenieure, Frankfurt am Main

1399

Städtebau –		 „Schule im Park“. Komplex aus 13 um einen kreis­ förmigen offenen Innenhof angeordneten, 1- bis 3-geschossigen kleinmaßstäblichen Häusern. Verknüpfung der Häuser durch eine 3-geschossige verglaste Halle sowie durch ein übergreifendes ge­ schwungenes Gründach. Außenraum –		 Vorplatz am Tirschenreuther Ring, naturnah gestaltet, freie Konturierung der befestigten (Betonsteinpflaster) und begrünten Flächen. –		 Kreisförmige zentrale Freifläche als Pausen­ und Veranstaltungshof, verbunden mit den äuße­ ren Freiflächen und dem Grünzug. Teilfläche des Pausenhofs überdacht. Gummibelag. –		 An den Grundstücksrändern parkartig gestaltete Freiflächen; Beachvolleyballfeld und Japangarten im Südosten. Konturierung durch „japanische Pfade“. –		 Dachgarten auf dem östlichen Haus. –		 Pkw­Stellplätze und zentrale Fahrradstellfläche am Fuchsmühler Weg. Architektur –		 Fassung der 13 Häuser als einfache Kuben in Stahlbeton-Konstruktion. Außenwände einschalig aus Dämmbeton (d 50 cm). –		 Sichtbeton-Fassaden mit großformatigen Fensteranlagen in vielfältiger Ordnung und Dimensionierung. Doppelfenster-Konstruktionen: Alu-Schiebefenster mit horizontal oder vertikal schräg vor der Außenwand stehenden, teilweise übergroßen Prallscheiben. Textiler Sonnenschutz im Zwischenraum. Hallenbereiche: voll verglaste Pfosten-RiegelFassaden. –		 Räumlich differenzierter 3­geschossiger Hallenraum mit Galerien, Rampen, Freitreppen, Lichthöfen. Häuser als abschließbare Einheiten. –		 2­geschossiger Raum für Mehrzwecksaal und Mensa mit großem Dachoberlicht. Abtrennung durch einen nichtbrennbaren Vorhang. Funktionalität –		 Haupteingang vom Vorplatz, Vielzahl von Neben­ eingängen. –		 Küchen­Anlieferung und Müllentsorgung kurzwe­ gig vom Fuchsmühler Weg. Anlieferung Musik und Werkstätten über die Halle. –		 Vertikalerschließung im Hallenraum über 3 Freitreppen, 1 Aufzug sowie eine vor der Innenhoffassade geführte Rampe. 4 (Flucht-)Treppen. –		 Erschließung der Räume in den Häusern in der Regel über innenliegende Stichflure mit wechselnden Breiten. Bereich NW in den 3 südöstlichen Häusern im EG nicht angebunden. –		 Weitgehend funktionsgerechte Ordnung der Nutzungsbereiche, kleinteilige Zonierung in den Häusern (Geschossflächen ca. 300 bis ca. 500 m²). –		 Allgemein genutzte Einrichtungen im EG: Ganztagesbereich, DS, Mehrzwecksaal, Musik in Zuordnung zum Foyer, Medien, WAT (2 Häuser), NW (3 Häuser) im südöstlichen Bereich. –		 Verwaltung im 1. OG über dem Foyer.

–		 Klassenräume jahrgangsweise geordnet im 1. und 2. OG der Häuser. –		 GS separiert im 1. OG in Nähe des Foyers. –		 OS im südöstlichen Randbereich in 3 Häusern. –		 Mittelstufenklassen in Gruppen aus je 3 Klassen. Zuordnung der Lehrer- und Lehrmittelräume. Zusätzliche Aufenthaltsbereiche an den Zugängen. –		 3-geschossiger Sanitärkern in Foyernähe. Weitere WC-Zonen im EG und 1. OG. Teilweise weite Wege. –		 Technikflächen in einem UG sowie im Sanitärkern. –		 Raumzuschnitte funktionsgerecht. Raumtiefen der Unterrichtsräume zwischen 6 und 7,5 m, flursei­ tige Wände überwiegend geschwungen. Lichte Raumhöhen 3 m bzw. bis Rohdecke 3,35 m, –		 Hallenzonen auf allen Geschossebenen als Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche. –		 Barrierefreiheit gegeben. Ggf. sehr weite Wege auf­ grund der Beschränkung auf einen zentralen Aufzug und der Anordnung der WCs. Komfort und Gesundheit –		 Schall: Orientierung der Musikbereiche zur EFH­ Siedlung in eigenem Bereich –		 Akustik: Bauteilaktivierung geplant –		 Außenliegender Sonnenschutz, Brüstung vorhanden, Lüftungsanlage geplant –		 Tageslicht in der Erschließung hoch, HNF Tageslichtversorgung teilweise eingeschränkt (Dachüberstand, Verschattung Nachbarkubus), NNF keine Tageslichtversorgung, Sichtachsen teilweise eingeschränkt. Ressourcen und Energie –		 Gründach vorgesehen, Flächenversiegelung hoch (164 %) –		 BRI mittel (109 %) –		 Wenig nachwachsende Materialien, Fassade dauer­ haft. –		 Energiebedarf hoch (153 %) –		 Energiebereitstellung über Solarspeicher, PV auf dem Dach aufgeständert. Wirtschaftlichkeit –		 Gesamtbaukosten ca. 34 % über dem Soll. –		 Außenwände aus Dämmbeton, 13 Einzelhäuser, übergreifende Dachkonstruktion. –		 Flächeneffizienz niedrig (BGF/NF 1,78, 105 %) –		 Flexibilität: lichte Raumhöhe 3 m gegeben –		 Lebenszykluskosten hoch (114 %), –		 Reinigung der Außenfensterflächen nur von außen, Glasgeländer mit erhöhtem Reinigungsaufwand, Glastrichter schwer zugänglich. Realisierbarkeit –		 Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. Ein MusikSammlungsraum (20 m²) fehlt. –		 Brandabschnitte herstellbar, 3-geschossiger Hallen­ raum mit Sprinklerung und mechanischer Entrauchung. Rettungswegesystem unzureichend (Stichflurlängen in den Häusern, Rettungswegeführung durch die multifunktionale Halle).
        
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