Path:
Periodical volume

Full text: Spotlights Issue 2013

Spotlights 2013

Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)

www.zlb.de

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser, ein Haus für Berlin, das will die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) sein und das ist sie auch, aber nur in eingeschränkter Weise. Denn EIN Haus – das ist heute leider noch nicht Realität. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin ist aufgeteilt, in Kreuzberg befindet sich der eine Teil, die AmerikaGedenkbibliothek, und in Mitte der andere Teil, die Berliner Stadtbibliothek. Darüber hinaus gibt es noch ein Außenmagazin im Berliner Westhafen. Mit 3,5 Millionen Medien ist die ZLB ohne Zweifel die größte Öffentliche Bibliothek Deutschlands. Doch die Standorte sind zu klein, die Fachgebiete aufgeteilt und die Besucherinnen und Besucher müssen pendeln, denn bislang ist es nicht gelungen, die Bibliothek in einem angemessen großen Haus zu vereinen. Platzprobleme und wenig Raum für neue Entwicklungen lassen die ZLB aber nicht stillstehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten stetig

Fotos: ZLB

an neuen Konzepten und Ideen für die zeitgemäße Bibliothek. In den „Spotlights 2013“ finden Sie Neuentwicklungen aus der ZLB, die in die Zukunft weisen. Wir setzen uns auch in Zukunft weiterhin für eine Zusammenführung in ein Gebäude ein. Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht Ihnen Volker Heller, Vorstand der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
Seite 1

Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) ist die größte öffentliche Bibliothek in Deutschland. In zwei Häusern stehen gut 3,4 Millionen Medien zur Verfügung. In der Amerika-Gedenkbibliothek in Kreuzberg finden sich die geisteswissenschaftlichen Fachgebiete und die „schönen“ Künste, Belletristik, Filme, Musik und die Artothek. Hier ist auch die Kinder- und Jugendbibliothek mit dem Lernzentrum angesiedelt. Die Berliner Stadtbibliothek in Mitte führt unter anderem die Fachgebiete Naturwissenschaften, Medizin und Wirtschaft sowie die Senatsbibliothek Berlin mit den Kommunalwissenschaften und dem Fachgebiet Recht. Die Berlin-Studien und die historischen Sammlungen der ZLB bieten hier mit eigenen Lesesälen umfangreiche Bestände zu Geschichte und Gegenwart Berlins. Als Berliner Landesbibliothek hat die ZLB den Auftrag, alle in Berlin erscheinenden Druckwerke, Daten und Tonträger zu sammeln, die sogenannten „Pflichtexemplare“. Die Stiftung Zentral- und Lan-

Fotos: ZLB

desbibliothek Berlin entstand 1995 aus der Fusion der Berliner Stadtbibliothek am Schlossplatz im Ostteil und der AmerikaGedenkbibliothek am Halleschen Ufer im Westteil Berlins. Zusammen ist die ZLB die am besten besuchte Kultur- und Bildungseinrichtung Berlins. Sie arbeitet Hand in Hand mit den anderen Bibliotheken der Stadt zusammen und ist im Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins mit den bezirklichen Bibliotheken zusammengeschlossen.

Seite 2

Unsere Höhepunkte 2013
Zerstörte Vielfalt – die ZLB beteiligt sich am Themenjahr Berlins.
„Geraubt und genutzt – Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken“ – gemeinsam mit dem Centrum Judaicum gestaltete die ZLB eine Wanderausstellung, die in Berlin vom 10. Mai bis 25. August 2013 gezeigt wurde. Die Ausstellung ist Teil des Raubgutprojektes der ZLB, in dem intensive Recherchen über die Geschichte der Bücher der ZLB vor 1945 in eine Online-Datenbank einfließen und so helfen, vormalige Eigentümer dieser Bücher zu suchen. Ein großer Erfolg dieser Forschung war 2013 die Restitution von 32 Büchern an die in den USA lebenden Erben des 1939 vor den Nationalsozialisten geflohenen Biochemikers Professor Dr. Carl Neuberg. Das ist der bisher größte zusammenhängende Privatbestand, den wir im Rahmen der Raubgutforschung in der ZLB finden und zurückgeben konnten. ner Berlins der letzten beiden Jahrhunderte. Die Idee, diese Quellen online gemeinsam bearbeiten (zu lassen), war der Zeitschrift Bibliothek, Forschung und Praxis und der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. den Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013“ wert.

Erstmals wird in einer deutschen Bibliothek „Crowdsourcing“ genutzt und das ZLB-Digitalisierungsprojekt Ebenfalls zu diesem traurigen „DigiTABBerlin“ wird mit Gedenken griff die ZLB den Ge- dem Preis „Zukunftsgestaldanken der Stolpersteine auf und ter in Bibliotheken 2013“ machte in den Regalen der Ber- ausgezeichnet.
lin-Studien auf Autoren, deren Werke am 10. Mai 1933 verbrannt wurden und die zum großen Teil in Berlin lebten, aufmerksam. Die digitalisierten Adressbücher der ZLB bilden eine einzigartige Online-Fundgrube für alle Menschen, die beruflich oder privat an diesem Zeugnis Berliner Alltagsgeschichte interessiert sind. 130 Berliner Adressbücher und 160 Telefonbücher aus den Jahren 1799 bis 1991 sind bis heute digitalisiert. Recherchiert werden kann unter anderem nach Familiennamen, Adressen und Berufen. Bei dem Prinzip „Crowdsourcing“ korrigieren Nutzerinnen und Nutzer die Einträge und reichern sie mit weiteren Informationen an. So entsteht ein interaktives Verzeichnis der Bewohnerinnen und Bewoh-

In Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin richtete die ZLB im April ein internationales Kolloquium zu Ehren Adolf Deißmanns aus: Adolf Deißmann – Ein (zu Unrecht) fast vergessener Theologe und Philologe.

Die Berlin-Studien boten auch einen Handapparat zu „Berlin im Nationalsozialismus“, ein vielgenutzter Hintergrund zum Themenjahr. Als Auftakt präsentierte der Berlin Story Verlag seine Neuerscheinungen zum Thema im Berlin-Saal.

Foto: Thomas Aurin

Das zweitägige Kolloquium beschäftigte sich mit Leben und Werk des Theologen Adolf Deißmann (07.11.1866- 05.04.1937). Dessen philologische Forschungen und die Tätigkeit als Rektor der Humboldt-Universität zu Berlin (1930/31), vor allem aber seine Beschäftigung mit der Friedensthematik und seine ökuSeite 3

Foto: ZLB

Foto: ZLB

Foto: ZLB

Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen nahm die ZLB am Themenjahr Berlins „Zerstörte Vielfalt“ teil. Der Themenraum im Mai widmete sich dem 50. Jahrestag der Bücherverbrennung. In diesem Rahmen lasen am 10. Mai in der gesamten AGB neun Schauspielstudenten und –studentinnen des Maxim-Gorki-Theaters simultan aus Werken der „verbrannten Dichter“.

menischen Bemühungen waren für seine Zeit Weg weisend und zukunftsorientiert. Die ZLB bot begleitend mit einer kleinen Vitrinenausstellung einen Einblick in den von ihr betreuten Nachlass des Theologen.

Die ZLB begleitete dieses Jubiläum mit eigenen Veranstaltungen, Führungen und Präsentationen. Die Berlin-Studien stellten eine Palette historischer und aktueller Veröffentlichungen in der ausgebuchten Matinee „Die Alliierten, die Blockade und John F. Kennedy in Berlin“ vor.

Sprachenbad und Welt der Sprachen – Der 12. Europäische Tag der Sprachen auch in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Foto: ZLB | Artothek

Zum dritten Mal richtete die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) den „Tag der Bestandserhaltung für Berlin und Brandenburg“ aus. Am 8. Oktober berichten in der Universität Potsdam in einer öffentlichen Veranstaltung die Fachleute aus Berlin und Brandenburg über Stand und Fortschritte in diesem zentralen Bereich der Bibliotheksarbeit.

Auch der jährliche Besuch des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika Philip D. Murphy in unserer Kinder- und Jugendbibliothek stand 2013 im Zeichen des 50. Jahrestages des Besuchs von John F. Kennedy in Berlin. Mit Jugendlichen aus zwei Berliner Schulen diskutierte der Botschafter über die Bedeutung Kennedys für uns heute.

Berlins öffentliche Bibliotheken gehören zu den meistfrequentierten Kultureinrichtungen Berlins. Jetzt wollen sie ihre Angebote überprüfen und weiterentwickeln, seit Herbst 2013 werden hierfür in einer groß angelegten Analyse sowohl die Nutzerinnen und Nutzer der Öffentlichen Bibliotheken Berlins wie auch die Berliner Bevölkerung In der „Welt der Sprachen“, uninsgesamt befragt.
serem Projekt in der HumboldtBox, debattierten Experten und Eltern in zwei Workshops zum Thema Mehrsprachigkeit, organisiert von der Bürgerstiftung Berlin und der ZLB. Gleichzeitig gab es in der Kinder- und Jugendbibliothek das „Sprachenbad: Ein Minisprachkurs Griechisch und Finnisch“
Foto: ZLB | Humboldt-Forum

Gefördert wird das „Nutzungsmonitoring der Öffentlichen Bibliotheken Berlins“ vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, EFRE. Die Projektleitung liegt bei der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die sich eng mit den Bibliotheken der Bezirke abstimmt.
Seite 4

Foto: ZLB

Foto: ZLB | KBE

50 Jahre John F. Kennedy in Berlin – auch für uns ein besonderes Datum, schließlich ist die Amerika-Gedenkbibliothek ein Geschenk der Amerikaner an die Berliner für die überstandene Blockade

Das „Kompetenzzentrum Bestandserhaltung für Archive und Bibliotheken in Berlin und Brandenburg“ (KBE) besteht seit Herbst 2006 und ist in der Zentralund Landesbibliothek Berlin angesiedelt.
Foto: ZLB

„Die geheimen Aufzeichnungen aus dem Weißen Haus“ – Tonbandaufzeichnungen aus dem Oval Office in der Ära Kennedy bieten eine seltene Schlüssellochperspektive ins Zentrum der Macht. Amerikahistoriker Professor Dr. Andreas Etges, Autor einer Kennedybiografie und Thomas J. Putnam, Direktor, JFK Presidential Library and Museum, Boston und verantwortlich für die Veröffentlichung der Tonbandaufzeichnungen diskutierten am 26. Juni in der Amerika-Gedenkbibliothek.

Seit November 2013 renoviert die ZLB in der Amerika-Gedenkbibliothek, ab Herbst 2014 wird es erstmals in der Geschichte der AGB eine Cafébar geben und der neu geschaffene Salon wird Raum für Zeitschriften und Zeitungen, für Veranstaltungen und „Themenraum“ bieten. Auch die Medienpräsentation wird erheblich verbessert.

Gartenbestuhlung und Sonnenschirme laden im Lichthof der BStB zum Sonnenarbeiten ein. Dank des Freundeskreises der ZLB ist auch das Pflanzbecken wieder begrünt. Zur Langen Nacht der Bibliotheken luden die Gamelounge zum Spielen, Livemusik und Loungemusik zum Zuhören und Mittun und die BiblioTheke des Freundeskreises der ZLB zu Getränken. Besonders die Blicke hinter die Kulissen kamen gut an, es gab Führungen in der Buchbinderei und im Magazin und natürlich die Gruselführung um Mitternacht.

Zahlen 2013
Gut 120.000 Besucherinnen und Besucher hat die ZLB in 2013 gewonnen, wozu auch die Veranstaltungen im Kontext des Humboldt-Forums beigetragen haben. Das ist in Anbetracht von erheblichen Behinderungen durch Bauarbeiten in der Berliner Stadtbibliothek und vor allem in der Amerika-Gedenkbibliothek ab Herbst 2013 eine schöne Nachricht. Denn seit Jahren durchläuft die ZLB wegen der Infrastrukturmängel eine Phase der notwendigen baulichen Anpassungen, die immer wieder zu Störungen und Lärmbelästigungen für die Nutzerinnen und Nutzer führen. Trotz dieser Einschränkungen haben wir auch die Ausleihzahlen um gut 100.000 erhöhen können.

Kurzes:
Endlich hat die ZLB den lange geplanten Website-Relaunch umsetzen können. Seit September 2013 ist www.zlb.de in neuem Format online. Die Schätze der Historischen Sammlungen der ZLB können seit dem 1. Oktober im Lesesaal der Berlin-Studien genutzt werden. Durch die Zusammenlegung der beiden Lesesäle konnten die Öffnungszeiten für die Historischen Sammlungen von 18 auf 50 Stunden erweitert worden.

Foto: ZLB

(Fast) der größte Adventskalender Berlins Im Dezember haben wir illuminiert. Mit 24 beleuchteten Fenstern in der AGB warteten wir gemeinsam mit allen Berlinerinnen und Berlinern auf das Weihnachtsfest – fast der größte Adventskalender Berlins. Jahreszahlen im Vergleich
Ausleihzahlen Besucherzahlen
Foto: ZLB

Foto: ZLB | Ralph Bergel

2013
3.558.798 1.316.898 3.478.985 9.617 76.336 64

2012
3.454.422 1.195.436 3.473.255 9.310 76.215 64
Seite 5

Gesamtbestand aller Medien Neue Leserschaft Neue Medienzugänge
(ohne Erwerb v. Sondersammlungen)

Seit September können wir in der BStB zusätzliche Arbeitsplätze anbieten. Im Untergeschoss des Lesesaals eröffneten

Öffnungsstunden (pro Woche)

Foto: ZLB | Ralph Bergel

Foto: ZLB | Norbert Mispelbaum

Wir renovieren die AmerikaGedenkbibliothek und freuen uns auf ihren Salon und ein Café.

wir den Gruppenarbeitsraum und zum Ende des Jahres folgte der Seminarraum mit Blick auf den Lichthof.

Illustration: Anna von Zander

Neubaupläne
Das Jahr 2013 war ein Wettbewerbsjahr. Die ZLB sollte endlich zusammengeführt werden und einen Neubau am Rand des Tempelhofer Feldes bekommen, so war der erklärte politische Wille des Senats von Berlin. Aus der rückschauenden Perspektive fällt es schwer, über das Neubauprojekt zu berichten, denn die Pläne wurden durch einen Volksentscheid, der eine Nichtbebauung des Tempelhofer Feldes beinhaltete, im Mai 2014 obsolet. Dennoch – zwei Architekturwettbewerbe zu diesem Standort prägten die Planungen der ZLB 2013. Im April wurden acht junge Architekturbüros ausgezeichnet, Preisträger eines ersten Ideenwettbewerbs. Am 18. Dezember 2013 stellte dann Senatsbaudirektorin Regula Lüscher zwei Gewinnerentwürfe des folgenden Hochbauwettbewerbs vor. Die Konzeptionen konnten unterschiedlicher nicht sein, der Entwurf des Stuttgarter Büros KohlmayerOberst zeigte einen langgestreckten, flachen Gebäudekörper mit weitläufigen Innenräumen. Die Arbeit der Züricher Architekten MOA Miebach Oberholzer schlug einen kompakten gläsernen Kubus vor, mit nahezu transparent fließenden Übergän-

Vorgestellt: Der Themenraum
Nach dem Auftakt in 2012 begleitet das neue Präsentationsformat „Themenraum“ die ZLB durch das Jahr 2013.

Themen von aktuellem gesellschaftlichem Interesse aus Kultur und Politik werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ZLB aufbereitet und in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb präsentiert. An einem Ort der Bibliothek gebündelt werden den Nutzerinnen und Nutzern fächerübergreifend und multimedial Informationen zum jeweiligen Thema bereitgestellt und bieten eine umfassende Möglichkeit zur Meinungsbildung. Die im Themenraum der AGB gezeigten Bücher und Medien können für zwei Wochen ausgeliehen werden. Videoeinspielungen, eine Twitterwall und die auf den
Seite 6

Foto: ZLB

Foto: ZLB

Foto: Berthold Werner

gen zwischen Innen und Außen. In Kooperation mit dem Kulturnetzwerk Neukölln e.V. und Young Arts Neukölln führten wir im Herbst einen breit angelegten Schulworkshop mit mehreren Neuköllner Klassen durch. Unter dem Titel „Meine ideale Bibliothek“ erdachten und montierten Neuköllner Kinder und Jugendliche ganz unterschiedliche Bibliotheksmodelle, die dann in einer von der Staatssekretärin für Jugend und Familie Sigrid Klebba eröffneten Ausstellung im BStB-Foyer gezeigt wurden.

ausliegenden I-Pads nutzbare Themenraum-App vervollständigen die Themensammlung. Begleitend zum jeweiligen Thema finden sowohl in der AGB als auch in der bpb „Themenzeiten“ in Form von Vorträgen, Diskussionen und Lesungen statt.

Die Musikbibliothek
Über 250.000 Noten, CDs, LPs, Musikbücher und Musikzeitschriften aller musikalischen Stilrichtungen stehen in der Musikbibliothek der ZLB bereit – die meisten davon zur Ausleihe. Damit ist die liebevoll MuBi genannte Musikbibliothek die größte Öffentliche Musikbibliothek Berlins und die zweitgrößte Deutschlands. Mehr als 10 % aller Ausleihen der ZLB finden in der MuBi statt und es gibt hier nicht nur alles für Schule, Studium und Beruf, sondern natürlich auch Medien für die Freizeitgestaltung. Kein Wunder, dass sowohl Laien wie Profis unsere Musikbibliothek so schätzen. Der Zugang zu Nachschlagewerken, Datenbanken und Portalen wie zum Beispiel „Grove Music online“, „RILM Music Abstracts“ oder zur „Naxos Music Library“ ist ein Highlight des bibliothekarischen Angebots, außerdem erhält die Musikbibliothek alle Tonträger von Berliner Labels. Diese können – wie die anderen Tonträger auch – vor Ort angehört werden. Heiß umkämpft ist der Klavierraum, der für zwei Stunden wöchentlich gebucht werden kann. Außerdem bietet die MuBi un-

Foto: Denis Krnjaic´

Mit dem Themenraum verbindet sich für die ZLB die Chance, für ihre Kernkompetenz der Informationsvermittlung und -aufbereitung zu werben und durch die Kooperation mit anderen auch außerhalb ihrer Standorte verstärkt wahrgenommen zu werden. Nach Ende des jeweiligen Themenraums stehen die dazugehörige Bibliographie und weiterführende Linklisten weiterhin auf der Website der ZLB zur Verfügung. Alle Themenräume können Sie unter www.zlb.de/themenraum finden.

gefähr 73.000 LPs, mehrere tausend Blatt Salonnoten sowie Wachswalzen und Schellackplatten, die Sondersammlung USA und viele Komponistengesamtausgaben. Nicht alles kann man ausleihen, aber alles – nach Vorbestellung – anhören und genießen. Viele Kooperationen und Veranstaltungen vernetzen die Musikbibliothek der ZLB mit Berlin und darüber hinaus. Die Besucherinnen und Besucher der Gesprächskonzerte von Musica reanimata e.V. bekommen mit dem Programmheft unsere begleitenden Bestandsverzeichnisse ausgehändigt. Wir würdigen das Instrument des Jahres und laden zu kleinen Konzerten in die AGB ein. Foto: ZLB

Seite 7

Foto: ZLB

Ausblicke
Zum Jahresende 2013 konnten wir optimistisch in die Zukunft blicken. Wir haben für „DigiTABB“ einen Preis bekommen, unsere Zahlen sind stabil und das neue Themenraumkonzept findet bei Nutzerinnen und Nutzern und in der Bibliothekswelt hohe Anerkennung und Interesse. Auch der seit über 100 Jahren immer wieder geplante Neubau einer Zentralbibliothek für ganz Berlin schien in greifbarer Nähe zu liegen. Doch nun steht die Zusammenführung der Bibliotheksteile an einen neuen Ort weiterhin auf unserer Agenda. Wir setzen uns mit ganzer Kraft dafür ein, weil wir sicher sind, dass Berlin diese Metropolenbi-

Foto: ZLB | Tim Deussen

bliothek braucht, als Ort der Information und des Wissens, als Raum für Kreativität und Produktivität und als Treffpunkt für die Stadtgesellschaft.

Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) Postfach 610179 10922 Berlin Fon 	 Web 	 030 90226-0 www.zlb.de

Die Standorte: Amerika-Gedenkbibliothek (AGB) Blücherplatz 1 10961 Berlin-Kreuzberg mit Kinderbibliothek | Jugendbibliothek | Lernzentrum Cinemathek Musikbibliothek Artothek

Berliner Stadtbibliothek (BStB) Breite Str. 30 – 36 10178 Berlin-Mitte mit Berlin-Studien Historische Sammlungen Senatsbibliothek

Redaktion: Anna Jacobi (ViSdP), Catalina Baumgart Stand: September 2014
Seite 8
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.