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Full text: Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte Issue 2012

SANIERUNG „SOZIALE STADT“ SAHLKAMP-MITTE INTEGRIERTES HANDLUNGSKONZEPT 2012 LANDESHAUPTSTADT HANNOVER FACHBEREICH PLANEN UND STADTENTWICKLUNG - STADTERNEUERUNG - Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Planen und Stadtentwicklung, Stadterneuerung Redaktion Texte Sachgebiet Stadterneuerung (61.41) Quatiersmanagement (61.41) Heinz Balzer Bereich Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung (50.5) Andreas Bodamer-Harig Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte (50.51.2) Manfred Gutzmer STATTwerke Consult GmbH Stephan Lehmann Sachgebiet Stadterneuerung (61.41) Wolfgang Jarnot Büro StadtUmBau Hajo Arnds Bereich Stadtteilkulturarbeit (43.2) Iris Schmunck Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, Sachgebiet Stadterneuerung (61.41) Gudrun de los Santos Marte Gemeinwesenarbeit (50.52) Und andere Fotos, Plandarstellungen Titelseite Gestaltung Hannover Sachgebiet Stadterneuerung (61.41) Und andere Martina Wollgarten Bereich Informations- und Kommunikationssysteme (18.53.3) Mareike Ratajczak Sachgebiet Stadterneuerung (61.41) August 2012 Inhalt Inhalt Inhalt...................................................................................................4 1. Einleitung.................................................................................6 2. Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte..........................................8 3. Ausgangslage..........................................................................10 3.1. Städtebauliche Situation...................................................................10 3.2. Demografische Situation...................................................................12 3.3. Wirtschaftliche Situation...................................................................17 3.4. Soziale Situation................................................................................17 3.5. Beteiligung und Vernetzungsstrukturen............................................18 3.6. Stärken und Schwächen im Sahlkamp Stärken................................21 4. Rahmenbedingungen..............................................................25 4.1. Sanierungsverfahren..........................................................................25 4.2. Das Programm Soziale Stadt.............................................................26 5. Akteure im Prozess................................................................27 6. Erste Ziele und Handlungsansätze.........................................28 6.1. Wohnen.............................................................................................29 6.2. Lokale Ökonomie...............................................................................30 6.3. Soziale und kulturelle Angebote und Infrastruktur...........................32 6.4. Bildung und Qualifizierung.................................................................41 6.5. Verkehr...............................................................................................43 6.6. Freiraum, Grünflächen und Wohnumfeld...........................................43 6.7. Öffentlichkeit, Beteiligung, Bürgerschaftliches Engagement.............46 4 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Inhalt 7. Finanzierung...........................................................................49 7.1. Städtebauförderung...........................................................................49 7.2. Mittel des Jugend- und Sozialdezernates..........................................50 7.3. Quartiersfonds....................................................................................51 7.4. Weitere Mittel....................................................................................51 8. Maßnahmen und Projekte.......................................................52 8.1. Vorbemerkung...................................................................................52 8.2. Verzeichnis der Projekte....................................................................52 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 5 Einleitung 1. Einleitung Die aktuelle Situation des Stadtteils Sahlkamp erklärt sich als Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs im Großraum Hannover seit den 50iger Jahren und Anfang der 70iger Jahre und dem damit verbundenen zunehmenden Siedlungsdruck. Durch Neubau von 6000 Wohnungen übernahm Sahlkamp eine wesentliche Entlastungsfunktion für Hannover, insbesondere im Hinblick auf Wohnraum im unteren Preissegment. Heute ist dieses Gebiet aufgrund seiner hohen Anzahl von Belegrechtswohnungen immer noch ein wichtiger Bereich für die Ansiedlung von Bevölkerungsgruppen, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Die hohe Anzahl von Belegrechtswohnungen hat insgesamt zu einem differenzierteren Innenimage und insbesondere zu einem vorurteilsbehafteten Außenimage des Gebiets geführt. Aufgrund der Entwicklungen im Untersuchungsgebiet – insbesondere der überforderten Nachbarschaften – und begünstigt durch die Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sind viele alteingesessene BewohnerInnen abgewandert. Darüber hinaus wurde der Sahlkamp in den letzten Jahren fast ausschließlich negativ wahrgenommen, da er keine positiv belegten baulichen oder infrastrukturellen „Highlights“ besitzt und sich die Qualitäten des Stadtteils nicht erschließen, verstärkt durch negative Schlagzeilen in der Lokalpresse. Dies war für die Landeshauptstadt Hannover Anlass, ein Teilgebiet des Stadtteils Sahlkamp für das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ anzumelden. Grundlage für die Anmeldung ist die im Jahr 2008 erstellte „Vorbereitende Untersuchung Hannover - Sahlkamp -Mitte“. Im Jahr 2009 nahm das Land Niedersachsen das Gebiet Sahlkamp - Mitte in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ auf. Als Basis für die Durchführung der Sanierung im Programm „Soziale Stadt“ wurde das erste Rahmenkonzept „Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp - Mitte 2012“ unter Beteiligung der Akteure aus dem Stadtteil und unter Mitwirkung der beteiligten Dezernate und Fachbereiche der Stadtverwaltung entwickelt. Die nachfolgend beschrieben Ziele und Handlungsansätze werden gegenwärtig im Stadtteil und der Stadt Hannover diskutiert, sollen konkretisiert und dann durch den Rat der Landeshauptstadt Hannover als 6 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Einleitung Sanierungsziele beschlossen werden. Das Handlungskonzept ist dabei ausgelegt als offenes Konzept, das regelmäßig an die veränderten Rahmenbedingungen und die bisher durchgeführten Maßnahmen angepasst werden muss. Mit dem hier vorliegenden Teil werden die ersten Rahmenbedingungen, die bislang herausgearbeiteten möglichen Sanierungsziele und Handlungsansätze vorgestellt. Das IHK wird jährlich fortgeschrieben und dient auch der Berichterstattung gegenüber dem Land Niedersachsen und zur Information der politischen Gremien der Landeshauptstadt Hannover. Grenzen des festgelegten Sanierungsgebietes Sahlkamp-Mitte Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 7 Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte 2. Sanierungsgebiet Sahlkamp - Mitte Das Sanierungsgebiet Sahlkamp - Mitte mit seinen ca. 5.100 EinwohnerInnen und ca. 2.100 Wohneinheiten (WE) liegt nordöstlich des Stadtzentrums von Hannover im Stadtteil Sahlkamp innerhalb den Grenzen der General-WeverStaße im Osten, der Straße Kugelfangtrift im Norden, Hägewiesen im Westen und der Straße Sahlkamp im Süden. Im Süden wird der Stadtteil durch den Mittellandkanal begrenzt, im Norden durch die Bundesautobahn A 2 und dem angrenzenden lebendigen Stadtteil List. Schon Ende der 1970er/Anfang der 80er Jahre wurde deutlich, dass die monostrukturierten (oft an Hochhäusern zu erkennenden) Gebiete, die zur schnellen Schaffung von Wohnraum – vielfach als öffentlich geförderter Wohnungsbau mit entsprechenden Belegrechtsbindungen versehen – gebaut wurden, sich in vielen Fällen zu sozial prekären Quartieren entwickelten. Selbst die im Gebiet vorhandenen Häuser und Eigentumswohnungen verloren zunehmend an Wert. Tendenzen sozialer Segregation aufgrund hoher Belegungsquoten wurden festgestellt. Diese Entwicklung wurde befördert durch die über lange Zeit hinweg praktizierte Belegung. Hierbei fanden weder die Zugehörigkeit zu den unterschiedlichen Sozial-, Alters- und Kulturgruppen Berücksichtigung noch nahm man Bezug auf die alteingesessenen Mieterinnen und Mieter. Mit dieser Verfahrensweise kam es zu unverträglichen und überforderten Nachbarschaften und über einige der offen zu tage tretenden Konflikte zu einer zunehmenden Stigmatisierung des Gebietes. Diese Tendenzen basierten im Wesentlichen auf makroökonomischen Prozessen (zunehmende Erwerbslosigkeit und stagnierende Lohnentwicklung.) Steigende Fluktuationszahlen, verstärkter Zuzug von abstiegsbedrohten Haushalten und die damit einhergehende Veränderung der Sozialstrukturen verschärfen im Umkehrschluss soziale Spannungen. Als „Schlafstadt“ mit dazugehörigen Wohnfolgeeinrichtungen hat das Gebiet lange Zeit kaum die städtische Öffentlichkeit interessiert. Erst mit der starken Zunahme der gesellschaftlich benachteiligten Bevölkerungsgruppen durch die hohe Anzahl der Belegrechtswohnungen im Gebiet, bei gleichzeitiger Abwanderung von finanziell und sozial stabileren Bevölkerungsgruppen aufgrund des sich entspannenden Wohnungsmarktes, wurde die Öffentlichkeit auf dieses Gebiet aufmerksam. Das so entstehende und zum Teil eher subjektive 8 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte Unsicherheitsgefühl ließ nochmals zusätzlich BewohnerInnen abwandern. Zunehmend häuften sich Beschwerden über Vandalismus an Gebäuden und auf Flächen sowie die Vermüllung von Freiflächen und über unansehnliche Fassaden und bauliche Probleme mit Häusern und Wohnungen. Zunehmendes Gewaltpotenzial ließ schnell die Presse aufmerksam werden. Die Lebenssituation der Wohnbevölkerung hat sich seit Anfang der 90er Jahre verschlechtert. Durch verstärkte Intervention im Gebiet vor allem ausgehend vom Stadtteiltreff und den Akteuren der Koordinationsrunde sind in den letzten Jahren jedoch bereits Angebote entstanden und Aktivitäten entwickelt worden, die dem Abwärtstrend entgegenwirken. Diese Aktivitäten gilt es durch integrierte bauliche, soziale und wirtschaftliche Maßnahmen aufzugreifen, zu stärken und – wo erforderlich – zu ergänzen, um eine nachhaltige strukturelle Verbesserung des Gebietes zu bewirken. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 9 Ausgangslage 3. Ausgangslage 3.1. Städtebauliche Situation Sahlkamp-Mitte stellt ein typisches, mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus finanziertes Wohngebiet der 1970er Jahre dar. Das Gebiet als neuer Stadtteil nach einem einheitlichen Bebauungskonzept mit soziokultureller Infrastruktur, Grün- und Verkehrsflächen unter weitgehender Verwendung typischer, sich wiederholender Bebauungsmuster in Fertigteilbauweise entstanden. Das reine Wohngebiet Sahlkamp -Mitte untergliedert sich in einzelne, voneinander unterscheidbare Bereiche, die nicht nur durch die Art der architektonischen Ausführung gekennzeichnet sind, sondern auch durch die Erschließungstrassen deutlich voneinander getrennt werden. Im Norden befindet sich das kulturelle Zentrum mit den markanten Backsteingebäuden der Grundschule Hägewiesen und der Epiphaniaskirche. Kirche der ev.-luth. Epiphanias Gemeinde an den Hägewiesen Daran schließt sich im Osten das Einkaufszentrum mit dem Marktbereich und weiteren soziokulturellen Einrichtungen, dem Stadtteiltreff und mehreren Kitas an. Nördlich dieser zentralen Zone liegen zwei Wohnquartiere; das westlich gelegene besteht aus quer zur Strasse errichteten Wohngebäuden, wahrend das am Sahlkampmarkt gelegene als nahezu geschlossener Wohnblock errichtet wurde. Der südliche Bereich wird durch unterschiedliche, überwiegend 4- bis 12-geschossige Wohnanlagen geprägt, die sich um den 10 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Ausgangslage Stadtteilpark und westlich der Hägewiesen gruppieren und an der Elmstraße - im Zentrum des Untersuchungsgebiets - von dem 17-geschossigen Hochhaus dominiert werden. Das Hochhaus ist Teil des Nahversorgungszentrums Sahlkamp. Der Einzelhandel konzentriert sich in den Erdgeschossen; die darüberliegenden Geschosse werden zum Wohnen genutzt. Das aus den 1980er Jahren stammende zweigeschossige Einkaufszentrum rund um den im Jahre 2006 neu gestalteten Sahlkampmarkt stellt die Ergänzung des ehemaligen Zentrums Hägewiesen dar. Dieser Bereich weist ebenfalls Einzelhandel in den Erdgeschossen auf; in den Obergeschossen befinden sich Arztpraxen und Wohnungen. Hochhaus Elmstraße 17 im Nahversorgungszentrum Sahlkampmarkt / EKZ Hägewiesen Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 11 Ausgangslage 3.2. Demographische Situation Als Grundlage für die Analyse der Sozialstruktur im Sanierungsgebiet werden die Mikrobezirke 2102, 2103 und 2105 herangezogen, falls die Daten für das Sanierungsgebiet in baublockscharfer Abgrenzung nicht erhoben worden sind oder erhoben werden können. Diese drei Mikrobezirke sind nicht genau deckungsgleich mit Sahlkamp-Mitte. Dennoch kann die dortige Situation mit Hilfe dieser Daten annähernd dargestellt werden. Mikrobezirke im Sanierungsgebiet Zur besseren Einordnung sei angemerkt, dass mit Stichtag 01.01.2012 im gesamten Stadtteil Sahlkamp 13.971 Personen lebten, im Sanierungsgebiet jedoch nur 5.183 Personen, das Sanierungsgebiet also nur ein gutes Drittel der Gesamtbevölkerung im Sahlkamp umfasst. Die nachfolgenden Daten stellen Sahlkamp-Mitte als Gebiet dar, in dem viele Familien und damit verbunden auch viele junge Menschen leben und das von multikulturellen Nachbarschaften geprägt wird. 12 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 3.729 2.629 1.075 0 bis 17 Jahre insgesamt* Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 777 Deutsche 1.154 60 Jahre u.ä. insgesamt* 959 Deutsche 41,1 2.835 353 144 972 209 1.181 776 505 826 271 1.097 2.660 1.360 3.813 1.300 5.113 absolut 2.862 55,4 41,7 38,7 153 365 14,8 984 29,9 212 82,3 1.196 17,7 23,1 544 810 61,1 861 70,7 266 75,3 1.127 21,5 24,7 2.692 1.416 3.909 1.276 5.185 absolut 41,8 39,4 55,2 30,5 15,5 82,3 17,7 23,1 71,9 63,2 76,4 23,6 21,7 51,9 36,2 75,4 24,6 100,0 in % Sanierungsgebiet Sahlkamp 2010 52,0 35,7 74,6 25,4 100,0 in % Sanierungsgebiet Sahlkamp 2009 2.841 379 169 992 210 1.202 801 543 855 258 1.113 2.681 1.419 3.894 1.262 5.156 absolut 42,3 39,2 55,1 31,5 17,0 82,5 17,5 23,3 72,0 63,5 76,8 23,2 21,6 52,0 36,4 75,5 24,5 100,0 in % Sanierungsgebiet Sahlkamp 2011 2.833 388 177 1.012 211 1.223 815 571 883 244 1.127 2.728 1.454 3.909 1.274 5.183 absolut 43,2 39,8 54,7 31,7 17,5 82,7 17,3 23,6 72,3 64,7 78,3 21,7 21,7 52,6 37,2 75,4 24,6 in % Sanierungsgebiet Sahlkamp 2012 25 56 40 53 16 69 48 102 106 -54 52 99 133 180 -34 146 absolut 2,9 1,2 16,9 29,2 5,5 8,2 6,0 6,3 21,7 13,6 -18,1 4,8 3,8 10,1 4,8 -2,6 in % Entwicklung 2008 2012 # Lesebeispiel: Der Jugend- und Altenquotient sind Kennziffern, die ausdrücken, ob ein Quartier im Laufe der Zeit "verjüngt" bzw. "altert". Der Jugendquotient gibt an, wie viele Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 17 Jahren auf 100 Personen mittleren Alters von 18 bis 59 Jahren kommen (Formel: P0-<18 / P18-<60 * 100). Der Altenquotient bezieht die Anzahl der Senior/innen 60+ auf die Bevölkerung mittleren Alters von 18-59 J. (Formel: P60+ / P 18-<60 * 100). Lesebeispiel: Auf 100 18-59-Jährige kommen im Sahlkamp im Jahr 2011 rund 39 junge und 42 alte Menschen (In LHH 25 bzw. 41). Das bedeutet, dass der Sahlkamp im Verhältnis zur Gesamtstadt deutlich jünger ist und sich zwischen 2008 und 2011 sogar leicht verjüngt hat. Auch das Verhältnis von alten Menschen zu Menschen mittleren Jahres hat sich leicht zugunsten Älterer verschoben, ist aber ähnlich wie in der LHH insg. Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste - Bereich Wahlen und Statistik ** Summe Ausländer/-innen und Deutsche mit 2. Staatsangehörigkeit / in Prozent an jeweiliger Bevölkerungsgruppe * Anteil an Gesamtbevölkerung Altenquotient # 55,7 38,3 2.808 18 - 59 Jahre insgesamt* 28,8 14,3 83,1 16,9 22,9 71,3 60,4 72,3 27,7 21,3 52,2 35,4 74,0 26,0 100,0 in % Jugendquotient # 137 332 mit 2. Nationalität Migrationshintergrund** darunter: 195 Ausländer/-innen davon: 469 767 mit 2. Nationalität Migrationshintergrund** darunter: 298 Ausländer/-innen davon: 1.321 mit 2. Nationalität Migrationshintergrund** darunter: 1.308 Deutsche 5.037 absolut Ausländer/-innen davon: Bevölkerung insgesamt Sanierungsgebiet Sahlkamp 2008 Tabelle 1: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 01.01. im Sanierungsgebiet Sahlkamp Mitte (baublockscharfe Abgrenzung) 4,6 13,8 60,2 25,0 41,1 9,6 90,4 34,6 41,8 24,8 11,0 89,0 13,2 > Anteil bezieht sich auf Deutsche insg. 25,6 > Anteil bezieht sich auf Bev. insg. 15,1 14,3 85,7 in % 100,0 LHH 2012 insg. Sozialräumliche Analyse für das Sanierungsgebiet Sahlkamp im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover Ausgangslage 13 14 27,8 50,9 28,8 20,3 31,2 299 169 119 183 in % absolut 2.112 587 287 169 123 170 absolut 2.129 579 in % 49,6 29,2 21,2 29,4 27,2 286 174 129 187 absolut 2.182 589 in % 48,6 29,5 21,9 31,7 27,0 absolut Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste - Bereich Wahlen und Statistik Aufgrund der Einführung eines neuen Haushaltsgenerierungsverfahrens liegen Daten erstmals zum 31.10.2007 vor. ** Anteil an allen Familienhaushalten -13 5 10 4 70 2 in % -4,3 3,0 8,4 2,2 3,3 0,3 Entwicklung 2007 - 2010 * Familienhaushalte definiert als Haushalt mit 1 oder mehreren Kindern im Alter von 0 bis 17 Jahren im Haushalt, Anteil an allen Haushalten Haushalte insgesamt Familienhaushalte* davon: mit 1 Kind mit 2 Kindern mit 3 u.m. Kindern allein Erziehende ** Sahlkamp (MBZ 2102, 2103, Sahlkamp (MBZ 2102, 2103, Sahlkamp (MBZ 2102, 2103, 2105) am 31.10.2007 2105) am 01.01.2009 2105) am 01.01.2010 Tabelle 2: Haushalte in Sahlkamp Mitte in den Mikrobezirken 2102, 2103, 2105 in % 55,3 33,8 10,9 25,5 17,0 LHH am 01.01.2010 Ausgangslage Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 16,6 16,3 16,8 12,8 26,0 9,5 11,5 55,5 501 242 259 276 224 47 61 278 228 65 49 204 278 242 248 490 46,5 11,9 9,9 23,4 12,7 15,4 16,7 16,0 180 52 48 193 261 217 241 458 absolut 39,3 9,0 9,6 22,5 11,7 13,6 16,1 14,8 in % Sanierungsgebiet Sahlkamp 2009 199 59 49 182 298 240 244 484 absolut 41,1 9,9 10,5 21,3 13,3 15,0 16,3 15,6 in % Sanierungsgebiet Sahlkamp 2010 10,8 k.A k.A ** Die Bundesagentur für Arbeit weist "ungeklärte Nationalitäten" nicht aus, weshalb die Summe aus Deutschen und Ausländer/innen nicht insgesamt ergibt. k.A. 16,4 14,9 -12,5 -2,5 -6,2 -7,0 -6,6 in % k.A. 6,7 4,8 13,0 6,8 7,1 8,7 7,9 LHH 2011 in % Hinweis: Im Unterschied zu den Arbeitslosenquoten der Bundesagentur für Arbeit beziehen sich die Arbeitslosenanteile hierbei nicht auf die zivilen Erwerbspersonen, sondern auf die 18-64-Jährige Bevölkerung mit Hauptwohnsitz in Hannover. Lesebeispiel: Im Dezember 2010 waren 15,6 der 18-64-Jährigen im Sanierungsgebiet Sahlkamp arbeitslos. In der Landeshauptstadt insgesamt waren es zum gleichen Zeitpunkt halb so viel, nämlich 8,5 %. Im Zeitraum 2007 bis 2010 ist in Sahlkamp Mitte die Arbeitslosigkeit zwar um 3,4 Prozent gesunken, aber im Vergleich zum Vorjahr ist sie wieder leicht gestiegen und zwar deutlich stärker als im gesamtstädtischen Durchschnitt, der ebenfalls stieg. Entgegen dem gesamtstädtischen Trend ist die Arbeitslosigkeit unter AusländerInnen leicht gesunken, während sie unter den Deutschen deutlich stieg. k.A. 10 7 -28 -7 -16 -17 -33 absolut Entwicklung 2007 2011 Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste - Bereich Wahlen und Statistik *** Anteil an allen Arbeitslosen 11,9 22,5 12,0 15,1 15,0 15,1 in % 71 54 196 269 243 225 468 absolut Sanierungsgebiet Sahlkamp 2011 * Anteil an der jeweiligen Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung im erwerbsfähigen Alter von 18 bis 64 Jahren bzw. in der jeweiligen Altersgruppe Arbeitslose insgesamt* Männer* Frauen* Deutsche*/** Ausländer/-innen** unter 25 Jahren* 55 Jahre u.ä.* Langzeitarbeitslose*** in % absolut absolut in % Sanierungsgebiet Sahlkamp 2008 Sanierungsgebiet Sahlkamp 2007 Tabelle 3: Arbeitslosigkeit (SGB II und SGB III) im Sanierungsgebiet Sahlkamp Mitte jeweils im Dezember (baublockscharfe Abgrenzung) Ausgangslage 15 16 58,3 75,4 342 138 134 338 78,8 58,4 Sanierungsgebiet Sahlkamp 2008 in % absolut 1.910 37,4 686 62,5 228 19,3 887 68,2 837 39,3 Daten werden nachgereicht Sanierungsgebiet Entwicklung 2007 -2009 Sahlkamp 2009 LHH 2009 in % in % absolut absolut in % 1.968 38,0 101 5,4 15,7 706 62,6 33 4,9 27,1 246 20,6 28 12,8 7,4 869 68,1 1 0,1 35,5 Lesebeispiel: Im Dezember 2009 bezogen 38 % der Bewsohner/innen des Sanierungsgebiets Sahlkamp Mitte Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (LHH: 15,7 %). Das entspricht einem Zuwachs von 5,4 % im Vergleich zum Jahr 2007 (bzw. 101 Personen mehr absolut). Überproportional betroffen waren und sind weiterhin Kinder und Jugendliche und Ausländer/innen. Mit über 60 % ist nach wie vor die Kinderarmut in Sahlkamp Mitte eine der höchsten in Hannover. Im Zeitraum 2007 bis 2009 ist die Transferleistungsquote bei den SeniorInnen sukzessive um 12,8 % (das sind 28 Personen absolut) gestiegen. Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Soziales und Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste - Bereich Wahlen und Statistik *** Anteil an der jeweiligen Haushaltsform, Grundgesamtheit = Mikrobezirke, Stand 31.10.2007 und 1.1.2009. Führt im Ergebnis zur leichter Unterschätzung der Transferleistungsquote bei BG, Familien und allein Erziehenden ** Anteil jeweiligen Bevölkerungs- bzw. Altersgruppe * darin enthalten sind die Empfänger/innen von Leistungen nach SGB II (ALG II und Sozialgeld) sowie Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung nach SGB XII für das Sanierungsgebiet Sahlkamp liegen baublockscharf Transferleistungsquoten erst ab Dez. 2007 vor. Empfänger insgesamt** 0 bis 17 Jahre 60 Jahre und älter Ausländer/-innen Bedarfsgemeinschaften*** darunter: Familienhaushalte*** darunter: allein Erziehende*** Sanierungsgebiet Sahlkamp 2007 in % absolut 1.867 37,1 673 62,6 218 18,9 868 66,4 812 38,4 Tabelle 4: Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts* im Sanierungsgebiet Sahlkamp Mitte jeweils im Dezember (baublockscharfe Abgrenzung) Ausgangslage Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Ausgangslage 3.3. Wirtschaftliche Situation Die Branchenstruktur im Gebiet konzentriert sich auf den Einzelhandel und Dienstleistungen im medizinischen Bereich. Handwerk und Gewerbe sind nicht im Gebiet verortet. Die räumliche Verteilung ist um den Sahlkampmarkt und das Einkaufszentrums Hägewiesen konzentriert. Insgesamt sind im Sanierungsgebiet 42 gewerblich nutzbare Einheiten zu verzeichnen (Ladengeschäfte und Etagennutzung), die jedoch einen relativ hohen Leerstand zu verzeichnen haben. Einkaufszentrum Hägewiesen mit Sahlkampmarkt im Hintergrund 3.4. Soziale Situation Das Sanierungsgebiet weist einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen auf, deren Einkommensarmut und Arbeitslosigkeit die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe deutlich einschränken. Hier leben darüber hinaus viele Menschen mit Migrationshintergrund aus 60 verschiedenen Nationen, was für das Gebiet eine hohe räumliche Konzentration von verschiedenen sozialen Problemlagen bedeutet, die sich gegenseitig verstärken können und eine Überforderung der Nachbarschaften zur Folge haben. Die Bevölkerung im Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte ist im Verhältnis zur Gesamtstadt deutlich jünger und hat sich zwischen 2008 und 2011 nochmals leicht verjüngt. Auch das Verhältnis von alten Menschen zu Menschen mittleren Jahres hat sich leicht zugunsten Älterer verschoben, ist aber ähnlich wie in der LHH insgesamt. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 17 Ausgangslage 3.5. Beteiligung und Vernetzungsstrukturen Den EinwohnerInnen von Sahlkamp-Mitte mangelt es an Möglichkeiten, sich mit ihrem Stadtteil identifizieren zu können. Viele BewohnerInnen der besseren Wohngegenden im Stadtteil vermeiden es sogar, den Namen Sahlkamp zu erwähnen und bezeichnen sich als „Bothfelder“ oder „Klein-Buchholzer“, weil der Sahlkamp meist nur mit dem sozial stigmatisierten Hochhausviertel in Verbindung gebracht wird. So sind die städtebaulichen und baulichen Mängel des Gebietes – unter anderem - Ursache für die mangelnde Identifikation mit dem Stadtteil und beeinträchtigt zugleich das Selbstwertgefühl der BewohnerInnen. Seit der 2002 durchgeführten Zukunftskonferenz „Sahlkamp 2010“ wird bereits versucht, das Image des Stadtteils zu verbessern. Hierbei wird es auch in Zukunft erklärtes Ziel der Beteiligten sein, durch den Abbau von Vorurteilen und Informationslücken sowie den gleichzeitigen Aufbau von Kommunikationsnetzen und systematischer Berichterstattung Impulse zur Beteiligung an der Stadtteilentwicklung zu geben, obwohl oder gerade weil das zum Teil niedrige Bildungsniveau der BewohnerInnen und die Schwellenangst, entsprechende Angebote wahrzunehmen, die Bemühungen zur Beteiligung und den Aufbau von Vernetzungsstrukturen für den Stadtteil erschweren. Die bereits vorhandenen Initiativen und Einrichtungen mit ihren Vernetzungsbestrebungen sind deshalb besser bekannt zu machen, weiter auszubauen und zu vernetzen. Dazu zählen insbesondere: Koordinationsrunde Sahlkamp In der Koordinationsrunde Sahlkamp arbeiten auf freiwilliger Basis Institutionen, Vereine, Dienste, Einrichtungen, Projekte, Bauträger, Polizei und Stadtteilinitiativen zusammen, die in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen im Stadtteil Sahlkamp tätig sind. In 2-monatlichen Abstimmungsrunden werden gemeinsame Projekte und Aufgaben definiert, die dem Ziel dienen, die soziale und kulturelle Infrastruktur im Stadtteil zu stärken. Neben dem Informationsaustausch und der Zusammenarbeit mit der Bezirkspolitik sowie der Vernetzung der Institutionen geht es auch um die Ermittlung des Bedarfs, das Aufgreifen von Problemen im Gebiet, die Entwicklung von 18 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Ausgangslage Lösungsansätzen sowie die gemeinsame Planung und Durchführung von Projekten und Aktionen einschließlich der Öffentlichkeitsarbeit. Im Bedarfsfall werden zu bestimmten Aufgaben- und Fragestellungen Arbeitsgruppen gebildet. Neben der AG Stadtteilfest, die das jährliche Fest am Märchensee vorbereitet und koordiniert, gibt es eine besondere Arbeitsgruppe zu „Kinder und Jugendliche im Stadtteil Sahlkamp“. Neben dem Austausch über die Situation von Kindern und Jugendlichen geht es insbesondere um die Initiierung und Entwicklung von bedarfsorientierten Angeboten und Projekten. Weitere von der Koordinatonsrunde initiierte Arbeitsgruppen sind: Zukunftskonferenz „Sahlkamp 2010“ In den Jahren 2001/2002 führte die Koordinationsrunde mit externer Unterstützung die Zukunftskonferenz Sahlkamp 2010 durch, um durch Visionen gemeinsame Ziele und Impulse zur Entwicklung des Stadtteils zu geben. Die Ergebnisse der Zukunftskonferenz wurden in Rahmenzielen zusammengefasst, die das Miteinander und das Leben im Stadtteil positiv beschreiben. Diese Rahmenziele – wie gegenseitiger Respekt, Rücksichtnahme, Integration aller im Stadtteil lebenden Menschen, Identifikation mit dem unmittelbaren Wohnumfeld und dem Stadtteilzentrum – sind verpflichtende Elemente in der Arbeit der einzelnen Mitglieder und Institutionen der Koordinationsrunde, um zu einer „Imageverbesserung des Stadtteiles, Stärkung der lokalen Ökonomie, Schaffung von Arbeitsangeboten im Stadtteil und Stärkung der sozialen Infrastruktur beizutragen“. AG Image und Arbeit Seit 2007 werden die zentralen Fragen des Stadtteils in der zusammengelegten AG Image und Arbeit behandelt, aufbereitet und nach Lösungswegen gesucht. In ständiger Abstimmung mit der Bezirkspolitik aber auch der Immobilienwirtschaft, insbesondere der Wohnungsverwaltung Prelios GmbH, werden Maßnahmen entwickelt, die das Ansehen des Stadtteils, das Wohnen Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 19 Ausgangslage und Leben verbessern sollen. Das Thema Arbeit und Qualifizierung steht ebenso auf der Agenda der Arbeitsgruppe. Spezielle Aspekte der Stärkung der lokalen Ökonomie werden zunehmend von der im Jahr 2007 gegründeten Initiative „Gewerberunde Sahlkamp“ aufgegriffen. Gewerberunde Sahlkamp Ebenfalls seit 2007 tagt in regelmäßigen Abständen die Gewerberunde Sahlkamp, die sich aus Geschäftsleuten zusammensetzt und zunächst von der Gemeinwesenarbeit in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung koordiniert wurde. Ziel der Gewerberunde ist die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen, die der Aufwertung des lokalen Gewerbestandortes dienen und helfen, den Ladenleerstand zu vermeiden, das Image des Nahversorgungsstandorts zu verbessern und Käuferschichten aus den Einfamilienhausstandorten zu gewinnen. Seit Anfang 2012 wird die Gewerberunde durch die BIWAQ-Projektträger der „Entwicklungspartnerschaft Sahlkamp-Mitte“ koordiniert und unterstützt. 20 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Ausgangslage 3.6. Stärken und Schwächen im Sahlkamp Stärken Die Bevölkerungsstruktur von Sahlkamp-Mitte ist durch überdurchschnittlich viele junge Menschen und Familien gekennzeichnet. Das Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte bietet ein familienfreundliches Umfeld mit großzügigen Grün- und Freiflächen in der Nähe von attraktiven Naherholungs- und Sportmöglichkeiten: den Uferbereichen des Mittellandkanals im Süden, dem Märchensee, dem ehemaligen Segelfluggelände im Norden, Kleingärten, Bezirkssportanlage und Zugang zum Naherholungsgebiet Silbersee. Im Sanierungsgebiet schaffen der Stadtteilpark, der Grünzug von den Hägewiesen zum Dornröschenweg und ein großer Baumbestand ein naturnahes Wohnumfeld. Stadtteilpark mit dem Hochhaus Elmstraße im Hintergrund Die baulichen Strukturen bieten positive Entwicklungsmöglichkeiten für qualitätvolles Wohnen für Familien. Das Gebiet ist außerdem durch Stadtbahn und Busse gut an das öffentliche Personennahverkehrsnetz angeschlossen, aber auch gut mit dem Auto zu erreichen. Angrenzend sind alle Schulformen vertreten. Das Gebiet verfügt über Gemeinbedarfseinrichtungen: die Grundschule Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 21 Ausgangslage Hägewiesen, den Stadtteiltreff, das Jugendzentrum, das NaDu-Kinderhaus / Familienzentrum, den Stadtteilbauernhof und acht Kindertagesstätten, wobei diese den bestehenden Bedarf jedoch nicht decken können. Stadtteilbauernhof Sahlkamp Der im Jahr 2006 aufgewertete Platz Sahlkampmarkt sowie das zentral gelegene Bürgeramt gehören zu den bereits in den vergangenen Jahren initiierten Verbesserungen der Infrastruktur, der Marktplatz zeigt jedoch Nachbesserungsbedarf. Besonders hervorzuheben ist das intensive und qualifizierte Engagement der Akteure vor Ort sowie das bürgerschaftliche Engagement, an das bei der Entwicklung des Gebiets angeknüpft werden kann. Schwächen Die städtebaulichen und sozialen Probleme resultieren im wesentlichen aus den Strukturmängeln einer Großwohnsiedlung aus den 1970er Jahren, mit ihrer ausschließlich auf das Wohnen ausgerichteten Nutzung und ihrer stadträumlichen Isolation. 22 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Ausgangslage Eine Vielzahl von Gebäuden mit baulichen und energetischen Mängeln und daraus resultierenden hohen Mietnebenkosten konzentrieren sich im östlichen sowie südwestlichen Teil des Sanierungsgebiets. Hier ist ein Instandhaltungsstau zu verzeichnen. Es fehlen außerdem bedarfsgerechte Wohnungen und Angebote für Senioren. Die Grün- und Freiflächengestaltung entspricht nicht den Bedürfnissen der BewohnerInnen und bedarf einer Anpassung. In einigen Bereichen ist Vermüllung und Vandalismus festzustellen. Mehrere Tiefgaragen nehmen wesentliche Teile der privaten Freiflächen ein. Durch hohen Leerstand der Parkdecks und fehlende Beleuchtung von Fußwegen sind „Angsträume“ entstanden, insbesondere bei der Querung des Stadtteilparks, im Bereich Schwarzwaldstraße und zwischen einigen Wohnblöcken. Durchgang Wohnhof Rhönweg Das Nahversorgungszentrum Sahlkampmarkt/Hägewiesen weist funktionale, bauliche und gestalterische Mängel auf, zudem ist die Gewerbestruktur monofunktional und lässt eine Zunahme des Leerstandes von Gewerberäumen befürchten. Da es kein produzierendes Gewerbe gibt, fehlen lokale Arbeitsund Ausbildungsplatze. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 23 Ausgangslage Für Kinder und Jugendliche sowie die zunehmende Anzahl älterer Menschen fehlen spezifische Angebote, die dem hohen Beratungs- und Betreuungsbedarf dieser Bevölkerungsgruppe im Gebiet Rechnung tragen. Seit Anfang der 1990er Jahren hat sich das Gebiet zunehmend zu einem Gebiet mit schlechtem Image, mit im Stadtvergleich hoher Arbeitslosigkeit oder Haushalten mit Transferleistungsbedarf und mit überforderten Nachbarschaften entwickelt. Aufgrund dieser gravierenden Imageprobleme ist die Bereitschaft von mittleren Einkommensschichten, sich in Sahlkamp-Mitte anzusiedeln, äußerst gering 24 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Ausgangslage 4. Rahmenbedingungen 4.1. Sanierungsverfahren Nach § 142 (3) BauGB hat die Gemeinde bei der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets in der Sanierungssatzung das Sanierungsgebiet zu bezeichnen. Durch die förmliche Festlegung eines Sanierungsgebiets treten sanierungsrechtliche Vorschriften in Kraft, die eine sichere Durchführung der Sanierung gewährleisten sollen. Zugleich eröffnet die Festsetzung eines Sanierungsgebiets Eigentümern, Mietern und Pächtern Möglichkeiten zur finanziellen und organisatorischen Unterstützung bei der Umsetzung der Sanierungsziele. Gemäß den Regelungen des Besonderen Städtebaurechts des BauGB unterliegen eine Vielzahl von Vorhaben und Rechtsvorgängen besonderen Genehmigungsvorschriften. Die Vorschriften sind insbesondere im § 144 BauGB – genehmigungspflichtige Vorhaben und Rechtsvorgänge, wie z.B. bauliche Veränderungen, Verkauf oder Nutzungsänderungen von Wohnungen oder Gebäuden – und § 145 BauGB – Genehmigungen – geregelt. Zusätzlich werden im umfassenden Verfahren sanierungsrechtliche Vorschriften wirksam, die sich auf die Bemessung von Ausgleichs- und Entschädigungsleistungen, Kaufpreise, Umlagen und Ausgleichsbeträge beziehen (§ 152 ff BauGB). Darüber hinaus stehen der Gemeinde rechtliche Instrumente zur Verfügung, um den geordneten Verlauf der Sanierung zu sichern. Dazu gehören das Vorkaufsrecht (§ 24 (3) BauGB) und die Enteignung aus zwingenden städtebaulichen Gründen (§ 88 BauGB). Unberührt hiervon besteht das Instrumentarium der verbindlichen Bauleitplanung nach Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Sanierungsgebiet sowie die Zulässigkeit von Vorhaben nach § 34 BauGB innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile. Städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen nach den §§ 136 bis 164 und 171a bis 171e Baugesetzbuch (BauGB) werden gemeinsam von Bund und Land unter finanzieller Beteiligung der Gemeinde je zu einem Drittel gefördert. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 25 Rahmenbedingungen 4.2. Das Programm Soziale Stadt Das Programm Soziale Stadt gemäß §171 BauGB fördert städtebauliche Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung von Stadt- und Ortsteilen mit besonderem sozialem Entwicklungsbedarf. Das sind Gebiete – wie Sahlkamp-Mitte –, in denen erhebliche soziale Missstände mit wirtschaftlichen und städtebaulichen Problemen zusammentreffen und die aufgrund der Zusammensetzung und wirtschaftlichen Situation der darin lebenden und arbeitenden Menschen erheblich benachteiligt sind. Gefördert werden Einzelmaßnahmen als Bestandteile einer Gesamtmaßnahme, die als städtebauliche Sanierungsmaßnahme (§§ 136 bis 164 BauGB) in einem durch Ratsbeschluss abgegrenzten Gebiet (§ 171e BauGB) durchgeführt wird. Fördergegenstand ist die Vorbereitung und Durchführung der Gesamtmaßnahme. Die Gesamtmaßnahme folgt konzeptionell den ebenfalls durch Ratsbeschluss angestrebten Sanierungszielen, die im Gebiet SahlkampMitte bis Ende des Jahres formuliert werden sollen. 26 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Rahmenbedingungen 5. Akteure im Prozess Der Rat der Landeshauptstadt hat sich in seiner Sitzung am 10.12.2009 für die Einrichtung einer Kommission Sanierung Soziale Stadt Sahlkamp-Mitte ausgesprochen, deren konstituierende Sitzung am 13.09.2010 im Stadtteiltreff Sahlkamp stattfand. Die Kommission besteht regulär aus neun Bürgermitgliedern sowie aus neun VertreterInnen des Bezirksrates oder des Rates. Die öffentlichen Sitzungen finden unregelmäßig ca. sechs Mal im Jahr statt. Die Kommission setzt sich mit allen Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung des Programms „Soziale Stadt“ auseinander. Sie darf Empfehlungen aussprechen und verfügt über ein Anhörungsrecht gegenüber dem Stadtbezirksrat. Zu den Sitzungen der Kommission sind alle BewohnerInnen eingeladen und besitzen darüber hinaus ein Rederecht zu allen öffentlichen Tagesordnungspunkten. Den BewohnerInnen wird dadurch die Möglichkeit gegeben, sich aktiv an der politischen Meinungsbildung zu beteiligen, zugleich können so die spezifischen Bedürfnisse der Bevölkerung unmittelbar in der Entscheidungsfindung der Kommission berücksichtigt werden. Im Sanierungsgebiet nehmen die Kommissionsmitglieder - neben der Verwaltung - die Funktion von Ansprechpartnern in allen Fragen der Sanierung für die Bevölkerung wahr. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 27 Akteure im Prozess 6. Erste Ziele und Handlungsansätze Die Sanierung soll dazu beitragen, die in Sahlkamp-Mitte vorliegenden Defizite und Missstände zu beseitigen bzw. zu mildern und einen weiteren Attraktivitäts- und Imageverlust des Stadtteils zu verhindern. Um Sahlkamp-Mitte als funktionsfähigen Stadtteil zu erhalten, bzw. nachhaltig weiterzuentwickeln, sind fach- und ressortübergreifend anzugehende Lösungsstrategien erforderlich. Zwar werden bei der Realisierung eines integrierten Handlungsansatzes letztlich Projekte umgesetzt, die einzelnen Handlungsfeldern zugeordnet werden können, aber das Innovative eines solchen Handlungsansatzes besteht in deren Integration und der Orientierung an den für das jeweilige Gebiet zu beschließenden Sanierungszielen: 1. Aufwertung des Wohnungsbestandes durch Modernisierung, Herstellung gesunder Wohn- und Lebensverhältnisse, Anpassung an die- und zugleich Schutz der örtlichen Bedarfe der derzeitigen BewohnerInnen, Anpassung an die Marktentwicklung, Schaffung von Wohn-Angeboten für stabilisierende Bevölkerungsgruppen 2. Verbesserung der Nutzungs- und Aufenthaltsqualität öffentlich genutzter Räume 3. Stärkung gemeinwesenorientierter intra- und interkultureller Ansätze mit bedarfsgerechtem Ausbau und Sanierung sozialer und kultureller Infrastruktureinrichtungen, Stabilisierung von sozialen Netzen und Nachbarschaften 4. Förderung der lokalen Ökonomie / Nutzungsmischung in den reinen Wohngebietslagen 5. Förderung einer Kultur der Beteiligung und Mitwirkung sowie des ehrenamtlichen Engagements zur Steigerung der Lebensqualität aller EinwohnerInnen 6. Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 7. Stärkung einer gemeinsamen Stadtteilidentität mit Verbesserung der 28 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze Innen- und Außenwahrnehmung des Stadtteils 8. Berücksichtigung der Belange von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen durch barrierefreie Gestaltung von Wohnungen und des Wohnumfeldes, der Räume und Einrichtungen 9. Nutzung untergenutzter Verkehrsflächen 6.1. Wohnen Trotz der allgemeinen Entspannung auf dem Wohnungsmarkt gibt es nach wie vor Versorgungsschwierigkeiten für Bevölkerungsgruppen, die auf preiswerten und bedarfsgerechten Wohnraum angewiesen sind. Ein wichtiges Ziel ist deshalb, den preisgünstigen Wohnungsbestand in Sahlkamp-Mitte für die hier lebende Bevölkerung zu sichern und darüber hinaus, durch Aufwertung und Erneuerung der Gebäude und des Umfeldes, auch für andere Bewohner (-gruppen) attraktiv zu machen. Es ergeben sich zur Verbesserung und Aufwertung der Wohnsituation folgende Ansätze: • Instandsetzung und Modernisierung der Wohngebäude mit Erneuerungs- bedarf • Senkung der Nebenkosten durch energetische Sanierung • Neugestaltung der Hauseingangsbereiche • Aufwertung des Wohnumfeldes • Anpassung des Wohnungsbestandes an den Bedarf von Familien mit mehreren Kindern und SeniorInnen mit Betreuungsbedarf • Behindertengerechte und barrierefreie Gestaltung von Wohnungen, Eingangsbereichen und Wohnumfeld • Schaffung von Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen, Gehhilfen und Fahrräder Eine umfassende Verbesserung des Wohnens ist im Gebiet nur möglich, wenn die im Sanierungsgebiet präsenten Wohnungsunternehmen und Einzeleigentümer mit Initiative und Kooperationsbereitschaft an den problemorientierten Lösungen vor Ort mitwirken. Ihnen sollte schon aus wirtschaftlichem Interesse daran gelegen sein, nicht nur die Wohnungsstandards anzuheben, sondern das Wohnumfeld familienfreundlich und insbesondere kinderfreundlich zu gestalten und auch für ältere Menschen nutzbar zu halten. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 29 Erste Ziele und Handlungsansätze Hauseingangsbereiche Wohnhof Spessartweg 6.2. Lokale Ökonomie Wie bereits im Gutachten zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Landeshauptstadt Hannover aus 2011 dargestellt, muß in erster Linie das Nahversorgungszentrum EKZ SahlkampMarkt / Hägewiesen in seiner Funktionalität gesichert und gestärkt werden. Hierfür bieten sich verschiedene Handlungsansätze an: Eine Stärkung der Lokalen Ökonomie bezieht zunächst die örtlichen Gewerbetreibenden mit ein. Über eine Gewerberunde und mit Hilfe externer Fachkräfte soll das lokale Gewerbe mit regionalen Einrichtungen, wie Wirtschaftsförderung, Arbeitsagentur bzw. Jobcenter und lokalen Initiativen vernetzt werden. Eine auf Wirtschaftlichkeit und Finanzierungsmöglichkeiten zielende Beratung und Information der lokalen Wirtschaft, insbesondere auch für Unternehmen, die von MigrantInnen geführt werden, sowie die Pflege eines kontinuierlichen Standortmarketings können dazu beitragen, den Sahlkampmarkt als „Handelsmittelpunkt“ des Ortsteils Sahlkamp zu präsentieren und dadurch auch die einkommensstärkeren Haushalte an den Standort zu binden. Ausgehend vom Unternehmensbestand und dessen Struktur sind mögliche Angebotsergänzungen zu eruieren, die auf die speziellen Bedürfnisse der ortsansässigen Bevölkerung zugeschnitten sind. Hierzu zählen 30 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze gesundheitsorientierte Angebote ebenso wie Produkte und Dienstleistungen für Senioren. Zwei weitere wichtige Aspekte der Bestandsentwicklung sind eine aktives Leerstandsmanagement und die gezielte Unterstützung von Existenzgründungen. Eine Aufwertung des Nahversorgungszentrums hat nur dann Erfolg, wenn sie mit baulich-investiven Maßnahmen zur Aufwertung des Gesamtstandorts einhergeht. Vordringlich sind zunächst grundlegende bauliche Maßnahmen des am Fuße des Hochhauses gelegenen Einkaufszentrums (EKZ) Hägewiesen, wie beispielsweise: • Die Beseitigung der Betonbarrieren im südlichen Bereich, Barrierenrückbau • Bordsteinabsenkungen und Sanierung oder Beschilderung der vorhandenen Rampen und deren Beleuchtung, um ein barrierefreies Erreichen der Ladengeschäfte zu ermöglichen • Bereitstellung attraktiver Stadtmöbel, um Verweilqualitäten zu schaffen • Ein farbliches Gestaltungskonzept für den Bereich der Läden, die Fassaden und die Attiken oberhalb der Läden Einkaufszentrum Hägewiesen Parallel zu den investiven Maßnahmen im Bereich EKZ Hägewiesen soll ein gesamträumliches Marktkonzept für den Sahlkampmarkt und EKZ Hägewiesen umgesetzt werden, um die Attraktivität des Einzelhandelszentrums zu steigern. Neben der Steigerung der Aufenthaltsqualität gehört dazu auch eine verbesserte Präsentation der Warengüter. Die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten im Stadtteil sind gering und lassen sich aufgrund der Monostruktur kaum ausweiten. Zusätzliche Beschäftigungsangebote können nur in eingeschränktem Maße durch Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 31 Erste Ziele und Handlungsansätze ergänzende Ansiedlungen in leerstehende Läden aufgenommen oder durch Sonderprojekte erschlossen werden. Daher gilt es, Beschäftigungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose in Kooperation mit bestehenden Einrichtungen im Stadtteil oder mit ausführenden Handwerksunternehmen im Zusammenhang mit der baulichen Erneuerung und Wohnumfeldverbesserung des Gebiets zu generieren und zugleich durch geeignete Qualifizierungsmaßnahmen Wege in Ausbildungsplätze und Beschäftigungsverhältnisse außerhalb des Stadtteils zu ebnen. Dieses Aufgabenfeld wird in den kommenden drei Jahren über das BIWAQ-Förderprogramm forciert bearbeitet werden. 6.3. Soziale und kulturelle Angebote und Infrastruktur Eine Vielzahl von Einrichtungen der Bereiche Soziales, Betreuung, Gemeinwesen oder Kulturarbeit liefern bereits ein wichtiges Angebot für die Bevölkerung des Sanierungsgebietes Sahlkamp-Mitte. Im Rahmen eines integrierten Handlungskonzepts können zusätzliche Maßnahmen dazu beitragen, das Gebiet zu stabilisieren und langfristig zu einem attraktiven Wohngebiet zu entwickeln. Grundschule Hägewiesen – Ausbau zur Stadtteilschule Da die Schule für Kinder und Jugendliche einen zentralen Ort des Lebens darstellt, ist den Bildungsindikatoren ein besonderes Gewicht beizumessen. Gerade für Kinder und Jugendliche aus prekären Familienverhältnissen ist die Schule auch Lebenswelt. Dies stellt besondere Qualitätsanforderungen an die Schule. Die Grundschule Hägewiesen ist als „Schule im Gebiet mit besonderem Entwicklungsbedarf“ eingestuft und hat am Programm „Schule im Stadtteil“ teilgenommen. Ziele dieses Programms sind u.a. eine Öffnung zum Stadtteil und die Einbeziehung der Angebote des Stadtteils sowie die Stärkung der elterlichen Mitverantwortung. Das Niedersächsische Kultusministerium hat die Grundschule Hägewiesen zum 01.08.2011als offene Ganztagsschule nach Punkt 8.2 des Erlasses „Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagsschule“ vom 16.03.2004 anerkannt. 32 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze Dem Rahmenkonzept der Landeshauptstadt Hannover zum Ausbau von Ganztagsgrundschulen folgend, stellt sich die Grundschule Hägewiesen mit der Entwicklung zur Ganztagsschule den bildungspolitischen Herausforderungen der Zeit. Mit einem pädagogisch profilierten Angebot will die Schule eine nachhaltige und ganzheitliche Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler gewährleisten und dabei herkunftsbedingte Ausgangslagen möglichst ausgleichen. Das auf die Bedarfe und die pädagogischen Erfordernisse ausgerichtete Angebot bietet den Kindern vielfältige Möglichkeiten, ihre sozialen, personalen, fachlichen und methodischen Fähigkeiten zu erweitern und sie damit zu einem eigenverantwortlichen Handeln anzuleiten. Soziale und kulturelle Infrastrukturangebote In Sahlkamp-Mitte geht es vor allem darum, ein sozialverträgliches Miteinander der verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Besonders berücksichtigt werden muss in diesem Gebiet die nationale und kulturelle Vielfalt. Der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund ist – vor allem bei Kindern und Jugendlichen – weit überdurchschnittlich hoch. Auf diese Situation muss konzeptionell in allen Angeboten und Einrichtungen reagiert werden. NaDu-Kinderhaus und Familienzentrum Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 33 Erste Ziele und Handlungsansätze Das Sanierungsgebiet ist bereits geprägt von einer gut entwickelten und ausgebauten sozialen und kulturellen Infrastruktur. Dies betrifft sowohl die Ausstattung des Gebietes mit Einrichtungen der sog. „Regelversorgung“ (Kitas, Schulen u.a.) wie auch weiteren Institutionen, Diensten und Projekten. Zu den letzteren zählen insbesondere: • Stadtteiltreff Sahlkamp dezernatsübergreifende Einrichtung der Stadtteilkultur- und Gemeinwesenarbeit (Kulturprogramme, Kinderzirkus Sahlino, Theater Vernissage, Seniorenbüro, Bera- tungsstellen u.a. für Zuwanderer und Schuldner, Angebote der städtischen Musik- schule, ein Nachbarschafts-Café u.a.) • Stadtteilbauernhof Pädagogische Arbeit mit behinderten und nicht-behinderten Kindern unter Einbeziehung der dort lebenden Tiere • NaDu-Kinderhaus Pädagogische Arbeit und Angebote für und mit Kindern, vorrangig mit Migrationshintergrund • Jugendzentrum Sahlkamp • Familienzentrum Sahlkamp • NachbarschaftsDienstLaden und Nachbarschaftstreffpunkt Vermittlung von Nachbarschaftsdienstleistungen und viele andere Stadtteilund Bewohnerorientierte Aktivitäten • Internationale StadtteilGärten Hannover e.V. Interkulturelle Gärten, vorwiegend von im Sahlkamp lebender Migrantinnen und Migranten bewirtschaftet. 34 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze Respekt und Würde In den kommenden Jahren wird das Thema „Respekt und Würde“ im Stadtteil eine wichtige Rolle spielen. „Respekt und Würde“ ist als ein Projekt mit Prozesscharakter zu sehen, das u.a. der Durchsetzung respektvollen Umgangs miteinander in den Einrichtungen und im Stadtteil dienen soll. Als die wichtigsten Ziele für den Erfolg dieses Prozesses wurden während eines Stadtteilworkshops im März 2011 folgende Themen genannt: 1. Die Verbesserung der Wohn- und Wohnumfeldsituation im Stadtteil. Durch Sanierungsmaßnahmen, aber auch durch nicht-investive Maßnahmen, die die Übernahme von Verantwortung für Wohnungen, Häuser und Wohnumfeld fördern, sollen sich die Lebensverhältnisse im Stadtteil für alle Altersgruppen nachhaltig verbessern. 2. Die Verbesserung der Kommunikation und ein verbessertes gemeinsames Handeln zwischen Eltern, Kindern und Schulen, Kitas sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen im Kontext eines respekt- und würdevollen Miteinanders. Eltern im Stadtteil sollen besser erreicht werden. Elternhäuser, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen sollen zu Orten des vorbildlichen Umgangs miteinander entwickelt werden, damit die Kinder und Jugendlichen durch positive Erfahrungen in ihrer Entwicklung gefördert und gestärkt werden. 3. Schaffung und gemeinsame Gestaltung weiterer und neuer Kommunikations- und Begegnungsmöglichkeiten im Stadtteil. Hierbei geht es insbesondere um die Förderung von Begegnungsmöglichkeiten und Anlässen im öffentlichen Raum bzw. in den öffentlichen Freiflächen und die Übernahme von Verantwortung für diese Flächen beispielsweise durch Patenschaften. Diese Aktivitäten sollen ebenso zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls wie auch zu einer verbesserten Wertschätzung des Stadtteils führen. Menschenwürdiges Wohnen Die Verbesserung der Wohnbedingungen ist ein Hauptziel des Sanierungsprozesses. nicht zu tolerierende Zustände in den Wohnungen und eine Fülle von Beschwerden von MieterInnen über Wohnmängel kennzeichnen die Ausgangssituation. Diese Themen sowie die Verbesserung des nachbarschaftlichen Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 35 Erste Ziele und Handlungsansätze Miteinanders sind erklärte Ziele des städtischen Soziale-Stadt-Projekts „Wohnzufriedenheit“. Der Weg dorthin soll über nachbarschaftliche Aktionen und Mikroprojekte zur Förderung von Bewohnerbeteiligung und -verantwortung für das Miteinander und das Wohnumfeld führen. Bedarfe der MieterInnen, insbesondere von MigrantInnen, werden in einer zwischen den Projektpartnern abgestimmten Form ermittelt. Die das Wohnumfeld betreffenden Veränderungswünsche sollen – aufbauend auf einer Bewohneraktivierung – in gemeinsamen Aktivitäten und Projekten mit den BewohnerInnen entwickelt und umgesetzt werden. Partizipation und demokratische Teilhabe Durch bisherige Aktivitäten, Maßnahmen und Projekte der Einrichtungen, Vereine und Gruppen vor Ort werden bereits viele BewohnerInnen erreicht; weitere bisher passive Menschen im Stadtteilteil sollen aktiviert werden. Ihre Beteiligung am Geschehen vor Ort soll gefördert werden mit dem Ziel, sich sowohl persönlich weiterzuentwickeln als auch sich für ihre Belange einzusetzen und Stadtteilentwicklungsprozesse mitzugestalten. Elternbildung Die bestehenden Angebote des Familienzentrums Sahlkamp und des AWOFamilienzentrums Elmstraße erreichen unterschiedliche Zielgruppen. und – daraus resultierend – unterschieden nach Kindern, Eltern mit Kindern, Erwachsenen. Hauptzielgruppen für die unterschiedlichen Angebote kommen – neben den Angeboten, in denen gemischte Zusammensetzung vorherrscht – aus Ländern des Vorderen Orients und russischsprachigen Ländern. Ein Ergebnis aus der Einrichtungsbefragung im Sahlkamp im Oktober 2010 und des Stadtteilworkshops „Respekt und Würde“ im März 2011 ist, dass sowohl zusätzliche Eltern-Kind-Angebote, insbesondere für junge Mütter, als auch Elternprojekte, z.B. mehrsprachiges Elternkompetenztraining, gewünscht werden. Im Rahmen von diesen Angeboten zur Elternbildung sollen Erziehungskompetenzen gestärkt werden, persönliche (z. B. Sprache) und berufliche Qualifizierung erfolgen. 36 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze Kinderbetreuung: Krippe und KiGa In ihren Familien erwerben Kinder die meisten Kompetenzen, aber auch Betreuungsangebote in Kindertagesstätten bieten Kindern die Möglichkeit sozialer Kontakte und des sozialen Lernens. Zugleich werden Eltern in die Lage versetzt, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und dadurch das Familieneinkommen zu sichern. Somit sind Kindertagesstätten ein wichtiger Faktor präventiver Jugendhilfe und eine Strategie zur Armutsabwehr bei Familien. Rechnerisch weist der Stadtteil Sahlkamp anhand der Kita-Ist-Statistik eine Überversorgung an Betreuungsplätzen für 3- bis 6-Jährige auf. Tatsächlich wird ein Teil der Betreuungsplätze von Kindern aus anderen Stadtteilen belegt. Nimmt man die Erfahrungen der Kitas vor Ort als Maßstab, zeigt sich ein hoher Druck auf die Einrichtungen: Lange Wartelisten und unzufriedene Eltern zeugen stadtteilbezogen faktisch von einer Unterversorgung, die sich jedoch in Zahlen nicht genau nachweisen lässt. Eine aktuelle Auswertung der im Sanierungsgebiet bzw. im Stadtteil vorhandenen Kinderbetreuungsplätze ergibt folgendes Bild: Rund 16% der KiGa-Plätze für 3- bis 6-Jährige werden von Kindern aus anderen Stadtteilen belegt (71 von 447). Das senkt die rechnerische VollversorgungsBetreuungsquote für das Sanierungsgebiet auf 78% ab, für den gesamten Stadtteil Sahlkamp auf 87%. Rund 20% der Krippen-Plätze für bis zu 3-Jährige werden von Kindern aus anderen Stadtteilen belegt (20 von 101), wodurch die rechnerische Betreuungsquote für das Sanierungsgebiet auf 16% abgesenkt wird, für den gesamten Stadtteil Sahlkamp auf 19%. Es gilt der Grundsatz, dass Sanierungsgebiete in der gesamtstädtischen Betrachtung fachbereichsübergreifend Priorität haben. Wohnortnahe Betreuung im Sanierungsgebiet ist zur Erreichung prioritärer Zielgruppen (Familien in Armut, Kinder mit Migrationshintergrund) biografisch so früh wie möglich einzuleiten. Sahlkamp-Mitte hat eine der höchsten Armutsquoten stadtweit. Sofern Familien in prekären Lebenslagen ihre Kinder nicht wohnortnah betreuen lassen können, besteht die Gefahr, dass diese Kinder gar nicht betreut und folglich vor der Einschulung gar nicht erreicht werden. Es gibt einen inhaltlichen Bedarf, der bei auch vorsichtiger Betrachtung zurzeit durch den statistischen Bedarf bestätigt wird. Ziel ist die vorrangige Berücksichtigung Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 37 Erste Ziele und Handlungsansätze von Kindern aus Armutsfamilien. Priorität haben im Untersuchungsgebiet Sahlkamp-Mitte also folgende Maßnahmen: • Ein Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder auch unter 3 Jahren • die Stärkung und Verstetigung des Familienzentrums im NaDu-Kinder- haus und des Angebots für Lückekinder • der Ausbau der Sprachförderung für Migrantenkinder und Kinder mit Sprachschwierigkeiten in den Kindertagesstätten • Ernährungs- und Bewegungsprogramme in Kindertagesstätten • Qualifizierung und Stärkung von jungen Eltern durch Elterntraining • Ausbau der Elternbildung im NaDu-Kinderhaus und in den Kindertagesstätten Offene Kinder- und Jugendarbeit Die offene Kinder- und Jugendarbeit soll junge Menschen, insbesondere die mit geringen ökonomischen, kulturellen und sozialen Ressourcen, in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beizutragen, positive Lebensbedingungen für sie zu schaffen oder diese zu erhalten. Daraus ergeben sich für Sahlkamp-Mitte folgende Handlungsansätze: • Verbesserung der Netzwerkqualität der vor Ort tätigen Einrichtungen • Stärkung und Verstetigung der Arbeit des Stadtteilbauernhofs • Vernetztes Agieren zur Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen • Erweiterung des Angebots für Jugendliche (neue räumliche Verortung), insbesondere Ausbau spezifischer Angebote für Mädchen ab 14 Jahren Skaterfläche mit geringer Aufenthaltsqualität 38 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze Sport Sport dient nicht allein der Gesundheitsförderung, Sport besitzt auch ein hohes Integrationspotenzial. Er übernimmt – besonders in benachteiligten Gebieten – zunehmend soziale Aufgaben. Ihm wird eine erzieherische Funktion beigemessen, die auf der Vermittlung der Grundsätze der Fairness, der Chancengleichheit und der Belohnung von Leistung beruht. Im Gebiet kommt deshalb nicht kommerziellen Freizeit- und Sportangeboten eine besondere Bedeutung zu. Ein Ausbau sportlicher Aktivitäten ist für die lokale Kultur wichtig und nötig, zumal die Kapazität der an die Grundschule angegliederten einzigen Sporthalle im Sanierungsgebiet bereits ausgelastet ist. Wichtig sind auch spezifische sport- und freizeitbezogene Angebote für Frauen, insbesondere Migrantinnen und SeniorInnen sowie Jugendliche. Angebote und Maßnahmen für Seniorinnen und Senioren In Sahlkamp-Mitte sollen Menschen auch in der dritten Lebensphase selbstständig und eigenverantwortlich leben können. Die Weiterentwicklung einer bedarfsgerechten Versorgung älterer Personen in ihrem häuslichen Umfeld muss deshalb ebenso vorangebracht werden wie der Ausbau von seniorengeeigneten Wohnungsangeboten. Barrierefreiheit in Wohnungen und im Wohnumfeld ist dabei zu gewährleisten. Eine Stärkung der Selbsthilfestrukturen und Förderung informeller Netzwerke, aber auch die Erweiterung der Angebotspalette in der offenen Seniorenarbeit und der Ausbau des ehrenamtlichen Engagements sind als Ziel anzustreben. Gemeinwesenarbeit Grundlage für eine stadtteilbezogene GWA-Handlungsstrategie ist die Förderung der Eigeninitiative, die Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Beteiligung an der Ausgestaltung ihres Stadtteils. Der Aufbau, die Begleitung und Umsetzung strukturverbessernder Projekte im Stadtteil geschieht in Zusammenarbeit mit sozialen, kulturellen, administrativen und politischen Institutionen. Folgende Handlungsfelder haben Priorität: Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 39 Erste Ziele und Handlungsansätze • Qualifizierung und Beschäftigung von jungen Erwachsenen und von Langzeitarbeitslosen aus Sahlkamp-Mitte (Stadtteilgenossenschaft, Bildung-Arbeit-Qualifizierung im Sahlkamp (BAQS) In Abstimmung mit den Akteuren aus der AG Kinder- und Jugendarbeit soll das Ziel, eine mobile, aufsuchende sozialpädagogische Begleitung im Sozialraum  unter Einbeziehung der Eltern überprüft werden. Initiativen aus dem Workshop Respekt und Würde „Kinder- und Jugendliche lieben ihren Stadtteil“ und „Eltern besser erreichen“ arbeiten an einer Bedarfsfestellung aus der Sicht der Kinder- bzw. Jugendlichen und suchen nach vorhandenen gut funktionierenden und noch zu erarbeitenden Zugangswegen für bisher schwer erreichbare Eltern. • BewohnerInnen und MieterInnen sollen sich an der Ausgestaltung ihres Wohnumfeldes aktiv beteiligen. Die AG Wohnzufriedenheit als Begleitgruppe wurde gegründet und unterstützt das neu entstandene Projekt, welches niedrigschwellig die MieterInnen im von Prelios verwalteten Wohnungsbestand erreicht. Die „AG Zusammenleben“- hervorgegangen aus der 2. Informationsveranstaltung für Bewohnerinnen und Bewohner soll dazu beitragen, dass ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam mit der noch zu entwickelnden Haltung des sich gegenseitigen Respekts gelebt wird. • Bestehende Einrichtungen im Soziale Stadtgebiet mit ihren Angeboten wie der Stadtteiltreff Sahlkamp, die Einrichtungen des Trägers SPATS e.V. und die Internationalen StadtteilGärten e.V. sollen stabilisiert und besser verzahnt werden, um das jetzt schon bestehende Netzwerk mittel- und langfristig zu sichern. • Junge Arbeitslose bis 25 Jahre in Sahlkamp-Mitte sollen über das Bundesprogramm BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier eine Chance erhalten, einer beruflichen Beschäftigung nachzugehen.  • Arbeitslose Frauen/Mütter mit und ohne Migrationshintergrund haben mit niedrigschwelligen Kleingruppenangeboten (Mikroprojekte) die Möglichkeit, sich unter fachkundiger Begleitung auszutauschen, ihre vorhandenen Fähigkeiten kennenzulernen und über bestehenden Bildungs- und Kulturangebote, die Chance für die persönliche Weiterentwicklung und eigene berufliche Ausbildung zu nutzen. Damit können die teilnehmenden Frauen Multiplikatorinnen für andere Frauen im Stadtteil sein.   40 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze 6.4. Bildung und Qualifizierung Die mit dem Handlungsfeld Bildung und Qualifizierung verbundenen Ziele stellen sich auf unterschiedlichen Ebenen dar. Dazu zählen der Ausbau bzw. die bessere Ausnutzung des Infrastrukturangebots im Interesse des sozialen Ausgleichs, die Verbesserung der sozialen Infrastruktur für Familien mit Kindern, die Stärkung der Schulen als Orte der Bildung und Integration, Förderung von Aus- und Fortbildung sowie die Unterstützung neuer Formen der Trägerschaft bzw. der Netzwerkbildung. Ein vordringlicher Aspekt ist der Ausbau des Primarbereiches und der Betreuung im Kindergarten. Hier gibt es im Sanierungsgebiet einen Nachholbedarf bei der Ausstattung mit Kiga- und Krippenplätzen. Dieser Herausforderung stellen sich die am Sanierungsprozess Beteiligten. Geplant ist die Schaffung von weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen im unmittelbaren Wohnumfeld, die von unterschiedlichen Trägern im Stadtteil mit finanzieller Ausstattung durch die LHH (Betriebskosten), die Region Hannover, das Land Niedersachsen und ggf. weiterer Finanzierungsmittelgeber (Stiftungen) ab 2013 realisiert werden sollen. Grundschule Hägewiesen Schulen sind Schlüsselinstitutionen vor Ort. Ihre primäre Aufgabe liegt nicht mehr nur in der reinen Wissensvermittlung von kognitiven Kompetenzen, vielmehr erwerben Schüler die notwendigen Kernkompetenzen, die sie befähigen sollen erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können und es Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 41 Erste Ziele und Handlungsansätze mit zu gestalten. Schulen öffnen sich deshalb zum Stadtteil hin, um diese Aufgaben gemeinsam quasi im Rahmen einer Bildungslandschaft besser lösen zu können. Ein wichtiger Schritt ist die Umwandlung der Grundschule Hägewiesen von einer verlässlichen Grundschule in eine offene Ganztagsschule seit dem Schuljahr 2011/2012. Sie folgt konsequent den eingeschlagenen Weg über das Programm „Schule im Stadtteil“ weiter noch intensiver pädagogisch wirksam zu sein und durch das offene Ganztagsangebot auf die spezifischen sozialen Probleme im Sanierungsgebiet eine adäquate Antwort vorzuhalten. Darüber hinaus wird ab dem Schuljahr 2012/2013 eine durch das Bildungs- und Teilhabepaket finanzierte Schulsozialarbeit, zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren, installiert. Schulsozialarbeit unterstützt benachteiligte Schülerinnen und Schüler auf ihrem Bildungsweg von Anfang an, ergänzt den Schulalltag durch projektbezogene Angebote sowie Freizeitaktivitäten und kann zur Absicherung ganztägiger Betreuung beitragen. Darüber hinaus organisiert Schulsozialarbeit die Vernetzung der Schule mit anderen außerschulischen Angeboten der Jugendhilfe, von Vereinen und Gruppen im Gemeinwesen, und trägt so zu einer Verbesserung der Lebensqualität für Kinder in ihrem Wohngebiet bei. Die GS Hägewiesen bietet z. B. einmal wöchentlich Sprachförderung für Erwachsene im Rahmen des VHSKurses „Papa lernt Deutsch – Mama auch“ an, eine Elterninitiative bereitet „Internationale Gerichte“ einmal im Monat für die Schülerinnen und Schüler vor, ein Elterncafé lädt regelmäßig einmal in der Woche zum Plausch und Informationsaustausch über den Schulrahmen hinaus ein und öffnet ihre Fachräume für Akteure des Stadtteils. Der Bildung und Qualifizierung junger Erwachsener und Arbeitsloser ist große Aufmerksamkeit zu widmen, da die Arbeitslosenzahl der im Sanierungsgebiet lebenden unter 25-Jährigen um 50% höher liegt als im städtischen Vergleich. Hier setzt das von November 2011 bis Oktober 2014 finanzierte Projekt „Bildungsladen Sahlkamp“ im Rahmen des BIWAQ-Programms an. Die Zugangschancen auf den ersten Arbeitsmarkt sind durch vielfältige Qualifizierungsmaßnahmen zu erhöhen, angefangen von Sprach- und Integrationskursen über gezielte Berufswegeplanungen und –beratungen bis hin zu praktischen beruflichen Maßnahmen. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Stärkung der soziokulturellen Infrastruktur und die Initiierung sowie Fortführung von Projekten mit hohem Integrationswert. Hierzu gehören insbesondere die Projekte „Lerntherapie“ 42 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze und „Jugendbildung Ju:An“ sowie „Ganzheitliches Training für Frauen“, aber auch der Kinderzirkus Sahlino oder die jährlichen Feste im Stadtteil unter großer Beteiligung der Bevölkerung. Die vielfältigen Projekte und Veranstaltungen der Stadtteilkulturarbeit zur Förderung der kulturellen Bildung in Zusammenarbeit mit den BewohnerInnen erhalten in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung. 6.5. Verkehr Im Wesentlichen soll die Barrierefreiheit im Gebiet durch Querungshilfen und Bordsteinabsenkungen verbessert werden. Eine umfassende Umgestaltung in der Elmstraße im Bereich Sahlkampmarkt soll den räumlichen Zusammenhang mit dem Einzelhandelszentrum herstellen. Da die Verkehrsbelastung im Sanierungsgebiet vergleichsweise gering ist, erscheint eine Überprüfung der Dimensionen der Verkehrsräume im Hinblick auf einen Rückbau sinnvoll. Die bereits bestehenden Tempo-30-Zonen sollen erhalten bleiben und nur punktuell durch einfache bauliche Umgestaltungsmaßnahmen ergänzt werden. Straßenzug Hägewiesen Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 43 Erste Ziele und Handlungsansätze 6.6. Freiraum, Grünflächen und Wohnumfeld Die vorhandenen Grün- und Freiflächen im Gebiet sind quantitativ ausreichend, sollten aber qualitativ aufgewertet und an die Bedürfnisse der BewohnerInnen angepasst werden. Hierfür wird ab Herbst 2012 ein Freiflächenkonzept erstellt werden. Bei der Neugestaltung der Grün- und Freiflächen ist generell die Berücksichtigung der Barrierefreiheit und der besonderen Bedarfe der BewohnerInnen oberstes Gebot. Private Gemeinschaftsgrünflächen Verbesserungen im Wohnumfeld bringen relativ schnelle und sichtbare Erfolge und bieten Aneignungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die BewohnerInnen des Quartiers. So kann beispielsweise bei der Gestaltung der privaten Gemeinschaftsflächen auf den Parkdecks der Blockinnenhöfe und Freiflächen entlang der General-Wever-Straße an den positiven Ansätzen und Aktivitäten der Interkulturellen Stadtteilgärten angeknüpft werden. Die bereits bestehenden Gärten bieten nicht nur die Möglichkeit der interkulturellen Begegnung und zur Selbstversorgung, sondern haben auch zur Abnahme von Vandalismus geführt. Stadtteilgärten am Steigerwaldweg 44 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze Zweckgebundene Freiflächen Bedarfe für die Erneuerung oder Umgestaltung zweckgebundener Freiflächen bestehen sowohl bei der Außenanlage der Grundschule Hägewiesen wie bei nahezu allen Außenanlagen der Kindertagesstätten. Das Umfeld des NaDu-Kinderhauses ist durch die es umrahmende Wohnblockbebauung des Spessartwegs geprägt und benötigt eine besondere gestalterische Konzeption. Der zentrale Eingang für die Einkaufspassage am Fuß des Hochhauses im Bereich Elmstraße mit dem dort ansässigen Wochenmarkt und den beiden größeren Discountern bedarf einer barrierefreien Öffnung zum Marktplatz. Mit der Sanierung und Entfernung von Betonbarrieren soll im südlichen Bereich ein attraktiver Markteingang und gleichzeitig ein kleiner Stadtplatz mit Anbindung an den Stadtteilpark entstehen. Betonbarrieren am südlichen Bereich des Einkaufszentrums Öffentliche Grünflächen und Spielplätze Die öffentlichen Grün- und Freiflächen müssen gestalterisch und im Hinblick auf ihre Aneignungsmöglichkeiten verbessert werden. Die zahlreichen Tiefgaragendächer sollten dabei in das Freiflächenkonzept integriert werden. Die Spiel- und Bolzplätze sollen erneuert, die Spielflächen um Angebote für Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 45 Erste Ziele und Handlungsansätze ältere Kinder erweitert werden. Als erstes Projekt ist hier mit der Umgestaltung des Spielplatzes Odenwaldstraße eine richtungsweisende Verbesserung erreicht worden. „Geisterbahn“Kletterlandschaft auf dem sanierten Spielplatz Odenwaldstraße Bei der Optimierung des Fuß- und Radwegesystems unter Einbeziehung der Gemeinschaftsgrünflächen kann allem voran das Sicherheitsempfinden durch eine neue Beleuchtung der grünen Wegeverbindungen und der Straßen erhöht werden. Die EinwohnerInnen haben sich bereits aktiv an der Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls durch die vom Quartiersmanagement betreute AG Sicherheit beteiligt. 6.7. Öffentlichkeit, Beteiligung, Bürgerschaftliches Engagement Es sind vielfältige Ansätze zur Verbesserung des Images von Sahlkamp-Mitte sowie der Beteiligungs- und Vernetzungsstrukturen in Betracht zu ziehen. Ein Schwerpunkt ist hierbei natürlich die bauliche Erneuerung und Aufwertung des Gebietes. Maßnahmen im baulichen Bereich und im Wohnumfeld tragen wirksam zu einer Attraktivitätssteigerung des Gebiets bei und führen zu einer stärkeren Identifikation der BewohnerInnen mit ihrem Wohnumfeld. Aber auch die Bereiche Lokale Ökonomie, Soziales, Qualifizierung und Kultur 46 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze müssen mit flankierenden nicht-investiven Maßnahmen unterstützt werden. Die BewohnerInnen sind an der Konkretisierung der Sanierungsziele, der Planung von Maßnahmen, sowie an Projekten und Aktionen intensiv zu beteiligen, da hierdurch unmittelbar Identifikationsmöglichkeiten geschaffen werden, die zu einer positiven Binnenwahrnehmung und damit letztlich zur Imageverbesserung beitragen. Die Beteiligung muss die Nachbarschaften des Sanierungsgebiets, aber auch der angrenzenden Einfamilienhaussiedlungen gleichermaßen einbeziehen, um dem bestehenden Bruch innerhalb der Stadtteilidentität entgegenzuwirken. Die bisherigen allgemeinen Beteiligungen, aber auch die projektbezogenen Beteiligungen, z.B. mit den AnwohnerInnen des Spielplatzes Odenwaldstraße haben diese duale Struktur deutlich erkennen lassen. Informationsveranstaltung soziale Stadt im April 2010 Nachbarschaftliches Engagement ist auf mehreren Ebenen zu stärken und zu fördern: zwischen Wohnungsnachbarn und zwischen benachbarten Hausgemeinschaften, zwischen BewohnerInnenn und Gewerbetreibenden und zwischen Gewerbetreibenden untereinander. Die bisherigen Aktivitäten zur Imagebildung müssen weitergeführt und durch weitere Maßnahmen der Stadtteilkultur- und Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere für BewohnerInnen mit Migrationshintergrund, ergänzt werden, wobei die vorhandenen Potenziale der interkulturellen Aktivitäten und transkulturellen Projekte thematisch aufgegriffen und in den Vordergrund gestellt werden sollten. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 47 Erste Ziele und Handlungsansätze Und schließlich kann auch eine systematische Berichterstattung über den Stadtteil in den lokalen Medien aber auch in der Sanierungszeitung sowie bei Stadtteilfesten oder auf Internetseiten dazu beitragen, die BewohnerInnen sowie lokale Akteure zu motivieren, sich an der Entwicklung des Stadtteils zu beteiligen. Mit den vorhandenen Netzwerken und neu eingerichteten Beteiligungsstrukturen wie der Sanierungskommission sind die Ziele und Kernprojekte der Sanierung zu definieren, Umsetzungsschritte zeitlich und organisatorisch zu planen und der Erfolg der durchgeführten Maßnahmen zu prüfen. Der Einsatz des Quartiersmanagements ist hierbei unverzichtbares Element einer integrierten Stadtteilentwicklung. Das Quartiersmanagement übernimmt die Aktivierung und Beteiligung der BewohnerInnen und die Öffentlichkeitsarbeit, koordiniert die Akteure im Stadtteil und erfüllt eine Scharnierfunktion zwischen BewohnerInnenn und Akteuren auf Stadtteilebene und den beteiligten Verwaltungsstellen. Zu den Aufgaben des Quartiersmanagements gehören auch die Beteiligung an der strategischen Planung und Projektentwicklung sowie ein Teil der organisatorischen und finanziellen Abwicklung der Förderung aus dem jeweiligen Programm sowie weiteren für das Stadtteilprogramm herangezogenen Finanzierungsquellen. Wenn es nicht allein um die Aktivierung eines breiteren Engagements, sondern darüber hinaus auch um die Förderung der Identifikation mit dem Stadtteil geht, sind mehr als nur formale Beteiligungsprozesse erforderlich. Engagierte BürgerInnen sollen nicht nur über Anregungen, Ideen und Forderungen diskutieren dürfen, sondern Entscheidungen treffen können, die dann tatsächlich realisiert werden. Dies zu ermöglichen ist der vordringlichste Handlungsansatz des Quartiersmanagements. 48 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Erste Ziele und Handlungsansätze 7. Finanzierung 7.1. Städtebauförderung Die Städtebauförderungsmittel setzen sich zu einem Drittel aus Mitteln des Landes Niedersachsens, zu einem Drittel aus Mitteln des Bundes (ebenfalls vom Land verwaltet und ausgezahlt) und einem Drittel als Eigenanteil der Kommune zusammen. Der Gesamtbedarf an Städtebauförderungsmitteln wurde in der Vorbereitenden Untersuchung mit 10,4 Mio. € geschätzt. Das Land Niedersachsen bewilligt jährlich Städtebauförderungsmittel ohne rechtliche Anerkennung des Gesamtbedarfes. Für die Programmjahre 2009, 2010 und 2011 hat das Land insgesamt einen Kostenrahmen von 688.000 € Städtebauförderungsmittel bewilligt (einschließlich des kommunalen Drittelanteils). Diese Mittel werden für investive bzw. vorbereitende Einzelmaßnahmen eingesetzt. Städtebauförderungsmittel sind nach den Förderrichtlinien zweckgebunden zur Vorbereitung und Durchführung allein investiver, d. h. baulicher Maßnahmen, einzusetzen. Für geplante baulichen Maßnahmen können sowohl Einzeleigentümer als auch Wohnungseigentümergemeinschaften oder große Gesellschaften eine Förderung beantragen. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 49 Erste Ziele und Handlungsansätze 7.2. Mittel des Jugend- und Sozialdezernates Ergänzend zu den überwiegend investiven Mitteln des Bund-Länderprogramms werden für sozialintegrative Projekte seit dem Jahr 2010 für das Programmgebiet Sahlkamp-Mitte im Verwaltungshaushalt des Jugend- und Sozialdezernates Mittel zur Verfügung gestellt. Die Höhe der Mittel ist jeweils für ein Jahr festgelegt. Die Vergabekriterien des Jugend– und Sozialdezernates sehen vor, dass Projekte und Maßnahmen gefördert werden sollen, die der Verbesserung des Zusammenlebens im Stadtteil dienlich sind sowie die Selbsthilfe, Selbstorganisation und die demokratische Teilhabe ermöglichen. Sie sollen dabei in den Stadtteil hinein wirken und können nur als Anschubfinanzierung gewährt werden. Anträge werden über das Quartiersmanagement gestellt. Eine Entscheidung über eine Projektbewilligung wird durch den Jugend- und Sozialdezernenten herbeigeführt. Für das Jahr 2012 stehen im Haushalt des Jugend- und Sozialdezernates 80.000 € für Projekte in Sahlkamp-Mitte zur Verfügung. 50 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Finanzierung 7.3. Quartiersfonds Seit dem Jahr 2010 steht dem Stadtteil zusätzlich ein Quartiersfonds in Höhe von 25.000 € jährlich zur Verfügung, der im Sachgebiet Stadterneuerung eingerichtet wurde. Anträge werden formlos über das Quartiersmanagement gestellt und durch die Sanierungskommission bewilligt. Mit diesem Fonds sollen kleine, investive und nichtinvestive Maßnahmen schnell und unbürokratisch finanziert werden, die dazu beitragen, soziale, kulturelle und beschäftigungspolitische Ziele zu erreichen, sowie die Mitwirkungsbereitschaft der BewohnerInnen zu fördern. Die Bandbreite der geförderten Maßnahmen reicht von möglichen Zuschüssen für Stadtteilfeste bis zur Unterstützung von Projektträgern oder auch Einzelpersonen, die sozialintegrative Maßnahmen im Stadtteil durchführen. 7.4. Weitere Mittel Die Städtebauförderungsmittel sind auch als Investitionszuschuss bei der Modernisierung von Wohnungen einsetzbar, wodurch zusätzliche private Mittel der Wohnungseigentümer in das Sanierungsverfahren einfließen können. Neben diesen baulich-investiven Maßnahmen für Gebäude, Wohnumfeld und Infrastruktur werden ergänzende Mittel aus EU– oder Landes– und Bundesprogrammen (z.B. Wohnungsbauförderung) eingeworben und über gesonderte Programme (Eigenanteil Landeshauptstadt Hannover, Kofinanzierung über EU-Mittel/ESF, LOS, Bundesmittel über BIWAQ und andere Programme) nicht-investiven Maßnahmen finanziert. So hat sich die von drei Trägern gegründete „Entwicklungspartnerschaft Sahlkamp-Mitte“ im Jahr 2011 erfolgreich für eine Förderung durch das BiWAQ-Programm beworben und verfügt bis Oktober 2014 für Projekte mit arbeitslosen Jugendlichen und mit Gewerbetreibenden über Fördermittel in Höhe von rund 540.000 €. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 51 Finanzierung 8. Maßnahmen und Projekte 8.1. Vorbemerkung Die Zuordnung der einzelnen Projekte in die sieben Handlungsfelder folgt der Systematik des Integrierten Handlungskonzeptes, obwohl dies dem integrativen und interdisziplinärenAnsatz vieler Projekte nicht gerecht werden kann. Auf eine Mehrfachnennung wird aber zugunsten der Überschaubarkeit verzichtet. 8.2. Verzeichnis der Projekte 8.2.1. Wohnen 1.001 Sanierungskonzept Prelios 1.002 Projekt Wohnzufriedenheit 8.2.2. Lokale Ökonomie 2.001 Gewerberunde 2.002 Standortmarketing / Internetportal 2.003 Reaktivierung Sahlkamptaler 8.2.3. Soziale und kulturelle Angebote und Infrastruktur 3.001 Nachbarschaftstreffpunkt 3.002 Mädchenzeit - NaDu-Kinderhaus 3.003 offene Kinder und Jugendarbeit - Stadtteilbauernhof 3.004 Lernwerkstätten - Stadtteilbauernhof 3.005 Theater Vernissage 3.006 Rabentratsch 3.007 Familien-Mitmachtag 2011 3.008 Stadtteilfest 3.009 Märchenfest 2011 3.010 Reaktivierung der mongolischen Jurte 8.2.4. Bildung und Qualifizierung 4.001 Bildungsladen 52 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Finanzierung 4.002 Handbuch Praktikum 4.003 Ausbildungsplatzbörse 4.004 JobEntdeckerTag 4.005 Ganzheitliches Training für Frauen 4.006 Projekt Lerntherapie- Familienzentrum Sahlkamp 4.007 Mobilisierung und Stärkung der Selbstorganisation des Vereins „Internationale Stadtteilgärten“ e.V. 4.008 Freunde in der Nachbarschaft (ISG) 4.009 Kreative Expertinnen 4.010 Jugendcamp 2011 8.2.5. Verkehr 8.2.6. Wohnumfeld, Grün- und Freiflächen 6.001 Spielplatz Odenwaldstraße 6.002 Freiflächenkonzept 6.003 Garten Steigerwaldweg und Spessartweg (ISG) 8.2.7 Image, Öffentlichkeit, Beteiligung und Bürgerschaftliches Engagement 7.001 „Mitten im Sahlkamp“ 7.002 Stadtteilstiftung 7.003 Lichtinstallation Glockenturm 7.004 Respekt & Würde 7.005 Ju:An 7.006 Sahlkamp-Charta 7.007 RESPEKT: respektieren – tolerieren - akzeptieren 7.008 Zirkus-Total 7.009 I love Sahlkamp Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 53 Maßnahmen und Projekte 8.2.1. Wohnen 54 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  4 Maßnahmen und Projekte Sanierungskonzept Prelios 1.001 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Prelios wurde eine städtebauliche Studie zum Zustand der Baubcon-Bestände im Sahlkamp in Auftrag gegeben. Prelios war zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe Eigentümer dieser Immobilien (2011 erfolgte ein Verkauf an die Barkley Bank, 2012 veräußerte diese wiederum an die Deutsche Wohnen, Prelios wird bis mind. Mitte 2013 Verwalter bleiben). Projektziel: Ziel ist die Erarbeitung einer sinnvollen Sanierungsstrategie der überwiegend in einem mittleren bis schlechtem Zustand befindlichen Gebäude sowie des Wohnumfeldes. Diese äußerst komplexe Fragestellung wird von den Planungsbüros pk-nord und GMW bearbeitet. Berücksichtigung finden dabei nicht nur wirtschaftliche und architektonisch-technische Aspekte sondern auch soziokulturelle und demografische Dimensionen sowie gesamtstädtisch gedachte Belegungsstrategien. Ein Teil der Studie befasst sich speziell mit dem ortsansässigen Gewerbe, dessen Entwicklung eine zentrale Bedeutung für die Zukunft des Stadtteils beigemessen wird. Zielgruppe: Alle BewohnerInnen des Sanierungsgebietes Laufzeit August 2011 bis September 2012 (Beginn/Ende) Träger: Landeshauptstadt Hannover Kooperationspartner: Landeshauptstadt Hannover, Prelios GmbH Deutschland Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung 40.000 € Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) 90.000 € Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 130.000 € Aktuell liegen verschieden Szenarien vor, die sowohl ein Starterprojekt beinhalten, das schon im nächsten Jahr umgesetzt werden soll, als auch eine langfristige Strategie für weitere Maßnahmen innerhalb des Sanierungszeitraumes (geschätzt 10 Jahre) und darüber hinaus 4 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 55 Maßnahmen und Projekte  Wohnzufriedenheit Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 1.002 Schwierigen Wohnverhältnissen und Problemen im Quartier wird durch Beratung, Unterstützung und Gestaltungsmöglichkeiten für BewohnerInnen in Kombination von Einzelfallhilfe und Mikroprojekten begegnet. Das Projekt dient BewohnerInnen im Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte als Anlaufstelle bei Nachbarschaftskonflikten und Mietvertragsproblemen zwischen VermieterInnen und MieterInnen. Außerdem bietet es BewohnerInnenn die Möglichkeit, sich mit ihren Ideen im Vorfeld des Sanierungsprozess an dem Planungsprozess zu beteiligen. Bei den Problemlösungen werden alle Beteiligten, insbesondere MieterInnen und VermieterInnen in die Verantwortung genommen. Die Mikroprojekte werden ausschließlich aus den Bedarfen und Vorstellungen der BewohnerInnen eruiert entwickelt. Das Aufgreifen ihrer Anliegen steigert ihre Beteiligungsmotivation und bietet ihnen die Möglichkeit, ihr Quartier nach eigenen Ideen und Vorstellungen mit zu gestallten. So können sie ihrem Stadtteil einen individuellen Charme verleihen, in dem sie sich wohlfühlen und mit dem sie sich identifizieren können. In diesem Sinne entwickelt sich ein Frühlingsfest „Sahlkamp blüht“ allmählich zu einer Stadtteiltradition, bei dem sich BewohnerInnen wiederkehrend an der Verschönerung ihres Quartiers zur Steigerung von Lebensqualität beteiligen. Denn durch Begegnung, Teilhabe, Erleben, Auseinandersetzung und Sensibilisierung können Prozesse von Bewusstseinsänderungen in Gang gesetzt und gefördert werden, damit sich eine Mentalität der Mitverantwortung entwickelt und verfestigt, die sich nahhaltig auf die eigene Einstellung, nachbarschaftliche Beziehungen, Identifikation mit dem Stadtteil und den sozialen Frieden auswirken. Projektziel: - Vermittlung bei Nachbarschaftsproblemen und Problemen zwischen Vermieter und MieterInnen - Förderung des Zusammenlebens und der Nachbarschaftsstrukturen zur Steigerung der Wohn- und damit einhergehenden Lebensqualität - Erhalt der Wohnung und Minderung der Fluktuation - Aktivierung und Beteiligung der BewohnerInnen an den Mikroprojekten - Förderung von Kompetenzen und Möglichkeiten der BewohnerInnen zur Übernahme von Verantwortung zur Vitalisierung ihres Quartiers und Identifikation mit dem Stadtteil - Verbesserung der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Infrastruktur - Ermöglichung und Verbesserung von Teilhabe Zielgruppe: EinwohnerInnen des Sanierungsgebietes, insbesondere MieterInnen der von Prelios verwalteten Wohnungen Laufzeit Seit Dezember 2010 Träger: Landeshauptstadt Hannover, Bereich Stadterneuerung und Wohnen, Sozialdezernat Umsetzung: Solidarisch-Präventiv-Attraktiv-Tatkräftig-Sozial e.V. (SPATS e.V.) Kooperationspartner: Institutionen und Beratungsstellen im Quartier (Beginn/Ende) 56 Insgesamt wird mit dem Projekt als ganzheitlichen Quartiersansatz die „Soziale Normalisierung“ des Quartiers mit mehreren Zielen verfolgt: 5 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte 6 Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Zusätzliche Mittel d. LHH 1.800 € 21.500 € 21.500 € 1.800 € 21.500 € 21.500 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) Die Einzelberatung wird stark genutzt und fortgesetzt. - Eine Kooperation in Form einer Klärungsstelle ist mit dem größten Wohnungsvermieter im Quartier erzielt; Die Optimierung der Wohnverhältnisse erfolgt prozesshaft - Vernetzung und Kooperation mit Institutionen und Angeboten im Stadtteil zu Einzelprojekten ist erfolgt und wird konstruktiv fortgesetzt - Verschiedene Informationsveranstaltungen, wie z.B. zum Thema Schimmel, Energiespar-Check wurden umgesetzt und werden fortgeführt - Bedarfseruierung und BewohnerInnenbeteiligung erfolgt fortlaufend, Umsetzung der Ideen erfolgt gemeinsam mit den BewohnerInnen in Aktivitäten und Mikroprojekten. „Sahlkamp blüht“ wurde drei Mal erfolgreich durchgeführt und wird fortgesetzt 6 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 57 Maßnahmen und Projekte 8.2.2. Lokale Ökonomie 58 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  10 Maßnahmen und Projekte Reaktivierung Sahlkamptaler Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Projektziel: 2.003 Bereits seit Jahren gibt es den Sahlkamp-Taler, der von der Sahlkamp-Apotheke herausgegeben dazu dienen soll, Anreize für Einkäufe im Sahlkamp zu schaffen (Sahlkamp-Taler = Bonus). Eine Verbreiterung dieser Initiative fand bis auf den Optiker Busse kaum statt. Es ist zu prüfen und im positiven Falle umzusetzen, ob der Sahlkamp-Taler weiträumiger umgesetzt und zu einem Markenzeichen der Lokalen Wirtschaft ausgebaut werden kann, um so zu einem positiven Image beizutragen. Als Kooperationspartner bieten sich Initiativen aus dem Sahlkamp oder die Stadtteilstiftung an. Zielgruppe: Lokale Ökonomie am Standort Sahlkamp-Mitte und direkt angrenzende Bereiche sowie Einwohner/innen des Stadtgebietes Sahlkamp Laufzeit Beginn 01.11.2011 (mit Zuwendungsbescheid) bis Ende 31.10.2014 Träger: BIWAQ-Entwicklungspartnerschaft Sahlkamp-Mitte (Beginn/Ende) Teilprojekt 1: StadtUmBau Jarnot Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung BIWAQ-TP 2: STATTwerke – Manfred Gutzmer; Unternehmen und Geschäfte über Gewerberunde im Sahlkamp / LHH Stadterneuerung und Wirtschaftsförderung / Quartiersmanagement / Eigentümer im Gebiet, u.a. Prelios 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Fördervolumen für alle Teilprojekte aus dem BiWAQ-Programm: 587.000€ Finanzierung: 50% Europäischer Sozialfonds (ESF) 38 % Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 12 % LHH Stand des Verfahrens (01.07.12) Der Sahlkamp Taler ist bisher auf zwei Geschäfte (Apotheke am Sahlkamp und Optiker) begrenzt und soll auf weitere Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungsbetriebe ausgedehnt werden. Die Gewerberunde Sahlkamp hat sich bei dem letzten Treffen am 3.5.2012 für die intensive Bewerbung und Erweiterung des Einzugsgebietes des Sahlkamp Talers ausgesprochen. Eine Werbekampagne soll im Herbst 2012 gestartet werden. 10 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 59  Maßnahmen und Projekte 8 Gewerbeberatung / Gewerberunden Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Projektziel: 2.001 Gewerbeberatung und -entwicklung durch individuelle Betreuung und Beratung der Gewerbetreibenden und gemeinschaftliche Organisation und Durchführung von Gewerberunden, mit den Teilaufgaben: • Gewerberunden / Gewerbestammtische • Umsetzung Standortmarketing, Imagepflege • Beratung Gewerbetreibende, Existenzgründer/innen • Entwicklung „Corporate-Standortdesign“ mit Gewerbe, Hauseigentümer, Stadtplanung • Vernetzung: Stadtverwaltung, Hausverwaltung, Kammern, Bürger/innen • Stabilisierung der Lokalen Ökonomie • Stärkung der wirtschaftlichen Potenziale Entwicklung und Aufbau einer Standortgemeinschaft • Zielgruppe: Lokale Ökonomie am Standort Sahlkamp-Mitte und direkt angrenzende Bereiche Laufzeit Beginn 01.11.2011 (mit Zuwendungsbescheid) bis Ende 31.10.2014 Träger: BIWAQ-Entwicklungspartnerschaft Sahlkamp-Mitte (Beginn/Ende) Teilprojekt 1: StadtUmBau Jarnot Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung BIWAQ-TP 2: STATTwerke – Manfred Gutzmer; LHH Stadterneuerung und Wirtschaftsförderung / Quartiersmanagement / Handwerkskammer, IHK, Eigentümer im Gebiet, u.a. Prelios 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Fördervolumen für alle Teilprojekte aus dem BiWAQ-Programm: 587.000€ Finanzierung: 50% Europäischer Sozialfonds (ESF) 38 % Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 12 % LHH Stand des Verfahrens (01.07.12) 60 Nach erfolgter Bestandsaufnahme des Lokalen Gewerbes und Gespräche mit Gewerbetreibenden, Stadtteilgruppen, Aktionsbündnissen und Eigentümern ist die vorhandene Gewerberunde in Sahlkamp – Mitte weiter aktiviert worden. Seit November 2011 hat sich die Gewerberunde regelmäßig getroffen und bei Aktionen im Stadtteil (Weihnachtsmarkt, Stadtteilfest, Pflanzaktion vor der Ladenzeile/Hochhaus „Sahlkamp – Mitte blüht auf“) mitgewirkt. Eine Einrichtung einer gemeinsamen Internetpräsents der Gewerbetreibenden im Sahlkamp und der Intensivierung des Sahlkamp Talers befindet sich derzeit in Diskussion. Ein Workshop zu dem Thema „Gewerbe im Sahlkamp“ ist für Anfang Juli 2012 geplant. 8 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte Standortmarketing / Internetportal Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 2.002 Zur Stärkung des Standorts und der ansässigen Gewerbetreibenden ist ein gezieltes und integriertes Standortmarketing zu entwickeln, das auch auf die umliegenden Potenziale der Wohnbevölkerung abzielt (nördlich und östlich), um sie zu bewegen, den Sahlkampmarkt/Hägewiesen als örtlichen Mittelpunkt und Einkaufsstandort zu begreifen (daraus Erhöhung der Wertschöpfung). Imagewandel in Kooperation mit anderen am Standort ansässigen Institutionen und Projekten durch (Beispiele): • Konzeption Standortmarketing in Abstimmung Gewerberunde • Entwicklung Standortflyer / Kiezkarte (Beispiel Limmer) • Entwicklung Standortzeitung, Imagebroschüre, Werbefalter mit Angeboten und Berichten zum Stadtteil (aufmerksam machen) • Planung und Umsetzung von thematischen Veranstaltungen (wiederkehrend, z.B. Frühjahr, Herbst oder Weihnachtsmarkt) • Thematische Sonderveranstaltungen mit eigenem Profil Entwicklung und Umsetzung Logo, Webauftritt „EKZ Sahlkamp • Projektziel: Stärkung positiver Standorteigenschaften (Außenwahrnehmung), um langfristig die Wertschöpfungspotenziale für die Unternehmen zu erhöhen Zielgruppe: BürgerInnen am Standort Sahlkamp-Mitte und direkt angrenzende Bereiche in Zusammenarbeit mit den Unternehmen / Gewerberunde Laufzeit (Beginn/Ende) Beginn 01.11.2011 (mit Zuwendungsbescheid) bis Ende 31.10.2014 Träger: BIWAQ-Entwicklungspartnerschaft Sahlkamp-Mitte Teilprojekt 1: StadtUmBau Jarnot Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung BIWAQ-TP 2: STATTwerke – Manfred Gutzmer; LHH Stadterneuerung und Wirtschaftsförderung / Quartiersmanagement / Stadtteiltreff, Projekte im Gebiet, wie SPATS e.V., Eigentümer im Gebiet, u.a. Prelios und Privateigentümer 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Fördervolumen für alle Teilprojekte aus dem BiWAQ-Programm: 587.000€ Finanzierung: 50% Europäischer Sozialfonds (ESF) 38 % Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 12 % LHH Stand des Verfahrens (01.07.12) Nach intensiver Diskussion mit den Gewerbetreibenden und Stadtteilgruppen zu den Inhalten und Zielen einer gemeinsamen Internetpräsentation der Gewerbetreibenden im Sahlkamp liegen fünf Angebote für die Erstellung einer Internetpräsentation vor. Eine Auswahl soll im Juni 2012 getroffen und mit der Realisierung in der Gewerberunde begonnen werden. Die Mitwirkungsbereitschaft von Gewerbetreibende (Blumengeschäft, Optiker, Griechisches Restaurant, Apotheke, Massagepraxis, Rechtsanwaltbüro, Hannover Sparkasse, Wohnungsbaugesellschaft u.a.) bei Stadtteilaktionen wie z.B. Weihnachtsmarkt, Pflanzaktionen und Stadtteilfeste ist erfolgt und soll weiter ausgedehnt werden. 9 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 61 Maßnahmen und Projekte 8.2.3. Soziale und kulturelle Angebote und Infrastruktur Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 63  Maßnahmen und Projekte 12 Nachbarschaftstreffpunkt Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 3.001 Das Projekt wird im NachbarschaftsDienstLaden NaDiLa durchgeführt und dient der Deckung folgender Bedarfe: 1. Ein großer Bedarf an Kommunikations- und Begegnungsmöglichkeiten ist deutlich. Vor allem SeniorInnen leiden häufig unter Isolation und Vereinsamung. Auf dieses Bedürfnis hat der NaDiLa im Jahr 2009 mit dem Umzug in einen größeren Laden reagiert und somit die Grundlage geschaffen, dass Einwohner/innen des Stadtteils im Nachbarschaftstreffpunkt einen niedrig schwelligen Anlaufpunkt mit Café und Mittagstischangebot haben. Erforderlich ist eine adäquate fachliche Betreuung der Besucher/innen des neuen Treffpunktes für Nachbarn. Im Rahmen des Nachbarschaftstreffpunktes werden angeleitete Freizeitangebote, Feste sowie Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Alltagsthemen angeboten. 2. Die Schaffung von Arbeitsangeboten wird nicht nur von Einwohnerinnen immer wieder nachgefragt, sondern ist aufgrund der im Soziale-Stadt-Gebiet Sahlkamp-Mitte erhobenen Daten zur Arbeitslosigkeit als Handlungsnotwendigkeit erkannt worden. Ausländische Frauen sind doppelt so oft von Arbeitslosigkeit betroffen wie deutsche. Projektziel: 3. Unterstützung im Haushalt wird häufig von älteren Menschen nachgefragt. Diesem Aspekt trägt das neue Projekt durch Vermittlung von Haushaltshilfen auf Minijob-Basis (prioritäre Zielgruppe: s.o.) Rechnung. Es ist notwendig, die Vermittlung in die Haushalte zu begleiten. 1. Verringerung von Vereinsamung und Isolation älterer Menschen 2. Förderung von Beschäftigungsverhältnissen für schwer vermittelbare langzeitarbeitslose Frauen, vorrangig mit Migrationshintergrund aus Osteuropa und Vorderer Orient 3. Integration und Teilhabe von Einwohner/innen 4. Förderung nachbarschaftlicher Strukturen 5. Verbesserung des Zusammenlebens verschiedener Kulturen 6. Entwicklung persönlicher Ressourcen und Stärkung des Selbstbewusstseins Zielgruppe: Langzeitarbeitslose Frauen, vorrangig mit Migrationshintergrund aus Osteuropa und dem Vorderen Orient; ältere Menschen (65+) Laufzeit 01.07.2010 - fortlaufend Träger: SPATS e.V. Kooperationspartner: Kooperation mit dem Projekt Wohnzufriedenheit, Stadtteiltreff Sahlkamp, NaDuKinderhaus, Stadtteilbauernhof, AWO (Beratung von Zuwanderern), Kirchen im Stadtteil, Seniorennetzwerk - alle auch vertreten in der Koodinationsrunde Sahlkamp. (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Zusätzliche Mittel d. LHH 16.135 € 25.000 € 25.000 € 16.135 € 25.000,00 25.000 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Gesamtkosten 64 12 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte Stand des Verfahrens (01.07.12) Das Ziel der Verringerung von Vereinsamung und Isolation älterer Menschen wurde erreicht durch das niedrigschwellige Angebot des Nachbarschaftstreffpunktes, das viele ältere Menschen vermehrt annehmen. Dieses zeigt der Indikator der Anzahl der Besucher/innen sowie die Beobachtung des Entstehens neuer sozialer Kontakte. Viele Besucher/innen, die zunächst alleine in den NaDiLa kamen, nahmen Kontakt zu anderen auf, so dass sich einige neue Bekanntschaften mit regelmäßigen Gesprächen entwickelten. Unterstützend wirkten dabei die angeleiteten Spielenachmittage, da über den gemeinsamen Spaß an der Sache leichter Kontakte geknüpft wurden. Die umfangreiche Nutzung der Angebote des Nachbarschaftstreffpunktes, die Entstehung und Festigung von sozialen Kontakten trägt weiterhin zu einer Stärkung nachbarschaftlicher Strukturen bei. Die im NaDiLa entstandenen Kontakte werden zum Teil im privaten Wohnumfeld fortgesetzt und die vorherige Isolation in der Nachbarschaft durchbrochen. Das Ziel der Förderung von Beschäftigungsverhältnissen für schwer vermittelbare langzeitarbeitslose Frauen konnte in der Anfangsphase nur teilweise erreicht werden, da das neue Angebot der Vermittlung von Haushaltshilfen auf Minijob-Basis einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit bedarf. Einige erste Vermittlungen konnten jedoch durchgeführt werden. Eine umfassendere Förderung von Beschäftigungsverhältnissen konnte jedoch auf dem 2. Arbeitsmarkt (AGH-Maßnahmen) direkt im NaDiLa stattfinden. In diesem Tätigkeitsbereich wurde auch das Ziel der Entwicklung persönlicher Ressourcen und Stärkung des Selbstbewusstseins errreicht. Der überwiegende Anteil der im NaDiLa beschäftigten Frauen begannen ihre Tätigkeit mit einer großen Unsicherheit. Sie trauten sich kaum selbständiges Arbeiten zu, die beschäftigten Migrantinnen hatten z.T. erhebliche Sprachprobleme. Im Laufe der Maßnahme entwickelten alle Frauen ein ein größeres Selbstbewusstsein und viel Engagement, entdeckten neue oder festigten vorhandene Fähigkeiten und fühlten sich für die Einrichtung des NaDiLa zunehmend verantwortlich. Dieses führte auch zu vermehrter Integration und Teilhabe der Mitarbeiterinnen, die auch alle Bewohnerinnen des Stadtteils sind. Die Verbesserung des Zusammenlebens verschiedener Kulturen wurde durch verschiedene Aspekte erreicht. Zunächst fühlten sich durch die multikulturelle Zusammensetzung der Mitarbeiterinnen im NaDiLa schon viele Menschen aus verschiedenen Kulturen vermehrt angesprochen. Auch das Team der Mitarbeiterinnen untereinander entwickelte eine höhere Akzeptanz und ein besseres Verständnis für einander. Um auch Bewohner/innen weiterer Nationalitäten mit den Angeboten des NaDiLa zu erreichen, wurden für den "Interkulturellen Mittagstisch" ehrenamtliche Bewohnerinnen aus dem Stadtteil gewonnen, die die Essenskultur aus ihren Herkunftsländern vorstellen. Dieses führte sowohl zu einer größeren Durchmischung der kulturellen Hintergründe der Besucher/innen, als auch zu einem größeren Interesse und Akzeptanz an anderen Kulturen. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 13 65  Maßnahmen und Projekte 14 Mädchenzeit im NaDu-Kinderhaus Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Projektziel: 3.002 Die Mädchenzeit ist ein Projekt für Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund zur Förderung der Bewältigung ihres Lebensalltags zwischen den Kulturen, von verantwortlichem Sozialverhalten und Selbstvertrauen. Die Mädchen stammen vorwiegend aus dem Vorderen Orient, genauer aus dem Libanon, Irak, Türkei und Pakistan. Das Projekt besteht aus zwei nach Alter der Mädchen differenzierten Gruppen (6 bis 10 Jahre und 11 bis 14 Jahre), welche jeweils einmal wöchentlich stattfinden. Es handelt sich hierbei um offene Gruppen, ein laufender Einstieg ist jederzeit möglich. An den Gruppen können jeweils bis zu 15 Mädchen teilnehmen. Für das Projekt fällt ein wöchentlicher Zeitumfang von 2 Zeitstunden pro Gruppe an, insgesamt also 4 Zeitstunden pro Woche. Hinzu kommen Tagesausflüge und Übernachtungsaktionen im Kinderhaus, welche nach Bedarf zusätzlich zu dem wöchentlichen Gruppenangebot stattfinden. In der Mädchenzeit werden die Methoden der geschlechtsspezifischen Gruppenund der parteilichen Mädchenarbeit sowie Anteile aus der Erlebnispädagogik angewendet. Es werden Einheiten zu pädagogischen Themen wie z.B. Vertrauen, Aggressionsabbau, Stärkung des Selbstwertgefühls, Selbstwirksamkeitserfahrung, Fremd- und Eigenwahrnehmung, Konfliktfähigkeit und Förderung der Frustrationstoleranz von der pädagogischen Fachkraft angeboten. Zudem werden Ausflüge ins Schwimmbad, Spielenachmittage, Geburtstagsparties, Picknicks, Kochund Backaktionen sowie Fahrradtouren unternommen, da auch das gemeinsame Tun und gemeinsam Spaß haben ein wichtiger Aspekt dieses Projektes ist. Darüber hinaus ist die Partizipation der teilnehmenden Mädchen bezüglich der Programminhalte und deren Umsetzung ein zentraler Bestandteil des Projekts. Dies beinhaltet, dass die Mädchen durchgängig gleichberechtigt an der Erstellung des monatlichen Programms beteiligt sind. Es ist uns wichtig, Situationen zu schaffen, in denen nicht die begrenzenden Spannungspotentiale im Vordergrund stehen. Vielmehr wollen wir Räume und Möglichkeiten bieten, die es den Mädchen aus unterschiedlichen Kulturen ermöglichen, gemeinsam kreativ und konstruktiv tätig zu werden, Vertrauen zueinander aufzubauen und voneinander lernen zu können. In einem „geschützten“ Rahmen können die Mädchen Neues ausprobieren und Selbstvertrauen gewinnen. Durch die gemeinsamen Aktionen und Spiele während der Gruppentreffen wird die Annährung und Integration der Mädchen aus unterschiedlichen Volksgruppen gefördert, die Kommunikation- und Teamfähigkeit nimmt zu. Die deutschen Sprachkenntnisse der Mädchen werden während der Angebotszeit und der Ausflüge kontinuierlich verbessert. Besondere Erlebnisse bauen ein Gefühl der Zugehörigkeit auf und bieten den Mädchen Rückhalt und Sinnesorientierung. Erlebte Zuverlässigkeit und erworbenes Vertrauen in die anderen und zu sich selbst bieten eine erfolgreiche Basis, um neue Lebensentwürfe angst- und vorurteilsfrei zu betrachten und gegebenenfalls in die zukünftig eigene Lebensplanung zu integrieren. Zielgruppe: Mädchen vorwiegend aus dem Vorderen Orient im Alter von 6 bis 14 Jahren aus Sahlkamp - Mitte Laufzeit Fortlaufend seit 01.07.2010 (Beginn/Ende) 66 14 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte Träger: SPATS e.V. Kooperationspartner: Hort HäWi-Kids, Hort Maikäfer, Mädchenhaus Hannover, Medienwerkstatt Region Hannover Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Zusätzliche Mittel d. LHH 1.015 € 5.190 € 5.390 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) 1.700,87 € 397,50 € 300 € Sonstige Mittel (Einnahmen / TNBeiträge bei Ausflügen ) 80,50 € 303,50 € 60 € 2.796,37 € 5.891 € 5.750 € Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) Seit Beginn des Projektes im Juli 2010 haben wir insgesamt 36 Mädchen aus verschiedenen Kulturen erreicht. Derzeit nehmen 25 Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren an der „Mädchenzeit“ teil. Durch das Projekt "Mädchenzeit" ist es uns gelungen, für Mädchen aus unterschiedlichen Kulturen Räume und Möglichkeiten zu bieten, in denen sie gemeinsam kreativ und konstruktiv tätig werden. Die Mädchen bauen so während der Gruppentreffen Vertrauen zueinander auf und können voneinander lernen. In dem „geschützten“ Rahmen des Projekts können die Mädchen Neues ausprobieren und Selbstvertrauen gewinnen. Besondere Highlights des Projektes waren bisher unter anderem die beiden Wochenendfreizeiten in 2011. Zwei Dipl. Sozialpädagoginnen haben mit den 6- bis 10- jährigen Mädchen im Juni 2011 eine Campingfreizeit nach Schwarmstedt inklusive Ausflüge in den Serengeti-Park sowie ins Celler Badeland veranstaltet. Die „große“ Mädchengruppe, die Teilnehmerinnen sind 11 bis 14 Jahre alt, ist im Oktober 2011 für ein Wochenende in eine Jugendherberge nach Lübeck gefahren. Sichtbar wird die Erreichung der oben genannten Ziele unter anderem an zumehmend seltener auftretenden Konflikten bzw. der zunehmenden Fähigkeit der teilnehmenden Mädchen, auftretende Konflikte aggressionsreduzierter zu bearbeiten und zu lösen. Einem Teil der Mädchen fällt es nach wie vor schwer, in einer konkreten Konfliktsituation die eigenen Bedürfnisse und Emotionen zurückzustellen bzw. zu kontrollieren, um sich in die Lage des anderen hinein versetzen zu können. Bei der durch die pädagogische Fachkraft unterstützten zeitnahen Analyse der Konfliktsituation mit den Mädchen, zeigt sich aber bereits deutlich, dass sich die Einsichtsfähigkeit und die Selbstreflexionsfähigkeit der beteiligten Mädchen erhöht haben. In diesem Bereich haben wir somit bereits Teilerfolge verzeichnen können. Diese gilt es im weiteren Projektverlauf zu festigen. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 15 67  Maßnahmen und Projekte 16 Offene Kinder- und Jugendarbeit – Stadtteilbauernhof 3.003 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Der Bereich Reitpädagogik und Rhythmik wird im Projektzeitraum weiterentwickelt und intensiviert. Kinder mit sozialem und motorischen Entwicklungsbedarf werden besonders intensiv beim Reiten und Voltigieren gefördert. Projektziel: Verbesserung der Körperbalance und der motorischen Fähigkeiten der Kinder, Sensibilisierung von Selbst- und Fremdwahrnehmung und Integration von ärmeren Bevölkerungsgruppen in den Pferdesport. Zielgruppe: 6-14 jährige Kinder- und Jugendliche, die motorischen oder sozialen Entwicklungsbedarf haben Laufzeit 2010-2012 Träger: SPATS e.V. / Stadtteilbauernhof Kooperationspartner: Lister Ponyschule in Schillerslage (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) 6.800 € 5.000 € 10.000 € * * * 6.800 € 5.000 € 10.00 € Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 68 Die Reitpädagogik ist ein Teilprojekt der pädagogischen Angebote des Stadtteilbauernhofs. So werden auch andere Mittel sowohl im Sachmittelbereich als auch an personellen Kapazitäten in diesem Bereich mitgenutzt, die aber auch der gesamten pädagogischen Arbeit mit ihren vielfältigen Angeboten zur Verfügung stehen.Kinder mit geringen motorischen Fähigkeiten lernen sich mit den Ponys zu lösen und den Körper besser auszubalancieren. Kinder mit sportlichen Ambitionen und Entwicklungspotenziel erlernen reitsportliche Fähigkeiten in den Disziplinen Dressurund Springen. Kinder des Stadtteilbauernhofs haben bei Lehrgängen und Prüfungen vom kleinen Hufeisen bis zum deutschen Reitabzeichen IV teilgenommen und bestanden. Kinder des Stadtteilbauernhofs haben inzwischen einen regen Austausch mit Kindern , die bei der Lister Ponyschule reiten lernen, quer durch gesellschaftliche Gruppenzugehörigkeiten. 16 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte Lernwerkstätten – Stadtteilbauernhof 3.004 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Kleingruppenarbeit zur Intensivförderung von Kindern mit Behinderungen, mit Migrationshintergrund und mit allgemeinen Lernschwierigkeiten. Die Förderung der Kinder und Jugendlichen ist ganzheitlich und beinhaltet je nach Bedarf sprachliches, mathematisches Training, nachhaltige naturnahe Allgemeinbildung sowie die Förderung des Sozialverhaltens der Motorik und der kreativen Fähigkeiten. Projektziel: Kinder aus bildungsfernen Kontexten werden in ihrer schulischen Entwicklung gefördert und in die Gesellschaft integriert Zielgruppe: Kinder von 6-14 Jahren mit besonderem Förderbedarf Laufzeit 1.1.2010 bis 31.12.2012 (Beginn/Ende) Träger: SPATS e.V. / Stadtteilbauernhof Kooperationspartner: Projektförderer: Aktion Mensch, RotaryClub Hannover-Eilenriede, Aktion Hilfe für Kinder Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) 5.000 € 10.000 € 15.000 € 45642,89 € 45642,89 € 45642,89 € 50642,89 € 55642,89 € 60642,89 e Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) Die Mittel der Aktion Mensch werden über den Verwendungszeitraum und darüber hinaus in 50%, 30% und 20% Abschlägen gezahlt. Spenden- und Eigenmittel müssen jährlich ergänzt werden. Unter Dritt- und Eigenmittel sind die Gesamtsummen auf 3 Jahre aufgeteilt. Auf dem Stadtteilbauernhof werden täglich Intensivfördergruppen angeboten. Kinder, die diese Gruppen regelmäßig besuchen zeigen deutliche Lernerfolge und haben ihr Sozialverhalten verbessert. 17 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 69  Maßnahmen und Projekte 18 Theater Vernissage Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Projektziel: 3.005 Das Kinder-Theater Vernissage wurde im August 2009 von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. (Ortsgruppe Hannover) in Kooperation mit dem Stadtteiltreff Sahlkamp gegründet. Im Projekt entstehen mehrere Theaterstücke nach bekannten Märchen und neue Stücke zum Thema Integration. Die Aufarbeitung der eigenen Integrationserfahrungen war ein wesentlicher Bestandteil bei der Erarbeitung des Drehbuchs. Im Januar 2010 gab es eine erfolgreiche Premiere des Stückes „Die Schneekönigin“. Im April folgte die Premiere des Theaterstückes „Die Abenteuer des Buratino“ in Kooperation mit dem Kinderzirkus Sahlino aus dem Stadtteiltreff Sahlkamp. Zum Märchenfest wurde das Stück „die Abenteuer des Hodscha Nasredin“ erarbeitet. Zu Weihnachten 2011 wurde ein Krippentheaterspiel vorbereitet und vor 600 Zuschauern gezeigt. Die russische Kinderneujahrsfeier wurde überarbeitet und vor 3120 Zuschauer gezeigt. Alle Theaterstücke (außer der Neujahrsfeier) wurden in deutscher Sprache gezeigt. Folgende Projektziele werden durch die Theaterarbeit erreicht: • Theaterstücke in einer Gruppe entwickeln, proben und aufführen • beliebte Kindermärchen, die es ähnlich in vielen Kulturen gibt, zeigen • Integrationserfahrungen der Teilnehmer aufarbeiten und durch Theaterstücke zeigen • Teilnehmer sowie Zuschauer durch Aufführungen zum Thema Integration sensibilisieren, zum Dialog einladen, Vorurteile abbauen • Erlernen der deutschen Sprache durch Einüben der Texte, Proben, Auftritte, Kontakte zu den Zuschauern fördern • durch Teamzugehörigkeit, Aneignung neuer Theatererfahrungen und Bühnenauftritte eigene Wertschätzung stärken • Kreativität der Teilnehmer/innen fördern • den Austausch von Erfahrungen mit anderen Gruppen pflegen • Theaterarbeit als eine Stärke von Bewohnern des Stadtteils zeigen • Ein Freizeitangebot für einkommensarme Familien anbieten Zielgruppe: Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene, vorwiegend mit Migrationshintergrund Laufzeit (Beginn/Ende) 2010 bis 2011 Träger: Landsmannschaft der Deutschen aus Ortsgruppe Hannover, Königswortherstr. 2, Telefon/Fax: 0511/3748466, E-Mail: info@lmdr-hannover.de Kooperationspartner: Stadtteiltreff Sahlkamp Kosten und Finanzierung (01.07.12) 2010 2011 2012 2013 Russland e.V. 30169 Hannover 2014 Städtebauförderung Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) 70 1.740 € 2.980 € 150 € 200 € 18 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte Sonstige Mittel Eintrittskarten/ Teilnehmerbeiträge Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 200 € 440 € 2.090 € 3.620 € Die Theaterarbeit des Theater Vernissage hat zu einer Erweiterung des kulturellen Spektrums im Stadtteil geführt. Insbesondere im Bereich der russischsprachigen BewohnerInnen ist das Theater sehr beliebt und auch über die Stadtteilgrenzen bekannt geworden. Da die weitere Förderung des Job Centers entfällt, ist zu befürchten, dass die Arbeit nicht fortgesetzt werden kann. Durch weitere Projektmittel, die für jede neue Produktion beantragt werden, soll der Versuch der Verstätigung unternommen werden. 19 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 71  Maßnahmen und Projekte 20 Rabentratsch Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Projektziel: 3.006 Das Projekt Rabentratsch ist ein Integrationsprojekt, in dem Akteure mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zusammenarbeiten. Ziel ist die öffentliche Präsentation aktueller Stadtteilthemen mit Hilfe eines Puppentheaters in deutscher und russischer Sprache. Die Zuschauer werden angeregt, sich über verschiedene gesellschaftliche und kulturelle Themen zu informieren und sie sich ggf. in ihrem Umfeld mit zu engagieren. Zwei Handpuppen, die beiden Krähen Charly und Clara treten in einer Showbühne während des Obst- und Gemüsemarktes sowie regionaler Feste, in der die Protagonisten auf und berichten über folgende Themen: politische und andere News der Stadt, die wichtigsten Sozio – Initiativen, Neuerscheinung in Theater, Kino, Fernsehen usw., Medizinischer Ratgeber und Werbung für öffentliche Veranstaltungen -Kulturelles Freizeitangebot für StadtteilbewohnerInnen mit und ohne Migrationshintergrund - Förderung des Interkulturellen Zusammenleben von verschiedenen Kulturen - Förderung der besseren Kommunikation der Stadteilbewohner durch neue Formen der Kommunikation - Sensibilisierung der Stadtteilbewohner zum Thema Integration - Verbesserung von Kenntnissen der Deutschen Sprache durch einüben der Texte, Auftritte, Kommunikation unter einander und mit den Zuschauern - Präsentation des Stadtteil Sahlkamp Zielgruppe: Stadtteilbewohner mit und ohne Migrationshintergrund. Laufzeit 01.06.11-30.06.12 Träger: Landsmannschaft der Deutschen aus Ortsgruppe Hannover, Königswortherstr. 2, Telefon/Fax: 0511/3748466, E-Mail: info@lmdr-hannover.de Kooperationspartner: Stadtteiltreff Sahlkamp (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 Russland e.V. 30169 Hannover 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 72 748 € 6.750 € 300 € 2.700 € 10.498 € Das Projekt Rabentratsch wurde mit viel Elan und Engagement von den Akteuren entwickelt. Leider haben sich die Themenauswahl und die Darstellungsform als nicht so Publikumswirksam ergeben, wie dies angedacht war. Es wird der Versuch unternommen auch im schulischen Kontext die „Raben“ als Stadtteilinformanten einzusetzen. 20 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte Familien – Mitmachtag 2011 3.007 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Das Projekt geht zurück auf eine Initiative der niedersächsischen Sozialministerin, die dazu aufgerufen hat, Aktivitäten dieser Art in den Stadtteilen zu realisieren. Mittel wurden zur Verfügung gestellt. Projektziel: Am 23.09.2011 hat der SPATS e.V. mit Kooperationspartnern aus Anlass des Weltkinder- und des Weltarmutstags ein Fest gemeinsam für Familien auf dem Stadtteilmarkt durchgeführt. Die BesucherInnen des Festes wurden unter Beteiligung auf lebendige und spielerische Art und Weise, indirekt und sensibel an das Thema Kinderarmut herangeführt. Die inhaltlichen Themenbereiche Bewegung, Gesundheit, Ernährung und Bildung werden den BewohnerInnen nahe gebracht. Ein großer Spiel- und Erlebnispark mit Tieren, Spielgeräten, Sinnes- und Kreativerfahrungen sowie Musik, Essen und Trinken, haben den Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit geben, sich gemeinsam mit den Themen auseinander zu setzen. Zielgruppe: Familien im Stadtteil Sahlkamp Laufzeit Vorbereitungen / Veranstaltung am 23.09.2011 zw. 15 und 18 Uhr / Nachbereitung (Beginn/Ende) Träger: Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung LHH / Fachbereich Soziales / Quartiersmanagement Sahlkamp - Mitte / Gemeinwesenarbeit Sahlkamp beauftragt: SPATS e. V. / Hägewiesen 64 D / 30657 Hannover Tel. 0511-70035853 / E-Mail: spatsev@htp-tel.de SPATS e.V. (Stadtteilbauernhof / NachbarschaftsDienstLaden / NaDu-Kinderhaus / Familienzentrum Sahlkamp) / AWO Kita und Familienzentrum Elmstraße / DRK Kita Hägewiesen / Grundschule Hägewiesen / Integrierte Gesamtschule Vahrenheide Sahlkamp / Kinderzirkus Sahlino / SC Germania List v. 1900 e.V. 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Sonst. öff. MittelLand Niedersachsen 2.977,39 € EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 1.841,68 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens 4.819,07 € Abgeschlossen (01.07.12) 21 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 73  Maßnahmen und Projekte 22 Stadtteilfest Sahlkamp-Vahrenheide 3.008 KurzDie Stadtteile Sahlkamp und Vahrenheide feiern einmal jährlich ein gemeinsames beschreibung / Stadtteilfest am Märchensee; einer öffentlichen Grünfläche, die beiden Stadtteilen Ausgangslage: als Erholungsfläche dient bietet eine schöne Kulisse für eine Außenveranstaltung Projektziel: Mitmach-Angebote für Jung und alt und ein musikalisches Rahmenprogramm tragen zur Traditionspflege in den Stadtteilen und interkultureller Begegnung bei Zielgruppe: Alle Altersgruppen (Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer) aus den Stadtteilen Laufzeit (Beginn/Ende) 21. August 2010 15 Uhr bis 21.30 Uhr 3. September 2011 15 Uhr bis 21 Uhr Träger: AG Stadtteilfest Sahlkamp-Vahrenheide Kooperationspartner: Schulen, Kindertagesstätten, Initiativen, Verbände und Vereine, Kirchengemeinden, Parteien, Polizeistation, Quartiersmanagement , Bezirksozialarbeit, Stadtteilkulturarbeit und Gemeinwesenarbeit aus beiden Stadtteilen Kosten und Finanzierung (01.07.12) Städtebauförderung 2010 2011 2x1.500 € 2x1.000 € Zusätzliche Mittel d. LHH 1000 € 1000 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) 373 € 2000 € 4.373 € 5000 € Sonst. öff. Mittel 2012 2013 2014 EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 74 Das Stadtteilfest ist beliebt bei Alt und Jung und wird von vielen großen und kleinen BesucherInnen beider Stadtteile besucht 22 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte Märchenfest 2011 3.009 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Das erste Märchenfest wurde bereits 2008 mit vielen Schauspielgruppen am Märchensee unter großer Beteiligung von BewohnerInnen des Stadtteils und 6000 BesucherInnen veranstaltet. Es wurde beschlossen, diese für den Stadtteil Sahlkamp wichtige Veranstaltung alle drei Jahre zu wiederholen. So wurde das Märchenfest am 25. und 26.Juni 2011 erneut veranstaltet. Projektziel: Das Märchenfest 2011 dient vor allem der maßgeblichen Verbesserung des Images des Stadtteils unter breiter Beteiligung der Bevölkerung und der Einrichtungen in zahlreichen Planungsgesprächen. Alle BewohnerInnen des Stadtteils, der Nachbarstadtteile, der Stadtbevölkerung und der Bevölkerung aus der Region Hannover, insbesondere Familien mit Kindern Zielgruppe: Laufzeit Januar – Juni 2011 Träger: Stadt Hannover /FB Bildung und Qualifizierung/ Stadtteiltreff Sahlkamp Kooperationspartner: BewohnerInnen und Institutionen des Stadtteils (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 8.500 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) 13.413,22 € Sonstige Mittel 10.844,69 € Gesamtkosten 32.757,91 € Stand des Verfahrens (01.07.12) Das Märchenfest 2011 war, wie bereits der Vorgänger im Jahr 2008, eine Veranstaltung auf hohem künstlerischem Niveau. Aufgrund der Wetterlage und anderen Parallelveranstaltungen in der Stadt wurde das Fest leiden nicht so gut besucht. Die Beteiligung durch die aktiven Stadtteilbewohner ist gegenüber kommerziellen Festen kennzeichnend für diese Veranstaltung. 23 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 75  Maßnahmen und Projekte 24 Reaktivierung der Mongolischen Jurte 3.010 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Die vorhandene mongolische Jurte mußte repariert werden, um wieder als Treffpunkt für die BewohnerInnen zu dienen. Projektziel: Die Arbeiten sollten gemeinsam von den BewohnerInnen und Mitgliedern des Vereines durchgeführt werden, um auch dadurch den Nachbarschaftssinn zu stärken. Zielgruppe: BewohnerInnen des Hochhausgebietes in Sahlkamp-Mitte mit Migrationshintergrund Laufzeit Oktober 2010 - März 2011 Träger: Internationale StadtteilGärten e.V. Schwarzwaldstraße 33b, 30657 Hannover Tel.: 0511/2604110, E-Mail: isghannover@web.de Kooperationspartner: Stadtteiltreff Sahlkamp (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 1475 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel 1475 € Gesamtkosten 2950 € Stand des Verfahrens (01.07.12) 76 Verzögert durch einen langen, kalten Winter wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Das Engagement von freiwilligen Helfern bei den Reparaturmaßnahmen war sehr erfreulich und die Nutzbarkeit der Jurte ist gesichert. Seit Fertigstellung wurde eine Vielzahl an Veranstaltungen durchgeführt. 24 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Maßnahmen und Projekte 8.2.4. Bildung und Qualifizierung Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 77  26 Maßnahmen und Projekte Bildungsladen Kurzbeschreibung / Ausgangslage 4.001 Der Bildungsladen im Stadtteil bietet einen niedrigschwelligen Zugang in die Lernund Bildungswelt. Mit persönlichen und technikgestützten Formen der Information, Beratung und Begleitung sollen junge Menschen zu einem Neustart einer Bildungsbzw. Berufslaufbahn ermutigt werden. Der Bildungsladen bietet „Bildung aus einer Hand“ und unterstützt die berufliche Integration von jungen Menschen im Sanierungsgebiet. Die Empfehlungen orientieren sich an den persönlichen Erfahrungen, Kompetenzen und Vorkenntnissen der jungen Menschen. Die Einrichtung und Etablierung eines Bildungsladens ermöglicht den Ratsuchenden eine niedrigschwellige (unbürokratische) Information, Beratung und Begleitung hinsichtlich ihrer Aus- und Weiterbildungschancen. Die Öffnungszeiten orientieren sich an den umliegenden Ladenschließzeiten. Durch die Nutzung von Computerarbeitsplätzen mit Internetzugang können Angebote selbständig oder mit Hilfe der Beraterinnen recherchiert werden. Projektziel: Das Projekt Bildungsladen soll in erster Linie jungen Erwachsenen bis 25 Jahren eine zentrale Informations- und Beratungsstelle mit den Themenschwerpunkten Ausbildung, Beruf, Perspektiven und Stellensuche ermöglichen mit dem Ziel der Vermittlung in Arbeit und Ausbildung. Zielgruppe: junge Erwachsene bis 25 Jahren aus Sahlkamp-Mitte Laufzeit Beginn 20.03.2012 (mit Eröffnung) bis Ende 31.10.2014 Träger: BIWAQ-Entwicklungspartnerschaft Sahlkamp-Mitte Teilprojekt 3: Pro Beruf GmbH Kooperationspartner: BIWAQ-TP 1: StadtUmBau Jarnot und TP 2 STATTwerke JobCenter Region Hannover, Agentur für Arbeit Hannover, Betriebe, Quartiersmanagement, Stadtteiltreff, Projekte im Gebiet wie SPATS e.V., Eigentümer im Gebiet, u.a. Prelios und Privateigentümer (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Fördervolumen für alle Teilprojekte aus dem BiWAQ-Programm: 587.000€ Finanzierung: 50% Europäischer Sozialfonds (ESF) 38 % Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 12 % LHH Stand des Verfahrens (01.07.12) Der Bildungsladen wurde am 20.3.12 nach umfassender Renovierung eröffnet und ist seither mit Rechnern, Beratungsräumen und 2 Arbeitsplätzen arbeitsfähig. Die Räume sind mit Flipcharts, Mobiliar, etc. neu ausgestattet und bieten eine angemessene Arbeits- und Beratungsatmosphäre. Seit der Eröffnung dient der Bildungsladen unseren Zielgruppen als offene Anlaufstelle bei Beratungsanliegen und wird mit zunehmender Häufigkeit frequentiert. Die Räumlichkeiten werden zusätzlich für unser Angebot der Nachhilfe regelmäßig an drei Wochentagen genutzt. Die Öffnungszeiten (Mo-Fr 11:00 – 17:00 Uhr) ermöglichen den Teilnehmern und Ratsuchenden eine angemessene Erreichbarkeit. Bekanntheitsgrad und Akzeptanz innerhalb der Zielgruppe sind erwartungsgemäß gut und werden weiterhin forciert. 26 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 79 Maßnahmen und Projekte  Handbuch Praktikum-Ausbildung 4.002 Kurzbeschreibung / Ausgangslage Ein Handbuch zum Thema „Praktikum / Ausbildung / Beschäftigung im Sahlkamp und darüber hinaus“ soll allgemein gehalten sein. Eine umfassende Liste von in Frage kommenden Unternehmen ist dabei wenig sinnvoll, da diese ständig zu aktualisieren wäre, was in einem gedruckten Handbuch nicht gewährleistet werden kann. Vielmehr sollten neben Tipps, z.B. zu Bewerbungen, Empfehlungen, Infos (Schulgeld, BAföG etc.) Ratschlägen usw. allgemeine Adressen von Hannoverschen Institutionen aufgeführt werden und solcher Einrichtungen im Stadtbezirk, die im Fall einer Suche nach einem Ausbildungs- oder Praktikumsplatz weiterhelfen können (Pro Beruf, Flais usw.). Format und Inhalt könnten sich an der Broschüre des „Aktionsbündnisses Ausbildung für Linden/Limmer“ orientieren (siehe www.ali-linden.de). Die Informationen im Handbuch sind für Jugendliche und Erwachsene die im Stadtteil leben; sie beziehen sich jedoch auf berufsspezifische Angebote und Informationen von Institutionen (JobCenter, Kammern usw.), Unternehmen oder Ausbildungseinrichtungen in der gesamten Stadt und sind insoweit nicht sozialräumlich einengend zu verstehen Projektziel: Hilfestellung bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Praktikumsplatz Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene im Sahlkamp und Angrenzend Laufzeit Beginn 01.03.2012 / Ende 31.10.2014 • Erstredaktion, Gestaltung und Druck Sommer 2012 • Korrektur und Neuauflage Sommer 2013 • Korrektur und Neuauflage Sommer 2014 Träger: BIWAQ-Entwicklungspartnerschaft Sahlkamp-Mitte (Beginn/Ende) Teilprojekt 2: STATTwerke Consult GmbH, Manfred Gutzmer Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung BIWAQ-TP 1: StadtUmBau Jarnot und TP 3 Pro Beruf 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Fördervolumen für alle Teilprojekte aus dem BiWAQ-Programm: 587.000€ Finanzierung: 50% Europäischer Sozialfonds (ESF) 38 % Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 12 % LHH Stand des Verfahrens (01.07.12) 80 Ein erster Entwurf eines Leitfadens zu „Praktikum, Ausbildung, Beruf“ mit Informationen für Jugendliche, junge Erwachsene im Sahlkamp ist erstellt – die Produktion (Grafische Gestaltung, Layout und Druck in Broschürenform) ist abhängig vom Votum des Bundesverwaltungsamtes BVA Köln und einer positiven Finanzierungszusage, mit der im Laufe des Juni 2012 zu rechnen ist. 27 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  28 Maßnahmen und Projekte Ausbildungsplatzbörse Kurzbeschreibung / Ausgangslage 4.003 In Zusammenarbeit mit den Schulen und Unternehmen in Hannover-Nord werden zunächst in einer Excel-Datei potenzielle Praktikums- und Ausbildungsplatzbetriebe erfasst. Grundlage dabei ist die sog. Ausbildungsfähigkeit, unabhängig davon, ob aktuell Ausbildungs- oder Praktikumsplätze angeboten werden. In einer zweiten Stufe werden Unternehmen angeschrieben / aufgesucht und abgeglichen hinsichtlich Terminen der Bereitstellung von Praktikums- und Ausbildungsplätzen. Dabei wird für jedes Unternehmen ein „internes“ Profil angelegt, aus dem Art und Anforderung der jeweiligen Stelle hervorgeht. Damit können die im Bildungsladen beratenen und begleiteten Jugendlichen individuell vermittelt werden (auch in Kooperation JobCenter). Die öffentlich zugängliche Liste enthält keine vertraulichen Informationen und soll lediglich durch verschiedene Suchkriterien (Wohnort, Beruf) die Suche erleichtern. Ob überhaupt oder zu einem bestimmten Zeitpunkt Ausbildungsplätze angeboten werden, obliegt der Suche des jeweiligen Nutzers – vorgesehen auch zur Einstellung in das Internetportal BIWAQ-Sahlkamp. Projektziel: Hilfestellung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene im Sahlkamp und Angrenzend Laufzeit Beginn 01.01.2012 / Ende 31.10.2014 • Datenanlage und Recherche, Programmierung 2012 • Kontinuierliche Datenpflege und Aktualisierung 2013 • Kontinuierliche Datenpflege und Aktualisierung 2014 Träger: BIWAQ-Entwicklungspartnerschaft Sahlkamp-Mitte (Beginn/Ende) Teilprojekt 2: STATTwerke Consult GmbH, Manfred Gutzmer Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung BIWAQ-TP 1: StadtUmBau Jarnot und TP 3 Pro Beruf 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Fördervolumen für alle Teilprojekte aus dem BiWAQ-Programm: 587.000€ Finanzierung: 50% Europäischer Sozialfonds (ESF) 38 % Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 12 % LHH Stand des Verfahrens (01.07.12) Das Grundgerüst eines Pools von ausbildungsfähigen Unternehmen im Stadtbezirk und angrenzenden Lagen (Gewerbegebiete nördliches Hannover) ist angelegt und kann verwendet werden. Im Laufe 2012 wird ein externer Programmierer zur Erstellung einer benutzerfreundlichen Oberfläche beauftragt, so dass die „Börse“ auch online verwendet werden kann. 28 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 81 Maßnahmen und Projekte  JobEntdeckerTage Kurzbeschreibung / Ausgangslage 4.004 Im Herbst 2012 / 2013 und 2014 nach den Schulferien soll im Stadtteiltreff Sahlkamp oder in Schulen ein Ausbildungstag stattfinden, der zwei Gesichtspunkte vereint: • 2 bis 3 Basisvorträge zu allgemeinen berufskundlichen Themen • Ausbildungs- und Beratungsmesse im Stadtteil An mindestens 20 Ständen sollten privatwirtschaftliche Unternehmen (nicht unbedingte Voraussetzung aktueller Ausbildungsplatz), öffentliche Unternehmen (Stadtgrün, enercity, ÜSTRA u.a.) sowie die wichtigsten Beratungs- und Vermittlungsinstitutionen (IHK, Handwerkskammer, JobCenter) vertreten sein. Der JobEntdeckerTag soll zugleich mit der „Langen Nach der Berufe“ verbunden werden, u.U. in Verbindung mit einer Berufe-Party im Jugendzentrum. Vorbereitung und Akquisition im Bildungsladen, in Schulen ggfls. mit einem 2stündigen Vorbereitungs-Workshop Projektziel: Mit einem JobEntdeckerTag „im heimischen Stadtteil“ sollen Jugendliche motiviert werden, auf Unternehmen und Institutionen zuzugehen, um spezifische Fragen zu stellen. Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene im Sahlkamp und Angrenzend Laufzeit Beginn 01.05.2012 / Ende 31.10.2014 (Beginn/Ende) Träger: BIWAQ-Entwicklungspartnerschaft Sahlkamp-Mitte Teilprojekt 2: STATTwerke Consult GmbH, Manfred Gutzmer Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung BIWAQ-TP 1: StadtUmBau Jarnot und TP 3 Pro Beruf 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Fördervolumen für alle Teilprojekte aus dem BiWAQ-Programm: 587.000€ Finanzierung: 50% Europäischer Sozialfonds (ESF) 38 % Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 12 % LHH Stand des Verfahrens (01.07.12) 82 29 Zur „Langen Nacht der Berufe“ am 21.09.2012 ist geplant, mit Jugendlichen aus dem Sahlkamp dieses vorzubereiten, gemeinsam mit einem Busshuttle daran teilzunehmen und im Rahmen einer „Job-Entdecker-Party“ umzusetzen. Die konkreten Planungen und Abstimmungen laufen derzeit (01.06.2012) Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  30 Maßnahmen und Projekte Finde heraus, wer du bist und was du kannst 4.005 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Multinationale Frauen, überwiegend aus dem Wohngebiet, mit ausreichenden Deutschkenntnissen, die sich in Deutschland ein erfülltes Frauenleben wünschen, was aus ihrer bisherigen Sicht an bürokratischen Hürden scheitert, wie z. B. an fehlender Anerkennung von Bildungsabschlüssen aus dem jeweiligen Herkunftsland. Stimmungsschwankungen und emotionale Instabilität behindern häufig positive Entwicklungen. Erfahrungsaustausch in Kleingruppenarbeit mit pädagogischer Begleitung dient der Erweiterung der Selbstwahrnehmung durch multikulturellen Perspektivenwechsel, ermöglicht den Frauen, die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und eröffnet das Interesse, berufliche Perspektiven in Sahlkamp Mitte zu entwickeln. Projektziel: Erhöhung des Selbstwertgefühls, Stabilisierung der emotionalen Befindlichkeit, Entfaltung des schöpferischen Potentials, Erhöhung der Chance Einstiegswege in eine berufliche Tätigkeit zu finden und bestehende Qualifizierungswege zu nutzen; Partizipation und Teilhabe am Stadtteilleben Zielgruppe: Arbeitlose Frauen mittleren Alters mit und ohne Migrationshintergrund Laufzeit (Beginn/Ende) 16. September 2010 bis 16. Dezember 2010 (1x wöchentlich) 02. Mai 2011 bis 16. Juni 2011 (2x wöchentlich) Träger: Gemeinwesenarbeit Sahlkamp (über AG Interkulturelle Frauenarbeit) Kooperationspartner: Stadtteiltreff Sahlkamp Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel Zusätzliche Mittel d. LHH 990 € 1000 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 110 € 1100 € 1000 € Die teilnehmenden Frauen haben sich sehr zufrieden über das Projekt geäußert. Ihr Selbstwertgefühl hat sich durch die eigene Auseinandersetzung mit den vorhandenen Kompetenzen und dem Feedback aus der Gruppe erhöht. Individuelle berufliche und persönliche Veränderungswünsche wurden im vertraulichen Rahmen der Kleingruppe ausgetauscht. Hilfreich hier war auch die Information einer TN zur neu erworbenen Berufsrolle der Tagesmutter. Die TN informierten sich über mögliche Ausbildungswege. Einzelne Frauen fühlen sich nun ermutigt, sich neu zu orientieren. Durch häufige Erkrankungen der Kinder und der Unmöglichkeit kurzfristige Betreuung zu organisieren konnten 2 TN nicht regelmäßig am Projekt teilnehmen. Es hat sich im bisherigen Verlauf gezeigt, dass eine kürzere Projektlaufzeit mit Terminen 2 x wöchentlich von den Frauen besser angenommen werden konnte. Die Beziehungen der teilnehmenden Frauen zueinander im Stadtteil wurden gestärkt und ebenso die Bereitschaft sich am Stadtteilleben aktiv einzubringen. 30 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 83 Maßnahmen und Projekte  Lerntherapie–Familienzentrum Sahlkamp Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 4.006 „Lerntherapie im Sahlkamp und in Vahrenheide“ ist ein zunächst auf fünf Jahre angelegtes Projekt (inklusive Vorlaufzeit), welches sich an Kinder, Eltern sowie pädagogische Fachkräfte der Stadtteile Sahlkamp und Vahrenheide richtet. Es unterstützt Kinder und Jugendliche, welche einen besonderen Förderbedarf unter anderem in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen haben, um sie in die Lage zu versetzen, ihre schulischen Anforderungen meistern zu können. Zudem werden auch Eltern und pädagogische Fachkräfte aus Schulen, Horten und Kindertagesstätten geschult und unterstützt, um die Lernbiographien ihrer Kinder bzw. Schüler noch besser begleiten zu können. Um diese individuelle Förderung fachkompetent anbieten zu können, ist eine entsprechende Ausbildung erforderlich. Daher ist die zur Realisierung dieses Vorhabens notwendige 3,5-jährige Ausbildung von zwei beim SPATS e.V. angestellten Sozialpädagoginnen zu integrativen Lerntherapeuten ein weiterer Bestandteil dieses Projekt. Die 6-monatige Projektvorlaufzeit begann am 01. Oktober 2010 und endete am 31. März 2011. Projektbeginn war der 01. April 2011, es ergibt sich somit zunächst eine Projektlaufzeit bis zum 30. September 2015. Das Projekt „Lerntherapie im Sahlkamp und in Vahrenheide“ basiert auf drei Säulen. 1. Förderung von Vorschul-, Grundschul- und Schulkinder der Sekundarstufe I Die erste Säule ist die individuelle Förderung von Vorschul-, Grundschul- und Schulkinder der Sekundarstufe I. Insbesondere SchülerInnen mit Teilleistungsstörung, dass heißt Legasthenie oder Dyskalkulie, bzw. mit einem speziellen Förderbedarf werden in Einzel- oder Kleingruppentherapie bei der Aufarbeitung ihrer Lernhemmnisse unterstützt. 2. Präventionsarbeit Die zweite Säule ist die Präventionsarbeit durch Elterntrainings. Viele der im Sahlkamp und in Vahrenheide lebenden Eltern sind stark verunsichert bezüglich der Anforderungen an ein Schulkind. Für eine optimale individuelle Förderung der Kinder sind daher in zwei Bereichen Unterstützungsleistungen erforderlich. Im sozialpädagogischen Bereich vermitteln die Projektdurchführenden den Eltern die elementaren Voraussetzungen für den Schulerfolg ihrer Kinder. Darauf baut der zweite Bereich, die integrative Lerntherapie, auf. Hier lernen die Eltern mit Unterstützung durch das Projekt die Lernstrategien ihrer Kinder wahrzunehmen, um somit ihre Kinder angemessen stärken zu können. Dies bereichert die Lernmotivation der Kinder. 3. Projektziel: Coaching von pädagogischen Fachkräften Die dritte Säule stellt das Coaching von pädagogischen Fachkräften wie unter anderem Horterzieher/inne/n und Lehrkräften dar. Hierdurch wird eine umfangreiche Multiplikation des im Studium erworbenen Fachwissens gewährleistet. Der SPATS e.V. hat den dringenden Handlungsbedarf im Bereich Prävention von Lernschwierigkeiten erkannt und daher dieses Projekt entwickelt. Ziel des Projektes ist die lerntherapeutische Förderung der Vorschul- und Grundschulkinder im Sahlkamp und in Vahrenheide. Dadurch wird eine Verbesserung der Chancen auf Teilhabe an unserer Gesellschaft für die oben näher beschriebene Zielgruppe der Familien in den Stadtteilen Sahlkamp und Vahrenheide erreicht. Dies geschieht durch die Förderung der Lernmotivation, Anstrengungsbereitschaft, Ausdauer sowie von Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit der Kinder. Im Vordergrund stehen dabei die Aufarbeitung von Rechtschreibregeln, die Weiterentwicklung des mathematischen Denkens, die Vermittlung von Lerntechniken und der Aufbau eines eigenverantwortlichen Lernverhaltens. Weitere Ziele sind die Unterstützung der Eltern bei der Begleitung der Lernbiographien ihrer Kinder und das Coaching von HorterzieherInnen sowie interessierten Lehrkräften in den Stadtteilen Sahlkamp und Vahrenheide. Durch die Einbeziehung der Eltern und Institutionen in den Stadtteilen kann Chancengleichheit in unserem Bildungs- und Gesellschaftssystem nachhaltig gefördert werden. Zielgruppe: Kinder und Jugendliche, deren Eltern und pädagogische Fachkräfte aus den Stadtteilen Sahlkamp und Vahrenheide Laufzeit 01.10.2010 bis 30.09.2015 (Beginn/Ende) 84 31 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte 32 Träger: SPATS e.V. Kooperationspartner: Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Sahlkamp e.V., Grundschule Hägewiesen, Fridjof- Nansen- Schule Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 1.425,29 € 2.000 € 2.000 € 2.000 € 1.290 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) 1.584,89 € 23.712,03 € 21.920,13 € 21.109,83 € 9.745,90 € Sonstige Mittel (Eigenanteil der Projektdurchführenden) 2.318,10 € 2.318,10 € 2.318,10 € 971,10 € Sonstige Mittel 2.617,80 € 5.943,70 € 6.644 € 30.647,93 € 32.181,93 € 32.071,93 € (Stiftungen etc.) Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 3.010,18 € 12.007 € Seit Januar 2011 absolvieren zwei beim SPATS e.V. angestellte Dipl. Sozialpädagoginnen den berufsbegleitenden Studiengang „Integrative Lerntherapie“. Mit zunehmendem Kompetenzerwerb findet der direkte Transfer in die pädagogische Arbeit im NaDu- Kinderhaus und Familienzentrum Sahlkamp allgemein statt. Im Besonderen wird derzeit mit einzelnen Kindern in den Bereichen allgemeine Lernmotivation, Dyskalkulie und Legasthenie gearbeitet. Zweimal wöchentlich findet im NaDu- Kinderhaus eine Lerngruppe für 6- bis 14- jährige Kinder statt. Die teilnehmenden Kinder erhalten hier durch das Projekt eine an ihren individuellen Lern- und Förderbedürfnissen orientierte Unterstützung durch die Projektdurchführenden. Es finden Elterngespräche zur Schuleingangsphase und bei bestehenden Lernproblemen statt. Zudem wird ein Beratungs- und Unterstützungsangebot für Hortmitarbeiter und Lehrer der kooperierenden Grundschulen in den beiden Stadtteilen vorgehalten. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 32 85 Maßnahmen und Projekte  Mobilisierung und Stärkung der Selbstorganisation des Vereins „Internationale Stadtteilgärten“ e.V. 4.007 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Projektziel: folgende Ereignisse im Vereinsleben erfordern Koordination und Organisation und benötigen Unterstützung und Beratung durch professionelle Helfer/-innen: • Erntefest und „Tag der offenen Pforte“ zum Abschluss der Garten-Saison, • Jahreshauptversammlung des Vereins, • Weihnachtsfeier, • Beteiligung am Sanierungsprozess. . • Erlernen respektvollen Umgangs miteinander im Team trotz kultureller Unterschiede • Mobilisierung und Ermunterung der Mitglieder des Vereins im Sinne einer erfolgreichen Selbstorganisation • Wahrnehmung von Verantwortung im Vereinsleben Der Verein Internationale Stadtteilgärten stellt dieses Projekt in engen Zusammenhang mit den Stadtteilaktivitäten zum Thema „Respekt und Würde“. Die Zusammenarbeit bei dem hier beschriebenen Vorhaben dient auch und vorrangig der kulturellen und sozialen Verständigung der Vereinsmitglieder untereinander bei der Wahrnehmung gemeinsamer Verantwortung. Indikator ist die erfolgreiche gemeinsame Realisierung der Ereignisse und Aktivitäten im Team und eine damit verbundene „Binnen-Integration“ im Verein. Zielgruppe: Mitglieder (ca. 25 überwiegend migrantische Familien) des Vereins Internationale Stadtteilgärten e.V. und interessierter Außenstehende Laufzeit 15.9.11 – 29.2.12 (Beginn/Ende) Träger: Internationale StadtteilGärten e.V. Schwarzwaldstraße 33b, 30657 Hannover Tel.: 0511/2604110, E-Mail: isghannover@web.de Kooperationspartner: Stiftung Interkultur München; NaDu Kinderhaus, Quartiersmanagement und Stadtteiltreff Sahlkamp Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel Zusätzliche Mittel d. LHH 2876 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten 86 2876 € 33 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte 34 Stand des Verfahrens (01.07.12) Dank der Finanzierung einer Projektmitarbeiterin konnten u.a. ein Konzert sowie ein Workshop mit zahlreichen Gästen im Steigerwaldweggarten veranstaltet werden. Diese Veranstaltungen trugen zu der positiven Außenwirkung nicht nur des Vereins sondern kreativer Aktivitäten in Sahlkamp-Mitte allgemein bei. Darüber hinaus wurde die vereinsinterne Selbstorganisation gestärkt, indem der Rahmen für die Koordination der Vereinsverantwortlichen untereinander klar definiert wurde. Auf diese Weise wurde die würdevolle Ausübung von Ämtern durch Personen mit keiner oder geringer Erfahrung mit dem deutschen Vereinswesen möglich gemacht. Respekt und Würde konnten als vereinsinterne Handlungsmotive vorangebracht werden. Gleichzeitig wuchs der Respekt dem Verein gegenüber, da sich dieser nach außen als professionell agierende Institution präsentieren konnte. Das Projekt wurde in dem angegebenen Zeitraum durchgeführt und abgeschlossen. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 34 87 Maßnahmen und Projekte  Freu(n)de in der Nachbarschaft Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 4.008 - Betreute wöchentliche Kindergruppe mit eigener Parzelle im Steigerwaldweggarten, hauptsächliche Beschäftigung: Pflanz- und Bastelarbeiten sowie Ausflüge in Hannover - Begleitete wöchentliche Gärtnergruppe, hauptsächliche Beschäftigung: handwerkliche Arbeiten in den Gärten sowie Ausflüge zum Thema Ökologie Projektziel: - Verbesserung der nachbarschaftlichen Gemeinschaft, Förderung des Gemeinschaftssinns - Auseinandersetzung der Kinder mit dem Thema Ökologie - Unterstützung handwerklicher Kreativität - Stärkung der Teilnehmenden mit dem Ziel einer erhöhten Beteiligung an Entscheidungsprozessen - Hinführen zu selbstorganisierter Tätigkeit - Steigerung der Mobilität der Teilnehmenden über Exkursionen zu lokalen und regionalen Angeboten im Bereich Ökologie Zielgruppe: - Kinder von 6 bis 13 Jahre (Mädchen und Jungen) - Erwachsene (Männer und Frauen) Laufzeit 01.Juni 2011 - 30.November 2011 Träger: Internationale StadtteilGärten e.V. Schwarzwaldstraße 33b, 30657 Hannover Tel.: 0511/2604110, E-Mail: isghannover@web.de Kooperationspartner: NaDu-Kinderhaus, Stadtteiltreff Sahlkamp, Projekt Wohnzufriedenheit (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 1250 € 1250 € 1250 € 1250 € 1250 € 1250 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 88 Die Veranstaltungen wurden von den Teilnehmern sehr zahlreich wahrgenommen. Es wurde neben einem Ausflug ins Aquarium SeaLife in Hannover gemeinschaftlich ein Gartenhaus aufgebaut, wobei Kinder und Erwachsene gleichzeitig produktiv zusammengearbeitet haben. 35 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte 36 Kreative Expertinnen 4.009 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Frauen aus dem Stadtteil sollen sich durch wechselnde Bildungsangebote aus den Bereichen Ökologie, Gesundheit, Ernährung, Wohnen und Interkultur fortbilden, ihre Deutschkenntnisse verbessern und die behandelten Themen und Inhalte als Multiplikatorinnen weitergeben. Projektziel: Einbindung der Frauen in Entscheidungsprozesse in den Gärten und Stadtteilentwicklungsprozesse in Sahlkamp-Mitte durch Förderung der Selbstständigkeit. Zielgruppe: Erwachsene Frauen mit Migrationshintergrund aus Sahlkamp-Mitte Laufzeit Oktober 2010 - März 2011, Träger: Internationale StadtteilGärten e.V. Schwarzwaldstraße 33b, 30657 Hannover (Beginn/Ende) Tel.: 0511/2604110, E-Mail: isghannover@web.de Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung Stadtteiltreff Sahlkamp, Agenda21-Büro, Stiftung Interkultur, VHS-Hannover 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 2268 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 2268 € Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Teilnehmerinnen haben sich sogar über die 24 vororganisierten Veranstaltungen hinaus selbstständig getroffen und kostenfreie Angebote im Stadtgebiet wahrgenommen. Im Gesamtverlauf des Projektes waren 22 Frauen beteiligt. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 36 89 Maßnahmen und Projekte  Jugendcamp 2011 – Grüne Oase im Stadtteil 4.010 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Jugendliche aus dem Ausland verbringen ihre Ferien mit gemeinnütziger Arbeit im Sahlkamp. Projektziel: Das Projekt verfolgt dabei soziale sowie ökologische Zielsetzungen: Einerseits sollen Kontaktwege und Austauschmöglichkeiten zwischen den BewohnerInnen und TeilnehmerInnen angelegt, andererseits das Interesse für ökologische Themen in den Fokus gerückt werden. Die Gleichzeitig dieser Prozesse sowohl als auch die Integration des Stadtteils in ein internationales Austauschnetzwerk sind ausschlaggebend. Zielgruppe: Jugendliche aus dem Ausland und BewohnerInnen von Sahlkamp-Mitte Laufzeit 23.07.2011 bis 13.08.2011 (Beginn/Ende) Träger: Internationale StadtteilGärten e.V. Schwarzwaldstraße 33b, 30657 Hannover Tel.: 0511/2604110, E-Mail: isghannover@web.de Kooperationspartner: Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e.V., Jugendzentrum Sahlkamp, NaDu Kinderhaus Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 1.320 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 90 1.320 € Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. 15 Jugendliche aus ganz Europa haben ein Wandmosaik gestaltet und eine Holzhütte aufgebaut. Beides bleibt dauerhaft im Stadtteil bestehen. 37 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Maßnahmen und Projekte 8.2.5. Verkehr in diesem Handlungsfeld sind bisher noch keine Projekte entwickelt worden 8.2.6. Wohnumfeld, Grün- und Freiflächen Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 91 Maßnahmen und Projekte  Spiel- und Bolzplatz Odenwaldstraße 6.001 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Der Spiel- und Bolzplatz wurde in den 1970er Jahren gebaut und seitdem nicht mehr grundlegend erneuert. Die verbliebenen Spielgeräte waren abgängig oder entsprachen nicht mehr den geltenden Sicherheitsanforderungen. Projektziel: Die umfassende Erneuerung des Spiel- und Bolzplatzes mit Hilfe intensiver Beteiligung der Kinder und Jugendlichen aus dem Stadtteil. Im Rahmen von mehrtägigen Beteiligungsworkshops, professionell begleitet durch das AWO Spielmobil und dem mit der Planung beauftragten Landschaftsarchitekturbüro Schnickmann Landschaftsarchitekten, wurde die Planung entwickelt. Die direkten AnwohnerInnen wurden ebenfalls in die Planung einbezogen. Es konnten zeitgemäße Spielangebote geschaffen werden: Sie reichen über Schaukeln, ein Karussell, eine große Kletterlandschaft (Geisterbahn) und einen erneuerten Sandspielbereich mit einem Kletterlabyrinth. Der Bolzplatz erhielt neuen Asphaltbelag mit Linierung und einem angegliederten Treffpunkt für Jugendliche. SchülerInnen der Grundschule Hägewiesen und Jugendliche aus dem Jugendzentrum Sahlkamp erhielten in Beteiligungsprojekten unter künstlerischer Anleitung die Möglichkeit ihren Spielplatz aktiv mit zu gestalten: Dabei entstanden bei Bildhauerarbeiten aus Sandsteinblöcken Steinmonster und aus den so genannten Rasensofas aus Kunststoff, farbenfroh bemalte Sitzgelegenheiten. Zielgruppe: Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil Laufzeit 2010-2012 (Beginn/Ende) Träger: Landeshauptstadt Hannover Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung 7000 €- 286.000 € Abrechnung noch offen Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 92 ca. 310.000 € Der Spiel- und Bolzplatz wurde am 31.10.2011 im Rahmen eine Einweihungsfeier eröffnet und wird seit dem sehr gut angenommen. Es gibt 2 Spielplatzpatinnen aus der direkten Nachbarschaft, die dort nach dem Rechten sehen. 39 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  40 Maßnahmen und Projekte Freiraumentwicklungskonzept Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 6.002 Die Freiflächengestaltung im Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte stammt noch zum überwiegenden Teil aus der Entstehungszeit der Siedlung in den 70er Jahren und ist dringend erneuerungsbedürftig. Um die Potentiale der Freiflächen neu zu bewerten und damit veränderten Nutzungsansprüchen gerecht zu werden, soll im ersten Teil der Studie eine umfassende Bestandsanalyse durchgeführt werden. Der zweite Teil beschäftigt sich dann mit der Erarbeitung von entwurflichen Lösungsansätzen und soll durch eine intensive Bürgerbeteiligung begleitet werden. Das Freiraumentwicklungskonzept soll gemeinsam mit dem Gutachten zum Bestand der Prelios GmbH zur handlungsleitenden Planung für den Sanierungsprozess werden und daher auch städtebauliche Fragestellungen integrieren. Über die Kosten für die Planung hinaus werden weitere Mittel bereit gehalten, um eine Mitwirkung des Planungsbüros bei besonderen, über die bereits in der Kalkulation berücksichtigten, Beteiligungsaktionen zu ermöglichen. Projektziel: Ziel des Freiraumentwicklungskonzeptes ist es, Vorschläge zu erarbeiten mit deren Hilfe Nutzungskonflikte auf den Freiflächen entschärft, den Bewohnern eine intensivere Nutzung ihres Umfeldes ermöglicht und die Außenwirkung des Stadtteils verbessert werden kann. Zielgruppe: BewohnerInnen des Sanierungsgebietes Sahlkamp-Mitte, BesucherInnen aus den angrenzenden Stadtteilen Laufzeit August 2012 bis Herbst 2013 Träger: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung (Beginn/Ende) Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung - - 10.000 30.000 - Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 40.000 Die Planerin Frau Gottwald aus Berlin hat sich in einem wettbewerbsähnlich gestalteten Vergabeverfahren durchsetzen können. Die Auftragsvergabe befindet sich in der Bearbeitung. 40 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 93 Maßnahmen und Projekte  Garten am Steigerwaldweg und Spessartweg 6.003 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Vermittlung ökologischer Zusammenhänge, alles zum Thema Garten – vom Samenkorn bis zur Ernte, inkl. Bepflanzung und Gestaltung einer Gartenparzelle, themenbezogene Aktionen wie der Besuch des Kinderwaldes, Schulbiologiezentrum, Werkstätten. Die Gruppe trifft sich regelmäßig 2 x wöchentlich. Projektziel: Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund aus dem Stadtteil Sahlkamp, Förderung interkultureller Kompetenzen Zielgruppe: Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren / Mädchen und Jungen Laufzeit 01. April 2010 – 31. Oktober 2010 Träger: Internationale StadtteilGärten Hannover e.V. Schwarzwaldstraße 33 B, 30657 Hannover, Tel. 0511-2604110 Kooperationspartner: Stiftung Interkultur München; NaDu-Kinderhaus (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 1250 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 94 1250 € Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen und wirkt nachhaltig weiter. Eine mit Kindern aufgebaute Gartenparzelle wird unter Anleitung einer Frau aus dem Verein weiterhin von den Kindern bewirtschaftet. Die Gärtnerinnen und Gärtner haben die gärtnerische Selbstorganisation gut umgesetzt und beraten sich weiterhin untereinander und geben auch umfangreiche Tipps an interessierte Besucher weiter. 41 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 Maßnahmen und Projekte 8.2.7. Öffentlichkeit, Beteiligung, Bürgerschaftliches Engagement Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 95 Maßnahmen und Projekte  „Mitten im Sahlkamp“ Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 7.001 In bisher drei Ausgaben berichtet die Sanierungszeitung „Mitten im Sahlkamp“ seit Mai 2011 über Sanierungsmaßnahmen und „Soziale Stadt“-Projekte in SahlkampMitte. Reportagen über die Arbeit von Einrichtungen und Institutionen und andere Aktivitäten aus dem Stadtteil werden ebenfalls veröffentlicht. Die Themen der Sanierungszeitung werden in einer Redaktionsgruppe gesammelt und ausgewählt, der neben der Redakteurin auch AnwohnerInnen aus dem Stadtteil und MitarbeiterInnen der Verwaltung angehören. Die Artikel zu den jeweiligen Schwerpunktthemen werden zusätzlich in russischer und arabischer Übersetzung veröffentlicht. „Mitten im Sahlkamp“ wird in einer Auflage von 3.000 Stück kostenlos an alle Haushalte im Sanierungsgebiet verteilt und liegt darüber hinaus im Stadtteiltreff, im Büro des Quartiersmanagements und im Nachbarschaftsdienstladen zum Mitnehmen aus. Projektziel: Information der EinwohnerInnen, Förderung von Mitwirkungsbereitschaft und Engagement Zielgruppe: Alle EinwohnerInnen des Sanierungsgebietes Laufzeit Seit Mai 2011 (Beginn/Ende) Träger: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung Kooperationspartner: Quartiersmanagement Sahlkamp-Mitte, Redaktionsgruppe der Sanierungszeitung Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung 12.000 € 12.000 € 12.000 € 12.000 € Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 96 mit zwei Ausgaben pro Kalenderjahr informiert „Mitten im Sahlkamp“ die verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Sanierungsgebiet über Inhalte der Sanierung und Aktivitäten der verschiedenen sozialen Einrichtungen. Die Resonanz ist gut, die Beteiligung an der Redaktionsgruppe wird weiter aufgebaut. 43 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  44 Maßnahmen und Projekte Stadtteilstiftung 7.002 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 33 Stifterinnen und Stifter gründeten im Dezember 2004 die Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide – Deutschlands erste Stadtteilstiftung. Ihre Förderbereiche sind Bildung, Erziehung und Soziales in den beiden Stadtteilen Vahrenheide und Sahlkamp. Mit Spenden und den Zinserträgen aus dem Stiftungskapital, das 73.000 Euro (Stand: 31.12.2011) umfasst, unterstützt die Stadtteilstiftung soziale Einrichtungen und Projekte für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien und Senioren. Insgesamt hat die Stadtteilstiftung seit ihrer Gründung mehr als 50.000 Euro an Fördermitteln vergeben. Projektziel: Förderung von Projekten und Einrichtungen, die sich den Bereichen Bildung, Erziehung und Soziales zuordnen lassen. Zielgruppe: Einrichtungen und Projekte in den Stadtteilen Sahlkamp und Vahrenheide Laufzeit 14.12.2004 bis - fortlaufend Träger: Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide, Rumpelstilzchenweg 5, 30179 Hannover, Tel. 0511-6069730, E-Mail: Stadtteilstiftung@htp-tel.de (Beginn/Ende) Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel 13.795,42 € 7.414 € 4.532,86 € Gesamtkosten 13.795,42 € 7.414 € 4.532,86 € Stand des Verfahrens (01.07.12) Bisher hat die Stadtteilstiftung 107 Projekte in folgenden Einrichtungen gefördert: NaDu-Kinderhaus, Kulturtreff Vahrenheide, Grundschule Hägewiesen, Spielpark Holzwiesen, Herschelschule, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Stadtteilbauernhof, Grundschule Tegelweg, Internationale StadtteilGärten Hannover, Titus-Kirchengemeinde und NachbarschaftsDienstLaden NaDiLa, Kids-Club der Ev. Freikirche Sahlkamp. 44 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 97 Maßnahmen und Projekte  Lichtinstallation am Glockenturm 7.003 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Der Glockenturm der Epiphanias Gemeinde im Sahlkamp ist ebenso wie das Hochhaus Elmstraße 17 eine Landmarke des Stadtteils und weithin sichtbar, erlangt in der Wahrnehmung der StadtteilbewohnerInnen aber weniger Aufmerksamkeit als das Hochhaus. Projektziel: Aufwertung des Kirchturms als reale und spirituelle Orientierungshilfe im Stadtteil Zielgruppe: Alle EinwohnerInnen des Stadtteils und BesucherInnen Laufzeit Seit Installation im Sommer 2011 fortlaufend Träger: Ev.-lut. Epiphanias-Kirchengemeinde Kooperationspartner: enercity (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) 2.300 € 500 € 144 € 2.800 € 144 € Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens Der Glockenturm wird von Beginn der Abenddämmerung bis Mitternacht beleuchtet. (01.07.12) 98 45 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  46 Maßnahmen und Projekte “Respekt und Würde” Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 7.004 Als im Juni 2010 eine Gruppe junger Tänzer der liberalen jüdischen Gemeinde Hannover von Kindern beim „Internationalen Tag“ mit Kieselsteinen beworfen und Rufe „Juden raus“ zu hören waren, musste dies Anlass sein, sich mit der Frage nach antisemitischen Haltungen im Stadtteil und Gegenstrategien zu befassen. Alle beteiligten (nicht strafmündigen) Kinder hatten Migrationshintergründe. Die Diskussion unter Beteiligung der sozialen, kulturellen, Bildungs- u.a. Einrichtungen im Stadtteil führte zu der Erkenntnis, dass respektloses Verhalten von Kindern und Jugendlichen von den Betreuern häufig wahrgenommen wird; dieses Verhalten ist aber nicht immer antisemitisch gefärbt sondern häufig von sexistischen, homophobischen und xenophobischen Äußerungen geprägt. Eine anschließende systematische Befragung der Kinder- und Jugendeinrichtungen bestätigte diese Erkenntnis. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es an ausreichenden Kenntnissen zu Hintergründen und Handlungsansätzen gegenüber antisemitischen Haltungen muslimischer und/oder arabischer Kinder und Jugendlicher fehlt; ebenso wie an Erkenntnissen zur Bedeutung des elterlichen Einflusses und der eigenen Biografie. Unter dem Titel „Respekt und Würde“ wurden danach Anstrengungen unternommen unter breiter Beteiligung des Stadtteils Gegenstrategien zu entwickeln. Nachfolgende Projektbögen (auf den folgenden Seiten) beschreiben diese Aktivitäten und deren Verlauf: • Ju:An“ Jugendarbeit gegen Antisemitismus • ’RESPEKT- respektieren - tolerieren - akzeptieren‘ • Sahlkamp-Charta • Stadtteilworkshop “Respekt und Würde” Projektziel: Bekämpfung von Antisemitismus und anderer gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit; Durchsetzung respektvollen Umgangs miteinander in den Einrichtungen und im Stadtteil; Vermittlung des hohen Wertes demokratischer Kultur Zielgruppe: Vorrangig Kinder und Jugendliche mit solchen Haltungen; auch deren Eltern Laufzeit Seit Herbst 2009 fortlaufend (Beginn/Ende) Träger: Verschiedene (siehe folgende Projektbögen) Kooperationspartner: Verschiedene (siehe folgende Projektbögen) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Kosten und Finanzierung sind in den folgenden og. Projekten im Einzelnen angegeben 46 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 99 Maßnahmen und Projekte  „Ju:An“: Jugendarbeit gegen Antisemitismus 7.005 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Die antisemitischen Vorfälle beim internationalen Tag 2010 waren Anlass für ein Projekt, dass sich zum Ziel gesetzt hat einrichtungsspezifische, zielgruppen- und bedarfsorientierte Strategien zur Bearbeitung von Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu entwickeln und umzusetzen. Träger des Projektes ist die Amadeu Antonio Stiftung. Das Projekt ist über die Einrichtung hinaus sozialräumlich orientiert; es ist Bestandteil der Aktivitäten zum Thema „Respekt und Würde“. Projektziel: Auseinandersetzung und Sensibilisierung mit den Themen in der Jugendarbeit und im Sozialraum, Entwicklung von modellhaften Konzepten und Handlungsstrategien im Umgang mit Antisemitismus und Rassismus, Prävention und Bearbeitung von Vorurteilen und Ungleichwertigkeitsideologien Zielgruppe: Jugendliche, Fachkräfte im Sozialraum und der Jugendarbeit Laufzeit Ende 2011 – Ende 2014 Träger: Amadeu Antonio Stiftung, Berlin (Beginn/Ende) Landeshauptstadt Hannover Kooperationspartner: Kosten und Finanzierung Verein für demokratische Kultur in Berlin e.V.; Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie e.V.; Jugendzentrum Sahlkamp LHH Fachbereich Jugend und Familie, Kinder – und Jugendarbeit; Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit freier Träger im Sahlkamp; Schulen; religiöse, soziale, kulturelle Einrichtungen und Sportvereine 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel 6.725,87€ EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 3.362,94 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 10.088,81 € Durchführung von zwei Informations- und Diskussionsveranstaltungen Durchführung eines Argumentationstrainings für Honorarkräfte des Jugendzentrums und Fachkräfte der Jugendarbeit Teilnahme am Internationalen Tag 2012 im Sahlkamp 100 47 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  Maßnahmen und Projekte 48 Sahlkamp-Charta Kurzbeschreibung / Ausgangslage: 7.006 Im Rahmen der Diskussion zum Thema „Würde und Respekt“ im Sahlkamp mit verschiedenen Schul- und Kitaleitungen aus dem Stadtteil wurde als ein wichtiges Feld die Erarbeitung von Regeln des Zusammenlebens und deren Einhaltung genannt. Die Erarbeitung von gemeinsamen Regeln sollte dabei in einem Prozess erfolgen, bei dem es um den Austausch und den Ausgleich gleicher und verschiedener Interessen und das Mitgestalten und Erleben einer demokratischen Entscheidungsfindung geht. Einbezogen werden nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch PädagogInnen und Eltern. Der Verein „Politik zum Anfassen e.V“ wurde beauftragt, ein solches Projekt zu konzipieren und gemeinsam mit Schulklassen und weiteren Einrichtungen der Kinderund Jugendarbeit umzusetzen. Ausgewählt wurden nach einer Ausschreibung je eine Schulklasse der für den Sahlkamp relevanten weiterführenden Schulen: • Ada-Lessing-Schule • Lotte-Kestner-Schule • Herschelschule • IGS Vahrenheide / Sahlkamp • Erich-Kästner-Schule (angefragt) So sind nicht nur unterschiedlichste Meinungen, Lebensentwürfe und Begabungen dabei, sondern durch den „Wettbewerb“ unterschiedlicher Schulen wird ein höherer Aktivierungsgrad der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch so genannte Intergruppeneffekte erreicht. Ebenfalls beteiligt sind die Kita Epiphanias, die Grundschule Hägewiesen und der Bildungsladen. Am 10.7.2012 soll im Rahmen eines Planspiels bzw. eines Projekttages die Sahlkamp-Charta, die dazu vereinbarten Regeln bei Verstößen und die weiteren Maßnahmen und Ideen zur Installierung der Charta im Neuen Rathaus beraten und beschlossen werden. Projektziel: Verständigung über gemeinsame Regeln, Durchsetzung respektvollen Umgangs miteinander in den Einrichtungen und im Stadtteil; Vermittlung und Erfahrung demokratischer Kultur, Strukturen und Entscheidungsfindung Zielgruppe: Vorrangig Kinder und Jugendliche einschl. deren Eltern, PädagogInnen Laufzeit Seit Ende 2011 bis Ende 2012 Träger: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Bildung und Qualifizierung Kooperationspartner: Schulen, Kitas, Kinder- und Jugendeinrichtungen (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Zusätzliche Mittel d. LHH 18.000 € Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 18.000 € Vorstellung des Projekts im Stadtteil, Erarbeitung verschiedener Themen mit Schulklassen im Rahmen von Medienprojekten, die auf den gemeinsamen Charta-Tag hinführen. Erstellung einer Website (www.sahlkamp-charta.de) 48 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 101 Maßnahmen und Projekte  ’RESPEKT- respektieren - tolerieren - akzeptieren‘ 7.007 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Eine Dokumentation der Schulprojekte zum Thema ’Respekt und Würde’ im Sahlkamp / Hannover Projektziel: Darstellung, Reflektion und Aufarbeitung der Ereignisse: 1. ’Zeichen setzen’ - Schulprojekt mit zwei Klassen einer Grundschule. Die SchülerInnen haben orientiert an den Grundrechten und den 10 Geboten 11 Respektsätze erarbeitet und gemeinsam mit einer Künstlerin der Öffentlichkeit vorgestellt. / 2. ’Hab Respekt’ - SchülerInnen einer Hauptschule erarbeiteten mit dem Medium Film kurze Spots zum Thema respektvoller Umgang miteinander. / 3.’Menschen-Märchen-Projekte’ - Angeknüpft an das regelmäßig stattfindende Märchenfest im Sahlkamp, war bei diesem Projekt beabsichtigt, dass professionelle Märchenerzähler 12 Erwachsene zu Märchenerzählern ausbilden, die dann wiederum u. a auch in Muttersprache in 11 Schulklassen einer Grundschule Märchen vorgetragen haben. Abschließend tauschten sich die Kinder darüber aus, welche Märchen es in ihrer Familie gibt. Jede Klasse gestaltete ein eigenes Märchenbuch. Orientiert an dem Interesse Märchen entstand ein großes Gemeinschaftsgefühl und die kulturellen und sozialen Unterschiede waren für kurze Zeit aufgehoben. Zielgruppe: Kinder, Jugendliche aus unterschiedlichen Schulen sowie Erwachsene aus dem Stadtteil Laufzeit September 2010 – September 2011 (Beginn/Ende) Träger: Fachbereich Bildung und Qualifizierung / Stadtteilkulturarbeit / Stadtteil Sahlkamp Kooperationspartner: Grundschule Hägewiesen / Ada-Lessing-Hauptschule Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Sonst. öff. Mittel Zusätzliche Mittel d. LHH Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 102 4.685,13 € 4.685,13 € Die Dokumentation wurde veröffentlicht und im Stadtteil sowie darüber hinaus an Institutionen, Einrichtungen und interessierte Privatpersonen kostenlos verteilt. 49 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012  50 Maßnahmen und Projekte Zirkus - Total 7.008 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Der Stadtteiltreff Sahlkamp /Kinderzirkus Sahlino hat eine Projektwoche unter dem Motto „Zirkus Total“ im Herbst 2011/Frühjar 2012 durchgeführt. Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Ada Lessing haben eine Woche im Stadtteiltreff Sahlkamp in kleinen Gruppen ein intensives Training in unterschiedlichen circensische Disziplinen erhalten und mit theatralischen Mitteln ein Stück zum Thema Respekt erarbeitet. Daneben wurde in einer Requisitenwerkstatt an den Kulissen gearbeitet. Die choreografische Umsetzung des Programms wurde von mehreren Zirkustrainern und einem Regisseur begleitet. Projektziel: Die Zirkusarbeit erlaubt allen Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihrer jeweiligen Nationalität, ihren Sprachkenntnisse oder ihres sozialen Status, Fähigkeiten und Talente zu entdecken und zu präsentieren. Das gemeinsame (Er-)Leben und Handeln mehrerer Kinder auf engem Raum und das Erarbeiten und Präsentieren einer bunten Zirkus-Theater-Show erforderte gegenseitige Rücksichtnahme, Verlässlichkeit, Kritikfähigkeit und Teamgeist. Das Erarbeiten der einzelnen Zirkusnummern, das Einüben und das Zusammenspiel in der Gruppe schafft Zusammenhalt und fördert Toleranz. Das Thema „Respekt und Würde“ wurde in der Projektwoche nachhaltig erarbeitet. Außerdem wurden die SchülerInnen in ihrer künstlerischen Kreativität gefördert und ihre körperlichen, motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten verbessert. Die Aufführung stärkt die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Ada Lessing, die vorrangig im Sanierungsgebiet Sahlkamp-Mitte wohnen Laufzeit 1.12.2011 – 31.03.2012 Träger: Fachbereich Bildung und Qualifizierung/Stadtteilkulturarbeit/Stadtteiltreff Sahlkamp Kooperationspartner: Hauptschule Ada Lessing, Theater Vernissage, Circ’o –Netzwerk für Zirkuskünste (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Zusätzliche Mittel d. LHH 4.400,00 € 608,30 € Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 5.008,30 € Nach einer sehr intensiven Arbeit, insbesondere in Bezug auf den theatralischen Anteil und der Zusammenarbeit der Gruppe gab es am Ende der Projektwoche zwei wundervolle Aufführungen im Schulzentrum Bothfeld und in der Grundschule Hägewiesen. Eine Dokumentation des Zirkus-Total wurde erstellt. 50 Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012 103 Maßnahmen und Projekte  ’I  Sahlkamp‘ 7.009 Kurzbeschreibung / Ausgangslage: Ein Button zum Thema ’Respekt und Würde’ im Sahlkamp / Hannover Projektziel: Ziel der Initiative war es langfristig das Image des Stadtteils zu verbessern. Der globusrunde Button mit Weltkartenhintergrund, den Stadtteilumrissen, dem Satz ’I  Sahlkamp’, sowie der Aufschrift ’Respekt & Würde – Ja bitte!’ soll dazu beitragen, den Stadtteil als Ganzes und solidarische Einheit darzustellen. Zielgruppe: BewohnerInnen des Stadtteil Sahlkamp und darüber hinaus Laufzeit ca. Mai 2011 – November 2011 Träger: Fachbereich Bildung und Qualifizierung Kooperationspartner: Stadtteilkulturarbeit / Stadtteil Sahlkamp AG ’I love Sahlkamp’ (BewohnerInnen) (Beginn/Ende) Kosten und Finanzierung 2010 2011 2012 2013 2014 (01.07.12) Städtebauförderung Sonst. öff. Mittel EUFörderprogramme (EFRE, SvO) Zusätzliche Mittel d. LHH 314,11€ Dritt- / Eigenmittel (des Eigentümers) Sonstige Mittel Gesamtkosten Stand des Verfahrens (01.07.12) 104 51 314,11€ Der Button wurde in unterschiedlichen Größen gedruckt und an Institutionen, Einrichtungen, Geschäftsleute sowie interessierte Privatpersonen kostenlos verteilt. Integriertes Handlungskonzept Sahlkamp-Mitte 2012
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