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Periodical volume

Full text: Konzernabschluss Issue 2015

Konzernabschluss 2015
Stadtwerke Leipzig GmbH

Konzernkennzahlen auf einen Blick
Stadtwerke Leipzig GmbH

Mitarbeiter und Auszubildende (Stichtag)

2015

2014

2013

2012

2011

1.591

1.613

1.640

1.650

2.093

Konzerngewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse

TEUR

2.147.179

2.389.938

3.381.979

4.145.386

4.204.659

davon: Energiegroßhandel

TEUR

1.547.418

1.808.209

2.679.585

3.454.266

3.525.526

davon: Energievertrieb

TEUR

371.105

384.275

486.794

467.254

439.795

davon: weitere Umsatzerlöse

TEUR

228.656

197.454

215.600

223.866

239.338

TEUR

118.810

113.029

132.589

149.682

136.921

EBITDA
EBITA

TEUR

74.365

68.131

86.866

99.720

80.423

EBIT

TEUR

78.525

68.238

89.802

101.209

78.252

EBIT adjustiert

TEUR

78.525

68.238

89.802

101.223

81.076

EBT

TEUR

65.419

54.497

73.240

85.231

57.889

EBITDA-Marge

%

5,5

4,7

3,9

3,6

3,3

EBIT-Marge

%

3,7

2,9

2,7

2,4

1,9

TEUR

523.129

517.245

521.720

516.966

555.078

Umlaufvermögen 

TEUR

162.484

171.647

267.578

300.331

307.116

Bilanzsumme

TEUR

685.613

688.892

789.298

817.297

862.194

Net Working Capital

TEUR

−49.778

6.550

28.720

54.070

19.139

Betriebliches Vermögen

TEUR

473.351

523.795

550.440

571.036

574.174

Eigenkapital

TEUR

179.377

179.851

186.664

186.939

170.443

Eigenkapitalquote

%

26,2

26,1

23,6

22,9

19,8

ROCE

%

16,6

13,0

16,3

17,7

14,1

Eigenkapitalrentabilität

%

36,5

30,3

39,2

45,6

34,0

Konzernbilanz
Anlagevermögen
1

Konzernkapitalflussrechnung 2
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit

TEUR

48.960

58.391

149.610

105.629

133.021

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

TEUR

−43.594

−38.001

−48.572

20.767

−40.058

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

TEUR

−254

−67.690

−86.418

−107.398

−70.634

Finanzschulden

TEUR

208.844

202.271

252.034

269.370

304.580

Nettofinanzschulden

TEUR

191.400

188.381

231.444

258.042

281.621

Konzernfinanzierung

1
2

einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten und latente Steuern
ab 2014 Berechnung nach DRS 21, bis 2013 nach DRS 2

Kennzifferndefinition
EBITDA

Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge − Materialaufwendungen − Personalaufwendungen − sonstige betriebliche
Aufwendungen

EBITA

EBITDA − Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände + Abschreibungen auf Firmenwert

EBIT

EBITA + Beteiligungsergebnis − Abschreibungen auf Firmenwert

Betriebliches Vermögen

Anlagevermögen ohne Firmenwert + Net Working Capital

EBIT adjustiert

EBIT + Abschreibungen auf Firmenwert

Eigenkapitalquote

Eigenkapital / Bilanzsumme x 100

EBT (Ergebnis der
gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit)

EBIT + Zinserträge − Zinsaufwendungen

ROCE

EBIT adjustiert / betriebliches Vermögen

Eigenkapitalrentabilität

EBT / Eigenkapital x 100

Finanzschulden

EBITDA-Marge

EBITDA / Umsatzerlöse x 100

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten + Darlehen
gegenüber LVV

EBIT-Marge

EBIT / Umsatzerlöse x 100

Nettofinanzschulden

Finanzschulden − liquide Mittel (Wertpapiere und Kasse)

Net Working Capital

Betrieblich gebundenes Vermögen (kurzfristige Vermögenswerte − liquide Mittel + aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
+ aktive latente Steuern) − Finanzierung über unverzinsliches
Fremdkapital (kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten − kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten + passiver Rechnungsabgrenzungsposten + passive
latente Steuern)

Inhaltsverzeichnis

Bericht des Aufsichtsrates der Stadtwerke Leipzig GmbH  	

  Seite	

2

Konzernlagebericht  	

  Seite	

5

Konzernbilanz  	

  Seite	 18

Konzerngewinn- und -verlustrechnung  	

  Seite	 20

Konzernanhang  	

  Seite	 21

Entwicklung des Konzernanlagevermögens  	

  Seite	 36

Konzerneigenkapitalspiegel  	

  Seite	 38

Konzernkapitalflussrechnung  	

  Seite	 40

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers  	

  Seite	 42

Abkürzungsverzeichnis  	

  Seite	 44

Konzernabschluss SW Leipzig

  Bericht des Aufsichtsrates 

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Bericht des Aufsichtsrates
der Stadtwerke Leipzig GmbH

Im Geschäftsjahr 2015 hatte die Stadtwerke Leipzig GmbH einen Aufsichtsrat, der sich nach den Regelungen des Drittelbeteiligungsgesetzes richtet. Der Aufsichtsrat setzt sich aus 21 Mitgliedern zusammen, dabei wurden im Jahr 2015
13 Mandate durch die Anteilseignervertreter der Stadt Leipzig und der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH sowie sieben Mandate durch die Arbeitnehmervertreter der Stadtwerke Leipzig GmbH besetzt. Ein Mandat
auf Seiten der Anteilseignerin war im Jahr 2015 nicht besetzt. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist Herr Dr. Norbert Menke.
Im Verlauf des Jahres 2015 gab es folgende Mandatsveränderungen: Auf der Anteilseignerseite wurden im ersten
Quartal Herr Oliver Beckel, Herr Achim Haas, Herr Tobias Keller, Frau Anett Ludwig und Herr Frank Tornau in den
Aufsichtsrat berufen. Ausgeschieden sind Herr Prof. Dr. Thomas Bruckner, Frau Ursula Grimm, Frau Heike König,
Herr Volkmar Müller sowie Frau Prof. Dr. Daniela Thrän.
Auf der Arbeitnehmerseite trat nach Wahl der Arbeitnehmervertreter im zweiten Quartal Frau Marissa Zorn ihr Mandat
im Aufsichtsrat an. Herr Eckhard Hölzel schied im Zuge dieser Wahl aus dem Aufsichtsrat aus.
Im Geschäftsjahr 2015 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Darüber hinaus trat der Aufsichtsrat zu
drei außerordentlichen Sitzungen zusammen.
Ein Beschluss wurde im Jahr 2015 im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Der Aufsichtsrat hat einen Personalausschuss gebildet. Dieser Ausschuss ist paritätisch besetzt und kam im Jahr 2015
zu zwei Sitzungen zusammen.
Der Aufsichtsrat ist von der Geschäftsführung in den Aufsichtsratssitzungen mit mündlichen und schriftlichen Berichten über den Gang der Geschäfte, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über grundsätzliche Fragen
der Geschäftspolitik umfassend unterrichtet worden und hat auf diese Weise die Geschäftsführung überwacht. Die Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung waren Gegenstand eingehender Beratungen. Im Mittelpunkt standen dabei
unter anderem die Beschlussfassungen für die Abgabe eines Angebotes an die Stadt Leipzig im Rahmen der Ausschreibung des Konzessionsvertrages Strom für 19 Ortsteile Leipzigs für die Dauer von 20 Jahren und die Beteiligung an einer
Gesellschaft für erneuerbare Energien sowie der Wirtschafts-/Konzernwirtschaftsplan der Stadtwerke Leipzig GmbH
für das Geschäftsjahr 2016.
Den sich aus dem Gesellschafterbeschluss zur Umsetzung des Leipziger Corporate Governance Kodex vom 17. Februar 2014 resultierenden Verpflichtungen zur Umsetzung einzelner Regelungen wurde im Rahmen des Jahresabschlusses vollständig entsprochen.
Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahres- und Konzernabschluss sowie der Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind von der durch die Gesellschafterversammlung als Abschlussprüfer gewählten
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen worden.

2

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

Bericht des Aufsichtsrates

Konzernlagebericht

Konzernbilanz

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen und den aufgestellten Jahresabschluss
und Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der
Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt und der Gesellschafterversammlung empfohlen, den Jahresabschluss
festzustellen. Des Weiteren wurden der Konzernabschluss und Konzernlagebericht durch den Aufsichtsrat geprüft
und billigend zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung für die vertrauensvolle
Zusammenarbeit und spricht allen Beteiligten seine Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit aus.

Leipzig, 21. April 2016

Dr. Norbert Menke
Aufsichtsratsvorsitzender

Wir sind Leipziger

3

Konzernabschluss SW Leipzig

  Bericht des Aufsichtsrates 

  Konzernlagebericht 

4

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015
Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig

1	

Grundlagen des Konzerns

1.1	Geschäftsmodell
Der Stadtwerke Leipzig Konzern (SW Leipzig Konzern) bündelt Kompetenzen in den Bereichen Energieversorgung und
Energiedienstleistung. In Leipzig ist die Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig (SW Leipzig) auf Basis effizienter und umweltfreundlicher Erzeugung Marktführer in einer wachsenden Stadt. Daneben sind die Tochterunternehmen Netz Leipzig
GmbH, Leipzig (Netz Leipzig), RETIS Leipzig GmbH, Leipzig (RETIS) sowie LAS GmbH, Leipzig (LAS) im Markt aktiv. Im
Rahmen des polnischen Engagements ist die Gdańskie Przedsiębiorstwo Energetyki Cieplnej Sp. z o.o., Gdańsk (GPEC)
Marktführer in der Wärmeversorgung der Region um die nordpolnische Stadt Gdańsk. Im Geschäftsfokus stehen die
Erzeugung von Strom und Wärme mit modernen Kraftwerkskapazitäten, die sichere Versorgung von Kunden mit Energie
und Energiedienstleistungen sowie die Bereit- und Sicherstellung der Netzinfrastruktur für die Strom-, Gas- und Fernwärmeversorgung der Stadt Leipzig. Das Portfolio an Produkten und Dienstleistungen umfasst den Vertrieb von Strom-,
Gas- und Wärmeprodukten, ein kundenorientiertes Spektrum an energienahen Dienstleistungen sowie Abrechnungslösungen, Portfoliomanagement und Kraftwerksvermarktung. Die SW Leipzig fokussieren neben Privat- und Geschäftskunden besonders auf den Mittelstand und die Immobilienwirtschaft. Die Basis bildet eine starke Präsenz in Leipzig, die
durch gezielte überregionale Aktivitäten ergänzt wird. Darüber hinaus ist die GPEC auf polnischen Märkten im Großraum
Trójmiasto mit den Zentren Gdańsk, Gdynia und Sopot – sowie in Jelenia Góra tätig.
Das Profil des SW Leipzig Konzerns wird wesentlich durch die Konzernmutter geprägt. In den Konzernabschluss sind
neben der SW Leipzig vier Tochterunternehmen (Vj.: vier), bei denen die SW Leipzig unmittelbar über die Mehrheit der
Stimmrechte verfügen, vollkonsolidiert einbezogen. Aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB wurden 12 verbundene Unternehmen (Vj.: 13) nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Zwei Unternehmen (Vj.: zwei) wurden über die Equity-Methode konsolidiert. Eine weitere Beteiligung (Vj.: eine), an der die SW Leipzig unmittelbar Anteile
halten, die aus Sicht des SW Leipzig Konzerns für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Ertrags-, Finanzund Vermögenslage von untergeordneter Bedeutung ist, wird in der Konzernbilanz als Finanzanlage ausgewiesen.

Konsolidierungskreis

Stadtwerke Leipzig GmbH

Einbezogene verbundene
Unternehmen

Assoziierte Unternehmen
(Equity-Methode)

Netz Leipzig GmbH

EVIL GmbH

LAS GmbH

WEO GmbH & Co. KG

RETIS Leipzig GmbH

GPEC Sp. z o.o.

Wir sind Leipziger

5

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Die Tätigkeitsbereiche des SW Leipzig Konzerns orientieren sich an den energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsstufen:
Zur Erzeugung von Strom und Wärme werden Kraftwerke auf Basis konventioneller und regenerativer Energieträger betrieben. Ergänzend hierzu erfolgen im Energiegroßhandel die Beschaffung und das Portfoliomanagement von Strom, Gas,
Holz und CO 2 -Zertifikaten. Neben dem Verkauf von Strom, Gas und Wärme bündelt der Energievertrieb als Schnittstelle
zum Kunden die energienahen Dienstleistungen, die die Bereiche dezentrale Erzeugung, Photovoltaik, Energiemanagement, Energieeffizienz und Metering umfassen. Die LAS ergänzt das vertriebliche Portfolio und ist in den Geschäftsfeldern Abrechnung und Submetering tätig. Im Geschäftsfeld Abrechnung werden vorwiegend konzerninterne Dienstleistungen erbracht. Demgegenüber fokussiert das Geschäftsfeld Submetering mit einem umfassenden Leistungsspektrum auf
die Zielmärkte Energie- und Immobilienwirtschaft.
Das Geschäftsfeld Netze ist hinsichtlich des Netzeigentums sowie des Betriebs und der Betriebsführung des Strom-,
Gas- und Fernwärmenetzes differenziert organisiert. Neben den SW Leipzig, die selbst Eigentümer des Nieder- und
Mittelspannungsnetzes sind, sind in diesem Geschäftsfeld weitere 100%ige Tochterunternehmen – die RETIS als Eigentümerin des Gas- und Fernwärmenetzes sowie die Netz Leipzig als Eigentümerin des Hochspannungsnetzes – gebündelt. Die Netz Leipzig ist darüber hinaus Netzbetreiber in den Bereichen Strom und Gas sowie Betriebsführer für das
Fernwärmenetz.
Neben der Wärmeversorgung lokaler Märkte erzeugt und vertreibt die GPEC-Gruppe Strom aus regenerativen Energien, insbesondere aus Wasserkraftanlagen, und bietet energienahe Dienstleistungen und Produkte an. Zur Stärkung
der Gruppe sind im Geschäftsjahr 2015 die Tochterunternehmen unter dem Dach der GPEC an den Außenauftritt der
Muttergesellschaft angeglichen worden.

1.2	

Ziele und Strategien

Die Konzernstrategie fußt auf den strategischen Fundamenten der vollkonsolidiert einbezogenen Unternehmen. Dabei
verfolgen die SW Leipzig unter den Rahmenbedingungen der sich dynamisch verändernden Energiemärkte und bei sich
verschärfenden Regulierungsanforderungen das Ziel einer nachhaltigen Positionierung als moderner Energiedienstleister in Mitteldeutschland. Die SW Leipzig folgen dabei ihrem Auftrag, die Versorgungssicherheit in den betreuten Netzgebieten zu gewährleisten, in den verschiedenen Geschäftsfeldern unternehmerisch zu handeln und attraktiver Arbeitgeber
zu sein. Im Geschäftsfeld Netze steht dabei strategisch der Gewinn der Gas- und Stromkonzessionen für die Außenbezirke Leipzigs im Fokus. Im Vertrieb geht es vor allem um die Sicherung der Marktführerschaft in Leipzig, angemessenes
Wachstum bei Energiedienstleistungen und den Ausbau des Wärmegeschäfts.
Die GPEC hat die Umsetzung der strategischen Ausrichtung der GPEC-Gruppe fortgesetzt. Die Strategie konzentriert
sich auf Erzeugung und stabile Wärmeversorgung sowie auf Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produkte durch
die Gesellschaften der GPEC-Gruppe. Der Wärmeabsatz wird durch gezielte Maßnahmen der Kundengewinnung gestärkt; strategische Initiativen und die Optimierung der Geschäftsprozesse unterstützen die strategische Umsetzung
zunächst bis 2020.
Das Geschäftsfeld Erzeugung konzentriert sich auf die Anpassung der bestehenden Erzeugungsanlagen an die veränderten Rahmenbedingungen sowie auf die Wachstumspotenziale im Bereich der erneuerbaren Energien. Der Energiehandel
ist zentrale Drehscheibe für die Optimierung der energiewirtschaftlichen Positionen und richtet sich auf die Nutzung von
Chancen im Bereich von Systemdienstleistungen aus.
Im Jahr 2015 wurde die Strategie der SW Leipzig weiter präzisiert. Zur Erreichung der genannten Ziele wurden Programme zur Steigerung der Kundenorientierung, zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere durch
Anpassung von Kostenstrukturen – sowie zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur begonnen.

6

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Es konnten im Jahr 2015 verschiedene strategisch wichtige Meilensteine erreicht werden: Mit Vergabe der Gaskonzessionen für die eingemeindeten Stadtteile an die SW Leipzig konnte der erste Schritt zur Übernahme der Verantwortung für
zuverlässige Energienetze im gesamten Leipziger Stadtgebiet gemacht werden. Mit Inbetriebnahme der thermischen
Speicheranlage, deren Leistungsfähigkeit durch die Installation zweier Heißwassererzeuger ergänzt wurde, ist die Umsetzung des aktuellen Konzeptes zur Fernwärmebesicherung abgeschlossen. Darüber hinaus sind am Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD-KW Leipzig), der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage der SW Leipzig, weitere Betriebsoptimierungen vorgenommen worden, die der zunehmenden Bedeutung von Flexibilität konventioneller Kraftwerkskapazitäten
Rechnung tragen. Auch in der Weiterentwicklung der Kundenserviceprozesse hat es Fortschritte gegeben. Ein weiterer
Schwerpunkt im Jahr 2015 lag in der Entwicklung eines neuen Preissystems für Fernwärme. Dieses wurde im vierten
Quartal in den Markt eingeführt und bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Fortsetzung des Fernwärmegeschäfts.
Zur Stärkung der Marktposition will der SW Leipzig Konzern gezielt wachsen. Dazu zählt die Beteiligung der SW Leipzig an Erzeugungsanlagen beziehungsweise der Ausbau eigener Erzeugungskapazitäten im Bereich der erneuerbaren
Energien, mit dem Schwerpunkt bei Windprojekten. Hier konnten 2015 verschiedene Modelle und Potenziale identifiziert und konkretisiert werden.

2	Wirtschaftsbericht
2.1	

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nach Einschätzungen führender Wirtschaftsforschungsinstitute ist das Bruttoinlandsprodukt 2015 im Vorjahresvergleich um 1,8 % gestiegen. Laut Statistischem Amt der Europäischen Union verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt in
Polen ein Wachstum um 3,6 %.
Die intensiven politischen Diskussionen zur Zukunft der Energieversorgung in Deutschland und Europa sowie im Hinblick
auf den Klimaschutz sogar weltweit führen insgesamt zu weiterhin unsicheren Rahmenbedingungen. Auch im Jahr 2015
traten zahlreiche Neuregelungen innerhalb der Energiegesetzgebung in Kraft, die sich direkt oder indirekt auf die Geschäftsfelder der SW Leipzig auswirken.
Von besonderer Bedeutung ist dabei das Weißbuch für den Strommarkt, welches 2015 verabschiedet wurde. Mit dem
Weißbuch sollte eine umfangreiche energiepolitische Debatte zum Thema Strommarkt und Versorgungssicherheit abgeschlossen werden. Trotz außerordentlicher Bemühungen konnte die Branche eine Vielzahl von Forderungen nicht
durchsetzen. Insbesondere sieht das Weißbuch keinen vergüteten Kapazitätsmechanismus im Kraftwerksbereich vor.
Darüber hinausgehende Elemente, wie Bilanzkreistreue, Lastflexibilität, Aggregation von Lasten und Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik, werden branchenweit Einfluss auf die Entwicklung der Unternehmen haben. Für die
Branche von großer Bedeutung ist auch die Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, welches der Bedeutung dieser Technologie in vielen Bereichen Rechnung trägt. Allerdings wurden nicht alle Anregungen der Branche
aufgenommen. Erhoffte positive Effekte im Hinblick auf die Positionierung des GuD-KW Leipzig sind nicht eingetreten.
Im Zusammenhang mit der Regulierung der Großhandelsmärkte ziehen sich Banken und andere Marktteilnehmer vom
Großhandelsmarkt für Strom und Gas zurück. Infolgedessen sinkt die Liquidität im Handelsgeschäft, vor allem im längerfristigen Terminmarkt. Die Verlagerung der Handelsvolumina in den Kurzfristbereich, im Wesentlichen aufgrund der
kontinuierlichen Zunahme an regenerativer Einspeisung, hält unvermindert an. Außerdem ist ein Rückgang der Preisausschläge, insbesondere im Terminbereich, zu verzeichnen. Regulatorische Vorgaben, die meist mit Meldepflichten
verbunden sind, führen zu einer Erhöhung der Prozesskosten.

Wir sind Leipziger

7

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Im Geschäftsfeld Netze stand im Geschäftsjahr 2015 besonders die Diskussion um die Novellierung der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) im Fokus. Neben Vorschlägen zur Anpassung der ARegV, die im 2015 veröffentlichten Evaluierungsbericht zur Anreizregulierung der Bundesnetzagentur (BNetzA) enthalten sind, hat das Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein Eckpunktepapier veröffentlicht. Des Weiteren stand der Smart-Meter-Rollout
im Blickpunkt gesetzlicher Neuregelungen. So hat das Bundeskabinett am 4. November 2015 den Gesetzentwurf zur
Digitalisierung der Energiewende beschlossen. Von besonderer Bedeutung ist das darin enthaltene Messstellenbetriebsgesetz, in dem unter anderem der wirtschaftliche und zeitliche Rahmen für die Installation moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme geregelt ist. Das Gesetz wird voraussichtlich Mitte 2016 in Kraft treten,
wobei die erste Umsetzung des Rollouts bereits mit Jahresbeginn 2017 startet.
Für die GPEC galt der durch die polnische Regulierungsbehörde Urząd Regulacji Energetyki (URE) für den Zeitraum
März 2013 bis April 2016 festgelegte Wärmetarif unverändert fort. In diesem Zeitraum kann die GPEC die genehmigten Preise und Gebührensätze alle zwölf Monate an die sich ändernden Rahmenbedingungen anpassen. Im Jahr 2015
wurden keine Preisanpassungen vorgenommen.

2.2	Geschäftsverlauf
Der SW Leipzig Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2015 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von
Mio. EUR 65,4, welches um Mio. EUR 10,9 über dem des Vorjahres liegt. Bezogen auf die für das Jahr 2015 getroffene Prognose bleibt das Ergebnis mit Mio. EUR 1,9 hinter den Erwartungen zurück. Wesentlich für das Ergebnis des
SW Leipzig Konzerns ist die operative Geschäftstätigkeit der SW Leipzig.
Kennzahlen

in Mio. EUR

Umsatzerlöse
Rohmarge

2015

2014

Veränderung
absolut

Prognose
2015

2.147,2

2.389,9

−242,7

2.450,8

273,3

256,3

17,0

280,3

EBIT

78,5

68,2

10,3

81,8

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

65,4

54,5

10,9

67,3

Investitionen

73,0

47,7

25,3

118,3

Hauptursache für die im Vorjahresvergleich positive Ergebnisentwicklung ist die in Leipzig festgestellte kühlere Witterung. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Gradtagszahl 7,8 % über dem Wert des Jahres 2014. Auf Grundlage dieser Entwicklung generierte der Energievertrieb der SW Leipzig Mehrabsatz insbesondere in den witterungsreagiblen Medien
Gas und Fernwärme, der sich positiv auf die Entwicklung der Umsatzerlöse auswirkte. Demgegenüber verzeichnet das
weniger witterungsabhängige Medium Strom eine rückläufige Entwicklungstendenz, im Wesentlichen aufgrund der
schwächeren Marktpositionierung im bundesweiten Geschäft.
Darüber hinaus wirkten sich geänderte Marktbedingungen für Handelsgeschäfte negativ auf das Ergebnis der SW Leipzig
aus. Der Ergebnisrückgang war insbesondere auf die gesunkenen Preise am Großhandelsmarkt sowie auf die verstärkte
Tendenz zum Kurzfristhandel zurückzuführen.
Das Ergebnis des GuD-KW Leipzig war auch im Jahr 2015 durch die Entwicklung am Stromgroßhandelsmarkt und der
damit einhergehenden negativen Spread-Entwicklung geprägt. Außerdem blieben die Biomasseanlagen aufgrund ungeplanter Arbeitsnichtverfügbarkeiten hinter der Vorjahresleistung zurück. Das Ergebnis der Windkraftanlagen liegt
infolge höheren Windaufkommens über dem des Vorjahres.

8

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Die im SW Leipzig Konzern generierten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2015 sind im Wesentlichen auf den Außenumsatz
der SW Leipzig (Mio. EUR 1.958,3), der GPEC (Mio. EUR 101,7) sowie der Netz Leipzig (Mio. EUR 83,4) zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr 2015 tätigte der SW Leipzig Konzern Gesamtinvestitionen von Mio. EUR 73,0, deren Schwerpunkt mit
Mio. EUR 68,3 Investitionen in das Sachanlagevermögen bildeten. In der Prognose 2015 waren Erwerbe von Konzessionsgebieten unterstellt, mit denen nunmehr in späteren Geschäftsjahren gerechnet wird.

2.3	Ertragslage
Zwischen dem Einzel- und Konzernabschluss der SW Leipzig bestehen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede,
die zu einem veränderten Ergebnisausweis im SW Leipzig Konzern führen. Dabei handelt es sich um den Wegfall der in
den SW Leipzig ertragswirksamen Auflösung des Sonderpostens von Mio. EUR 2,0 gemäß § 4 Fördergebietsgesetz.
Ertragslage

in Mio. EUR

Betriebliche Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
Aktivierte Eigenleistungen
Betriebliche Materialaufwendungen
Betriebliche Erträge
Betriebliche Personalaufwendungen

2015

2014

Veränderung
absolut

2.146,9

2.401,1

−254,2

−1,0

−0,7

−0,3

3,9

3,2

0,7

−1.872,3

−2.134,3

262,0

15,9

11,1

4,8

−82,9

−82,4

−0,5

Betriebliche Aufwendungen

−93,7

−86,1

−7,6

Planmäßige Abschreibungen

−44,0

−44,7

0,7

Betriebsergebnis

72,8

67,2

5,6

Finanzergebnis

−8,9

−13,6

4,7

1,5

0,9

0,6

Betriebsneutrales Ergebnis
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

65,4

54,5

10,9

Außerordentliche Aufwendungen

−6,0

0,0

−6,0

Außerordentliches Ergebnis

−6,0

0,0

−6,0

Steuern vom Einkommen und Ertrag/sonstige Steuern

−4,6

−2,2

−2,4

−54,4

−54,7

0,3

0,5

−2,4

2,9

Aufwendungen aus Gewinnabführung
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag

−2,1

−1,9

−0,2

Konzernverlustvortrag

Anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis

−122,1

−117,8

−4,3

Konzernbilanzverlust

−123,7

−122,1

−1,6

Die positive Entwicklung im Hinblick auf das Betriebsergebnis des SW Leipzig Konzerns ist insbesondere auf die witterungsbedingte Entwicklung der Rohmarge zurückzuführen, wodurch dieses im Vergleich zum Vorjahr von Mio. EUR 67,2
auf Mio. EUR 72,8 gestiegen ist. Für den im Vergleich zur Verringerung der betrieblichen Materialaufwendungen geringeren Rückgang der betrieblichen Umsatzerlöse ist die Umsatzentwicklung der SW Leipzig in Bezug auf den Energie­
großhandel infolge der Marktentwicklung des Großhandelspreises Strom ursächlich. Demgegenüber haben die übrigen
einbezogenen Gesellschaften ihre Umsatzerlöse gegenüber Dritten operativ gestärkt.

Wir sind Leipziger

9

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Das Finanzergebnis ist in seiner Entwicklung im Wesentlichen durch das Zinsergebnis geprägt, welches sich aufgrund
geringerer Zinsen und ähnlicher Aufwendungen verbessert hat. Die im Vorjahr noch vorhandenen Abschreibungen auf
Finanzanlagen von Mio. EUR 2,7 beeinflusst die Veränderung des Finanzergebnisses überdies. Darüber hinaus wirken
im Finanzergebnis höhere Erträge aus Beteiligungen, die aus nicht einbezogenen Tochterunternehmen der GPEC
resultieren.
Gemessen am Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat der SW Leipzig Konzern unter Hinzuziehung des außerordentlichen Ergebnisses einen Jahresüberschuss von Mio. EUR 0,5 erzielt, da die Gewinnabführung der SW Leipzig
das im Konzern erwirtschaftete Ergebnis entgegen dem Vorjahr nicht überstieg. Die positive Ergebnisentwicklung
im Geschäftsjahr 2015 hat nicht ausgereicht, den Konzernbilanzverlust zu reduzieren. Infolge des Verlustvortrages
aus dem Vorjahr sowie des dem anderen Gesellschafter zuzurechnenden Ergebnis ist ein Konzernbilanzverlust von
Mio. EUR 123,7 festzustellen.

2.4	Finanzlage
Im Rahmen der Kapitalflussrechnung wurde für 2015 ein Finanzmittelbestand in Höhe von Mio. EUR 55,1 ausgewiesen.
Im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres hat sich dieser um Mio. EUR 5,3 erhöht.
Finanzlage

in Mio. EUR

2015

2014

Veränderung
absolut

Mittelzufluss aus Unternehmenstätigkeit

26,4

43,3

−16,9

Veränderung des Working Capitals

22,6

15,1

7,5

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Cash Flow aus Investitionstätigkeit
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderungen Finanzmittelbestand
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
Wechselkurs-, konsolidierungskreis-, bewertungs- sowie nicht
zahlungswirksame Änderungen des Finanzmittelbestandes
Finanzmittelbestand am Ende der Periode

49,0

58,4

−9,4

−43,6

−38,0

−5,6

−0,3

−67,7

67,4

5,1

−47,3

52,4

49,8

102,1

−52,3

0,2

−5,0

5,2

55,1

49,8

5,3

Die Kapitalflussrechnung weist einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von Mio. EUR 49,0 aus, der gegenüber
dem Vorjahr um Mio. EUR 9,4 zurückgegangen ist. Des Weiteren enthält der Cash Flow aus Investitionstätigkeit die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen sowie erhaltene Zinsen und durch Tochterunternehmen liquiditätswirksam
abgeführte Gewinne. Im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit sind gezahlte Zinsen und Nettokreditaufnahmen enthalten.

10

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

2.5	Vermögenslage
Zum Bilanzstichtag weist der SW Leipzig Konzern eine Bilanzsumme von Mio. EUR 685,6 aus. Demgemäß hat sich das
Vermögen des SW Leipzig Konzerns um Mio. EUR 3,3 reduziert. Geprägt wird die Vermögensstruktur durch langfristige
Vermögenswerte, insbesondere Sach- und Finanzanlagevermögen, sowie ein nahezu konstantes Konzerneigenkapital.
Vermögenslage

in Mio. EUR

31.12.2015

31.12.2014

Veränderung
absolut

523,1

517,2

5,9

Aktiva
Anlagevermögen
Sonstige langfristige Vermögensgegenstände
Langfristige Vermögenswerte

2,2

1,8

0,4

525,3

519,0

6,3

Vorräte

13,3

14,5

−1,2

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

63,6

74,0

−10,4

Forderungen gegen verbundene, nicht einbezogene Unternehmen

42,9

43,8

−0,9

40,7

41,4

−0,7

davon: Cash Pool

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel

0,6

2,8

−2,2

13,3

13,8

−0,5

17,4

13,9

3,5

151,1

162,8

−11,7

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

6,6

4,6

2,0

Aktive latente Steuern

2,6

2,5

0,1

685,6

688,9

−3,3

Kurzfristige Vermögenswerte

Passiva
Eigenkapital

179,4

179,9

−0,5

Sonderposten

42,4

43,4

−1,0

Langfristige Rückstellungen

62,4

85,7

−23,3

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

63,6

57,1

6,5

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen

123,1

132,9

−9,8

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

249,1

275,7

−26,6

Kurzfristige Rückstellungen

97,7

77,4

20,3

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

12,3

5,2

7,1

1,5

0,2

1,3

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

59,0

65,9

−6,9

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen

26,4

21,7

4,7

3,0

5,5

−2,5

14,3

16,7

−2,4

211,2

187,1

24,1

0,7

0,4

0,3

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

davon: Cash Pool

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Passive latente Steuern

Wir sind Leipziger

11

2,8

2,4

0,4

685,6

688,9

−3,3

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Im Vorjahresvergleich hat sich der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme um 1,2 % auf 76,3 % erhöht.
Ursächlich hierfür sind vor allem die Entwicklungen innerhalb des Sachanlagevermögens. Die im Geschäftsjahr
2015 getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen lagen über den hieraus resultierenden Abschreibungen.
Der SW Leipzig Konzern bilanzierte per 31. Dezember 2015 immaterielle Vermögensgegenstände von Mio. EUR 15,5
(Vj.: Mio. EUR 17,9), Sachanlagevermögen von Mio. EUR 479,9 (Vj.: Mio. EUR 473,7) sowie Finanzanlagevermögen von
Mio. EUR 27,8 (Vj.: Mio. EUR 25,6).
Auf Grundlage eines nahezu unveränderten Eigenkapitals sowie eines über dem Niveau des Vorjahres liegenden Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit steigt die Rentabilität des Eigenkapitals um 6,2 % auf 36,5 %. Darüber
hinaus festigt sich die Eigenkapitalquote bei 26,2 % (Vj.: 26,1 %). Die gegengleiche Entwicklung innerhalb kurz- und
langfristiger Passiva ist auf die Umgliederung einer bisher langfristig bilanzierten Rückstellung zurückzuführen.
Die langfristigen Verbindlichkeiten, sowohl gegenüber Kreditinstituten als auch gegenüber verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen, sind maßgeblich durch planmäßige Tilgungen sowie die Neuaufnahme auf Seiten der GPEC
gekennzeichnet.

2.6	

Mitarbeiter des Konzerns

Zum 31. Dezember 2015 waren im SW Leipzig Konzern 1.510 Mitarbeiter (Vj.: 1.529) beschäftigt.
Mitarbeiter ohne Auszubildende

31.12.2015

31.12.2014

Veränderung
absolut

SW Leipzig

624

626

−2

LAS

212

219

−7

GPEC

295

293

2

Netz Leipzig

379

391

−12

1.510

1.529

−19

3	Nachtragsbericht
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich Vorgänge von besonderer Bedeutung nicht ergeben.

4	

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

4.1	Risikomanagementsystem
Strategische Entscheidungen im Unternehmen erfolgen auf Grundlage betriebswirtschaftlich fundierter Informationen.
Eine fortlaufende Identifikation, Analyse und Bewertung von unternehmensweiten Risiken und deren Steuerung ist
Voraussetzung hierfür. Aus diesem Grund ist bei den SW Leipzig ein Risikomanagement in die betrieblichen Prozesse
integriert und durchgängig bis zur Geschäftsführung implementiert. Hierdurch erfolgen die Steuerung, Überwachung
und Limitierung der Risiken, das Vorhalten von Risikomessmethoden sowie das operative Risikocontrolling der Handels- und Portfoliomanagementtätigkeiten. Chancen werden in diese risikoorientierte Betrachtung nicht einbezogen.
Die Berichterstattung über alle relevanten Risiken, die den Fortbestand oder das wirtschaftliche Ergebnis der Unternehmensgruppe der SW Leipzig beeinflussen könnten, erfolgt ausgehend vom Risk Owner in aggregierter Form an

12

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

die Geschäftsführung der SW Leipzig sowie die Geschäftsführung der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Leipzig (LVV). Berichtsgegenstand und Berichtsfrequenz richten sich nach den analysebezogenen Vorgaben
des Risikoportfolios, welches in Risikoinventuren regelmäßig aktualisiert wird.
Als Baustein des Risikomanagements und Leitfaden zur Risikosteuerung wird in einem Handbuch der grundsätzliche
Umgang mit Risiken beschrieben. Die jährlich durchgeführte Risikoinventur umfasst unter anderem die Klassifizierung
der definierten Risiken, auf Basis der möglichen Schadenshöhe unter Berücksichtigung risikosteuernder Maßnahmen
und der Gewichtung mit der Eintrittswahrscheinlichkeit, sowie die Ausprägung der Risikolimitierung, auf der Grundlage
einheitlich vorgegebener Ermittlungsschritte zur Ableitung risikospezifischer Frühwarnindikatoren und Messverfahren.
Darüber hinaus prüft die interne Revision das implementierte interne Kontrollsystem des Unternehmens regelmäßig.
Zur Risikosteuerung sind bei den SW Leipzig kontinuierlich tagende Gremien installiert, denen die Risikosituation des
Unternehmens beziehungsweise der jeweiligen Geschäftsbereiche regelmäßig vorgestellt wird. Das Risikokomitee ist
ein Instrument der Geschäftsführung, welches die Sicherstellung einer geschlossenen Umsetzung der vorgegebenen
Strategie und Risikopolitik zur Aufgabe hat. Dies umfasst unter anderem die Beschlussfassung zu den Risikostrategien
von Geschäftsbereichen und eventuelle Strategieänderungen, die Genehmigung eines generellen Gestaltungsrahmens
(Limitierung und Risikosteuerung), die Diskussion strategischer Themen sowie die Initiierung des Eintritts in neue Märkte.
Aufgrund der Komplexität des Energiehandels und der daraus ableitbaren Risiken kommen zur risikoorientierten
Steuerung für den Energiegroßhandel spezifische Methoden und Instrumente zum Einsatz.

4.2	Risikobericht
Umfeld- und Branchenrisiken: Auch im Jahr 2016 stellen sich die SW Leipzig auf Veränderungen im wirtschaftlichen,
politischen und rechtlichen Umfeld ein. Dabei wird der Begleitung der energiepolitischen Rahmenbedingungen eine
besondere Bedeutung beigemessen. Die sich hieraus ergebenden Risiken bestehen hauptsächlich in der Beurteilung
der künftigen politischen, technologischen und marktbezogenen Entwicklungen sowie in den Reaktionen des Unternehmens auf diese Veränderungen. Diesen Risiken wird mit intensiven Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie
regelmäßigen Strategieklausuren entgegengewirkt.
Die regulatorischen Risiken werden in den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes, in den Verordnungen, insbesondere der Anreizregulierungsverordnung und den Netzentgeltverordnungen, sowie in den Festlegungen und Bescheiden der Regulierungsbehörden und den daraus resultierenden Absenkungspfaden der Erlösobergrenzen für Netzentgelte gesehen. Darüber hinaus können sich durch neue, zum Zeitpunkt der Basisjahre für die Entgeltgenehmigungen
nicht bekannte Aufgaben und die damit verbundenen Kosten sowie durch unvorhersehbare Änderungen des Rechtsrahmens weitere Risiken ergeben. Sie haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnissituation der Netz Leipzig.
Aus diesem Grund sind eine kontinuierliche Beobachtung der energierechtlichen Rahmenbedingungen und die aktive
Mitarbeit in den energiewirtschaftlichen Branchenverbänden unablässig.
Netzbetreiber sind angehalten, leistungsfähige Energienetze im Rahmen der Umsetzung der von der Bundesregierung
beschlossenen energiepolitischen Ziele durch eine darauf ausgerichtete Investitionsstrategie zu schaffen. Der momentane, auf kurzfristige Effekte ausgerichtete Regulierungsrahmen, widerspricht dem wirtschaftlichen Betrieb langlebiger Netzinfrastruktur und ist nicht geeignet, die Herausforderungen der Energiewende zu meistern. Insbesondere der
zeitlich verzögerte Kapitalrückfluss bei Investitionen, renditemindernde Faktoren wie zum Beispiel Partialbenchmarks
im Rahmen der Kostenprüfung, die Nichtberücksichtigung von Mehrkosten durch gesetzliche Vorgaben außerhalb der
Regulierungsperiode sowie unerreichbare netzwirtschaftliche Produktivitätsvorgaben stellen regulierungsinhärente
Risiken für die Netzbetreiber dar und erschweren die Umsetzung der Energiewende.
In der GPEC gehören Risiken hinsichtlich des Bezuges und der Lieferung von Wärme zu den definierten und überwachten Hauptrisiken. Diese mit dem Hauptgeschäft verbundenen Risiken werden durch langfristige Verträge und Investitionsprogramme minimiert.

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13

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  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Leistungswirtschaftliche Risiken: Dem weiterhin als hoch eingeschätzten Marktpreisrisiko aus fallenden Spreads für
konventionelle Erzeugungsanlagen wird durch die rollierende Optimierung des Anlageneinsatzes, die Vermarktung am
Terminmarkt und die Vermarktung von Systemdienstleistungen entgegengewirkt. Für die Biomasse- und Windkraftanlagen bestehen die Risiken in steigenden Brennstoffpreisen beziehungsweise in zu geringem Windaufkommen.
Das Betreiben komplexer Erzeugungsanlagen führt zu Risiken aus Betriebsstörungen, Produktionsausfällen und Versorgungsunterbrechungen. Durch regelmäßige Instandhaltung sowie Versicherungen für wesentliche Auswirkungen
potenzieller Schadenseintritte werden diese Risiken begrenzt und daraufhin als gering eingeschätzt.
Die Auswirkungen der Energiewende auf den Energiehandel spiegeln sich zum Beispiel in den erhöhten Anforderungen an das Bilanzkreismanagement sowie in dem stärkeren Einfluss der erneuerbaren Energien auf die Preisbildung
wider. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine hohe Viertelstunden-Prognosegenauigkeit zur Vermeidung von Mehrkosten an Bedeutung. Risiken bestehen aufgrund der seitens der BNetzA und des BMWi geplanten Verschärfung der
Regelungen zum Führen von Bilanzkreisen, welche zu höheren Prozesskosten, aber auch zusätzlichen Kosten durch
geplante Pönalisierungen führen können.
Der wirtschaftliche Erfolg des Energievertriebs hängt wesentlich von der Marktpositionierung und der Effektivität der
Vertriebsaktivitäten ab. Ein aktiver und andauernder Wettbewerbsdruck, der mit teils stark wahrnehmbaren Preisund Werbeaktivitäten der Wettbewerber einhergeht, beeinflusst das Vertriebsgeschäft nachhaltig.
Finanzwirtschaftliche Risiken: Die Finanzierungsrisiken setzen sich im Wesentlichen aus dem Finanzierungskostenrisiko, dem Risiko der Reduzierung platzierbarer Volumina im Hinblick auf eine Bonitätsverschlechterung sowie
dem Prolongationsrisiko für Kredite zusammen. Die Finanzierungsfähigkeit der SW Leipzig ist von der Bonität und der
Finanzierungsfähigkeit der LVV abhängig.
Zur Begrenzung des Adressausfallrisikos wird bei Handelspartnern und Großkunden grundsätzlich vor Aufnahme
von Vertragsverhandlungen und vor Abgabe eines verbindlichen Angebotes eine Bonitätsanalyse durchgeführt. Das
Risikomanagement bedient sich dafür externer und interner Ratinganalysen.
Die sich aus dem im Jahr 2014 bei der LVV aufgenommenen Gesellschafterdarlehen mit variabler Zinsstruktur ergebenden Zinsänderungsrisiken werden, wie für einen wesentlichen Teil des Gesamtportfolios, durch bestehende Zinsswaps
begrenzt.
Wechselkursrisiken, die die jährlichen Dividendenzahlungen der GPEC implizieren, begegnen die SW Leipzig mit
laufender Beobachtung der Kursentwicklung zwischen Euro und Złoty. Sind Höhe und Zeitpunkt der Ausschüttung
bekannt, erfolgt grundsätzlich die Absicherung mittels eines Devisentermingeschäftes.
Bei Finanzderivaten mit positiven Marktwerten bestehen gegenüber den Kontrahenten Ausfallrisiken in entsprechender Höhe. Gegen diese Risiken sichern sich die SW Leipzig durch den Abschluss von Derivategeschäften mit mehreren
ausgewählten europäischen Finanzinstituten ab.
Bei der GPEC erfolgt auf Basis der Bewertung der Kreditwürdigkeit, für alle Kunden, die einen bestimmten Betrag
übersteigenden Kredit in Anspruch nehmen wollen, die laufende Überwachung des Kreditrisikos.

14

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  Konzernlagebericht 

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Sonstige Risiken: Gegen den Ausfall von IT-Systemen sichern sich die SW Leipzig ab, indem sie mit dem Betreiber der
IT-Systeme Vereinbarungen zur Verfügbarkeit schließen. Personenbezogene Daten verlangen angemessene technische
und organisatorische Schutzmaßnahmen, die regelmäßig überprüft werden. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden auch
auf mobile Geräte ausgeweitet. Laufende Sicherheitsanalysen und Notfallübungen tragen dazu bei, den hohen Stand
hinsichtlich der IT-Sicherheit zu halten und auszubauen. So wurden mehrfach Security-Penetration-Tests für unterschiedliche IT-Systeme der SW Leipzig durchgeführt, um die Angreifbarkeit der IT-Systeme von außen zu überprüfen.
Im Fall von Großschadensereignissen greifen die SW Leipzig auf das implementierte Krisenmanagementsystem zurück, welches jährlich auf Aktualität und Ergänzungsbedarf hin überprüft und entsprechend angepasst wird.

4.3	Chancenbericht
Markt- und Einsatzchancen liegen im Energiemarktdesign sowie in vertraglichen und regulatorischen Marktentwicklungen. Durch die im GuD-KW Leipzig in den Vorjahren vorgenommene Modernisierung und die Betriebsoptimierung
im Jahr 2015 bestehen mittlere Chancen aus der Vermarktung der Regelenergieleistung sowie bei einem steigenden
Strom/Gas/CO 2 -Spread in der Stromerzeugung.
In Richtung des Kraftwerksgasvertrages besteht die Chance einer Preisentwicklung, die den vertraglichen Gaspreis,
in Abhängigkeit von den Entscheidungen des Schiedsgerichtes, unter den Planansatz sinken lässt. Für den umgekehrten Fall resultiert daraus ein Risiko.
Für die Biomasse- und Windkraftanlagen bestehen im Vergleich zur Prognose mittlere Chancen aus fallenden Holzpreisen beziehungsweise höherem Windaufkommen. Das witterungsabhängige Wärmegeschäft kann aufgrund von Temperaturschwankungen gleichermaßen in beide Richtungen beeinflusst werden.
Mit der Anpassung der strategischen Ausrichtung der SW Leipzig fokussiert sich der Energiegroßhandel auf die Erbringung von Systemdienstleistungen für Kunden und nutzt die damit verbundenen Chancen in einem sich ändernden Markt.
Resultierend aus den im Weißbuch formulierten Anforderungen, die sich mit dem Strommarkt für die Energiewende
auseinandersetzen, ergeben sich Chancen auf eine Vergrößerung des Marktes für Regelleistung. Die geforderte Verbesserung der Transparenz über Strommarktdaten ermöglicht dem Energiehandel ein besseres und schnelleres Reagieren
auf Preisschwankungen.
Weitere Chancen bestehen in der Erweiterung des KWK- und Erneuerbare-Energien-Portfolios. Für den Aufbau des
Dienstleistungsgeschäftes und zur Kostendegression wird die Nutzung von Kooperationen angestrebt.
Die künftige Entwicklung der Netz Leipzig wird im Wesentlichen durch die Anreizregulierung sowie die Festlegungen
der Regulierungsbehörden bestimmt. Mit Inkrafttreten der ARegV wurden zunächst relativ stabile Rahmenbedingungen
auf der Erlösseite geschaffen. Entsprechend ist den Netzbetreibern der Erlösabsenkungspfad bekannt und gegensteuernde Maßnahmen sind mittel- und langfristig planbar. Die Netz Leipzig erzielte beim zweiten Effizienzvergleich für das
Medium Strom Werte in Größenordnung über denen des Bundesdurchschnitts, sodass über die zweite Regulierungsperiode hinweg relativ konstante Erlöse erwirtschaftet werden können.
Innerhalb der GPEC-Gruppe können sich Chancen aus der Verbesserung von internen und gruppenübergreifenden Pro­
zessen, der Erweiterung und Verbesserung des Service- und Stromgeschäftes sowie der Akquisition und Beteiligung
an Kraftwerksprojekten in der Region Pommern ergeben.

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15

Konzernabschluss SW Leipzig

4.4

Konzernlagebericht

Konzernbilanz

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Konzernanhang

Prognosebericht

Der SW Leipzig Konzern prognostiziert auf Basis der Wirtschaftsplanung für das Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von Mio. EUR 56,0. Das EBIT wird voraussichtlich Mio. EUR 72,6 betragen. Ausgehend
von politisch-regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen entwickeln sich die operativen Umsatzerlöse
im kommenden Jahr tendenziell rückläufig (Mio. EUR 2.142,8).
Wesentliche Faktoren werden eine deutlich zunehmende Volatilität der Erzeugung einerseits und größere Möglichkeiten der Verbrauchssteuerung andererseits sein. Grundlegende Elemente sind die energiepolitische Fokussierung der
sukzessiven Dekarbonisierung, die Digitalisierung und die weiter zunehmende Dezentralität der Erzeugung. Insbesondere vor dem Hintergrund der Debatte zum Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende stehen mit Themen wie
Datenhoheit und Rollendefinition gänzlich neue Aspekte im Mittelpunkt.
Im Zusammenhang mit der Neueinführung des Fernwärmeproduktes Leipziger wärme.komfort senken die SW Leipzig
die Preise in diesem Segment um durchschnittlich 6,3 %. In den Bereichen Strom und Gas werden die Preise der Grundrespektive Basisversorgung stabil gehalten. Auf Basis der preislichen Entwicklungen liegt der Fokus im Energievertrieb
auf der Fortsetzung erfolgversprechender Vertriebsaktivitäten.
Die anhaltend niedrigen Strompreise am Großhandelsmarkt führen trotz sinkender Gaspreise auch zukünftig zu einer
negativen Differenz zwischen dem erlösten Strompreis und den eingesetzten Brennstoffkosten (Spark Spread) im GuDKW Leipzig. Insbesondere bei Windenergieanlagen werden mittelfristig steigende Ergebnisbeiträge im Zusammenhang
mit der Umsetzung der projektbezogenen Zubaustrategie erwartet. Darüber hinaus erschließen die SW Leipzig zunehmend Regelenergiemärkte zur Erbringung von Systemdienstleistungen.
In Bezug auf die im Geschäftsjahr 2015 beschlossene, aber noch nicht vollständig getätigte Sacheinlage der Stadt
Gdańsk wird sich die Anteilsquote der SW Leipzig an der GPEC bei 82,69 % festigen.
Für das Jahr 2016 sind bilanzwirksame Investitionen in das Anlagevermögen von Mio. EUR 101,2 geplant. Davon entfallen Mio. EUR 80,2 auf Investitionen in das Sachanlagevermögen. Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen von
Mio. EUR 15,6 beinhalten im Schwerpunkt den Erwerb und die Entwicklung von Windenergieanlagen.

Leipzig, den 22. März 2016
Geschäftsführung

Dr. Johannes Kleinsorg

Karsten Rogall

16

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Konzernabschluss SW Leipzig

Wir sind Leipziger

Konzernlagebericht

Konzernbilanz

17

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Konzernanhang

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015
Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig
Aktiva

in TEUR

2015

2014

14.635

16.953

A.	Anlagevermögen
I.	 Immaterielle Vermögensgegenstände
	 1.	 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
		 Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
	

2.	 Geleistete Anzahlungen

841

950

15.476

17.903

II.	 Sachanlagen
	 1.	 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich
		 der Bauten auf fremden Grundstücken

124.244

118.622

	

2.	 Technische Anlagen und Maschinen

331.833

332.592

	

3.	 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

	

4.	 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

7.004

7.264

16.819

15.226

479.900

473.704

18.295

18.250

1.703

1.923

214

223

III.	 Finanzanlagen
	

1.	 Anteile an verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen

	

2.	 Ausleihungen an verbundene, nicht einbezogene Unternehmen

	

3.	 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

	 4.	Beteiligungen

1.400

622

	

5.	 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

4.469

4.469

	

6.	 Sonstige Ausleihungen

1.672

151

27.753

25.638

523.129

517.245

12.923

13.164

344

1.295

5

0

13.272

14.459

1.	 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

63.632

74.007

2.	 Forderungen gegen verbundene, nicht einbezogene Unternehmen

42.830

43.747

567

2.846

B.	Umlaufvermögen
I.	 Vorräte
	

1.	 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

	

2.	 Unfertige Leistungen

	

3.	 Geleistete Anzahlungen

II.	 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
	
	
	

3.	 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

	

4.	 Sonstige Vermögensgegenstände

III.	Wertpapiere
IV.	 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

15.505

15.615

122.534

136.215

5.863

0

11.581

13.890

153.250

164.564

C.	Rechnungsabgrenzungsposten

6.628

4.624

D.	 Latente Steuern

2.606

2.459

685.613

688.892

18

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernbilanz 

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang

Passiva

in TEUR

2015

2014

22.000

22.000

A.	Eigenkapital
I.	 Gezeichnetes Kapital
II.	Kapitalrücklage

184.167

184.411

III.	Gewinnrücklagen

84.903

84.903

IV.	 Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

−1.614

−1.898

−123.742

−122.120

13.663

12.555

179.377

179.851

V.	 Konzernbilanzverlust
VI.	 Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
B.	Sonderposten
	

1.	 Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen

	

2.	 Sonderposten für Baukostenzuschüsse

5.338

5.396

37.059

37.986

42.397

43.382

16.222

16.405

123

345

C.	Rückstellungen
	

1.	 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

	 2.	Steuerrückstellungen
	

3.	 Sonstige Rückstellungen

143.797

146.368

160.142

163.118

75.986

62.271

1.461

239

D.	Verbindlichkeiten
	

1.	 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

	

2.	 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

	

3.	 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

	

4.	 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen

	

5.	 Sonstige Verbindlichkeiten

		

davon aus Steuern: TEUR 8.234 (Vj.: TEUR 10.631)

		

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 34 (Vj.: TEUR 148)

E.	Rechnungsabgrenzungsposten
F.	 Latente Steuern

Wir sind Leipziger

19

59.014

65.919

149.420

154.570

14.282

16.738

300.163

299.737

707

423

2.827

2.381

685.613

688.892

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzerngewinn- und -verlustrechnung 

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Konzerngewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig
in TEUR

1.	Umsatzerlöse
2.	 Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen
3.	 Andere aktivierte Eigenleistungen
4.	 Sonstige betriebliche Erträge

2015

2014

2.147.179

2.389.938

−951

−659

3.891

3.180

35.765

38.250

−1.848.374

−2.110.856

5.	Materialaufwand
	

a)	 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren

	

b)	 Aufwendungen für bezogene Leistungen

−25.480

−22.753

−1.873.854

−2.133.609

6.	 Personalaufwand
	

a)	 Löhne und Gehälter

−69.304

−68.447

	

b)	 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

−14.106

−14.024

		

davon für Altersversorgung: TEUR 1.500 (Vj.: TEUR 1.805)

−83.410

−82.471

7.	 Abschreibungen

−44.445

−44.898

8.	 Sonstige betriebliche Aufwendungen

−109.810

−101.600

3.649

2.407

−2

6

5

9

508

388

697

1.128

0

−2.703

−13.803

−14.869

16.	Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

65.419

54.497

17.	 Außerordentliche Aufwendungen

−5.981

0

18.	Außerordentliches Ergebnis

−5.981

0

19.	 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

−2.188

−2.152

9.	 Erträge aus Beteiligungen
	

davon aus verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen: TEUR 3.649 (Vj.: TEUR 2.407)

10.	Erträge aus assoziierten Unternehmen
11.	 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
	

davon aus verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen: TEUR 9 (Vj.: TEUR 9)

12.	Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
	

davon aus verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen: TEUR 0 (Vj.: TEUR 0)

13.	Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
	

davon aus verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen: TEUR 49 (Vj.: TEUR 138)

14.	Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens	
15.	Zinsen und ähnliche Aufwendungen
	

davon an verbundene, nicht einbezogene Unternehmen: TEUR 2.661 (Vj.: TEUR 1.216)

20.	Sonstige Steuern
21.	Aufwendungen aus Gewinnabführung
22.	Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
23.	Anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis

−2.367

−61

−54.372

−54.703

511

−2.419

−2.133

−1.871

24.	Konzernverlustvortrag	

−122.120

−117.830

25.	Konzernbilanzverlust

−123.742

−122.120

20

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015
Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig

1	

Angaben zur Form und Darstellung von Konzernbilanz sowie
Konzerngewinn- und -verlustrechnung

1.1	

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig (SW Leipzig) zum 31. Dezember 2015 wurde nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Gesetzes über die Eröffnungsbilanz in Deutscher Mark und
die Kapitalneufestsetzung (DMBilG) aufgestellt.
Die SW Leipzig werden in den befreienden Konzernabschluss der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Leipzig (LVV) einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Insoweit handelt
es sich um einen freiwilligen Konzernabschluss.
In der Konzernbilanz sowie der Konzerngewinn- und -verlustrechnung werden einzelne Posten zusammengefasst,
um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese werden im Anhang erläutert.
Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

1.2	

Konzernabschlussstichtag und Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der geprüften Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen
erstellt. Als Konsolidierungsstichtag wurde der 31. Dezember 2015 gewählt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen
Unternehmen sind auf den Stichtag der Muttergesellschaft aufgestellt.
Zum 31. Dezember 2015 waren die SW Leipzig mit folgenden Unternehmen mittelbar oder unmittelbar zu mindestens
20,0 % verbunden beziehungsweise an ihnen beteiligt:
Einbezogene verbundene Unternehmen
Abkürzung

Gesellschafter

Anteil am
gezeichneten
Kapital

Eigenkapital

Ergebnis

%

TEUR

TEUR

Netz Leipzig

SW Leipzig

100,00

30.009

−3.909

LAS

SW Leipzig

100,00

499

1.316

RETIS Leipzig GmbH, Leipzig 

RETIS

SW Leipzig

100,00

55

12.425

Gdańskie Przedsiębiorstwo Energetyki Cieplnej
Sp. z o.o., Gdańsk, Polen 6

GPEC

SW Leipzig

82,86

79.852

13.504

Netz Leipzig GmbH, Leipzig 

1

LAS GmbH, Leipzig 1
1

Infolge einer durch die Stadt Gdańsk getätigten Sacheinlage hat sich die Anteilsquote der SW Leipzig auf 82,86 %
(zuvor: 83,66 %) reduziert.

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21

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

Nicht einbezogene verbundene Unternehmen
Abkürzung

GPEC Serwis Sp. z o.o., Gdańsk, Polen 

Gesellschafter

Anteil am
gezeichneten
Kapital

Eigenkapital

Ergebnis

%

TEUR

TEUR

GPEC Serwis

GPEC

100,00

5.140

2.664

GPEC Energia Sp. z o.o., Jelenia Góra, Polen 3, 6
(vormals ENDICO Sp. z o.o.)

GPEC
Energia

GPEC

100,00

1.072

−888

GPEC Ekspert Sp. z o.o., Gdańsk, Polen 3, 6

Ekspert

GPEC

100,00

19

−1

GPEC
Matarnia

GPEC

100,00

727

122

SWL-B

SW Leipzig

100,00

38

3

3, 6

GPEC Matarnia Sp. z o.o., Gdańsk, Polen 
(vormals Przedsiebiorstwo Uslug Energetycznych I
Kommunalnych UNIKOM Sp. z o.o.)
3, 6

SWL Beteiligungs GmbH, Leipzig 

3

Innvo Innovationsgesellschaft-Management mbH,
Leipzig 3, 4, 8
Natur21 GmbH, Leipzig 1, 3
GPEC Tczew Sp. z o.o., Tczew, Polen 3, 6
(vormals Zaklad Energetyki Cieplnej Sp. z o.o.)
GPEC Starogard Sp. z o.o., Starogard Gdanksi, Polen 
(vormals Zaklad Energetyki Cieplnej
"STAR-PEC" Sp. z o.o.)

Innvo mbH

SW Leipzig

100,00

195

0

Natur21

SW Leipzig

100,00

25

5

GPEC Tczew

GPEC

100,00

4.930

761

GPEC
Starogard

GPEC

100,00

6.309

727

3, 6

ELG Leipzig GmbH, Leipzig 

3

Orchis Energia Sopot Sp. z o.o., Polen 3, 6
PROMETHEUS - Gesellschaft für
Erdgasanwendungsanlagen mbH, Leipzig 3, 5

ELG

SW Leipzig

90,00

38

6

Orchis

GPEC

65,12

1.530

29

PROME­
THEUS

SW Leipzig

51,00

64

6

Gesellschafter

Anteil am
gezeichneten
Kapital

Eigenkapital

Ergebnis

%

TEUR

TEUR

Assoziierte Unternehmen 9
Abkürzung

Erdgasversorgung Industriepark Leipzig Nord GmbH,
Leipzig

EVIL

SW Leipzig

50,00

430

WEO GmbH & Co. KG, Nürnberg 5

WEO

SW Leipzig

33,33

0

−1.732

Abkürzung

Gesellschafter

Anteil am
gezeichneten
Kapital

Eigenkapital

Ergebnis

%

TEUR

TEUR

Meter1

SW Leipzig

33,33

0

−582

−5
 7

Weitere Beteiligungen

Meter1 GmbH & Co. KG, Halle 2, 5

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor Gewinnabführung 2015
Nichteinbeziehung assoziierter Unternehmen gemäß § 311 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung
Nichteinbeziehung verbundener Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung
4
Jahresabschluss 2015 vorläufig
5
Jahresabschluss 2014
6
Umrechnungskurs Bilanz zum Stichtag, Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnitt
7
nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustausgleich der Kommanditisten von TEUR 4.328
8
Zum 31.12.2015 erfolgte die Anwachsung der Innvo Innovationsgesellschaft mbH & Co. KG auf die Innvo Innovationsgesellschaft-Management mbH.				
9
Die Anteile am gezeichneten Kapital entsprechen den Stimmrechten.
1
2
3

22

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Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

1.3	Konsolidierungsgrundsätze
Für den Konzernabschluss werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt,
die in der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie dokumentiert sind.
Für alle einbezogenen verbundenen Unternehmen erfolgt die Vollkonsolidierung.
Bei der Umrechnung von Jahresabschlussposten ausländischer Tochtergesellschaften werden für die Bilanzposten
die Stichtagskurse (Devisenkassamittelkurs) beziehungsweise für das Eigenkapital die historischen Kurse sowie für
die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung die Durchschnittskurse zugrunde gelegt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Tochterunternehmen, die bereits vor dem 1. Januar 2010 konsolidiert wurden, nach
der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital des jeweiligen Tochter­
unternehmens. Dies gilt auch für die Änderung der Beteiligungsquote bei diesen Unternehmen.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden verrechnet.
Für den erfolgten Verkauf von Anlagevermögen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
wurde auf eine Eliminierung der Zwischenergebnisse entsprechend § 304 Abs. 2 HGB verzichtet.
Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handelsund steuerrechtlichen Bilanzansätzen in Anwendung von § 274 HGB gebildet.

2	

Erläuterungen zu den Posten von Konzernbilanz sowie KonzernGewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und
Bewertung

2.1	

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Von der einheitlichen Bewertung gemäß § 308 HGB wurde bei den
ausländischen Tochtergesellschaften in Einzelfällen mit untergeordneter Bedeutung in der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns abgewichen.

2.1.1	Anlagevermögen
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen und Zuschreibungen bewertet.
In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten berücksichtigt.
Grundstückszugänge gemäß Vermögenszuordnungsgesetz sind mit einem pauschalen Bodenwert bilanziert. Unentgeltlich übernommene Anlagegegenstände wurden zum Zeitpunkt der Übertragung mit ihrem Verkehrswert angesetzt.

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23

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

Planmäßige Abschreibungen erfolgen überwiegend linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und unter Berücksichtigung steuerrechtlich zulässiger Höchstsätze.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 410,00 netto im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abzuschreiben und als
Abgang darzustellen.
Anteile an nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
Für Anteile an ausländischen Unternehmen erfolgt die Umrechnung zum Tageskurs des Transaktionszeitpunktes. Soweit erforderlich, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen.

2.1.2	Umlaufvermögen
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Einstandspreisen, unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips, angesetzt. Bei der GPEC findet eine Bewertung nach der FiFo-Methode statt. Auf eine
Umbewertung wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung verzichtet.
Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden unter den Vorräten zum Erinnerungswert angesetzt, entgeltlich
erworbene werden in den Vorräten sowie in den sonstigen Vermögensgegenständen zu Anschaffungskosten bilanziert.
Soweit erforderlich, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen.
Unfertige Leistungen sind verlustfrei zu Herstellungskosten bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken werden durch
angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für allgemeine Ausfallrisiken werden pauschalierte Wertberichtigungen
nach der Altersstruktur der Forderungen gebildet. Ergänzend dazu erfolgt für allgemeine Kreditrisiken eine Pauschalwertberichtigung. Innerhalb der Forderungen aus Strom-, Gas- und Fernwärmelieferungen sind erhaltene Abschlagszahlungen auf den abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch der Kunden verrechnet.
Sofern Netting-Vereinbarungen mit Großhandelspartnern bestehen, werden die jeweils existierenden Forderungen
und Verbindlichkeiten saldiert.
Wenn es sich bei den sonstigen Vermögensgegenständen um Zweckvermögen zur Absicherung von Altersteilzeitverpflichtungen handelt, erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Saldierung mit den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen.
Flüssige Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks) werden zum Nennwert bewertet.

2.1.3	Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Der Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung im Konzern resultiert aus der Abweichung der Bewertung
der Bilanz- sowie der GuV-Posten zum Stichtags- beziehungsweise Durchschnittskurs gegenüber der Bewertung des
Eigenkapitals zum historischen Kurs bei den konsolidierten ausländischen Unternehmen.

24

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Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

2.1.4	Sonderposten
Investitionszuschüsse werden als Sonderposten zum Anlagevermögen passiviert. Investitionszuschüsse werden über
die Nutzungsdauer der Anlagegegenstände aufgelöst.
Die jährliche Auflösung des Sonderpostens für erhaltene Baukostenzuschüsse beträgt 5,0 % bis zum 31. Dezember 2002.
Für erhaltene Baukostenzuschüsse ab dem 1. Januar 2003 erfolgt die Auflösung über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände. Die im Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen ausgewiesenen Rechte wurden zum Erinnerungswert bilanziert.

2.1.5	Rückstellungen
Ausgewählte Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen inländischer
Gesellschaften werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G
von Prof. Dr. Klaus Heubeck, die eine generationsabhängige Lebenserwartung berücksichtigen, nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung dieser
Rückstellungen beläuft sich gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zum 31. Dezember 2015 auf 3,89 %.
Bei der GPEC werden Rückstellungen für Altersgelder auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten, in
Anlehnung an IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bei einem Rechnungszins von 3,0 % gebildet.
Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden künftige Gehalts- und Rentenanpassungen beziehungsweise Aufwandssteigerungen von bis zu 5,0 % unterstellt.
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von
Altersteilzeitverpflichtungen dienen, sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert mit den entsprechenden Verpflichtungen ausgewiesen.
In den sonstigen Rückstellungen werden die unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikate zur Erfüllung der Rückgabeverpflichtung zum Erinnerungswert erfasst.
Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten
Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

2.1.6	Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

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25

Konzernabschluss SW Leipzig

2.2	

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

Erläuterungen zur Bilanz

2.2.1	Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Übersicht „Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2015“ dargestellt.
Unter den Finanzanlagen werden die Anteile und Ausleihungen der nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie sonstige Ausleihungen an fremde Dritte und Mitarbeiter ausgewiesen.
Der Beteiligungsbuchwert der EVIL wurde unter der Berücksichtigung des Jahresergebnisses 2015 und getätigter
Dividendenausschüttungen fortgeschrieben.
Der negative Equity-Wert der WEO (TEUR 1.639), der auf einem Übersteigen der Jahresfehlbeträge gegenüber dem bereits in den Vorjahren auf null fortgeschriebenen Beteiligungswert basiert, wird in einer Nebenrechnung fortgeführt.
Auf assoziierte Unternehmen entfällt ein passiver Unterschiedsbetrag von TEUR 20, der in einer Nebenrechnung fortgeführt wird.

2.2.2	Vorräte
Die Vorräte enthalten zum Bilanzstichtag unentgeltlich zugeteilte rückgabepflichtige Emissionsberechtigungen zum
Ausstoß von CO 2, die mit einem Erinnerungswert pro Anlage von EUR 1,00 angesetzt wurden (Marktwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 4.483).

2.2.3	 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene, nicht einbezogene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen
den Gesellschafter LVV von TEUR 37.171 (Vj.: TEUR 40.665).
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen unter anderem Forderungen für die noch nicht abzugsfähige Vorsteuer
von TEUR 2.773 (Vj.: TEUR 3.506) sowie langfristige Forderungen für Ansprüche, die an Dritte verpfändet wurden, von
TEUR 2.216 (Vj.: TEUR 1.773). Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristig fällig.

2.2.4	Rückstellungen
Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung werden mit den Altersteilzeitverpflichtungen nach § 246 Abs. 2
Satz 2 HGB verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Vermögensgegenstandes, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, beträgt TEUR 2.472. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden umfasst
TEUR 3.626. Der Zinsaufwand aus der Altersteilzeitverpflichtung (TEUR 115) wurde mit dem Zinsertrag aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 32) verrechnet.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für drohende Verluste (TEUR 36.696), personalbezogene Rückstellungen (TEUR 29.368) sowie Rückstellungen für Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten und
Prozesskosten (TEUR 21.934).

26

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Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

In den sonstigen Rückstellungen sind Aufwandsrückstellungen von TEUR 9.638 enthalten, für die das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen wurde.
Der Betrag der Überdeckung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 4 EGHGB beläuft sich, für aufgrund von Art. 67 Abs. 1 Satz 2
EGHGB beibehaltene Rückstellungen, auf TEUR 37.

2.2.5	Verbindlichkeiten
In der nachfolgenden Tabelle sind die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten dargestellt:
Verbindlichkeiten

in TEUR

Restlaufzeit

Gesamt

bis zu
einem Jahr

bis zu
einem Jahr
(31.12.2014)

von einem
bis zu fünf
Jahren

über fünf
Jahre

31.12.2015

12.349

(5.180)

49.903

13.734

75.986

1.461

(239)

0

0

1.461

3.	 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

59.014

(65.919)

0

0

59.014

4.	 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen,
	 nicht einbezogenen Unternehmen

16.562

(21.712)

118.568

14.290

149.420

5.	 Sonstige Verbindlichkeiten

14.282

(16.738)

0

0

14.282

103.668

(109.788)

168.471

28.024

300.163

1.	 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2.	 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Besicherungen von TEUR 13.172 durch Negativerklärungen und
Forderungsabtretung erfolgt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen entfallen mit TEUR 664 (Vj.: TEUR 321)
auf Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 148.756 (Vj.: TEUR 154.249) auf sonstige Verbindlichkeiten, davon im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Darlehen (TEUR 132.858, Vj.: TEUR 140.000). Die Gesellschafterdarlehen wurden mit
einer Negativerklärung ausgestattet.

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27

Konzernabschluss SW Leipzig

2.3	

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.3.1	Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:
Umsatzerlöse

in TEUR

2015

2014

213.042

228.419

	Stromsteuer

−19.292

−19.302

Energievertrieb Strom (netto)

193.750

209.117

	 Energievertrieb Gas (brutto)

50.688

52.968

	 Energievertrieb Strom (brutto)

	Erdgassteuer

−5.103

−4.761

Energievertrieb Gas (netto)

45.585

48.207

Energievertrieb Fernwärme

131.770

126.951

Energievertrieb

371.105

384.275

1.484.835

1.779.760

−450

0

Energiegroßhandel Strom (netto)

1.484.385

1.779.760

	 Energiegroßhandel Gas (brutto)

63.106

28.525

	 Energiegroßhandel Strom (brutto)
	Stromsteuer

	Erdgassteuer
Energiegroßhandel Gas (netto)
Energiegroßhandel
Weitere Umsatzerlöse

−73

−76

63.033

28.449

1.547.418

1.808.209

228.656

197.454

2.147.179

2.389.938

Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 2.045.485 (Vj.: TEUR 2.294.268) in Deutschland und TEUR 101.694 (Vj.: TEUR 95.670)
in Polen erwirtschaftet.
In den weiteren Umsatzerlösen sind periodenfremde Umsätze von TEUR 311 (Vj.: TEUR −11.105) enthalten. Diese betreffen
im Wesentlichen die Korrektur der im Vorjahr aufgrund der rollierenden Verbrauchsabrechnung geschätzten Umsätze.

2.3.2	 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 19.837 (Vj.: TEUR 26.936).
Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus der Auflösung von
Wertberichtigungen auf Forderungen.

28

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

2.3.3	Materialaufwand
Der Materialaufwand beinhaltet periodenfremde Energieeinkäufe von TEUR 1.551 (Vj.: TEUR −696).

2.3.4	Abschreibungen
Im Geschäftsjahr 2015 wurden außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 456 (Vj.: TEUR 171) auf das Anlagevermögen vorgenommen.

2.3.5	 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 4.873 (Vj.: TEUR 3.894).
Diese beinhalten im Wesentlichen sonstige betriebliche Aufwendungen der GPEC und Verluste aus Anlagenabgängen.

2.3.6	Zinsergebnis
Im Zinsergebnis werden gemäß § 277 Abs. 5 HGB Erträge von TEUR 330 (Vj.: TEUR 44) und Aufwendungen von
TEUR 1.250 (Vj.: TEUR 1.075) aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen.

2.3.7	 Außerordentliches Ergebnis
Im außerordentlichen Ergebnis sind für Restrukturierungsmaßnahmen Rückstellungen von TEUR 5.981 enthalten.

2.3.8	 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern enthalten den laufenden Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres 2015
sowie Aufwendungen aus der Veränderung der latenten Steuern von TEUR 305 (Vj.: TEUR 227).
Die latenten Steuern betreffen aktive latente Steuern von TEUR 2.606 und passive latente Steuern von TEUR 2.827 der
GPEC. Es wurde ein Steuersatz von 19,0 % angewandt.
Dabei resultieren aktive latente Steuern insbesondere aus handels- und steuerrechtlich abweichenden Wertansätzen bei Sachanlagen, Forderungen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern
resultieren im Wesentlichen aus Sachanlagen.
Steuerlich relevante Verlustvorträge existierten zum 31. Dezember 2015 innerhalb des Konzernkreises nicht.

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29

Konzernabschluss SW Leipzig

3	

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

Angaben zum Jahresergebnis

Das Konzernergebnis beträgt TEUR 511 (Vj.: TEUR −2.419).

4	

Ergänzende Angaben

4.1	

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltenen Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2015 bestanden Verpflichtungen aus operativem Leasing von TEUR 116.901. Aus drei abgeschlossenen Leasingverträgen ergeben sich Verpflichtungen jeweils bis zum Jahr 2021, 2022 und 2024. Bei zwei Leasingverträgen enthalten zukünftige Zahlungen einen variablen Zinsanteil, der auf Basis des Drei-Monats-EURIBOR berechnet
wird. Zinsanteile werden in den ausgewiesenen Verpflichtungen aus operativem Leasing für alle drei Verträge nicht
dargestellt. Das operative Leasing dient der Finanzierung der bestehenden Biomassekraftwerke sowie des Gas- und
Dampfturbinenkraftwerks.
Darüber hinaus ergeben sich aus Miet- und Pachtverträgen sowie aus Investitionen sonstige finanzielle Verpflichtungen
von TEUR 47.200.
Weiterhin bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Gewährung von Darlehen beziehungsweise Bürgschaften, aus noch nicht geforderten Kapitaleinlagen sowie noch nicht eingeforderter Einlagen auf GmbH-Anteile und
aus möglichen Verpflichtungen bestehender Ergebnisabführungsverträge in Höhe von TEUR 17.036, davon gegenüber
verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen von TEUR 8.678.
Bezüglich der Verpflichtungen aus Energiebeschaffung wird auf den Gliederungspunkt 4.2 verwiesen.

4.2	

Derivative Finanzinstrumente

Zur Begrenzung von Zins- und Währungsrisiken werden Zins- und Devisenderivate abgeschlossen. Die Absicherung
gegen Preisrisiken aus dem Energiebereich erfolgt durch den Einsatz von Commodity-Derivaten.
Zum Bilanzstichtag stellen sich Nominalvolumina, beizulegende Zeitwerte und Buchwerte der unter den sonstigen
Vermögensgegenständen ausgewiesenen Finanzderivate wie folgt dar:
Finanz- und Commodity-Derivate

in TEUR

Nominalvolumen

2

Passiva

31.12.2014

31.12.2015

31.12.2014

31.12.2015

31.12.2015

130.000

162.500

−17.521

−23.585

0

0

1.962.455

2.008.710

−3.027

−1.347

0

233 2

3.690

0

−400

0

0

400 2

 1

Gasoptionen
1

Buchwert
Aktiva

31.12.2015
Zinsderivate (Zinsswaps)
Commodity-Derivate

Beizulegender Zeitwert

Grund- und Sicherungsinstrumente in Bewertungseinheiten
ineffektiver Teil der Sicherungsbeziehung

Zinsderivate: Die Payer Swaps sind als Sicherungsinstrumente Bestandteil einer Bewertungseinheit (Portfolio-Hedge),
die zur Absicherung von Zinsrisiken mit einem Sicherungshorizont bis zum 31. Dezember 2018 gebildet worden ist. Die
Grundgeschäfte sind variabel verzinsliche Leasingverträge und Darlehen.

30

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

Die Messung der retrospektiven Effektivität erfolgt kumulativ auf Basis der Änderung des Marktwertes der hypothetischen Derivate zum Bilanzstichtag gegenüber dem Designationszeitpunkt entsprechend der kumulierten DollarOffset-Methode.
Zur Messung der prospektiven Effektivität wurde die Marktdaten-Shift-Methode angewendet. Hierbei handelt es sich
um eine quantitative Sensitivitätsanalyse, bei der die Sensitivität von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten
für den Fall einer hypothetischen Änderung der Basisvariablen ermittelt wird.
Der Wertänderung der bestehenden Sicherungsgeschäfte wird die Wertänderung hypothetischer und ausstattungsgleicher Derivate gegenübergestellt, welche die Wertänderung der Grundgeschäfte repräsentieren sollen, die ausschließlich aus der Änderung des Risikofaktors Zinskurve resultieren.
Commodity-Derivate: Die Absicherung gegen Preisrisiken aus dem Energiebereich erfolgt durch den Einsatz von
Commodity-Derivaten in Form von Optionen, Forwards und Futures.
Entsprechend § 285 Satz 1 Nr. 19 HGB werden unter den Commodity-Derivaten alle zu Handels- und Eigenbedarfszwecken erworbenen Finanzderivate im Anhang angegeben. Das Nominalvolumen entspricht dem additiven Wert aller
geschlossenen Kauf- (Mio. EUR 979,4) und Verkaufsverträge (Mio. EUR 983,1) für zukünftige Lieferperioden bis einschließlich 2018 in den Commodities Strom, Gas und CO 2 -Emissionszertifikate. Die zu Handelszwecken geschlossenen Kauf- und Verkaufskontrakte wurden in Anlehnung an die Vorgaben des Risikomanagements nach Lieferperioden
und Commodities getrennt zu Portfolios zusammengefasst und entsprechend § 254 HGB bewertet. Die Ermittlung der
beizulegenden Zeitwerte erfolgte mit Marktpreisen zum Bilanzstichtag, basierend auf extern anerkannten Quellen, zum
Beispiel den amtlichen Schlusskursen an der European Energy Exchange AG, Leipzig (EEX).
Für das Eigenhandelsportfolio Strom war im Jahr 2015 eine Rückstellung aus Bewertungseinheiten von TEUR 233
zu bilden.
Im Bereich des Energiegroßhandels wurde für den Lieferzeitraum 2015 bis 2016 eine Gas-Option über die Lieferung
von 215 GWh Gas abgeschlossen. Für das Geschäft war eine Drohverlustrückstellung von TEUR 400 zu bilden.
Im Bereich des Energievertriebs werden für die Commodities Strom und Gas Vertriebsportfolien gebildet. Die Portfolien
umfassen derzeit die, jeweils für die Jahresscheiben 2016, 2017 und 2018, abgeschlossenen beziehungsweise erwarteten
Absatz- und Beschaffungsgeschäfte. Die Absatzgeschäfte umfassen verbindliche Absatzverträge mit Kunden, den mit
hoher Wahrscheinlichkeit noch zu erwartenden Kundenabsatz sowie kontrahierte Börsen- beziehungsweise OTC (Over
the Counter)-Absatzgeschäfte. Die Beschaffungsgeschäfte umfassen kontrahierte Börsen- beziehungsweise OTC-Beschaffungsgeschäfte, deren Wert sich zum 31. Dezember 2015 auf Mio. EUR 191,4 beläuft. Zum 31. Dezember 2015 war keine
Drohverlustrückstellung erforderlich, da sich auf Portfoliobasis im Erfüllungsjahr kein Verlust abzeichnete.
Bei der Bilanzierung der Bewertungseinheiten wurde jeweils die Einfrierungsmethode angewandt.

Wir sind Leipziger

31

Konzernabschluss SW Leipzig

4.3	

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

Angaben zu den Organen

Der Geschäftsführung gehören an:
•• Dr. Johannes Kleinsorg, Sprecher der Geschäftsführung und
•• Karsten Rogall, kaufmännischer Geschäftsführer.

Gewährte Leistungen an die aktuellen Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2015:
in TEUR

Festes
Jahresgrundgehalt

Son­
stige
Bezüge

Erfolgsabhängige
Vergü­
tungen

Gesamtvergütung

Dr. Johannes Kleinsorg 2

220
(73)

Karsten Rogall 2

Geleistete
Zahlungen
im Falle der
Beendigung
der Tätigkeit
(Abfindungen)

Art der
Alters­
Alters- versorgung
versor- (Beitrags-)
gung1
Aufwand

14
(2)

22
(17)

256
(92)

0
(0)

B
(B)

200
(67)

16
(4)

13
(10)

229
(81)

0
(0)

B
(B)

420

30

35

485

0

Im Geschäftsjahr
2015 gezahlte
Beträge
Gesamtvergütung

davon
erfolgsabhängige
Vergütung

20
(7)

234
(0)

17
(0)

30
(10)

216
(0)

10
(0)

50

450

27

A – Pensionszusage, B – Unterstützungskasse
2
Vorjahresangabe (in Klammern) für den Zeitraum 1. September 2014 bis 31. Dezember 2014
1

Die Bezüge an frühere Mitglieder der Geschäftsführung betrugen TEUR 507 (Vj.: TEUR 742). Für laufende Pensionen
an ehemalige Geschäftsführer sind TEUR 5.396 (Vj.: TEUR 5.539) zurückgestellt.
Der Aufsichtsrat bestand aus folgenden Mitgliedern:
Anteilseignervertreter
Dr. Norbert Menke
Vorsitzender des Aufsichtsrates

LVV Leipziger Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH

Sprecher der Geschäftsführung

Reiner Engelmann
2. stellvertretender Vorsitzender

Stadt Leipzig,
Fraktion DIE LINKE

Diplomlehrer

Karsten Albrecht

Stadt Leipzig,
CDU-Fraktion

selbstständiger Betriebsingenieur

Uwe Albrecht

Stadt Leipzig,
Dezernat Wirtschaft und Arbeit

Bürgermeister

Heiko Bär

Stadt Leipzig,
SPD-Fraktion

Honorarlehrer

Oliver Beckel
(ab dem 23. März 2015)

Hanwah Q Cells GmbH

Diplom-Kaufmann

Ingrid Glöckner

Stadt Leipzig,
SPD-Fraktion

Diplom-Ingenieurin

Achim Haas
(ab dem 23. März 2015)

Stadt Leipzig,
CDU-Fraktion

Geschäftsführer

Tobias Keller
(ab dem 23. März 2015)

Stadt Leipzig,
AfD-Fraktion

Geschäftsführer

Anett Ludwig
(ab dem 23. März 2015)

Stadt Leipzig,
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Wissenschaftliche Angestellte

32

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernanhang 

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel

Anteilseignervertreter
Ingo Sasama

Stadt Leipzig,
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Fraktionsgeschäftsführer

Frank Tornau
(ab dem 23. März 2015)

Stadt Leipzig,
CDU-Fraktion

Geschäftsführer

Steffen Wehmann

Stadt Leipzig,
Fraktion DIE LINKE

Bankkaufmann

Prof. Dr. Thomas Bruckner
(bis zum 23. März 2015)

Universität Leipzig,
Institut für Infrastruktur und
Ressourcenmanagement

Professor für
Energiemanagement
und Nachhaltigkeit

Ursula Grimm
(bis zum 23. März 2015)

Pensionärin

Heike König
(bis zum 23. März 2015)

Stadt Leipzig,
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Projektmanagerin

Volkmar Müller
(bis zum 23. März 2015)

LVV Leipziger Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH

Geschäftsführer

Prof. Dr. Daniela Thrän
(bis zum 23. März 2015)

Deutsches
Biomasseforschungszentrum

Bereichsleiterin

Steffen Schmidt
1. stellvertretender Vorsitzender

Stadtwerke Leipzig GmbH

Betriebsrat

Susann Frölich

Stadtwerke Leipzig GmbH

Betriebsrätin

Jana Fromm

Netz Leipzig GmbH

Sachbearbeiterin

Ines Kuche

ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bezirk Leipzig-Nordsachsen

Bezirksgeschäftsführerin

Peter Kubiak

Netz Leipzig GmbH

Sachbearbeiter

Thomas Washeim

Stadtwerke Leipzig GmbH

Schichtleiter

Marissa Zorn
(ab dem 5. Mai 2015)

Stadtwerke Leipzig GmbH

Betriebsrätin

Eckhard Hölzel
(bis zum 4. Mai 2015)

Stadtwerke Leipzig GmbH

Sachbearbeiter

Arbeitnehmervertreter

Wir sind Leipziger

33

Konzernabschluss SW Leipzig

Konzernanhang

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Konzerneigenkapitalspiegel

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015 folgende Vergütungen:
in TEUR

Anteilseignervertreter

Vergütung 1

Dr. Norbert Menke
Vorsitzender des Aufsichtsrates

Aufwandsentschädigung

2,2

0,6

Reiner Engelmann
2. stellvertretender Vorsitzender

1,6

0,6

Karsten Albrecht

1,3

0,6

Uwe Albrecht

1,4

0,6

Heiko Bär

1,4

0,6

Oliver Beckel

0,9

0,4

Ingrid Glöckner

1,6

0,6

Achim Haas

0,9

0,4

Tobias Keller

0,9

0,4

Anett Ludwig

0,9

0,4

Ingo Sasama

1,2

0,6

Frank Tornau

0,8

0,4

Steffen Wehmann

1,4

0,6

Prof. Dr. Thomas Bruckner

0,4

0,1

Ursula Grimm

0,4

0,1

Heike König

0,4

0,1

Volkmar Müller

0,4

0,1

Prof. Dr. Daniela Thrän

0,3

0,1
in TEUR

Vergütung

Arbeitnehmervertreter

1

Aufwandsentschädigung

Steffen Schmidt
1. stellvertretender Vorsitzender

1,8

0,6

Susann Frölich

1,4

0,6

Jana Fromm

1,4

0,6

Ines Kuche

1,6

0,6

Peter Kubiak

0,9

0,6

Thomas Washeim

1,6

0,6

Marissa Zorn

0,9

0,4

Eckhard Hölzel

0,6

0,2

1

inklusive Sitzungsgeld

4.4

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt
TEUR 287. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 188, auf andere Bestätigungsleistungen TEUR 12,
auf Steuerberatungsleistungen TEUR 38 und auf sonstige Leistungen TEUR 50. Im Gesamthonorar sind Leistungen
für Vorjahre mit TEUR 30 enthalten.

34

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

4.5

Konzernanhang

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Konzerneigenkapitalspiegel

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB)
Angestellte
Gewerbliche Mitarbeiter

Leipzig, den 22. März 2016
Geschäftsführung

Dr. Johannes Kleinsorg

Wir sind Leipziger

Karsten Rogall

35

2015

2014

1.139

1.159

380

373

1.519

1.532

Konzernabschluss SW Leipzig

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel 

  Konzernkapitalflussrechnung

Entwicklung des Konzernanlagevermögens
im Geschäftsjahr 2015
Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015

Zugänge

Abgänge

Umbu­
chungen

Kurs­
differenzen

31.12.2015

1.	 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten

80.886

1.137

2.189

546

57

80.437

2.	 Geschäfts- oder Firmenwert
(aktiver Unterschiedsbetrag)

95.731

0

0

0

0

95.731

980

553

424

−268

0

841

177.597

1.690

2.613

278

57

177.009

I.	 Immaterielle Vermögensgegenstände 	

3.	 Geleistete Anzahlungen
II.	Sachanlagen	
1.	 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

268.478

4.608

4.517

11.090

155

279.814

2.	 Technische Anlagen und Maschinen

854.779

36.895

49.693

10.996

73

853.050

30.892

1.415

3.029

1.416

8

30.702

3.	 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.	 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

15.857

25.398

15

−23.780

−52

17.408

1.170.006

68.316

57.254

−278

184

1.180.974

25.751

0

7.500

0

44

18.295

1.923

14

243

0

9

1.703

III.	Finanzanlagen	
1.	 Anteile an verbundenen, nicht einbezogenen
Unternehmen
2.	 Ausleihungen an verbundene, nicht einbezogene
Unternehmen
3.	 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

223

0

9

0

0

214

4.	Beteiligungen

1.693

1.375

597

0

0

2.471

5.	 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht

6.330

0

0

0

0

6.330

6.	 Sonstige Ausleihungen

408

1.635

114

0

0

1.929

36.328

3.024

8.463

0

53

30.942

1.383.931

73.030

68.330

0

294

1.388.925

36

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Entwicklung des Konzernanlagevermögens 

  Konzerneigenkapitalspiegel 

  Konzernkapitalflussrechnung

in TEUR

Kumulierte Abschreibungen

Buchwerte

01.01.2015

Zugänge

Abgänge

Zuschreibungen

Umbu­
chungen

Kurs­
differenzen

31.12.2015

31.12.2015

31.12.2014

63.933

3.921

2.114

0

−30

32

65.802

14.635

16.953

95.731

0

0

0

0

0

95.731

0

0

30

0

0

0

30

0

0

841

950

159.694

3.921

2.114

0

0

32

161.533

15.476

17.903

149.856

6.420

809

−3

0

106

155.570

124.244

118.622

522.187

31.102

31.916

−261

−43

62

521.217

331.833

332.592

23.628

3.003

2.926

0

0

−7

23.698

7.004

7.264

631

0

0

0

43

1

589

16.819

15.226

696.302

40.525

35.651

−264

0

162

701.074

479.900

473.704

7.501

0

7.501

0

0

0

0

18.295

18.250

0

0

0

0

0

0

0

1.703

1.923

0

0

0

0

0

0

0

214

223

1.071

0

0

0

0

0

1.071

1.400

622

1.861

0

0

0

0

0

1.861

4.469

4.469

257

0

0

0

0

0

257

1.672

151

10.690

0

7.501

0

0

0

3.189

27.753

25.638

866.686

44.446

45.266

−264

0

194

865.796

523.129

517.245

Wir sind Leipziger

37

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzerneigenkapitalspiegel 

  Konzernkapitalflussrechnung 

  Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2015
Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig
Mutterunternehmen
Gezeich­
netes
Kapital

1. Januar 2014		

Kapital­
rücklage

Erwirtschaftetes
Konzern­
eigenkapital

Kumuliertes übriges
Konzernergebnis

Eigenkapitaldifferenz aus
Währungsumrechnung

Andere
neutrale
Transaktionen

Eigenkapital

22.000

184.411

−32.958

51

25

173.529

Veränderung des Konsolidierungskreises bzw. der
Beteiligungsquote und Kapitalerhöhung

0

0

0

0

0

0

Veränderungen aus der Währungsumrechnung

0

0

0

0

0

0

Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter

0

0

0

0

0

0

Übrige Veränderungen

0

0

0

0

6

6

	Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag

0

0

−4.290

0

0

−4.290

	

Übriges Konzernergebnis

Konzernergebnis
31. Dezember 2014

0

0

0

−1.949

0

−1.949

0

0

−4.290

−1.949

0

−6.239

−37.248

−1.898

31

167.296

22.000

184.411

Veränderung des Konsolidierungskreises bzw. der
Beteiligungsquote und Kapitalerhöhung

0

−244

0

0

0

−244

Veränderungen aus der Währungsumrechnung

0

0

0

0

0

0

Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter

0

0

0

0

0

0

Übrige Veränderungen

0

0

0

0

0

0

	Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag

0

0

−1.623

0

0

−1.623

	

0

0

0

285

0

285

0

0

−1.623

285

0

−1.338

22.000

184.167

−38.871

−1.613

31

165.714

Übriges Konzernergebnis

Konzernergebnis
31. Dezember 2015

38

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzerneigenkapitalspiegel 

  Konzernkapitalflussrechnung 

  Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

in TEUR

Minderheitsgesellschafter
Minderheitenkapital

Kumuliertes übriges
Konzernergebnis

Eigenkapital

Konzerneigenkapital

Eigenkapitaldifferenz aus
Währungsumrechnung

Andere
neutrale
Transaktionen

13.945

−810

0

13.135

186.664

0

0

0

0

0

−10

−29

0

−39

−39

−2.109

0

0

−2.109

−2.109

0

0

0

0

6

1.871

0

0

1.871

−2.419

0

−303

0

−303

−2.252

1.871

−303

0

1.568

−4.671

13.697

−1.142

0

12.555

179.851

628

0

0

628

384

0

39

0

39

39

−1.753

0

0

−1.753

−1.753

0

0

0

0

0

2.173

−39

0

2.134

511

0

60

0

60

345

2.173

21

0

2.194

856

14.745

−1.082

0

13.663

179.377

Wir sind Leipziger

39

Konzernabschluss SW Leipzig

  Konzernkapitalflussrechnung 

  Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 

  Abkürzungsverzeichnis

Konzernkapitalflussrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig
in TEUR

2015
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (−) Sachanlagen/immaterielle Vermögensgegenstände
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (−) Finanzanlagen
Zunahme (+)/Abnahme (−) Pensionsrückstellungen
Zunahme (+)/Abnahme (−) sonstige langfristige Rückstellungen
Zunahme (+)/Abnahme (−) Sonderposten
Erhöhung (−)/Verringerung (+) at-equity Bewertung
Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (−)
Gewinn (−)/Verlust (+) aus Anlagenabgängen
Ertragssteueraufwand (+)/-ertrag (−)
Gezahlte Ertragssteuern
Aufwendungen (−)/Erträge (+) aus außerordentlichen Posten
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (−)
Zinsen aus operativer Geschäftstätigkeit

2014

511

−2.419

44.181

44.898

0

2.703

−182

172

−29.726

−5.192

−4.055

−3.468

9

0

727

−924

867

−1.881

1.883

1.925

−1.883

−2.363

5.981

0

12.598

13.353

−904

−1.092

Beteiligungserträge (−)

−3.649

−2.407

Mittelzufluss aus Unternehmenstätigkeit

26.358

43.305

Zunahme (−)/Abnahme (+) Vorräte inklusive Abschreibungen auf Umlaufvermögen
Zunahme (−)/Abnahme (+) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1.188

−847

10.757

55.865

Zunahme (−)/Abnahme (+) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

2.760

3.156

Zunahme (−)/Abnahme (+) Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

2.279

−1.176

110

−6.022

−2.151

−1.073

Zunahme (−)/Abnahme (+) sonstige Vermögensgegenstände
Zunahme (−)/Abnahme (+) aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Zunahme (+)/Abnahme (−) Steuerrückstellungen

−222

300

Zunahme (+)/Abnahme (−) sonstige kurzfristige Rückstellungen

20.527

−18.446

Zunahme (+)/Abnahme (−) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

−6.994

−8.259

Zunahme (+)/Abnahme (−) erhaltene Anzahlungen

1.223

−1.801

Zunahme (+)/Abnahme (−) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

−5.149

−6.811

Zunahme (+)/Abnahme (−) sonstige Verbindlichkeiten

−2.456

9

730

191

Zunahme (+)/Abnahme (−) passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Veränderung des Working Capitals

22.602

15.086

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit

48.960

58.391

Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
Erhaltene Zinsen

20.737

3.133

−65.247

−40.627

499

6

−1.933

−1.882

954

203

−3.024

−2.121

124

9

Erhaltene Dividenden

3.649

2.407

Einzahlungen aus dem Abgang von Deckungsvermögen

1.020

2.283

Auszahlungen aus dem Abgang von Deckungsvermögen

−373

−1.412

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

−43.594

−38.001

Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen

0

6

Ausschüttung an Mehrheitsgesellschafter

0

0

Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter/Kapitalentnahme

−1.753

−1.629

Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter

−1.753

−1.623

Kreditaufnahme bei Banken

18.732

14.041

0

120.000

Aufnahme Gesellschafterdarlehen
Einzahlungen aus Kreditaufnahmen sowie aus sonstiger Finanzierungstätigkeit

18.732

134.041

Tilgung bei Banken

−5.118

−182.855

Gezahlte Zinsen

−12.115

−17.253

Auszahlung aus Kredittilgung sowie aus sonstiger Finanzierungstätigkeit

−17.233

−200.108

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

−254

−67.690

Zahlungswirksame Veränderungen Finanzmittelbestand

5.112

−47.300

49.741

102.066

285

−5.025

55.138

49.741

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungs- sowie standardbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
Wertpapiere

5.863

0

11.581

13.890

Cash-Pool-Bestand

37.694

35.851

Finanzmittelbestand am Ende der Periode

55.138

49.741

Kassenbestand

40

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

Wir sind Leipziger

  Konzernkapitalflussrechnung 

  Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 

41

  Abkürzungsverzeichnis

Konzernabschluss SW Leipzig

  Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 

42

  Abkürzungsverzeichnis

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

Wir sind Leipziger

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

43

Abkürzungsverzeichnis

Konzernabschluss SW Leipzig

  Abkürzungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abs.

Absatz

AG

Aktiengesellschaft

ARegV

GPEC
TCZEW

GPEC TCZEW SP. Z O.O., Tczew, Polen
(vormals Zaklad Energetyki Cieplnej Sp. z o.o.)

Anreizregulierungsverordnung

GuD-KW
Leipzig

Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Leipzig

Art.

Artikel

GuV

Gewinn- und Verlustrechnung

BMWi

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

GWh

Gigawattstunde

BNetzA

Bundesnetzagentur

HGB

Handelsgesetzbuch

DMBilG

Gesetz über die Eröffnungsbilanz in Deutscher Mark
und die Kapitalneufestsetzung (D-Markbilanzgesetz)

IAS 19

International Accounting Standard (Leistungen an
Arbeitnehmer)

DRS

Deutscher Rechnungslegungs Standard

Innvo mbH

EEX

European Energy Exchange AG, Leipzig

Innvo Innovationsgesellschaft-Management mbH,
Leipzig

EGHGB

Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch

IT

Informationstechnik

ELG

ELG Leipzig GmbH, Leipzig

KWK

Kraft-Wärme-Kopplung

EStG

Einkommensteuergesetz

LAS

LAS GmbH, Leipzig

EUR

Euro

LVV

LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Leipzig

EURIBOR

European Interbank Offered Rate (durchschnittlicher Zinssatz, zudem viele europäische Banken
einander Anleihen in Euro gewähren)

Meter1

Meter1 GmbH & Co. KG, Halle

Mio. EUR

Millionen Euro

EVIL

Erdgasversorgung Industriepark Leipzig Nord
GmbH, Leipzig

Natur21

Natur21 GmbH, Leipzig

FiFo

First in First out (zuerst erworbene oder hergestellte Gegenstände werden zuerst verbraucht
oder veräußert)

Netz Leipzig

Netz Leipzig GmbH, Leipzig

ORCHIS

ORCHIS ENERGIA SOPOT SP. Z O.O., Polen

GmbH

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

OTC

Over The Counter (außerbörslicher Handel)

GmbHG

Gesetz betreffend die Gesellschaften mit
beschränkter Haftung

PROME­
THEUS

PROMETHEUS – Gesellschaft für Erdgasanwendungsanlagen mbH, Leipzig

GPEC

Gdańskie Przedsiębiorstwo Energetyki Cieplnej
sp. z o.o., Gdańsk, Polen

RETIS

RETIS Leipzig GmbH, Leipzig

ROCE

GPECGruppe

GPEC inklusive aller polnischen Tochtergesellschaften

Return on Capital Employed (Verzinsung des eingesetzten Kapitals beziehungsweise betrieblichen
Vermögens)

GPEC
SERWIS

GPEC SERWIS SP. Z O.O., Gdańsk, Polen

SW Leipzig

Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig
Stadtwerke Leipzig Konzern

GPEC
ENERGIA

GPEC ENERGIA SP. Z O.O., Jelenia Góra, Polen
(vormals ENDICO Sp. z o.o.)

SW Leipzig
Konzern
SWL-B

SWL Beteiligungs GmbH, Leipzig

GPEC
EKSPERT

GPEC EKSPERT SP. Z O.O., Gdańsk, Polen

TEUR

Tausend Euro

URE

GPEC
MATARNIA

GPEC MATARNIA SP. Z O.O., Gdańsk, Polen
(vormals Przedsiebiorstwo Uslug Energetycznych I
Kommunalnych UNIKOM Sp. z o.o.)

Urząd Regulacji Energetyki (polnische Regulierungsbehörde)

Vj.

Vorjahr

WEO

WEO GmbH & Co. KG, Nürnberg

GPEC
GPEC STAROGARD SP. Z O.O., Starogard Gdanksi,
STAROGARD Polen (vormals Zaklad Energetyki Cieplnej "STARPEC" Sp. z o.o.)

44

Wir sind Leipziger

Konzernabschluss SW Leipzig

Impressum
Herausgeber	
	
	

Stadtwerke Leipzig GmbH
Postfach 10 06 14
D-04006 Leipzig

	Tel.: 0341 121-30­
	Fax: 0341 121-6240
	stadtwerke@L.de
	www.L.de

Wir sind Leipziger

Verantwortlich 	
	

Barbara Hurt, Jens Kabisch,
Sylvia Peterle, Kerstin Tauchnitz

Konzept und Gestaltung	
Centralgestalt GmbH
	www.centralgestalt.de
PDF-Download 	

45

www.L.de/geschaeftsbericht
        
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