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Sechste Periode. Das Ober-Tribunal nach der Vereinigung mit dem Ober-Appellationsgerichte für die neuen Provinzen. Von 1874-1878

Full text: Geschichte des Königlichen Ober-Tribunals zu Berlin / Sonnenschmidt, Friedrich Hermann

402 Sechste l>criode. Von 1874-1878. Ober-Tribunals, und schliesslich die grosse Zahl von PerRönlich- keiten, welche dem Heimgegangenen in dessen Leueu persöu- liell näher zu treten Gelegenheit gehabt hatteu, uameutlirh auch Vertreter der Mission, des EliRaueth-Krankenhauf'es. des evau- gelischen Vereines für kirehlid1r Zwec·ke u. a. m. Gegen 12 Uhr war Se. K. H. der Prinz Carl erschienen, bald darauf Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz und Ihre Maj. die Kai se rin-Kiini g ill , welche sich in Begleitung der Palastdame und des Kammerherrn vom Diellste sogleirh nach dem Küniglif"bcn Kirrheustuhle auf der Empore begab. Um 12 Uhr naht<' Se. Maj. der Kai Re r und Kiini g, begleitet vom General it Ia suite, General-Major Graf Y. Lelmtlorll", ulld dem Flügel-Adjut.anten, Oberiit-Lientenn.llt \"Oll Lilldequist. Se . .Maj. wurde am Eingange zum Gotteshause von Sr. K. u. K. Jf. dem Kronprinzen hP-grüsst llll(l vom Sohne des Verstorbeueu, dem Hauptmaune Y. Uhden, von der Landwehr-lnfnnterie und kom- mandirt znm Stab!• des Reserve-Laudwehr-Regiments (Berlin) No. ~5, empfaugen. ·Des Heimgegangenen Tochter und !]Cl·cu Gemahl, der Appcllationsgerichts-Priisideut Meyer zu Paderbom, (oller rirhtiger: Der Gemahl der Tochter des Heimgegangen!'n, !ler etc., uud !lie Sdnviegertochter), hatten ihre Plätze uel>t•u dem Sarge oingenommeu. Seine Majestät uud die Kiiniglirhen Prinzon waren in R.egimeuts -Uniform mit den Geueralsah- mieheu ersrhienen uud stimmtlieh mit den Orden nud tler Kette geschmückt, welche anf"h der Y erewigte besessen hatte nwl di r nun die Tabourets YOr seinem Sarge zierteil: Ihre Majestüt und dereu Gefolge waren in tiefer Trauer er~rhieneu . Mit diesen Kiiniglicheu Ehren gaben dr r Kai~er, die Kaiseriu und tlns l{ü- niglirhe Haus dem trcucn Diener von drei König-en die letzten Bewei~e von Huld mHl Guade uml Dankbarkeit. Beim Eintritt des Monarrhen in das Gotteshaus Wnten die Präludien der Orgel voll und ergreifend durch dessen Riinme ; ihnen folgte, sobal!l tler Kaiser am Sarge ein stille!' Gebet ver- richtet hatte. ein kurzer Gesang des Kirchenchors und darauf der der Gemeinde ("Christus, det· ist. mein Leben") abwer.h- seluJ mit dem Chor. Nach Schluss des Liedes trat der laug-
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