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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

82 Bung. - Burmann. g-esammrlte Nachrichten von der Tarantel. Berlin 1728. 8vo. (n. Gerber; ist wohl ein Druckfehler und heisst vielleicht 1778). II un.:, ( '''. ). Musikmeister der K. Hof· Leibpagen zu Potsdam, gab heraus: "TaschenLuch voll Scherz und Laune" 1794, (enthält Homanzen seiner eigenen Com- position). lluououelnl, cGio''• IIRJitiHf), geh. zu Modena um 1660. Dieser beriihmte Componist möge hier nur kurz erwähnt werden. Er hielt sich um das Jahr 1703 auf lä1J.;cre Zeit in Berliu auf, wo seine Oper Polyphcmo bei Hofe meist von Standespersonen aufgeführt ward. Die Köuigin Sophie Charlotte sass dabei selbst am Flügel, die Säuger bestandrn aus vornehmen Personen des Hofes, u. A.: die Prinzessin Doroth. Sophie von BrandcnLurg. Unter den Instrumentalisten waren die ausgezeichnetsten Musiker Berlins wie: Hicck, Fedcli, Volumier, Conti, Ia Hiebe u. s. w. In I3erlin soll auch G. Fr. Händel den U ntcrricht Buononcini's genussen haben. UnrehlaRrdt, (l'IRrle), Sängcrin und Gesanglehrerin zu Berlin, Gattin eines Justiz-Haths; trat dort 1841 in die Sing-Akademie und wirkte besonders in den Jahren 1843-50 als Solosängerin bei den Aufführungen der Oratorien. Im Jahre 1843 gab sie GaHirollen bei der K. Oper zu Berlin und trat als Rosine (Barbier), D. Anna (Don Juan), Furie des Hasses (Armide), Adalgisa (Norma), Höschen (Faust), auf. Seit einigen Jahren hat sie ein Gesanginstitut für junge Damen gegründet und veranstaltet seit 1859 Auf- führungeu. IJur«'IIIIRrdt, ('VIIIaelndue). Geboren zu Berlin, Tochter des Küsters der Garnison-Kirche, Schülrrin Jul. Schneider's im Gesange, liess sich 1842 zuerst in d. Orat. David hören, ward 1844 bei d. K. Oper engagirt, nachdem sie als Adalgisa (Norma) und Che- rubin (Figarro) aufgetreten war, ging sie 1845 zum Stettiner Theater, 1846 zum Hof- Theater u. Cassel und verliess später die Bühne. HnrJ;hRiter, ( ). K. Kammermusikus und Flötist der Opern·Kapelle .zu Berlin von 1795-1810. lhn•j~t, (A.Iwl). Prediger bei der französischen Kirche der Ftiedrichsstadt zu Berlin, Mitglied der K. Akademie der Wissenschaften und Professor der Mathematik bei der Bitterakademie: Geh. 30. August 1752 zu Berlin, war längere Zeit Hofmeister beim Hru. v. Tatitschtschef zu Baldino bei Moskau, ward 1784 Prediger zu Berlin, 17b7 Pro- fessor und l\Iitglied der Akademie der Wissenschaften und auch der Kais. Akademie zu Petersburg. Er las u. A. in der Sitzung der Akademie vor: "Verschiedene Bemerkungen über die Theorie der Töne, besonders über die tönenden Scheiben und die Verhältnisse ihrer Formeu und Dicke zu den Tönen, welche aus ihnen hervorgebracht werden können." Zugleich zeigte er ein von ihm erfundenes musikalisches Instrument vor. Es bestand in 4 parallelen Heihen gläserner Glocken, so gestellt, dass man sie mit 2 Violinbogen in beiden Händen bequem streichen konnte. Der Ton glich dem der Harmonika, war aber etwas stärker, vertrug ein schnelleres Tempo, war übrigens nur zum Vortrage von Me- lodien geschickt. Auch erfand er einen musikalischen Zeitmesser, von dem er eine Be- schreihunf:; herausgab, unter dem Titel: "Beschreibung eines musikalischen Zeitmessers, mit einer KupfertafeL Berlin, Petit und Sohn 1790. (23 S. stark, der Name steht nicht auf dem Titel, ist aber in der Schrift selbst erwähnt. Hierzu eine Zeichnung.) B. starb wahrscheinlich um das Jahr 1806, denn er ist in diesem
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