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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Briining. - Brnscolino. 77 Liedertafel. Er starb 9. Aug. 1837 zu Bcrlin. Zu seinem GedächtniRRC ward das Requiem von :Mozart in der Sing-Akademie aufgcfiihrt. Sein Bild erschien gcz. von Fr. Kriigcr. Uriinln.-, (Frledrlelt). K. Kammrrmusikus und Contrabassist der Opern- Kapelle zu Berlin. Geh. 14. Oet. 1816 zu Ziegeldorf (.Mecklenb,- flchwcrin), trat 1. Jan. 1842 beim Musik-Chor des Kaiser-Alexandcr-Hcgiments zu Berlin ein, machte mit dem- selben den Feldzug nach Schleswig mit und ward 1854 bei der Kapelle angestellt. Brnntbey, (Carl '''Uit.). Prediger der Jerusalems- und Neucn Kirehe zu Berlin. Geboren (n. Gerber und Forkcl zu Berlin, n. d. gelehrten Berlin zu Dresden) 24. Jan. 1757, war Anfangs seit 1785 Diaconus zu Alt-Landsherg. Bucholz und Wiesen- thai und ward 1788 als 3. Prediger bei der Jerusalcms- und Neucn Kirche zu ßerlin angestellt. Schon als Student in Halle schrieb er: "Briefe über Musikwesen in Halle (besonders über: Cora). Quedlinburg 1781. 8. 109 S. - Ferner gab er heraus: Phile- pistämie oder Anleitung fiir einen jungen Studirenden, nach Wissenschaftsliebe seine Schuljahre aufs Beste anzuwenden. Der 1. Bd., Qnedlinb. Hcussner 1781. 8. handelt p. 373-542 von der Musik. Ausserdem kündigte er a. 5. Mai 1794 seine Reihst in Musik gesetzten GPdichte an, unter dem Titel: "Siona oder Christg-esang zum Saitenspiele." Auch folgende . Compositionen sind von ihm: "Das Selige im Sterben des Gerecht<>n," CantiJene m. Accomp. Bcrlin. - "Gott, unscrm Gott, die Ehr' nilein," Arie, Text und Musik v. Br. ßcrl. Hnyn 1795. 'Während er scin Predigtamt in Berlin versah, kamen viel Störungen und Streitig- keiten in der Gemeinde vor und er ward beschuldigt dazu Anlass gegeben zu haben. Der Streit, den er deshalb mit den Kirchenbehörden hattP, veranlasste ihn 1 i96 um seinen Abschied zu bitten, den er auch erhielt. Ueber die ganze Angelegenheit ers(·hien damals eine Schrift: "Aktenmässigc Darstellung der Ideen, Handlungen und endlichen Schicksale des demittirtcn Prediger~ Brnmbey und sciues Anhanges zu Berlin, Amstcr- dam 1799. - Da nach seiner Verabschiedung die Streitigkeiten in der Gemeinde noch nicht auf- hörten und Br. die Konventikel hcimlich fortgesetzt huben soll. ward er auf Befehl des Königs über die Grenze gebracht. und begab Rich nach Baruth. -- Kabalen gegen ihn scheinen jedoch auch mitgespielt zu huben, denn nach dem Tode Fricdr. \Vilh. 11. erhielt er die Erlaubniss nach Berlin zurückzukehren, wo er um li99 Vorlesungen über" \Velt- historie ~' ankündigte. Uebcr ~ein En1le fehlPn die Nachrichten. Brnn (.Jean). K. Kammcrmus. und \Valdhornist. der Opern-Kapelle zu Berlin. Geh. zu Lyon 6 April 1759, Sohn eines Kaufmanns daselbst; er lernte zuerst. in seiner Vaterstadt die Musik, begab sich 1783 nach Paris, wo er 1786 als erster Waldhornist bei der grossen Oper angestellt ward, musste 1799 als Emigrant nach London fliehen, und ward in llemselben .Tahrc an Palsa's Stelle zur K. Kupelle nach ßerlin berufen. Er zeigte 1805 (Hcichardt.'s Berl. mus. Zeit. Xr. 40) eine Erfindung: "V crvollkommnete, der Gesundheit unschädliche messingene BlnReinstrumcutc" an. Diese Erfindung bestand in einer Art Lack. mit. der dn~ Innere des Blechinstruments überzogen ward. um das Ansetzen von Griiuspan zn vcrhilldcrn, die in der inwendigen Hornröhre befindlichen Ungleichheiten abzngliittrn, und das Ahfiirbcn und Beschmutzen der Hand beim "Stopfen" zu verhindern. Nach SchilliJ•g-'s Lexikon soll er 1805 na~h Paris zurückgegangen sein und dort ans Zorn über eine vernngliickte Kunst\·orstcllung sich 1806 durch Schwefcl1lampf crstickt ha brn. Diese Angabe ist unriehtig und beruht wahrscheinlich auf ciuer Namensverwcchs- lung, denn nach einer Concertanzcigc in den Berliner Zeitungen gab er noch 1807 als ~r~tcr Waldhornist der K. prcns~. Knpcllc nntl ehemaliges l\litglicd der musikali~chen 1\kademie zn Paris, in Bcrlin ein Conccrt; auch stPht im Berliner Atlrcss-Kalentler vom .Jahre 1808 Br. noch als 1\ammcrmnsikns nJHl Blnscinstrumentenrnacher zu Bl'rlin angcgclwn; KJ'iitcre Nachrichten fehlen. Gerber sngt von ihm: "Er ist ein grosscr Künstler. ~eine Intonation, Präcision und sein A nsdrnck sind nnvrrhrsserlich. Er singt so schön auf seinem : n- Htrnmcntc, dass er manchl)n 8iingcr hcschiimt.'· Er war nnch Componist. 0 p e rn. 1. PachtPr Hobert, kom. SgspL 1 A. n. d . .Fr:111z. YOn Seyfried H. Oct. 1805 zur Vorfeier tlcs Gebnrtst:1gs des Kronprinzen in Hrrlin gc~,;"chcn. 2. Zelia von Valconr, Melopoesie m. Pf. V. nd lib. Waldhorn. Brul!leollno (Pasq ualluo ), gewöhnlich nur Pasqnalino genannt. Altsänger d. K. ital. Op. zu llerlin, bei der er 1743 engagirt ward und 1744 als Artarxerxes in
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