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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von (Public Domain)

Zelenka, - Zel ter. 659 Vater Prediger war, studirte zu Halle Theologie, ging dann als Et·zieher nach Frank- furt a. 0., ward 1805 zweit,er Prediger in Beeskow,. erhielt 1818 obengenannte ·stelle zu Potsdam, wo er auf den Cho_ral-Gcsang gr~s~eu E~nfiuss ausübte. Eine gegen ihn er- hobene Anklage, von der er Jedoeh 1824 volhg freigesprochen ward, wirkte nachth T auf seine Gesurndheit un~. trug. zu seine~ Tode h~i, der den 13. l\Iärz 1827 erfo~:;; Von seinen ". erken geboren lncrhcr: Dw deutschen Volkslieder mit Volksweisen gr· · Volksschulen, nebst einer Abhandlung über das Volkslied. 1. Thl. 1819; 2. Thl. 182~ Berlin, l\Iaurer. · · Zelenka. Zwei Kammermusiker und \Yahlhornistcu dieses Namens befanden sich von 1786 ·-· 92 in der K Kapelle zu ßerlin. Zeller (Georc Bernhard Leopold). Geh. 1728 zu Dessau wo er bei ~einem Vater den Grund in der ?!Iusik legte. Er ging hierauf um 1762 ~ach Berlin bildete sich daselbst weiter aus und ward dort als Violini"t bei der Kapelle des Mark: grnfcn Heinrich angestellt. Um das J. 1785 ging er als Kapell- Director nach Strelitz wo er am 18. Apri11803 starb. Von Reinen Arbeiten wurden bekannt: Polyxena l\Ionodr' 1781; der ehrliche Häuber, Sgsp., 1789 iu ::itrelitz aufgeführt; ferner Violin- 'und Cla~ vierstücke im l\Ianuscr. Zelter (Carl :Frledrlt!lth Professor bei der K. Akademie der Künste, Doctor der Musik bei der Universität, Dircctor der Sing-Akademie zu Berlin, Ehrenmitglied der nlusikfreundc des Österreichischen Kaiser~taates, Bitter des rothen Adler-Ordens 3ter Kl. Geh. d. 11. Dccember 1758 ~u Berlin *) nnd zwar in dem Hause seines Vaters (Münz- strasse No. 1.), der l\Iaurermeister w~~ und es selbst gebaut hatte. Er war das jüngste von 4 Kindern, 2 Töchtern und 2 Sohnen, von denen der älteste Sohn zu schönen Hoffnungen bcrr.chtigte, die aber durch seinen frühzeitigen Tod veruichtet wurden. Un- ~'efähr 8 Jahre alt, erhielt der junge Z. zu \Veihnachten eine kleine Violine zum Ge-~chenk, die ihm viel Freude ma~hte und ~it der er sich lieber besehilftigte, als mit andem Spiclzeugen. Er machte sJCh ~ach. semer Art _selber Noten und that, als wenn er danach spielte; ebenso baute er spater nn Garten eme Orgel aus Latten und Bretter- werk und verwendete besonders auf das Pedal grosse Sorgfalt, so dass es ordentlich getreten werden konnte. So sehr sicl1 aul'h in diesem kindischen Spiele schon die Nei- gung zur filusik verrieth, ~o gross war sei I~ \Viderwille gegen alles Handw~)rk und das ewige Einerlei desselben, von .wcl~hem er tmmer ur_ngeben w~r, ebenso waren ihm die einförmigen Fingerübungen. bt'I seu~_em ersten Clavier- Unterncht sehr bald langweilig. Sein Vater musste hiiufig Ill Gescbuften nach Potsdam fahren und ward hierbei mit mehreren K. 1\Iusikem bekannt, von denen er zuweilen einen oder den andern in seinem Wagen mit nach Potsdam oder. zu.riick nahm: ~us. Er~enntlichkeit fiir diesen Dienst nahmen sie den jungen Z. nm dw CarnevalszCLt m1t m dw Oper. Die erste Oper, die er sah, war: "Phaeton oder Fetonte", v. Graun, im Jan. 1770, und z. schildert in seiner Autobiographie den Eindruck, den diese Aufführung auf ihn gemacht, wie folgt: "Das Opernhaus war an dem Tage bei guter Zeit von Zuschauern angefüllt und das gewöhnliche dumpfe Geräusch einer versammelten Menge hörbar. Das Orchester versammelte sich still, jeder stimmte leise sein Instrument und legte es unter- . ") zu der Le~Jensbe~chreib?ng z:s. habe ich zwei von i?m eigenhänd_ig aufgese~zte be_nutzt. ~i11 befinden sich 11ll Besitze semes Enkels, des Ilrn. Dr. Rmtel zu Berlm, und smd m1r zur Banutzung gütigst geliehen "·ordcn .. ~inc volls~iin?igc Biographi~ Z's. ,·o~ Dr: Ri~tel _wird nächstens erscheinen. - In der Bcrlunschcn 1\Iusik-Ztg. ,., 1855, No. 36. Wird die Mitthei!ung gegeben z. sei nicht in Berlin, sondern zu l'etzow Lei l'otsdam geboren. An dem vermeint- lichen Geburtsorte soll sich sogar eine Tafel mit dieser Angabe befinden. Dennoch ist dies unrichtig Nicht allein dass mir der Enkel Z's., Hr. Dr. Hintcl, die bestimmteste Versicherung gegeben ' dass Fein Gr<;ssvutcr in Bcrlin geboren sei, sondern Z. schreibt in einer der erwähn- tu.~ Aut~biographicu, datirt B~rlin d_. 2. Sept. 1808, wörtlich:_ "Im ~· 17f•8, d~n_ll. De~em?er, Wahrend des siebcnjiihrigcn Kncgcs:. 11t <~cm _Hau.se, wo 1ch d;es schreibe, ~ID ICh geboren." __ z. hielt sich als Kmd vtel mit semer 1\Tutter zu I ctzow auf, da sem Vater dort eine Ziegelei bcsass, und dies mag Anlass zu dem Wauben gegeben haben, er sei dort geboren. 83*
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