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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Winzer. - \Vippern-Harriers. 649 Abschied aus dem Justizdienste zu bitten, der ihm durch Kabinets-Ordre v. 2. Juli 1847 mit Pension unter V crleihung des rothcn Adler-Ordens 2. Kl. in huldreichster \V eise be- willigt ward. v. W. st~rb den 19. Februar 1852 g~nz plötzli~h am Schlagflusse. Als Componist scheint er mcht. bedeutend gewesen zu sctn, docl~ gtebt Hoffmann v. Fallersl. (Unsere volksthümlichen L1edcr, 2tc Aufl.) folgende Compos1tionen von ihm an: No. 30. Alles still in süsser Ruh', v. Hoffmann v. Fallersl. No. 5!:11. Wer hat die schönsten Schäfchen, in H. v. F. 50 Kinderliedern. Lpz. 1843. - Von seiner bedeutenden Bibliothek vermachte er 103 Bände Partituren iiltcrcr kirchlicher l\Iusik , grösstcntheils aus dem 16. Jahrhundert und meist von ihm eigenhändig geschrieben, der K. Bibliothek zu Bcrlin Am 15. Juni 1857 fand die V crstcigerung des übrigen Thcils seiner Bibliothek statt. Der Katalog enthielt 785 Nummern, darunter von S. Bach 70, Haydn 20 etc. Untc; den 238 Schriften über l\Iusik befanden sich seltene Werke. Schriften. 1. J o hunn c s Pier I u i gi von Pa I e strin a, seine \V crke und deren Bedeutung für die Geschichte der Tonkunst. .Mit Bezug auf Branis' neueste Forschungen dargestellt. Breslau, _Ad?rholz 183_2. y1 .. u. 66 S. !Vorrede ~at. 7. Januar 1831). _ 2. Johannes Gahneli und sem Ze1talter. Zur Gesch1chte der Blütbe hcili.ren Gesanges im 16ten und der ersten Entwickelung der I~auptformen der heutigen T~n­ kunst in diesem und dem folgenden Jahrhundert, zumal m der Venedisehen Tonschule 1. Thl. XIV. u. 202 S. und 2. !-'h~ VI. u. 228 S. Berlin, Schlesinger 1834. 1 Vol. 4·. 3. Thl. enth. eine Sammlung ge1sthcher und anderer Tonwerke vorzüglicher Meister des 16. u. 17. Jahrh., namentlich Giov. Gahricli, Schütz, seinem Schüler, Palestrina, 0. Lasso, Cl. 1\lerulo; Cl. J\Iontcverde, Luc. ~Iarenzio, dem Fürsten V enosa etc. cbend. - 3. D r. Mart. Luther's deutsche geistliche Lieder (enth. 3G Choräle in Notendruck und 15 mehrstimmige Tonsätze einiger Singweisen Luther's). Lcipz. Br. & H. 1840. _ 4. Der Evangelische Kirchengesang und sein Verhältniss zur Kunst dPs Ton- satzes, Sr. K. 1\laj. Fricdr. Wilh. IV. t!ed. unter d. 3. Oct. 1842, 1. Thl. in 2 Büchern, umfasst d. 16. Jahrh. 514 S. Text, 161 S. Notcnbeilagen. Lpz. Br. & H. 1843. 2. Thl. in 2 Büchern, umfasst d. 17. Jah~h. entl.1: XXII. S. Vorrede, 661 S. Text, 203 S. Noten- beilagen, ebend. 1845. 3. Thl. m 2 Buchern, umfasst d. 18. Jabrh., enth. XXVI. S. Vorrede 68!) S. Text und 276 S. Notcnbeilagen, ebend 1847. 4. - 5. Ueber Carl Christ.' Friedr. Fasch's geistliche Gesangwerke (Beigabe zu den Werken Fasch's). Berlin Trautwein 183!:1. 4. 14 S. - 6. Uebcr Herstellung des Gemeinden- und Chor-gesan~es in der evangelischc~l.Kirch~, Geschichtliches u. Vorschläge. Lpz. Er. & H. 1848. - 7. Zur Geschichte der hmhgen 1 onkunst, ebend. 1850. - 8. Aleeste v. Lulli, Händel und Gluck 1674. 1726. 17G!J. 1776. Berlin, Bock 1851. 8. - !J. Allegorisch-politische Festopern 'am Kaiserlichen Hofe in Wien, in der letzten Hiilfte des 17. Jahrh. (N. Berl. Mnsik-Ztg. 1852 v. 28. JanJ - 10. ~Ius~ktrei?cn und l\I1~sikempfint!~n·i~ 1G. 11• 17. Jahrh. Vorlesung, gehalten a~t 2<1. Jan. 18ul 1m WJsscnschafthch?n V crm~JC m der Sing-Aka- demie zu Berlin. Bcrlm, Bote & Bock 1851 (auch N. Berliner l\Ius1k-Zcitung von 1851. p. 57. 65. 73.). '"tllnzer <'V.), K. Kammermusikus und Violinist der Kapelle zu Bcrlin seit 1822 ist auch ein guter Clavierspieler und licss ~ich als solcher 1837 auf dem Märkische~ Gesangfeste in Brandenburg öffentlich hören. 'VIppern-llarrlers (Loulse), K. Siingcrin bei der Oper zu Berlin, ward um d. J. 1835 zu Bildesheim geboren, zeigte früh Aulagen zur .Musik, und ward wegen ihrer schönen Stimme zum Sologesang im dortigen Dom verwendet. Spiiter ging sie nach Harnburg von wo sie nach Berlin kam und am 16. Juni 1857 als Agatbc (Frei sc_hütz) und a~ 21. Juni als Ali.cc {~{obcrt) vcrsurhsw?ise. di~ K. Biihn~ betrat.. Der fr!_sche Klang der Stin:mc, der reme l on- Ansatz _und d!C nc~hge Intona~10n d~~ .Jungen Sangerin veranlasste d!C K. General.Intcndantur sw zu cugag1ren, und sw debubrtc als angestellte Sängerin in der. Uoll~ der Alice den _6. September. d. ~· Seitdem h~t sie besonders in lyrischen Partien s1ch ausserordcnthch schnell diC Gunst des Pubhknms erworben. Im Jahre 185!) verheiratbete sie sich mit dem Architccten Harriers. Unter den in Berlin gesungenen Partien sind ausser den oben genannten noch folgende zu nennen: 82
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