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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

604 Truhn. Im J. 1843 untcruahm er mit d<'m Clavier- Virtuosen Th. Döhler eine Kunstreise nach Scandinavien UIJ(I fand auch hier wwohl als Compouist, wie auch als Dirigent Beifall. Nach seiner Rückkehr entwickelte T. wieder eiue grosse Thätigkcit als Componist. und viele seiner dnmals ge8ehricLeucu Gesäuge erfreuten ~ich einer gros8en Volksthiimlichkeit im schönsten Sinne -des "' ort,;. Ein grösseres \V crk ., :\lahndöh" für Solo uud acht- stimmigen Chor und Orclu~ster, dns er im J. 1846 schrieb. warrl in Berlin, Hreslau, Dresdeu. Königsbrrg und Elbing· mit grosscm Beifalle aufgeführt. Im Ht,rhst 1848 iiber- sicdcltc der Künstler nach sciuer Vatcrsta(lt, wo er einen Gesangverein gründete, die dortige Liedertafel sowie den iiltesten J\liinuergesangverein leitete und als Gci;anglehrer bei der ersten Töchterschule dn~elbst fungirte. \Yiihrend seines damaligen Aufenthaltes in Elbing brachte er dort mehrere gross(~ \\'erke wie: "Davids \Viiste", -den "Faust" v. Radziwill, den "Messias" v. lliiudcl und Gratm's "Tod Jesu" zur Aufführung nud erhielt 1849 auf Antrag des Obcr-Präsi(liums .,in Anerkennung seines riihmlichen Eifers um För- derung· der Toukunst" das Prädikat eines Köuigliehcn ;\lnsik-Oircetors. Nachdem er im J. 1850 in Königsberg das 2. l'rcus~ische ~iiugerfest geleitet UIH! seine Composition: "Abschied" v. Uhland fiir SolL Mäuuerdwr und Orchester mit gros~em Erfolge zur Aufführung gehracht *), kehrte er 1852 unch llerlin zurück, wo er bald darauf einen 1\iänncrgesaugverein ., die JJCUe Berliner Liedertafel" stiftete, und im J. 1853 dns für Johanna \Vagucr compOJ;irtc .i\lonodrarna "Clcopatra" mit Erfolg auf die König!. Bühne brachte. Im \Vinter 1854 verband er sich mit dem amgczeichneten Pianisten H. v. Biilow zu dner Kunstreise nach llreslau, Posen, Danzig, und begab ~ich dann uach Riga, wo er bis Anfang 1858 als Lehrer des Gcsauges und der Theorie lebte, die Jortige Lieder- tafel leitete und hierauf uach ßcrlin zurückkehrte, wo er seitdem sich mit Musik-Uuter- richt. der Composition und mit literarischen Arbeiten beschiiftigt. Opern. 1. Trilby, k. Op. u. d. Frnuz. des Nodier um! Scribe von lloth (L. ~clmei­ der), 22. l\Iai 1835 zuerst in ßprJin gegeben. - 2. Cleopatra, Monodr. m. Chören in 1 A. v. Fr. Kuglcr, 23. Febr. 1853. ebd. Lieder u. Ge s 1i n g e. Der Fischer, v. Göthe: llas \\'n~ser rauscht, f. 1 ~gst m. Pf. op. 1. Berlin, lhandenburg 1832 (Bahn).- 4 Weinlieder f. 1 Sgst. m. Pf. (I. Der i'iibelungen Hort: Es war einmal ein König. 2. Der schönste Ort,
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