Path:
T

Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

594 Telle. -· Tengnagel. Musik zu Schauspielen. 1. Therese od, d. Waise aus Genf, Melodr. 3 A. n. d. Franz. des Vietor v. Angely, 1. Sept. 1824 im Königs!. Th. zu Berlin zuerst gegeben (Ouverture). - 2. Die Abenteuer auf dem Weihnachtsmarkt, Lokalposse 2 A. v. Adel- bert vom Thale (C. v. Decker), Ouverture, 22. Dec. 1824 ebd. Lieder 4 Liede(f. 1 Sgst. m. Pf. op. 3. Berlin, Magazin für Kunst u. Musik. Clavierstücke. Var. (Durch die Wiilder), op. 1. Berlin, Magazin f. K. u. :\I. Die Abende der Terpsichore (Tänze), op. '2. ebd. - Son. op 4. ebd. - 2 Polon. op. 5. ebd. TeDI)telltofr (Georg Frledr.), General-Lieutenaut und Chef des 3. Artillerie- Regiments zu Rerlin, geh. d. 19. l\Iärz 1737 zu Trampe in der 1\Iark, ward 1786 In- strukteur des Kronprinzen v. Pr. (Friedr. Wilh. lll), 1795 lllitglied der Akademie der Wissenschaften und starb den 13. Juli 1807 zu Berlin. Sein Bild gez. v. Heinieke, gest. v. S. Halle. Berlin 1790. Von seinen Schriften gehört hierher: "Gedanken über die Templ'ratur des Herrn Kirnberger, nebst Anweisung Orgeln, Claviere, Flügel ete. auf eine leichte Art zu stimmen, von einem Liebhaber der Musik (mit dem Anfangsbuch- staben seines Namens: G. F. T.) Die Schrift handelt bis §. 9 von der Temperatur über· haupt, dann über allgemeine Bestimmungen derselben von §. 10- 12, von der Anwen- dung der Formeln von §. 13-16 und endlich von der Kirnberger'schen Temp. §. 17 -27). Berlin, G. J. Decke1· 1775. 37 S. Tenguagel (.Jullus) Fabrltlus ''Oll, Organist an der Neuen Kirche zu Berlin. Geboren den 21. Jau. 1807 zu Plön (Holstein), wo sein Vater Kammerherr des Herzogs v. Oldenburg war. Schon früh erhielt der Knabe von seiner Mutter Unterricht im Clavierspicl und ciie schnellen Fortschritte, die er darin machte, veranlassten den Vater zu dem Glauben, dass in dem Sohne ein grosses musikalisches Talent sei, und er bestimmte ihn daher zur Musik, obgleich dieser mehr Neigung zum Soldatenstande hatte. Der Jüngling ward nun nach Weimar geschickt, und machte dort unter Leitung Bummels bedeutende Fortschritte im Clavierspiel; begab sich dann nach Berlin, wo er seine mu- sikalischen Studien theils im König!. Institut für Kirchenmusik, theils unter Leitung des Prof. Dehn, den er schon in seiner Heimath kennen gelemt, vollendete, worauf er Un-· terricht in der Musik ertheilte. Im J. 1835 trat er in die Sing-Akademie, der er bis zu seinem Tode, mit Ausnahme einer kurzen Zeit, in welcher er Dirigent eines Gesang- vereins in Halberstadt war, angehörte. Am 8. Jan. 1839 ward er Mitglied der Zelter'- schen Liedertafel und hat sowohl für diese, als auch für die Sing-Akademie mehrere Compositionen geschrieben. Um das J. 1838 ward er Gesanglehrer beim Joachimsthal'- schen Gymnasium, ferner Organist bei der Paniskirehe zu Louisenbrunnen bei Berlin und später der Neuen Kirche zu Berlin. Seine Neigung zum Soldatenstande begleitete ihn durch sein ganzes Leben, und so gründete er auch einen l\lännergcsangverein, der fast nur aud Offleieren bestand und unter denen sieh vortreffliche Stimmen befanden; auch für diesen Verein hat er Gesänge componirt. Im J. 1847 unternahm er eine Reise nach Copenhagen und brachte dasclbst sein Auferstehungs-Oratorium, das umfassendste Werk, das er eomponirt, zur Aufführung. Nach seiner Rückkehr leitete er längere Zeit die Cancertaufführungen des "Vaterlündischen Vereins" zu Berlin. In Folge einer Er- kältung begann er zu kränkeln und starb am 3. Juli 1852 zu Albrechtshof bei Berlin an der Schwindsucht. Er ruht auf dem alten Domkirehhofe. v. T. war als Componist nicht bedeutend, am besten gelangen ihm Kirchenstücke; als Pianist war er vorzugs- weise im Vortrage klassischer Compositionen vortrefflich; als Mensch war er liebens- würdig und seine vielen Freunde, zu drncn sich Schreiber dieses auch rechnet, haben seinen Tod schmerzlieh empfunden. Die Sing-Akademie veranstaltete zu seinem Ge- dächtnisse den 17. Aug. 1852 eine Trauerfeier. Sein ähnliches Oelbild, gemalt von dem talentvollen Maler Bennewitz von Loefen, ist im Besitz seines einzigen Sohues. K i r c h e n m u s i k. 1. Der 103. Psalm: Lobe den Herrn, f. 4 Solo- u. Chorst. 1846. - 2. Der 36. Psalm: Herr, deine Güte reicht, f. 4 Solo- und Ch~s!, 13. Nov. 1847 in der Sing-Akademie gesungen. - 3 Auferstehungs-Oratorium' 1841 m Copcnhagen auf· geführt. - 4. Requiem f. Solo und Chor a Capella, den 17. Aug. 1852 in der Sing- Akademie zu seinem Gedächtnisse gesungen (1848 componirt).
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.