Path:
S

Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

560 Sommer. - Sontag. errichteten Gesanganetalt als Lehrer zu wirken. Seit Auflösung jener Gesanganstalt lebt er als Privatgelehrter zu Bcrlin. Er gab heraus: ,,"Worauf es im Gesange ankommt, eine Würdigung 1\Ioriani's und der in der Yossiseh. Zeitung über ihn ergangenen Kritiken. Berliu, Logier 1844•'. Sommer+latt (IIent>lllet). Geh. d. 19. l\Iai 1815 zu Saalburg (Fiirstenth. Reuss), tl·at d. 20. Mai 1834 in das Musikcorps des Kaiser-Alexauder-Hegimcnts zu Berlin ein, schied dort am 28. August 1843 auf seinen Wunsch aus und erhielt die Er- laubniss, in K. Hannöversche Dienste zu gehen, um dort die Dirigentenstelle bei einem Regimente anzunehmen. Er hat viel Märsche und 'fänze componirt. Gesänge: Festgesang v. Neumann f. 4 Mst. m. Pf. Hannover, Bachmann. Clavier-Compositionen. Marsch. Berlin, 'l'rautw. (Bahn). - Mein Leben, Walzer, op. 10. Hannover, Bachmann. - Vergissmeinnicht, \Vlzr. op. 11. Hannover, Nagel. - Hannöversch. Lagermarsch, op. 12. ebend. - Cerrito-Polka o p. 13. ebend. - Schützenmarsch, o p. 14. ebend. - Hoch lebe der König; Gr. Fest- Polon. o p. 15. ebend. - Meine Freude, Polka, o p. 16. ebend. -- Andenken an d1~n 16. Octbr. 1847; Lied ohne Worte, op. 17. ebend. - Bums-Vnllera, Turncr-Fc;;t-Polka. Hannover, Hornemann. - Frciheitsklänge, Polka, ebend. - Hans Dampf in allen Gassen. Polka, ebend. - Mein Lebewohl an Braunschweig, Wlzr. cbend. - Deutschland Hoch!, Marsch, ebend. - Mein Gruss an's deutsche Vaterland, Marsch, ebend. - Hannöversche Nationalgarden-Marsch, ebend. - Fest- und ~iegesmarsch zur Geburtsfeier des K. Erb- prinzen v. Hannover. Hannover, Bachmann. - Steyersche Lieder, ebcnd. - Helenen- Marsch, ebend. - Die Kampflustigen, Polka-Marsch, ebend. - Louisen-Wlzr. ebend. - Martha-Marsch, ehend. - Hannoverscher Schützenmarsch, ebend. - Deutsche National- Polka. - Ella-Galopp, ebend. - Elinnenmg an Lucile Grahn, Polka, ebend. - Pas styrien, ebend. - Die Europäer, \Vlzr. ebd. - Frisch auf Kameraden, Galopp, ebend. - Souv. du 4. Juill. 1845, ebend. - Galopp, der nordischen Nachtigall gewidmet, ebend. -· Krambambuli, Galopp m. Gesang, ebend. - Hannover-Braunschweiger-Eisen- bahn-Eröffnungs-Galopp, ebend. - Julius-Quadrille, ebend. - Vetter-Michel-Polka, ebd- - Liebesklänge: Dein ist mein Herz, Galopp, ebend. - Der Ritt zum Liebchen, Galopp, ebend. - .Mein Lebewohl an Braunschweig, Hannover, Hornemann. Sonta,. (llenrlette). Geh. d. 3. Januar 1806 *) zu Coblenz, wo die Eltern Schauspieler waren, jedoch bald nach der Geburt der Tochter in Darmstadt engagirt wurden. Henriette erregte schon im zartesten Alter durch ihre liebliche Stimme und er- götzliche Lebhaftigkeit die Theiluahme aller derer, die sie sahen. Vier Jahre alt, be- trat sie in Gotter's Medea zuerst die Bühne und kaum 6 Jahr alt, sang sie die Lilli im Donauweibchen und errang in dieser Rolle ausserordentlichen Beifall. Bald darauf nahmen die Eltern sie auf einer Kunstreise nach l\Iannheim mit, und hier erregte sie in der genannten Oper durch ihren Gesang beim Angeben des hohen C allgemeines Staunen. Der Beifall war so gross, dass ihr Vater, der den Larifari sang, zur zweiten Anfführung mehrere Verzierungen mit ihr einstudirte, wodurch ein gesteigerter Beifall bewirkt ward. In ihrem 8ten Jahre kam Henriette mit der Mutter nach Prag, wo dieselbe engagirt war. Nachdem hier die kleine Sängerio vor einem Zuhörerkreise durch Vortrag der ersten Arie der Königin der Nacht Bewunderung erregt, ward ·sie für kleine Rollen bei der Oper in Prag engagirt, debütirte daselbst in der Oper "die Teufelsmühle", legte dabei als Entree die Arie des Oheron v. Wranitzki ein und riss durch ihren Vortrag, der an das Wunder· bare grenzte, das Publikum zum lautesten Enthusiasmus hin. Nachdem sie das lOte Jahr erreicht hatte, sang sie berrits grössere Hollen, z. B. d. Pagen (Johann v. Paris), Benjamin (Joseph) etc. Bis dahin sang sie nur nach dem Gehöre, ohne irgend musi- kalisch ansgebildet zu sein; jetzt machten erfahrene Männer die Mutte~ darauf aufmerk- sam, dass ihr musikalische Ausbildung durchans nöthig sei, und ~enrwtte sollte nun in das Conservatorinm zu Prag treten. Obgleich dies Institut gesetzlich nur solche Schüler aufnehmen durfte, die das 12te .Jahr bereits erreicht hatten, so wurde bei der jungen ") Nach Heinrich's Bübnen-Aiman!lch 19ter Jahrg., ans welcher? viele der folgenden Mit- theilungen entlehnt; dagegen nach Schilling's Lexicon ~· 13. ~at 1805; nach der Wien er Theater-Zeitung v, 1841: d, 16. Mitrz 1808; nach der National-Zeitung von 1854 im J. 1803.
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.