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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Schick. 0. Tiehsen, F. L. Fischer, W. Eckart, Komrusch u. C. Schauer, und zwar von Letzterem: No. 1. Es knistert der Schnee, v. Fr. Budke, No. 3. Es kam das zarte Fräulein Luft, v. Fr. Rückert. No. 8. Es kehret der Frühling, v. Neumaun, No. 10. In der hellen Felsen· welle, v. W. Müller. No. 1:3. Die Nacht i:;t mir entschwunden, v. Fink. No. 16. 1\omm, Frühling, zur harrenden Flur, v. Kühne. No. 17. Schön ist das Feld zur Frühlingszcit, v. Weisse. No. 18. Von Zweig zu Zweige, v. E. Schulze. Berlin, Trautwein 1845. 2. Zwei- und dreistimmige Gesänge für höhere Biirgerschulcn, Gymnasien und Seminare. Unter Mitwirkung mehrerer Gesanglehrer (cnth. Cnmp. v. Fr. Commer, 'V. Rintel, G. Fr, Komrusch u. C. Schauer, und zwar von Letzterem: 1. Ich flehe vor deinem Ange· siebt. 2. Herr, meine Seele. 3. Dn, den alle We~cn ehren, v. Dr. E. Kley. 4. Der du über Sternen thronest, v. dems. o. Die mit Thränen säen. 6. Herr, lehre mich thun. D. Der Herr ist mein Hirte. 11. Ich danke dem Herrn. 13. Herr, deine Gnade reicht. 14 Herr, nur dir allein vertrauen, v. E. Kley. lo. Danket dem Herrn! die Abendsonne). Berlin, Trautwein (jetzt Bahn). Sehlek (Ernst Job. Christoph ), K. Conccrtmeister und erster Violinist der Opern-Kapelle zu Berlin. Geb. im October 1756 im Haag, kam mit seinem Vater, der Tanzmeister war, nach Amsterdam, und war ebenfalls zum Tanzlehrer bestimmt, weshalb er nebenher die Violine erlernen musste, um diese als solcher spielen zu können. Bald trat sein musikalisches Talent so hervr:r, dass der Concertmeistcr Kreusser, der ihn zu. fällig gehört, den Vater bewog, ihm den Knaben zur wcitern Au~bildung im Violinspiel anzuvertrauen, und diesem auch Unterricht in der Composition ertbcilte. Um tlas Jahr 1770 hatte er Gelegenheit, die beriihmten Violinisten Esser und Lolli in Amsterdam zn hören, und besonders Letzterer ward nun sein Vorbild. Im J. 1774 ward er als Violinist bei der Churf. Kapelle zu l\iainz angestellt, unternahm 1783 mit drm Violoncellisten Jean Tricklir zusammen eine Kunstreise, und erregte überall dnrcb glänzende Fertigkeit, schönen Ton und ausdrucksvollen Vortrag den grösstcn Beifall; besonders ward sein Staccato bewundert. Nach Cramer's "Magazin der Musik" erinnerte Scbick's Spiel und Anstand an sein Vorbild Lolli, besonders war dies in Bezug auf den feurigen Vortrag, den starken dnrehdringendo:m Ton nnd die Reinheit und Gleichheit der Töne bis zur höchsten Applicatur der Fall; sein Staccato kam jedoch fast zu oft vor. Auch im Satze glichen seine herausgegebenen Compositionen denen Lolh's. Im J, 1793 ward er bei der K. Kapelle zu Berlin als Kammermusikus -angestellt., untcrnnhm um d .• J. 1804 mit K. M. Bohrer zusammen Abonnements-Coneerte, in denen er meist klassi~che Compo- sitionen, die dem Publikum neu waren, zur Auffiilmmg brachte, Im J. 1813 ward er zum K. Concertmeister ernannt und starb d. 10. Dec. 1815 zn ßcrlin. Von seinen Com- positionen werden 6 Violin-Concerte genannt, tlie seit 1783 einzeln erschienen, darunter gehört wahrscheinlich folgendes: Conc. p. V princ. av. 2 V. A. B. 2 Htb. 2 cor~, ded. a S. Ex. le Comte Ingelbeim, o p. 1. ßcrl. Hummel. Ferner sind wrrhrscheinlieh folgende unter dem Namen "Schick" componirte Gesänge von ihm: In der Auswahl von 1\Iaurer- gesängcn etc. v. Böheim, Berlin 1798, 1stcr Tbl: No. 65. Warum sind der Thränen, v. Ovcrbeck. No. 73. Fühlt, Maurer, des Lebens crhab'nen Werth. No 74. Wenn einst vom Staube losgerissen. Seitlek (Frledrlelt), K, Kammermusikus und erster Clarinettist der Opern- Kapelle zu Berliu, mit dem Titel eines K. Mnsik.Directors, Ritter des rothen Adler- Ordens 4. Kl. Geh, d. 6. Nov, 1794 zu Berlin, Sohn des Vorigen und der berühmten Sängerin Margarethe Schick, liess sich bereits 1R12 in einem Conc.erte mit grossem Bei- falle auf der Clarinette hören, ward am 2. Febr. 1817 als StaabAhautboist beim :!\lusik- corps des in Stralsnnd stehenden 34. Infanterie-Regiments angestellt, Iicss sich als solcher 1818 in Berlin hören, und ward bald darauf als Kammermusikus bei der K. Kapelle an- gestellt. Im J. 1832 d, 16, Mai ward er mit Bcibchaltun;; seiner Stelle bei der Kapelle zum Staabshauthoisten des Musikcorps des Kaiser Alexandcr-Hegimcnts zu Brrlin ernannt, erhielt um 1842 das Prädikat eines Musik-Directors und legte am 1. Januar 1847 seine Stelle als Staabshautboist nieder. Um d. J. 1848 ward ihm der rothe Adler-Orden verliehen, und im J. 1859 ward er pensionirt. Er bat viel Compositionen fiir !ll~litair-1\lnsik nrrangirt. Von seinen Märschen ward der Geschwind-Infanteriemarsch, n. l\Iohven aus: Die Stumme von Portici, als No. 75. unter die Armeemärsche aufgenommen und erschien Berlin, Schlesinger,
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