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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Abel. - Agricola. A. A.JJPI, (l.eop. A..na-.) l geb. zu Cöthcn um 1720, Sohn eines G~rnbi~tcn der fürstl. Kapelle da selbst, und 1iltercr Bruder des berühmten Garnbisten Carl Fncdr. A.; be- fand sich Anfangs bei dem Nicoliuischen Orchester zu Braunsclnveig, kam 1758 als Con- certmstr. in die fürstl. Kapelle zu Somlershauscn, wo er (nach Gerber) sl'ill Yorziiglichrs Talent i11 llcr Anfiihrnng des Orchesters zeigte. Im J. 1766 ward er als Coueertrnstr. in die Kapelle des 1\Irkgr. von Brandcnbnrg-Srhwedt nach Berlin, und 17G0 als crHtcr Violinist nach Schwerin berufen, wo er (nach Schilling) in einem hohen Alter grstorbeu ~ein soll. Sein Bild von ihm selbst in 'Vasserfarben gezeichnet, dat. 24. 1\Jiirz 7!J. ist in der K. Bibi. zu Bcrlin . .t\.dRJIUJ, {Da,·id), Churf. Brandcub. Kammennusikus zu Bcrlin. 1iltcstcr Sohn des Polgelllien, erhielt 1661 vom grossen Churfiirsten die Erlaubniss, 3 Jahr nuf Heisc11 .zu gehen, um sich nnf der Harfe und Viola da Gamba zu vervollkommnen, wozu ihm eine j~ihrliche Unterstützung von 100 'fhlr. bewilligt ward. Nachdem er 1670 als Churf. Kammermusikus angestellt war, erhielt er 1672 die Erlaubniss zu einer R('isc nach England. Ada•ns, (Etlnard), Churf. Brandenb. Kammermusikus und Ilnrfcuist zu Berliu. ward 1638 den 26. Sept. als solcher angestellt und starb 1650. (Küsters altt•s und neu es Berlin.) A..dt>lnna-, (Chrlstlnu FJ•Iedr.), Kantor und Organist d. Sophicukirchc r.n flerlin, geboren um 1758, ward 1703 bei der genannten Kirche nngcstcllt, crrirhtctr spiiter einen Gesangverein, mit welchem er von Zeit zu Zeit Aufführungen guter Kirchenmusik verunstaltete. Er. st. 23. Nov. 1807. &grlcola, (ßeuedettR Emllla), geh. 1\Iolteni K. S1ing. d. ital. Oper zu Berlin. Geboren 1722 zu l\Iodcna, studirtc den Gesang unter Porpom. Hasse und Salimbcni, kam 1742 nach Bcrlin, wo sie bei der Einweihung des K. Opernhause~ am 7. Dec. ?· J. als Cornclia (Caesar und Cleopatra) zucr;;t auftrat, und besonders in der Ane; "Scntir ehi me chiuma" gefiel. Ihre übrigen Rollen in Bcrlin waren: 1744: Semmt (Artaserse), .1\Inrcia (Catone); 1745: Erissena (Aiessandro e Poro), Sabiua (Adriano),. Ratilia (L. Papirio; 1747: Rirccna (C. Fabricio); 1748: Clconicc (Festi galanti}, Fulvia ( Cmna); 17?!l: l\Ielissa (Angelica e l\lcdoro); 1750: Climene (Fetontc); 17G!l: Apollo (Orfco); 1771: Albma. (Britannico); 1774: Discordia (Europa galante) ihre letzte Holle. - Im J. 1751 verheuathctc sie sich mit dem K. Hof-Componisten J. F. Agricola, ward seitdem nur selten beschäftigt, und nach dem Tode ihres Mannes verabschiedet. Ihr Gesang soll (n. Burncy) sich durch einen vollkommenen Triller und reine Intonntion aus- gezeichnet huben. Ihre Stimme lmtte einen Umfang vom nngestrichencn a. bis zum drei- gestrichenen d, und war noch in ihrem 50sten Jahre sehr schön. Zu ihren g-län- zendsten Leistungen gehörte tlic Ausfiihrun~. der grossen Sopran-A;ic in Graun's Cantate: "d. Tot! Jcsu," 1Jie sie bei der ersten Auffuhru~g dieses 'Werkes 1m .T. 17M) snug. Uebcr ihr späteres Leben und das Jahr Ihres Todes fehlen die NachrielJten. In der zu Kiistrin bei Oehmigkc erschienenen neuen Sammlung von Anekdoten ulHl Chnrak- terziigen Friedrichs II. wird ihre Verhcirathnng ~ls Grund angegeben, weshalb ~ie beim K~~ige in Ungnade gefallen und später vcrabschrcd~t worden sei; es lJCisst dort (im 2ten Stucke p. 22.): "Sgra. 1\Ioltcni hielt um die Erlaubmss an, sich mit dem K. M. A~ricoln. zu verheirathen. Die Erlaubniss erhielt sie, aber statt des bisherigen Gehaltes von 1
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