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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Rubinacci, ·- Rungenhagen. 481 Rnhlnaecl (~ntonla), Sängerin J,ei der K. italienischen Oper zu Berlin, trat auch in der Opera buffa. auf und debütirte bei der grossen Oper d. 16. Oct. 1788 als Ismenia (l\ledea in Colchis). Ihre übrigen Rollen waren: 1789: Zelinde !Brl'nnus). 1790: Melanto (Ulysse). 1791: Arsena (Olympiade); Ar>ena (Dario). 179:!: Darasse (Vasco di Gama). li93: Camilla (Enea). Nach dem Carneval des J. 1793 ward sie entlassen. RtulerMtlorfr (J. ). Geh. zn Amtitcrdam um d. Jahr 1799, trat daselbst bereits als 8j1ihrigcr Knabe zum ersten .l\fale mit einem Violin-Concert von Plcyel öffent- lich auf, gi11g um 1822 in die Dienste des Fürsten Bariatinsky zu lvauowski, ward Rpäter um 1825 als Coneertmcister in Rumburg angestellt, hielt sich dann längere Zeit in Dublin auf und begab Rieb 18.51 nach Berlin, wo er Anfangs ein Orchester in Sommcr's Lokal, spiitcr in Kcmper-Hof, und ,·on 1855-56 die Kapelle im Kroll'schen Lokale dirigirte. Er feierte im J. 1857 in Berlin sein 50jähriges Kiinstler-Jubilänm, und hatte während sl:'incs bis dahin 6j1ihrigen Aufenthalte~ in Bcrlin 1300 Concerte dirigirt, und darin mehr als 600 Violin-Solos gespielt. Er hat viel componirt, wahrscheinlich sind die unten angegebenen gedrncktcn Compo~:itionen yon ihm: Lied c r u. G c s ii u g- c. Hass und Liebe, f. 1 Sgst. m. Pf. Hamburg, Böhme. - 6 Lieder f. I Sgst. m Guit Angsb. Gombart. - Der Kaiser hat geweint, Volkslied v. A. Palme, f. 1 Sgst. rn. Pf. Wieu, Haslinger. - Das Vergessen, f. 1 Sgst. rn. Guit. 1\fainz, Schott. - Weit, in nebelg-rauer Ferne, , .. Schiller, f. 1 Sgst m. Pf. ebend. - Der Schläfrige, v. Cnstelli, f. 1 Sgst. m. Pf. Hamb. ßöhmc. lnHtrumcutnl-l\lusik. 6 Polon. p. Pf. op. 5. Copenhagen, Lose - 9 Valses et 3 Ecoss. p. Gnit. op. 6. Augsb. Gomlmrt. - 7 Var. p. Guit. (Schöne Minka), op. 7. ebenc.l. - 8 Var. (l'nmonl' mariuare) p. Guit. op. 8. ebend. - Var. p. V. av. Quat. op 9 Hannover, Bachmnnn. - Var. (di tanti palpiti) p. V. princ. op. 10. Augsburg, Gombart. - 5 Pieces p. Guit. op. 11. elwnd. - Var. p. Y. op. 12. Hannover, Bach- mann. - Polon. p. V. princ. o p. 14. Wien, 1\Iollo. - 3 AirB russes var. p. V. av. Quat. op. 15. Hamb. Böhme. - 22 leichte Duette f. 2 V. (für den ersten Unterricht), op. 17. 2 liv. ebend. - L'omaggio, Fant. p. Y. e Pf. op. 18. Mailand, Hiceordi. Fant. br. (I due Foscari) p. do. o p. 19. ebcnd. - Festmarsch zur Wiedereröffnung des Kroll'schen Lokals in Berlin, d. 12 . .1\Iai 1855 (1\lanuscript). Rndolt•h (~.), K. Kammermusikus und Contrebassist d'!r Opern-Kapelle zu Berlin, ward um 1811 bei derselben angestellt, schied 1817 ans derselben, ward aber 1822 wieder angestellt, bis er 1839 pensiol1irt ward. RnngeniiRJ:;t>ll ( l:'arl •'r•ledrleh J *)• Professor und Musik-Director, Director der Sing-Akademie, ordentliches l\litglicd der musikalischen Section der K. Akademie der Künste zu Berliu, Ritter des rolhl'n Adler-Ordens 3. Kl. m. Schi. Geh. d. 27. Sept. 1778 zu Berlin, wo sein Vater, Joh. Peter H., Kaufmann war. Dieser, dcl' mit Talent zur Musik begabt war, übte dieselbe gern in seinen Erholungsstunden, und spielte auf dem Clavierc theils phantasirend, theils aus der Eriunernng, was er gehört hatte. Wenn er aufstand, stellte sich der Knabe hin, nnd zur grossen Freude der Eltern konnte er dem Vater das eben Gehörte nachspielen. Bald ging das Kind znm Vater und bat flehentlich um Unterricht in der Musik; doch er fand bei dem ernsten, sorgsamen .Manne durchaus kein Gehör, da derselbe prakti~chc Gedanken fiir den Sohn im Sinne hatte. Bier war es die 1\lutter, die die schroffen Gegcnsiitze des Lebens vermittelte und es da· hin brachte, dass dem Knaben, zuerst ohne \Vissen des Vaters, Unterricht ertheilt wurde. R. hat diese Wo hitbat reichlich vergolten: die Liebe für sdne treffliche ~Iutter bildete, 'so zu sagen, ein ncncs Lebeu in seiner ~eele, machte ihn zu allen .Opfer~~ fü: sie ~-ähig und begleitete ihn bis in's Grab. Doch d~e Wahl der Lehrer war mcht gluckhch, haufig musste gewechselt werden und cle,1: Erfolg war .daher gerin!?. Neben ?er M.usik zeigte der Knabe auch zum Zeichnen I alcnt und Iu er waren d1e Fortschnttc sichtbarerer, weshalb er beim ßildhauer Betkobrr Ih~erricht erhielt. Unter seinen Schulkamemden <>) Meist nach: "Worte, gesprochen in der Sing-Akademie am Sarge des Hrn C. F. Rungen- hagen, v. Pred. Dr. Henry, lste Beilage. Berlin, Decker 185:.!"; ferner a. d. Artikel in Schilling's Lexikon und eigenen Notizen. 61
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