Path:
R

Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

480 Rosenberg-Gruczinski. - Rowen. Quedlinburg berufen, wo er am 9. Mai 1820 starb. Er gab heraus: 3 Son. p. Vlle. av. B. op. 1. Amsterd. u. Berlin, Hummel 1792. ·- Grundmelodien zu den im neuen Qued- linburger Gesangbuche befindlichen Licdcm 1791. Bosenherg-Gruezlnskl (~dOIJtl•), von, K. Oberst u. Commandeur des Kaiser Pranz-Grenadier-Regiments zu Berliu. Geboren um 1808, ward um 1826 beim Kaiser Pranz-Grenadier-Regiment als Lieutenar1t angestellt, avancirte dort bis zum Hauptmanu, ward 1855 Major im Mecklenburgischcn Dienste, und erhielt 1860 obengenannte Stelle. Er war in der Musik ein Schüler Sclüirtlich's in Potsdam. Von seinen Compositioncn erschienen: Lieder aus einem Alpcnthale, v. Hoffmann v. Fallersleben, f. 1 Sgst. m. Pf. Berlin, 'frautwein. 2 Tänze f. Pf. Berlin bei Brandenburg. Rosenfeld (lsldor). Geb. d. 22. l\Iärz 1834 zu Berlin, erhielt daselbst im Generalbass den Unterricht C. Böhmer's. Von seiner Composition ward 1854 die Ouverture zur "Braut von 1\Iessina" durch die Liebig'sche Kapelle in Berlin aufgeführt. Im J. 1856 liess er sich als Clavierspieler in einem Concerte hören, bei welcher Gelegeu- heit eine Souate f. Pf. u. V. seiner Comp. aufgeführt ward. Er hat ausserclem eiue Sinfonie in Fdur f. Orch. und mehrere Lieder componirt, uud arbeitet jetzt an einer grossen Ope1·. Im Druck erschien bis jetzt: Rond. (Th. dc l\Iozart) p. Pf. Berlin, Gaillard 1859. Rosenzuel-.r;. Zwei Kammermusiker dieses Namens sind Oboebläser der K. Ka- pelle zu Bcrlin. Der ältere, Louis R., ward 1841, der jüngere, L. A. H.., um 1847 bei der K. Kapelle augcstcllt. Both ('VIII•. Aug. ~·raugott). Geb. in einem Orte bei Erfnrt 1720, studirte die Musik beim Prof. Adlung, und später in Weimar beim Organisten Walther, liess sich hierauf um 1754 als l\Iusiklchrer in llerliu uieder, wo <•r herausgab: Lieder aus der Wochenschrift "Der Freund mit Melodien". S•. 1757. Ko1wen (Waltlter), Churf. Brandenb. Kammermusikus zu Berlin, ward 1614 unter der Regierung Job. Sigismuud's als solcher angestellt*). In eiuem Aufsatze**) giebt Dr. Chrysauder folgende Nachrichten über ihn: Walter Howe, ein Engländer vou Geburt, hielt sich auch einige Zeit am Hofe des Herzogs von Mecklcnburg-Güstrow auf. Es ist derselbe, den Herzog Albert in Königsberg in einer ehrenvollen Zuschrift einen . "berühmten Musikanten" neunt, der mehrfach fürstliche Personeu, besonders Prinzessinnen, in der Musik unterwies, nämlich auf der Viola di Gamba, die er wundervoll gespielt haben soll, von dessen Lebensumstände jedoch weiter nichts bekannt geworden ist, so dass schon Matthcsson in der Ehrenpforte p. 5 sagte: "Ich hätte gern mehr Nachrichten von demselben". In der That sind die Nachrichten von ihm sehr gering, doch geht schon sein AufC11thalt in Güstrow und seine Beschäftigung dasclbst aus folgender eigeu- händigcr Quittung desselben hervor; sie lautet wörtlich: "Ich Untcnbenaunte, bekenne Das ich vou Sr. fürstlich. Durchlauchtigkeit hoff Rehntmeister Herrn Joachim Lehmann, hundert Reichsthaler in specie auf Abrcchuungk, wegen michel Uohdt empfangen hnb, die ich auf der Viol di gamba Lehrneu soll, Vermegen der Coutrast welches ( d. i. laut des Contractes, welcher) also Lautet. als auff ein Jahr wegen der Lehr oder Unterrichtungk auf der Viol da gamba 100 thall. Vor Kostgeld auf ein Jahr 65 Heichthall., wegen Losamcnt bett Und wäsch 15 thall. Und dan vor ein Viol de gamba 25 thnll. thutt 205 thall. Rcstimir also wenn die Lehr Jahr auss ist hundert Und fiinff Reichsthaller in Spccic, thue ich hiermit quittiren. Datum gusterow d. 12. Mai 1626. - Walter Rowe, Fürstl. Brandenb. Violiste." R. starb im April 1671. Ein anderer Kammermusikus uud Vi?list s_?ines Namens ward den 4. October 1638 als solcher in Berliu angestellt; er erh!Clt froher den Unterricht J~ Strcbelow's auf der Vio~a di Gamba. ~ *) Die Churf. Bestallung und die Eidesformel R.'s befinden sich im Geheimen Staats-Archiv; sie sind in L. Schneider's Geschichte der Oper abgedruckt. **) EngliRche, deutsche und franr.ösische Mnsiker des 17 · Jahrhunderts (Niederrheiui~che Mu,ik-Ztg. v. 1855. No. 45.).
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.