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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

44 Ben da. Kirnbcrger's, kam 17fifl in die K. Kap('lle. Für Ucbers('ndung- seiner Oper "Orpheus" an die Kaiserin Cathariua Jl. erhielt er von der~elben die grosse golrh·nc :\Icdaillc, und wegen Uebcrscmltmg einer iilmlichcn Composition vom Kaiser l'aul J. eine goldcuc Ta- batiere. Obgleich ein geschickter Violiuspieler, war er doch als c:Jrrvi('rspielcr uuil Com- ponist noch bedeutender, auch war er Lehrer in der Theorie der 1\lusik, und kündigte 1803 im Decembcr an, dass er Vortriigc über die Grundsiitze der Harmonie und des Generalbasses nach der Theorie von Kimberger und Tiirk lwlten werde. Als Kammer- musikus ward er um 1R10 pcusionirt, und starb l!l .Juui 181:1 zu l'otsdam an einem· Nervenschlage. 0 r a to ri e u: 1. Die Jiiugcr am Grabe des Aufcrsblll(lcncn, 11. l\I:irz 1782 in Her· lin aufgeführt. 2. Das Lob des Höchsten, ebenso. Potsdam 4. April 180G. 0 p c ru. 1. Orphcus, gr. Op. :l A. v. ] I. v. L. iu Dresden, Hi. Januar 1785 im Corsika'sehen Snal zn B•~rliu ztH'rst gegeben. Cl:w. A. beim .\ntor 17~7. (Der Prin- zessin Friedl'rike Clmrl. Ulrike vou Prenssen ded.) 2. Alccste, gr. (Jp. 2 A. v. 'Vielnud, 15. Jan. 17HG cbml. gct'cbeu. :~. D:t$ Blmncnmiilichen, Siugspil'l 1 ,\. von Hochlitz, 1G. Juli 1806 im K. National-Theater zn Hcrliu zm·rRt gegeben. Cantaten. l. Pygmaleon 17~:3. 2. llic Grazien, Cantate m. Chiiren von Gersten- berg, um 17R8 eomp. Jlerl. Hcllstah. Instrnm.-l\lusik. ()Trios p. 2 V. et B. V. 1 et 2. A. B. etc. op. 2. Bcrl. Ilnmmcl. p. fl., Clav op. 1. 3 Trios p. Clav. av. fl. op. op. 6. ebnd. 7 einzclue Souatcu f. ('Jav. oder bis 17!13. Bcrl. Uellstab. Solo f Fl m B 1788. !lh. 4 Flöten-Solos chnd. . . . . op. 1. 2. Conc. (G- u. Edur) it. V. prine il Trios p. Clav. av. V. op. 3. Cl Gone. f>. B(·rl. Hummel. Sou. p. Clav. :'t 4 m. Harfe mit Fl. u. B. oder \'., von 1788 dmLI. 17!.!2 '1 Viol. - Cone Rellstab Ge s1in ge. ncchtthun und edel sein, von ('lanrlins. 4stimmig<)S Ucsellschaftslied, der Kö- nigin Louise iiberseudet. tlencla. (Georc)• Die friiheren Nachrichteu iihcr ihn sind "~'In· nnsicher. Gerher gicbt in seitwm :lltcren Lcxicon an, dass l'r zn A. lkwttka, in sr~inem Lexicou 1812, dass er zu .Tnng-Buuzlan geboren sei, fenu~r ueunt l'r ab sein Geburt>jahr 1721 oder 22. Als auf 'Ynusch Fr:mz Bcnda's 1\(iuig Frietlrich 11. es n·rnulasste, tla~" die :Familie B. nach Berlin zog, hcfaurl sich Gcorg grade iu Gitschiu, wo er (nach Frm•.r. Bs. Autobiogr.) damals stuliirte. Die Eltern nahmeu ihn von dort mit nach Bcrlin, wo er hei seinem Bruder Funz wohnte. Dies war (n. Gerber) im Jahre 1740, und nun entwickelte sich schnell das musikalische Talent Georgs, rler es auf der Violine bald so weit brachte, dass er 1742 als K. Kummermusikus hci der 2ten Violine der K. l\apclle ang-estellt wnrden konnte. Zu gleicher Zeit eignete er sich Fertigkeit im Clavierspiel an, und brachte es auf der Oboe zu einer bedeutenden Virtuosität. Am l•ervorrngcudsteu war jetloch sein Talent zur Composition, obgleich er keineu cigcntlichon Unh'rrieht in derselben genoss, sondern nur fleissig die \V erke Grann's und Hussc's studirte, uml sich durch sein ange- bornes ästhetisches Gefühl selbst die Regeln bildete. Im Jahre 17 4R ward Georg nach Gotha berufen, wo er Gelegenheit fand, seiu Compositiomtalent mehr zur Geltnng zu bringeu. Der damalige Herzog Friedrich liJ. war ein gro~-;s,•r 1\euncr und Bdiirdt•rcr der Tonknust und veranlasste ihn zur Compositiou von fast 4 Jahrgiingcn von Kirl'hen- stücken, .Mes~cn, l'assionsrnw
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