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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Reichardt. 429 mädchen), o p. 5. Berlin bei Esslinger 1843. - Leb' wohlj, Lied f. 1 Sgst. m. Pf. u. Vlle. Beideiberg bei Medor. Claviermusik. Valse br. op.4. Berlin,Esslinger.- 3Bagatelles, op.6, Braun- schweig bei 1\Ieyer. a .. lt'llartlt (Gustav), K. l\lusik-Director zu Berlin. Geh. den 13. Nov. 1797 zu Schmarsow bei Demmin (Vorpommern), wo sein Vater Prediger war. Dieser ertheilte ihm und seinen Geschwistern früh Unterricht in der :Musik und so bildete sich in dem elterlichen Hause später förmlich eine kleine Hauskapelle, durch welche schwierige Vocal- und Instrumentalstücke ausgeführt werden konnten; auch liess sich Gustav R. schon im 9ten Jahre in einer benachbarten Stadt als Solospieler auf dem Clavier und der Violine hören. Im J. 1812 kam er auf das Gymnasium zu Greifswalde, und 1817 bezog er dort die Universität, um Theologie zu studiren, versäumte es aber während jener Zeit nicht, sich in der Musik weiter zu bilden, und wirkte fast bei jedem Concerte mit. Im Jahre 1818 begab er sich nach ßerlin, um dort weiter zu studiren, und trat in demselben Jahre am 4. April in die dortige Sing-Akademie. Zclter erkannte es bald, dass er in ibm ein sehr brauchbares Mitglied erworben, der besonders im "vom Blatt singen" eine ausgezeichnete Fertigkeit besass; er übertrug ihm daher häufig Solopartien bei den Auff'tihrnngen. Die Gelegenheit, die sich ihm in ßerlin darbot, ausgezeichnete Kirchen- und Opern-Aufführungen zu hören, veranlasste ihn 1819 sich ganz der Musik zu widmen, und er studirtc nun die Theorie unter Leitung ß. Klein's. Um dieselbe Zeit stiftete sein Lehrer ß. Klein, im Vereine mit L. ßerger, L. Hellstab u. G. Heicbardt die "jüngere Liedertafel", und letzterer ward bierdurch zur Composition vieler schöner Lieder angeregt, die solchen Beifall fanden, dass sie zum Theil Volkslieder geworden sind; ich nenne darunter nur besonders folgende: 'Vas ist des Deutschen Vaterland (siehe op. 7.); das Bild von der Hose (op. 8.); die Pinzgauer-Wallfahrt (op. 5.) u. a. Auch als Gesanglehrer war er sehr beliebt und in den höchsten Kreisen sehr gesucht; unter seinen Schülern nenne ich den Prinzen Friedrich 'Viihelm, zu dessen Vermiihlung er 1858 eine Fest· Cantate componirte. Im Jahre 1850 ward er zum K. Musik-Director ernannt, Lieder u. Gesänge. D. Nachtigallennest, Polterabendfeier f. 4 Sgst. m. Pf. Berlin, Christiani 1821 (Trautw.). - 6 Lieder f. 1 Sgst. m. Pf. 1. Liederheft (Lied a. "Zcrbino" v. Tiek: 0, alte Heimath süss! 2. Trost eine~ guten Gewissens: Gewissensruh! Bewusstsein reines Herzens! 3. 'fodtenkranz fiir ein Kind: Sanft wch'n im Hauch. 4. Das gestörte Glück: Ich hab' ein hcisses junges Blut. 5. Mignon, v. Göthe: Kennst Ju das Land. 6. An die V crgangenheit: Wo find' ich euch), o p. 3. Hannover, Bachmann 1824. - 6 Tafelgesänge f. 4 Mst. (f. d. Liedertafel in Bcrlin) (1. Buudcslied, v. Göthe: In allen guten Stunden. 2. Die Frauen: Sechs Tage brauchte Gott. 3. Die Pinzgauer-Wallfahrt*): Die Pinzgauer wollten wallfahrten geh'n. 4. Fischerlied: Flschcr hat ein schünes Sein. 5. Der l\lann: 0, wie selig ist der Mann. G. Der :Feldmarschall, v. E. M. Arndt: \_Y.n,s hla_~eii_ di!L Tr
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