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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

418 Plato. - Pollani. sehen Liedertafel zu Berlin. Er starb den 21. Juli 1845 zu Berlin. Von seinen Com- positionen ~ind gedruckt: Lieder. Der deutsche Rhein, v, N. Bccker: Sie sollen ihn nicht haben. Berl. Challicr 1844. - In Lna's Siingergrnss (Berl. Trautwein), No. 18. Am Ncujahrsmorgen: Morgensonne strahlt hernieder. Plato (Cllrl), l\Iusiklehrer zu Bcrlin, machte sich durch Arrangements von wcrth- vollen Orgcl-Compositioucn für Clavier bekannt, darunter nenne ich ein Conc. f. Orgel v. Wilh. Friedcm. Bach, und einen Orgel-Concertsatz in Cmoll, v. L. Thielc, die f. Pf. h 4m., Lpz. bei Petcrs erschienen. PIIU (AJtatb.-) erhielt in Berlin den Clavier- Unterriebt des Kapellmeisters W. Taubert und liess sich 1853 dort öffentlich Mrcn. Im Jaltrc 1854 unter- nahm sie Kunstreisen durch \Y cstprcussen. Von ihren Compo~itioncn wurde eine Cantate für weiblichen Chor und mehrere andere Gesangstücke in llcrlin in Concertcn gesungen. Gedruckt sind: 2 Liedt:!r aus Amaranth f. 1 Sgst. m. Pf. Berlin, Challier. I"Üieban (Geor~:). Geboren den 5. Juli 1773 zu Cremon in Licfland, verliess unter der Regierung Kaiser Paul I. Russland und liess sich in Hamhurg nieder, wo er den Umgang Klopstock's genoss. Er licss sich hier auch als Sänger in Concerten hören, und legte namentlich den Grund zu seiner berühmten Musikalien-Sammlung, indem er die Nachlasssachen C. P. E. llach's, die meist aus Autographen S. Bach's und anderer Mit- glieder dieser berühmten Familie bestanden, kaufte. Im Jahre 1813 zog er nach Bcrlin, wo er in die Sing-Akademie (d. 4. October 1814) eintrat, deren eifriges Mitglied ward, und von 1833 an die Oberaufsicht über die Bibliothek der~elben führte. Auf V cranlassung des damaligen Kronprinzen (Friedrieh Wilhelm IV.) stellte er eine Nachsuchung in den K. Schlössern nach musikalischen 'Verken Friedrich des Grossen an, und es gelang- ihm, in den Schlössern zu Potsdam 120 verschiedene Musikstücke des Königs aufzufinden. Er starb den 12. August 183G zu llerlin. Seine berühmte Musikalien- und Bücher- Sammlung ward von der K. llibliothck und der Sing-Akademie angekauft, und da 1855 die K. Bibliothek die Autographen- Sammlung der Bach'schen Familie ebenfalls von der Sing-Akademie erwarb, so ist sie nun jedenfalls im Besitz des grössten Reichtbums an Autographen der Bach's, und dieser Schatz befindet sich als "Bach'sehes Archiv" in einem besondcrn Schrank der K. Bibliothek aufgestellt. Eine schöne Büste P's. befindet sich in der musikalischen Abtheilung der K. Bibliothek. I"olal (EIIse), geh. Beisteincr. Sängerin. Geboren 180G, ward in der Wiener Schule gebildet, begab sich 1824 nach Italien, wo sie auf mehreren Theatern mit Bei- fall sang, und 1830 als Ehrenmitglied der filharmouischcn Gesellschaft zu Florenz, Bo- logna und Verona, nach Deutschland zurückkehrte. Sie ward hierauf beim Churf. Hof- Theater zu Cassel cngagirt, war dann in Lernberg und 183G bei der Oper des Königs- städter Theaters zu Berlin cngagirt, wo sie als Elviru (d. Puritaner) d. 8. October d. J. debütirte. Sie verliess jedoch bereits 1837 Berlin wieder. Polal (F. ), Virtuose auf der Harmonika in den Jahren 1809-17 zu Berlin, hat auch für dies Instrument componirt. Pollnek (Ernestlne ), Sängerin bei der K. Oper zu Berlin, ward 1857 bei der Oper in Prag engagirt, ging 1858 zur Oper des Kroll'schen Theaters m~~~ Berlin, ward 1859 bei der K. Oper daselbst vorläufig auf 1 Jahr engagirt und debutirte dort den 21. August als Mathilde (Tell). Unter ihren übrigen daselbst gesungenen Rollen nenne ich: 185~: Isabelle (Robert d. Teufel); D. Elvira (D. Juan); Marcclline (Fi~elio); Pag~ (Ballnacht); Acnnchen (Freischütz); l\Iannelita (d. Mädchen v. Elisondo); Anna Re1ch (d. lustigen Weiber). 1860: Fatimc (Oberon); Lady Rovena (d. Templer u. d. Jüdin). Im Jahre 1860 ward ihr Contrakt erneuert. PoiiRnl (il.clehlhle), Siingerin bei der italienischen Op?r des Köuigsstädter 'l'heaters zu Bcrlin, debütirte dasclbst den 3. Octobcr 1842 als Adme (l'Elisir d'Amore). Pollaut (Anar;elo), Sänger der italienischen Oper des Königsstädter Theaters .zu Derlin, debütirte dasclbst 1842 nls Uodolfo (Ninn).
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