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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Miiller. 385 Müller (Jol1. I,ucln·.)· Geboren zu ßerlin 1744, war nach Gerber ein vor- trefflicher Violin-Virtuose im Dienste tles Prinzen v. Pr. l\Ian beklagte seinen am 1. Aug. 1767 erfolgten frühen Tod; nach amleren Nachriehtcn soll er jedoch, wie Gerber ~agt, unter dem Namen "Selnnitlt" J)ircctor drr An~pnch -Bayreuth'scheu Schauspieler- Gesell- schaft geworden sein. lUÜIIer (lU&u•lanne), geb. Ilellmuth, Sängerin beim K. National-Theater zu Berlin. Geb. zu Mainz 1772 *), war die Tochter der als Siingerin und Gesanglehrerin nicht unbedeutenden Franziska Hellmutlt und des l\IainzischC'n Hofmusikus Friedrich ll., betrat 1780 zu Bonn als Gretchen (Dorfgalle) zuerst die Bühne, tlebiitirte 1785 als \'ictorine (Eifersucht auf tler Probe) auf drm 1\Iarkgriitl. Theater zu Schwedt und kam 1788 als 1ste Siingerin zum K. National-Theater nach Bcrlin, wo sie als Röschen (Zau- berspiegel) debütirte. Sie verheiratbete sir.h 17!)2 und trat den G. l\Iai d. J. zuerst als 1\lad. l\lüller aufi<·*). Um das ,Jahr 181() ward sie durch I\rankheit längere Zeit am Auftreten verhindert und bald darauf pcnsionirt. Schilling's Supplcment-Bd. erwähnt, dass sie sich spiiter in Huppin niedergelassen und dort noch immer mit. ihren Stimm- resten gesungen habe. Ihre Tochter, zu der sie dort zog, war eine tüchtige Clavicr- spielerin uud Schiilcrin Wilke's. Gegen das Ende ihres Lebens hielt sich 1\Jau. l\liiller wieder in Berlin auf und war 1844 bei dem f>Ojährigcn JnhiHinm tler Aufführung der Zauberflöte in DerliH gcgenwiirtig. Sie starb zu Berlin tlcn 30. l\lai 18[>1 im 81stcn Le- bcnRjahre ~'**). Ueber ihren Gesang beisst c~ in Fr. F. l\Iann's musikalischem Taschen- buch auf das Jahr ll-l05. p. 103-'i wie folgt: "1\Iad. l\1. dankt ihrer Knust mehr als der Natur; ibre Stimme ist nur schwach und nicht ganz olme eine fisteliihnlichc Schiirfc; tloch ist ihr Vortrag- so ungernein liehlieh mnl vcrst:indig, tluss man sie dnrclJans immer gern hört". Ihr Bild ist in Iffland's Almanach von 1811; das in v. Küstner's Album scheint danach gefertigt zu sein. Ihre Hauptrollen waren in ßerlin: 178R: Rüschen (Zauberspiegel). 1789: Friederike (Bctrng durch Abergl::mben); Rosalie (Apo- theker 11. Doktor); l'onstanzc (Belmont u. Const:mzc, his 1814); Zemire (Zcmire 11, Azor); Amor (Psyche). 17fl0: _Cherub in (Fi nro); D. Ehira (D. Junn, bis 1808: ü5 1\Ial). 1791: Constanze ( d. Liebe im Narren Jause ; Caroline (Hothkiippchcn); Elise (Reinald). 1792: Hiis- chen (Knicker); Almanzaris (Oberon). 17!13: Engcnia (d. schiinc 1\liillcrin). 17::l-1: l'amina (Zauberftöte, 1. Auft'ührnng); Ophelie (Trophon'~ llühle), 1 7fl5: Griechin (Iphigcnia in 'l'auris); Constanze (Verwirrung durch Aclmlichkcit.); Haoul v. Crequi). 17%: Piedro (die kleinen Ra- voyarden); Sandrinn (<1. Talisman); Juno (d. ncucu Arkadier). 1797: Eh·ira (Opferfest); Lo- doiska, Op. gl. N. 17fl8: Henriette (d. Souutag-~kiud); Suscltcn (Dorfbarbicr). 1799: Lisette (Theudor). 1800: Leonorc (Apotheker unb Doktor). 1801: Marie (Ulaubart). 1802: Bertha (Lilla); Amanda (Obcron). 1803: Laura (d, Singspiel); Fanny (Lüwenhcrz); Höschen (Hös- chen und Collas); Ameliua (Lclnnann). 1804: Amena (Ciisar). 1805: Nerino (M. Angelo); Caroline (heimliche Ehe). ISOü: Sara (1\lilton); llia (1dumcnco); Pcter (Löwenherz). 1807: Scraphine (der Wiubcrhauptmann); Flcrida (rlyssus u. Circe); Hcnricttc (d. Grau des Mufti). 1808: Hortcnsia ( t1. vereitelten Riinke); Eu rille ( d. Kästchen mit d. Chiffrt>); Sophie (Sargincs). 1809: Agnes Sore!, Op. gl. N.; D. Anna (D. Juan, bi:< 181[,: lü 1\Ial); Klytcmucstrn (Iphi~. in Aulis). 1810: Margarcthe (Franca di Foix); Bri~ais (Achilles) 1811: Adelheid (Adelhmd u. Althram); lsidore (d. Alpenhirtcn). 1812: 1\Iechtil
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