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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

334 Lossau, - Louis Fcrdiuand, Prinz v. Prcussen. will jet.zt grösser sein. 5. Lied mit Chor aus seiner Oper "Regina": Hinaus in schnellster Frist). Berlin, Schlcsingcr. - Figaro, Samml. launiger Ge~1inge (1. Quodlibet. 2. Lied aus "Lumpaci Vagabundi": ~tissc Erinnerung. 3. Lied aus "Zur eb'nen Erde": Es trifft gar hiiufig). Lpz. Wunder. - Tmucrgcsang, v. Fr, Kaiser, zum Begräbnisse Herlossohn's comp. f. Solo u. M1inner-Chor, ward 1851 bei der Todtenfeier Lortzing's gesungen. lnstrnmental-1\Iusik. Ouvertnre :'t Ia Turca 1821. - Onv. zu Yclva.- Ouv. in Gdnr. - Jubel- Ouv. zum Dessauer l\Iarsch. - Fest-Ouv. in Esdur, f. d. Fricdrich- Wilhelmsstiidter Theater zn Bcrlin 1850 comp. l.ossau (F. C.), von, stand längere Zeit als Lieutenant im Gardc·Dragoner- Hegiment zu Bcrlin, studirte später die Hechte und ward als Regierungs-Assessor in Posen angestellt, nahm nach einigen Jahren den Abschied und liess sich in Berliu nieder, wo er um 1850 gestorben sein soll. Von seinen Compostionen ward das Melodrama "Die Schleichhändler" den 24. Juni 1825 im Königsstädter Theater zu Berlin aufgeführt, woraus die Ouverturc, Berlin bei Trautwein, in demselben Jahre erschien. Ausserdem erschienen von ihm Tänze f. Pf. 1. Hft. Berlin, Schlesinger, 2tes Heft, als o p. 2. Berlin, Trautwciu. Lotze (Carl), K Kammermusikus und Violinist der Opern -Kapelle zu Berlin. Geb. daselbst den 26. December 1816.'l- Sein Vater, der dort Schmiedemeister war, spielte selbst recht gm Vwiine, cr~ie· 'bald bei dem Sohne entschiedenes Talent zur 1\'Iusik und licss ihm Violin-Unterricht erthcilen. Später ward H. Hics sein Lehrer, unter dessen Leitung er ganz von vom wieder beginnen musste und fleissig die \Verke von Hode, Kreutzer und Spohr studirte. Nach 3 Jahren konnte er sich 1836 zum ersten Male öffentlich im K. Schauspielhause hören lassen und fand grossen Beifall. Bald darauf unternahm er eine Kunstreise nach Leipzig, Jena und Weimar, ward an dem letztgenann- ten Orte von Hummel freundlich aufgenommen und spielte mit demselben Trios. Nach seiner Rückkehr behagte ihm die Stellung eines Acccssisten bei der K. Kapelle nicht mehr; er nahm daher die Stelle eines Conccrtmeisters und ersten Violinisten beim Stadt- Theater zu Riga, die ihm von C. v. Holtey angeboten ward, an und ging 1837 dahin ab. In seiner ncuP-n Stellung erwarb er sich bald als tüchtiger Orchester-, Solo- und Quartettspieler einen geachteten Namen, hatte das Glück, nach und nach Männcr wie H. Dorn, R. \Vagncr und L. Schubert zu Kapellmeistern zu haben und die Bekafmt- schaft namhafter Virtuosen, wie Vieuxtemp, Ernst, Artot und Lipinski zu machen, die nicht ohne Einfluss auf seine künstlerische Ausbildung waren. Während seines Aufent- halts in Riga unternahm er auch einige Kunstreisen nach Mi tau, Dorpat, Heval u. a. Orten. Eine grosse Sehnsucht zog ihn nach seiner Vaterstadt zurück, und selbst ein Antrag aus Petcrsburg ward von ihm deshalb ausgeschlagen. Er kehrte 1849 nach Berlin zurück, wo er bald als Violinlchrer grosse Anerkennung fand und 1857 als Kam- mermusikus bei der K. Kapelle angestellt ward. In der Composition genoss er den Un- terricht Kühmstädt's, doch sind keine seiner Compositioncn bis jetzt erschienen. l.ootze ('"lllaelna) *), 1{. Kammermusikus und Violoncellist der Opern-Kapelle zu Bcrlin. Geh. daselbst den 17. J.MU.:rr 1817,''93ruder des Vorigen; erlernte zuerst die Violine, hatte aber mehr Neigung zum VioloncClT, besonders, da sein Bruder schon Violine spielte, und entschied sich daher später zu jenem Ins'trumente, auf welchem er Anfangs den Unterricht des Kammermusikus F. Töpfer, dann den des Concertmeisters l\1. Ganz erhielt. Im Jahre 1835 trat er in die Möscr'schc Instrumentalklasse, ward hierauf Accessist der K. Kapelle und 1837 als Kammermusikus bei derselben angestellt. ~~~ de.r Compo- sition erhielt er wie sein Bruder den Unterricht bei Kühmstädt und hat 1ll semen Con- certen mitunter einige seiner Compositionen, die dem Charakter seines Instrumentes durchaus angemessen sind und alle Künsteleien vermeiden, hören lassen, doch sind sie bis jetzt noch ungedruckt. Vom Jahre 1838 an war er Th~ilnchmer des Zimmermann'- schen Quartetts, bis er 1852 wegen Kränklichkeit davon zurucktrat. Louis Perdlnaud, Prinz v. Preus•e.n (F~·iedr .. Christian Ludwig). Geh. den 18. November 1772 zu Friedrichsfeldc bei Berlm. Mit grossem Talente zur *) Die Mitthailungen über die Gehrüder Latze verdanke ich dem K. Musik-Director Erk, der sie von den Künstlern selbst hat.
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