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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

318 Lawercnz. -- Lecerf. Schriften. 1. Praktisch-theoretisches System des Grundbasses der Musik und Phi- losophie, als erste Abtheilung eines Grnndrisses des Systems der Tonwissenschaft •). Herlin, Duuckcr & llumblot 1827. 14 Bg. gr. 8. - 2. Ueber die (iuiutcnfolge (Berl. mus. Ztg. ·!. Jahrg. 1827. No. ·il'.). l.anverenz (.t'. ), K. Kammermusikus und 'Valr\hornist der Opern-Kapelle zu Herlin, ward 1824 beim Orchester des Königsst:idter Theaters und 182!) bei der K. Kapelle angestellt. I.eiJrllu (Franziska), geh. Danz4• Geh. zu ;\lannheim 175G. Tochter des Violoncellisten Tgnaz Danzi, von dem sie derPersten Uuterricht in der Mu,ik erhielt und diesen später unter Lcitnug ihres Bruders Frauz fort~etzte, 1m Jahre 1771 Letrat sie, kaum l!i .Jahre alt, rlie Biihnc zn Mannheim, ging spiiter naeh Italien, wo sie 1778 in .i\lail:uul auftrat, war 178H in Lomlon mHl spiiter ab Chnrf. Siingerin in .i\liinchen ange· stellt. Im ,Jahre 17~!) wanl sie dmch Heichanlt nach Hcrlin berufen. wo sie am :20. Ve- remhcr zuerst in einem Kirehen-Concerte sang, am 3 .• Januar 17\JO als Ottili:t (Brennus) in der K. Oper dehiitirtc und dem Könige oo gefiel, uass er schon bei der l'rouc ihr ein Bravo zurief. Sie ward nun auch für den niichsten Cameval engagirt nnu kam mit ihrem Gatteu in Bcrlin an. Schon hatte sie die Rollen der Penclope (Ulysscs) unu Statira (Dario) übernommen, als l._l Tage nach ihrer Auknnft ihr Gatte erkrankte und starb. 'Vahrscheinlich in Folge dieses Verlustes begann auch sie zu kräukeln, wohnte zwar noch der Probe des "Dm·ius" bei, war aber nicht mehr im Stanue, bei der Auf- fiihruug mit:.mwirken und starb den 10. Mai 1791 zu Berlin **). * I.eeerC (Ju1Jtll8 A.ntncleus). Gcb. den 23. Juni 178D zu Hosendorf bei 'Veissenfcls, erhielt in Leipzig, wo seine Eltern bis 1810 wohnten, auf seineil "'unsch schon als 4jiihriger Knabe 1\lnsik-Untcrricht, der aber erst seit 1800 von bedeutendem Erfolge war, so dass, als ihn der damalige Kautor der Thomasschnle, Ang. Ebcrhard l\liiller, zur "' eiterausbihlnng übernahm, derselbe ihn vorgcsehrittcn geuug fand, um ihn 3 Monate spiiter öffentlich auftreten zu l:tsseu, was in den 'Vintcrmonatcn 1lcr .Jahre lfl03 nnd li-iCH mit Mozart'schen ullll Bccthoven'schcu Clavier-Coucertcn !) Mal geschah. Nach vollendctcu Hechtsstudien und erlangter Advocatur widmete ('r sich schon VOll 1815 an vorherrschend der Tonkuust uml machte seine Studien in der Theorie der Musik uuter Tb. 'Veiulig iu Drc~dcn; spiiter tmter A. Heicl:a in Paris, welcher Letztere ihn ~ Jahre laug an seinem contr:1punktisehen lTntcrricht im Conservatoirc Theil nehmen liess. Im J. 1817 war er Gesan""- und Clavicrleltrcr der Prinzessinnen vou Carolath in Schlesien, privatisirte von 1820- 0 22 als i\Insiklchrcr zn Paris und ging hierauf wegen Familienverhältnisse nach Dresden. Im ,Taln·e 182,1 folgte er einem Hufe als städtischer Musik-Direetor nach Aachen und liess sich 182H in Berlin nieder, wo er bis 1843 einen grössercn 'Virkungskrcis als öffentlicher Lehrer des Gesanges beim Cöllnischen Real- Gymnasium uud an mehreren Privat-Instituten erhielt und auch durch die Aufführung der Oratorien "Josua" und "Samson" von Händel, die er ohne Hülfe fremder Gesanges- kräfte mit Hinzuziehung der K. Kapelle in den Jahren 1831 und 1832 in der Gaucr- sehen Anstalt zu Charlottcnburg, sowie 1835 uud 1837 auf dem Real- Gymnasium ver- anstaltete, grosse Anerkennung bei den höchsten Uuterrichts -Behörden und den Kunst- kennern fand. Familienverbindungen veranlassten ihn im Jahre 1843 sich in Dresden niederzulassen, wo er seitdem als Gesang- und Piauofortelehrer wirkt. Für die Oper bildete er namhafte Talente, unter denen besonders Frau Fehringer J{nopp' geh. 'Vitt- huhn, in weiteren Kreisen riilunliehst bekannt gewonlcn. . . 0 p e rn. Jery und B:itcly, Sg"P· v. Göthe, mit der von dem Dichter eigens für den Componisten hinzugefügten Schluss-Scene, 1846 zum lsten .l\Iale auf dem K. Hof· Theater zu Dresden aufgeführt. . Geistliche Musik. 'frauer-1\Iotctte: "Des Lebens Tag 16! scl,1~er un~ schwül", f. 4 Sgst, m. Pf. (auf den Tod König Priedr. Wilh. JII.). Berlm, Irautwem; später unter dem Titel: Lied f. Solo u. Chor. Dresdc\1, Schönfeld. *) Ausführliche Reccnsiou Lpz . .Allgcm. xnus. Z_tg. 1828 (p. 14~_-53). **) Nach Gerber u. Rcichardt. L. Schneider g1cbt den 10, Man als ihren Todestag an.
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