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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von (Public Domain)

314 Lange, - Langenhaun, Schriften. 1. Joham1 Crüger's, von 1622--1662 Musik-Director an der Nicolai- Kirchc in Berlin, Choral-l\Iclodien, aus den besten Quellen streng nach dem Original mit- getheilt und mit einem kurzen Abrisse des Lebens und 'Virkens dieses geistlichen Licder- Componisten begleitet, nebst Joh. Crüger's Bildniss in Stciudruck. Berlin, G. Eiehier 18:35. 4. 64 S. enth.: 33 Choräle mit Noten, Angabe der Dichter uucl ComponiRten und ,Jahres- zahl. Zu vielen derselben hat E. Grell nach Crügcr's Bezifferung die Mittelstimmen zu- gesetzt. - 2. Gesangblätter aus dem 16. Jahrhundert, vom ersten Anfange des evange- lischen Kirchenliedes und dem Entstehen der Gesangblätter, nebst einer Literatur der- selben aus dieser Zeit. llcrlin, Schlcsingcr 1838. LRnge (Otto), Dr. der Philosophie und Professor zu Berlin. Geb. zn Graudcnz 1815, besuchte das dortige Gymnasium und erhielt während llicser Zeit den Unterricht des als gründlichen Theoretikers und Componisten bekannten l\Iusik · Directors Ludwig Granzin. Als er im 19ten .Jahre zur Universität abgiug, war es sein Plan, sich aus- schliesslich der Musik zu widmen; er studirte deshalb vorzugsweise dieseihe und gab einige Liederhefte und Sonaten heraus. Der entschiedene Wille seines Vaters nöthigte ihn jedoch, seinen Vorsatz aufzugeben; er vollendete nun seine theologischen und philo- sophischen Studien und cutschied sich hierauf für plidagogische Thätigkeit. Da entwarf er den Plan zu einem gemeinsamen Musikunterricht in Schulen und ward durch die Behör- den zu der unten näher angegebenen Schrift: ,.Die Musik als Unterrichtsgegenstand etc." veranlasst, die er in dem Seminar für Lehrerinnen zu Berliu praktisch anwendete, worauf sein System in den Provinzen vielfache Nachahmung fand. Inzwischen nahmen }llida- gogischc Functionen und die Mitgliedschaft von vcrschicdcuen Examinations-Commi~sionen ihn dergestalt in Anspruch, dass er seine musikalischen Kenntnisse uncl Beobachtungen nur auf ephemere literarische Arbeiten richten konnte. Seine freundschaftlichen Be- ziehungen zu L, ReHstab bewirkten, dass er l\litarbeiter der Yossi~chen Zeitung ward, und als solcher seit ungefähr 1834 die wissenschaftlichen und Kunst-, namentlich aber die musikalischen Artikel gemeinschaftlich mit Hellstab redigirtc. Ebenso begründete er die von Bock herausgegebene "Neue Berliner musikalische Zeitung" 184G und war 12 Jahre Redacteur derselben, worauf er von der Redaction zurücktrat. Zu einer .1\Iusik-Aesthetik hat er viel Material gesammelt. Lieder, 5 Lieder u. Ges, m. Pf. o p. 1. Berlin, Challicr. - 4 komische Lieder f. B. od, Bar. op. 2. ebend. - Der Rhein, f, A. od. Bar. ebend. Sc h u I e n. Clavicrschule in systematisch geordneten U ebnngsstückcn zum Gebrauche beim Privatunterrichte, insbesondere in Schulen. llerlin, Lischke. Schriften, Aufsätze. 1. Die Musik als Unterrichtsgegenstand in Schulen neben den wissenschaftlichen Lehrzweigen, ein Beitrag zum Unterrichtswescn. Berlin, Plahn'sche Buchhandlung 1841. 8. - 2. Andeutungen über theoretische Behandlung musikalischer Gedanken (Berl. mus. Ztg. v. 1845. No. 4.). - 3. Musikalische Anklänge (cbcnd. No. 20.). - 4. U eher musikalischen Ausdruck metrischer Feinheiten der deutschen Poesie (die- selbe Ztg. v. 1847. p. 29). - 5. Schein und Wirklichkeit auf der Opern-Bühne (ebcnd. p. 53). - 6. Ucber Entstehung und Bedeutung der l\lelodic (ebend. p. 241, 249). - 7. Gicht es einen dramatischen Gesang'? (dies, Ztg. v. 184R p. 17, 25, 33). - 8. Ilas Verhältniss vergleichender Kunstbetrachtungen zur musikalischen Kritik (ebend, p. 137). - 9. An die Lehrer ( ebend. p. 201 ). - 10. Das Verhältniss der 1\Iusik znr Architectur ( ebend, p. 209). - 11. Dichter und Componist in einer Person (dies. Ztg. v. 1849. p. 2). - 12. Franz Schnbert und das moderne Lied (cbcnd. p. 49, [>7). ·-- Ja. Klassisch und romantisch in der Musik (dies. Ztg. v. 1850. p. 377). - 14. Musik und Brodstudinm (dies. Ztg. v. 1851. p. 137). - 15. Die neueste komische Oper der Franzosen (ebcnd. p. 271). - 16. Künstler und Dilettant (dies. Ztg. v. 1852. p. 269). Lan.renhaun (G.), K. Kammermusikus u~d Vi?linist der Opern-Kapelle zu Berlin, Schüler von F. A. Henning und C. 1\Iüser. hcss .steh zuerst 181!.) im Bliesener'- schen Concert mit grossem Beifalle hören, ward 1823 bet d?r K. Kapelle angestellt und nahm sich am 20. Dccember 184G in einem Aufalle von Schwermutl1 das Leben. Er besass grosse Anlagen in der Musik.
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