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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Krüger, - Kiichenmcistcr. 301 in die Kapelle nach Stuttgart berufen, wo er 1818 zum Kammermusikus ernannt ward. Auf seinen Kunstreisen besuchte er im Jahre 1814 seine Vaterstadt Berlin, 1824 Darmstadt und Hannover. Man rühmte seinen schönen Ton, gebildeten Vortrag und seine vortreffliehe Höhe; auch war er Componist für sein Instrument. *Krüger (Hna-o) (Freiherr v. Gillern), Tenorist bei uer K. Oper zu Berlin. Geh. den 11. Januar 1829 zu Breslau, Sohn eines Oberst-Lieutenants, studirte, um sich dem höheren Baufache zu widmen, bis zum Jahre 1849 Architcctur. Auf Zureden der Sängerin Babnigg entschloss er sich, dramatischer Sänger, zu werden und machte, nach- dem er kurze Zeit ihren Unterriebt genossen hatte, am 27. Kovember 1850 ~einen ersten theatralischen Versuch als Lyonel (1\Iartha) mit solchem Glücke, dass ihm von der Theater-Direction sofort ein Engagement angeboten wurde. Sehr bald fühlte er selbst, dass zur Erreichung eines höheren Ziels ein gründlicher Gesangunterricht nothwcndig sei; er bat daher nach einem halben Jahre um seine Entlassung, begab sich nach Berlin, wo er bei dem General-Intendanten v. Hülsen nicht allein eine freundliche Aufnahme sondern auch in Bezug auf seine Ausbildung die kriiftigste Unterstützung fand. Er er- hielt den Gesangunterricht des Chor- Directors Elsler, ward vom 1. Januar 1852 an für kleinere Partien fest engagirt und übernahm auch später grössere Hollen, z. B. Lyonel, Octavio, Tebaldo, Stradella, Tamino, Pylades. Im Jahre 1857 ward er bei der K. Oper in Dresden engagirt, wo er den 7. Januar als Tamino debütirte und Gelegenheit fand, in bedeutenderen Partien eine grössere Selbstständigkeit zu erreichen. Schon im Jahre 1858 kehrte er mit einem vortbcilbafteru und Hingern Contract nach Berlin zurück, wo er seitdem ausschliesslich in ersten lyrischen Tenorpartien beschäftigt ist. Sein Kostüm- bild als Joseph (v . .Mehul) ist in Bloch's Album der Bühnen-Kostüme, 2te Lief. H.rur; (Gn8tR'')• Geb. zu Berlin 1810*), studirte daselbst Jura und erhielt da- mals den Unterricht L. Berger's im Clavierspicl und in der Cornposition. Im Jahre 1845 ward er Ober·Landesgerichtsrath zu Naumburg. Von seinen Compositioncn erhielt 1843 ein Duo für Pianoforte und Violine den ersten Preis vom Norddeutschen 1\Iusikvercine. Instrumental-Musik. 3 Quart. p. 2 V. A. Vlle. in B, G, D, op. 1. Berlin, Trautwein. - Gr. Duo p. Pf. et V. in Amoll (preisgekrönt), op. 2. Hamburg, Jowien. - Trio p. Pf. V. Vlle. in Gmoll, op. 3. Hamburg, Schuberth. - Intr. et Fuguc, Quart. p. Pf. V. A. Vlle. o p. 6. ebend. - 3 Quart. p. 2 V. A. Vlle. in A, G, C, o p. 8. Berl. Trautwein. - Charakteristische Tongemälde, 3 gr. Son. in C, G, D, o p. 10. Ilamlmrg, Schuberth. - Intr. et Fugue, Quart. f. Pf. No. 2, in Cmoll, o p. 11. cbend. - do. 3tes Quart. o p: 13. eh end. Kirchenmusik. Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte. Zum Jubiläum seiner Ver- wandten Frl. Friederike Koch, am 27. Sept. 1847 in der Sing-Akademie gesungen. Kruspe (August), K. Kammermusikus und Waldhornist der Opern-Kapelle zu Berlin, erhielt auf seinem Instrumente den Unterricht des Kammermusikus Lcnss und in der Composition den des Kammermusikus Böhmcr. Er war Aufangs im Musik-Chor des Garde- Schützen -Bataillons und ward 1832 bei der K. Kapelle angestellt und 1856 pensionirt. H.üclaennaelster (ller111lrte), geb. Jludersuorff, Säugerin beim Friedrich- Wilhelmsstädter Theater ~u. Berlin. Geb. **) den 12. Decembcr 1822 zu Ivanowsky, Besitzung der Fürstin Banatms~y bei Kuosk (Russland), kam in ihrem 3tcn Jahre mit den Eltern nach Hamburg, wo Ihr Vater die Stelle eines Concertmeisters erhalten hatte. Ihre schöne Stimme ward frühzeitig dort durch Marianne Scssi gebildet; später erhielt sie in Paris den Unterricht Benderali's, hierauf den Bordoooni's und endlich den l\Iichcronx's in 1\Iailand. Nachdem sie schon früher in England unu"' sp1iter in Deutschland mit Erfolg in Concerten gesungen hatte, betrat sie am 29. November 1841 auf dem Karlsruher Hof- Theater als Elvira (Puritaner) zuerst und zwar mit ausserordentlic~em Erfolge die Biihue, worauf sie mit 4000 Gulden für das Theater zu Frankfurt a. 1\Iam engagirt ward. Im Jahre 1844 verheiratbete sie sich mit dem Dr. Küchenmeister, Lehrer der Mathematik, *) Nach Schuberth's Handbüchlein. **) Schlesisches Tonkiinstler-Lexikon v. Kossmaly und Carlo, p. 273.
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