Path:
K

Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

300 Krocker. - Krüger. früheren Jahren stndirte er unter Spontini's Leitung Partiturspiel und musste namentlich Symphonien von Beethoven und Opern von Gluck und Mozart viel spielen. Nachdem er in Leipzig seine Studien vollendet hatk, kehrte er nach Berlin zurück, wo er nun seit 1845 als Componist auftrat und als Musiklehrer wirkte. Am 25. April 1852 stiftete er einen Gesangverein, der klein begann, gegenwärtig ( 1860) aber 70 Mitglieder zahlt und daher von den kleineren Gesangvereinen Berlin 's mit der bedeutendste ist; auch ver- anstaltet er jährlich mit demselben eine öffentliche Aufführung. Vom Jahre 1854-57 leitete Krigar die "Neue Berliner Liedertafel" und ward in dem letztgenannten Jahre zum K. 1\Iusik-Director ernannt. Ausser den unten angegebenen Compositionen von ihm be- finden sich in den Liederbüchern der "Neuen Berliner Liedertafel" an 20 l\Iännerquartette und in der llibliothek seines Gesangvereins viele Quartette für Sopran, Alt, Tenor und Bass. Geistliche 1\lusik. 1. Wirf deine Sorgen auf Gott, Hymne f. S. A. T. B. (in der von Khmer herausgegebenen "Siona". Eisleben, Kuhnt 1855). - 2. Nisi Dominus domum aedificaverit (127. Psalm), aufgef. von seinem V creinc Petrikirche 25. Oct. 1859. - 3. Kyrie für Doppelchor 1858. - 4. Herr, wie du willst, figur. Choral. 1859. - 5. Ave Hcgina für gern. Chor: 0 clemens mater, 1859. l\I usik zu Schau s p ic 1 c n, L ic der spi c 1 c n etc. 1. Die Schwestern, a. d. Dä- nischen (Ouv., Entreacte, Melodr. u. Gesänge) 1849. In Breslau, Bremen, Harnburg etc. aufgeführt. - 2. \Vilhelmsstrasse und Haack'scher Markt, oder: Baron und Commis, Berliner Lokalposse m. Ges. u. Tanz in 2 Abth. v. A. Heinrich (theils comp., theils arr.), d. 28. Sept. 1853 im Friedrich-Wilhelmsstädter Th. zu Berlin zuerst gegeben. Lieder. 5 Lieder f. 1 Sgst. m. Pf. op. 1. ßerlin, Trautwein (Guttentag) 1845. - 4 Ges. f. do. op. 2. ebend. 1845. - 4 do. op. 3. cbend, 1846. - 5 do. op. 4. ebend. 184fi. - 4 do. o p. 5. ~bend. 1846. - Frühlingsträumc, Duett f. S. u. T. m. Pf. o p. 6. ebend. 1847: - 6 Ges. f. S. od. T. m. Pf. op. 7. ßerlin, Bock 1847. - Lied: Du sprirhst, dass ich mich täuschte, v. Platcn (irn Album für die deutsche Flotte), chend. 1848. - 6 Lieder f. eine tiefe St. m, Pf. op. 8. cbend. 1849. - 6 Gcs. f. S. od. T. m. Pf. op. 9. ebend. 1850. - Immer weiter in die Ferne, f. S. m. Pf. o p. 10. ebcnd. 1851. - 3 zweistimm. Ges. f. 2 A. od. l\[ezzo-S. u. A. op. 11. ebend. 1852. - 3 do. op. 12. ebend, 1853. - Fröhliches 'Vandcrn, f. 4 l\Ist. Part. u. St. o p. 1 3, ebend. (gewann den 1sten Preis in d. ßerl. Lieder- tafel am 20. Nov. 1855). - 6 Lieder f. S. A. T. ll., Ilrn. Justizrath Geppert ded. Part. u. St. op. 15. ebend. 1858. - 0, du mein Mond, v. Göthe, Quart. f. S. A. T. B. (In L. Erk's Sanges- blüthen, 2tcs Heft, No. 24.). Instrumental-1\Iusik. Festmarsch f. gr. Orch. (zum 1sten l\Iale im Carnevals- Fest der "Ncucn Berl. J,iedcrtafel" 27. Febr. 1856). Cl.-A. o P:. 14. Berl. Bote & Bock. - 6 Clavicrstücke (Kinderstücke; 2 langsame Sätze; Fugatc uber: B, A, C, H; Sara- bande u. Scherzo), op. 1 6. cbend. 1859. - .l\farsch; Serenade u. Scherzo, 3 vicrhänd. Clavicrst. op. 17. Lpz. Heinze 1860. _ Ouv. und 2ter Festmarsch f. das 2te Carnevals- Fest der ,,Neucn Berl. Liedertafel" comp. 1857. 1\ianuscr. Aufsätze. Nekrolog Spontini's (Heinrich's Almanach der Schauspiele, 16. Jahrg.). Kt•ocker (Johauu), Vice-Kapellmeister des Chnrfürsten Joachim Friedrich zu Berlin von 1608-11, musste bei den Reisen des Churfürsten sein und auch die Kapell- knaben unterrichten. Kroll (Fr~n~), P!anist u~d l\Iusik~ehrer in Berlin. Geh. 182? zu B~?mherg *), Schüler Fr. Liszt s, hess steh 1853 zuerst m Potsdam mit grossem Be1falle horen. Clavier-1\Iusik. Andante m. Var. Wien, Hasslinger 1847. - Skizzen, ebend. Krüp;er (J. U. ), K. Kammermusikus und Bratschenspieler der Opern-Kapelle zu Berlin seit 1823. Er starb 1842 zu Berlin. Krii.-er (Gottllelt), K. Würtemb. Kammermusikus und 1ster Flötist der Hof- Kapelle zu-Stuttgart. Geh. zu Berlin 1790, war Anfangs. zu einem. andern Stande be- stimmt, widmete sich aber seit seinem 11ten Jahre der Mus1k. ObgleiCh meist auf seinen eigenen Flciss angewiesen, brach sich sein Talent doch Bahn, und schon 1808 konnte er sich öffentlich in Berlin mit grossem Beifalle hören lassen. Im Jahre 1810 ward er *) Nach Schubcrth's "Musikalisches Handbüchlein."
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.