Path:
K

Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

292 Koch, - Köpke. sich dort mit dem Director der Opera buffa: J. A. Chr. Koch. Sie sang auch zuweilen in grossen Opern, z. B. 1776 in der Oper "Angelica e Medoro". Koeh (Jolt. Ang. ChrlstOJJh), K. Bass-Buffo-Siinger und Dircctor der Opera buffa zu PotsJam. Er ist wahrscheinlich mit dem Kammermusikus und Violinisten Joh. Aug. Christoph Koch, der 1754 in der K. Kapelle zu Bcrlin ·war, eine Person. Von diesem heisst es niimlich *J: "Joh. Aug. Christoph Koch aus Zerbst, ein guter Bassist und Violinist, componirt auch gute, absowlerlich komi~che Sachen". - Koch hielt sich vor seiner Anstellung Hingere Zeit in Hmnburg auf. Er war ein guter Gesanglehrer. Um das Jahr 17ß2 scheint er pensionirt oder gestorben zu sein, da er in dem Adrcsskalender dieses Jahres nicht mehr verzeichnet steht. Hoelt (Jie•••••nRIIIl), Kantor der Nicolui-Kirchc zu Bcrlin. Geboren um 1637 zu Jcver (Ost-Friesland), scheint früh nach Berlin gekommen zu sein, denn er besuchte dasclbst das graue Kloster, splitl•r studirte er in Leipzig, Im .labre 16G7 wa;-d er an Ebcling's Stelle zu dem obengenannten Amte uach Berlin berufen und versah d:rssclbe fast 30 Jahre hiudurch, bis er 16ß7 starb. Der damalige Conrcctor Hodegast stellte an seinem Begräbnisstage, dem 14. Februar d. J., in der von ihm gehaltenen Hede das menschliebe Leben als einen Gesang dar. l'lümieke giebt in seiner Theatergeschichte ( p. 51 u, 52) an, dass 166ß den 3. l\Iai auf dem Rathhause zu Berlin ein grosscr Aetus dramaticus de jutlicio Capitis in Epaminondam aufgeführt ward; die darin vorkommende Musik hatte der Kantor Herrmann Koch eomponirt; ferner ward den 6. Februar 1671 das Schauspiel: "Der tapf're und sirgreichc Alexander" in Berlin aufgeführt, wozu die Musik gleichfalls vom Kantor Koch gefertigt war. Rotionski od. Kottonski (Geo••t: '''ilh. :, K. Kammermusikus und Flau- tenist der Opern-Kapelle zu Bcrlin. Geb. dasclbst den 16. Mai 1735, Schiilcr des Kum- mermusikus Quanz, war von 1754-77 l\litglicd der K. Kapelle und ging später nach Dessau, wo er 1785 starb. U.ünlg (f'nrl Gottlieb), K. Kammcrmusikns und Trompeter der Opern-Kapelle zu Bcrlin seit 1855. H.Üpke (Gnst1n·), K. Geheimer Justiz-Hatl1 beim General-Anditoriat, Hitter des Rotheu Adler- Ordens 3. Klasse mit Schleife, Sohn des Dircetors des Gymnasiums zum grauen Kloster zu Bcrlin. Geboren dasclbst 1805, besuchte das genannte Gymnasium, wo er den Gesann--Untcrricl1t Fischer's genoss und sich schon damals durch seine schöne Stimme auszeichn~te. Ebcmo übte er früh flcissig das Orgelspiel und erhielt darin, so- wie später in der Compositiou den Unterricht seines Freundes Etl. Grell. Er studirte zu Bcrlin die Rechte und trat wiihrend dieser Zeit 1825 in die Siug-Akadcmic, wo seine ausserordentlich schöne Bassstimme bald die Aufmerksamkeit Zelter's auf sich zog, der ihm hliufig Solopartien zutLciltc. Im Jahre 1828 wurden bei einer Auffiihrung des "Judas Maccabäus" die Solos1ingcr im Tenor und Bass plötzlich verhindert zu singen, worauf Köpke aus der Verlegenheit half, sowohl die Tenor- als auch die Basspartie mit einigen Fortlassungcn übernahm und so die Auffiihrung möglich machte. Als Anerkennung für diese Leistung schlug ihn Zclter zum "Ehrengast" der Zeltcr'schen Liedertafel vor, und er ward den 24. Januar d. J. als solcher gewählt. Bald darauf ward er jedoch durch seine Anstellung als Auditeur in Frankfurt, splitcr in Glogau und I3rcslan,_ auf längere Zeit von Berlin entfernt, 11·ar aber an den genannten Orten 1\litglied der dortigen Gesang- Vereine, die er zum Thcil leitete. Als Ober-Auditeur des 3. Armee-Corps nach Bcrlin zurückversetzt, trat er sogleich wieder in die 8ing-Akademic, zu de.ren. Vorsteh_er er bald darauf gewählt ward; ebenso ward er am 18. Februar 1851 wJrkh~_hes. 1\htglicd der Zelter'sehen Liedertafel, deren Beimeister er von 1852-56 war, u~d fur diC er mehrere Lieder eomponirt hat. Im Jahre 1852 ward er znm Geheimen Just;z-Rath beim Gencrul- Auditoriat ernannt und erhielt 185!) den Rotben Adler-O!'dcn 3. Klasse, Er starb d~b 1~. Deeember 1859 zu Bcrlin. Köpkc hat gegen 20 .. mch:stim.mige Männergesiinge für L1edertafeln und Festgesänge mit gemischtem Chor fur dw Smg-Akademie componirt; *) Wöt>hentliche Nachrichten ctc., die l\Iusik bctrcfTellll. Lpz. 176G, 1-13. Stück.
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.