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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

290 1\lcin. Klo.<. li.leln (Joli!eph), Bruder des Vorigen. Gcb. 1802 zu Cöln, machte seine mu- sikalischen Studien unter Leitung seines Bruders von 1820 an in llcrlin, wo er mehrere Jahre verweilte, nachdem er vorher schon in Paris gewesen. Von Bcrlin aus als Musik- lehrer nach 1\lemcl berufen, blieb er dort des Klimas wegen nur kmzc Zeit, kehrte nach Bcrlin zurück und licss sich später in Cöln nieder. Vou seinen Compositiouen erschie- nen: Ouv. zur Jungfrau v. Orleans. Bcrl. 'V cstphal (Dock). - Adagio et Rond. Fmoll, p. Pf. ßerl. Schlcsiuger. - Sou. in Es. ßcrl. Wagcnführ. Lieder u. Gesänge. 8 Lieder u. Ges. op. G. Bonn, Simrock.- DerRattenfiingervon Hameln, Ballade v. Simrock, op. 10. Berl. Wagenführ. - 2 Balladen, v. l:hland. Lpz. Hoff- meister. -Die Schlacht auf Lora, f. 2 Sgst. u. Chor m. Pf. op. 27. Cöln, Eck. - Festge- sang f. 4 Solo- u. Chorst. Elberfeld, Arnold. - Hier liegt vor Deiner Majestiit, deutsche Sing- messe f. 4 Sgst. m. Org. Lpz. HoffmeistP.r. - Augenzauber, v. Kohlhauer, 1\Iainz, Schott. - Altdeutsches Jiigerlied, cbend. - Lebewohl, v. Kohlhau er, ebend. - Das }.!1ldehcn und der Hirtenknabe, von dems. ebcnd. - Kirchenmusik. Ein Salve Hcgina, f. S. m. 2 V. A. Vlle. op. 3. Lpz. Hoffmeistcr. Rllpfel (Cnrl 'VIlhehn), K. 1Iofratl1 zu llcrlin, Sohn des dortigen Dircctors der Porzcllan-l\Ianufactur und Geheimen Kammerraths Carl Jacob Christian Klipfel *), ward 1787 zum llofratl1 und Assistenten scincH Vaters ernannt. Er war nicht allein ein grosscr l\[usikfreunu sondcru auch ein guter Bratschenspieler unu Componist. Im Jahre 1810 trat er in die Sing-Akademie, deren eifriges l\Iitglied er bis zu seinem Tode blieb, und für die er die unten angegebenen Compositioncn schrieb. Ferner gab er mit A. Har- tung heraus: Zur Erinnerung an Charlotte 'Vilh. Carol. Bachmann ctc. (siehe Hartung). Klipfcl war auch Mitglied der jüngeren Liedertafel, für die, er mchrr:re Gesänge compo- nirtc; er starb den 13. September 1827 zu Bcrlin. Kirchenmusik. 1. Nach einer Prüfung kurzer Tage, 4stimm. Chor. - 4. Vater, lass im Licht uns wanucln (beidc 1818 heim Begräbniss der l\Iad. llachmann gesungen). - 3. Psalm, v. Hering: 0 du im Auge, 1823 Sing-Akademie gesungen (Part. llibl. d. Sing-Ak. ). - 4. Vatct• unser, f. 4 Solo- u. Chorst. 1823 cbcnd. - 5. Offertorium: Do- minc Deus, f. 6 Solost. u. 2 Chöre 1826. Gesänge. Alcxia's Ahnungen, f. 1 Sgst. m. Pf. Verleger(?). li.llngt"nl•erg (lUartln), Kantor an der 1\faricn-Kirche zu ßcrlin. Gcb. zu Buckow bei 1\Iünehcbcrg, war Anfangs Kantor in Strausberg, von wo er 1G57 an Guos- pel's Stelle zur l\Iarien- Kirche nach Berlin berufen ward. llci seiner Einführung hielt l\1. Hcinzclmaun eine Oratio dc colcnda musica. Er starb wahrscheinlich 1G88, da in diesem Jahre sein Amt wieder besetzt ward. Von seinen Compositionen rühmt man eine Trauer-Ode, dat. 18. März 1GGG. Sein Sohn Fricdrich Gottlieb war nach ihm an der 1\Iarien-Kirche und ward spiitcr nach ~Hettin berufen. li.los (Cat•l). Gcb. zu Mobrungen bei Sangerhausen 1790 (n. Schilling), erhielt von seinem Vater, der dort Kantor war, den ersten Unterricht in der Musik, und suchte sich nach dessen Tode durch Musik- Unterricht sein Brou zu erwerben. Türk, der ihn kennen lernte, lud ihn nach Halle ein, nahm ihn in sein Haus auf und crthcilte ihm Unterricht in tlcr Theorie der l\Iusik; im Violin-, Clavicr- und Orgcl~picl bildete er sich selbst fort. Nach Türk's Tode (1813) erhielt Klos die Stelle eines Violinisten beim Theater zu Lcip;~ig und benutzte diese Zeit zu seiner W citerbiluung im Violinspicl nach der l\[athacischcn Schule. Im Jahre 1816 wanl er Kapell-Dircetor beim Fürsten Jablo- nowski · 1819 Orgauist in Elbing; spiitcr Musik- Diredor in Dresden, hielt sich daun längere' Zeit in Danzig auf uud war hierauf Vorsteher einer musikalischen Akaucmic in Leipzig. Im Jahre 1835 licss er sich in l3crliu nieder wo er einen Kursus fiir Piauo- fortespicl, sowie für Sologe,ang eröffnete. Er vcranst'altcte damals in Bcrlin von Zeit zu Zeit Kirchcn-Conccrtc, die jetloch wenig Beifall fanden. Sp1itcr vcrlicss er Berlin unu nahm eine Organistenstelle in Wittcnbcrg an; gab auch diese Stelle bald wieder auf und *) Derselbe war ein ausgezeichneter Clavier- und Violinspieler; ~riedrich II. liess ihn wäh- rend des 7 jährigen Krieges nach Meissen zu sich ko~men' um bCJ den dort gegebenen Con- certe~ mitzuwirken, auch hatte er später das Recht, be1 den Concertcn des Königs gegenwärtig zu sem. Er starb den lC. Mai 1802 zu ßerlln.
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