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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Bach. 25 herausgegeben und dem Grafen Keyserlingk ded., beide Exempl. K. Bibl. - Cone. a 2 clav. et Pedal (davon eine merkwürdige Copic von tleb. Baeh's Hand K. Bibi. zu Berl.). Friedcm. hat mit eigener Hand dariiber geschrieben: di \V. F. Bach manu mei Patris dcscript.) - Cone. a duo Cemb. conc. Fdur (aut. Part. K. llibl.) - Sinf. a 2 Trav. 2 V. Va. e H. (aut. Part. K. Bibl.) - Sinf. Drnoll f. 2 Fl. 2 V. Br. B. (aut. Part K. !Bihl.) - Son. p. il Ccrnb. Ddnr (aut. Part. K. Bibl.) - Son, p. il. Cernb. Gdur (ebenso.)- Suite p. Clav. (Ail('mande Courante, Sarabande, Presto, Bonrccs etc. (ebenso). Cone. p. clav. obl. 2 V. Va. B. (ebenso). Conc a cemb. obl. 2V. Va. B. u. Trio a Ob. cont. (aut. Part. jedoch nur Fragment. K. Bihl.)- 2 Fantasia p. il Clavicordo Solo ( K. Bibi., a. d. For- keischen Samml.)- Trio a 2 Ob. e Bass. (l'ölchau's Samml.) Sonate Fdur p. Cemb. (Abschr. K. llibl.)- Ferner folg. Abschr. in d. K. Bibl. (a. d. Samml. d. Hrn. Latrobe zu Dorpat er- standen): Fuga - Trio f. Hautb. e Basso - Sei Sonate p. il. Cemb. dedic. al Sign. George Erncsto Stahl. Consigl. della Corte di S. l\facsta il Re di Prussia. 16. März 1745. (Hinter der ersten Sonate die Bemerkung: Die dem Titel noch fehlenden .!3 Sona- ten sind nie erschieuen, iw.lem Jas Publikum es dem Verf. an der zur Herausgabe nö- thigen Unterstiitsung fehlen liess). - 2 Clavier-Souaten. - Ein Conc. f. Orgel mit 2 :Manualen u. Pedal, ist. von Carl Plato f. pf. a 4 m. eingerichtet, erschienen Lpz. Petcrs 1858. Endlich wird noch in Plümeeke's Theater-Geschichte v. Berlin p. 388. folgende interessante Notiz gegeben: "Fiir den durch sein grosses musikalisches Genie berühmten Herrn Wi!h. Friedcm. Bach unternahm er (Plümicke) hiernächst in den Jahren 1778 u. 7!) die V erfertignng einer ernsthaften Oper (n .. Marmontel): Lausus und. Lydie, worin er besonders die Chöre der Alten (insofern solches möglich ist) wieder auf die Bühne zu bringen versuchte. Doch ist selbige, wP.iJ die Composition kränklicher Umstände des Componisten wegen uubecßlgt. blieb, bis jetzt noch ungedruckt." ll. scheint hiernach schon damals den Gcdauken gehabt zu haben, das antike Drama mit Hülfe der Musik wieder auf die Biilme zu bringen, ein Gedanke, der erst in neuerer Zeit auf Anregung Fr. 'V. nr. durch i\Iendelssolm, Tanbert u. a. ausgefiihrt ward. DRell (Friedr. Ernst '"llh.). Sohn des so"enannten "Biickeburger Bach" (Christoph .Fricdr. B.) Geb. 27. )Iai 1759*), erhielt seh~n früh Unterricht in der Musik und zwar zuerst in Stadthageu, einem kleinen Stiidtchen im Lippesehen durch den Kantor Geyer, dann durch seineu Vater, uesscn Zufriedeuheit er durch rasche Fortschritte er- warb. Sein Onkel Joh. Christiall B., Kapellmeister Gcorg III., forderte ihn auf, zu ihm nach London zu kommen; und \\'ilh. B. trat, nachdem er von Herder eonfirmirt war, mit seinem Vater uic Heise dahin iiber Harnburg an. Hier lernte er seinen Onkel C. P. Em.ll. kennen, liess sich dort in eiuem Concerte öffentlich hören, und setzte dann seine Reise über Holland nach England fort. In London bildete er sich unter Leitung seines Onkels Joh. Christ. weiter aus, liess sieh förmlich in England naturalisiren, und hatte das Glück, in vielen angesehenen Familien, und auch in der K. Familie Unterricht zu er- theilen. Nach dem 'l'ode seines Onkels im J. 1782, verliess Wilhelm nach 8jährigem Aufenthalte London, begab sich hierauf nach Paris, wo sein Clavier- und Orgelspiel Beifall fand, kehrte dann über Holland in seine Heimath zurück, und liess sich auf Ver- anlassung ues Präsidenten v. Breitr:nbauch hierauf in .!\Luden nieder. Als König Friedr. "\Vilhelm II. von Preussen nach seiner Tlu onbrsteiguug ~\linden besuchte, überreichte ß. demselben eine Gliiekwunsch-Cantate, die so günstige Aufnahme fand, dass ihn der Kö- nig nach llcrlin einlud, und ihm eine Anstellung daselbst versprach. "\Vilh. B., in der Hoffnung als Kapellmeister bei der K. Kapelle angeRtellt zu werden , reiste nach Rerlin ab, erhielt jedoch nur die Stelle eines Cembalisten und Kapellmeisters der regierenden Königin, die ihn nur wenig beschiiftigte, weshalb er meist auf l\lusik-Unterricht angewie- sen war. Nach dem Tode der Königin ward B. in iihnlicher Art bei der Königin Louise, Gemahlin Friedrieh Wilh. III. angestellt, und nach deren Tode mit Pemion in den Ru- hestand versetzt Er war drr .l\ln8iklehrer Friedrich Wilh. 111. und von dessen Brüdern, dem Prinzen Heinrich und 'Vilhelm. B. soll ein fast starrer Anhänger der alten Musik in strengem Styl gewesen sein; er konnte sich mit der neuern l\lusik durchaus nicht be- *) Diese Angabe ist n, d. Inschrift auf, seinem Grab.e (Sophien-Kircbhof) wo auch die An- merkung steht: "Letzter Enkel J. S. Bachs. Gerber g1ebt 1754, noch Andere 1764, Meusel's deutsches Kiinstler-Lexicon, das ihn mit Aug. Wilb. B. verwechselt, giebt d. 25. Mai 1761 an. 4
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