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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

270 Jrmiscb. - Jurke. dem K. Institute für Kirchenmusik, das damals unter Zelter's teitung stand, und wo er Unterricht im Generalbasse und Orgelspiel dm·ch A. \V. Bach, Contrapunkt und Fuge durch B. Klein, Clavierspiel durch Ed. Grell erhielt. Nachdem er seine .Militairzeit beim 4. Infanterie-Regimente in Danzig erfüllt hr.tte, begab er sich nach Bunzlau, wo er von 18:.?!:! -30 das Schnllehrer-Seminar besuchte. Hier, wo der Musik-Unterricht unter Lei- tung Karow's ebenfalls ein wichtiger Gegenstand war, machte er seine ersten Versuche in der Composition, und mehrere seiner Lieder, sowohl für 1 Singst. m. Pf., alR auch fiir l\Iiinncrgesang, wurden damals viel von den Seminaristen gesungen. Nach bestan- dener Priifung kehrte Inner nach Berlin zurück, wo er Lehrer bei einer Kommunal~ Schule ward, dort auch den Gesang-Unterricht leitete und damals mehrere Lieder für Kinderstimmen componirtc. Auf dringendes Anrathen eines seiner lllitlchrer, des Haupt- lehrers Zcisigcr, ward er veranlasst, eine Sammlung 2 stimmiger Lieder und Choräle fiir Kinder, vereint mit demselben herauszugeben; uud diesem ersten Versuebe folgten bald andere Licdcrsammlnugcu. - Schon im Jahre 1828 hatte sich Irmer um den Eintritt in die Siug-Akademie beworben. und obgleich bei dem Zudrange zu diesem Institute der freie Eintritt seine Schwierigkeiten hatte, so wurden diese durch Zelter's Aus~pruch, den er unter Irmer's Gesuch schrieb: "Dieser sieben' und aufmerksame Tenorist könnte der Sing-Akademie in der That von Gewinn werden" seimeil beseitigt; Irmer ward ange- nommen und war nicht allein ein eifrifrcr Besucher sondern auch eine der Hauptstiib:en des Chors; nur seine Abwesenheit von Berlin konnte seine Thiitigkeit als ·Mitglied einige Zeit unterbrechen. Im .Jahre 1835 ward Inner Hauptlehrer bei der Dreifaltigkeits-Schule, leitete spliter den Knaben-Chor in der Dreifaltigkeits-Kirche beim Gottesdienste und ward als Gesanglehrer bei der König~stlidtrr Healschule angestellt. Seit Jahren hat er um die "r cihnachtszeit jiihrlich ein 4 stimmiges Lied für Kiu1ler eoiuponirt und auf seine Kosten drucken lassen. Er leitete auch Hingere Zeit einen Gesellen-Gesang-Verein. lrmer gab folgende Sammlungen etc. herans: 1. Sammlung 2 stimm. Lieder und Choräle f. Kinder (mit Zeisiger). 1. Hft. 1 Bog. quer R. 1832, erlebte () Aufl. Im Ganzen erschienen 8 Hefte, enthalten auch mehrere eigene Compos. Jrmer's. Berlin, \Yinkler ( Bcthge). - 2. Liederbuch für Schulen und Haus, mit A. l\foritz zusammen herau~gegeben, cnth.: 112 Lieder verschiedener Cornp. und 51 Choräle (darunter sind von lrrner's Cornp. folgende; No. 1. Der Gesang, ~· Scumc: Wo man ~inget; No. 35. Sonntag, v. Hoffmann v. Fallcrsleben: Der Sonntag J~t gekommen; No. 37. Kinderlied v. Hoffmnnn v. F.: Wer l•at die schönsten Schiifchen; No. 4~. Einkehr, v. Uhland: Bei einem Wirtbc; No. 48. Was ich hatte, v, Giescbrecht; No, 8~. Im Wal Glaubens und der Liebe, eine Samml. geist!. Lieder mit. ?llclod. znr Erbauung in Haus und Schule (von Irmer allein), enthält 78 Gesiingc verschiedenrr Comp. (von Irmer sind die l\Ielodicn: No. 15. Vertrauen: Der du die Sterne; No. 23. Nachtgebet v .. L. Hensel: l\Iüde bin ich; No. 38. Gott lebet noch! No. 45. Gieb mir mein Sohn dein Herz; No. 58. Pas- sionslicd: In jener letzten der Nächte). Bcrlin, beim Herausgeber 1843. - Gesellen- Liederbuch. Berlin, Oehmigke (Bcruhardi). h•ntbu~l• ( ). l\lusikus beim National-Theater zu Berlin, gab heraus: 12 neue Tänze (6 Walz., ·-1 Angl., 2 Quadr.), mit vollstiindiger l\Iusik und Tonren 17!:1. (Meuscl's Künstler- Lexikon). hll!!lt"rtnanu ((\ E. ), K. Kammermusikus und Contrabassist der Opern Kapelle zu Bcrlin, ward um 182G dnöelbs angestellt und starb im Januar 1857, 58 Jahre alt, an einer Leberkrankheit * .Jurke (Moritz "\.IIJ;liMt), Dr. der Philosophie zu Berlin. Geboren 17!'11 zu Sorau, wo sein Vater Predig-er war. Das Haus seiner Grosseitern war dasclbst der Sammelplatz aller Musiker, die den Ort bcsucht?n; hier le~~te er auch Chladni kennen, und die Erinnerungen an diesen waren später mcht ohne Emfluss auf seine akustischen Studien. Nachdem Jurkc von 1812-lti in Leipzig Theologie studirt und während
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