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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

242 Hildebrand-Romberg. - Hillmer. nasien etc. 9. Von dem Instrumental- Unterricht. 10. Vom Musik- Unterricht auf Uni- versitäten). Breslau, in Comm. J. Max & Comp. 1827. 94 S. - 3. Eutonia, pädagogische Musik-Zeitschrift von 1828-37, im Vereine mit Tonkünstlern und Gelehrten, von H. in 10 Bänden herausgegeben, enth1ilt u. a. von ihm folgenden Aufsatz: Uebcrsichtliche Geschichte des \Vichtigsten, was für die Tonkunst und ihre Wissenschaft, vorzüglich die Harmonielehre, den Contrapunkt 11. ~. w., seit der christlichen Zeitrechnung geschehen ist. - 4. Der Streit zwischen der alten und ncuen Musik, enthaltend: Nägeli's Beurthcilung der Schrift: Die Reinheit der Tonkunst in der Kirche, nebst der Erwiderung des Ver- fassers, sowie G. Weber's Ansicht über denselben Gegenstand. Breslau. G. Förster 1826. - 5. Verschiedene Artikel in der "Berl. musik. Zeitg.", im "Erfurter \Vochenblatt" und im "Schulrath an der Oder". - 6. F. \V. Berner, nach seinem Leben und \Virken. Breslau 1829. 8. - 7. Methodische Anleitung zu einem möglichst natur- und kunst- gemässem Unterrichte im Singen, zunächst für Lehrer und Schulen, dann auch für Eltern und andere erziehende Personen. Breslau, Cranz 1836. - 8. Das musikalische Deutschland des 19. Jahrhunderts, eine historisch- biographische, tonwissenschaftliche, pädagogische Musik-Zeitschrift, erschien v. 1. Januar 1856 an in Berlin bei F. Schulze in 2 Heften, blieb Bruchstück. Hlltlebrand-Ronaberg (Hernl•arcl). Geboren zu Berlin in den 30ger Jahren, ein Enkel B. Romberg's, liess sich 1850 vor dem Könige Friedr. Wilh. IV. auf dem Violoncell mit Beifall hören, begab sich später zu seiner weitem Ausbildung nach Paris, wo er in dem dortigen Conservatoire den ersten Preis unter 9 Schülern, von denen er der Jüngste war, erhielt. Nachdem er 1852 nach Berlin ·zurückgekehrt war, liess er sich dort 1853 mit grossem Beifalle hören und unternahm später eine Kunstreise nach London. Im Jahre 1858 schiffte er sich auf dem Schiffe "Austria~' nach Amerika ein, das Schiff gerieth jedoch in Brand, und er fand in den Flammen oder Flutben mit vielen andern Passagieren seinen Tod. Sein Instrument soll (nach der Hamburger Reform) zu 30,000 Mrk. versichert gewesen sein. Hllclt>brande ( B etlin um 1815. ), K. Kammermusiker und Violinist der Opern-Kapelle zu lllllebrancl ( ), Basssänger der K. Oper zu Berlin, gab 1820 als "K. K. Hof- Opernsänger zu Wien" auf der K. Bühne in Bcrlin Gastrollen als Oberpriester (Vestalin); Sarastro (Zauberflöte) • Durlinski (Lodoiska); Osmin (Belmont) und ward hierauf engagirt. Man rühmte damals ;eine umfangreiche, kräftige Bassstimme (die jedoch in den Mittel- tönP-n hohlklingend war) und sein vortheilhaftes Aeussere. Von seinen bedeutendsten übrigen Rollen sind zu erwähnen: 1821: Hierophant (Olympia); Kalchas (Ipbigenia in Aulis); Thanatos {Alceste). 1822: Mollab (Nurmabal); Bongars (Aucassin u. Nicolette); Fabrizio (1. gazza ladra); Caspar (Freischütz, bis 1823: 12 Mal); Thoa~ (Iphigenia in Tauris). 1823: Jarbas (Dido); Bartholo (Figarro); Schima (Libussa). 1824: Transdorf (d. Verschwornen) etc. Im Jahre 1824 verliess er Berlin, ward hierauf in Hannover engagirt und gab 1827 als K. Hannöverscher Hof-Sänger Gastrollen in Berlin. lllllmer (Frlecl••lel•), K. Kammermusikus, Bratschenspieler und Correpetiteur der Opern-Kapelle zu Berlin, in der er sich schon 1818 befand, kündigte 1798 ein von ihm erfundenes Instrument, "Alldrey" genannt, an. Dies Instrument, an welchem er nach seiner Aussage 6 Jahre gearbeitet, war 14i" lang, 10" breit, ~atte 10 Saiten, von denen 4 besponnen waren, und ward mit Bogen und Finger gespielt. Das Griffbrett war 10" lang, 3 ~~~ breit und konnte durch einen Mechanismus den Saiten bald näher bald" entfernter, auch nach Willkür höher gebracht w~~den. Hillmer liess sich in de~ genannten Jahre mit diesem Instrumente in Berlin horen. Ebenso brachte er beim Polychord. eine Verbesserung an, die ihm nach seiner ~nzeige von 1818 durch eine be- so.ndere Richtung des Steges gelungen sei; auch auf diesem Instrumente, sowie auf dem Vwlalin (?) liess er sich in Berlin öffentlich hören. Endlich ist er der Erfinder eines
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