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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

230 Heischkel. - Ilellmuth. Helsclakel (olola. JacoiJ), Churf. Brandenb. Kammermusikus und Lautenist zu Berlin, ward 1671 den 6. Juli daselbst an ,V. Rowe's Stelle angestellt und galt für einen grosseu Virtuosen. llellu•r (An~nlllt), 1\Icssing-Blasc-Instrumentcnmachcr zu Potsllam, geh. zu Berlin llen 6. October 1801, etablirtc sich den 1. Juli 1826 in Potsdam. Seine aus,;ezeichneten Inventions- und V cutil-Instrumcntc jeglicher Art haben einen europiiischcn Ruf und sind sogar nach Amerika und Australicn versandt worden. * llell!ler <'"llh.). Geb. den 15. April 1816 zu Bcrlin, erhielt im Gesange und in der Composition den Unterricht Zcltcr's, und nach dessen Tode den Grcll's. Da er eine schöne Sopranstimme hatte, ward er unter die Knpellsiingcr König Friedr. Wilh. III. aufgenommen; spiitcr ward er Hof-Sänger des Grassherzogs Pan! .Friedr. v. 1\Iecklenburg- Schwerin und dann des Fürsten v. Sondershauscn. Nachdem er diese Laufbahn auf- gegeben, ward er Lehrer des Gesanges in Stralsund, liess sich seit 1840 als solcher in Berlin nieder, ward 1852 als Director der Akademie des Gesanges nach Rostock be- rufen, kehrte jedoch schon 1853, nachdem "'ieprecht für das Garde. Reserve- Heg-i- ment in Berlin ein Musik. Chor organisirt hatte, als Stabs- Ilautboist desselben nach Berlin zurück. Li e dc r. Die Thr1ine1 v. Herlosson, f. 1 Sgst. m. Pf. Berlin, Challier 1846. - Bitte, llitte, cbend. - l\Iusik. Text von der Herzogin v. Orleans, op. 6. ebend. - Nun muss ich immer an dich denken, o p. 7. ebend. 1846. - Blaue Aeuglein, o p. 8. ebend. - Die Wolke, o p. 9. ebcnd. - 2 Lieder, o p. 10. eh end. 1846. - Lebe wohl, o p. 11. ebend. - 2 Lieder (Ermuthigung. In der Fremde), o p. 13. ebend. - Die beiden Grenadiere, Ballade f. Bar. op. 18. ebend.- 0 lass mich in den Glanz des Auges sehen, op. ~2. ebend. - Preussen, mein Vaterland, o p. 2 6. ebend. - l'reussischc Volkshymne, gcd. v. Dina v. Salmuth, o p. 2 7. ebcnd. - Der todtc _Sol~l_at, Ballade, o p. 2 8. eh end. - 3 Lieder, o p. 2 !J. Berlin, Schle- singer. - J_J:is Gräh apf qer Hai_dg1 Ballade, o p. 3 0. ebend. - 3 Lieder, o p. 3 2. Berlin, Challicr. - 3 Lieder f. eine tiefe Stimme, o p. 34. Berlin, Bock. - Abcndgruss, o p. 3 5. ebcnd.- Elise, a. "Onl>cl Tom's Hütte", op. 37. Berlin, Cha.llier.- DasVeilchen, op. 38. ebcnd. - 3 Lieder, o p. 3 9. Berlin, Bock 1856. C Ja vier stücke. Soldaten-Abschied, 1\Iarsch. Bcrlin, Challicr. - Pfingstgruss-Polka, ebenll. - Coquettc-Polka, ebcnd. - Thrünenmarsch, ebend. - 1\lilitair-Polka, ebend. - l\lclodies italiennes, 2 Lieder ohne \V orte, o p. 15. ebcnd. - Die Gazelle, Polka, ebend. - Hofjüger-Polka, cbend. - Schottisch, cbend. - Geschwindmarsch f. Infanteri_c, mit dem Motto: "Vorw1irts" erhielt in der ßock'schen Preisbewerbung den Preis und er- schien ßerlin, Bock. ' llellmlg (Uarl). Geb. den 20. April 1828 zu Potsdam, übernahm 1851 die Saitenhandlung von C. Grimm. Er fertigte seit 1844 Streich-Instrumente, die einen vor. ziiglichen l{uf haben, und brachte bei ihnen die vou ihm zuerst angewendete Erfindung an, die Balkeu zu fenstcrn *). wodurch die Schwingung bedeutend freier wird. In der Lackirung der Instrumente nach Art der italicuisehen ist seine Geschicklichkeit ausser- ordentlich. llt>lhnntb (t'I'Rilziska). Geh. zu l\Iainz 1746, betrat 1770 al_s Delia (3 Sul- taninnen) zu l\Iiim•hcn zuerst die Biihne, kam später nach Gotha, wo ste als Bravour- Siingeriu sehr geriihmt wird, obgleich sie nach den damaligen Bericht.en Fehr "gekreischt" haben soll. - G Benda schrieb damals fiir sie die Partie der Sophw. Im J. 1785 kam 8ie zum Markgriifl. Sehwedt'~chcn Theater und 1788 zum lle~liner K;_ National-Theater, wo sie als Cordula (Betrug durch Aberglauben) debütirte; t_m J. 1' 9~ ward 8ie ver- abschiedet. Sie ist die Mutter von Marianne Miillcr und dte Lchrerm der berühm- ten Schick. *) Unter "fenstern" wird hier die Einrichtung verstnnden, dass der Balken nur auf ein- zelnen hervorstehenden Punkten, und nicht durchweg festgeleimt wird.
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