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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Hanseu. - Hansmann. 223 die er unentgeltlich in den \Vintermonaten veranstaltet, finden den grössten Beifall, und man hat Gelegenheit, dort die seltensten \Verke klassischer und neuerer Componisten zu hören. - Hauemann hat nicht componirt. Seine Schriften über Musik, zum Theil in Novellenform, enthalten werthvolle Ansichten über dieselbe; ich erwiihnc darunter: 1. Zur Erinnerung an d. 7 . .März*) 1844. - 2. do. an d. 7. März 1845. - 3. Felix Fistel, ein Künstler und Virtuose unserer Zeit. Ein musik. Hohlspiegel. Berlin, Nicolai 1846. Zur Erinnerung an den 7. l\lärz 1846 seinen lieben Kollegen gewidmet. 148 S. in 8. - 4. Zur Erinnerung an d. 7. )liirz 1847, als Manuscr. gedr. - J+ und b Ach! und Weh! der heutigen Zeit, Erzählung (N. Berl. mus. Zeit. v. 1848. p. 120). - 6. Das Duell, Erzählung (N. Bcrl. mus. Zeit. v. 1849. p. 189). - 7. Festrede seines 25jäbr. Dienst-Jubiläums (Echo 1855. No. 20.). - 8. Abschiedsfest zu Ehren des Kammermus. Kelz (Echo No. 34. v. 30. Aug. 1857). Jlansen (Jol•· Nicolaul!l). Geh. zu Ringkiöping (Dänemark) im Aug. 1808, wo sein Vater Arzt war, besuchte das Gymnasium zu Sehleswig, studirte 1827 zu Kiel Philosophie und Theologie, und ging hierauf nach Berlin, um Medizin zu studiren. Hier gab er heraus: De l\Iusicae in corpus humanum effectu Dissertatio inauguralis psychologico medica quam consensu et auctoritate graciosi medicorum ordinis in universitate literaria Friderica Guilelma pro summis in arte l\Iedica honorib. rite impetrandis di XX.l\1. Augusti A. 1833. Oponentibus: Th. Königsfeld Med. et Chir. Dr.; F. WeinkauffMed. et Chir. Dr.; C. Shömann Phi!. Cand. Berol. Typis Nietackianis. 37. S. 4. JlanMDIRDII (Ferdlnand), K. Kammermusikus und Violoncellist der Opern- Kapelle zu Derlin. Geb. (n. Reichardt's Almanach) d. 1 Aug. 1764 zu Potsdam, erhielt von J. P. Duport Unterricht auf dem Violoncell, kam in die Kapelle des Prinzen von Preussen (Fr. Wilh. II.) um 1784, und nach dessen Thronbesteigung in die K. Kapelle. Er war nicht allein ein ausgezeichneter Virtuose auf dem Violoncell, sondern auch ein vortrefflicher Lehrer desselben. Bei seinem Spiele rühmt man besonders seinen grosseu, markigen Ton; seine Vorzüge als Künstler und Mensch sind in C. Spazier's mus. Zeit. von 1793 p. 199 geschildert. Nachdem er im J. 1828 pensionirt worden war, starb er den 26. December 1843 zu Berlin. HRili!IDIRnn (Otto Frietlr. Gnst.), Geh. den 30. l\Iai 1769 zu Berlin, wo sein Vater, Georg Benj. Otto, von 1765-96 Kantor der Louiseu-Kirche war. Hansmann besuchte das Gymnasium zum grauen Kloster bis zur ersten Klasse, trat 1791 als Auf- seher der Choristen der K. ital. Oper in Dienst und ward später dort Chor-Director. Im Jahre 1792 trat er in die erst kurz vorher durch }'asch gegründete Sing-Akademie als Tenorist ein, blieb aber nur bis 1793 deren Mitglied. Beim Ausbruche des Krieges 1806 ward er auf halben Sold gesetzt und pensionirt. Schon seit dem 11. Juni 1796 war er Adjunct des Organisten J. F. Kaufmann bei der Petri-Kirche, jedoch ohne Gehalt, und erhielt nach dem Tode desselben 1798 dessen Stelle. Um sein Einkommen zu ver- grössern, übernahm er den 11. Februar 1796 zugleich die Stelle eines Assistenten bei der Registratur des 1\J:agis~rats, trat später zum Caleulaturfache über, ward Geh. expe- dircnder Sccretair beim Fmanz-Ministerinm und den 14. Februar 1833 zum K. Rcchnungs- rathe ernannt, nachdem ihm schon den 23. Januar 1825 der Rothe Adler- Orden 4. KJ. verliehen worden war. Er errichtete am 28. October 1804 einen Gesang-Verein und trat mit demselben 1816 zuerst vor die Oeffentlichkeit indem er eine Cantate von Rungen- hagen zur Aufführung brachte. :vährend der 20 Jahre seiner Lei!ung hat Cl' so dem Publikum 39 verschiedene Oratonen und Cantaten, uml darunter vwle zum ersten l\Ialc vorgeführt und zwar: Rungenhagen's Can!ate 11\lal; Graun's "Tod Jesu" 17 Mal; "Das Weltgericht" v. Fr. Schneider, 6 .Mal; "Dw Schöpfung" v. J. Haydn, 7 Mal; "Die Todten- feier" v. Fr. Schneider, 3 Mal; Cantate v. W. Hahn, 1 Mal; "Das hl'freite Jerusalem" v. Stadler, 1 Mal; "Die Sündfluth", "Das verlorne Paradies" 1 "Christus, der Meister" und *) Am 7.1\Iirrz 1844 erhielten die Mitglieder der Kapelle vom Könige eine Gehaltserhöhung und ward dieser Tag jährlich gefeiert. '
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