Path:
G

Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

208 Griepel. - Grobecker. GrleiJel (Jnllns), K. Kammcrmu~ikns untl Violoncellist der Opern- Kupelle zu Berlin. Geb. daselbst d. 25. Uct. 1 80!1, 2ter Sohn Joh. Heinrich's, erlernte früh dus Violoneeil bri seinem Vater und das "raldhorn beim Kammermusikus Lehmann; blies das letztgenannte Instrument schon im 12ten .Jahre im Orchester mit, und liess sich auf demselben 1823 öffentlich hören. Wiihrcnd der Zeit. wo .Max Bohrer als Violoncellist bei der K. Kapelle in llerliu angestellt war, erhielt c~ dessen Unterricht, gab auf dessen Hath und aus Gesundheitsrücksichten das Hornblusen giinzl:eh unf und machte nun uuf dem Violoneeil solche Fortschritte, dass er sich im J. 1825 als Concertspieler auf dem- selben mit Beifall hören Inssen konnte, und 1827 den 1. Januar bei der K. Kupelle als Kummermusikus ang-estellt ward. Im Jahre 18iH schloss er sich den von H. Hies ver- unstalteten Quartett:Versurnmlnngen, und 1835 denen von Zimmermann an. In den Jahren 1835 und 1841 unternnhm er KimstreiBen nach Holland, in Folge deren er z11m Ehren- mitgliede der musikalischen Gesellschaft zu Amsterclam emaunt ward. Ebenso fand er auf einer Kunstreise in Copenhage11, die er 1842 mit seinem jüngeren Bruder .Ferdinantl ") unternahm, grosseu Beifall. Griebe! gilt fiir einen der bc~ten Spieler der K. KaJlelle; er hat viele Lieder für 1 Sg;;t, componirt, die jedoch nnr im J\Ianuscsipt vorhnnden. - Gedruckt sind: Lieder f. 1 Sgst. m. Pf. Bcrlin, Gröbcnschiitz. - Gr. Duo p. Pf. et Vlle. (Iu fille du Hegiment), mit Loeschhorn zusammen comp. llerlin, Päz. G•·l«'!iil!lllng (.J. C. ), Ilof-Bluse-Instrumcntenmnchcr zu llerlin, verfertigte in Gemeinschaft mit B. Schlott, unter der Pirma "Griessling & Schlott", die schon 1808 zu Berlin bestnml, sehr gute Bluse-Instrumente. Um u. J. 1833 ward von dieser Hand- lung eiü Blase-Instrument, "Ilnrmonica-Contre Bass" gcnnnnt, vervollkommnet. Kapell- meister G. A. Schneider nrtheilt darüber in No. 142. der V ossischeu Zeitung: ""'us den Ton unbclrmgt, so übertrifft das Instrnment an Stiirke nnd Fülle alle ähnliche Bass· Instrumente; die Tiefe klingt voll und rn11d und kommt der des Orgel-Pedals um näch- sten. Alle ganzen und halben Töne, vom Contru-A bis zum hohen C, können leicht, rein und mit gleicher SHirke hervorgebracht werden" ctc. - J. C Griessling starb den 31. Mai 1835, worauf die Handlung von Schlott allein fortgeführt ward. Grlnun (Uarl), K. IIof-lnstrnmcntcnmarher zu Rerlin; verfertigte Suiten- Instru- mente nach dem Vorbilde italienischer ?lleister, besonders sind seine Harfen beliebt. Im J. 1853 erhielt er das Prädikat eines K. Hof-Instrumentenmachcrs, und starb, nachdem ~r 30 Jahre der Handlung vorgestanden, d. 1G. Juni 1855 zu. Berlin i~ G1sten Lebens- Jahre. Er soll auch Virtuose auf der Trompete gewesen scm. - Dw Handlung ward auch nach seinem Tode fortgeführt. (Siehe Hellmig.) Grlnnu (Curl Constunt. Louis), K. Kammermusikus und 1stcr Harfenist der Opern-Kapelle zu Berlin. Gcb. daselbst den 17. Fcbr. 1821, Sohn des dortigen Instru. mentenmachcrs, erhielt von seinem 8tcn Jahre an Unterricl1t in der Musik, erlernte die Harfe unter Leitung des verdienstvollen Dilettanten Buschius, liess sich 1837 zuerst auf diesem Instrumente öffentlich mit llcifall hören und ward 1844 als lster Harfenist bei der K. Kapelle a11ge~tellt. Grossen Ei11fluss auf sein Spiel iibte nnch der ansgezeichnete Harfen-Virtuose Parish-Alvars, den er in Leipzig kennen lernte und dessen vortreffliche Methode und Ei,..enthiimlichkeit er sich in höchster Vollkommenheit aneignete. Grimm gilt fiir einen uu~gczciclmcten Virtuosen. Ga•obeeiH•r <'''lllaelmlne), geborene Procksch. Geh. den 1. Juli 1819 zu Prug, trat dort im llten Jahre in das Conservatorinm, ward 1836 uls Sängcrin beim Hof- Theater zu Dresden engagirt und debiitirte als Rosine. Im J. 1839 verheiratbete sie sich mit dem Schauspieler Hcllwig, der jedoch buhl sta~b. Nachdem. sie im J. 1843 beim Königsst. 'l'h. zu Berlin Gastrollen gegeben, war~.:~t? dort ~~gagirt_, und verhei- ratbete sich mit dem Schauspieler Grobeckcr. Bei der Komgsst. Buhne Wirkte sie auch •) Derselbe war Viatinspieler und ebenfalls ein talentvoller Künstler, starb jedoch in der Blüthe seiner Jahre.
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.