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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

Gläser. 189 Cöln, Dunst. - Das Rhcinland, cbcnd. - D. deutsche Rhein. Cöln, Kohncn. - Schweizer- lied. Cöln, Eck. - Ich wollte dir so gerne sagen (Phöbus, 1. Snmml. No. 39.) Hatnb. Nicmeyer. Instrumental-Musik. Introd., Fuge u. Canon zu 4 Händen, op. 4. Berl. Schle- singer 1826. - Son. fac. ct agr. p. Pf. in C, op. 17. - do. op. 18. Schriften u. Aufsätz c. 1. Bemerkungen über den Musik-Instrumentenban (Berl. mus. Zeit. v. 182~). - 2. Ucbcr den Bau der Bogen-Instrumente und über die Arbeiten der vorzüglichsten Instrumentenmacher, zur Belehrung fiir l\lusiker, nebst Andeutungen zur Erhaltung der Violinen (Rccension über diesen Aufsatz, cbcnd.). - 3. Uebcr Logier's System des musikalischen Unterrichtes. Berl. Trautwein 1826. - 4. Ueber Instrumenten· Bau, die Ophiclciclc (Berl. mus. Zeit. 5. Jahrg.). - 5. Ueber musikalisch-theoretische Lehrbücher (dieselbe Zeit. 6. Jahrg. No. 46.). Glllser (Frnnz) *). Gcb. d. 1!l. April 1798 zn Ober- Gcorgenthal (Böhmen), kam schon im 11. Jahre 8Cincr schönen Altstimme wegen als Chorknabe in die Hof- Kapelle zu Dresden und ward dasclbst von dem rühmliehst bekannten Gesanglehrer Micksch im Gesange ausgebildet, versuchte sich auch damals schon in der Composition. Im J. 1814 kam er in das Conscrvatorium zu Prag, wo er sich für die Violine entschied und auf derselben durch Pixis ausgebildet ward. Er verliess im folgenden Jahre diese Anstalt und trat nun mit einem ersten grösscrcn \Vcrkc, einer Jubel-Cantate für das Städtchen Ober-Leutersdorf, vor die Oeffentlichkcit. Gläser wandte sich nun nach \Vien und studirtc dasclbst unter Heidenreich's Leitung den Contrapunkt Im J. 1817 ward er als Kapellmcistcr-Adjunct beim Josephstädtcr Theater angestellt und brachte seine erste Operette ,,D1irnburg's Sturz" auf dem Leopoldstädtcr Th. zur Aufführung, welcher dann eine grosse Auzahl ähnlicher \V crke folgten. Im J. 1818 ward er wirklicher Kapellmeister beim Jescphstädtcr Th., und ist hierbei zu erwähnen, dass Gläser bei Eröffnung dieses Theaters, nachdem dasselbe rcno,·irt worden war, im Oct. 1822 den von Bcethoven componirtcn Prolog: "Die \Veihc des Hauses" unter Oberleitung dieses beriihmten :Heisters dirigirtc. llcethovens's Gehör war nämlich damals schon sehr schwach, und Gläser ward daher hinter ihm postirt, um dem Orchester die \Villensmeinung des Autors gcwisscrrnaasscn zu vcrdollmctschcn. Im J. 18:30 erhielt Gläser den Huf als Kapellmeister zum König;;st. Th. in Bcrlin. Der ernstere Kunstgcschmack, der in Berlin herrschte, hatte auch Einfluss auf Gläscr's Compositioncn, und bewog ihn die bisher betretene leichte Bahn zu verlassen und eine edlere Kunstrichtung einzuschlagen. Er begann sein ncues Amt am 7. Jnli 1830 mit der Dircction der Oper: "Die weissc Dame". Unter seineu in ßcrlin componirtcn Opern fand besonders die Oper: "Des Adlers Horst" auf dem Königsst. Th. grossen Beifall und hat diesen auch in ncncstcr Zeit im K. Opern- hause gefunden, wozu besonders das meisterhafte Spiel der K. Siingerin Johanna Wagner viel beitrug. GHiscr hatte den Ruf eines ansgezeichneten Dirigenten, und die Kapelle des Königsst. Th. befand sich unter seiner Leitung in einem vorzüglichen Zustande. Das Theater selbst aber neigte sich gchon damals allmälig seinem Verfalle zu; das Slingerpersonal war mit wenigen Aumahmcn uur mittclmägsig, und endlich ward be- schlossen italienische Operngesellschaften zn cngagiren. DieRc hatten gewöhnlich ihren eigenen Kapellmeister und Gliiscr's Stellung trat dadurch in den Hintergrund, so dass er mit Freuden den Ruf als K. dänischer Hof-Kapellmeister in Copenhagen 1842 an- nahm. Seit jener Zeit sind im Ganzen nur selten Nachrichten von ihm nach Deutsch- land gekommen. Im J. 1844 ward er zum l\I:tglicdc der Caeeilicn-Akadcmie in Rom ernannt· 1845 ward ihm die Leitung des neu errichteten Conservatoriums zn Copcnhagcn iibertradcn, und im J. 1847 erhielt er vom Könige von Diincmark den Dannebrog-Orden. 0 p e rn, l\Ie Iod r. etc., Possen mit Ge s. 1. Bärnbnrg's Sturz. 1817, Joscphsst. Th. zu Wien. _ 2. Elsbcth, oder: Das Tonrnier zn Kronstadt, Schauspiel mit Gcs. v. Ch. Bireh. Pfeiffcr. - 3. Nicht tanzen, nicht kiissen. - 4. D. 3 Zeitungen. 1820, im· Lcopoldst. Th. - 5. D. Pintzerbirne, P. m. Gcs. 1821, Josephst. Th. - 6. Arsenins d. Weiberfeind, P. m. Gcs. 1823, Joscphst Th. - 7. Dank u. Undank, Zanbersp. m. *) Die Personalnachrichten zum Thcil nach einer Biographie von Neumann. Casse} bei Balde 1856.
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