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Full text: Tonkünstler-Lexicon Berlin's / Ledebur, Karl, Freiherr von

184 George. - Gerhard. gehört, die Musik zu üben und als Componist thätig zu sein. - Von seinen Werken können folgende angegeben werden: Kirchenmusik. Der 84. Psalm, 1853 zur Taufe des Prinzen Georg von Gross· Britannien in London aufgeführt. -Geistliches Lied f. S. A. 2 T. 2 B. Berl. Zeseh 1836. - Geistliches Lied: "In deiner Ehr'", f. 1 Sgst. ·m. Pf. Berl. Schlesinger. Lieder u. Geslinge. 4Ged. v.Schiller, f. 4Mst. Hannover, Nagel.- Vorwärts, Ged. v. Uhland, f. 4 J\fst. ebend. 1838. - G Ged. v. E. Schulz, f. 4 Mst. ebend. 1838, in 2 Hftn. Hymne an die heilige Caecilia, f. 1\lst. ebend. 1839. - 6 Ged. Y. E. Schulz, f. 1 Sgst. m. Pf., 1. Samml. ebend. - G Ged. v. Uhiand, f. 4 Mst. Lpz. Klemm. - 6 Lieder f. 1 Sgst. m. Pf. (Meeresleuchten; Du bist. wiu eine Blume; Sei getrost; Das 1\Iiidehen a. d. Fremde etc.). Hannover, Bachmann. - GLieder v. Petcrs u. Schulze (l. Höchster Wunsch; 2, Ew'ge Liebe; 3. Bei Uebersendung eines Veilchens; 4 Liebeslohn; 5. Zu Dir; 6. Ich bin von aller Ruh'), ebend. - 3 Lieder f. 4 1\Ist. Lpz. Br. & H. - Hannöver'sches Volkslied f. 4 l\Ist.: "Das Königreich Hannover", ebend.- 3Lieder f.l Sgst.m.Pf. (1. Der Kranz; 2. LiedderLiebe; 3, Erinnerung). Hannover, Bachmann. - 4 Lieder f. 1 Sgst. m. Pf. Lpz. Br. & H. - 6 Lieder f. 1 Sgst. m. Pf. Wien, llasslinger. - Tänze, M ii r s c h e etc. f. P f. Ringelheimer Gastfrcundschafts-Walzer, d. Fr. Gräfin v. Decken ded. Bcrlin, Westphahl 1835. - Great-Walz., to his Mnjesty King William IV. (auch f. Orch. arr. von C. Böhmcr), ebend. - Steyer'scher Liinderer, ebend. - Gene- sungs-Walz., I. K. H. d. Herzogin v. Cumberland bei ihrer Genesung ded, Berlin, Zcseh. - Lenox-\Valz. Berlin, \Vestphahl. - Der Ball am Geburtstage, Walz. ebend. - Die Wiederkehr, \Valz. ebend. - Labyrinth-Walz. Hannover, Bachmann. - Augusten-\Valz. Hannover, Nagel. - Lieblings-\Valz. Sr. M. d. Königs von Preussen. - Parademarsch. Leipzig, Klemm. Schriften. Ideen und Betrachtungen über die Eigenschaften der 1\Insik. Hannover, Hellwiug'sche Buchhandl. 8. Geor,;e (l.orenz), Stadtmusikus an der Georgen-Kirche und in der Königsstadt zu Berlin seit 1739. - Zeltcr, der viel in seinem Hause verkehrte und gcwissermaassen sein Schi.iler war, sagt in seiner Autobiographie von ihm, dass er ein durchaus geschick- ter Musiker gewesen sei, und fährt dann wörtlich fort: "Er spielte alle gangbam Instru- mente, Violoneeil und Clariuettc vorzüglich; als Contra-Violinist war er jedoch einzig zu nennen. Die Gewaudheit, Reinheit, Kraft und Präcison, womit er das Rieseninstrument handhabte, wüsste ich nicht genug zu loben; es war als ob die majestätischen Schritte eines Gottes durch die ganze l\Iusik erklangen". - Er ist wahrscheinlich um d. J. 1783 in hohem Alter gestorben und war über 50 Jahre Stadtmusikus. Gerlaal'll (Lh-ia), Sängerin beim Königsst. Th. zu Berlin. Geh. d. 13. Juni 1818 zu Gera, erhielt ihre Gesangsbildung durch Polenz in Leipzig und machte 1833 daselbst auch ihren ersten theatralischen Versuch, der ungeachtet ihres noch sehr jugendlichen Alters mit gTossem Beifalle aufgenommen ward. Im J. 1834 begab sie sich nach Dres- den um die Schröder-Devricnt zu hören, und hatte das Glück, von derselben sowohl im Gcs'ange, als auch in der Darstellungsweise Anweisungen und. Rathschläge zu erhalten, wodurch ihr Talent eine kunstgemüssere Richtung erhielt. Im J. 1835 kam sie nach Berlin und ward, nachdem sie als Giulictta (Capuletti) beim Königsst. Th. aufgetreten war, dort engagirt. Ihre Hauptrollen bei dieser Bühne waren: 1835: Vitellia (Titns); Elisabeth (Lestocq); Adalgisa (Norma); Rose (Adlers Horst); Rosine (Barbier); Constanze (Bclmont u. Const ); Elisia (1\loses). 1836: Ulmara (Olav); Isolette (Unbekannte); Helene (Lastträger); Procris (Aurora) etc. Sie beschlosH hierauf d. 25. Juni 1836 ihre künstlerische Thütigkeit und verliess in der Blüthe derselben ganz die lliihne, um sich mit dem Rechtsgelehrten ~r. Frege zu ver- heirathen. Von ihr wird im Schilling' sehen Lexikon gesagt: ;,lle=rhchc, seelenvolle, glockenreine Stimme, bewunderungswerthe Ausbild~?g. und FertJ~kelt, unwiderstehliche Anmuth der Erscheinung und dazu die liebenswurdJgstc Grazie, nebst dramatischer \Vahrheit des Spiels, erwarben der Künstlerin stets und überall die reichsten Kränze und Siege. In den Mitteltönen war ihre Stimme zwar etwas schwach, doch angenehm,
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